Erster Sommer in Kroatien

Kroatien

Sommer 2005

Es sollte der erste Sommerurlaub mit dem Wohnmobil werden. Nachdem es die Winterpause gut überstanden hatte und die Ostertour durch Schleswig-Holstein uns auch viel Spaß gemacht hatte, planten wir nun den Sommerurlaub.

Angedacht war ein Trip nach Skandinavien. Bei den Reisevorbereitungen gerieten wir hinsichtlich der Fährpreise ins Grübeln und machten uns schon mal anderweitig Gedanken.
Jetzt kam erstmals Kroatien ins Spiel. Als sich dann die Urlaubszeit näherte und das Wetter in Mittel- und Nordeuropa immer schlechter wurde, beschlossen wir uns kurzfristig zu entscheiden.
Dies sah dann so aus, dass wir wirklich erst am Tag der Abfahrt, abhängig vom Wetter, nach Norden oder Süden auf die Autobahn auffahren wollten.
Gesagt, getan. Am Tag der Abreise regnete es fast überall, sodass schnell entschieden war, dass es nach Süden gehen sollte. Geplant hatte ich für beide Touren, sodass wir kein Problem hatten.
Schnell noch den Navi programmiert und gegen Mittag ging es los.
Zunächst folgten wir der A7 bis Würzburg und dann ging es über die A3 weiter in Richtung Nürnberg. Von dort nach München und dann weiter in Richtung Salzburg.
In den Abendstunden kamen wir an der Tankstelle „Vaterstetten“ bei München an. Hier erwarben wir noch schnell die erforderliche Vignette für Österreich und bauten die Sitzecke zur Schlaffläche um, damit Sönke schon mal schlafen konnte. Dann ging es über die A8 weiter.
Kurz vor Österreich schlief dann auch Elli neben mir immer wieder ein.
Über die A10 ging es dann in Österreich weiter. Hier setzte dann zu allem Überfluss auch noch ständiger Regen ein.
In Golling hatten wir dann erst mal genug und wollten uns für die Nacht betten. Der Rastplatz war jedoch total überlaufen. Nach einigem Suchen und Rangieren fanden wir noch einen Platz für unser kleines Mobil und machten uns bettfertig.
Nach etwa einer Stunde Ruhezeit trieb es mich wieder hoch. Kurz entschlossen startete ich das Mobil und fuhr weiter, da an Schlaf nicht mehr zu denken war. Elli lag zusammen mit Sönke hinten und schlief weiter.
Die Rastanlage Tauernalm nutzte ich dann, um den Tank noch einmal zu füllen. Danach ging es durch den Tauern- und Katschbergtunnel weiter in Richtung Süden.
Auch mit dem Grenzübertritt nach Italien wurde das Wetter nicht besser. Es regnete weiterhin. Lediglich in den Tunneln war es trocken. Was in Österreich begonnen hatte, wurde in Italien fortgesetzt. Das galt auch für die Baustellen auf den Autobahnen.
In einer dieser vielen Baustellen schloss ich dann zu einem Kleintransporter auf, bei dem an Überholen zunächst nicht zu denken war. Interessant an dem Fahrzeug war, dass er augenscheinlich auf der Felge fuhr, da er immer wieder Funken schlug.
Zunächst dachte ich, dass er nur nicht anhält, um die Straße nicht zu blockieren. Als er dann aber an mehreren Parkplätzen ungenutzt vorbeifuhr, kam bei mir die Erkenntnis, dass den Fahrer der Schaden wohl nicht interessiert. Was übrigens auch für die Carabinieri galt, da er an mehreren Polizeiwagen vorbeifuhr, ohne angehalten zu werden.
In einem der Tunnel gelang es mir dann, an ihm vorbei zu kommen. Was nicht einfach war, da er mit normaler Geschwindigkeit zwischen 90 und 100 km/h fuhr.

Als der Morgen anbrach und das Wetter sich endlich geändert hatte, machte ich auf einem Rastplatz halt und gönnte mir einen italienischen Kaffee. Jetzt wurde Elli auch wieder wach und leistete mir Gesellschaft. Nach einigen Kilometern beschlossen wir dann, dass sie bis Triest weiterfährt.
Kaum saß ich auf dem Beifahrersitz, war ich auch schon eingeschlafen und wachte erst auf einem Rastplatz vor Triest wieder auf.
Hier gönnten wir uns ein kleines Frühstück, bestehend aus gefüllten Croissants und Kaffee und fuhren dann weiter.
Gegen 07:00 Uhr morgens trafen wir dann in Triest ein. Hier musste Elli dann endlich mal zum Navigieren eingreifen, da wir ansonsten nicht durch die Stadt gefunden hätten und uns mit Sicherheit im innerstädtischen Bereich wiedergefunden hätten.
Jetzt ging es über den Grenzübergang Muggia nach Slowenien.
Für den folgenden Abschnitt der Strecke half uns auch der Navi nicht weiter, da wir kein vernünftiges Kartenmaterial für Osteuropa hatten. Die gute alte Papierkarte musste herhalten. Das klappte aber auch ganz gut, wenn auch die Erinnerungen aus den alten Urlauben sich gar nicht mehr mit unseren jetzigen Feststellungen deckten.

Der Rest der Fahrt ging flott voran, sodass wir am späten Vormittag in Rovinj ankamen.

Anfängliche Bedenken, den Campingplatz auf Anhieb zu finden, wurden durch die gute Beschilderung zerstreut.
Am Campingplatz angekommen, checkten wir erst mal ein und erfuhren, dass wir uns nun auf die Suche nach einem Platz machen mussten. Gemeinsam machten wir uns auf die Suche und legten noch einige Meter zu Fuß zurück, bis wir letztendlich in der Nähe von Waschhaus 7 auf eine Familie trafen, die gerade abbaute. Zunächst einmal hatte schon jemand nach dem Stellplatz gefragt. Wenn er nicht kommt, könnten wir ihn haben. Das war die Aussage der Vornutzer. Elli wartete mit Sönke an dem Platz, während ich mich noch etwas umschaute, aber auch nicht richtig fündig wurde.
Als Sönke dann ankam und mitteilte, dass der Platz für uns zu haben war und wir dort auch noch aufs Meer schauen können, parkten wir dort ab und richteten uns häuslich ein.

Der Platz auf Parzelle 922 war zu diesem Zeitpunkt recht idyllisch, da er terrassenförmig angelegt war und dadurch etwas erhöht war. Rechts neben uns und vor uns waren Zelte aufgebaut, so dass man sich zu diesem Zeitpunkt nicht umzingelt fühlte und noch auf das Meer schauen konnte.
Als alles an seinen Platz geräumt war, die Vornutzer hatten uns freundlicherweise noch einen Teppich liegen lassen, machten sich Elli und Sönke auf, den Platz zu erkunden. Ich setzte mich in einen Stuhl und schlief erst mal ein.

Die folgenden Tage auf dem Campingplatz waren sehr entspannend.
Wir verbrachten die Zeit mit Sonnenbaden, Krebse fangen und Schnorcheln, wenn es das Wetter zuließ. Leider war das nicht immer der Fall. Einmal pro Tag zeigte sich das Wetter von seiner schlechten Seite und es fing an zu regnen. Meist war es aber nur ein kurzer Schauer und danach kam die Sonne wieder raus.

Sönke verbrachte die Zeit damit den Platz zu erkunden. Er war die meiste Zeit mit seinem Fahrrad und einem Lageplan des Campingplatzes unterwegs.

Kurz unterbrochen wurde diese Unternehmungslust nur durch einen Unfall mit dem Fahrrad, als er sich bei einem Sturz schmerzhafte Prellungen und Abschürfungen zuzog, die aber schnell gelindert werden konnten.

Das mäßige Wetter hatte aber auch noch einen positiven Nebeneffekt. Bei schlechtem Wetter wählten wir Rovinj als unser Ziel aus, sodass wir eine Menge von der Stadt zu sehen bekamen.

Auch konnten wir eine Menge Restaurants ausprobieren.
Beliebt war bei uns ein Cafe am ‚Kompas‘, wo es guten und günstigen Cappuccino gab.

Ein Highlight dieser Touren nach Rovinj war der Aufenthalt in der Pizzeria Leone, die wir als regelmäßigen Anlaufpunkt gewählt hatten, da sie nahe zum Busbahnhof lag.

An einem Nachmittag hatten wir gerade einen Platz ergattert, als es aus Kübeln anfing zu schütten.
Wir saßen mit unserem Getränk unter den Schirmen der Außenbestuhlung und konnten das Wetter und die Passanten betrachten, die hektisch versuchten einen trockenen Unterstand zu finden.

Einer unser Abstecher vom Campingplatz führte uns auf Empfehlung unserer Platznachbarn ins Restaurant Kazun.
Mit dem Fahrrad fuhren wir an und wunderten uns zunächst über die kleine Warteschlange vor dem Restaurant. Später erklärte sich dies durch das gute und reichhaltige Essen.
Die Schlange baute sich zügig ab und wir erhielten einen Tisch in der untergehenden Sonne.
Elli wählte eine Fischplatte, wohingegen Sönke und ich uns Pizza bestellten.

Nur schwerlich waren die Portionen für uns zu schaffen und auf dem Rückweg hatten wir auch gut mit dem vollen Magen zu kämpfen.
Dennoch war der Besuch empfehlenswert.

Eine nette Anekdote war noch, wie wir Henner und Iris wiedertrafen. Henner war etwas über 10 Jahre vorher mein Chef in Hannover gewesen. Seitdem hatten wir ihn und seine Frau Iris nur noch sporadisch getroffen.
An einem Vormittag hielt ich mich im Wohnmobil auf, als ich draußen auf dem Weg eine Stimme hörte, die mir vertraut vorkam. Während ich noch nachschaute, kam diese Stimme mit Elli ins Gespräch und es stellte sich heraus, dass es sich um Henner handelte.
Wir setzten uns zusammen und tauschten Geschichten nach dem langen Wiedersehen aus.
Außerdem nahm uns Henner eine Last ab. Er half uns bei unseren Einkäufen, indem er uns Kleinigkeiten mitbrachte oder Elli einfach mit zum Supermarkt nahm.

Unsere Restaurantbesuche auf dem Campingplatz beschränkten sich während unseres Aufenthaltes eher auf Minimum. Das war auch zu verkraften, da wir zur Mittagszeit häufig die ‚Saline‘ aufsuchten.
Ein Aufenthalt allerdings gestaltete sich recht amüsant. Wir hatten gerade im Bereich der Außenbestuhlung Platz genommen, als ein Unwetter aufzog.
Sehr schnell wurde das Wetter schlechter und alle Gäste zog es nach drinnen. Dort waren die Plätze allerdings begrenzt, sodass man sich mit anderen arrangieren musste. In diesem Zusammenhang lernten wir ein Pärchen mit einem Jungen kennen, die ebenfalls mit dem Wohnmobil unterwegs waren.
Nachdem wir zunächst über die Wohnmobile diskutiert hatten, kamen wir dann schnell zum Reiseverlauf. Die Beiden priesen die Plitvicer Seen in so tollen Tönen an, dass bei uns das Interesse dafür geweckt wurde.

Da sich unser Aufenthalt eh‘ dem Ende nähern sollte, planten wir den weiteren Trip.
Richtig traurig waren wir über die Abfahrt dann nicht, da sich auch die Situation am Stellplatz geändert hatte.
Wir hatten rund um uns neue Nachbarn erhalten. Zum einen war der Blick Richtung Meer nun durch einen Wohnwagen verbaut. Das war aber nicht das Schlimmste. Weitaus blöder war, dass sich auf den Platz neben uns ein Wohnwagen quetschte. Da der Platz aber sehr begrenzt war, rutschte er mit auf unseren. Dabei stand er so dicht an unserem Mobil, dass er durch das Panoramafenster reinschauen konnte. Um alles zu krönen, stellte er dann auch noch seinen Brauchwasserauffangbehälter aus, so dass der direkt neben uns vor sich hin stank.
Das war dann des guten genug und wir reisten ab.

Bereits am frühen Vormittag ging es bei sonnigem Wetter in Richtung Rijeka weiter.
Nach Rijeka folgten wir der idyllischen Küstenstraße bis Senj.
Dort bogen wir ins Kvaner Bergland ab. Das hieß erst einmal in endlosen Serpentinen den Berg hoch. Ich hatte echt Angst, dass unser 90PS-Mobil auf dem Weg hinauf alle Viere von sich streckt. Letztlich ging es aber doch und nachdem wir den Pass überquert hatten, ging es nach Otocac und von dort in Richtung Nationalpark Plitvicer Seen.
Im Nationalpark angekommen ging es erst mal auf die Suche nach dem Campingplatz. Wir hatten das Camp Korana als unser Ziel gewählt.
Nachdem wir dort eingecheckt hatten, konnten wir uns selbstständig einen Stellplatz suchen. Da auch hier das regnerische Wetter seine Spuren hinterlassen hatte, bot sich kein Platz auf der grünen Wiese an.
Nach einigem Suchen und einigen Stellversuchen an anderen Plätzen fanden wir einen Platz auf einer betonierten Fläche.
Zu Abend haben wir im platzeigenen Restaurant gegessen. Danach ging es zum Wohnmobil zurück. Während wir uns schon auf die Nachtruhe vorbereiteten, fingen unsere Platznachbarn erst an, ihr Essen auszupacken.
Die Italiener hatten einfach einen anderen Tagesablauf.

Am nächsten Morgen ging es dann für uns direkt in den Park. Wir hatten uns entschlossen mit dem Wohnmobil reinzufahren und dann kurzfristig zu entscheiden ob es weitergeht oder wir noch eine Nacht auf dem Campingplatz verbringen.
Pünktlich mit Abstellen des Mobiles auf dem Parkplatz fing es an zu regnen. Dieser Regen blieb uns auch die meiste Zeit im Park erhalten.
Bereits unmittelbar nach dem Einlass bot sich ein wunderbarer Anblick.

Wir folgten der ausgeschilderten Parkroute über den Wanderweg in Richtung Osten.
Am ersten Sightseeingstopp fing es dann richtig an zu regnen, wie man auch auf dem Foto sieht. Trotzdem setzten wir unseren Weg fort.

Dieser führte uns dann auch zu den Höhlen im Park. Hier passte ich aber und ließ Sönke und Elli allein gehen. Als beide zurückkamen, war das Gejammer groß. Elli war gestürzt … und dreckig; die Kamera war die Stufen herabgefallen und hatte sich an Stellen geöffnet, die nicht dafür vorgesehen waren.

Es half alles nichts, denn es musste weitergehen. Zunächst mit dem Boot über den See und dann die Wanderwege weiter bis zur Busstation.

An der Busstation angekommen mussten wir dann feststellen, dass wir zwar auf den Wanderwegen relativ allein unterwegs waren, aber es noch andere Möglichkeiten gab, den Park zu besichtigen.
Auf jeden Fall wartete eine große Anzahl von Personen auf einen Bustransfer. Als dieser dann kam, war er schnell voll. Gott sei Dank dauerte die Fahrt nur knapp 15 Minuten, so dass wir schnell wieder am Ausgangspunkt unserer Besichtigungstour waren.
Wir gönnten uns im angrenzenden Restaurant noch einen kurzen Snack, bevor es dann weiterging.

Wir hatten uns entschlossen weiterzufahren. Zunächst ging es über Landstraßen bis nach Lubljana in Slowenien. Von dort dann durch den Karawankentunnel nach Österreich, wo wir wieder der A 10 folgten.
In der Nähe von Salzburg, am Rasthof Golling, hatten wir dann erst mal genug und stellten uns zwischen den Lkw, um eine Runde zu schlafen. Mittlerweile war die Nacht auch schon ganz schön fortgeschritten.

Als es am nächsten Morgen weiterging, hatten wir uns entschlossen auf Grund des schlechten Wetters, es regnete mal wieder, einen Stopp in München zu machen.
Zielsicher führte uns der Navi in die Innenstadt. Dort parkten wir in unmittelbarer Nähe zur Museumsinsel und zum Deutschen Museum.
Nachdem wir uns durch die Schlange am Einlass nicht abschrecken ließen, hatten wir einen sehenswerten Museumsbesuch vor uns, den wir mit der Vorführung der Abteilung Hochspannungs- und Blitzphänomene spektakulär beendeten.

Nach Beendigung des Museumsbesuchs ging es einmal quer durch München in Richtung A 8, der wir nach Westen folgten.
Unser nächstes Ziel war Günzburg, um einen Abstecher ins Legoland zu machen.
Als Stellplatz wählten wir, unerfahren wie wir waren, den Stellplatz am Gutshof, da wir dort noch duschen wollten.
Nach der Übernachtung ging es dann mit dem Wohnmobil direkt auf den Parkplatz am Legoland. Hier stellten wir dann fest, dass der Parkplatz dort als Stellplatz genutzt wird.
Wir nahmen das Angebot auch gleich für die folgende Nacht an.

Für das Legoland selbst kauften wir Sönke eine Jahreskarte, während wir uns Tageskarten mit dem ADAC-Bonus kauften.
Der Parkaufenthalt selbst war sehr angenehm. Das Wetter war für den Freizeitpark genau richtig, so dass wir den gesamten Tag ausnutzten.

Als letzter Event stand dann am frühen Abend noch das Miniaturland auf dem Programm, dass wir uns nach den ganzen Fahrgeschäften gönnten, um etwas zu entspannen.

Am nächsten Morgen ging es dann über die B16 und B 2 in Richtung Naturpark Altmühltal. Wir folgten der Altmühl bis Eichstätt, wo wir uns auf den Stellplatz in der Nähe der Pirkheimer Straße stellten.
Von hier waren es lediglich 15 Minuten zu Fuß in die Stadt. Zudem war ein kleiner Servicecontainer mit Toiletten und Duschen aufgestellt.
Den angebrochenen Tag nutzten wir, um Eichstätt etwas zu erkunden und den Rest des Tages bei sonnigem Wetter am Ufer der Altmühl zu entspannen.

Am nächsten Tag hatten wir dann eine Fahrradtour nach Kipfenberg angedacht.
Dort sollte es eine sehenswerte Limesanlage aus der Römerzeit geben.
Der Radweg führte an der Altmühl entlang und war weit entfernt von jeglichem Fahrzeugverkehr.
Die Fahrradstrecke führte auch durch die landschaftlich sehenswerten Felsformationen im Altmühltal.

In Kipfenberg ging es dann bergauf weiter in Richtung Limesturm und Wallanlage.
Die zunächst asphaltierte Steigung wurde immer steiler und der Untergrund wechselte auf Feldwegniveau, so dass man zeitweise schieben musste.
Oben angekommen hatte man einen wunderbar restaurierten Limesturm vor sich.

Die Wallanlagen waren auch zur Veranschaulichung in Teilbereichen restauriert. Die alte Streckenführung war im Wald noch klar erkennbar.
Als letztes Hindernis stand noch die Abfahrt bevor. Auch hier schoben wir teilweise, da es auf dem ausgewaschenen Untergrund ansonsten Stürze zur Folge gehabt hätte.

Für den Rückweg wählten wir die gleiche Strecke wie auf der Hinfahrt.
An einem idyllischen Restaurant an der Strecke machten wir dann noch eine kurze Rast, um ein Eis zu uns zu nehmen.
Danach ging es die letzten Kilometer zurück zum Wohnmobil.
Dort angekommen, insgesamt hatten wir über 80 Kilometer auf dem Fahrrad zurückgelegt, beschlossen wir umgehend ins Schwimmbad in Eichstätt zu fahren, um uns abzukühlen.

Danach ging es noch in die Stadt zum Essen.
Hier fanden wir ein kleines Restaurant mit Innenhof. Während wir uns mit einem Ehepaar den Tisch teilten und mit ihnen ins Gespräch kamen, räumte Sönke erstmal das volle Tablett der Bedienung mit einer Handbewegung ab.

Am nächsten Tag ging es dann nach Bad Königshofen. Da Reni von diesem Stellplatz erzählt hatte, wollten wir den Stellplatz an der Therme mal ausprobieren.
Nachdem wir uns auf dem Stellplatz eingerichtet hatten, ging es dann auch gleich noch ins Schwimmbad.
Hier passierte dann das Malheur. Beim Toben mit Sönke knallte mir dieser mit seinem ganzen Gewicht auf den Kopf. Da hatte ich dann erst mal Probleme mit meinem Nacken. Zunächst dachte ich, dass die nur kurzfristig sein. Leider hielten sie auch die Nacht über an, so dass ich nicht richtig schlafen konnte.
Am nächsten Morgen trieb es mich dann auch dem entsprechend früh aus dem Bett.
Nach dem Brötchen holen hatte sich die Situation noch nicht verändert.
Da ich den Kopf nicht richtig drehen konnte, fuhr uns Elli ab Bad Königshofen zurück nach Harsum.
Die Rückfahrt verlief ereignislos und wir trafen am frühen Abend in Harsum ein.
Trotz aller kleinen Misslichkeiten hatten wir doch das Gefühl einen guten Sommerurlaub verlebt zu haben.

Kurztrip in die sächsische Schweiz

Sächsische Schweiz

(13.05.2005 – 16.05.2005)

Um das Wohnmobil zu bewegen hatten wir uns diesmal das lange Pfingstwochenende für einen Trip ausgesucht. Schnell war mit der Sächsischen Schweiz auch ein attraktives Ziel gefunden, das bisher keiner von uns kannte.

Am Freitag, dem 13. Mai 2005 ging es los. Wir starteten relativ früh und erreichten so, nach knapp 380 Kilometern, Königstein in der Sächsischen Schweiz. Als Übernachtungsziel hatten wir uns den Campingplatz Königstein herausgesucht.

Hier erhielten wir einen Stellplatz mit Blick auf die Elbe und wir verbrachten den restlichen Nachmittag am Wohnmobil, wo wir den Blick auf den Schiffsverkehr auf der Elbe hatten und, wenn wir uns leicht drehten, direkt zur Burg Königstein heraufschauen konnten.

Am Abend suchten wir uns ein Lokal zum Essen. Das kulinarische Angebot war jedoch zu dieser Zeit überschaubar. Nachdem wir uns die Lokale angeschaut hatten, beschlossen wir in einem Gasthaus die gutbürgerliche Küche zu testen. Für Elli und mich okay, Sönke hatte seinen eigenen Geschmack, der nicht getroffen wurde.

Für den nächsten Tag hatte ich die Fahrräder abgeschnallt und wir machten uns auf den Weg Bad Schandau. Eigentlich wollten wir über Nebenwege an der Elbe entlang dorthin gelangen. Dies war aber nicht möglich, so dass wir zwischen der Bundesstraße und einer Nebenstrecke über die Ortschaft Gohrisch wählen konnten. In Anbetracht der Tatsache, dass Sönke selbst fuhr, wählten wir die verkehrsärmere Strecke über Gohrisch. Wie wir schnell feststellten, hatte die aber einen erheblichen Nachteil. Wir mussten erst die Steigung nach Gohrisch und dann das Gefälle nach Bad Schandau überwinden.

In Bad Schandau holten wir uns in der Touristeninformation die nötigen Informationen zur Sächsischen Schweiz. Wie wir feststellten, gab es die Möglichkeit mit der Kirnitzschtalbahn in den Nationalpark Sächsische Schweiz zu fahren. Dieses Angebot nahmen wir dankend an, da wir keine Lust auf weitere Steigungen hatten.

Am Nationalpark angekommen machten wir uns erst einmal auf den Weg zu einigen ausgewählten Ausflugszielen.

Unser erstes Ziel war der Kuhstall, eine Höhle mit Aussicht über die Sächsische Schweiz.

Natürlich ging es auch für uns die Himmelsleiter hinauf, um den Ausblick zu genießen. Nachdem wir bis zum frühen Nachmittag im Nationalpark zugebracht hatten, ging es dann mit den Fahrrädern zurück. Diesmal blieben wir jedoch an der Bundesstraße, um uns weitere Anstrengungen zu ersparen.

Nach einer entspannenden Nacht im Wohnmobil ging es am nächsten Morgen weiter. Als erstes Ziel stand die Festung Königstein auf unserem Programm. Wir parkten mit dem Wohnmobil auf einem Parkplatz bei Struppen und fuhren mit der Bimmelbahn zur Festung Königstein. Hier verbrachten wir die Zeit bis zum Mittag mit der Besichtigung der Burganlage.

Nach dem Mittagssnack ging es dann wieder zurück zum Wohnmobil.

Von Struppen aus ging es nach Dresden. Hier hatte Elli uns einen Stellplatz bei Schaffer Mobil, einem Campingausrüster, herausgesucht. Bei unserer Ankunft an dem Stellplatz war keiner mehr vor Ort. Während unserer Suche nach einem Ansprechpartner trafen wir auf einen Herrn, der zwar auch Kunde des Stellplatzes, aber mit Schlüsselgewalt ausgerüstet war, so dass er uns einen Platz zuweisen konnte. Nachdem wir uns auf diesem eingerichtet hatten, ging es mit der Straßenbahn ins Stadtzentrum.

Schnell waren die Sehenswürdigkeiten, wie Frauenkirche, Semperoper und Elbufer abgegangen. Da an diesem Wochenende in der Innenstadt ein Jazzfestival war, war es sehr voll. Wir begnügten uns mit einem groben Überblick bezüglich der Sehenswürdigkeiten und überquerten dann die Elbe auf der Suche nach einem Lokal für das Abendessen. Da wir dort nicht sofort fündig wurden, ging es weiter hinein in die Innere Neustadt. Hier fanden wir letztlich ein kleines Lokal, wo wir gemütlich essen konnten. Danach ging es mit der Straßenbahn zurück zum Stellplatz.

Am nächsten Morgen nutzten wir das kurze Zeitfenster, in dem ein Angestellter der Stellplatzbetreibers vor Ort war, um zu zahlen und machten uns auf den Heimweg. Da wir noch einen Tag übrig hatten, wollten wir noch einen Stopp in Quedlinburg einlegen. Auf der Anfahrt dann noch ein kurzes Highlight für Sönke. Auf einem Autobahnparkplatz machte legte auch ein amerikanisches Feuerwehrauto einen Stopp ein, was wir für ein Foto nutzten.

In Quedlinburg angekommen kreisten wir den Ortskern erst einmal ein. Wir hatten mehrere Stellplätze zur Auswahl, gelangten jedoch nicht hin oder sie entsprachen nicht unseren Vorstellungen. Letztlich fanden wir den Stellplatz auf dem Parkplatz Marschlinger Hof. Von hier aus waren es keine 200 Meter auf den Marktplatz von Quedlinburg. Ab Mittag bummelten wir durch Quedlinburg und genossen den letzten Tag unseres Kurztrips.

Am nächsten Morgen ging es dann die kurze Strecke nach Harsum zurück.

Frühlingstrip nach Schleswig-Holstein

Schleswig-Holstein

(28.03.2005 – 01.04.2005)

Nach den Osterfeiertagen wollten wir die Zeit noch für eine kurze Tour nutzen und hatten uns Schleswig-Holstein als Ziel ausgesucht. Damit es für Sönke nicht allzu langweilig wurde, durfte sein Kumpel Leonard mitfahren. Für den war es der erste Campingurlaub überhaupt.

Am Ostermontag ging es los. Da der Verkehr sehr übersichtlich war, kamen wir gut voran und trafen am frühen Nachmittag an unserem Tagesziel in Büsum ein. Wir fuhren den Campingplatz Zur Perle an. Nachdem wir uns eingerichtet hatten, ging es durch ein Nebentor direkt an den Strand. Wir wanderten an diesem entlang, bis wir in den Ortskern gelangten. Hier gönnten wir uns erst einmal einen Kaffee, bevor wir zur weiteren Besichtigung des Ortes aufbrachen.

Nachdem wir uns ausgiebig den Hafen und den Strand angeschaut hatten, ging es zum Campingplatz zurück, wo wir den Rest des Abends bei Spielen im Wohnmobil verbrachten.

Am nächsten Morgen ging es dann erst einmal ins Schwimmbad in Büsum, um den Kindern etwas Spaß zu bieten. Das Erlebnisbad Piraten-Meer erfüllte diese Ansprüche auch. Da sowohl Leonard wie auch Sönke Wasserratten waren, verbrachten sie eine amüsante Zeit im Erlebnisbad.

Danach ging es weiter in Richtung Norden. Unser nächstes war Husum. Auf der Anfahrt dorthin kamen wir über das Eider-Sperrwerk. Wir machten eine kurze Besichtigungspause und schauten uns das Bauwerk an.

Während ich mich mit den Kindern weiter am Stauwerk amüsierte, machte Elli uns einen kleinen Snack, da mittlerweile Mittagszeit war. Nach diesem kurzen Mahl ging es dann auch weiter … für eine kurze Zeit, da gleich nach unserer Abfahrt das Stauwerk öffnete, um Schiffe passieren zu lassen. So konnten sich die Kinder auch dies noch einmal anschauen.

Am frühen Nachmittag kamen wir in Husum an. Elli hatte sich bereits Gedanken über unsere Übernachtung und hatte den Husumer Campingplatz gefunden. Wir fuhren ihn an und erhielten auch einen Stellplatz. War auch kein Problem, da kaum eine Menschenseele da war.

Als erstes machten wir uns nach Husum auf. Die Strecke von etwa zwei Kilometern legten wir zu Fuß zurück. In Husum bummelten wir durch die Stadt.

Nachdem wir uns alles angeschaut hatten, kauften wir noch frisch für das Abendessen ein und machten uns auf den Rückweg zum Campingplatz.

Dort angekommen verbrachten wir die Zeit bis zum Sonnenuntergang am Wohnmobil. Die beiden Jungen erkundeten die Umgegend und machten sich zu Fuß zum Strand auf. Elli und ich genossen die letzten Sonnenstrahlen.

Am nächsten Tag ging es dann erste einmal nach Laboe. Wir hatten uns das Marinedenkmal als nächsten Sightseeing-Punkt ausgesucht. Dort sollte es auch einen Stellplatz geben, so dass wir überlegten, dort die Nacht zu verbringen. Als wir am Stellplatz ankamen, stellten wir fest, dass es sich hierbei lediglich um den Parkplatz handelte. Ansonsten war nichts in der näheren Umgegend, so dass wir eine Übernachtung schnell ausschlossen.

Das Marinedenkmal mitsamt U-Boot und Turm wollten wir uns aber trotzdem anschauen.

Nach knapp zwei Stunden war das erledigt und wir machten uns auf die Suche nach einer Übernachtungsmöglichkeit. Schnell stießen wir auf den Campingplatz Spitzenort nahe Plön. Die 20 Kilometer dorthin waren schnell zurückgelegt und einen Platz im Stellplatzbereich bekamen wir auch.

Nachdem wir uns eingerichtet hatten, nutzten wir die Zeit für einen Bummel am Plöner See entlang zur Ortschaft Plön.

Bis in die frühen Abendstunden bummelten wir durch Plön und nutzten den Aufenthalt im Ort dann gleich, um das mit dem Abendessen zu verbinden. Aus dem Lokal heraus telefonierte Leonard dann noch mit seinen Eltern und kündigte seine Rückkehr für den nächsten Tag an.

Auf der Fahrt in Richtung Autobahn kamen wir noch am Erlebniswald Trappenkamp vorbei. Da wir noch ausreichend Zeit hatten, machten wir Halt und starteten einen Gang durch den Park.

Besonderheit hierbei war zu dieser Zeit, dass man ohne weitere Einzäunung direkt durch das Wildschweingehege gehen konnte. Nach ein bisschen Betätigung und etwas Ruhe bei einem Kaffee ging es dann zurück nach Harsum, wo wir Leonard wohlbehalten bei seinen Eltern abgaben.

Mit dem Wohnmobil die Donau entlang

Österreichdie Donau entlang und zurück

Im Spätsommer 2004 hatten wir uns erstmals ein Wohnmobil zugelegt.
Nach der kurzen Einführungstour, die die Weser entlang führte, um das Mobil näher kennen zu lernen, sollte es nun erstmals richtig los gehen.

Bereits unmittelbar nach der Schule fuhren wir los.
Als erstes Etappenziel war Nürnberg angepeilt. Auf der ermüdenden Fahrt über die Autobahn stellten wir fest, dass der Motor unseres Bürstner-Mobils etwas schwach auf der Brust war. Gott sei Dank hatten wir genug Zeit eingeplant. Nur aus der Stadtbesichtigung am gleichen Abend wurde nichts mehr.

Als wir den Campingplatz, den wir uns zur Übernachtung ausgesucht hatten, erreicht hatten, war es schon früher Abend.
Wir machten noch einen kurzen Bummel über den Campingplatz, vorbei am Fußballstadion und hin zum angrenzenden Reichsparteitaggelände.
Danach nahmen wir unser Abendbrot zu uns und machten es uns im Wohnmobil gemütlich. Da die Nächte schon recht kühl wurden, war an draußen sitzen nicht mehr zu denken.

Am nächsten Morgen ging es gleich nach dem Frühstück los.
Mit der S-Bahn fuhren wir in die Innenstadt von Nürnberg und machten uns dort an die übliche Besichtigungstour.

Am Hauptbahnhof angekommen ging es erst einmal über die Fußgängerzone in Richtung Nürnberger Burg.
Hierbei kamen wir durch die Reste der Altstadt und über den Nürnberger Christkindlmarkt.
Der Nürnberger Burg widmeten wir dann einige Zeit und besichtigten das alte Burggelände. Gemeinsam gönnten wir uns dann noch einen Aufstieg auf einen der alten Wehrtürme, von denen man eine herrliche Aussicht über die Stadt hat.

In südliche Richtung schließt sich an die Burganlage das mittelalterliche Nürnberg an. Dies war unser nächstes Ziel und wir bummelten durch die Gassen, wo es unter anderem ein altes Spielzeugmuseum gab, das zu einem Besuch einlud.

Aus diesem Teil der Stadt ging es dann wieder zurück in Richtung Christkindlmarkt. Auf dem Weg dorthin kamen wir am Lochgefängnis vorbei. Elli und Sönke machten die Besichtigungstour durch das alte Gefängnis mit und bekamen auch noch gut erhaltene Folterkeller zu Gesicht.

Hiernach ging es dann erst einmal in ein nahes Lokal, wo wir uns traditionelle Nürnberger Würstchen gönnten, bevor es über den Trödelmarkt und am Stadtgraben entlang wieder zurück in Richtung Hauptbahnhof ging.

Eigentlich stand noch der Besuch des Verkehrsmuseums auf dem Programm. Dort angekommen mussten wir feststellen, dass es geschlossen hatte. Leider, da ein Jahr später ein Brand das Museum in Mitleidenschaft zog.

Mit der S-Bahn ging es wieder zurück in Richtung Campingplatz. Nachdem wir in der Nähe des Platzes kein vernünftiges Lokal für ein Abendessen gefunden hatten, bereitete uns Elli etwas im Wohnmobil zu.

Am nächsten Tag ging es dann schon weiter bis nach Regensburg. Ab hier wollten wir der Donau folgen. Der Einfachheit halber taten wir dies bis Passau über die Autobahn.
In Passau wollten wir dann einen Besichtigungstopp einlegen und uns einen Stellplatz suchen.
Ein Stellplatz war nicht einfach zu finden, da der Stellplatzführer so richtig nichts hergab. Wir fuhren also erst einmal in Richtung Stadtzentrum von Passau.

Eingerahmt zwischen Donau, Inn und Itz liegt die Altstadt. Am Donauufer fanden sich eine Menge Parkplätze, die aber nur für Busse schienen.
Da nicht so viel los war und so gut wie kein Bus in Sicht war, stellten wir uns etwas abseits auf einen solchen Busplatz und machten einen Bummel durch die Altstadt.

Zunächst ging es am Donauufer entlang zum Zusammenfluss von Donau und Inn, der besonders durch die unterschiedliche Färbung der beiden Flüsse sehenswert ist.

Danach besichtigten wir die Altstadtgässchen und die Kirchen von Passau.
Nach etwa zwei Stunden hatten wir die Stadtbesichtigung beendet und kehrten zum Wohnmobil zurück.
Hier dann die Überraschung. Wir hatten einen Zettel am Mobil. Gleichzeitig kam ein Männchen in ‚offiziell wirkender Kleidung‘ auf uns und forderte die Entrichtung der Verwarnung.
Ich verlangte im Gegenzug eine Dienstausweis und eine Bezeichnung des konkreten Verstoßes. Da dies ausblieb, sah ich mich auch nicht bereit zu zahlen. Das Männchen wurde daraufhin richtig unhöflich und verschwand.
Ich nutzte die Zeit, um mal die Polizei in Passau anzurufen und mich zu informieren. Nicht gerade zu meinem Erstaunen sind dort derartige Machenschaften der Abzocke von Touristen bekannt und man wollte sich des Problems mal wieder annehmen.

Für uns ging es jedoch weiter. Elli hatte in Thyrnau-Kelchham einen Stellplatz mit Strom gefunden, der sich gut anhörte.
Da kein Lokal in der Nähe war und wir keine Lust hatten schon wieder den ganzen Abend im Mobil zuzubringen, suchten wir uns auf der Anfahrt ein Lokal.
In Thyrnau selbst fanden wir dann ein nettes Lokal an der Hauptstraße.
Während wir die Speisen aussuchten und auf die Getränke warteten, bekam Sönke einen Malblock und Stifte und es schien ein gemütlicher Ausklang zu werden. Bis dann Sönke’s Getränk kam. Zack – lag es unten und alles stand unter Apfelsaft.
Zu unserem Erstaunen machte die Bedienung, trotz des gehobenen Ambientes, keinen großen Aufstand und reinigte alles. Sönke bekam das zweite Getränk sogar auf Kosten des Hauses.

Nach dem Essen ging es dann zum ausgewählten Stellplatz.
Die Anfahrt verwirrte uns etwas, da die Straße immer enger und die Ortschaften immer kleiner wurden. Letztlich erreichten wir die Ortschaft Kelchham.
Der Bauernhof mit dem Stellplatz war nicht schwer zu finden und der freundliche Betreiber zeigte uns die Wiese, auf der wir ganz für uns allein standen.

Nachdem wir uns eingerichtet hatten, machten wir noch einen kleinen Bummel durch die Landschaft.
Zum Abschluss besichtigten wir noch den Sanitärbereich. Hier waren wir angenehm überrascht. Alles war neu und sogar mit Fußbodenheizung ausgestattet. Lediglich die Saisonarbeiter wirkten am Anfang etwas störend, da sie gleich nebenan ihren Aufenthaltsraum hatten. Letztlich waren sie doch sehr freundlich und umgänglich und wir trafen kaum zusammen.

Am nächsten Morgen gab es Brötchen vom Bauern und nach einer ausgiebigen Dusche ging es weiter die Donau entlang.
Nachdem wir nach Österreich kamen, fuhren wir über die Nibelungen-Bundesstraße weiter in Richtung Wien, das wir uns als Fernziel auserkoren hatten.
Die Autobahn mieden wir, um einerseits die Landschaft zu genießen und andererseits die Vignette zu sparen.
Das Wetter war auf der Fahrt sehr schön und sonnig, sodass wir jede Möglichkeit zum Halt und für Besichtigungen nutzten.

Einer dieser Stopps war bereits auf Höhe Jochstein, wo wir die Schleusenanlage besichtigten.
Ein anderer Halt war eine Besichtigungsmöglichkeit eines Bergwerkes mit einem kleinen Feldbahnmuseum.

Gegen Mittag waren wir an den Toren von Linz.
Nach einem Blick in den Reiseführer beschlossen wir mit unserer Besichtigung am Pöstlingberg zu starten. Kurz das Ziel in den Navi eingegeben und den Anweisungen gefolgt. Leider hat der Navi zwar eine landschaftlich schöne, aber fahrerisch anspruchsvolle Strecke ausgesucht. Die Anfahrt erfolgte über sehr enge Nebenstraßen. Vorteilhaft war, dass wir die Vororte von Linz gar nicht zu Gesicht bekamen.

Am Pöstlingberg angekommen war schnell ein Parkplatz gefunden und der Weg zum ersten Besichtigungsobjekt eingeschlagen.
Nach wenigen Metern erreichten wir die Wallfahrtskirche, die hoch über der Stadt liegt.
Danach ging es zur Aussichtsplattform, von wo aus man einen herrlichen Blick über Linz und Teile Niederösterreichs hat.

Den Abschluss fand der Besuch des Pöstlingbergs in der Linzer Grottenbahn, einer Bergbahn, um die eine Märchenwelt aufgebaut ist. Eigentlich recht kitschig, was sie aber schon wieder interessant macht.

Als wir am Ende angekommen waren, blieb nur noch die Pöstlingbergbahn übrig, bei der es sich um die steilste zahnradlose Bergbahn der Welt handelt. Sönke wollte, in seiner Verliebtheit zu Eisenbahnen, unbedingt damit fahren, sodass Elli und er sich ein Ticket gönnten und die Talfahrt mitmachten.

Währenddessen fuhr ich das Wohnmobil nach unten und suchte die Endhaltestelle der Bahn.
Nachdem wir uns dann glücklich wiedergefunden hatten, ging es weiter die Donau entlang. Auf die Innenstadt von Linz verzichteten wir, da wir eher auf Natur aus waren.

Für die Übernachtung hatten wir uns einen Campingplatz an der Donau ausgesucht und zwar die Campinganlage in Au an der Donau.
Der Campingplatz liegt nicht weit von Linz entfernt direkt an der Donau.
Als wir dort in den frühen Abendstunden eintrafen, war die Rezeption bereits geschlossen. Lediglich ein paar letzte Camper waren auf der erhöhten Anfahrt zum Platz anzutreffen.
Im Gespräch mit den Campern wiesen diese uns auf einen bereits geleerten Teil des Platzes hin, wo wir uns kostenfrei aufstellen könnten. Gleichzeitig kam ein Camper mit, um uns den Stromanschluss zu öffnen.
Nachdem wir uns so aufgestellt hatten, ging es erst einmal in die kleine Ortschaft, wo wir schnell feststellten, dass hier am Abend nicht viel los ist.
In einer Kombination aus Bäckerei und Fleischerei konnten wir noch einige Kleinigkeiten für das Abendbrot einkaufen und in Erfahrung bringen, dass wir hier am nächsten Morgen Brötchen erwerben könnten.
Danach ging’s zurück.

Am Mobil angekommen, wollten wir erst einmal zu Abend essen. Beim Betrieb des Wasserkochers stellten wir dann fest, dass wir keinen Strom mehr hatten.
Wir wollten dem netten Camper nicht mehr auf den Geist gehen und ‚knackten‘ das Schloss mit einem selbstgebauten Nachschlüssel. Wie wir feststellen konnten, hatte es die Sicherung rausgehauen. Das passierte allerdings noch einige Male, da die Amperezahl wohl nicht auf unsere Stromabnahme eingerichtet war.

Bis dahin hatten wir allein auf dem Platz gestanden. Das änderte sich auch nicht wirklich. Lediglich ein Mobil kam dazu. Dieses blieb allerdings auf dem Deich stehen und kam nicht in unsere Niederung hinunter.

Am nächsten Morgen nutzten wir noch kurz das Waschhaus, dessen Strom und warmes Wasser allerdings auch abgedreht war, was aber für uns kein Problem darstellte.
Nach dem Frühstück ging es dann weiter die Donau entlang.

Am Donauufer entlang ging es bis nach Melk, wo wir auf der gegenüberliegenden Donauseite eine kleine Halbinsel fanden, die zu einer Rast einlud.
Wir verbrachten die Mittagszeit am Donaustrand und genossen das herrliche Wetter, während Sönke am Ufer spielte.

Von hier aus sollte es nach Wien weitergehen. Bis Krems schafften wir es der Autobahn fernzubleiben. Danach streikte der Navi und eine Baustelle auf der Bundesstraße gab uns den Rest. Nachdem wir zweimal im Kreis gefahren waren und immer wieder zur Autobahn zurückgeführt wurden – sowohl mit dem Navi, wie auch durch die Umleitungsschilder – kauften wir in einem Zigarettenshop eine dieser blöden Vignetten und fuhren über die Autobahn nach Wien rein.

Für Wien hatten wir den Campingplatz Neue Donau als Stellplatz ins Auge gefasst. Nachdem wir uns durch den Berufsverkehr vor dessen Tor gequält hatten, mussten wir feststellen, dass er bereits in die Winterruhe getreten war. Ein Schild am Tor wies auf den Campingplatz Wien West hin, der die Gäste aufnehmen würde.
Gesagt, getan. Wieder quer durch die Stadt und den Berufsverkehr. Dank des Navi war der Platz leicht zu finden und Platz hatte man auch noch für uns.

Nach einigem hin und her hatten wir einen geeigneten Stellplatz mit Fernsehempfang gefunden und uns dort aufgestellt. Danach erkundeten wir kurz den Platz und die Umgegend. Insbesondere die Bushaltestelle mit den entsprechenden Verbindungen war für uns interessant.

Als wir zum Mobil zurückkamen, stellten wir fest, dass sich der Platz um uns herum stattlich gefüllt hatten. Besonders die ‚mobile ethnische Minderheit‘ hatten den Platz für sich entdeckt und war mit ihren Großfamilien angereist. Letztlich stellte dies aber nur ein Problem in der Sauberkeit des Sanitärhauses dar, das auf Grund des Winterbetriebes nicht auf eine derartig hohe Frequentierung durch die Besucher ausgelegt war.

Am nächsten Morgen ging es dann in die Innenstadt von Wien. Zunächst ging es mit dem Bus bis zur U-Bahn-Station Hütteldorf. Von hier aus ging es mit der U-Bahn, die allerdings erst einmal oberirdisch fuhr, weiter bis zum Karlsplatz.
Hier angekommen gingen wir den kurzen Fußweg zunächst bis zum Stephansdom. Auf dem Weg dorthin ging es an der Wiener Staatsoper und am berühmten Hotel Sacher vorbei.
Die Besichtigung des Stephansdom nahm einige Zeit in Anspruch. Dies war auch nicht weiter schlimm, da es mittlerweile zu regnen angefangen hatte.

Nach dem Stephansdom, den wir auch noch gleich von außen umrundeten, und den obligatorischen Touristenfoto eines Fiaker, ging es in die Innere Stadt weiter.

Neben den wunderbaren Fassaden der Geschäftshäuser fanden wir besonders die kleinen Durchgänge mit ihren Hinterhäusern und geschäftigen Hinterhöfen interessant.
Letztlich gelangten wir über die spanische Hofreitschule zur Hofburg, die wir dann durchquerten.

Danach folgten Museumsviertel und Parlamentsgebäude. Da das Wetter immer unangenehmer wurde, beließen wir es bei der Stippvisite dieses Viertels.

Von dort aus fuhren wir dann mit einer historischen Straßenbahn zum Wiener Prater.
An der Haltestelle dann ein kurzer Augenblick des Erstaunens. Zunächst dachten wir, dass Jugendliche sich einen Spaß erlaubt hatten.

Tatsächlich handelte es ich jedoch um die Werbung eines Discounters.

Nach einem Bummel über das Gelände des Vergnügungsparks kamen wir auch schnell zur eigentlichen Attraktion, dem Riesenrad.

Wir ließen es uns nicht nehmen und gönnten uns eine Fahrt mit dem Riesenrad. Da nicht besonders viel los war – wer will es den Leuten bei diesem Wetter verdenken – mussten wir auch nicht lange anstehen und die Gondeln waren übersichtlich gefüllt.
Nur mit einem anderen Pärchen mussten wir uns die Gondeln teilen.

Während der Fahrt hatte man einen herrlichen Ausblick auf Wien, den Wienerwald und die Donau, sodass sich die Investition auf jeden Fall gelohnt hatte.

Nach dem Prater ging es mit der Straßenbahn zurück in die Innenstadt. Noch einmal bummelten wir durch die Straßen rund um den Stephansdom. Als es dann langsam dunkel und auf Grund des Regens ungemütlich wurde, fuhren wir zum Campingplatz zurück.

Als wir völlig erledigt zum Campingplatz zurückkehrten, stellten wir fest, dass dieser noch voller geworden war. Da unseres Erachtens die Kapazitätsgrenze bereits überschritten war und die Sauberkeit deutlich litt, beschlossen wir den Aufenthalt in Wien zu beenden und lieber ruhigere Regionen aufzusuchen.

Am nächsten Morgen schauten wir noch kurz in den Reiseführer und beschlossen in Richtung Oberösterreich, bzw. Salzburger Land zu fahren.

Als erstes Ziel hatten wir den Mondsee ins Auge gefasst. Leider stellten wir bereits bei der Fahrt fest, dass sich das Wetter nicht bessern wollte.
Mit Erreichen der Region um den Mondsee herum fing es dann an kälter zu werden und teilweise war auch schon Schneeregen dabei. Letztlich führte es dazu, dass wir lieber Salzburg als Ziel wählten, um das Wetter dann doch zu kompensieren.

Nach einem kurzen Studium des Stellplatzführers hatten wir den Campingplatz Stadtblick für die Übernachtung ausgewählt.
Dort angekommen erhielten wir sogar noch einen Platz in der ersten Reihe, der uns einen wunderbaren Blick auf die Stadt Salzburg und den Mönchsberg bot.

Trotz leichtem Schneefall war das Wohnmobil schnell aufgebaut. Lediglich der Fernsehempfang machte einmal wieder Probleme. Es wollte mir einfach nicht gelingen den Satelliten zu finden und dies, obwohl ich mich am Nachbarmobil orientierte.
Wie sich später herausstellte, war das keine gute Entscheidung gewesen, da mich der Nachbar ansprach, ob ich den Empfang bekommen hätte, da er seine Schüssel einfach aufgestellt und noch nicht auf den Satelliten ausgerichtet hatte.
Wir haben es dann noch einmal in Angriff genommen und dann gemeinsam geschafft.

Den Abend verbrachten wir in der angrenzenden Gaststätte und stimmten Sönke schon einmal auf unseren Bummel durch Salzburg ein.

Am nächsten Morgen ging es dann nach dem Frühstück los. Zunächst ging es den Berg hinab zur Bushaltestelle. Von dort aus mit dem Oberleitungsbus bis vor die Tür von Mozarts Wohnhaus. Nach einer knappen Besichtigung ging es zum Kapuzinerkloster hinauf. Von hier aus hat man eine herrliche Aussicht auf die Altstadt und die Festung Hohensalzburg.

Nach den üblichen Fotos ging es wieder hinab und in die Altstadt. Nach dem Bummel durch die Gassen und über den Residenzplatz ging es mit dem Fahrstuhl zur Festung hinauf.

Hier machten wir eine längere Besichtigung inklusive Führung. Den Berg hinunter ging es dann jedoch zu Fuß.

Unten angekommen hatten wir noch einen Teil des sonnigen Tages vor uns und wir entschlossen uns, beim Bummel am Ufer der Salzach entlang, noch eine Schifffahrt zu machen. Schnell war ein Schiff gefunden und mit der SalzburgCard war das ganze auch erschwinglich. An Bord stellten wir dann fest, dass es sich um die letzte Fahrt handelte, da mit dem heutigen Datum der Schifffahrtsverkehr für die Saison eingestellt wurde. Die Fahrt an sich verlief idyllisch. Sönke durfte ans Steuer und wir gönnten uns auf unserem Platz in der ersten Reihe ein Getränk und genossen die Landschaft.

Nach der Schifffahrt ging es dann wieder in Richtung Bus. Auf der Heimfahrt entschlossen wir uns, dass wir uns vor dem Aufstieg zum Campingplatz stärken müssten. Wir suchten uns in der Nähe der Bushaltestelle ein nettes österreichisches Restaurant und hatten bei unserer Wahl wieder einmal Glück. Nach einem guten und reichhaltigen Abendessen ging es den Berg hinauf in die wohlige Wärme des Wohnmobils.

Am nächsten Morgen hatten wir unsere Abfahrt geplant. Da wir vom Schnee erst einmal die Nase voll hatten, ging es erst einmal wieder nach Deutschland zurück. Auf der Fahrt über die BAB 8 suchten wir nach einem geeigneten Ziel. An der Ausfahrt Holzkirchen hatten wir uns entschlossen erst einmal nach Bad Tölz zu fahren. Da die Entfernung nicht sonderlich groß war, trafen wir dort noch vor dem Mittag ein. Direkt am Isar-Ufer entlang ging es in die beschauliche Innenstadt. Hier fanden wir nach einem kurzen Bummel am Markt einen Imbiss, wo wir uns eine Stärkung gönnten.

Von Bad Tölz aus ging es nach Füssen. Dort ging es auf den Wohnmobilplatz Füssen. Den Nachmittag verbrachten wir mit einem Bummel in die Stadt. Zurück am Wohnmobil kauften wir noch in einem nahen Supermarkt ein, wo wir auch am nächsten Morgen Brötchen erwerben konnten.

Der nächste Tag war zwar etwas trüb, hielt uns aber nicht davon ab, das nächste Ausflugsziel in Angriff zu nehmen. Neuschwanstein stand auf dem Programm. Mit dem Wohnmobil ging es auf den Parkplatz und von dort aus zu Fuß hinauf zum Schloss.

Nach dem beschwerlichen Aufstieg standen wir vorm Portal des Schlosses und konnten auch einen Blick in den Innenhof werfen. Nach einer Fotosession war es das dann aber auch mit dem Schloss. Der Eintrittspreis erschien uns überteuert, so dass wir es einfach ließen.

Elli und Sönke gönnten sich aber noch ein Highlight. Sie suchten eine nahe Brücke auf, von der man einen herrlichen Blick auf das Schloss hat.

Nachdem sie wieder zurück waren, gab es ein knappes Mittagessen und dann ging es weiter in Richtung Bodensee. Lindau war unser nächstes Ziel. Hier ging es zunächst einmal in die Stadt zum obligatorischen Stadtbummel.

Nach einem Blick auf den Bodensee von der Hafenpromenade aus, ging es zurück zum Wohnmobil und in Richtung Campingplatz. Der lag etwas außerhalb, war aber dafür sehr schön. Am Campingplatz Gitzenweiler Hof konnte man vergünstig vor der Schranke stehen, aber alle Einrichtungen des Platzes nutzen. Das nahmen wir auch gleich in Anspruch. Nach einer ausgiebigen Dusche ging es zum platzeigenen Italiener, wo wir uns eine Pizza gönnten.

Am nächsten Morgen ging es dann am Ufer des Bodensees entlang in Richtung Friedrichshafen. Von hier aus gönnten wir uns die Fähre in die Schweiz, da wir eh auf die andere Seite mussten, da unser nächstes Ziel, die Rheinfälle, am besten über die Schweiz erreichbar waren.

Hier kamen wir dann um die frühe Mittagszeit herum an. Die Rheinfälle bei Schaffhausen, Europas größte Wasserfälle, waren imposant und laut. Einziges Manko aus unserer Sicht war, dass wir für dieses Naturschauspiel Eintritt entrichten mussten.

Hiernach ging es dann weiter nach Freiburg. Am Schluchsee vorbei, wo wir uns einen Mittagsrast am Seeufer gönnten, und durch den Schwarzwald hindurch, kamen wir nach Freiburg. Die Suche nach einem geeigneten Stellplatz gestaltete sich etwas schwierig, sodass wir einen Campingplatz wählten.

Der Campingplatz Möslepark lag in unmittelbarer Nähe zum Trainingsgelände des SC Freiburg. Ansonsten war er sehr ruhig gelegen.

Vielleicht schon etwas zu ruhig, da weder ein Lokal, noch eine Einkaufsmöglichkeit in unmittelbarer Nähe lag. Dafür war der Platz und vor allen Dingen die Betreiberin sehr urig. Alles erinnerte mehr an ein Hexenhaus als an einen Campingplatz. Mit unserem Eintreffen hatte es zu regnen begonnen, sodass wir von unserem Trip in die Stadt Abstand nahmen. Stattdessen machten wir uns auf den Weg und suchten ein geeignetes Lokal fürs Abendessen.

An der Hauptstraße wurden wir schließlich fündig und hatten ein griechisches Lokal als Ziel auserkoren. Leider eine schlechte Wahl, wie sich später herausstellte. Schlechtes Ambiente, schlechtes Essen und eine schlechte Bedienung machten den Besuch denkwürdig.

Zurück am Wohnmobil genossen wir das Prasseln des Regens auf dem Wohnmobil. es folgte ein ruhiger Abend bei Spielen und Lektüre, da an Fernsehempfang auf dem Platz nicht zu denken war.

Am nächsten Morgen dann die große Überraschung. Es hatte die ganze Nacht durch geregnet und der Boden war entsprechend aufgeweicht. Nur mit viel Mühe und Geschick und einigen Matten als Anfahrhilfe konnten wir uns aus unserem Platz befreien, da die Grasnarbe sofort kaputt gefahren war, wenn man nur einmal Gas gab.

So recht wussten wir nichts mit der verbliebenen Zeit anzufangen. Ein Blick in die Zeitung führte uns zur der Erkenntnis, dass es am Rhein sonnig sein sollte. Da ich gerade von einer Tourenfahrt aus dem dortigen Bereich zurückgekehrt war, entschlossen wir uns zu diesem Ziel.

Zunächst ging es nach Bingen am Rhein. Bis dorthin waren wir auf der Autobahn unterwegs gewesen, nunmehr folgte Landstraße. In Bingen angekommen, entschlossen Elli und Sönke sich, eine Schifffahrt zu machen. Ich hatte derweil einen Campingplatz in St. Goar als Ziel ausgemacht und machte mich über die Landstraße auf den Weg dorthin.

Nach einer kurzen Orientierungsphase hatte ich den Campingplatz Loreleyblick schnell gefunden. An der Rezeption erfuhr ich dann, dass freie Platzwahl bestände. Ich fand einen schönen Stellplatz direkt am Wasser, den ich dann auch gleich einrichtete. Anzumerken sei noch, dass der Name des Platzes wirklich Programm ist. Man hat einen herrlichen unverbauten Blick auf den Loreley-Felsen.

Noch bevor das Schiff mit Elli und Sönke mich passierte, saß ich bereits in der Sonne und genoss ein Bier. Als das Boot mich dann passiert hatte, machte auch ich mich auf den Fußweg nach St. Goar und hiolte die beiden erst einmal zum Stellplatz ab, wo wir die Sonnenstrahlen genossen. Kurz bevor die Sonne ganz verschwand machten wir noch einen Bummel durch St. Goar. Durch den Ortskern ging es auch auf der Suche nach einem Restaurant. Leider wurden wir nicht so richtig fündig, sodass wir zum Platz zurück gingen. Hier genossen wir den lauen Abend am Wohnmobil. Sönke verbrachte die Nacht an seinem Alkovenfenster und blickte auf den Bahn- und Schiffsverkehr, den er von dort aus wunderbar wahrnehmen konnte.

Am nächsten Morgen dann ging es für Sönke nach dem Frühstück erst einmal auf die Wiese vor dem Wohnmobil. Hier widmete er sich ausgiebig den Enten, u.a. indem er sie fütterte.

Nach dieser Morgenbeschäftigung ging es mit dem Wohnmobil weiter nach St. Goar und von dort aus mit der Fähre über den Rhein nach St. Goarshausen. Ab hier folgten wir der Bundesstraße am Rheinufer entlang nach Rüdesheim.

In Rüdesheim selbst war schnell ein geeigneter Parkplatz für das Mobil gefunden, sodass wir in Ruhe durch die beschaulichen Gassen bummeln konnten. Besonders der Drosselgasse schenkten wir unsere Aufmerksamkeit und schauten wohl in jedes Restaurant und Geschäft hinein.

Nachdem wir so einige Stunden verbracht hatten, ging es mit dem Wohnmobil auf die Autobahn und in Richtung Heimat, wo wir am späten Abend wohlbehalten eintrafen.

Nach einigen Tagen haben wir dann aus diesem Urlaub die nötigen Erkenntnisse für unsere späteren Wohnmobilurlaube gewonnen. Wir wussten nunmehr, was wir wollten und was uns am meisten Spaß brachte. Außerdem hatten wir wichtige Erkenntnisse über uns Wohnmobil gewonnen, so dass wir die erforderlichen Umbauarbeiten in Angriff nehmen konnten.

Mit dem Wohnmobil auf Schnuppertour

An der Weser entlang

Kurz entschlossen hatten wir uns ein Wohnmobil gekauft. Während eines Messebesuches hatte Elli mit ihrer Tante alles klar gemacht und ich hatte das Wohnmobil im Zuge eines Besuches dann nach Harsum überführt. Vorher hatten uns Klaus und Reni noch mit allen möglichen Utensilien versorgt, die für unsere Touren wichtig sein könnten. Trotzdem wollten wir eigene Erfahrungen vor unserer ersten großen Tour sammeln und beschlossen eine Wochentour im Nahbereich zu machen. Schnell war damit die Weserregion als Ziel gefunden.

Am Freitag, dem 10. September, ging es los. Unsere erste Erfahrung machten wir bereits auf der Anfahrt nach Hannoversch Münden mit der Berechnung der Fahrtzeit. Diese musste man mit dem Wohnmobil wesentlich großzügiger auslegen. Am späten Nachmittag kamen wir in Hannoversch Münden an und versorgten uns an einem Einkaufsmarkt erst einmal mit Lebensmitteln.

Hier passierte dann auch das erste Malheur. nachdem wir gemeinsam eingekauft hatten und Elli noch außerhalb des Wohnmobils war, öffnete Sönke, der auf dem Beifahrersitz saß, die Fahrzeugtür, verlor dann das Gleichgewicht und fiel gut einen Meter in die Tiefe. Er verschrammte und prellte sich das Gesicht. Nachdem wir ihn kurz getröstet hatten und die Wunden versorgt hatten, hielt er sich sehr tapfer und beachtete seine Verletzungen gar nicht mehr.

Wir machten uns danach auf die Suche nach dem Stellplatz am Weserufer. Dieser sollte direkt am Zusammenfluss von Fulda und Werra liegen. Tatsächlich handelte es sich herbei um den dortigen Großparkplatz, der uns für unsere erste Übernachtung ungeeignet schien, so dass wir den nahen Campingplatz Tanzwerder als Übernachtungsplatz wählten. Nach einem kurzen Spaziergang ging es dann ins Wohnmobil zum Abendessen.

Am nächsten Morgen checkten wir erst einmal am Campingplatz aus und erlebten die zweite Überraschung der Tour. Der Strom wurde an dem Campingplatz nach Verbrauch berechnet. Wir erwarteten hier nicht sonderlich viel, da wir zu dieser Zeit noch keinen Fernseher hatten, wurden dann aber von einem Verbrauch von angeblich 5 kW/h überrascht. Alle Zweifel halfen nichts und konnten den Campingplatzbetreiber nicht überzeugen, sodass wir letztlich zahlten. In der nachfolgenden Zeit unserer Nutzung des Wohnmobils erreichten wir übrigens nie wieder einen derartigen Verbrauch.

Danach ging es erst einmal in die Stadt. Wir parkten das Wohnmobil auf dem Großparkplatz und gingen dann erst einmal zur Hängebrücke, die wir zusammen mit Sönke besichtigten. Danach ging es über die Mühle in die nette Altstadt, die wir ausgiebig besichtigten.

Nach der Stadtbesichtigung fuhren wir mit dem Wohnmobil zunächst nach Reinhardshagen, wo wir in der Gaststätte „Zur Fähre“ eine Kleinigkeit zum Mittag zu uns nahmen. Bereits die Anfahrt hierhin durch die kleinen Gassen des Ortes und die Parklatzsuche war für uns ungewohnt spannend. Während wir dem Fährbetrieb zuschauten beschlossen wir, die Fähre ebenfalls zu nutzen und unsere Fahrt auf dem westlichen Weserufer fortzusetzen. Um das Ganze etwas interessanter zu gestalten, setzten Elli und Sönke als Fußgänger mit der Fähre über und ich folgte eine später, damit wir ein Foto vom Wohnmobil machen konnten.

Nun ging es über die Bundesstraße bis nach Hameln. In einem Campingführer fanden wir den Campingplatz „Zum Fährhaus“, den wir für unsere Übernachtung auswählten.

Unmittelbar nachdem wir uns auf dem Platz eingerichtet hatten, ging es erst einmal zu Fuß in die Innenstadt zur Stadtbesichtigung. Auf dem Rückweg machten wir noch einen kurzen Halt an einem schönen Biergarten, genannte „Die Insel“, der auf einer Weserinsel unterhalb der Stadt liegt. Hier beschlossen wir auch, dass wir das griechische Restaurant am Campingplatz für das Abendessen wählen wollten.

Zurück am Wohnmobil erlebten wir dann noch etwas Erschreckendes. Die Kinder des Platzes fuhren die ganze Zeit mit ihren City-Rollern auf dem Platz herum. Ein Mädchen stürzte hierbei und schlug unglücklich mit dem Rücken auf eine Steinumrandung. Sie musste mit einem Rettungswagen abtransportiert werden.

Das Abendessen in dem griechischen Restaurant war dann ausgesprochen gut und wirklich empfehlenswert. Den lauen Spätsommerabend verbrachten wir dann am Wohnmobil.

Am nächsten Morgen ging ich dann erst einmal auf die Suche nach einem Bäcker. Letztlich fand ich einen, der zwar etwas weit weg war, konnte uns somit Frühstücksbrötchen organisieren. Nach dem Frühstück suchten wir uns einen Parkplatz in der Innenstadt und machten uns nach einem kurzen Bummel auf, das Freilichtspiel „Der Rattenfänger von Hameln“ vor der Marktkirche zu genießen.

Nach dem Schauspiel kaufte sich Elli noch eine Tasche, dann ging es zurück zum Wohnmobil.

Für die weitere Strecke, die uns zum Wisentgehege Springe führen sollte, wollte Elli unbedingt fahren  und wir kamen ihrem Wunsch nach. Ich setzte mich nach hinten und stellte hier schnell fest, dass diese Sitzposition nichts für mich ist.

In Springe angekommen machten wir uns eine ausgiebige Tour durch das Wisentgehege. Da wir einige Zeit nicht zu Besuch gewesen waren, stellten wir erst jetzt fest, dass sich der Bären- und Wolfsbereich verändert hatte.

Nach einem kurzen Imbiss in der Waldgaststätte ging es dann zurück nach Harsum.

Wie wir zu einem Wohnmobil kamen

Die Schulzeit unseres Kindes rückte immer näher. Da wir gerne Urlaub machten und dabei etwas unabhängiger sein wollten, machten wir uns Gedanken, wie dies mit festen Ferienzeiten zu vereinbaren war. Schnell kamen wir natürlich auf Camping. Die Vorteile für ein Kind liegen dabei auf der Hand. Freiheit, Abenteuer und vieles mehr.

Jetzt gab es natürlich wieder mehrere Möglichkeiten. Zelten, Wohnwagen oder gar die damals recht teure Alternative Wohnmobil. Die Entscheidungsfindung war für uns nicht einfach. Oft hatten wir gezeltet und es eigentlich auch gut gefunden, aber … da war es wieder, das Aber. Zelte aufbauen, Abhängigkeit vom Wetter, ortsgebunden – alles Nachteile, die Zelten als letzte Alternative erscheinen ließen.

Die nächste Überlegung ging in Richtung Camping mit dem Wohnwagen. Schon besser, aber auch nicht perfekt, da wir uns neben dem Wohnwagen auch einen neuen PKW hätten anschaffen müssen, da der alte über keine Anhängerkupplung verfügte. Elli’s Eltern machten zeitgleich Werbung für ein Wohnmobil, da sie selbst eines nutzten. Als sich Elli mit ihnen zum Camping traf, kam das Gespräch auf unser Entscheidungsdilemma. Hier wurde bekannt, dass Elli’s Tante ihres altersbedingt abgeben wollte. Wieder zu Hause wurde mit dem spitzen Bleistift gerechnet und wir stellten zu unserer Überraschung fest, dass es die günstigste und zweckmäßigste Alternative war.

Schnell war ein Termin mit Traudel zur Besichtigung getroffen. Das Mobil entsprach unseren damaligen Erwartungen und wir würden uns über den Kauf einig. Im September vollzogen wir den Kauf und überführten das Mobil. Auf der Fahrt von Varel nach Harsum machte ich mich mit unserem neuen Urlaubsgefährt vertraut.

Wie es uns dann auf unserer ersten gemeinsamen Fahrt ging, könnt ihr hier lesen.

Erste Erfahrungen mit einem Wohnmobil

Holland (Juni 1989)

Elli und ich planten unseren ersten gemeinsamen Urlaub. Das Geld war knapp und die Verwandtschaft war gnädig, so dass wir uns für einen Campingurlaub mit dem Wohnmobil meiner Eltern entschlossen. Da Elli immer wieder von ihrer abgebrochenen Fahrradtour durch Holland sprach, beschlossen wir, dieses Ziel für uns auszuwählen.

Wir nahmen das Wohnmobil von meinem Vater in Empfang, nicht ohne den Hinweis ja alles heile zu lassen, und fuhren nach Hannover, um Elli’s Klamotten einzuladen. Dann ging es los. Erst einmal nach Varel zu Elli’s Eltern, wo wir uns in Dangast auf den Hof stellten. Zuvor waren wir noch zu Jörg und Christina nach Oldenburg gefahren, um die Anwesenheit für einen Besuch zu nutzen. Auf der Rückfahrt fiel mir dann bereits auf, dass das Fahrtlicht immer mal wieder kurz ausfiel. Am nächsten Morgen schaute ich noch kurz mit Klaus die Sicherungen nach, konnte aber keinen Fehler feststellen. Diesen konnte dann erst später, sehr zu meinem Leidwesen, mein Vater feststellen und beheben. Und wer hatte natürlich Schuld?

Über die Landstraße ging es von Varel aus bis zur Grenze und dann weiter nach Groningen. Den ersten längeren Stopp legten wir auf dem Abschlussdeich ein. Strahlender Sonnenschein, aber dazu auch Wind. Dies bekam Elli gleich zur spüren. Beim Öffnen der Beifahrertür wurde ihr diese durch den Wind entrissen und das Lederband, welches als Türband fungierte ging gleicht entzwei. Zunächst machten wir uns Gedanken, was bei Abgabe des Wohnmobils auf uns zukommen würde. Letztlich drängten wir es in den Hintergrund, da das Mobil gerade aus dem Winterschlaf kam und derartige Mängel immer auftreten könnten.

Erschreckend war jedoch für uns, da es sich bei dem Wohnmobil um einen Mercedes 604D in der langen Variante handelte, der selbst umgebaut wurde, dass dieser mit seinen 66 PS und 1997 ccm Hubraum lediglich über einen 40-Liter-Kraftstofftank verfügte. Bei einem Durchschnittsverbrauch von knapp 20 l / 100 km, war fast jede Tankstelle unsere und wir beschlossen, so wenig wie möglich zu fahren.

Erstes Etappenziel sollte ein gemütliches Seebad mit Strandzugang sein. Zunächst versuchten wir es in Bergen an Zee. Leider konnten wir hier keinen Campingplatz finden, so dass wir nach einem Bummel über die Strandpromenade die Küste weiter entlang fuhren. In Egmond an Zee hatten wir dann mehr Glück und konnten uns auf dem dortigen Campingplatz in Dünennähe aufstellen. Wir fuhren dann mit dem Fahrrad in den Ort, was sich in Holland auf jeden Fall anbietet, und verbrachten den Nachmittag mit Bummeln und einem Minigolf-Match, das ich klar für mich entschied. Zum Abendessen gab es dann ein Reisgericht aus der Dose.

Die darauffolgenden Tage verbrachten wir in Amsterdam. Mit dem Wohnmobil standen wir auf dem Campingplatz Gaasper Camping Amsterdam, der sich auf Grund seiner Nähe zu Innenstadt und der Metroverbindung anbot. Hier machten wir auch unsere ersten Erfahrungen mit der Strippenkaart, der Metrofahrkarte in Amsterdam.

Die Tage verbrachten wir mit Innenstadtbummel, Grachtenfahrten und Museums- und Zoobesuchen. Einmal ging es sogar in ein indisches Restaurant zum Abendessen.

Nachdem wir Amsterdam zur Genüge genossen hatten, machten wir uns auf den Weg in Richtung Utrecht. Hier parkten wir das Wohnmobil außerhalb und fuhren mit den Fahrrädern in die wirklich sehenswerte Innenstadt. Zum Zeitvertreib machten wir noch eine Tretbootfahrt über die Grachten von Utrecht, bevor es nach Arnheim weiterging. Hier stand ein großes Freilichtmuseum mit typischen niederländischen Bauten auf unserm Programm. Die Besichtigung bei wunderbarem sonnigem Wetter genossen wir. Highlight während dieses Besuches war, das zeitgleich diverse Hundevorführungen stattfanden, die man kostenlos mit genießen konnte.

Nach dem Freilichtmuseum ging es dann weiter in Richtung Flevoland, wo wir den nächsten Stopp einlegen wollten. Während der Autobahnfahrt bemerkten wir ein wiederkehrendes Geräusch, das sich anhörte als wenn die Schweißnähte der Autobahn den Lärm verursachten. Um der Sache auf den Grund zu gehen und einen Reifenschaden, der auf Grund der Standzeit möglich wäre, auszuschließen, schauten wir bei einem kurzen Stopp nach. Wir konnten jedoch zunächst nichts feststellen.

Wieder auf der Autobahn war das Geräusch immer noch vorhanden. Nach einigen gefahrenen Kilometern bemerkte ich leichte Schläge auf der Lenkung, die sich immer mehr verschlimmerten, so dass wir die nächste Ausfahrt heraus fuhren und mitten in der Landschaft auf einer Nebenstraße hielten, um nachzuschauen.

Jetzt stand das Gefährt richtig, so dass wir die Beule an der Innenseite des vorderen rechten Reifens sehen konnten. Diese hatte sich derart groß ausgedehnt, dass sie mittlerweile gegen die Spurstange schlug. An eine Weiterfahrt war nicht zu denken. Im Zeitalter ohne Mobiltelefone und Onlinezugang musste man sich selbst helfen. Gedanken über einen Reifenwechsel hatten wir uns vor der Abfahrt nicht gemacht. Zu unserer Erleichterung stellten wir fest, dass alle notwendigen Utensilien mit an Bord waren. Das Radkreuz fand sich in einem Staufach, der hydraulische Wagenheber unter dem Beifahrersitz und das Reserverad war unter dem Fahrzeug angebracht.

Also ging es los. Reserverad abgebaut, Radmuttern gelöst, Wagenheber angesetzt … und Schluss. Die extreme Wölbung der Fahrbahn verhinderte, dass der Wagenheber das Fahrzeug anheben konnte. Letztlich drückte sich der Stempel des Wagenhebers nur in den Unterboden. Hilfe fanden wir bei einem der wenigen Anwohner, der uns freundlicherweise Holzklötze zum Unterfüttern zur Verfügung stellte. Es war zwar eine wackelige Angelegenheit, aber es funktioniert. Das Reserverad hatte auch annähernd den richtigen Luftdruck, so dass wir unsere Fahrt fortsetzen konnten. Den beschädigten Reifen warfen wir erst einmal in den Innenraum, da ich ihn auf der Straße nicht wieder unterbauen wollte.

In Flevoland angekommen fanden wir schnell den Campingplatz. Da auch ein Schwimmbad dabei war, ging es erst einmal zum Schwimmen. Den Abend verbrachten wir beim Bingo im Gemeinschaftsraum des Campingplatzes. Der beschädigte Reifen, den wir unter dem Wohnmobil abgelegt hatten, geriet in Vergessenheit.

Am nächsten Morgen ging es dann weiter nach Giethorn. Bei der Abfahrt fiel uns dann auch der Reifen wieder ein. Also rein damit in den Innenraum. In Giethorn stellte sich die Campingplatzsuche etwas schwierig dar. letztlich fanden wir den Campingplatz d’Hof mitten im Naturschutzgebiet. Hier mussten wir über Holzstege zu unserem Stellplatz kommen, was mit etwas rangieren auch gelang.

Als erste Aufgabe des Tages stand für mich das Anbringen des beschädigten Reifens an der Fahrzeugunterseite auf dem Programm. In diversen Versuchen mühte ich mich allein ab und selbst Elli konnte nicht helfen, da es schwierig war den Reifen hoch zu halten und die Schrauben zu befestigen. wieder war es der Hilfe eines freundlichen Holländers zu verdanken, dass es vereint gelang.

Nun folgten noch einige erholsame Tage in Giethorn. Den nächsten Tag verbrachten wir mit relaxen und einer Bootsfahrt durch die Kanäle.

Am darauffolgenden Tag ging es zurück nach Varel. Die geliehenen Fahrräder wurden wieder im Ferienhaus untergestellt und den nächsten Tag, an dem die Rückfahrt nach Hildesheim stattfand, versüßten wir uns noch mit einem Besuch im Freizeitpark Soltau.

Abends übergaben wir dann das Wohnmobil an meinen Vater. Und, wie hätte es anders sein können, war ausschließlich ich für die Defekte verantwortlich.