Ein neues Wohnmobil muss her

Unser altes Bürstner-Wohnmobil leistete uns gute Dienste.

Zuverlässig brachte es uns an unsere Urlaubsorte. Die Vorteile lagen ganz klar in der großen Rundsitzgruppe im Fahrzeugheck. Nachteil war das ständige Umbauen der Sitzgruppe zur Liegefläche, die dann allerdings riesig war.  Weiterer Nachteil waren die geringen Stauräume. Neidisch blickten wir auf die neueren Mobile mit ihren großen Heckgaragen, die es ermöglichten einiges mehr zu verstauen. Auch die Motorisierung des Wohnmobils ließ Wünsche offen, doch das war wirklich das letzte Argument für den Kauf eines neuen Mobils.

Als wir uns mit dem Gedanken angefreundet hatten, uns von dem Bürstner zu trennen, schauten wir uns bei den Wohnmobilhändlern nach günstigen Gebrauchten um. Zeitgleich ließ ich für das alte Wohnmobil immer mal wieder den Restwert schätzen. Die Spanne beim Ankaufspreis – und damit meines Erachtens verbunden das Vertrauen in den Händler – war erschreckend. Sie reichte von Verschrottungswert (ha, ha) bis zu einem realistischen Ankaufspreis, der dem Händler jedoch immer noch eine gute Gewinnmöglichkeit ließ. Wir entschieden uns das Mobil auf dem privaten Markt anzubieten. Und hier war uns das Glück hold. Schnell sprach sich rum, dass unser Mobil zum Verkauf stand. Ich hatte noch nicht einmal ein Inserat geschaltet, als das erste Mal das Telefon klingelte. Zügig war ein gemeinsamer Termin gefunden und kurze Zeit später war das Mobil verkauft.

Wir waren in der Zwischenzeit natürlich nicht untätig gewesen und hatten bei einem Wohnmobilhändler in der Nähe einen Granduca gefunden, der all unsere Bedingungen erfüllte. Einziger Nachteil des Mobil’s war, dass es innen sehr dunkel ausfiel. Was Elli wiederum so gar nicht ansprach. Als dann unser altes Mobil verkauft war, fuhr Elli noch einmal zu dem Händler, um sich mit dem neuen Mobil anzufreunden und einen Kauftermin zu vereinbaren. Dazu kam es aber nicht mehr. Während sie mit dem Händler über den Hof ging, sah sie ein T.E.C.-Mobil, das er gerade hereinbekommen hatte. Es gefiel ihr nach Besichtigung sehr gut und ein Anruf bei mir, veranlasste mich schnell dazu zu kommen, damit der Kauf nicht ohne mich abgewickelt wird.

Nach kurzen Verhandlungen wurden wir uns über den Kaufpreis einig und wir waren stolze Besitzer eines neuen Wohnmobils, das erst ein Jahr alt war.

Mecklenburg-Vorpommern und Berlin

Mecklenburg-Vorpommern & Berlin

(14.10.2006 – 24.10.2006)

In den Herbstferien ging es wieder einmal mit dem Wohnmobil los. Es jährte sich das zweite Jahr, in dem wir diese Art des Urlaubes nutzten und es machte uns immer noch wahnsinnig viel Spaß. Für dieses Jahr stand Mecklenburg-Vorpommern auf unserem Programm, wobei wir uns noch nicht ganz sicher waren, ob es eher die Mecklenburgische Seenplatte oder die Ostseeküste wird. Wie sich später herausstellte, wurde es eine Mischung aus beiden.

Am ersten Samstag der Ferien ging es los und wir fuhren durch die Altmark in Richtung Mecklenburg-Vorpommern. Gegen 15.30 Uhr kamen wir in Wittenberge an der Elbe an und beschlossen den dortigen Stellplatz zum Übernachten zu nutzen. Bevor wir ihn anfuhren kauften wir noch in einem nahen Einkaufszentrum ein. Danach folgten wir der Beschilderung zum Stellplatz, die auch erforderlich war, da er auf der anderen Seite des Elbdeiches lag und so für uns nicht sofort erkennbar war. Unsere Erfahrungen mit Stellplätzen war zu diesem Zeitpunkt immer noch nicht sonderlich doll, sodass wir uns erst einmal orientierten und dann das Wohnmobil einparkten. Danach ging es an den Stromanschluss, das nächste Hindernis. Eine neue Art von Stromautomat, den wir dann aber auch nach genauem Studium der Beschreibung beherrschten. Nur mit dem Verbrauch hatten wir noch keine Erfahrungen.

Nachdem das alles erledigt war, machten wir uns auf einen Stadtbummel nach Wittenberge. Die nahe Innenstadt war schnell erreicht, aber zu diesem Zeitpunkt auch nicht wirklich sehenswert. Sie war geprägt von der DDR-bauweise und damit eher pragmatisch. Es ging also zurück zum Stellplatz. Sönke nutzte das weitläufige Gelände um zu spielen, während Elli und ich es uns auf der Elbterrasse des nahen Lokals gemütlich machten.

Am nächsten Morgen ging es nach dem Frühstück weiter. Über Perleberg und Pritzwalk ging es zunächst nach Plau am See. Von hier ging es nach Alt Schwerin, das ich noch von meiner Fahrradtour in Erinnerung hatte. Hier bummelten wir durch den Museumsort.

Danach gab es noch einen Snack in einem Imbiss im Ortskern.

Von hier aus fuhren wir dann erst einmal in Richtung Malchow und dann weiter nach Lenz, wo der Stellplatz am Lenzer Hafen unser Ziel war. Von dort aus ging es, nachdem wir uns eingerichtet hatten, mit dem Fahrrad nach Malchow. Mit dem Fahrrad ging es über die Drehbrücke, die zu unserem Entzücken auch gerade in Betrieb war, durch die Innenstadt zum Kloster. Nach der Besichtigung der Klosteranlage machten wir einen Halt am Ristorante Don Camillo am Malchower See, um uns ein Eis und ein Getränk zu gönnen. Danach ging es zum Stellplatz zurück, wo wir den Rest des Tages verbrachten.

Für den nächsten Tag hatten wir Waren / Müritz als Ziel auserkoren. Hier wollten wir uns mit Elli’s Eltern auf dem Stellplatz Blumen und Parken treffen. Da aber waren praktisch direkt um die Ecke lag, beschloss ich mit Sönke die Strecke mit dem Fahrrad zu fahren, während Elli mit dem Wohnmobil das Ziel anfährt. Gesagt, getan. Sönke und ich kamen zeitig los und machten unsere erste Pause unterhalb des Klosters, da wir uns orientieren mussten. Ich war die Strecke zwar schon einmal gefahren, war mir aber über die einzelnen Abzweigungen nicht immer sicher.

Von waren aus ging es erst einmal nach Göhren-Lebbin. Hier lag, eingebettet in Golfplätze, ein Hotel mit Miniaturmodellen von typischen Bauten der Region. Dies wollte ich Sönke nicht vorenthalten, da er sich sehr dafür interessierte.

Die meisten Modelle besichtigte und fotografierte er allein, während ich mich bei einem Kaffee entspannte. Danach ging es über Wendhof und Grabenitz nach Klink. Ab Klink folgten wir dem Fahrradweg bis zum Hafen von Waren, wo wir dann bereits gegen 12:30 Uhr ankamen und Elli in einem Restaurant trafen.

Während unserer Abwesenheit hatte sich Elli verletzt. Sie war beim Umrunden des Wohnmobils gegen den Fahrradträger gelaufen und zog sich eine Platzwunde unterhalb des rechten Auges zu.

Nach einem Bummel durch die Stadt verbrachten wir den Nachmittag am Mobil und abends ging es dann zum Essen an den Hafen.

Am nächsten Tag erwarteten wir das Eintreffen von Reni und Klaus, die sich bereits angekündigt hatten. Um die Wartezeit zu überbrücken machten wir eine Fahrradtour in den Müritz-Nationalpark, der vom Stellplatz aus günstig zu erreichen war. Unser erster Halt war der Aussichtspunkt Schnakenburg. Von hier aus ging es zum Moorsee und Warnker See, an dem wir die Kormoran-Kolonie bestaunten.

Nach einer kurzen Rast mit Fotostopp sollte es weiter in Richtung in Richtung Müritzhof gehen. Leider versperrten uns einige Schafe, die grasend über den Waldweg zogen, kurzfristig den Weg. Nachdem wir sie passiert hatten, legten wir den Rest des Weges zurück und gönnten uns eine Rast auf dem Müritzhof.

Es ging dann zum Stellplatz zurück. Hier waren Reni und Klaus mittlerweile eingetroffen und wir setzten uns zwischen die Mobile, um erst einmal zu quatschen. Am frühen Abend machten sich dann Reni, Elli, Klaus und Sönke zu einer Bootsfahrt zu den Kranichen auf.

Nach ihrer Rückkehr am frühen Abend gönnten wir uns noch ein gemeinsames Abendessen.

Am nächsten Tag ging es für uns weiter. Nachdem wir noch kurz Wasser aufgefüllt und entsorgt hatten, machten wir uns auf den Weg in Richtung Usedom, das unser nächstes Etappenziel war. Auf der Fahrt dorthin machten wir einen ungeplanten Stopp in Ankershagen, das auf unserer Strecke lag. Hier gab es das Heinrich-Schliemann-Museum, für das mit einem Trojanischen Pferd an der Straße Werbung  gemacht wurde.

Die Besichtigung des Museum mit Familiengeschichte und Grabungsgeschichte zu Troja, sowie den Exponaten zum „Schatz des Priamos“, war sehr interessant. Nach dem Museumsbesuch besichtigte Elli noch die frühgotische Feldsteinkirche von Ankershagen, bevor es dann weiter ging.

Als nächstes ging es auf der Bundesstraße 192 durch Neubrandenburg. Im Kreuzungsbereich Neuendorfer Straße / Seestraße / Weitiner Straße passierte es dann. Der Kreuzungsbereich ist durch sage und schreibe drei Ampelanlagen, die innerhalb von 50 Metern liegen, geregelt. Ich fuhr im Windschatten eines Pritschenwagens und war der Meinung, dass alles gut war, bis es dann blitzte. Es war die Rotlichtüberwachung Weitiner Straße, die mir ein Geburtstagsfoto machte. Im Rahmen der Anhörung zu einem späteren Zeitpunkt konnte ich immerhin ein Fahrverbot vermeiden. „Touristischer Fehler“ war die Begründung der Sachbearbeiterin.

Von Neubrandenburg ging es dann über Anklam auf die Bundesstraße 110 nach Usedom und weiter nach Heringsdorf. Hier wählten wir den Stellplatz an der Kirche im Walde in der Rudolf-Breitscheid-Straße in Heringsdorf. Die Stellplatzbetreiber waren etwas schrullig, insbesondere bei der Umsetzung unseres Wunsches in der Nähe einen zweiten Stellplatz für unsere Bekannten zu reservieren. Wir schafften es dann uns mit Gerti, Uwe und Niklas zu treffen, mit denen wir etwas Zeit auf Usedom verbringen wollten, da auch sie mit dem Wohnmobil unterwegs waren.

Den Nachmittag verbrachten wir mit einem Bummel durch Heringsdorf und auf der Seebrücke. Abends ging es dann anlässlich meines Geburtstages gemeinsam in ein italienisches Restaurant zum Essen.

Für den nächsten Tag hatten wir einen gemeinsamen Besuch im polnischen Swinemünde angedacht. Mit dem Fahrrad ging es auf der Strandpromenade an der Ostseeküste entlang zum Grenzübergang. An der Grenze dann erst einmal ein kleiner bürokratischer Halt. Niklas hatte kein Reisedokument, so dass er kurzfristig ein vorläufiges an der Grenze ausgestellt bekam, mit dem er dann Stolz aus der Grenzstation kam.

Wir bummelten danach über den Markt bis zum Strand. Nach einem kurzen Abstecher auf den wirklich schönen Ostseestrand gönnten wir uns einen Mittagssnack in einer Imbissbude in den Dünen. Auch wenn Zubereitung und Anrichtung uns etwas zu denken gaben, war es trotzdem ein köstliches Fischgericht, das wir erhielten.

Nach dem Mittag ging es durch den Ort zurück zur Hauptstraße und zum Markt. Als wir von diesem genug hatten, beschlossen wir den Weg zurück zur Grenze in einer Kutsche zurückzulegen. Kurz entschlossen wurde ein Kutscher angequatscht und ein akzeptabeler Preis für uns ausgehandelt.

Gegen 16.00 Uhr waren wir wieder zurück an der Seebrücke und machten uns danach mit unseren Wohnmobilen auf den Weg zum nächsten Stellplatz. Am frühen Abend kamen wir am Stellplatz Achterwasser in Lütow-Netzelkow an. Die Anfahrt zu dem Stellplatz, die teilweise über Feldwege erfolgte, war schon abenteuerlich. Was uns danach erwartete war auch interessant. Der Stellplatz war eine abschüssige Wiese, eingerahmt von Baum- und Buschwerk und Schilf, die Platz für etwa fünf Mobile bot. Uwe musste sein Wohnmobil großzügig auf Keile stellen, um überhaupt andeutungsweise eine gerade Fläche zu erhalten. Beim Rangieren stellten wir fest, dass die Wiese vom Wasser total aufgeweicht war und wir machten uns schon Gedanken, wie wir am nächsten Morgen weg kommen, wenn es noch einmal regnen sollte. Strom mussten wir uns teilen. Die Sanitäranlagen waren auf einem Restaurantschiff in der Nähe.

Ansonsten war es aber sehr idyllisch. Der Blick auf das Binnenmeer und die ruhige Lage waren klasse. Am Abend ging es dann in das Restaurantschiff zum Essen. Die Auswahl an Gerichten war begrenzt, die Auswahl an Geschichten des Betreibers nicht. Viele Leute zum Reden hatte er wohl zu dieser Jahreszeit nicht da, so dass er sich erst einmal zu uns an den Tisch setzte. Irgendwann war es den beiden Kindern zu langweilig und sie machten sich von dannen.

Am nächsten Morgen nutzten wir erst einmal alle die Schiffsdusche, um uns zu erfrischen.

Nach einem gemeinsamen Frühstück ging es nach Peenemünde. Am Museumshafen wollten wir abschließend noch einen gemeinsamen Vormittag verbringen, bevor sich unsere Wege wieder trennten. Am Museumshafen kann man ein russisches U-Boot besichtigen. Unser Ziel aber war jedoch die Phänomenta in Peenemünde. Hier gab es allerhand Experimente zum Anfassen, wie sie zum Beispiel das Stehen in einer Seifenblase. Den Kindern machte es wahnsinnig Spaß, was wohl wirklich daran lag, dass sie alles anfassen konnten.

Nach diesem Museumsbesuch gingen wir wieder unterschiedliche Wege und für uns ging es erst einmal mit dem Wohnmobil weiter. Wir wollten in die Seenlandschaft zurück und Elli suchte einen Stellplatz in Carpin heraus, der für uns interessant klang. Auf der Anfahrt dahin ging es durch Woldegk, wo wir in Canzow plötzlich auf eine Straußenfarm aufmerksam wurde, die erst einmal zu einem Halt einlud.

Von hier aus ging es zu dem Stellplatz in Carpin. Der Stellplatz am Landgasthaus Am Schlesersee war schnell gefunden. Ich parkte vor dem Restaurant, parallel zur Fahrbahn, um später gut rangieren zu können. Leider entsprach der Stellplatz nicht unseren Erwartungen, sodass wir uns wieder auf den Weg machen wollten. Ich legte den Rückwärtsgang ein und war mir sicher, dass keiner hinter stand. Leider reichte diese Sicherheit nicht aus, da sich zwischenzeitlich ein Pkw direkt hinter uns gestellt hatte. Es kam zu einem Zusammenstoß mit einem kleinen Schaden. Mit dem Fahrer dees Pkw war leicht zu reden, nur mit dem Beifahrer, der gleichzeitig Halter war, nicht. Obwohl ich alle Schuld einräumte und die Schadensregulierung zusagte, musste er immer weiter meckern. Letztlich wurde es mir zu bunt und ich sagte ihm sehr deutlich, was ich von seiner Art hielt. Danach klappte es komischerweise.

Nachdem wir das alles hinter uns gebracht hatten, stand immer noch die Frage nach dem Stellplatz zur Disposition. Nach kurzem Studium des Stellplatzführers entscheiden wir uns für den Wohnmobilpark in Priepert, da er am Nächsten lag. Diesmal riefen wir allerdings vorher an, um unangenehme Überraschungen zu vermeiden. Der Stellplatz selbst war eine gute Wahl. Er war relativ neu eingerichtet, was auch das Waschhaus belegte. Zudem war er schon kurz davor in den Winterschlaf zu gehen und hatte dem entsprechend eine geringe Auslastung.

Am nächsten Morgen frühstückten wir dann und machten uns, nachdem wir entsorgt hatten, auf den Weg nach Berlin. Hier wollten wir noch einige Tage verbringen, bevor es zurück ging. Unser Weg von Priepert aus führte uns an Gransee vorbei. Da wir noch etwas einkaufen wollten und die Stadt einen interessanten Eindruck machte, legten wir einen Stopp für eine kleine Sightseeingtour ein. Am Pulverturm in der Ruppiner Straße fing unser Stadtrundgang an, da wir dort unser Wohnmobil auf dem Parkplatz eines Einkaufszentrums abstellen konnten.

Vom Pulverturm ging es über das Luisendenkmal am Schinkelplatz bis zur Stadtkirche St. Marien. Nachdem wir diesen imposanten Backsteinbau besichtigt hatten, folgten wir der alten Stadtmauer, durch Kleingartenanlagen hindurch, bis zum Abstellplatz unseres Wohnmobils. Ein wirklich sehenswerter Besuch dieses kleinen Ortes.

Von Gransee aus ging es bis Oranienburg. Ab hier folgten wir der Autobahn nach Berlin. Als Ziel hatten wir uns den Stellplatz in Berlin-Mitte ausgesucht. Um dahin zu gelangen, vertrauten wir voll und ganz dem Navi. Bereits auf der ausgewählten Strecke kamen wir an einigen Sehenswürdigkeiten, wie dem Kurfürstendamm, der Gedächtniskirche, dem Reichstag, dem Botschaftsviertel und dem neuen Hauptbahnhof vorbei. Der Navi hatte augenscheinlich eine sehenswerte Strecke als Routenvorschlag gewählt. Trotz dieser Stadtrundfahrt waren wir bereits zur Mittagszeit auf dem Stellplatz in der Chausseestraße 8. Die zentrale Lage machte es uns möglich, dass wir den Nachmittag mit einem Stadtrundgang starteten.

Wir erwarben ein U-Bahn-Ticket und fuhren von unserer Haltestelle Reinickendorfer Straße das kurze Stück bis zur Haltestelle Friedrichstraße mit der Linie U 6. Von hier aus bummelten wir über die Straße Unter den Linden zum Brandenburger Tor.

Nach einem ausgiebigen Fotostopp ging es weiter zum Reichstagsgebäude und über den Platz der Republik zum Kanzleramt.

Von dort ging es dann zum Ufer der Spree für einen Blick auf den Berliner Hauptbahnhof. Am Schiffbauerdamm überquerten wir dann die Spree und gelangten so zur Ständigen Vertretung, einem Kult-Lokal in Berlin. Hier stärkten wir uns für den weiteren Tag mit einem Getränk, bevor es dann zum Stellplatz zurück ging.

Am nächsten Tag ging es wieder mit der U-Bahn in die Innenstadt. Zuerst stand der alte Checkpoint Charlie auf unserem Programm.

Von dort aus ging es mit der U-Bahn zum Potsdamer Platz. Wo wir uns auch einen kleinen Snack gönnten.

Danach ging es weiter zum Alexanderplatz, wo wir den Fernsehturm bestaunten.

Es folgte der Fußmarsch zur Museumsinsel und dann noch einmal über die Straße Unter den Linden an der Neuen Wache und der Humboldtuniversität vorbei bis zur amerikanischen Botschaft. Hier bogen wir ab, um noch einen Abstecher zum Holocaust-Denkmal zu machen. Wir besichtigten die Informationsausstellung, bevor es für uns dann erstmals mit der Bus weiter ging.

Am Schloss Bellevue, dem Amtssitz des Bundespräsidenten, verließen wir den Bus und gingen zu Fuß zur Siegessäule. Hier gönnten wir uns nach dem Aufstieg den schönen Ausblick über den Tiergarten.

Weiter ging es dann zum Bahnhof Zoo. Von hier aus ging es zum Breitscheidplatz und zur Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche. Ein kurzer Abstecher auf den Kurfürstendamm und zum KaDeWe folgte, bevor wir im Europa-Center den Besichtigungstag bei einem Bier ausklingen ließen.

Der nächste Tag war in der Planung für Sönke vorgesehen. Tapfer hatte er ein Bauwerk nach dem Nächsten besichtigt, so dass wir jetzt einen Besuch im Berliner Zoo für ihn eingeplant hatten. Bereits um kurz nach neun waren wir am Eingang. Da das Wetter durchwachsen war, herrschte nicht so viel Andrang.

Zunächst ging es über das Freigelände und die kleineren Häusern. Allein hierfür brauchten wir den gesamten Vormittag. Nach einem kurzen Mittagssnack ging es dann ins angegliederte Aquarium. Hier verbrachten wir den Rest des Tages und verließen den Zoo erst kurz nach 18.00 Uhr. Abends im Wohnmobil angekommen waren wir dann auch entsprechend platt.

Der nächste Tag sollte eigentlich der Rückreisetag sein. Trotzdem wollten Elli und Sönke noch unbedingt in das Reichstagsgebäude, so dass wir einen kleinen Abstecher dorthin machten. Während die beiden das Reichstagsgebäude besichtigen, was zum damaligen Zeitpunkt noch ohne Terminvorgabe möglich war, parkte ich mit dem Wohnmobil an der Straße des 17. Juni und hoffte kein ‚Ticket‘ zu bekommen.

Für Sönke und Elli war der renovierte Reichstag sehr imposant und sehenswert. Als sie ihre Tour beendet hatten, ging es dann über den Stadtring in Richtung BAB 10 und von dort auf die BAB 2 bis nach Peine. Ohne nennenswerte Verzögerungen kamen wir dann glücklich und erschöpft in Harsum an.

Wieder einmal Istrien

Kroatien 2006

Dieses Jahr machten wir es uns mit der Planung des Sommerurlaubes sehr einfach. Kroatien hatte uns im vorangegangenen Jahr so gut gefallen, dass es sofort wieder ganz oben auf der Liste stand.

So ging es dann auch wieder am letzten Schultag gleich los. Direkt nach der Zeugnisvergabe starteten wir über die A7 in Richtung Süden und folgten dann ab Würzburg der A3
Aus den Erfahrungen der Vorjahre hatten wir gelernt und wollten nicht über München fahren, sodass wir der A3 folgten und dann auf die Bundesstraße 20 abbogen.

Angedacht war das gut, nur in der Ausführung haperte es, da die Bundesstraße 20 gleich erstmal auf Grund von Bauarbeiten gesperrt war und wir einer Umleitung folgen mussten. Nur welcher ? Der Navi half uns auch nicht richtig weiter, was dazu führte, dass Elli wieder von Hand navigierte. Nach der Umleitung und einigen Mehrkilometern waren wir dann wieder auf der Strecke.
Da die Abendstunden mittlerweile angebrochen waren, suchten wir uns erstmal einen Feldweg, wo wir unser Abendessen einnehmen konnten. Während Elli alles vorbereitete, spielte ich mit Sönke eine Runde Fußball.

So gestärkt ging es dann weiter. Nachdem wir die idyllischen Orte an der B20 passiert hatten, ging es in Salzburg auf die österreichischen Autobahnen.
Wieder folgten wir der Tauernautobahn und fuhren im weiteren Verlauf durch Italien. Im Gegensatz zum Vorjahr planten wir dieses Mal allerdings keinen Schlafstopp ein.
So kam es, dass wir bereits gegen halb acht in Rovinj eintrafen.

Die Zeit bis zur Öffnung der Rezeption des Campingplatzes nutzte ich, um Elli und Sönke die Fahrräder abzuladen, damit sie bei der Platzsuche etwas mobiler waren.
Als die Beiden dann losfuhren, legte ich mich erstmal nach hinten ins Mobil, um eine Runde zu schlafen.
So richtig wurde daraus aber nichts, da bereits eine halbe Stunde später Sönke schon wieder am Mobil klopfte. Die Beiden waren einfach wieder in den Bereich vom Waschhaus 7 gefahren und hatten dort sofort einen Stellplatz gefunden.

Als ich dann auch dort eintraf, stellte ich fest, dass sie Parzelle 921 ausgewählt hatten. Das war der Platz, auf dem uns letztes Jahr der Wohnwagen derart auf die Pelle gerückt ist.

Schnell war das Wohnmobil aufgestellt und ich konnte endlich ausspannen.

Schnell war während unseres Aufenthaltes Kontakt zu den Nachbarn gefunden.
Am interessantesten war sicherlich das österreichische Pärchen uns gegenüber. Sie waren mit dem Zelt da und sie hatte bereits einige Zeit allein auf dem Platz verbracht, da sich ihr Aufenthalt stark ausgedehnt hatte.
Während der Gespräche mit den Beiden stellten wir fest, dass sie während unserer Anwesenheit noch abreisten. Da ihr Platz einen Blick aufs Meer gewährte wurde wir uns schnell einig, den Platz (Parzelle 915) zu übernehmen.

Nachdem wir uns auch auf dieser Parzelle häuslich eingerichtet hatten, ging der Urlaub weiter.
Sönke hatte bereits in den ersten Tagen Kontakt zu einem Jungen namens Lorenzo geknüpft.
Die Abende verbrachten wir entweder in Rovinj

oder nutzten eines der vielen Restaurants auf dem Campinglatz. Besonders gern zog es uns immer wieder in die Saline, die wir bereits bei unserem ersten Aufenthalt für uns entdeckt hatten.

Auch in Rovinj gab es Orte, die wir immer wieder gerne aufsuchten. Neben der Pizzeria Leone gehörte auch das Cafe gegenüber dem alten Stadttor dazu.

Bei eigentlich jedem Aufenthalt in der Stadt, nahmen wir uns die Zeit, uns für einen Cappuccino zu setzen und die Passanten zu betrachten.

Unserem alten Stellplatz bezog dann ein älteres Pärchen aus Thüringen, das seine Enkelin dabei hatte.
Die Eigenheiten dieses Pärchen belustigten uns während des Urlaubs immer wieder. Die Enkelin, Mae, suchte schnell Anschluss zu Sönke und zog zeitweise mit ihm los.
Das hielt dann auch an bis Sönke den Tom traf. Hier bahnte sich eine tolle Freundschaft an. Die beiden verstanden sich von Anfang an und hatten auch die gleichen Interessen- zumeist den Gameboy.

Die beiden anderen, Lorenzo und Mae, kamen nur noch zeitweise dazu.
Trotzdem entwickelte sich unser Stellplatz schnell zum Treff- und Spielpunkt.

Auch Henner trafen wir dieses Jahr wieder. Entgegen seinen Aussagen vom letzten Jahr, hatten er und seine Familie doch noch einmal die Reise nach Kroatien angetreten. Während seiner Anwesenheit nutzte Elli seine Angebote, um mit ihm zum Einkaufen zu fahren.

Nachdem sich Sönke mit Tom angefreundet hatte, dauerte es auch nicht lange, bis wir mit Tom’s Eltern in Kontakt kamen. Schnell stellten wir fest, dass wir mit Swen und Cathrin auf einer Wellenlänge lagen. So kam es dann, dass wir gemeinsam nach Rovinj fuhren, bzw. zum essen gingen und auch einige gesellige Abende am Strand gemeinsam verbrachten.

Als der Urlaub zu Ende ging, tauschten wir noch unsere Adressen aus und verabschiedeten uns. Die Hoffnung sich wieder zu treffen war zu diesem Zeitpunkt eher gering.

Von Rovinj aus ging es dann wieder zurück nach Deutschland. Für die Rückfahrt wählten wir wieder die Stecke Italien. Die Fahrt ging ohne größere Probleme von statte, mal abgesehen von dem üblichen Stau an der kroatisch-slowenischen Grenze, so dass wir unser Abendessen an der Raststätte Dreiländereck zu uns nahmen.
Von hier aus ging es dann noch durch die Tunnel auf der Tauernautobahn, bevor wir unser Übernachtungsziel ansteuerten. Wir hatten uns einen Stellplatz in Altenmarkt im Pongau ausgesucht, da wir nicht mehr auf der Raststätte stehen wollten.
Hier trafen wir am späten Abend ein. Da der Platz am Palfen etwas abseits vom Stadtzentrum lag, bleiben wir am Wohnmobil.
Am nächsten Morgen wurde ich recht früh wach und machte mich auf die Suche nach einem Bäcker. Nach einem gehörigen Fußmarsch hatte ich diesen gefunden und fürs Frühstück eingekauft.
Als ich zum Wohnmobil zurückkam, war Elli bereits auf, aber Sönke musste erst noch geweckt werden.
Ich erlaubte mir einen Scherz mit ihm und sagte ihm, dass er sich an dem offenen Brunnen im Hof waschen müsse. Wider erwarten tat er dies auch, schulterte sein Handtuch und stampfte mit seiner Zahnbürste von dannen.

Nach dem Frühstück ging es über Salzburg auf die Bundesstraße 20. Wir wollten den Tag noch nutzen, um uns noch einige Orte in Bayern anzuschauen.
Als erstes kamen wir nach Burghausen. Hier stellten wir uns auf einen Parkplatz an der Bundesstraße, von dem aus man eine herrliche Aussicht auf die Burganlage hatte. Vor diesem Panorama nahmen wir unser Mittagessen zu uns, bevor es nach Tittmoning weiterging.
Den Ort kannten wir bisher nur vom Durchfahren und wollten ihn jetzt mal erkunden. Parken konnten wir direkt im Dorfkern.

Wir gingen ihn einmal ab, was nicht sonderlich viel Zeit in Anspruch nahm, und gönnten uns dann noch ein Eis, bevor wir weiterfuhren.
Es ging nun in die grobe Richtung München. Auf unserem Weg lag noch Wasserburg am Inn. Da es im Reiseführer erwähnt war, dachten wir uns, dass ein Stadtrundgang nicht schaden könnte. Es war eine nette, kleine, altertümliche Stadt, die recht sehenswert war.
Wiederum gönnten wir uns ein Eis, bevor es weiterging.

Als Tagesendziel hatten wir den Stellplatz vom Legoland in Günzburg auserkoren.
Über den Münchener Ring ging es auf die A 8 in Richtung Günzburg. Die letzten 100 Kilometer zogen sich dann allerdings derart, dass wir erst mit einbrechender Dunkelheit auf dem Parkplatz am Legoland eintrafen.
Dennoch fanden wir einen adäquaten Stellplatz, auch wenn schon einiges an Wohnmobilen abgestellt war.

Die Fülle an Personen hatte auch den Nachteil, wie wir recht schnell feststellten, dass die beiden Sanitärcontainer nicht mehr ausreichend waren. Besonders dann nicht, wenn einige Idioten versuchen ihre chemischen Toiletten in den Urinalen zu entsorgen.

Sönke wollte sich dann noch etwas bewegen und ging zu den anderen Kindern auf die Freifläche des Parkplatzes, um Fußball zu spielen. Nach kurzer Zeit hatte sich das jedoch erledigt, da er auf dem Asphalt weggerutscht war und sich bei dem anschließenden Sturz das Gesicht aufschrammte.

An diesem Abend war das Selbstmitleid erstmal groß. Am nächsten Morgen, mit dem Besuch des Legolandes vor Augen, ging es aber wieder.

Der Besuch des Legolandes wies erstaunliche Übereinstimmungen mit dem Vorjahr auf.
Wieder einmal genossen wir alle Fahrgeschäfte, auch wenn das Wetter nicht immer schön war.

Erst zum Ende hin, kam dann die Sonne heraus und wir konnten in Ruhe unseren jährlichen Abschluss im Miniaturland machen.

Von Günzburg aus ging es am nächsten Morgen die A 7 nach Norden hinauf.
Unsere nächste Station war Aalen. Zunächst einmal wollten wir die Limes-Therme besuchen. Die Dame an der Kasse riet uns aber freundlicherweise ab, da de Therme auf keinen Fall kindgerecht war und zu rein therapeutischen Zwecken genutzt wurde. Wir fanden das sehr fair und verbrachten stattdessen die Zeit am Römerkastell von Aalen. Nach der Besichtigung der gut erhaltenen Kastellanlage verkleidete sich Sönke noch als römischer Legionär.

Hiernach ging es zur zweiten Attraktion im Bereich Aalen, der ehemaligen Eisenerzgrube ‚Tiefer Stollen‘.
Am Eingang des Besucherbergwerkes fiel uns auf, dass Sönke nicht mehr im Besitz seiner Jacke war. Die hatte er wohl bei seiner Verkleidungsaktion verloren.
Da ich eh‘ wenig Lust hatte mit unter Tage zu fahren, fuhr ich mit dem Wohnmobil zurück, um die Jacke zu holen. Während dieser Zeit besuchten Elli und Sönke das Bergwerk.

Als wir alle wieder glücklich vereint waren, machten wir uns auf den Weg nach Bad Königshofen, um dort wieder eine Nacht auf dem Stellplatz zu stehen.
Dieses Jahr schafften wir es sogar noch, uns den Stadtkern von Bad Königshofen anzuschauen, bevor es wieder ins Schwimmbad ging.
Das Abendessen nahmen wir auf einem Grillfest des Stellplatzes zu uns.

Nach einem Frühstück am nächsten Morgen ging es dann wieder zurück nach Harsum, wo der Sommerurlaub sein Ende fand.

Die erste Tour in die Toskana

Toskana 2006

Für dieses Frühjahr war die erste Wohnmobiltour in den Süden geplant.
Schnell war die Toskana als Ziel auserkoren.
In den Osterferien sollte es losgehen.
Und so war es dann auch. Mit dem ersten Ferientag startete die Fahrt in Richtung Süden über die BAB 7.
Die Tour machten wir noch mit dem alten Mobil, so dass wir für die Anfahrt etwas mehr Zeit eingerechnet hatten.
Die erste Etappe war bis zum Bodensee geplant. Hier wollten wir wieder den Campingplatz Gitzenweiler Hof nutzen, den wir von unserer Herbsttour aus in guter Erinnerung hatten.

Wir stellten uns wieder auf den Platz vor dem Campingplatz, konnten aber alle Angebote des Platzes nutzen.

Am nächsten Morgen ging es nach einer guten Dusche und einem reichhaltigem Frühstück weiter.
Da wir die Maut in Österreich sparen wollten, die eventuell auf uns zugekommen wäre, nutzten wir die Strecke am Ufer des Bodensees entlang.
Als wir die Schweiz erreichten wechselten wir auf die Autobahn. Eine Schweizer Vignette hatten wir bereits an der Scheibe kleben, so dass es zügig weitergehen konnte.
Das Fahren in der Schweiz war wunderbar entspannend. Wenig Verkehr und keine Drängler. Auch Lkw waren kaum unterwegs.
Über die A 13 ging es an Liechtenstein vorbei zum San Bernadino.

Nach dem Tunnel ging es dann an Lugano und Como vorbei in die norditalienische Tiefebene.
An diesem Tag wollten wir unbedingt bis zum Meer kommen, so dass wir Mailand links liegen ließen und über die Autobahn weiter fuhren. Wir wählten dann die Strecke über Piacenza und Parma, um an die Küste zu gelangen.

Unser erstes Ziel war Pisa. Wir wählten den Campingplatz Torre Pendente, der sehr zentral in Pisa liegt.

Am frühen Abend folgte dann noch ein kleiner Abstecher ins Zentrum von Pisa, um den Weg für den nächsten Tag zu kennen. Der erste Blick auf den Schiefen Turm von Pisa war schon vielsprechend.
An einer kleinen Piazza fanden wir dann ein rustikales Restaurant, die Trattoria da Manfredo, wo wir eine original italienische Pizza zu uns nahmen, die uns auch wirklich gut schmeckte.

Auf dem Rückweg kauften wir noch etwas ein und verbrachten dann den Rest des Abends auf dem Campingplatz.

Der nächste Tag stand dann ganz im Zeichen von Sightseeing in Pisa.
Zunächst kämpften wir uns durch die fliegenden Händler und Verkaufsbuden zum Campanile, dem Schiefen Turm von Pisa, durch.

Die Anhäufung der Sehenswürdigkeiten auf der kleinen Fläche war schon imposant. Nicht grundlos wurden die Gebäude zum Dom gehörend Camposanto Monumentale, zu Deutsch: imposanter Friedhof, genannt.
Danach ging’s auf einer empfohlenen Route durch die Innenstadt weiter.  Über die Piazza dei Cavalieri ging es zum Arno und von dort wieder durch die Gassen der Innenstadt zurück.

Unterwegs gönnten wir uns dann noch einen kleinen Snack bevor wir am Campingplatz eintrafen und den Nachmittag mit Relaxen verbrachten.

Am nächsten Tag ging es auf direktem Weg über die Autobahn in Richtung Florenz.
In Florenz fanden wir den Campingplatz Michelangelo dank dem Navi sehr gut. Nur die Einfahrt in den Platz, die etwas verborgen liegt, ließ sich schwer finden.
Nach dem Einchecken war schnell ein Stellplatz gefundene, der auch noch eine gute Aussicht auf Florenz bot.

Danach ging es erst einmal zu Fuß zur Piazzale Michelangelo, die nicht unweit vom Campingplatz liegt und eine imposante Aussicht bietet.

Da es noch vor dem Mittag war, legten wir gleich mit unserem Stadtrundgang los.
Von hier aus ging es zunächst einmal den Berg hinab zum Ponte Vecchio. Über diese Brücke ging es dann in die Florentiner Innenstadt.
Hier standen zunächst einmal die üblichen Sehenswürdigkeiten auf dem Programm, wie z.B. der Dom, der Neptun-Brunnen und der David von Michelangelo.

Neben dem Dom besichtigten wir noch das Baptisterium San Giovanni mit der Paradiespforte.

Leider war dieses Bauwerk nur von außen zu besichtigten.
Dazwischen bummelten wir immer mal wieder durch die Fußgängerzone und durch kleine Gassen der Altstadt von Florenz, bevor es dann wieder in Richtung Campingplatz zurück ging.
Während des Aufstiegs zum Campingplatz – wir hatten gerade die Stadtmauer passiert – fing es an leicht zu regnen. Wir hatten gerade ein Lokal gefunden und uns entschlossen dort einzukehren. Als wir uns auf die Außenterrasse setzten, fing es an zu hageln, sodass es uns nach drinnen trieb.

Hier warteten wir den Hagelschauer ab und gingen dann weiter bergauf in Richtung Campingplatz.
An der Piazzale Michelangelo angekommen, schien bereits wieder die Sonne, sodass wir uns noch ein Eis gönnten, bevor es auf den Platz zurück ging.
Hier verbrachten wir den Abend am Wohnmobil.

Von Florenz aus ging es am nächsten Tag durch die Region Chianti.

Eher durch Zufall fanden wir auf der Anfahrt nach Volterra einige interessante Orte. So machten wir einen kurzen Stopp in Castellina in Chianti, einem rustikalem Ort, der am Monte Calvario ein Hügelgrab zur Besichtigung freigegeben hat.

Danach ging unser Weg über die Landstraße in Richtung Küste.
Die Fahrt über die Landstraße, ohne die liebliche Stimme des Navi, brachte es mit sich, dass nicht jede Fahrbahn optimal war.
So schafften wir es, als wir unbedingt eine für die Toskana typische Baumallee befahren wollte, uns in eine Sackgasse zu manövrieren. Nach dem Wendemanöver und der Rückfahrt über den unebenen Feldweg war es dessen nicht genug.

Danach ging es in Serpentinen weiter und natürlich auch auf sandigem Untergrund. Um dem Ganzen dann noch die Krone aufzusetzen war die Straße fast gesperrt, da der Sandbelag erneuert wurde und die Baufahrzeuge die Straße versperrten.
All dies tat aber unserem Entdeckerdrang keinen Abbruch.

Die Landstraße führte direkt an einem Ort vorbei, bei dem der alte Stadtkern von weitem gut zu erkennen war.
Nach einem kurzen Blick in den Reiseführer nahmen wir die Stadt als sehenswert zur Kenntnis und suchten uns einen Parkplatz.
Rund um den alten Ortskern waren diverse kostenpflichtige Parkplätze. Aber gerade diese Kostenpflichtigkeit schreckte uns ab, sodass wir letztendlich am Fahrbahnrand unterhalb des Ortes unser Wohnmobil abstellten.
Die enorme Schräglage des Mobils an dem Hang machte uns keine große Bedenken. Das Einige, was wir der Parksituation zollten, war das Einklappen des Außenspiegels, da wir befürchteten dieser würde auf der stark befahrenen Straße leiden.

So geparkt ging es in den Ort. Nach einem kurzen Aufstieg zum alten Stadttor folgte die Besichtigung der Stadt.
Wir gingen die alten Gassen ab und nahmen das Flair in uns auf.

Außerdem hatte man von den Stadtmauern einen herrlichen Blick über das Land.

Nach diesen herrlichen Augenblicken gönnten wir uns bei strahlendem Sonneschein noch ein Mittagessen in einer Pizzeria auf einer kleinen Piazza, bevor es den Berg hinab wieder zum Wohnmobil ging.

Dieses fanden wir unversehrt vor und setzten unsere Fahrt über die Landstraße fort.
In Volterra folgten wir der Landstraße und kamen auf eine Engstelle zu. Wohlweislich hielt ich erstmal an, um den Gegenverkehr passieren zu lassen.
Ein italienisches Wohnmobil, welches uns entgegenkam, fuhr jedoch mit unverminderter Geschwindigkeit durch den Bereich. Die Folge war eine Berührung der beiden Außenspiegel. Unsere Spiegelfläche wurde dadurch zerstört und, wie wir später feststellten, das Gehäuse auch.
Typisch italienisch bremste unser Unfallgegner kurz an, um dann seine Fahrt unvermindert fortzusetzen. Wir blieben auf unserem Schaden sitzen.
Damit war Volterra für uns auch erstmal erledigt. Außer einem kurzen Halt unterhalb der Altstadt war für mich nicht mehr drin.

Von Volterra ging es dann über Cecina nach Vada.
Die Fahrt durch Cecina nutzten wir gleich, um einen Fiat-Händler ausfindig zu machen, der uns den Spiegel ersetzt.
Leider klappte das nicht.
In Vada angekommen suchten wir auf Empfehlung eines Kollegen den Campingplatz Tripesce auf. Dieser hatte gerade erst für die neue Saison geöffnet und war dem entsprechend noch nicht so stark gefüllt.
Wir belegten einen Stellplatz in der ersten Reihe direkt mit Strandzugang.

Am Campingplatz verweilten wir einige Tage. Zum Einen um endlich mal richtig auszuspannen und das gute Wetter zu genießen, aber auch damit Sönke mal etwas Zeit für sich hat.
Die nutzte er auch gleich aus und lernte mehrere Kinder auf dem Campingplatz kennen, mit denen er die Zeit auf dem Platz und am Strand verbrachte.
Ansonsten war es eine ruhige Zeit auf dem Platz. Mit einer Ausnahme. Irgendwie war uns der Schlüssel für das Fahrradschloss, mit dem wir die Fahrräder am Träger gesichert hatten, abhanden gekommen. Dies führte dazu, dass ich alles aufwenden musste, um das Schloss zu knacken. Nachdem die Fahrräder befreit waren, machten wir einen kleinen Ausflug mit dem Fahrrad nach Vada, um uns den Ort anzuschauen und ein Eis zu essen.

Am dritten Tag ging es dann weiter. Zunächst einmal suchten wir einen nahen Campingservice auf, um unseren defekten Außenspiegel in Angriff zu nehmen. Leider hatten wir auch hier keinen Erfolg.
Auf unserer weiteren Fahrt in Richtung Siena hielten wir immer wieder nach einem Fiat-Service Ausschau, um eventuell wenigstens das Spiegelglas zu wechseln.
Zeitgleich hatte ich eine SMS an Olli Müller in Harsum geschickt, um mich nach dem Preis in Deutschland zu erkundigen. Die Antwort schreckte mich dann etwas ab. Der Preis für einen Spiegel inklusive Steuer sollte bei etwa 150 Euro liegen.

In Siena angekommen stellten wir das Wohnmobil auf einem Brachgelände an der Viale Sardegna ab.
Von hier war es nur noch ein kurzer Fußmarsch in die Altstadt von Siena. Durch die historischen Gassen ging es bergauf in die Fußgängerzone und dann weiter zur berühmten Piazza del Campo.

Hier angekommen gönnten wir uns erstmal eine Cappuccino in einem der zahlreichen Cafes.

Danach ging es langsam, mit einem ausgiebigen Schaufensterbummel, zurück in Richtung Wohnmobil.
Da wir nicht vor hatten, die Nacht in Siena zu verbringen, ging es auch gleich weiter in Richtung Osten.

Als nächstes Stand Arezzo auf dem Plan. Die Anfahrt gestaltete sich etwas problematisch. Mittlerweile hatte es zu regnen begonnen und die Nebenstraßen, die wir gewählt hatten, zeigten eine beachtliche Steigung. So passierte es uns dann auch, dass wir an einer Steigung halten mussten. Eine Ampel hatte unser Vorankommen gebremst. das Anfahren gestaltete sich dann äußerst schwierig. Die Räder drehten durch und nur mit Mühe konnte ich wieder soviel Grip erzeugen, dass wir nicht rückwärts rollten, sondern vorwärts fuhren und abbiegen konnten.

Kurz vor Arezzo sahen wir dann noch einen relativ großen Fiat-Service und beschlossen noch einmal unser Glück zu versuchen. Mittlerweile hatten wir auch schon in Erfahrung gebracht, dass wir in der normalen Pkw-Abteilung keinen Erfolg haben würden, sondern einen Händler mit Nutzfahrzeugen suchten mussten. Um einen solchen handelte es sich hier.
Man bediente uns sehr freundlich und versuchte uns klar zu machen, dass man das Teil leider nicht auf Lager habe und bestellen müsse. Dies sei aber kein Problem, würde aber einige Tage in Anspruch nehmen. Wir lehnten dankend ab und setzten unsere Fahrt fort.

Der Campingplatz in Arezzo war dank dem Navi relativ schnell gefunden. Zu unserem Erstaunen war der Platz am späten Nachmittag leer. Erst später gesellten sich noch zwei weitere Gäste dazu.
Leider lag der Platz etwas außerhalb von Arezzo, sodass ein Besuch der Stadt nicht mehr in Frage kam.
Die Zeit bis zum Dunkel werden nutzten wir, indem ich mit Sönke Fußball spielen ging, während Elli das Abendbrot zubereitete.
Nach dem Essen setzten wir uns noch in die Bar des Campingplatzes, um ein Bier und einen Wein zu trinken.

Über Nebenstraße ging es nächsten Tag in Richtung Emilia-Romagna. Hier sollte es dann bis Venedig weitergehen.
Wir wählten die SS 71 um die Apenninen zu überqueren.
Nach zahlreichen Serpentinen hatten wir dann am Passo del Mandrioli mit 1173 Meter ü.N.N. den höchsten Punkt erreicht.

Zunächst dachten wir, dass die Strecke nun angenehmer wir, aber weit gefehlt. Es ging genauso mit Serpentinen weiter. Lediglich der Bewuchs änderte sich. Statt Wäldern war nun alles eher karg.
Gegen Mittag hatten wir dieses Teilstück hinter uns gelassen und bewegten uns nun in der Ebene weiter. Direkt an der Küste entlang folgten wir der Via Romea Nord und überquerten hierbei auch den Po.
In Mestre, der Venedig vorgelagerten Stadt, hatten wir uns den Campinplatz Fusina ausgeschaut.
Er war schnell gefunden und nach dem Checkinn ging die Stellplatzsuche los, da keine festen Parzellen vergeben waren.
Da in direkter Ufernähe kein Platz frei war, suchten wir uns etwas in der Nähe unter den Bäumen, gerade so, dass wir noch TV-Empfang hatten.

Nachdem wir alles aufgebaut hatten, ging es erstmal den Campingplatz erkunden.
Außerdem mussten wir noch in Erfahrung bringen, wie das mit dem Transfer nach Venedig lief. Als alles geklärt war machten wir uns einen ruhigen Abend im Wohnmobil und bereiteten uns auf den nächsten Tag vor.

Am nächsten Morgen ging es, bewaffnet mit den Reiseführern zu Venedig, zum Schiffsanleger. Das Fährschiff nach Venedig fuhr direkt neben dem Campingplatz alle Stunde ab. Wir hatten Glück und konnten unmittelbar nach dem Kauf der Karten einsteigen und es ging über die Lagune nach Venedig.

Dort angekommen ging es vom Bootsanleger direkt an den Canale Grande.
Was sich dann anschloss, war extremes Sightseeing. Venedig mit seinen kleinen Gassen und Kanälen ist übersät mit Sehenswürdigkeiten.

Als erstes wählten wir natürlich den direkten Weg zum Markusplatz.

Dort kam es dann auch zur obligatorischen Begegnung mit den Tauben.
Nach der Besichtigung des Basilica San Marco und des Dogenpalastes, allerdings nur von außen, da die Warteschlangen gewaltig waren, ging es durch die Gassen weiter in Richtung Rialtobrücke.

Dort trafen wir am frühen Nachmittag ein und wollten uns einen Cappuccino gönnen. Wir stellten schnell fest, dass der Cappuccino umso teurer war, je näher man am Canale Grande war. Letztlich fanden wir eine kleine Piazza mit einem Markt, wo das Getränk noch recht erschwingliche 2 Euro kostete.
Nach dieser kurzen Ruhephase ging es wieder in das Gewühl aus Gassen und Kanälen um auch den letzten Winkel zu erkunden.

Nachdem wir unserer Meinung nach genug gesehen hatten und sich auch noch das Wetter verschlechterte, ging es zurück zum Bootsanleger.
Hier ging es dann über die Lagune zurück zum Campingplatz.

Dort angekommen gönnten wir uns in einem der campingplatzeigenen Restaurants ein ausgiebiges Abendessen, bevor wir uns erschöpft ins Wohnmobil zurück zogen.

Am nächsten Morgen ging es dann gleich wieder weiter.
Unsere Planung sah vor, dass wir bis zum Gardasee fahren und dort noch ein paar Ruhetage einlegen, um uns vom Besichtigungsstress zu erholen.
Zuvor hatten wir uns noch einmal nach einem Fiat-Service schlau gemacht. Mit dem Navi war die Anfahrt dorthin kein Problem und nach einer kurzen Erklärung präsentierte man uns den gesuchten Spiegel samt Gehäuse. Sichtlich erfreut waren wir dann, als man uns den Preis sagte. Für 86 Euro inklusive Steuer war das Teil unser. Manchmal lohnt es sich doch im Land des Herstellers einzukaufen.

Mit dem Ersatzteil im Gepäck ging es über die Autobahn in Richtung Westen. An Padua, Vincenza und Verona vorbei ging es zum Campingplatz La Ca in Padenghe sul Garda. Der Platz lag etwas ab von den üblichen Tourismuszentren, bot aber viel Ruhe. Zudem war auch er nicht sonderlich gefüllt und preislich akzeptabel.
Nach dem Einchecken kam die erste Hürde. Es ging mit schätzungsweise 15% bergab in Richtung Seeufer.
Hier fanden wir auf dem terrassenförmig angelegten Platz eine Parzelle in der ersten Reihe mit direktem Zugang zum See.

Der Rest ist schnell erzählt. Wir verbrachten noch einige ruhige Tage auf diesem Platz. Einzig einen Ausflug mit dem Fahrrad zu einem nahegelegenen Einkaufszentrum wagten wir noch. Ansonsten war Fahrrad fahren in dieser Region des Gardasees nicht ratsam, da keine Fahrradwege existent waren. Dies verhinderte auch Ausflüge in weitere Orte am Ufer, die wir eigentlich besuchen wollten.
So blieb letztlich nur der Aufenthalt am Wohnmobil.

Die anschließende Rückfahrt verlief ereignislos.
Wir fuhren diesmal über die Brennerautobahn nach Österreich. Kurz vor Innsbruck dann noch einmal eine kurze Schrecksekunde als ich mich in einer Baustelle falsch einordnete und auf die Fahrspur geriet, die nur mit 2 Metern Breite ausgewiesen war. Gott sei Dank gab es eine Sicherheitszugabe, sodass es für unsere knapp 2,20 Meter noch ausreichend war.

In Harsum angekommen machte ich mich gleich am nächsten Tag an das Anbauen des neuen Außenspiegels.
Zu meinem Erstaunen ging das ohne großes Spezialwerkzeug und Fachkenntnisse ab, so dass das Mobil für die nächste Tour gerüstet war.

Die Mosel entlang bis Luxemburg

Mosel

(14.10.2005 – 22.10.2005)

Auch die diesjährigen Herbstferien wollten wir wieder für eine Tour mit dem Wohnmobil nutzen. Um Sönke die manchmal recht langweilige Dauerbespaßung durch seine Eltern zu ersparen, beschlossen wir unser Patenkind Leonie mit auf die Tour zu nehmen. Nach anfänglichen Bedenken war sie einverstanden, sodass es am letzten Schultag losgehen konnte.

Wir nutzten den Freitag um uns unserem Ziel, der Moselregion, etwas zu nähern. Über die Autobahn 7 und Autobahn 5 ging es unserem Ziel entgegen. Da wir an dem Nachmittag nicht die komplette Strecke schafften, hatten wir uns einen Stellplatz in Weilburg an der Lahn für die erste Übernachtung herausgesucht. Dazu mussten wir die Bundesstraße 49 in Richtung Weilburg verlassen. Nach einer kurzen Odyssee in Weilburg fanden wir dann den Stellplatz, auf dem wir fast allein standen.

Am Abend ging es dann die Treppen in den Ortskern hinauf, wo wir ein gemütliches italienisches Restaurant für unser Abendessen fanden.

Der nächste Morgen begann mit typischem Oktoberwetter, nebelig und regnerisch. Ich ging die Treppe in die Innenstadt hinauf, um bei einem Bäcker, den wir am Vorabend entdeckt hatten, Brötchen für das Frühstück zu besorgen. Nach dem Frühstück packten wir ein und machten uns auf den weiteren Weg.

Um den Kindern schon am ersten Tag etwas zu bieten, damit sie nicht ganzen Tag im Auto sitzen mussten, machten wir uns auf den Weg zur nahen Kristallhöhle in Kubach.

Nachdem wir am Eingang mit Helmen versorgt wurden, ging es in die Höhle. Viele Bescher hatten sich bis dahin nicht eingefunden, sodass die Tour durch die Kristallhöhle einen familiären Charakter hatte.

Nach der Tour machten wir eine kurze Pause in dem Steingarten, der in unmittelbarer Nähe eingerichtet ist. Hier bot sich auch die Gelegenheit zu einem Schnappschuss in einer Feldbahn.

Danach ging es zügig zu einem Stellplatz weiter. Unsere erste Wahl war in Cochem. Hier sollte es einen Campingplatz in der Nähe des Schwimmbades geben. Den fanden wir auch, allerdings war er für unser Gefühl zu weit von der Innenstadt entfernt, sodass wir uns entschieden, es woanders zu versuchen,

Als nächste Wahl war das Weingut Oster-Franzen in Bremm. Nachdem wir das Weingut gefunden hatten, bekamen wir einen Stellplatz zugewiesen. Dieser Platz entsprach schon mehr unseren Vorstellungen von einem idyllischen Stellplatz in der Moselregion, auch wenn Bremm selbst nicht viel zu bieten hat.

Die restlichen Sonnenstunden des Tages nutzten wir am Platz. Die Kinder fuhren mit ihren Cityrollern durch die Gegend, während wir es uns in den Campingstühlen gemütlich machten. Am Abend bot man uns eine kleine Weinverkostung an, die wir allerdings ablehnen mussten.

Nach dem Frühstück am nächsten Morgen ging es gleich weiter. Wir wollten uns früh am Tag einen neuen Stellplatz suchen, um den Rest des Tages mit einer Stadtbesichtigung zu verbringen. Da Elli und ich den Ort Traben-Trarbach bereits kannten, hatten wir diesen als Ziel ausgesucht. Von den möglichen Stellplätzen in Kinheim und Lösnich, fiel unsere Wahl auf Lösnich, da die Wiese in Kinheim wegen einer Veranstaltung nicht zur Verfügung stand.

Am Stellplatz Lösnich konnten wir uns direkt ans Moselufer stellen. Nachdem wir uns mit Strom versorgt hatten, ging es in Richtung Traben-Trarbach. Dazu überquerten wir zunächst die Mosel und suchten uns in Kinheim ein Moselschiff, mit dem wir weiterfuhren.

Bei strahlendem Sonnenschein genossen wir die Fahrt auf der Mosel.

Es folgte die Stadtbesichtigung von Traben-Trarbach, die wir bei einem Eis am Schiffsanleger ausklingen ließen. Danach ging es wieder mit dem Schiff nach Kinheim zurück. Auf dem Rückweg zu Stellplatz machten wir uns noch auf die Suche nach einem Restaurant in Lösnich. Wir fanden eine Straßenwirtschaft, wo wir noch ein Getränk nahmen, während die Kinder auf dem Hof mit ihren Cityrollern einen Absatz ausnutzten, um zu springen.

Am nächsten Tag machten wir uns auf den Weg nach Trier. Der dortige Stellplatz, der in der Nähe zu einem Campingplatz liegt, war schnell gefunden. Der Stellplatz in Trier wird von dem Campingplatz Treviris betrieben und liegt auf einem P&R-Parkplatz am Moselufer. Wir suchten uns einen Stellplatz mit angenehmen Gefälle und der Möglichkeit die Fernsehanlage aufzubauen. Als dies erledigt war, ging es mit dem nahen Bus in die Innenstadt von Trier.

Unser erstes Ziel war natürlich die Porta Nigra.

Von dort aus ging es durch die Fußgängerzone zum Trierer Dom.

Nach dem Besuch der Konstatinbasilika folgte eine Pause im Palastgarten am kurfürstlichen Palais.

Während Elli und ich noch bei unserem Getränk saßen, entfernte sich unsere beiden Begleiter und quatschten wie die Großen an einem Springbrunnen.

Nach der Pause folgte dann noch der Besuch der Kaiserthermen. Nachdem dies auch erledigt war und wir mittlerweile einen Großteil des Rückweges zum Stellplatz schon bewältigt hatten, beschlossen wir auch den Rest zu Fuß zu gehen.

Am Moselufer ging es entlang, bis wir am späten Nachmittag wieder am Stellplatz waren. Hier genossen wir wieder die restlichen Sonnenstunden.

Nach dem Abendessen hielten wir uns noch ein bisschen an der frischen Luft auf und bewunderten den Sternenhimmel und den Mond. Als es dann kälter wurde, zogen sich zuerst die Kinder ins Wohnmobil zurück und verbrachten den Rest des Abends mit Lesen.

Am nächsten Morgen nutzten wir dann nach dem Frühstück noch die Durchfahrt durch de4n Campingplatz, um dort die sanitären Einrichtungen für eine Dusche zu nutzen. Danach ging es weiter ins beschauliche Saarburg, das wir eher durch Zufall entdeckten, als wir eine Lokalität für das Mittagessen suchten.

Nach einem Bummel durch die idyllische Altstadt am Lauf der Leuk mit seinen Wasserrädern, Wehren und Brücken, machten wir in einer Eisdiele unsere Mittagspause bei Eis und Kaffee. Danach ging es auf die Suche nach der Saarschleife, die unser eigentliches Tagesziel war. Auf der Karte hatten wir sie bereits gefunden, sodass wir uns schon einmal grob orientieren konnten.

Von Mettlach ging es nach Orscholz. Hier war die Saarschleife dann ausgeschildert, auch wenn wir der Beschilderung nicht richtig trauten, da nichts von ihr zu sehen war. Wir parkten am Cloef-Atrium und folgten dann einem Wanderweg zum Aussichtspunkt.

Nach dem Ausflug zur Saarschleife machte Elli sich wieder an die Stellplatzsuche. Im Stellplatzführer fand sie das Weingut Pauly in Palzem, das zu diesem Zeitpunkt über zwei Stellplätze verfügte.

Nach unserer Ankunft wurden die Kinder erst einmal ins Geheimnis der Schnapsbrennerei eingewiesen. Danach bummelten wir durch Palzem und fanden in der Bahnhofsstraße ein kleines Lokal, wo wir zu Abend aßen. Zurück am Stellplatz genossen wir den Blick über die Mosel nach Luxemburg.

Am Abend ging es dann zu einer Weinprobe auf dem Weingut Pauly. Neben der Gestaltung des Abendprogramms erhielten wir zudem den Stellplatz günstiger. Die Kinder vertrieben sich den Abend mit fernsehen und lesen im Wohnmobil.

Am nächsten Morgen ging es dann die paar Kilometer bis Luxemburg. Die Stadtbesichtigung von Luxembourg stand auf dem Programm. Elli und ich hatten noch leichte Kenntnisse der Stadt durch unseren Besuch 1996. Wir parkten das Wohnmobil in der Nähe des Boulevard Robert Schumann und machten uns dann am Fußweg der Alzette entlang auf den Weg in die Innenstadt.

Bei Regen ging es durch Innenstadt und zum Mittag zogen wir uns in einen Burger-King zurück, um wenigstens kurzfristig trocken zu werden.

nachdem wir wieder am Wohnmobil waren, suchten wir eine Übernachtungsmöglichkeit und kamen schnell auf den Campingplatz Fuussekaul, den wir auch nach einigen leichten Schwierigkeiten fanden. Da mittlerweile der Regen aufgehört hatte und sich Nebelbänke gebildet hatten, fuhren wir erst einmal an dem einsam gelegenen Campingplatz vorbei, bevor wir ihn als solchen erkannten.

Der Campingplatz war für die Kinder ideal, da er ein Spieleparadies hatte, das sie nutzen konnten. So vermieden wir übermäßige Langeweile. Zum Abendessen ging es auf das Restaurant am Campingplatz.

Am nächsten Tag ging es dann zunächst nach Vianden, dass Elli und ich ebenfalls von unserem Besuch 1996 her kannten. Nachdem wir einen kostenfreien Parkplatz für das Wohnmobil gefunden hatten, machten wir uns an die Besichtigung des Ortes.

Nachdem der Ort zu unserer Zufriedenheit erkundet und fotografiert war, ging es mit dem Wohnmobil wieder nach Deutschland zurück. Wir fuhren auf Bundes- und Landstraßen durch die Eifel. Zeitgleich waren wir auf der Suche nach einem Hallenbad, um den Kinder wieder einmal etwas Abwechslung zu bieten. Am besten fanden wir eine Kombination aus Hallenbad und Stellplatz. Leider schien es dies in der Eifel nicht zu geben. Da bei den Kindern der Hallenbadbesuch schon angekündigt war, standen wir in der Pflicht und sie drängelten auch schon. In Wittlich wurden wir dann fündig. Der Stellplatz war ein Parkplatz, allerdings ohne jegliche Ver- und Entsorgung, in der Nähe des Vitelliusbades.

Wir besuchten zunächst das Schwimmbad. Nach unserem Aufenthalt entschlossen wir uns erst einmal weiter nach einem geeigneten Übernachtungsplatz zu suchen. Da die Stellplätze nicht üppig gesät waren, fing Elli an zu telefonieren. Der Stellplatz Heidsmühle Manderscheid hinterließ dabei den besten Eindruck und wir steuerten ihn an.

Zuvor machten wir noch einen kurzen Stopp in Manderscheid. Da es noch früher Nachmittag war, bummelten wir durch den Ort und Wir entdeckten die Kerzenmanufaktur Moll, die Besichtigungen anbot. Dieses Angebot wollten wir gerne annehmen, stellten aber fest, dass es bis zur ersten Führung noch dauerte. Die Wartezeit überbrückten wir in einem nahen Cafe.

Nach der Führung ging es dann zum Stellplatz. Dieser lag zwar außerhalb von Manderscheid und der Parkplatz war zum Gruseln, dafür konnten wir aber im Gasthof zu Abend essen und standen dadurch kostenfrei.

Von Manderscheid aus ging es dann am nächsten Morgen in Richtung der Burg Eltz, die wir uns als nächstes Ziel ausgesucht hatten. Die Kinder schienen bis dato damit einverstanden. Aus Richtung Wirschem folgten wir der Kreisstraße bis zum Parkplatz für die Besucher. Von hier war es noch ein kleiner Fußmarsch bis zur Burg. Leider ließ der Kinderwille auf dem Waldweg etwas nach. Erst als die Burg in Sicht kam, waren sie wieder bei der Sache.

Eine Besichtigung des Burginneren war für die Kinder derart uninteressant geworden, dass sie dazu nicht zu überreden waren. Stattdessen verbrachten wir einige Zeit auf dem Innenhof und den frei zugänglichen Teilen der Burg. Danach ging es zum Wohnmobil zurück.

Da es noch früh am Tage war und wir uns um den Stellplatz für die Nacht keine Gedanken machen mussten, da wir uns erneut für den Stellplatz in Weilburg an der Lahn entschieden hatte, machten wir noch einen kurzen Stopp in Koblenz. Ziel war das Deutsche Eck, der Zusammenfluss von Mosel und Rhein.

Viel los war in dem Bereich an diesem Tage nicht, sodass wir einen Parkplatz in einer Seitenstraße ergatterten. Nach einem kurzen Bummel durch die Stadt und über das Deutsche Eck ging es wieder zurück zum Wohnmobil.

Schnell waren die wenigen Kilometer bis Weilburg an der Lahn zurückgelegt und wir suchten uns ein kleines Lokal für das Abendessen. Danach ging es, erledigt vom Tagesprogramm, ins Bett.

Für den nächsten Tag stand nur die Rückfahrt nach Harsum auf dem Programm. Um diese wenigstens etwas interessanter zu gestalten, wählten wir zunächst hauptsächlich Nebenstrecken, um bis Kassel zu kommen. Leider fanden wir nichts, wozu wir die Kinder noch begeistern konnten. Beide hatten nur noch zu Hause im Kopf und waren dann auch letztlich glücklich, als wir dort wieder ankamen.

 

Erster Sommer in Kroatien

Kroatien

Sommer 2005

Es sollte der erste Sommerurlaub mit dem Wohnmobil werden. Nachdem es die Winterpause gut überstanden hatte und die Ostertour durch Schleswig-Holstein uns auch viel Spaß gemacht hatte, planten wir nun den Sommerurlaub.

Angedacht war ein Trip nach Skandinavien. Bei den Reisevorbereitungen gerieten wir hinsichtlich der Fährpreise ins Grübeln und machten uns schon mal anderweitig Gedanken.
Jetzt kam erstmals Kroatien ins Spiel. Als sich dann die Urlaubszeit näherte und das Wetter in Mittel- und Nordeuropa immer schlechter wurde, beschlossen wir uns kurzfristig zu entscheiden.
Dies sah dann so aus, dass wir wirklich erst am Tag der Abfahrt, abhängig vom Wetter, nach Norden oder Süden auf die Autobahn auffahren wollten.
Gesagt, getan. Am Tag der Abreise regnete es fast überall, sodass schnell entschieden war, dass es nach Süden gehen sollte. Geplant hatte ich für beide Touren, sodass wir kein Problem hatten.
Schnell noch den Navi programmiert und gegen Mittag ging es los.
Zunächst folgten wir der A7 bis Würzburg und dann ging es über die A3 weiter in Richtung Nürnberg. Von dort nach München und dann weiter in Richtung Salzburg.
In den Abendstunden kamen wir an der Tankstelle „Vaterstetten“ bei München an. Hier erwarben wir noch schnell die erforderliche Vignette für Österreich und bauten die Sitzecke zur Schlaffläche um, damit Sönke schon mal schlafen konnte. Dann ging es über die A8 weiter.
Kurz vor Österreich schlief dann auch Elli neben mir immer wieder ein.
Über die A10 ging es dann in Österreich weiter. Hier setzte dann zu allem Überfluss auch noch ständiger Regen ein.
In Golling hatten wir dann erst mal genug und wollten uns für die Nacht betten. Der Rastplatz war jedoch total überlaufen. Nach einigem Suchen und Rangieren fanden wir noch einen Platz für unser kleines Mobil und machten uns bettfertig.
Nach etwa einer Stunde Ruhezeit trieb es mich wieder hoch. Kurz entschlossen startete ich das Mobil und fuhr weiter, da an Schlaf nicht mehr zu denken war. Elli lag zusammen mit Sönke hinten und schlief weiter.
Die Rastanlage Tauernalm nutzte ich dann, um den Tank noch einmal zu füllen. Danach ging es durch den Tauern- und Katschbergtunnel weiter in Richtung Süden.
Auch mit dem Grenzübertritt nach Italien wurde das Wetter nicht besser. Es regnete weiterhin. Lediglich in den Tunneln war es trocken. Was in Österreich begonnen hatte, wurde in Italien fortgesetzt. Das galt auch für die Baustellen auf den Autobahnen.
In einer dieser vielen Baustellen schloss ich dann zu einem Kleintransporter auf, bei dem an Überholen zunächst nicht zu denken war. Interessant an dem Fahrzeug war, dass er augenscheinlich auf der Felge fuhr, da er immer wieder Funken schlug.
Zunächst dachte ich, dass er nur nicht anhält, um die Straße nicht zu blockieren. Als er dann aber an mehreren Parkplätzen ungenutzt vorbeifuhr, kam bei mir die Erkenntnis, dass den Fahrer der Schaden wohl nicht interessiert. Was übrigens auch für die Carabinieri galt, da er an mehreren Polizeiwagen vorbeifuhr, ohne angehalten zu werden.
In einem der Tunnel gelang es mir dann, an ihm vorbei zu kommen. Was nicht einfach war, da er mit normaler Geschwindigkeit zwischen 90 und 100 km/h fuhr.

Als der Morgen anbrach und das Wetter sich endlich geändert hatte, machte ich auf einem Rastplatz halt und gönnte mir einen italienischen Kaffee. Jetzt wurde Elli auch wieder wach und leistete mir Gesellschaft. Nach einigen Kilometern beschlossen wir dann, dass sie bis Triest weiterfährt.
Kaum saß ich auf dem Beifahrersitz, war ich auch schon eingeschlafen und wachte erst auf einem Rastplatz vor Triest wieder auf.
Hier gönnten wir uns ein kleines Frühstück, bestehend aus gefüllten Croissants und Kaffee und fuhren dann weiter.
Gegen 07:00 Uhr morgens trafen wir dann in Triest ein. Hier musste Elli dann endlich mal zum Navigieren eingreifen, da wir ansonsten nicht durch die Stadt gefunden hätten und uns mit Sicherheit im innerstädtischen Bereich wiedergefunden hätten.
Jetzt ging es über den Grenzübergang Muggia nach Slowenien.
Für den folgenden Abschnitt der Strecke half uns auch der Navi nicht weiter, da wir kein vernünftiges Kartenmaterial für Osteuropa hatten. Die gute alte Papierkarte musste herhalten. Das klappte aber auch ganz gut, wenn auch die Erinnerungen aus den alten Urlauben sich gar nicht mehr mit unseren jetzigen Feststellungen deckten.

Der Rest der Fahrt ging flott voran, sodass wir am späten Vormittag in Rovinj ankamen.

Anfängliche Bedenken, den Campingplatz auf Anhieb zu finden, wurden durch die gute Beschilderung zerstreut.
Am Campingplatz angekommen, checkten wir erst mal ein und erfuhren, dass wir uns nun auf die Suche nach einem Platz machen mussten. Gemeinsam machten wir uns auf die Suche und legten noch einige Meter zu Fuß zurück, bis wir letztendlich in der Nähe von Waschhaus 7 auf eine Familie trafen, die gerade abbaute. Zunächst einmal hatte schon jemand nach dem Stellplatz gefragt. Wenn er nicht kommt, könnten wir ihn haben. Das war die Aussage der Vornutzer. Elli wartete mit Sönke an dem Platz, während ich mich noch etwas umschaute, aber auch nicht richtig fündig wurde.
Als Sönke dann ankam und mitteilte, dass der Platz für uns zu haben war und wir dort auch noch aufs Meer schauen können, parkten wir dort ab und richteten uns häuslich ein.

Der Platz auf Parzelle 922 war zu diesem Zeitpunkt recht idyllisch, da er terrassenförmig angelegt war und dadurch etwas erhöht war. Rechts neben uns und vor uns waren Zelte aufgebaut, so dass man sich zu diesem Zeitpunkt nicht umzingelt fühlte und noch auf das Meer schauen konnte.
Als alles an seinen Platz geräumt war, die Vornutzer hatten uns freundlicherweise noch einen Teppich liegen lassen, machten sich Elli und Sönke auf, den Platz zu erkunden. Ich setzte mich in einen Stuhl und schlief erst mal ein.

Die folgenden Tage auf dem Campingplatz waren sehr entspannend.
Wir verbrachten die Zeit mit Sonnenbaden, Krebse fangen und Schnorcheln, wenn es das Wetter zuließ. Leider war das nicht immer der Fall. Einmal pro Tag zeigte sich das Wetter von seiner schlechten Seite und es fing an zu regnen. Meist war es aber nur ein kurzer Schauer und danach kam die Sonne wieder raus.

Sönke verbrachte die Zeit damit den Platz zu erkunden. Er war die meiste Zeit mit seinem Fahrrad und einem Lageplan des Campingplatzes unterwegs.

Kurz unterbrochen wurde diese Unternehmungslust nur durch einen Unfall mit dem Fahrrad, als er sich bei einem Sturz schmerzhafte Prellungen und Abschürfungen zuzog, die aber schnell gelindert werden konnten.

Das mäßige Wetter hatte aber auch noch einen positiven Nebeneffekt. Bei schlechtem Wetter wählten wir Rovinj als unser Ziel aus, sodass wir eine Menge von der Stadt zu sehen bekamen.

Auch konnten wir eine Menge Restaurants ausprobieren.
Beliebt war bei uns ein Cafe am ‚Kompas‘, wo es guten und günstigen Cappuccino gab.

Ein Highlight dieser Touren nach Rovinj war der Aufenthalt in der Pizzeria Leone, die wir als regelmäßigen Anlaufpunkt gewählt hatten, da sie nahe zum Busbahnhof lag.

An einem Nachmittag hatten wir gerade einen Platz ergattert, als es aus Kübeln anfing zu schütten.
Wir saßen mit unserem Getränk unter den Schirmen der Außenbestuhlung und konnten das Wetter und die Passanten betrachten, die hektisch versuchten einen trockenen Unterstand zu finden.

Einer unser Abstecher vom Campingplatz führte uns auf Empfehlung unserer Platznachbarn ins Restaurant Kazun.
Mit dem Fahrrad fuhren wir an und wunderten uns zunächst über die kleine Warteschlange vor dem Restaurant. Später erklärte sich dies durch das gute und reichhaltige Essen.
Die Schlange baute sich zügig ab und wir erhielten einen Tisch in der untergehenden Sonne.
Elli wählte eine Fischplatte, wohingegen Sönke und ich uns Pizza bestellten.

Nur schwerlich waren die Portionen für uns zu schaffen und auf dem Rückweg hatten wir auch gut mit dem vollen Magen zu kämpfen.
Dennoch war der Besuch empfehlenswert.

Eine nette Anekdote war noch, wie wir Henner und Iris wiedertrafen. Henner war etwas über 10 Jahre vorher mein Chef in Hannover gewesen. Seitdem hatten wir ihn und seine Frau Iris nur noch sporadisch getroffen.
An einem Vormittag hielt ich mich im Wohnmobil auf, als ich draußen auf dem Weg eine Stimme hörte, die mir vertraut vorkam. Während ich noch nachschaute, kam diese Stimme mit Elli ins Gespräch und es stellte sich heraus, dass es sich um Henner handelte.
Wir setzten uns zusammen und tauschten Geschichten nach dem langen Wiedersehen aus.
Außerdem nahm uns Henner eine Last ab. Er half uns bei unseren Einkäufen, indem er uns Kleinigkeiten mitbrachte oder Elli einfach mit zum Supermarkt nahm.

Unsere Restaurantbesuche auf dem Campingplatz beschränkten sich während unseres Aufenthaltes eher auf Minimum. Das war auch zu verkraften, da wir zur Mittagszeit häufig die ‚Saline‘ aufsuchten.
Ein Aufenthalt allerdings gestaltete sich recht amüsant. Wir hatten gerade im Bereich der Außenbestuhlung Platz genommen, als ein Unwetter aufzog.
Sehr schnell wurde das Wetter schlechter und alle Gäste zog es nach drinnen. Dort waren die Plätze allerdings begrenzt, sodass man sich mit anderen arrangieren musste. In diesem Zusammenhang lernten wir ein Pärchen mit einem Jungen kennen, die ebenfalls mit dem Wohnmobil unterwegs waren.
Nachdem wir zunächst über die Wohnmobile diskutiert hatten, kamen wir dann schnell zum Reiseverlauf. Die Beiden priesen die Plitvicer Seen in so tollen Tönen an, dass bei uns das Interesse dafür geweckt wurde.

Da sich unser Aufenthalt eh‘ dem Ende nähern sollte, planten wir den weiteren Trip.
Richtig traurig waren wir über die Abfahrt dann nicht, da sich auch die Situation am Stellplatz geändert hatte.
Wir hatten rund um uns neue Nachbarn erhalten. Zum einen war der Blick Richtung Meer nun durch einen Wohnwagen verbaut. Das war aber nicht das Schlimmste. Weitaus blöder war, dass sich auf den Platz neben uns ein Wohnwagen quetschte. Da der Platz aber sehr begrenzt war, rutschte er mit auf unseren. Dabei stand er so dicht an unserem Mobil, dass er durch das Panoramafenster reinschauen konnte. Um alles zu krönen, stellte er dann auch noch seinen Brauchwasserauffangbehälter aus, so dass der direkt neben uns vor sich hin stank.
Das war dann des guten genug und wir reisten ab.

Bereits am frühen Vormittag ging es bei sonnigem Wetter in Richtung Rijeka weiter.
Nach Rijeka folgten wir der idyllischen Küstenstraße bis Senj.
Dort bogen wir ins Kvaner Bergland ab. Das hieß erst einmal in endlosen Serpentinen den Berg hoch. Ich hatte echt Angst, dass unser 90PS-Mobil auf dem Weg hinauf alle Viere von sich streckt. Letztlich ging es aber doch und nachdem wir den Pass überquert hatten, ging es nach Otocac und von dort in Richtung Nationalpark Plitvicer Seen.
Im Nationalpark angekommen ging es erst mal auf die Suche nach dem Campingplatz. Wir hatten das Camp Korana als unser Ziel gewählt.
Nachdem wir dort eingecheckt hatten, konnten wir uns selbstständig einen Stellplatz suchen. Da auch hier das regnerische Wetter seine Spuren hinterlassen hatte, bot sich kein Platz auf der grünen Wiese an.
Nach einigem Suchen und einigen Stellversuchen an anderen Plätzen fanden wir einen Platz auf einer betonierten Fläche.
Zu Abend haben wir im platzeigenen Restaurant gegessen. Danach ging es zum Wohnmobil zurück. Während wir uns schon auf die Nachtruhe vorbereiteten, fingen unsere Platznachbarn erst an, ihr Essen auszupacken.
Die Italiener hatten einfach einen anderen Tagesablauf.

Am nächsten Morgen ging es dann für uns direkt in den Park. Wir hatten uns entschlossen mit dem Wohnmobil reinzufahren und dann kurzfristig zu entscheiden ob es weitergeht oder wir noch eine Nacht auf dem Campingplatz verbringen.
Pünktlich mit Abstellen des Mobiles auf dem Parkplatz fing es an zu regnen. Dieser Regen blieb uns auch die meiste Zeit im Park erhalten.
Bereits unmittelbar nach dem Einlass bot sich ein wunderbarer Anblick.

Wir folgten der ausgeschilderten Parkroute über den Wanderweg in Richtung Osten.
Am ersten Sightseeingstopp fing es dann richtig an zu regnen, wie man auch auf dem Foto sieht. Trotzdem setzten wir unseren Weg fort.

Dieser führte uns dann auch zu den Höhlen im Park. Hier passte ich aber und ließ Sönke und Elli allein gehen. Als beide zurückkamen, war das Gejammer groß. Elli war gestürzt … und dreckig; die Kamera war die Stufen herabgefallen und hatte sich an Stellen geöffnet, die nicht dafür vorgesehen waren.

Es half alles nichts, denn es musste weitergehen. Zunächst mit dem Boot über den See und dann die Wanderwege weiter bis zur Busstation.

An der Busstation angekommen mussten wir dann feststellen, dass wir zwar auf den Wanderwegen relativ allein unterwegs waren, aber es noch andere Möglichkeiten gab, den Park zu besichtigen.
Auf jeden Fall wartete eine große Anzahl von Personen auf einen Bustransfer. Als dieser dann kam, war er schnell voll. Gott sei Dank dauerte die Fahrt nur knapp 15 Minuten, so dass wir schnell wieder am Ausgangspunkt unserer Besichtigungstour waren.
Wir gönnten uns im angrenzenden Restaurant noch einen kurzen Snack, bevor es dann weiterging.

Wir hatten uns entschlossen weiterzufahren. Zunächst ging es über Landstraßen bis nach Lubljana in Slowenien. Von dort dann durch den Karawankentunnel nach Österreich, wo wir wieder der A 10 folgten.
In der Nähe von Salzburg, am Rasthof Golling, hatten wir dann erst mal genug und stellten uns zwischen den Lkw, um eine Runde zu schlafen. Mittlerweile war die Nacht auch schon ganz schön fortgeschritten.

Als es am nächsten Morgen weiterging, hatten wir uns entschlossen auf Grund des schlechten Wetters, es regnete mal wieder, einen Stopp in München zu machen.
Zielsicher führte uns der Navi in die Innenstadt. Dort parkten wir in unmittelbarer Nähe zur Museumsinsel und zum Deutschen Museum.
Nachdem wir uns durch die Schlange am Einlass nicht abschrecken ließen, hatten wir einen sehenswerten Museumsbesuch vor uns, den wir mit der Vorführung der Abteilung Hochspannungs- und Blitzphänomene spektakulär beendeten.

Nach Beendigung des Museumsbesuchs ging es einmal quer durch München in Richtung A 8, der wir nach Westen folgten.
Unser nächstes Ziel war Günzburg, um einen Abstecher ins Legoland zu machen.
Als Stellplatz wählten wir, unerfahren wie wir waren, den Stellplatz am Gutshof, da wir dort noch duschen wollten.
Nach der Übernachtung ging es dann mit dem Wohnmobil direkt auf den Parkplatz am Legoland. Hier stellten wir dann fest, dass der Parkplatz dort als Stellplatz genutzt wird.
Wir nahmen das Angebot auch gleich für die folgende Nacht an.

Für das Legoland selbst kauften wir Sönke eine Jahreskarte, während wir uns Tageskarten mit dem ADAC-Bonus kauften.
Der Parkaufenthalt selbst war sehr angenehm. Das Wetter war für den Freizeitpark genau richtig, so dass wir den gesamten Tag ausnutzten.

Als letzter Event stand dann am frühen Abend noch das Miniaturland auf dem Programm, dass wir uns nach den ganzen Fahrgeschäften gönnten, um etwas zu entspannen.

Am nächsten Morgen ging es dann über die B16 und B 2 in Richtung Naturpark Altmühltal. Wir folgten der Altmühl bis Eichstätt, wo wir uns auf den Stellplatz in der Nähe der Pirkheimer Straße stellten.
Von hier waren es lediglich 15 Minuten zu Fuß in die Stadt. Zudem war ein kleiner Servicecontainer mit Toiletten und Duschen aufgestellt.
Den angebrochenen Tag nutzten wir, um Eichstätt etwas zu erkunden und den Rest des Tages bei sonnigem Wetter am Ufer der Altmühl zu entspannen.

Am nächsten Tag hatten wir dann eine Fahrradtour nach Kipfenberg angedacht.
Dort sollte es eine sehenswerte Limesanlage aus der Römerzeit geben.
Der Radweg führte an der Altmühl entlang und war weit entfernt von jeglichem Fahrzeugverkehr.
Die Fahrradstrecke führte auch durch die landschaftlich sehenswerten Felsformationen im Altmühltal.

In Kipfenberg ging es dann bergauf weiter in Richtung Limesturm und Wallanlage.
Die zunächst asphaltierte Steigung wurde immer steiler und der Untergrund wechselte auf Feldwegniveau, so dass man zeitweise schieben musste.
Oben angekommen hatte man einen wunderbar restaurierten Limesturm vor sich.

Die Wallanlagen waren auch zur Veranschaulichung in Teilbereichen restauriert. Die alte Streckenführung war im Wald noch klar erkennbar.
Als letztes Hindernis stand noch die Abfahrt bevor. Auch hier schoben wir teilweise, da es auf dem ausgewaschenen Untergrund ansonsten Stürze zur Folge gehabt hätte.

Für den Rückweg wählten wir die gleiche Strecke wie auf der Hinfahrt.
An einem idyllischen Restaurant an der Strecke machten wir dann noch eine kurze Rast, um ein Eis zu uns zu nehmen.
Danach ging es die letzten Kilometer zurück zum Wohnmobil.
Dort angekommen, insgesamt hatten wir über 80 Kilometer auf dem Fahrrad zurückgelegt, beschlossen wir umgehend ins Schwimmbad in Eichstätt zu fahren, um uns abzukühlen.

Danach ging es noch in die Stadt zum Essen.
Hier fanden wir ein kleines Restaurant mit Innenhof. Während wir uns mit einem Ehepaar den Tisch teilten und mit ihnen ins Gespräch kamen, räumte Sönke erstmal das volle Tablett der Bedienung mit einer Handbewegung ab.

Am nächsten Tag ging es dann nach Bad Königshofen. Da Reni von diesem Stellplatz erzählt hatte, wollten wir den Stellplatz an der Therme mal ausprobieren.
Nachdem wir uns auf dem Stellplatz eingerichtet hatten, ging es dann auch gleich noch ins Schwimmbad.
Hier passierte dann das Malheur. Beim Toben mit Sönke knallte mir dieser mit seinem ganzen Gewicht auf den Kopf. Da hatte ich dann erst mal Probleme mit meinem Nacken. Zunächst dachte ich, dass die nur kurzfristig sein. Leider hielten sie auch die Nacht über an, so dass ich nicht richtig schlafen konnte.
Am nächsten Morgen trieb es mich dann auch dem entsprechend früh aus dem Bett.
Nach dem Brötchen holen hatte sich die Situation noch nicht verändert.
Da ich den Kopf nicht richtig drehen konnte, fuhr uns Elli ab Bad Königshofen zurück nach Harsum.
Die Rückfahrt verlief ereignislos und wir trafen am frühen Abend in Harsum ein.
Trotz aller kleinen Misslichkeiten hatten wir doch das Gefühl einen guten Sommerurlaub verlebt zu haben.

Kurztrip in die sächsische Schweiz

Sächsische Schweiz

(13.05.2005 – 16.05.2005)

Um das Wohnmobil zu bewegen hatten wir uns diesmal das lange Pfingstwochenende für einen Trip ausgesucht. Schnell war mit der Sächsischen Schweiz auch ein attraktives Ziel gefunden, das bisher keiner von uns kannte.

Am Freitag, dem 13. Mai 2005 ging es los. Wir starteten relativ früh und erreichten so, nach knapp 380 Kilometern, Königstein in der Sächsischen Schweiz. Als Übernachtungsziel hatten wir uns den Campingplatz Königstein herausgesucht.

Hier erhielten wir einen Stellplatz mit Blick auf die Elbe und wir verbrachten den restlichen Nachmittag am Wohnmobil, wo wir den Blick auf den Schiffsverkehr auf der Elbe hatten und, wenn wir uns leicht drehten, direkt zur Burg Königstein heraufschauen konnten.

Am Abend suchten wir uns ein Lokal zum Essen. Das kulinarische Angebot war jedoch zu dieser Zeit überschaubar. Nachdem wir uns die Lokale angeschaut hatten, beschlossen wir in einem Gasthaus die gutbürgerliche Küche zu testen. Für Elli und mich okay, Sönke hatte seinen eigenen Geschmack, der nicht getroffen wurde.

Für den nächsten Tag hatte ich die Fahrräder abgeschnallt und wir machten uns auf den Weg Bad Schandau. Eigentlich wollten wir über Nebenwege an der Elbe entlang dorthin gelangen. Dies war aber nicht möglich, so dass wir zwischen der Bundesstraße und einer Nebenstrecke über die Ortschaft Gohrisch wählen konnten. In Anbetracht der Tatsache, dass Sönke selbst fuhr, wählten wir die verkehrsärmere Strecke über Gohrisch. Wie wir schnell feststellten, hatte die aber einen erheblichen Nachteil. Wir mussten erst die Steigung nach Gohrisch und dann das Gefälle nach Bad Schandau überwinden.

In Bad Schandau holten wir uns in der Touristeninformation die nötigen Informationen zur Sächsischen Schweiz. Wie wir feststellten, gab es die Möglichkeit mit der Kirnitzschtalbahn in den Nationalpark Sächsische Schweiz zu fahren. Dieses Angebot nahmen wir dankend an, da wir keine Lust auf weitere Steigungen hatten.

Am Nationalpark angekommen machten wir uns erst einmal auf den Weg zu einigen ausgewählten Ausflugszielen.

Unser erstes Ziel war der Kuhstall, eine Höhle mit Aussicht über die Sächsische Schweiz.

Natürlich ging es auch für uns die Himmelsleiter hinauf, um den Ausblick zu genießen. Nachdem wir bis zum frühen Nachmittag im Nationalpark zugebracht hatten, ging es dann mit den Fahrrädern zurück. Diesmal blieben wir jedoch an der Bundesstraße, um uns weitere Anstrengungen zu ersparen.

Nach einer entspannenden Nacht im Wohnmobil ging es am nächsten Morgen weiter. Als erstes Ziel stand die Festung Königstein auf unserem Programm. Wir parkten mit dem Wohnmobil auf einem Parkplatz bei Struppen und fuhren mit der Bimmelbahn zur Festung Königstein. Hier verbrachten wir die Zeit bis zum Mittag mit der Besichtigung der Burganlage.

Nach dem Mittagssnack ging es dann wieder zurück zum Wohnmobil.

Von Struppen aus ging es nach Dresden. Hier hatte Elli uns einen Stellplatz bei Schaffer Mobil, einem Campingausrüster, herausgesucht. Bei unserer Ankunft an dem Stellplatz war keiner mehr vor Ort. Während unserer Suche nach einem Ansprechpartner trafen wir auf einen Herrn, der zwar auch Kunde des Stellplatzes, aber mit Schlüsselgewalt ausgerüstet war, so dass er uns einen Platz zuweisen konnte. Nachdem wir uns auf diesem eingerichtet hatten, ging es mit der Straßenbahn ins Stadtzentrum.

Schnell waren die Sehenswürdigkeiten, wie Frauenkirche, Semperoper und Elbufer abgegangen. Da an diesem Wochenende in der Innenstadt ein Jazzfestival war, war es sehr voll. Wir begnügten uns mit einem groben Überblick bezüglich der Sehenswürdigkeiten und überquerten dann die Elbe auf der Suche nach einem Lokal für das Abendessen. Da wir dort nicht sofort fündig wurden, ging es weiter hinein in die Innere Neustadt. Hier fanden wir letztlich ein kleines Lokal, wo wir gemütlich essen konnten. Danach ging es mit der Straßenbahn zurück zum Stellplatz.

Am nächsten Morgen nutzten wir das kurze Zeitfenster, in dem ein Angestellter der Stellplatzbetreibers vor Ort war, um zu zahlen und machten uns auf den Heimweg. Da wir noch einen Tag übrig hatten, wollten wir noch einen Stopp in Quedlinburg einlegen. Auf der Anfahrt dann noch ein kurzes Highlight für Sönke. Auf einem Autobahnparkplatz machte legte auch ein amerikanisches Feuerwehrauto einen Stopp ein, was wir für ein Foto nutzten.

In Quedlinburg angekommen kreisten wir den Ortskern erst einmal ein. Wir hatten mehrere Stellplätze zur Auswahl, gelangten jedoch nicht hin oder sie entsprachen nicht unseren Vorstellungen. Letztlich fanden wir den Stellplatz auf dem Parkplatz Marschlinger Hof. Von hier aus waren es keine 200 Meter auf den Marktplatz von Quedlinburg. Ab Mittag bummelten wir durch Quedlinburg und genossen den letzten Tag unseres Kurztrips.

Am nächsten Morgen ging es dann die kurze Strecke nach Harsum zurück.

Frühlingstrip nach Schleswig-Holstein

Schleswig-Holstein

(28.03.2005 – 01.04.2005)

Nach den Osterfeiertagen wollten wir die Zeit noch für eine kurze Tour nutzen und hatten uns Schleswig-Holstein als Ziel ausgesucht. Damit es für Sönke nicht allzu langweilig wurde, durfte sein Kumpel Leonard mitfahren. Für den war es der erste Campingurlaub überhaupt.

Am Ostermontag ging es los. Da der Verkehr sehr übersichtlich war, kamen wir gut voran und trafen am frühen Nachmittag an unserem Tagesziel in Büsum ein. Wir fuhren den Campingplatz Zur Perle an. Nachdem wir uns eingerichtet hatten, ging es durch ein Nebentor direkt an den Strand. Wir wanderten an diesem entlang, bis wir in den Ortskern gelangten. Hier gönnten wir uns erst einmal einen Kaffee, bevor wir zur weiteren Besichtigung des Ortes aufbrachen.

Nachdem wir uns ausgiebig den Hafen und den Strand angeschaut hatten, ging es zum Campingplatz zurück, wo wir den Rest des Abends bei Spielen im Wohnmobil verbrachten.

Am nächsten Morgen ging es dann erst einmal ins Schwimmbad in Büsum, um den Kindern etwas Spaß zu bieten. Das Erlebnisbad Piraten-Meer erfüllte diese Ansprüche auch. Da sowohl Leonard wie auch Sönke Wasserratten waren, verbrachten sie eine amüsante Zeit im Erlebnisbad.

Danach ging es weiter in Richtung Norden. Unser nächstes war Husum. Auf der Anfahrt dorthin kamen wir über das Eider-Sperrwerk. Wir machten eine kurze Besichtigungspause und schauten uns das Bauwerk an.

Während ich mich mit den Kindern weiter am Stauwerk amüsierte, machte Elli uns einen kleinen Snack, da mittlerweile Mittagszeit war. Nach diesem kurzen Mahl ging es dann auch weiter … für eine kurze Zeit, da gleich nach unserer Abfahrt das Stauwerk öffnete, um Schiffe passieren zu lassen. So konnten sich die Kinder auch dies noch einmal anschauen.

Am frühen Nachmittag kamen wir in Husum an. Elli hatte sich bereits Gedanken über unsere Übernachtung und hatte den Husumer Campingplatz gefunden. Wir fuhren ihn an und erhielten auch einen Stellplatz. War auch kein Problem, da kaum eine Menschenseele da war.

Als erstes machten wir uns nach Husum auf. Die Strecke von etwa zwei Kilometern legten wir zu Fuß zurück. In Husum bummelten wir durch die Stadt.

Nachdem wir uns alles angeschaut hatten, kauften wir noch frisch für das Abendessen ein und machten uns auf den Rückweg zum Campingplatz.

Dort angekommen verbrachten wir die Zeit bis zum Sonnenuntergang am Wohnmobil. Die beiden Jungen erkundeten die Umgegend und machten sich zu Fuß zum Strand auf. Elli und ich genossen die letzten Sonnenstrahlen.

Am nächsten Tag ging es dann erste einmal nach Laboe. Wir hatten uns das Marinedenkmal als nächsten Sightseeing-Punkt ausgesucht. Dort sollte es auch einen Stellplatz geben, so dass wir überlegten, dort die Nacht zu verbringen. Als wir am Stellplatz ankamen, stellten wir fest, dass es sich hierbei lediglich um den Parkplatz handelte. Ansonsten war nichts in der näheren Umgegend, so dass wir eine Übernachtung schnell ausschlossen.

Das Marinedenkmal mitsamt U-Boot und Turm wollten wir uns aber trotzdem anschauen.

Nach knapp zwei Stunden war das erledigt und wir machten uns auf die Suche nach einer Übernachtungsmöglichkeit. Schnell stießen wir auf den Campingplatz Spitzenort nahe Plön. Die 20 Kilometer dorthin waren schnell zurückgelegt und einen Platz im Stellplatzbereich bekamen wir auch.

Nachdem wir uns eingerichtet hatten, nutzten wir die Zeit für einen Bummel am Plöner See entlang zur Ortschaft Plön.

Bis in die frühen Abendstunden bummelten wir durch Plön und nutzten den Aufenthalt im Ort dann gleich, um das mit dem Abendessen zu verbinden. Aus dem Lokal heraus telefonierte Leonard dann noch mit seinen Eltern und kündigte seine Rückkehr für den nächsten Tag an.

Auf der Fahrt in Richtung Autobahn kamen wir noch am Erlebniswald Trappenkamp vorbei. Da wir noch ausreichend Zeit hatten, machten wir Halt und starteten einen Gang durch den Park.

Besonderheit hierbei war zu dieser Zeit, dass man ohne weitere Einzäunung direkt durch das Wildschweingehege gehen konnte. Nach ein bisschen Betätigung und etwas Ruhe bei einem Kaffee ging es dann zurück nach Harsum, wo wir Leonard wohlbehalten bei seinen Eltern abgaben.

Mit dem Wohnmobil die Donau entlang

Österreichdie Donau entlang und zurück

Im Spätsommer 2004 hatten wir uns erstmals ein Wohnmobil zugelegt.
Nach der kurzen Einführungstour, die die Weser entlang führte, um das Mobil näher kennen zu lernen, sollte es nun erstmals richtig los gehen.

Bereits unmittelbar nach der Schule fuhren wir los.
Als erstes Etappenziel war Nürnberg angepeilt. Auf der ermüdenden Fahrt über die Autobahn stellten wir fest, dass der Motor unseres Bürstner-Mobils etwas schwach auf der Brust war. Gott sei Dank hatten wir genug Zeit eingeplant. Nur aus der Stadtbesichtigung am gleichen Abend wurde nichts mehr.

Als wir den Campingplatz, den wir uns zur Übernachtung ausgesucht hatten, erreicht hatten, war es schon früher Abend.
Wir machten noch einen kurzen Bummel über den Campingplatz, vorbei am Fußballstadion und hin zum angrenzenden Reichsparteitaggelände.
Danach nahmen wir unser Abendbrot zu uns und machten es uns im Wohnmobil gemütlich. Da die Nächte schon recht kühl wurden, war an draußen sitzen nicht mehr zu denken.

Am nächsten Morgen ging es gleich nach dem Frühstück los.
Mit der S-Bahn fuhren wir in die Innenstadt von Nürnberg und machten uns dort an die übliche Besichtigungstour.

Am Hauptbahnhof angekommen ging es erst einmal über die Fußgängerzone in Richtung Nürnberger Burg.
Hierbei kamen wir durch die Reste der Altstadt und über den Nürnberger Christkindlmarkt.
Der Nürnberger Burg widmeten wir dann einige Zeit und besichtigten das alte Burggelände. Gemeinsam gönnten wir uns dann noch einen Aufstieg auf einen der alten Wehrtürme, von denen man eine herrliche Aussicht über die Stadt hat.

In südliche Richtung schließt sich an die Burganlage das mittelalterliche Nürnberg an. Dies war unser nächstes Ziel und wir bummelten durch die Gassen, wo es unter anderem ein altes Spielzeugmuseum gab, das zu einem Besuch einlud.

Aus diesem Teil der Stadt ging es dann wieder zurück in Richtung Christkindlmarkt. Auf dem Weg dorthin kamen wir am Lochgefängnis vorbei. Elli und Sönke machten die Besichtigungstour durch das alte Gefängnis mit und bekamen auch noch gut erhaltene Folterkeller zu Gesicht.

Hiernach ging es dann erst einmal in ein nahes Lokal, wo wir uns traditionelle Nürnberger Würstchen gönnten, bevor es über den Trödelmarkt und am Stadtgraben entlang wieder zurück in Richtung Hauptbahnhof ging.

Eigentlich stand noch der Besuch des Verkehrsmuseums auf dem Programm. Dort angekommen mussten wir feststellen, dass es geschlossen hatte. Leider, da ein Jahr später ein Brand das Museum in Mitleidenschaft zog.

Mit der S-Bahn ging es wieder zurück in Richtung Campingplatz. Nachdem wir in der Nähe des Platzes kein vernünftiges Lokal für ein Abendessen gefunden hatten, bereitete uns Elli etwas im Wohnmobil zu.

Am nächsten Tag ging es dann schon weiter bis nach Regensburg. Ab hier wollten wir der Donau folgen. Der Einfachheit halber taten wir dies bis Passau über die Autobahn.
In Passau wollten wir dann einen Besichtigungstopp einlegen und uns einen Stellplatz suchen.
Ein Stellplatz war nicht einfach zu finden, da der Stellplatzführer so richtig nichts hergab. Wir fuhren also erst einmal in Richtung Stadtzentrum von Passau.

Eingerahmt zwischen Donau, Inn und Itz liegt die Altstadt. Am Donauufer fanden sich eine Menge Parkplätze, die aber nur für Busse schienen.
Da nicht so viel los war und so gut wie kein Bus in Sicht war, stellten wir uns etwas abseits auf einen solchen Busplatz und machten einen Bummel durch die Altstadt.

Zunächst ging es am Donauufer entlang zum Zusammenfluss von Donau und Inn, der besonders durch die unterschiedliche Färbung der beiden Flüsse sehenswert ist.

Danach besichtigten wir die Altstadtgässchen und die Kirchen von Passau.
Nach etwa zwei Stunden hatten wir die Stadtbesichtigung beendet und kehrten zum Wohnmobil zurück.
Hier dann die Überraschung. Wir hatten einen Zettel am Mobil. Gleichzeitig kam ein Männchen in ‚offiziell wirkender Kleidung‘ auf uns und forderte die Entrichtung der Verwarnung.
Ich verlangte im Gegenzug eine Dienstausweis und eine Bezeichnung des konkreten Verstoßes. Da dies ausblieb, sah ich mich auch nicht bereit zu zahlen. Das Männchen wurde daraufhin richtig unhöflich und verschwand.
Ich nutzte die Zeit, um mal die Polizei in Passau anzurufen und mich zu informieren. Nicht gerade zu meinem Erstaunen sind dort derartige Machenschaften der Abzocke von Touristen bekannt und man wollte sich des Problems mal wieder annehmen.

Für uns ging es jedoch weiter. Elli hatte in Thyrnau-Kelchham einen Stellplatz mit Strom gefunden, der sich gut anhörte.
Da kein Lokal in der Nähe war und wir keine Lust hatten schon wieder den ganzen Abend im Mobil zuzubringen, suchten wir uns auf der Anfahrt ein Lokal.
In Thyrnau selbst fanden wir dann ein nettes Lokal an der Hauptstraße.
Während wir die Speisen aussuchten und auf die Getränke warteten, bekam Sönke einen Malblock und Stifte und es schien ein gemütlicher Ausklang zu werden. Bis dann Sönke’s Getränk kam. Zack – lag es unten und alles stand unter Apfelsaft.
Zu unserem Erstaunen machte die Bedienung, trotz des gehobenen Ambientes, keinen großen Aufstand und reinigte alles. Sönke bekam das zweite Getränk sogar auf Kosten des Hauses.

Nach dem Essen ging es dann zum ausgewählten Stellplatz.
Die Anfahrt verwirrte uns etwas, da die Straße immer enger und die Ortschaften immer kleiner wurden. Letztlich erreichten wir die Ortschaft Kelchham.
Der Bauernhof mit dem Stellplatz war nicht schwer zu finden und der freundliche Betreiber zeigte uns die Wiese, auf der wir ganz für uns allein standen.

Nachdem wir uns eingerichtet hatten, machten wir noch einen kleinen Bummel durch die Landschaft.
Zum Abschluss besichtigten wir noch den Sanitärbereich. Hier waren wir angenehm überrascht. Alles war neu und sogar mit Fußbodenheizung ausgestattet. Lediglich die Saisonarbeiter wirkten am Anfang etwas störend, da sie gleich nebenan ihren Aufenthaltsraum hatten. Letztlich waren sie doch sehr freundlich und umgänglich und wir trafen kaum zusammen.

Am nächsten Morgen gab es Brötchen vom Bauern und nach einer ausgiebigen Dusche ging es weiter die Donau entlang.
Nachdem wir nach Österreich kamen, fuhren wir über die Nibelungen-Bundesstraße weiter in Richtung Wien, das wir uns als Fernziel auserkoren hatten.
Die Autobahn mieden wir, um einerseits die Landschaft zu genießen und andererseits die Vignette zu sparen.
Das Wetter war auf der Fahrt sehr schön und sonnig, sodass wir jede Möglichkeit zum Halt und für Besichtigungen nutzten.

Einer dieser Stopps war bereits auf Höhe Jochstein, wo wir die Schleusenanlage besichtigten.
Ein anderer Halt war eine Besichtigungsmöglichkeit eines Bergwerkes mit einem kleinen Feldbahnmuseum.

Gegen Mittag waren wir an den Toren von Linz.
Nach einem Blick in den Reiseführer beschlossen wir mit unserer Besichtigung am Pöstlingberg zu starten. Kurz das Ziel in den Navi eingegeben und den Anweisungen gefolgt. Leider hat der Navi zwar eine landschaftlich schöne, aber fahrerisch anspruchsvolle Strecke ausgesucht. Die Anfahrt erfolgte über sehr enge Nebenstraßen. Vorteilhaft war, dass wir die Vororte von Linz gar nicht zu Gesicht bekamen.

Am Pöstlingberg angekommen war schnell ein Parkplatz gefunden und der Weg zum ersten Besichtigungsobjekt eingeschlagen.
Nach wenigen Metern erreichten wir die Wallfahrtskirche, die hoch über der Stadt liegt.
Danach ging es zur Aussichtsplattform, von wo aus man einen herrlichen Blick über Linz und Teile Niederösterreichs hat.

Den Abschluss fand der Besuch des Pöstlingbergs in der Linzer Grottenbahn, einer Bergbahn, um die eine Märchenwelt aufgebaut ist. Eigentlich recht kitschig, was sie aber schon wieder interessant macht.

Als wir am Ende angekommen waren, blieb nur noch die Pöstlingbergbahn übrig, bei der es sich um die steilste zahnradlose Bergbahn der Welt handelt. Sönke wollte, in seiner Verliebtheit zu Eisenbahnen, unbedingt damit fahren, sodass Elli und er sich ein Ticket gönnten und die Talfahrt mitmachten.

Währenddessen fuhr ich das Wohnmobil nach unten und suchte die Endhaltestelle der Bahn.
Nachdem wir uns dann glücklich wiedergefunden hatten, ging es weiter die Donau entlang. Auf die Innenstadt von Linz verzichteten wir, da wir eher auf Natur aus waren.

Für die Übernachtung hatten wir uns einen Campingplatz an der Donau ausgesucht und zwar die Campinganlage in Au an der Donau.
Der Campingplatz liegt nicht weit von Linz entfernt direkt an der Donau.
Als wir dort in den frühen Abendstunden eintrafen, war die Rezeption bereits geschlossen. Lediglich ein paar letzte Camper waren auf der erhöhten Anfahrt zum Platz anzutreffen.
Im Gespräch mit den Campern wiesen diese uns auf einen bereits geleerten Teil des Platzes hin, wo wir uns kostenfrei aufstellen könnten. Gleichzeitig kam ein Camper mit, um uns den Stromanschluss zu öffnen.
Nachdem wir uns so aufgestellt hatten, ging es erst einmal in die kleine Ortschaft, wo wir schnell feststellten, dass hier am Abend nicht viel los ist.
In einer Kombination aus Bäckerei und Fleischerei konnten wir noch einige Kleinigkeiten für das Abendbrot einkaufen und in Erfahrung bringen, dass wir hier am nächsten Morgen Brötchen erwerben könnten.
Danach ging’s zurück.

Am Mobil angekommen, wollten wir erst einmal zu Abend essen. Beim Betrieb des Wasserkochers stellten wir dann fest, dass wir keinen Strom mehr hatten.
Wir wollten dem netten Camper nicht mehr auf den Geist gehen und ‚knackten‘ das Schloss mit einem selbstgebauten Nachschlüssel. Wie wir feststellen konnten, hatte es die Sicherung rausgehauen. Das passierte allerdings noch einige Male, da die Amperezahl wohl nicht auf unsere Stromabnahme eingerichtet war.

Bis dahin hatten wir allein auf dem Platz gestanden. Das änderte sich auch nicht wirklich. Lediglich ein Mobil kam dazu. Dieses blieb allerdings auf dem Deich stehen und kam nicht in unsere Niederung hinunter.

Am nächsten Morgen nutzten wir noch kurz das Waschhaus, dessen Strom und warmes Wasser allerdings auch abgedreht war, was aber für uns kein Problem darstellte.
Nach dem Frühstück ging es dann weiter die Donau entlang.

Am Donauufer entlang ging es bis nach Melk, wo wir auf der gegenüberliegenden Donauseite eine kleine Halbinsel fanden, die zu einer Rast einlud.
Wir verbrachten die Mittagszeit am Donaustrand und genossen das herrliche Wetter, während Sönke am Ufer spielte.

Von hier aus sollte es nach Wien weitergehen. Bis Krems schafften wir es der Autobahn fernzubleiben. Danach streikte der Navi und eine Baustelle auf der Bundesstraße gab uns den Rest. Nachdem wir zweimal im Kreis gefahren waren und immer wieder zur Autobahn zurückgeführt wurden – sowohl mit dem Navi, wie auch durch die Umleitungsschilder – kauften wir in einem Zigarettenshop eine dieser blöden Vignetten und fuhren über die Autobahn nach Wien rein.

Für Wien hatten wir den Campingplatz Neue Donau als Stellplatz ins Auge gefasst. Nachdem wir uns durch den Berufsverkehr vor dessen Tor gequält hatten, mussten wir feststellen, dass er bereits in die Winterruhe getreten war. Ein Schild am Tor wies auf den Campingplatz Wien West hin, der die Gäste aufnehmen würde.
Gesagt, getan. Wieder quer durch die Stadt und den Berufsverkehr. Dank des Navi war der Platz leicht zu finden und Platz hatte man auch noch für uns.

Nach einigem hin und her hatten wir einen geeigneten Stellplatz mit Fernsehempfang gefunden und uns dort aufgestellt. Danach erkundeten wir kurz den Platz und die Umgegend. Insbesondere die Bushaltestelle mit den entsprechenden Verbindungen war für uns interessant.

Als wir zum Mobil zurückkamen, stellten wir fest, dass sich der Platz um uns herum stattlich gefüllt hatten. Besonders die ‚mobile ethnische Minderheit‘ hatten den Platz für sich entdeckt und war mit ihren Großfamilien angereist. Letztlich stellte dies aber nur ein Problem in der Sauberkeit des Sanitärhauses dar, das auf Grund des Winterbetriebes nicht auf eine derartig hohe Frequentierung durch die Besucher ausgelegt war.

Am nächsten Morgen ging es dann in die Innenstadt von Wien. Zunächst ging es mit dem Bus bis zur U-Bahn-Station Hütteldorf. Von hier aus ging es mit der U-Bahn, die allerdings erst einmal oberirdisch fuhr, weiter bis zum Karlsplatz.
Hier angekommen gingen wir den kurzen Fußweg zunächst bis zum Stephansdom. Auf dem Weg dorthin ging es an der Wiener Staatsoper und am berühmten Hotel Sacher vorbei.
Die Besichtigung des Stephansdom nahm einige Zeit in Anspruch. Dies war auch nicht weiter schlimm, da es mittlerweile zu regnen angefangen hatte.

Nach dem Stephansdom, den wir auch noch gleich von außen umrundeten, und den obligatorischen Touristenfoto eines Fiaker, ging es in die Innere Stadt weiter.

Neben den wunderbaren Fassaden der Geschäftshäuser fanden wir besonders die kleinen Durchgänge mit ihren Hinterhäusern und geschäftigen Hinterhöfen interessant.
Letztlich gelangten wir über die spanische Hofreitschule zur Hofburg, die wir dann durchquerten.

Danach folgten Museumsviertel und Parlamentsgebäude. Da das Wetter immer unangenehmer wurde, beließen wir es bei der Stippvisite dieses Viertels.

Von dort aus fuhren wir dann mit einer historischen Straßenbahn zum Wiener Prater.
An der Haltestelle dann ein kurzer Augenblick des Erstaunens. Zunächst dachten wir, dass Jugendliche sich einen Spaß erlaubt hatten.

Tatsächlich handelte es ich jedoch um die Werbung eines Discounters.

Nach einem Bummel über das Gelände des Vergnügungsparks kamen wir auch schnell zur eigentlichen Attraktion, dem Riesenrad.

Wir ließen es uns nicht nehmen und gönnten uns eine Fahrt mit dem Riesenrad. Da nicht besonders viel los war – wer will es den Leuten bei diesem Wetter verdenken – mussten wir auch nicht lange anstehen und die Gondeln waren übersichtlich gefüllt.
Nur mit einem anderen Pärchen mussten wir uns die Gondeln teilen.

Während der Fahrt hatte man einen herrlichen Ausblick auf Wien, den Wienerwald und die Donau, sodass sich die Investition auf jeden Fall gelohnt hatte.

Nach dem Prater ging es mit der Straßenbahn zurück in die Innenstadt. Noch einmal bummelten wir durch die Straßen rund um den Stephansdom. Als es dann langsam dunkel und auf Grund des Regens ungemütlich wurde, fuhren wir zum Campingplatz zurück.

Als wir völlig erledigt zum Campingplatz zurückkehrten, stellten wir fest, dass dieser noch voller geworden war. Da unseres Erachtens die Kapazitätsgrenze bereits überschritten war und die Sauberkeit deutlich litt, beschlossen wir den Aufenthalt in Wien zu beenden und lieber ruhigere Regionen aufzusuchen.

Am nächsten Morgen schauten wir noch kurz in den Reiseführer und beschlossen in Richtung Oberösterreich, bzw. Salzburger Land zu fahren.

Als erstes Ziel hatten wir den Mondsee ins Auge gefasst. Leider stellten wir bereits bei der Fahrt fest, dass sich das Wetter nicht bessern wollte.
Mit Erreichen der Region um den Mondsee herum fing es dann an kälter zu werden und teilweise war auch schon Schneeregen dabei. Letztlich führte es dazu, dass wir lieber Salzburg als Ziel wählten, um das Wetter dann doch zu kompensieren.

Nach einem kurzen Studium des Stellplatzführers hatten wir den Campingplatz Stadtblick für die Übernachtung ausgewählt.
Dort angekommen erhielten wir sogar noch einen Platz in der ersten Reihe, der uns einen wunderbaren Blick auf die Stadt Salzburg und den Mönchsberg bot.

Trotz leichtem Schneefall war das Wohnmobil schnell aufgebaut. Lediglich der Fernsehempfang machte einmal wieder Probleme. Es wollte mir einfach nicht gelingen den Satelliten zu finden und dies, obwohl ich mich am Nachbarmobil orientierte.
Wie sich später herausstellte, war das keine gute Entscheidung gewesen, da mich der Nachbar ansprach, ob ich den Empfang bekommen hätte, da er seine Schüssel einfach aufgestellt und noch nicht auf den Satelliten ausgerichtet hatte.
Wir haben es dann noch einmal in Angriff genommen und dann gemeinsam geschafft.

Den Abend verbrachten wir in der angrenzenden Gaststätte und stimmten Sönke schon einmal auf unseren Bummel durch Salzburg ein.

Am nächsten Morgen ging es dann nach dem Frühstück los. Zunächst ging es den Berg hinab zur Bushaltestelle. Von dort aus mit dem Oberleitungsbus bis vor die Tür von Mozarts Wohnhaus. Nach einer knappen Besichtigung ging es zum Kapuzinerkloster hinauf. Von hier aus hat man eine herrliche Aussicht auf die Altstadt und die Festung Hohensalzburg.

Nach den üblichen Fotos ging es wieder hinab und in die Altstadt. Nach dem Bummel durch die Gassen und über den Residenzplatz ging es mit dem Fahrstuhl zur Festung hinauf.

Hier machten wir eine längere Besichtigung inklusive Führung. Den Berg hinunter ging es dann jedoch zu Fuß.

Unten angekommen hatten wir noch einen Teil des sonnigen Tages vor uns und wir entschlossen uns, beim Bummel am Ufer der Salzach entlang, noch eine Schifffahrt zu machen. Schnell war ein Schiff gefunden und mit der SalzburgCard war das ganze auch erschwinglich. An Bord stellten wir dann fest, dass es sich um die letzte Fahrt handelte, da mit dem heutigen Datum der Schifffahrtsverkehr für die Saison eingestellt wurde. Die Fahrt an sich verlief idyllisch. Sönke durfte ans Steuer und wir gönnten uns auf unserem Platz in der ersten Reihe ein Getränk und genossen die Landschaft.

Nach der Schifffahrt ging es dann wieder in Richtung Bus. Auf der Heimfahrt entschlossen wir uns, dass wir uns vor dem Aufstieg zum Campingplatz stärken müssten. Wir suchten uns in der Nähe der Bushaltestelle ein nettes österreichisches Restaurant und hatten bei unserer Wahl wieder einmal Glück. Nach einem guten und reichhaltigen Abendessen ging es den Berg hinauf in die wohlige Wärme des Wohnmobils.

Am nächsten Morgen hatten wir unsere Abfahrt geplant. Da wir vom Schnee erst einmal die Nase voll hatten, ging es erst einmal wieder nach Deutschland zurück. Auf der Fahrt über die BAB 8 suchten wir nach einem geeigneten Ziel. An der Ausfahrt Holzkirchen hatten wir uns entschlossen erst einmal nach Bad Tölz zu fahren. Da die Entfernung nicht sonderlich groß war, trafen wir dort noch vor dem Mittag ein. Direkt am Isar-Ufer entlang ging es in die beschauliche Innenstadt. Hier fanden wir nach einem kurzen Bummel am Markt einen Imbiss, wo wir uns eine Stärkung gönnten.

Von Bad Tölz aus ging es nach Füssen. Dort ging es auf den Wohnmobilplatz Füssen. Den Nachmittag verbrachten wir mit einem Bummel in die Stadt. Zurück am Wohnmobil kauften wir noch in einem nahen Supermarkt ein, wo wir auch am nächsten Morgen Brötchen erwerben konnten.

Der nächste Tag war zwar etwas trüb, hielt uns aber nicht davon ab, das nächste Ausflugsziel in Angriff zu nehmen. Neuschwanstein stand auf dem Programm. Mit dem Wohnmobil ging es auf den Parkplatz und von dort aus zu Fuß hinauf zum Schloss.

Nach dem beschwerlichen Aufstieg standen wir vorm Portal des Schlosses und konnten auch einen Blick in den Innenhof werfen. Nach einer Fotosession war es das dann aber auch mit dem Schloss. Der Eintrittspreis erschien uns überteuert, so dass wir es einfach ließen.

Elli und Sönke gönnten sich aber noch ein Highlight. Sie suchten eine nahe Brücke auf, von der man einen herrlichen Blick auf das Schloss hat.

Nachdem sie wieder zurück waren, gab es ein knappes Mittagessen und dann ging es weiter in Richtung Bodensee. Lindau war unser nächstes Ziel. Hier ging es zunächst einmal in die Stadt zum obligatorischen Stadtbummel.

Nach einem Blick auf den Bodensee von der Hafenpromenade aus, ging es zurück zum Wohnmobil und in Richtung Campingplatz. Der lag etwas außerhalb, war aber dafür sehr schön. Am Campingplatz Gitzenweiler Hof konnte man vergünstig vor der Schranke stehen, aber alle Einrichtungen des Platzes nutzen. Das nahmen wir auch gleich in Anspruch. Nach einer ausgiebigen Dusche ging es zum platzeigenen Italiener, wo wir uns eine Pizza gönnten.

Am nächsten Morgen ging es dann am Ufer des Bodensees entlang in Richtung Friedrichshafen. Von hier aus gönnten wir uns die Fähre in die Schweiz, da wir eh auf die andere Seite mussten, da unser nächstes Ziel, die Rheinfälle, am besten über die Schweiz erreichbar waren.

Hier kamen wir dann um die frühe Mittagszeit herum an. Die Rheinfälle bei Schaffhausen, Europas größte Wasserfälle, waren imposant und laut. Einziges Manko aus unserer Sicht war, dass wir für dieses Naturschauspiel Eintritt entrichten mussten.

Hiernach ging es dann weiter nach Freiburg. Am Schluchsee vorbei, wo wir uns einen Mittagsrast am Seeufer gönnten, und durch den Schwarzwald hindurch, kamen wir nach Freiburg. Die Suche nach einem geeigneten Stellplatz gestaltete sich etwas schwierig, sodass wir einen Campingplatz wählten.

Der Campingplatz Möslepark lag in unmittelbarer Nähe zum Trainingsgelände des SC Freiburg. Ansonsten war er sehr ruhig gelegen.

Vielleicht schon etwas zu ruhig, da weder ein Lokal, noch eine Einkaufsmöglichkeit in unmittelbarer Nähe lag. Dafür war der Platz und vor allen Dingen die Betreiberin sehr urig. Alles erinnerte mehr an ein Hexenhaus als an einen Campingplatz. Mit unserem Eintreffen hatte es zu regnen begonnen, sodass wir von unserem Trip in die Stadt Abstand nahmen. Stattdessen machten wir uns auf den Weg und suchten ein geeignetes Lokal fürs Abendessen.

An der Hauptstraße wurden wir schließlich fündig und hatten ein griechisches Lokal als Ziel auserkoren. Leider eine schlechte Wahl, wie sich später herausstellte. Schlechtes Ambiente, schlechtes Essen und eine schlechte Bedienung machten den Besuch denkwürdig.

Zurück am Wohnmobil genossen wir das Prasseln des Regens auf dem Wohnmobil. es folgte ein ruhiger Abend bei Spielen und Lektüre, da an Fernsehempfang auf dem Platz nicht zu denken war.

Am nächsten Morgen dann die große Überraschung. Es hatte die ganze Nacht durch geregnet und der Boden war entsprechend aufgeweicht. Nur mit viel Mühe und Geschick und einigen Matten als Anfahrhilfe konnten wir uns aus unserem Platz befreien, da die Grasnarbe sofort kaputt gefahren war, wenn man nur einmal Gas gab.

So recht wussten wir nichts mit der verbliebenen Zeit anzufangen. Ein Blick in die Zeitung führte uns zur der Erkenntnis, dass es am Rhein sonnig sein sollte. Da ich gerade von einer Tourenfahrt aus dem dortigen Bereich zurückgekehrt war, entschlossen wir uns zu diesem Ziel.

Zunächst ging es nach Bingen am Rhein. Bis dorthin waren wir auf der Autobahn unterwegs gewesen, nunmehr folgte Landstraße. In Bingen angekommen, entschlossen Elli und Sönke sich, eine Schifffahrt zu machen. Ich hatte derweil einen Campingplatz in St. Goar als Ziel ausgemacht und machte mich über die Landstraße auf den Weg dorthin.

Nach einer kurzen Orientierungsphase hatte ich den Campingplatz Loreleyblick schnell gefunden. An der Rezeption erfuhr ich dann, dass freie Platzwahl bestände. Ich fand einen schönen Stellplatz direkt am Wasser, den ich dann auch gleich einrichtete. Anzumerken sei noch, dass der Name des Platzes wirklich Programm ist. Man hat einen herrlichen unverbauten Blick auf den Loreley-Felsen.

Noch bevor das Schiff mit Elli und Sönke mich passierte, saß ich bereits in der Sonne und genoss ein Bier. Als das Boot mich dann passiert hatte, machte auch ich mich auf den Fußweg nach St. Goar und hiolte die beiden erst einmal zum Stellplatz ab, wo wir die Sonnenstrahlen genossen. Kurz bevor die Sonne ganz verschwand machten wir noch einen Bummel durch St. Goar. Durch den Ortskern ging es auch auf der Suche nach einem Restaurant. Leider wurden wir nicht so richtig fündig, sodass wir zum Platz zurück gingen. Hier genossen wir den lauen Abend am Wohnmobil. Sönke verbrachte die Nacht an seinem Alkovenfenster und blickte auf den Bahn- und Schiffsverkehr, den er von dort aus wunderbar wahrnehmen konnte.

Am nächsten Morgen dann ging es für Sönke nach dem Frühstück erst einmal auf die Wiese vor dem Wohnmobil. Hier widmete er sich ausgiebig den Enten, u.a. indem er sie fütterte.

Nach dieser Morgenbeschäftigung ging es mit dem Wohnmobil weiter nach St. Goar und von dort aus mit der Fähre über den Rhein nach St. Goarshausen. Ab hier folgten wir der Bundesstraße am Rheinufer entlang nach Rüdesheim.

In Rüdesheim selbst war schnell ein geeigneter Parkplatz für das Mobil gefunden, sodass wir in Ruhe durch die beschaulichen Gassen bummeln konnten. Besonders der Drosselgasse schenkten wir unsere Aufmerksamkeit und schauten wohl in jedes Restaurant und Geschäft hinein.

Nachdem wir so einige Stunden verbracht hatten, ging es mit dem Wohnmobil auf die Autobahn und in Richtung Heimat, wo wir am späten Abend wohlbehalten eintrafen.

Nach einigen Tagen haben wir dann aus diesem Urlaub die nötigen Erkenntnisse für unsere späteren Wohnmobilurlaube gewonnen. Wir wussten nunmehr, was wir wollten und was uns am meisten Spaß brachte. Außerdem hatten wir wichtige Erkenntnisse über uns Wohnmobil gewonnen, so dass wir die erforderlichen Umbauarbeiten in Angriff nehmen konnten.

Mit dem Wohnmobil auf Schnuppertour

An der Weser entlang

Kurz entschlossen hatten wir uns ein Wohnmobil gekauft. Während eines Messebesuches hatte Elli mit ihrer Tante alles klar gemacht und ich hatte das Wohnmobil im Zuge eines Besuches dann nach Harsum überführt. Vorher hatten uns Klaus und Reni noch mit allen möglichen Utensilien versorgt, die für unsere Touren wichtig sein könnten. Trotzdem wollten wir eigene Erfahrungen vor unserer ersten großen Tour sammeln und beschlossen eine Wochentour im Nahbereich zu machen. Schnell war damit die Weserregion als Ziel gefunden.

Am Freitag, dem 10. September, ging es los. Unsere erste Erfahrung machten wir bereits auf der Anfahrt nach Hannoversch Münden mit der Berechnung der Fahrtzeit. Diese musste man mit dem Wohnmobil wesentlich großzügiger auslegen. Am späten Nachmittag kamen wir in Hannoversch Münden an und versorgten uns an einem Einkaufsmarkt erst einmal mit Lebensmitteln.

Hier passierte dann auch das erste Malheur. Nachdem wir gemeinsam eingekauft hatten und Elli noch außerhalb des Wohnmobils war, öffnete Sönke, der auf dem Beifahrersitz saß, die Fahrzeugtür, verlor dann das Gleichgewicht und fiel gut einen Meter in die Tiefe. Er verschrammte und prellte sich das Gesicht. Nachdem wir ihn kurz getröstet hatten und die Wunden versorgt hatten, hielt er sich sehr tapfer und beachtete seine Verletzungen gar nicht mehr.

Wir machten uns danach auf die Suche nach dem Stellplatz am Weserufer. Dieser sollte direkt am Zusammenfluss von Fulda und Werra liegen. Tatsächlich handelte es sich hierbei um den dortigen Großparkplatz, der uns für unsere erste Übernachtung ungeeignet schien, so dass wir den nahen Campingplatz Tanzwerder als Übernachtungsplatz wählten. Nach einem kurzen Spaziergang ging es dann ins Wohnmobil zum Abendessen.

Am nächsten Morgen checkten wir erst einmal am Campingplatz aus und erlebten die zweite Überraschung der Tour. Der Strom wurde an dem Campingplatz nach Verbrauch berechnet. Wir erwarteten hier nicht sonderlich viel, da wir zu dieser Zeit noch keinen Fernseher hatten, wurden dann aber von einem Verbrauch von angeblich 5 kW/h überrascht. Alle Zweifel halfen nichts und konnten den Campingplatzbetreiber nicht überzeugen, sodass wir letztlich zahlten. In der nachfolgenden Zeit unserer Nutzung des Wohnmobils erreichten wir übrigens nie wieder einen derartigen Verbrauch.

Danach ging es erst einmal in die Stadt. Wir parkten das Wohnmobil auf dem Großparkplatz und gingen dann erst einmal zur Hängebrücke, die wir zusammen mit Sönke besichtigten. Danach ging es über die Mühle in die nette Altstadt, die wir ausgiebig besichtigten.

Nach der Stadtbesichtigung fuhren wir mit dem Wohnmobil zunächst nach Reinhardshagen, wo wir in der Gaststätte „Zur Fähre“ eine Kleinigkeit zum Mittag zu uns nahmen. Bereits die Anfahrt hierhin durch die kleinen Gassen des Ortes und die Parklatzsuche war für uns ungewohnt spannend. Während wir dem Fährbetrieb zuschauten beschlossen wir, die Fähre ebenfalls zu nutzen und unsere Fahrt auf dem westlichen Weserufer fortzusetzen. Um das Ganze etwas interessanter zu gestalten, setzten Elli und Sönke als Fußgänger mit der Fähre über und ich folgte eine später, damit wir ein Foto vom Wohnmobil machen konnten.

Nun ging es über die Bundesstraße bis nach Hameln. In einem Campingführer fanden wir den Campingplatz „Zum Fährhaus“, den wir für unsere Übernachtung auswählten.

Unmittelbar nachdem wir uns auf dem Platz eingerichtet hatten, ging es erst einmal zu Fuß in die Innenstadt zur Stadtbesichtigung. Auf dem Rückweg machten wir noch einen kurzen Halt an einem schönen Biergarten, genannte „Die Insel“, der auf einer Weserinsel unterhalb der Stadt liegt. Hier beschlossen wir auch, dass wir das griechische Restaurant am Campingplatz für das Abendessen wählen wollten.

Zurück am Wohnmobil erlebten wir dann noch etwas Erschreckendes. Die Kinder des Platzes fuhren die ganze Zeit mit ihren City-Rollern auf dem Platz herum. Ein Mädchen stürzte hierbei und schlug unglücklich mit dem Rücken auf eine Steinumrandung. Sie musste mit einem Rettungswagen abtransportiert werden.

Das Abendessen in dem griechischen Restaurant war dann ausgesprochen gut und wirklich empfehlenswert. Den lauen Spätsommerabend verbrachten wir dann am Wohnmobil.

Am nächsten Morgen ging ich dann erst einmal auf die Suche nach einem Bäcker. Letztlich fand ich einen, der zwar etwas weit weg war, konnte uns somit Frühstücksbrötchen organisieren. Nach dem Frühstück suchten wir uns einen Parkplatz in der Innenstadt und machten uns nach einem kurzen Bummel auf, das Freilichtspiel „Der Rattenfänger von Hameln“ vor der Marktkirche zu genießen.

Nach dem Schauspiel kaufte sich Elli noch eine Tasche, dann ging es zurück zum Wohnmobil.

Für die weitere Strecke, die uns zum Wisentgehege Springe führen sollte, wollte Elli unbedingt fahren  und wir kamen ihrem Wunsch nach. Ich setzte mich nach hinten und stellte hier schnell fest, dass diese Sitzposition nichts für mich ist.

In Springe angekommen machten wir uns eine ausgiebige Tour durch das Wisentgehege. Da wir einige Zeit nicht zu Besuch gewesen waren, stellten wir erst jetzt fest, dass sich der Bären- und Wolfsbereich verändert hatte.

Nach einem kurzen Imbiss in der Waldgaststätte ging es dann zurück nach Harsum.