Polen

In den Norden Polens

Die Urlaubszeit war geprägt von dem Pandemiegeschehen rund um Corona. In der Planungsphase hatten wir immer wieder Regionen ausgesucht, in denen danach das Infektionsgeschehen anstieg, so dass sie als Urlaubsorte für uns erste einmal nicht in Betracht kamen. In dieser Phase kam Polen als Urlaubsziel ins Gespräch. Schnell waren die Vorteile erkannt und wir begannen mit den ersten Streckenplanungen. Schnell wurde uns klar, dass es im Vergleich zu unseren bisheriugebn Sommerurlauben ein ganz anderer Urlaub werden würde.

Das merkte man bereits am Starttag. Entgegen unseren bisherigen Gewohnheiten ging es diesmal an einem Samstag los. Nach dem Frühstück starteten wir in Richtung Mecklenburgische Seenplatte. Die durch den Navi vorgeschlagenen Streckenführung brachte uns auf den Gedanken in diesem Urlaub Autobahnen möglichst zu meiden. Das ließ sich bereits auf der ersten Etappe ganz gut umsetzen. Uns wurden dann zeitnah die kleinen Lücken in unserem Plan aufgezeigt. Da wir ohne Navi und damit ohne TMC unterwegs waren, kamen Streckensperrungen für uns entsprechend überraschend. Ab Pritzwalk war die Bundesstraße gesperrt und es ging über Land- und Kreisstraßen weiter. Die Straßen wurden derart schmal, dass an  Überholen gar nicht zu denken war und Gegenverkehr mit Respekt begegnet wurde. 

Am Nachmittag kamen wir an unseren angedachten Zielort, dem Stellplatz am Lenzer Hafen an. Tatsächlich war auch noch ein Stellplatz für uns frei, den wir gleich belegten. Während wir mit einem Getränk auf der Terrasse der Gaststätte saßen, bekamen wir mit, wie schwer ein adäquater Stellplatz im Moement zu ergattern war. umso mehr wunderten wir uns, dass wir auf einem kleinen Sapziergang einen freien Platz direkt am Wasser erblickten. Nach kurzer Rücksprache durften wir auf diesen Umziehen und nutzten die tolle Lage gleich, um usneren Aufenthalt auszudehnen. So konnte dann der Abend kommen. Wir genossen unser Abendessen auf der Außenterrasse des Gasthauses. Das Essen war gut, die Preise aber auch.

Den nächsten Tag wollten wir mit etwas Aktivität starten. Wir hatten dei Fahrräder aubgeladen und machten uns bei Sonnenschein zu einer Fahrradtour auf. Über Malchow ging es zunächst nach Göhren-Lebbin und von dort zum Wendhof und nach Kirch Poppentin. Nach einem kurzen Stopp an der dortigen Kirche trafen wir auf die B 192. Die versuchten wir zu vermeiden. Leider gelang uns dies nicht. Zwischen den Orten Roez und Penkow blieb uns nichts anderes übrig, als auf der Bundesstraße zu fahren. Gott sei Dank hatten wir einen verkehrsschwachen Zeitpunkt, so dass wir ohne größere Beeinträchtigungnen wieder auf einen Radweg gelangten. 

Wieder in Malchow angekommen suchten wir uns eine Lokalität für einen Mittagssnack und wurden mit der Pizzeria Al Porto an der Drehbrücke schnell fündig. Es gab eine gute Pizza und ein kühles Getränk, bevor es dann wieder in Richtung Lenzer Hafen ging. Hier angekommen verbrachten wir den Nachmittag in der Sonne am Wohnmobil, bevor uns die kühle Abendluft ins Mobil trieb.   

Kurzurlaub im Erzgebirge

Auf Grund der aktuellen Einschränkungen war an einen  gewohnten Urlaub noch nicht zu denken. Es fing schon bei der Vorbereitung an. Dieses Jahr musste man sogar in Deutschland die Campingplätze vorbuchen, das hatte uns das Pfingstwochenende gezeigt. So machten wir es dann auch für unseren Trip ins Erzgebirge. Ein ganz neues Gefühl für uns.

Der Urlaub startete an einem Samstagmorgen mit der Fahrt in die Urlaubsregion. Ganz entspannt ging es nach dem Frühstück los. Wir hatten eine Strecke mit einem guten Stück auf der Landstraße ausgewählt. Das Wetter war gut und wir genossen die Fahrt.

Zur Mittagszeit waren wir in Zeitz und machten an einem Globus Station. Hier füllten wir den Tank und gönnten uns einen Roster als Snack.

Nächstes Ziel war dann die Göltzschtalbrücke. Das Eisenbahnviadukt gilt als Wahrzeichen des Vogtlandes und wir hatten es bisher nur auf Fotos gesehen. Wenn man dann direkt davor steht und das Bauwerk mit seinen 98 Bögen betrachtet, ist es ganz schön imposant.

Weiter ging es dann zum Tagesziel nach Klingenthal. Auf der Fahrt dahin file uns auf, dass die Region bei der Wahl der Ortsnahmen eine Affinität zur Begrifflichkeit „Grün“ hat. Die Ortsnamen lauteten Pfaffengrün, Poppengrün, Mechelgrün und immer so weiter. 

Am Nachmittag kamen wir am Campingplatz Dürrenbach in Klingenthal an. Jetzt zeigte es sich, wie gut es war zu reservieren. Alle nach uns kommenden Camper wurden abgewiesen. Der Platz war voll. Uns störte das nicht. Wir richteten uns ein und machten uns am frühen Abend an den Aufstieg zur Sportlergaststätte, wo wir unser Abendessen einnahmen.  Nach dem guten Abendessen versuchten wir noch so lange wie möglich draußen zu sitzen. Leider war uns das nicht lange vergönnt. Mit dem Verschwinden der Sonne wurde es schlagartig kühl. In der Nacht ging dann die Temperatur sogar bis auf 4 Grad Celsius runter und wir mussten die Heizung anwerfen.

Der nächste Tag startete gemütlich. Gegen 10.00 Uhr machten wir uns an unsere geplante Wanderung. Wir hatten uns den Höhensteig Klingenthal als Wanderstrecke ausgesucht. Zunächst ging es über diesen bis zur Vogtland-Arena. Hier machten wir einen kurzen Stopp zur Besichtigung der Sprungschanze. Danach ging es den Berg hinab und auf den Aschberg wieder hinauf. Ziel war die Aschberg Alm. Hierzu waren aber einige Höhenmeter zu überwinden. Direkt an der Grenze nach Tschechien ging es teilweise steil hinauf. Oben angekommen belohnte die Bewirtung in der Almwirtschaft für die Strapazen. Zeitgleich war noch Live-Musik, etwas was in der momentanen Zeit sehr ungewöhnlich war.

Zurück ging es dann auf der anderen Seite von Klingenthal Über den Grenzweg und die Staffelstraße zum Rathausplatz. Von hier aus war es nur noch ein kurzer Anstieg und wir waren wieder zurück am Campingplatz. Hier genossen wir den warmen Tag und entspannten noch etwas. 

Der nächste Morgen startet wieder einmal mit einer Suche. Diesmal sucht Elli eine ihrer heißgeliebten Nivea-Dosen. Nach eienr kurzen aber intensiven Suche hat sie sich gezeigt und wir konnten in Ruhe frühstücken.

Nach dem Frühstück ging es auch schon weiter. Unser erstes Ziel des Tages war die Ortschaft Scheckenstein. Hier gab es ein Mineralienmuseum und ein Besucherbergwerk. Leider hatte beides geschlossen – Ruhetag. Es ging weiter in Richtung  Blauenthaler Wasserfall.  Auf der Fahrt dorthion lockte in Morgenröthe-Rautenkranz die Deutsche Raumfahrtausstellung. Bei unserem Halt mussten wir allerdings wiederum feststellen, dass Ruhetag war und die Ausstelleung geschlossen war. Unsere Hoffnung lag nun ganz beim Blauenthaler Wasserfall, einem Naturereignis, das man unserer Meinung nach nicht schließen konnte.

Nachdem wir einen kleinen unfreiwilligen Abstecher nach Eibenstock gemacht hatten, dem Navi sei gedankt, parkten wir am Wanderparkplatz ein. Schnell war ein Parkricket geholt und wir wollten uns auf die Wanderung zum Wasserfall machen. Bevor es losging, kamen uns zwei Camper entgegen, die wir auf dem letzten Campingplatz als Platznachbarn hatten, und berichteten uns, dass der Wasserfall abgestellt sei. Wir wollten das erst gar nicht glauben, aber tatsächlich, auf Grund von Sanierungsarbeiten war der Wasserfall umgeleitet. Das Parkticket hatten wir damit umsonst gelöst.

Es ging weiter durch die schöne Landschaft des Erzgebirges nach Schwarzenberg und weiter nach Annaberg-Buchholz. Bis dato dachten wir, dass uns Annaberg-Buchholz unbekannt sei. Als wir jetzt aber einen Parkplatz suchten, kam die erinnerung wieder. Bei unserem ersten Trip durch das Erzgebirge hatten wir den Ort bereits erkundet. Das hielt uns aber nicht davon ab, trotzdem noch einen Gang durch die Altstadt und die Fußgängerzone zu machen. Wir gönnten uns auf dem Marktplatz auch eine Bratwurst, um so gestärkt die weitere Tour in Richtung Oberwiesenthal anzutreten.

Nachmittags kamen wir in Oberwiesenthal an und fuhren direkt den Wohnmobilstellplatz an. Wir durften uns unseren Platz aussuchen und wählten einen Stellplatz mit unverbaubarer Sicht auf den Fichtelberg. Nachdem wir uns so eingerichtet hatten, ging es zunächst in Richtung Sprungschanzen und von dort weiter zur Bergstation der Schwebebahn. Hier erweckte die Fly-Line unser Interesse. In einer Art Sitzsack ging es den Fichtelberg hinunter. Schnell war eine Fahrt gekauft und wir fuhren auf den Fichtelberg hinauf. Oben angekommen mussten wir etwa eine halbe Studne anstehen, bis wir an der Reihe waren. Die Zeit verbrachten wir mit einer getrennten Erkundung des Gipfels, während der andere die Postion in der Warteschlange hielt.

Als wir dann ander Reihe waren, gin es recht zügig. Helm verpasst, Sitzgurt angelegt und eingehakt. Danach gab es einen Anstoß und die Fahrt den Berg hinab ging los. Es war nich sonderlich schnell und man hatte ausreichend Zeit, die Landschaft zu genießen. Trotzdem war es ein einmaliges Erlebnis, das sein Geld wert war.

Hiernach ging es erst einmal wieder zum Wohnmobil, wo wir die erwähnte Aussicht genossen. Am frühen Abend brachen wir dann zu einem Gang inden Ortskern auf. Zunächst suchten wir ein Lokal zum Abendessen und wurden mit der Gaststätte Zum Alten Brauhaus fündig. In der Außenbewirtschaftung genossen wir ein gutes Abendessen. Nach diesem bummelten wir noch zum Rathaus und zum Marktplatz, bevor es den Beerg wieder hinauf zum Wohnmobil ging. 

Der nächste Tag startet relativ spät. Die Brötchen werden erst gegen neun Uhr gebracht, so dass wir in aller Ruhe in den Tag starten. Nach dem Frühstück geht es dann weiter in Richtung Seiffen. Der Navi hat die landschaftlich schönste Strecke rausgesucht. Das stimmte auch, war aber auch in Teilen sehr abenteuerlich. So war in vielen Bereichen die  Straße zu eng für einen vernünftigen Begenungsverkehr oder so steil, dass man das Gefühl hatte nach vorne zu stürzen.

Nach knapp eineinhalb Stunden Fahrt kamen wir in Seiffen an. Wir nahmen den ersten öffentlichen Parkplatz in Anspruch und lösten einen Parkschein. Danach bummelten wir durch den kleinen Ort und machten uns mit Schwibbögen  und Räuchermännchen vertraut. Nach dem obligatorischen Kauf eines Eierbechers für Elli gönnten wir uns einen Mittagssnack in der Gasdtstätte Holzwurm. Von unserem Platz in der Außenbwitschaftung hatten wir einen guten Blick auf eine kleine Bäckerei in einer Nebenstraße, die sich großer Beliebheit zu erfreuen schien. Nach unserem Essen suchten wir sie noch kurz auf und kauften für uns frische Backwaren, die wir uns dann aber erst einmal aufsparten, bis wir am Campingplatz waren.

Von Seiffen aus machten wir noch einen kurzen Abstecher zur Burg Frauenstein in der gleichnamigen Ortschaft. Frauenstein war ein sehr schöner Ort und die Burg eine Mischung aus Burgruine und Schloß. Leider gab es keinen Rundweg, der komplett um die Burganalge führte, so dass wir bereits nach kurzer Zeit wieder auf dem Weg zum Mobil waren.

Wiederum eine halbe Stunde kamen wir am Campingplatz Kleiner Galgenteich in Altenberg an. Die jungen Betreiber überließen uns die Wahl des Stellplatzes und wir wurden schnell fündig. Danach genossen wir das Wetter und den nahen Badesee, bevor uns auf eine Joggingrunde aufmachten.  Das Abendessen nahmen wir dann am Wohnmbil zu uns. Wir hatten in Annaberg-Buchholz ein Fischgeschäft entdeckt und den eingelegten Sahnhering der Region für uns eingekauft. Diesen gönnten wir uns jetzt mit eienr ordentlichen Portion Bratkartoffeln.

Der nächste Tag stand wieder im Vorzeichen einer anstehenden Wanderung. Wir hatten uns nur einige grobe Ziele herausgesucht und wollten uns von der Strecke dorthin überraschen lassen. Das erste Ziel war Altenberg selbst. Hier wollten wir uns erst einmal bezüglich Gaststätten orientieren, wirden aber enttäuscht. Gefühlt hatte alles geschlossen und öffnete auch zum Abend nicht. Das einzige geöffnete Restaurant entsprach nicht unbedingt unserer Erwartung.

Weiter ging es dann zum ersten Etappenziel dem Louisenturm auf dem Geisingberg. Hier sollte es auch eine Baude geben, die aber auch leider Ruhetag hatte.

Vom Geisingberg ging es über Hirschsprung zur Bobbahn. Der Wanderweg daorthin war sehr idyllisch und führte über frisch abgemähte Wiesen an kleinen Höfen vorbei bis nach Hirschsprung. Hier ging es dann im Wald weiter und der weg wurde steil und uneben. Nach kurzer Zeit erreichten wir den Kohlgrundweg und machten uns an das letzte Wegstück zur Bobbahn. Der Zugang zur Bobbahn war frei und wir starteten am Zielbereich unsere Besichtigung und arbeiteten uns zu den Starthäusern hoch. Danach ging es dann zum Haupteingang. Hier wollten wir geschützt unser Mittagessen einnehmen, da es mittlerweile angefangen hatte zu regnen.

Schon während es Essens hörte der Regen auf und wir machten uns an den Heimweg. Das Wetter war jetzt sehr wechselhaft geworden. Mal schien die Sonne, mal tröpfelte es. Richtiger Regen setzte gottseidank nicht ein. Nachdemm wir die B 170 überquert hatten, ging es über ein Wald- und Moorgebiet in Richtung Galgenteiche. Hier waren dann Mücken unser ständiger Begleiter. Erst alos wir den Wald verließen, ließen wir sie hinter uns. Als wir dann am Campingplatz ankamen, gönnten wir uns noch ein Bier im Sonnenschein. Als wir das geleert hatten, fing es auch schon zu regnen an. Am späten Nachmittag dann sogar richtiger Starkregen, so dass wir schon Bedenken hatten, dass der Rasen auf dem wir standen zu sehr durchweicht und wir nicht mehr vom Stellplatz wegkommen. Da der Regen nichts anderes zuläßt, findet unser Abendessen wieder im Wohnmobil statt.

Auch die Nacht über ließ der Regen nicht wirklich nach. Da die Wettervorhersage keine Verbesserung versprach, machten wir uns an die Vorbereitung für den Heimweg. Zunächst galt es jedoch die Brötchen für das Frühstück abzuholen. Obwohl wir nur die halbe Menge hatten, zahlten wir den doppelten Preis zum Vortag. Die Erklärung hierfür: anderer Bäcker. Und tatsächlich ganz andere Brötchen.

Nach dem Frühstück war schnell der Rest eingepackt und das Wohnmobil zur Entsorgung gefahren. Als wir die erledigt hatten, ging es auch gleich an die Rückfahrt. Gegen Mittag erreichten wir dann Aschersleben und gönnten uns einen Snack bei einem FastFood-Restaurant. Es folgte dann nachmittags unsere Ankunft in Harsum.

Kroatien im Anschluss

Florida war geschafft. Da wir noch Urlaubszeit übrig hatten, beluden wir schnell das Wohnmobil und machten uns auf den Weg nach Kroatien, um uns dort zu entspannen.

Am Montagmorgen ging es los in Richtung Süden. Auf der gesamten Strecke hielt uns nichts auf, so dass wir bereits am frühen Nachmittag in Herzogenaurach ankamen und am Adidas-Outlet einparkten. Eigentlich war der Plan, dass ich ein paar neue Laufsachen einkaufen kann. Daraus wurde aber leider nichts. Ich fand einfach keine passende Bekleidung. Bei Elli lief es anders. Kaum im Geschäft, hatte sie schon das erste Paar Schuhe ins Auge gefasst. Nachdem sie dann auch gleich gekauft waren, ging es wieder weiter. Ein paar Kilometer wollten wir noch schaffen. Leider machte uns die Metropolregion Nürnberg einen Strich durch die Rechnung. Überall herrschte Stau, so dass wir nicht über die BAB 3, sondern über die BAB 73 in Richtung BAB 9 fuhren. Als wir uns endlich durch den Verkehr gekämpft hatten, konnten wir auch gleich auf die BAB 9 auffahren. Gemeinsam beschlossen wir nun die Nacht in Beilngries zu stehen.

Um kurz nach Fünf am Nachmittag kommen wir am Camping an der Altmühl an. Wie wir feststellen mussten, hatte sich hier einiges geändert. Die Rezeption war nicht mehr besetzt und in der nahen Zukunft sollte die Anmeldung über „Rosi“ laufen, einen Computer. Bei unserem Checkin funktionierte ‚sie’ leider noch nicht, so dass wir uns einfach einen Stellplatz aussuchen konnten. Leider konnten wir durch den Computerausfall aber auch keine Brötchen bestellen.

Nachdem wir uns eingerichtet hatten, ein kaltes Getränk zu uns genommen und eine erfrischende Dusche gehabt hatten, ging es zu Fuß in den Ortskern von Beilngries. Hier suchten wir direkt das Gasthaus Stern auf, wo wir unser Abendessen zu uns nehmen wollten. Gewohnt gab es ein typisch bayerisches Abendessen in einer gemütlich, rustikalen Atmosphäre. Danach ging es zurück zum Campingplatz, wo wir uns für den nächsten Reisetag ausruhten.

Der nächste Tag startete mit der üblichen Routine. Nach dem Frühstück kamen wir um 09.00 Uhr los – dachten wir jedenfalls. Wir mussten erst noch bezahlen und das zog sich über eine Viertelstunde hin. Dann ging es aber wirklich los.

Wieder kamen wir gut durch. Selbst auf der BAB 8 gab es keine Probleme. Gegen Mittag hatten wir Österreich erreicht und befanden uns auf der A 10. In Anif fuhren wir zum Tanken an der FE-Tankstelle ab und nutzten die Pause gleich für einen Mittagssnack. Im weiteren Verlauf ging es ohne Probleme – nicht einmal kleinere Stockungen – weiter bis Ljubljana. Einzige Überraschung war der Schneefall, der uns bei der Fahrt durch die Hohe Tauern begleitete.

Ab Ljubljana wurde der Verkehr dichter und es gab immer mal wieder kurze Staus. 

Gegen 18.00 Uhr kamen wir am Camp Zagreb an – ein neues Autocamp direkt in Zagreb. Der Platz war gut belegt und wir waren froh, dass wir von unterwegs angerufen und einen Platz reserviert hatten. Der Empfang war freundlich und die Beratung kompetent. Zum Abendessen ging es in die Pizzeria am Platz. Gute Pizza, noch besserer Salat und toller Service für 185 Kuna. Insgesamt sehr empfehlenswert. 

Als wir zurück am Wohnmobil sind, beginnt es zu regnen. Kein Problem für uns, da wir ja erst am nächsten Tag Sightseeing in Zagreb machen wollten.

Am nächsten Morgen regnet es aber immer noch. Ich gehe im strömenden Regen Brötchen holen. Während wir frühstücken, beschließen wir lieber der Sonne entgegen zu fahren. Die Campingplatzbetreiber haben für uns Verständnis und wir sichern ihnen im Gegenzug zu, auf jeden Fall wiederzukommen.

Es geht über die Autobahn in Richtung Süden und der Regen läßt langsam nach. Nach Brinje verlassen wir die E 71 und fahren über Nationalstraße 23 nach Senj. Von dort aus geht es über die Küstenstraße weiter. Unser Ziel ist Starigrad und das aus zwei Gründen. Zum Ersten soll dort das Wetter akzeptabel sein und Zweitens wollten wir endlich einmal den Nationalpark Paklenica erkunden. 

Am frühen Nachmittag kamen wir in Starigrad an und konnten uns so mit der Stellplatzauswahl Zeit lassen. Letztlich wählten wir das Kamp Katinka aus. Wir waren die einzigen Gäste und wurden herzlich empfangen. Nachdem wir uns eingerichtet hatten, joggten wir erst einmal zum Parkeingang, um den Weg dorthin und den Zugang zu erkunden. 

Zum Abendessen geht es zu Dinko, ein Lokal auf der gegenüberliegenden Straßenseite. Hier hatten wir zwei Jahre zuvor schon einmal einen Kaffeestopp eingelegt, als wir auf der Durchfahrt waren. Der Service in dem Lokal war gut und auch das landestypische Essen war gut.

Nach dem Essen machten wir es uns vor dem Mobil gemütlich und genossen den Abend bis die Sonne verschwand. Dann wurde es doch recht kühl und wir zogen uns zurück.

Am nächsten Morgen wurden wir sehr früh durch Baulärm von der nahen Baustelle geweckt. Kurze Zeit später standen wir dann auch auf und ich besorgte Brötchen für das Frühstück. Nach dem Frühstück machten wir uns auch gleich auf den Weg, da wir ja planten im Nationalpark Paklenica zu wandern. Der Eintritt in den Park kostete uns 80 Kuna. Eine Wanderkarte noch einmal 45 Luna. Und, da Elli keine Mütze mitgenommen hatte, noch einmal eine Mütze für 80 Kuna. Dann war es aber mit dem Geld ausgeben geschafft .

Wir beschlossen den Wanderweg 1 anzugehen. Am Anfang führte der Weg durch eine Schlucht mit steilen Felswänden, an denen die Freeclimber ihrem Sport fröhnten. Danach folgte ein Anstieg durch eine Schlucht auf einem gepflasterten Weg.

Nach einigen Höhenmetern und Kilometern kamen wir auf eine Ebene und gingen durch ein Gehölz an einem Bachlauf entlang. Wirklich sehr idyllisch. An einer alten Mühle angekommen machten wir die erste längere Pause. Danach folgte das letzte Stück bis Ramici. Gerade der letzte Anstieg über kleinere, steile Trampelpfade hatte es in sich. Es folgte noch ein Geröllfeld, dann war es geschafft.

Nachdem wir den Ausblick von diesem Punkt genossen hatten, ging es zur Paklenica Hütte zurück. Hier gönnten wir uns einen späten Snack und machten uns dann an den Rückweg. Der Abstieg war beschwerlich. Für das letzte Stück im Park wählten wir dann eine Alternative. Es handelte sich um einen Schullehrpfad, der aber einen weichen Untergrund hatte und angenehm zu gehen war. 

Als wir den Park verlassen hatten, machten wir noch eine Getränkepause in der Taverna Marasovic, bevor es zurück zum Wohnmobil ging. Wir standen immer noch allein und entspannten erst einmal. Zum Abendessen ging es dann wieder zu Dinko. Elli gönnte sich diesmal Fisch. Es gab eine frische Dorade, die ihr vom Restaurantchef filetiert wurde. 

Am nächsten Morgen werden wir wieder von den Bauarbeiten geweckt. Diesmal werden mit dem Bagger Steine geschoben. Ein Geräusch, von dem jeder gerne in seinem Urlaub geweckt werden will. Nach dem Frühstück machen wir uns wieder auf den Weg in den Park. Um 10.00 Uhr kommen wir dort an. Am Parkeingang werden wir von zwei Rumänen angesprochen, die uns nach einer Routenempfehlung fragen. Wir verweisen sie an die touristische Beratung am Kassenbereich und erzählen ihnen von unseren Erfahrungen vom Vortag. Unser Tagesziel war die Manita Pec – die Höhle aus den Winnetou-Filmen. Nach etwa 3 Kilometern Anstieg über den Hauptweg, zweigte der Wanderweg dorthin ab.

Von jetzt an ging es stetig bergan. Die 500 Höhenmeter zum Höhleneingang verteilten sich auf eine Strecke von etwa 2 Kilometern über Geröll und Wurzelwege. Der Weg war anstrengend, aber die Aussicht entschädigte für Vieles.

Oben angekommen machten wir unsere Mittagspause. Die Höhle war für den Besucherverkehr geschlossen, aber das war uns bekannt gewesen.

Während unserer Pause trafen auch die beiden Rumänen ein. Nach einem kurzen, gemeinsamen Kartenstudium beschlossen sie, weiter in die Gebirgskette hinein zu wandern. Wir machten uns an den Abstieg. Am Eingangsbereich machten wir noch einen kurzen Abstecher zu einem Aussichtspunkt auf dem ersten Gebirgskamm. Der Aufstieg war steiler als wir dachten und er lag komplett in der prallen Sonne. Verschwitzt kamen wir oben an und hatten eine phantastische Aussicht auf die Küste. 

Der Abstieg gestaltete sich auf Grund der Steilheit des Terrains noch schwieriger. Unten angekommen ging es erst einmal zum Wohnmobil und wir entspannten bei einem kühlen Getränk. Mittlerweile standen wir auch nicht mehr allein. Ein niederländisches Pärchen hatte sein Zelt auf dem Autokamp aufgeschlagen. Vor unserem Abendessen bezahlten wir den Campingplatz. Mit 483 Kuna für 3 Tage, also etwas mehr als 21 Euro pro Nacht – für uns ein akzeptabler Preis. Das Abendessen nahmen wir dann bei Dinko wieder zu uns. Da die Speisekarte umfangreich genug war, konnten wir wieder ein neues Gericht ausprobieren.

Nach dem Abendessen ging es die kurze Strecke zum Autokamp zurück. Hier erwartete uns eine Überraschung. Der Ehemann der Betreiberin war eingetroffen. Es gab erst einmal als Dankeschön ein Runde Schnaps. Da wollten wir nicht nachstehen, holten unseren Schnaps und spendierten eine Runde. Nachdem wir so einige Runde Hochprozentigen hinter uns gebracht hatten und unsere Erfahrungen ausgetauscht hatten, ging es zurück zum Wohnmobil.

Am nächsten Morgen, während des Frühstücks, kam der Betreiber erneut vorbei. Diesmal hatte er Honig dabei. Elli hatte am Abend vorher erwähnt, dass sie in Kroatien gerne Honig kaufe und er hatte gleich einen Bekannten angerufen. Für 70 Kuna gab es ein 500 ml-Glas Honig. Elli war glücklich.

Danach geht es weiter in Richtung Süden. Tagesziel sollte die Region von Dubrovnik werden. Zunächst ging es aber erst einmal nach Zadar. Zum Einen wollten wir unsere Vorräte ergänzen. Das erledigten wir in einem Discounter. Danach wurde eine nahe günstige Tankstelle aufgesucht. Wir mussten zwar etwas warten, konnten dann aber relativ günstig volltanken. Es folgte die Fahrt auf die Autobahn, der wir in Richtung Süden folgten. Da wir einige Kilometer vor uns hatten, fuhren wir so lange wie möglich durch. Uns hielt auch nichts auf, so dass wir nach etwa sechs Stunden in Dubrovnik am Campingplatz Solitudo ankamen. Eigentlich hatten wir vorgehabt ein kleines Autokamp anzufahren. Da aber das Wetter durchwachsen werden sollte, legten wir eher wert auf den öffentlichen Nahverkehr, so dass der Campingplatz in die nähere Wahl kam. Besonders interessant war er für Elli, als sie ihn von der gegenüberliegenden Buchseite sah und eine Aufstellmöglichkeit mit Meerblick ins Auge fasste. An der Rezeption ließ man uns die Wahl und wir fuhren erst einmal die Region mit Meerblick an. Leider war nichts frei, so dass wir uns einen anderen Stellplatz suchten und letztlich unterhalb des Waschhauses auf Platz B202 standen. Nachdem wir uns eingerichtet hatten, bemerkten wir unsere Platznachbarn auf der gegenüberliegenden Straßenseite – ein Wohnmobil aus Alfeld. Nach einer kurzen Begrüßung machten wir uns ans Abendessen. Wir warfen den Grill an und genossen die Cevapcici, die wir frisch eingekauft hatten. Nach dem Essen machten wir noch einen kurzen Spaziergang zum Strand, der seit unserem letzten Besuch komplett umgestaltet wurde – sehr zu seinem Vorteil.

Nach dem Sonnenuntergang fing es leicht an zu regnen, so dass wir uns ins Mobil zurückzogen.

Am nächsten Morgen regnete es immer noch. Ich musste wieder einmal mit dem Regenschirm zum Bäcker gehen.  Nach dem Frühstück wollten wir erst einmal abwarten, ob das Wetter wirklich stabil trocken bleibt und nutzen die Zeit für eine Joggingrunde an der Uferpromenade entlang. Als sich das Wetter bessert, machen wir uns mit dem Bus auf den Weg zur Altstadt von Dubrovnik. Am Haupttor angekommen, stellten wir gleich fest, dass es nicht weniger Besucher geworden waren. Der Eingangsbereich war total überfüllt und wir suchten uns erst einmal ein kleines Lokal für einen Mittagssnack. Fündig wurden wir in der Mex Cantina Bona Fide in der Ulica za Rokom. Hier konnten wir bei einer guten Pizza erst einmal den ganzen Trubel in Ruhe betrachten und uns einen Besichtigungsplan zurechtlegen. 

Da wir das Stadtzentrum bereits kannten, bummeln wir mehr oder weniger ziellos durch die Gegend. Einzig einige Game of Thrones Filmspots stehen auf unserer Liste. Es war nicht unbedingt einfach diese zu finden. Und selbst wenn wir sie gefunden hatten, waren sie selten so spektakulär wie in der Serie.

Nachmittags fing es dann wieder an zu regnen. Erst war es ein leichtes Tröpfeln und wir hatten Zeit uns einen trockenen Sitzplatz zu suchen. Kaum saßen wir, fing es richtig an zu regnen und überdachte Plätze waren heiß begehrt. Als der Regen dann nachließ, machten wir uns langsam wieder auf den Weg zum Bus. Nicht jedoch ohne einen weiteren Filmspot aufzusuchen, der außerhalb der Stadtmauern lag.

An der Bushaltestelle sammelten sich dann die ganzen Wartenden. Anfangs sah es aus, als würden nicht alle in den Bus passen – letztlich passen aber mehr rein als man denkt. Elli und ich hatten einen Sitzplatz ergattert, was sich als sehr angenehm darstellte. Kurz vor unserer Haltestelle hatte sich der Bus merklich geleert. Ich drückte den Knopf für den Haltewunsch und es begaben sich mehrere Personen in Richtung Tür.  Nur der Busfahrer akzeptierte unseren Wunsch nicht, sondern fuhr einfach weiter. Wir machten auf uns aufmerksam, aber er reagierte gar nicht. An der nächsten Haltestelle hielt er dann und die meisten stiegen aus. Wir blieben im Bus und wurden natürlich an der Endhaltetstelle aufgefordert auszusteigen. Dies wiesen wir vehement von uns, da er ja versäumt hatte, an der Haltstelle anzuhalten. Auf der Fahrt in die Gegenrichtung zeigte er sich dann ausgesprochen freundlich. Kleine Anekdote am Rande. Diejenigen die gleich an der nächsten Haltestelle ausgestiegen waren, hatten sich ein Taxi dorthin bestellt und kamen kurze Zeit nach uns am Campingplatz an.

Der anschließende Abend war kühl und ungemütlich, so dass wir recht schnell ins Wohnmobil verlegten und jegliche Aktivitäten draußen auf ein Mindestmaß reduzierten.

Da kein besseres Wetter in Sicht kam und wir nicht noch weiter nach Süden fahren wollten – obwohl wir kurzfristig darüber nachgedacht hatten – ging es wieder die Küste entlang nach Norden. Nachdem Elli Brötchen geholt hatte und wir gefrühstückt hatten, ging es los. Den Transit durch Bosnien-Herzogowina nutzten wir, um an der Ina-Tankstelle vor Neum günstig unseren Tank zu füllen.  Im weiteren Verlauf ging es dann die Küstenstraße weiter. Alles lief glatt und wir genossen die Beschaulichkeit der Landstraße und die schönen Aussichten. Erst in Split dann etwas Aufregung. Für die sorgte der Navi, der die Schnellstraße verließ und uns über einen Kreisverkehr auf der gegenüberliegenden Seite wieder auf die Schnellstraße führte. Hat uns gefühlt etwa 10 Minuten gekostet und etwa 10 Meter Fahrstrecke gespart.

Um 14.30 Uhr kommen wir dann in Trogir an und stellen als erstes eine neue Brücke fest, die die Insel Ciovo mit der Küste verbindet, so dass der Verkehr nicht mehr durch Trogir muss. Hatten wir gedacht, dadurch würde dort nun weniger Verkehr herrschen, hatten wir uns getäuscht. Wieder waren um den Markt herum die Straßen voll und die Verkehsrverhältnisse gelinde gesagt chaotisch.  Kurze Zeit später waren wir am Autokamp Seget und Elli ergatterte mit Stellplatz 13 wieder einen Platz in der ersten Reihe.

Danach war erst einmal entspannen angesagt, bevor es am frühen Abend in die Konoba Rico zum Abendessen ging. Das Essen war gewohnt gut und günstig und nach einem kleinen Spaziergang ging es zum Wohnmobil. Wir saßen noch einige Zeit draußen, aber irgendwann wurde es einfach zu kühl, so dass wir nach drinnen wechselten.

Als ich am nächsten Morgen im Supermarkt Brötchen kaufen möchten, stellen wir die Härten der Vorsaison fest. Keine Brötchen mehr. Ich muss mich mit Weißbrot begnügen. Das war damm aber letztlich auch okay.

Am späten Vormittag geht es dann zu einem Stadtbummel nach Trogir.

Wir bummeln durch die Gassen und kaufen ein paar Kleinigkeiten ein, bevor es wieder zum Platz zurückgeht. Hier ist es mild und windig – nicht wirklich gemütlich. Zum Abendessen geht es ins Restaurant Buta. Die Lokalität ist für uns neu. Wir kennen es noch als einen Treffpunkt der Dorfbewohner, in dem eine Eistruhe stand, an der Sönke sein Eis holte. Mittlerweile war es ein tolles Restaurant mit einer Cocktailbar und einem schönen Ambiente. Das Essen, das wir genossen, war wirklich sehr gut und der Service war klasse.

Den nächsten Tag wollen wir am Platz verbringen und einfach entspannen. Es ist sonnig und das kommt unserem Plan entgegen. Nur Elli hat Probleme mit ihrem Magen. Als es schlimmer wird, mache ich mich auf den Weg, um ihr eine Medikament zu besorgen. Ich nutze die Gelegenheit, um gleich ein kleines Mitbrinsel für Sönke zu besorgen. Er hatte sich ein Ki-Ki gewünscht, dass er aus seiner Kindheit noch kannte. Leider verbesserte sich Elli’s Zustand nicht wirklich. Er stabilisierte sich lediglich, so dass wir beschlossen das Abendessen auf dem Campingplatz einzunehmen. Hier gab es mittlerweile eine Konoba mit dem Namen Sunny Dalmatia. Das Essen war gut und reichhaltig. Das Preis-Leistungsverhältnis war übrigens auch sehr ansprechend.

Der folgende Tag ist wieder als Reisetag geplant. Nach dem Frühstück geht es bereits um 08.30 Uhr los. Damit sind wir aber schon die letzten Camper, die den Platz verlassen. Wir fahren direkt auf die Autobahn und weiter nach Zagreb. Wie wir es versprochen hatten, fahren wir das Autokamp Zagreb erneut an. Bereits um 13.00 treffen wir dort ein. Leider gibt es um diese Zeit kein Shuttle mehr in die Innenstadt, so dass wir uns für eine Taxifahrt entschließen. Über die Rezeption bestellen wir ein Funktaxi, das uns kurze Zeit später aufnimmt und für 90 Kuna direkt in der Unterstadt absetzt.

Bevor es an die eigentliche Stadtbesichtigung geht, mehmen wir erst einmal einen kleinen Mittagssnack im Submarine Burger in der Bogoviceva ulica. Danach ging es in die Oberstadt. Wir hatten einen Reiseführer auf einer kleinen Karte dabei und hakten alle Punkte ab.

Nach der Besichtigung der Kathedrale von Zagreb, machten wir noch einen abenteuerlichen Abstecher auf den eigentlich verschlossenen Hinterhof der Kathedrale – das Gelände des Erzbistums, mit seinen schönen alten Gebäuden aus unterschiedlichen Epochen.

Danach ging es dann über die Märkte zur Sankt-Markus-Kirche und dem Regierungsbezirk.

Als letztes stand dann der Lotrscak-Turm in der Oberstand an. Wir gönnten uns einen Aufstieg und blickten über die Stadt. Danach ging es dann an der Seilbahn entlang in die Unterstadt. Hier bummelten wir über die Einkaufsstraßen bis zum Nationaltheater und weiter zum sogenannten grünen Hufeisen, einem Parkgütel am Rand der Innenstadt. Den Abschluss fand unsere Sightseeingtour am Startpunkt. Wir machten uns auf die Suche nach einem Funktaxi für die Rückfahrt und wurden letztlich fündig. Der Fahrer fuhr eine etwas abweichende Strecke und wir mussten am Ende 103 Kuna zahlen. Insgesamt war das Funktaxi aber eine gute Möglichkeit in Stadt zu gelangen und dabei flexibel zu sein.

Das Abendessen nehmen wir wieder in der Pizzeria Jezero zu uns. Ich hatte mich bereits auf die Pizza Slovanska gefreut und wurde nicht enttäuscht. Das Essen ist genauso gut wie beim ersten Besuch. Wir blieben diesmal etwas länger sitzen und genossen noch einige Getränke, da das Wetter nicht wirklich einladend war. Dann ging es ins Wohnmobil zurück – Pläne für die nächste Zeit machen.

Nach einem ausgiebigem Frühstück – ich hatte im nahen Supermarkt wieder Brötchen geholt – ging es an die Entsorgung. Um 09.00 Uhr waren wir dann fertig und machten uns auf den Weg nach Maribor. Am Abend zuvor hatten wir noch das Autokamp Kekec als Ziel auserkoren. Gegen 11.00 Uhr trafen wir dort ein und waren von der Größe, Sauberkeit und Freundlichkeit angenehm überrascht. Wir suchten uns einen möglichst geraden Stellplatz auf der oberen Ebene und richteten uns ein.

Gleich im Anschluss ging es mit den Fahrrädern zur Stadtbesichtigung nach Maribor. Die Streckenführung war einfach gehalten und größtenteils über Radwege. Nachdem wir die Drau überquert hatten, nahmen wir die erste Möglichkeit, um auf den Uferweg zu wechseln. Diesem folgten wir bis zu einem Stadttturm. Hier stellten wir unsere Fahrräder ab und machten uns auf die weitere Erkundung zu Fuß.

Zunächst kamen wir auf den Hauptplatz am Rathaus von Maribor. Hier wählten wir eines der vielen Lokale für ein Getränk aus. Danach ging es durch die Fußgängerzone zur Basilika der Mutter der Barmherzigkeit.

Dann ging es über die Fußgängerzone wieder zurück in Richtung Hauptplatz und von dort wieder ans Ufer der Drau. Unser Fazit für Maribor lautete schließlich – eine nette Kleinstadt mit einigen hübschen Gebäuden.

Wieder an unseren Fahrrädern wechselten wir die Uferseite. Hier gab es einen Weg, der an der Drau entlangführte und von dem man direkt auf die Zuwegung zum Campingplatz gelangen sollte. Leider gab es diesen Weg nur in meiner App. Nachdem uns dies bewusst geworden war, hatten wir schon einige hundert Meter in die falsche Richtung zurückgelegt. Es ging zu der nächsten Möglichkeit zurück und wir mussten die Steigung am Ufer hinauffahren, bevor es gemütlich weiterging.

Zurück am Campingplatz wollen wir erst einmal entspannen. Während ich eine Runde joggen gehe, geht es Elli immer schlechter. Letztlich kaufe ich ein wenig für das Abendessen ein und bereite es am Wohnmobil zu. Elli geht es jedoch mit ihren Magenproblemen derart schlecht, dass ich allein draußen sitze und esse.

Am nächsten Morgen mache ich mich auf den Weg, um Brötchen zu holen. Die Bäckerei ist noch ein kleiner Familienbetrieb und der Verkaufsraum sieht eher wie das Wohnzimmer aus. Für wenig Geld kaufe ich ein und besorge gleich ein paar Brötchen mehr, um Verpflegung für die Fahrt zu haben. Elli hat sich zwar etwas gefangen, möchte aber lieber einen Arzt aufsuchen. Der Plan ist also nach Hause zu fahren.

Um 08.00 Uhr kommen wir los und fahren über die A 9 in Österreich auf die A 3. Kurz vor der Grenze nach Deutschland wollen wir dann noch günstig tanken und werden auch fündig. Wir mussten zwar von der Autobahn ab und eine parallel geführte Landstraße nutzen, deren Streckenführung auch noch durch Baustellenumleitungen erschwert wurde, tankten dafür aber wirklich günstig.

Das nächste und auch gleichzeitig letzte Highlight war Regensburg. Immer mal wieder tauchte eine Verkehrsbeeinträchtigung vor dem Autobahnkreuz Regensburg auf, die bis zu einer Dreiviertelstunde längere Fahrtzeit ausmachte. Wir beschlossen also dies zu umfahren und wählten die Bundesstraße 8, den Odessa-Ring, zur Umfahrung. Bereits den ganzen Urlaub hatten wir davon gesprochen, noch einmal ein Trachtengeschäft anzufahren, um unsere Klamotten zu ergänzen. Geschafft hatten wir es jedoch nie. Jetzt sahen wir aus dem Augenwinkel einen Ausverkauf bei Trachten Moser. Schnell war ein Parkplatz für das Wohnmobil gefunden und wir stöberten durch den Laden. Natürlich wurden wir hier fündig und fuhren so beglückt weiter.

Abends um halb acht parkten wir dann vor unserem Haus ein und schafften es noch das Wohnmobil auszuräumen, so dass wir den Abend erschöpft auf der Terrasse verbringen konnten.

Fahrzeit: 44:51

Strecke: 3520,0 km

Durchschnittsverbrauch: 9,7 l/km

Durchschnittsgeschwindigkeit: 78 km/h

 

 

 

 

 

Resturlaub im Spreewald

Nachdem mein schmerzender Zahn der Geschichte angehörte, hatten wir noch ein paar Tage Urlaub, die wir natürlich nicht zu Hause verbringen wollten. Lust wieder nach Kroatien zu fahren, hatten wir aber auch nicht. Ein Blick auf die Deutschlandkarte brachte uns den Spreewald als Ziel nahe.

Morgens um 10.00 Uhr ging es los. Zunächst wurde noch kurz eingekauft, bevor es auf kürzestem Weg zur A 2 ging. Kurz vor Berlin dann das Eintauchen in die Mammutbaustelle. Nachdem wir diese hinter uns gelassen hatten, ging es ganz ruhig über die A 13 bis Vetschau weiter.

Von hier an folgten wir der Bundesstraße in Richtung Burg. Kurz vor dem Ort liegt der Kneipp- und Erlebniscampingplatz An den Spreewaldfließen. Dort angekommen bezogen wir einen der wenigen freien Stellplätze, die mit Strom versorgt wurden. Beim Einrichten versuchte ich gleich Satellitenempfang zu bekommen. War nicht ganz einfach mit den hohen Bäumen in der Sichtachse, hat dann aber Auf dem Stellplatz A53 doch geklappt.

Als alles erledigt war, ging es erst einmal mit dem Fahrrad nach Leipe. Dort gönnten wir uns einen kleinen Erholung im Spreewaldhof. Danach suchten wir uns eine gemütliche Fahrradstrecke nach Burg.

Da der Tag mittlerweile vorangeschritten war, beschlossen wir gleich einen Ort für unser Abendessen zu suchen. Im Hotel Bleske wurden wir fündig und mit einem guten Essen belohnt. Als es dann gegen 20.00 Uhr kühler wird, setzen wir uns auf unsere Fahrräder und radeln gesättigt zum Campingplatz zurück. Dort angekommen, bleibt uns leider nur der Aufenthalt im Wohnmobil.

Am folgenden Morgen kamen wir früh hoch. Das war auch gut so, da wir für 09.00 Uhr ein Kajak bestellt hatten. Es war das einzige Kajak, was der Campingplatz vermietete. Ansonsten vermieteten sie nur noch Kanadier. Für 20 Euro hatten wir es dem ganzen Tag zur Verfügung. Über den Südumfluter ging es in Richtung Westen bis schlussendlich nach Leipe. Hier war der bekannte Weg zur Gaststätte Spreewaldhof gesperrt. Auf der Umleitung, die sich uns nicht erschloss, fanden wir den Gasthof Zum Froschkönig. Wir nutzten die Gelegenheit und hielten Einkehr.

Nach einem guten Mittagessen ging es über den Leiper Graben und die Spree nach Burg. Hier machten wir noch eine Getränkepause im Fiedermannhof, bevor es in Richtung Campingplatz zurück ging. Hier trafen wir erschöpft gegen halb fünf ein. Es folgte eine Getränk und eine Dusche und zum Abschluss ein mittelmäßiges Abendessen in der Campingplatzgaststätte.

Der nächste Tag stand wieder im Zeichen einer Fahrradtour. Die erste Etappe führte uns über den Gurkenradweg nach Lübbenau. Dort angekommen erkennen wir erst einmal nichts wieder und müssen uns  orientieren. Am Spreewaldhafen gönnten wir uns dann bei einem Getränk eine kurze Pause.

Am Schloss vorbei ging es dann nach Wotschofska und von dort weiter nach Alt-Zauche. Wir folgten weiterhin dem Gurkenradweg, auch wenn uns die Streckenführung manchmal irritierte. In Alt-Zauche ging es dann zum Fährhafen. Hier gab es als Imbiss ein kühles Getränk und eine Plinse mit Zimt und Zucker.

Mittlerweile war es richtig heiß geworden und unser weiterer Weg führte uns am Nordumfluter entlang in Richtung Osten. Von dort aus folgten wir einer Streckenführung in Richtung Burg, die einem Singletrail glich. Kein ebener, breiter Weg und damit eine schöne Herausforderung.

Am Ende des Weges fand sich eine Hotelanlage, die in einem Obstgarten stand. Elli nutzte die Gelegenheit und griff sich einen Apfel.

Vom Bismarckturm ging es dann zurück zum Campingplatz. Hier angekommen gönnten wir uns ein Abschlussgetränk und verbrachten den Rest des Tages mit Relaxen in der Sonne. Da wir keine Lust auf eine Ortsveränderung mehr hatte, versuchten wir doch noch einmal die Gaststätte auf dem Campingplatz. Das Essen war okay, das Timing leider nicht. Vorspeise und Hauptgang werden zeitgleich serviert. Nach dem Essen kommt Wind auf und es beginnt leicht zu regnen.

Der Regen war für uns nicht weiter interessant, da wir bereits eingepackt hatten. Am nächsten Morgen ging es früh los. Um 09.30 Uhr fuhren wir ab. Wider Erwarten kamen wir gut durch die Baustellen bei Berlin durch und trafen am Nachmittag zu Hause ein.

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Kroatien zum Entspannen

Nach all dem Trubel um Krankheit, Umbau und Arbeit stand Entspannen als oberstes Ziel für diesen Urlaub auf dem Programm. Wir hatten ja so etwas bereits voraus gesehen und einige Campingplätze in Kroatien gebucht. In unsere Auswahl sind Campingplätze gekommen, die wir bereits kannten, um Überraschungen so gering wie möglich zu halten.

Der erste Platz war Camping Kovacine auf Cres. Danach sollte noch eine Woche in Baska auf Krk folgen.

Die Anfahrt war diesmal total streßfrei auf drei Tage ausgelegt. Der erste Tag auf unserer Fahrt in Richtung Süden starte um 08.00 Uhr und führte uns zunächst nach Herzogenaurach. Elli nutzte die Gelegenheit, um sich mit einem neuen Paar Schuhe einzudecken. Danach ging es über die A9 nach München. Auf der A99 und der folgenden A8 wurde dann ein Stau angezeigt, so dass wir abfuhren und die Landstraßen von Vaterstetten nach Rosenheim nutzten. Von dort ging es wieder auf die A8 bis Grabenstätt. Da wir wenig Lust auf Weiterfahren hatten, hatte Elli den Stellplatz Schmid in Stege bei Übersee rausgesucht. Bei unserer Ankunft gegen 18.00 Uhr war der Platz bereits gut gefüllt und nur ein Stellplatz in der Nähe der Versorgung war noch zu erhalten. Wir nahmen ihn und waren froh noch einige entspannte Stunden verbringen zu können.

Der nächste Tag startete früh. Nach einer Morgenwäsche machte ich einen Spaziergang und erkundete die Gegend. Es war viel Landschaft und wenig, was man verpassen konnte. Nach dem Frühstück ging es zurück auf die A8 und dann in Österreich auf die Tauernautobahn. Wir kamen überall gut durch und hatten um kurz nach 12.00 Uhr bereits Ljubljana passiert. Schnell beschlossen wir einen Abstecher in die Grotte von Postonja zu machen.

Nachdem wir geparkt und unsere Eintrittskarten gekauft hatten, mussten wir nur noch kurze Zeit auf den Start unserer geführten Tour warten. Die Besichtigung der Grotte war wieder einmal beeindruckend, aber auch wieder einmal zu kurz.

Bereits um 16.30 Uhr hatten wir die Grotte wieder verlassen und den kurzen Weg zum Campingplatz Pivka Jama zurückgelegt. Es folgte eine erfrischende Dusche und ein gutes Abendessen im Restaurant am Platz. Die interessanteste Info war jedoch, dass der Campingplatz über einen eigenen Nebeneingang zur Grotte verfügt und ebenfalls geführte Touren anbot. Einer der Guides war übrigens unser Guide vom Nachmittag.

Für den nächsten Tag war nur noch die Reststrecke nach Cres geplant. Nach unserer Abfahrt am Campingplatz fuhren wir noch einen Discounter in Postonje an, um unsere Vorräte für die nächste Woche zu ergänzen. Danach ging es über die Landstraße zur Grenze nach Kroatien. Ab hier nutzten wir wieder die Autobahn bis Rijeka und die Küstenstraße bis zum Fähranleger in Brestova. Wir trafen gegen 11.45 Uhr am Anleger ein und standen 750 Meter von der Mole entfernt. Unsere anfänglichen Bedenken, nicht auf die nächste Fähre zu gelangen, bewahrheiteten sich nicht.

Nach der Überfahrt folgten wir der S100 bis Cres und kamen gegen 14.00 Uhr an unserem Ziel, dem Campingplatz Kovacine, an. Mit unserer Reservierung hatte alles geklappt und wir konnten uns sofort auf Stellplatz 361 einrichten. Das nahm auch nicht viel Zeit in Anspruch, so dass wir kurze Zeit später bereits in der Adria schwimmen konnten.

Abends machen wir einen kurzen ersten Bummel nach Cres und zurück.

Das Abendessen nahmen wir auf dem Platz zu uns.

Die folgenden Tagen verbringen wir total relaxed auf dem Campingplatz. Zumeist bummeln wir am Morgen nach Cres, joggen eine Runde und verbringen die Zeit mit Sonnenbad und Schwimmen.

Eine Besonderheit war die Wanderung, die wir machten. Erstmals ging es den Weg außerhalb des Campingplatzes weiter in Richtung Norden. Nach einigen Kilometern wurde aus dem Weg ein Pfad, der sich im weiteren Verlauf steil in die Berge begab.

Oben angekommen waren wir gut gefordert worden und machten uns wieder an den Abstieg. Ein netter Trip mit schöner Aussicht.

Abends suchen wir uns dann immer eine Lokalität für das Abendessen aus. Hier wechseln wir zwischen Pizza im Luna Rossa, Fischplatte im Santa Lucca und anderen Lokalitäten. Highlight war dieses Jahr das Spanferkel in der Konoba Kumpanija. Wir mussten einem Platz reservieren, da es Spanferkel nur an ausgewählten Tagen gibt. Das Abendessen war wirklich sehr gut.

Gleichzeitig war es aber auch unser letztes Essen in Kroatien. Mich plagten bereits seit Tagen Zahnbeschwerden, die sich nun zu richtigen Zahnschmerzen auswuchsen. Da ich mit einer Behandlung in Kroatien aus verschiedensten Gründen unsicher war, beschlossen wir am nächsten Morgen abzufahren.

Bereits um 05.45 Uhr sind wir aufgestanden. Das meiste war bereits gepackt, so dass nach einem kurzen Frühstück der Weg zur Rezeption anstand. Vorher noch kurz entsorgt und bezahlt, dann ging es zur Fähre. Wir hatten zurück wieder die Strecke über Krk gewählt. Die Wartezeit an der Fähre gestaltete sich angenehm kurz und auch der restliche Weg verlief ohne weitere Zwischenfälle.

Bereits um 12.00 Uhr trafen wir am Karawankentunnel ein. Hier hatten wir allerdings erst einmal 45 Minuten lang einen Stau. Der nächste Stau erwartete uns dann beim Grenzübergang nach Deutschland. Als auch der hinter uns lag, ging es über B 20, B 299 und B 15n zur A93 und von dort auf dem schnellsten Weg nach Hause. Hier trafen wir dann um 23.45 Uhr ein.

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Eine Uhr muss her

Es stellte sich für uns immer wieder das Problem, dass im Wohnmobil keine Uhr vorhanden war. Insbesondere im Bettbereich nervte uns das immer mehr, da wir, um die Zeit zu sehen, unsere Handys mit nach hinten nahmen. Um dieses Problem zu beseitigen macte ich mich zunächst auf die Suche nach einer Uhr. Sicherlich wäre es einfach eine Wanduhr zu nehmen, einen Nagel ins Holz zu schlagen und die Uhr daran aufzuhängen. Das war aber nicht mein Ziel. Ich wollte eine Anbringung, die ohne große Substanzverletzungen von statten gehen sollte.

Die Uhr war schnell gefunden. Es war eine Digitaluhr in Holzoptik, die alle nötigen Features mitbrachte.

Für die Befestigung war auch schnell eine Lösung gefunden. Ich erstand im Internet einen Satz Magnete. Hierbei musste ich nur darauf achten, dass sowohl Magnete, die nach Norden ausgerichtet waren, wie auch nach Süden dabei waren. Um sie vernünftig zu befestigen, sollten sie eine Klebeseite haben.

Schnell waren die Magnete, die einen Durchmesser von 1 cm aufwiesen in der Post und konnten von mir angebracht werden. Die Befestigung wirkt stabil und rutschfest und hat am Innenausbau keinen Schaden hinterlassen.

Noch ein paar Filzgleiter angebracht, damit es nicht klappert und fertig war der Anbau.

Kroatische Inseln und dalmatische Küste

Kroatien

31.08.2017 – 16.09.2017

Nach dem Spanientrip zu Anfang des Sommers sollte es nun zum Relaxen wieder einmal nach Kroatien gehen. Abfahrt war am Donnerstag dem 31. August. Gegen 14:30 Uhr starteten wir unseren Trip in Richtung Süden und kamen überall gut durch. Die Anfahrt sollte in diesem Jahr absolut stressfrei erfolgen und daher waren mehrere Übernachtungen eingeplant. Unser erster Zwischenstopp sollte in Höhe Hermsdorfer Kreuz erfolgen. Da wir aber recht früh los und überall gut durchgekommen waren, fuhren wir noch einige Zeit weiter. Diese Zeit nutzte Elli, um einen Stellplatz zu finden. Sie wurde mit dem Stellplatz am Gasthof Raitschin in Regnitzlosau schnell fündig. Bei der Ankunft regnete es, so dass wir uns schnell an den Strom anschlossen und dann den Gasthof für die Anmeldung und eine Mahlzeit aufsuchten. Das Essen dort war wirklich gut und nach einigen Getränken zogen wir uns gesättigt ins Mobil zurück.

Am nächsten Morgen regnete es immer noch und nach dem Frühstück, Brötchen gab es glücklicherweise im Gasthof, ging es wieder auf die Autobahn. Wir stellten dann fest, dass wir gar keine Straßenkarte eingepackt hatten und fuhren kurzentschlossen den ADAC in Regensburg an. Hier erwarben wir auch gleich die für die weitere Fahrt erforderlichen Vignetten. Die Fahrt nach Süden war nun am Freitag durch viel Verkehr und immer wieder kleinere Staus geprägt. Das änderte sich auch in Österreich nicht. In Leibnitz tankten wir dann noch einmal voll, bevor es weiter nach Slowenien ging. Ziel war der Campingplatz an der Terme Ptuj. Auf der Anfahrt zum Campingsplatz kauften wir noch schnell ein und konnten uns dann einen Stellplatz auf dem Campingplatz auswählen. Während unserer Zeit wurde er, wie von uns auch, von vielen als Übernachtungsplatz genutzt, so dass am nächsten Morgen starker Abreiseverkehr herrschte. Im Gegensatz zu uns, fuhren die meisten jedoch in Richtung Norden auf die Autobahn auf. Unsere Fahrt in Richtung Süden endete nach wenigen Kilometern. Durch den Ausbau der Autobahn 4 kam es zu einem längeren Stau, der uns etwa 30 Minuten kostete. Machte uns aber nichts aus, da wir ja Zeit hatten. War hier das Wetter noch einigermaßen trocken, so änderte sich dies kurz nach dem Grenzübergang nach Kroatien. Es setzte Starkregen ein, der für eine starke Senkung der Durchschnittsgeschwindigkeit sorgte. Kurze Regenunterbrechungen wurden von uns sofort für einen Stopp genutzt. Nach der Durchfahrt durch den Sveti Rock Tunnel änderte sich das Wetter schlagartig. Die Sonne kam heraus und das Thermometer stieg auf Temperaturen über 28 Grad.

Gegen 16.00 Uhr kamen wir am Autokamp Seget, bei dem wir einen Stellplatz reserviert hatten, an und erhielten den versprochenen Platz Nr. 11 mit direktem Blick aufs Meer. Während wir uns einrichten ist es sehr windig und leicht bedeckt, trotzdem geht es erste einmal ins Meer baden.

Danach machen wir uns auf den Weg zum Abendessen. Zunächst schauen wir einmal, was sich alles im letzten Jahr verändert hat und suchen uns danach einen Tisch in der Konoba Rico, wo wir ein gutes und reichhaltiges Abendessen zu uns nehmen. So gestärkt bummeln wir noch etwas an der Strandpromenade entlang, bevor es zum Wohnmobil zurückgeht. Als es leicht zu regnen beginnt, ziehen wir uns ins Wohnmobil zurück, wo wir in der Nacht erst einmal ein Gewitter erleben.

Auch am nächsten Morgen ist das Wetter nicht so toll. Immer wieder regnete es leicht, so dass wir erst einmal abwarten, wie sich das Wetter entwickelt. Gegen halb zwölf sieht es dann gut aus und wir machen uns auf den Fußweg nach Trogir. Zunächst geht es an der Strandpromenade entlang und danach durch den Yachtclub. Ab hier geht es leider am Wasser nicht weiter, so dass wir an der Hauptstraße entlang gehen müssen. Nach etwa einer halbe Stunden sind wir dann in Trogir. In der Konoba Bonaca gönnen wir uns dann einen kleinen Mittagssnack in Form von Omelett und Salat.

Es folgt ein Bummel durch die Gassen von Trogir. Als wir an der Loggia eintreffen, setzt ein starker Regen ein und wir schaffen es gerade noch einen freien Platz unter den Schirmen der Conte Bar zu ergattern. Hier warten wir das Ende des Regens bei einem Cappuccino ab. Als dies der Fall ist, machen wir uns auf den Rückweg. In Seget angekommen stellen wir fest, dass es dort bisher nicht geregnet hatte. So bleibt es aber auch.

Zum Abendessen geht es wieder in die Konoba Rico. Während wir dort sind, kühlt es merklich ab, so dass wir uns bei unserer Rückkehr direkt ins Wohnmobil zurückziehen.

Der nächste Morgen sieht ganz anders aus. Das Thermometer ist wieder auf 25 Grad gestiegen und es ist sonnig, so dass wir den Tag auf dem Campingplatz und am Strand verbringen.

Als Mittagssnack teilen wir uns eine Pizza in der Konoba, die am Campingplatz eingerichtet ist. Die Pizza ist ausgesprochen gut und der erste Hunger ist damit überstanden, so dass wir uns wieder dem Tagesprogramm, nämlich relaxen, widmen können. Gegenhalb sechs machen wir uns wieder auf den Weg in Richtung Trogir. Wir wollen noch einmal in Ruhe durch den Ort bummeln und tun dies auch. Eine Unterbrechung findet der Bummel durch ein Abendessen in dem Restaurant Piccolo Ponte, in dem wir eine gutes Abendessen genießen.

Als es an Bezahlen geht, zahlen wir in bar. Das Wechselgeld wird uns gereicht und ich stelle fest, dass man uns erheblich zu viel wieder rausgegeben hatte. Ehrlich wie wir sind, gaben wir dieses natürlich zurück. Das brachte uns einen Slibowitz auf Kosten des Hauses ein. Während sich das Wetter erneut etwas verschlechtert, machen wir uns auf den Heimweg. Zurück am Wohnmobil gönnen wir uns das WM-Qualifikationsspiel gegen Norwegen im Fernsehen. Deutschland gewinnt souverän mit 6:0. Leider sind alle norwegischen Camper am heutigen Tag abgereist, so dass man darüber nicht mehr fachsimpeln konnte.

Bereits um 09.00 Uhr sitzen wir am nächsten Morgen wieder im Wohnmobil. Wir sind früh aufgestanden, da es am heutigen Tag weitergehen sollte. Vorher ent- und versorgen wir noch kurz. Während ich für 5 Kuna Frischwasser auffülle, bezahlt Elli die Rechnung. Danach geht es über die Landstraße in Richtung Split. Auf den ersten Kilometern kommen wir an einem Lidl-Markt vorbei und ergänzen schnell unsere Lebensmittel. Danach folgen wir der D8 in Richtung Süden.

In den größeren Städten an der Strecke, Omis und Makarska, kommt es immer wieder zu kleineren Staus, die uns etwas aufhalten. Als wir in Drvenik eintreffen, hat die Fähre nach Hvar gerade den Hafen verlassen. Wir kaufen unser Fährticket und Elli fährt das Wohnmobil in die Warteschlange, bevor es dann auf ein Getränk in ein Café geht. Als dann die nächste Fähre den Hafen ansteuert, gehen wir zum Wohnmobil zurück.

Doch entgegen unserer Erwartungen werden die wartenden Fahrzeuge nicht auf die Fähre gewunken, sondern müssen weiter warten. Die Fähre macht erst einmal Pause und wir müssen auf die Rückkehr der zweiten Fähre warten, wie uns ein Geschäftsinhaber mitteilt. Mittlerweile ist es ausgesprochen warm geworden und wir beginnen zu schwitzen. Die zweistündige Wartezeit nutzen wir für einen Mittagssnack und Kleinreparaturen am Wohnmobil.

Als dann die nächste Fähre kommt, geht alles recht zügig. Wir erhalten einen Platz in der ersten Reihe und gehen auf das Passagierdeck, wo wir die Überfahrt nach Hvar bei strahlendem Sonnenschein genießen. In Sućuraj angekommen machen wir uns gleich an die Weiterfahrt in Richtung Hvar, wohingegen viele andere Fahrzeuge erst einmal am Fährhafen halten. Wir folgen der Streckenführung der D116. Sonderlich breit ist die Fahrbahn dieser Straße nicht und wir begegnen dem Gegenverkehr auf dieser Strecke mit Respekt. Erst nach etwa 30 Kilometern ist die D116 besser ausgebaut, so dass man entspannt fahren kann. In Hvar folgen wir der Beschilderung in Richtung Camp Vira, dem von uns ausgesuchtem Campingplatz. Dort sind wir gegen 16:00 Uhr angekommen und Elli macht sich ans Check-In. Wir finden einen Stellplatz auf einer etwas abgelegenen Terrasse, der noch einen minimalen Blick auf die Adria bietet. Nachdem wir aufgebaut haben geht es erst einmal ins Wasser, das wunderbar klar und erfrischend ist. Zurück am Platz treffen wir dort auf unsere Nachbarn, die aus Berlin kommen und sich schon einige Zeit auf der Insel aufhalten. Sie geben uns ein paar nützliche Tipps für unseren Aufenthalt. Zum Abendessen geht es in das Lokal auf dem Campingplatz. Da hier schon fast Saisonende zu sein scheint, gibt es nur eine abgespeckte Karte. Wir werden trotzdem fündig und durch ein freundliche Bedienung und ein gutes Essen entlohnt.

Am nächsten Tag ist ein Ausflug nach Hvar geplant. Nach dem Frühstück, gegen 09.00 Uhr, geht es zur Rezeption. Elli hatte die Abfahrtszeiten des Shuttlebusses studiert und war der Auffassung, dass dieser in einer halben Stunde abfahren würde. Leider hatte sie sich um eine Stunde geirrt und der Bus war schon um halb acht gefahren. Da der nächste erst zwei Stunden später fahren sollte, erinnerten wir uns an einen Tipp unserer Platznachbarn und nahmen einen Fußweg durch einen Tunnel in Anspruch. Dieser befand sich etwa 500 Meter vom Campingplatz entfernt und führte unter einem Berg hindurch zur Hotelanlage Sirena am Südufer. Leider war der Bau des Tunnels nicht fertiggestellt worden, so dass wir auf dem Schottergrund uns durchs Dunkel bewegen mussten. Gott sei Dank hatten wir unsere Handys dabei und konnten die Taschenlampenfunktion nutzen. Ohne diese hätte es nicht geklappt.

 

Nachdem wir die Tunnel hinter uns gelassen hatten – es waren insgesamt zwei, gingen wir durch die Außenbezirke von Hvar in Richtung Strandpromenade. Nachdem wir einen hochwertigen Hotelkomplex passiert hatten, befanden wir uns auch schon am Hafen und konnten den Ort erkunden. Zunächst einmal stärkten wir uns aber noch einmal in einem Café. Danach ging es an die Sehenswürdigkeiten. Die erste lag direkt nebenan, die Loggia, ein alter venezianischer Palast.

Von hier aus ging es auf den Stadtplatz Pjaca, an dem auch die Touristeninformation liegt. Elli besorgte uns hier einen Stadtführer light, der uns bei der Erkundung der Ortschaft half. Zunächst ging es am Hafen entlang und dann durch die kleinen Gassen der Altstadt wieder zurück zum Stadtplatz. Von hier machten wir uns an den Aufstieg zur Festungsanlage Španjola, die oberhalb der Stadt liegt und von wo aus man einen wunderbaren Ausblick genießen kann.

Auf dem Abstieg, die Besichtigung der Festung hatten wir uns erspart, hielten wir Ausschau nach einem Restaurant für unser anstehendes Mittagessen. Fündig wurden wir letztlich am Hafen mit dem Restaurant Mediterrano. Hier gab es eine gute, wenn auch überteuerte Pizza, die uns für den Rückweg stärkte, den wir nach dem Essen antraten. Nach etwa sechs Stunden waren wir zurück am Campingplatz und sprangen erst einmal ins Wasser. Danach genießen wir das sonnige Wetter an der Beachbar und lassen es uns bei kühlen Getränken gut gehen. Den Rest des Abends verbringen wir dann am Wohnmobil.

Der nächste Tag war wieder als Reisetag geplant. Nach dem Frühstück ging es zügig in Richtung Fähre. Wieder mussten wir uns der Herausforderung der doch recht schmalen Landstraße stellen, kamen aber ohne besondere Vorkommnisse in Sućuraj an. Wieder mussten wir uns in die Schlange stellen und erst einmal warten. Elli besorgte die Fahrkarten und versuchte abzuschätzen, ob wir bereits auf die nächste Fähre raufkommen. Als diese dann eintraf und sich die Fahrzeugschlange in Bewegung setzte, stieg die Spannung. Leider wurde vier Fahrzeuge vor uns dann das Beladen gestoppt und wir mussten warten. Die Wartezeit nutzten wir für einen Besuch des Cafés und ließen uns nicht stressen. Als dann die nächste Fähre eintraf, wurde uns ein Platz zugewiesen.

Beim Entladen mussten wir diesmal allerdings etwas länger warten, da erst die komplette gegenüberliegende Seite entladen wurde, bevor es für uns wieder auf die Straße ging. Über die D8 ging es dann nach Ploče und durch die Deltamündung der Neretva.

An einem der vielen Obststände musste ich dann noch kurz halten, damit Elli ihre Obstvorräte ergänzen konnte. Nachdem dies erledigt war, folgten die beiden Grenzübertritte und die Durchquerung von Neum, die natürlich wieder stockend erfolgte. Kurze Zeit später bogen wir von der D8 auf die D414 in Richtung Ston ab. Die Besichtigung von Ston planten wir für die Rückfahrt, so dass es zügig weiter in Richtung Orebić ging. Hier hatten wir den Campingplatz Kamp Nevio auf Grund seiner guten Bewertungen als Ziel ausgewählt.

Elli erledigte das Check-in und machte sich auf den Weg einen Stellplatz auszusuchen. Ich wartete einfach. Allerdings dauerte es ganz schön lange, bis Elli wieder zurückkam. Nach einer gefühlten Ewigkeit war sie wieder da und hatte zwei bis drei Stellplätze in die engere Wahl genommen. Wir wählten unter diesen den Stellplatz 41 aus und Elli vollendete das Check-in, so dass wir uns einrichten konnten. Als dies erledigt war, ging es erst einmal zum Strand. Elli wollte mir noch die anderen Stellplatzmöglichkeiten zeigen und wir wollten eine Kleinigkeit essen. Auf dem Weg zur Beachbar konnte ich dann auch verstehen, warum es so lange gedauert hatte. Der Campingplatz hatte ein gefühltes Gefälle von 15 %, was den Gang über den Campingplatz nicht gerade einfach machte. Die Beachbar wurde nur von jungen Leuten betrieben, entsprechend locker ging es zu.

Nach unseren Pommes wollte Elli die Zeit nutzen und noch einmal ins Meer springen. Ich trank währenddessen ein zweites Bier und bereitete mich gedanklich auf den Aufstieg vor. Zurück am Wohnmobil machten wir erst noch einmal Pause, bevor es am frühen Abend in das Restaurant auf dem Campingplatz zum Essen ging. Der Service dort war sehr freundlich und das Essen auch gut, lediglich der Preis für Elli’s geratenes Gemüse war mit umgerechnet 11 Euro stark überzogen. Wir wollten uns dann noch etwas die Füße vertreten und erkundeten den Supermarkt, in dem ich am nächsten Morgen die Brötchen holen wollte. Zurück am Wohnmobil genossen wir den lauen Abend. Elli wurde von einer der Campingplatzkatzen belagert, die die Zuwendungen sichtlich genoss.

Als es zu regnen anfing, zogen wir uns dann ins Wohnmobil zurück und die Katze musste sich einen neuen Platz suchen.

Der Regen hatte am nächsten Morgen aufgehört, so dass wir nach dem Frühstück nach Orebić aufbrachen. Wir stellten fest, dass der Ort sehr klein ist und als wir am Hafen ankamen, schon alles gesehen hatten. Wir suchten uns also ein Café und planten von hier aus mit der Fähre nach Korčula überzusetzen, um die Stadt zu besichtigen. Während unserer Planungen fing es erneut zu regnen an, so dass wir die erste Abfahrt passieren ließen, um auf schöneres Wetter zu warten. Elli schaute zwischendurch immer wieder in einer Wetter-App nach, wie sich der Regen entwickelt. Als sich andeutete, dass zu Abfahrtszeit der nächsten Fähre der Regen nachlassen sollte, machten wir uns auf den Weg zum Anleger. Die Fahrkarten für die Personenfähre, die direkt in Korčula anlegt, musste man am Schiff erwerben, so dass wir am Anleger warteten. Pünktlich erschien die Fähre und wir setzten über.

In Korčula angekommen, war es nur noch leicht am regnen und wir fingen mit unserer Stadtbegehung an.

Zunächst lag der Schwerpunkt in der Suche nach einem Restaurant für unser Mittagessen. An der Kirche Sveti Marko angekommen, fing es wieder stärker an zu regnen. Wir fanden in der Nähe der Kirche eine kleine Pizzeria, wo wir trocken sitzen konnten und genossen uns Mittagsmahl. Danach folgte noch ein zweistündiger Stadtrundgang durch die Gassen von Klein-Dubrovnik, wie Korčula auch genannt wird.

Pünktlich mit der Rückfahrt der Fähre um 15.10 Uhr hört der Regen auf, so dass wir die Überfahrt auf dem Oberdeck genießen können. Zurück am Wohnmobil lassen wir den Tag gemütlich ausklingen und verbringen den Abend an unserem mobilen Heim.

In der Nacht fängt es erneut an zu regnen. Das schlechte Wetter steigert sich bis zu einem Gewitter, durch das ich geweckt werde. Die Blitze schlagen derart dicht ein, dass alles taghell erleuchtet ist und kurze Zeit später sind wir ohne Strom. Dies ist auch noch der Fall, als ich mich auf den Weg zum Bäcker mache, so dass ich in der Rezeption Bescheid gebe. Kurze Zeit später ist eine Servicekraft da und drückt die herausgesprungene Sicherung wieder rein.  Nach dem Frühstück nutzen wir eine kurze Regenpause, um unsere Klamotten zu verstauen und machen uns auf den Weg in Richtung Ston. Die gesamte Strecke nach Ston ist es am regnen. In Ston angekommen finden wir einen Parkplatz und gerade in dem Moment, in dem wir einparken, setzt ein Starkregen ein. Die eigentliche Besichtigung fiel damit ins Wasser und wir wichen von unserem ursprünglichen Plan ab und machten uns in der Hoffnung auf besseres Wetter wieder auf den Weg in Richtung Norden. In Neum füllten wir noch für 0,97 Euro unseren Kraftstofftank und fuhren in Ploče auf die Autobahn 1 auf.

Während der Fahrt in Richtung Norden besserte sich das Wetter zusehends. Als wir die Autobahn an der Abfahrt Zadar II verließen, schien sogar durchgängig die Sonne. Über Nebenstrecken gelangten wir dann nach Nim und machten uns auf die Suche nach dem Campingplatz Zaton Holiday Resort. Der Navi war uns dabei nicht hilfreich, da er mit der Klassifizierung der Straßen nicht zurechtkam und uns über Feldwege zum Ziel schicken wollte. Wir fanden dann zeitweise Hinweisschilder auf den Campingplatz, die dann aber an der nächsten Abbiegemöglichkeit nicht mehr vorhanden waren. Endgültig ohne Ausschilderung war dann ein Kreisverkehr, so dass wir unserem Gefühl folgend abbogen. Als wir dann eine Torzufahrt zu einem Campingplatzgelände sahen, dachten wir, dass wir am Ziel angekommen seien. Leider traf das nicht zu, da es sich nur um einen Nebeneingang handelte. Ein Passant wies uns dann darauf hin, dass  der eigentliche Zugang auf der gegenüberliegenden Seite des Geländes sei. Ich folgte daraufhin einfach der Umzäunung und tatsächlich trafen wir auf einen großzügig angelegten Zufahrtsbereich. Hier empfing uns ein Wachmann, der uns ein Parkticket und den Hinweis auf die etwa 5 Kilometer entfernte Rezeption gab. Dort angekommen, wurde zum Check-in schon dreireihig geparkt und wir wurden auf zusätzliche Parkflächen verwiesen. Elli stellte sich dann schon einmal an der Schlange zum Check-in an, während ich zwischen anderen wartenden Wohnmobilen und Gespannen einparkte. Es dauerte jedoch nicht so lange wie erwartet. Elli hatte das Glück, dass sie nicht auf die Suche nach einem Stellplatz gehen musste, da wir von einem Pärchen ein Platz empfohlen wurde, die den Gang über den Campingplatz schon hinter sich hatte.

Schnell war dieser Stellplatz Nr. 84 gefunden und wir richteten uns ein. Danach ging es erst einmal ins Wasser, da wir das gute Wetter nutzen wollten. Wir ließen den Strandbesuch mit einem Getränk in der Strandbar ausklingen und gingen dann zum Wohnmobil zurück. Für das Abendessen suchten wir ein Lokal am Campingplatz aus. Es gab eine Vielzahl von Restaurants, so dass uns die Auswahl nicht einfach fiel. Letztlich einigten wir uns auf eine Konoba in der Shoppingzone des Campingplatzes. Der Service in dem Restaurant war nicht so toll, aber das Essen war okay. Zum Abschluss gönnten wir uns noch eine Kugel Eis, bevor es zum Wohnmobil zurückging. Hier angekommen konnten wir noch eine kurze Zeit draußen sitzen, bevor es leicht zu regnen anfing.

Der Regen hatte am nächsten Morgen wieder aufgehört. Leider war es bedeckt und windig geblieben. Für unseren Tagesplan war das aber nicht so ausschlaggebend, da wir uns Nin anschauen wollten. Nach einem ausgiebigen Frühstück ging es am späten Vormittag dann los. Bis zum Mittag bummelten wir durch den kleinen, aber sehenswerten Ort. Besonders sehenswert hierbei die Kirche Sveti Križa, die kleineste Kathedrale der Welt.

Zum Abschluss wollten wir noch die Kirche Sveti Nikola anschauen, die etwas außerhalb liegt. Gesehen haben wir sie auch, aber da wir über die Felder nicht zu ihr gelangen konnten, ließen wir den Besuch ausfallen. An der Landstraße entlang ging es dann zurück zum Campingplatz. Hier bummelten wir nach dem Mittagessen über den Platz und konnten uns das Training zur dort stattfindenden Weltmeisterschaft im Minigolf anschauen. Wieder am Wohnmobil angekommen hatten wir gerade noch Zeit die Markise auszukurbeln, als es zu regnen anfing. Diesmal war es allerdings kein kurzer Schauer, sondern ein Starkregen bis hin zum Gewitter. Als es um halb sechs aufhört zu regnen, machen wir uns gleich daran unsere Sachen zu verstauen und danach auf den Weg in die Pizzeria zum Abendessen. Mit unserem Eintreffen dort, beginnt es auch schon wieder zu regnen. Das Essen dort war nicht so toll und auch der Service ließ zu wünschen übrig. Insgesamt vermittelte das Lokal eher das Gefühl in einem Pizzabringdienst die Zeit zu verbringen.

Die Nacht über regnet es sich so richtig ein und in den frühen Morgenstunden setzt auch noch ein Gewitter ein, das sich bis zu unserem Aufstehen um halb acht hält. Der Regen ist derart stark, dass keiner Lust hat, Brötchen zu holen. Wir frühstücken mit dem, was wir im Wohnmobil haben und warten ab, dass der Regen aufhört, da wir ja eigentlich weiterfahren wollten. Um halb zehn ist es dann soweit. Einen kurzen Augenblick lang läßt der Regen nach und wir verstauen die letzten Sachen und fahren in Richtung Rezeption. Als wir dort ankommen, regnet es wieder so stark, dass Elli nur unter dem Einfahrtsdach aussteigen mag. Nachdem wir unsere Rechnung bezahlt haben, machen wir uns auf den Weg in Richtung Autobahn. Der Navi führt uns diesmal über Zadar. Kurz bevor wir dort eintreffen, müssen wir das erste Mal durch Wasser fahren, das sich auf der Straße im Bereich einen Senke gesammelt hat.

Als wir uns in Zadar bis zur Jadranska Magistrala durchgekämpft hatten, geht gar nichts mehr. Die Zubringerstraße zur Autobahn vor uns ist gesperrt, da das Regenwasser in Sturzbächen über die Fahrbahn läuft. Wir beschließen bei einem Kaffee das Schlimmste abzuwarten und steuern das nächste Einkaufszentrum an. Auf der Einfahrt zum Parkplatz bietet sich uns ein erschreckendes Bild. Die Tiefgarage des Parkhauses ist schon komplett geflutet und die Pkw auf dem Parkplatz stehen schon bis zum Kühler im Wasser. Wir versuchen daraufhin Zadar auf einer anderen Ausfallstraße zu verlassen und müssen feststellen, dass auch diese gesperrt ist. Also suche ich erst einmal einen hochgelegenen Parkplatz mit Supermarkt und werde bei einem Interspar fündig. Hier verbringen wir die nächsten zwei Stunden mit Kaffeetrinken, einkaufen und abwarten. Während wir so warten, beschließe ich die Weiterfahrt für den heutigen Tag zu streichen und rufe bei unserem nächsten Campingplatz an, um die Reservierung zu ändern. Dort hat man von der Lage in Zadar gehört und zeigt sich sehr entgegenkommend. Wir machen uns dann auf den Weg zu einem Campingplatz in Zadar, wo wir das Gewitter aussitzen wollen. Die Wahl fiel auf den neuen, und im Campingführer bewerteten und beworbenen, Premium Camping Falkensteiner im Norden von Zadar. Der Navi konnte uns zwar führen, aber wir mussten die Route immer wieder eigenständig ändern, da die Straßen dorthin teilweise so hoch unter Wasser standen, dass wir selbst mit dem Wohnmobil die Durchfahrt nicht wagen wollten. Irgendwann und irgendwie hatten wir es dann doch geschafft und das Zielgebiet erreicht. Nur der Campingplatz ließ sich nicht finden. Wir fuhren daraufhin das uns bekannte Autokamp Borik an, dass in unmittelbarer Nachbarschaft liegt an. Hier sagte man uns, dass der Campingplatz noch gar nicht existent sei, was wir später auch selbst feststellen konnten. Im küstennahen Bereich des Autokamps fanden wir einen Stellplatz mit festem Untergrund, auf dem wir das Ende des Regen abwarteten. Gegen 16:00 Uhr war es dann soweit. Gleich gingen überall die Türen auf und alle kamen heraus. Wir nutzten die Zeit für einen Spaziergang an der Uferpromenade entlang. Lange konnten wir uns aber nicht freuen, da kurze Zeit später der Regen wieder einsetzte. So ging es weiter bis halb sieben am Abend. Erst da hörte es dann wirklich auf zu regnen.

Am nächsten Morgen werden wir von Gerüstbauern auf einer nahen Baustelle geweckt. Das wieder gearbeitet wird, lässt uns hoffen, dass das Wetter sich etwas bessert. Und tatsächlich ist es erst einmal trocken, als wir uns auf den Weg in Richtung Krk machen. Die Strecke dorthin legen wir in Gänze über Landstraßen zurück. Auf der Küstenstraße sehen wir dann noch einmal die Folgen des gestrigen Unwetters und können froh sein, dass die Fahrt für uns in Zadar unterbrochen wurde. Auf diesem Teil der Strecke muss wohl am Vortag kein Durchkommen gewesen sein. Gegen Mittag kommen wir in Novi Vinodolski an und nutzen einen Discounter an der Strecke, um unsere Vorräte auszufüllen. Beim Verlassen des Ortes, mittlerweile scheint sogar zeitweise die Sonne, halten wir noch an einem Café. Hier kommen wir mit einer Familie am Nebentisch ins Gespräch, die gerade vor dem schlechten Wetter in Istrien die Flucht in Richtung Süden angetreten hat. Die weitere Fahrt verläuft ohne besondere Vorkommnisse, so dass wir gegen 14.00 am Campingplatz Bunculuka in Baska auf Krk ankommen. Die Reservierung für den Stellplatz hatte man tatsächlich aufrechterhalten, so dass wir Stellplatz 27 beziehen können. Schnell sind wir eingerichtet und machen es uns in der Sonne gemütlich.

Das Wetter war uns aber weiterhin nicht wohlgesonnen. Am Spätnachmittag fängt es wieder zu regen an, so dass wir unseren geplanten Trip in den Ort Baska erst einmal zurückstellten. Als die Zeit für das Abendessen näher kam, entschieden wir uns für das Restaurant auf dem Campingplatz. Der Regen hatte mittlerweile zwar nachgelassen, aber es war auch merklich abgekühlt.

Der nächste Morgen empfing uns mit strahlendem Sonnenschein. Vor dem Frühstück geht Elli erst einmal eine Runde Schwimmen und bringt gleich die Brötchen für das Frühstück mit. Wir beschließen den Tag auf dem Campingplatz zu verbringen. Am späten Vormittag machen wir uns auf den Weg zum Strand und mieten uns eine Liege, um am Strand vernünftig zu relaxen. Die Getränke holen wir aus dem nahen Supermarkt, so dass es uns an nichts mangelt und wir erst am späten Nachmittag den Aufstieg zum Stellplatz in Angriff nehmen. Nach einer erfrischenden Dusche geht es dann endlich nach Baska.

Schnell werden wir uns über das Abendessen einig und ergattern noch einen Tisch im Restaurant Kalun. Hier genießen wir ein gutes Essen bei einem sehr guten Service. So gestärkt bummeln wir noch die die Gassen von Baska und machen auf dem Rückweg unsere mittlerweile obligatorische Einkehr in der Caffe Bar Ankora. Zurück am Campingplatz können wir sogar noch eine Zeitlang draußen sitzen, bevor uns die kühlen Temperaturen ins Mobil treiben.

Schön wäre am folgenden Tag ein ähnliches Wetter gewesen. Leider war uns dies nicht vergönnt. Da es leicht bewölkt war, machten uns wir uns am Vormittag auf den Weg nach Baska, um etwas zu bummeln und zu shoppen.

Elli nutzt die Gelegenheit, um sich neue Ohrringe zu kaufen, da ihr im Urlaub, genauer gesagt in Orebić, ein Paar abhandengekommen war. Zum Mittagessen setzen wir uns die Konoba Ziraffa. Hier hat man einen wunderbaren Ausblick auf den Hafen und das Treiben auf der Promenade. Nach einer wirklich guten Pizza machen wir uns auf den Weg zurück zum Campingplatz. Hier verbringen wir den Rest des Tages in der mittlerweile scheinenden Sonne. Um 18.00 Uhr machen wir uns wieder auf den Weg nach Baska. Zum Abendessen hatte Elli in der Konoba Ziraffa ein Angebot für Rippchen gesehen, was sie gern ausprobieren würde. Als wir uns gesetzt hatten und bei der Bestellung waren, wurde sie jedoch enttäuscht. Rippchen waren ausverkauft. Noch einmal Pizza wollten wir nicht nehmen, so dass es an den Restaurants entlang auf der Suche nach Tisch und Essen ging. Die vorletzte Möglichkeit, das Restaurant Kalun, wurde dann wieder unsere Wahl. Hier fanden wir noch einen gemütlichen Tisch für Zwei – leider im Wind, aber das machte uns nichts aus. Während des Essens tauschten wir uns mit unseren Tischnachbarn über die Urlaube aus, bevor es dann zum Campingplatz zurückgeht. Dort angekommen geht Elli gleich erst einmal den Platz bezahlen, da wir am nächsten Morgen abreisen wollen.

Bereits um halb sieben waren wir wach und machten uns fertig. Um kurz vor acht ging es bereits los und schnell erreichten wir Rijeka. Hier fing es wieder zu regnen an. Wir folgten der A7 in Richtung Rupa, wo es über die Grenze gehen sollte. Am Grenzübergang hatte sich ein kleiner Stau aufgebaut, den wir ertrugen. Gleiches galt für die Einreise nach Slowenien. Hier folgte dann aber eine kleine Überraschung. Alle größeren Fahrzeuge wurden herausgewunken und von der Polizei zurückgeschickt. Es traf auch uns. Die Begründung war, dass es auf der Strecke zu einem Lkw-Unfall gekommen sei und größere Fahrzeuge nicht passieren könnten. Unsere Hinweise auf unsere geringeren Abmessungen zeigten keinen Erfolg und wir mussten wenden … und tatsächlich wieder für die Einreise nach Kroatien anstehen.

Nachdem wir den Grenzübergang hinter uns gelassen hatten, machte sich wieder das fehlende Kartenmaterial bemerkbar. Wir konnten eine Umleitung nur erahnen, hatten aber Glück, und fanden auf die E61 und den Grenzübergang Pasjak. Hier waren wir dann nach einer kurzen Wartezeit nach Slowenien eingereist und die Heimfahrt konnte weitergehen. Doch wie? Zurück in Richtung Ilirska Bistrica, um auf der ursprünglichen Strecke unterwegs zu sein oder der E61, um auf die A1 zu gelangen. Nach einer kurzen Beratung hatten wir uns entscheiden und folgten der E61. Die Strecke war letztlich nur geringfügig länger. In Kozina geht es dann auf die A1 und im dichten Verkehr geht es in Richtung Ljubljana und dann weiter zum Karawankentunnel. Auch hier haben wir Glück und müssen nur kurz warten und erreichen gegen 13.00 Uhr Villach. In Gralla tanken wir noch kurz auf. Leider ist es ein Tankautomat, der aus uns nicht ersichtlichen Gründen den ersten Tankvorgang stoppt, so dass wir eine Säule weiterfahren und einen zweiten Versuch starten, um den Kraftstofftank aufzufüllen.

Von Gralla aus geht es erst einmal auf der A10 weiter, bevor wir in Seeboden auf die B106 abbiegen, um in Richtung Mallnitz zu fahren. Bis Obervellach ist es eine schöne Strecke. Nur der folgende Teil auf der B105 bis nach Mallnitz ist eine steile Serpentinenstrecke, die sich mit dem Wohnmobil nicht schön fahren lässt. In Mallnitz steuern wir direkt die Tauernschleuse an und stellen uns in die Warteschlange. Elli steigt hier aus, um zu ihrer Wandergruppe zu stoßen. Ich werfe einen Blick auf den Fahrplan und stelle fest, dass die nächste Bahn um 14.50 Uhr, also in 20 Minuten, abfährt. Kurze Zeit später fährt der Autozug ein und, obwohl Elli’s Fahrgelegenheit noch nicht eingetroffen ist, nehme ich den nächsten Autozug.

Nachdem das Wohnmobil verladen ist, gehe ich in den Panoramawagen. Als die Fahrt starte, flachse ich mit einer skandinavischen Reisegruppe darüber, warum wir in einem Panoramawagen sitzen, wo doch die gesamte Fahrt nur durch den Tunnel geht. Nach etwa 10 Minuten kommen wir am Bahnhof Böckstein an und dürfen die Fahrt mit unseren eigenen Fahrzeugen fortsetzen. Über die B167 und B311 geht es bis nach Bischofshofen, wo es wieder auf die A10 geht. Um kurz vor vier erreichte ich dann Salzburg. Aus dem Radio und über den Navi hatte ich bereits erfahren, dass auf allen Strecken nach Deutschland Stau herrschte. Ich entschloss mich daher, über Braunau am Inn zu fahren, um die Staus und Sperrungen zu umfahren. Der Navi und das Kartenmaterial waren mir dabei keine große Hilfe. Als ich in Braunau ankam, stand ich vor dem nächsten Problem. Die Brücke über den Inn, die für den Schwerlastverkehr freigegeben war, war gesperrt. Mangels Alternativen nutzte ich die Brücke in Braunau, die auf 2,8 Tonnen begrenzt war. Von dort aus ging es auf die B12 und dann kurz vor Passau auf die BAB 3. Ab hier ging es dann ohne Verkehrsstörungen weiter und nach einem schnellen Abendessen in Wörth an der Donau, setzte ich meine Fahrt in Richtung Norden über die BAB 93 und BAB 9 fort. Auf der BAB 38 war dann der Verkehr soweit zurückgegangen, dass ich das Gefühl hatte allein unterwegs zu sein. Es folgte die Strecke über die B 243, die fast komplett im Nebel lag und die BAB 7. Gegen 01:30 Uhr parkte ich in Harsum ein und war froh, wieder zu Hause zu sein.

Strecke   3776,6 km
Durchschnittsverbrauch   9,2 l
Durchschnittsgeschwindigkeit   66 km/h
Fahrzeit   56 h 33 min

 

Das erste Mal nach Spanien

Spanien

04.05.2017 – 24.05.2017

Die erste längere Tour mit dem Wohnmobil für das Jahr 2017 stand an. Bereits im Vorfeld hatten wir uns für Spanien als Zielland entschieden und versucht einen Ablauf zurechtzulegen. Auf jeden Fall wollten wir an einem Wochentag starten. Schnell war der Donnerstag gefunden und als auch noch ein Vormittagstermin ausfiel, konnten wir bereits um 10:15 Uhr aufbrechen. Zunächst ging es auf die übliche Route, die BAB 7 in Richtung Süden. Ab dem Hattenbacher Dreieck ging es dann auf der BAB 5 weiter und alles lief bestens, bis es dann auf Höhe Frankfurt mit einmal wie verrückt anfing zu regnen. Für die meisten Verkehrsteilnehmer sank die Durchschnittsgeschwindigkeit auf Grund des Regens rapide. So auch bei uns, mit teilweise unter 50 km/h ging es durch den Großraum Frankfurt. Unmittelbar nachdem wir diesen hinter uns gelassen hatten, hörte der Regen auf und die Sonne kam wieder heraus. So ging es dann bei bestem Wetter weiter in Richtung Süden. Unterwegs füllten wir noch kurz unsere Vorräte auf und nutzten in Freiburg i.B. noch eine günstige Tankstelle, um nicht die horrenden Spritpreise in Frankreich zahlen zu müssen.

Gegen 19.00 Uhr erreichten wir unser Etappenziel, den Stellplatz am Restaurant Kreuz in Müllheim. Hier konnte man kostenlos stehen, wenn man etwas im Restaurant verzehrte. Dies ließen wir uns nicht zweimal sagen und nutzten die Gelegenheit. Das Essen war gut und reichhaltig. Derart reichhaltig, dass ich mir mein Schnitzel einpacken ließ. Danach ging es in die wohlverdiente Nachtruhe.

Am nächsten Morgen waren wir früh auf und der nahe Penny hatte noch nicht geöffnet, so dass an frische Brötchen nicht zu denken war. Nach dem trotzdem reichhaltigem Frühstück ging es wieder auf die Autobahn. Bereits unmittelbar nach der Auffahrt überquerten wir den Rhein und waren in Frankreich. Nun galt es Kilometer zurück zu legen, da wir bereits am frühen Abend in Spanien sein wollten. Wir folgten den Anweisungen des Navi und machten uns keine Gedanken über die anfallenden Gebühren. Zunächst ging es über die A36. Ab Dole fuhren wir auf der A 39 / A 40 / A 42 bis nach Lyon. Hier verließen wir die mautpflichtige Autobahn und wurden über Schnellstraßen durch Lyon zur A 7 geführt, die es weiter in Richtung Süden ging. Hatten wir uns zunächst gefragt, warum wir die A 39 in Richtung Lyon gefahren waren, wurde uns die Frage nun beantwortet. Die A 7, vorher die A 6, war sehr gut gefüllt, was wir von der vorherigen Streckenführung gar nicht kannten. Erst mit dem Abzweig auf die A 9 ließ der Verkehr kurzfristig etwas nach. Dies änderte sich jedoch wieder ab Montpellier. Der Verkehr nahm bis zur spanischen Grenze immer mehr zu und wurde zeitweise recht zähfließend. Dennoch schafften wir es gegen 18.00 Uhr die Grenze nach Spanien zu überqueren. Von hier aus war es nur noch ein Katzensprung zum Campingplatz.

Nach einigen letzten Autobahnkilometern verließen wir an der Abfahrt Figueres die Autobahn. Anfangs war alles noch ganz einfach und wir folgten der N-11. Aber spätestens mit dem Abzweig auf die C-260 wurde es für uns gewohnheitsbedürftig. Ein Kreisverkehr nach dem nächsten und, was für uns wirklich nicht einfach war, nach der langen eintönigen Autobahnfahrt, aus mehreren Fahrspuren im Kreisel wurde auf eine Fahrspur ausgefahren. Aber es war ja erst der erste Tag und wir gewöhnten uns schnell an den Kreisverkehr. Außerdem hat er noch einen anderen Vorteil, man kann ruhig mal eine Extrarunde drehen, wenn man wie wir zum Beispiel eine günstige Tankstelle sieht. So fanden wir eine Möglichkeit unseren Kraftstofftank komplett zu füllen.

Nachdem uns der Navi wieder in die richtige Richtung geführt hatte, fuhr er auch gleich wieder ab. Wenn nicht an der Ausfahrt ein Hinweisschild auf den Campingplatz gestanden hätte, hätte ich ihm misstraut. Optisch war es ein Feldweg, der sich erst im weiteren Streckenverlauf verbesserte. Fast 5 Kilometer ging es über diese Straße, bis wir den Campingplatz Laguna in Empuriabrava erreichten. Der Checkin hier war sehr freundlich und die Angestellte sprach deutsch, was die Sache sehr vereinfachte. Wir erhielten eine Liste mit freien Stellplätzen, einen Plan und kurze Tipps, bevor es an die Stellplatzsuche ging. Schnell wurden wir fündig und richteten uns auf Platz Nummer 236 ein. Bereits bei der Platzsuche hatten wir beschlossen einige Tage zu verweilen, um den Urlaub richtig zu starten.

Als wir am nächsten Morgen aufstanden, waren wir erst einmal vom Wetter überrascht. Es war am Regnen und ein Gewitter zog über uns hinweg. Bewaffnet mit einem Regenschirm holte ich Brötchen. Nach dem Frühstück hatte der Regen nachgelassen und wir konnten mit dem Fahrrad nach Empuriabrava fahren. Hier gab es eine Art Wochenmarkt, der sich die gesamte Strandpromenade entlang zog.

Neben Gemüse, Obst und Backwaren konnte man hauptsächlich Kleidung kaufen. Nachdem wir den Markt einmal abgegangen waren, machten wir es uns in einem Café gemütlich und beobachteten das Treiben. Danach ging es noch einmal mit dem Fahrrad durch Empuriabrava und wir nutzten einen Aldi-Markt am Weg, um einzukaufen. Nach einem Snack am Campingplatz verbrachten wir den Nachmittag dann in der Sonne am Wohnmobil.

Am folgenden Tag herrschte von Beginn an Sonnenschein und wir machten uns nach dem Frühstück mit dem Fahrrad auf den Weg nach Roses. Die Strecke dahin führte durch landwirtschaftliche Flächen und Vororte der Siedlung. An der Strandpromenade angekommen, fuhren wir diese mit dem Fahrrad ab. Dies war möglich, da noch nicht viel Fußgängerverkehr herrschte und die Promenade großzügig breit angelegt war. Nach einem Cafébesuch ging es zurück in Richtung Empuriabrava. Da wir noch Zeit hatten, beschlossen wir kurzfristig Castelló d’Empuria in unsere Tour mit aufzunehmen. Zur Mittagszeit trafen wir am Eingang der Altstadt ein und machten uns erst einmal auf den Weg zur Placa de les Cols, dem zentralen Platz an der katholischen Kirche. Während Elli die Kirche besichtigte, wartete ich auf dem Platz. Danach ging es durch die Altstadtgassen in Richtung Rathaus. Nachdem wir alle Sehenswürdigkeit abgelaufen hatten, es waren ja nicht so viele, ging es mit dem Fahrrad zurück. Bereits um 12:30 Uhr waren wir wieder zurück am Campingplatz. Hier stand im Restaurant Happy Hour auf dem Programm und bei Bier und Tapas ließen wir es uns gut gehen.

Nachdem wir uns von der Happy Hour erholt hatten, ging es gegen 18.00 Uhr, zum Abendessen in das Restaurant auf dem Platz. Eine Pizza am Vortag und die Tapas vom heutigen Tag gaben uns ein gutes Gefühl bezüglich des Restaurants und wir probierten es aus. Elli hatte gegrillten Tintenfisch und ich hatte Schweinebacke, Galtas de Porc, eine katalonische Spezialität. Hierbei handelt es sich um die gegrillte Wange eines Schweines. Letztlich wurden wir von beiden Gerichten nicht enttäuscht. Nach dem Abendessen gingen wir noch unseren Aufenthalt bezahlen und machten einen kleinen Bummel über den Campingplatz, wobei wir feststellten, dass dieser auch noch zwei Angelseen hatte, an denen man stehen konnte.

Die Abreise starte dann am nächsten Morgen. Nach Ent- und Versorgung kamen wir um 10.00 Uhr los. Als erstes wollten wir die antiken Stätten in Empuries besichtigen. Da wir keine Adresse zur Programmierung des Navi hatten, musste Elli uns mit der Karte führen. In Empuries angekommen, fuhren wir an der Abzweigung erst einmal vorbei, da wir sie nicht wahrgenommen hatten. Dies führte uns aber zu einem Lidl, was wir gleich zum Einkaufen ausnutzten. Danach folgte ein neuerlicher Anlauf und diesmal fanden wir das Hinweisschild und konnten kurze Zeit später auf dem Parkplatz unser Wohnmobil abstellen. Es folgten gut zwei Stunden Besichtigung der antiken griechischen und römischen Siedlungsreste. Danach ging es über die C-31 bis Palafrugell. Hier sollte eine Schnellstraße, die C-31 /C-65 / C-35 beginnen, die uns in Richtung Tossa de Mar führte. Kurze Zeit später kam schon unsere Abfahrt in Richtung Tossa de Mar. Durch einen Wald ging es über die GI-681 das Küstengebirge herunter bis wir nach Tossa de Mar hinein kamen. Die erste Programmierung des Navi war nicht zielführend, da zwischen uns und dem Campingplatz noch ein Bach lag, über den es keine Brücke ab. Wir suchten uns also unseren eigenen Weg und standen wenig später vor den Toren des Campingplatzes Can Marti. Zu unserer Enttäuschung waren und blieben die Tore allerdings geschlossen – und zwar bis Mitte des darauffolgenden Monats. Der Campingplatz hatte noch gar nicht geöffnet, was sich uns bei diesem Wetter und der Lage nicht erklärte.

Wir mussten also umdisponieren. Elli machte sich also auf die Suche nach einem neuen Campingplatz und wir führen den nächsten Platz auf der Strecke nach Süden an. Auch wenn uns das Sicherheitspersonal immer wieder einlud auf den Campingplatz zu kommen, den wir nun angefahren waren, taten wir das nicht. Er wäre sicherlich auch sehr schön gewesen, lag aber total abseits und kam für uns nicht in Betracht. Wir planten kurzfristig komplett um, und erkoren Barcelona zu unserem nächsten Ziel. Durch Lloret de Mar und Blanes, alles keine Orte, die uns sonderlich ansprachen, ging es zur C-32, der wir bis Barcelona folgten. Nachdem wir an Hafen und Flughafen vorbei den Ort Casteldelfells erreicht hatten, ging es zum Campingplatz Estrella de Mar. Beim Checkin wurden uns die nahen Einkaufszentren als Besuchermagnet empfohlen. Außerdem machte man uns gleich darauf aufmerksam, dass auf dem Campingplatz weder Pool noch Shop geöffnet hatten. Wir entschlossen uns trotzdem zu bleiben und erhielten einen Stellplatz zugewiesen. Besonders toll war der Campingplatz nicht, brauchte er aber nicht zu sein, da ja Barcelona unser eigentliches Ziel war. Nach einem Bummel durch die angrenzenden Straßenzüge, zogen wir uns ins Wohnmobil zurück, da diese nicht viel zu bieten hatten.

Am nächsten Morgen starteten wir früh. In einer Panderia auf der gegenüberliegenden Seite der Schnellstraße erwarb ich Baguette fürs Frühstück und musste es am Automaten zahlen. Nach dem Frühstück ging es dann zur nahen Bushaltestelle und mit dem Linienbus L95 in die Stadt. Die Busfahrt dauerte etwas länger als eine halbe Stunde und wir stiegen an der Placa de Catalunya aus. Nachdem wir uns orientiert hatten, machten wir uns auf den Weg in Richtung La Sagrada Familia. Um den kürzesten Weg zu finden, nutzten wir eine App auf dem Handy. Das machte die Angelegenheit um ein Vielfaches einfacher als wenn wir die Karten genutzt hätten.

Schon kurz vor unseren Eintreffen am Zielort merkten wir, dass wir fast da waren, da mit einmal eine Vielzahl an Touristengruppen in eine bestimmte Richtung strebten. Wir schlossen uns an und standen kurze Zeit später vor der La Sagrada Familia, ein imposantes Bauwerk. Elli überlegte immer noch, ob wir eine Besichtigung machen sollten, entschied sich aber letztlich dagegen, so dass wir einmal um die Kirche herum gingen und sie von außen bewunderten.

Danach ging es wieder zurück.

Es folgte der Arc de Triomf, ein kurzer Abstecher und den Parc de Ciutadella und das Barri Gòtic. Auf dem Weg dorthin bummelten wir durch die engen Gassen der Altstadt. Als nächstes stand die Kathedrale von Barcelona auf dem Programm. Im Kreuzgang der Kathedrale, der angenehm kühl war, fanden sich Gänse und ein Brunnen, sowie eine schöne Architektur.

Als die Besichtigung der Kathedrale abgeschlossen war, machten wir uns auf die Suche nach einem Mittagsnack. Die Angebote der kleinen Restaurants waren nichts für uns und wir wurden schließlich an einem Imbiss fündig, wo wir uns ein frisches Baguette gönnten, dass wir im Schatten der Basilica de Santa Maria del Pi auf der Placa del Pi verspeisten. So gestärkt, ging es auf die Rambla.

Nachdem wir einen Abstecher in die Markthalle gemacht hatten, ließen wir uns vom Touristenstrom mitreißen und gingen die Rambla in Richtung Hafen.

Hier angekommen ging es über die Rambla de Mar zum Centre Maremagnum. Hier legten wir eine kurze Pause ein und genossen den Blick auf das Hafengebiet. Geplant war eigentlich eine Fahrt mit der Seilbahn, die über das Hafengebiet führt. Leider mussten wir feststellen, dass man diese lediglich an der Bergstation besteigen kann, so dass dieser Punkt entfiel. Stattdessen machten wir uns auf zum letzten Punkt unserer Sightseeingtour, der Arenas de Barcelona, einer zum Einkaufszentrum umgebauten Stierkamparena. Der Weg dorthin führte uns 2,5 Kilometer an der Avenue del Parallel entlang und dies in der sengenden Sonne bei gefühlten 35 Grad Celsius.

An der Placa Espanya und damit der Arena angekommen, ließen wir erst einmal den Trubel des Kreisverkehrs auf uns wirken und machten uns dann auf zum Eingang der Arena. Hier gab es einen Fahrstuhl, der einen für einen Euro auf das Dach der Stierkampfarena fuhr, das mit einem Rundgang versehen war. Hier hatte man noch einmal einen wunderschönen Blick über Barcelona. Nachdem wir diesen genossen hatten, ging es zur nahen Bushaltestelle an der Placa Espanya. Hier mussten wir kurz auf den richtigen Bus warten. Als dieser eintraf, füllte er sich schnell und wir fuhren zurück nach Castelldefels. Unsere Haltestelle erahntem wir, da in der Buslinie keine Haltestellen angesagt wurden.

Gegen 16.30 Uhr waren wir, völlig erschöpft, zurück am Campingplatz und gönnten uns erst einmal etwas Ruhe am Wohnmobil. Hierbei fiel uns auf, dass wir direkt unterhalb der Einflugschneise für den nahen Flughafen lagen. In kurzen Abständen und in geringer Höhe flogen die Linienmaschinen über uns hinweg. Als wir dann genug relaxt hatten und unser Abendessen gerade zubereitet hatten, fing es leicht zu regnen an, so dass wir nach drinnen ausweichen mussten.

Am folgenden Morgen ging es dann weiter. Wir nutzten noch kurz den Waschplatz des Campingplatzes und entfernten den gröbsten Dreck vom Wohnmobil und machten uns dann auf den Weg über die Küstenstraße in Richtung Sitges. Unser nächstes Ziel war Tarragona. Hier hatte Elli den Campingplatz Tamarit Resort Park herausgesucht, auf dem wir noch einige Tage relaxen wollten. Die Anfahrt zum Campingplatz war eng und steil. Zudem hätten wir uns fast zu früh für einen Campingplatz entscheiden, der noch dem eigentlich Ziel vorgelagert ist und keinen direkten Strandzugang hat. Nachdem wir dies bemerkten ging es weiter und Elli suchte die Rezeption auf, um einen Stellplatz zu erhalten. Tatsächlich mussten wir selbst suchen, wurden aber schnell mit dem Stellplatz Nr. 2062 fündig. Hier standen wir strandnah und ruhig. Einen Platz in der ersten Reihe hätten wir auch nehmen könne, aber hier war nur Sand als Untergrund, so dass wir darauf verzichteten.

Den Nachmittag verbrachten wir in der Sonne und an der Strandbar. Zum Abendessen ging es dann mit den Fahrrädern nach Tamarit, einer kleinen Ortschaft in der Nähe des Campingplatzes. Zunächst versuchten wir in der Altstadt ein Restaurant zu finden, wurden aber nicht fündig. Auf dem Weg zum Strand fanden wir die Tapasbar Colmade Nasi, die uns ansprach. Es war noch nichts los, so dass wir freie Platzwahl auf der Außenterrasse hatten. Wir entschieden uns für das Menü des Tages, das lediglich 10 Euro kostete und aus einer Vorspeise, Hauptgang und Nachtisch bestand. Das Personal war sehr bemüht um uns und wir hatten ein gutes Essen.

Nach einem abschließenden Kaffee ging es mit dem Fahrrad zurück zum Campingplatz.

Als ich am nächsten Morgen aufstand und zum Bäcker ging, fing es an zu regnen. Bis 11.00 Uhr hatten wir immer mal wieder teils heftige Schauer. Danach wurde das Wetter wieder besser und wir machten uns am Strand entlang auf den Weg zur Strandpromenade von Tamarit. Es war eine schöne Strandpromenade, nur war leider nichts los, so dass wir wieder zum Platz zurück gingen und uns in der Strandbar mit Bier und Snacks versorgten.

Zum Abendessen sollte es dann in die Pizzeria auf dem Platz gehen. Leider hatte die gar nicht geöffnet, so dass wir das Restaurant aufsuchten. Nach einem Blick in die Karte entschlossen wir dann, in der vorgelagerten Bar zu essen. Es gab einfache Kost, Hamburger und Pommes, zu nur leicht überteuerten Preisen.

Für den darauffolgenden Tag hatten wir einen Besuch in Tarragona geplant. Mit dem Fahrrad ging es die 15 Kilometer dorthin an der Landstraße entlang. Das stellte aber kein Problem dar, da der Fahrzeugverkehr wirklich ausreichend Abstand zu uns hielt und wir trotz fehlendem Radweg ganz entspannt radeln konnten. In Tarragona angekommen, wollten wir besonders schlau sein und uns den letzten Anstieg ersparen. Wir fuhren in einer Nebenstraße in Richtung Küste und standen mit einmal unterhalb der eigentlichen Stadt. Und dies ohne eine Möglichkeit direkt in die Stadt zu kommen, da diese durch eine Bahnlinie getrennt war. Wir mussten also einen kleinen Umweg durch eine Baustelle auf die andere Seite der Stadt nehmen und konnten dann durch die Altstadtgassen nach oben fahren. Dort angekommen, stellten wir die Fahrräder an der Rambla Nova ab und gingen erst einmal Balco de Mediterrani. Von hier hatte man einen wunderbaren Blick auf die Küstenlinie und den Hafen. Es folgte ein kurzer Abstecher zu den antiken Stätten, die wir aber nur aus der Entfernung betrachteten.

Danach ging es erst einmal in die Cafeteria Firmos, wo wir uns mit einem Kaffee für die anstehende Stadtbesichtigung stärkten. Es folgte ein Bummel durch die Seitenstraßen und über die Rambla Nova in ihrer gesamten Länge.

Hierbei hatten wir die ganze Zeit ein Auge auf die Restaurants, um ein gutes Lokal für unser Mittagessen zu finden. Wir wurden leider nicht fündig, erinnerten uns aber daran, dass die Cafeteria Firmos auf Mittagssnacks anbot. Also dahin zurück und nach einer kurzen Wartezeit hatten wir einen Platz in der Außenbestuhlung, wo wir ein gutes Mittagessen genossen. Nach dem Essen sollte es noch in die Altstadt gehen. Hier wollte Elli zunächst die Kathedrale besichtigen, wurde aber von dem Eintrittspreis abgecheckt, so dass es bei einem Bummel durch die Altstadtgassen blieb.

Es folgt die Rückfahrt zum Campingplatz. Da wir auf dem Hinweg hauptsächlich bergan unterwegs waren, ging es nun häufig bergab und wir nutzten das Gefälle, um für die kurzen Steigungen Schwung zu holen. Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von annähernd 30 km/h legten wir die Strecke zum Campingplatz zurück und kamen dort erste einmal nicht rein. Unsere Zutrittskarte war lediglich für zwei Tage freigeschaltet und dieser Zeitraum war mittlerweile verstrichen. Der Fehler konnte aber korrigiert werden.

Am Stellplatz angekommen, geht Elli gleich erste einmal ins Meer, um sich von der Fahrradfahrt abzukühlen. Danach folgt relaxen, das sich auch in den nächsten Tag hinein ausdehnt. Da nichts mehr geplant war, bleiben wir auf dem Campingplatz, genossen die Happy Hour – 2 Bier und Snacks  für 5 Euro – und lediglich Elli machte sich einmal auf den Fußmarsch nach Tamarit, um die Kirche zu besichtigen. Am Abend wollten wir es erneut in der Pizzeria probieren und scheiterten wiederum. Diesmal holten wir uns als Ersatz vom Imbiss des Campingplatzes Calamari und Pizza und nahmen unser Abendessen am Wohnmobil zu uns.

Für den nächsten Tag stand die Fahrt nach Valencia auf dem Plan. Zunächst folgten wir der A-7 und nutzten in Tarragona noch die Möglichkeit in einem Discounter unsere Vorräte aufzufüllen. Danach ging es auf die AP-7 und nach Valencia. Um 13.30 kamen wir am Camperpark Valencia an und wurden sehr freundlich begrüßt. Schnell war ein Stellplatz gefunden und eingerichtet und wir beabsichtigten auf Grund der frühen Ankunft noch nach Valencia zu fahren. An der Rezeption wurde uns dazu eine Fahrkarte für die Metro verkauft und wir wurden in die Nutzung der Metro eingewiesen. Wir machten uns auf den Weg zur Metro-Haltestelle und hatten diese nach 5 Minuten erreicht.

Leider mussten wir in der prallen Sonne auf die Ankunft der nächsten Bahn warten. Der musste man dann auch noch ein Handzeichen geben, damit sie auch hielt und einen mitnahm. Das war etwas Neues für uns. Die Fahrt in die Innenstadt dauerte 20 Minuten und wir mussten noch nicht einmal umsteigen. An der Haltestelle Àngel Guimerà stiegen wir aus und machten uns auf den kurzen Weg zum eigentlichen Stadtzentrum. Zunächst stand der Hauptbahnhof auf unserer Liste.

Ein altes Gebäude mit einer sehenswerten Schalterhalle. Danach folgte ein kleiner Abstecher zur Stierkampfarena. Von hier aus ging es in die Carrer de Ribera, einer Fußgängerzone mit vielen Lokalen. Eines dieser Lokale erwählten wir für ein Getränk. Als wir uns gesetzt hatten, bediente uns der Kellner noch, machte uns aber gleichzeitig freundlich darauf aufmerksam, dass man gleich für die Siesta schließen würde.

Durch das Getränk gestärkt ging es nun weiter durch die Innenstadt. Über die sehenswerte Plaça de l’Ajuntament ging es zur Plaça de la Reina und zur Kathedrale von Valencia. Um die Kathedrale herum und durch die Straßenkünstler hindurch ging es zur Plaça de la Mare De Déu.

Hier bemerkten wir, dass an den Straßenzügen überall Plastikstühle aufgestellt waren und teilweise auch schon Menschen auf diesen Stühlen saßen.

Uns interessierte dann schon, was hier stattfinden sollte und wir fragten mehrere Polizisten, bis wir einen fanden, der englisch sprach und uns erklärte, dass am Abend eine Prozession stattfinden würde. Es ging dann weiter bis zur Porta de Serrans, wo sich verschiedenste Trachtengruppen aufstellten, die dann wohl an der Prozession teilnehmen würden. Für uns ging es dann zurück zur Plaça de la Reina. Hier gab es eine Art Flohmarkt, auf dem Elli noch einen Eierbecher erstehen wollte und auch fündig wurde. Danach bummelten wir noch durch die Gassen und wollten eigentlich in einem Lokal etwas essen, mussten aber feststellen, dass diese erst um 19.00 Uhr wieder öffneten.

Wir endeten dann auf der Plaça d’Ibanyes in einer kleinen Bar, wo wir noch ein Getränk nahmen, bevor es zurückgehen sollte. Danach ging es zurück zur Metrostation Àngel Guimerà. Auf dem Weg dorthin sammelten wir noch eine Menge Eindrücke, denen wir am nächsten Tag nachgehen wollten. In der Metrostation angekommen, hielt ich mich noch beim Servicepersonal mit einer Frage auf, die mir allerdings nicht beantwortet werden konnte. Dadurch verpassten wir unsere Bahn und wenige Sekunden und mussten nun 40 Minuten in der stickigen Luft der Metrostation auf die nächste warten. In Betra angekommen entwerteten wir aus Versehen noch eine Fahrt unserer Fahrkarte. Das war nicht weiter schlimm, da die Metro in Valencia ausgesprochen günstig ist.

Zurück am Stellplatz stellten wir fest, dass wir direkte Nachbarn erhalten hatten. Nachdem wir geduscht hatten und uns zum Abendessen gesetzt hatten, kamen wir dem englischen Pärchen ins Gespräch. Wir tauschten uns über unsere bisherigen Erfahrungen aus und gaben ihnen Tipps für ihre weitere Tour, da sie vorhatten weiter in die Toskana und nach Kroatien zu fahren. Gegen 21.30 Uhr beendeten wir das nette Gespräch und zogen uns zurück, um uns für den nächsten Tag auszuruhen.

Um 08.30 Uhr standen wir auf, frühstückten und machten uns auf den Weg zur Metrostation. Hier trafen wir unsere Nachbarn wieder, die sich kurzentschlossen ebenfalls auf den Weg gemacht hatten. Es ging wieder zur Metrostation Àngel Guimerà und von dort direkt zur Markthalle. Der Tag war straff durchgeplant. Nach der Markthalle nahmen wir uns aber die Zeit für einen Kaffee in einem nahen Straßenlokal. Dieser Kaffee kostete uns eine Menge Geduld, da die Bedienung einfach nicht hinterherkam. Wir mussten auf alles warten, die Bestellung, den Kaffee und die Rechnung. Den gesamten Vormittag hindurch ging es von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten. Zur Mittagszeit beabsichtigten wir in einem Lokal eine Paella zu uns zu nehmen. Nach einigen Versuchen fanden wir das Rincón 33, ein kleines Lokal mit Außenbestuhlung, in der Carrer de la Corretgeria.

Hier gab es ein gutes und günstiges Mittagsmenü mit Paella Valencia für 12,90 Euro. So gestärkt, ging es auf die Nachmittagsetappe unserer Besichtigungstour. Diese brachte uns bis in den Stadtteil Russafa, der für sein Art Deco berühmt sein sollte. Nachdem wir hier durch Straßen spaziert waren, hatte uns die Lust auf weitere Programmpunkte verlassen und wir gingen zurück zur Metrohaltestelle. Diesmal war die Wartezeit akzeptabler und wir waren kurze Zeit später wieder am Stellplatz. Da wir noch einen Begrüßungstrunk vom Stellplatzbetreiber spendiert bekommen hatten, suchten wir als erstes die Bar auf und tranken den angebotenen Sangria.

Nach dem Trunk ging es unter die Dusche und wir beschlossen unser Abendessen in der Bar am Stellplatz zu uns zu nehmen. Auf Grund des reichhaltigen Mittagsmenüs schien uns eine Kleinigkeit ausreichend. Die Tortilla-Variante, ein Eieromelett, das wir bestellten, war dann allerdings doch eine reichhaltige Portion. Nach dem Essen bleiben wir noch etwas sitzen und kamen mit unseren Tischnachbarn, einem holländischen Pärchen ins Gespräch. Sie traten nun die Rückreise an und wieder tauschten wir Erfahrungen und lustige Geschichten aus. Als es kühler wurde, zogen wir uns dann ins Wohnmobil zurück.

Am nächsten Morgen ging es etwas früher los. Bereits um 09.00 Uhr hatten wir gefrühstückt, sowie die Entsorgung erledigt und machten uns auf den Weg in Richtung Madrid. Kurz vor der Autobahn wollten wir noch einmal den Luftdruck unseres Mobils überprüfen und mussten feststellen, dass Kompressorluft an der Tankstelle 1 € kostete. Die Streckenführung nach Madrid überließen wir komplett den Navi und wir fuhren zunächst über die A-3. Die Landschaft, durch die wir fuhren,  war schön anzusehen und geprägt von der Landwirtschaft. Viele Ortschaften gab es nicht, so dass wir, als wir uns Utiel näherten, entschlossen zu tanken. Nachdem wir getankt hatten, dachten wir, dass wir auch gleich einkaufen könnten. Einen Einkaufsmarkt zu finden, war jedoch nicht einfach. Nach einem Abstecher durch die Innenstadt fanden wir einen kleinen Markt an einer Ausfallstraße. Leider hatte dieser keinen Parkplatz, aber ein naher Parkstreifen wirkte verlockend. Wir waren gerade ausgestiegen und hatten abgeschlossen, als ein Polizist zu uns kam und uns aufforderte weiterzufahren, da es sich um einen Polizeiparkplatz handelte. Bevor wir noch ein Strafe zahlen müssten, fuhren wir lieber wieder auf die Autobahn.

Um 15.00 Uhr erreichten wir den Großraum Madrid und er Navi führte uns weiter. In einem Gewerbegebiet, nahe der Ausfahrt Nummer 17, fuhren wir auf Verdacht ab, um einen Einkaufsmarkt zu finden. Wir wurden auch tatsächlich fündig und parkten an einem Lidl ein. Nach dem Einkauf ging es dann weiter in Richtung Camping Arco Iris. Dort angekommen durften wir uns auf dem terrassenförmig angelegten Campingplatz erst einmal einen Stellplatz suchen. Schnell hatte ich einen Favoriten auserkoren, der sich dann auch durchsetzte, da er etwas Schatten und eine nette Fernsicht bot. Mittlerweile war es ausgesprochen warm geworden und wir verbrachten den restlichen Nachmittag und den Abend am Wohnmobil.

Am nächsten Morgen mache ich mich auf den Weg zum Baguette holen. Dieses gibt es in einer Bar neben der Rezeption. Während ich einen Moment davor wartete, kam schon ein hilfsbereiter Angestellter und wollte mir helfen. Als er mich mit meinem Handy hantieren sah, drückte er mir gleich den WiFi-Code in die Hand und verschwand wieder. Mit den Baguettes ging es dann den Berg wieder hinauf zum Stellplatz. Nach einem ausgiebigen Frühstück machen wir uns auf den Weg zur Bushaltestelle. Um 09.30 Uhr kommt die Buslinie 567, die uns in die nahe Ortschaft  Villaviciosa de Odón bringt. Hier gab es mehrere Möglichkeiten in den Anschlussbus umzusteigen und es ging dann mit der Linie 518 weiter bis zum Bahnhof Principio Pio. Interessant war hier, dass der Busbahnhof komplett unter der Erde und damit unter dem Bahnhof und der Metrostation liegt.

Wieder an der frischen Luft orientierten wir uns und folgten der Cuesta San Vicente bis zu dem Garten Jardines de Sabatini, durch die es dann zum königlichen Palast ging. Hier und an der Plaza de Oriente war der erste Sightseeingstopp.

Nachdem wir noch den Wachwechsel am königlichen Palast anschauen konnten – der englische Wachwechsel kurze Zeit vorher wirkte auf mich beeindruckender – ging es zur Almudena-Kathedrale und zur Plaza de la Ameria. Als letztes folgte noch ein Abstecher von Elli ins Erzbistum Madrid. Danach ging es über die geschäftige Calle Mayor bis zur Plaza Mayor. Nach einem kurzen Rundgang über den imposanten Platz ging es durch die nahe Markthalle in Richtung der Plaza Conde de Barajas. Hier fanden wir das Federal Café, wo wir uns auf einen Kaffee setzten und ausruhten. Danach ging es durch die Calle Cava Baja, dem Amüsierviertel, bis zur Plaza de Puert de Moros und weiter bis zur Kathedrale San Fransisco de Grande. Nachdem Elli einen Blick hinein geworfen hatte, ging es den Hügel wieder hinauf und über die Calle de la Colegiata und die Calle Magdalena in Richtung Prado. Hier waren die kleinen Straßen sehr schön und mit einer Menge kleiner Lokale und Geschäfte versehen.

Am Museo del Prado angekommen, überlegten wir kurzfristig, ob wir uns für einen Besuch anstellen sollten, verwarfen diesen Gedanken aber. Elli machte noch einen Abstecher zur Kirche San Jerónimo el Real, die unmittelbar hinter dem Prado liegt. Danach ging es über die Plaza de Las Cortes wieder in Richtung Innenstadt. Mittlerweile hatten wir auch Hunger und machten uns auf die Suche nach einem Lokal für einen Mittagssnack. In unmittelbarer Nähe fanden wir das 100 Montaditos, einen Imbiss, dessen Außenbestuhlung gut besucht war. Zunächst mussten wir uns mit dem Konzept des Lokals vertraut machen, in dem alles für 1 € zu haben war. Es gab keine Bedienung, stattdessen notierte man seine Bestellung auf einem Zettel und gab diesen am Tresen ab. Hier wurde dann das Essen frisch zubereitet. Leider war der Zettel und die Anleitung nur auf Spanisch, so dass wir etwas tricksen mussten und unsere Wünsche einfach in das Bemerkungsfeld schrieben. Ging auch. Elli übernahm die Bestellung und ich ergatterte einen Platz draußen. Es dauerte seine Zeit, bis Elli mit den Speisen kam, da sie namentlich aufgerufen wurden. Pflichtbewusst hatte sie ihren wirklichen Namen gewählt, was zu einer kleinen Sprachbarriere führte. Das nächste Mal würde sie einfach Maria heißen, gab sie von sich.

Nachdem wir uns mit dem Snack ausreichend gestärkt hatten, ging es zur Puerta del Sol und weiter zur Gran Via. Auf dem Weg dahin ging es es durch eine Shoppingzone und Elli ergriff gleich die Gelegenheit die örtlichen Schuhgeschäfte abzugrasen. Zu einem Kauf rang sie sich aber nicht durch.

Wir folgten dann der Gran Via bis zur Plaza de España. Hier legten wir eine erneute Pause ein. Diesmal im Schatten, da es schon sehr heiß und sonnig geworden war.

Nach der Plaza de España ging es wieder zur in Richtung Principe Pio, um den Weg zurück an zu treten. Am Bahnhof angekommen lag unser erstes Problem darin, den Zugang zum Busbahnhof zu finden. Ein paar Jugendliche halfen uns den Abgang zu finden. Danach war es recht einfach, da die Bussteige gut ausgeschildert waren. Kurze Zeit später öffneten sich auch schon die Türen und wir konnten einsteigen. Als wir dann wieder in Villaviciosa de Odón eintrafen, mussten wir auf den Anschlussbus etwas länger warten. Leider gab es wieder keinen Schatten und es wurde wieder sehr heiß. Als der Bus dann kam, hatten wir einen sehr freundlichen Busfahrer, der uns auf unsere Haltestelle aufmerksam machte, so dass wir uns damit nicht belasten mussten und im Bus relaxen konnten. Gegen 18.00 Uhr hatten wir den Anstieg zum Stellplatz geschafft und freuten uns auf eine Dusche.

Zum Abendessen ging es ins Restaurant auf dem Campingplatz. Zunächst hatten wir im Bereich der Außenbestuhlung Platz genommen, wechselten dann aber auf Anraten der Bedienung nach drinnen in den rustikalen Barbereich. Hier wurden wir sehr freundlich bedient und erhielten ein gutes und reichhaltiges Essen. Danach kamen wir noch mit Restaurantgästen ins Gespräch und tauschten erneut Erfahrungen aus.

In der Nacht hatte es mehrfach gewittert und der Morgen war entsprechend frisch. Gegen 10.00 Uhr hatten wir alles verstaut und machten uns an die Weiterfahrt. Durch den Stadtverkehr ging es einmal um Madrid herum bis wir auf die A-2 trafen und der Autovia del Nordeste folgten. An der ersten Raststätte fuhren wir dann raus und während Elli uns Kaffee besorgte, programmierte ich den Navi auf eine Tankmöglichkeit. Er führte uns dann auch kurze Zeit später von der Autobahn herunter und durch ein Industriegebiet. Hier fanden wir eine kleine Tankstelle in der Nähe eines Supermarktes, bei der wir recht günstig unseren Kraftstoff auffüllen konnten. Von hier aus ging es dann weiter in Richtung Guadalajara.

Nach Guadalajara wird das Wetter schlechter. es zieht sich langsam zu und fängt an zu regnen. Je weiter wir vorankamen, desto dunkler wurde es. Das wirklich schlechte Wetter blieb jedoch hinter uns, bis wir einen Rastplatz anfuhren und dort anhielten, um etwas zu essen. Wir hatten gerade eingeparkt und waren auf dem Fußweg zum Restaurant, als der Himmel seine Schleusen öffnete. Starkregen und Windböen ließen uns erst einmal im Lokal verweilen. Als keine Veränderung des Wetters ersichtlich war, machten wir uns auf den Weg ins Wohnmobil und setzten unsere Fahrt fort.

Die weitere Fahrt war geprägt von starkem Regen und extremen Windböen. Wir versuchten das Beste daraus zu machen. Nachdem wir die Höhenzüge verlassen hatten und in der Ebene angekommen waren, wollten wir noch eine kurze Kaffeepause einlegen. Wir suchten ein Restaurant neben der Strecke und parkten unser Wohnmobil so, dass wir unter Schirmen und Sonnendächern trockenen Fußes ins Lokal kamen. Hier jedoch folgte die Enttäuschung. Auf Grund des Unwetters war der Strom ausgefallen und die Kaffeemaschine funktionierte nicht. Also zurück zum Wohnmobil. Hier angekommen interessierte sich gerade ein Polizeifahrzeug für die Abstellart unseres Wohnmobils. Da es noch regnete, stiegen wir schnell ein und fuhren einfach weiter, ohne uns für die Polizei zu interessieren. Ihr Interesse war damit augenscheinlich auch erloschen, denn sie parkten auf der von uns frei gemachten Fläche ein.

Mit unserer Ankunft in Saragossa wollten wir erst einmal unsere Vorräte auffüllen. Unmittelbar neben der Autobahn lag ein großes Einkaufszentrum und wir vermuteten einen Einkaufsmarkt in diesem Komplex. Leider wurden wir enttäuscht. Alle möglichen Geschäfte waren vertreten, nur kein Lebensmittelgeschäft. Wir programmierten also schnell unseren Navi auf einen Discounter in der Nähe des Campingplatzes und ließen uns führen. Mittlerweile hatte der Regen nachgelassen und wir näherten uns dem Einkaufsmarkt. Als ich diesen erblickte und keine Einfahrt von der Straße aus wahrnahm, bog ich gleich in die erste Seitenstraße ab und trat auch sofort wieder in die Bremse. Ich war falsch herum in eine Einbahnstraße eingefahren. Das Zurücksetzen war in dem Verkehr etwas müßig und die entgegenkommenden Kraftfahrer waren nicht gerade die Geduldigsten. Wir fuhren dann die nächste Straße rein und mussten feststellen, dass der Einkaufsmarkt nur für Personenkraftwagen ausgelegt war und eine Einfahrtshöhe von unter 2 Metern hatte. Da auch im Nahbereich kein Parkplatz zu finden war, ging es weiter.

Auf der Anfahrt zum Campingplatz sahen wir dann doch noch einen Einkaufsmarkt und nahmen den Umweg in Kauf, um einzukaufen. Danach ging es zum Campingplatz Ciudad de Zaragoza. Das Checkin war schnell erledigt und wir bekamen von der Rezeption einen Stellplatz zugewiesen. Der zugewiesene Stellplatz gefiel uns jedoch nicht und wir machten uns auf die Suche nach einer Alternative. Schnell wurden wir fündig und wir richteten uns auf dem Platz Nummer 108 ein. Da es mittlerweile zwar trocken aber noch nicht unbedingt wärmer war, verbrachten wir den restlichen Tag am Wohnmobil.

Am nächsten Morgen sah es schon besser aus. Ich machte mich auf den Weg zu einem Bäcker, da auf dem Campingplatz keine Einkaufsmöglichkeit vorhanden war, aber das waren wir ja mittlerweile gewohnt. Nach dem Frühstück ging es dann mit dem Fahrrad nach Saragossa. Hierzu ist anzumerken, dass Saragossa eine ausgesprochen fahrradfreundliche Stadt ist. Es gibt gut ausgebaute und geführte Fahrradwege mit einer vernünftigen Beschilderung. Wir starteten unsere Tour an der Plaza Paraiso Basilio und fuhren von dort über den Paseo Maria Augustin weiter. Hier sahen wir einen Hinweis auf eine Stierkampfarena und nahmen den kleinen Umweg über die Plaza de Toros. Es ging dann weiter zum Palacio de la Aljafería. Eine angedachte Besichtigung musste leider ausfallen, da das Gebäude der Öffentlichkeit am heutigen Tag nicht zugänglich war. Grund dafür war die Nutzung durch das Regionalparlament.

So ging es auf dem Fahrrad weiter zur Puente del Tercer Milenio. Hiernach folgten Teile des Geländes der Expo 2008, die in Saragossa am Ebro entlang unter dem Motto „Wasser, einzigartige Ressource“ stattgefunden hatte. Wir fuhren dann über die Pasarela del Voluntariado, eine Fußgängerbrücke über den Ebro, zurück in Richtung Innenstadt. An der Plaza del Pilar-Murallas angekommen, orientierten wir uns erst einmal und beschlossen dann unsere Fahrräder abzustellen und die weitere Stadtbesichtigung zu Fuß zu machen. Als erstes stand ein Gang durch die nahe Markthalle auf dem Programm. Weit kamen wir nicht, bis Elli einen Obststand gefunden hatte, an dem sie einkaufen wollte.

Dieser war so gut besucht, dass man eine Nummer ziehen musste und dann wartete bis man aufgerufen wurde. Als Elli dann endlich dran war, kaufte sie auch noch mehr, als sie eigentlich beabsichtigt hatte. Gott sei Dank hatten wir eine große Tasche mit, um unsere Einkäufe zu verstauen.

Von der Markthalle ging es weiter auf Plaza de César Augusto. Hier gönnten wir uns in einem Café ein Getränk. Danach ging es in den Torreón de la Zuda, einen alten Stadtturm. Unten war die Touristeninformation untergebracht und von den oberen Stockwerken hatte man an einen schönen Ausblick auf Saragossa.

Danach ging es weiter zu beeindruckenden Basilica del Pilar und dem Ayuntamiento de Zaragoza an der Plaza del Pilar. Die Plaza war sehr interessant, da sich Gebäude verschiedenster Epochen und Stilrichtungen fanden. Sogar eine Kunstgalerie war an dem Platz, die wir sogar kostenlos besichtigen konnten. Der weitere Weg führte uns dann in die engeren Gassen der Innenstadt. Wir machten uns auf die Suche nach den Ruinen des antiken Theaters. Die Beschilderung schien uns etwas verwirrend, da der Hinweis auf das Theater mit einmal nicht mehr vorhanden war. tatsächlich standen wir bereits vor dem Museum, dessen Vorderfront ein normales Gebäude ist. Geht man dann herum, stößt man auf die antiken Stätten. Nachdem wir diesen umrundet hatten, ging es auf die nahe Plaza San Pedro Nolasco. Hier hatten wir mehrere kleine Lokale gesehen, die zu einem Mittagssnack einluden. Wir entschieden uns für die Varianten des Mittagsmenüs. Während Elli Tapas wählte, bestellte ich einen Hamburger. Beides erhielten wir mit einem Bier und wurden von dem Essen nicht enttäuscht.

So gestärkt ging es weiter zur Plaza Espana und von dort aus in die Fußgängerzonen. Elli nutzte die Gelegenheit, um noch etwas zu shoppen und wurde schnell fündig. Sie fand eine Tasche, die sie unbedingt haben wollte.

Nachdem wir alles eingekauft und besichtigt hatten, was auf unserer Liste stand, ging es zu den Fahrrädern zurück. Hier angekommen gönnten wir uns noch einen Kaffee in einer nahen Bar. Der Kaffee war ausgesprochen günstig für die Lage der Bar.

Auf dem Rückweg machten wir noch einen kurzen Stopp an einem Einkaufsmarkt, um für das Abendessen einzukaufen. Dies erledigte Elli, während ich in der prallen Sonne bei den Fahrrädern wartete. Mit unseren Einkäufen ging es dann zum Campingplatz, wo wir das warme und sonnige Wetter genossen.

Der nächste Tag war wieder als Reisetag eingeplant. Bereits um 09.30 Uhr fuhren wir Campingplatz weg und fuhren einen Lidl-Markt an, da Elli unbedingt eine ganz bestimmte Aioli kaufen wollte, die es nur bei Lidl gab. Auf dem Weg dorthin kamen wir an einer Tankstelle vorbei, die den Liter Diesel für sagenhafte 0,944 Eurocent anbot und damit etwa 15 Eurocent billiger als an den anderen Tankstellen. Schnell ging es auf das Tankstellengelände und wir stellen uns zum Tanken an. An der Zapfsäule angekommen, war alles schnell erledigt. Für einige jedoch nicht schnell genug, da sie uns versuchten durch Hupen zu mehr Eile zu bewegen. Wir ließen uns jedoch nicht hetzen und machten in aller Ruhe weiter.

Der Discounter war danach schnell gefunden, nur leider kein Parkplatz. Wieder hatte der Parkplatz eine Höhenbegrenzung. Ich ließ Elli aussteigen und fuhr in eine nahe Einfahrt, wo ich auf ihre Rückkehr wartete. Wie es natürlich kommen musste, wollte ein Anwohner in die Einfahrt einfahren und ich musste den Platz verlassen. Leider war keine Alternative vorhanden, so dass ich eine Runde um den Block drehen musste und bei meiner Rückkehr nach Elli Ausschau hielt. Da sie jedoch noch nicht zu sehen war, hielt ich erst einmal in einer nahen Bushaltestelle. Kurze Zeit später kam Elli an und wir konnten unsere Fahrt fortsetzen.

Da es noch recht früh war, konnten wir eine Strecke durch die Stadt wählen. Der Verkehr ließ dies zu. Es ging dann erst einmal auf die AP-2, die wir in Richtung Barcelona befuhren. Insgesamt herrschte wenig Verkehr und wir kamen gut voran. Das Wetter wurde auch immer besser und es wurde ausgesprochen warm. Die einzige Abwechslung auf der Strecke war die Begegnung mit aluminiumfarbenen Anhängern, in den wir uns selbst begegneten.

Zur Mittagszeit fuhren wir kurz von der Autobahn herunter an eine Tankstelle, um uns einen kleinen Snack zu gönnen. Den Snack hatten wir uns beim Frühstück schon fertig gemacht, so dass wir nur noch einen Kaffee dazu brauchten und uns an die Außenbestuhlung setzten. Hier beobachteten wir dann, während wir unser Essen zu uns nahmen, wie sich Fahrgemeinschaften von Sportgruppen an dieser Tankstelle trafen, die irgendwie im Nichts stand.

Nach der Stärkung ging es weiter in Richtung Barcelona. Ab der Ortschaft Montmaneu wurde die Landschaft hügeliger und wir fuhren stetig bergan in das Küstengebirge. Je näher wir Barcelona kamen, desto dichter wurde der Verkehr. Den Höhepunkt erreichte dies, als wir auf die AP-7 abbogen. Danach verlief es umgekehrt. Je weiter wir uns von Barcelona entfernten, desto stressfreier wurde die Fahrt. In Vilamorell verließen wir dann die Autobahn und es ging über die N-11 und die C-260 zum Campingplatz Laguna in Empuriabrava. Hier angekommen war schnell der Checkin erledigt und aus Bequemlichkeit wählten wir den Stellplatz unseres ersten Aufenthaltes. Ziel unseres Aufenthaltes war es noch einmal eine kurze Relaxphase zu genießen, bevor es an die Rückfahrt ging.

Den ersten Abend verbrachten wir am Wohnmobil mit Pizza und Calamaris aus dem Restaurant. Am nächsten Morgen machten wir uns nach dem Frühstück auf den Weg nach Empuriabrava. Da Niedrigwasser war, wollten wir am Strand entlang gehen und mussten dazu nur den kleinen Wasserlauf überwinden. Danach ging es auf einen Cappuccino in ein Café. Kurz vor dem Mittag waren wir dann zurück am Campingplatz und beschlossen das Happyhour-Angebot zu nutzen. Nach mehreren Runden Tapas und Bier hatten wir dann jedoch genug und zogen uns zum Wohnmobil zurück.

Zum Abendessen ging es dann noch einmal ins Restaurant auf dem Campingplatz. Trotz des milden Abendklimas saßen wir drinnen und genossen unser Essen. Danach beglichen wir noch die Rechnung für den Stellplatz, damit es am nächsten Morgen früh losgehen konnte.

Das schafften wir natürlich auch. Früh waren wir wieder unterwegs, nachdem wir vorher noch komplett entsorgt hatten. Unser erster Weg führte uns zur Tankstelle, um den Dieseltank noch einmal zu füllen. Danach ging es auf die AP-7 und in Richtung Frankreich. In Frankreich nahm dann der Verkehr gleich wieder zu. Trotzdem kamen wir gut voran. Unsere erste Pause legten wir an einem Rastplatz vor Narbonne ein. Hier jedoch auch gleich eine Überraschung. An dem Kreisverkehr an der Einfahrt stand die Polizei und wir wurden angehalten und nach zu verzollenden Waren befragt. Da wir ein reines Gewissen hatten, antworteten wir wahrheitsgemäß und konnten unsere Fahrt fortsetzen.

Es ging dann weiter in Richtung Lyon. Hier folgten wir den Anweisungen des Navi und mussten diesmal nicht durch die Stadt, sondern nutzten die E 15 bis zur Abzweigung auf die A-42. Diese Streckenführung mag zwar etwas länger gewesen sein, dafür war sie aber auch wesentlich entspannender. Bis Dole ging es dann auf A-40 und A-39 weiter. Danach ging es auf die A-36 bis nach Mülhausen. Von dort aus erfolgte die Rheinüberquerung und wir waren wieder in Deutschland. Nun folgte die Stellplatzsuche. Unsere Absicht war, wieder den Stellplatz am Restaurant Kreuz in Müllheim anzufahren. Leider hatte ich mich bei der Adresse vertan und wir fuhren zunächst den Stellplatz am Weingut Zimmermann an. Dieser lag uns jedoch etwas zu abgelegen, so wir nun endgültig das Restaurant Kreuz in Müllheim ansteuerten. Zu unserem Glück fanden wir auch noch genau einen Parkplatz für unser Mobil. Wir entschieden uns auf den Strom zu verzichten und machten uns auf den Weg ins Restaurant. Da der Abend noch sehr schön war, konnten wir endlich den Biergarten nutzen. Nach einem guten Essen besprachen wir dann unsere Rückfahrt.

Wir kamen überein noch an den Rhein zu fahren. Schnell war Rüdesheim als Ziel ausgemacht und Elli machte sich auf die Suche nach einem Stellplatz. Sie fand den Campingplatz am Rhein und am nächsten Morgen ging es nach einem guten Frühstück los. Die ersten Kilometer legten wir auf der Autobahn zurück. Da wir aber noch unseren Tank auffüllen mussten, ging es noch einmal kurz von der Autobahn ab in einen kleinen Ort, der eine Tankstelle mit günstigen Preisen hatte. Die Tankstelle war wirklich klein. Unser Wohnmobil passte gerade so eben an die Zapfsäulen. Danach folgten wir noch ein Stück der BAB 5. Auf Höhe Kehl entschieden wir uns abzufahren und lieber Land- und Bundesstraßen zu nutzen, um etwas von der Landschaft zu sehen. So ging es zunächst über die L 75 und B 36. Ab Karlsruhe ging es dann auf die B 10 und im weiteren Verlauf auf die BAB 65 und BAB 61. In Bingen verließen wir die Autobahn und fuhren mit der Fähre über den Rhein nach Rüdesheim.

Die Anfahrt zum Campingplatz am Rhein war in Rüdesheim ausgeschildert und wir folgten der Beschilderung. Dem Navi war hier auch nicht zur trauen, da er uns erst einmal unter einer Brücke mit Höhenbegrenzung hindurchschicken wollte. Am Campingplatz angekommen wurde uns ein Stellplatz zugewiesen. Wir richteten uns ein und ruhten uns erst einmal aus. Nach einer erfrischenden Dusche ging es dann in die Stadt.

Wir suchten die üblichen touristischen Ziele, wie die Drosselgasse auf und wanderten durch die Gassen des Stadtkerns. Elli wollte diesmal unbedingt mit der Seilbahn zum Niederwalddenkmal hinauffahren. In einer kleinen Gondel ging es über die Weinberge zum Ausstieg. Von hier waren es nur noch wenige Meter zu Fuß bis zum Denkmal mit der Germania und der dortigen tollen Aussicht.

Nachdem wir die Aussicht genossen hatten, mussten wir die Seilbahn nach unten nehmen, um noch zeitgerecht zum Abendessen in der Stadt zu sein. Dort angekommen bummelten wir erneut durch die Gassen – diesmal auf der Suche nach einem Lokal. Etwas abseits der Drosselgasse fanden wir das Restaurant Stadt Frankfurt. Die Speisekarte sah gut aus und das Restaurant hatte ein ansprechendes Ambiente. Auf der Terrasse, die nach hinten heraus ging, erhielten wir einen Sitzplatz und genossen das gute Essen. Danach ging es zum Campingplatz zurück, wo wir uns noch in der kleinen Gaststätte des Campingplatzes ein Bier gönnten und auf den Rhein schauten. Als es dunkel wurde, fiel auch die Temperatur und wir zogen uns ins Wohnmobil zurück.

Am nächsten Morgen kamen wir bereits um 09.00 Uhr los. Unser Plan war es am Rhein entlang zu fahren. Dies konnten wir nur bis St. Goarshausen aufrechterhalten. Ab dort war die B 42 gesperrt und wir wurden auf die B 274 umgeleitet. Diese führt jedoch vom Rhein weg, so dass wir beschlossen in Richtung Limburg an der Lahn weiterzufahren. Aber auch das war nicht einfach. Auch diese Strecke war zwischendurch vollgesperrt und wir wurden wieder in Richtung Rüdesheim umgeleitet – also wieder zurück. Elli wählte dann einfach in der Straßenkarte eine kleine Nebenstrecke aus, die wir dann über Katzenelnbogen in Richtung Limburg fuhren. Von dort ging es dann über die B 49 bis zur BAB 5. Hier angekommen trafen wir auch gleich auf den ersten Stau. Dies zog sich fast die gesamte BAB 5 entlang. Trotz Überholverbot mussten einige Lkw-Fahrer auf den zweistreifigen Abschnitten in einem sehr zähen Tempo überholen. Die Folge waren die Staus die sich bildeten. Mit dem Erreichen der BAB 7 war das Thema erledigt und erst vor der AS Bockenem kündigte sich erneut ein Stau an. Da wir jetzt aber ortskundig waren, ging es über die B 243 nach Hause, wo wir gegen 15.30 Uhr eintrafen.

Strecke   4912,2 km
Durchschnittsverbrauch   9,1 l
Durchschnittsgeschwindigkeit   80 km/h
Fahrzeit   61 h 05 min

Teilintegrieter oder Kastenwagen – eine Kaufentscheidung

Nach unserem Schwedentrip verfestigte sich immer mehr der Wunsch nach einem neuen Wohnmobil. Das T.E.C.-Alkovenmobil wurde für uns zu groß, wie wir auf unseren Touren ohne Kind festgestellt hatten.

Im Oktober besuchten wir die ABF in Hannover und machten uns über die Angebote auf dem Markt schlau.

Die Must-Have für unsere Kaufentscheidung waren:

  • Längsbetten
  • Kleiderschrank
  • vollwertiges Bad ohne Rolladentür
  • große Dachfenster
  • DuoControl-System für den Gasbetrieb

Schnell war klar, dass es auf eine Kaufentscheidung zwischen einem Teilintegrierten und einen Kastenwagen hinauslaufen würde.

Bei der Besichtigung der verschiedensten Mobile fiel uns immer wieder auf, dass Kleiderschränke nicht unbedingt zweckmäßig vorhanden waren. Statt dessen fand sich eine Trennung, und damit erhöhter Platzbedarf, zwischen Dusche und Bad. Das war nichts, was uns ansprach. Auch der Hang in Kastenwagen Bäder mit Rolladentüren in den Gangbereich zu erweitern, fand nicht unser Gefallen.

Jetzt ging es an den Vergleich der einzelnen Modelle. Bereits auf der ABF waren wir auf einen Kastenwagen der Marke OrangeCamp aufmerksam geworden. Diesen schauten wir uns nun genauer an.

Die Nachteile zum Teilintegrierten waren der geringere Platz, sowohl im Durchgangsbereich (der Fahrzeugbreite geschuldet), wie auch im Bereich der Dinette. Zudem hatte man das Gefühl, dass es weniger Staumöglichkeiten im Fahrzeug gäbe. Hier schon einmal eine Anmerkung – das war tatsächlich nur gefühlt.

Die Vorteile waren die geringere Fahrzeugbreite und in Teilen auch Höhe, aber auch der zu erwartende Kraftstoffverbrauch. Und für uns das absolute Plus war die Schiebetür, die geöffnet das Campinggefühl noch erhöhen sollte.

Die Kaufentscheidung lief letztlich auf den Kastenwagen OrangeCamp K6 EB hinaus.

Im Ausstattungspaket enthalten waren zu unserer Freude eine Solaranlage, vollautomatische Sat-Anlage, Fahrradträger und beheizter Abwassertank.

Die erste Eingewöhnungstour mit dem Mobil verlief dann auch gut und ließ uns kleinere Makel erkennen, wie zum Beispiel ein fehlender Abstellplatz für die Mülleimer oder die fehlenden Einlegeböden in den Staufächern. Aber auch die Vorteile waren bereits erkennbar. Geringerer Kraftstoffverbrauch, höhere Spritzigkeit und eine Menge an Staumöglichkeiten.

An bayerischen Flüssen, Seen und Bergen

An bayerischen Flüssen, Seen und Bergen

24.05.2016 – 03.06.2016

Nachdem über Ostern der Süden bereits als Ziel gewählt wurde, wollten wir in diesem Zeitraum einmal in Deutschland bleiben und hatten uns für Bayern entschieden. Der erste Urlaubstag sollte stressfrei beginnen und die Etappe nicht zu groß sein, so dass wir Bad Brückenau als Ziel für unsere Übernachtung wählten. Kurz bevor wir dort ankamen, fing es an zu regnen. Wir beschlossen trotzdem den Tag in Bad Brückenau ausklingen zu lassen und fuhren den ausgeschilderten Stellplatz P3 an der Ancenis-Straße an. Da dieser aber in unmittelbarer Nähe zu einer Straße und einer Baustelle lag, beschlossen wir zum Stellplatz Buchwaldstraße weiterzufahren. Dieser lag wesentlich ruhiger und auch dichter am Ortskern. Nachdem wir uns kurz orientiert hatten, machten wir uns auf den Weg in den Ort, um etwas zu essen zu finden. Leider wurden wir enttäuscht. Alle Restaurants hatten geschlossen, so dass wir noch kurz einkauften und im Wohnmobil speisten.

Der nächste Morgen ist kühl und wolkig und wir beschließen nach Bamberg zu fahren. Schnell hat Elli einen Campingplatz gefunden und bereits gegen 11:00 Uhr kommen wir an der Campinginsel bei Bamberg-Bug an. Nach dem Aufstellen auf dem Stellplatz und einer kurzen Orientierungsrunde ging es um 12:30 Uhr mit dem Bus nach Bamberg. Im Bus wurde Elli dann von zwei älteren Damen in ein Gespräch über Mode mit einbezogen, so dass für sie die Fahrt recht kurzweilig war. Vom ZOB aus klapperten wir dann die Sehenswürdigkeiten, wie Fischerei und Dom, ab.

In einer Weinstube unterhalb des Domes gönnten wir uns dann ein Mittagessen – Krustenbraten mit Rauchbier zu einem vernünftigen Preis, bevor es in die Altstadt weiterging.

Von dort aus folgte die Insel und die enttäuschenden Theatergassen, bevor es wieder in die Fußgängerzone ging. Nach einem Kaffee und einem kurzen Einkauf auf dem Markt, ging es zurück zum Campingplatz, wo wir auf uns Biergarten noch ein Getränk gönnten. Nach dem Abendessen hielten wir uns im Wohnmobil auf und kamen mit einem Pärchen ins Gespräch, dass die Anschaffung eines Kastenwagens erwog und sich informieren wollte.

Am nächsten Morgen, einem Donnerstag, steuern wir nach dem Auschecken den Werksverkauf von Adidas in Herzogenaurach an. Auf der Anfahrt zum Verkaufsgelände wundern wir uns noch, warum so wenig los. Als wir dann direkt bei Adidas sind, stellen wir fest, dass gar nichts los ist. Ein Mitarbeiter eines nahen Schnellrestaurants klärt uns dann auf – in Bayern ist heute Feiertag und somit vieles geschlossen. Wir machen eine kurze Kaffeepause und besprechen die weitere Fahrtroute. Schnell kommen wir zu dem Entschluss ins Altmühltal zu fahren. Elli telefoniert ein paar Campingplätze ab und die ersten Antworten sind nicht positiv. Alle sind ausgebucht. Erst der Campingplatz An der Altmühl in Beilngries hätte noch etwas für uns frei.

Als wir dort gegen 11.30 Uhr ankommen, werden wir erst einmal Zeuge von der dürftigen Organisation der Betreiber. Nach einer geraumen Zeit des Anstehens und Wechsel in den Begehren der unterschiedlichen Leute – Boote mieten, Platz tauschen, auschecken, einchecken usw., sind wir dann dran. Elli bekommt den Stellplatz 162 auf der Insel zugewiesen. Wir machen uns auf den Weg und entfernen uns immer weiter vom Sanitärgebäude. Als wir drohen in eine Sackgasse zu fahren, geht Elli mal schauen und stellt fest, dass der Platz bereits belegt ist. Also zurück zur Rezeption. Wer jetzt denkt, es wird einfach ein neuer Platz gesucht, der irrt. Erst einmal geht man los und schaut, was los ist. Als sich dann alle Beteiligten wieder versammelt haben und nach einer Lösung suchen, schlage ich den Stellplatz 82 vor. Und tatsächlich, der ist frei und wir können uns dort einrichten. Geht doch.

Nachdem wir uns eingerichtet haben, genießen wir erst einmal das gute Wetter, bevor wir uns gegen 14.00 Uhr mit dem Fahrrad auf den Weg an der Altmühl entlang in Richtung Kinding machen. Als wir dort ankommen, sind wir überrascht, dass dort gerade das Gartenfest mit Livemusik, Getränken und Essen stattfindet. Wir machen eine Pause, die eigentlich nur ein Getränk lang dauern sollte. Als dann aber die Livemusik losging, ließ sich Elli nicht zur Weiterfahrt überzeugen und so wurde die Pause ausgedehnt. Danach geht es aber zurück nach Beilngries. Wir legen keinen Stopp am Campingplatz ein, sondern fahren gleich in den Ortskern durch, um uns für das anstehende Abendessen zu orientieren. Nach einer kurzen Besichtigungsrunde kehren wir im Gasthof Stern ein, wo wir noch einen Platz im Bereich der Außenbestuhlung finden. Zunächst war angedacht, nur ein weiteres Getränk zu nehmen und einen Platz fürs Abendessen zu reservieren. Aus einem Getränk wurden dann zwei und die Zeit des Abendessens rückte näher, so dass wir gleich sitzen blieben. Es gab Schäuferle für mich und Elli wählte die Käsespätzle. Als dann die Spätzle kamen, war Elli etwas irritiert. Es waren Spätzle in Bratensoße – ein Kindergericht. Schnell war klar, dass die Bestellung falsch rübergekommen war und korrigiert wurde.

Nach dem Essen ging es zum Campingplatz zurück und wir genossen das warme Wetter. Bei einem Gang an der Altmühl entlang, die direkt neben dem Campingplatz dahinplätscherte, sahen wir auf der gegenüberliegenden Seite ein Tier mit einem bräunlichen Fell. Um welche Art Tier es sich handelte, wurde kontrovers diskutiert. Letztlich setzte sich meine Sicht der Dinge durch. Es war ein Biber, der sich dort in der Uferböschung tummelte.

Am nächsten Tag herrschte wieder strahlender Sonnenschein. Das angekündigte Gewitter war ausgeblieben. Als ich die Brötchen abholen wollte, erfuhr ich, dass diese an den Platz geliefert werden. Es dauerte allerdings etwas, bis der Brötchenexpress bei uns ankam. Alles aber kein Problem, wir hatten ja Urlaub und somit Zeit.

Den Vormittag verbrachten wir in Beilngries mit Shopping und Sightseeing. Danach gammelten wir am Stellplatz herum.

Am frühen Nachmittag hatten wir davon genug und wollten eine kleine Wanderung machen. Ziel war die Kapelle im Schloss Hirschberg. Zunächst ging es am Ludwig-Donau-Main-Kanal entlang und dann über den Panoramahöhenweg nach Hirschberg.

Hier gab es auch gleich einen Gasthof, den wir für eine Pause nutzen wollten. Leider öffnete dieser erst um 17.00 Uhr, so dass wir unverrichteter Dinge weiterzogen. Die Besichtigung der Kapelle ließ ich aus und wartete an einer Wegkreuzung.

Das Schloss war eh nicht zu besichtigen. Nach kurzer Zeit kam Elli zurück. Leider war auch die Kapelle nicht zu besichtigen. Sie war, entgegen allen Ankündigungen, verschlossen. Über den Wanderweg K 2 ging es zurück nach Beilgries, wo wir in der Brauerei Schattenhöfer ein Abschlussgetränk zu uns nahmen.

Um 17.30 Uhr waren wir dann wieder am Platz und wieder war das angekündigte Gewitter ausgeblieben. Nach einer erfrischenden Dusche wollten wir am Campingplatz zu Abend essen. Da der Platz knapp war, arrangierte man sich und ein Pärchen aus Landsberg setzte sich zu uns und wir kamen ins Gespräch. Als es dann dunkel und damit kälter wurde, ging es zurück ins Wohnmobil.

Am nächsten Morgen klappte es mit den Brötchen besser. Durch Zufall stand ich vor dem Wohnmobil, als die Dame mit dem Bollerwagen vorbeikam und konnte ihr die Brötchen direkt abschwatzen. Danach radelte ich kurz zum nahen Netto-Markt, um unsere Getränke aufzufüllen. Um 10 vor elf ging es dann zur Rezeption. Wir hatten eine Kajak-Tour gebucht, die um 11.00 Uhr starten sollte. Was folgte, war etwas unorganisiert. Zunächst mussten wir, entgegen allen Absprachen, den Preis vor Ort in bar entrichten. Dies stellte aber kein großes Problem dar. Dann hatten wir ein Kajak gewählt. Dieses war jedoch noch nicht aufgeladen worden und musste erst geholt werden. Da stellten wir uns schon die Frage, warum wir vorher gebucht hatten. Als wir dann abfahrbereit im Kleintransporter saßen, kam noch eine größere Gruppe, die kurzentschlossen auch Kanufahren wollte. Jetzt reichte der Kleintransporter nicht mehr aus und wir mussten in einen Bus wechseln. Tatsächlich kamen wir dann um 11.30 Uhr los. Allerdings nicht ohne den Hinweis, dass ein Gewitter im Anzug sei und wir entsprechend vorsichtig sein sollten. Weitere Verhaltensweise gab es nicht.

Um 11.45 Uhr kamen wir am Bootsanleger in Ilbling an. Nach dem Abladen der Boote folgte auch schon die nächste Überraschung. Für das Kajak war nur ein Paddel vorhanden. Als Ersatz bot man uns ein Stechpaddel an. Nicht wirklich zielführend. Die Folge daraus war, dass die körperliche Belastung für das Vorankommen bei einer Person lag und die andere, die Fahrt genießen konnte. Insgesamt war die Tour sehr idyllisch. Auch das Vorankommen war gut, da die Altmühl über ausreichend Wasser und Strömung verfügte. Lediglich an einer Stelle setzten wir auf. Dies führte aber auch gleich dazu, dass wir einige Anläufe brauchten, bis wir uns freigerüttelt hatten, denn Aussteigen wollte keiner.

An der Kratzmühle dann eine kleine Überraschung, auf die uns keiner vorbereitet hatte. Auf Grund eines Wehres mussten wir das Kajak ein kurzes Stück über Land tragen. Danach geht es auf der Altmühl weiter. Das angedrohte Gewitter ist wieder ausgeblieben und mittlerweile machte sich die permanente Sonneneinstrahlung bemerkbar. Gegen 14.00 Uhr waren wir am Bootsanleger des Campingplatzes angekommen. Elli, die nicht einmal wirklich paddeln musste, fühlte sich derart unterfordert, das sie erst einmal eine Runde Laufen ging. Danach gibt es in der Gaststätte am Campingplatz erst einmal ein Bier auf Kosten des Hauses, für die ganzen Kleinigkeiten, die wir am heutigen Tag ertragen mussten.

Um 17.00 Uhr trieb uns dann der Hunger in die Stadt. Schnell entschlossen wir uns wieder für den Gasthof Stern und hatten Glück. Kurz nachdem wir uns gesetzt und unser Essen bestellt hatten, wurden keine weiteren Bestellungen auf Grund einer geschlossen Gesellschaft mehr angenommen. Zu unserer Überraschung unterschied sich das Essen zum ersten Besuch. Die Portionen waren doppelt so groß – bei gleichem Preis. Uns sollte es recht sein. Nach dem reichhaltigen Abendessen gönnt sich Elli noch ein Eis, bevor es zum Wohnmobil zurückgeht. Hier bereiten wir dann noch kurz unsere Abfahrt für den nächsten Tag vor.

In der Nacht hatte es zu regnen angefangen und auch am Morgen waren immer wieder kleine Schauer unterwegs. Gut, dass wir das meiste bereits eingepackt hatten. Das mit den Brötchen klappt diesmal erst in der 2. Runde. Danach wollen wir noch kurz entsorgen. Damit dies erfolgen kann, muss die entsprechende Fläche erst von abgeparkten Anhängern und Radladern befreit werden. Auch hier stellt sich uns die Frage, warum man diese auf der Fläche abgestellt hat, wo doch wirklich ausreichend Parkraum vorhanden war. Um 09.45 Uhr kommen wir dann los und legen erst einmal nach wenigen Metern einen Stopp am Volksfestplatz ab. Hier findet gerade ein Flohmarkt statt. Bei dem Gang über den Flohmarkt gelingt es Elli einen günstigen Eierbecher für ihre Sammlung zu erstehen.

Über die Landstraße geht es dann bis nach Denkendorf. Erst hier geht es dann auf die A 9 in Richtung Süden. An diesem Sonntag ist nur mäßiger Verkehr und bis auf eine kleine Phase mit stockendem Verkehr am Autobahndreieck Holledau geht es gut voran. Ab München geht es dann auf die A 8. Da allerdings auf der B 21 ein Stau angesagt ist, wählen wir die Abfahrt Bad Reichenhall und fahren über die B 20 nach Berchtesgaden. Um 13.30 Uhr kommen wir dann am Campingplatz Grafenlehen in Schönau am Königssee an. Es folgt eine kurze Diskussion mit Elli über den geeigneten Stellplatz und wir einigen uns letztlich auf Platz Nummer 9. Nachdem wir uns eingerichtet haben, geht es erst einmal zum Königssee.

Erster Stopp ist ein Biergarten, wo wir ein Helles und Topfenstrudel genießen. Bei strahlendem Sonnenschein sitzen wir danach am Seeufer, genießen den Ausblick und besprechen die weiteren Tage. Als wir um 17.30 Uhr zurück am Wohnmobil sind, beginnt es zu regnen und wir verbringen den Rest des Tages in unseren mobilen vier Wänden.

Am nächsten Morgen regnet es leicht. Wir machen uns daher um halb zehn zu Fuß auf den Weg in Richtung Berchtesgaden. Dort geht es direkt zum Bahnhof, wo wir uns eigentlich nur über einen Zugtransfer nach Bad Reichenhall erkundigen wollen. Da der Zug aber abfahrbereit am Bahnsteig steht, steigen wir gleich zu und so, nach einer idyllischen Zugfahrt, kurze Zeit später in Bad Reichenhall aus. Hier bummeln wir durch die Kuranlage und die Innenstadt.

Elli nutzt die Zeit, um sich eine neue Wanderhose zuzulegen. Um 13.00 Uhr geht es dann mit dem Zug wieder zurück nach Berchtesgaden, wo wir noch durch den historischen Ortskern gehen wollen. Beim Aufstieg nach Berchtesgaden fängt es an zu regnen. Der Regen wird immer stärker und als wir am Schloss von Berchtesgaden stehen, regnet es derart stark, dass wir uns erstmal unterstellen müssen.

Wir setzten uns dann in eine Gaststätte, um den stärksten Regen abzuwarten. Als dieser etwas nachließ, machten wir uns auf den Weg zum Busbahnhof. Leider fuhr zeitnah kein Bus in Richtung Schönau. Wir gingen also erst einmal Einkaufen und beschlossen dann, an der Berchtesgardener Ache zu Fuß zurück zum Campingplatz zu gehen. Dort trafen wir gegen halb fünf wieder ein und waren zu unserem Glück trocken geblieben.

Um 18.00 Uhr machten wir uns auf den Weg in den Gasthof auf dem Campingplatz, um etwas zu Abend zu essen. Im Gasthof war Selbstbedienung und nachdem wir unsere Bestellung aufgegeben hatten, kamen Essen und Getränke auch recht zügig. Interessant wurde der Abend durch ein französisches Ehepaar, das am Nebentisch saß und sichtlich unzufrieden mit allem war. Jegliche Hilfe lehnte sie ab und wurde auch noch unfreundlich, was zum Kopfschütteln bei vielen Gästen führte.

Da das Wetter sich auch am nächsten Morgen nicht deutlich verbessert hatte, brachen wir unsere Zelte ab und wollten uns eine trockenere Region suchen. Zunächst ging es über die B 305 / B 20 durch die Ramsau. Ziel war eigentlich Reit im Winkl. Leider war die Zufahrt von unserer Strecke aus gesperrt, so dass es für uns über die B 306 nach Inzell und Traunstein ging. In Traunstein biegen wir dann zum Chiemsee ab und machen uns an eine Seeumrundung.

Der erste Stopp erfolgt in Seebruck. Hier stellen wir schnell fest, dass es keine gebührenfreien Parkplätze gibt und der vorhandene Parkraum auch noch überteuert ist. Diese Erkenntnis behält unseres Erachtens für alle Orte am Chiemsee ihre Gültigkeit, so dass wir bei den verschiedenen Stopps immer wieder Parkplätze suchen müssen, die einen Kurzaufenthalt zulassen. In Prien am Chiemsee wollen wir dann länger stehen, um uns den Ort anzuschauen. Zu unserem Glück finden wir einen gebührenfreien Platz auf einem Parkstreifen nahe der Innenstadt. Leider ist hier die Nutzung der Parkscheibe obligatorisch und ich hatte immer noch keine ins Wohnmobil gelegt. Also gehe ich auf Gutglück in ein nahes Schreibwarengeschäft und frage nach einer Parkscheibe. Diese Einnahmequelle hat man hier bereits erkannt und hält einige vor, die man für 0,50 € erwerben kann.

Es folgt ein kurzer Gang durch die Fußgängerzone und ein Kaffee in einem der vielen Cafés. Danach geht es weiter, allerdings nicht ohne vorher die Vorräte in einem Lidl aufzufüllen. Bevor es auf die Autobahn geht machen wir noch eine kurze Mittagspause in einem Schnellrestaurant in Bernau. Dann geht es auf der A 8 bis nach Irschenberg. Kurz vor der Abfahrt hatten wir einen Blick auf die Wallfahrtskirche Wilparting werfen können und steuern diese an, um einen Besichtigungsstopp einzulegen. Danach folgt ein kleiner Abstecher an den Schliersee und dann geht es weiter an den Tegernsee. Hier hatten wir den Campingplatz Wallberg in der Nähe von Rottach-Egern als Ziel ausgewählt, da Elli sich mit ihrer alten Bekannten Britta treffen wollte, die in Rottach-Egern wohnt. Gegen 15.00 Uhr kommen wir am Campingplatz an und machen uns nach dem Bezug des Stellplatzes erst einmal auf den Weg zum Seeufer. Gegen 17.00 Uhr beenden wir unseren Spaziergang mit einem Bier in der Campingplatzgaststätte. Danach gibt es Abendessen, traditionell Weißwüste und Brezeln, bevor uns Britta gegen 19.00 Uhr zu einem gemeinsamen Abend abholt.

Am nächsten Morgen erwartet uns wieder das übliche Regenwetter und wir beschließen weiterzufahren. Über Landstraßen geht es nach Bad Tölz, wo wir einen Sightseeingstopp einlegen. Der erste Weg führt uns auf den Kalvarienberg mit einer Besichtigung der Kreuzkirche. Danach geht es noch die Innenstadt.

Nachdem wir die Besichtigung von Bad Tölz beendet hatten, geht es in Richtung Wolfratshausen, bekannt aus der Fernsehserie Hubert & Staller. Gerechnet hatten wir mit einem kleinen, verschlafenen Ort. Vorgefunden haben wir eine betriebsame Kreisstadt. Bei einem Einkaufsstopp suche ich nach weiteren Sehenswürdigkeiten und einer Zufahrt an den Starnberger See und entdecke durch Zufall den Ort Ammerland, den ich auf Grund der Verbindung zum Oldenburger Land als Ziel auswähle. Wir quälen uns über kleine Nebenstraßen zum Ziel und stoßen unmittelbar nach der Ortseinfahrt durch Zufall auf die Bäckerei Graf, die als Kulisse für das Café Rattlinger in der oben angesprochenen Fernsehserie dient. Nach einem kurzen Fotostopp geht es ans Seeufer.

Von hier aus geht es dann zur A 95, die uns nach Garmisch-Partenkirchen bringen soll. Hier hatten wir uns in der Ortschaft Grainau den Campingplatz Camping Zugspitz Resort entschieden. Dieser versprach Erholung, Komfort und Entspannung und verfügte sogar über ein Wellnessangebot mit Sauna für Elli. Schnell richteten wir uns auf dem Stellplatz Nummer 1 ein und genossen das sonnige Wetter.

Am frühen Nachmittag ging es dann für Elli in die Sauna, während ich am Wohnmobil zurück blieb und versuchte einen Blick auf die Zugspitze zu erhaschen. Die war leider wolkenverhangen, so dass wir auf den nächsten Tag setzten.

Bereits um viertel nach sechs weckt uns das erste Mal die Bahn mit ihrem Signalhorn, dass sie dieses in der Nähe an einem unbeschrankten Bahnübergang betätigt. Bis 08.00 Uhr schaffen wir es trotzdem liegen zu bleiben, da vorher auch keine Brötchen zu bekommen sind. Nach dem Frühstück machen wir uns dann auf, um zum Eibsee zu wandern.

Wir hatten dazu einige Wanderwege herausgesucht und es ging über Untergrainau und Grainau am Rosensee und Badersee entlang.

Um kurz nach elf kommen wir am Eibsee an. Eine Auffahrt zur Zugspitze lohnt sich nicht, da auf den Webcams zu erkennen ist, dass die Zugspitze komplett in den Wolken liegt.

Wir gönnten uns also ein Getränk im der Gaststätte Eibsee Panorama und beschließen mit dem Bus bis nach Garmisch zu fahren, um den Ort zu besichtigen. Gesagt, getan. Zur Mittagszeit kommen wir in Garmisch an und machen uns erst einmal auf die Suche nach einem Mittagssnack. Danach folgt ein ausgiebiger Spaziergang durch die Fußgängerzone, bevor wir um 14.21 Uhr den Bus zurück nehmen wollen. Guten Mutes geht es zur Bushaltestelle, an der wir ausgestiegen sind. Mit uns warten augenscheinlich weitere Wanderer auf den Bus in Richtung Zugspitze. Nur kommen tut er nicht. Nachdem er schon einige Zeit überfällig ist, versuchen wir den Grund in Erfahrung zu bringen und stellen fest, dass wir an der falschen Bushaltstelle sind. Der Haltepunkt für den Wanderbus ist um eine Straße verlegt und da hat der Bus vermutlich pünktlich gehalten. Vor die Wahl gestellt eine weitere Stunde zu warten oder die vier Kilometer zu Fuß zu gehen, entscheiden wir uns für den Fußmarsch und kommen vor dem Bus am Campingplatz an. Danach folgt relaxen, Wellness und Sauna.

Am nächsten Morgen, um kurz nach acht, erreicht uns die Mitteilung unseres Sohnes, dass er sein Abitur bestanden hat. Wir studieren noch die Wettervorhersagen, die nicht positiv sind, um die weiteren Aktivitäten zu planen. Als wir durch Zufall das Wetter von Harsum einsehen und dort strahlenden Sonnenschein bei hohen Temperaturen feststellen, steht unser Entschluss für eine Rückfahrt fest. Bereits um 09.00 Uhr sind wir unterwegs und fahren über Reutte in Österreich auf direktem Weg in Richtung A 7 und dann nach Norden, der Heimat entgegen. Gegen 18.30 Uhr treffen wir dann wieder in Harsum ein und beenden diese Urlaubstour.

Strecke 1781,9 km
Durchschnittsverbrauch 9,2 l
Durchschnittsgeschwindigkeit 72 km/h
Fahrzeit 24 h 41 min