Mit dem Wohnmobil an den Golf von Neapel

2016 Italien

23.0.2016 – 02.04.2016

Der Frühlingsurlaub stand mal wieder vor der Tür und wir machten uns Gedanken, wohin wir unser neues Wohnmobil steuern könnten. Im Oktober hatten wir unser Alkovenmodell verkauft und uns einen Kastenwagen von OrangeCamp zugelegt, um dem geringerem Platzbedarf gerecht zu werden. Nach zwei kurzen Eingewöhnungstouren stand nun die erste längere Tour bevor. Einhellig wurde Wärme und Sonne verlangt, so dass schnell Italien als Reiseziel festtand.

Am 23.03. ging es gegen 15:30 Uhr los. Wir wollten ohne viel Stress fahren und machten uns keine großen Gedanken über den Verkehr. Mal sehen, wie weit wir kommen würden. Da alles gut ging, waren wir schnell in Fulda angekommen und Elli telefonierte, um sich mit einer Bekannten aus Würzburg zu treffen. Da dies nicht klappte, fuhren wir noch ein kurzes Stück und landeten auf dem Stellplatz in Segnitz, den Elli für uns herausgesucht hatte. Auf der Anfahrt landeten wir erst auf einem Parkplatz, der auch als Stellplatz genutzt wurde. Da es bereits dunkel war, mussten wir uns kurz orientieren, bis wir den eigentlichen Stellplatz gefunden hatten. Eine kurze Anmeldung in der Gaststätte und wir richteten uns für die Nacht ein. Danach ging es noch in das Gasthaus zum Abendessen, das wirklich gut war.

Am nächsten Morgen wurden wir um 06.10 Uhr durch die Müllabfuhr geweckt, die durch die Straße fuhr, so dass wir bereits um halb sieben aufstanden und frühstückten. Um 07.45 Uhr ging es dann weiter. Schnell waren wir auf der Autobahn in Richtung Süden und wurden genausoschnell wieder gebremst. Vollsperrung der BAB 7 auf Grund eines umgestürzten Schweinetransportes. Wir reihten uns in die Staus auf der Umleitungsstrecke ein. Kurz vor Rotenburg o.d.T. ging dann gar nichts mehr. Der Verkehr stand und wir bogen einfach von der Strecke ab und suchten uns unsere eigene Umleitung. Gefühlt waren wir schneller unterwegs – überprüfen ließ sich dies leider nicht.

Wieder auf der Autobahn ging es ohne Probleme weiter und schnell hatten wir den Fernpaß erreicht und überquert. Gegen 13.00 Uhr kamen wir in Innsbruck an und tankten. Hier zeigten sich die ersten Vorteile des neuen Mobils. Zum Einen tankten wir das erste Mal auf der Fahrt, was dem großen Tank geschuldet war. Weiterhin errechneten wir einen Durchschnittsverbrauch von 9,8 l/100 km, was wir mit dem alten Mobil nicht einmal ansatzweise erreicht hatten.

Nach dem Tanken und einem kurzen Imbiss ging es weiter über den Brenner. Nachdem wir Italien erreicht hatten, machte sich Elli an die Auswahl einer Übernachtungsgelegenheit. Was sie auch heraussuchte, war entweder noch geschlossen oder voll. Fündig wurde sie dann beim Campingplatz Bavaria in Riva del Garda. Der Navi wurde auf die Anschrift programmiert. Das machte uns die Anfahrt aber nicht einfacher, da er sich kurz vor dem Ziel etwas verzettelte. Ursächlich dafür war meines Erachtens, dass die Straße in einer Hanglage so dicht beieinanderlagen, dass einfach die falsche zum Abbiegen ausgewählt wurde. Danach hatte der Navi mehrere fahrerisch interessante Vorschläge, die ich konsequent missachtete und nach Beschilderung fuhr. Letztlich erreichten wir gegen 17.00 Uhr die Einfahrt zum Campingplatz und wären an dieser fast noch vorbeigefahren, da sie etwas versteckt liegt.

Nachdem wir uns eingerichtet hatten, ging es erst einmal unter die Dusche und dann auf einen kurzen Spaziergang zum Seeufer. Danach gehen wir zum Abendessen in die Pizzeria am Platz. Die füllt sich schnell, da sie durch eine größere Gruppe skandinavischer Segler genutzt wird. Nach dem Abendessen geht es ins Wohnmobil, wo wir die weitere Urlaubsroute vorplanen.

Der nächste Morgen ist Karfreitag. Trotzdem werden wir erneut um kurz nach sechs durch die Müllabfuhr geweckt. Diesmal blenden wir es aus und reagieren erst auf eine Gruppe Läufer, die um 08.00 Uhr an unserem Mobil vorbeijoggt. Ich mache mich auf den Weg zum Coop in einem nahen Einkaufszentrum, um Brötchen zu kaufen. Das Geschäft hat noch zu, so dass ich eine Viertelstunde warten muss, bis ich an das begehrte Gut gelange. Der Brötchenpreis errechnet sich mal wieder nach dem Gewicht und unsere Brötchen kosten uns 0,48 €.

Nach dem Frühstück lassen wir uns Zeit und machen uns gegen 10.00 Uhr auf zu einem Bummel durch den Ort. Am Seeufer entlang geht es nach Riva del Garda.

Als wir uns dem Hafen nähern, bemerken wir schon die Vielzahl von Segelbooten der Optimisten-Klasse. Wir schauen uns das Spektakel an. Es handelt sich um eine Regatta für Jugendliche und es sind Jollen aus allen Ländern zu erkennen.

Nachdem wir genug gesehen hatten, bummeln wir in die Stadt.

Nach einem Cappuccino am Hafen geht es kurzentschlossen an den Aufstieg zur Bastion, um mal den Überblick über das Nordufer des Gardasees zu genießen. Der etwa ein Kilometer lange Aufstieg führt über eine gewundene Straße direkt zur Bastion. Von hier hat man den erwartet schönen Ausblick.

Nach dem Abstieg machen wir uns an den Bummel durch die Gassen von Riva del Garda. Ihren Abschluss findet unsere Tour bei einem Cappuccino auf einer Piazza an der Via Giardini Verdi, wo wir dem Abbau der Marktstände zuschauen können. Unser Weg zum Campingplatz führt uns an dem Coop vorbei, wo wir noch schnell etwas fürs Abendessen einkaufen, bevor wir endlich am Platz relaxen können. Nach zwei Stunden haben wir erst einmal genug davon und machen uns noch kurz auf den Weg zum nahen Yachthafen, wo wir in der Sailing Bar ein Bier genießen und den ersten Jollen bei der Hafeneinfahrt zuschauen können.

Der nächste Tag startet gegen 08.00 Uhr. Diesmal macht sich Elli auf den Weg die Brötchen zu holen. Gegen 09.30 Uhr haben wir gefrühstückt und alles verstaut, so dass wir uns auf den weiteren Weg machen können. Da uns der Dieselpreis ausgesprochen günstig erscheint, was sich später auch bewahrheitet, tanken wir an der nahen Tankstelle noch schnell volll und fahren dann in Richtung Autobahn. Zunächst schenken wir dem Navi das Vertrauen, das ihm gebührt. Bei näherer Betrachtung stellen wir aber fest, dass er eine Strecke gewählt hat, die zwar etwas schneller werden könnte, aber definitiv länger ist. Im Ergebnis folgen wir dann doch unserer eigenen Streckenführung und fahren in Montava ab, folgen der Landstraße SP55 bis Parma, wo wir wieder auf die Autobahn auffahren.

Um kurz vor Drei kommen wir in Pisa an und fahren direkt zum Campingplatz Torre Pendente. Der Platz ist gut gefüllt. Wir finden einen Stellplatz in einer Gruppe Wohnmobile aus San Marino und richten uns ein. Bis 17.00 Uhr entspannen wir uns am Platz. Dann machen wir uns auf zu einem kurzen Spaziergang zum Schiefen Turm.

Die Vielzahl an Besuchern und die daraus resultierende Enge ist nicht gerade angenehm, so dass wir die Stippvisite nach eine paar Fotos beenden und uns etwas für das Abendessen einkaufen, bevor wir uns an den Rückweg machen. Den Rest des Tages verbringen wir in der mittlerweile gewohnten Atmosphäre unseres Wohnmobils.

Auf Grund der Erkenntnisse aus der Stippvisite kommen wir am nächsten Morgen schnell zu dem Entschluss weiterzufahren. Als Ziel wählten wir Pompeji aus, da wir da wissen, was uns erwartet. Da uns eine Strecke von knapp 600 Kilometern bevorsteht, füllen wir noch schnell unseren Tank auf. Bei uns klappte es problemlos, wohingegen der Franzose vor uns scheitert, da seine Kreditkarte nicht akzeptiert wurde.

Nach dem Tanken geht es auf die Autobahn in Richtung Süden. Der Navi errechnet 18.00 Uhr als Zielzeit und korrigierte sich dann immer weiter nach hinten. Wir schauen mal etwas detaillierter nach und stellen fest, dass er die anstehenden Verkehrsereignisse berücksichtigt. Allerdings sind dies Ereignisse, die größtenteils noch 400 Kilometer von uns entfernt sind, so dass wir ihnen keine Beachtung schenken. Dies ist dann auch richtig, da sich alle Ereignisse bei unserer Ankunft bereits erledigt hatten, so dass wir tatsächlich um 18.00 am Campingplatz Zeus in Pompeji angekommen.

Das Check Inn lief diesmal etwas komplizierter ab. Freie Stellplatzwahl war nicht angesagt. Wir bekamen einen Platz zugewiesen, indem wir einem Mitarbeiter folgten und er irgendwann auf einen freien Platz zeigte und sofort verschwunden war. Da alle Plätze diagonal angeordnet waren, standen wir vor dem Problem, wie bekommen wir unser Mobil da rein. Die Fläche zum Rangieren war knapp bemessen und auch noch durch Mülltonnen und Bäume begrenzt. Unter der Mithilfe eines Platznachbarn gelang es uns schließlich das Mobil adäquat einzuparken.

Nachdem alles erledigt war, ging es kurz zum nahen Bahnhof. Wir wollten uns über Möglichkeiten mit dem Zug nach Neapel zu fahren informieren. Leider war unser Versuch nicht von Erfolg gekrönt. Ein Zugfahrplan war nicht erkennbar und jeder, den wir fragten, verwies uns auf Bus und Taxi, so dass wir unser Anliegen als erledigt betrachteten. Es ging dann weiter zum Essen. An der Via Plinio entlang ging es zur Piazza Imacolata. Hier suchten wir das Restaurant Corallo auf, das uns bei unserem ersten Besuch bereits bewirtet hatte. Das Essen war wieder okay und die deutsch sprechende Dame erschien auch wieder, so dass wir schnell ins Gespräch kamen. Elli schloss ihr Essen mit einem Nachtisch ab, der ihr auf Empfehlung der Dame serviert wurde. Ein Biskuitkuchen mit dem hier üblichen Zitronengeschmack. Nach dem Essen ging es dann zum Campingplatz zurück.

Nach dem Frühstück beschlossen wir weiterzufahren, da wir nicht noch einmal Pompeji besuchen wollten. Nachdem wir alles verstaut hatten, machten wir uns wieder ans Rangieren. Wieder half der Platznachbar dabei, dass wir den Platz vernünftig verlassen konnten. Danach verursachten wir an der Schranke einen kurzen Stau, da alles auf den Abschluss unseres Bezahlvorgangs warten mussten.

Über kleine Nebenstrecken ging es dann in Richtung Sorrento. Als wir eine günstige Tankstelle erblickten, beschlossen wir noch schnell unseren Tank zu füllen. Obwohl es eine Tankstelle mit Service, d.h. ich brauchte mir selbst die Finger nicht dreckig zu machen, war der Preis recht günstig. Danach ging es über die SP155 weiter. Anfangs dachten wir, dass es sich um eine Küstenstraße mit Aussicht auf den Golf von Neapel handelt. Hier wurden wir aber enttäuscht. Größtenteils verläuft die Straße in Tunneln. Und wenn dies nicht der Fall ist, geht sie durch die Küstenorte. Hier ist die Straße eng und zugeparkt, dass sie wirklich eine Herausforderung darstellte.

Kurz vor Sorrento wird die Streckenführung dann doch ansehnlicher und wir nutzten die Möglichkeit eines Stopps, um den Ausblick zu genießen und ein paar Fotos zu machen.

 

Bereits um halb elf kamen wir am Campingplatz Santa Fortunata in Sorrento an. Wieder bekamen wir einen Stellplatz zugewiesen. Diesmal allerdings mit wunderschöner Aussicht auf Sorrento. Nachdem wir uns eingerichtet hatten, ging es zur Rezeption, von wo der Shuttlebus in die Stadt fahren sollte.

Die Fahrt kostete uns 1 € und endete an einem Platz an der Via Antonnio Sersale. Von nun an hatten wir etwa vier Stunden Zeit für unseren Bummel, da erst dann der nächste Bus zurück fahren würde. Pünktlich mit dem Aussteigen fing es erstmals an leicht zu regnen. Mit dem Erreichen der Fußgängerzone wurde der Regen stärker, so dass wir gleich erst einmal nach drinnen flüchteten und die Kathedrale von Sorrento besichtigten. Im weiteren Verlauf unseres Stadtbummels wechselte das Wetter immer mal wieder.

Durch die Gassen der Innenstadt, die oberhalb der Steilküste liegt, ging es dann in Richtung Hafen, wo die Fähren in Richtung Capri und Ischia abfahren. Der Abstieg zum Hafen führte über eine Treppe direkt an der Steilküste entlang.

 

Nach der Hafenbesichtigung machten wir uns wieder an den Aufstieg und bummelten weiter durch die Gassen bis zum Aussichtspunkt an der Piazza della Vittoria. Von hier hatte man noch einmal eine schöne Sicht auf den Hafen und, da sich das Wetter mittlerweile für Sonnenschein entschieden hatte, einen Ausblick mit Regenbogen.

Um 16.00 Uhr hatten wir das Gefühl alle Sehenswürdigkeiten besucht zu haben und beendeten unsere Tour. Der Shuttlebus erschien pünktlich und brachte uns zum Campingplatz zurück. Hier erwartete uns erst einmal eine warme Dusche und etwas Entspannung.

Um 18.00 Uhr ging es dann zum Abendessen in das Restaurant auf den Platz. Elli entschied sich für frittierten Tintenfisch und Garnelen, wohingegen ich eine Pizza auswählte. Meine Pizza war, ohne die Promodoro, etwas gewöhnungsbedürftig. Ellis Essen hingegen ging gar nicht. Der Tintenfisch war wie Gummi. Sie entschied sich, das Essen zu reklamieren und bekam anstandslos eine neue Portion. Die war besser, so dass wir das Abendessen letztlich doch noch genossen.

Am nächsten Morgen ging es bei Sonnenschein weiter. Elli wollte unbedingt nach Herculaneum und ich war Willens ihr diesen Wunsch zu erfüllen. Der Navi kannte in der Nähe einen Campingplatz und lotste uns über eine abenteuerliche Strecke dahin. Leider war der Campingplatz nicht mehr da und die enge Straße führte in den Nationalpark Vesuv weiter. In einer Einfahrt konnten wir wenden und es ging weiter zum nächsten Campingplatz im Norden von Neapel. Dazu mussten wir einmal durch Neapel. Die Stadtautobahn, die wir dazu nutzten, war gut gefüllt und der Verkehr abenteuerlich. Nachdem wir die Autobahn verlassen hatten, folgte eine wirklich abenteuerliche Route über eine Nebenstraße, die eher an einen Feldweg erinnerte.

Um kurz vor 10.00 Uhr standen wir vor der Zufahrt zum Campingplatz Solfatara in Pozzuoli. Die Zufahrt führte durch ein Gebäude und war mit einer Höhe von 3,20 m und Breite von 2,10 m sehr begrenzt. Dahinter fand sich ein netter Campingplatz, der direkt in dem Vulkankrater eingerichtet war. Nachdem wir einen Stellplatz gewählt hatten, machten wir uns an einen Bummel durch den Naturpark im Krater mit seinen heißen Dampf- und Fangoquellen.

 

Nach dieser Besichtigungstour machten wir uns auf den Weg nach Herculaneum (Ercalano). Erste Informationen hatten wir vom Campingplatzbetreiber erhalten. Bergab ging es den knappen Kilometer zum Bahnhof. Hier kauften wir unsere Fahrtkarten. Die für die Rückfahrt gleich mit – was sich als gut erwies. Mit dem Zug ging es dann nach Neapel bis zum Bahnhof an der Piazza Giuseppe Garibaldi. Nach unseren Informationen mussten wir einfach nur eine Ebene nach oben wechseln, um den Zug nach Ercalano zu finden. So einfach war das aber nicht. Jeden, den wir fragten, hatte eine andere Alternative und alle waren falsch. Letztlich fanden wir heraus, dass der Zug am gleichen Gleis ging, da er durch die Bauarbeiten im Bahnhof umgeleitet wurde.

Nachdem wir so unseren Zug gefunden hatten, kamen wir kurze Zeit später in Ercalano an. Hier gab es keinen einzigen Hinweis auf den Weg zu den archäologischen Stätten. Wir fragten einen Anwohner, der empfahl uns den Bus zu nehmen, was uns absurd vorkam, da sie ja nur 800 Meter entfent sein sollten. Letztlich bemühten wir ein App auf dem Handy, um uns zu lotsen. So kamen wir an einem geöffneten Tor an, hinter dem ein Kassenhäuschen und die antiken Stätten waren. Wir gingen hinein und Elli fragte am Kassenhäuschen nach dem Eintrittspreis. Hier wurden allerdings nur Audioguides verkauft und der Mitarbeiter war sichtlich amüsiert, dass wir ohne Eintritt hineingelangt waren. Da wir seine Billigung hatten, machten wir uns ohne Eintrittskarte an die Besichtigung.

Das Areal war wesentlich kleiner als Pompeji, jedoch in vielen Bereichen detailreicher. So konnte man wesentlich mehr erhaltene Mosaike und Wandzeichnungen vorfinden.

 

Am Interessanten war der gut erhaltene Hafenbereich, in dem man die Leichen der verstorbenen Bewohner vorgefunden und nun rekonstruiert hatte.

Nach dem erneuten Aufstieg von der Hafenebene, bummelte Elli noch durch ein paar Villen, während ich auf sie wartete.

Danach ging es noch kurz zum Getränkeautomaten, wo wir uns zwei Flaschen Wasser kauften, da es mittlerweile doch sehr warm geworden war. Nach etwas über zwei Stunden hatten wir unserer Meinung nach genug gesehen und machten uns auf den Weg zurück zum Bahnhof.

Diesmal wählten wir den offiziellen Ausgang und hatten dadurch ein Strecke von 1,2 Kilometern bis zum Bahnhof. Kurz vor dem Ausgang wollte Elli noch ein Foto der Anlage von oben machen und beugte sich dabei übers Geländer. Hierbei verlor sie ihre Wasserflasche, die wir kurz zuvor erworben hatten und noch gut gefüllt war.

Auf dem Rückweg zum Bahnhof fragten wir uns immer wieder, wann denn eigentlich der Zug zurück abfuhr. Wir konnten uns nicht genau erinnern, wussten nur, dass er alle Stunde ging. Etwa 400 Meter vom Bahnhof entfernt waren wir uns sicher, dass er in etwa einer Viertelstunde ging und beeilten uns entsprechend, um ihn noch zu erreichen. Kurz bevor wir den Bahnhof erreichten, hörten wir das Pfeifsignal eines Zuges. Dieses veranlasste uns, den Rest des Weges laufend zurückzulegen. Auf dem Bahnsteig angekommen stellte sich nur noch die Frage, auf welchem Gleis der Zug einfuhr. Ein anderer Bahngast wies uns das richtige Gleis und dazu noch den kürzesten Weg auf die andere Seite zu gelangen. Als wir Gleis 2 betraten, fuhr auch schon der Zug ein. Zeit Fahrkarten zu kaufen, hätten wir definitiv nicht gehabt.

Wir saßen gerade im Zug, da kam auch schon ein Schaffner und kontrollierte die Fahrkarten. Das hatte es auf der Hinfahrt nicht gegeben. Stolz gab Elli ihm die Fahrkarten und er wies uns darauf hin, dass diese nicht abgestempelt waren. Wir erklärten ihm unsere Unwissenheit diesbezüglich und er entwertete sie handschriftlich. Schwarzfahren wäre auch absurd gewesen. Die Fahrkarte hatte gerade mal 2,60 € gekostet.

Nach unserer Ankunft in Pozzuoli machen wir uns an den Aufstieg zum Vulkankrater und damit zu unserem Campingplatz. Hier kommen wir gegen 19.00 Uhr an und hatten keine Lust mehr, auch nur einen Meter zu gehen. Nach einer erfrischenden Dusche und einem ausgiebigen Abendessen, entspannten wir im Mobil.

Der nächste Tag ist wieder ein Reisetag. Um halb zehn kommen wir los und fahren zunächst über die Stadtautobahn. Der Verkehr ist unangenehm und an jeder Auffahrt staut es sich. Als wir Neapel dann endlich hinter uns gelassen haben, geht es beschaulich in Richtung Norden. An Rom vorbei geht es nach Florenz, wo der Verkehr wieder stark zunimmt. Kurz hinter Florenz trennt sich A1 in zwei Möglichkeiten. Wir folgen der normalen Beschilderung und nicht der „Variante“. Letztlich wohl eine schlechte Entscheidung, da wir nach der Zusammenführung wieder Fahrzeuge überholen, die wir vor Florenz bereits überholt hatten.

Gegen 18.00 Uhr treffen wir in Peschiera del Garda ein und fahren noch einen Supermarkt an, um unsere Vorräte zu ergänzen, bevor wir den Campingplatz Cappuccini ansteuern. Der Empfang ist wieder sehr freundlich und wir machen uns an die Stellplatzsuche. Ellis Vorstellungen nach einem unverbauten Seeblick können nicht ganz erfüllt werden, da die guten Plätze bereits vergeben sind und der Rest manchmal wirklich arg mit Gefälle ausgestattet ist. Als wir uns auf Platz 23 eingerichtet haben, stellen wir fest, dass wir auch von dort einen Seeblick haben.

Der nächste Morgen beginnt mit einem Frühstück in der Sonne. Danach lassen wir den Tag so dahinplätschern. Gegen 16.00 Uhr gehen wir dann in die Innenstadt. Beim Bummel durch die Gassen findet Elli das ein oder andere Geschäft, das ihr zusagt und sie macht sich ans Shoppen. Schnell wird sie fündig. Hier zwei Paar Schuhe, dort einen Gürtel. Als der Shoppingwahn abgeklungen ist, suchen wir uns ein Restaurant zum Abendessen. Danach geht es zurück und wir können sogar noch etwas vor dem Mobil sitzen, bevor uns die aufziehende Kälte nach drinnen treibt.

Am nächsten Tag starten wir die erste Etappe der Rückfahrt. Sie führt uns nach Würzburg, genauer gesagt nach Eibelstadt zu Martina, einer Bekannten von Elli. In Eibelstadt stehen wir auf dem Stellplatz am Wassersportclub. Am Abend geht es dann mit Martina in Urlaub’s Weinstuben in Radesacker zum Abendessen. Zum Abschluss und für ein paar nette Gespräche ging es dann am Platz noch in die Gaststätte Bötle, bevor wir müde ins Bett fielen.

Um kurz nach 09.00 Uhr ging es am nächsten Tag weiter. Von Eibelstadt aus ging es direkt auf die BAB 3 und von dort auf die BAB 7. Der Verkehr war mäßig, so dass wir gut voran kamen und bereits gegen 13.00 Uhr in Harsum einparkten.

Insgesamt hatten wir in diesem Urlaub 3718 Kilometer zurückgelegt.

Strecke   3718,2 km
Durchschnittsverbrauch   9,8 km/h
Durchschnittsgeschwindigkeit   81 km/h
Fahrzeit   45 h 22 min

 

Mit dem Wohnmobil durch Norditalien

2015 Italien

04.04.2015 – 15.04.2015

Auch der diesjährige Urlaub zur Osterzeit sollte in Italien stattfinden. Mit der Hoffnung auf sonniges Wetter und angenehme Temperaturen ging es an einem  Samstag  bereits um 08.30 Uhr los. Unser erstes Etappenziel sollte Füssen werden. Die Fahrt dorthin verlief problemlos und nach etwa 10 Stunden trafen wir am Stellplatz in Füssen ein. Aus dem sonnigen Wetter war jedoch nichts geworden und auch die warmen Temperaturen waren in weiter Ferne, da es mittlerweile leicht schneite. Unsere Hoffnung, dass der Schneefall nachlassen würde, erfüllte sich jedoch nicht. Am Morgen war alles mit Schnee überzogen.

Wir machten uns Gedanken über unsere Anfahrt nach Italien, da wir den Fernpass in der weiteren Streckenführung ausgewählt hatten. Ein Blick auf die Webcams für den Fernpass ergab, dass auch dort eine geschlossene Schneedecke vorherrschte und der Verkehr sich über den Pass mühte. Wir jedoch wollten kein Risiko eingehen und wählten für uns eine Streckenführung über Bregenz und die A 14, um nach Innsbruck und zur Brennerautobahn zu gelangen. Auf dieser Strecke wechselten sich Schneefall und Sonnenschein ab. Noch kurz vor Innsbruck ging der Schnee in dicken Flocken runter, so dass sogar die Sicht eingeschränkt war. In Innsbruck-Kranebitten (Flughafen) fuhren wir dann kurz von der A 12 ab, um an einer Jet-Tankstelle günstig zu tanken und bei McDonald’s einen kleinen Snack zu uns zu nehmen.  Bei dem Halt, stellten wir dann fest, dass sich ein Singvogel in unserem Kühlergrill suizidiert hatte. Davon hatten wir während der Fahrt gar nichts mitbekommen. Einen Schaden am Fahrzeug hatte er nicht verursacht, so dass er der einzig Leidtragende des Vorfalls war.

Nach dem Mittagssnack ging es dann auf die Brennerautobahn. Die Fahrt verlief problemlos. Nachdem wir den Brenner überquert und Italien erreicht hatten, besserte sich auch das Wetter. Der Schnee verschwand und das erhoffte sonnige Wetter hielt Einzug. Allerdings war es immer noch recht kühl. Elli machte sich nun auf die Suche nach einem Stellplatz und wählte den Gardasee als erstes Ziel aus. Hier fand sie den Stellplatz Amici in Fossalta nahe Lazise. Die Anfahrt zum Stellplatz führte uns durch Lazise, das komplett mit Touristen überlaufen war. An jeder erdenklichen Stelle wurde geparkt, Fußgänger liefen auf der Straße, dazwischen die Radfahren, so dass sich auch der Pkw-Verkehr nur zähflüssig durch den Ort bewegte. Gegen 17.00 Uhr kamen wir dann am Stellplatz an. Dieser liegt direkt neben dem Gardaland und ist entsprechend gut besucht. Wir machten uns auf die Suche nach einem geeigneten Stellplatz und entschieden uns letztlich für den Parkplatz. Nachdem wir uns eingerichtet hatten, machten wir es uns am Wohnmobil gemütlich und genossen die letzten Sonnenstrahlen.

Am nächsten Morgen ging es dann für uns weiter. Der Bereich um den Gardasee war uns einfach zu überlaufen, da die Italiener noch Osterferien hatten, wie wir erfuhren. Wir hatten uns auf Venedig als nächstes Ziel verständigt und machten uns um kurz vor 10.00 Uhr auf den Weg dorthin. Da Venedig über die Autobahn gut zu erreichen ist und Staus nur im Gegenverkehr waren, kamen wir um die Mittagszeit in Fusina an. Auf der Anfahrt um Campingplatz Fusina mussten wir durch das vorgelagerte Industriegebiet. Hier wurde gerade die Straßenführung verändert und in der Baustelle verlor der Navi kurz die Orientierung. Am Campingplatz angekommen war es dann kein Problem einen vernünftigen Stellplatz zu finden. Wir entscheiden uns für einen Stellplatz am Hafenbecken mit Blick auf Venedig. Dieser hatte den Vorteil, dass wir Strom am Platz hatten. Sicherlich hätten wir auch noch einen Stellplatz in der ersten Reihe zur Lagunenstadt haben können, hätten hier aber fast 50 Meter Stromkabel verlegen müssen.

Um 14.00 Uhr machen wir uns auf zum Sightseeing. Wir wollen mit dem Vaporetto nach Venedig fahren und kaufen am nahen Terminal Fahrkarten. Hierbei bekommt Elli ohne größere Probleme eine 50% Ermäßigung auf Grund ihres Behindertenausweises.

Mit der Fähre geht es dann zum Anleger am Campo di Sant Agnese. Von dort aus machten wir uns auf unsere Tour durch Venedig. Zunächst ging es Punta della Dogana, von wo aus man einen wunderbaren Blick über die Lagune in Richtung Palazzo Ducale hat.

An der Basilika Santa Maria della Salute vorbei ging es durch die Gassen zur Ponte dell‘ Accademia, wo wir den Canale Grande überquerten und zum Campo Santo Stefano kamen. Hier machten wir erst einmal eine kurze Pause, suchten uns einen Platz in der Sonne und gönnten uns einen Cappuccino.

Danach ging es über die mit Touristen verstopften Gassen weiter in Richtung Piazza San Marco.

Hiernach hielten wir uns nördlich und folgten den Schildern in Richtung Rialtobrücke. Selbst mit den Schildern verlor man schnell die Orientierung in den überfüllten Gassen.

Nach dem Fotostopp an der Rialtobrücke ging es über die Calle del Lovo und die Calle Della Mandola in Richtung Campo Sant Angelo.

Hier hofften wir etwas zu Essen zu finden, da wir mittlerweile Hunger verspürten. Auf der Calle Della Mandola beobachtete ich noch eine Dame beim Klauen. Sie ließ sich trotz meiner Unmutsbekundungen nicht davon abhalten einen Schlüsselanhänger einzustecken und tat danach auch noch ganz unschuldig. Nachdem wir am Campo Sant Angelo kein Restaurant gefunden hatten, dass uns ansprach, ging es zurück in die Calle Della Mandola. Hier hatten wir die Trattoria al Vaporetta gesehen, die unser ansprach. Als wir das Restaurant betraten, schaute man uns verwundert an, sagte aber nichts. Man zeigte uns einen Platz, an dem wir uns setzen konnten und ging danach zur Eingangstür, die man dann mit einem Stuhl zustellte. Auf Nachfrage erfuhren wir, dass man eigentlich schließen wollte. Da aber noch Gäste da waren, konnten auch wir noch unser Essen bestellen. Nudeln gab es leider nicht mehr, so dass wir uns eine Pizza gönnten.

Als wir das Essen beendet hatten, ging es gemütlich zum Bootsanleger zurück. Hier mussten wir noch etwas auf unser Vaporetto warten und konnten dabei die anderen Touristen beobachten. Als das Vaparetto dann kam, setzten sich die Massen in Bewegung und drängten in Richtung Fähre, so dass diese auf der Rückfahrt gut gefüllt war. Nach 20 Minuten auf der Fähre kamen wir wieder in Fusina an. An unserem Stellplatz zurück, stellten wir fest, dass wir Nachbarn erhalten hatten, die uns zwar etwas die Aussicht verstellten, aber sonst nicht störend waren. Zunächst versuchen wir noch draußen sitzen zu bleiben. Da es aber mit dem Fehlen der Sonne immer kälter wird, ziehen wir uns schnell ins Wohnmobil zurück.

Am nächsten Morgen werden wir um 07.15 Uhr durch die Fähre Forza geweckt, die rückwärts ins Hafenbecken rangiert. Danach standen wir auch gleich auf und frühstückten, um unseren für unseren nächsten Ausflug nach Venedig zu stärken. Wieder geht es zum Kassenhäuschen für die Tickets und diesmal, welch Überraschung, soll es keine Ermäßigung geben. Erst nachdem wir unseren Preis vom Vortag erwähnen kommt ein Kommentar aus dem Hintergrund und wir erhalten die Ermäßigung. Um 10.00 Uhr geht es mit dem Vaporetto wieder zum Campo di Sant Angelo. Diesmal halten wir uns in östliche Richtung und gelangen schließlich zum Campo Santa Margherita, wo wir in einem kleinen Café einen Sonnenplatz finden und bei einem Cappuccino die weitere Tour absprechen.

Weiter geht es zur Kirche Santa Maria Gloriosa dei Frari, einem der größten und bedeutendsten gotischen Sakralbauten in Venedig. Elli macht sich an die Besichtigung, während ich es mir am Kanal gemütlich mache. Danach geht es weiter zum Campo San Polo. Hier waren wir bereits einem der vorangegangenen Besuchen eingekehrt und taten es auch diesmal. In einem Lokal in der Südwestecke des Campo fanden wir einen Platz und ich konnte meine Nudeln zum Mittag essen.

Von hier aus ging es dann noch einmal zur Rialtobrücke, der wir uns diesmal von der anderen Seite näherten. Eigentlich wollten wir dann im weiteren Verlauf den Gassen und Kanälen zur Arsenale di Venezia folgen. Das klappte nicht. Trotz Stadtplan, Navi und Ausschilderung verfehlten wir die geplante Strecke und kamen an der Uferpromenade heraus. Als wir uns hier orientiert hatten ging es weiter Arsenale di Venezia. Da eine Besichtigung hier nicht geplant war, machten wir es uns in einer Bar direkt neben dem imposanten Bauwerk gemütlich, tranken Cappuccino und Aperol und beobachteten wieder einmal die Touristen, die hier von Marineangehörigen für die Führungen in Empfang genommen worden.

Nach dieser Pause ging es dann an der Uferpromenade zurück zur Piazza San Marco. Natürlich nicht ohne einen kurzen Fotostopp an der Seufzerbrücke. Danach legten wir etwas an Tempo zu, um unsere Fähre zu erreichen, da wir ansonsten wieder eine etwas längere Wartezeit auf die nächste Fähre hatten. Um 15.30 Uhr ging es zurück in Richtung Fusina. Diesmal hatten wir einen richtigen Sprinter als Kapitän. Im Höchsttempo ging es zurück. Bereits nach 15 Minuten stiegen wir schon wieder aus. Danach relaxten wir am Wohnmobil, unterbrochen durch eine kurze Getränkevisite in der campingplatzeigenen Bar. Hier wollte aber keine Gemütlichkeit aufkommen, da die Betreiber verschiedenste Versuche mit der Musikanlage durchführten und uns immer wieder lautstark mit Partymusik beschallten.

Für den folgenden Tag hatten wir unsere Abfahrt eingeplant und nach der Ver- und Entsorgung starteten wir auch. Das erste Problem, das auf uns zukam, war es eine Tankstelle zu finden. Auf der Anfahrt zum Campingplatz hatten wir verschiedene wahrgenommen, die in ihren Preisen aber äußerst unterschiedlich waren. Eigentlich wollte ich wieder durch die Baustelle fahren, musste aber feststellen, dass die Zufahrt von unserer Seite aus gesperrt war. Also folgten wir den Anweisungen des Navi. Dies allerdings nur bis zu einem gewissen Punkt. Als er uns in eine Anliegerstraße führen wollte, orientierten wir uns lieber selbst in Richtung SS 309. An der Auffahrt angekommen fuhren wir erst einmal wieder zurück und nutzten den Kreisverkehr zum Wenden. Auf diese Art und Weise gelangten wir zu der von mir ausgesuchten Tankstelle. Hier dann die nächste Überraschung. Eine Kreditkarte wird nicht akzeptiert und Barzahlung ist gar nicht möglich, so dass wir wieder über den Automaten tanken müssen. Nachdem wir eine erklägliche Anzahl an Scheinen eingeführt hatten, scheint der Tank voll und es kann weitergehen.

Über die SS 309 geht es in Richtung Süden. Unterwegs beschließen wir noch einzukaufen. Als wir in Ariano einen Lidl-Markt an der Straße sehen, fahren wir ab. Der Lidl-Markt liegt auf der „Grünen Wiese“. Weit und breit kein anderes Gebäude. Dennoch ist die Parkplatzzufahrt auf eine Höhe von 2,50 Meter begrenzt. Ich parke das Wohnmobil in der Nähe der Parkplatzzufahrt und Elli geht kurz einkaufen. Danach geht es auch gleich weiter, um keine Zeit zu verlieren. Am Lido di Spina werden wir in unserem Vorwärtsdrang kurz gestoppt. Ein Stau. Der Grund ist zunächst nicht ersichtlich. Beim Passieren der Engstelle stellen wir fest, dass sie Arbeiten im Seitenraum durchführen und dafür die Straße halbseitig gesperrt haben.

Gegen Mittag kommen wir dann im Großraum Ravenna an. Hier machen wir eine kurze Pause, um zu besprechen, wie es weitergehen soll. Da Elli keinen schönen Platz in Rimini fand, machten wir uns auf die Suche nach Alternativen und stießen auf den Campingplatz Centro Vacanze in San Marino. Nach einem kurzen Anruf, ob noch Platz für uns sei, starteten wir durch und waren um 14.00 Uhr am Campingplatz.

Wir richteten uns am Stellplatz ein und machten uns dann auf den Weg in die Altstadt. Direkt am Campingplatz fuhr der Bus ab, der uns direkt an den Zugang zur Altstadt bringen sollte.

Es war jedoch erst einmal warten angesagt, da der Abfahrtplan augenscheinlich eher eine Orientierung denn eine feste Bindung war. Wir dachten schon, dass der Bus nicht mehr fahren würde, als er um die Ecke kam. Die Fahrt zur Altstadt war abenteuerlich. Sehr rasant ging es durch die teilweise engen Straßen den Berg hinauf. Wie angekündigt kamen wir direkt am Zugangstor zur Altstadt an. Von hier aus ging es durch die sehenswerten Gassen der Zitadelle zu verschiedenen Aussichtspunkten. Von diesen aus hatte man eine wunderbare Aussicht, die bis nach Rimini und die die Adria reichte.

Ziel war es bei unserer Besichtigung, die drei Wehrtürme Guaita, Cesta und Montale abzugehen. Nach zwei Wehranlagen gingen wir allerdings wieder in die kleinen Gassen zurück, um uns lieber dort weiter umzuschauen.

Dies geschah auf nicht grundlos. In San Marino kann zollfrei eingekauft werden. Da ein entsprechendes Angebot an Einzelhändlern für Parfüm, Handtaschen und Sonnenbrillen vorhanden war, wollte Elli sich noch ein paar Angebote anschauen. Fündig wurde sie jedoch nicht.

Um 18.05 Uhr sollte der Bus zurück in Richtung Campingplatz gehen. Da wir noch etwas Zeit hatten, setzten wir uns noch in ein Café und machten eine kurze Pause. Danach ging es auf die Suche nach der richtigen Bushaltestelle. Als diese gefunden war, mussten wir nur noch auf den Bus warten, der diesmal allerdings pünktlich erschien.

Kurze Zeit später waren wir schon wieder am Campingplatz. Nach einer erfrischenden Dusche ging es zum Restaurant auf dem Platz, wo wir zu Abend essen wollten. Zunächst waren wir etwas skeptisch, da wir die einzigen Gäste waren. Dies legte sich aber schnell, da wir sehr freundlich bedient wurden und das Restaurant sich dann auch noch weiter füllte.

Wie bestellten uns Pizza. Die war gut und günstig. Und sogar einen Nachtisch ließen wir uns noch schmecken.

Am nächsten Morgen holte ich pünktlich um 08.00 Uhr die vorbestellten Brötchen im Shop ab. Um 09.45 Uhr ging es dann weiter in Richtung Toscana. Wir fuhren auf der Autobahn bis Forli und folgten dann der SS 67 in Richtung. Diese Passstraße, eigentlich sehr gut zu befahren, war anfangs von Fahrradfahrern bevölkert. Dies machte die erste Etappe etwas schwierig, da die Fahrradfahrer in den Serpentinen nicht einfach zu überholen waren. Ansonsten war die Stecke auch landschaftlich sehr sehenswert.

Gegen 13.00 Uhr kamen wir am Campingplatz International (Camping Village Internazionale Firenze) in Florenz an. Nach dem sehr freundlichen Einchecken ging es auf Stellplatzsuche. Relativ schnell wurden wir fündig und nutzten den ersten Platz einer Zufahrt zu einer Terrasse. Dies verhinderte jedenfalls, dass man uns zu nah auf die Pelle rückt.

Gegen 14.00 Uhr fahren wir dann wieder einmal mit dem Bus. Diesmal ins Zentrum von Florenz. War der Bus in San Marino noch nicht ausgelastet, so wandelte sich hier das Bild. Als der Bus ankam, war er bereits gut gefüllt und mit jeder Haltestelle stiegen mehr Personen zu. Endstation für uns war die Haltestelle an der Piazza della Stazione. Von hier aus wollten wir unsere Besichtigungstour starten. An der Basilica di Santa Maria Novella orientierten wir uns kurz und machten uns dann auf dem Weg in Richtung Duomo.

Am Dom angekommen, nahmen wir erst einmal das Flair der Piazza in uns auf. Danach ging es die obligatorischen Fotos, bevor wir uns überlegten, den Dom zu besichtigen.

Erst schreckte uns die Schlange der Wartenden ab. Elli orientierte sich dann erst einmal und stellte fest, dass es wohl gar nicht so lange dauerte, bis man in den Dom gelangte. Also stellten wir uns an nd kamen tatsächlich nach etwa zehn Minuten herein.

Nachdem wir den imposanten Kirchenbau besichtigt hatten, ging es durch die Fußgängerzone zur Piazza della Signoria. Dort angekommen betrachteten wir den Fontana del Nettuno und die Nachbildung des David.

Es folgte ein Abstecher in den Palazzo Vecchio, wobei wir von einer kompletten Besichtigung Abstand nahmen und nur die Innenhöfe genossen.

Weiter ging es zur Ponte Vecchio, die allerdings mit Touristen überfüllt war. Auf unserem Weg zurück zur Piazza della Stazione bummelten wir noch durch die verschiedenen Bereiche der Einkaufsstraßen und Elli konnte es nicht unterlassen nach einer Handtasche Ausschau zu halten. Fündig wurde sie allerdings wieder nicht.

An der Piazza della Stazione mussten wir erneut die Bushaltestelle unserer Buslinie suchen. Glücklicherweise fuhr gerade ein Bus unserer Linie ein, sodass wir nicht lange suchen und warten mussten. Das nächste Problem war es dann, die richtige Haltestelle zum Aussteigen zu finden. Leider gab es keinen Haltestellenplan im Bus und die Ansagen waren auch nicht verständlich. Erschwerend kam hinzu, dass auf Grund von Bauarbeiten die Streckenführung ständigen Änderungen unterlag. Wir nutzten dann ein App auf dem Telefon, um uns zu orientieren und drückten auf den Haltbutton, als wir meinten uns bestmöglichst genähert zu haben. Tatsächlich lagen wir auch nicht weit von unserem Einstieg entfernt, sodass wir kurze Zeit später schon wieder am Campingplatz waren.

Am nächsten Morgen ging früh weiter. Bereits um kurz nach 09.00 Uhr machten wir uns auf den Weg nach Volterra, wo wir gegen 10.00 Uhr ankamen. Hier steuerten wir zunächst den Wohnmobilstellplatz an der Viale dei Filosofi an. Bei der Ankunft mussten wir feststellen, dass ein Teil des Parkplatzes gesperrt war und nur noch auf dem kostenpflichtigen Teil Platz war. Lange haben wir mit uns gerungen, ob wir nun ein überteuertes Parkticket ziehen oder nicht. Für Wohnmobile war nur ein 24-Stunden-Ticket möglich. Wir wollten war aber nur einen kurzen Stadtbummel machen. Nach einer Beratung mit anderen Wohnmobilisten entschlossen wir uns, das Risiko einzugehen und kein Ticket zu ziehen.

Im Anschluss machten wir uns auf den Weg in die Stadt. Gestartet wurde mit dem Treppenaufstieg, um die alte Festungsstadt zu erreichen.

Schnell stellten wir fest, dass unsere Erinnerung an Volterra etwas verblasst war. Wir frischten sie mit unserem Stadtbummel auf und genossen das sonnige Wetter mit den kühlen Temperaturen.

Zurück am Wohnmobil stellten wir fest, dass wir Glück hatten und kein Verwarngeld für das Parken erhalten hatten. Wir folgten dann den Ansagen des Navi, um wieder auf die Strecke in Richtung Meer zu gelangen. Die vorgeschlagene Strecke durch Volterra war anspruchsvoll, da der Navi anscheinend die schmalsten Gassen als ideale Fahrtroute ausgewählt hatte. Weiter geht es über die SR 68. Kurz vor San Martino legen wir noch eine kurze Rast in einer Osteria an der Landstraße ein.

Danach ging es zum Campingplatz Tripesce in der Nähe von Vada. Auf Grund unserer bisherigen Erfahrungen mit Campingplätzen am Meer setzten wir unsere ganze Hoffnung in diesen Platz, da er auch bei unserem Trip im Jahr 2006 sehr früh geöffnet hatte. Gegen 13.00 Uhr trafen wir ein und konnten uns gleich einen Stellplatz suchen. Da wir den Platz bereits kannten und wir am Meer stehen wollten, war unsere Suche sehr zielgerechtet. Sie war dann auch von Erfolg gekrönt und wir entscheiden uns für den Stellplatz 50B. In Randlage, aber mit unverbaubarem Blick aufs Meer.

Am frühen Abend machen wir uns dann mit dem Fahrrad auf den Weg nach Vada, um uns ein Restaurant für das Abendessen zu suchen. Zunächst versuchen wir es auf der zentralen Piazza. Hier finden wir ein nettes Restaurant mit Außenbestuhlung. Ein Tisch ist mit einer größeren Gruppe be4setzt, die am Essen ist. Als wir uns gesetzt hatten, kam jemand von diesem Tisch auf uns zu und teilte uns mit, dass das Restaurant noch nicht geöffnet hätte und bisher nur das Personal am Essen sei. Entweder wir kämen später wieder oder wir gehen zu der Snackbar am anderen Ende der Piazza. Diese sieht allerdings nicht so vielversprechend aus, sodass wir uns weiter auf die Suche machen.

Wir stießen dann auf die Osteria del Faro in der Via di Marina kurz vor dem Hafen. Optisch ein Hingucker, sodass wir Platz nahmen. Alles was dann folgte war grenzwertig. Schlechter Service und Gerichte so lala. Und am Besten die Begründung für das Coperto und dass man sich bei dem Gespräch darüber auch noch beleidigen lassen muss. Naja, Trinkgeld ist ja nicht verpflichtend. Damit kann man einiges kompensieren.

Der nächste Tag hätte sehr idyllisch angefangen, wenn ich nicht um 00:30 Uhr hinaus gemusst hätte, um die Gasflasche zu wechseln. Der Sonnenaufgang um 06:15, den ich vom Bett aus beobachten konnte, war jedenfalls sehr schön. Um 08.15 Uhr sind wir dann aufgestanden. Leider viel zu früh, der Bäcker hatte noch nicht geöffnet. Gegen 09.00 Uhr dann unser erstes Frühstück vor dem Wohnmobil. Es versprach ein warmer Tag zu werden und wir beschlossen mit dem Fahrrad ins nahe Cecina zu fahren. Dort verbrachten wir den Vormittag mit Cappuccino trinken und Kirchen besichtigen.

Gegen 14.00 Uhr sind wir dann zurück am Platz, wo wir uns bis zum Abendessen die Zeit vertreiben. Nach dem Abendessen gibt es einige Partien Kniffel. Elli verzockt sich, streicht früh den Kniffel und würfelt danach noch zwei, die aber leider nicht entsprechend zählten. Abends sitzen wir dann noch etwas draußen und betrachten den Sternenhimmel und die Sternschnuppen, die zu sehen sind.

Am nächsten Tag geht es sehr früh in Richtung Cinque Terre, wo Elli unbedingt etwas wandern wollte. Dazu hatte sie den Campingplatz Acqua Dolce in Levanto herausgesucht. Die Anfahrt nach Levanto und insbesondere durch die Stadt zum Campingplatz war abenteuerlich und durch Serpentinen und enge Straßen geprägt. Während Elli uns anmeldete, schaute ich schon einmal nach einem Stellplatz und wurde schnell fündig. Der Stellplatz war eben und lag in der Nähe der Zufahrt und des Waschhauses. Ich kam auch gleich mit unseren Platznachbarn ins Gespräch, die mich mit Einweisen unterstützen. Sie gaben uns dann auch erste Tipps für das Wandern in der Region.

Der Wanderweg Nummer 1 in Richtung Monterosso Al Mare startete in unmittelbarer Nähe zum Campingplatz. Der Einstieg war geprägt durch einen Aufstieg über Treppen, Straßen und Wege.

Als wir dann das Höhenniveau des Wanderweges erreicht hatten, ging es auf einem Singletrail an der Küstenlinie entlang. Kurz vor Monterosso folgten wir dann noch dem Wanderweg in Richtung Punta Mesco. Von hier hat man einen wunderschönen Blick auf die Küstenlinie von Cinque Terre.

Nach einer kurzen Rast ging es dann in Richtung Monterosso weiter. Von hier an ging es nur noch bergab. Und dies über Treppen, deren Stufen nicht unterschiedlicher sein konnten. Am Faszinierendsten waren die Gruppen, die uns entgegen kamen.  Mit dem Höhepunkt kurz vor dem Ort. Hier trafen wir auf eine Gruppe Asiatinnen in Straßenschuhen, die unbedingt zum Aussichtspunkt wollten. So gekleidet, hatten sie wohl mit einem Fahrstuhl gerechnet. In dem Gespräch mit uns, schlug die Eine ihrer Begleiterin auch noch das Handy aus der Hand, das unsanft auf dem Boden landete.

Gegen 14.00 Uhr trafen wir dann am Strand von Monterosso ein. Das erste Lokal war unser, da wir starken Durst und auch Hunger hatten. Zu unserer Überraschung war das Lokal auch noch sehr günstig und Ellis Salat sehr gut. Nach dem Essen und einer erholsamen Pause machten wir uns über die Strandpromenade auf den Weg zum Bahnhof. Mit dem Zug ging es dann nach Levanto zurück. Hier angekommen, bummelten wir noch etwas durch die Innenstadt und schauten schon einmal nach einem Lokal für das Abendessen. Da uns aber nichts wirklich überzeugte, suchten wir am frühen Abend das Lokal auf dem Platz auf und wurden nicht enttäuscht. Hier war das Essen gut und günstig. Jederzeit zu empfehlen.

Abends dann wieder Kniffel. Ein neuer Versuch für Elli zu gewinnen. Diesmal wird es noch klarer, da ich in drei Spielen mit 7 Kniffeln aufwarten kann. Jedesmal einer mehr als Elli.

Am nächsten Morgen musste ich Brötchen aus dem Ort holen, da der Campingplatz keinen Brötchenservice hatte. Um 09.00 Uhr machen wir uns dann auf den Weg in Richtung Gardasee. Hier wollen wir noch etwas relaxen, bevor es zurückgeht. Zunächst müssen wir aber eine Tankstelle mit einem adäquaten Dieselpreis finden. Zudem wollen wir nach Möglichkeit gleich eine Gasflasche tauschen, da eine unserer ja noch immer leer ist. Dieses Bedürfnis wollten wir in Pontremoli erfüllen. Nachdem wir von der Autobahn abgefahren waren, ging es erst einmal auf eine Umleitung. Danach dauerte es kurz, bis wir uns wieder orientiert und eine Tankstelle gefunden hatten. Die Eni-Tankstelle war sogar recht günstig und es bestand die Hoffnung, dass in dem nebenan liegendem Baustoffhandel und unser Bedürfnis nach Gas erfüllt werden konnte. Dies  traf jedoch nicht ein. Man konnte uns lediglich kleine Kartuschen anbieten. Als alles erledigt war, ging es zurück auf die Autobahn.

Gegen 13.30 Uhr kam in Peschiera del Garda an. Als erstes fuhren wir den Wohnmobilstellplatz an. Uns überzeugte der Platz jedoch nicht, sodass wir gleich wieder runter fuhren. Es ging von hier aus zum Campingplatz Cappuccini in der Via Giacomo Puccini. Dieser versprach Zentrums- und Strandnähe. Das Einchecken war sehr freundlich und Elli machte sich auf die Suche nach einem Stellplatz. Kurze Zeit später war sie zurück und hatten einen Stellplatz mit Seeblick (Nr. 7) für uns gefunden.

Wir verbringen den Nachmittag in der Sonne, bevor es in den frühen Abendstunden in die Stadt geht. Nach einem kurzen Bummel machen wir uns auf die Suche nach einem Restaurant.

Wir landen schließlich im Ristorante Pizzeria Il Forte Dei Cappuccini, in der Nähe unseres Campingplatzes. Hier haben wir von der Außenterrasse aus einen wunderschönen Blick über den See,. Das Essen ist zwar etwas teurer, da das Ambiente auch etwas gehoner scheint, ist aber noch im erträglichen Rahmen.

Am nächsten Tag machen wir uns am Vormittag auf den Weg in Richtung Lazise. Auf der Hinfahrt hatte der Ort unser Interesse geweckt und anschauen wollten wir uns wenigstens einmal. Für die Anfahrt wählten wir die Fährräder. Am Seeufer entlang ging es bis direkt an den Ortskern von Lazise. Wir stellten unsere Fahrräder an einem Parkplatz ab und machten uns an den Bummel durch den Ort.

Zunächst wollten wir uns einen Cappuccino gönnen und wählten ein kleines Café an der Piazza Vittorio Emanuele. Elli merkte dann, dass sie vergessen hatte, ihr Fahrrad abzuschließen und machte sich noch einmal auf den Weg dahin. Als das erledigt und wir unsere Getränke zu uns genommen hatten, ging es auf den Bummel durch die Gassen. Elli nutzte dann auch noch gleich einige Geschäfte, um einzukaufen und natürlich, um nach Handtaschen Ausschau zu halten. Das Ganze schlossen wir dann mit einem Getränk an der Lido Cappuccini, direkt unterhalb unseres Campingplatzes ab, nachdem wir mit dem Fahrrad den Rückweg absolviert hatten.

Am Abend suchten wir dann ein Restaurant im Ortskern von Peschiera. In der Via Cavallottin wurden wir fündig. In dem Lokal L’Osteria konnten wir noch einen Sitzplatz im Außenbereich ergattern. Der Service war erstklassig und das Essen sehr gut. Nach dem Essen ging es in aller Ruhe zum Campingplatz zurück. Allerdings nicht ohne sich noch ein Eis zu gönnen.

Für den folgenden Tag war die Rückfahrt geplant. Konkrete Etappenpläne gab es noch nicht und wir wollten es von der Verkehrslage abhängig machen. Die war ausgesprochen entspannt. Bereits um 13.00 Uhr waren wir Innsbruck und tankten erst einmal auf. Auf dem weiteren Weg machte Elli sich dann Gedanken, wo es hingehen sollte. Ein kurzer Anruf bei ihrer Bekannten verlief nicht erfolgversprechend, da diese keine Zeit für uns hatte. Trotzdem sollte unser Ziel im Bereich von Würzburg liegen. Schnell kamen wir auf Kitzingen am Main. Dort trafen wir gegen 18.00 Uhr ein und steuerten den Stellplatz an. Dieser war zu unserem Leidwesen voll, sodass wir den nahen Campingplatz Schiefer Turm anfuhren. Hier konnten wir für knapp 20 Euro eine Nacht stehen.

Nach einer erfrischenden Dusche geht ins die Innenstadt. Wir machen uns auf die Suche nach einem Lokal und kommen schließlich auf das griechische Restaurant Delphi im Schwalbenhof. Dort angekommen, haben wir zunächst etwas Schwierigkeiten das Lokal zu identifizieren, sind dann aber vom Essen und dem Service angenehm überrascht. Nach dem reichhaltigen Essen geht es dann zurück zum Campingplatz.

Früh am nächsten Tag geht es dann weiter in Richtung Heimat. Da wir sehr gut durchkommen, fahren wir in Staufenberg von der BAB 7 ab und steuern Hannoversch Münden an. Hier machen wir einen kurzen Bummel und gönnen uns ein Eis.

Gegen 15.00 Uhr sind wir dann zurück in Harsum uns stoßen dort auf die Hinweise, die sich unser Sohn gemacht hat, um fehlerfrei über die elternfreie Zeit zu kommen.

Insgesamt haben wir auf der Frühjahrstour knapp 3300 Kilometer zurückgelegt.

Vom Ruhrgebiet den Rhein entlang zur Nordsee

Herbstferien 2014

10.10. – 15.10.2014

Nach dem gelungenen Urlaub in der Osterzeit machten Elli und ich uns wieder allein auf. Zunächst einmal sollte es ins Ruhrgebiet gehen, da wir dort unseren Trip 2013 hatten abbrechen müssen.

Die Anfahrt ins Ruhrgebiet dauerte vier Stunden und verlief ohne größere Probleme. Lediglich ein kurzer Stau vor Bochum, weniger als wir erwartet hatten. In Bochum kauften wir noch kurz ein, bevor es dann nach Hattingen weiterging. In Hattingen fuhren wir den Campingplatz Ruhrbrücke an. Wir kannten den Platz vom letzten Jahr und freuten uns, dass er noch geöffnet war. Nachdem wir uns mit Blick auf die Ruhr eingerichtet hatten, machten wir uns an den Fußweg in die Innenstadt von Hattingen. Wieder einmal bewunderten wir die Hattinger Altstadt mit ihren Fachwerkhäusern. Im letzten Jahr hatten wir noch Glück und durften ein Stadtfest erleben. Dies blieb uns diesmal nicht vergönnt und wir suchten uns ein Restaurant fürs Abendessen. Wir wurden in der Emschestraße fündig. Hier fanden wir das Restaurant Emsche 21, da noch eine Außenbestuhlung hatte. Da es noch recht warm, wollten wir diese nutzen. Was wir nicht bedacht hatten, war die recht lange Wartezeit bis unser Essen kam. Mittlerweile wurde es schon merklich kühler. Wir hielten jedoch durch und genossen das gute Essen. Danach ging es in aller Ruhe zum Wohnmobil zurück.

Am nächsten Morgen startete mein Tag mit der Jagd nach Brötchen. Ich brauchte  fast eine Stunde bis ich einen Bäcker gefunden hatte, der um diese geöffnet hatte, bevor ich zum Wohnmobil zurückkehrte. Als wir es uns nach dem Frühstück gerade bei einer Tasse Kaffee und einem schönen Blick auf die Ruhr gemütlich machen wollten, kamen Monika und Ulrich vorbei. Elli hatte ihre Cousine am vorherigen Tag über unseren Aufenthalt im Ruhrgebiet unterrichtet und man schaute jetzt vorbei, um uns auf eine Besichtigungstour mitzunehmen.

Erstes Ziel war die Zeche Zollverein in Essen. Dieses Weltkulturerbe wurde von uns ausgiebig bewandert.

Nach einem Kaffee in der Kokserei ging es dann zurück zum Auto und wir starteten nach 3 Stunden zum zweiten Punkt unserer Tour, der Villa Hügel im Essener Stadtteil Bredeney. Nachdem wir an der Einfahrt um Hügelpark und unsere Eintrittskarten erworben hatten, machten wir uns auch hier auf die Besichtigungstour.

Monikas und Ulrichs Wissen um die Sehenswürdigkeiten waren sehr umfassend, so dass wir auf eine geführte Tour verzichten konnten. Nachdem wir uns vieles – alles kann man in der begrenzten Zeit nicht sehen – angeschaut hatten, ging es zurück zum Wohnmobil. Hier gönnten wir uns nun bei sonnigem Wetter noch einen gemeinsamen Kaffee, bevor sich unsere Wege wieder trennten.

Am nächsten Morgen verzichteten wir auf Brötchen. Da es am Vortag schon schwierig gewesen war, einen Bäcker zu finden, erwartete ich an einem Sonntag noch größere Schwierigkeiten, die ich einfach nicht auf mich nehmen wollte. Kurz nach 09.00 Uhr ging es dann schon weiter. Es ging zunächst in Richtung Duisburg und dort über den Rhein. Unmittelbar nach der Rheinüberquerung fuhren wir von der Autobahn ab und nutzten die Landstraße um nach Xanten zu kommen. Hier hatten wir als Stellplatz Wohnmobilpark Xanten herausgesucht.

Am Wohnmobilpark angekommen suchten wir uns erst einmal einen Stellplatz. Da das Büro nicht geöffnet hatte, machten wir uns mit der Anmeldung vertraut. Hierzu musste man seinen Meldezettel ausfüllen und mitsamt der Stellplatzgebühr in einem Briefkasten am Büro stecken. Es dauerte etwas, bis wir das Verfahren enträtselt hatten. Danach ging es zum Sightseeing in die Stadt. Auf dem Weg dahin hielten wir schon einmal nach Bäckereien Ausschau, bei denen wir am nächsten Morgen Brötchen kaufen konnten.

Nach dem Fußmarsch über die Viktorstraße kamen wir am Markt an. Nachdem wir ein Mittagessen zu uns genommen hatten, orientierten wir uns erst einmal und gingen dann über den Dom Sankt Viktor zum Archäologischen Park Xanten, wo die Stadt Xanten in dem römischen Heerlager und der angliederten Stadt ihren Anfang fand.

Bei strahlendem Sonnenschein besichtigten wir die Reste der römischen Siedlung. Sie waren natürlich nicht mit den Ausgrabungsstätten in Ostia, Pompeii oder gar Rom vergleichbar, dennoch aber gut in Szene gesetzt. Nachdem wir das Gelände abgegangen hatten, ging es zunächst an den Wallanlagen zurück wieder in Richtung Innenstadt.

Nachdem wir uns noch einen Kaffee und ein Eis gegönnt hatten, ging es zurück zum Wohnmobil. Hier machten wir es uns für den Rest des Tages in der Sonne gemütlich. Abends wollten wir dann eigentlich etwas Fernsehen. Leider verschwand immer wieder der Satellitenempfang, so dass wir es letztlich ließen.

Auch am nächsten Tag kommen wir bereits um 09.00 Uhr los. Über die Bundestraße 58 geht es zur BAB 31, auf der wir in Richtung Nordseeküste fahren. Zunächst geht es nach Emden. Der Stellplatz am Alten Binnenhafen und ein freier sind schnell gefunden. Auch einen freien Steckplatz an der Stromsäule können wir noch ergattern. Der Stellplatz selbst ist allerdings nichts für uns. Die Wohnmobile stehen derart eng, dass man Angst haben muss, beim Öffnen der Tür gegen das nebenstehende Wohnmobil zu stoßen. Da wir aber nun einmal stehen, machen wir uns erst einmal auf den Weg in die Stadt.

Schon auf der Anfahrt nach Emden hat es zu regnen begonnen. Dies setzt sich in Emden fort.  Es regnet die ganze Zeit über, so dass der Stadtrundgang nicht wirklich Spaß machte. Bei einem abschließenden Kaffee kommen Elli und ich überein, dass wir in Emden die Nacht nicht verbringen wollen. Zurück am Wohnmobil schauen wir nach Alternativen und stoßen auf Greetsiel. Auf der Anfahrt nach Greetsiel kaufen wir noch schnell ein.

Bereits gegen 15.30 Uhr kommen war am Stellplatz in Greetsiel an. Dieser entsprich schon mehr unseren Anforderungen. Die Stellplätze sind großzügig und der Platz liegt ruhig am Ortsrand. Nachdem wir uns eingerichtet und die Stellplatzgebühr entrichtet hatten, geht es erst einmal in den Ort. Beim ersten Bummelstellen wir fest, dass uns der Rest des Tages nicht ausreichend ist, um alles gesehen zu haben und wir beschließen noch am Abend einen weiteren zu bleiben.

Der nächste Tag startete erst einmal mit Bio-Brötchen aus der nahen Mühle. Da sich das Wetter wieder gebessert hatte und mittlerweile sogar die Sonne wieder schien, beschlossen wir eine Wanderung zum Pilsumer Leuchtturm. Vorher suchten wir jedoch das Schwimmbad auf. Hier hatten wir am Vortag ausgehandelt, dass wir dort gegen einen geringen Obolus die Duschen nutzen dürften. Gleichzeitig erlaubten sie uns, dass wir unsere Duschsachen für die Zeit der Wanderung dort unterstellten.

Es ging dann am Deich entlang zum Pilsumer Leuchtturm. Mal auf dem Deich, dann wieder vor dem Deich und zum Schluss hinter dem Deich. Am Leuchtturm angekommen überraschten uns die Mengen an Besuchern. Ein Foto des Leuchtturms ohne eine Person war nicht möglich. Dazu müsste man wahrscheinlich früh am Tage erscheinen. Nachdem wir uns mit den Vogelkundlern, die von dort aus die Wattvögel beobachten unterhalten hatten, ging es zum nahen Parkplatz, auf dem einige Imbisswagen aufgestellt waren. Hier gönnten wir uns eine Stärkung, bevor es an den Rückweg ging.

Wieder in Greetsiel angekommen, ging es erst einmal zum Schwimmbad, um die überfällige Dusche zu nehmen. Eigentlich hatten wir Duschen ähnlich einer Schulsporthalle gerechnet. Tatsächlich handelte es sich um eine Duschecke im Schwimmbad, die wir nutzen durften. Nach der Dusche kauften wir noch für den Nachmittagskaffee ein und bummelten etwas durch die Geschäfte. Außerdem reservierten wir uns im Gasthaus Zum Alten Siel einen Tisch für das Abendessen. Als es dann Zeit zum Abendessen war, waren wir froh die Reservierung vorgenommen zu haben. Freie Tische waren nicht mehr zu finden.

Für den nächsten Tag war dann leider bereits die Rückfahrt geplant, da uns nicht mehr freie Tage zur Verfügung standen.

Sommerurlaub in Kroatien

2014 Kroatien & Prag

01.08.2014 bis 18.08.2014

Wieder einmal wählten wir als Ziel für unseren Sommerurlaub Kroatien. Die Gründe wiederholten sich. Wir wollten Sonne und Meer zu annehmbaren Preisen genießen. Da dieses Jahr eine Verdichtung der Sommerferien auf unser Reisedatum stattfand, beschlossen wir bereits im Frühjahr unseren ersten Aufenthalt vorzubuchen. Als Ziel wählten wir den Campingplatz Bunculuka in Baska auf Krk aus. Über das Internet stellten wir den Kontakt her, suchten uns einen Stellplatz aus und leisteten für diesen die Anzahlung. Mit dem Anreisedatum hatten wir uns absichtlich etwas Spielraum gelassen, um keine stressige Anreise zu haben.

Am Freitag, dem 01. August ging es dann endlich los. Als Elli von der Arbeit kam, war das Wohnmobil schon startbereit, so dass wir bereits gegen 13.30 Uhr los kamen. Unsere Fahrt führte uns zunächst über die BAB 7 in Richtung Süden. Um dem erhöhtem Verkehrsaufkommen am ersten Ferienwochenende auszuweichen, nahmen wir dann die B 243 am Südharz entlang. Hier war zwar auch viel Verkehr, aber es handelte sich um den üblichen Berufsverkehr.

Bei Nordhausen ging es dann auf die BAB 38 und ab dem Kreuz Rippachtal auf der BAB 9 weiter. Hier wurde es dann etwas mehr mit dem Verkehr. Zu unserem Glück mussten wir nicht in die andere Richtung fahren. Hier reihte sich ein Stau an den anderen. Am Dreieck Bayerisches Vogtland ging es dann ein kurzes Stück auf die BAB 72 bevor wir dann auf der BAB 93 bis nach Regensburg weiterfuhren. Die war sehr angenehm, da bis kurz vor Regensburg überhaupt kein Verkehr auf der Strecke war und wir stressfrei vorankamen.

Das änderte sich dann auf der BAB 3. Hier war wieder dichter Verkehr und die regelmäßigen Baustellen trugen auch nicht zu einem vernünftigen Verkehrsfluss bei. Wir waren froh, als wir in Straubing auf die B 20 abfahren konnten. Mittlerweile wurde es dunkel und Elli hatte uns einen Stellplatz in Landau an der Isar zum Übernachten herausgesucht.

Die Anfahrt zum Stellplatz gestaltete sich etwas schwierig. Vom ersten Weg, den der Navi nehmen wollte, riet uns ein ADAC-Mitarbeiter auf Nachfrage ab. Wir fuhren dann auf den Festplatz und suchten hier die Zufahrt zu dem abgesperrten Wohnmobilbereich – ebenfalls vergebens. Erst ein paar Heranwachsende, die sich auf dem Festplatz aufhielten, erklärten uns die Zufahrt. Es war die, die auch der Navi gewählt hatte. Unser erstes kleines Negativerlebnis mit dem ADAC. Weitere sollten folgen.

Das Einrichten am Stellplatz fiel kurz aus. Strom gab es für 0,50 € die KWh. Unser Abendessen hatten wir dabei und nach dem Essen machte ich mich auf den Weg die Umgegend nach einem Bäcker und einer Tankstelle zu erkunden. Bei beidem wurde ich schnell fündig und so ging es dann ins Bett.

Am nächsten Morgen standen wir bereits gegen 06.00 Uhr auf. Ich suchte den Bäcker auf und schaute noch einmal nach dem Dieselpreis bei der Tankstelle. Der lag zu diesem Zeitpunkt bei 1.319 € der Liter. Unmittelbar nach dem Frühstück ging es dann auch gleich zur Tankstelle. Die hatte mittlerweile geöffnet und den Dieselpreis auf 1.479 € erhöht. Schnell schauten wir in einem App nach, ob es im Nahbereich nicht etwas günstigeres gab und das App gab uns Recht.

Wir fuhren dann erst einmal auf der B 20 weiter in Richtung Süden. In Eggenfelden fanden wir dann eine Freie Tankstelle, die den Liter Diesel für 1,339 € anbot. Wir nutzten das Angebot und machten den Tank voll. Dann ging es weiter bis nach Salzburg. Mittlerweile hatten wir aus den Verkehrsnachrichten entnommen, dass sich die Verkehrslage nicht wirklich entspannt hatte. Auf der BAB 8 in Richtung Salzburg, wie bereits am Vortag, etwa 25 Kilometer Stau. Es war zu vermuten, dass die meisten davon in Richtung Süden weiterfahren würden und damit die A 10 in Österreich ähnlich voll wäre. Und so war es dann auch. Ab Salzburg nur Stopp-and-Go.

Um 11.00 Uhr hatten wir es bis Knoten Pongau geschafft, als sich der nächste Stau vor uns aufbaute. Kurzentschlossen fuhren wir ab und wollten die Passstraßen in Richtung Süden nehmen. In Altenmarkt fuhren wir auf einen Parkplatz raus, um uns anhand von guten alten Straßenkarten zu orientieren. Wir suchten uns die Strecke über die Pässe raus und Sönke übernahm die Aufgabe des Lotsen.

Auf der B 99, die parallel zur A 10, der Tauernautobahn, verläuft, kam zunächst der Anstieg zum Tauernpass mit Steigungen bis zu 12 %. Etwas extremer wurde es dann schon auf der Anfahrt zum zweiten, dem Katschbergpass. Hier waren es bereits 15 % Steigungen und die Gefällestrecke auf der Südseite war durch die engen Kurven mit dem Wohnmobil auch nicht angenehm zu fahren. Insgesamt war es verständlich, warum diese Strecke für Wohnwagengespanne gesperrt war.

In St. Michael ging es dann für uns wieder auf die A 10. Der Verkehr war recht komisch. Mal gab es Kilometer an Strecke, auf der man stressfrei fahren konnte, dann verdichtete sich der Verkehr grundlos derart, dass man wieder im Stau stand. Insgesamt kein schönes fahren. Auch die Verkehrsmeldungen vom Karawankentunnel ließen Nichts gutes ahnen. Hier war mittlerweile Blockabfertigung eingerichtet und man musste mit zwei Stunden Wartezeit rechnen. Da wir dazu nicht bereit waren, beschlossen wir uns Glück am nächsten Tag zu versuchen und fuhren zum Stellplatz Rosegger Hof. So kam es, dass wir am späten Nachmittag auf der Wiese vor unserem Wohnmobil sitzen und die Sonne genießen konnten. Nach dem Sonnenbad gönnten wir uns eine Dusche und gingen dann in der Gaststätte essen.

Am nächsten Morgen, einem Sonntag, holte ich erst einmal Brötchen, bevor es dann bereits um 07.30 Uhr weiter ging. Als wir den Ort verließen wollte ich mit Hilfe der Scheibenwischer die Feuchtigkeit von der Frontscheibe machen und stellte erst einmal fest, dass diese nicht funktionierten. Auf einem Parkplatz hielt ich an, um die Sicherungen zu kontrollieren. Die Überprüfung war allerding fruchtlos, so dass wir uns erst einmal beratschlagten. Schnell kamen wir überein erst einmal durch den Karawankentunnel zu fahren und uns danach des Problems anzunehmen, da wir unsere Zeit nicht im Stau vor dem Tunnel verplempern wollten.

Gesagt, getan. Am Tunnel mussten wir nicht warten und unmittelbar danach fuhren wir auf dem Rastplatz Jesenice in Slowenien raus, um uns um den defekten Scheibenwischer zu kümmern. Alle Überprüfungen der Sicherungen und Relais verliefen jedoch erfolglos. Ich konnte den Fehler nicht finden, so dass wir letztlich um 08.52 Uhr beim ADAC anriefen. Die erste Überraschung seitens des ADAC. Unsere Panne war keine Panne und wir konnten nicht auf eine Pannenhilfe hoffen. Die Dame im Callcenter meinte, da bei uns ja die Sonne schiene, sei ein Scheibenwischer nicht erforderlich. Freundlicherweise verriet sie uns noch die Anschrift einer Autowerkstatt, die am Sonntag geöffnet hatte. Es handelte sich um die Werkstatt Junik-M in 4273 Blejska Dobrava.

Da mit dem Ausfall der Scheibenwischer auch der Ausfall der Lüfter und Zigarettenanzünder einherging, hatten wir keinen geladenen Navi mehr zur Verfügung. Elli erfragte den Weg in einem Shop und lud hier notdürftig den Navi. Der Erklärung der Shop-Betreiberin folgten wir dann zur Abfahrt Jesenice-Vozhad, kamen dann aber in den Ort Blejska Dobrava, wo wir definitiv falsch waren. Selbst Anwohner konnten uns nicht den Weg zur Werkstatt erklären, so dass wir wieder zur Autobahn zurück fuhren. Hier sahen wir dann kurz vor der Auffahrt die Werkstatt in einer Nebenstraße liegen.

Die Verständigung mit den Angestellten verlief schwerfällig, da sie nur slowenisch sprachen. Wir machten uns verständlich und mehrere Mechaniker nahmen sich unseres Problems an. Nach einer Stunde des Tauschens und Messens kam man zu dem Schluss, dass man uns nicht helfen konnte. Man verdeutlichte uns, dass der Sicherungsautomat wohl defekt sei und der Austausch erst am Montag erfolgen konnte. Wir wollten aber zu unserem Campingplatz und unseren Urlaub beginnen, so dass wir letztlich das Risiko auf uns nahmen ohne funktionstüchtigen Scheibenwischer den Rest der Strecke zu bewältigen. Elli hatte während der Reparaturversuche in der Werkstatt unseren Navi geladen und wir machten uns auf den Weg nach Krk.

Wir hatten uns eine Streckenführung über die Autobahn bis nach Postojna herausgesucht. Von dort aus sollte es über die Landstraße in Richtung Rijeka gehen, um den Grenzübergang bei Koper zu umgehen, an dem wir aus Erfahrung um diese Zeit mit einem Stau rechneten. Auf der Strecke wollten wir uns nach Möglichkeit ohne Navi orientieren, um diesen für Notfälle geladen zu haben. Dank Sönke waren wir auch immer gut orientiert, da er unsere Fahrt auf der Karte verfolgte. Immer wieder schauten wir zum Himmel, ob mit Regen zu rechnen sei. So war es dann auch in der bergigen Gegend um Prem war die Fahrbahn zunächst nur feucht und wir konnten mit etwas Abstand hinter den anderen Fahrzeugen fahren. Kurz vor Topolc / Ilirska Bistrica erwischte es und dann aber doch. Wolkenbruchartig begann es zu regnen und ich konnte gerade noch in eine Bushaltestelle rausfahren. Dort warteten wir den Regen ab, der etwa 10 Minuten dauerte. Danach ging es weiter.

Nach dem Grenzübergang Rupa ging es dann auf der kroatischen A 7 weiter. Auch hier herrschte wenig Verkehr. Insgesamt eine gute Alternative um an die Kvarner Bucht zu kommen, wie wir bei unserer Rast in Rijeka feststellten. Vom Rastplatz aus ging es auf der A 7 weiter. Wie wir zu unserer Überraschung feststellten, hatte man an der Autobahn ein weiteres Teilstück fertiggestellt, so dass wir bis zur Brücke nach Krk die Autobahn nutzen konnten.

Nach der Brücke ging es störungsfrei und wir kamen voran, so dass wir um kurz nach 14.15 Uhr die abenteuerliche Abfahrt in Richtung Baska in Angriff nahmen. Auch hier fing es kurz zu regnen an. Diesmal aber so wenige Tropfen, das wir es missachteten und weiter in Richtung Campingplatz fuhren. Dort angekommen machte Elli um 14.45 Uhr das Check Inn. Mit der Reservierung hatte alles geklappt und wir konnten den Stellplatz Nr. 16 sofort beziehen und uns einrichten. Danach geht es erst einmal zum Strand und das Baden in der Adria war ausgesprochen entspannend. Während wir danach am Wohnmobil sitzen und uns über den weiteren Tagesablauf Gedanken machen, fängt es an zu regnen.

Der Regen steigert sich zu einem starken Wolkenbruch und unser gesamter Stellplatz steht nach kurzer Zeit unter Wasser. Damit ist der Gang nach Baska erst einmal verschoben und wir beschließen im Restaurant am Strand zum Essen zu gehen. Dort musste man zwar erst einmal die Tische und Stühle trocken legen, trotzdem konnten wir einen angenehmen Abend auf der Außenterrasse verbringen.

Der nächste Tag ist dann sonnig und heiß. Wir verbringen den gesamten Tag am Wohnmobil und Meer. Gegen 18.00 Uhr geht es dann in die Stadt zum Bummeln und Abendessen. Unser erstes Ziel ist ein Geldautomat, um unsere Barbestände aufzufüllen. Den finden wir dann auch nach einer kurzen Suche. es geht dann weiter zum Restaurant Saloon, das wir uns ausgesucht hatten. Auf dem Weg dahin verlieren wir kurz in den Straßen die Orientierung und hätten fast die falsche Richtung eingeschlagen. Elli kann dies gerade noch verhindern und wir stehen dann auch direkt vor dem Restaurant. Auf einen Platz müssen wir Gott sei Dank nicht warten. Was sich aber kurze Zeit später ändert, als sich die üblichen Warteschlangen vor dem Eingang bilden. Das Abendessen ist wieder ausgesprochen reichhaltig und derart gesättigt machen wir uns dann auf den Rückweg. Auf ein Getränk am Hafen verzichten wir an diesem Abend. Das nehmen wir dann lieber bei unserer Ankunft am Campingplatz zu uns.

Auch der darauffolgende Tag ist wieder sonnig. Allerdings ist es sehr windig geworden, so dass es nicht ganz so heiß ist. Der Wind ist so stark, dass es die Mittelstange der Markise verbiegt. Glücklicherweise ist diese herausnehmbar und wir können sie wieder gerade biegen.

Den Vormittag verbringe ich erst einmal mit der Reparatur des technischen Defektes. Leider verlaufen alle Reparaturversuche negativ, so dass ich zur Rezeption gehe, um mir Adressen von Werkstätten geben zu lassen. Gleichzeitig verlängere ich unsere Reservierung bis Montag, da der Stellplatz für diesen Zeitraum noch nicht belegt ist und wir damit rechneten am Montag eher eine Autowerkstatt aufsuchen zu können. Die Adressen, die ich von der Rezeption erhalte, sind eine Autowerkstatt in Krk und ein Fiat-Service in Rijeka. Ich versuche gleich bei beiden anzurufen, erreiche aber immer nur einen Anrufbeantworter. Eine erneute Nachfrage bei der Rezeption ergibt, dass der heutige Tag in Kroatien ein Feiertag ist und die Werkstätten wohl nicht geöffnet haben. Somit verschiebe ich alles auf den morgigen Tag.

Um die Mittagszeit herum gehe ich noch einmal mit Elli in die Stadt um etwas zu bummeln und frisches Obst einzukaufen. Außerdem gönnten wir uns einen Cappuccino am Hafen. Zurück am Wohnmobil fassen wir den Entschluss am heutigen Abend wieder das Restaurant am Strand für das Abendessen zu wählen, um nicht noch einmal in die Stadt zu gehen. So setzten wir es dann auch um und gönnten uns auch erstmals einen Cocktail an der Strandbar.

Auch der darauffolgende Vormittag war geprägt von den Versuchen eine Reparatur des Wohnmobils zu veranlassen. Bei der Werkstatt in Krk war weiterhin nur der Anrufbeantworter erreichbar. Die Fiat-Werkstatt in Rijeka  nahm ab. Allerdings fand keine Verständigung statt, da mein Gegenüber nur kroatisch sprach. Unser kroatischer Platznachbar, der auch deutsch spricht, übernahm dann diesen Anruf für uns. Er war gegenüber seinem Gesprächspartner merklich ungehalten. Wie wir später von ihm erfuhren, lag das an der mangelnden Kundenorientiertheit, die gezeigt wurde. Nachdem ich dann och eine letzten Versuch über den Harsumer Fiat-Service versucht hatte, der ebenfalls kläglich scheiterte, eine Ansprechpartner zu erhalten, rief ich erneut den ADAC an. Dieser verwies uns an eine ADAC-Vertragswerkstatt in Krk. Unseren Ansprechpartner dort, Zlatko Heric, erreichten wir dann über sein Mobiltelefon. Er sagte zu, sich der Sache anzunehmen und wir vereinbarten am Freitag erneut zu telefonieren, da er dann absehen konnte, ob er am Wochenende nach Baska kommen würde.

Nachdem das erledigt war, konnten wird den Rest des Tages verbringen. Es war wieder ein sonniger Tag. Der Wind hatte etwas nachgelassen, sorgte aber immer noch für eine angenehme frische Brise. Gegen Abend ging es dann erneut in die Stadt. Wir hatten in der Fußgängerzone mehrere Lokale gesehen, von denen wir jetzt eines ausprobieren wollten. Schnell wurden wir in einem Lokal mit einer Terrasse mit Meeresblick fündig und konnten auch noch einen Platz in der ersten Reihe ergattern.

Elli gönnte sich eine Fischplatte, während ich das Gegenstück in der Fleischvariante bestellte. Sönke blieb bei seiner üblichen Bestellung in Form von Cevapcici. Letztlich waren wir mit unserem Essen vollauf zufrieden und bummelten danach noch etwas durch die Fußgängerzone und am Hafen entlang. Zum Abschluss gab es dann noch ein Bier am Fähranleger, bevor wir den Abend bei einer Partie Trionimos ausklingen ließen.

Am nächsten Morgen hatte es sich merklich abgekühlt und es ist leicht bedeckt. Während des Frühstücks fallen sogar einige Regentropfen. Wir genießen trotzdem den Tag am Wohnmobil. Am Abend geht es wieder nach Baska zum Abendessen. Diesmal hatten wir das Restaurant Captain’s am Hafen ausgesucht. Das Essen war derart reichhaltig, dass wir mehrere Slibowoitz brauchen, um es erträglich zu gestalten. Da die Bedienung uns keinen „aufs Haus“ anbot, bestellten wir sie selbst. Auf der Rechnung tauchten sie dann allerdings nicht auf. Auf Nachfrage sagte man uns dann, dass sie doch „aufs Haus“ gingen. Auch gut.

Der darauffolgende Tag startete für mich positiv. Endlich musste ich einmal nicht die Brötchen holen. Die brachte Elli gleich nach ihrer Schwimmrunde mit. Nach dem Frühstück telefonierte ich erst einmal mit Zlatko Heric. Zu unserem Bedauern kam er am Wochenende nicht in Baska vorbei. Er bot uns jedoch einen Werkstatttermin am Samstag oder Montag in Krk an. Wir vereinbarten zunächst den Montag, da wir das Wochenende ja eh noch reserviert hatten.

Der Tag wurde sehr sonnig und sehr heiß. Unsere kroatischen Platznachbarn verließen uns am späten Vormittag und wir konnten den Tag mit einer ungehinderten Aussicht über das Tal in Richtung genießen. Gegen 18.30 Uhr gehen wir an den Strand, wo an diesem Abend das Bunculuka-Fest stattfindet. Während unseres Aufenthaltes essen wir hier auch gleich zu Abend.

Als wir gegen 20.00 Uhr zu unserem Platz zurückkehren, stellen wir fest, dass wir neue Platznachbarn erhalten haben. Es handelte sich hierbei jedoch um einen umgebauten Reisebus mit einer gefühlten Höhe von 4 Metern, der sich direkt an die Stellplatzgrenze gestellt hatte. Vor unserem Wohnmobil sitzend hatten wir das Gefühl gegen eine Wand zu schauen. Da ich diesen Umstand als sehr einschränkend empfand, sprach ich an der Rezeption vor, um mein Missfallen zum Ausdruck zu bringen. Man teilte meine Einstellung und gab an, dass man das Mobil auch mit Bedenken gesehen habe, aber der Nutzer auf seiner Reservierung bestand. Mir bot man einen neuen Stellplatz an und reichte mir eine Flasche Wein zum Trost. Ich sprach dann noch bei unseren neuen Nachbarn vor und versuchte die Beweggründe für sein unübliches Verhalten, mit einem derart großem Wohnmobil auf einen solchen Stellplatz zu gehen, zu ergründen. Sie waren jedoch derart ich-bezogen, dass keine sinnvolle Diskussion stattfinden konnte.

Auch am nächsten Morgen beschäftigte uns das Thema unserer neu gewonnenen Aussicht. Wir konnten und wollten uns damit nicht abfinden. Umziehen wollten wir allerdings auch nicht. Da ja Samstag war und Zlatko Heric uns einen Reparaturtermin am Samstag angeboten hatten, telefonierten wir ihn kurz an, ob uns dieser noch zur Verfügung steht. Als er dies bejahte, packten wir unsere Sachen und verließen den Campingplatz. Zunächst wollte man uns die verfrühte Abreise in Rechnung stellen. Als wir jedoch mit unserem Nachbarn argumentierten, erreichten wir Einsicht. Während das Check Out abschloss, traf ich am Tor Zlatko Heric, der gerade einen Abschleppvorgang durchführte. Kurz sprachen wir über unseren Termin und die Anfahrt zur Werkstatt.

Um 10.15 Uhr treffen wir an der Werkstatt ein. Natürlich haben wir uns auf der Anfahrt zunächst einmal verfahren. Dadurch haben wir aber auch einen nahen Supermarkt gesehen, an dem Elli und Sönke erst einmal einkaufen gehen, während ich auf die Reparatur warte. Zlatko nimmt sich unseres Problems persönlich an. er ist kein Mann von vielen Worten. Tatsächlich redet er fast gar nicht mit uns. Um kurz vor 12.00 Uhr dann ein „Aah“ von ihm und wieder geht er weg. Als wiederkommt hat er eine 10A-Sicherung in der Hand und tauscht eine nicht sichtbare Vorsicherung aus. Danach funktioniert wieder alles. Für seine Dienste stellt er uns dann 150 Kuna, umgerechnet etwa 20 Euro, in Rechnung.

Da wir jetzt den Rest des Tages planen können, entschließen wir uns als nächstes das Autokamp Skver in Senj anzufahren. Allerdings gestaltet sich die Wegfahrt von der Insel schwierig. Eigentlich ist es bis zur Brücke ein einziger Stau. Aber auch danach wird es mit dem Verkehr nicht besser. Vor jedem Kreisverkehr und jeder Kreuzung staut sich der Verkehr zurück, so dass wir für die kurze Strecke nach Senj bis 15.00 Uhr brauchen.

Am Autokamp angekommen, können wir wieder frei einen Stellplatz wählen. Direkt nach dem Tor ist der Stellplatz Nr. 3 direkt am Wasser frei. Wir parken ein und haben, im Vergleich zum Vorjahr, sogar noch genug Platz Tisch, Stühle und Markise aufzustellen. Den Nachmittag verbringen wir bei der tollen Lage direkt am Stellplatz. Nur ein längerer Aufenthalt auf diesem Platz ist leider nicht möglich, da er für den nächsten Tag bereits reserviert ist. Im Laufe des Nachmittags füllt sich auch das Autokamp, bis es auf den letzten Platz belegt ist.

Um 18.00 Uhr geht es dann in die Stadt zum Essen. Da wir uns mittlerweile in Senj sehr gut auskennen, geht es direkt zur Konoba Lavlji Dvor. Hier hat sich wenig bis gar nichts geändert. Das Essen ist gut und reichhaltig. Uns, was an diesem Tag sehr wichtig ist, man sitz ab vom Trubel. In Senj ist nämlich Rijecki Karneval und die Straßen am Hafen sind mit Menschen gefüllt. Nach dem Essen machen wir uns auch auf den Weg zum Umzug.

Wir hatten einen schönen Platz, um uns das Spektakel anzusehen und dabei auch noch ein Bier zu trinken. Danach ging es zum Platz zurück. Der Karneval zeigte in der folgenden Nacht jedoch noch seine Auswirkungen. Bis zum frühen Morgen zogen an der Hafenpromenade, und damit an unserem Wohnmobil, ausgelassene Personen vorbei.

Auf Grund der doch unruhigen Nacht mache ich mich bereits um 06.30 Uhr auf den Weg zum Bäcker. In der Stadt feiern immer noch einige wackere Karnevalisten oder die Übriggebliebenen warten mit mir auf das Öffnen des Bäckers, damit sie ihr Frühstück gleich mitnehmen können. Beim Bäcker habe ich dann zunächst kein Glück. Brötchen sind aus, so dass ich auf die nächste Lieferung warten muss. Nach einer halben Stunde Wartezeit habe ich dann unser Frühstück erworben und mache mich auf den Rückweg. Am Wohnmobil stelle ich dann fest, dass einer meiner Crocs in der Nacht entwendet wurde. Die Nachsuche im näheren Umfeld verläuft negativ. Erst Elli findet ihn dann später wieder.

Gegen 08.30 Uhr sind wir abfahrbereit. Leider hat die Rezeption noch nicht geöffnet und wir hatten vergessen am Vorabend zu zahlen. Gezeichnet vom Karneval kamen dann die Betreiber und wir konnten auschecken. In der Wartezeit hatten wir uns überlegt, wo es für uns hingehen sollte. Einhellig waren wir übereingekommen, dass wir noch einmal nach Valata wollten, um noch ein paar ruhige Tage zu verleben. Die Fahrt nach Istrien verlief ausgesprochen stressfrei. Bereits gegen 11:45 Uhr kamen wir am Campingplatz Valata an.

Wir machen uns gleich auf die Suche nach einem Stellplatz. Elli und Sönke grasen zunächst erfolglos den Bereich rund um das Restaurant Saline ab. Danach suchen wir den Bereich oberhalb des Hafens ab. Ebenfalls erfolglos. Derart voll hatten wir den Campingplatz bisher nicht gesehen. Es ist noch nicht einmal ansatzweise ein vernünftiger freier Stellplatz in Sicht. Auf ihrer nächsten Tour findet Elli den Stellplatz Nr. 190, in unmittelbarer Nähe zum Waschhaus 2 und an der Hauptstraße. Der Platz ist wie für uns gemacht und gerade neu aufbereitet. Schnell haben wir uns eingerichtet und können den Rest des Tages genießen. Zudem nutzen wir den Nachmittag, um uns die Veränderungen auf dem Platz anzuschauen. Neben dem Einfahrtsbereich wurde das zurückliegende Jahr genutzt, um den Platz wieder aufzuwerten.

Die nächsten sind sonnig und fast unmenschlich heiß. Wir verbringen viel Zeit im Wasser und wenig Zeit mit Unternehmungen. Am zweiten Abend machen wir uns einmal auf den Weg nach Rovinj, um uns die obligatorische Pizza in der Pizzeria Leone zu gönnen. Unmittelbar nachdem wir uns gesetzt hatten, kriegen wir schon eine Visitenkarte gereicht, auf deren Rückseite das WLAN-Passwort steht. Ein guter Service für uns, so können wir einige Nachrichten absetzen, um unsere Bekannten auf dem neuesten Stand zu halten.

Danach bummeln wir noch durch die Gassen und am Hafen entlang und stellen fest, dass es hier wenig Veränderungen gegeben hat.

Nach einem abschließenden Eis ging es mit dem Fahrrad zurück. Zu viel mehr hatten wir auf Grund des warmen Wetters auch keine Lust.

Elli hat jedoch an diesem Abend nicht genug bekommen und fährt am nächsten Morgen gleich wieder mit dem Fahrrad nach Rovinj. Sie bummelte durch die Altstadt und über die Märkte.

Für das Abendessen hatten wir uns das Lokal „Lastavicia“ an der Zufahrtsstraße zum Campingplatz ausgesucht. Bisher hatten wir dort sehr gute Erfahrungen gesammelt. Auch diesmal war das Essen gut. Allerdings gab es bei der Rechnung Unstimmigkeiten. Elli hatte sich Tintenfischringe ausgewählt, wollte jedoch die Beilage von Pommes auf einen Salat wechseln. Dies war jedoch nicht möglich – obwohl beides preislich identisch war. Ihr Gericht wurde dann serviert mit Salat und ohne Pommes. In Rechnung gestellt wurde uns jedoch beides. Alle Diskussionen waren fruchtlos und man wurde zum Ende hin schon sehr ungehalten über unsere Kritik. Der Abend wurde dann jedoch wieder dadurch etwas aufgewertet, dass wir von unserem Platz vor dem Wohnmobil einen Sternschnuppenschauer sehen konnten.

Der nächste Tag war als letzter Ruhetag eingeplant und so ließen wir es auch angehen. Am Nachmittag bezahlten wir unseren Platz und stellten eine deutliche Preiserhöhung zu den vorangegangenen Jahren fest. Das mag dem Alter von Sönke geschuldet sein, der mittlerweile als Erwachsener durchgeht, aber auch an der allgemeinen Preiserhöhung gelegen haben. Insgesamt war der Platz nicht mehr als günstig zu bezeichnen.

Am Abend räumen wir die ersten Sachen ein, unterbrochen durch ein Abendessen in der Snack I und einer Stippvisite an der Showbühne, wo wir uns noch ein Bier gönnen. Gegen 22.00 Uhr zeigt sich dann, dass es gut war, die ersten Sachen zu verstauen, da es zu regnen beginnt. Wir lassen wirklich nur noch das Nötigste, also die Sitzmöbel draußen, ansonsten sind wir schon abfahrbereit.

Am nächsten Morgen regnet es immer noch und hört nur kurz auf, nachdem ich Brötchen geholt hatte. Nach dem Frühstück laden wir die restlichen Utensilien ein. Unser Platz ist bereits begehrt, da sich die Situation mit freien Stellplätzen nicht entspannt hat. Immerhin gibt man uns noch die Zeit zu duschen.

Um 08.45 Uhr kamen wir in Valata los. Wir wollten bis nach Postonja fahren, um uns die dortige Höhle anzuschauen. je nach Ankunftszeit und Dauer des Besuches wollten wir uns dort einen Stellplatz suchen oder noch etwas weiterfahren. Obwohl einiges an Verkehr herrschte und wir am Grenzübergang nach Slowenien wieder einmal im Stau standen, kamen wir gegen 11.30 in Postonja an. Der Weg zum Parkplatz war vernünftig ausgeschildert, so dass wir schnell einen Parkplatz fanden. Der Zugang zur Höhle von Postonja war nicht weit entfernt, jedoch regnete es derart stark, dass auch ein Regenschirm nicht geholfen hätte, so dass wir erst einmal das Gröbste abwarteten.

Als der Regen etwas nachließ, machten wir uns sofort auf den Weg. Für die Eintrittskarten mussten wir kurz anstehen, konnten mit deren Erwerb aber auch gleich den Parkplatz zahlen. Um 12.10 Uhr waren wir stolze Besitzer für Eintrittskarten zu einer Führung um 12.30 Uhr. Mit allem was noch erledigt werden musste, schafften wir es zeitgerecht uns der Besuchergruppe anzuschließen und fuhren pünktlich in die Höhle ein.

Die Führung war kompetent und die Tropfsteinhöhle war wirklich imposant. Insgesamt dauerte die Tour durch die Tropfsteinhöhle bis etwa 14.00 Uhr. In dieser Zeit konnten wir eine Menge Fotos schießen und die verschiedenen Arten von Tropfstein bewundern. Die Tour fand ihr Ende am unterirdischen Lauf des Flusses Pivka, der durch die Höhle läuft.

Als wir wieder ans Tageslicht kamen, hatte es aufgehört zu regnen. Wir beschlossen noch etwas weiter zu fahren und nicht den Rest des Tages in Postonja zu verbringen. Es folgte nur noch ein kurzer Stopp zum Einkaufen für ein spätes Mittagessen, bevor es wieder auf die Autobahn in Richtung Ljubljana ging. Nach kurzer Zeit standen wir jedoch im Stau. Es dauerte etwa eine Stunde, bevor sich der Stau auflöste und wir im dichten Verkehr weiterfahren konnten.

Als Ziel hatten wir uns den Campingplatz Central in Graz ausgesucht. Es schien uns noch zu einer adäquaten Zeit erreichbar. Außerdem kannten wir uns im Umfeld des Campingplatzes aus und mussten so keine eigentlich Energie zum Eingewöhnen aufwenden. Bis hinter Ljubljana zog es sich mit dem dichten Verkehr. Danach kamen wir gut voran. Nur die Tankanzeige neigte sich immer mehr der Neige zu. Die Dieselpreise luden nicht gerade zum Tanken ein. In Slowenien lag der Literpreis bei 1,369 €. Ein kurzer Überschlag führte zu dem Entschluss es bis nach Graz zu versuchen. Hierbei passierten wir die erste Autobahntankstelle in Österreich. Hier lag der Dieselpreis dann bei stolzen 1,559 €. Auf Höhe Leibnitz war es dann mit dem guten Willen vorbei. Wir fuhren ab, um zu tanken. Hier fanden wir zu unserer Überraschung in Autobahnnähe eine Tankstelle, wo wir zu 1,249 € den Liter tanken konnten.

Am Campingplatz Central dann die erste Überraschung. Der Platz war gut gefüllt und ein Stellplatz in Ausgangsnähe war nicht mehr zu erhalten. Wir fanden auf einem zentralen Stellplatz mit Nähe zu einem Waschhaus. Gleich nach unserer Ankunft sollte es zum Essen gehen. In guter Erinnerung hatten wir den Volksgoartn, der in unmittelbarer Nähe zum Campingplatz lag. Dieser war jedoch geschlossen und auf Nachfrage erfuhren wir, dass er mittlerweile Konkurs gegangen war. Auf Empfehlung des Campingplatzes suchten wir das Gasthaus Meyer auf. Hier mussten wir erst einmal warten, bis wir einen Tisch erhielten. Erst als wir uns bereits zum Gehen abwandten, wies uns eine zuvorkommende Bedienung einen Tisch zu. Das Essen und der Aufenthalt waren dann sehr angenehm. Danach ging es ins Wohnmobil zurück, wo wir den Abend mit den weiteren Reiseplanungen und einigen Partien Kniffel abschlossen.

Am nächsten Morgen machte ich mich dann recht früh auf, um Brötchen zu holen. das erste, was mich wunderte, war der wenige Verkehr, obwohl Freitag war. Als ich dann beim Bäcker stand, wunderte ich mich, dass dieser nicht geöffnet hatte. Erst ein Gespräch mit einem Passanten ergab, dass in Österreich am heutigen Tag ein Feiertag war und daher nicht alle Geschäfte geöffnet hatten. Ich machte mich dann auf die Suche nach einem anderen Bäcker und wurde letztlich in einem Tankstellenshop fündig.

Nach dem Frühstück ging es um 08.45 Uhr wieder los. Unser nächstes Tagesziel war Prag, da Sönke unbedingt die Stadt besichtigen wollte. Die Straßen waren auf Grund des Feiertages angenehm leer und wir kamen zügig voran, so dass wir bereits um 12.30 Uhr an der österreichisch-tschechischen Grenze erreichten. Danach ging es auf einer Landstraße weiter. das ging so bis Budweis. Danach folgte ein Stück Autobahn. In einer Baustelle nahm ich ein Fahrzeug mit Blaulicht wahr. Dieses setzte sich in Bewegung, nachdem wir es passiert hatten und gab uns tatsächlich Haltezeichen.

Wir folgten dem Fahrzeug auf einen Parkplatz einer Polizeistation neben der Autobahn. Hier gaben sie sich als Maut-Kontrolleure zu erkennen. Wie wir erfuhren, waren die zurückgelegten 17 Autobahnkilometer mautpflichtig in Form einer Vignette. Wir wurden dann über die Unterschiede zu anderen Mautsystemen belehrt. In Tschechien wird die Vignettenpflicht durch das Autobahnsymbol auf dem Verkehrszeichen erklärt. Weitergehende Hinweise auf die Vignettenpflicht sind nicht üblich. Alle Diskussionen halfen nichts und wir zahlten die 1000 Kronen (ungefähr 36 Euro) Strafe. Dies entband uns jedoch nicht von einem Vignettenerwerb, den wir an der nächsten Raststelle nachholten. Übrigens endete die Autobahn etwa 2000 Meter nach der Kontrolle.

Um 16.00 Uhr erreichen wir Prag. Der Verkehr ist katastrophal und ohne den Navi wäre eine Navigation schwierig gewesen. Bereits kurze Zeit später erreichen wir den Stellplatz, ein altes Ruderzentrum, direkt an der Moldau. Wir bekommen einen Stellplatz zugewiesen und richten uns auf diesem ein. Den verregneten Nachmittag und den Abend verbrachten wir am Wohnmobil.

Am nächsten Tag machten wir uns dann auf in die Innenstadt von Prag. Die Fahrkarten für die Straßenbahn hatten wir in der Rezeption gekauft. Mit der Linie 12 geht es dann von der Haltestelle Lihovar in 20 Minuten zur Haltestelle Malostranské náměstí. Von dort geht es über die Nerudova zur Prager Burg.

Der größte Teil der Burganlage kann kostenlos besichtigt werden. Einige Teile, wie z.B. das Goldene Gässchen oder einzelne Abschnitte des Doms sind jedoch kostenpflichtig. Wir betreten die Burg über den Ehrenhof.

Danach folgt der Veitsdom. Hier verabschiedet sich der Trageriemen meiner Kameratasche. Eine Naht hatte sich gelöst. Eine notdürftige Reparatur mit einem Tacker führen wir im Tourismusbüro durch. Danach geht es über Jirska durch die beeindruckende Prager Burg.

Im Weiteren geht es dann durch die Innenstadt bis zum Altstädter Ring. Hier gönnen wir uns eine Bratwurst als Stärkung und bewundern das Altstädter Rathaus mit seiner astronomischen Uhr und die Teynkirche.  Es folgt ein wahrer Marathon durch die Stadt. Wir grasen alle Sehenswürdigkeiten ab und quälen uns dabei durch die Menschenmengen, die mit uns unterwegs sind. Das Wetter ist sehr wechselhaft. Während unseres Gangs durch die Gasse Jilska fängt es zu regnen an. Wir nutzen das Restaurant Schweik und setzten uns in den überdachten Innenhof, um das Ende des Regens abzuwarten.

Für uns ging es dann am Moldauufer entlang in Richtung „Tanzende Häuser“. Während dieser Zeit wechselte das Wetter in strahlenden Sonnenschein und es wurde sofort so warm, dass wir auf unsere Jacken verzichten konnten.

Dann ging es weiter in Richtung Wenzelplatz. Hierbei durchquerten wir den Karlova namesti, einen kleinen Park, und nutzten eine Parkbank zur Pause. Nach einem kurzen Rundblick hegten wir den Verdacht, dass es sich hier um einen Platz für Drogensüchtige handelte und gingen weiter. Beim Verlassen wurden wir dann in unserer Ahnung bestätigt, als wir in einem Gebüsch einen Fixer bei seiner Beschäftigung sahen.

Es folgte der Wenzelplatz und dann wieder die Altstadtgassen in Richtung Karlsbrücke. Mittlerweile schienen sich die Gassen noch mehr mit Leuten gefüllt zu haben und auch die Karlsbrücke war proppevoll. Nachdem wir die Karlsbrücke überquert hatten, hatte uns die Lust auf weiteres Sightseeing verlassen und wir beschlossen zum Wohnmobil zurück zu fahren. Nur noch kurz die Fahrkarten in einem Tabakladen kaufen, da es diese nur dort gibt, und zur Straßenbahnhaltestelle zurück.

Bereits um 16.15 Uhr treffen wir wieder am Platz ein. Sönke macht es sich im Wohnmobil bequem und nutzt das vorhandene WLAN. Elli und ich suchen noch ein nahes Beachvolleyballturnier auf und gönnen uns da die Finalspiele. Um 19.00 Uhr sind wir am Wohnmobil zurück, machen uns unser Abendessen und verbringen einen entspannenden Abend im Wohnmobil.

Am nächsten Tag wollten wir gleich nach dem Frühstück los. Daraus wurde aber erst einmal nichts, da sich der erste Stau bereits auf dem Campingplatz gebildet hatte. Ein Camper, der an seinem Wohnmobil entsorgte, hatte sich derart intelligent hingestellt, dass keiner passieren konnte. Um 09.15 Uhr kommen wir dann endlich los. Mitten durch die Innenstadt geht es aus Prag heraus. Gut dass es sich um einen Sonntag handelt. An einem Werktag wäre dies sicherlich nicht so toll geworden.

Von Prag aus geht es dann ganz gemütlich nach Dresden, wo wir gegen 12.00 Uhr am Wohnmobilstellplatz City-Herberge eintreffen. Wir finden einen für uns adäquaten Stellplatz, der uns etwas Abstand zu den Nachbarn und einen  Stromanschluss garantiert. Den Schlüssel für den Stromkasten holen wir uns vom Platzwart und machen uns danach gleich auf in die Stadt. Wie immer ist in Dresden einiges los. Bereits auf dem Dresdner Striezelmarkt ist der erste Event. Hier ist es sportlich. Unter anderem findet auch hier ein Beachturnier statt und gönnen uns eine kleine Pause bei einem Getränk. Danach holen wir uns im nahen McDonalds eine Stärkung, bevor es zur Frauenkirche weitergeht.

Nach der Besichtigung der Frauenkirche geht es durch die Münzgasse zu den Brühlschen Terrasse. Hier dann gleich das nächste Event. Alle Arten von Dampfmaschinen werden am Elbufer präsentiert. Außerdem beobachten wir ein Gummientenrennen. Spektakulär werden die Enten von einer Elbbrücke in die Tiefe geschüttet.

Nach dem Entenrennen geht es zum Schlossplatz. Auch hier wieder ein Event. Wir nutzen dies, um erneut unsere Besichtigung zu unterbrechen und ein Getränk zu nehmen.

Nach Schlossplatz, Semperoper und Zwinger folgt noch ein Abstecher in den Zwingergarten.

Von dort aus geht es wieder in die Innenstadt. Wir machen uns bereits Gedanken über das Abendessen und halten dem Entsprechend bereits nach Restaurants Ausschau. Da es aber noch recht früh ist, machen wir noch einen kurzen Abstecher zurück zum Wohnmobil. Danach geht es in die Weisse Gasse. Hier hatten wir ein vietnamesisches Restaurant entdeckt, das wir ausprobieren wollten. Im Restaurant Kinh-Do nutzten wir das schöne laue Wetter und aßen draußen. Nach dem guten Essen bummeln Elli und ich noch etwas durch die Stadt, während Sönke zum Wohnmobil zurückkehrt.

Für den nächsten Tag war die Heimreise angedacht. Allerdings wollten wir nicht direkt nach Hause fahren, sondern noch einen kurzen Abstecher nach Leipzig machen. Hier stand ein Besuch des Völkerschlachtdenkmals auf dem Programm. Wir hatten so oft davon gesprochen, dass der Besuch einfach überfällig war.

Bereist gegen 11.00 Uhr trafen wir dort ein. Die Anfahrt gestaltete sich etwas schwierig, da einige Straßenzüge auf Grund von Bauarbeiten gesperrt waren. Als dies überwunden war, konnten wir direkt am Zugang zum Völkerschlachtdenkmal parken.

Es folgte der unvermeidliche Aufstieg. Wir hatten uns das Geld für den Aufzug gespart und quälten uns über die teilweise sehr engen Treppenhäuser und Aussichtsplattformen bis nach oben.

Nach der beeindruckenden Aussicht ging es dann auch schon wieder nach unten. Es folgte eine kurze Besichtigung des Museumsbereichs, bevor es um 13.30 Uhr wieder in Richtung Autobahn ging.

In Harsum trafen wir dann schon gegen 17.00 Uhr ein, da es keine wesentlichen Verkehrsbeeinträchtigungen auf der Heimfahrt gab.

Auf den Spuren der alten Römer

Italien

02.04.14 bis 14.04.2014

Für die diesjährigen Osterferien hatten wir wieder einen Trip in den Süden geplant. Erstmalig ging es ohne Kind in den Urlaub, obwohl dies zu Beginn noch etwas anders geplant war. Letztlich konnten wir dadurch bereits am letzten Schultag starten und verließen gemeinsam mit unserem Sohn das Haus. Er in die Schule, wir in den Urlaub.

Da wir bisher noch nie so früh am Tag auf eine unserer Touren aufbrechen konnten, waren wir gespannt, wie weit wir kommen würden. Da der Verkehr zu unserer Überraschung sehr übersichtlich war, erreichten wir Füssen, unser angedachtes Etappenziel, bereits am frühen Nachmittag. Kurz entschlossen ging es einfach weiter. Auch am Brenner hielt uns nichts auf. Als wir Italien erreicht hatten, machte sich Elli auf die gezielte Suche nach einem geeigneten Stellplatz. Sie fand in Klausen in Südtirol zwei Stellplätze und wir fuhren von der Brennerautobahn ab, um den ersten anzufahren. Es handelt sich um den Wohnmobilstellplatz auf dem Camping Gamp, der laut Stellplatzführer bei etwa 16 Euro Übernachtungspreis lag.

Nach einer abenteuerlichen Anfahrt über die schmalen Gassen des Ortes standen wir vor der Rezeption. Elli versuchte einen Stellplatz für uns klar zu machen. Dies führte aber zu Irritationen, da wir nur den Campingplatz für knapp 25 Euro nutzen dürften. Der Stellplatz sei vorübergehend geschlossen, wurde uns mitgeteilt, da sich Anwohner über die Störung der Totenruhe an dem naheliegenden Friedhof beschwert hätten. Ich telefonierte daraufhin mit dem zweiten Stellplatz in Klausen. Dies bekam man wohl mit und besserte das Angebot nach, sodass wir dann doch für 16 Euro die Nacht dort verbringen konnten.

Nachdem wir uns eingerichtet hatten, den wirklich ordentlichen Campingplatz kennengelernt hatten und einen kurzen Informationsaustausch mit unseren Platznachbarn hinter uns hatten, genossen wir die herrliche Aussicht des Platzes.

Bereits um 07.30 Uhr waren wir nach einer angenehmen Nachtruhe wieder auf den Beinen. Obwohl unser Preis es nicht beinhaltete, nutzten wir erst einmal das Waschhaus. Um 08.00 Uhr konnten wir dann einige Semmeln erwerben und in Ruhe frühstücken. Um 08.45 Uhr ging es dann weiter in Richtung Süden. Auch am heutigen Tag wollten wir uns nicht hetzen und hielten uns das Etappenziel erst einmal offen. Unser Wunsch war es allerdings ohne viel Stress Rom zu erreichen. Der Verkehr kam uns dabei sehr entgegen, die Autobahnen bis Bologna waren frei. Erst ab Bologna in Richtung Florenz wurde der Verkehr dichter.

Kurz vor Florenz machten wir uns dann an die Auswahl einer Tankstelle. Da der Liter Dieselkraftstoff auf der Autobahn bei etwa 1,85 Euro lag, erschien es uns nur sinnig, zum Tanken abzufahren. Gesagt getan. Schnell den Navi programmiert und an der Abfahrt Firenze Calenszno-Cesto ging es von der Autobahn ab. Wir fanden eine freie Tankstelle, die einen akzeptablen Dieselpreis vorwies. Hier machten wir nun das erste Mal Bekanntschaft mit den italienischen Tankautomaten. An diesem, wie auch an allen folgenden, wurde meine EC-Karte nicht akzeptiert, sodass wir auf Barzahlung wechseln mussten. Ich fütterte den Automaten also mit Euro-Scheinen und musste beim Tankvorgang nun feststellen, dass wir doch nicht die erwartete Menge verbraucht hatten. Letztlich blieben etwa 5 Liter Kraftstoff übrig. Diese versuchte ich nun einem Pärchen zu schenken, das an der Nebensäule ebenfalls Diesel tankte. Dieses konnte, bzw. wollte mich jedoch nicht verstehen, sodass ich letztlich die Zapfpistole einhängte und wir weiterfuhren.

Problemlos ging es weiter, sodass wir bereits gegen 16.00 Uhr die Peripherie von Rom erreichten. Nachdem wir auf die A1 sich das erste Mal teilte, verlor ich kurz die Orientierung suchte unsere Abfahrt. Erst als wir dann auf den eigentlichen Stadtring fuhren und ich dies auch realisierte, wurde ich entspannter und verließ mich auf Ellis Navigationskünste. Ziel war das Roma Camping Village an der Via Aurelia in Rom, das wir bereits bei unserem ersten Besuch in Rom genossen hatten.

Um 17.45 Uhr trafen wir dort ein und hatten auch schnell einen Stellplatz gefunden, sodass wir noch einige Zeit das warme Wetter genießen konnten, bevor es unter die Dusche und danach zum Abendessen im Campingplatzrestaurant ging.

Auch am folgenden Tag waren wir bereits um 07.30 Uhr auf. Nach einem reichhaltigen Frühstück packten wir unsere Sachen und machten uns mit dem Bus auf in die Stadt. Wir erwischten zwar die richtige Buslinie (Linie 247), konnten uns jedoch nicht vernünftig orientieren, sodass wir letztlich intuitiv ausstiegen, als wir die Mauern des Vatikans sahen. Nach einem kurzen Fußmarsch hatten wir den Eingang zum Vatikanischen Museum gefunden und konnten uns orientieren.

An den Mauern des Vatikans und zwischen nervenden Kartenverkäufern hindurch ging es auf den Petersplatz. Eigentlich wollten wir mit dem Vatikan unsere Stadtbesichtigung starten.

Als wir die Warteschlange sahen, nahmen wir davon jedoch Abstand und machten uns auf den Weg zu den nächsten Zielen. Zunächst ging es am Castel Sant‘ Angelo vorbei. Von dort aus schlenderten wir am Ufer des Tibers entlang, bis wir auf dem Weg zum Palazzo Farnese auf eine Nebenstraße abbogen. Von dort aus ging es zum Campo dei Fiori, dem Blumenmarkt. Hier angekommen bummelten wir erst einmal durch das Marktgeschehen.

Danach ging es weiter zur Piazza Navona mit dem Vierströmebrunnen und seiner beeindruckenden Gebäudekulisse.

Um dies in Ruhe auf uns wirken zu lassen, machten wir eine längere Pause und gönnten uns einen Snack. Weiter ging es dann zum Pantheon und dann zum Hadrianeum, dem Tempio di Adriano, wo wir uns in einem kleinen Café erst einmal einen Cappuccino gönnten. Vor dem Mittag folgte dann als vorerst letzte Etappe der Trevi-Brunnen.

Hier war allerdings derart von Touristen überlaufen, dass der Aufenthalt keinen Spaß machte. Nach ein paar Fotos ging es dann doch recht schnell weiter. Mittlerweile hatte uns der Mittagshunger eingeholt. Elli nutzte in einer Seitenstraße eine kleine Pizzeria, um sich einen Snack zu holen.

Die kleine Pizza wurde nach Wunsch belegt und nach Gewicht abgerechnet. Geschmeckt hat sie ausgesprochen gut.

Weiter ging es dann weiter zur Piazza die Spagna und der Spanischen Treppe. Hier luden die Umstände, dass mitten auf der Piazza eine Baustelle eingerichtet war und die Massen an Touristen, nicht zum Verweilen ein, sodass wir letztlich über die Einkaufszone in Richtung Piazza del Popolo weitergingen. Hier angekommen fing es dann kurz zu regnen an, sodass wir uns erst einmal kurz unterstellen mussten. Hierbei konnten wir beobachten, wie flexibel die penetranten Straßenverkäufer waren. Schnell wurden Stadtführungen und ähnliches gestrichen und wie von Zauberhand verfügten sie mit einmal über Regenschirme, die sie den Touristen zu völlig überzogenen Preisen anboten.

Als der Regen nachließ, machten wir uns an den kurzen Aufstieg zur Villa Borghese, einer Parkanlage, die oberhalb der Piazza del Popolo liegt. Von hier hat man einen wunderschönen Ausblick über die Dächer von Rom.

Wir nutzten unsere erhöhte Position und gingen an der Parkanlage entlang zurück in Richtung Spanische Treppe.

Mittlerweile hatte sich auch das Wetter wieder verbessert. Nach einem kurzen Fotostopp, entschlossen wir uns erneut den Vatikan in Angriff zu nehmen, da er auch auf dem Weg zu unserer Bushaltestelle lag.

Durch die Gassen der Innenstadt ging es Via della Conciliazione, die direkt auf den Petersplatz führt.

Dort angekommen mussten wir feststellen, dass sich die Situation mit den Wartenden nicht wirklich entspannt hatte. Die Warteschlange reichte halb um den Petersplatz herum. Wir überschlugen kurz, wie lange die Wartezeit wohl wäre und kamen auf etwa eine halbe Stunde. Diese Zeit wollten wir opfern. Elli stellte sich in die Schlange und ich wartete ab, bis sie meine Position erreichte und reihte mich dann ein. Mit Interesse verfolgten wir immer wieder Personen, die sich um ein geordnetes Anstehen drückten und jede Gelegenheit nutzten, um ein paar Meter zu gewinnen.

Nach etwas über der veranschlagten halben Stunde hatten wir die Sicherheitskontrolle tatsächlich passiert und konnten uns in den Petersdom begeben.


Auch wenn wir die Kirche bereits einmal besucht hatten, war es wieder einmal sehr beeindruckend. Zum Ende unseres Besuches nutzten wir noch die Post des Vatikanstaates, um unserem Sohn einen Urlaubsgruß zu senden.

Es ging dann wieder an den Mauern des Vatikans entlang in Richtung unserer Bushaltestelle, die an der Metrostation Cipro lag. Hier hatten wir Glück und konnten direkt in den Bus einsteigen. Leider hatten wir noch keine Fahrkarte und die Fahrkartenautomaten standen nur in der Metrostation. Ich spurtete also los und schaffte es kurz vor der Abfahrt des Busses zurück zu sein. Im Bus konnten wir die Fahrkarte allerdings nicht entwerten. Zunächst dachten wir, dass es daran liege, dass der Bus noch stehe. Doch auch während der Fahrt funktionierte es nicht. Als auch eine mitfahrende Ordensschwester das Problem einfach nicht beachtete, beruhigten wir uns etwas und fuhren halt ohne entwerteten Fahrausweis.

Die Busfahrt zog sich auf Grund des starken Berufsverkehrs etwas. Als wir dann an der Via Aurelia ankamen, nutzten wir erst einmal den Supermarkt, der direkt an der Bushaltestelle lag und kauften ein. Das Angebot war reichhaltig, nur die Art der Sortierung bereitete uns etwas Probleme. Die benötigten Eier ließen sich partout nicht finden. Eine Nachfrage beim Personal stellte sich als Problematisch heraus, da mir das italienische Wort für Eier nicht geläufig war und Englischkenntnisse bei meinem Gegenüber noch nicht einmal das Wort egg umfasste. Also musste ich auf bildhafte Sprachdarstellung zurückgreifen und hatte damit letztlich Glück. Die Eier befanden sich in einer hinteren Ladenecke.

Mit dem Einkauf ging es zurück zum Wohnmobil,, wo wir gegen 18.30 Uhr ankamen und erst einmal die letzten Sonnenstrahlen genossen und ausspannten. Danach bereiteten wir unser Abendessen und besprechen unseren Plan für den nächsten Tag.

Am nächsten Tag war es von Beginn an sonnig, wenn auch anfangs noch recht kühl. Nach dem Frühstück ging es erneut mit dem Bus ins Stadtzentrum. Wir nutzten unsere Fahrkarten vom Vortag, da diese bis dato nicht entwertet waren. An der Metrostation Cipro angekommen, stiegen wir in die Metro um und nutzten diese bis zur Metrostation San Giovanni.

Direkt an der Via Appia kamen wir heraus uns überquerten Piazzale Appio, um zur unserem ersten Ziel, der Basilica die San Giovanni in Laterano, kurz Lateranbasilika, zu gelangen. Nach der Besichtigung ging es über kleine Gassen und Parkanlagen zunächst in Richtung Circus Maximus. Bei unserem ersten Rombesuch hatten wir lediglich einen Blick vom Palatin gehabt. Diesmal wollten wir ihn uns genauer anschauen. Leider erfüllte sich unser Wunsch nicht. Der antike Teil war auf Grund von Restaurationsarbeiten gesperrt und eine grüne Wiese in einer Senke war nicht wirklich beeindruckend.

Weiter ging es also zum Forum Romanum, dem eigentlichen Tagesziel. Auf unserem Weg zum Eingang am Kolosseum gingen wir am Zaun der antiken Stätte entlang und kamen an einem Seiteneingang vorbei. Da uns die Warteschlangen am Kolosseum noch gut in Erinnerung waren, beschlossen wir diesen Nebeneingang zu nutzen und hatten tatsächlich nach kurzer Wartezeit unsere Karten und konnten uns dem Forum Romanum widmen.

Wir starteten auf dem Palatin mit dem Domus Augustiana und dem kleineren Stadium auf dem Palatin, das wesentlich besser erhalten ist als der Circus Maximus. Danach bummelten wir durch die Parkanlagen des Palatins bis wir an den Nordrand des Hügels kamen. Beim Abstieg machten wir noch einen kurzen Abstecher in eine Grotte. Danach ging es über die Via Nova zum Titusbogen. Nach einer kurzen Pause und um den größten Besucherandrang passieren zu lassen, machten wir uns auf unseren weiteren Weg über die Via Sacra.


Im Vergleich zum letzten Besuch ließen wir uns diesmal mehr Zeit die Bauten auf uns wirken zu lassen. Meist machten wir eine kurze Pause und verweilten am Ort, um die Eindrücke aufzunehmen.

Da wir keinen Führer erworben hatten, mussten wir uns mit dem Touristik-App helfen. Hier war es dann aber erforderlich sich immer wieder neu zu orientieren, da die Sehenswürdigkeiten dicht gedrängt lagen.

Den Abschluss machten wir an den Überresten des Saturn-Tempels und an der Curia Iulia, dem Sitz des Senates, den wir bei unserem ersten Besuch links liegen gelassen hatten. Von dort ging es noch zum Septimius-Serverus-Bogen, dem Triumphbogen im nördlichen Bereich. In diesem Bereich hat man noch einmal eine beeindruckende Aussicht auf das Forum Romanum.


Das Forum Romanum verließen wir dann am nördlichen Ausgang und begaben uns zur Piazza Venezia, die durch das Denkmal für Vittorio Emmanuele II beherrscht wird.

Über die Via Nazionale, einer schönen Einkaufsstraße,  an der wir uns noch einen Cappuccino gönnten, ging es dann zur Piazza della Repubblica. Hier wollte Elli noch unbedingt die angrenzenden Kirchen besichtigen, während ich am Zugang der Metrostation auf ihre Rückkehr wartete. Als sie dann genug von sakralen Bauten hatte, nutzten wir die Metro um zur Busstation Cipro zu gelangen. Da Wochenende war und wir durch den Busfahrplan am Linienschild nicht durchstiegen, blieb uns nichts anderes übrig als zu warten. Nach einer gefühlten Ewigkeit, tatsächlich war es nur eine Dreiviertelstunde kam dann der Bus. Nachdem wir Platz genommen hatten, ging das Warten zwar weiter, aber immerhin waren wir im richtigen Bus.

Als wir dann an der Via Aurelia ankamen, kauften wir noch kurz ein, bevor wir dann gegen 17.30 Uhr zurück am Wohnmobil waren. Elli suchte dann noch die Rezeption auf und bezahlte den Campingplatz, da wir uns vorgenommen hatten, am nächsten Tag abzureisen.

Bereits um halb acht standen wir auf und frühstückten. Um 09.00 Uhr hatten wir an einer nahen Tankstelle an der Via Aurelia getankt und fuhren über die Ringautobahn Osten und fuhren dann auf die A1 in Richtung Süden. Es war eine beschauliche Fahrt bei wenig Verkehr, sodass wir zügig voran kamen.

Bevor wir Neapel erreichten, konnten wir bereits den Vesuv sehen. Elli bestritt dies erst, bis sie in der Karte sah, dass sie eine Zahl der Höhenangabe übersehen hatte und es sich bei dem Vesuv somit nicht nur um einen Hügel, sondern um einen Berg handelte.

Nach Neapel waren wir auf der A3 in Richtung Pompeji unterwegs. Kurz vor unserer Ausfahrt zu dem gewählten Campingplatz, machten wir an einer Raststätte noch eine kleine Pause, die zur Orientierung und als Fotostopp diente.

Die Anfahrt zum Campingplatz war bereits unmittelbar nach der Autobahnausfahrt anspruchsvoll. Hier galt es gleich als Linksabbieger sich in den Verkehr einzufinden. Dabei musste eine Mischung aus Missachtung der Vorfahrtsberechtigten und Vorsicht an den Tag legen. Der weitere Straßenverlauf war dann ein kleiner Slalomparcours, da man den doch recht tiefen Schlaglöchern ausweichen musste. Es folgte erneutes Linksabbiegen und das Passieren eines Marktes, bevor es über eine Steigung zum Campingplatz ging. Hier herrschte zu unserem Glück kein Gegenverkehr, da die Fahrbahnbreite dies nicht hergegeben hätte.

Schließlich standen wir dann an der Einfahrt des Campingplatzes Zeus, der nur wenige Meter vom Zugang zu den antiken Stätten von Pompeji entfernt lag. Einen Stellplatz durften wir uns selbst aussuchen. Auch dies war wieder anspruchsvoll. Zum einen waren die Wege gerade einmal so breit wie ein besserer Fahrradweg, sodass keine Kurve ohne rangieren gemeistert werden, zum anderen war der gesamte Campingplatz mit Oliven- und Orangenbäumen bepflanzt, die die Stellplätze einengten. Wir wählten letztlich den Stellplatz Nr. 78, der unserer Meinung am optimalsten war.

Nachdem wir uns eingerichtet hatten, ging es auch gleich zu den antiken Stätten. dazu mussten wir wirklich nur den Campingplatz verlassen und die etwa 100 Meter zum Eingang gehen. Zu einem Eintrittspreis von 11.- Euro pro Person ging es dann bei sonnigem Wetter hinein. Unser Rundgang durch das antike Pompeji startete an der Via Marina und führte uns zunächst zum Tempel des Apollon. Von hier aus hatte man einen wunderschönen Blick auf den Vesuv.


Vom anschließenden Forum Civile aus ging es für uns zunächst durch die Gassen der Stadt in Richtung kleines Theater. Beeindruckend war hierbei die dichte Bebauung und der gut erhaltene Zustand der Gebäude, sodass man sich das Leben in diesen Gebäuden sehr gut vorstellen konnte. Dies wurde noch verstärkt, als wir die einzelnen ausgewiesenen Villen in den Straßenzügen besichtigten. Diese waren derart gut erhalten, dass die neben den Bodenmosaiken sogar die Wandzeichnungen gut erkennbar waren.

Wir folgten der Weg zum Amphitheater am westlichen Ende der Ausgrabungsstätte. Elli wollte unbedingt das Innere betrachten, sodass ich mir ein schattiges Plätzchen und den Pinien suchen konnte und Pause hatte. Danach arbeiteten wir die einzelnen sehenswerten Gebäude mit System ab und arbeiteten uns so zum Forum Civile zurück. Kurz bevor wir dieses wieder erreichten, setzte kurz Regen ein. Dies machte uns jedoch nichts aus, da es weiterhin sehr warm war. Sogar so warm, dass wir die vereinzelten wieder in Betrieb genommenen Brunnen nutzten, um uns mit dem Wasser zu erfrischen.


Nach einer Kaffeepause am Forum Civile, wo ein kleines Café in ein antikes Haus klug integriert wurde, ging es zur Casa del Fauna. In der sehr gut erhaltenen Villa fanden wir unter anderem das berühmte Alexandermosaik vor, dass die Schlacht von Issos darstellt und eigentlich in jedem Geschichtsbuch zu finden ist.

Wir folgten den Gassen dann weiter zur Porta del Vesuvio. Hier verließen wir die Stadtanlage und gingen auf der Wallanlage weiter. Bevor es über die Porta di Ercolano wieder in die Stadt ging, hatten wir noch einem wunderschönen Blick auf die Insel Capri, die der Küste vorgelagert ist.

An der Porta di Ercolano liegt der Friedhof der Stadt Pompeji. Mittlerweile waren wir jedoch derart erschöpft von unserer Besichtigung, dass wir die Eindrücke nur noch im Vorbeigehen aufnahmen. Auf der anschließenden Suche nach dem Ausgang mussten wir dann erneut an das Südende der Ausgrabungsstätte, da unser Eintrittsbereich auch wirklich nur für den Zugang gedacht war.


Zurück am Wohnmobil gönnten wir uns erst einmal eine Dusche und ein Kaltgetränk, bevor es am frühen Abend auf die Suche nach einem Restaurant zum Abendessen ging. Das Restaurant am Platz hatte geschlossen und die zahlreichen Restaurants an der Straße vermittelten den Eindruck eines Imbisses und standen zudem kurz vor dem Ende der Öffnungszeiten.

Über den angrenzenden Marktplatz machten wir uns auf den Fußweg in die Innenstadt. Hier fanden wir an der Piazza Immacolata das Ristorante Corallo. Zu dieser Zeit waren wir die einzigen Gäste. Am Nebentisch saßen wohl Angehörige der Betreiber des Familienrestaurants, die auf Gäste für eine private Feier warteten.

Die Bedienung hatte ihre sprachlichen Probleme mit uns. Wir konnten kein italienisch und sie weder deutsch noch englisch. Letztlich dolmetschte eine der älteren Damen vom Nebentisch. Während wir auf das Essen warteten, konnten wir dem Treiben auf der Piazza zuschauen. Der Platz war in einen Parkplatz umfunktioniert und hatte einen privaten Parkplatzeinweiser, der den knappen Parkraum effizient verwaltete und dafür eine Spende der Autofahrer erhielt.

Nachdem wir gut gegessen und bezahlt hatten – man sah dabei der Bedienung an, dass sie froh war, das mit uns hinbekommen zu haben – machten wir uns auf den Rückweg und waren letztlich froh, wieder im Wohnmobil zu sein.

Der nächste Morgen startete mit einer kalten Dusche. Als ich die Brötchen für das Frühstück im Restaurant erwarb, hatte ich das Gefühl, das der Preis für diese nicht wirklich feststand und eher geschätzt war.

Nach dem Frühstück machten wir uns wieder auf den Weg. Eigentlich hätten wir nur die 100 Meter den Berg hinab fahren müssen. Da es sich aber um eine Einbahnstraße handelte, führte uns der Weg zunächst von der Autobahnauffahrt weg. Nach einigen Schleifen durch die kleinen Gassen an dem Hügel kamen wir wieder auf die Hauptstraße und konnten letztlich auf die Autobahn auffahren. Unmittelbar nach der Auffahrt dann schon der erste Stau. Auf Grund einer Baustelle kroch der Verkehr an Neapel vorbei.

Unsere Überlegung für den weiteren Streckenverlauf war, an der Küste entlang zu fahren, um noch etwas von Land und Leuten zu sehen, da unser nächstes Ziel Ostia war. Wir fuhren auf der A1 weiter bis Marcianise. Hier verließen wir die Autobahn. Das war aber eher geahnt, als gewusst, da wir nicht die Straßenkarten dabei hatten, die uns dabei Sicherheit gaben. Wir wollten dann zwar an der nächsten Tankstelle eine Karte mit einem vernünftigen Maßstab erwerben, konnten dies aber nicht, weil die Tankstelle keine Karten führte. Also weiter und einfach der SS7 der Küste entlang folgen.

Der italienische Straßenverkehr stellt sich hierbei als schrecklich undiszipliniert dar. Bei jeder Möglichkeit wir überholt. Egal ob Sperrfläche, Überholverbot oder Gegenverkehr. Die Rücksicht der anderen wir einfach vorausgesetzt. Das Ganze macht die Fahrt dann doch recht anstrengend, da man immer noch für andere mitdenken muss.

Da sich unser Tank langsam leert machen wir uns auf die Suche nach einer günstigen Tankstelle. Die Spritpreise variieren von einer Tankstelle zur nächsten nicht unerheblich. Letztlich finden wir in Formia eine Tankstelle, wo der Liter Diesel „nur“ 1,55 Euro kostet. Wieder müssen wir Bar am Tankautomaten zahlen. Es gelingt uns den Tank jedoch fast voll zu bekommen. An einem nahen Waschplatz will ich dann mit einem Angestellten aushandeln, dass dieser uns seinen Hochdruckreiniger kurz leiht, damit ich das Ungeziefer vom Alkoven entfernen kann. Er verlangt jedoch für die Minute 5 Euro und lässt auch nicht mit sich handeln. Da nehme ich dann von meinem Vorhaben Abstand.

An Terracina geht es dann ein kurzes Stück auf der Via Appia in Richtung Rom weiter. Wir halten noch kurz an einem Supermarkt und kaufen ein, bevor wir auf die SS 156 in Richtung Aprilia abbiegen. Über die Via Cristoforo Colombo kommen wir dann nach Lido di Ostia. Hier hatten wir uns den Campingplatz Internazionale di Castelfusano, der in unmittelbarer Nähe zum Meer liegt, ausgesucht. Viel los war auf diesen Platz nicht, sodass wir uns eine ruhige Ecke suchen konnten.

Nachdem wir uns eingerichtet und ausgeruht hatten, ging es erst einmal an den Strand. Der war noch nicht gesäubert, trotzdem war es angenehm bei den warmen Temperaturen wenigstens die Füße ins Mittelmeer zu halten.


Nach der Stippvisite ging es zurück zum Wohnmobil, wo wir den restlichen Tag verbrachten.

Am nächsten Morgen sind wir bereits früh wieder wach. Nachdem ich Brötchen zum Frühstück besorgt hatte, geht es gegen 09.00 Uhr mit dem Fahrrad in Richtung Ostia Antica. Der erste Streckenabschnitt am Lido entlang ist rechte entspannt, da wenig Verkehr herrscht und die Straße die Breite einer Autobahn hat. Kurz vor dem Ortskern biegen wir in ein Naherholungsgebiet ab und nehme einen Radweg durch ein Waldstück. Am Ende treffen wir auf die Via di Castel Fusano. Eigentlich müsdsten wir nur der Straße folgen, um zu unserem Ziel zu gelangen. Anfangs stellt das auch kein Problem dar, da ein Radweg vorhanden ist. Als es dann aber nur noch diesen Weg gibt, wird die Durchfahrt für Radfahrer gesperrt. Der Radweg ist noch im Bau und kann daher nur teilweise von uns genutzt werden. Letztlich missachten wir das Verbot und nutzen einfach weiter die Straße.

Am Ende der Straße treffen wir auf einen Kreuzungsbereich, den wir überqueren mussten, bevor wir zum Giardino Filippo Iaia kommen, die in unmittelbarer Nähe zu Ostia Antica liegt. Hier gönnen wir uns in einem kleinen Café einen Cappuccino. Danach geht es über die Piazza Umberto I zum Eingang von Ostia Antica.

Die Eintrittskarten für 8 Euro je Person sind schnell gekauft und wir haben noch die Hoffnung schnell Einlass zu bekommen. Hier werden wir allerdings enttäuscht. Es gibt nur ein Drehkreuz, durch das alle Besucher müssen und vor uns sind einige Klassen mit französischen Schülern. Die Lehrer haben hier die Angewohnheit das Drehkreuz zu blockieren, bis alle ihre Schützlinge durch sind. Damit wir nicht warten müssen, bis alle Schüler durch sind, schwimmen im Strom mit und sind letztlich in unmittelbarer Nähe zum Drehkreuz, sodass man uns einfach passieren lassen muss.

In den antiken Stätten biegen wir zunächst von der stark belebten Viale degli Scavi ab, um etwas Ruhe zu haben. Wir suchen uns unseren eigenen Weg durch die Sehenswürdigkeiten. Nach dem Besuch von Pompeji wirkt es zunächst nicht ganz so imposant. Dies ändert sich aber spätestens mit Erreichen des Theaters. Zum einen ist dieser Bereich sehr lebhaft, da alle Schulklassen ihre Aufführungen im antiken Stil zelebrieren und man auf diese Art einen sehr guten Eindruck von der Funktionalität erhält. Zum anderen ist die angrenzende Grünfläche umrahmt von ehemaligen Marktständen mit eindrucksvollen Mosaiken.


Ebenso imposant stellt sich dann das Kapitol mit der Curia dar. Danach bummelten wir noch durch die Straßen, bis wir letztlich zur Cafeteria und zum Bookshop kamen, wo wir erst einmal eine längere Pause einlegten. Danach ging es durch den Rest der Anlage in Richtung Ausgang zurück.

Es gehrt dann erst einmal noch mal zur Piazza Umberto I. Dort kaufen wir noch kurz ein – frisches Obst und etwas Gebäck in einer kleinen Bäckerei. Da wir nicht wieder an der Straße entlang fahren wollten, suchten wir uns eine ruhigere Strecke aus, die allerdings auch mit einem kleinen Umweg verbunden war. Wir fuhren auf der Via di Piana Bella durch Felder parallel zur Hauptstraße bis die Straße an einem Gehöft endete. Von hier führte ein Trampelpfad durch einen Pinienwald, dem wir folgten bis wir an der Viale dei Promotori wieder in den städtischen Bereich kamen.

Wir durchquerten die Stadt, bis wir wieder auf die Strandpromenade trafen. Dieser folgten wir dann nach Süden. An der Strandpromenade wollten wir uns noch ein Getränk gönnen. Wir fanden dann eine kleine Bar namens Hakuna Matata, an der einiges los war. Wir gönnten uns ein Bier, setzten uns auf die Stufen zum Strand und genossen den Blick aufs Meer.

Um 15.00 Uhr kamen wir am Campingplatz an und gönnten uns erst einmal eine erfrischende Dusche. Danach relaxten wir in der Sonne am Mobil.

Die folgende Nacht war recht unruhig. Erst packt der polnische Nachbar um 22.30 Uhr seinen LT. Danach fährt er etwa viermal in der Nacht mit seinem Pkw weg und jedes Mal sind wir wach. Letztlich war die Nacht für uns dann bereits um 07.00 Uhr beendet. Nach dem Frühstück entsorgen wir noch kurz und sind bereits um kurz vor neun auf dem Weg in Richtung Toskana.

An der Strandpromenade entlang geht es zur Autobahn 12, die direkt am Flugplatz Leonardo da Vinci vorbeiführt. Wir folgen der Autobahn bis Civitiavecchia, wo sie dann endet und als Landstraße weitergeht. Unsere erste Wahl ist der Campingplatz Pappasole, der zwischen Follonica und Piombini liegt. Bevor wir ihn erreichen, kaufen wir in Follonica noch schnell ein. Am Campingplatz dann die Überraschung – der Campingplatz hat noch nicht geöffnet. Die Saison beginnt erst am folgenden Wochenende. So lange wollen wir jedoch nicht warten und suchen uns ein neues Ziel.

Da wir beide keine große Lust mehr hatten auch noch lange Strecken abzureißen, entschließen wir uns einen Campingplatz in Marina di Bibbano anzufahren. Hier ist unsere erste Wahl der Campingplatz Le Esperidi, den wir aber sicherheitshalber vorher kontaktieren. Dort angekommen meldet uns Elli an. Sie kriegt Zonen zugewiesen, in denen wir uns einen Stellplatz suchen können. Unser Ziel ist es, möglichst dicht am Meer zu stehen, daher durchqueren wir erst einmal komplett den Platz. Wir stellen schnell fest, dass die Plätze mit Meerblick schon fest belegt sind. Fündig werden wir an einer Einmündung in eine Zone. Hier ist ein Stellplatz, der wie für unser Mobil gemacht scheint.

Wir richten uns ein und Elli gibt den Stellplatz an der Rezeption bekannt. Beim Aufbau haben wir ein kleines Problem mit dem Strom. Zunächst denken wir, dass der Anschluss defekt ist. Tatsächlich handelte es sich um einen Bedienungsfehler. An diesen Stromsäulen musste man noch einen zusätzlichen Knopf drücken, um den Strom zu aktivieren. Danach ist alles gut und wir verbringen den Rest des Nachmittags in der Sonne.

Gegen 18.30 Uhr soll es dann zum Essen gehen. Wir machen uns auf die Suche nach einem Restaurant, fanden aber im gesamten Ort kein geöffnetes Restaurant. Auf der Suche treffen wir ein Pärchen, das wir vom Campingplatz kennen. Aber auch die können uns nicht weiterhelfen. Ihr Tipp, ein Restaurant auf dem Campingplatz Casa die Caccia, erweist sich als Flop, da es nur eine erweiterte Imbissbude ist und die auch noch geschlossen ist. So sind wir etwa nach einer Stunde Suche unverrichteter Dinge wieder am Wohnmobil und machen uns eine Suppe.

Nach einem Sundowner am Strand schauen uns wir uns das Viertelfinal in Championsleague Bayern München gegen Manchester United an, das die Bayern mit 3:1 für sich entscheiden.

Da es auf dem Campingplatz und im Ort auch in absehbarer Zeit nichts gibt, machen wir uns nach dem Frühstück wieder auf den Weg. Über die Autobahn geht es nach Pisa, wo wir bereits um 10.30 Uhr am Campingplatz Torre Pendente eintreffen. Direkt nach dem Aufbau geht es in Stadt zum Sightseeing.

Erster Anlaufpunkt ist natürlich die Piazza del Doumo mit dem Torre Pendente, dem schiefe Turm von Pisa, der Dom und das Baptisterium. Hier hat sich eigentlich wenig zu den vorherigen Besuchen geändert. Es ist wie immer sehr voll und die fliegenden Händler sind auch wieder vertreten.


Unsere erste Besichtigung ist der Dom Santa Maria Assunta. Die Besichtigung ist zwar frei, aber man benötigt dennoch Eintrittskarten, die man in der Touristeninformation kostenlos erhält. Während Elli die beiden Karten für uns besorgt, warte ich vor dem Eingang und schaue mir die Touristen an. Als Elli zurückkehrt, machen wir uns an die Besichtigung. Der Dom ist ein monumentaler Bau mit einer imposanten Doppelsäulenreihe. Besonderen Eindruck hinterlassen das Kuppelfresko und ein Christus-Mosaik in der Apsis.

Nach der Besichtigung des Doms überlegen wir noch kurz, ob wir diesmal den Schiefen Turm ersteigen. Der hohe Preis von 15 € pro Person schreckt uns jedoch ab, sodass wir über die Via Santa Maria in Richtung Piazza dei Cavalieri. Nach einem Fotostopp für die verschiedenen Palazzo auf dem Platz aus der Renaissance geht es weiter durch die Altstadt. Wir folgen der Via San Frediano in Richtung Arno. Hier finden wir verschiedene kleine Plätze. Einen dieser Plätze suchen wir uns für eine Pause aus. In einem kleinen Restaurant gibt es einen Cappuccino und einen Snack.

Wir folgen danach weiter der Straße bis wir auf den Arno treffen. Diesen überqueren wir dann über die Ponte di Mezzo.

Über den Corso Italia, der Fußgängerzone geht es dann weiter bis zur Piazza Vittorio Emanuele II. Dieser Teil Pisa ist durch seine Shoppingmöglichkeiten geprägt und vermittelt nicht mehr den Charme der Altstadt, sodass wir uns wieder auf den Weg zurück machen.

Wieder an der Piazza Giuseppe Garibaldi genehmigt sich Elli erst einmal in einer Eisdiele ein typisch italienisches Eis. Die Schlange der Wartenden ließ vermuten, dass das Eis gut sein musste. Dies wurde dann durch Elli bestätigt.

Derart gestärkt ging es weiter durch die Altstadt. Über die Borgo Stretto und kleinere Gassen ging es dann zum Botanischen Garten der Stadt. Ein Blick von außen genügte uns und wir kamen danach letztlich wieder zur Piazza del Duomo, wo unsere Stadtbesichtigung dann auch endete.

Zurück am Campingplatz setzten wir uns erst einmal in die Poolbar. Hier hörten wir uns erst einmal die traurige Geschichte eines anderen Camperpaares an. Die haben bei dem Versuch der Abreise festgestellt, dass ihre hintere Beleuchtungseinrichtung funktionslos war. Nun warteten sie auf einen Servicedienst. Erst als der vor Ort erschien und eine Kabelverbindung wieder zusammen fügte, ging es für sie weiter in Richtung Süden. Bis dahin hatten wir bei einem Getränk unsere Reiseerfahrungen ausgetauscht.

Am frühen Abend ging es dann zum Essen wieder in die Stadt. Wir machten uns auf die Suche nach einem Lokal und kamen letztlich wieder auf ein Ristorante an einer kleinen Piazza an der Via Cammeo, das wir schon früher besucht hatten, als es noch Da Manfredo hieß. Aus Manfredo war mittlerweile Rosemary geworden. Die Einrichtung war jedoch immer noch dieselbe. Das Essen war jedoch mittlerweile eher mittelmäßig, sodass letztlich nur noch der nostalgische Aspekt für den Besuch sprach.

Gegen 20.30 Uhr waren wir wieder am Wohnmobil und besprachen bei einer Flasche Bier unsere weitere Tour. Zu guter Letzt entschieden wir uns noch für einige entspannende Tage am Gardasee, sodass wir am nächsten Tag bereits um 09.00 Uhr den Campingplatz auf die A 12 in Richtung Norden verließen.

Kurz bevor es auf der A 15 weiterging, fuhren wir in Santa Stefano di Magra zum Tanken von der Autobahn ab. Der Navi zeigte drei Tankstellen in der näheren Umgebung an und ich suchte mir eine Route raus, die uns an allen Drei vorbeiführte, damit ich die günstigste Tankstelle dann auswählen konnte. Bevor es jedoch ans Tanken ging, entdeckten wir einen Discounter. Schnell suchten wir diesen auf und erwarben noch etwas Grillgut und frische Getränke.

Die Anfahrt zu den Tankstellen gestaltete sich dann etwas schwierig. Die Gassen hatten zwar grundsätzlich die richtige Breite für uns Wohnmobil, allerdings hatte man die parkenden Pkw nicht berücksichtigt. Nachdem wir uns durch die kleinen Gassen geschlängelt hatten standen wir schon vor der günstigsten Tankstelle und fütterten den Tankautomat mit 20-Euro-Scheinen bis der tank annähernd gefüllt. Dann ging es auf die Autobahn zurück.

In einer unsererseits beschaulichen Fahrt, denn wir hatten ja viel Zeit, ging es über die A 15 bis nach Parma. Von dort ein kurzes Stück A 1 bis wir zur A 21 kamen. Hier machten wir dann auch auf einer Raststätte unsere erste und einzige längere Pause, bevor wir bei Brescia auf die A 4 fuhren. Gut, dass wir dieser nur die wenigen Kilometer bis zur Abfahrt Desenzano folgen mussten, da sie stark befahren war und der Verkehrsfluss zeitweilig drohte ins Stocken zu geraten.

Bereits um 14.00 Uhr trafen wir am Campingplatz Sirmione ein. Es ging dann mit dem Stellplatz und der Einrichtung hin und her. Nach drei unterschiedlichen Stellplätzen, die uns aus unterschiedlichen Gründen nicht zusagten, richteten wir uns auf einer Fläche neben dem Stellplatz 157 ein. Mittlerweile war es 16.00 Uhr geworden und wir gönnten uns erst einmal etwas Ruhe.

Gegen 17.45 Uhr machen wir einen Spaziergang, der mit einem Kaffee am Minimarkt und Restaurant des Campingplatzes endet. Danach machen wir es uns im und am Wohnmobil gemütlich. Zum Abendessen gibt es dann kleine gefüllte Schnitzelröllchen, die wir beim Lidl eingekauft hatten. Eigentlich wollten wir sie grillen, aus der Pfanne schmeckten sie aber auch sehr gut.

Am nächsten Morgen ging es für erst einmal zum Brötchen holen. Im Minimarkt bezahlte ich diese nach Gewicht – auch eine ganz neue Erfahrung. Bis 10.00 Uhr genossen wir dann noch die Sonne am Platz, bevor es mit dem Fahrrad in Richtung Sirmione ging.

Die Scaligerburg schließt die Stadt vom Festland ab. Gleichzeitig ist das alte Kastell mit seiner Zugbrücke der einzige Zugang zur Stadt.

Zunächst ging es durch die Via Dante Alighieri in Richtung Ostufer. Dort fanden wir am Strand ein Café, in dem wir uns erst einmal einen Cappuccino gönnten.

Danach folgte ein Fotostopp am Strand und dann ging es am Ostufer entlang in Richtung Nordspitze.

Auf Höhe des Lido delle Bionde ging es dann auf die Via Ciao Valerio Catullound wieder in Richtung des Zentrums. Als wir dieses erreicht hatten und alle kleinen Gässchen abgegangen waren, gönnten wir uns zunächst eine kurze Pause am Wasser des Westufers. Hierzu gingen wir einfach ans Ende der Piazza Porte. Elli machte sich dann noch einmal gezielt auf die Suche nach Eierbechern. Als sie dies alles abgeschlossen hatte, kaufte sie sich noch eine Pizza auf die Hand, die direkt vor ihren Augen belegt und zubereitet wurde. Nachdem sie diese auf einer Bank an der Scaligerburg verzehrt hatte, gönnte sie sich noch ein Eis, bevor es dann zu den Fahrrädern zurückging.

Am frühen Nachmittag waren wir dann wieder an unserem Stellplatz und genossen den Rest des Tages bei strahlendem Sonnenschein.

Der nächste Morgen stand im Zeichen der Rückfahrt. Wir wollten es jedoch genießen und beschlossen zunächst auf der Landstraße am Gardasee entlang zu fahren. Von diesem Vorhaben nahmen wir allerdings in Affi bereits Abstand, da sehr viele Fahrradfahrer unterwegs waren und es sehr müßig war, diese immer wieder auf den engen Straßen zu überholen.

Also auf die Brennerautobahn in Richtung Österreich. Auf unserer Fahrt in Richtung Norden stellten wir dann fest, dass der rechte Lautsprecher immer wieder Aussetzer hatte. Bei der ersten Rast auf einem Parkplatz machte ich mich über ihn her und stellte fest, dass ein Kabel abgerutscht war.

Es ging dann bis Innsbruck auf der Brennerautobahn. In Innsbruck-Süd fuhren wir von der Autobahn ab, um die Vignette zu sparen. Dies war zu der jetzigen Zeit problemlos möglich, da auf Grund des Sonntags eh wenig Verkehr herrschte und wir auch sehr gut in der Zeit lagen. Wir fuhren auf der L 11 bis Telfs und von dort direkt zum Fernpass.

Gegen 15.00 Uhr trafen wir dann am Wohnmobilpark in Füssen ein. Schnell war ein Stellplatz eingenommen und die Anmeldung abgewickelt. Beim Anschließen an die Stromsäule stellten wir fest, dass für unseren Stellplatz Nr. 40 sogar noch Guthaben vorhanden war, sodass wir nicht ganz so viel Kleingeld in Strom investieren mussten.

Bis 17.30 Uhr blieben wir am Platz, dann ging es zum Essen in die Stadt. Nach einer kurzen Orientierungsrunde durch die Innenstadt entscheiden wir uns für das Lokal „Zum Hechten“.

Nach dem ein oder anderem Bier und einer guten Schweinshaxe geht es wieder zurück in Richtung Stellplatz. Elli entdeckt in der Fußgängerzone noch eine Apotheke, die selbstgemachten Honig verkauft. Kurzentschlossen schlägt sie zu und kauft sich einige kleine Gläser in unterschiedlichen Geschmacksrichtungen.

Bereits um 07.00 Uhr sind wir am nächsten Morgen auf den Beinen. Nach dem Frühstück geht es dann um 08.00 Uhr in Richtung Heimat. Es läuft soweit auch alles ganz gut. Erst gegen 12.00 Uhr haben wir den ersten Stau. Der ist jedoch gleich so heftig, dass wir von der Autobahn abfahren und über die B19 in Richtung Werneck fahren.

Kurz bevor es wieder auf die Autobahn geht, machen wir noch an einem Autohof Rast zum Essen und Tanken. Danach geht es weiter. Je weiter wir nach Norden kommen, umso schlechter wird das Wetter. Hatten wir in Süddeutschland noch strahlenden Sonnenschein, setzte in Hessen regen ein und in Südniedersachsen wurde es zudem stürmisch. Auf Höhe Göttingen hörten wir mit einmal einen Knall am Wohnmobil, den wir nicht sofort zuordnen konnten. Wir hielten am nächsten Parkplatz und stellten fest, dass die Dachhaube im Alkoven offen stand. Bei Starkregen und sturmartigen Windböen machte ich mich an notdürftige Reparatur. Als wir gegen 17.15 Uhr wieder in Harsum einparken, stellte ich bei einem neuerlichen Blick aufs Dach fest, dass die Verklebung der beiden Hälfte sich gelöst hatte und im Weiteren ein Austausch der Dachhaube die Folge war. Dies blieb aber der einzige Mangel aus einem insgesamt sehr schönen Trip.

Einmal mehr die kroatische Küste entlang

Kroatien

(26.06.2013 – 15.07.2013)

Anreise (26./27.06.2013)

Am Tag der Zeugnisausgabe geht es los. Sönke war erst noch mit seinen Klassenkameraden im Kino und ich musste noch bis 14.00 Uhr arbeiten. Als wir dann alle zu Hause eingetroffen waren, machten wir uns fertig und um 14.50 Uhr ging es dann los.

Die Fahrt über die BAB 7 verlief ereignislos. Es herrschte trotz des Ferienbeginns ausgesprochen wenig Verkehr, sodass wir gut voran kamen

Gegen 19.00 Uhr erreichten wir den Autohof Geiselwind an der BAB 3. An der dortigen Shell-Tankstelle tankten wir das Wohnmobil auf. Allerdings mit einer kleinen Unachtsamkeit meinerseits. Bei der ersten Wahl der Zapfsäule wählte ich eine aus, die nur über V-Power Diesel für 1,56 € verfügte. Noch bevor der erste Liter ganz durchgelaufen war, stellte ich meinen Irrtum fest und wir wechselten die Tanksäule. Hier kostete der Diesel dann auch nur noch 1,37 €.

Nach dem Tanken fuhren wir auf einen freien Bereich des Parkplatzes und gönnten uns unser Abendessen. Als es dann nach knapp einer Stunde weiterging, war der Dieselpreis auf 1,459 € gestiegen.

Ab Geiselwind übernahm dann Elli das Steuer und ich versuchte mich auszuruhen. Erst als wir in München hielten, um eine österreichische Vignette zu kaufen, wechselten wir wieder. Neben der österreichischen Vignette konnte Elli auch gleich die für Slowenien erwerben, sodass wir uns darum erste einmal keine Gedanken machen mussten. Auch einen Campingführer erwarb Elli, da wir mittlerweile festgestellt hatten, dass unser noch auf dem Wohnzimmertisch lag. Dumm gelaufen.

Kurz nach Mitternacht machten wir an der Tankstelle Bad Reichenhall noch mal eine kurze Rast. Hätte ich die Kraftstoffpreise in Österreich erahnt, hätte ich hier noch getankt. So musste ich feststellen, dass der Dieselpreis in Österreich mit 1,55 € weit über dem in Deutschland lag. In Werfen versuchte ich noch einmal eine günstigere Tankstelle abseits der Autobahn zu finden. Leider hatte diese schon geschlossen und bei der Auffahrt auf die Autobahn kam es zu leichten Irritationen, sodass ich erst einmal eine Abfahrt in die falsche Richtung fuhr. Letztlich entschloss ich mich an der Raststätte Eben das nötigste zu tanken, um bis nach Slowenien zu gelangen.

Die Fahrt durch die Tunnel, insbesondere durch den Karawankentunnel verlief absolut stressfrei. In letzterem war ich sogar allein unterwegs.

In Slowenien fuhr ich noch bis zur Raststätte Voklo, unmittelbar vor Lubljana. Hier legte ich mich dann auch erst einmal aufs Ohr, um etwas Schlaf zu bekommen. Gegen 5.30 Uhr ging es aber schon weiter, da mich das Kühlaggregat des nächsten Lkw geweckt hatte, als es ansprang. Elli und Sönke schliefen noch etwas.

Elli gesellte sich erst kurz vor Lubljana zu mir. Wir nutzten die nächste Raststätte, um für das Frühstück einzukaufen. Danach ging es bis Koper weiter. Erst hier gesellte sich Sönke wieder zu uns.

In Koper tankten wir dann das Wohnmobil für 1,33 € den Liter voll. Danach ging es zur Grenze. Auch hier keine Wartezeit, da auch keine anderen Reisenden unterwegs waren. Wir kamen gut voran und machten dann gegen 8.00 Uhr an der Raststätte Mirna unsere Frühstückspause.

Um kurz vor 9.00 Uhr erreichten wir den Campingplatz Zelena Laguna in Porec.

Porec (27.-30.06.2013)

Beim Check-Inn kriegten wir eine Anzahl von Stellplätzen zur Auswahl und konnten auf dem Platz schauen. In der Nähe des ersten Angebots fiel uns ein Stellplatz ins Auge, der uns gut gefiel. Elli ging zur Rezeption und kam mit einer positiven Antwort zurück, da der Stellplatz zwar reserviert war, aber erst ab dem Tag unseres angedachten Abreisedatums.

Wir richteten uns also auf dem Stellplatz 267 ein. Während ich im Inneren des Wohnmobils am Gange war, geriet ich ins Straucheln und mein Sturz wurde durch den Tisch verhindert. Leider wurde dieser dadurch derart in Mitleidenschaft gezogen, dass eine Reparatur zu einem späteren Zeitpunkt unumgänglich schien.

Den Rest des Tages verbrachten wir am Platz. Und auch am Abend hatten wir noch keine große Lust uns weit weg zu begeben, sodass wir das Restaurantangebot auf dem Platz in Anspruch nahmen.

Das Essen war gut, günstig und vor allen Dingen waren sie schnell damit. Wir hatten kaum unsere Getränke erhalten, da kam auch schon das Essen. Etwas sparsam schaute uns die Bedienung an, als Sönke nach der ersten Portion Cevapcici noch eine zweite orderte und komplett verdrückte. Er musste wirklich Hunger gehabt haben.

Nach dem Essen ging es zum Wohnmobil zurück, wo wir auf Sönkes Wunsch hin einige Partien Romme spielten. Dank eines Romme Hand im vorletzten Spiel war Elli der Sieg nicht mehr zu nehmen, obwohl zuvor Sönke und ich uns um den Sieg gestritten hatten.

Bereits um 08.15 Uhr standen wir am nächsten Morgen auf und ich holte uns Brötchen. Danach ließen wir uns beim Frühstück ausgiebig Zeit. Selbst Sönke, der in seinem Zelt genächtigt hatte, gesellte sich recht früh zu uns.

Nach dem Frühstück machten wir uns bei leicht bedecktem Himmel auf den Weg nach Porec. Wir mussten mit den Fährrädern nur den Radweg folgen. Dies stellte sich dann jedoch nicht ganz so einfach dar, da der Radweg auch von vielen Fußgängern benutzt wurde und wir förmlich Slalom zwischen den einzelnen Gruppen hindurch fahren mussten.

Um 11.00 Uhr kamen wir am Hafen von Porec an und starteten unseren Stadtrundgang am Markt. Von dort ging es zunächst zur Touristeninformation, wo wir einen kleinen Stadtführer erhielten. Nun hakten wir alle Sehenswürdigkeiten, die Porec zu bieten hatte, ab. Ganz so viele waren es ja nicht. Zum Abschluss gönnten wir uns noch ein Getränk in einer Bar am Hafen.

Gegen 15.00 Uhr waren wir wieder am Platz zurück. Mittlerweile war die Sonne ganz rausgekommen und es war schon erheblich wärmer geworden.

Um 19.00 Uhr ging es dann zum Abendessen noch einmal in das Restaurant am Platz. Diesmal kam Sönke mit einer Portion aus. Danach waren wieder Spiele am Wohnmobil angesagt. Zunächst wollten wir Uno spielen, stellten aber fest, dass wir nur die Kindervariante eingepackt hatten. Da die nicht sonderlich anspruchsvoll war, spielten wir noch Schwimmen, bis Elli dann endlich verloren hatte.

In der Nacht jagte mir dann Sönke einen Riesenschreck ein, als er ins Wohnmobil kommt, um die Toilette zu benutzen. Damit hatte ich nun wahrlich nicht gerechnet.

Als wir am nächsten Morgen wieder um kurz nach 08.00 Uhr aufstanden, war der Himmel wolkenlos und die Sonne schien bereits. Es versprach ein warmer Tag zu werden und wir verbrachten ihn gänzlich mit relaxen, da es am nächsten Tag ja schon weitergehen sollte.

Die einzigen anspruchsvollen Tätigkeiten waren die verschiedenen Kleinreparaturen, die ich durchführte. So reparierte ich mit Sekundenkleber und doppelseitigem Klebeband den Tisch, damit wir ihn auf dem Rest der Tour gefahrlos nutzen konnten.

Abends ging es zum Essen in die Pizzeria, die am Eingang des Campingplatzes liegt. Das Essen war okay. Das Ambiente erinnerte aber eher an einen Speisesaal denn an ein Restaurant.

Nach dem Abendessen ging es noch in die Strandbar, die in unmittelbarer Nähe zu unserem Stellplatz lag.

Hier gönnten wir uns einen Cocktail und genossen den Sonnenuntergang. Sönke vertrieb sich die Zeit mit Steine werfen. Das kannten wir ja noch von früher.

Nachdem die Sonne dann untergegangen war gab es noch wieder Gesellschaftsspiele am Wohnmobil, bevor es ins Bett ging, um für den nächsten Morgen fit zu sein.

Krk (30.06.-02.07.2013)

Bereits um 06.00 Uhr morgens schreckten wir das erste Mal hoch. Ein Kreuzfahrschiff hatte sein Horn erklingen lassen. Um 07.00 Uhr war dann die Nacht endgültig vorbei. An Schlaf war nicht mehr zu denken. Bereits um halb acht fingen wir mit dem Frühstück an. Danach packten wir die letzten Sachen ein und machten uns um 09.00 Uhr auf den Weg. Elli hatte bereits am Vortag bezahlt, sodass wir nicht noch einmal in die Rezeption mussten. Obwohl Sonntag war, konnten wir einen Lidl-Einkaufsmarkt anfahren, der geöffnet hatte. Unsere erste Wahl, ein Mercator, hatte leider keine große Auswahl.

Nach dem Einkauf ging es dann über die Landstraße Nr. 48 bis nach Pazin. Hier fuhren wir auf die A8 in Richtung Rijeka auf. Obwohl der Verkehr in Rijeka etwas zunimmt, kommen wir störungsfrei bis Krk durch. Auch der übliche Stau an der Autobahnabfahrt blieb uns diesmal erspart. Wir folgten zunächst dem Navi bis Grad Krk und dort dann der Beschilderung in Richtung Campingplatz. Die Anfahrt zum Campingplatz Jezevac war wieder einmal etwas abenteuerlich auf Grund der geringen Fahrbahnbreite und der Steigungen.

An der Zufahrt des Platzes mussten wir uns erst einmal in die Warteschlange am Check Inn einreihen. Elli erhielt dann einen Stellplatz zugewiesen und wir konnten auf den Platz fahren. Der Stellplatz Nr. F 16 lag am Ende einer Sackgasse und unsere Nachbarn kamen aus der Region Hannover. In ihrer Begleitung war ihre Tochter, die in Sönkes Alter war. Sie war sichtlich von ihm angetan, doch ihn ließ das kalt.

Nachdem wir uns eingerichtet und gegessen hatten, relaxten wir erst einmal. Wir beschlossen dann, gegen Abend in den Ort zu gehen, um etwas Sightseeing zu machen. Gesagt, getan. Gegen 17.00 Uhr ging es los. Nachdem wir den Campingplatz verlassen hatten, konnten wir bereits über den Hafen auf Krk schauen. Es war zwar leicht bewölkt, aber drückend warm. Trotzdem ließen wir uns nicht abschrecken.

 

Zunächst suchten wir den zentralen Platz auf. Hier fand sich auch die Touristeninformation, wo wir einen kleinen Innenstadtplan erhielten. Den besorgte Elli, während Sönke und ich den freien WLAN-Spot nutzten, um unsere Smartphones zu aktualisieren. Danach ging es durch die Gassen einmal quer durch den Ort und zum Schluss noch den Hügel hinauf. Als die Sehenswürdigkeiten erledigt waren, machten wir uns auf die Suche nach einem Lokal für das Abendessen. Das es immer noch sehr drückend war, wollten wir unbedingt auf einer Außenterrasse sitzen. Da diese bei dem Lokal unserer Wahl nicht vorhanden war, suchten wir, sehr zum Leidwesen des Betreibers, weiter. Letztlich fanden wir die Konoba Nono, ein kleines Restaurant im Zentrum. Service und Essen waren gut. Das Preis-Leistungsverhältnis war allerdings nicht so toll. Erstmals mussten wir die Beilagen separat zahlen.

Nach dem Essen ging es aus der Stadt hinaus. Hierbei wurden wir auf eine Musikveranstaltung am Hafen aufmerksam. Wie sich herausstellte, sollte hier der EU-Beitritt Kroatiens gefeiert werden. Kurz entschlossen bleiben wir am Ort. Sönke war das allerdings alles zu doof, sodass er zum Stellplatz zurückging.

Elli und ich hielten bei subventionierten Getränken bis 23.00 Uhr aus. Dann hatten auch wir genug. Die Gesangsgruppen hätten nicht unterschiedlicher sein können. Anstregend war die folkloristische Gruppe, die die Nerven zum Zerreißen anspannte. Aufgelockert wurde das Ganze durch das Vokalensemble Grupe 4’33“. Abends im Wohnmobil konnten wir dann noch Teile des Feuerwerks sehen, das pünktlich um Mitternacht den EU-Beitritt einläutete.

Am nächsten Morgen war ich bereits um 07.00 Uhr wieder hoch und machte ich mich auf den Weg zum Bäcker. Am Backshop auf dem Platz konnte ich dann total überteuerte Brötchen kaufen.

Den Großteil des Tages verbrachten wir relaxend am Platz. Gegen Nachmittag machten sich Elli und Sönke noch einmal auf den Weg in die Stadt, um Mitbringsel zu kaufen. Danach ging Sönke dann los, um sich ein Internetticket zu erwerben. Das hatte er eigentlich schon am Vortag vorgehabt. Als er zurückkam, hatte er von der Rezeption einen Zugangscode erhalten, der für die gesamte Zeit unserer Anwesenheit kostenlos nutzbar war. Das hätte er auch früher haben können.

Zum Abendessen gehen wir in ein Restaurant am Nebeneingang des Platzes. Gemütlich war es nicht, aber das Essen und der Service waren passend. Besonderes Highlight war der Ausschank von Hochprozentigem. In kurzen Abständen kam immer wieder eine Bedienung vorbei und bot Slibowitz, Julischka und andere Schnäpse auf Kosten des Hauses an. Härtten wir jeden Durchlauf mitgemacht, wären wir stark alkoholisiert aus dem Lokal gegangen.

Senj (02.07.2013)

Wir stehen immer früher auf. Diesmal war es bereits 06.45 Uhr als uns die Müllabfuhr weckte. Bei klarem und sonnigem Wetter mache ich mich zum Bäcker auf und bin überrascht, da die Brötchen nun einen neuen, günstigeren Preis haben.

Auf dem Campingplatz macht sich allgemeine Aufbruchstimmung breit. Während wir noch frühstücken, machen sich mehrere Wohnmobile und Gespanne schon auf den Weg. Wir selbst kommen wieder gegen 09.00 Uhr los. Zu meiner Freude reichte der Platz zum Wenden in dem Weg gerade aus, sodass ich nicht gesamte Strecke im Rückwärtsgang zurücklegen musste.

Bevor es von der Insel geht, kaufen wir noch ein. Auch diesmal herrscht kein großartiger Verkehr, sodass wir zügig von der Insel kamen und auf der Küstenstraße Richtung Süden fuhren.

Auf unserer Fahrt in Richtung Senj kommen wir durch eine Sanierungsmaßnahme der Küstenstraße. Die ist recht einfach gehalten. Bauarbeiter regeln den Verkehr, ansonsten fährt man auf dem steinigen Fundament der neuen Asphaltdecke. Und das nicht nur über ein paar hundert Meter, sondern über einige Kilometer. Und auch die Fahrt durch Novi Vinodolski stellte sich so dar.

Gegen Mittag kamen wir in Senj am Autokamp Skver an. Auch hier war die Anfahrt recht schmal gestaltet. Das lag aber an den Strandbesuchern, die die Straße zugeparkt hatten. Auf dem Platz belegten wir einen Stellplatz unter der Steilwand. Ein Platz in der ersten Reihe war für uns zu dieser Zeit nicht frei.

Nachdem wir uns eingerichtet hatten, ging es für Elli und mich erst einmal in das Restaurant am Hafen, das direkt neben dem Autokamp lag, um ein Kaltgetränk zu uns zu nehmen. Der halbe Liter Karlovac war hier für 14 Kuna zu bekommen. Danach relaxten wir bis 17.00 Uhr am Platz, bevor es in die Stadt ging. Sönke hatte zuvor schon den Hafenbereich auf der Suche nach Restaurantangeboten erkundet. Wie wir später feststellten, hatte er dazu fast die komplette Stadt durchquert.

Wir bummelten etwa eineinhalb Stunden durch den Ort und gönnten zum Abschluss erneut ein kaltes Getränk, da es immer noch sehr warm war. Danach machten wir uns auf die Suche nach einem Restaurant für das Abendessen. Da wir bei unserem Stadtbummel schon immer auf die Angebote geschaut hatten, fiel die Konoba Lavlji Dvor in die engere Auswahl.

Auch hier hatten wir wieder einmal Glück mit dem Essen. Es war gut und günstig und der Service war sehr freundlich. Die Pizza, die ich mir gönnte, war so großzügig mit Käse belegt, dass ich den ganzen Abend etwas davon hatte.

Zurück am Wohnmobil nutzen wir den freien WLAN-Zugang und Elli stellt fest, dass ihre Bekannte aus der Kur sich zeitgleich in Bunculuka aufhält. Martina war damit einer Empfehlung von Elli gefolgt. Elli telefonierte dann erst einmal mit ihr und es war schade, dass wir das nicht während unseres Aufenthaltes auf Krk gewusst haben, da man sich dann hätte treffen können.

Tisno / Insel Murter (03.07.2013)

Nach einer Dusche mache ich mich auf den Weg zum Bäcker, der im Stadtzentrum von Senj liegt. Hier wird erstmals überhaupt keine Fremdsprache gesprochen, sodass die Bestellung und Bezahlung etwas mühselig ist, da mein kroatisch nicht ausreichend ist.

Nach dem Frühstück geht es wieder einmal gegen 09.00 Uhr weiter. Wir wollen über die Landstraße Nr. 23 in Richtung Autobahn fahren. Wieder einmal müssen wir dazu das Küstengebirge hinauf fahren und haben dann am Pass eine wunderbaren Ausblick auf Senj und die Inselwelt der Kvarner Bucht.

Danach geht es auf die Autobahn A 1 in Richtung Süden. An der Ausfahrt 20 verlassen wir die Autobahn und folgen der Landstraße Nr. 59 und Nr. 121 die wenigen Kilometer bis zur Insel Murter. Auf der Insel sind wir zunächst auf der Suche nach einer Campingplatz, der uns empfohlen worden war. Da dieser aber nicht ausgeschildert war, machten wir am Campingplatz Jezera Lovisca in der Nähe von Tisno halt.

Es war warm und wir wollten ein Ende unserer Suche haben, sodass auch die Suche nach einem Stellplatz schnell ausfiel. Ich beugte mich letztlich der Wahl von Elli und Sönke, da der Platz Schatten und Meerblick hatte. Der einzige Nachteil war, dass er steil in Richtung Küste abfiel. Dies kompensierten wir aber später, indem wir auf Keile fuhren.

Den Nachmittag verbrachte ich damit, die Aufbautür zu reparieren, da die Schlosshalterung wieder einmal den Geist aufgegeben hatte.

Am frühen Abend ging es dann zu Fuß in den Stadtkern von Tisno. Ein Platznachbar hatte Elli mehrere Restaurants empfohlen. Um diese zu erreichen mussten wir einmal das Hafenbecken umrunden, um dann festzustellen, dass wir die Lokale einfach nicht fanden. Also orientierten wir uns wieder zurück und wurden im innerstädtischen Bereich schnell fündig.

Vom Lokal aus hatten wir einen guten Ausblick auf den Hafen und die Klappbrücke, die die Insel Murter mit dem Festland verbindet.

Nach dem Essen ging es zurück auf den Platz. Auf Grund der horrenden Preise auf diesem Campingplatz verzichteten wir auf einen Barbesuch und verbrachten den Abend an unserem Wohnmobil. Unser abschließendes Fazit zu dem Campingplatz war nicht so gut. Mit rund 60 Euro war er zu teuer. Außerdem war die Insel Murter wohl etwas für PS-Verliebte. Den gesamten Nachmittag hatten wir den Betriebslärm von Quad, Geländemaschinen und Jetski im Ohr. Halt nicht unser Ding.

Seget (04.-07.07.2013)

Gegen 04.00 Uhr morgens werden wir das erste Mal durch Techno-Musik geweckt, die aus Richtung Tisno rüber hämmert. Gegen 07.00 Uhr waren wir dann endgültig wach und ich machte mich nach einer Dusche zum Einkaufsmarkt auf. Auch dieser war das Geld nicht wert, das wir für den Campingplatz berappen mussten. Ich bekam, was wir wollten und nach dem Frühstück, ging Sönke noch eine Runde schwimmen.

Wieder einmal schafften wir es gegen 09.00 Uhr los zu kommen. Diesmal wurde aber nichts aus der ungebremsten Weiterfahrt, da 09.00 Uhr wohl die standardmäßige Öffnungszeit der Klappbrücke war. Wir standen direkt vor dem Lokal, an dem wir am Abend zuvor gegessen hatten, im Stau und warten eine gute halbe Stunde bis die Brücke wieder gesenkt wurde. Dann ging es endlich weiter.

In Vodice folgte noch ein kurzer Stopp am Lidl, um die Vorräte aufzufüllen. Hier haben wir das Gefühl, dass es der einzige Öffnungstag des Marktes ist. Der Laden ist total überfüllt und der Einkauf nimmt mehr Zeit in Anspruch als gedacht. Nachdem dies jedoch erledigt ist, wollen wir idyllisch auf der N8 die Küste entlang fahren. Das führt dazu, dass ich kurzfristig den Navi ausschalten muss, da dieser uns permanent zur Autobahn führen will. Erst hinter Primosten rappelt er sich und zeigt die neue Streckenführung an.

Bereits gegen Mittag treffen wir in Seget ein. An der Ortseinfahrt ist ein leichter Stau auf Grund einer Baustelle. Pfiffig wie ich bin, will ich nicht im Stau stehen und gedenke von der anderen Seite nach Seget hinein zu fahren. Mit dieser Entscheidung nahm ich einen Umweg von gut 20 Kilometern in Kauf. Erst am Flughafen Kastel konnten wir von der N8 wieder abfahren und mussten nun auch noch durch Trogir.

Als wir an der Einfahrt zum Autocamp Seget standen, brach dort etwas Hektik aus. Schnell wollte man uns auf dem Campingplatz haben. Von den gemütlichen, freundlichen Empfängen der Vorjahre keine Spur. Wie sich später herausstellte, war dies dem Umstand geschuldet, dass man die Auffahrt neu asphaltieren wollte und unser dort abgestelltes Wohnmobil nun einmal störte.

Unser Stellplatz Nr. 11 lag wieder in der ersten Reihe zum Meer. Schnell hatten wir uns eingerichtet und genossen den Rest des Tages. Gegen Nachmittag gingen wir auf ein Bier in Richtung Rezeption und schauten den Arbeitern beim Asphaltieren der Auffahrt zu.

Am Abend machen wir uns dann nach Seget auf. Zunächst geht es zum Essen in die Konoba Rico am Hafen. Danach bummeln wir durch die Gässchen und schauen uns die Veränderungen an. Eine davon ist ein neues Lokal, die Konoba Antonio. Als wir uns das Lokal anschauen, kommen wir über die dort herumtollenden Hundewelpen mit dem Wirt ins Gespräch, der uns für den nächsten Abend zu einem Besuch einlädt.

Die folgende Nacht ist ausgesprochen windig, sodass ich mir Gedanken um unsere Markise mache. Dadurch, dass ich durch den Wind geweckt wurde, beobachte ich zwei verdächtige Personen, die über den Campingplatz stromern. Bei uns können sie sich jedoch nicht bedienen, da alles sicher verstaut ist.

Am nächsten Tag geht es nach dem Frühstück zu Fuß in Richtung Trogir. Wir hatten uns vorgenommen von dort mit einem Verkehrsmittel, Bus oder Fähre, nach Split zu fahren. Bereits auf diesem Fußweg merkten wir schon, dass es ein heißer Tag werden würde. Sönke verzögerte unser Vorankommen dann noch einmal kurz, als ihm am Hafen von Seget einfiel, dass er sein Basalinsulin nicht gespritzt hatte und dies noch nachholen musste. Dazu ging es für ihn kurz zum Wohnmobil zurück, während Elli und ich einen Schattenplatz suchten, um auf ihn zu warten.

An der Touristeninformation am Busbahnhof wollten wir uns dann bezüglich der günstigsten Verkehrsanbindung schlau machen. Meine Fragen nach Zeiten und Preisen auf Englisch verstand die Dame hinter dem Fenster sehr wohl, machte aber einfach kehrt und zog sich in einen hinteren Raum zurück, wo sie blieb, bis wir entmutigt aufgaben. Augenscheinlich wollte sie keine touristischen Fragen beantworten, sondern lediglich Zimmer vermitteln.

Wir suchten daraufhin die Touristeninformation im Stadtkern von Trogir auf. Während Elli die nötigen Details erfragte, fanden Sönke und ich einen freien WLAN-Hotspot, an dem wir die nötigen Informationen auf dem Handy updateten. Als Elli dann zurückkehrte, tranken wir ein Cappuccino und besprachen das weitere Vorgehen.

Schnell hatten wir uns für die Fährverbindung entscheiden. Dazu mussten wir zum Hafen, wo der Fähranleger war. Dort angekommen, war eine halbe Stunde vor Abfahrt erst ein weiteres Pärchen vor Ort. Ich beschloss noch kurz eine Getränkeflasche in einem nahen Supermarkt zu kaufen. Als ich wieder herauskam, war der Fähranleger voll und die Fähre machte bereits fest. Trotz des großen Andrangs schafften wir noch einen Platz auf dem Oberdeck zu erwischen.

 

Nach der ersten halben Stunde Fahrzeit machten wir uns dann auf den Weg nach unten, um einen etwas schattigeren Platz zu erlangen. Elli zog sich sogar in die Kabine zurück, während Sönke und ich am Heck ein Plätzchen fanden.

Nach knapp einer Stunde Fahrzeit kamen wir am Hafen, direkt an der Innenstadt, an. Sofort machten wir uns auf unsere Sightseeingtour. Schnell mussten wir jedoch feststellen, dass unser Wissen aus dem vorherigen Besuch nicht ausreichte, um sich vernünftig zu orientieren. Wir machten uns also wieder einmal auf die Suche nach einer Touristeninformation wund wurden auf dem zentralen Platz Peristyl fündig.

Danach ging es durch die Gassen der Altstadt. Ein kurzer Abstecher auf den Grünen Markt weckte zwar unsere Erinnerungen an den letzten Besuch, führte aber nicht zum Auffinden eines gemütlichen Lokals, das wir suchten, um etwas zu trinken. Wir wurden letztlich auf der Plaza Carrarina fündig. Nach einer kurzen Pause folgte der nordwestliche Teil. Nachdem dieser zur Genüge abgegangen ist, gingen wir auf die Pjaca, wo sich Elli und Sönke zunächst einen kleinen Mittagssnack in Form einer Pizza und danach ein Eis gönnten. Danach geht es durch die Gassen der südwestlichen Altstadt wieder zum Peristyl und dann durch die Katakomben des Diokletianpalast wieder in Richtung Hafenpromenade.

An der Hafenpromenade kauften wir dann die ersten Postkarten und suchten uns ein Lokal, wo wir diese gleich schreiben konnten und zeitgleich die Wartezeit bis zur Abfahrt der Fähre überbrücken konnten. Als dann die Abfahrtzeit näher rückte, machten wir uns zum Fähranleger auf. Es war das gleiche Spiel wie bei der Hinfahrt. Erst war keiner da. Dann wurden es immer mehr, sodass sich die Ersten schon Gedanken machten, ob alle auf die Fähre passten. Als diese dann eintraf, machte sie auch noch an einem anderen Liegeplatz fest. Schnell zeigte sich wieder unsere Ellbogengesellschaft. Für mich war es ein Wunder, das keine Kleinkinder auf dem Weg in eine günstige Ausgangsposition ins Wasser geschubst wurden. Letztlich kamen doch alle mit.

In Trogir angekommen, mussten wir erneut in dem Supermarkt eine Flasche Wasser kaufen, da uns die heiße Fährfahrt alles abverlangt hatte. Mit der Flasche in der Hand ging es über die Brücke. Elli ging dann auf der Brücke der Deckel verloren und der fiel, wie sollte es auch anders sein, ins Wasser und war für uns verloren. Die Flasche musste also schnell ausgetrunken werden.

Am Hafen beschlossen wir dann, das Fährboot nach Seget zu nehmen, da es zu heiß war, um zu Fuß zu gehen. Wir arbeiteten uns am Kai entlang, das von Ausflugsschiffen bevölkert ist. Unmittelbar vor dem Kastell ist dann der verlegte Abfahrtpunkt für die Fähren. Schnell finden wir ein Boot, das uns nach Seget bringt. Als wir dort eintreffen, geht es erst einmal zur Abkühlung ins Wasser. Danach relaxen wir am Platz.

Gegen 19.30 Uhr machen wir uns dann auf den Weg zur Konoba Antonio. An der Eingangstür stellen wir fest, dass diese abgeschlossen ist. Als wir an ihr rütteln, wird uns geöffnet und wir können auf dem Innenhof an einem Tisch Platz nehmen. Mit uns sind noch zwei Ehepaare in dem Lokal. Damit sind auch schon alle vorhandenen Sitzplätze belegt.

Der Service durch Antonio ist freundlich, aber er ist nicht der schnellste. Schnell wird uns klar, dass der Abend etwas länger dauern wird. So wird es dann auch. Bis wir das Essen erhalten dauert es gut eine Stunde. Das ist dann aber sehr gut. Alles ist frisch zubereitet und auch die Pommes sind selbst gemacht. Am Ende dann noch die obligatorische Runde Verdauungsschnaps, wobei diesmal die Flasche einfach zur Selbstbedienung auf unserem Tisch stehen gelassen wird. Insgesamt zahlten wir am Ende für Vorspeisen, Salate, Hauptgerichte, Getränke und reichlich Selbstgebrannten 320 Kuna.

Auf dem Rückweg zum Autocamp entdeckten wir noch etwas, was wir bis dato nicht gesehen hatten. Die Olivenbäume in den Vorgärten waren überzogen mit Schnecken. Den Grund konnten wir uns nicht erklären.

Der folgende Tag war ein reiner Relaxtag. Nach den Anstrengungen des Vortages hatten wir uns diesen auf jeden Fall verdient. Nur am Abend mussten wir uns noch einmal abstimmen. Wir hatten eine neuerliche Einladung in die Konoba Antonio. Da es aber doch sehr zeitaufwendig war, dort zu essen, entscheiden wir uns dagegen und suchten erneut die Konoba Rico zum Abendessen auf.

Prapatno (07.07.2913)

Sonnig und drückend warm startete der folgende Tag. Beim Frühstück erfolgte erste einmal eine abgespeckte Bescherungsaktion, da Sönke Geburtstag hatte. Danach geht es über die Küstenstraße in Richtung Süden. Als Ziel hatten wir uns die Halbinsel Peljesac ausgesucht.

Gegen Mittag fahren wir die kurze Passage durch Bosnien-Herzegowina bevor es unmittelbar danach auf die Halbinsel abgeht. In Ston halten wir kurz, um die längste Festungsmauer Europas zu bestaunen, die den Zugang zur Halbinsel Peljesac kontrollierte.

Im Campingführer hatte Elli den Campingplatz Prapatno gefunden. Dank Navi fanden wir diesen auch schnell. Bereits auf der Anfahrt stellten wir fest, dass in unmittelbarer Nähe keine Ortschaft war. Auch eine Nachfrage an der Rezeption führte nicht weiter. Auf dem Campingplatz war freie Stellplatzwahl angesagt und schnell hatten wir uns mit Blick auf die Bucht eingerichtet.

Danach ging es erst einmal zum Strand ins Wasser. Zu unserer Überraschung war hier tatsächlich ein Sandstrand vorhanden. Dieser war anscheinend nicht nur aufgeschüttet, sondern erstreckte sich im Wasser weiter, sodass wir auf Schwimmschuhe verzichten konnten.

Am Platz kamen wir dann mit unseren Nachbarn aus Nienburg ins Gespräch. Denen zu Folge, war an einen Gang in eine Ortschaft nicht zu denken. Essengehen konnte man auf dem Restaurant am Platz oder auf zu einem Restaurant Bella Vista, die am Berghang oberhalb des Platzes lag. Um zu dieser zu gelangen, musste man allerdings an der Straße entlang gehen. Ein wichtiger Hinweis, der dann für das lokal Bella Vista sprach war, dass man ein kostenfreies Taxi bestellen konnte, das einen den Berg hinauf bringt. das war dann auch unser Plan. Ich bat an der Rezeption die Nummer anzurufen. Man tat es, wenn auch nicht gerne, da man selbst ein Restaurant auf dem Platz habe, wie man uns mitteilte. Später erfuhren wir, dass unsere Platznachbarn den gleichen Plan hatten. Hier wurde durch die Rezeption den Anruf abgelehnt, weshalb sie dann zu Fuß gingen.

Als der Taxifahrer kam, war es eine kurze Fahrt zum Restaurant. Der Fahrer selbst setzte sich dann auch gleich wieder an Tresen und trank weiter. Aber darüber machten wir uns keine Gedanken. Wir suchten uns einen Platz auf der Außenterrasse und stellten fest, dass der Name des Restaurants zutreffend war.

Man hatte einen wunderbaren Ausblick über die Bucht und konnte auf die Insel Mljet schauen. Außerdem konnte man die letzte Fähre des Tages in die Bucht einfahren sehen.

Das Essen war gut, reichhaltig und günstig. Nach dem Essen machten wir uns auf den Rückweg. Diesmal sollte es jedoch zu Fuß0 den Berg hinab gehen. Wir wollten den Fahrer nicht von seinem Drink wegreißen. Nach einem Fußmarsch von weniger als einer halben Stunde waren wir wieder auf dem Campingplatz.

Mlini (08.07.2013)

Am Morgen holte ich in dem kleinen Markt am Platz Brötchen. Es waren die letzten, die zu erwerben waren, obwohl der Markt gerade mal eine halbe Stunde geöffnet hatte und es erst 07.00 Uhr morgens war. Nach dem Frühstück machten wir uns auf die kurze Etappe in Richtung Dubrovnik.

Unmittelbar vor Dubrovnik kam es zum obligatorischen Fotostopp vor der Brücke mit Blick in den neuen Hafen.

Nachdem wir Dubrovnik durchfahren hatten, bot sich erneut die Gelegenheit für einen Fotostopp. Diesmal konnte man wunderbar auf die Altstadt schauen.

Von hier aus ging es bis Mlini, wo wir ein kleines Autocamp herausgesucht hatten, auf dem wir stehen wollten. Bei dem ersten Versuch fuhren wir an der Einfahrt des Autocamp Kate vorbei. Nachdem ich gewendet hatte, konnte ich die Zufahrt auch sehen und wir hielten an der Rezeption. Das Camp war wirklich übersichtlich. Schnell fanden wir einen Stellplatz, mussten aber diverse Male rangieren bis wir richtig standen. Unser Stellplatz lag in unmittelbarer Nähe zum Waschhaus und ließ, entgegen einigen anderen, wenigstens Schatten erwarten.

An der Rezeption hatte Elli in Erfahrung gebracht, dass das Fährboot nach Dubrovnik um 11.00 Uhr gehen sollte. Um 10.42 Uhr kamen wir los und mussten noch die Treppe bis zum Hafen hinuntergehen. Als wir uns hier orientierten, wurden wir auf eine andere Fährmöglichkeit angesprochen. Diese war zwar günstiger, aber ein schneller Blick auf den Flyer verriet uns, dass die Abfahrtszeiten nicht so moderat waren und man zudem eine Inselrundfahrt mitmachen musste. Wir verblieben also beim alten Anbieter und konnten gerade noch Tickets kaufen, bevor die Fähre auch schon wieder ablegte.

Die Fahrt mit der Fähre war erfrischend. Zudem konnte man die gesamte Zeit die Küste bewundern. Einziger Wermutstropfen war eine offensichtlich verlassene Hotelanlage, an der noch die Folgen des Krieges zu sehen waren.

Gegen 12.00 Uhr trafen wir am Hafen, direkt in der Altstadt von Dubrovnik, ein. Wir machten uns sofort an die Stadtbesichtigung, hatten aber bereits nach kurzer Zeit das Bedürfnis etwas zu trinken. Da unsere Meinungen über Getränk und Essen an diesem Tag nicht so einfach deckungsgleich zu bekommen waren, dauerte es einige Zeit, bis wir in einer der Gassen der Altstadt eine Pizzeria gefunden hatten, die uns gefiel. Hier sei angemerkt, dass in dieser kleinen Gasse etwa fünf Pizzerien waren, die alle unterschiedliche Preise hatten. Dies konnte man feststellen, weil alle ihre Karte offen ausliegen hatten.

Nach dem Essen ging es dann mit unserem Stadtrundgang weiter. Trotz der Hitze schafften wir es wieder einmal möglichst viele interessante Orte abzugehen. Elli suchte auch einige Kirchen auf. Die Zeit, die sie in diesen verbrachte, nutzte ich, indem ich mich ausruhte.

Nach etwas über zwei Stunden Sightseeing bei knapp 35 Grad Celsius kamen wir zufällig wieder am Hafen an. Da unsere Fähre gerade wieder einlief und wir uns nicht vorstellen konnten, weiter durch die Stadt zu laufen, bestiegen wir kurz entschlossen das Boot und fuhren zurück.

Als wir in Mlini ankamen, konnten wir das erste Mal in Ruhe einen Blick auf den idyllischen Ort werfen.

Hiernach machten wir uns an den Aufstieg zum Campingplatz. Es war steiler als wir dachten und die Hitze trug auch ihren Teil dazu bei, dass wir total fertig und verschwitzt am Autocamp ankamen. Nach dieser Erfahrung hatte sich auch ein neuerlicher Abstieg für uns erledigt, dass wir uns das kein zweites Mal antun wollten. Nach einer erfrischenden Dusche verblieben wir am Platz.

Am späten Nachmittag mache ich mich dann noch einmal auf den Weg zum Einkaufen, da wir uns dazu entschlossen hatten am heutigen Abend zu grillen. Nachdem ich mich an der Rezeption schlau gemacht hatte, machte ich mich auf den kurzen Fußmarsch, der allerdings direkt an der Hauptstraße entlang führte. Und das alles ohne Gehweg, kein angenehmes Gefühl.

Abends warfen wir dann den Grill an. Damit nebelten wir erst einmal kurz unsere niederländischen Platznachbarn ein, die gerade die Fenster ihres Wohnwagens geöffnet hatten. Die sahen es aber ganz locker.

Wir hatten gerade die erste Portion vom Grill genommen, als es zu regnen anfing. Wir grillten dann unter der Markise weiter und als wir fertig waren, hatte es auch zu regnen aufgehört. Damit setzte aber der Wind ein, sodass wir den Rest des Abends lieber auf die Markise verzichteten.

Novigrad / Dalmatien (09.07.2013)

Bereits um 07.00 Uhr geht es zum Waschen und ich mache mich anschließend wieder auf den Weg zum Mini-Markt. Morgens scheint es mir noch gefährlicher, da die Autofahrer unaufmerksamer sind und nun auch wesentlich mehr Schwerlastverkehr über die Straße fährt. Nach dem Frühstück nutzen wir noch schnell den Frischwasseranschluss am Platz, um unseren Wassertank zu füllen, nachdem wir am Abend zuvor in kleinen Etappen den abgestandenen Wasserrest abgelassen hatten.

Über die N8 geht es wieder in Richtung Norden. Ein konkretes Ziel haben wir noch nicht und wollen uns diese erst unterwegs heraussuchen, wenn wir feststellen, dass wir keine Lust mehr zum Fahren haben.

In Neum, in Bosnien-Herzegowina, nutzen wir den günstigen Wechselkurs, um zu tanken. Bei einem Kurs Euro – BAM von etwa 0,51 konnten wir für etwa 1.13 Euro den Liter recht günstig tanken. Auch die Zigaretten waren mit umgerechnet 1.35 Euro ausgesprochen günstig. Das merkten wir allerdings erst, als wir bereits wieder in Kroatien waren.

In Ploce wollten wir dann einen neuerlichen Versuch mit der Autobahn A1 wagen. Bei unserer Tour 2009 war diese zwar ausgeschildert, aber noch nicht fertig. Wir hofften 4 Jahre später Glück zu haben. Es fing auch wieder vielversprechend an, doch nach dem ersten Tunnel war Schluss. Wieder ging es über Nebenstrecken an den Baustellen der Autobahn vorbei. Die Strecke kam uns sogar ausgesprochen bekannt vor. Wermutstropfen war jedoch, dass wir bereits bei Vrgorac auf die bis dahin fertiggestellte Autobahn auffahren konnten.

Danach folgte eine recht eintönige Fahrt in Richtung Norden. Diese Eintönigkeit wurde lediglich durch einige kurze Regengüsse unterbrochen, die sich mittlerweile eingestellt hatten. Auf Höhe von Split machten wir dann kurz Pause, um uns über unser weiteres Ziel klar zu werden. Schnell einigten wir uns auf die Stadt Novigrad, wo ein kleiner Campingplatz sein sollte.

Die Anfahrt auf Novigrad stellte sich als nicht so einfach heraus. Zum einen gab der Navi wieder einmal alles und führte uns die tollsten Strecken entlang. So wollte er einmal die Serpentinen über einen Feldweg einfach abkürzen. Ökonomisch ist das nicht gerade. Weiterhin wechselte er immer wieder die Streckenführung. Und um es für uns total unübersichtlich zu machen war die Ortschaft Benkovac eine einzige großer Baustelle mit diversen Umleitungen. Allerdings waren wir augenscheinlich die einzigen, die sich an das Verbot der Einfahrt hielten. Alle anderen schienen einfach durch die Baustellen zu fahren.

Nach einem Umweg von etwa einer halben Stunde kamen wir in Novigrad an und hatten gleich einen wunderbaren Blick auf den kleinen Hafenort.

Zum Campingplatz Adria sol mussten wir am Hafen durch die Stadt hindurch fahren. Dort trafen wir um 15.00 Uhr ein und standen vor einer verschlossenen Schranke. Es war kein Hinweis auf das Check Inn zu finden und die Klingel schien auch nicht zu funktionieren. Badegäste, die sich in der Nähe aufhielten, konnten uns auch nicht weiterhelfen, sodass Elli in ein nahes Hotel ging, um nachzufragen. Mit den dort erlangten Informationen ging sie auf den Campingplatz, wo sich die Rezeption befand, während ich am Wohnmobil verblieb. Mit einmal öffnete sich die Schranke, blieb kurze Zeit offen und schloss sich wieder. Dieses Spielchen wiederholte sich mehrmals, aber immer so knapp, dass ich nicht durchfahren wollte. Als dann Sönke zurückkam, blieb sie länger offen, sodass wir einfahren konnten.

Auf dem Platz wählten wir den Stellplatz B 24 aus und verzichteten auf einen teureren Stellplatz direkt am Wasser, da das Wetter eh nicht vielversprechend aussah. Den Rest des Nachmittags verbrachten wir am Wohnmobil und der Bar des Campingplatzes, bevor es am frühen Abend in den Fischerort zum Essen ging. Viele Restaurants wurden uns nicht geboten, sodass unsere Wahl auf die Konoba Mika fiel. Hierzu mussten wir in ein Mehrfamilienhaus in der zweiten Reihe aufsteigen, wo sich in der oberen Etage die Konoba fand, die mit einer Außenterrasse in den Hang hinein gebaut war. Die Einrichtung war spartanisch, das Essen und der Ausblick auf den Hafen aber sehr gut.

So gesättigt ging es auf den Platz zurück, wo wir den Abend in der Bar ausklingen ließen.

Senj (10.07.2013)

Bei unserer Abfahrt am Folgetag eröffnete uns die Rezeption, dass nur bar bezahlt werden könnte. Wir kratzten unsere letzten Kuna zusammen, um diesem Wunsch nachzukommen.

Danach sollte es wieder auf die N8 gehen, um die Küstenstraße weiter in Richtung Norden zu fahren. Leider spielte der Navi wieder einmal nicht mit, sodass wir auf die gute alte Karte zurückgriffen und uns über abenteuerliche Nebenstraßen bis Posedarfje und dann weiter nach Starigrad navigierten.

In Starigrad kam kurz die Idee auf, an einem der dortigen Campingplätze zu halten, um  den Nationalpark Paklenica zu besuchen. Da uns aber die Barmittel fehlten und ein Geldautomat nicht zu finden war, nahmen wir davon Abstand. Es ging dann über die N8 weiter in Richtung Norden. Hier war die Küstenstraße anspruchsvoll. Enge Kurven, Steigungen und Geschwindigkeitsbegrenzungen machten gerade einmal eine Durchschnittsgeschwindigkeit von knapp 40 km/h möglich. Erst kurz vor Senj wurde die Strecke angenehmer.

Da es wieder einmal sehr warm war, beschlossen wir den Rest des Tages noch einmal auf dem Autokamp Skver zu stehen. Da wir recht früh ankamen, wählten wir zunächst einen Stellplatz in der ersten Reihe. Der von mir ausgewählte war Elli nicht recht, sodass wir kurz umzogen. Als wir dann endlich standen, ging es erst einmal ins Wasser. Mit dem Fortschreiten des Tages wurde auch der Platz immer voller. So kam es, dass wir Nachbarn bekamen, die sich wirklich bis auf knapp einen Meter an unser Wohnmobil stellten. Um das Ganze noch zu toppen, wurde auch noch eine Klimaanlage angeschaltet. Als dies war ausschlaggebend, dass wir uns noch einmal umstellten und wieder unter die Steilwand zogen. Hier hatten wir mehr Platz und mehr Ruhe. Der Blick aufs Meer war trotzdem vorhanden.

Gegen Abend ging es dann noch einmal in die Konoba Lavlji Dvor zum Abendessen. Der Service war zwar wieder sehr freundlich, das Essen aber nicht so gut wie beim ersten Mal. Vielleicht hätten wir doch ein anderes Restaurant ausprobieren sollen. Nach dem Essen gönnen wir uns erneut ein Getränk auf der lebhaften Plaza von Senj.

Das Abendprogramm bestand diesmal aus Beachball. Eigentlich wollten wir Federball spielen, mussten jedoch feststellen, dass wir keine Federbälle eingepackt hatten. Beachball war auch okay. Leider ließ sich Sönke nicht zu einem engagierten Spiel hinreißen.

Novigrad / Istrien (11.-13.07.2013)

Wir sind bereits um 06.30 Uhr wach und ich gehe nach einer kurzen Dusche zum Bäcker. Da wir für die eine Übernachtung nicht sonderlich viel ausgeladen hatten, waren wir bereits sehr früh zur Abfahrt bereit. Leider hatten wir vergessen am Vorabend zu zahlen, sodass wir erst einmal die halbe Stunde bis zur Öffnung der Rezeption warten musste. Einzig Sönke störte das nicht, da er so noch einmal ungestört im Internet unterwegs sein konnte.

Die Fahrt nach Istrien verlief ereignislos. Wir unterhielten uns unterwegs über die Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Campingplätze, die in unsere nähere Auswahl gekommen waren. Letztlich einigten wir uns darauf, zunächst den Campingplatz Sirena in Novigrad anzufahren, wo wir gegen 13.00 Uhr eintrafen.

Sönke und Elli machten sich ans Check Inn und erhielten eine Auswahl an Stellplätzen, die sie abgingen. Da der richtige nicht dabei war, wurde noch einmal an der Rezeption nachgefragt und man gab uns einen in Wassernähe. Der Stellplatz Nr. 70 kostete uns etwa 50 Euro für die Nacht. Er war komplett mit Kies planiert und auch nicht sonderlich groß. Allerdings verfügte er über ausreichend Schatten. Mit einer Belegung des Platzes hatte augenscheinlich keiner gerechnet, da unsere Platznachbarn diesen erst einmal von ihren Gegenständen befreien mussten.

Wieder ging es erst einmal in die Strandbar, nachdem wir uns eingerichtet hatten. Danach verbrachten wir die Zeit am Platz und im Meer. Gegen 18.00 Uhr ging es dann zu einem Restaurant auf dem Campingplatz. Hier setzte sich unser bereits gesammelter Eindruck fort – alles war etwas teurer. So kostete ein großes Bier auf dem Platz nun 24 Kuna und die Spaghetti Bolognese zum Abendessen war nicht nur teuer, sondern auch eine dürftige Portion.

Nach dem Abendessen bummelten wir noch etwas am Strand entlang. Den Steinbruch neben dem Campingplatz hatten wir den ganzen Tag über bereits gehört. Gestört hat er allerdings nicht sonderlich. Jetzt sahen wir auch das Schiff, das beladen worden war, wie es ablegte und hegten die Hoffnung, dass der nächste Tag ruhiger werden würde. Hier wurden wir leider enttäuscht, da am nächsten Morgen bereits der nächste Frachter festmachte.

Den Abend verbrachten wir dann auf Sönkes Wunsch hin wieder mit der ein oder anderen Partie Romme. In der Gesamtaddition gewann dann erstmals Sönke, da er im letzten Spiel einen Romme Hand hinlegte.

Am nächsten Morgen schlief Sönke erst einmal aus und stand auf, als wir bereits mit dem Frühstück fertig waren. Danach verbrachten wir den Tag in aller Gemütlichkeit auf dem Platz. Interessanterweise waren hier die Möwen noch zutraulicher als bisher erlebt. Sie ließen sich direkt am Platz füttern und kamen auch regelmäßig auf der Suche nach einer Futterquelle vorbei. Scheu zeigten sie dabei nicht.

Gegen 18.00 Uhr machten wir uns dann auf den kurzen Fußmarsch in die Stadt. Novigrad ist eine schöne, kleine Hafenstadt, deren Straßen schnell abgegangen waren. Nach dem Sightseeing suchten wir uns ein Restaurant mit Meerblick, um unser Abendessen zu uns zu nehmen.

Danach ging es wieder zum Campingplatz zurück. Da es in der Strandbar Livemusik gab, suchten wir diese noch auf und gönnten uns einen abschließenden Drink. Elli war eine der wenigen Zuhörer, die die Musiker immer wieder mit Applaus für ihre Musikdarbietungen honorierte.

Am Platz zurück hatte sich der Himmel mittlerweile zugezogen. Gewitterwolken hatten sich zusammengebraut und es fing schon an zu blitzen.

Regen blieb allerdings aus. Nur der erfrischende Windhauch, der mit dem Gewitter einherging, war angenehm.

München (13.-15.07.2013)

Am nächsten Tag stand unsere Rückreise an. Elli hatte bereits am Vortag bezahlt. Zuvor mussten wir noch die Sackgasse von unserem Stellplatz im Rückwärtsgang zurücklegen, um zur Entsorgung zu kommen. Nachdem dies erledigt war, fuhren wir um 09.15 Uhr vom Platz. Bei der Fahrt zur Hauptstraße fuhren wir an drei Wohnwagengespannen vorbei, die noch am Fahrbahnrand warteten. Diese trafen wir auf unserem Heimweg immer mal wieder.

Kurz vor der Grenze zwischen Kroatien und Slowenien endet die Autobahn und hier fing dann auch der erste nennenswerte Stau an, der sich bis zur Grenze hinzog. Danach ging es bis etwa 4 Kilometer vor die Stadtgrenze von Koper wieder flüssig weiter, bevor wir auf den nächsten Stau trafen. Nachdem wir auch diesen hinter uns gelassen hatten, ging es ohne weitere Verkehrsstörungen weiter.

In Jesenice / Slowenien tankten wir noch einmal, um nicht wieder für teures Geld in Österreich den Tank füllen zu müssen. Diesen Stopp nutzten wir auch gleich, um uns ein Mittagessen zu gönnen. Danach ging es weiter nach Österreich. Auch hier lief wieder alles sehr gut. Keine einzige Verkehrsstörung. Sogar die Warteschlangen vor den Tunneldurchfahrten fehlten, sodass wir bereits gegen 15.00 Uhr in Flachau waren. Eigentlich wollten wir hier an Jausenstation Schauphof übernachten. Da es aber sehr früh am Tag war, beschlossen wir die verbleibende Zeit zu nutzen und noch etwas weiter zu fahren.

Schnell war als nächstes Ziel München ausgemacht, da wir die Stadt eh noch besichtigen wollten. Elli suchte einen Campingplatz raus und rief diesen an, um die Belegung zu erfragen. Den Campingplatz Thalkirchen in München erreichten wir fast problemlos.

Der Check Inn war schnell gemacht und ein Angestellter wies uns den Weg zu unserem Stellplatz, indem er mit seinem Motorroller vorweg fuhr. Danach orientierten wir uns erst einmal auf dem Gelände und mussten schnell feststellen, dass es zum einen sehr voll war und zweitens hier alles zu Geld gemacht wurde. Jeder Tropfen warmes Wasser musste bezahlt werden und selbst für einen Übersichtsplan musste man Geld bezahlen.

Für den Campingplatzaufenthalt erhielt man jedoch einen Gutschein für den Gasthof Hinterbrühl. Dieser lag nur einige wenige hundert Meter vom Campingplatz entfernt, sodass wir ihn zum Abendessen aufsuchen wollten.

Bei unserem Gang dorthin fielen uns an einer nahen Brücke jedoch die vielen Schaulustigen auf und wir mussten unsere Neugier befriedigen und auch nachschauen. So wurden wir Zeuge von einigen Jugendlichen, die ein Wehr im Ländkanal zum Surfen nutzten.

Im Gasthof Hinterbrühl angekommen, setzten wir uns in den Biergarten und genossen ein sehr gutes, wenn auch nicht gerade billiges Abendessen.

Obwohl der nächste Tag ein Sonntag war, ging es schon wieder sehr früh hoch. Voran dies lag, ob es der beginnende Abfahrtsverkehr oder das warme Wetter war, kann nicht gesagt werden. Nach dem Frühstück laden wir die Fahrräder ab und machen uns auf den Weg in die Innenstadt zum Sightseeing.

Zunächst geht es auf dem Isarradweg die etwa fünf Kilometer bis zum Maximilianeum entlang. Von dort folgen wir der Maximilianstraße bis zum Max-Joseph-Platz mit der Residenz und dem Residenztheater. Hier schließen wir uns Fahrräder an und machen uns zu Fuß auf den weiteren Weg.

Über die Dienerstraße geht es zum Marienplatz. Hier beginnt gerade der Christopher-Street-Day. Getränke werden aber leider noch nicht ausgeschenkt. Wir warten auf das Glockenspiel um 11.00 Uhr und Elli nutzt die Zeit, um an der nahen Touristeninformation eine Broschüre mit den Sehenswürdigkeiten zu besorgen.

Nach dem Glockenspiel geht es über den Alten Hof zum Hofbräuhaus. Von dort aus dann über die Gassen der Innenstadt zum Viktualienmarkt. Da es mittlerweile Mittagszeit war, gönnten wir uns im dortigen Biergarten einen Snack.

Danach ging es wieder zurück in die Fußgängerzone und über den Stachus / Karlsplatz ging es zur Frauenkirche.

Nachdem wir uns im Schatten der Frauenkirche einen Kaffee gegönnt hatten, ging es in Richtung Feldherrnhalle weiter. Hier trafen wir dann auf das nächste Straßenfest. Diesmal war es das Fest zur bayrisch-griechischen Freundschaft mit Gesangsdarbietungen und allerlei Genussständen. Über die Residenz ging es dann wieder zurück zu den Fahrrädern. Da wir mittlerweile von der Innenstadt genug gesehen hatten, machten wir uns mit den Fahrrädern auf den Weg in Richtung Englischer Garten. Dazu ging es durch den Hofgarten und an der Staatskanzlei und Japanischem Teehaus vorbei.

Im Englischen Garten selbst überraschte uns die Größe dann doch. Und auch die Massen an Menschen, die hier unterwegs waren. Wir kämpften uns bis zum Chinesischen Turm durch und setzten uns dort noch einmal in den Biergarten, um den aufkommenden Durst zu löschen. Auch hier waren wieder Musikdarbietungen, diesmal allerdings traditionell bayrisch, zu genießen.

Nachdem wir uns lange genug ausgeruht hatten, ging es noch einmal an den Eisbach, um die dortigen Isarsurfer zu betrachten. Danach ging es am Isarradweg entlang zum Campingplatz zurück. Hier angekommen, gönnen wir uns erst einmal eine Dusche und relaxen etwas, bevor es am frühen Abend noch einmal zum Gasthof Hinterbrühl zum Abendessen geht. Diesmal erhalten wir einen  Platz mit Blick auf den Ländkanal und den Hinterbrühler See. Da das Lokal sich zusehends füllt, sperren wir uns auch nicht, dass sich noch ein Pärchen zu uns setzt, da wir ausreichend Platz an dem Tisch haben.

Nach dem wieder einmal gutem Essen geht es zurück zum Campingplatz. Hier stellt sich in den späten Abendstunden noch ein Highlight ein. Kurz vor Toresschluss erscheint noch ein Wohnmobil und erhält den Stellplatz neben uns zugewiesen. Die beiden Frauen machen es komplizierter als es ist. Zunächst dauert das Einparken seine Zeit. Danach machen sie sich erst einmal mit dem Wohnmobil vertraut, vergessen aber Strom anzuschließen und wundern sich, warum der Kühlschrank nicht funktioniert. Als sie dann aber alles soweit geklärt haben, kehrt auch langsam Ruhe auf dem Platz ein.

Rückreise (15.07.2013)

Der Rückreisetag beginnt bereits um 06.45 Uhr. Nachdem wir gefrühstückt hatten, ging es auch gleich los. Wir entschlossen uns zunächst dem Navi zu folgen. Dieser Entschluss hielt bis zur ersten großen Kreuzung. Hier stellten wir fest, dass er uns durch Innenstadt führen wollte und wechselten auf den Cityring. Die Fahrt über den Cityring bot uns auch die Gelegenheit, die unterschiedlichen Dieselpreise an den Tankstellen zu studieren.

Nachdem wir München hinter uns gelassen hatten, ging es zunächst noch einmal nach Herzogenaurach, wo wir einen Stopp am Adidas-Outletcenter einlegen wollten. Einziges Manko zu dieser Zeit – unser Tank war leer. Bereits vor der Autobahnabfahrt, war dies durch die entsprechende Kontrollleuchte angezeigt worden. Auf der Fahrt zum Outletcenter fand sich keine Tankstelle, sodass wir erst einmal unseren Besuch dort absolvierten, bevor es an die Suche nach einer Tankstelle ging. Diesen fanden wir dann mit Hilfe des Navi an der Erlangener Straße in Herzogenaurach.

Nach dem Tanken machten wir noch einen kurzen Stopp an einem nahen Einkaufsmarkt und kauften für unser Mittagessen ein. Danach sollte es über den nächsten Ort wieder in Richtung Autobahn gehen. Auch hier blieb uns unser Glück wieder treu. In der Ortschaft gab es eine Baustelle und wir mussten wieder einmal einen Umweg fahren, um unser Ziel zu erreichen.

Letztlich kamen wir mit einem kleinen Umweg auf der Autobahn an und nutzten gleich den ersten Parkplatz um eine Mittagsrast zu machen. Danach wurden nur noch die Kilometer bis nach Hause abgerissen, wo wir am späten Nachmittag ankamen.

Kroatien und Österreich

Kroatien und Österreich

(10.08.2012 bis 28.08.2012)

Der Sommerurlaub stand wieder einmal vor der Tür und wir planten einen Trip durch die Schweiz oder Österreich. Auf jeden Fall sollte es diesmal etwas in Richtung Aktivurlaub mit Wandern und ähnlichen Vergnügungen werden. Leider machte uns das mitteleuropäische Wetter einen Strich durch die Rechnung. Kurz vor unserem Urlaub war das Wetter in den Alpenländern eher mäßig und es zeichnete sich ab, dass unsere Urlaubszeit von Gewittern und Regen geprägt sein sollte. Kurz vor der Urlaubszeit erarbeiteten wir also einen Alternativplan und blieben wieder an Kroatien hängen. Allerdings sollte es diesmal wieder eine Küstentour werden.

Am 10.08.2012 sollte es losgehen. Ich musste noch am Nachmittag arbeiten, konnte aber bereits um 17.00 Uhr zu Hause sein, so dass wir doch recht zeitnah starten konnten. Entgegen unserer sonstigen Gewohnheiten nutzten wir gleich die Autobahn für unsere Fahrt in Richtung Süden. In Göttingen machten wir dann einen kurzen Stopp und besprachen den weiteren Fahrtverlauf. Da wir erstaunlich staufrei durchkamen, beschlossen wir erst einmal so lange zu fahren, wie ich mich noch fit fühlte. Gegen 23.00 Uhr hatten wir die ersten 500 Kilometer hinter uns gebracht und mussten tanken. Auf Höhe Greding flammte dann auch noch die Tankleuchte auf. Kurz bevor die Tankstelle in Denkendorf schloss, konnten wir noch unseren Tank füllen und die Fahrt fortsetzen. Die Dieselpreise waren aber schon hier erschreckend für uns. Der Literpreis lag 10 Eurocent über dem in Norddeutschland.

Weiter ging es an München vorbei und da ich mich immer noch fit fühlte und wir bis hierhin gut vorangekommen waren, beratschlagten Elli und ich uns während einer Pause. Schnell stellten wir fest, dass wir beide das gleiche Bedürfnis hatten und erst einmal richtig ausspannen wollten. Wir beschlossen also zunächst den Campingplatz Valalta in Rovinj anzufahren, um diesem Wunsch nachzukommen. Weiterhin traf ich die Entscheidung zu schauen, ob ich die Nacht durchfahren könnte, um bereits schon am nächsten Tag den Urlaub richtig beginnen zu können.

Die weitere Fahrt durch Österreich und Slowenien verlief ereignislos. Mit einer Ausnahme, so viel Verkehr hatte ich auf der Strecke bisher nur tagsüber erlebt. Ich hatte das Gefühl halb Deutschland nutzte diesen Weg in Richtung Süden. Dennoch kam es zu keinen größeren Verkehrsstauungen. Lediglich an den Tankstellen bildeten sich Warteschlangen. So musste ich beim Tanken an der Raststation Freisitz an der Drau fast eine halbe Stunde warten, bis ich an der Reihe war. Dagegen war am Karawankentunnel, wie auch zuvor am Tauerntunnel, keine Wartezeit und ich konnte hier gleich durchstarten.

An der slowenischen A2, auf der Raststation Voklo, die kurz vor Ljubljana liegt, gesellte sich Elli wieder zu mir und wir nahmen dann ein gemeinsames Frühstück ein, das Elli im Tankstellenrestaurant besorgte. Im weiteren Verlauf ging es dann flott weiter und wir erreichten bereits gegen 07.00 Uhr morgens die slowenisch-kroatische Grenze bei Koper. In Koper tankten wir noch ein letztes Mal auf und machten uns dann auf die letzten Kilometer. Am Grenzübergang hatten wir dann auch noch wieder das Glück auf unserer Seite. Eine Warteschlange hatte sich vor den zwei Abfertigungsspuren gebildet. Als wir aber in Sichtweite der slowenischen Grenzstation kamen, sahen wir eine Mitarbeiterin auf der Busspur hektisch Fahrzeuge heranwinken, die jedoch nicht reagierten. Also scherte ich auf diese Spur ein und fuhr an der kompletten Schlange vorbei, in der die Anderen weiter artig warteten.

Gegen 08.30 Uhr kamen wir am Campingplatz Valalta an. Wider Erwarten war keine Wartezeit am Check-Inn. Ich hatte Elli und Sönke die Fahrräder abgeladen und sie machten sich umgehend auf die Suche nach einem Stellplatz. Ich selbst fuhr mit dem Wohnmobil in die von uns favorisierte Region und fand einen Stellplatz direkt unterhalb des Waschhauses mit Blick über die Bucht. Hier stellte ich uns erst einmal ab und wartete auf das Ergebnis der Suche von Sönke und Elli. Die hatten mehrere mögliche Optionen, aber nichts Definitives gefunden, so dass wir erst einmal abwarteten und schon einmal anfingen auszupacken. Als dann ein Stellplatz, der näher am Wasser lag, frei wurde, versuchten wir es. Leider machten uns die Breite des Weges und die Lage des Stellplatzes einen Strich durch die Rechnung, da wir das Wohnmobil nicht vernünftig einparken konnten. Also zurück zur ersten Wahl, dem Stellplatz Nummer 1211.

Der sollte es dann nun aber auch endgültig bleiben. Wir wollten nicht weiter suchen und richteten uns ein. Nachdem dies erledigt war, entspannten wir uns erst einmal von der 1200 Kilometer langen Anfahrt.

Nachmittags ging es dann in das neu gestaltete Restaurant Saline am Platz. Es war etwas mit neuen Sitzmöbel und frischen Farben aufgepeppt worden, vermittelte uns aber nun das Gefühl, fehl am Platze zu sein. Abends gingen wir dann in die Snack I zum Abendessen. Hier war alles beim Alten und wir fühlten uns wohl. Die Zeit danach nutzten wir für einen Bummel über den Platz, auf der Suche nach weiteren Veränderungen.

Den nächsten Tag verbrachten wir mit Schwimmen, Lesen und Relaxen. Gegen Mittag stellten wir dann fest, dass einer unserer Campingstühle, die wir von Reni bekommen hatten, auf der Fahrt oder im Anschluss Schaden genommen hatte. Ein Aluminiumriegel, der für die Arretierung der Rückenlehne zuständig ist, war gebrochen.

Am späten Nachmittag ging es dann mit dem Fahrrad in die Stadt. Für die Hinfahrt benutzten wir den Radweg und stellten hierbei fest, dass die Fischgaststätte von Ramon nicht wieder geöffnet hatte. In der Stadt folgte dann ein ausgiebiger Bummel und ein Abendessen in der Pizzeria Leone, das wie immer gut war. Zum Abschluss gab es dann noch einen Cocktail in der Havanna Bar, bevor es auf dem Fahrrad zurückging.

Am Stellplatz folgte eine Partie Trionimos, die Sönke für sich entschied, weil ich mit meinem letzten Stein eine mögliche Brücke nicht erkannte, die zum Gleichstand geführt hätte.

Auch der nächste Tag war wieder geprägt von heißem und sonnigem Wetter. Am Morgen gingen wir zum Supermarkt auf dem Campingplatz einkaufen. Wir hatten überlegt am Abend zu grillen, was wir dann auch nach einem entspannenden Tag umsetzen. Zu diesem Zeitpunkt hatten wir uns über eine mögliche Brandgefahr noch keine Gedanken gemacht. Wir hatten zwar gehört, dass es hier seit Mitte Mai nicht mehr geregnet hatte und mittlerweile die Pkw-Wäsche und das Gießen von Blumen unter Strafe gestellt waren, aber die mögliche Brandgefahr hatten wir überhaupt nicht auf dem Schirm. Das bekamen wir erst auf den späteren Campingplätzen mit, wo der Umgang mit offenem Feuer explizit verboten war. Unserem Abend tat dies zu diesem Zeitpunkt keinen Abbruch. Reichlich Cevapcici und Raznijc machten uns satt und im Anschluss gönnten wir uns einen, leider recht alkoholarmen Cocktail in der Saline. Danach folgte wieder eine Partie Trionimos, um den Abend ausklingen zu lassen.

In der Nacht war Sönke wieder von dem Igel besucht worden, der schon in der vorangegangenen Nacht seinem Zelt einen Besuch abgestattet hatte. Ansonsten verlief auch dieser Tag in den üblichen Bahnen mit Schwimmen und Schnorcheln. Am frühen Abend ging es dann mit dem Fahrrad in Richtung Kazun. Diesen Restaurantbesuch wollten wir uns auf keinen Fall entgehen lassen. Obwohl wir eigentlich jedes Jahr mehrfach dort gewesen waren, fuhren wir die falsche Einfahrt herein und landeten natürlich zunächst nicht am Kazun. Dort dann aber letztlich angekommen, fanden wir auch gleich einen schönen Tisch und konnten bestellen. Wie eigentlich jedes Jahr war das Essen gut, reichhaltig und günstig.

Gegen 20.00 Uhr sind wir zurück am Wohnmobil und wollen den Abend wieder einmal mit Spielen verbringen. Beim Anbau der Beleuchtung rutscht mir diese aus der Hand und schwingt einmal gegen die Seitenwand des Wohnmobils, wo sie eine kleine Delle hinterlässt. Ärgerlich. Am Abend trafen wir auch die Entscheidung, am nächsten Tag weiterzufahren.

Bereits um 09.30 Uhr hatten wir alles eingeräumt und unseren Stellplatz frei gemacht. Beim Bezahlen des Campingplatzes stellte sich uns erstmals das Problem mit unserer EC-Karte. Angeblich hatte sie keine Ausreichende Deckung. Dieses Problem zog sich dann durch den gesamten Urlaub. In allen Ländern, die nicht der EU angehörten, verfügte die EC-Karte über keine Deckung und war nicht zu nutzen.

Über die Autobahn ging es dann nach Pula. Die folgenden 50 Kilometer stellten keine Herausforderung dar. Einzige Ausnahme war die Hitze, die bereits am Vormittag sehr ausgeprägt war. In Pula vertrautem wir erst einmal dem Navi uns zu dem Campingplatz in Stoja zu führen. In der Innenstadt von Pula, versperrte uns dann eine Baustelle den direkten Weg, so dass wir zunächst wieder zurück mussten, um die Umleitung zu finden. Nachdem wir die Abzweigung regelrecht eingekreist hatten, ging es durch enge Straßen und über steile Anstiege weiter. Letztlich griff der Navi wieder ein und wir gelangten wohlbehalten zum Campingplatz Stoja. Am Check-Inn herrschte ein mittelschweres Chaos. Das bezog sich auf die Parksituation und die Stellplatzvergabe. Elli ergatterte den Platz 118 für uns. Grob fanden wir ihn dann auch, da er unmittelbar hinter der Rezeption lag. Die genaue Lage erschloss sich uns jedoch nicht, da die Stellplätze nicht parzelliert waren. Ich stellte unser Wohnmobil annähernd richtig ab und wir machten uns für unseren Bummel durch Pula fertig.

Für die Fahrt in die Stadt hatten wir den Bus gewählt, der direkt vor dem Campingplatz abfuhr. Zu unserem Glück hielt auch gerade ein Bus und wir konnten die Fahrkarten erwerben und direkt einsteigen. Kaum saßen wir, stellte ich fest, dass wir die Fotokamera im Wohnmobil gelassen hatten. Ich fragte beim Fahrer kurz nach, wann der Bus fährt. Er sagte in zwei Minuten. Also wollte ich auf den nächsten warten, aber dazu sagte der Fahrer, dass dann unsere Fahrkarten ungültig wären. Also legte ich einen kurzen Sprint zum Wohnmobil hin, um die Kamera zu holen und den Bus noch zu schaffen. Wieder zurück gingen die Türen zu und der Bus fuhr ab. Ich hatte die ganze Fahrt noch etwas davon, denn ich war gehörig ins Schwitzen geraten.

Mit dem Bus kamen wir direkt an der Innenstadt an und betraten die Altstadt durch den Sergierbogen, einem alten Triumphbogen aus der Zeit des Römischen Reiches. Danach folgte ein Bummel durch die Fußgängerzone, vorbei am Forum in Richtung Amphitheater. Hier reichte uns eine Besichtigungstour von außen, da das Innere eh für eine Musikveranstaltung eingerichtet war.

Nach dem Besuch am Amphitheater gönnten wir uns erst einmal ein schnelles Getränk, bevor es dann den Berg hinauf zur historischen Festungsanlage ging. Nach einem Rundgang am Festungsgelände folgte der Abstieg zur Porto Gemina. Von dort kamen wir nach einem kurzen Fußmarsch wieder am Platz Giardini. Hier machten  wir erst einmal eine längere Pause und gönnten uns in einem der vielen Straßenlokalen ein Getränk. Weiter ging es dann zum Markt und zur Fischhalle. Da der Markt leider bereits geschlossen war, war es nur eine Stippvisite in diesem Teil der Innenstadt.

Es folgte ein kleiner Shoppingbummel durch die Fußgängerzone, da Sönke mittlerweile festgestellt hatte, dass er doch eine Sonnenbrille bräuchte. Schnell war ein passendes Modell gefunden und auf der Suche nach dem günstigsten Anbieter stellten wir extreme Preisschwankungen fest. Sönke selbst, sparsam wie er ist, entschied sich für das billigste Modell und musste umgerechnet 7 Euro zahlen.

Es folgte die Rückfahrt mit dem Bus und, endlich auf dem Campingplatz angekommen, sofort ein Gang zum Strand und ein Bad im Meer. Danach relaxten wir noch etwas am Wohnmobil, bevor es in den frühen Abendstunden zum Essen in ein Restaurant auf Campingplatz ging.

Am nächsten Tag packten wir unsere paar Habseligkeiten ein und machten uns auf den Weg in Richtung Süden. Für die Fahrt durch Pula hielten wir uns zunächst an die Busroute und bogen dann am ersten Stau, der durch den Innenstadtverkehr zu Stande kam, ab und folgten dem Navi. Kurz vor der Autobahn kauften wir noch schnell ein und fuhren dann erst einmal in Richtung Rijeka. Unser Ziel war ein Campingplatz auf Krk. Hier riefen wir vorher erst einmal an, ob man überhaupt Platz für uns hätte. Das Telefonat war aber nicht zielführend. reservieren wollte, bzw. Konnte man nicht und eine definitive Aussage wollte man auch nicht treffen. Die meisten Gäste würden gegen 13.00 Uhr abreisen, dann würde sich vermutlich etwas finden.

In Rijeka folgten wir der Autobahn in Richtung Krk. In Höhe Barka endet die Autobahn in einem Autobahnkreuz in Ständertechnik. Unmittelbar davor fing ein Stau an, der sich auf Grund zweier Ampelanlagen gebildet hatte. Nachdem die letzte Ampel hinter uns lag, ging es normal weiter. Die Gegenrichtung jedoch hatte über Kilometer Stopp-and-go.

Die Brücke auf die Insel Krk kostete uns dann noch einmal 46 Kuna Gebühr, dann hatten wir es geschafft. Das war jedenfalls unsere Überlegung. Tatsächlich zog sich die Strecke auf Krk dahin. Bis zur Ortschaft Krk handelte es sich noch um eine verhältnismäßig gut ausgebaute Landstraße. Was danach folgte, war jedoch etwas anspruchsvoller. Die Fahrbahn verengte sich derart, dass an einigen Stellen Begegnungsverkehr nur bedingt möglich war. Und in Baska, dem Ort, in dem der Campingplatz lag, fuhren wir wirklich bis zum Ende, bevor der Campingplatz ausgeschildert war. Nach der letzten Steigung hatten wir den Campingplatz Bunculuka erreicht.

Tatsächlich hatte man noch Plartz für uns und empfohl uns auch einige Stellplätze. Welcher es werden sollte, mussten wir selbst entscheiden. Sönke und Elli gingen zu Fuß, ich fuhr mit dem Wohnmobil. Leider erwischte ich die erste Abzweigung gleich falsch und fuhr nicht auf die Stellflächen, sondern auf den Abgang Richtung Strand. Hier angekommen, musste ich erst einmal wenden und wieder zurück. Elli wies mich dann in den ausgewählten Stellplatz ein. Nach einigem Rangieren und einer Menge Einweiser dabei, stand das Mobil letztlich und wir richteten uns für die nächsten zwei Nächte ein.

Erst einmal ging es zum Strand, um die herrliche Lage des Platzes zu genießen. Begeistert waren wir vom Wasser. So klar hatten wir es bisher noch nicht erlebt.

Den Rest des Tages verbrachten wir in dieser entspannenden Atmosphäre. Nach einem selbst zubereiteten Abendessen ging es am Ufer entlang nach Baska. Hier bummelten wir die Hafenpromenade entlang und verschafften uns einen ersten Überblick über den Ort.

Den folgenden Tag ließen wir uns dann richtig fallen und genossen einfach den idyllischen Platz. Elli hielt sich zunächst die meiste Zeit am Strand auf, während Sönke und ich die Zeit mit Schnorcheln und Lesen verbrachten. Am frühen Abend ging es dann für uns wieder in die Stadt. Wieder folgten wir dem Uferweg bis zum Hafen.

Danach gingen wir diesmal die Fußgängerzone und Einkaufszeile entlang. Auf der Suche nach einem Restaurant folgten wir letztlich der Empfehlung unserer Platznachbarn vom Campingplatz und suchten das Restaurant Saloon auf. Das lag zwar etwas abseits des Hafens, sollte sich aber lohnen. Tatsächlich bekamen wir gerade noch einen Platz auf der Außenterrasse. Hier war es erstmals so, dass einem der Platz zugewiesen wurde. Die Wartezeit wurde mit Sliwowitz und Lutscher überbrückt. Das anschließende Essen war gut uns reichhaltig und das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmte auch. Zurück zum Campingplatz ging es dann an der Hafenpromenade entlang. Am Mobil angekommen, packen wir unsere Sachen erst einmal ein, um am nächsten Morgen früh los zu kommen.

In der Nacht werden wir dann von unserem Platznachbarn eingeparkt, der seinen Pkw so hinstellt, dass wir nicht rangieren können. Doch auch dieses Problem ließ sich schnell und unkompliziert lösen. Nicht jedoch das Problem mit der EC-Karte. Wieder wurde sie beim Bezahlen nicht akzeptiert. Nachdem das dann mit der Kreditkarte erledigt war, ging es wieder runter von der Insel Krk. Gleich zu Beginn der Strecke gab es dann in der Ortschaft Draga Bascanska eine interessante Verkehrssituation. Die Fahrbahn verengte sich auf Grund der Bebauung auf eine Fahrspur. Eigentlich hatte der Verkehr bergan – also wir – Vorrang. Das interessierte den Gegenverkehr jedoch herzlich wenig und da keine Lücke war, konnten wir die Stelle nicht passieren. Erst als ich langsam einfach anfuhr, bremste doch mal einer ab und gewährte uns die Durchfahrt. Der Rest der Fahrt war recht zähflüssig. Es herrschte viel Verkehr und einige verbrachten augenscheinlich den Tag mit Sightseeingtouren im Pkw.

Nachdem wir die Insel wieder verlassen hatten, ging es auf der Bundesstraße 8 in Richtung Süden. Anfänglich heiterte uns noch der Stau im Gegenverkehr auf, der sich augenscheinlich bis Rijeka erstreckte. Als wir diesen allerdings in einer Länge von knapp 20 Kilometern passiert hatten, hatten wir Mitleid mit den Fahrzeuginsassen, die sich am Ende anstellen mussten.

Am Vormittag erreichten wir dann Senj. An der Küstenstraße entdeckten wir ein Autokamp in Senj, das recht einladend wirkte. Wahrscheinlich da es direkt am Wasser lag und es mittlerweile wieder richtig heiß geworden war. Unser Weg führte uns über die Bundesstraße 23 das Küstengebirge hinauf. Die Strecke hatten wir schon einmal mit dem alten Bürstner-Mobil bewältigt. Diesmal ging es etwas flotter voran.

Dem Straßenverlauf weiter folgend ging es auf direktem Weg in Richtung Autobahn. Wir folgten der A 1 in Richtung Süden. Außer dass es heiß war, ereignete sich auf den Autobahnkilometern nicht viel. Erwähnenswert waren lediglich die Staus in Richtung Norden. So baute sich nach Passieren des Sveti Rock Tunnels ein Stau auf, der schnell eine Länge von 25 Kilometern und mehr erreichte. Gott sei dank war er nicht in unsere Richtung. Wir fuhren dann in Richtung Zadar ab und hatten als einzige Verkehrsbehinderung die Warteschlange an der Mautstation zu bewältigen.

In Zadar folgten wir den Hinweisschildern zum Camping Borik. Dieser Platz lag am dichtesten zur Altstadt. Nach der Anmeldung hatten wir auf dem riesigen, unparzellierten Gelände die Qual der Wahl uns für einen Platz zu entscheiden. Nachdem wir aufgebaut hatten, ging es gleich mit den Fahrrädern in Richtung Altstadt. Zuvor musste Elli unsere Anmeldung noch komplettieren. Während dieser Zeit entdeckte Sönke eine europäische Gottesanbeterin, die am Fenster der Rezeption hing.

Danach ging es mit dem Fahrrad am Hafen entlang bis zur Brücke in die Altstadt. Hier stellten wir unsere Fahrräder ab und machten uns zu Fuß auf die Erkundung der Stadt. Auf unserer Tour durch die Stadt gelangten wir zu allen Sehenswürdigkeiten, die der Reiseführer hergab.

Während einer Pause in einem Cafe an der Siroka Ul. beschlossen Elli und Sönke den Turm an der Sveta Stosija und Donatuskirche zu ersteigen und sich den Ausblick über die Altstadt zu gönnen. Danach ging es noch durch einige kleine Gässchen. Letztlich wollten wir für das Abendessen noch etwas Salat einkaufen und suchten den Markt. Da aber schon alles geschlossen hatte, mussten wir mit einem Supermarkt vorlieb nehmen.

Zurück zum Campingplatz ging es dann wieder am Hafen entlang. Dass es sich hierbei um Einbahnstraßen handelte, die wir entgegen der Fahrtrichtung befuhren, schien keinen zu interessieren. Danach verbrachten wir den Rest des Abends mit Gesellschaftsspielen, bevor es dann ins Bett ging. Es folgte eine recht unruhige Nacht, da die Nachtschwärmer bei ihrer Rückkehr auf den Campingplatz nicht gerade leise waren. Der britische Platznachbar sorgt dann durch eine kompromisslose und blumige Ansage in seiner Muttersprache für Ruhe.

Bereits um kurz nach 07.00 Uhr standen wir am nächsten Morgen auf. Schnell war alles nach dem Frühstück gepackt. Nach unserer Abfahrt vom Campingplatz kauften wir noch kurz in einem Supermarkt ein, bevor es auf der Küstenstraße weiter ging. Eigentliches Ziel war Murter. Da wir aber keinen Kontakt zum Campingplatz bekamen und uns Primosten als Ziel interessanter erschien, entschieden wir uns entsprechend um. Kurz vor Sibenik machten wir dann noch an einer Brücke halt, um das Bungeejumping von der Brücke zu beobachten.

Bereits gegen 13.00 Uhr kamen wir am Campingplatz Adriatiq an und reihten uns die Schlange derer ein, die einen Platz begehrten. Während Elli die Anmeldung übernahm brüteten Sönke und ich in der Hitze. Elli bekam den Stellplatz Nummer 65 zugewiesen. Nach einer kurzen Inspektion erschien er ihr akzeptabel und wir bauten uns auf.

Den Nachmittag verbrachten wir am Platz und für den frühen Abend hatten wir uns vorgenommen, zu einem Bummel in die Stadt zu fahren. Zunächst wollten wir das Taxiboot vom Platz in die Stadt nutzen, schafften es aber zeitlich nicht und entschlossen uns zu Fuß zu gehen. Am Tor des Campingplatzes sahen wir dann einen alten VW Bus T1, der liebevoll wieder aufbereitet worden war und als Campingmobil genutzt wurde.

Auf unserem Fußmarsch in Richtung Stadt merkten wir bereits nach einigen 100 Metern, dass das keine ganz so tolle Idee war. Und vor allen Dingen für den Rückweg mussten wir uns etwas überlegen, da wir auf keinen Fall in der Dunkelheit ungesichert an der Straße entlanggehen wollten.

Ein bisschen genervt kamen wir am Beginn der Fußgängerzone an. Die Strecke und das heiße Wetter waren hieran genauso Schuld, wie Sönke, der sein Quengeln perfektionierte und uns penetrant auf seine Unzufriedenheit aufmerksam machte. Die Altstadt von Primosten entschädigte dann etwas für die vorangegangenen Mühen, auch wenn sie sehr für den Tourismus aufgearbeitet worden war.

Bei unserem Aufstieg in Richtung Kirche gönnten wir uns dann erst einmal in kleinen Imbiss eine Getränkepause, um wieder zu Kräften zu kommen. An der Kirche angekommen, konnten Elli diese nicht besichtigen, da gerade ein Gottesdienst abgehalten wurde. Dieser war so gut besucht, dass die Predigt mit Außenlautsprechern nach draußen übertragen wurde. Ein abschließender Gang über den Friedhof ließ uns dann ein idyllisches Restaurant entdecken, auf dessen Außenterrasse man einen schönen Blick über das Meer und den beginnenden Sonnenuntergang hatte. Das Abendessen war gut und reichhaltig. Lediglich mit der Rechnung ließen sie sich etwas Zeit. Wir mussten diesbezüglich mehrfach nachfragen. Dabei hatten wir es doch eilig, denn eigentlich wollten wir das Taxiboot zurück zum Campingplatz nehmen. Dieses sollte gegen 22.00 Uhr abfahren. Leider war uns nicht bekannt, wo es genau ablegen würde.

Wir beschlossen also die Touristeninformation aufzusuchen, damit wir dort die nötigen Informationen erhalten. Die Mitarbeiterin war zwar freundlich, machte aber keine Aussagen zu dem Taxiboot, da dies von einem privaten Hotel sei. Das half uns nun auch nicht wirklich weiter. Sie bot jedoch an, uns ein Taxi zu rufen. Dieses Angebot nahmen wir letztlich an. Die Fahrt sollte ihren Angaben nach etwa 50 Kuna kosten. Das Taxi würde uns am ‚donkey‘ abholen. Ich hatte wohl ein großes Fragezeichen im Gesicht, als Sönke anmerkte, dass es wohl das Eseldenkmal sei, das er vor dem Stadttor gesehen hatte. Wir gingen also dorthin und stellten fest, dass dort wegen einiger Künstler ein riesiger Menschenauflauf war und wohl kein Taxi durchkommen könnte.

Weit gefehlt. Nach kurzer Zeit kamen gleich drei Taxen durch die Menschenmenge gefahren. Wir sprachen einen Fahrer an und er hatte vermeintlich einen Auftrag uns zu fahren. Nach knapp 10 Minuten standen wir am Campingplatz und die Fahrt kostete tatsächlich nur 50 Kuna. Wie wir später feststellten, war dies die günstigste Alternative. Die Fahrt mit dem Taxiboot wäre erheblich teurer geworden. Hier hätte die Fahrt pro Person 50 Kuna gekostet.

Den folgenden Tag verbrachten wir komplett auf dem Campingplatz. Bei knapp 40 Grad suchten wir immer wieder das Meer zum Schnorcheln und Baden auf und ließen es uns ansonsten ganz gut gehen.

Für den nächsten Morgen war die Weiterfahrt in Richtung Süden geplant. Am Morgen einigten wir uns auf Seget als erstes Ziel. Sollten wir hier einen Stellplatz finden, wäre alles klar. Wenn nicht, sollte es nach Split weitergehen. Nach dem Einpacken ging es auch gleich los. Beim Ausparken kam es dann noch zu einer unangenehmen Berührung zwischen einer Wurzel und dem Wohnmobil. Dies bleib aber ohne Folgen für die Fahreigenschaften.

Nach knapp einer Stunde hatten wir das Autocamp Seget erreicht. Da das Autocamp direkt am Wasser lag und wir von hier aus sowohl die Stadt Trogir wie auch Split erreichen konnten, entschieden wir uns zu bleiben. Dafür sprach auch, dass wir einen Stellplatz in der ersten Reihe zugewiesen bekamen. Da es weiterhin sehr heiß war, verbrachten wir den Tag am Platz und machten uns erst gegen 17.00 Uhr auf, um in der Konoba Rico am Hafen von Seget zu Abend zu essen.

Für Sönke und mich gab es Fleischgerichte. Elli kam endlich zu ihren Fischgerichten, die sie sich schon die ganze Zeit wünschte. Im Zuge des Abendessens besprachen wir den nächsten Tag. Den Abend verbrachten wir dann damit Sönke Romme nahe zu bringen. Er machte sich in seinen ersten Spielen ganz gut und es schien ihm zu gefallen.

Wie abgesprochen ging es am nächsten Tag bereits am frühen Vormittag mit dem Taxiboot in Richtung Trogir. Die Fahrt kostete für uns alle 75 Kuna und beinhaltete sowohl die Hin- wie auch Rückfahrt.

Nach knapp einer halben Stunde kamen wir direkt an der Altstadt von Trogir an. Auf der Fahrt hatten wir noch das einmalige Erlebnis Delfine beobachten zu können, die in der Bucht vor Trogir schwammen. Leider schafften wir es nicht unsere Fotokamera schnell genug einsatzbereit zu bekommen.

In Trogir orientierten wir uns erst einmal und machten uns dann durch die kühlen Altstadtgassen auf den Weg die Sehenswürdigkeiten abzuklappern. Am ersten Schattenplatz, den wir erreichen konnten, nutzten wir das kostenlose WLAN, um Wetterinformationen zu bekommen. Die waren ausgesprochen positiv für die nächsten Tage.

Unser Stadtrundgang ging über die Gradska Ul. zur Sankt Laurentius Kirche und dem Platz mit dem Glockenturm und der Loggia. In der Loggia sang zu dieser Zeit gerade ein Chor, der dem Ganzen noch eine besondere Note gab. Weiter ging es von hier zum Stadttor. Danach bummelten wir durch die Gassen und versuchten hierbei den großen Touristenströmen auszuweichen und etwas kleinere Gassen zu wählen. Gerade in diesen wurde einem bewusst, dass die Stadt nicht nur aus Sehenswürdigkeiten bestand, sondern auch noch für das normale Leben genutzt wurde.

An der Festung des Kamerlengo angekommen, hatten wir die Altstadt einmal durchquert. Wir suchten uns nun unseren Rückweg in Richtung Hauptplatz und wollten vorher allerdings etwas Trinken. Die ersten Lokale, die wir fanden, waren gänzlich auf Tourismus abgestellt und hatten dementsprechende Preise. In einer Seitengasse meinten wir ein gemütliches und günstiges Lokal gefunden zu haben. Die außen angeschlagenen Preise für das Essen waren ausgesprochen günstig. Im Innenhof bekamen wir dann die eigentliche Karte und mussten feststellen, dass die günstigen Speisepreise durch überzogene Getränkepreise kompensiert wurden. Das wollten wir uns nicht antun und machten uns wieder auf die Suche. In einer kleinen Sackgasse fanden wir dann ein Lokal, das dann wirklich vergleichsweise günstige Preise hatte. Das Bier war umgerechnet einen Euro günstiger. Hier machten wir dann Pause und schrieben in dieser Zeit unsere Postkarten, damit wir sie gleich zur Post bringen konnten.

Nachdem dies alles erledigt war, ging es zurück zur Riva, wo unser Taxiboot wieder anlegen sollte. Die erste Abfahrtszeit verstrich, ohne dass das Boot in Sicht kam. Wir fragten mehrfach bei den anderen Taxibooten nach, die uns aber immer wieder vertrösteten. Letztlich blieb uns nichts anderes übrig, als an der Riva in der prallen Sonne zu warten. Jedes Schattenplätzchen, was frei wurde, nutzten wir, um uns der Sonne nicht so aussetzen zu müssen.

Als das Taxiboot dann endlich erschien, machte der Fahrer erst einmal eine Pause. Danach ging es dann zurück in Richtung Seget, wo wir gegen 14.00 Uhr wieder eintrafen und den Rest des Tages mit Sonnenbaden und Schwimmen verbrachten.

Gegen 18.30 Uhr ging es erneut in die Konoba Rico zum Abendessen. Zum einen gab es an Restaurants eine nicht so große Auswahl in Seget und zum anderen war das Essen in der Konoba echt gut und günstig. Auf Sönkes Wunsch hin bestand das Abendprogramm erneut aus Romme spielen. Diesmal hielt er sich wirklich gut und spielte gut mit. Und dies, obwohl wir es schafften auf neun Spiele dreimal einen Romme Hand zu haben.

Wie beschlossen ging es am nächsten Morgen weiter. Unsere Platznachbarn waren bereits in den frühen Morgenstunden abgefahren, sodass wir ausreichend Platz zum Ausparken hatten. Nachdem der Platz bezahlt war, wollten wir noch kurz entsorgen. Während Elli das Chemie-WC machte, wollte ich das Brauchwasser ablassen. Bei meinem Versuch den Hahn aufzudrehen, stellte ich fest, dass dieser keinen Widerstand beim Drehen zeigte. Als ich mich dann unter das Mobil legte, musste ich feststellen, dass der Absperrmechanismus gebrochen war. Wann und warum dies passiert war, konnten wir nicht mehr klären.

In meinem Versuch dies zu reparieren, legte ich den Fahrzeugschlüssel in der Heckgarage ab. Leider passierte es uns, dass wir beide Türen der Heckgarage verriegelten. Den Ersatzschlüssel hatten wir natürlich zu Hause liegen lassen. Nach unseren ersten Versuchen mit anderen mitgeführten Schlüssel, die nicht zum erhofften Erfolg führten, holte Elli den Platzbetreiber zu Hilfe. Dieser erschien mit seinem Werkzeugkasten und suchte eine Möglichkeit die Tür aufzuhebeln. Sein Handeln war darauf ausgerichtet, die Tür mit Gewalt zu öffnen, was mir nicht gefiel. Ich versuchte ihm dies klar zu machen und hatte Erfolg, sodass er sich nur dazu stellte und unsere Bemühuingen beobachtete.

Der nächste Versuch bestand darin auf dem Campingplatz Schlüssel von anderen Campern einzusammeln und auszuprobieren. Bei einem hatten wir dann Glück und konnten immerhin eines der beiden Türschlösser öffnen. Das zweite hebelte ich dann mit sanfter Gewalt auf. Hinterher stellte ich fest, dass dadurch weder Schloss noch Mechanismus Schaden nahmen. Sönke krabbelte dann durch die Heckgarage und holte den Schlüssel heraus. Nun konnte es endlich weitergehen. Durch die ganze Aktion war ich natürlich gehörig ins Schwitzen geraten, weshalb ich vorher noch kurz Duschen ging.

Danach suchten wir in Seget erst einmal noch einen Supermarkt auf, um unser Leergut zu entsorgen. Außerdem kaufte sich Sönke noch seine geliebten Ki-Ki Karamel Bonbons. Dann ging es endlich in Richtung Autobahn. Wir verließen Seget über die Straße Nummer 58 und hatten dabei noch einen wunderbaren Ausblick auf Trogir.

Die Fahrt über die Autobahn nach Norden verlief ausgesprochen ereignislos. Lediglich die Temperatur zwischen 35 und 38 Grad Celsius machte uns zu schaffen. Wenn wir bei einem Halt ausstiegen, suchten wir sofort den Schatten des Wohnmobils auf, um der Sonne zu entgehen.

Gegen 15.00 Uhr kamen wir in Zagreb an und machten uns auf die Suche nach dem Campingplatz Autokamp Plitvice in Lucko. Wir hatten die Anschrift in den Navi eingeben und haben uns dann voll und ganz auf ihn verlassen. Damit waren wir allerdings auch verlassen. Als das Gerät mit dem Satz „Sie haben ihr Ziel erreicht“ das Ende der Fahrt ankündigte, waren wir in einer ruhigen Seitenstraße und von einem Campingplatz weit und breit keine Spur. Ich fragte dann bei einer netten Kioskbesitzerin nach, die das Problem augenscheinlich bereits kannte. Ihrer Beschreibung nach, die sie uns auch schriftlich mitgab, lag der Platz an einer Autobahnraststätte und war nur über diese erreichbar. In der Folge quälten wir uns durch diverse Autobahnkreuze und andere Umfahrungen, bis wir letztlich die Raststätte und den Campingplatz etwa gegen 16.00 Uhr erreichten.

Der Campingplatz wird durch das am Rastplatz angegliederte Motel betreut. Zu unserem Bedauern konnte uns das Servicepersonal keine Auskunft geben, wie wir mit öffentlichen Verkehrsmitteln in das Stadtzentrum gelangen könnten. Die Buslinie, die wir auf der Anfahrt in Lucko gesehen hatten, war zu Fuß vom Rastplatz aus nicht erreichbar. Eigene Recherchen an den Infoständen am Rastplatz führten auch nicht so wirklich zu einem befriedigenden Ergebnis, so dass wir uns mit dem Gedanken anfreundeten doch noch weiter zu fahren. Da unser nächstes Ziel Graz nur noch knapp 200 Kilometer entfernt lag, riefen wir erst einmal auf dem Campingplatz an, um uns nach freien Kapazitäten zu erkundigen. Eine Bandansage verriet uns, dass der Platz noch freie Stellplätze hatte. Dies nahm uns dann die Entscheidung ab und wir fuhren weiter.

Bis zur Grenze ging es auf der Autobahn. Danach folgte die Landstraße in Slowenien bis nach Maribor. An der letzten Raststätte vor der Grenze nach Österreich tankten wir dann noch eben. Eine gute Entscheidung, wie sich in Österreich zeigte, da der Diesel hier wieder einmal 10 Eurocent teurer war.  In Graz selbst ging es dann zügig voran. Wir verließen uns voll auf den Navi, der uns diesmal auch direkt an den Campingplatz Central in Graz-Straßgang führte.

Der Campingplatz liegt direkt an einem Freibad, dessen Nutzung im Preis inklusive ist. Wir wählten einen Stellplatz in der ersten Reihe und hatten gleich Kontakt zu unserem Platznachbarn, der am Grillen war. Dieser war auf dem Weg in Richtung Zagreb, wo er seine Familie vom Flughafen abholen wollte, um dann nach Rab weiter zu fahren. Nach einer Dusche ging es in das nahe Restaurant Volksgoatn zum Abendessen. Die sehr freundliche Bedienung gab uns noch Auskunft darüber, was wir in Graz unbedingt anschauen sollten.

Am nächsten Morgen standen wir bereits gegen 07.00 Uhr auf. Die Kirchenglocken des Ortes hatten uns geweckt. Ich suchte dann erst einmal den Weg zum Bäcker. Danach gab es Frühstück und wir machten uns für den Stadtrundgang fertig. Den Weg in die Stadt erledigten wir mit dem Linienbus, der in unmittelbarer Nähe zum Bäcker abfuhr. Die Endhaltestelle des Busses, der Jakominiplatz, war gleichzeitig der Stadtpunkt für unseren Weg durch die Stadt. Über die Herrengasse ging es erst einmal bis zum Hauptplatz.

Von dort aus ging es zum Franziskanerkloster und über die Hauptbrücke zum Kunsthaus Graz und Mariahilferkirche.

Es folgte der Gang über die Mur-Insel bis zur Schlossbergbahn. Die Bergfahrt mit der Schlossbahn war in unserer Busfahrtkarte inklusive, so dass wir uns auch noch kostengünstig den Fußmarsch hinauf auf den Schlossberg sparten. Danach wurde durch uns der Schlossberg erkundet, bevor wir im Schlossrestaurant ein Getränk nahmen und den Ausblick auf das Umland genossen.

Danach ging es weiter über die Bastion bis zum Uhrturm. Von dort aus hätten wir einen Lift im Berg hinab nehmen können. Wir entschieden uns jedoch trotz der Hitze für den Fußmarsch über die Treppen.

Unten angekommen erfasste uns der kühle Luftzug aus der Höhle unterhalb des Schlossberges. Hier waren der Eingang zum Lift und eine Konzerthalle, dem DOM iMBERG, die sich Sönke und Elli erst einmal anschauten. Über die Sackstraße ging es weiter. Hier fand Elli ein Antiquitätengeschäft, mit sehenswerten Eierbechern. Während wir nach mehr schauten, kamen wir mit der Verkäuferin ins Gespräch und es ging nun ums Feilschen beim Preis für den Becher, den Elli ins Auge gefasst hatte. Letztlich übervorteilten wir die Verkäuferin, weil sie wohl nicht richtig rechnen konnte und erhielten anstatt der aversierten 10 Prozent tatsächlich 20 Prozent Preisnachlass.

Es folgte ein Mittagssnack am Hauptplatz bevor es über die Sporgasse in Richtung Deutscher Orden weiter ging. Danach folgten wir der Hofgasse bis zum Grazer und machten uns auf die Suche nach der türkischen Treppe, einer in sich verwundenen doppelten Wendeltreppe. Diese fanden wir in einem Gebäude der öffentlichen Verwaltung. Beim Fotografieren gab dann der Akku unserer Fotokamera den Geist auf, so dass weitere Fotos nur noch mit dem Mobiltelefon möglich waren.

Nach einem kurzen Abstecher in den Dom ging es über die Färbergasse und kleine Hinterhofgässchen wieder auf die Herrenstraße und zum Jakominiplatz. Hier verpassten wir unseren Bus, der direkt vor unserer Nase abfuhr. Wir mussten nun in der prallen Sonne 10 Minuten auf den nächsten Bus warten. Das war nicht gerade angenehm.

Gegen 14.00 Uhr waren wir wieder am Campingplatz angelangt. Wir machten uns gleich fertig, schnappten unsere Sachen und gingen ins Freibad. Dieser Aufenthalt war bei der Hitze sehr angenehm. Das Freibad Straßgang hatte ein riesiges Becken und war mit einem Kiesboden zur Wasseraufbereitung versehen. Außerdem gab es einen separaten FKK-Bereich, den wir aber nicht nutzten. Unser Aufenthalt dauerte bis 17.00 Uhr und nach einer Dusche ging es erneut in den Volksgoatn zum Abendessen. Glücklicherweise erhielten wir noch einen Tisch, da der heutige Abend ein Grillabend mit einem All-you-can-eat-Buffet war. Wir selbst entscheiden uns ein essen nach der Karte, da sich das Angebot für uns nicht lohnte.

Für den heutigen Tag hatten wir eine Wandertour geplant. In den Reiseführern für das Grazer Umland hatte Elli die Bärenschützklamm entdeckt. Nach einer knappen Stunden Fahrt, unterbrochen durch einen Einkaufsstopp, hatten wir den Ort Mixnitz erreicht und fuhren durch die engen Gassen des Ortes auf den Parkplatz 4 am Einstieg zum Wanderweg. Bereits der Weg zur Klamm gestaltete sich anstrengend. Die Anstiege hatten es ganz schön in sich, obwohl sie noch über normale Versorgungswege führten.

Am Klammeingang dann ein Kassenhäuschen. Ich wollte es erst nicht glauben, aber wir mussten tatsächlich Eintritt zahlen.

Danach geht es über teilweise frei schwebende Steigleitern durch die Klamm.

Nach Angaben des Alpenvereins werden auf derzeit 164 Leitern etwa 350 Höhenmeter überwunden. Insgesamt braucht man für die etwa 1900 Meter lange Strecke eineinhalb Stunden. Nach etwa der Hälfte der Strecke durch die steilen Felswände der Klamm erreichen wir eine Mittelstation, wo wir uns erst einmal etwas ausruhen und ein Getränk zu uns nehmen konnten, das übrigens kostenfrei vom Alpenverein zur Verfügung gestellt wurde.

Danach folgt meines Erachtens der anstrengendere Teil. Nun geht es fast nur noch hoch. Und gerade die letzten Leitern haben es in sich, sie weisen teilweise über 45 Grad auf und es entspricht wirklich einer Leiter. Nach der letzten Leiter mussten wir erst einmal durchpusten. Danach ging es noch etwa 10 Minuten durch den Wald bevor die Jausenstation Guter Hirt erreichten. In strahlendem Sonnenschein machten wir es uns an einem Tisch gemütlich und gönnten uns ein erfrischendes Getränk.

Wenn wir nun dachten, wir hätten das Schwierigste hinter uns, hatten wir uns geirrt. Der Anfang des Abstieges gestaltete sich noch angenehm über eine Versorgungsstraße. Schnell wechselte er jedoch auf einen Steig, der über Geröll in Richtung Tal führte. Neben der mangelnden Trittsicherheit machte uns auch das Gefälle zu schaffen und langsam spürten wir unsere Knie mehr als uns lieb war.

Gegen 15.00 Uhr, also nach knapp 5 Stunden, waren wir zurück am Wohnmobil und hatten eine Strecke von insgesamt etwa 16 Kilometern hinter uns gebracht.

Nun ging es weiter zu dem von uns ausgewähltem Campingplatz. Dieser lag im nahen Oberaich beim Gasthof Pichler. Viel los war dort nicht und wir parkten auf der Rasenfläche an einer ruhigen Stelle ein. Danach ging es erst einmal unter die Dusche und auf ein Getränk in den Biergarten der Gaststätte. Während wir so bei unserem Bier sitzen, kommt ein Mobil mit einem älteren Ehepaar. Offenbar haben wir wohl ihren Stellplatz belegt, den sie seit Jahren innehaben und auch reserviert hatten. Nach einigen Gesprächen mit dem Personal nehmen sie einen anderen, der auch näher zum Waschhaus liegt. Wie sie später mitteilten, handelte es sich um eine gute Wahl.

Kurz vor dem Abendessen erscheint noch eine größere Herrentruppe, wohl eine Gesangstruppe, die die Holzhäuser im Garten bezieht. Unsere anfänglichen Befürchtungen, dass es dadurch laut am Abend werden könnte, bestätigen sich nicht. Nur gegen fünf Uhr morgens, als sie von ihrer Veranstaltung zurückkehrten, waren sie kurz zu hören. Interessanterweise waren sie aber auch um acht Uhr morgens mit uns schon wieder hoch.

Für uns ging es dann diesem leicht bewölkten Tag weiter in Richtung Westen. Nach einem kurzen Stück auf der Autobahn 9 folgen wir der Bundesstraße 320 bis nach Radstadt. Auf dem Weg dorthin stellen wir fest, wie schwankend die Kraftstoffpreise in Österreich sind. Sie differieren zeitweise um bis zu 7 Eurocent.

Kurz vor Radtstadt ließ freundlicherweise der Regen etwas nach, so dass wir uns trockenen Fußes auf die Stadtbesichtigung machen konnten. Die Kleinstadt war schnell erkundet und hatte lediglich einen interessanten Marktplatz und die alte Stadtbefestigung zu bieten. Nach knapp einer Stunde waren wir wieder am Mobil und machten uns auf den Weg nach Altenmarkt. Hier wollten wir uns nach einer Ferienwohnung für den Skiurlaub umsehen. Leider mussten wir feststellen, dass die Zimmervermittlung bereits geschlossen hatte. Es blieb also dabei einige Unterkunftsprospekte mitzunehmen.

Weiter ging es nun in die Region um Zell am See. Hier wollten wir die Tagestour beenden. Den Campingplatz suchten wir während der Fahrt und entschieden uns, erst einmal unser Glück auf dem Campingplatz Mühle-Camping in Kaprun zu versuchen. Die Anfahrt gestaltete sich auf Grund diverser Straßensperren rund um Bruck etwas schwierig. Grund war ein Triathlon, der hier stattfand. Wir wurden über Feld- und Wiesenstraßen in Richtung Kaprun geführt. Die Breite der Straße ließ Begegnungsverkehr nicht zu. Zu allem Überfluss kamen wir auch noch an eine Brücke mit einer Gewichtbegrenzung von 2,8 t. Die ließen wir einfach mal außer Acht.

Am Campingplatz angekommen überraschten uns die riesigen sanitären Anlagen. Die Buchung des Platzes nahmen wir im nahen Gasthof Mühle vor. Danach relaxten wir etwas und bauten erstmals die Sat-Anlage auf. Das Einrichten der Satelittenantenne gestaltete sich diesmal nicht ganz so schwierig, so dass wir den Abend bei Fernsehen im Wohnmobil verbrachten.

Für den nächsten Tag war schönes Wetter angesagt und wir beschlossen noch einmal eine Wandertour zu machen. Mit einer Wanderkarte versorgte uns der Gasthof und wir starteten am nächsten Morgen gegen 10.00 Uhr in Richtung Maiskogl.

Nach einem kurzen Stück auf der Straße ging es unmittelbar oberhalb unseres Campingplatzes auf einem schmalen Weg zwischen Feldern entlang bis wir letztlich an den Liftstationen auf dem Schaufelberg heraus kamen.

Hier folgten wir dem weiteren Weg durch den Wald, der uns in leichten Serpentinen fast senkrecht den Hang hinauf führte.

Immer wieder kamen wir an Stellen, wo wir eine Bank zum Rasten fanden und eine herrliche Aussicht auf das Tal hatten. Die Zeit zur Rast nahmen wir uns auch, insbesondere da wir langsam auch an Kraft verloren. Unmittelbar unterhalb der Maiskoglalm zeigte dann auch Sönke erstmals konditionelle Schwächen. Eine längere Pause war die Folge. Danach folgte der Weg der Liftführung der Almbahn. Da Sönke immer noch etwas schwächelte, fielen Elli und er zurück und ich machte mich auf die letzten Meter und bestellte uns schon einmal Getränke.

An der Maiskoglalm wieder vereint gab es erst einmal eine Stärkung. Während Elli und ich zunächst mit Getränken vorliebnahmen, gönnte sich Sönke einen Germknödel. Danach wechselten wir auf die andere Seite der Bergstation, um den Ausblick in Richtung Großglockner zu genießen. Hier gönnten sich dann auch Elli und ich uns einen Mittagssnack, der allerdings aus selbstgeschmierten Brötchen bestand. Der Weg dorthin führte uns durch den Kleinzoo, der an der Bergstation unterhalten wurde. Neben allen möglichen Gefiedertieren, gab es Zwergschweine und Esel, die frei zwischen den Wanderern herumliefen.

Für den Weg hinunter hatten wir die Versorgungsstraße gewählt. Auch die war steil genug, um uns unsere Knie wieder in Erinnerung zu rufen. Interessant an dieser Strecke war, neben dem Ausblick, die Tatsache, dass wir diese Wege schon auf Skiern bewältigt hatten. Im letzteren Fall kamen uns die Gefälle aber nicht so steil vor.

Mit Erreichen der Schaufelbergstraße wählten wir diese für den weiteren Abstieg. Wir wollten noch einen Supermarkt aufsuchen, um die letzten Notwendigkeiten einzukaufen. Oberhalb von Unteraigen trafen wir dann auf die neue Sommerrodelbahn und gingen eine Zeitlang querfeldein an dieser entlang. Das war allerdings bereits nach einigen hundert Metern zu anstrengend und wir nutzten die nächste Möglichkeit, um auf die Straße zu gelangen. Oberhalb eines Billa nutzten wir einen kleinen Fußweg, um auf direktem Weg zu diesem zu gelangen. Wir betraten die herrlich klimatisierten Räume und wollten eigentlich nicht wieder raus.

Nach diesem erfrischenden Aufenthalt war es nur noch ein kurzer Fußmarsch zum Campingplatz. Hier spannten wir erst einmal in der Sonne aus, bevor es gegen 17.00 Uhr zum Duschen ging. Danach machten wir uns auf die Suche nach einem geeigneten Lokal für das Abendessen. Nachdem wir einige abgeklappert hatten, kamen wir wieder zum Gasthof Mühle, für den wir uns dann letztlich entschieden. Die Wahl war auch gut, da das Essen gut war und das Preis-Leistungs-Verhältnis auch stimmte.

Für den nächsten Tag war wieder ein Reisetag eingeplant. Wir wollten nach München fahren und fuhren über die B 168 und B 161 in Richtung Deutschland. Auf der B 178, kurz vor Ellmau, stockte dann der Verkehr. Hier war man noch mit Aufräumarbeiten auf Grund eines Sturmes beschäftigt, der zwei Tagen zuvor durchs Tal gezogen war. Nachdem dieser Engpass passiert war, ging es bei Kufstein auf die A 12 und im weiteren Verlauf folgten wir der A 93 in Richtung Inntaldreieck. Von hier ging es problemlos über die A 8 in Richtung München.

Auf dem Münchner Ring folgten wir dem Navi in Richtung Stellplatz an der Allianz-Arena. Nach einer Ehrenrunde, da wir die Parkplatzzufahrt verpasst hatten, stellten wir unser Wohnmobil zwischen den ganzen Pkws ab. Bereits beim ersten Aussteigen schlug uns der Geruch der Sanitäranlagen entgegen. Zwar war Strom vorhanden, aber der erste Eindruck tat sein übrigens, um einen Aufenthalt zu vermeiden. Zudem war auf Grund einer Bombenräumung in Schwabing nicht sicher, dass wir mit den öffentlichen Verkehrsmitteln in die Stadt gelangen.

Wir beschlossen es kurzerhand bei einer Besichtigung der Arena zu belassen und verließen den Parkplatz innerhalb der 45-minütigen Karenzzeit, so dass es für uns kostenfrei war.

Wir folgten dann der A 9 in Richtung Nürnberg. Elli machte sich auf die Suche nach einer möglichen Unterkunft. Da dies allerdings nur als zusätzliche Übernachtung angesehen wurde, verzichteten wir zunächst darauf  und wollten es nur in Anspruch nehmen, wenn es zu spät wurde. Ansonsten sollte es nach Hause gehen. Unmittelbar vor der Raststätte Fürholzen staute sich dann der Verkehr. Wir wählten den mittleren Fahrstreifen und mussten unmittelbar danach eine Rettungsgasse bilden, da sich mehrere Rettungsfahrzeuge von hinten näherten. Einige Kraftfahrer nutzten dies, um sich in den Windschatten der Fahrzeuge zu hängen und so an allen vorbei zu fahren. Letztlich brachte es ihnen nichts, da wir auf der mittleren Fahrspur derart zügig vorankamen, dass wir wieder an ihnen vorbei fuhren. Der Stau hatte eine Länge von circa 10 Kilometern und kostete uns etwa eine halbe Stunde Zeitverzögerung. Danach ging es allerdings staufrei weiter. Allerdings war es mittlerweile früher Nachmittag, so dass wir von einer Rast zum Mittagessen in Denkendorf Abstand nahmen.

Das nächste Missgeschick ereilte uns auf der BAB 3 in Höhe Kreuz Fürth. Ich weiß nicht warum, aber entgegen unserer Routenplanung bogen wir auf die BAB 73 ab. Letztlich war es die angenehmere Strecke, da der Verkehr nicht so dicht war, aber in Anbetracht der Tatsache, dass wir tanken und essen wollten, war es sicherlich die falsche Wahl. Auch bei einem kurzen Abstecher über die BAB 71 war nichts Entsprechendes zu finden. Letztlich fuhren wir in Hammelburg von der BAB 7 ab, da dies die letzte Möglichkeit schien. Mit leerem Tank fuhren wir an die einzige geöffnete Tankstelle im Zentrum von Hammelburg. Nachdem der Tank gefüllt war, wollten wir unseren Hunger stillen. Dies war allerdings nicht so einfach. Nach einigem hin und her finden wir eine Sportgaststätte in Elfershausen, wo wir etwas bekommen.

So gestärkt, geht es wieder zurück auf die Autobahn. Für die letzte Strecke von etwa 300 Kilometern benötigen wir etwa drei Stunden und sind kurz nach 22.00 Uhr endlich zu Hause. Insgesamt legten wir in diesem Urlaub etwa 4650 Kilometer zurück, waren aber auch froh wieder zu Hause zu sein.

Männertour an der Müritz

Müritz 2012

(20.07.2012 – 25.07.2012)

Die Schulferien standen vor der Tür und ich hatte noch Resturlaub, den ich nehmen musste, sodass ich mit Sönke übereinkam, dass wir beide allein mit dem Wohnmobil eine Tour machen wollten. Dies wurde durch Elli unterstützt, die in dem fraglichen Zeitraum einen Lehrgang hatte, der auswärts stattfand.

Während Sönke in der Schule war, um sein Zeugnis in Empfang zu nehmen, packte ich das Wohnmobil. Als er dann gegen 11.00 Uhr nach Hause kam, warfen wir einen Blick auf das gute Zeugnis, bevor es mit dem Wohnmobil in Richtung BAB 2 losging. Unser erstes Ziel war Lenz am Plauer See. Am Vortag hatte ich bereits einmal sicherheitshalber auf dem Stellplatz angerufen un die freien Kapazitäten erfragt.

Die Fahrt über die Autobahn verlief ereignislos. Bis Wolfsburg ging es so weiter, bevor wir auf der Bundesstra0e 248 weiter in Richtung Mecklenburgische Seenplatte fuhren. In Salzwedel machte wir dann eine Mittagsrast am dortigen McDonalds bevor es über Wittenberge und Pritzwalk bis zur BAB 19 weiter ging. Hier noch ein kurzes Stück Autobahn bis zur Abfahrt Waren und dann nur noch über die Lenzer Straße nach Lenz. Die Zufahrt zum Stellplatz am Lenzer Hafen war schnell gefunden. Nachdem wir uns in der Gaststätte angemeldet hatten, richteten wir uns auf dem zugewiesenen Stellplatz ein – vielmehr richtete Sönke uns ein und ich genoss die freie Zeit. Danach gab es ein gemeinsames Getränk auf der Außenterrasse am Kanal.

Da es erst 16.00 Uhr war, machten wir erst einmal einen gemeinsamen Spaziergang durch Lenz. da dieser Ort nicht sehr groß ist, fiel der Spaziergang auch nicht sehr lang aus. Die meiste Zeit davon verbrachten wir am Ufer des Plauer See. Danach ging es zum Wohnmobil zurück. Während Sönke seinen Computer aufbaute, versuchte ich mich am Einstellen der Sat-Anlage. Dies misslang jedoch erneut, da mir das analoge Signal zum händischen Ausrichten der Antenne nicht mehr zur Verfügung stand. Sönke versuchte dann noch kurz über DVBT Fernsehempfang zu erhalten. Als jedoch auch dies misslang, machten wir uns ans Abendessen.

Da uns kein Fernsehempfang zur Verfügung stand, verbrachten wir die Zeit mit lesen und Computer spielen. Gegen 22.00 Uhr kam es dann zum Sonnenuntergang und wir gingen noch einmal ans Seeufer, um diesen zu genießen. Der Sonnenuntergang war auch klasse, nur das Wetter nicht. Dadurch dass es sehr windig war und die Sonne nunmehr keine Wärme mehr abgab, war es schlagartig kalt geworden. Als wir am Wohnmobil zurück waren, zogen wir uns dann auch gleich zurück.

Geweckt wurde ich am nächsten Morgen durch eine Toyota-Fahrerin, die abreiste. Sie scheiterte an der Schrankenanlage des Geländes. Die Betreiberin versuchte sie zum Parkscheinautomaten zu dirigieren. Dies scheiterte, sodass sie letztlich gegen die Schranke fuhr, bis diese an ihrer Frontscheibe sichtbar war. Danach holte ich erst einmal Brötchen. Nach dem Frühstück packten wir ein und fuhren gegen 09.00 Uhr bereits weiter. Unser heutiges Ziel war Waren / Müritz. Von den vorherigen Besuchen kannten wir noch den Stellplatz in Innenstadtnähe. Auf der Anfahrt fuhren wir am Ortseingang von Waren erst einmal einen Baumarkt an, da ich am Tag zuvor festgestellt hatte, dass wir eine geleerte Gasflasche bisher nicht aufgefüllt hatten. Gleichzeitig erwarb ich ein paar Kleinteile mit denen ich die Kontakte der Beleuchtung an den Garagentüren justieren konnte.

Vom Baumarkt ging es einmal durch die Stadt zum Stellplatz Blumen und Parken in der Mecklenburger Straße in Waren. Wir richteten uns ein und wieder einmal versuchte ich es mit dem digitalen Sat-Empfang. Diesmal klappte es auf Anhieb. Ich konnte es mir nicht erklären, freute mich aber darüber. Im Anschluss bummelten wir erst einmal durch die Stadt Waren und starteten unsere Tour am Hafen. Von dort aus ging es zum Marktplatz und durch die Fußgängerzone. Am Marktplatz machten wir die erste Pause und Sönke gönnte sich erst einmal ein Eis.

Unterwegs besichtigten wir einige Orte in der Altstadt von Waren und kauften noch Fahrradkarten, damit wir die geplanten Touren vernünftig absolvieren konnten.

Bereits um 13.00 Uhr waren wir zurück am Stellplatz. Um den weiteren Tag sinnvoll zu nutzen, machten wir unsere erste Fahrradtour. Es ging in den Müritz-Nationalpark vor den Toren von Waren. Nach einer kurzen Strecke durch die Stadt folgten wir dem Fahrradweg am Ufer entlang bis zum Aussichtpunkt Schnakenburg. Während ich auf die Fahrräder aufpasste, gönnte sich Sönke den Ausblick und machte ein paar Fotos.

Danach ging es in Richtung Moorlandschaft weiter. Wir folgten dem Radweg am Moor und dem Warmker See entlang. Danach wollten wir eigentlich zum Müritzhof, folgten aber der Beschilderung zum Schwarzenhof und wunderten uns zunächst nur über die Entfernungsangabe. Erst als wir uns von unserem eigentlichen Ziel immer weiter entfernten, bemerkten wir, dass wir uns verfahren hatten und fuhren an die Abzweigung zurück. Von dort aus wählten wir dann die richtige Strecke und waren nach knapp drei Kilometern am Müritzhof mit seinem Gastronomiebetrieb.

Nachdem wir die Fahrräder abgestellt hatten, gönnten wir uns ein Getränk. Essen musste Sönke nicht mehr, dass hatte er schon in Waren erledigt. Von unserem Platz aus bekamen wir auch die Streitigkeiten der einzelnen Gäste um Essensbestellungen und das damit verbundene Schlangestehen mit. Sehr lustig und ein klasse Zeitvertreib.

Nach dem Getränk ging es dann auf dem kürzesten Weg durch den Müritz-Nationalpark zurück zum Stellplatz. Dort angekommen relaxten wir erst einmal in der Sonne, bevor es dann zum Duschen ging. Während Sönke den weiteren Nachmittag natürlich mit seinem Computer verbrachte, hatte ich viel Zeit zum Lesen.

Gegen 17.30 Uhr machten wir uns dann erneut auf den Weg ins Stadtzentrum, um etwas zu Abend zu essen. Wir hatten uns ein chinesisches Restaurant ausgewählt und wählten einen Tisch drinnen, obwohl wir auch auf der Außenterrasse hätten sitzen können. Der Chinese bot ein Buffet für 7,90 € an, das ich dann auch gleich wählte, während Sönke etwas aus der Karte bestellte. Während unserer Anwesenheit füllte sich das Restaurant langsam, bis es schließlich bis auf den letzten Platz gefüllt war und bereits Gäste abgewiesen werden mussten. Das Buffet war in Ordnung. Problematisch stellte sich nur dar, dass einige der Meinung waren, es wäre das letzte Essen, was sie sich auf den Teller schaufeln könnten. Mir war es egal und ich genoss das Essen. Nach gut eineinhalb Stunden hatten auch wir genug und gingen zum Wohnmobil zurück, wo wir den Abend mit der Jackass-Show Joko & Klaas verbrachten.

Am nächsten Morgen schliefen wir etwas länger und ich stand gegen 09.00 Uhr auf, um dann erst einmal Brötchen zu holen. Danach weckte ich Sönke und wir frühstückten. Bereits um 10.30 Uhr machten wir uns erneut mit dem Fahrrad auf den Weg. Diesmal hatten wir das Wisentgehege bei Damerow als Etappenziel ausgewählt. Wieder ging es zunächst am Seeufer entlang. Auf Höhe des Campingplatzes Kamerun bogen wir dann ab und fuhren durch Eldenholz. Unmittelbar nach der dortigen Europäischen Akademie ist die Strecke ausschließlich Fahrradfahrern vorbehalten. Am Wisentgehege angekommen machten wir erst einmal eine Getränkepause.

Da das Wisentgehege an das in Springe bei weitem nicht heran kam, schenkten wir uns eine Besichtigung und machten uns auf den Rückweg. Zunächst war angedacht eine Alternativroute zurück zu nehmen. Da der Radweg aber so vorzüglich ausgebaut war, entschieden wir uns, ihn erneut zu nutzen. In Waren zurück bummelten wir noch etwas durch die Fußgängerzone, bevor wir am Marktplatz zum Abschluss ein Getränk nahmen.

Es folgte eine erneute Relaxphase am Wohnmobil, bevor es gegen 16.00 Uhr noch einmal zu einem Bummel in die Stadt ging. Diesmal bummelten wir um das Hafenbecken herum und gönnten uns im „Schnitzelkönig“ ein Eis. Um 18.00 Uhr ging es dann zum Essen in eine Pizzeria am Hafen. Danach verbrachten wir den restlichen Abend am Wohnmobil.

Am nächsten Morgen holte dann Sönke erstmals Brötchen und er meinte es gut mit uns. Insgesamt vier Zwillingsbrötchen, die acht normalen Brötchen entsprachen, kaufte er zum Frühstück ein. Damit hatten wir eindeutig den gesamten Tagesbedarf gedeckt. Nachdem wir gepackt hatten, nutzten wir noch die Entsorgung und Sönke zahlte, bevor es erneut in Richtung Einkaufsviertel ging und wir beim nahen Aldi für unser Abendessen einkauften. Danach ging es weiter in Richtung Rögel, unserem nächsten Etappenziel. Gegen 11.00 Uhr kamen wir im Bereich des Campingplatzes an. Nachdem wir zweimal an der Einfahrt des Campingplatzes vorbeigefahren waren, checkten wir auf dem Campingplatz Pappelbucht ein. Der Preis für den Campingplatz lag in der Hauptsaison bei 16,50 € und damit nur unwesentlich teurer als der Stellplatz.

Nachdem wir uns eingerichtet hatten, legte sich Sönke erst einmal in die Sonne, während ich las. Gegen 14.30 Uhr rafften wir uns auf und fuhren mit dem Fahrrad die knapp 1,5 Kilometer nach Röbel.

Hier fuhren wir die wesentlichen Sehenswürdigkeiten ab.

Nach einem kurzen Aufenthalt am Marktplatz ging es zum Hafen zurück, wo wir ein Mitbringsel für Ellen kauften und Sönke sich wieder einmal ein Eis gönnte. Zurück am Campingplatz beschlossen wir dann, das nahe Freibad zu nutzen, da der Eintritt dort für uns kostenlos war. Das schön gestaltete Freibad lag direkt am Seeufer und wir konnten im See baden. Das war sehr erfrischend, auch wenn die 18 Grad Wassertemperatur nicht zu einem langen Aufenthalt einluden. Nachdem wir uns in der Sonne wieder aufgewärmt hatten, ging es zum Wohnmobil zurück. Dort angekommen spielten wir erst einmal eine Runde Siedler, wobei mich Sönke regelrecht abzog. Ich hatte nicht die geringste Chance auf einen Sieg.

Nach unserem überaus gesunden Abendessen, Salat und Brötchen, verbrachten wir dann den Abend wie üblich. Ich blieb diesmal jedoch draußen sitzen, da der Abend mittlerweile so lau war, das er es zuließ.

Für den nächsten Tag hatten wir uns wieder eine Fahrradtour vorgenommen. Bereits um 09.30 Uhr ging es nach dem Frühstück mit dem Fahrrad los. Zunächst fuhren wir wieder nach Röbel. Von hier aus ging es dann über den Radweg um den Binnensee Großer Wünnow herum und durch das Naturschutzgebiet nach Zähnerlank. Hier schwenkten wir vom Ufer ab und fuhren in Richtung des Gutsherrenortes Ludorf. Nach einem kurzen Fotostopp an der Ludorfer Oktogonkirche, die Backsteinkirche mit ihrem achteckigen Grundriss,

ging es zum Seeufer. Nachdem wir dort eine kurze Rast eingelegt hatten, machten wir uns auf den Rückweg. Unmittelbar vor Ludorf machten wir noch einen kurzen Abstecher zur Slawenburg Morin, die hier frei zugänglich ist.

Von Ludorf an fuhren wir dann die Landstraße nach Röbel zurück. Entgegen unserer Karte befand sich jedoch kein Radweg an der Strecke und wir mussten auf der Fahrbahn fahren. Sönke legte auf den knapp 5 Kilometern eine gute Geschwindigkeit vor. Selten waren wir unter 35 km/h unterwegs. In Röbel legten wir dann am Hafen eine Pause ein und gönnten uns einen Aufenthalt auf dem Bistroschiff, das am Hafenkai vertäut liegt.

Nach unserer Rückkehr zum Campingplatz ging es erneut ins Freibad. Da die Wassertemperatur sich nicht erhöht hatte, war auch dieser Aufenthalt erfrischend aber kurz. Um den Nachmittag rum zu bekommen, gönnten wir uns eine neuerliche Partie Siedler. diesmal gewann ich und mir wurde prompt von meinem kleinen Trotzkopf als Gegner Unfairness unterstellt. Irgendwie wurde hier meines Erachtens nach mit zweierlei Maß gemessen.

Wieder gönnten wir uns ein karges Abendessen am Wohnmobil, das wir im freien zu uns nehmen konnten. Danach wusch Sönke das Geschirr ab und ich genoss den lauen Sommerabend. Während sich Sönke erneut früh ins Wohnmobil zurückzog, bleib ich draußen. Allerdings wurde dieser Aufenthalt auch recht früh beendet, da erstmals Mücken zum Problem wurden.

Für den nächsten Tag hatten wir uns nach dem Frühstück für eine Weiterfahrt entschieden. Wittenberge an der Elbe war unser Ziel. Da es aber immer heißer wurde und wir weder zu einer Stadtbesichtigung noch zu einer Fahrradtour Lust verspürten, strichen wir diese Etappe und fuhren lieber in Richtung Heimat, wo wir gegen 14.30 Uhr ankamen. Sönke half noch kurz beim Entladen des Wohnmobils, bevor er sich zu einem Freund aufmachte.

Was für eine Odyssee – Istrien, Ungarn, Österreich und Spreewald

Kroatien

(06.07.2011 – 25.07.2011)

Wie jedes Jahr mussten wir uns bereits im Vorfeld mit der Frage beschäftigen, wo es hingehen sollte. Da es wohl das letzte Mal war, dass wir gemeinsam mit Cathrin, Swen und Tom eine Urlaubszeit hatten, entschieden wir uns wieder einmal für Kroatien. Diesmal sollte es zuerst auf dem Campingplatz Valalta gehen, bevor wir dann im Anschluss eine Rundreise machen.

Am Tag der Zeugnisvergabe ging es los. Da wir diesmal fest eingeplant hatten durchzufahren, fuhren wir erst gegen 18.00 Uhr in Harsum los. Da immer noch die Großbaustelle zwischen Derneburg und Bockenem war, wählten wir die Strecke über die B 243 bis nach Rhüden. Hier tankten wir voll und führen über die BAB 7 in Richtung Süden. Nachdem wir ab Nürnberg auf der BAB 9 weiterfuhren, stellte ich fest, dass der Kraftstoffverbrauch unseres Wohnmobils sich erhöht hatte und wir bereits in Lenting, nach nicht einmal 500 Kilometern, erneut volltanken mussten. Meines Erachtens sind dafür die neuen Reifen der Marke Continental dafür verantwortlich. Die Firma Continental, die ich später dazu kontaktierte, wies natürlich alles zurück.

Nachdem wir mitten in der Nacht an München vorbei waren, ging es über die österreichischen Autobahnen entspannt in Richtung Karawankentunnel. Auch hier gab es, wie zuvor schon an Tauern- und Katschbergtunnel, keine nennenswerten Wartezeiten und kurz vor Sonnenaufgang waren wir bereits an Ljubljana vorbei. Wir folgten der Autobahn bis Koper und passierten im morgendlichen Berufsverkehr die Grenze. Die Streckenführung im Anschluss an die Grenze hatte sich bereits wieder verändert, sodass der Navi wieder einmal sinnlos war und wir uns auf unsere Augen und unser Gefühl verlassen mussten.

Gegen 08.15 Uhr trafen wir dann am Campingplatz ein. Nach dem Quick-Checkinn ging es erst einmal auf Stellplatzsuche. In unserem alten Gebiet wurden wir nicht fündig, sodass wir unterhalb des Waschhauses 9 einen Stellplatz wählten. Zunächst überlegten wir noch, zu einem späteren Zeitpunkt wieder umzuziehen, verwarfen diesen Gedanken später aber wieder, da wir nicht geplant hatten, so lange zu verbleiben.

Nachdem wir uns eingerichtet hatten, erfolgte erst einmal für Sönke die Bescherung, da er am heutigen Tag Geburtstag hatte und diesen wieder einmal im Sommerurlaub auf dem Campingplatz feiern musste. Er hatte sich zum Abendessen einen Besuch in de Saline gewünscht. Diesem Wunsch kamen wir gerne nach, da wir auch keine rechte Lust hatten, noch großartig durch die Gegend zu gondeln.

Den nächsten Tag verbrachten wir mit relaxen und richteten uns weiter auf unserem Platz ein, da nunmehr die Entscheidung für den Stellplatz endgültig war. Wir konnten aufs Meer schauen und, was in Anbetracht der herrschenden Temperaturen viel wichtiger war, wir hatten Schatten auf dem Platz. Abends ging es dann in die Stadt. Den Linienbus wollten wir nicht nutzen, um unabhängig zu bleiben, sodass wir mit dem Fahrrad fuhren. Nach einem kurzen Bummel durch die uns zur Genüge bekannte Stadt, ging es in die Pizzeria Leone zum Abendessen. Zunächst mussten wir auf einen Platz warten. Als wir dann aber einen ergattert hatten, wurden wir wie immer freundlich bedient. Danach ging es noch ein Eis essen und dann mit dem Fahrrad zurück zum Platz. Dort angekommen, waren wir komplett durchgeschwitzt, da es nicht wirklich kühler geworden war, und gingen uns erst einmal kalt abduschen.

Der nächste Tag war der Anreisetag von Cathrin, Swen und Tom. Bisher hatten sie noch nicht genau gesagt, wann sie eintreffen würden, sodass ich mir beim Gang zum Bäcker darüber auch noch keine großen Gedanken machte. Hier sah ich dann aber Swen und Tom in der Schlange stehen. Nach einem kurzen Plausch, beschlossen wir, dass die drei erst einmal ankommen und wir uns ja dann treffen könnten. Tom hielt diese Vereinbarung nicht ganz ein. Bereits unmittelbar nach dem Frühstück steht er neben uns und holt Sönke ab. Das Abendessen nahmen wir dann im Stancija zu uns und verbrachten den Abend in der Pizzeria auf dem Platz, wo wir uns die Viertelfinalspiele der Frauen-Fifa-WM anschauten.

Den nächsten Tag verbrachten wir wieder mit der üblichen Entspannung am Platz. Diesmal war der Erholungswert umso höher, da rund um uns herum der An- und Abreisestress herrschte. Meine Aktivitäten während des Urlaubs waren eh eingeschränkt, da ich mir wenige Tage vor dem Urlaub die Strecksehne im kleinen Finger der rechten Hand gerissen hatte und nun eine Stack’sche Schiene tragen musste. Den Abend verbrachten wir dann zusammen mit Jungnickel’s und gingen erst einmal in der Snack Bar I zum Abendessen. Bevor es soweit war kam noch einmal kurz Hektik auf. Ich wollte Geld abheben und wurde wegen ‚fehlender Liquidation‘ abgewiesen. Trotzdem ging es erst einmal zum Essen. Danach ging es zu den Volleyballplätzen, wo wir Männer eine Runde Beachvolleyball spielten, bevor wir uns noch einge Cocktails gönnten. Auf dem Rückweg kaufte ich noch ein WLAN-Ticket und schaute erst einmal auf dem Konto nach, da mich der abgebrochene Kartenvorgang nicht in Ruhe ließ. Da war dann aber doch alles in Ordnung und wir schoben es auf den Automaten.

Am nächsten Tag wurde es dann noch heißer. Lediglich am Platz mit dem Schatten der Bäume war es noch auszuhalten. Wie wäre es jetzt wohl auf unserem alten Platz ohne Schatten gewesen. Wir wollten es uns gar nicht ausmalen. Das Wasser war auch keine wirkliche Erleichterung, da es mittlerweile Badewassertemperatur hatte.

Am Abend dann ging es mit Jungnickel’s in die Stadt. Die Parkplatzsuche gestaltete sich etwas abenteuerlich, da kostenlose Parkplätze mittlerweile rar waren. Nach einem kurzen Bummel durch die Stadt ging es erst einmal zum Essen in die Pizzeria Leone. Nach einer kurzen Wartezeit und etwas Eigeninitiative haben wir auch eine gute Sitzgelegenheit ergattert. Zu unserer Freude verrät uns die Bedienung, die uns mittlerweile gut zu kennen scheint, den Netzwerkschlüssel des Lokals, sodass wir kostenfrei ins WLAN können.

Nach dem Essen wollen wir noch etwas durch die Altstadt bummeln. Sönke kauft sich noch ein Graffiti-T-Shirt, das er kurze Zeit später auch sichtlich gerne trägt. An einem der Lokale in der Altstadt, die an der Felsenküste liegen, machen wir dann halt und gönnen uns einen Cocktail.

Auf dem Platz neben uns sind vier ausgelassene Engländerinnen, die wohl mit dem Schiff hier sind. Schnell tauscht man sich aus und hilft sich gegenseitig bei den Gruppenfotos mit Wiedererkennungswert. Auf der Rückfahrt nach Valalta fängt es leicht an zu regnen. Elli hat gleich Panik, da die Dachfenster offen stehen und sie annimmt, dass wieder ein Gewitter wie in den Vorjahren im Anzug ist. Alle Versuche sie zu beruhigen scheitern. Trotzdem ist ihre aufkommende Panik grundlos. Nach ein paar Tropfen ist alles vorbei.

Der nächste Tag fing für mich mit einer Einkaufstour an. Da ich ja eh mit meiner Verletzung gehandicapt war, durfte ich mit Swen und Cathrin und deren Bekannten in einem Konzum-Markt in Rovinj einkaufen. Für mich war der Gang durch den Markt schnell beendet, da wir außer Getränke nicht viel brauchten und die waren schnell gefunden. Danach verließ ich den gekühlten Markt und wartete in der heißen Luft auf dem Parkplatz. Hier stellte ich fest, dass Swens Pkw nicht richtig verschlossen war, da die Mitfahrerin die Tür erst nach der Verriegelung zugeworfen hatte. So konnte ich das Fahrzeug komplett öffnen, was später zu einigem Staunen führte, und meine Einkäufe bereits einladen.

Zurück am Platz musste ich erst einmal richtig ausspannen von der Hektik des Vormittags. Erstmals fiel mir die Möwe auf, die ihr eigenes Spiegelbild auf dem Pkw der Stellplatznachbarn bekämpfte.

Abends ging es dann gemeinsam mit dem Fahrrad ins Kazun zum Abendessen. Wir waren bewusst etwas früher gefahren, mussten aber trotzdem am Eingang auf einen Sitzplatz warten. Nach etwa einer halben Stunde hatten wir dann einen Platz ergattert und gönnten uns wieder ein vorzügliches Abendessen mit reichhaltigen Portionen. Von dem daraus resultierenden Völlegefühl hatten wir auch alle die ganze Nacht etwas.

Der nächste Tag wurde noch heißer. Besonders im Steinbruch, wo wir uns zum Kaffee trafen, war es kaum noch zu ertragen. Mittags gönnten wir uns nur noch einen Salat und verzichteten auf jegliche alkoholischen Getränke. Im Wohnmobil lief der Ventilator mittlerweile auf höchster Stufe durch, damit man sich abends überhaupt da drin aufhalten konnte. Diesen Abend verzichteten wir auf jegliche Ausflüge und verbrachten einen Abend im Familienkreis am Wohnmobil. Zunächst grillten wir Cevapcici, die wir im Supermarkt gekauft hatten. Später kamen wir mt unseren Platznachbarn aus Koblenz ins Gespräch, die waren gerade aus dem Süden Kroatiens hoch gekommen und relaxten noch ein paar Tage, bevor es für sie nach Hause ging. Während wir so dasaßen und Geschichten erzählten, zauberte Frau Nachbarin selbstgebrannten Feigenschnaps, von dem wir uns einige Gläser gönnten.

Der nächste Tag war dann wieder sehr heiß. Sönke und Tom nahmen am Vormittag an einem Schachturnier teil. Sönke wurde Fünfter, Tom belegte den zweiten Platz. Abends ging es dann gemeinsam ins Stancija, den Sieg der beiden feiern. Danach ging es auf den Platz zurück und Elli, Sönke und ich kniffelten noch eine paar Runden. Nachdem Elli jedoch nicht zu schlagen war, ließen wir es sein und zogen uns zurück.

Am nächsten Morgen schien erst einmal Abkühlung in Sicht zu sein. Der Wind hatte merklich aufgefrischt und es waren erste Wolken am Himmel. Auf Grund des Windes gab es nun auch endlich Wellen und Sönke und Tom gönnten sich diesen Spaß in der Brandung den ganzen Vormittag über. Elli nutzt das frische Wetter, um das erste Mal zum Joggen zu gehen. Gegen 11.00 Uhr ist es dann wieder klar und der Wind ließ auch wieder nach. Die Folge ist, dass es sofort wieder richtig warm wurde.

Abends geht es dann noch einmal mit dem Fahrrad in die Stadt. Zum Abendessen gibt es Pizza in der Pizzeria Leone – diesmal ohne Kurzen zum Abschluss. Danach gönnen wir uns wieder einmal einen Cocktail in der Altstadt und ein Eis, bevor es dann um 22.30 Uhr zum Platz zurückgeht.

Es näherte sich der letzte Tag unseres Aufenthaltes. Wir hatten ihn als Putztag eingeplant und fingen bereits am Vormittag an Stück für Stück einzupacken. Es wird wieder unerträglich heiß, sodass das Packen keine angenehme Tätigkeit ist. Schnell geraten wir ins Schwitzen und müssen uns immer wieder zwischendurch abkühlen gehen. Da wir noch einige Tage unterwegs sein wollen, müssen wir mit Sinn und Verstand packen, damit wir an alles ran kommen. Das nimmt einige Zeit in Anspruch und führt auch einige Male dazu, dass alles wieder ausgeräumt wird. Letztlich schaffen wir es doch und nur noch das Notwendigste ist draußen, als am Nachmittag Cathrin erscheint und mitteilt, dass wir unsere gemeinsamen Pläne für den heutigen Tag ändern müssten, da Swen eine Bekannte ins Krankenhaus nach Rijeka gefahren hatte. Ihr Mann war dort nach einem Herzinfarkt auf dem Campingplatz eingeliefert worden.

Nachdem wir am Nachmittag noch etwas relaxt hatten, beschlossen wir in den frühen Abendstunden, als die Sonne nicht mehr so stark auf unseren Platz schien, unsere Markise zu reinigen. Zunächst versuchte ich vom Dach des Wohnmobils aus die getrockneten Blätter, die auf von den umstehenden Bäumen auf die Markise gefallen waren, herunterzufegen. So richtig gelang dies nicht, da sich die meisten Blätter in der Frontklappe verfingen. Also musste ein anderer Plan her. Kurz entschlossen schraubte ich die Frontklappe auseinander. Das gelang auch ganz gut, sodass wir mit einer gereinigten Markise den Rest der Reise antreten konnten.

Zum Abendessen ging es auf Sönkes Wunsch hin in die Snackbar I. Danach folgten noch ein paar Runden Kniffel am Platz, bei denen es mit einem Gleichstand zwischen mir und Elli endete, bevor es dann ins Bett ging, um den nächsten Tag ausgeruht angehen zu können.

Es folgte der Reisetag in Richtung Plitvice, das unser erstes Ziel auf unserer weiteren Tour war. Bereits um 09.50 Uhr kamen wir vom Platz aus los, nachdem wir uns von allen verabschiedet hatten. Wir kamen derart gut voran, das wir bereits gegen 14.30 Uhr am Nationalpark Plitvice waren. Die Fahrt dorthin war fast ereignislos verlaufen. Lediglich die Erkenntnis, dass der Reifendruck in Kroatien nur bis 5 Bar überprüft werden konnte, während wir 5,5 Bar benötigten, und dass man der Straßenbenennung nicht all zuviel Glauben schenken sollte, auch Landstraßen können Feldwege sein, hielt uns in Atem.

Auf Grund der frühen Ankunftszeit beschlossen wir den Parkbesuch im Nationalpark Plitvicka Jezera vorzuziehen und parkten auf einem nahen Parkplatz. Der Parkbesuch war wieder einmal imposant. Diesmal genossen wir ihn bei strahlendem Sonnenschein und heißem Wetter. Lediglich der Preis mit 10 € fürs Parken und 25 € Eintritt je Person war verdammt hoch. Darin enthalten war zwar die Bus- und Bootsfahrt im Park, aber sonst nichts.

 

Nachdem wir unsere Eindrücke im Park gesammelt hatten, ging es zum Campingplatz Korona in der Nähe des Parkes. Hier erwarteten uns keine Überraschungen, da wir den Platz ja von unserem ersten Besuch her kannten. Wir stellten uns auf eine große, parkplatzähnliche Fläche in der Mitte des Campingplatzes und richteten uns notdürftig häuslich ein.

Danach stellte sich uns die Wahl bezüglich des Abendessens. Alternativen waren ein Lokal außerhalb, die Gaststätte auf dem Platz oder gar selber kochen. In entspannter Atmosphäre diskutierten wir die unterschiedlichen Möglichkeiten und während ich die Angebote auf dem Platz einholen wollte, fand ich in der Nähe des Supermarktes einen Imbiss. Hier gab es, neben alkoholischen Getränken auch Burger, Hot Dogs, Pommes und halbe Hähnchen. Wir entschlossen uns dieses Angebot anzunehmen und gingen nach dem Duschen zum dem Selbstbedienungs-Snack. Während Sönke sich Hamburger gönnte, wählten Elli und ich die halben Hähnchen. Es war keine schlechte Wahl und vor allen Dingen günstig. So gestärkt ging es ins Wohnmobil zurück und zum ersten Mal wurde der Fernseher angestellt.

Am nächsten Tag folgte die Weiterfahrt nach Ljubljana, die größtenteils über die Landstraße stattfand. In Metlika geht es über die Grenze nach Slowenien, nachdem wir kurz vorher noch an einer nahen Tankstelle eine Rast gemacht hatten. Am Grenzübergang werden wir das erste Mal überhaupt herausgewunken. Es folgt allerdings nur die Frage, ob wir etwas zu verzollen haben. Nachdem wir das verneinen, dürfen wir auch schon weiterfahren. Ab Novo Mesto geht es über die Autobahn weiter. Elli hat mittlerweile einen Campingplatz ausfindig gemacht, den wir während einer Pause in den Navi eingegeben hatten. Der Campingplatz Ljubljana Resort liegt im Norden Ljubljanas, relativ nah zur Autobahn, sodass die Anfahrt stressfrei verlief.

Nachdem Elli uns angemeldet hatten, suchten wir uns einen ruhigen Stellplatz und, da es erst Mittag war, machten wir uns auf den Weg in die Stadt. Wir wählten den Bus als Verkehrsmittel. An der Bushaltestelle mussten ich allerdings erst einmal zurück zur Rezeption, um Busfahrkarten zu kaufen, den die konnte man nicht im Bus erwerben. Die Busfahrt in die Stadt durch die verschiedenen Stadtviertel allein war dann schon sehenswert. Direkt am Stadtzentrum konnten wir aussteigen und stärkten uns erst einmal bei McDonalds für den weiteren Tag. Bereits hier stellten wir fest, dass Slowenien nicht in allen Dingen günstig war. Ein Essen bei McDonalds erschien uns teurer als in Deutschland.

Von McDonalds aus ging es über die Fußgängerzone zum Tromostovje, einem Platz, von dem drei Brücken auf die gegenüberliegende Seite des Flusses führen.

Von hier aus hatte man einen herrlichen Blick auf die Festung und den Fluss Ljubljanica. Wir gingen durch die Altstadt und während Elli am östlichen Flussufer zurückging, in der Hoffnung ein Reisepräsent zu finden, wählten Sönke und ich das westliche Ufer.

Wieder am Tromostovje warteten wir auf Elli und genossen den Blick über die Prachtbauten am Platz. Gleichzeitig wurden wir Zeuge, wie eine Sitznachbarin eine Geldbörse fand, die ein Tourist augenscheinlich verloren hatte, als er vor uns auf der Bank saß.

Nachdem Elli wieder zu uns gestoßen war, ging es zurück zur Slovenska Cesta, da sich an dieser Straße die Bushaltestellen befanden. Bei einem Blick in den Stadtführer stellten wir fest, dass nicht weit entfernt Reste der alten römischen Befestigung, Rimski Zid genannt, befanden. Kurz entschlossen machten wir uns auf zu einer Besichtigung und stellten fest, dass diese geschichtsträchtigen Bauwerke hier keinerlei Beachtung fanden.

Danach ging es zur nahen Bushaltestelle und zurück zum Campingplatz, wo wir erst einmal duschten und uns danach ein ausgiebiges Abendessen vor dem Wohnmobil gönnten.

Am nächsten Tag sollte es nach Ungarn, dem eigentlichen Ziel unserer Tour weitergehen. Nachdem wir entsorgt hatten, folgten wir der A 1 bis Maribor durch eine Landschaft, die immer mehr an Österreich erinnerte. Von Maribor aus geht über die A 5 weiter in Richtung Ungarn. Auf Höhe der Ausfahrt Lendava entschließen wir uns noch kurz zum Einkaufen abzufahren und fahren einen nahen Hofer (Aldi) an, wo wir das Notdürftigste einkaufen. Danach geht es auf die Autobahn zurück und kurz vor der Grenze nach Ungarn, auf dem Rastplatz Pince, tanken wir auf und kaufen uns die Autobahnvignette für Ungarn.

Unmittelbar hinter Grenze, nachdem der ungarische Teil der Autobahn einspurig geworden ist, machen wir auf einem Parkplatz unsere Mittagspause.

Die am Parkplatz aufgestellten Hinweisschilder sind nicht gerade vertrauensbildend und veranlassen uns zügig weiterzufahren. Wir folgen der M 70 bis zur M 7 und fahren auf dieser in östliche Richtung weiter in Richtung Balaton. Auf Höhe Balatonkeresztür können wir das erste Mal einen Blick auf den Plattensee werfen. Es geht dann auf der Autobahn weiter und kurz vor der Ausfahrt Siofok machen wir noch einen kurzen Stopp, um den Navi endgültig zu programmieren, da Elli sich bezüglich des Campingplatzes schlüssig geworden war.

Die Fahrt durch Siofok zu dem Campingplatz weckte keinerlei Erinnerungen bei uns. Obwohl ich bereits zweimal in Siofok war und eigentlich über ein gutes Ortsgedächtnis verfüge, konnte ich mich an nichts erinnern. Der Campingplatz Balatontourist war schnell gefunden – Dank des Navi, ansonsten wäre es schwierig geworden. Entgegen aller üblichen Gepflogenheiten mussten wir uns diesmal zuerst einen Platz suchen und erst, wenn wir diesen vorweisen konnten, durften wir uns anmelden. Elli und Sönke machten sich auf die Suche und wurden in Ufernähe fündig. Die Plätze berechneten sich nach Größe und wir hatten einen guten und günstigen Platz gefunden. Wenigstens ein Lichtblick. Die Sanitäranlagen waren es jedenfalls nicht.

Nachdem wir alles erledigt hatten, ging es erst einmal zum Baden an den Balaton. Durch ein nahes Tor konnten wir das Campingplatzgelände verlassen und befanden uns direkt am Badestrand. Für Sönke war es wirklich ungewöhnlich, wie weit man herausgehen musste, bis man endlich schwimmen konnte. Elli und ich kannten dies ja bereits. Nachdem wir bei leicht bewölktem Wetter und 27 Grad Lufttemperatur (gefühlte 40 Grad ansteigend) so unsere Zeit verbrachten hatten, ging es dann in die spartanischen Wellblechduschen zum Duschen. Danach wollten wir eigentlich in die Stadt zum Essen aufbrechen und ich hatte bereits die Fahrräder abgeladen, als es zu regnen anfing. Es schien der erste Regentag seit langem zu sein, da unsere Zeltnachbarn lediglich ihr Innenzelt aufgebaut hatten und nun auf die Schnelle das wasserdichte Außenzelt aufbauten. Wir setzten uns derweil unter die Markise und warteten das Ende des sintflutartigen Regens ab. Als  der Regen nachließ, hatte auch unsere Lust zu einem Ausflug in die Stadt nachgelassen. Stattdessen bleiben wir am Wohnmobil und machten uns hier einen schönen Abend. Besonders genossen wir den Blick auf das Gewitter, das mittlerweile über dem Balaton wütete.

Am nächsten Morgen waren wir früh raus. Bereits um 07.00 Uhr machte ich mich zum Brötchen holen fertig, als es wieder anfing zu regnen. Bei strömenden Regen war ich unterwegs zum Supermarkt und musste dabei den seeähnlichen Pfützen auf dem Platz ausweichen. Am Supermarkt musste ich erst einmal warten, bis die Brötchen angeliefert wurden. Mit der Pünktlichkeit nahm man es nicht so genau, aber ist ja auch egal, war ja Urlaub.

Nachdem ich mit meinen Brötchen zurück am Platz war, hatte es etwas nachgelassen mit dem Regen, sodass ich die Gunst der Stunde nutzte und die Fahrräder wieder auf das Wohnmobil lud. Nach dem Frühstück, wir hatten uns mittlerweile entschlossen weiterzufahren, bauten wir den Rest ab. Mit dem Abbau des Stroms und der Markise war das ja nicht viel, aber da es im strömenden Regen erfolgte, war es nicht gerade schön. Beim Bezahlen des Platzes erwähnte die nette Dame von der Rezeption noch, dass sich das Wetter nun über mehrere Tage so halten soll und es auch in Budapest stark regnet.

Wir fuhren dann erst einmal auf die Autobahn M 7 in Richtung Budapest und machten kurz vor Szekesfehervar eine Pause, um die weitere Fahrtstrecke zu besprechen. Da Budapest bei Regen nicht wirklich Sinn für uns machte, beschlossen wir erst einmal in Richtung Österreich zu fahren und dann weiter zu sehen. Wir fuhren über die 81 in Richtung M 1. Die Fahrt war zeitintensiv und auf Grund des Regens auch anstrengend.

Erst kurz vor der M 1 besserte sich das Wetter etwas und die Sonne ließ sich ab und zu blicken. Leider reichte das nicht aus, um die Luft wieder richtig aufzuwärmen, sodass wir an einer Raststätte an der A 1 erst einmal halt machen und uns wärmere Klamotten und Schuhe anziehen. Gleichzeitig setze ich die ungarischen Forinth, die ich am Abend zuvor eintauscht hatte, um, indem ich die österreichische Vignette und Zigaretten kaufte.

In Nickelsdorf ging es dann über die Grenze nach Österreich. Unmittelbar danach folgte eine neuerliche Fahrtunterbrechung, da wir uns über das nächste Reiseziel einig werden mussten. Zur Auswahl stand eine Fahrt an den Neusiedler See oder noch einmal eine Städtetour nach Wien. da das Wetter immer noch unangenehm kühl und windig war, fiel unsere Wahl auf Wien. Diesmal sollte es aber der Campingplatz Neue Donau sein, auf dem wir unterkommen wollten. Schnell war der Navi programmiert und führte uns fast fehlerfrei dorthin. Bis heute konnten wir nicht klären, ob der eine Fehler auf Grund der Ignoranz des Fahrers oder einer falschen Anweisung des Navi entstand. Die Meinungen dazu gehen auseinander.

Auf jeden Fall fanden wir den Campingplatz letztendlich und konnten auch gleich einen Stellplatz suchen. Nachdem wir uns eingerichtet hatten, ging es gleich zu Fuß in Richtung U-Bahn-Station. Von hier aus nahmen wir die Linie U2 in die Stadt. Am Museumsquartier stiegen wir aus und durch die Hofburg zum Michaelerplatz.

Von dort aus folgten wir kleineren Gassen bis wir zur Besichtigung der Grabstätten der Habsburger kamen. Die ersparte ich mir und wartete vor der Tür, während Elli und Sönke etwa eine Stunde in dem Museum zubrachten.

Danach spazierten wir weiter in Richtung Fußgängerzone und bei sonnigem Wetter bis zum Stephansdom.

Nachdem wir diesen einmal umrundet hatten, ging es über die Wollzeile und Postgasse, die durch die typischen Wiener Hinterhäuser in Richtung Donauufer. Dem folgten wir bis zu Aspembrücken und überquerten dort die Donau. Danach ging es über die Praterstraße direkt zum Prater. Hier reichte uns diesmal eine Besichtigung von außen, sodass wir den Wiener Prater nicht weiter besuchten.

Nach einem Sonnenbad auf der Wiese unterhalb des Riesenrades ging es von der nahen U-Bahn-Station aus zurück zum Campingplatz. Dort angekommen nutzten wir das freie WLAN, um uns für unsere weiter Fahrt fit zu machen. Das Abendessen genossen wir im Wohnmobil. An ein Sitzen vor dem Mobil war auf Grund des Windes nicht zu denken.

Am nächsten Morgen ging es dann, nachdem wir noch schnell entsorgt hatten, früh weiter. Bereits um 05.30 Uhr hatte es zu regnen begonnen und bisher nicht nachgelassen. Nachdem wir noch schnell getankt hatten, die Großstadt Wien war da entsprechend günstig, fuhren über die verschiedenen Autobahnstrecken aus Wien heraus. Trotz des morgendlichen Berufsverkehrs kamen wir in keine nennenswerten Verkehrsstaus, sodass unsere Fahrt zügig voran ging. Über die A1 und A8 ging es an Linz vorbei zur BAB 3. Elli war mittlerweile voll in der Suche nach einem Ziel aufgegangen. Als Fernziel hatten wir mittlerweile den Spreewald auserkoren, da die Wettervorhersage hier vielversprechend war. Als Nahziel hatte Elli die Ortschaft Schwandorf in der Oberpfalz ausgemacht. Bevor wir den Stellplatz auf der Festwiese anfuhren, kauften wir noch schnell das Nötigste ein.

Vom Stellplatz aus war es ein kurzer Fußmarsch in die Stadt. Zunächst besichtigten wir noch eine nahe Wasserkunst, bevor wir bei einem bayerischen Bier und einer Sprudel im nahen Biergarten im Stadtpark ausspannten und uns vom Fahrstress erholten.

Danach ging es den Ortskern, den wir unter das Motto „klein aber fein“ stellten.

Den Abschluss fand unsere Besichtigung mit einem Besuch der Eisdiele am Marktplatz. Während wir unser Eis genossen, fing es dann zu regnen an. Der Wolkenbruch war derart sintflutartig, dass uns die Bedienung, die unser Dilemma erkannte, einen Regenschirm anbot. Wir lehnten dankend ab und warteten stattdessen, dass der Regen etwas nachließ. Danach ging es bei leichtem Regen zum Wohnmobil zurück.

Zum Abendessen ging es dann noch einmal in die Ortschaft hinein. Nachdem wir mehrere Lokale angeschaut hatten, fiel unsere Wahl auf die Gaststätte Schmidtbräu am Marktplatz. Gerade hatten wir in der Außenbestuhlung Platz genommen, als es wieder anfing zu regnen. Diesmal war es zwar nicht ganz so schlimm, trotzdem trieb es uns nach drinnen. Nach einem guten Essen ging es dann zurück zum Wohnmobil.

Am nächsten Morgen ging ich dann Zeitung und Brötchen besorgen, bevor es weiter ging. Zunächst hatten wir einige Sorgen, dass uns der aufgeweichte Rasenboden die Abfahrt erschweren könnte. Dies bestätigte sich Gott sei Dank nicht. Über die BAB 93 und BAB 72 geht es in Richtung Spreewald. Ab Dresden auf unserer Fahrt auf der BAB 13 holt uns dann der Regen wieder ein Elli hat mittlerweile schon einen geeigneten Campingplatz ausgemacht, der zentrumsnah zum Spreewaldhafen in Lübbenau liegt, und telefonisch reserviert.

Gegen Mittag kommen wir am Spreewald Camping-Caravan Dammstraße an. Im Regen wird uns schnell unser Platz zugewiesen und wir bauen auf. Nachdem die Markise ausgekurbelt ist, halten wir uns draußen auf und warten das Ende des Regens ab. Als es soweit ist, machen wir uns auf den Weg zum Spreehafen. Dort angekommen frischt der Wind merklich auf und ich mache mir ernsthaft Gedanken um unsere Markise, sodass ich zurück gehe und sie reinkurbele. Hierbei stelle ich fest, dass meine beiden Mitreisenden auch die Garagentüren offen gelassen haben.

Vom Spreehafen aus geht es dann zum Schlossbezirk, wo gerade ein OpenAir-Event vorbereitet wird und über de Kirchplatz zurück. Während unseres Marsches haben wir dann gleich die Zeit genutzt und Spreewälder Spezialitäten fürs Abendessen eingekauft.

Zum Frühstück am nächsten Morgen hole ich die Brötchen in einem Hotel auf der gegenüberliegenden Straßenseite. Danach machen wir uns fertig und fahren bei strahlendem Sonnenschein, aber nur mittelmäßigen Temperaturen mit dem Fahrrad los. Zunächst geht es über den Gurkenradweg in Richtung Leipe.

Von dort aus geht es weiter nach Burg im Spreewald. Hier bummeln wir etwas über den dort stattfindenden Kunstmarkt, bevor es zum Bismarckturm weitergeht.

Elli und Sönke besteigen den Turm, während ich mich unten mit dem Angebot der Lokalität vertraut mache. leider müssen sie vollen Eintritt zahlen, da man uns am Campingplatz die Kurkarte vorenthalten hatte.

Bei einem Kaltgetränk besprechen wir die weitere Tour und entscheiden uns für eine Strecke am Südumfluter und Leineweberfließ entlang. Durch Burg geht es zurück bis zur Straße Am Leineweber. In diese biegen wir ein und folgen der Strecke am Kanal entlang. In den ruhigeren Ecken begegnen uns dann Störche, die in den feuchten Wiesen auf Nahrungssuche sind.

Vom Südumfluter aus wollten wir eigentlich an der Mühle Dubkow, in der dortigen Gaststätte, einkehren. Leider fanden wir diese nicht und kamen irgendwie vom rechten Weg ab, sodass wir letztlich im Spreewaldhof Leipe die Gaststätte Fischerstübchen für unsere Mittagsrast auswählten.

Bei Plinse mir Zimt und Zucker ließen wir es uns gut gehen, bevor wir uns auf die letzten Kilometer zum Campingplatz machten. In Lübbenau informieren wir uns noch kurz über die Leihgebühren für Kanus, da wir das am nächsten Tag machen wollen.

Am Campingplatz widme ich mich dann dem defekten Fahrlicht, das wir beim Einparken am vorherigen Tag festgestellt hatten. Dazu musste ich mit dem Fahrrad zu einer acht Kilometer entfernten Tankstelle fahren, um ein Leuchtmittel zu erhalten. Danach muss nur noch der Scheinwerfer oder der halbe Kühlergrill abgebaut werden, um an die Lampenfassung zu kommen. Wirklich wartungsfreundlich, was Fiat so baut.

Elli und Sönke besuchen derweil das Erlebnisbad Spreewelten, wo, wenn man der Werbung glaubt, mit Pinguinen geschwommen werden kann. Mittlerweile hat Elli auch eine Kurkarte erkämpft, sodass der Eintritt billiger ist. Als beide zurück sind, gehen Elli und ich zum Hotel auf der gegenüberliegenden Straßenseite. Die haben eine Happy Hour, die wir genießen wollen. Als wir feststellen, dass dieses Angebot auch für das Abendessen gilt, rufen wir Sönke an und bestellen ihn zum Lokal, wo wir dann ein wirklich günstiges und auch gutes Abendessen zu uns nehmen.

Am nächsten Morgen konnten wir erstmals etwas länger schlafen. Keine Kuh, die uns weckte, wie am Vortag. kein Verkehrslärm. Nach dem Frühstück packten wir unsere Sachen und gingen zum Bootsverleih Richter, wo wir uns ein Einerkajak für Sönke und ein Doppelkajak für Elli und mich mieteten. Das mit dem Doppelkajak war am Anfang keine so gute Idee, da Elli und ich lange brauchten, bis wir im Einklang vorankamen. Sönke preschte in seinem Einer immer wieder vor und zurück, da er wesentlich schneller war.

Wir fuhren zunächst bis nach Leipe, wo wir wieder einmal in der Gaststätte Fischerstübchen eine Rast einlegten. Danach sollte es über den Hauptfließ zum Museumsdorf Lehde gehen. Leider erwischten wir eine Abzweigung falsch und fuhren über mehrere kleine Fließe. Letztlich folgten wir den Spreewaldkähnen, um nach Lehde zu gelangen.

Hier war auf den Fließen richtig viel los und man musste sich einreihen, um überhaupt voran zu kommen. In Lehde legten wir dann noch einmal an und machten im Biergarten der Gaststätte Kaupe No 6 eine Pause, bevor es die kurze Strecke zum Bootsverleih zurückging. Von dort aus ging es zunächst noch einmal in den Spreewaldhafen, wo sich Elli einen Eierbecher gönnt und Sönke schon einmal eine Pommes isst, um den größten Hunger zu bekämpfen.

Auf dem Rückweg zum Campingplatz finden wir noch den Hinweis auf eine Minigolfanlage und kurz entschlossen statten wir ihr einen Besuch ab. Sönke gefällt das zunächst gar nicht und so spielt er auch. erst nach einem ermahnenden Gespräch kommt er wieder etwas runter und hat auch etwas Spaß.

Elli spielt uns beide auf jeden Fall auf dieser recht guten Anlage in Grund und Boden.

Für das Abendessen nehmen wir wieder das Happy Hour Angebot des nahen Hotels in Anspruch.

Am nächsten Tag beschließen wir dann einvernehmlich nach Hause zu fahren. Zunächst müssen wir jedoch noch tanken und machen uns auf die Suche nach einer Tankstelle. Wir finden lediglich eine abgelegene Kartenzapfsäule in einem Industriegebiet, wo wir gerade soeben beim Volltanken unterhalb des Höchstbetrages bleiben.

Danach geht es auf die Autobahn und über die AB 13 bis nach Berlin. Von dort über die AB 10 auf die BAB 2, der wir bis Peine folgen. Von dort geht es über die B 494 bis nach Harsum, wo wir gegen 14.00 Uhr glücklich eintreffen.

Insgesamt haben wir in diesem Urlaub 3477 Kilometer in fünf Ländern zurückgelegt.

Schwarzwald und Erzgebirge

Schwarzwald – Erzgebirge

(16.04.2011 – 27.04.2011)

Am Samstag, dem 16.04.2011, ging es gegen 10.15 Uhr los. Trotz Osterverkehrs ging es staufrei über die BAB 7 in Richtung Süden, wobei wir die erste Etappe auf der Landstraße zurück legten, da auf Höhe AD Salzgitter eine Großbaustelle eingerichtet war.

Als erstes Ziel unserer Tour hatten wir zunächst Lautertal im Odenwald gewählt. Auf Grund der Verkehrsmeldungen nahmen wir dann aber von einer Fahrt über Frankfurt Abstand davon und suchten nun nach einem Ausweichziel. Nach einigem hin und her rückte Wertheim in den Fokus. Wir beschlossen uns sicherheitshalber einen Stellplatz zu reservieren und erfuhren in dem Gespräch, dass der Stellplatz doch etwas außerhalb liegt. Nach reiflicher Überlegung rückten wir von Wertheim wieder ab und suchten neu.

An der Strecke lag Fulda, das wir auch fast schon erreicht hatten. Die Barockstadt wollten wir schon immer mal besichtigen und als wir hier auch noch einen adäquaten Stellplatz fanden, war es beschlossene Sache.

Der Stellplatz in Fulda liegt auf einem Parkplatz in der Weimarer Straße und war auch recht gut ausgeschildert, sodass wir schnell fündig wurden. Auf dem Parkplatz selbst machten wir uns erste einmal auf die Suche nach einem geeigneten Stellplatz. Strom sollte vorhanden sein und auch der Satelittenempfang sollte funktionieren.

Nachdem dies alles berücksichtigt wurde und das Wohnmobil aufgebaut war, ging es gegen 13.00 Uhr in die Innenstadt zu einem Stadtbummel. Er fing am Schlossgarten an, führte über den Dom St. Salvator und das Schloss ins Barockviertel. Hiernach ging es durch die Fußgängerzone und wir nutzten die Zeit, um etwas zu shoppen. Nach Kaffee und Eis am Buttermarkt, kauften wir noch bei Subway in Bahnhofsnähe Baguettes für das Abendessen ein.

Den späten Nachmittag verbrachten wir dann in Sonne am Wohnmobil, hörten die Übertragung der Bundesliga und lasen etwas. Abends zogen wir uns dann ins Wohnmobil zurück und wurden gegen 21.00 Uhr Zeugen eines Polizeieinsatzes, der durch die Jugendlichen aus dem nahen Jugendheim verursacht worden war. Endgültig Ruhe kehrte am Stellplatz erst ein, als die Jugendlichen um 22.30 Uhr den augenscheinlich letzten Bus nahmen.

Für das Frühstück kauften wir am nächsten Morgen die Brötchen im gegenüberliegenden Norma-Markt. Nach dem Frühstück ging es dann gegen 10.00 Uhr los. Wir fuhren zunächst auf die BAB 7 in Richtung Süden und hatten uns auf Höhe Würzburg für die weitere Strecke endgültig entschieden. Zunächst ging es auf die BAB 3 in Richtung Frankfurt und dann auf die BAB 81 in Richtung Stuttgart. Hier genossen wir die Fahrt auf dem nicht sehr verkehrsreichen Autobahnabschnitt.

Da Heilbronn unser nächstes Ziel war und dies nicht mehr weit entfernt war, machten wir um die Mittagszeit herum einen Abstecher nach Tauberbischofsheim.

Wir machten uns auf eine etwa einstündige Stadtbesichtigung, die wir mit einem Eis abschlossen. Trotzdem hatten wir noch Hunger und machten uns eine Suppe zum Mittag, die wir am Wohnmobil einnahmen. Dann noch schnell tanken und weiter ging es.

Der Stellplatz in Bretten war unser Ziel. Über die BAB 81 ging es nach Heilbronn und von dort über die B 27 bis nach Bretten. Bereits vor Bretten machte Elli auf ein Reitturnier aufmerksam, dass zur Zeit in Bretten stattfand. Zu diesem Zeitpunkt dachten wir uns noch nichts dabei. Am Stellplatz angekommen, stellten wir dann aber fest, dass dieser durch das Reitturnier okkupiert war. Nach einer Runde zwischen Pferdeanhängern, Serviceständen und Pferden ging es weiter. Der Stellplatz Pforzheim sollte es nunmehr werden.

In Pforzheim angekommen, fuhren wir den Stellplatz Pforzheim an. Dieser entsprach aber überhaupt nicht unseren Vorstellungen. Zudem war es noch früh am Tag, sodass wir ein neues Ziel wählten. Mittlerweile war der Tag vorangeschritten und ich hatte auch keine große Lust mehr zu fahren.

Also sollte es der Stellplatz im nahen Bad Wildbach werden. Die Suche nach dem Stellplatz in Verbindung mit der Verkehrsführung in Bad Wildbach stellte uns allerdings vor leichte Probleme. Wir mussten zwischenzeitlich an einer Kurklinik nachfragen, weil wir dachten wir seien auf dem Holzweg. Als wir dann den Parkplatz fanden, der als Stellplatz in Bad Wildbach dient, gingen wir erst einmal lange in uns, um zu überlegen, ob der Stellplatz wirklich der richtige sei.

Nachdem wir uns entschlossen hatten, die Nacht hier zu verbringen -was sich im Nachhinein als postiv herausstellte – musste Sönke erst einmal die Einkaufsmöglichkeiten erkunden. Danach ging es durch den Kurpark ins Zentrum von Bad Wildbach. Da es mittlerweile bereits 17.30 Uhr war, war es nur noch in der Sonne angenehm zu gehen. Im Schatten wurde es verdamm kühl. Trotzdem schauten wir uns den beschaulichen Kurort an. Nach einem Bier im Kurparkrestaurant machten wir uns auf den Rückweg zum Wohnmobil. Hier angekommen gab es erst einmal Abendessen und dann ging es früh ins Bett.

Bereits gegen 07.00 Uhr weckt uns am nächsten Morgen der Verkehr. Ich gehe Brötchen holen, während der Rest der Familie aufsteht. Nach dem Frühstück geht es dann weiter. Durch den Tunnel ging es zurück. Danach erwischten wir erst einmal die falsche Ausfahrt und landeten im Ortskern. Wir nutzten die Gelegenheit, um schnell noch in einem Supermarkt einzukaufen.

Für den weiteren Tag hatten wir uns vorgenommen etwas in Richtung Aktivurlaub zu machen. Wir fanden ein Wandergebiet im Hochmoor bei Kaltenbronn, das wir ansteuerten. Nachdem wir auf dem Wanderparkplatz unser Wohnmobil abgestellt hatten, ging es bei strahlendem Sonnenschein in Richtung Wildsee.

Nachdem wir die etwa drei Kilometer hinter uns gebracht hatten, machten wir eine kurze Pause zu Vesper am Wildsee. Es gab Apfel und Karotte. Eine dieser Karottenstücke löste Sönkes Retainer, sodass ein Befestigungsdraht in die Mundhöhle stand. Auf dem Rückweg zum Wohnmobil überlegten wir uns für das Problem eine Lösung und beschlossen es zunächst in einem Krankenhaus zu versuchen, da diese den Draht zumindest abkneifen könnten.

Da das nächste Krankenhaus in Freudenstadt war, führte uns unser Weg nunmehr dorthin, was eigentlich nicht geplant war. Während Elli und Sönke ins Krankenhaus gingen, informierte ich mich schon einmal über die Umgebung. Leider wurde Sönke im Krankenhaus nicht behandelt, sodass wir lediglich die Anschrift von zwei Kieferorthopäden erhielten, die sich des Problems annehmen könnten.

Die erste Praxis erreichten wir nach einer Fahrt durch die Stadt. Hierbei sahen wir, dass es sich lohnen könnte, Freudenstadt noch einmal genauer zur beschauen. Also informierte ich mich über Stellplätze, während Sönke beim Kieferorthopäden war. Leider war kein Kieferorthopäde in der Praxis, sodass die Behandlung erst am nächsten erfolgen könnte. Da die andere Praxis in der Stadt lag, beschlossen wir erst einmal eine Übernachtungsmöglichkeit zu suchen und uns dann des Problems anzunehmen.

Als erstes fuhren wir den Campingplatz Natur-Camping Langenwald an. Der lag zwar etwas außerhalb von Freudenstadt war aber sehr idyllisch und die Betreiber ausgesprochen nett, sodass wir ihn gleich auswählten und nicht weiter auf die Suche gingen.

Nachdem wir uns an einem Bachlauf eingerichtet hatten, ging es gegen 14.00 Uhr mit den Fahrrädern in Richtung Freudenstadt. Da wir auf dem Campingplatz keinen Handyempfang hatten, konnten wir den Kieferorthopäden erst von unterwegs anrufen. Wir erhielten auch gleich einen Termin um 15.00 Uhr, sodass es nicht alles umsonst war.

Der Fahrradweg nach Freudenstadt war für den Ungeübten schwierig zu finden, da er nicht durchgehend ausgeschildert war. Nach einem kurzen Stück im Wald landeten wir auf den Landstraße und bogen von dieser in die Talstraße ab. Dies war alles eine abschüssige Strecke und es machte richtig Spaß. Am Ende der Abfahrt folgte der Radweg aber der Steigung des Wölperwiesenwegs. Diese Steigung war echt mörderisch. Elli stieg schonrecht früh aus und schob. Ich hielt mich noch wacker, konnte aber nach 2/3 der Strecke auch nicht anders als zu schieben. Nur Sönke zog wacker durch und wartete, fröhlich pfeifend, oben auf uns.

Durch die Stadt ging es dann zur Kieferorthopädie Dr. Maren Steinbach. Nach kurzer Wartezeit widmete man sich etwa eine Stunde lang der Instandsetzung des Retainers. Nachdem dieser wieder fest ist, geht es in die Stadt. Wir stellen unsere Fahrräder ab und umrunden den riesigen Marktplatz. Nachdem wir so etwa zwei Stunden zugebracht haben und dabei auch noch eingekauft hatten, ging es zurück zum Campingplatz. Hier angekommen gönnten wir uns in der Campingklause noch ein Bier und beschlossen zum Abendessen nicht noch einmal in die Stadt zu fahren, sondern auf dem Platz zu essen.

Nachdem wir geduscht hatten, ging es um 19.30 Uhr in die Klause zum Essen. Die Betreiber waren wahnsinnig nett. So erhielten wir nicht nur ein gut schmeckendes Essen, sondern auch eine Wanderkarte mit Routenempfehlungen und Sönke erhielt ein Antennenkabel, da unsere Satellitenantenne in dem Tal keinen Empfang hatte.

Für den nächsten Tag war also wandern angesagt. Direkt gegenüber vom Campingplatz ging es den Berg hinauf und wir arbeiten uns über verschiedene Wander- und Waldwege bis zur Glasmännlehütte bei Baiersbronn.

Nach einer Rast mit Vesper an der Hütte machten wir uns auf den Abstieg ins Murgtal. Der Abstieg war teilweise ganz schön abenteuerlich und erinnerte an alpines Wandern. Es war ein zeitweise ein schmaler Steig, der mit umgestürzten Bäumen blockiert war.

Von Friedrichstal aus ging es dann an den Fischteichen vorbei bis zum Wanderparkplatz Rondell. Hier wollten wir einen Wanderweg nehmen, der uns über den Bergrücken direkt zum Campingplatz führen sollte. Jedenfalls versprach dies die Karte. Leider fanden wir den Weg nicht. Da wir aber auch die Strecke nicht zurückgehen wollten, machten wir uns querfeldein auf. Sönke und ich studierten die Karte und Elli musste uns vertrauen, was ihr wirklich schwer fiel. Nachdem wir so einige Höhenmeter überwunden hatten, trafen wir wirklich auf einen Weg, der uns direkt zum Campingplatz zurück führte.

Gegen 15.00 Uhr trafen wir am Campingplatz wieder ein. Sönke war das letzte Stück vorgegangen, da wir ihm zu langsam unterwegs waren. Nach einem Bier am Kiosk ging es zum Wohnmobil zurück, wo wir nach einer ausgiebigen Dusche den Abend genossen.

Am nächsten Morgen brachte Elli beim Brötchenholen gleich das Antennenkabel zurück, sodass wir recht früh los kamen. Unsere Fahrt führte uns zunächst über Alpirsbach ins Kinzigtal. Nach dem Kinzigtal ging es nach Gutach im Breisgau zu einem Besuch des Schwarzwälder Freilichtmuseums Vogtsbauernhof, der wirklich interessant war.

Danach ging es über das Prechtal nach Lauterbach und Schramberg und weiter bis zum Stellplatz Bregnitzhof in Königsfeld. Für wirklich wenig Geld hatten wir einen Stellplatz mitten in der Natur. Und der Clou, der Bregnitzhof hat eine Saunalandschaft dabei, die man gegen ein Entgelt nutzen kann. Dieses Angebot ließ Elli sich nicht entgehen. Sönke und ich verbrachten derweil die Zeit mit elektronischem Spielzeug und lesen. Den verbliebenen Abend verbrachten wir am Wohnmobil, bevor es am nächsten Morgen nach dem Frühstück weiterging.

Beim Frühstück waren wir diesmal schneller als der Brötchenservice. Elli hatte vergessen mir zu sagen, dass die Brötchen erst um 08.30 Uhr geliefert werden, sodass ich da stand und wartete. Bevor es endgültig los ging, entsorgten wir noch und füllten an einem Edeka-Markt in Königsfeld unsere Vorräte auf.

Als nächstes stand Triberg auf dem Programm. Hier sollten die Wasserfälle besichtigt werden. Bis zu unserem Eintreffen hatte ich nicht damit gerechnet, dass man für den Besuch der Wasserfälle Eintritt  verlangen würde … und das nicht gerade wenig. Knapp 10 Euro Eintritt mussten wir für die Triberger Wasserfälle zahlen. Trotz dieses Umstandes war es schon imposant am höchsten Wasserfall Deutschlands zu stehen, auch wenn dieser über mehrere Kaskaden fällt.

Nach den Wasserfällen machten wir in einem unterhalb gelegenen Restaurant noch eine kurze Pause, bevor es dann über die Landstraße  und durch das Höllental in Richtung Freiburg im Breisgau ging. Auf der Anfahrt machten wir uns bereits Gedanken über den Campingplatz. Wir wählten als erstes Ziel den Campingplatz Kirzberg in der Karthäuserstraße.

Dort angekommen, machten wir erst einmal eine Platzanfrage. Der Campingplatz war zwar voll, hatte aber noch für eine Übernachtung einen Platz für uns. Wir fragten dann noch kurz telefonisch auf dem Campingplatz Möslepark nach, den wir von unserer Stippvisite im Jahr 2004 noch kannten. Dieser war über die Feiertage jedoch ausgebucht, sodass wir auf den angebotenen Stellplatz annahmen. Die Einweisung auf diesen war etwas ungewöhnlich, da der Platzwart alles vorgab – sogar wie weit auf dem Platz zurückgesetzt werden durfte.

Nachdem wir uns eingerichtet hatten und eine kurze Pause in der Sonne gemacht hatten, ging es zum Stadtbummel. Wir gingen zu Fuß, da die Innenstadt nicht weit entfernt war. Am Schwabentor ging es dann in die Innenstadt von Freiburg.

Nachdem wir etwa zwei Stunden mit einer ausgiebigen Stadtbesichtigung zugebracht hatten, gönnte ich mir noch einen Friseurbesuch. Danach machten wir uns auf die Suche nach einem Abendessen. Nach kurzer Zeit fanden wir auf der Insel, die vom Stadtbächle umspült wir, die Hofbräuerei Feierling.  Hier ergattern wir einen Tisch im Biergarten und genossen ein badisches Essen und selbstgebrautes Bier.

Danach ging es zum Campingplatz zurück. Wieder wählten wir den Fußmarsch. Diesmal waren wir jedoch nicht allein unterwegs. Viele Fußballfans hatten die gleiche Strecke auf ihrem Weg in Richtung Freiburger Stadion. Hannover 96 musste beim SC Freiburg im Kampf um Punkte für die Europaliga antreten.

Direkt neben dem Campingplatz lag noch ein Biergarten, den wir uns nicht entgehen ließen und uns einen Platz suchten, wo wir noch ein paar Gläser Bier gönnten, bevor es zum Wohnmobil zurückging. Hier konnten wir dann das erwähnte Fußballspiel als Hörspiel genießen. Hannover 96 gewann mit 3:1.

Da wir den Stellplatz nur für eine Übernachtung gebucht hatten und auf keinen Fall über die Feiertage auf dem Campingplatz bleiben konnten, ging es für uns am nächsten Morgen weiter. Als erstes Tagesziel hatten wir uns Schauinsland, den Hausberg von Freiburg im Breisgau, ausgewählt. Über die Schauinslandstraße ging es zur Talstation der Schauinslandbahn. Die Schauinslandstraße ging zwar weiter den Berg hinauf, wir trauten ihr aber nicht und dachten eigentllich, dass eine Fahrt bis zur Bergkuppe nicht möglich war. Letztlich wählten wir die Schauinslandbahn für den Weg hinauf. Dieser Spaß kostete uns 25,50 Euro – unserer Meinung nach ein stolzer Preis für eine Gondelfahrt.

Oben angekommen ging es dann die letzten Höhenmeter zu Fuß weiter. Auf der Bergkuppe ist noch ein Aussichtsturm aufgestellt, der eine tolle Sicht über den Schwarzwald und auf Freiburg bietet. Bei dem guten Wetter, das wir hatten, konnten wir bis nach Frankreich schauen.

Wieder am Parkplatz, suchten wir uns erst einmal einen Campingplatz am Titisee aus und Elli rief ihn an, um eine Buchung vorzunehmen. Als Antwort erhielt sie, dass telefonische Reservierungen nicht vorgenommen werden. Es ging dann mit dem Wohnmobil doch den Berg hinauf. Nun stellten wir fest, dass wir unmittelbar unterhalb der Bergstation der Schauinslandbahn hätten parken können. Von hier aus ging es über Todtnau zum Feldberg weiter. Hier gab es sogar noch Schnee. Trotzdem gönnten wir uns keine Rast, da doch recht viel los war. Weiter ging es am Feldberg hinab nach Titisee. Mittlerweile war richtig viel Verkehr. Kurz vor Titisee erwischte uns dann die Orientierungslosigkeit. Wir erwischten die falsche Abfahrt, trafen auf eine Höhenbegrenzung und den Neubau des Parkplatzes für das Badeparadies Schwarzwald.

Dann konnte die Campingplatz suche losgehen. Als erster Platz stand Naturcamping Weiherhof auf der Liste. Hier konnten wir uns auch einen Platz suchen, fanden aber keinen, der uns richtig gefiel. Da noch sehr viel frei war, stellten wir diesen Platz erst einmal zurück. Weiter ging es zum Campingplatz Bankenhof. Diesen hatten wir ja vorher angerufen und von außen machte der Platz einen ordentlichen Eindruck. Enttäuscht wurde Elli an der Rezeption. Dort die Aussage, dass kein Platz frei wäre und … hätten sie doch vorher angerufen und reserviert … – hatten wir doch – egal.

Als letztes folgten wir der Straße zum Terassencamping Sandbank. Hier wieder ein freundlicher Empfang und Elli kann aus mehreren Stellplätzen wählen. Terrassencamping war auf jeden Fall der richtig gewählte Name. Keine Stellplatzreihe lag höhengleich. Wir hatten Glück und fanden einen freien Stellplatz in der ersten Reihe mit Blick auf den See, auch wenn wir erst unsere neuen Nachbarn davon überzeugen mussten, ihre Autos umzuparken.

Während wir uns einrichteten, stellten wir fest, dass in jedem Gestrüpp des Platzes Mücken hausten und sich sofort auf dem Wohnmobil zum Sonnenbad niederließen. Unsere französischen Platznachbarn beruhigten uns, dass dies auf anderen Teilen des Campingplatzes wesentlich schlimmer sei und es am Abend mit den Mücken eigentlich gehen würde, da sie nicht stechen würden. Nachdem dies erledigt war, ging es zu einem Getränk auf die Seeterrasse. Hier kamen wir nach einiger Zeit mit Anke ins Gespräch, die die Gaststätte regelmäßig mit ihrer Tochter besuchte und manchmal auch hier jobbte. Danach genossen wir die Sonne am Wohnmobil und relaxten, während Sönke an seinem Referat arbeitete.

Bereits gegen 17.00 Uhr warfen wir den Grill an. Nach dem Abendessen und dem leidigem Abwasch gab es dann noch eine Runde Trionimos und bevor es zum Fernsehen ins Mobil ging, bestätigte sich noch die Aussage unserer Platznachbarn – die Mücken stachen tatsächlich nur äußerst selten.

Obwohl wir uns vorgenommen hatten erst einmal auszuschlafen, klappte das nicht ganz. Bereits um 08.00 Uhr stand ich am Kiosk und kaufte Brötchen für das Frühstück. Danach machten wir uns auf den Weg zu einer Fahrradtour. Eigentlich Ziel sollte der Schluchsee werden. Doch nachdem wir die Höhenmeter im Unteren Seebachtal und in Bärental angekommen waren, gelangten wir schnell gemeinsam zu der Überzeugung, dass eine weitere Tour mit starken Anstiegen den Feldberg hinauf lediglich Sönke kalt ließe und wir lieber nach Titisee fahren würden. Sönke war die fünf Kilometer bergan auf dem mittleren Kettenblatt gefahren, während wir schon unsere kleinsten Gänge nutzten.

Gesagt, getan. Von Bärental aus ging es die Abfahrt in Richtung Jugendherberge hinunter. Diese Strecke war nicht ungefährlich, da sie nur teilweise mit einem Radweg versehen war und man in der tollsten Abfahrt mit einmal auf die Straße wechseln musste, obwohl man die Strecke nur bedingt einsehen konnte. Nach der Jugendherberge ging es noch kurz bergan, bevor die Strecke auf Höhe des Hotels Alemannenhof ihren höchsten Punkt erreicht hatte. Hier machten wir auf dem Parkplatz erst einmal eine kurze Pause und genossen unsere Snacks.

Danach ging es in den Ortskern. Wir informierten uns noch kurz an der Touristeninformation, bevor es dann zum Einkaufen ging. Da es einen Händler mit Spargel gab, beschlossen wir diesen zum Abendessen zu machen und zusammen mir original Schwarzwälder Schinken zu genießen. Wir bummelten dann noch etwas durch Titisee und genossen ein Eis mit Blick auf den Titisee, bevor es zum Campingplatz zurückging.

Am Platz zurück gönnten wir uns in der Seeterrasse Sandbank ein Bier und Sönke stillte seinen Hunger mit einer großen Portion Pommes. Den Nachmittag verbrachten wir wieder am Platz und während ich mich der Bundesligaübertragung widmete, fuhren Elli und Sönke Tretboot auf dem Titisee.

Der nächste Morgen war der Ostersonntag. Das überzeugte sogar Sönke frühzeitig aufzustehen. Da das Wetter nicht so toll war, beschlossen wir den Vormittag im Badeparadies Schwarzwald in Titisee-Neustadt zu verbringen und nahmen von unserer angedachten Wandertour Abstand. Gegen 12.30 Uhr brechen wir zu Fuß in Richtung Erlebnisbad auf. Bis dahin war das Wetter zwar nicht so toll, aber trocken gewesen. Als wir kurz vor Neustadt waren fing es an zu regnen. Wir finden mit Hilfe des Smartphones den kürzesten Weg zum Schwimmbad. Dort angekommen, orientieren wir uns erst mal an den Eintrittspreisen, die nicht ohne waren. Letztlich zahlen wir für 3 Stunden Aufenthalt 48 € – und haben dabei keinen Besuch der Wellnessoase. Die drei Stunden verbringen wir im Galaxy-Schwimmbad mit seinen 18 Rutschen. Selbst in drei Stunden schaffen wir es nicht, alle Rutschen auszuprobieren. Gegen 16.30 Uhr ist unser Besuch beendet und Sönke ist glücklich, dass er ein Erlebnisbad besuchen konnte.

Als wir das Schwimmbad verlassen, regnet es in Strömen. Wir gehen über die Stadt zurück und da es noch recht früh am Tag ist, beschließen wir noch in eine Gaststätte einzukehren. Pünktlich mit unserer Ankunft am Restaurant Bergsee hörte der Regen auf, sodass wir es uns am Bierpilz im Biergarten gemütlich machten. Viele Gäste waren nicht da, sodass wir mit der Bedienung und einem anderen Gast ins Gespräch kamen. Schnell waren Gemeinsamkeiten für ein Gespräch gefunden und wir unterhielten uns über die Vermietung von Ferienwohnungen und Wintersport.

Danach geht es zu Fuß zum Platz zurück. Da auf Kochen keiner mehr Lust hat, wählen wir bei unserer Ankunft gleich den Weg in Richtung Restaurant Sandbank, wo wir uns zum Abendessen ein Schnitzelmenü gönnten. Dann ging es in Wohnmobil.

Am nächsten Morgen ging es dann für uns weiter. Noch einen Tag wollten wir nicht am Titisee verbringen, da auch keine wesentliche Verbesserung beim Wetter eingetreten war. Wir fuhren nach dem Auschecken erst einmal in den Ort und mussten geschickt eine Höhenbegrenzung umfahrenn, bevor es auf der Bundesstraße 31 in Richtung Autobahn weiterging.

Der Weg führte uns an Donaueschingen vorbei, das wir nicht links liegen lassen wollten sondern für eine Stippvisite nutzten. Schnell fanden wir in der Innenstadt einen adäquaten Parkplatz, da auf Grund des Feiertags auch nicht viel los war. Zu Fuß ging es über die Gassen der Innenstadt in Richtung Donauquelle. Wir fanden die historische Donauquelle in der Nähe des Füstenbergischen Schlosses. Im Umfeld der Donauquelle fanden gerade umfangreiche Rastaurationsarbeiten statt. Trotzdem machten wir einen Stopp und nutzten die Zeit für ein paar Fotos am glasklaren Wasser der Quelle.

Ab Donaueschingen ging es auf der Autobahn weiter. Elli beschäftigte sich mit der weiteren Tourplanung und suchte schon einmal einen Stellplatz, der für uns interessant sein könnte. Der Verkehr auf der Autobahn war mäßig, lediglich rund um Stuttgart kam es zu leichten Stockungen, sodass wir zügig voran kamen und Elli ihre Planung immer wieder anpassen musste. Ein letztes Update gab es auf dem Autohof Sulz am Neckar, wo wir zum Tanken gestoppt hatten. Nachdem wir unseren Tank für knapp 100 € gefüllt hatten und vom Service in Deutschland wieder einmal enttäuscht wurden – nach einem derartigen Rechungsbetrag erwarte ich einfach eine kostenlose Toilettenbenutzung und nicht noch das Bestehen auf das Nutzungsentgelt von 0,70 € – hatte Elli mit Kitzingen am Main unser nächstes Ziel ausgewählt.

Die Fahrt dorthin verlief ereignislos. Als wir in Kitzingen dem Navi zum Stellplatz folgen wollten, verweigerte der seinen ordnungsgemäßen Betrieb. Er wollte uns über Strecken führen, die lediglich für Fußgänger und Radfahrer freigegeben waren, bzw. auf einem Parkplatz endeten. Erst als wir ein Hinweisschild auf den Stellplatz fanden, konnten wir den Navi unbeachtet lassen und folgten den Schildern. Da der ausgeschilderte Weg zunächst über eine Ortsumgehung weg von Kitzingen führte und dann durch ein Gewerbegebiet und in einer Sportanlage endete, waren wir zunächst am zweifeln, ob wir richtig waren.

Die Einfahrt zum Stellplatz in Kitzingen am Main beruhigte uns dann aber wieder. Alle Wohnmobile standen in einer Reihe am Main aufgereiht. Wir suchten uns einen netten Platz und parkten ein. Nachdem wir uns mit Strom versorgt hatten, machten wir erst einmal eine Kaffeepause am Mobil. Richtig ruhig war es zwar nicht, da auf der angrenzenden Sportanlage mehrere Fußballspiele zeitgleich stattfanden, dennoch genossen wir den Blick über den Main und Kitzingen und das sonnige Wetter. Unsere Platznachbarn gewährten uns dann noch einen Blick in den neuen Topplatz-Führer, den wir bis dato nicht erhalten hatten.

Danach ging es zu Fuß die 700 Meter in die Stadt. In unmittelbarer Nähe zum Stellplatz ist gerade das örtliche Schützenfest in Betrieb, das wir aber links liegen lassen. Direkt an die Mainbrücke schließt sich die schöne Altstadt von Kitzingen an. Während eines Bummels durch die Gassen halten wir gleich Ausschau nach einem Lokal für das Abendessen, werden aber nicht so recht fündig. Seinen Abschluss fand unser Stadtrundgang in einer Gaststätte am Unteren Mainkai.

Auf dem Rückweg kehrten wir dann gleich im Biergarten der Sportgaststätte Rot-Weiß gegenüber vom Stellplatz ein. Wieder gönnten wir uns ein Schnitzelmenü, das gut und günstig war, bevor es zum Wohnmobil zurück ging. Hier verbrachten wir den Abend bei Gesellschaftspielen verbrachten und den Fernseher noch nicht einmal aufbauten. Sönke verlor übrigens haushoch beim Uno und Elli gewinnt, nachdem wir auf Trionimos umgeschwenkt waren, erstmals, aber nur mit einem Punkt Vorsprung.

Am nächsten Morgen frühstücken wir das erste Mal ohne Brötchen, da weder jemand zum Abrechnen des Platzes erschienen war, noch der angekündigte Brötchenservice eingerichtet war. Nachdem wir das Wohnmobil entsorgt hatten, ging es über die Landstraße nach Herzogenaurach, wo wir in den verschiedenen Sportoutlets einen Shoppingstopp einlegten. Nachdem wir dies hinter uns gebracht hatten, und erstmals den Sonderverkauf bei Adidas nutzten, ging es über die BAB 70 und BAB 73 in Richtung Kulmbach. Hier hatte Elli einen Stellplatz ausfindig gemacht, der auch ein Schwimmbad in der Nähe hatte.

Gegen 15.00 Uhr trafen wir auf dem Stellplatz in Kulmbach ein. Der Stellplatz ist ein abgetrennter Teil eines Großparkplatzes, dessen Nutzung gegen eine freiwillige Gebühr möglich ist. Wir fanden einen Stellplatz in der Nähe einer Stromsäule und mit Fernsehempfang, wo wir uns einrichteten. Danach holte ich die Fahrräder vom Träger und beobachtete interessiert einige britische Teerkocher beim Abstellen ihrer Fahrzeuge. Wohnlich eingerichtet hatten sie sich aber augenscheinlich an anderer Stelle.

Mit dem Fahrrad ging es dann zum Schwimmbad, das auf der anderen Seite der Innenstadt lag. Bei der Fahrt dorthin stellten wir jedoch erfreut fest, wie nah der Stellplatz doch an der Innenstadt lag. Das Schwimmbad selbst war ein normales Hallenbad, sodass wir einige Bahnen schwammen und uns dann ausgiebig duschten. Beim Verlassen des Bades setzte dann jedoch ein Starkregen ein, sodass wir erst einmal ein Getränk in der Gaststätte des Schwimmbades nahmen, um das Schlimmste auszusitzen.

Nachdem der Regen etwas nachließ, ging es mit dem Fahrrad zurück. Der Rückweg führte uns am örtlichen Kino vorbei, wo wir uns nach dem Programm und den Eintrittspreisen erkundigten. Am Stellplatz verstaute ich die Fahrräder und wir machten uns, bewaffnet mit Regenschirmen, auf dem Weg in die Stadt. Unmittelbar vor einem Festumzug schafften wir es noch die Hauptstraße zu überqueren und nutzen die Anwesenheit von Polizeibeamten, um nach einem guten Lokal zu fragen. Eine adäquate Antwort erhielten wir jedoch nicht. Was ist nur mit der Polizei los, das passiert uns immer wieder und eigentlich müssten sie es doch wissen.

Wir fanden ein chinesisches Restaurant namens Peking Meng mit Show Cooking und All-you-can-eat-Buffet. Von unserem Platz im 1. Obergeschoß haben wir dann noch einen herrlichen Blick auf den Festumzug. Während des Essens beschließen Elli und Sönke ins Kino zu gehen und sich Rio (3D) anzusehen. Unsere Wege trennen sich somit nach dem Essen. Ich gehe ins Wohnmobil zurück und schaue mir das Championsleague-Halbfinale zwischen Schalke 04 und Manchester United (0:2) an. Bis dato hatten wir noch keinen Strom angeschlossen, da dieser in Einheiten von 6 Stunden berechnet wurde und es für unseren Aufenthalt bis dahin nicht erforderlich war. Die erste Münze akzeptierte er problemlos, die zweite spuckte er immer wieder aus. Ich war ratlos. Ebenso ging es unserer Stellplatznachbarin, die sich zu mir gesellte, da sie das gleiche Problem hatte. Wir helfen uns gegenseitig mit unterschiedlichen Münzen aus, bis dann letztlich klappt. Woran es lag, kann ich nicht sagen.

Gegen 06.00 Uhr wurde ich am nächsten Morgen das erste Mal wach und stellte fest, dass wir keinen Strom mehr hatten. Wieso wusste ich nicht, aber es war mir um diese Zeit auch egal. Gegen 08.00 Uhr bin ich dann aufgestanden und kaufte bei einem nahen Bäcker unterhalb der Festungsanlage die Brötchen fürs Frühstück.

Nach dem Frühstück machen Elli und ich noch einen Bummel durch die Altstadt und über den Markt von Kulmbach, während Sönke im Wohnmobil bleibt und seine Arbeit an seinem Referat zu Ende bringt. Nachdem Elli und ich gegen 10.30 Uhr zurück sind, geht es weiter. Auf der Autobahn in Richtung Osten studiert Elli wieder den Stellplatzführer und wir entschließen uns zu einem Abstecher ins Erzgebirge, das uns von Cathrin wärmstens empfohlen wurde.

Unser erster Halt hier ist die Ortschaft Schneeberg. Wir stellen das Wohnmobil an einer Straße ab und bummeln durch die Stadt. Sönke kauft sein Reisemitbringsel und die Beiden gehen mir kurzfristig verloren, als ich sie einmal aus den Augen verlor. Zum Abschluss gönnen wir uns einen Kaffee in einem Restaurant mit Außenbestuhlung. Sönke überkommt der Hunger und er vertilgt eine komplette Pizza.

Danach geht es in Richtung des ausgewählten Stellplatzes in der Ortschaft Markersbach. Auf unserer Anfahrt zum Stellplatz machen wir noch einen Sightseeingstopp am nahen Stausee, bevor es zu dem Hotel geht, an dem der Stellplatz angeschlossen ist. Angekündigt ist ein ruhiger Stellplatz mit kostenfreien Duschen und Schwimmbadnutzung. Da es noch früh am Tag ist, wollen wir genau dies haben. Angekommen an dem Hotel geht Elli erst einmal fragen. Der Stellplatz ist jedoch nicht direkt am Hotel, sondern auf einer nahen Parkplatz. Nicht das, was wir erwartet haben. Ganz und gar nicht, sodass wir einen neuen Platz aussuchen und lieber weiterfahren.

Die nächste Wahl fällt auf Oberwiesenthal. die Anfahrt dahin über die Landstraße ist abenteuerlich, da richtiger Begegnungsverkehr nur bedingt möglich ist. Sie führt uns abr am Ehrenzipfel vorbei, der eine Stippvisite in die Tschechische Republik zulässt.

Von dort aus geht es direkt nach Oberwiesenthal. Auch hier wollen wir dem Navi auf seinem Weg zum Stellplatz zunächst nicht trauen. Als wir aber zeitgleich die Ausschilderung entdecken, folgen wir den Anweisungen, die uns eine nicht unerhebliche Steigung heraufführt. Oben angekommen, stehen wir vor einem Bowlingcenter. Während Elli drinnen alles abklärt, fahre ich die Auffahrt hinauf. Ein kleiner Fehler wie sich herausstellt. Die Auffahrt ist derart steil, dass es einmal kurz und fürchterlich metallisch schabt. Gott sei dank war es nur eine Halterungsschraube des Abwassertanks, die über den Asphalt schrammte.

Wir können an der Südseite des Gebäudes stehen und sind dort ganz allein. Beim Anschließen des Stroms stelle ich fest, dass wir direkt in den Kraftraum blicken können.

Den Nachmittag verbringen wir mit einem Bummel zur Sommerrodelbahn, auf der wir uns einige Fahrten gönnen. Danach geht es über einen Wanderweg, der uns an der Sprungschanze vorbeiführt, zurück zum Stellplatz. Das Abendessen genießen wir dann, nach einer ausgiebigen Dusche, im Wohnmobil. Während Elli und Sönke den Abend im Wohnmobil zubringen, suche ich die Sky-Lounge des Bowlingcenters auf und schaue mir das Campionsleague- Halbfinlaspiel zwischen Real Madrid und CF Barcelona an.

Den nächsten Morgen nutzte ich dann nochmals zum Duschen und bringe gleich die Brötchen für das Frühstück mit. Danach ging es erste einmal nach Seiffen. Der eigentliche Plan sah vor, dass wir uns in Seiffen einen Stell- oder Campingplatz suchen. Der Stellplatz am Hotel Bergohof war schnell gefunden. Auf der Fahrt dorthin mussten wir bereits einmal durch Seiffen durchfahren und freuten uns bei dem Gesehenen bereits auf den Rundgang durch den Ort. Der Stellplatz am Hotel zwar wirklich idyllisch mit einem herrlichen Blick übers Erzgebirge, erfüllte aber sonst nicht unsere Ansprüche. Der Weg in den Ort war zu Fuß etwas weit und das Schwimmbad war nicht zu nutzen, sodass wir noch schnell einen für Seiffen ausgewiesenen Campingplatz anriefen. Leider lag auch der etwas ausserhalb und konnte uns keine Garantie für einen Stellplatz geben. Wir beschlossen nunmehr erst einmal Seiffen anzuschauen und dann das Problem mit dem Stellplatz erneut in Angriff zu nehmen.

Im Spielzeugwinkel des Erzgebirges konnten wir die erzgebirgischen Volkserzeugnisse, wie Holzspielzeug und die traditionellen Lichterbögen. Wir parkten auf dem Parkplatz am Bahnhof und gelangten von dort aus direkt in den Ortskern. Fast jedes der dortigen Geschäfte war auch gleich eine Art Ausstellungshalle und wir konnten gemütlich bummeln und uns alles anschauen. Lediglich Sönke war etwas genervt, da es für ihn nun wirklich nicht sonderlich interessant war.

Zum Abschluss wollten wir uns noch einen Kaffee in einem Cafe gönnen und hatten uns bereits gesetzt. Da die Preise aber denen in Venedig sehr nahe kamen und die Bedienung auch nicht erschien, ging es den Berg hinauf zum Wohnmobil zurück. Hier machten wir uns wieder auf die Suche nach einem Stellplatz und fanden im Stellplatzführer den Hinweis auf die Schwarzbeerschänke im Schwarzbachtal bei Pobershau. Elli rief kurz durch und uns wurde zugesichert, dass man einen Stellplatz für uns hätte.

Am frühen Nachmittag kamen wir am Stellplatz an der Schwarzbeerschänke an. Nach Rücksprache mit der Rezeption stellten wir unser Wohnmobil auf einem Parkstreifen neben der Straße ab. Zunächst hatten wir Bedenken, dass dies zu laut werden könnte, was sich jedoch nicht bestätigte. Nachdem wir uns eingerichtet hatten, holten wir erst einmal die Stühle raus und machten eine ausgiebige Pause auf der angrenzenden Spielweise. Danach machten wir einen kleinen Spaziergang das Schwarzbachtal hinauf.

Nachdem dies hinter uns lag, machten Elli und ich weiter Pause, während Sönke ins Schwimmbad ging. Kurz bevor wir uns eine Abendessen in der Schwarzbeerschänke gönnten, gingen wir noch zum Duschen.

Am nächsten Morgen holte ich die Brötchen aus der Küche ab. Bezahlen konnte ich noch  nicht, da uns keiner sagen konnte, was wir bezahlen mussten. Das wurde erst erledigt, als wir wieder abfuhren. Zu unserer Überraschung mussten wir lediglich die Brötchen zahlen. Der Rest war durch das Abendessen abgegolten. Sehr schön.

Als heutiges Etappenziel stand Münchenbernsdorf mit dem Besuch unserer Urlaubsbekannten an. da die aber noch arbeiten mussten, hatten wir noch Zeit für etwas Sightseeing. Nach einem Blick in den Reiseführer las sich die Stadt Altenburg recht interessant und, da sie auf dem Weg lag, machten wir dort einen Halt. Die Parkplatzsuche war schnell erledigt. Nachdem wir uns in Richtung Innenstadt orientiert hatten, fanden wir einen Parkplatz auf einem Parkstreifen. Der war zwar nicht unbedingt für uns gemacht (etwas schmal) und auch nicht wirklich für uns zugelassen (nur für Pkw), erfüllte aber dennoch seinen Zweck.

Von hier aus ging es zu Fuß in die Innenstadt. Nach einer Stippvisite auf dem großzügigem Marktplatz und einem Kaffee, bzw. einem Eis in einem Lokal, besichtigte Elli die Brüderkirche. Gemeinsam ging es dann auf den Nikolaikirchhof und von dort in die Teichvorstadt. Durch kleine Gassen ging es dann zum Parkplatz des Wohnmobils zurück. Einstimmig beschlossen wir von einer Besichtigung des Schlosses Abstand zu nehmen und stattdessen in Richtung Münchenbernsdorf zu fahren. Nachdem wir aus Altenburg raus waren, suchten wir uns einen idyllischen Platz, auf dem wir unser Mittagessen zu uns nehmen konnten. Wir fanden eine ruhige Nebenstraße in der Nähe von Kaimnitz, wo wir uns hinstellten. Der Platz hatte eine schöne Aussicht, leider war es sehr windig, sodass das Wohnmobil ganz schön wackelte.

Wir überlegten dann, was wir noch machen könnten, um die Zeit zu vertreiben. Nach Gera oder Jena wollten wir nicht fahren. Elli fiel dann ein, das in der Nähe von Münchenbernsdorf ein Kletterwald war. Da dies für sie und Sönke schon lange auf der to-do-Liste stand, fing ich an zu googlen, wo es genau war. Die Adresse war schnell gefunden, lediglich die Öffnungszeiten fanden wir nicht, sodass wir letztlich auf Gutglück dahin fuhren.

Auf der Anfahrt fuhren wir noch kurz in Hermsdorf zur Tankstelle und betankten das Wohnmobil. Danach suchten wir noch auf der Raststätte Hermsdorf die dortige Entsorgung, die aber leider bereits zurückgebaut war. Von dort ging es auf die Autobahn und an der Abfahrt Lederhose herunter. Direkt am Kreisel nach der Abfahrt fanden wir den ersten Hinweis auf den Kletterwald Koala. Es war recht voll, was sicherlich auch am guten Wetter lag, sodass der Parkraum für unser Wohnmobil nicht ausreichte. Ich stellte es in einem Forstweg ab, was nach Angaben der Betreiber kein Problem darstellte.

Elli und Sönke wollten den Kletterwald ausprobieren. Ich nahm mir stattdessen mein Buch und verbrachte die Zeit am Imbiss.

Nach einer kurzen Wartezeit bis zum Aufruf ihrer Gruppe wurden sie eingewiesen. Danach wurden sie auf einer Tour geführt. Das freie Klettern nahmen sie nicht so ausgiebig in Anspruch, da Sönke sich unbedingt mit Tom treffen wollte, der mittlerweile zu Hause war.

Nach dem Hallo mit Swen, Cathrin und Tom verbrachten wir dann ein gemütliches Wochenende mit den Dreien.

Am Samstag fuhren wir für eine Wandertour ins nahe Mühltal. Wir parkten auf einem Parkplatz am Einstieg zum Mühltal. Danach wanderten wir über die Straße das Tal entlang.

Als wir ein Stück gegangen waren, fanden wir am Wegrand einen kleinen See mit Bachlauf. Hier machten sich die Kinder auf, den Bach zu stauen, während wir uns in die Sonne setzten. Hier fanden Sönke und Tom auch einen kleinen Molch, den sie nach dem Fotografieren, gleich wieder aussetzten.

Nach dieser Rast ging es weiter und es folgte ein kurzer Stopp an der Naupoldsmühle für einen Toilettenbesuch und Ellis Gespräch mit einem angepflockten Ziegenbock.

Halbzeit hatten wir dann in der Pfarrmühle. Hier gönnten wir uns essen und Getränke – grünes Weizen, das Gott sei Dank nicht ich trinken musste.

Während der Wartezeit auf das Essen konnten sich die Kinder die Forellen der Fischzucht ansehen. Danach ging es zu den Autos und dann nach Münchenbernsdorf zurück. Zum Abendessen wurde der Grill angeworfen.

Am nächsten Morgen ging es dann für uns nach dem Frühstück zurück nach Harsum.