Mal wieder mit dem Fahrrad am Jadebusen unterwegs

2016 Dangast

11.09.2016 – 18.09.2016

Drei Jahre lag die letzte Tour zurück, als wir in die Planung für eine neue Tour einstiegen. Da alles wieder einmal recht kurzfristig startete, musste die Planung zügig voranschreiten. Ein Terminfenster war schnell gefunden. Ein Ort wurde schwierig, da vieles schon ausgebucht war, so dass wir das Ferienhaus in Dangast ins Auge fassten.

Am Sonntag, dem 18.09.2016, starteten Lars und ich in die Tour. Nach dem Mittag trafen wir am Ferienhaus ein und richteten uns erst einmal ein. Auf eine Fahrradtour hatten wir noch keine große Lust, so dass wir erst einmal durch Dangast bummelten und das Abendessen im alten Zollhaus klar machten.

Zurück am Ferienhaus bemerkten wir, dass die Fliegenplage, die wir beim Ausladen wahrgenommen hatten, keine Momentaufnahme gewesen war. Der Innenraum meines Pkw war gut gefüllt mit Fliegen, so dass ich erst einmal einen Fliegenfänger ins Auto hängte.

Am nächsten Tag war es dann soweit. Wir starteten mit einer Tour zum Vareler Hafen. Hier gönnten wir uns ein Fischbrötchen und ein Getränk, bevor es über Moorhausen wieder zurück zum Ferienhaus ging.

Nach einem ruhigen Nachmittag auf der Terrasse ging es am Abend erneut ins Zollhaus zum Essen. Wieder einmal war es gut gefüllt, aber wir hatten ja am Abend zuvor uns einen Platz auf der Terrasse reservieren lassen, so dass wir uns darüber keine Gedanken machen mussten. Was uns zu Denken gab, war die Tatsache, dass ich mich kurz zuvor geschnitten hatte. Nett, wie das Bedienungspersonal immer war, gaben sie mir ein Pflaster, um meine Schnittwunde zu versorgen. Nicht jedoch, ohne sich über die Wehleidigkeit von Männern zu amüsieren.

Der zweite Tag führte uns auf die obligatorische Tour in Richtung Wilhelmshaven. Schnell kamen wir am Südstrand an. Bevor wir eine Pause machten, erfragten wir erst einmal die Fährverbindung in Richtung Eckwarderhörne, da wir endlich einmal den Jadebusen in einem Stück umrunden wollten. Zu unserem Bedauern mussten wir feststellen, dass die letzte Fähre für das Jahr am Vortag gefahren war. Also keine Umrundung des Jadebusens – wieder einmal. Stattdessen genossen wir das schöne Wetter auf der Promenade am Südstrand und machten eine ausgiebige Pause, bevor es dann nach Dangast zurückging. Auf der Rückfahrt herrschte natürlich Gegenwind und wir quälten uns etwas ab. In Dangast angekommen, ging es erst einmal zum Kurhaus, wo wir uns bei Kuchen und einem Getränk erholten.

In Dangast angekommen machten wir erstmals unsere Abschlusspause in der Bäckerei Frölllje. Von der vor dem Laden eingerichteten Außenbestuhlung hat man einen wunderschönen Blick über den Jadebusen.

Zurück am Ferienhaus ging es erst einmal in den Garten, bis uns die Fliegen nach drinnen trieben. Auch hier mussten wir erst einmal ein paar erledigen, bevor wir es uns stressfrei gemütlich machen konnten. Zum Abendessen ging es zum italienischen Restaurant Mamma Mia, da das Zollhaus Ruhetag hatte.  Mit etwas Glück erhielten wir noch einen Tisch. So voll, hatten wir es bisher selten erlabt. Auf dem Rückweg dann wieder einmal der Stopp an der Eisdiele Sahnehäubchen.

Am nächsten Tag sollte uns unsere Tour zum Neuenburger Urwald führen. Die erste Etappe über Obenstrohe verlief ausgesprochen gut, da wir auch leichten Rückenwind hatten. Von Obenstrohe aus ging es dann zum Mühlenteich, wo wir die erste Pause einlegten.

Von hier ging es dann durch ein Waldstück bis zu einem alten Truppenübungsplatz. Hier verschafften wir uns durch einen Schleichweg Zugang und konnten so einen Umweg vermeiden. Im weiteren Verlauf kamen wir dann auf den Radweg entlang der B 437. Hier hatten wir starken Rückenwind und flogen so praktisch das letzte Stück bis zum Restaurant Urwaldhof.

Nach einer ausgiebigen Mittagspause ging es dann weiter durch das Naturschutzgebiet Neuenburger Urwald. Nach leichten Orientierungsschwierigkeiten, die allerdings selbst verschuldet waren, da wir uns nicht genug Zeit genommen hatten, das Beschilderungssystem zu begreifen, kamen wir am Ortsende von Zetel raus. Hier folgten wir der Strecke in Richtung Petersgroden. Ab Zetel und insbesondere ab dem Dangaster Binnentief hatten wir dann mit Gegenwind zu kämpfen, der uns sichtlich ermüdete.

In Dangast angekommen ging es erst einmal wieder zu Bäckerei Frölllje, um uns zu erholen. Danach kauften wir für ein abendliches Grillen ein, um den Abend im Ferienhaus zu verbringen.

Die Tour am nächsten Tag war ausgesprochen kurz und von Gegenwind geprägt. Eigentlich sollte es eine längere Tour am Jadebusen entlang werden. Tatsächlich ging es bis zum Vareler Hafen und zurück. Der starke Ostwind war mittlerweile derart lästig geworden, dass er uns die Lust am Fahren nahm und wir kehrten nach einer Mittagspause bei Fischbrötchen und Tide-Bier um, damit wir die Sonnenstrahlen im windgeschützten Garten genießen konnten.

Abends ging es dann noch einmal nach Varel, allerdings mit dem Pkw. In Varel war Kramermarkt, eine Art Volksfest. Wir bummelten durch die Innenstadt und genossen einige Getränke, bevor es zu etwas späterer Stunde zum griechischen Restaurant Dyonisos zum Abendessen ging. Bei unserer Ankunft wurden wir erst einmal auf die Parkordnung hingewiesen, da ich es augenscheinlich nicht geschafft hatte, auf dem leeren Parkplatz platzsparend zu parken. Unsere Stimmung wurde hierdurch jedoch nicht getrübt und wir genossen ein nettes Abendessen auf der neu eingerichteten Außenterrasse.

Die beiden letzten Tage verbrachten wir am Ferienhaus und mit Einkaufen, da der Wind nicht besser werden wollte. Am letzten Abend ging es dann noch einmal zum Essen ins alte Zollhaus. Hier hatten wir einen Tisch im Außenbereich reserviert, obwohl das Wetter eigentlich schlechter werden sollte. Tatsächlich blieb es aber sonnig und warm, so dass unsere Platzreservierung erfolgreich war und wir noch einmal ein gutes Abendessen genießen konnten.

Insgesamt hatten wir letztlich mit dem Wetter ausgesprochen Glück und verbrachten erholsame Tage. Nur der Wind machte uns zu schaffen, weshalb das Fahrradfahren etwas kurz kam.

Datum TRP TIME AVS Vmax
12.09.2016 17,64 0:52:36 20,13 27,47
13.09.2016 36,02 1:54:11 18,92 38,07
14.09.2016 39,25 2:07:43 18,43 30,19
15.09.2016 22,15 1:07:14 19,78 27,44
 Gesamt 115,06 6:01:44    

 

Fahrradtour in der östlichen Heide

Hermannsburg

(01.06.2013 – 07.06.2013)

Samstag 01.06.2013

Nachdem Ansgar und ich uns auf der Fahrt zu einem Doppelkopftermin besprochen hatten, holte er mich am Samstag gegen 12.00 Uhr ab. Lars konnte diesmal leider nicht mit dabei sein, da sein Arbeitgeber seine Anwesenheit einforderte.

Die Anfahrt nach Hermannsburg verlief ereignislos. Lediglich in Celle wichen wir von der vorgegebenen Route ab, um noch Geld abzuheben. Mein Weg zur einer Bank im Cash Pool-Verband führte uns einmal um die Celler Innenstadt. Auf dem Weg zurück zur eigentlichen Strecke kamen war dann direkt an einer Sparda-Bank vorbei, die auch vorher streckengünstiger zu erreichen gewesen wäre. Ließ sich halt nicht ändern. Wir nahmen es locker.

Gegen 14.00 Uhr trafen wir an der Ferienwohnung ein und wurden von der Vermieterin herzlich empfangen. Sie zeigte uns gleich die Wohnung, sodass wir unmittelbar danach einräumen konnten. Nachdem die Zimmerverteilung erledigt war, ging es noch kurz zum Einkaufen in einen nahen Netto-Markt. Danach nutzten wir die Anwesenheit im Zentrum von Hermannsburg, wenn man es nennen mag, und machten noch einen kurzen Bummel durch die Straßen, um uns nach Restaurants und Einkaufsmöglichkeiten umzuschauen.

Nach einem kleinen Eis in einer italienischen Eisdiele ging es in die Ferienwohnung zurück. Hier relaxten wir erst einmal, machten uns eine Pizza und gönnten uns das DFB-Pokalfinale im Fernsehen. Bayern München gewann gegen den VfB Stuttgart mit 3:2 und schaffte als erste deutsche Männermannschaft das Triple.

Sonntag, 02.06.2013

Nachdem ich beim Bäcker Brötchen besorgt hatte, frühstückten wir erst einmal in Ruhe. Irritiert hatte mich bis dahin nur, dass bei meiner Fahrt zum Bäcker alle Türen und Fenster der Wohnung und des Arbeitsbereiches unseres Vermieters offen gestanden haben. Augenscheinlich scheint es sich bei unserer Ferienwohnung um einen Ort abseits jeglicher Kriminalität zu handeln.

Nach dem Frühstück war es dann soweit. Die erste Tour stand an. Das Wetter war bedeckt und man konnte nicht sagen, ob es zu regnen beginnen würde. Dem entsprechend waren wir mit Regenjacke und langen Sachen unterwegs.

Zunächst ging es in Richtung Unterlüß. Nach dem Waldbad ging es nach rechts in die Südheide. Wir folgten dem ausgeschilderten Fahrradweg durch die Waldlandschaft. Nachdem wir so einige Kilometer zurückgelegt hatten, beschlossen wir von der angedachten Route abzuweichen und einen Abstecher zum Mahnmal in Eschede zu machen. Die Strecke führte uns in Richtung Stackshorn und wurde lediglich durch das immer wiederkehrende Öffnen der Wildschutztore unterbrochen. Trotz aller Bemühungen auf der Strecke zu bleiben, hatten wir dann doch Probleme uns zu orientieren und landeten letztlich in Rebberlah, wo wir nicht hin wollten. Aber auch von hier kamen wir zum Mahnmal und nahmen den vier Kilometer langen Abstecher in Kauf.

Am Mahnmal machten wir einen Fotostopp und nutzten die Gelegenheit durch eine Passantin ein Gruppenfoto zu machen. Dann ging es die vier Kilometer wieder zurück. Wieder in Rebberlah angekommen, wollten wir eine Nebenstrecke nach Eversen nehmen. Der Einstieg in die Strecke gestaltete sich schwierig, da wir die richtige Abzweigung erst im zweiten Anlauf fanden. Über die folgenden Waldwege war es nicht schön zu fahren, da die Pfützen der Regenfälle der letzten Tage noch nicht abgetrocknet waren und wir ihnen immer wieder ausweichen mussten. Hindurchfahren trauten wir uns nicht, da sie doch sehr tief schienen.

In Eversen angekommen machten wir erst einmal eine ausgiebige Pause und besprachen die weitere Strecke. Auf der Hinfahrt nach Hermannsburg hatten wir einen Hinweis auf das Schützenfest in der Ortschaft Sülze gesehen. Hier wollten wir eine kurze Rast einlegen.

In Sülze angekommen fragten wir uns nach dem Schützenfest durch. Jeder gab uns Hinweise auf den Schützenkönig. Hier würden wir etwas zu trinken und zu essen erhalten. Tatsächlich war an dem Haus einiges los und wir wurden aufgefordert einfach herein zu gehen.

Das taten wir auch, trauten uns aber nicht und einfach zu bedienen. Von der Fahrt zum Schützenplatz nahmen wir dann Abstand, da jeder am Haus des Schützenkönigs zu sein schien.

Unsere Rückfahrt führte uns durchs Örtzetal. Knapp vier Kilometer vor der Ferienwohnung fanden wir eine Gaststätte auf einem Campingplatz, wo wir uns ein Bier gönnten, da wir annahmen den Rest der Strecke locker zu bewältigen. Leider zeigte der Alkohol Wirkung und wir schleppten uns die letzten Kilometer zur Ferienwohnung.

Dort angekommen duschten wir erst einmal ausgiebig, bevor es dann noch einmal zum Essen in den Ort ging. Wir hatten intuitiv das griechische Restaurant zum Essen ausgesucht. Es war ein Glücksgriff, da zum einen das Essen sehr gut uns reichhaltig war und zudem es noch auf ausgewählte Gerichte 50 % Rabatt gab.

Den Abend verbrachten wir dann in unserer Ferienwohnung bei Fernsehen und Gesprächen.

Montag, 03.06.2013

Wieder ging es nach dem Frühstück los. Wir folgten den Radwegen über Weesen in Richtung Lutterloh. Von dort an folgten wir der Landstraße bis Neu Lutterloh. Hiernach ging es in Richtung Norden ab. An einer wunderschönen Heidefläche machten wir wiederum eine Pause. Mittlerweile war es sonnig geworden, sodass wir das schöne Wetter genossen.

Auf der weiteren Strecke erkundeten wir noch eine Nebenstrecke, die uns in Richtung Müden führen sollte. Der Weg war jedoch derart sandig, dass wir Abstand davon nahmen, ihn weiter zu nutzen. Danach ging es Oberohe und von dort weiter nach Gerdahaus. Hier wollten wir wieder eine Nebenstrecke nutzen, verfehlten jedoch erneut den Einstieg. Nach einem Gespräch mit einer Anwohnerin entschieden wir uns für die Strecke an der Landstraße entlang nach Müden.

Dort angekommen suchten wir eine Lokalität, wo wir etwas zur Stärkung erhalten konnten. Das Café, das wir als erstes anfuhren, hatte gerade über Mittag geschlossen. Wir fanden dann noch eine Gaststätte, wo wir aber auf Grund der horrenden Preise nur ein Getränk nahmen.

Nach der Pause wollten wir durch das Örtzetal bis Hermannsburg fahren. Die ausgesuchte Strecke war jedoch ein Wanderweg und die Einfahrt für Fahrradfahrer erschwert. Da es jedoch Montag war und wir mit nicht allzu vielen Wanderern rechneten, gönnten wir uns den Wanderweg. Es war für die Mountainbikes eine anspruchsvolle Strecke. Unterbrochen wurde die Fahrt durch eine Gruppe Kanuten, die wir beim Passieren eines über die Örtze liegenden Baumes beobachteten. Danach ging es zügig bis nach Hermannsburg, wo wir uns im Heidjer-Grill einen Snack zum Abschluss der Tour gönnten.

Dienstag, 04.06.2013

Es war der erste Tag, der schon mit Sonnenschein startete.

Beim Einkauf der Brötchen musste ich feststellen, dass es auch Bäcker gab, die sich einen Ruhetag gönnten. Nachdem ich bei einem anderen Bäcker fürs Frühstück eingekauft hatte, folgte ich einfach den Grundschüler, die in der Nähe unserer Ferienwohnung zur Schule gingen, um den kürzesten Weg zurück zu fahren.

Nach dem Frühstück wählten wir erstmals kurze Bekleidung für die Fahrradtour und hatten hierbei eine gute Wahl getroffen.

Unsere Tour führte uns westwärts aus Hermannsburg hinaus. Unser erstes Ziel war das Großsteingrab in Siddernhausen. Hier stellte Ansgar fest, dass er seine Trinkflasche vergessen hatte.

Die Fahrt ging weiter bis nach Huxahl. Hier stieg, ohne dass ich es bemerkte, meine Trackingaufzeichnung aus. In Bergen angekommen, machten wir uns erst einmal auf die Suche nach einem Einkaufsmarkt, damit Ansgar seinen Flüssigkeitshaushalt auffüllen konnte. Nach einem Hinweis auf einen Markt, machte sich Ansgar allein auf den Weg, während ich wartete. Nachdem wir wieder vereint waren, ging es in Richtung Nindorf weiter. Mittlerweile hatten wir stark wechselte Winde, wie eigentlich jeden Tag, und fuhren regelmäßig gegen den Wind. Von Nindorf ging es nach Widdernhausen. Hier folgten wir einer langen Gerade über Hetendorf bis zum 7-armigen Wegweiser, einer Panzerplatte, von der sieben Wege abgehen. Nachdem wir den richtigen gewählt hatten, mussten wir bereits nach wenigen hundert Metern schieben, da der Weg aus lockerem Sand bestand. Dies sollte sich auch auf den nächsten Kilometern nicht ändern, sodass es ein beständiger Wechsel zwischen Fahren und Schieben war. Zudem verpassten wir auch noch unsere Abzweigung, wie wir später feststellten. Mit einigen Umwegen und über abenteuerliche Wege erreichten wir dann den Löns-Stein, wo wir die Aussicht genossen.

Von dort aus ging es dann zu den nahen Grabhügeln, einer archäologischen Fundstätte in der Nähe. Nach einem kurzen Fotostopp ging es auf einem trailähnlichem Weg zu einer Ansiedlung namens Backeberg. Ab hier folgten war dann den regulären Radwegen bis wir zurück in Hermannsburg waren und uns abschließend am Heidjer-Grill stärkten.

Am Abend ging es dann noch einmal aufs Rad und wir fuhren zum Abendessen zum chinesischen Restaurant Mei-May in der Junkerstraße.

Mittwoch, 05.06.2013

Am heutigen Tag kamen wir früh hoch. Diesmal war es Ansgar, der es als erstes schaffte, und die Brötchen besorgte. Nach dem Frühstück machten wir uns dann auch gleich auf den Weg und kamen bereits gegen 09.00 Uhr los. Als Ziel hatten wir uns Celle ausgesucht. Um dorthin zu gelangen wählten wir den direkten Weg und fuhren zunächst durch das Örtzetal bis Eversen.

Ab hier ging es an der Landstraße 240 entlang. Es lief ganz gut auf dem Radweg und wir legten eine ordentliche Geschwindigkeit hin, sodass wir bereits nach etwas über einer Stunde in Groß Hehlen, vor den Toren von Celle waren. Kurze Zeit später war auch schon die Innenstadt erreicht und wir gingen durch die Fußgängerzone. Zunächst suchten wir einen Apple-Store auf, da an meinem iPad aus ungeklärter Ursache das Display ausgefallen war und ich mich über die weitere Verfahrensweise kundig machen wollte.

Von hier aus ging es durch die Fußgängerzone mit den Fachwerkhäusern zum Celler Schloss. Auch hier fanden wir wieder nette Passanten, in diesem Fall wohl zwei Stadtführerinnen, die ein Foto von uns machten.

Nachdem dies abgehakt war, suchten wir uns etwas zur Stärkung und fanden ein Café an einem Platz in der Innenstadt. Hier gönnten wir uns ein Stück Kuchen und ein Getränk. Interessanterweise kostete das Gebäck für Besucher des Cafés 60 Cent mehr als im Außerhausverkauf.

So gestärkt ging es dann noch einmal durch die Straßen der Innenstadt, hauptsächlich auf der Suche nach Mitbringsel für unsere Liebsten. Leider wurden wir nicht fündig.

Der Rückweg führte dann über die gleiche Strecke wie die Hinfahrt. Unsere anfänglichen Befürchtungen über das Streckenprofil und eventuellen Gegenwind bestätigten sich nicht, sodass wir flott voran kamen und bereits gegen halb Drei wieder im Heidjer-Grill saßen, um uns mit einem Getränk zu stärken.

Nach dem Duschen ging es dann noch kurz zum Einkaufen, da sich die Getränke mittlerweile bedenklich geleert hatten und wir noch etwas für das Abendessen einkaufen mussten.

Donnerstag, 06.06.2013

Heute holt Ansgar die verlorene Zeit vom Vortage auf und schläft sich richtig aus. Nach einem reichhaltigen Frühstück mit Brötchen und Ei geht es dann los. Der Start wird nur durch Ansgars Fahrradtacho verzögert, der sich mal wieder resetet hatte und erst wieder eingestellt werden musste. Danach ging es in Richtung Weesen los. Von dort aus ging es schnurgerade durch die Heidelandschaft bis Gerdahaus. Von dort über Schmarbeck nach Faßberg, wo wir uns einen Blick auf die Erinnerungsstätte „Luftbrücke Berlin“ gönnten, die vom Fliegerhorst Faßberg mit betrieben wurde.

Über Trauen und Dethlingen ging es dann nach Munster, wo wir dann erst einmal die Innenstadt nach Magneten und Hosenträgern durchforsteten. Als diese Suche negativ verlief, machten wir noch eine Essenspause in einem Imbiss, bevor es wieder weiter ging.

Wir folgten dem ausgezeichneten Fahrradweg in Richtung Müden und passierten dabei das Panzermuseum. Danach folgte der Radweg einem Kasernengelände, bevor es auf eine restaurierte Panzerstraße abging. Hier machte Ansgar dann nochmal richtig Fahrt und wir nutzten den nagelneuen Untergrund, um noch einmal richtig Geschwindigkeit zu machen. In Dethlingen trafen wir auf die ursprüngliche Strecke und folgten von hier an dem Radweg an der Landstraße entlang bis Poitzen. Hier wechselte der Radweg auf eine unbefahrene Nebenstrecke bis er Müden erreichte.

Ab Müden folgten wir dann wieder dem Radweg im Örzetal bis wir unsere Ferienwohnung in Hermannsburg erreichten.

Nach dem Duschen machte sich dann Ansgar auf den Weg nach Soltau. Auf Grund der Nähe wollte er eine Jacke, die er im dortigen Design-Outlet-Center erworben hatte reklamieren. Übrigens mit Erfolg.

Als er dann in die Ferienwohnung zurückkehrte, machten wir uns unser Abendessen, bevor wir den Abend vor dem Fernseher ausklingen ließen. Ansgar hat gesagt, dass er die Mädchen auf 19.35 Uhr bestellt hat -Gelogen!

Freitag, 06.06.2013

Um 09.30 Uhr, nach dem Frühstück, ging es wieder aufs Fahrrad. Wir hatten die Absicht in Richtung Unterlüß zu fahren. Nach dem Waldbad bogen wir erneut in Die Südheide ab und folgten hier den Fahrradwegen bis Lutterloh. Da wir recht schnell unterwegs waren, modifizierten wir unsere Route und wählten als Wendepunkt das Museumsdorf Hösseringen aus.

Nachdem wir südwestlich von Unterlüß den Einstieg in die Strecke nach Hösseringen gefunden hatten, ging es über 5 Kilometer lang auf Sandwegen stetig geradeaus. Nicht gerade eine erbauliche Strecke. Die Strecke hatte aber noch einen weiteren Nachteil. Sie wies keine Beschilderung zum Museumsdorf auf. Dies fiel uns allerdings erst auf, als wir bereits die Ortschaft Hösseringen erreicht hatten. Wir mussten wieder zurück, um zum Museumsdorf zu gelangen und um uns noch weiter zu strafen, ging diese Strecke stetig bergauf.

Am Gasthaus, der dem Museumsdorf angeschlossen ist, machten wir in einer beschaulichen Außenwirtschaft unsere Mittagspause.

Danach ging es wieder zurück. Als erstes Etappenziel stand Unterlüß auf dem Programm. Hier angekommen, kamen wir kurz in ein Gespräch mit einem Ehepaar, das mit Klapprädern unterwegs war und in Richtung Eschede-Mahnmal wollte. Wir erläuterten ihnen die Strecke und hatten dann etwas Mitleid mit ihnen, das sie bei diesem warmen Wetter die Strecke mit Klapprädern auf sich nahmen.

Es folgte der letzte Streckenabschnitt bis Hermannsburg. Wir hatten uns vorgenommen den Streckenabschnitt ohne weitere Umwege zu bewältigen. Bis kurz vor  Lutterloh ging es ganz gemächlich, da auch einige leichte Steigungen in der Strecke waren. Danach, mit dem leichten Gefälle im Rücken, ging es mit einer rasanteren Geschwindigkeit weiter. Leider bremsten uns immer wieder Verschwenkungen des Radweges und andere Radfahrer leicht aus. Hätten wir die Straße gewählt, wäre es noch schneller gegangen.

In Hermannsburg angekommen, machten wir erst einmal am Heidjer-Grill eine Rast um durchzupusten.

Danach ging es zur Ferienwohnung, wo wir dann den Rest des Nachmittags relaxten.

Abends gingen wir noch einmal in das griechische Restaurant zum Essen.

Samstag, 07.06.2013

Der Rückreisetag war angebrochen.

Alles verlief recht unspektakulär. Nach dem Frühstück machten wir kurz die Ferienwohnung besenrein und luden unsere Sachen ein. Ansgar hatte die Fahrräder schon aufgeladen. Diesmal klappte es, ohne dass er seine Heckscheibe fast mit der Mutter zerschoss.

Die Rückfahrt selbst fand bei strahlendem Sonnenschein statt. Kurz vor Celle kamen wir auf einen Verkehrsunfall zu,  der gerade aufgenommen wurde. Eine Fahrspur war durch den Frontalzusammenstoß  zweier Pkw gesperrt. Gott sei Dank war nicht so viel Verkehr, sodass wir keine längere Wartezeit hatten.

Gegen Mittag waren wir bereits wieder zurück in Harsum und dieser Fahrradurlaub war beendet.

Tourendaten

Datum Trip Zeit AVS Vmax
02.06.2013 49,73 km 2:37:09 18,99 km/h 35,65 km/h
03.06.2013 36,96 km 2:02:48 18,06 km/h 29,07 km/h
04.06.2013 41,99 km 2:22:52 17,63 km/h 44,04 km/h
05.06.2013 58,70 km 3:01:45 19,38 km/h 33,13 km/h
06.06.2013 51,45 km 2:27:45 20,89 km/h 37,44 km/h
07.06.2013 62,10 km 3:03:40 20,28 km/h 41,21 km/h
300,93 km 15:35:59

Rückgriff auf Bewährtes – Fahrradfahren am Jadebusen

Dangast

(17. Juni 2012 – 24. Juni 2012)

Im Gegensatz zum Vorjahr wollten wir wieder einmal etwas ändern. Diesmal betraf es den Zeitraum unserer Reise. Erstmalig waren wir vor den Sommerferien unterwegs. Das Ganze natürlich in der Hoffnung besseres Wetter zu haben. Ansonsten machten wir es uns recht einfach und fuhren in das Ferienhaus in Dangast, das wir schon zweimal zuvor als Reiseziel gewählt hatten. Da wussten wir jedenfalls, was das Umfeld zu bieten hatte.

Am Samstag, dem 16. Juni 2012 fuhr ich schon einmal vor, erledigte die wesentlichen Einkäufe und richtete mich schon einmal ein. Am Sonntag kamen dann Ansgar und Lars nach. Sie fuhren gegen 11.00 Uhr in Sorsum los und trafen gegen halb zwei am Ferienhaus ein. Während der Wartezeit machte ich schon einmal einen Gang durch Dangast und reservierte einen Stellplatz für Elli und mich zu einem späteren Datum und eine Tisch im „Alten Zollhaus“ für das gemeinsame Abendessen. Das war etwas problematisch, da an dem Abend Deutschland spielte und alle vor dem Spiel noch Essen gehen wollten. Trotzdem schaffte es Hamid uns einen Tisch für 17.30 Uhr zu reservieren.

Nachdem ich das alles erledigt hatte und auf der Terrasse auf das Eintreffen von Ansgar und Lars wartete, schaffte ich es, mein Handy zu schrotten. Trotz Stoßfestigkeit hielt es dem Sturz aus knapp einem Meter Höhe nicht stand und das Display splitterte. Es war zwar danach noch funktionsfähig, aber auf die Touren nahm ich es lieber nicht mehr mit, da ich Angst hatte, dass das Display ganz zerspringt.

Der Rest des Tages ist schnell erzählt. Als Lars und Ansgar eintrafen und sich ebenfalls eingerichtet hatten, saßen wir bis zum Essen auf der Terrasse und tranken bereits das ein oder andere Bier. Nach dem Essen kamen wir pünktlich zum Fußballspiel zurück ins Ferienhaus. Die abschließende Vorrundenpartie Deutschland gegen Dänemark ging 2:1 aus und Deutschland hatte das Viertelfinale der Euro 2012 erreicht, wo sie auf Griechenland treffen würden.

Am nächsten Morgen nahm dann alles seinen gewohnten Lauf. Ich holte (wie eigentlich immer) die Brötchen und wir frühstückten gemeinsam. Danach ging es auf unsere erste Fahrradtour. Sie sollte uns nach Wilhelmshaven führen. Mit leichtem Rückenwind ging es am Deich entlang und an der Abzweigung Mariensiel machten wir die erste ausgedehnte Pause. Als es dann am Südstrand entlang weiter ging, fing es leicht an zu regnen. Dies steigerte sich dann zu einem Gewitter. Unmittelbar neben uns im Jadebusen schlugen die Blitze ein. Als es dann auf den letzten Kilometern den Deich hinauf ging, hatten wir schon gehörig Respekt vor dem Wetter und hofften, dass uns kein Blitz erwischt.

Unmittelbar nachdem wir die Arkaden am Südstrand erreicht hatten, fing es dann richtig an zu regnen. Wir überbrückten die Wartezeit auf besseres Wetter mit einem Getränk und beschlossen nach einem Blick an den Himmel lieber die Rückfahrt anzutreten. Das taten wir dann auch, allerdings bei Gegenwind, was die Sache nicht einfacher machte. Gerade auf der langen Geraden bei Cäciliengroden machte sich der Wind stark bemerkbar.

Bereits gegen 13.00 Uhr waren wir wieder am Ferienhaus. Den Nachmittag verbrachten wir mit einem Bummel durch Varel und dem Einkaufen für das Abendbrot. Das Abendprogramm bestand dann wieder aus Live-Übertragungen von der Euro 2012.

Für den nächsten Tag hatten wir uns die Tour um den Jadebusen herum nach Eckwarderhörne vorgenommen. Bereits um 10.00 Uhr ging es los und der erste Teil der Strecke bis zum Vareler Hafen verlief ereignislos bei windstillem und sonnigem Wetter. Danach wollten wir eigentlich dem Deich am Jadebusen entlang folgen. Leider war diese Strecke auf Grund der anstehenden Deicherhöhung und der damit verbundenen Bauarbeiten gesperrt und wir mussten die Umleitung fahren, die uns an der Kreisstraße 197 entlang führte. Den Radweg, den wir aus den Vorjahren als gut in Erinnerung hatten, war mittlerweile allerdings auf Grund der Unebenheiten sehr gewöhnungsbedürftig. Jeder Versuch an die Deichstraße zurück zu gelangen, wurde durch die Baustelle vereitelt, so dass wir bis Beckmannsfeld an der Straße fuhren. Erst danach ging es wieder auf Nebenstraßen und die Deichstraße. Das letzte Stück der Strecke führte dann an der Außenseite des Deiches, also direkt am Ufer des Jadebusens, entlang.

Pünktlich zur Mittagszeit erreichten wir nach etwa 40 Kilometer Strecke das Seezeichen bei Eckwarderhörne. Wir gönnten uns am dortigen Imbiss einen Snack, wobei wir feststellten, dass augenscheinlich alle Preise Verhandlungssache waren, was wir dann auch ausnutzten. Die Zubereitung der Speisen nahm dann auch noch etwas Zeit in Anspruch. So dauerte die Zubereitung eines Matjes-Brötchens gut 10 Minuten.

Nach dem Imbiss ging es dann zurück. Da wir uns nun nicht mehr orientieren mussten und wir weniger Pausen machten, ging es etwas zügiger zurück. Die letzte Rast machten wir dann am Vareler Hafen. Von hier aus ging es am Deich weiter, allerdings bei starkem Gegenwind. Ansgar und ich wechselten uns auf den letzten 10 Kilometern mit der Führungsarbeit ab und versuchten so Lars zu entlasten. Nachdem wir die insgesamt knapp 80 Kilometer geschafft hatten, waren wir echt platt.

Auf Grund der anstrengenden Tour vom Vortag, wollten wir es am Folgetag etwas ruhiger angehen lassen und wählten den Neuenburger Urwald als Ziel. Auf einer Strecke durch das Deichhinterland ging es nach Ellenserdammsiel. Nachdem wir hier die Autobahn überquert hatten, wollten wir einen Verbindungsweg nach Driefel nehmen, der auf der Fahrradkarte verzeichnet war. Leider war er nur auf der Fahrradkarte vorhanden. Im wirklichen Leben endete dieser Weg auf einer Wiese, so dass er für uns nicht weiter in Betracht kam. Zudem war in diesem Teil die Baustelle eines Windparks, was die Orientierung auf Grund der vielen angelegten Baustraßen nicht einfach machte, so dass wir direkt nach Steinhausen fuhren, um die Strecke über Bockhorn zu wählen. Dorthin ging es über die Straße. Es folgte die letzte Teilstrecke durch den Neuenburger Urwald zum Urwaldhof, wo wir ein leichtes Mittagessen einnahmen.

Für den Rückweg fragten wir die Bedienung nach einem Radweg an der B 437 entlang in Richtung Bockhorn. Obwohl die Strecke direkt an ihrem Lokal vorbeiführte konnte sie nicht sagen, ob ein Radweg vorhanden wäre. Wir schauten dann selbst nach und fanden tatsächlich einen vor, der uns an Bockhorn vorbei bis Seghorn führte. Dort machten wir am Fahrradmuseum noch eine kurze Pause, bevor es auf das letzte Teilstück über Jeringhave nach Dangastermoor und Dangast ging. Die Strecke, geprägt durch leichte Steigungen und starkem Gegenwind, machte uns ganz schön zu schaffen.

Zurück in Dangast gab es erst einmal ein Bierchen auf der Terrasse. Währenddessen meldet sich die Fiat-Werkstatt und gibt eine kurze Sachstandsmeldung zur momentanen Reparatur des Wohnmobils. Wichtigster Eckwert war, dass der Kilometerstand genullt werden musste. Nachdem wir einige Stunden relaxt hatten, ging es abends ins griechische Restaurant Dionysos in der Düsternstraße zum Essen. Unserer Empfindung nach eine gute Wahl vor dem anstehenden Viertelfinalspiel gegen Griechenland.

Für den folgenden Tag hatten wir wieder eine anspruchsvollere Tour geplant. Hooksiel war unser Ziel. Bis Mariensiel ging wieder alles ohne Probleme. Danach hatten wir leichte Orientierungsprobleme. Den einzigen Anwohner, den wir trafen und befragen konnten, hatte gerade einen Kehlkopf-OP hinter sich und war dem Entsprechend schwierig zu verstehen. Letztlich folgten wir der Beschilderung in Richtung Hooksiel, nachdem wir sie erst einmal gefunden hatten. Über Fedderwarden und Sengwarden ging es nach Hooksiel. Bei der Einfahrt in den Ort komme ich zu Fall, da ich schnell genug aus den Pedalen komme, als wir an einer roten Ampel halten müssen. Die Folge waren leichte Abschürfungen am rechten Schienbein.

Bereits um 11.15 Uhr waren wir in Hooksiel angekommen. Nach etwas Sightseeing – Alter Hafen und Fußgängerzone – gönnten wir uns ein Fischbrötchen, bevor es in Richtung Hooksieler Schleuse weiterging. Die Strecke dorthin führte durch ein Naherholungsgebiet. In einer mit Gebüsch schlecht einsehbaren Linkskurve kam es dann fast zu einem Zusammenstoß mit einem entgegenkommenden E-Bike-Fahrer, der den Außenradius der Kurve wählte, statt auf seiner Fahrspur zu bleiben. An der Hooksieler Schleuse genossen wir dann bei Sonnenschein den Blick nach Schillig und auf die Vogelinsel Mellum. Danach ging es direkt am Ufer weiter. Auf kilometerlangen geraden Strecken zog sich der Weg bis zum Jadeport und im weiteren Verlauf zum Ölhafen hin. Von dort an wollten wir eigentlich weiter am Ufer entlang durch die weiteren Häfen fahren. Die Strecke war auch als Fahrradweg auf der Karte verzeichnet. Leider machte uns die Bundeswehr, die diese Hafenteile nutzte, einen Strich durch die Rechnung, indem sie es als militärischen Sicherheitsbereich sperrte. Da die Strecke über die Kaiser-Wilhelm-Brücke durch deren Umbau gesperrt war, ging es durch die Stadt bis zum großen Hafen. Dort machten wir noch eine Pause bevor es dann nach Mariensiel und weiter über Cäciliengroden (natürlich wieder bei Gegenwind) zurück nach Dangast ging.

Dort trafen wir gegen 16.15 Uhr ein und gönnten uns erst einmal ein Eis in der Eisdiele bevor wir noch ein paar Mitbringsel einkauften. Das Abendessen nahmen wir dann im italienischen Restaurant Mamma Mia in Dangast ein.

In der Nacht hatte es gewittert. Ich habe davon nicht viel mitbekommen, da mein Schlafzimmer in die Gegenrichtung lag. Ansgar und Lars berichteten jedoch, dass das Wetter heftig auf ihre Fenster getroffen sei.

Gegen 10.00 Uhr ging es dann nach dem Frühstück los in Richtung Mühlenteich. Über Dangastermoor fuhren wir nach Jeringhave und von dort durch den Wald zum Mühlenteich. Am Waldschlösschen Mühlenteich, einer Beautyfarm, die wir allerdings nicht nutzten, machten wir dann eine kurze Getränkepause. Danach ging es über die Landstraße nach Obenstrohe, wo wir Reni einen kurzen Besuch abstatteten.

Von dort aus ging es dann durch den Vareler Stadtwald und die Innenstadt zum Vareler Hafen. Bei leichtem Rückenwind und Gefälle rollte es ganz gut und wir schafften es die durch VZ 274 angeordnete Höchstgeschwindigkeit zu halten. Auf Höhe der Keksfabrik musste mich dann unbedingt ein Autofahrer noch überholen, um direkt vor mir einzuscheren und gleichzeitig stark abzubremsen. Ich hoffe, dass er die Flüche gehört hat, mit denen ich ihn bedacht habe.

Am Vareler Hafen gönnten wir uns dann ein Fischbrötchen und ein Getränk. Da es mit Rückenwind weitergeht, war es für mich das erste alkoholische Getränk während einer Tour. An der Schleuse fängt es dann leicht zu regnen, was aber der zügigen Rückfahrt keinen Abbruch tut. In Dangast angekommen, kaufen wir noch kurz für das Abendessen ein, da wir beabsichtigen selbst zu kochen. Während Lars und ich im Geschäft sind, fängt es erneut an zu regnen. Diesmal kurz und heftig. Nach etwa 30 Kilometern sind wir wieder an der Ferienwohnung. Diesmal aber nicht geschlossen, da Lars und Ansgar noch eine Tisch im ‚Alten Zollhaus‘ für den nächsten Abend reservieren.

In der Ferienwohnung relaxen wir erste einmal, bevor wir zeitgerecht vor dem EM-Viertelfinale unser Essen zubereiten. Es gibt Schweinegeschnetzeltes in Rahmsause mit Spätzle als Beilage. Leider hatten wir vergessen, die Pilze für das Geschnetzelte mitzubringen. Geschmeckt hat es trotzdem. Danach folgte ein neuerlicher Fußballabend. Deutschlang schlägt Griechenland mit 4:2 und zieht ins Halbfinale ein, das sie dann später gegen Italien verloren.

Den letzten Tag in Dangast wollten wir fahrradfrei gestalten. Nach dem ausgiebigen Frühstück machten wir einen Bummel durch Dangast. In der Kuranlage trafen wir auf die Minigolfanlage und machten kurz entschlossen eine Runde.

Lars siegte mit 40 Schlägen, gefolgt von Ansgar mit 43 und meiner Person mit 46. Keine Glanzleistung, aber spannend bis zum letzten Loch, da sich hier erst alles entschied.

Nachdem wir gegen 13.00 Uhr zurück an der Ferienwohnung waren, ging es noch einmal in die Stadt. Wir brachten das Leergut weg und fuhren zum Werksverkauf der Keksfabrik Bahlsen, um für die Familien einzukaufen. Danach gönnten wir uns erneut ein Fischbrötchen und ein Getränk, bevor es zurückging.

Das Abendessen fand dann erneut im Alten Zollhaus statt. Die Portionen waren wieder sehr reichhaltig und wir mussten uns echt bemühen, die Teller leer zu kriegen.

Der folgende Tag war dann der Rückreisetag. Nachdem wir unsere Klamotten verstaut hatten und die Ferienwohnung sauber hinterlassen hatten, ging es nach Hause. Es war übrigens der erste Tag, an dem es bereits morgens regnete und auch nicht wieder aufhörte, sodass wir dieses Jahr mit dem Wetter eigentlich Glück gehabt hatten.

Tourendaten

Datum Trip Zeit AVS Vmax
18.06.2012 33,66 1:37:22 20,75 34,9
19.06.2012 79,41 3:43:14 21,34 37,4
20.06.2012 35,27 1:45:29 20,00 40,1
21.06.2012 72,68 3:46:30 19,25 37,4
22.06.2012 31,23 1:33:41 20,00 32,3
  252,25 12:26:16

Radtour durch die westliche Heide

Visselhövede

(03.09.2011 – 10.09.2011)

 Nach dem Hoch und Runter an dem Weinbergen, das wir im Vorjahr genossen habe, wollten wir wieder einmal in der Ebene bleiben. Da das Ziel auch nicht zu weit entfernt liegen sollte, rückte bald die Lüneburger Heide in den Fokus.

Nachdem einiges an Informationsmaterial gesichtet war, trafen wir uns und wählten mehrere Ortschaften als mögliche Ziele aus. Gewonnen hat dann die Stadt Visselhövede, da hier die ausgesuchte Ferienwohnung im betreffenden Zeitraum zur Verfügung stand und der Erstkontakt mit der Vermieterin ausgesprochen freundlich und vielversprechend war.

Nach einem kurzen Vorbereitungstreffen – mittlerweile weiß ja jeder was er mitbringen muss – ging es am Samstagmorgen gegen 11.00 Uhr los.

Lars war von Ansgar aufgesammelt worden, während ich mit meinem Pkw alleine fuhr. Leider haben wir, mit Ausnahme des Wohnmobils, das durch Elli belegt war, noch keine adäquate Möglichkeit drei Fahrräder zu transportieren.

Über die BAB 7 ging es dann nach Norden. Bereits unmittelbar nach dem Autobahnkreuz Hannover-Ost mussten wir anhalten und unsere Fahrtroute überdenken, da direkt vor uns ein Stau angekündigt war.

Wir verließen in Großburgwedel die BAB 7 und fuhren über die B 190 weiter in Richtung Norden.

Eigentlich hätten wir diese komplett durchfahren können. Leider war sie auf Höhe Buchholz (Aller) auf Grund einer Brückensanierung gesperrt. Wir folgten erst der ausgewiesenen Umleitung. Als diese jedoch immer weiter nach Osten statt nach Norden führte und wir gerade die Autobahn überquert hatten, änderten wir den Plan und fuhren wieder auf die BAB 7 auf.

Kurze Zeit später ging es über das Autobahndreieck Walsrode auf die BAB 27 und dann an der Anschlussstelle Walsrode-Süd ab von der Autobahn.

Ansgar, der die Führung hatte, stieß dann auf leichte Probleme, da sein Navi die Straßenführung, die dort vorherrschte nicht kannte, so dass letztlich ich die letzten Kilometer bis Visselhövede die Führung übernahm, um nicht noch mehr Umwege in Kauf zu nehmen.

Gegen 13.00 Uhr trafen wir an der Ferienwohnung ein. Über den Schlüsseltresor, eine äußerst praktische Einrichtung, wie sich später zeigte, konnten wir uns die Wohnung aufschließen. Beim Betreten stellten wir fest, dass die Reinigung gerade abgeschlossen war, da der Boden noch feucht war.

Schnell waren die Zimmer aufgeteilt und Kontakt zur Vermieterin aufgenommen. Für die Fahrräder gab es eine separate Remise, wo sie trocken abgestellt waren.

Danach ging es zum Einkaufen. Mit den Grundnahrungsmitteln versorgt und durch ein Eis gestärkt, ging es zur Ferienwohnung zurück, wo wir den sonnigen Nachmittag bei einem Kaltgetränk auf der Terrasse genossen. Dabei machten wir einige unserer mitgebrachten Gesellschaftsspiele.

Am frühen Abend ging es dann mit dem Fahrrad in den Ort. Wir erkundeten die regionalen Lokale und entschlossen uns letztlich zu einem frühen Abendessen im Restaurant NebenAn im Ortskern von Visselhövede.

Nach dem Essen ging es in die Ferienwohnung zurück, wo wir mit Relaxen den Abend verbrachten.

Am nächsten Morgen, nachdem ich die Sonntagsbrötchen geholt hatte, einigten wir uns auf eine erste Fahrradtour. Die sollte uns nach Walsrode führen.

Gegen 10.00 Uhr ging es dann los. Ansgar füllte seine Bereifung an der nahegelegenen Tankstelle noch auf den richtigen Fülldruck auf, bevor es über den Radweg an der Celler Straße (B 440) entlang bis Ottingen ging. Von dort ging es über Nebenwege bis zum Eickhof.

Nach kurzen Orientierungsproblemen an der nächsten Verzweigung und der einmaligen Wahl des (natürlich) falschen Weges, ging es dann auf direktem Weg nach Walsrode, wo wir gegen 12.00 Uhr in der Innenstadt eintrafen.

Direkt am Rathaus fanden wir eine Möglichkeit eine kurze Stärkung zu uns zu nehmen.

Der weitere Weg führte uns durch die Grünanlagen an der Fulde entlang bis zur Ortschaft Fulde. Hier bogen wir nach rechts auf die gleichnamige Straße ab. Irgendwie hieß hier alles Fulde. Unser Ziel war der Grundloser See mit dem Grundlosem Moor.

Als wir dieses erreicht hatten, beschlossen wir den kurzen Umweg auf uns zu nehmen und durch das Moor den See zu umfahren.

Dann ging es über Ebbingen weiter. Auf der anschließenden Fahrt über die Kreisstraße erreichten wir dann mal wieder das Fahrttempo, dass wir bei vorherigen Touren hatten. Allerdings begünstigte uns auch das leichte Gefälle und der gute Belag.

In der Ortschaft Stellichte zerriss dann unsere Truppe, da Lars einen Pkw unbedingt überholen musste. Die Quittung dafür bekamen dann Ansgar und ich zu spüren, da er sich beim nächsten Abbiegen so blöd aufstellte, dass wir nicht an ihm vorbeikamen und unsere Fahrt verlangsamen mussten.

Es folgte dann ein kurzer Fotostopp am Gut Stellichte. Danach sollte es über eine Nebenstrecke nach Visselhövede zurück gehen. Das klappte leider nicht, so dass wir letztlich dem ausgewiesenen Radweg folgten.

Da wir unmittelbar an unserer Ferienwohnung nach Visselhövede rein kamen, beschlossen wir diese direkt anzufahren und nicht erst noch eine Gaststätte aufzusuchen.

Den Abend verbrachten wir dann in der Ferienwohnung. Zum Abendessen gab es dann Nudeln satt, die wir selbst zubereiteten.

Der Start in den nächsten Morgen gestaltete sich für mich etwas einfacher, da die Bäckerei, die unter der Woche geöffnet war, wesentlich dichter lag.

Nach dem Frühstück ging es dann wieder aufs Fahrrad.

Diesmal war eine Tour nach Soltau angedacht. Zunächst ging es über den Radweg bis Neuenkirchen. Hier gönnten wir uns eine Pause und ich mir einen Kaffee. Danach folgten wir einem Radweg, der uns durch die Heidelandschaft führte. Kurz nachdem wir Neuenkirchen verlassen hatten, erreichten wir einen Schafstall.

Na ja, mehr einen Hof, der im typischen Heidestil erbaut war und inmitten des aufblühenden Heidekrauts lag. Danach folgten wir dem Weg, der sinnigerweise ‚Der Nasenach‘ hieß und erreichten einen nett eingerichteten Steingarten.

Von dort aus war es nicht mehr weit bis Soltau, das wir pünktlich zur Mittagszeit erreichten.

Wir bummelten durch die Fußgängerzone, kauften Postkarten und suchten uns ein Lokal fürs Mittagessen.

Nach dem Mittag fiel es uns erst einmal schwer wieder in Tritt zu kommen. Wir folgten einer Nebenstraße über Leitzingen und Frielingen bis nach Eitze.

In Eitze, der Ort besteht nur aus zwei Straßen, die sich gabeln, war uns erst einmal nicht klar, wie es weitergeht. Als uns google.maps dann weitergeholfen hatte, ging es über Feldwege direkt nach Visselhövede.

Die Landschaft wurde hügeliger und nun machte uns auch der aufkommende Gegenwind immer mehr zu schaffen, so dass wir letztlich froh waren, als wir den Ortseingang von Visselhövede erreichten.

Hier ging es dann erst einmal in den nahen E-Kauf, wo wir noch schnell unser Abendessen einkauften, bevor wir uns in die Ferienwohnung zurückzogen.

Abends gab es dann Tiefkühlpizza und Fernsehen.

Der Tag war zunächst recht verhangen. Trotzdem sind wir nach dem Frühstück gestartet. Unser Tagesziel  war Rotenburg (Wümme).

Bereits am Anfang der Strecke stellten wir fest, dass wir Rückenwind hatten. Während der gesamten Fahrt lebten wir in der Hoffnung, dass er wechseln würde, da wir ansonsten mit starkem Gegenwind auf der Rückfahrt rechnen müssten.

Zunächst ging es an B 440 entlang. Da wir zügig voran kamen – der beschriebene Rückenwind hatte seinen Anteil daran – und wir keine große Lust hatten, die gesamte Zeit an der Landstraße entlang zu fahren, bogen wir in Düsternheide ab, um noch einen kleinen Umweg über Federlohmühlen und die Bullenseen zu machen.

Die erste Pause in Federlohmühlen war sehr idyllisch. Ein gepflegter Hof mit alten Fachwerkhäusern, in den u.a. das Standesamt untergebracht ist, und einem Mühlenteich für das Wasserrad.

Am Rand des Mühlenteiches hatte ein Fischreiher seinen Platz gefunden.

Hiernach ging es über Nebenstraße und Fahrradwege zu den Bullenseen. Die nächste Rast am Großen Bullensee war nicht so toll. der Wind hatte etwas zugelegt und das Wetter wurde immer grauer.

Es ging dann über den ausgezeichneten Radweg direkt weiter nach Rotenburg (Wümme).

Hier fuhren wir ohne Umwege in die Innenstadt, wo wir nach einer kurzen Orientierungsrunde einen Imbiss in der Fußgängerzone fanden, wo wir etwas zu essen zu uns nahmen.

Nach der Mittagsrast ging es auf den Rückweg. Zunächst einmal ging es an der Soltauer Straße aus Rotenburg hinaus. Wir wollten dann auf eine Nebenstrecke eigentlich auf eine ruhigere Nebenstrecke abbiegen, fanden aber den Einstieg nicht, so dass wir zunächst um das Diakoniekrankenhaus herumkurvten und dann durch ein Naherholungsgebiet in Richtung Worth fuhren.

Einmal benötigten wir auf dieser Strecke den Rat eines Spaziergängers, um uns zu orientieren, ansonsten klappte es ganz gut.

Von Worth aus ging es nach Bothel. Mittlerweile stellten wir auf jeder ungeschützten Geraden fest, dass der Wind stark zugenommen hatte.

In Bothel ging es dann auf einen Feldweg ab, wo uns eine wirklich lange, ekelhaft gerade Feldwegstrecke nach Wittorf zurück brachte.

Nun folgten wir den Fahrradweg einfach wieder zurück nach Visselhövede.

Dort angekommen orientierten wir uns kurz, ob und wo wir zu Abend essen. Leider haben wir keine adäquate Lösung gefunden, so dass wir uns in der Ferienwohnung für einen Bringdienst entscheiden.

Wir bestellten beim Pizza Flitza, da keiner von uns mehr Lust hatte, das Haus zu verlassen.

Einfach war das jedoch nicht, da Visselhövede nicht gerade die Hochburg der Lieferdienste ist.

Das Abendprogramm war dann das Fußballländerspiel Polen – Deutschland, das übrigens 2:2 ausging.

 

Das Wetter am folgenden Tag war alles andere als vielversprechend. Da unsere Planung eh vorsah, dass wir nach Buchholz in der Nordheide fahren, um eine Festplatte voll mit Musik von Jens abzuholen, blieben wir bei dem Plan.

Nach dem Frühstück machten wir uns ganz gemütlich fertig und fuhren über die Landstraße nach Norden.

In Buchholz holten wir eben die Festplatte ab und suchten dann gleich einen bekannten Markt für Unterhaltungselektronik auf, damit Lars und Ansgar auch noch einmal aufrüsten konnten.

Nachdem dies geschehen war, suchten wir einen Zeitvertreib. zunächst einmal fuhren wir nach Bispingen, wo wir uns bei McDonalds für den weiteren Tag stärkten. Danach ging es auf die nahegelegene Cart-Bahn. Da die Preise aber immens waren, ließen wir von unserem Vorhaben ab und fuhren stattdessen über Soltau zu unserer Ferienwohnung, wo wir in den frühen Nachmittagsstunden ankamen.

Nun stand Relaxen auf dem Programm. Außerdem musste die neu erworbene Elektronik ja ausprobiert werden.

Zum Abendessen gönnten wir uns eine Tiefkühlpizza, die wir vorher noch schnell eingekauft hatten.

Am nächsten Tag mussten wir echt überlegen, was wir tun. Das Wetter sah nicht so toll aus und es hatte die ganze Nacht durch geregnet. Wir entschlossen uns dann, einen Tagesausflug mit dem Pkw zu machen. Nach einem Blick in Reiseführer und Karte fanden wir schnell den Wilseder Berg als Ziel.

Ansgar erklärte sich bereit zu fahren und bereits auf der Anfahrt stellten wir fest, dass es nicht unbedingt ein Ziel für eine Fahrradtour geworden wäre. Wenig geführt Fahrradwege und eine lange Anfahrt hätten die Tour nicht so schön gemacht.

Aber auch die Anfahrt mit dem Pkw war nicht problemlos, da man lediglich ein paar Parkplätze im Randgebiet des Naturparks anfahren kann. Ansgar’s Navi gab aber keine vernünftige Navigation vor, so dass es etwas von Rätselraten hatte, unser Ziel zu erreichen. Letztlich fanden wir einen Parkplatz und machten uns auf den Fußweg zum Wilseder Berg. Der Fußmarsch zum Berg war über die Wanderwege etwa 3 Kilometer lang. Auf der Bergkuppe angekommen, wurde man jedoch durch einen herrlichen Ausblick über die noch leicht blühende Heidelandschaft entlohnt.

Vom Berg aus ging es dann zu Fuß weiter in die Ortschaft Wilesede. In dem Museumsdorf machten wir dann unsere Mittagspause und gönnten uns einen Snack und ein Getränk in dem dortigen Cafe. Dann noch schnell ein paar Souvenirs shoppen und es ging auf den Rückweg.

Für den Rückweg hatten wir uns eine andere Strecke ausgeguckt. Hierbei folgten wir hauptsächlich dem Hauptwanderweg. Die Strecke war zwar etwas länger, dafür war der Bodenbelag aber zum Spazierengehen besser geeignet.

Nachdem wir so einige Zeit gegangen waren, bemerkten wir einen Reiter der sich von hinten näherte. Schnell erkannte ich, dass es sich um einen Polizisten handelte. Was ich nicht für möglich gehalten hätte, war, dass es sich um Carsten handelte, einen Mitarbeiter, den ich mal zur Ausbildung hatte. Ein kurzer Schnack in der Heide und weiter ging es für ihn – Sicherheit produzieren.

Nachdem wir den Parkplatz wieder erreicht hatten, fuhren wir noch kurz nach Schneverdingen, wor wir uns eine Kaffee gönnten, bevor es wieder zur Ferienwohnung ging.

In Visselhövede angekommen, parkten wir noch einmal in der Innenstadt und machten uns zu Fuß auf die Suche nach einer Lokalität fürs Abendessen. Leider wurden wir nicht fündig, so dass wir zum Abendessen nach Jeddingen ins Restaurant Jeddinger Hof fuhren.

Für den darauffolgenden Tag war endlich wieder Fahrrad fahren angesagt. Nach dem Frühstück ging es gleich los. Verden an der Aller war unser Ziel.

Zunächst folgten wir der L 171 bis Jeddingen. Hier bogen wir dann auf eine Nebenstrecke ab. Da das Wetter immer noch feucht war, machte es keinen rechten Spaß neben der Landstraße herzufahren. Über Dreßel fuhren wir dann auf einer Nebenstrecke in Richtung Kirchlinteln. Die Strecke war so beschaulich, dass wir auf die Entfernung ein Wildschwein beim Überqueren der Straße beobachten konnten.

In Klein Sehlingen bogen wir dann ab und fuhren wieder in Richtung L 171. Die Strecke war nicht so toll, da es sich um eine mit gebranntem Klinker gepflasterte Strecke handelte und der Belag entsprechend uneben war. Nach einer kurzen Rast am Mühlenweg in Klein Linteln ging es dann weiter.

In Klein Linteln dann das Dilemma. Ansgar fuhr voraus und war sich nicht sicher, wo es langgeht. Er bremste ab und lenkte nach links. Lars konnte gerade noch so ausweichen. Nur mir fiel es schwer, bzw. war es nicht mehr möglich. Ich hing an Lars seinem Hinterrad fest und kam letztlich zu Fall. Zum Glück herrschte auf der Straße kein Fahrzeugverkehr, so dass ich ohne größeren Schaden wieder die Tour aufnehmen konnte.

Nun folgten wir nur noch dem Fahrradweg in Richtung Verden. Das sollte sich eigentlich stressfrei gestalten, tat es aber nicht. Zweimal wurde der Radweg blockiert. Zum einen auf der Abfahrt nach der Autobahnüberführung durch einen haltenden Pkw und dann noch durch Trauergäste am Friedhof in Verden, die sich für ihren Gang zur Beerdigung auf dem Radweg sammelten. Beide wurden von uns mächtig angeklingelt und letztlich weggeschrien, damit wir dort durchfahren konnten.

In Verden, eine schrecklich verwinkelte Stadt mit sehr vielen Einbahnstraßen, verschafften wir uns erst einmal einen Überblick über die Innenstadt und fuhren dann ans Allerufer, wo wir eine kurze Pause machten. Hiernach ging es über den Markt in die Obere Straße, wo wir uns in Sottis Bistro einen Mittagssnack und ein passendes Getränk gönnten.

Nach dem Mittagessen ging es wieder auf den Rückweg. Diesmal entschlossen wir uns, nur noch Nebenstrecken zu wählen. Zunächst einmal mussten wir uns jedoch durch Horden von Schülern arbeiten, bis wir letztlich Verden hinter uns ließen. Die Wahl mit den Nebenstrecken hatte jedoch den Nachteil, dass wir immer wieder halten mussten, um uns zu orientieren. Leider war die Ausschilderung der Fahrradstrecken in diesem Bereich nicht so toll. Nachdem wir jedoch Borstel hinter uns gelassen hatten, ging es flott voran. Auch wenn der eine oder andere Kilometer mehr gefahren werden musste, war es doch die bessere Streckenwahl, da es wirklich idyllische Straßen waren. So führte die Strecke von Neuenförde nach Kükenmoor schnurgerade durch ein Waldstück, das noch vom Regen feucht war und frisch nach geschlagenem Holz roch.

Schnurgerade war allerdings auch die Strecke von Kükenmoor nach Groß Heins. Die Fahrt über die Heinser Straße zog sich über eine Länge von circa 4 Kilometern nur geradeaus und bergan dahin – und das alles bei ersten aufkommenden Regen. Da machte es nicht so richtig viel Spaß. Was folgte waren wirkliche Nebenstrecken, teilweise Feldweg, die uns bis nach Neu Wehmsen brachten. Hier trafen wir wieder auf die L 171 kurz vor Visselhövede. Mit unserem Eintreffen in Visselhövede setzte auch der Regen ein. An der Ferienwohnung angekommen, waren wir klitschnass. Da es nicht aufhörte zu regnen, verbrachten wir den Rest des Tages in der Wohnung und nutzten gleich die Gelegenheit, um unsere Fahrradbekleidung in die Waschmaschine zu werfen.

Lediglich zum Abendessen ging es noch einmal los. Eigentlich wollten wir griechisch essen, alternativ italienisch. Da aber in Visselhövede kein passendes Restaurant zu finden war, fuhren wir nach Neuenkirchen. Die Restaurants, die wir durch eine Google-Suche gefunden hatten, waren jedoch entweder nicht mehr existent oder hatten geschlossen, sodass wir letztlich den Neuenkirchner Hof wählten. Hier gab es gutbürgerliches Essen in gemütlicher Atmosphäre.

Nach dem Essen ging es zurück in die Ferienwohnung und wir gönnten uns noch ein Bier. Zeitgleich fingen wir an unsere Klamotten zu packen, da wir am nächsten Morgen früh los wollten.

Nach dem Frühstück am nächsten Morgen fingen wir dann auch schnell an, die Autos zu beladen. Nachdem dies erledigt war und wir die Wohnung etwas gereinigt hatten, wollten wir uns eigentlich von unseren Vermietern verabschieden, die aber leider nicht da waren. So ging es ohne Verabschiedung in Richtung Heimat.

Da Ansgars Navi ja nicht auf dem aktuellsten Stand war, übernahm ich die Führung. Da uns keine Verkehrsbehinderung auf der Autobahn gemeldet wurde und ich eigentlich zügig nach Hause wollte, um noch meine Damenmannschaft zu coachen, bleiben wir auf der Autobahn. Kurz vor Burgwedel wurden wir dann aber durch die dortige Baustelle doch etwas aufgehalten, da sich natürlich ein Stau gebildet hatte. Nachdem wir die Baustelle hinter uns gelassen hatten und die Strecke wieder frei war, machten wir noch eine gemeinsame Pause, bevor es auf die letzten Kilometer ging, die jeder von uns für sich selbst fuhr.

Datum Trip Zeit AVS Vmax
04.09.2011 43,99 02:12:14 19,86 41,9
05.09.2011 42,89 02:13:92 19,34 32,2
06.09.2011 55,14 02:59:07 18,47 33,1
09.09.2011 64,96 03:20:30 19,44 35,9
Gesamt: 206,98 10:44:53

 

Mit Lars an der Mosel

Enkirch (Mosel)

04.09.2010 – 11.09.2010

Wieder einmal stand die alljährliche Fahrradtour vor der Tür.
Während einer etwas schleppenden Vorbereitung erkoren wir die Moselregion als Ziel unserer Wünsche aus.
Danach hielt dann erst einmal wieder eine Ruhephase Einzug, sodass das Buchen einer Unterkunft erst recht spät erfolgte.
Unmittelbar danach stellte bereits Olli in Aussicht, dass er eventuell nicht mitfahren könne. Was sich dann leider auch bestätigte.
In der letzten Woche vor der Tour musste dann auch Ansgar absagen, sodass letztlich nur Lars und ich wieder fuhren.

Am Samstag, dem 04.09.2010, ging es dann los. Unser Ziel war das Ferienweingut Rebenhof in Enkirch an der Mosel.
Nach einer entspannenden Fahrt kamen wir am frühen Nachmittag in Enkirch an. Auf den letzten Metern wurde es dann jedoch auf einmal noch einmal spannend, als uns der Navi alles abverlangte, da er sich zum Ziel gesetzt hatte, die schmalsten und zugleich steilsten Straßen im Dorfkern von Enkirch zu befahren.
Als wir dann letztendlich angekommen waren, stand uns mit der Ferienwohnung auf jeden Fall eine angenehme Überraschung bevor.
Die Wohnung war geräumig und gut aufgeteilt und jeder von uns hatte nicht nur ein eigenes Schlafzimmer, sondern auch ein eigenes Bad.

Nachdem wir unsere Sachen eingeräumt hatten, ging es noch schnell nach Traben-Trarbach zum Einkaufen, da dort der einzige größere Supermarkt war.
Außerdem nutzten wir diesen Trip, um einen kurzen Bummel durch die Altstadt des Ortes zu machen.

Wieder zurück ging es am Abend mit dem Fahrrad durch Enkirch. Durch die Odyssee mit dem Navi hatten wir den Ort ja schon in Teilen kennengelernt, waren jetzt aber auf der Suche nach den Gaststätten des Ortes.
Für den heutigen Abend entschieden wir uns für das Gasthaus „Zum Weinstock“, das laut Karte gutbürgerliche Küche aufwies und die Außenbestuhlung noch in Betrieb hatte.
Nach dem Abendessen ging es dann zurück zur Ferienwohnung. Hier nutzten wir noch die Terrasse und spielten etwas Backgammon und Trionimos, bevor es dann ins Bett ging.

Am nächsten Morgen fanden wir die Brötchen, wie zuvor abgesprochen, vor der Wohnung vor.
Nach dem Frühstück ging es dann auch gleich bei strahlendem Sonnenschein mit dem Fahrrad los. Leider hatte die Sonne noch nicht geschafft, die Luft zu erwärmen, sodass es in den Schattenflächen doch noch recht kühl war.

Zunächst ging es am Moselufer bis nach Traben-Trabach. Hier überquerten wir die Mosel und fuhren auf dem Moselradweg weiter bis nach Kröv.
Nach einer kurzen Pause dort, ging es in die Weinberge. Wir wollten den Hang bei Kröv mit dem Fahrrad bewältigen und dann an der Festung Mont Royal herauskommen.

Wider Erwarten klappte es in den Steigungspassagen ganz gut. Lediglich auf den letzten paar Metern, als der Untergrund immer poröser wurde, lief es nicht mehr ganz so gut.
Oben angekommen machten wir dann erst einmal einen kurzen Abstecher durch das Feriendorf auf dem Hügelkamm. Danach machten wir uns auf die Suche nach dem Flugplatz, wo unserem Wissen nach eine Lokalität vorhanden war.
Nach einer kurzen Nachfrage am Klettergarten, war das Lokal schnell gefunden und wir machten eine ausgiebige Rast bei einem Hefeweizen und einem kleinen Snack.

Von nun an stand uns keine Steigung mehr bevor. Vom Flugplatz an hatten wir eine wunderschöne Abfahrt bis nach Traben-Trarbach.
Am Ortsanfang verlor Lars dann langsam den Kontakt. Zunächst konnte ich es mir nicht erklären und wartete am Busbahnhof auf ihn.
Als er dort eintraf, stellten wir fest, dass sich der Freilauf in seinem Hinterrad verabschiedet hatte und er somit dauerhaft treten musste, um die Kettenspannung zu erhalten.
Unsere anfängliche Hoffnung, den Schaden bei einem Fahrradgeschäft in Traben-Trarbach gleich beseitigen zu lassen, zerschlug sich, da dieses mittlerweile geschlossen hatte.
Es ging also direkt zur Ferienwohnung zurück … und immer schön tretend, damit die Kette nicht runterrutscht.

Hier angekommen bauten wir dann das hintere Laufrad erst einmal aus und eine erste Inaugenscheinnahme bestätigte den Verdacht. Der Freilauf war hin.
Lars ließ das Rad gleich ausgebaut, damit es am nächsten Morgen repariert werden konnte.

Den Rest des Tages verbrachten wir bei herrlichem Sonnenschein auf der Terrasse.
Am Abend ging es dann in das nahe Restaurant mit Biergarten Hotel Loosen wo wir ein gutes Abendessen und auch noch einige Bier zu uns nahmen.

Am nächsten Tag fuhr Lars nach dem Frühstück gleich zur Fahrradwerkstatt.
Relativ schnell war er wieder da. Das lag daran, dass er gleich ein neues Laufrad bekommen hat und so das alte Hinterrad nicht extra eingespeicht werden musste.
Unmittelbar nach seiner Rückkehr ging es dann auch gleich mit dem Fahrrad los.
Aus unserer ersten Planung wurde auf Grund der fortgeschrittenen Zeit nichts, sodass wir erst einmal Bernkastel als Etappenziel wählten. Wieder ging es am Moselufer entlang bis Traben-Trarbach. Hier nutzten wir eine kurze Pause, um die Umgebungskarten zu studieren.
Nach dem Kartenstudium kamen wir zu dem Entschluss eine Menge Kilometer zu sparen, indem wir nicht dem Moselufer weiter folgten, sondern uns querfeldein durch die Berge schlagen.
Gesagt, getan. Durch die Innenstadt ging es zu unserem Einstieg in die Berge. Tatsächlich handelte es sich bei der gewählten Strecke um einen Wanderweg und das genau war er auch.
Der Weg war zwar nicht schmal, hatte aber keine richtige befestigte Oberfläche, die ein Fahren stark erschwerte.
Dazu kam auch noch die knackige Steigung, was letztendlich dazu führte, dass Lars die letzten Meter allein fahren musste und ich mein Fahrrad schiebend den Berg hinauf brachte.

Oben angekommen verschnauften wir erst einmal bevor es dann an die Abfahrt nach Bernkastel ging.
Die Abfahrt entlohnte dann auch für alle Strapazen, die wir vorher auf uns genommen hatten. Zunächst ging es steil bergab um Fahrt aufzunehmen. Danach wurde das Gefälle etwas flacher, erhielt aber die zügige Fahrt bis zum Beginn der Fußgängerzone von Bernkastel.

Nach einem kurzen Bummel über die vollkommen überlaufene Fußgängerzone, die aus vielen engen Gassen besteht, ging es dann ans Moselufer. Hier war bereits das erste Weinfest der Saison aufgebaut, was dann auch die vielen Besucher im Ort erklärte.
Nach einer kurzen Stärkung ging es dann am Moselufer wieder zurück in Richtung Enkirch.
Die Strecke, die abwechselnd am Moselufer und an der Bundesstraße entlang führte, zog sich, sodass wir letztlich froh waren, als wir in Enkirch ankamen.
Zum Ende der Tour machten wir dann unseren Abschluss im Biergarten des Restaurants Loosen, bevor es dann die letzten Meter zur Ferienwohnung zurückging.

Für den nächsten Tag hatten wir dann einen Besichtigungstag in Trier, der ältesten Stadt Deutschlands, eingeplant.
Da das Wetter recht wechselhaft war, erschien uns dies die beste Möglichkeit, den Tag sinnvoll zu verbringen.
Nach dem Frühstück ging es los. Trier war schnell erreicht und meine vorherigen Besuche verhalfen uns, an der richtigen Autobahnausfahrt heraus zu fahren.
Im Navi von Lars hatten wir eine zentrumsnahe Straße als Fahrtziel programmiert. Der Navi führte uns gut, wenn ich auch ganz anders gefahren wäre.
Die Parkplatzsuche in Trier nahm dann zwar etwas Zeit in Anspruch, erledigte sich dann aber auch zu unserer Zufriedenheit.
Zu Fuß ging es nun weiter. Zunächst zu den Kaiserthermen und von dort über den Park am Kurfürstlichen Palais und die Konstantinbasilika weiter in die Innenstadt.
Hier stand erst einmal die Besichtigung des Trierer Doms und der Liebfrauenkirche auf dem Programm.
Danach stärkten wir uns in der Fußgängerzone in einem Imbiss, der Nudel To go hieß und, wie der Name schon sagte, frisch zubereitete Nudelgerichte zum Mitnehmen anbot.
Weiter ging es durch die Fußgängerzone über den Marktplatz bis zur Porta Nigra.

Nachdem nun alle Sehenswürdigkeiten hinter uns lagen, widmeten wir uns dem Shoppen.
Lars hatte Gefallen an dem Spiel Trionimos gefunden, mit dem wir uns am Abend zuvor die Zeit vertrieben hatten, sodass wir auf die Suche gingen.
Bestellt hat er es dann aber doch im Internet bei Amazon.
Lediglich die Mitbringsel für die nächsten Familienangehörigen erstanden wir in der Innenstadt.
Danach ging es wieder zur Ferienwohnung zurück.
Auf dem Heimweg kauften wir noch schnell fürs Abendessen ein, dass wir dann selbst zubereiteten.
Den Abend verbrachten wir bei Gesellschaftsspielen und Fernsehen.

Der nächste Tag stand wieder im Zeichen des Fahrradfahrens.
Diesmal ging es die Mosel entlang in die andere Richtung.

Dem Fahrradweg folgend ging es nach Plünderich.

Dort folgten wir der weit auslandenden Moselschleife bis Bullay.
Unmittelbar nach Bullay ging der Radweg in eine mäßig befahrene Straße über, auf der wir bei leichtem Regen bis Neef fuhren. In der dortigen Moselschleife, nahe einer Klosterruine, hatten wir einen wunderbaren Blick auf den Calmont.
Nach einer kurzen Rast ging es zurück nach Neef. Hier konnten wir über eine Brücke die Moselseite wechseln und setzten unsere Fahrt auf dem nördlichen Moselufer fort.
Wir fuhren dann noch bis zur Ortschaft Alf, wo wir erst einmal die Mittagspause einlegten.
Nach der kurzen Stärkung ging es dann weiter. Wir folgten der Moselstraße bis zum Abzweig zur Marienburg. Hier hatten wir nur einen kurzen Bergrücken zu überwinden, um nicht die Moselschleife fahren zu müssen. Knackig ging es hoch. Ober angekommen, schnauften wir einmal durch, bevor es in die Abfahrt nach Plünderich ging.

Wir blieben auf der Nordseite der Mosel und fuhren nun zunächst auf dem Moselradweg weiter bis Reil. Dieser Streckenabschnitt, direkt an der Mosel und unter den Weinhängen, war recht kurzweilig. Das änderte sich dann leider ab Reil. Hier ging der Radweg auf der Kreisstraße weiter bis nach Kövenig.
Hier nutzten wir die Fähre nach Enkirch und setzten über. An ‚unserem‘ Moselufer angekommen, suchten wir erst einmal den Biergarten auf, um die Fahrt abzuschließen.
Danach ging es in die Ferienwohnung zurück.
Nach dem Relaxen auf der Terrasse und einer ausgiebigen Dusche ging es dann zum Abendessen in den Ort.

Da sich am nächsten Tag das Wetter noch nicht nachhaltig gebessert hatte, planten wir nur eine kurze Tour.
Am nördlichen Moselufer ging es diesmal wieder in Richtung Westen. Ein konkretes Ziel hatten wir, sondern wollten nach Lust und Laune fahren.
Wie bereits am ersten Tag zog sich die Strecke bis Kröv. Ab hier folgten wir nun dem Moselradweg weiter. Leider wurde das Streckenbild nicht angenehmer. Immer wieder wurde der Radweg parallel zur Bundesstraße geführt. In Verbindung mit dem schlechten Wetter machte das Fahrradfahren immer weniger Spaß, sodass unsere Tour in Ürzig ihr vorläufiges Ende fand.
Da eh Mittagszeit war, suchten wir uns einen Imbiss, wo wir eine Kleinigkeit zu uns nahmen.
Danach traten wir die Rückfahrt an. Unmittelbar nach Ürzig mussten wir uns dann sogar kurz unterstellen, da der Regen zunahm. Als wir dies geschafft hatten, fuhren wir lieber durch die Weinberge weiter bis nach Wolf. Von hier aus ging es dann wieder am Moselufer entlang.
Wir fuhren wieder bis nach Kövenig und nahmen die Fähre auf die andere Moselseite, wo wir erst einmal wieder im Biergarten einkehrten.

Gegen Abend wurde das Wetter etwas milder, sodass wir unseren abendlichen Restaurantbesuch im Gasthaus „Zur Sonne“ auf der Außenterrasse beschlossen.

Für den letzten Tag war die längste Tour des Urlaubs geplant. Angedacht, und auch umgesetzt, war eine Fahrt bis nach Cochem.
Relativ früh für unsere Verhältnisse ging es los. Zunächst folgten wir der Strecke von vor zwei Tagen. Da wir aber nicht wieder die große Schleife bei Zell fahren wollten, nutzten wir die Brücke in Erden, um aufs andere Ufer zu gelangen.
Hier ging es dann weiter bis auf Höhe Plünderich. Da uns der Weg über den Bergkamm ja nun bekannt war, nutzten wir diesen um erheblich abzukürzen.
Auf dem Radweg ging es dann am nördlichen Moselufer weiter.
In Bremm machten wir die erste Pause bevor es dann im Schatten des Calmont weiter ging.

Von hier an zog sich die Strecke jetzt. Die Moselschleifen wurden immer großzügiger und die Strecken zogen sich immer mehr in Richtung einer Geraden.
Trotz allem legten wir ein gutes Tempo vor und überholten einige Leidensgenossen, die ebenfalls auf dem Fahrrad unterwegs waren.
Da wir aber immer wieder Pausen einlegten, schafften sie es regelmäßig aufzuschließen, sodass man sich immer mal wieder sah.
Die letzten Kilometer bis Cochem verliefen dann wieder direkt an der Bundesstraße entlang und waren nicht sonderlich angenehm. Pünktlich zum Mittagessen hatten wir das Stadtzentrum erreicht.

Nach einem kurzen Bummel durch die Fußgängerzone fanden wir am Rand der Innenstadt ein schnuckleiges Restaurant, wo wir ein Bier zu uns nahmen.
Danach ging es zum Bahnhof. In Anbetracht der fortgeschrittenen Zeit und der zu erwartenden Fahrzeit, hatten wir uns auf eine Rückfahrt mit der Bahn verständigt.
Nach einer kurzen Wartezeit auf dem Bahnhof ging es mit dem Zug bis nach Bullay. Hier hatten wir erst einmal etwas Aufenthalt, bis unser Anschlusszug nach Kövenig ging.
In Kövenig ging es wieder zur Fähre und rüber nach Enkirch.
Hier verbrachten wir dann den sonnigen Nachmittag mit Relaxen und Koffer packen.

Am Abend ging es noch einmal zum Essen in den Ort.

Für den letzten Tag stand nur noch die Rückfahrt auf dem Programm.
Wieder führte uns der Navi über den südlichen Weg in Richtung Frankfurt am Main.
Von dort aus ging es dann nur noch in Richtung Norden weiter.
Da kein Stau uns aufhielt, kamen wir zeitgerecht wieder im Hildesheimer Raum an und hatten damit den Fahrradurlaub 2010 abgeschlossen.

Datum TRP TIME AVS Vmax
05.09.2010 29,28 01:38:15 17,88 53,0
06.09.2010 45,92 02:46:13 16,56 44,2
08.09.2010 50,32 02:27:12 20,51 52,8
09.09.2010 39,57 01:54:24 20,76 43,0
10.09.2010 45,42 02:08:40 21,19 32,4
210,51 10:54:44

Mit dem Fahrrad am Jadebusen

Dangast

(13.09. bis 19.09.2009)

Diesmal musste die Tour recht kurzfristig geplant werden. Ansgar und Lars hatten Kurzarbeit und konnten ihre Urlaubszeiten nicht zeitgerecht bestätigen.
Olli, der dieses Jahr nicht mitfuhr, wollte noch einmal einen Familienurlaub machen, bevor sein Sohn eingeschult wird.
Die Zielauswahl fiel deshalb recht kurzfristig auf das Ferienhaus in Dangast, das bereits 2004 schon einmal als Ziel hergehalten hatte.

Am Sonntagmorgen, dem 13.09.2009, um halb zehn ging es los. Ansgar und Lars holten mich mit ihren neuen VW Golf (finanziert mit der Abwrackprämie) in Harsum ab.
Über die Autobahn ging es zügig in Richtung Nordsee und wir kamen um die Mittagszeit herum in Dangast an.
Da wir einige Arbeitsaufträge für das Ferienhaus mit auf den Weg bekommen hatten, erledigten wir diese zunächst. Danach ging es ans Zimmer einrichten.
Dabei genossen wir unser erstes Bier, das Lars in Form eines Fasses gespendet hatte.
Am Nachmittag machten wir eine Stippvisite auf Kaffee und Kuchen im Kurhaus Dangast.
Da wir hiernach bereits richtig Hunger hatten und die Zeit auch schon entsprechend vorangeschritten war, wollten wir Essen gehen. Unser Ziel war das Lokal „Altes Zollhaus“ in Dangast. Leider war hier nur ein Tisch mit Reservierung z erhalten, weshalb wir zum italienischen Restaurant „Mamma Mia“ wechselten.
Im Abendprogramm stand dann die Playstation von Lars. Mit Singstar, Ansgar verweigerte sich dabei allerdings, und Buzz vertreiben wir uns die Zeit.

Am Montagmorgen stand dann die erste Radtour auf dem Programm. Wir wollten zunächst nach Wilhelmshaven fahren.
Über das Dangaster Siel ging es zunächst am Deich entlang. Danach ging es zum Groden ab, wo wir in Richtung Cäciliengroden weiterfuhren. Hier stellte sich dann der böige Gegenwind ein, der uns die gesamte Strecke bis Wilhelmshaven begleiten sollte.

Auf Grund des Windes bogen wir in Idagroden in Richtung Deich ab, da wir uns dort etwas Windschatten erhofften. Dieser Wunsch erfüllte sich jedoch nicht, so dass es gegen den Wind über die langgezogenen Geraden weiterging.
In Mariensiel konnten wir dann noch den Marineflieger bei ihren Flugtrainings zuschauen, die trotz des starken Windes Start- und Landeübungen folgen.
Von Mariensiel ging es am Südstrand entlang bis zum Meeresaquarium. Dort suchten wir uns eine Lokalität. Die musste zum einen etwas zu Essen anbieten und zweites musste man im Trockenen sitzen können, da es anfing zu regnen.
Mit dem Regen ließ auch der Wind nach, so dass wir die Rückfahrt bei Windstille antraten und der erhoffte Rückenwind uns verwehrt blieb.
Kurz vor Dangast setzte der Wind wieder ein, allerdings als Gegenwind, so dass die letzten Kilometer bis zum Siel sich als ausgesprochen anstrengend darstellten.
Nach unserer Ankunft versuchte sich Lars noch durch einen kräftigen Schluck aus der Pulle zu stärken. Leider griff er sich die falsche Flasche – nämlich diejenige, die kurzfristig als Ascher herhalten musste.
Am Abend versuchten wir dann erneut einen Tisch im „Alten Zollhaus“ zu bekommen. Wieder war ohne Reservierung nichts zu machen.
Letztendlich fuhren wir dann ins griechische Restaurant „Dionysos“ in Varel.
Nach dem Essen vertrieben wir uns die Zeit mit dem Kartenspiel „6 nimmt“.

Für Dienstag hatten wir uns in Anbetracht des vorherrschenden Windes für eine Tour in Hinterland entschlossen.
Wir fuhren zunächst am Deich entlang in Richtung Vareler Hafen, um dort noch einmal den Fabrikverkauf von Bahlsen anzusteuern. Danach ging es über Varel nach Obenstrohe, wo wir Reni Hallo sagten.

Weiter ging es in Richtung ‚Mühlenteich‘, wo wir in Richtung Süden abbogen, um eine Strecke durch den Truppenübungsplatz zu fahren. Die geplante Strecke war für uns nicht auffindbar, so dass wir eine Alternativroute wählten, die uns letztlich zur alten Einfahrt führte, wo zwar über die Straße ein verschlossenes Tor war, der angrenzende Zaun aber nicht mehr existent war.

Nach dem Truppenübungsplatz ging es direkt durch den Neuenburger Urwald zur Gaststätte Urwaldhof.
Nach einem guten Mittagessen ging es von dort in Richtung Bockhorn weiter. Von Bockhorn aus, wollten wir über Feldwege in Richtung Jeringhave abkürzen. Der erste gewählte Weg stellte sich als Sackgasse heraus. Der zweite Weg endete in diversen Heufeldern. Laut Karte waren wir richtig, nur die Brücke ließ sich nicht finden.

Bei den Fahrten über die Heufelder setzten sich unsere Ritzel zu und einen Ausweg fanden wir dennoch nicht. Blieb nur eine Brücke als letzte Alternative vor der Rückfahrt, die auf der Karte nicht eingezeichnet war. Jetzt bemühte Lars auch die Internetverbindung und bei Google Maps sah es vielversprechend aus.

Nachdem die Räder vom gröbsten Heu gereinigt waren, ging es weiter.
Der Weg führte wieder über Felder, diesmal allerdings eine Kuhweide und endete direkt am Hof, wo er in den Kuhstall führte. Hier mussten wir uns unter zwei Zäunen durchschlängeln, um dann zum Erstaunen der Arbeiter über den Hof zu fahren.
Allerdings kamen wir nicht bei Jeringhave auf die Strecke sondern weit südlicher bei Seghorn.
Von hier an hielten wir uns an die Beschilderung und hatten Dangast dann zügig wieder erreicht.
Auch hier verbrachten wir den Nachmittag mit dem Reinigen der Räder und mit Speedminton, einer schnelleren Art von Badminton.

Am Abend kochten wir dann gemeinsam und besprachen die weiteren Eckdaten.

Da das Wetter am nächsten Morgen recht trübe war, entschlossen wir uns zu einem Trip mit dem Pkw nach Wilhelmshaven.
Geparkt haben wir in Bahnhofsnähe und sind dann durch die Innenstadt geschlendert. Hierbei haben wir einige Mitbringsel für die Familien besorgt, bevor es wieder nach Dangast zurückging.
Da der Tag immer schöner wurde und wir keine rechte Lust zum Radfahren hatten, beschlossen wir, den Nachmittag im Garten zu verbringen.
Am späten Nachmittag gingen wir dann noch einmal in Richtung Hafen, um bei Piper Grillgut zu kaufen, da wir uns kurzfristig entschlossen hatten, zu grillen.
In kurzen Hosen und T-Shirts setzten wir uns dann noch in Eisdiele. Da kamen wir uns etwas deplatziert vor, weil die meisten in dicken Wetterjacken um uns herum saßen.
Abends haben wir dann gegrillt. Zuvor hatten wir noch telefonisch einen Tisch im „Alten Zollhaus“ reserviert, da wir es endlich schaffen wollten, dort zu essen.

Am Donnerstag dann wurde wieder Fahrrad gefahren. Obwohl es morgens noch recht kühl war, ging es in Richtung Jever los.
Zunächst fuhren wir wieder über das Dangaster Siel in Richtung Cäciliengroden. Über den Groden ging es dann nach Neustadtgödens, ein mehrfach als ‚Schönstes Dorf Ostfrieslands‘ ausgezeichneter Ort.

Von dort weiter über Schortens bis nach Jever.
In Jever angekommen, bummelten wir durch die Fußgängerzone und machten eine Mittagspause.
Danach ging es weiter am Hooksieler Tief entlang. Eigentlich beabsichtigten wir erneut eine Abkürzung zu nehmen, die uns nach Sillenstede führen sollte. Als wir eine Anwohnerin nach dem Weg fragten, wies die uns aber auf die Straße hin und sagte, wir sollten auf keinen Fall von ihr abbiegen. Dies taten wir dann auch lieber und nahmen den Umweg in Kauf.
Von Sillenstede ging es dann nach Fedderwarden und von dort weiter nach Mariensiel.

Als wir wieder auf der Strecke am Deich nach Dangast waren, machten wir noch eine Getränkerast in Cäciliengroden, bevor es dann am frühen Nachmittag zurück zur Ferienwohnung ging.
Abends stand dann der Besuch im „Alten Zollhaus“ an. Diesmal erhielten wir unseren Tisch und eine Reservierung war auch erforderlich.
Danach ließen wir den Abend im Ferienhaus ausklingen.

Der Freitag war unser letzter Tag. Trotzdem wollten wir noch eine kleine Tour machen, bevor es am Nachmittag nach Hause gehen sollte.
Wir fuhren von Dangast aus zunächst nach Obenstrohe, um Reni einen Schlüssel zu geben. Danach ging es über Neuenwege und Neudorf weiter.
Kurz vor Wapelersiel bot sich erneut eine Abkürzung an, die diesmal dann auch klappte. Danach war es ein Katzensprung zum Vareler Hafen, wo wir uns ein Fischbrötchen und ein Getränk zum Mittag gönnten.
Vom Vareler Hafen aus ging es dann am Deich entlang zurück nach Dangast. Diesmal endlich mal mit Rückenwind, was sich auf die Geschwindigkeit dann doch auswirkte.
Wieder am Ferienhaus angekommen, ging es ans Aufräumen und Packen. Lars fuhr dann etwas eher los, damit er Viktoria abholen konnte. Ansgar und ich folgten etwas später. Unmittelbar nach der Abfahrt stellten sich dann die Staumeldungen für die Autobahnen ein, so dass Ansgar und ich uns entschlossen über die B6 nach Hannover zu fahren. Lars wollte seinem Navi folgen. Als Ansgar und ich in Neustadt/Rbg. mit Lars telefonierten, stellten wir fest, dass er mittlerweile auch auf der B6 war, jedoch hinter uns in Nienburg.
Der Rest der Heimfahrt gestaltete sich problemlos, so dass wir nach circa 3 Stunden Fahrzeit in Harsum ankamen.

Datum Trip Zeit AVS Vmx
14.09.2009 35,96 01:37:51 22,05 37,1
15.09.2009 53,80 02:47:52 19,23 38,4
17.09.2009 63,89 02:57:41 21,56 38,4
18.09.2009 38,63 01:41:58 22,73 36,0
Gesamt 192,28 09:05:22

Fahrradfahren im Spreewald

Spreewald 2008

Wieder einmal stand unsere alljährliche Fahrradtour auf dem Programm.
Kurzerhand hatten wir uns entschlossen, noch einmal den Spreewald als Ziel zu wählen.
Aus unseren bisherigen Erfahrungen kam eigentlich nur die Ortschaft Burg als Quartier in Betracht.
Nach einer Selektion der möglichen Objekte im Internet fanden wir dann ein Ferienhaus in der Nähe der Therme von Burg.

Am 12.09.2008 ging es für mich los.
Ich nahm das Wohnmobil und drei Fahrräder mit und fuhr in Richtung Spreewald.

Am späten Nachmittag kam ich in Burg an und wählte einen Stellplatz beim Gasthaus Spreewald.
Kurz noch die Abendsonne genossen und dann im Gasthaus zu Abend gegessen.

Am nächsten Tag machte ich eine kurze Tour nach Leipe und schaute im weiteren Verlauf schon einmal, wo die Ferienwohnung genau liegt.
Nachdem ich das Fahrrad wieder aufgeladen hatte, fuhr ich dann dort einfach hin. Die Vermieter waren auch schon da, so dass ich das Wohnmobil schon einparken konnte.
Bis zum Eintreffen der restlichen Truppe, die in den Nachmittagsstunden dazu kamen, konnten dann einige Vorleistungen schon erbracht werden.
Der Abend wurde dann in geselliger Runde mit der Dartscheibe verbracht.

Am nächsten Morgen stand die erste Fahrradtour auf dem Programm. Die erste Strecke führte uns über Byhleguhre, Straupitz, Lübbenau und Kolonie Burg auf einen Rundkurs von ungefähr 52 Kilometern wieder zurück zur Ferienwohnung.

Bereits in Byhleguhre mussten wir das erste Mal einen Einheimischen nach dem Weg fragen, dann ging’s aber zügig weiter.
In Straupitz machten wir noch eine kurze Kaffeepause und fuhren dann durch den Oberspreewald bis nach Lübbenau.
Hier stand die Mittagspause am Hafen an.

Die Zeit nutzte Lars, um sein Hinterrad zu flicken, das Luft verlor.
Auf dem Rückweg noch ein kurzer Halt an einer Gaststätte in der Kolonie Burg und dann waren wir auch schon nach knapp 2,5 Fahrstunden wieder daheim.

Am 15.09.2008 stand dann die zweite Tour an, die uns nach Cottbus und zum Tagebau führen sollte.
Die Fahrt nach Cottbus verlief problemlos. Auch in Cottbus fanden wir uns wunderbar zurecht. Am Altmarkt nahmen wir dann erst mal einen Kaffee zu uns, um uns für die weitere Fahrt zu stärken.
Der weitere Verlauf durch Cottbus selbst gestaltete sich nicht mehr so problemlos, da die Ausschilderung für Radfahrer etwas lückenhaft und missverständlich war.
Letztendlich fanden wir unser Ziel, den Branitzer Park mit den Landschaftspyramiden, doch.
Von dort sollte es zum Tagebau weitergehen. Aber auch hier stellten sich Probleme mit der Streckenfindung ein, so dass wir nicht an dem geplanten Aussichtspunkt landeten, sondern an dem Aussichtspunkt in Merzdorf.

Von hier hatten wir einen imposanten Ausblick auf den ehemaligen Tagebau Cottbus-Nord.
Lars, dem die Höhe des Aussichtspunktes wohl nicht zusagte, bewachte derweil die Fahrräder.
Ab hier ging es dann durch ein Industriegebiet zurück in die Innenstadt von Cottbus. Lediglich noch nicht fertig gestellte Straßen konnten unseren Weg einschränke – und taten dies auch.

Nach einem Essen, wiederum am Altmarkt, ging es dann an der Spree zurück. Gaststätten waren an dieser Stecke rar gesät, so dass wir erst am Bismarckturm eine Pause einlegen konnten.
Nach circa 72 Kilometern Strecke und einer Fahrzeit von 3,5 Stunden waren wir dann wieder zurück.

Für den nächsten Tag stand Paddeln auf dem Programm.
Zu Fuß suchten wir den Verleiher im Zentrum von Burg auf und starteten vom Hafen ins Biosphärenreservat Spreewald.

Den Tag war es nasskalt, so dass das Paddeln eigentlich nicht den erhofften Spaß brachte.
Nach einigen Kilometer auf der Spree nahmen wir dann auch dankend die erste Möglichkeit auf ein Getränk an.

Nach einer ausgedehnten Pause ging es dann über Nebenarme zu einer Gaststätte bei Burg Kauper.
Hier dehnten wir unsere Mittagspause so lang als möglich aus, da eigentlich keiner rechte Lust hatte, bei diesem Wetter zurück zu paddeln.
Letztendlich taten wir es dann doch, aber die Rückfahrt zog sich ganz schön und wir waren froh, als wir wieder festen Boden unter den Füßen hatten. Insgesamt hatten wir knapp 16 Kilometer mit dem Kanu zurückgelegt.

Bisher ist das Abendprogramm in diesem Bericht nicht sonderlich erwähnt worden. Dies liegt daran, dass es zumeist aus Doppelkopf spielen und Darten bestand.
Die Abendmahlzeiten bereiteten wir gemeinsam zu, so auch an diesem Abend, wo Pizza auf dem Programm stand.
In diesem Zusammenhang mussten wir feststellen, dass Pizza nur genießbar wird, wenn man den Herd auch einschaltet und dadurch Hitze produziert.

Für den nächsten Tag stand wieder Fahrradfahren auf dem Programm. Die dritte Tour des Urlaubs sollte uns bis Schlepzig führen.
Wie bereits beim ersten Aufenthalt im Spreewald distanzierte sich Lars von dieser Tour und nahm eine Auszeit, so dass Ansgar, Olli und ich allein antraten.
Durch den Oberspreewald ging es auf direktem Weg nach Lübben, von wo aus es in den Unterspreewald weiter ging.
Dort fanden wir bei wunderschönem Sonnenschein, in der Teichlandschaft gelegen, eine nette Gaststätte für unsere erste Rast.

Nach einer ausgiebigen Pause bewältigten wir noch das kurze Stück bis Schlepzig und fuhren etwas im Ort umher, um eine Gaststätte für das anstehende Mittagsessen zu finden.

Nachdem wir das hinter uns gebracht hatten, ging es über Dollgen, Caminchen, Neu Zauche und Straupitz wieder zurück nach Burg.
Die insgesamt 81 Kilometer dieser Etappe legten wir wiederum in knapp 3,5 Stunden zurück.
Dies war auch die letzte Tour, die Olli mitmachte, da er nun bereits nach Hause musste.

Am nächsten Tag hatten wir Drei keine große Lust viel Fahrrad zu fahren, so dass unsere vierte Tour mit knapp 22 Kilometern dementsprechend kurz ausfiel.
Über Burg Kauper ging es bis Leipe, wo wir uns ein frühes Mittagessen gönnten.
Nach einem wirklich langwierigen Aufenthalt dort ging es auch schon zurück zur Ferienwohnung.

Am letzten Tag wollten wir noch einmal eine Sehenswürdigkeit der Spreewaldregion anfahren, so dass uns unsere fünfte Tour zur Slawenburg nach Raddusch führte.
Zunächst ging es wieder über Burg Kolonie bis nach Lübbenau. Dort zweigten wir dann nach Boblitz ab, um über die aufgeforstete Fläche einer Mülldeponie zur Slawenburg nach Raddusch zu gelangen.

Eine Besichtigung dieser Stätte von außen hielten wir angemessen, so dass wir uns den Eintritt sparten.
Hier stellte sich bei mir dann auch der einzige Verlust während der Tour ein. Ein Nasenpad meiner Fahrradbrille war verloren gegangen. Sehr ärgerlich, aber nicht zu ändern.
Später stellte ich dann die guten Service des Herstellers fest, der mir kostenfrei ein neues Paar zusandte.
Von Raddusch aus ging es wieder zurück in Richtung Hauptspree. Über die Radduscher Buschmühle ging es zur Dubkow-Mühle, wo wir unsere Mittagsrast einlegten.
Danach ging es am Südumfluter weiter bis nach Burg und zurück zur Ferienwohnung.
Die knapp 45 Kilometer dieses Rundkurses legten wir in 2 Stunden zurück.

Abends war dann aufräumen angesagt, so dass wir am nächsten Tag in aller Ruhe mit dem Wohnmobil zurück in Richtung Hildesheim fahren konnten.
Die Rückfahrt verlief auch im Wesentlichen ohne besondere Vorkommnisse bis auf die Tatsache, dass alle mittlerweile schnell zu Hause ankommen wollten.

Datum Trip Zeit AVS Vmax
13.09.2008 29,08 01:25:42 20,35 31,4
14.09.2008 53,95 02:27:46 21,91 31,8
15.09.2008 71,38 03:25:29 20,97 38,0
17.09.2008 80,97 03:29:41 23,17 36,6
18.09.2008 22,09 00:57:45 22,94 32,8
19.09.2008 44,11 01:55:39 22,89 42,1
Gesamt 301,58 13:42:02

 

Radtour am Plöner See

Dersau am Plöner See

In 2007 war erstmalig Olli mit von der Partie.
Nach einer kurzen Planungsphase entschlossen wir uns für den Naturpark Holsteinische Schweiz als Reiseziel.
Ansgar hatte im Internet eine adäquate Unterkunft, die Wohlfühlvilla in Dersau am Plöner See, aufgetan, die wir dann auch buchten.

Am 08.09.2007 reisten wir dann mit zwei Pkw an.
Nach dem Einräumen und der Zimmervergabe genehmigten wir uns erst mal ein Getränk auf der Terrasse.
Dabei stellte Lars fest, wie ich ihm bereits vorher mitgeteilt hatte, dass sein Fahrradmantel porös war und ausgewechselt werden musste.

Nachdem das geschafft war, machten wir eine kurze Eingewöhnungstour am Plöner See entlang bis Ascheberg.
Dort angekommen, hatten wir den Scheitelpunkt unserer Tour erreicht und nahmen nochmals einige Getränke zu uns, bevor wir zur Unterkunft zurückkehrten.
Hier angekommen machten wir uns erst mal mit dem weiteren Zeitvertreib, neben Fahrrad fahren, vertraut. Wir spielten Darts und Doppelkopf.

Am nächsten Tag stand die erste richtige Tour auf dem Programm.

Bei wunderbarem Wetter ging es zunächst in Richtung Stocksee. Von dort aus über Damsdorf und Tensfeld in Richtung Wildpark und Erlebniswald Trappenkamp, den wir als Etappenziel auserkoren hatten.
Lediglich das Erreichen des Ziels erwies sich als etwas schwierig, da zwischen uns und dem Wildpark eine Autobahn im Entstehen war.
Letztendlich fuhren wir dann einfach über die neue Asphaltdecke der noch nicht freigegebenen Autobahn, um unser Ziel zu erreichen.
Am Eingang des Wildparks stellten wir fest, dass das Lokal lediglich über das Eingangstor zu erreichen schien. Wir waren nicht gewillt für eine kurze Rast auch noch Eintritt zu zahlen und beschlossen unsere Fahrt einfach fortzusetzen.

Wir nahmen den Fahrradweg in Richtung der Ortschaft Trappenkamp und stellten zu unserem Erstaunen fest, dass dieser über einen Seiteneingang durch den Wildpark führt und man so ohne Eintritt in diesen gelangt.

Jetzt stand einer Pause im Park nichts entgegen und auf der direkten Fahrt hinaus konnten wir auch noch einen Blick auf das Wildschweingehege werfen.
Von Trappenkamp aus ging es dann in Richtung Belau, in der Hoffnung auf hier eine gute Station für eine Rast zu finden. Die Fahrradkarte wies jedenfalls eine solche aus. Als wir vor der Adresse standen, teilte uns ein Anwohner mit, dass die Bewirtung bereits vor Jahren eingestellt wurde. Er gab uns aber einen Tipp für eine Lokalität in der Nähe.
Also wieder zurück und diese angefahren. Auf dem Weg zum Gasthaus Altekoppel hatten wir dann sogar die Möglichkeit mal wieder durchs Gelände zu fahren.
Das Lokal selbst erwies sich als so gut, dass keiner von uns richtig Lust hatte, wieder aufzustehen und die Fahrt fortzusetzen.
Leider hatten wir keine andere Wahl, entschieden uns aber für den direkten Weg zurück, so dass wir nach ca. 54 Kilometern wieder am Ferienhaus waren.

Der nächste Tag ist schnell erzählt – Regen, Regen, Regen.
Vormittags, als das Wetter noch nicht ganz so schlecht war, verbrachten wir die Zeit in Plön.

Als wir dann am Nachmittag noch einmal eine Tour in Richtung Plön ansetzten, fing es richtig an zu regnen, so dass wir uns nach 5 gefahrenen Kilometer unterstellen mussten.
Wir warteten ab, ob sich das Wetter zu unseren Gunsten entwickelt und als es dies nicht tat, fuhren wir zurück und brachen die Tour ab.
Stattdessen verbrachten wird den Rest des Tages in der Ferienwohnung.

Der nächste Tag stand wieder im Zeichen von Fahrrad fahren.
Geplant und auch durchgeführt war eine Strecke um den Plöner See, die wir entgegengesetzt dem Uhrzeigersinn in Angriff nahmen.

Zunächst ging es über Godau und das Nehmtener Forsthaus bis nach Bosau.
Von dort aus ging es ab vom Fahrzeugverkehr über Sandkaten und Timmdorf bis nach Grebin. Hier fanden wir eine schöne, alte und verräucherte Gaststätte für ein wirklich gutes Mittagessen.

Danach ging es dann von Grebin in Richtung Plön. Am Seeufer entlang folgten wir dem Radweg bis zur Prinzeninsel, wo wir an der dortigen Lokalität eine weitere Rast einlegten.

Nach dieser Pause ging es dann am Seeufer weiter bis wir wieder in Dersau ankamen.
Insgesamt hatten wir knapp 56 Kilometer in 2,5 Stunden zurückgelegt.

Auch am nächsten Tag legten wir knapp 54 Kilometer in der gleichen Zeit zurück.
Diesmal sollte uns die Fahrt in Richtung Norden führen.
Zunächst fuhren wir nach Plön und dann an einer Strecke am Kleinen Plöner See entlang.
Die idyllische Strecke führte uns bis nach Preetz, wo wir nach einigem Suchen uns auf eine Gaststätte für die Mittagspause einigten.
Danach ging es zurück über die Ortschaften Kühren und Bundhorst nach Ascheberg.
Hier versuchten wir, nach einer kurzen Pause an einem Campingplatz, nochmal eine andere Fahrradstrecke, nämlich direkt am See entlang, zu erkunden. Wir scheiterten jedoch sowohl an der schlechten Beschilderung, wie auch den baulichen Gegebenheiten, so dass wir letztendlich wieder auf den Radweg an der Hauptstraße zurückkehrten und diesem bekannten Weg zurück nach Dersau folgten.

Für den nächsten Tag hatten wir uns ein Highlight vorgenommen – eine Tour an die Ostseeküste.
Nach ersten Streckenberechnungen stand uns eine Tour von etwa 80 Kilometern bevor.
Wir starteten recht früh und fuhren zunächst über Marienhöh in Richtung Pehmerfelde. Von dort ging es über Feldwege und Nebenstraßen bis nach Weitewelt.

Auf der Anfahrt nach Weitewelt verabschiedete sich Lars dann aus der Fahrgemeinschaft, da er Zahnschmerzen hatte und mit diesen nicht weiterfahren konnte.
Nur noch zu Dritt traten wir die weitere Fahrt an. Über Seekamp, Glasauer Ziegelei, Sarau und Siblin ging es nach Gießelrade. Hier wies die Karte eine Nebenstrecke in Richtung Pönitz aus, der wir folgen wollten.
Dazu fuhren wir zunächst über eine äußerst schlechte Wegstrecke zu einem nahen Gehöft. Wir erkundeten dort alle drei Möglichkeiten weiterzukommen. Alle verliefen sich jedoch, so dass wir letztlich wieder zurück mussten.
Nun ging es weiter in Richtung Gleschendorf. Wir folgten ab hier den Hinweisschildern in Richtung Haffkrug / Scharbeutz.
Leider waren diese sehr lückenhaft aufgestellt, so dass es immer wieder zu Zweifeln über die Richtigkeit der Strecke kam. Letztendlich fuhren wir in Richtung Haffkrug auf einem leichten Umweg über die Ortschaften Klingberg und Gronenberg.
In Gronenberg, bei dem dortigen Anstieg, stellte Ansgar fest, dass irgendetwas mit seinem vorderen Laufrad nicht stimmte. Zunächst konnte keine Ursache ausgemacht werden. Wir fanden eine Verschleißstelle am Mantel und vermuteten zunächst die Bremse als Verursacher. Im Endeffekt stellte sich seine Vorderradnarbe als Verursacher heraus.

Die war gebrochen und ab Haffkrug ging gar nichts mehr.
Es bewahrheitete sich erneut, dass keine Tour ohne eine Panne bei Ansgar absolviert werden kann.
Ansgar schob dann sein Fahrrad in meiner Begleitung an der Uferpromenade entlang, währenddessen Olli vorfuhr und ein Fahrradgeschäft ausfindig machte.
Die Wartezeit während der Reparatur verbrachten wir an einem Imbiss an der Ostseeküste.
Nach der langen Pause fiel es uns schwer wieder in Tritt zu kommen.
Von Scharbeutz ging es über eine lange, ansteigende Gerade an der Bundesstraße entlang bis nach Ahrensbök. Dort bogen wir in Richtung Sarau ab. Die schlechte Wegstrecke der Hinfahrt wollten wir unbedingt vermeiden.
Nachdem wir Sarau erreicht hatten, ging es zügig voran. Lediglich die letzte Steigung zwischen der Ziegelei Nehmten und Marienhöh verlangte uns noch einmal alles ab, da sie sich ganz schön zog.
Zurück in Dersau stellten wir fest, dass wir letztlich dann doch 96 Kilometer zurückgelegt hatten und dies in einer Zeit von 4,5 Stunden.
An diesem Abend gönnten wir uns dann ein Essen in einem Lokal in Dersau – insbesondere da es der letzte Abend von Lars und Olli war.

Beide fuhren noch am Abend nach Hause – Olli hatte Termin und Lars Zahnschmerzen.

Ansgar und ich verbrachten den letzten Tag unseres Urlaubs mit einer Fahrt nach Malente und Eutin.
Malente war schnell besichtigt, in Eutin ließen wir uns etwas mehr Zeit und genossen die Zeit in der Fußgängerzone und am Markplatz mit Bummeln.
Danach war auch für uns beide der Urlaub beendet und es ging am nächsten Tag zurück nach Hildesheim.

Datum TRP TIME AVS Vmax
08.09.2007 12,19 00:38:17 19,12 35,9
09.09.2007 53,89 02:37:22 20,55 53,8
11.09.2007 55,89 02:32:01 22,06 57,0
12.09.2007 54,03 02:33:14 21,18 57,0
13.09.2007 95,84 04:22:41 21,88 57,2
 Gesamt 271,84 12:43:35  

 

Radtour mit Stolpersteinen

Rügen 2006

Wie im Vorjahr planten wir wieder eine Fahrradtour.
Diesmal sollte es auf die Insel Rügen gehen.
Im Internet suchten wir diesbezüglich nach geeigneten Unterkünften und wurden schließlich in Polchow auf dem sogenannten Drifthof fündig.

Am 09. September 2006 ging es dann los.
Ansgar und Lars fuhren zunächst allein los, da ich noch in Hildesheim aufgehalten wurde.
Den ersten Tag verbrachten sie mit einer Erkundungstour, die sie über Polkvitz, Neddesitz und Sagard führte.
Am Abend des 10. September kam ich dann dazu und wir gingen erst mal im örtlichen Lokal etwas essen. Das Angebot dieses Lokals war sehr fischlastig, so dass wir uns im Laufe des Urlaubs sehr auf Grillen zurückzogen.

Am nächsten Tag stand dann die erste Tour auf dem Programm.
Zunächst wollten wir natürlich die Sehenswürdigkeiten abfahren.
Über Blandow ging es dann zum Königsstuhl und den Kreidefelsen an der Stubbenkammer.

Entgegen der Beschilderung gönnten wir uns eine kleine Tour auf den Wanderwegen des Nationalparks Jasmund, um die einzelnen Aussichtspunkte zu erreichen.

Von den Kreidefelsen aus ging es dann erst mal über die Landstraße nach Sassnitz. Die Fahrt auf der Landstraße durch den Nationalpark erwies sich als sehr erfreulich, da sie sich in leichten Wellen bergab in Richtung Sassnitz zog, so dass mal etwas Geschwindigkeit gemacht werden konnte.
In Sassnitz gönnten wir uns am Hafen eine ausgiebige Rast, bevor uns Fahrt über Quatsendorf und Sagard wieder zurück zur Ferienwohnung führte.
Die Tagesetappe belief sich auf knapp 45 Kilometer in 2,5 Stunden Fahrzeit.

Die Tour am nächsten Tag sollte es wiederum zu einem Wahrzeichen der Insel Rügen führen, dem Leuchtturm am Kap Arkona.
Zunächst ging es am Spyker-Scher-See entlang nach Glowe, wo wir an der Hafenpromenade bereits die erste Rast machten und schon einen Blick auf Kap Arkona werfen konnten, das bei strahlendem Sonnenschein in der Ferne zu sehen war.
Danach ging es weiter nach Juliusruh. Hier führte der Radweg parallel zur Landstraße 30 durch ein Kiefernwäldchen in der Dünenlandschaft. Der Radweg war leicht wellig und hatte einige Kurven, ließ sich aber im Großen und Ganzen sehr gut fahren, so dass wir zügig vorankamen.
Auch in Juliusruh machten wir erst mal einen kleinen Abstecher zum Ostseestrand.
Danach ging es auf der mäßig ausgeschilderten Radfahrstrecke weiter. Der Radweg endete leider in Juliusruh und es ging über Feld- und Wanderwege.
Im Fischerdörfchen Vitt, kurz vor Arkona, machten wir dann noch einmal einen Stopp, bevor wir dann letztendlich zum Kap Arkona fuhren.

Hier war zunächst einmal Sightseeing angesagt und der Leuchttürme, die Burgruine und die Aussicht wurden bewundert.
Danach gönnten wir uns ein kleines Mittagessen, bevor es derart gestärkt wieder weiter ging.
Nun fuhren wir über Putgarten in Richtung Altenkirchen. Leider keine recht schöne Strecke, da sie über die Straße geführt wird und der Fahrzeugverkehr zu den Parkplätzen auch über diese Straße geht.

Von Altenkirchen ging es dann wieder zurück nach Juliusruh und von dort wieder die kilometerlange Strecke nach Glowe.

In Glowe gönnten wir uns dann noch einmal eine ausgiebige Rast an der Strandpromenade, bevor es nach Polchow zurückging.

Auch in Polchow war noch mal ein kurzer Stopp an einem Fischlokal fällig. Wir gönnten uns ein Bier und eine Fischfrikadelle, bevor es zur Ferienwohnung ging.
Damit hatten wir auch das zweite Lokal in Polchow kennen gelernt. Auch hier bestand die Speisekarte in wesentlichen Teilen aus Fischgerichten. Aber das war auf einer Ostseeinsel ja auch nicht anders zu erwarten.
Als wir zurück waren, hatten wir knapp 54 Kilometer in 2,5 Stunden Fahrzeit hinter uns gebracht.

Für den nächsten Tag hatten wir uns eine Fahrt zu einem der Ostseebäder vorgenommen. Auf der Anfahrt nach Binz wollten wir uns den „Koloss von Prora“ im Seebad Prora.

Die Fahrt ging zunächst über Sagard nach Borchtitz. Dort gab es eine Nebenstrecke durch ein Industrie-/Bahngelände zum Anleger der Schwedenfähren am Ostufer Rügens. Von dort ging es dann über Mukran zum Seebad Prora.
Der „Koloss von Prora“, das alte KdF-Betongebäude der Nazis, das sich am Strand entlang zieht, wirkte auch auf uns imposant.

Nach einem Fotostopp ging es von dort weiter zum Ostseebad Binz.
Nach einem kurzen Bummel über die Strandpromenade und die Seebrücke, suchten wir uns etwas zum Essen.
Wir wurden an einem kleinen Lokal am Schmachter See, der an der der Küste abgewandten Seite von Binz liegt, fündig.
Von hier aus ging es dann auch mit dem Rad weiter. Als nächstes Ziel war das Ostseebad Sellin angepeilt.
Nach einem Bummel über die Strandpromenade und der Seebrücke, suchten wir uns etwas zum Essen.
Wir wurden auf der küstenabgewandten Seite von Binz, am Schmachtener See fündig.
Nach der Mittagsrast ging es weiter am Südufer des Sees entlang nach Blieschow. Auf diesem Streckenabschnitt verabschiedete sich Lars aus der Tour und fuhr zurück, so dass Ansgar und ich allein durch ein Naherholungsgebiet weiter in Richtung Ostseebad Sellin fuhren.
Dort angekommen gönnten wir uns eine halsbrecherische Abfahrt zur legendären Seebrücke. Während der Besichtigung entschlossen wir uns, von Sellin aus mit der Fähre nach Binz zu fahren und erst von dort wieder Fahrrad zu fahren.

So machten wir es dann auch und fuhren von Binz aus annähernd die gleiche Strecke zurück in Richtung Polchow.
In Borchtitz angekommen modifizierten wir dann die Streckenführung und es ging westlich weiter bis zum Ufer des Binnentiefs.
Dem Ufer nach Norden folgend kamen wir dann kurz vor Neuhof zu einem neu gestalteten Yachthafen. Hier hatte gerade ein Imbiss geöffnet, so dass wir uns eine Pause gönnten.
Von hier ging es dann das kurze Stück bis nach Polchow zurück.
Insgesamt hatten wir an diesem Tag knapp 61 Kilometer in 3 1/4 Stunden zurückgelegt, wobei die Fähre nicht mitgerechnet ist.

Nach der Fahrradtour vom Vortag war für den heutigen Tag eine Pkw-Tour eingeplant.
Mit dem Auto ging es nach Sassnitz, wo wir den Wagen an einem Parkplatz in der Nähe der Kreidefelsen abstellten.
Danach ging es oberhalb der Kreidefelsen, an der Küste entlang, durch den Nationalpark Jasmund bis zum Abstieg am Kieler Bach.
Von hier aus, gingen wir am Fuß der Klippen auf dem Strand zurück.

Es war eine ganz schön anstrengende Tour auf dem Stein-/Kiesstrand zurück nach Sassnitz. Zugleich versuchten wir auch noch Bernstein, bzw. Fossilien zu finden, die am Strand herumliegen sollten. Letztlich konnten wir auch einiger Stücke habhaft werden, die dann in Sönke’s Besitz gelangten.
Nachdem die Wanderung beendet war, ging es noch einmal nach Sassnitz herein und danach zurück zur Ferienwohnung.

Für den heutigen Tag stand wieder Fahrrad fahren auf dem Programm. Diesmal sollte es zur Westküste von Rügen gehen.
Um dahin zu gelangen ging es erst einmal wieder nach Glowe und im weiteren Verlauf nach Juliusruh.
Von dort ging es westwärts bis nach Dranske, das an der Westküste liegt und einen Blick auf Hiddensee gewährt.
Hier machten wir am Ufer Rast, fanden aber keine Lokalität, so dass Ansgar zu einem Markt zurückradelte, und Getränke einkaufte.
Danach genossen wir den Blick auf die Ostsee.
Nach der Pause ging es über Wiek am Ufer entlang zur Wittower Fähre. Dort machten wir dann in der Fährgaststätte unsere Mittagspause.

Schon während der Pause stellten wir fest, dass der Wind stark zugelegt hatte. Ein Blick auf die Karte zeigte uns, dass es nun über flaches, offenes Gelände gegen den Wind weitergeht.
Trotz alledem traten wir die Rückfahrt an. Es ging über Woldenitz, Lobkevitz und Breege in Richtung Juliusruh.
Auf diesem Streckenabschnitt stellten sich erste Unstimmigkeiten im Team ein. Bei Gegenwind und Steigungen verloren wir immer wieder den Zusammenhalt.
Letztendlich führte dies dazu, dass wir bis zur Rast an der Strandpromenade in Glowe teilweise einzeln fuhren und dadurch natürlich unnütz Körner verschwendeten.
An diesem Tag standen knapp 75 Kilometer auf dem Tacho, die wir in unter 3,5 Stunden bewältigt hatten.

Am Abend stieg ich dann aus der Tour aus und fuhr vorab nach Hause.
Ansgar und Lars blieben noch die Nacht, fuhren aber am nächsten Tag auch kein Fahrrad mehr und traten dann die Heimfahrt an.

Datum TRP TIME AVS Vmax
11.09.2006 44,6 02:32:33 17,54 49,9
12.09.2006 53,79 02:29:36 21,57 43,0
13.09.2006 60,86 03:12:33 18,97 48,5
15.09.2006 74,41 03:22:38 22,03 46,9
 Gesamt 233,66 11:37:20    

Dangast – eine Notlösung?

Dangast 2005

Irgendwie lief die Planung für die Fahrradtour in diesem Jahr nicht richtig rund.
Ein richtig gutes Ziel wurde nicht gefunden und ob wir alle zur gleichen Zeit Urlaub bekommen, stand auch erst sehr spät fest.
Aus diesem Grund wählten wir unser Ferienhaus in Dangast als Urlaubsziel.
Damit entfiel die Suche nach einer Ferienwohnung und die Planungsphase war auch recht überschaubar.
Für die Anfahrt entschieden wir uns, dass wir mein altes Wohnmobil nutzen, da wir auf den Fahrradträger alle Räder mitbekamen.
So war es dann auch. Morgens trafen wir uns in Harsum und verstauten die Fahrräder und das Gepäck. Dann ging es los.
Die Fahrt nach Dangast dauerte etwa drei Stunden. Wir nutzten den angebrochenen Tag und kauften noch schnell in Varel ein, bevor das ins Ferienhaus ging.
Nachdem wir uns dort häuslich eingerichtet hatten, verbrachten wir den Nachmittag damit unser technisches Equipment auszuprobieren.

Am darauffolgenden Tag stand dann die erste Fahrt auf dem Programm. Um den Jadebusen herum ging es nach Wilhelmshaven.

Wir folgten dem Radweg am Deich entlang nach Cäciliengroden und Mariensiel. Von dort ging es über den Anton-Dohm-Weg am Südstrand entlang bis nach Wilhelmshaven hinein.

Das Wetter war nicht so schön. Es war recht kalt an dem Tag. Dennoch setzten wir uns zu unserer Mittagspause nach draußen. Wir nahmen ein Getränk am Meeresaquarium, bevor wir uns auf den Rückweg machten.
Den ausklang fand diese knapp 45 Kilometer lange Eingewöhnungstour am Kurhaus Dangast bei Kaffee und Kuchen.

Auch am kommenden Tag war keine große Tour geplant.
Diesmal ging es für uns in Richtung Naturschutzgebiet Neuenburger Urwald.
Von Dangstermoor aus ging es über Obenstrohe zum Mühlenteich und von dort nach Bockhorn zum Urwaldhof Neuenburg. Hier machten wir dann auch unsere Mittagsrast, bevor es durch das Naturschutzgebiet und über Steinhausen und Jeringhave wieder zurückging.
Am Nachmittag ging es dann mit dem Pkw noch einmal zum Bummeln nach Wilhelmshaven. Wir parkten in Bahnhofsnähe und bummelten durch die Galerie am Bahnhof und durch die Fußgängerzone.

Für den nächsten Tag hatten wir die Tour nach Eckwarderhörne geplant. Von hier sollte es mit der Fähre nach Wilhelmshaven gehen und dann am Deich zurück.
Die Strecke startete am Campingplatz in Dangast. Von dort ging es am Deich entlang bis zum Vareler Hafen. Auch danach folgte die Strecke dem Deich bis Neuwapelergroden.  Hier ging es dann auf dem Radweg an der Kreisstraße 197 entlang.
Erst nach Augustgroden konnten wir dann wieder dem Weg am Deich entlang folgen. Das letzte Stück bis zum Fähranleger Eckwarderhörne ging dann auf der Seeseite des Deiches entlang.

Am Fähranleger angekommen mussten wir feststellen, dass die Fähre nur noch zweimal täglich fuhr – nämlich morgens gegen neun Uhr und nachmittags gegen fünf Uhr, so dass unser Plan gescheitert war.
Nach einer kurzen Beratung entschlossen wir uns, den gleichen Weg zurück zu fahren. Dies fiel uns auf Grund der langen Geraden, die uns bevorstanden, nicht gerade leicht. Keinem von uns gefiel es, derart lange Strecke eintönig geradeaus zu fahren. Dennoch schafften wir es, auf der Rückfahrt noch schneller unterwegs zu sein.

Der Tag der letzten Tour stand an. Wir hatten am Abend zuvor geplant bis nach Schillig an der Nordseeküste zu fahren.
Bis Mariensiel folgten wir diesmal nicht dem Fahrradweg am Deich entlang, sondern fuhren bis Cäciliengroden über Nebenstraßen und nutzten den Radweg erst ab dort.
Ab Mariensiel ging es dann durch Wilhelmshaven. Zunächst wollten wir am Wasser bleiben, scheuten uns dann aber vor der Länge der Strecke und fuhren auf Nebenstraße in Richtung der Landstraße 810, der wir weiter folgen wollten.
Als Lars die anstehende Strecke und die Geraden sah, die uns bevorstanden, wurde ihm bewusst, dass es er körperlich nicht fit genug für die Strecke war und nahm die Rückfahrt in Angriff. Ansgar und ich entschlossen uns, die Strecke durchzuziehen.
Bis Hooksiel lief es auch ansprechend. Danach ging es von der Landstraße ab und wir fuhren auf Nebenstraßen über Pakenser Groden und Hohenstiefersiel nach Horumersiel. Von dort war es nur noch ein kurzes Stück bis Schillig.
In Schillig selbst legten wir noch ein Stück auf dem Deich zurück und suchten dann eine geeignete Lokalität für eine Mittagspause. Leider waren wir nicht sehr erfolgreich, da uns die Gaststätten hinter dem Deich nicht zusagten.

Wir machten uns dann auf den Rückweg nach Horumersiel, wo wir eine gute Gaststätte fanden. Gemütlich saßen wir in der Sonne und genossen unser Getränk und unser Essen.
Danach ging es gesättigt weiter. Leider hatten wir nun konstanten Gegenwind. Auf den langen Geraden den Deich entlang wechselten wir uns mit der Führungsarbeit ab, so dass man sich im Windschatten etwas ausruhen konnte. Keiner von uns Beiden wollte jedoch eine Schwäche zeigen, so dass wir ausgesprochen flott unterwegs waren.
Auch diesmal wählten wir die kürzeste Strecke durch Wilhelmshaven und fuhren ab Mariensiel direkt am Deich entlang nach Dangast zurück.
Insgesamt bewältigten wir an diesem Tag über 80 Kilometer in einer Fahrzeit von 3,5 Stunden. Trotz des Gegenwindes schafften wir noch eine Durchschnittsgeschwindigkeit von etwas unter 24 km/h.

Der letzte Tag war dann der Rückreisetag.
Nach der Reinigung des Ferienhauses und dem Verstauen der Fahrräder ging es dann ganz gemütlich wieder zurück nach Harsum, wo sich dann unsere Wege für dieses Jahr trennten.

Datum TRP TIME AVS Vmax
16.09.2005 45,43 02:09:42 21,01 43,5
18.09.2005 38,05 01:42:15 22,33 47,3
19.09.2005 75,21 03:11:30 23,56 44,0
21.09.2005 81,73 03:28:42 23,50 44,7
 Gesamt 240,42 10:32:09