Mit dem Fahrrad am Jadebusen

Dangast

(13.09. bis 19.09.2009)

Diesmal musste die Tour recht kurzfristig geplant werden. Ansgar und Lars hatten Kurzarbeit und konnten ihre Urlaubszeiten nicht zeitgerecht bestätigen.
Olli, der dieses Jahr nicht mitfuhr, wollte noch einmal einen Familienurlaub machen, bevor sein Sohn eingeschult wird.
Die Zielauswahl fiel deshalb recht kurzfristig auf das Ferienhaus in Dangast, das bereits 2004 schon einmal als Ziel hergehalten hatte.

Am Sonntagmorgen, dem 13.09.2009, um halb zehn ging es los. Ansgar und Lars holten mich mit ihren neuen VW Golf (finanziert mit der Abwrackprämie) in Harsum ab.
Über die Autobahn ging es zügig in Richtung Nordsee und wir kamen um die Mittagszeit herum in Dangast an.
Da wir einige Arbeitsaufträge für das Ferienhaus mit auf den Weg bekommen hatten, erledigten wir diese zunächst. Danach ging es ans Zimmer einrichten.
Dabei genossen wir unser erstes Bier, das Lars in Form eines Fasses gespendet hatte.
Am Nachmittag machten wir eine Stippvisite auf Kaffee und Kuchen im Kurhaus Dangast.
Da wir hiernach bereits richtig Hunger hatten und die Zeit auch schon entsprechend vorangeschritten war, wollten wir Essen gehen. Unser Ziel war das Lokal „Altes Zollhaus“ in Dangast. Leider war hier nur ein Tisch mit Reservierung z erhalten, weshalb wir zum italienischen Restaurant „Mamma Mia“ wechselten.
Im Abendprogramm stand dann die Playstation von Lars. Mit Singstar, Ansgar verweigerte sich dabei allerdings, und Buzz vertreiben wir uns die Zeit.

Am Montagmorgen stand dann die erste Radtour auf dem Programm. Wir wollten zunächst nach Wilhelmshaven fahren.
Über das Dangaster Siel ging es zunächst am Deich entlang. Danach ging es zum Groden ab, wo wir in Richtung Cäciliengroden weiterfuhren. Hier stellte sich dann der böige Gegenwind ein, der uns die gesamte Strecke bis Wilhelmshaven begleiten sollte.

Auf Grund des Windes bogen wir in Idagroden in Richtung Deich ab, da wir uns dort etwas Windschatten erhofften. Dieser Wunsch erfüllte sich jedoch nicht, so dass es gegen den Wind über die langgezogenen Geraden weiterging.
In Mariensiel konnten wir dann noch den Marineflieger bei ihren Flugtrainings zuschauen, die trotz des starken Windes Start- und Landeübungen folgen.
Von Mariensiel ging es am Südstrand entlang bis zum Meeresaquarium. Dort suchten wir uns eine Lokalität. Die musste zum einen etwas zu Essen anbieten und zweites musste man im Trockenen sitzen können, da es anfing zu regnen.
Mit dem Regen ließ auch der Wind nach, so dass wir die Rückfahrt bei Windstille antraten und der erhoffte Rückenwind uns verwehrt blieb.
Kurz vor Dangast setzte der Wind wieder ein, allerdings als Gegenwind, so dass die letzten Kilometer bis zum Siel sich als ausgesprochen anstrengend darstellten.
Nach unserer Ankunft versuchte sich Lars noch durch einen kräftigen Schluck aus der Pulle zu stärken. Leider griff er sich die falsche Flasche – nämlich diejenige, die kurzfristig als Ascher herhalten musste.
Am Abend versuchten wir dann erneut einen Tisch im „Alten Zollhaus“ zu bekommen. Wieder war ohne Reservierung nichts zu machen.
Letztendlich fuhren wir dann ins griechische Restaurant „Dionysos“ in Varel.
Nach dem Essen vertrieben wir uns die Zeit mit dem Kartenspiel „6 nimmt“.

Für Dienstag hatten wir uns in Anbetracht des vorherrschenden Windes für eine Tour in Hinterland entschlossen.
Wir fuhren zunächst am Deich entlang in Richtung Vareler Hafen, um dort noch einmal den Fabrikverkauf von Bahlsen anzusteuern. Danach ging es über Varel nach Obenstrohe, wo wir Reni Hallo sagten.

Weiter ging es in Richtung ‚Mühlenteich‘, wo wir in Richtung Süden abbogen, um eine Strecke durch den Truppenübungsplatz zu fahren. Die geplante Strecke war für uns nicht auffindbar, so dass wir eine Alternativroute wählten, die uns letztlich zur alten Einfahrt führte, wo zwar über die Straße ein verschlossenes Tor war, der angrenzende Zaun aber nicht mehr existent war.

Nach dem Truppenübungsplatz ging es direkt durch den Neuenburger Urwald zur Gaststätte Urwaldhof.
Nach einem guten Mittagessen ging es von dort in Richtung Bockhorn weiter. Von Bockhorn aus, wollten wir über Feldwege in Richtung Jeringhave abkürzen. Der erste gewählte Weg stellte sich als Sackgasse heraus. Der zweite Weg endete in diversen Heufeldern. Laut Karte waren wir richtig, nur die Brücke ließ sich nicht finden.

Bei den Fahrten über die Heufelder setzten sich unsere Ritzel zu und einen Ausweg fanden wir dennoch nicht. Blieb nur eine Brücke als letzte Alternative vor der Rückfahrt, die auf der Karte nicht eingezeichnet war. Jetzt bemühte Lars auch die Internetverbindung und bei Google Maps sah es vielversprechend aus.

Nachdem die Räder vom gröbsten Heu gereinigt waren, ging es weiter.
Der Weg führte wieder über Felder, diesmal allerdings eine Kuhweide und endete direkt am Hof, wo er in den Kuhstall führte. Hier mussten wir uns unter zwei Zäunen durchschlängeln, um dann zum Erstaunen der Arbeiter über den Hof zu fahren.
Allerdings kamen wir nicht bei Jeringhave auf die Strecke sondern weit südlicher bei Seghorn.
Von hier an hielten wir uns an die Beschilderung und hatten Dangast dann zügig wieder erreicht.
Auch hier verbrachten wir den Nachmittag mit dem Reinigen der Räder und mit Speedminton, einer schnelleren Art von Badminton.

Am Abend kochten wir dann gemeinsam und besprachen die weiteren Eckdaten.

Da das Wetter am nächsten Morgen recht trübe war, entschlossen wir uns zu einem Trip mit dem Pkw nach Wilhelmshaven.
Geparkt haben wir in Bahnhofsnähe und sind dann durch die Innenstadt geschlendert. Hierbei haben wir einige Mitbringsel für die Familien besorgt, bevor es wieder nach Dangast zurückging.
Da der Tag immer schöner wurde und wir keine rechte Lust zum Radfahren hatten, beschlossen wir, den Nachmittag im Garten zu verbringen.
Am späten Nachmittag gingen wir dann noch einmal in Richtung Hafen, um bei Piper Grillgut zu kaufen, da wir uns kurzfristig entschlossen hatten, zu grillen.
In kurzen Hosen und T-Shirts setzten wir uns dann noch in Eisdiele. Da kamen wir uns etwas deplatziert vor, weil die meisten in dicken Wetterjacken um uns herum saßen.
Abends haben wir dann gegrillt. Zuvor hatten wir noch telefonisch einen Tisch im „Alten Zollhaus“ reserviert, da wir es endlich schaffen wollten, dort zu essen.

Am Donnerstag dann wurde wieder Fahrrad gefahren. Obwohl es morgens noch recht kühl war, ging es in Richtung Jever los.
Zunächst fuhren wir wieder über das Dangaster Siel in Richtung Cäciliengroden. Über den Groden ging es dann nach Neustadtgödens, ein mehrfach als ‚Schönstes Dorf Ostfrieslands‘ ausgezeichneter Ort.

Von dort weiter über Schortens bis nach Jever.
In Jever angekommen, bummelten wir durch die Fußgängerzone und machten eine Mittagspause.
Danach ging es weiter am Hooksieler Tief entlang. Eigentlich beabsichtigten wir erneut eine Abkürzung zu nehmen, die uns nach Sillenstede führen sollte. Als wir eine Anwohnerin nach dem Weg fragten, wies die uns aber auf die Straße hin und sagte, wir sollten auf keinen Fall von ihr abbiegen. Dies taten wir dann auch lieber und nahmen den Umweg in Kauf.
Von Sillenstede ging es dann nach Fedderwarden und von dort weiter nach Mariensiel.

Als wir wieder auf der Strecke am Deich nach Dangast waren, machten wir noch eine Getränkerast in Cäciliengroden, bevor es dann am frühen Nachmittag zurück zur Ferienwohnung ging.
Abends stand dann der Besuch im „Alten Zollhaus“ an. Diesmal erhielten wir unseren Tisch und eine Reservierung war auch erforderlich.
Danach ließen wir den Abend im Ferienhaus ausklingen.

Der Freitag war unser letzter Tag. Trotzdem wollten wir noch eine kleine Tour machen, bevor es am Nachmittag nach Hause gehen sollte.
Wir fuhren von Dangast aus zunächst nach Obenstrohe, um Reni einen Schlüssel zu geben. Danach ging es über Neuenwege und Neudorf weiter.
Kurz vor Wapelersiel bot sich erneut eine Abkürzung an, die diesmal dann auch klappte. Danach war es ein Katzensprung zum Vareler Hafen, wo wir uns ein Fischbrötchen und ein Getränk zum Mittag gönnten.
Vom Vareler Hafen aus ging es dann am Deich entlang zurück nach Dangast. Diesmal endlich mal mit Rückenwind, was sich auf die Geschwindigkeit dann doch auswirkte.
Wieder am Ferienhaus angekommen, ging es ans Aufräumen und Packen. Lars fuhr dann etwas eher los, damit er Viktoria abholen konnte. Ansgar und ich folgten etwas später. Unmittelbar nach der Abfahrt stellten sich dann die Staumeldungen für die Autobahnen ein, so dass Ansgar und ich uns entschlossen über die B6 nach Hannover zu fahren. Lars wollte seinem Navi folgen. Als Ansgar und ich in Neustadt/Rbg. mit Lars telefonierten, stellten wir fest, dass er mittlerweile auch auf der B6 war, jedoch hinter uns in Nienburg.
Der Rest der Heimfahrt gestaltete sich problemlos, so dass wir nach circa 3 Stunden Fahrzeit in Harsum ankamen.

Datum Trip Zeit AVS Vmx
14.09.2009 35,96 01:37:51 22,05 37,1
15.09.2009 53,80 02:47:52 19,23 38,4
17.09.2009 63,89 02:57:41 21,56 38,4
18.09.2009 38,63 01:41:58 22,73 36,0
Gesamt 192,28 09:05:22

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