Wieder einmal mit dem Fahrrad im Spreewald

Mit dem Fahrrad im Spreewald

Zusammen mit Pamela und Mathias planten wir einen Aktivurlaub in Deutschland. Schnell waren wir darüber einig, dass es nicht nur Fahrradfahren geben sollte, sondern auch noch Alternativen möglich sein sollten. Der Spreewald, in dem wir uns schon einige Male aufgehalten hatten, rückte da in den Fokus.

Schnell war die Suche nach einer Unterkunft im Gange und in den weiten des Internets fanden wir den Gasthof Mühle im Zentrum von Lübbenau, der uns ein adäquates Zimmer anbot. Nach der Buchung konnten wir nur noch warten und schon einmal die Zeit verplanen.

Anfang Juli ging es dann los. Wir hatten einen Freitag als Reisetag auserkoren, da wir hofften zu dieser Zeit am Besten durchzukommen. Die Fahrräder transportierten wir in einem Anhänger von Mathias. So ging es auf die Autobahn und bis Magdeburg. Erst danach nahm der Verkehr signifikant zu und es kam immer wieder zu kleinen Stauungen. Nachdem wir Berlin hinter uns gelassen hatte, klappte es auch wieder mit dem flüssig

 

03.07.2021

Tour 1: Lübbenau – Alt Zauche – Burg – Leipe – Lübbenau (41,9 km)

04.07.2021

Tour 2 : Lübbenau – Lübben – Schlepzig – Groß Leuthen – Lübbenau (69,0 km)

05.07.2021

Tour 3: Lübbenau – Raddusch – Burg – Leipe – Lübbenau (48, 2km)

06.07.2021

Paddeltor nach Leipe (14 km)

08.07.2021

Tour 4: Lübbenau – Koi-Garten Burg – Straupitz – Alt Zauche – Lübbenau (53,0 km)

Kroatien zum Relaxen

Erstmals nach der Zeit, geprägt von der Pandemie und den der Lockdowns, sollte es wieder in Richtung Süden gehen. Die anfängliche Planung sah einen mehrwöchigen Aufenthalt vor. Dies musste jedoch durch die vergebenen Impftermine geändert werden. Letztlich wurde es ein Urlaub, der lediglich relaxen als Ziel hatte.

Diesmal ging es an einem Samstag los. Gegen 09.00 Uhr starteten wir voller Vorfreude ins unsere Urlaubstour. Die Fahrt  über die BAB 7 und BAB 9 war geprägt von Starkregen, der immer mal wieder auftrat. Nach Regensburg fuhren wir dann zeitnah von der BAB 3, um auf Grund der Stauankündigungen lieber gemütlich der B 20 in Richtung Süden zu folgen. Kurz vor der Grenze nach Österreich wollten wir übernachten. Elli hatte den Stellplatz am Paulbauernhof in Gausberg als Übernachtungsplatz ausgesucht. Dank eines Anrufs vorher, hatten wir dann auch tatsächlich einen Stellplatz für die Nacht. Leider blieb es auf Grund des Regens und eines vorbeiziehenden Gewitters bei einem kurzen Spaziergang und einem Abendessen im Wohnmobil.

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Am nächsten Morgen ging es dann zügig los. Die Grenze nach Österreich stellte kein Problem dar. Wir mussten da schon an der nächsten ÖMV-Tankstelle länger warten, um unseren Tank zu füllen. Auch unsere Vignette und erstmalig die Videomaut für die Tunnel konnten wir an der Tankstelle erwerben.

Weiter ging es dann über die A 10  in Richtung Süden. Am ersten mautpflichtigen Tunnel dann der bange Moment, ob das mit der Videomaut wirklich so funktioniert hat und tatsächlich … es klappt. Zum Mittagessen haben wir bereits den Karawankentunnel passiert und gönnen uns eine kleine Pause auf dem Rastplatz Jesenice in Slowenien.  Von hier geht es direkt weiter nach Kroatien. Nachdem wir die auch hier die Grenze ohne Probleme hinter uns gelassen haben, beplanen wir unseren Ablauf neu. Da wir die Fähre nach Cres um 15.00 Uhr noch bekommen können, soll es gleich auf die Insel gehen. 

Auf Cres geht es dann über die Küstenstraße 100 weiter zum Campingplatz. Diesmal ist es eine recht entspannte Fahrt auf der engen Straße, da vor uns ein Wohnmobilist unterwegs ist, der seine Fahrzeugausmaße noch nicht so sicher beherrscht und daher eher mittig vor uns her fährt.

Am Campingplatz angekommen, können wir gleich unseren vorgebuchten Stellplatz Nr. 342 beziehen, da dieser bereist frei ist. Wir richten uns ein  und genossen des Rest des Tages.

Am frühen Abend ging es dann über die Promenade in die Stadt. Hier wählten wir die Pizzeria Luna Rossa für unser Abendessen.  

Nach dem Essen ging es dann zurück zum Campingplatz, wo wir noch ein abschließendes Getränk zu uns nahmen und den lauen Abend genossen. 

Die nächsten Tage verbrachten wir mit Sport und Relaxen. Wir brachten eine gewisse Routine in unseren Tagesablauf, die uns unter anderem immer wieder in die Twist Bar führte, in der man herrlich ein Getränk mit Blick auf das Meer zu sich nehmen konnte. 

Am Dienstag machten wir dann unsere erste Fahrradtour. Erstmalig hatten wir unsere E-Bikes dabei und wollten sie auch in Betrieb nehmen. Über Cres ging es am Jachthafen vorbei zum Leuchtfeuer auf der gegenüberliegenden Buchtseite.

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Lang war die Tour nicht, aber trotzdem landschaftlich sehr schön. Auf dem Rückweg nutzte Elli dann gleich noch die Gelegenheit und kaufte sich eine Melone. Nachdem die zerlegt war, füllte sie erst einmal unseren kleinen Kühlschrank. 

Zum Abendessen ging es in die Konaba Kopac. Die kannten wir bereits von unseren vorherigen Besuchen und wurde von dem essen und der Freundlichkeit nicht enttäuscht. Vor, während und zum Abschluss des Essens gab es immer wieder Sliwowitz. Der wurde dann zum Ende noch einmal herausgeholt, nachdem wir darauf aufmerksam gemacht hatten, dass das Bier auf der Rechnung fehlte.  

Der nächste Tag startete mit einer Überraschung. Unsere Corona-Warn-App war auf rot gesprungen. Wir mussten wohl kurz vor unserer Abfahrt einen potentiellen Kontakt gehabt haben. Da wir aber aber keine Symptome zeigten und uns keiner anrief, beruhigte uns das nicht weiter. 

Wesentlich mehr beunruhigte uns am Nachmittag ein Besucher auf unserem Stellplatz. Eine circa 1 Meter lange Schlange schlängelte sich durch das Gras. Da wir sie nicht einschätzen konnten, hielten wir erst einmal etwas Abstand. Letztlich entfernte sie sich und suchte sich ein schattiges Plätzchen in einer nahmen Mauer. 

Zum Abendessen wünschte sich Elli Fisch und wir suchten uns das Buffet Feral am Hafen für das Essen aus. Elli gönnte sich eine Dorade, während ich dann doch lieber bei den Fleischgerichten blieb.

Zurück am Campingplatz konnten wir dann bei einem Cocktail noch den schönen Sonnenuntergang genießen. 

Die Woche schritt voran und mittlerweile war es Freitag geworden. Obwohl wir für unsere Verhältnisse spät hochkamen, starteten wir am Vormittag zu einer Wandertour. Wir hatten in der Nähe zum Campingplatz den Einstieg in einen Weg der jahrhundertealten Olivenhaine. Es handelte sich dabei um eine interessante Wanderung durch die alten Olivenhaine von Cres, die auf Grund der Informationstafeln sehr kurzweilig war. 

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Aus den angekündigten 5 Kilometern wurden bei uns 10 Kilometer. Tiere und alten Bauten waren inklusive.

Zurück auf dem Campingplatz geht es erst einmal wieder zur Twist Bar, um uns bei einem Getränk zu erfrischen.  

Zum Abendessen ging es wieder nach Cres. Diesmal hatten wir das Restaurant Al Buono Gusto in einer der Altstadtgassen ausgesucht. Wir bekamen einen der letzten Plätze im Bereich der Außenbestuhlung. Das Essen war nicht so toll. Zwar stimmte das Preis-Leistungs-Verhältnis, der Geschmack und die Qualität ließ jedoch zu wünschen übrig. Zudem hatte Elli von ihrem Sitzplatz aus eine recht irritierende Sicht auf eine Matrone, die lautstark telefonierte.

Am nächsten Abend wollten wir es mit dem Essen besser machen und hatten uns das Buffet Regata am Hafen ausgesucht. Hier hatte man einen wunderbaren Blick auf das Hafenbecken. 

Elli versuchte sich erneut am Fisch und wurde nicht enttäuscht. Ich hatte ei wohlschmeckendes Fleischgericht. Am Ende fragten wir uns, warum bisher dieses Restaurant nicht in unseren Fokus geraten war. 

Nach dem Essen machen wir noch, wie schon einige Male zuvor, in der Bar Vina Miramar halt. Wir gönnen uns noch ein Getränk und Elli bestellt ohne Blick in die Karte einen Rose. Sie erhält dann auch prompt den Qualitätswein, der sich auch preislich von den anderen Weinen absetzt. 

Am nächsten Tag, unser Aufenthalt auf dem Campingplatz neigt sich dem Ende zu, ist es erstmals leicht bewölkt, so dass wir in aller Ruhe die ersten Sachen verstauen können. Zum Abendessen bleiben wir dann auch auf dem Campingplatz und nutzen den dortigen Grill. Elli wählt als Vorspeise einen Olivensalat und erhält Oliven in einer Schale – nur der Salat fehlt. Insgesamt war das essen aber trotzdem gut und das Preis-Leistungs-Verhältnis war vollkommen okay. 

Am Nächsten Morgen kommen wir früh los. Bereits um 08.00 Uhr verlassen wir unseren Stellplatz und fahren zum Entsorgen., das wir eine halbe Stunde später beenden. Um 09.00 Uhr kommen wir am Fähranleger Merag an und stellen fest, dass die Fähre gerade abgefahren ist. Bis die nächste Fähre um 10.00 Uhr fährt, müssen wir warten.

Auf Krk läuft erst einmal alles gut. Wir werden erst bei Verlassen der Insel durch einen Stau auf Grund von Bauarbeiten auf der Brücke etwas ausgebremst. Bis zum Grenzübergang Rupa ging es flott voran, dann bremste wieder ein kleiner Stau bei der Aus-/Einreise. Danach war zwar wieder viel Verkehr auf der Straße, aber es ging ohne nennenswerte Beeinträchtigungen in Richtung unseres Tagesziels. Wir hatten uns Bled auserkoren. Hier gab es den Campingplatz Bled, der direkt am See lag.  Schnell war der Checkin erledigt und wir bekamen einen Stellplatz zugewiesen. Da uns dieser aber nicht zusagte, suchten wir uns selbst einen Platz.

Nachdem wir uns eingerichtet hatten, ging Elli noch eine Runde im nahen See schwimmen. Danach ging es auch schon zum Abendessen ins Restaurant Camping Bled. Elli gönnte sich ein Risotto und ich einen Burger. Das war zwar nicht gerade günstig, aber dafür auch sehr gut. Nach dem Essen machten wir noch einen kleinen Spaziergang und besprachen den Plan für den nächsten Tag.  

Der Tag startete mit einer Wanderung um den See herum. Erstes Etappenziel war die Burganlage von Bled. Nachdem wir den Aufstieg geschafft hatten, sahen wir von einer Besichtigung der Burg ab, da der Eintrittspreis recht anspruchsvoll war. Es ging dann weiter durch Bled hindurch und auf dem Uferweg letztlich zurück zum Campingplatz.  

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Dort angekommen legte sich Elli erst einmal ans Seeufer und ich nutzte die Zeit, um noch einmal eine Runde um den See zu joggen. Danach machten wir eine Fahrradtour nach Radovlijce. Jedenfalls war das der Plan. Leider ging er nicht auf, da Radovlijce durch ein Großbaustelle von allen Verkehrsverbindungen abgeschnitten war und wir so nicht in den Ortskern gelangten. Trotzdem genossen wir die Fahrt mit dem Fahrrad durch die idyllische Landschaft. Und gerade der Rückweg war toll. Gefühlte 20 Kilometer ging es nur bergab, so dass man kaum Kraft aufwenden musste. 

Zurück am Campingplatz verstauten wir unsere Sachen und gönnten uns eine Dusche, bevor es wieder ins Restaurant zum Essen ging. 

Der nächste Tag war wieder ein Reisetag. Schnell waren wir auf der Autobahn und da es noch recht früh war, gab es auch am Karawankentunnel keine Verzögerung. Bereits gegen 11.00 Uhr erreichten wir den Raum Salzburg und füllten noch einmal unseren Tank. Elli nutzte gleich die Zeit, um unsere Vorräte im nahen Hofer aufzufüllen. Danach ging es über die BAB 8 weiter. Bis München klappte alles mehr oder weniger gut. Um München herum nahm dann der Verkehr immer mehr zu und wir hatten auch immer wieder kleiner Verkehrsbeeinträchtigungen, so dass sich die Zeit zog.

Gegen 15.00 Uhr kommen wir dann am Campingplatz An der Altmühl in Beilgries an. Wir hatten vorher eine Buchung versucht, waren aber immer wieder rausgeflogen. Am Campingplatz selbst gestaltete sich der Vorgang nicht einfacher. Tatsächlich war aber gar kein Servicepersonal mehr vorhanden, so dass wir uns letztlich selbst durchwurschteln mussten.

Nach dem Einrichten auf dem Stellplatz mache ich mich noch auf eine kurze Joggingrunde auf, um das lange Sitzen im Camper zu kompensieren. Nach dem Duschen geht es dann ins Gasthaus Stern zum Essen. Die erhofften Schäufle sind aber wieder aus, so dass wir mit einer Alternative vorlieb nehmen müssen. Das Essen war aber wieder wie immer gut und wir konnten außerdem uns für den nächsten Abend unser geliebtes Schäufle reservieren.  

Der nächste Tag fing eher durchwachsen an. Das Wetter war gut, die Rahmenbedingungen für das Frühstück nicht. Die bestellten und bereitstehenden Brötchen waren enttäuschend. Nicht nur, dass die Brötchen, die im 6er-Pack 0.19 € kosten, nun im Einzelpreis 0.60 € aufwiesen. Sie waren auch noch nicht einmal vernünftig aufgebacken. Sie gingen erst einmal zurück und wurden dann noch einmal aufgebacken. Letztlich verstärkte sich hierdurch nur der Eindruck, dass dieser Campingplatz nur noch auf Gewinnmaximierung ausgelegt ist und vom Servicegedanken nicht mehr viel  übrig war. Aber das nur am Rande.

Der Tag ging dann weiter mit einer Fahrradtour die Altmühl entlang. Zunächst ging es bei strahlendem Wetter die etwas mehr als 40 Kilometer bis Eichstätt.  Hier machten wir einen Abstecher in die Innenstadt und gönnten uns im Gasthaus Krone einen Mittagssnack. 

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Dann ging es die etwas mehr als 40 Kilometer zurück. Wobei wir jetzt mehr Getränkepausen machten, da sich die Sonne auch immer mehr bemerkbar machte. nach fast 90 Kilometer waren wir dann zurück am Campingplatz.  Es blieb nur noch Zeit zum Equipment verstauen und Duschen, bevor es wieder zum Gasthof Stern ging. Hier gab es dann das Schäufle zum Abendessen. Und die Vorbestellung hatte sich gelohnt, da das Essen wieder sehr gut war.

Nach dem Abendessen gönnten wir uns noch ein Eis und bummelten dann zum Campingplatz zurück.

Am nächsten Morgen dann wieder Stress wegen der Brötchen. Diesmal werden sie einfach nicht fertig, so dass wir unsere zeitige Abreise erst einmal nach hinten stellen müssen. Wir finden eine Alternative für das Frühstück und heben uns die Brötchen für später auf.

Es geht dann erst einmal zum Adidas-Outlet in Herzogenaurach, wo wir unseren Bedarf an Sportkleidung befriedigen. Danach folgt die Heimfahrt. Diesmal über die BAB 73 und BAB 71 und ab Erfurt über die B 4 bis zur A 38. Am späten Nachmittag können wir das Wohnmobil zu Hause einparken und sind erholt zurück.   

Strecke: 2368,2 km
Durchschnittverbrauch: 9,3 l / km

Polen

In Polens Norden 

Die Urlaubszeit war geprägt von dem Pandemiegeschehen rund um Corona. In der Planungsphase hatten wir immer wieder Regionen ausgesucht, in denen danach das Infektionsgeschehen anstieg, so dass sie als Urlaubsorte für uns erste einmal nicht in Betracht kamen. In dieser Phase kam Polen als Urlaubsziel ins Gespräch. Schnell waren die Vorteile erkannt und wir begannen mit den ersten Streckenplanungen. Schnell wurde uns klar, dass es im Vergleich zu unseren bisherigen Sommerurlauben ein ganz anderer Urlaub werden würde.

Das merkte man bereits am Starttag. Entgegen unseren üblichen Gewohnheiten ging es diesmal an einem Samstag los. Nach dem Frühstück starteten wir in Richtung Mecklenburgische Seenplatte. Die durch den Navi vorgeschlagenen Streckenführung brachte uns auf den Gedanken in diesem Urlaub Autobahnen möglichst zu meiden. Das ließ sich bereits auf der ersten Etappe ganz gut umsetzen. Uns wurden dann zeitnah die kleinen Lücken in unserem Plan aufgezeigt. Da wir ohne Navi und damit auch ohne TMC unterwegs waren, kamen Streckensperrungen für uns entsprechend überraschend. Ab Pritzwalk war die Bundesstraße gesperrt und es ging über Land- und Kreisstraßen weiter. Die Straßen wurden derart schmal, dass an  Überholen gar nicht zu denken war und Gegenverkehr mit Respekt begegnet wurde. 

Am Nachmittag kamen wir an unseren angedachten Zielort, dem Stellplatz am Lenzer Hafen an. Tatsächlich war auch noch ein Stellplatz für uns frei, den wir gleich belegten. Während wir mit einem Getränk auf der Terrasse der Gaststätte saßen, bekamen wir mit, wie schwer ein adäquater Stellplatz im Moment zu ergattern war. umso mehr wunderten wir uns, dass wir auf einem kleinen Spaziergang einen freien Platz direkt am Wasser erblickten. Nach kurzer Rücksprache durften wir auf diesen Umziehen und nutzten die tolle Lage gleich, um unseren Aufenthalt auszudehnen.

So konnte dann der Abend kommen. Wir genossen unser Abendessen auf der Außenterrasse des Gasthauses. Das Essen war gut, die Preise aber auch.

Den nächsten Tag wollten wir mit etwas Aktivität starten. Wir hatten die Fahrräder abgeladen und machten uns bei Sonnenschein zu einer Fahrradtour auf. Über Malchow ging es zunächst nach Göhren-Lebbin und von dort zum Wendhof und nach Kirch Poppentin.

Nach einem kurzen Stopp an der dortigen Kirche trafen wir auf die B 192. Die versuchten wir zu vermeiden. Leider gelang uns dies nicht. Zwischen den Orten Roez und Penkow blieb uns nichts anderes übrig, als auf der Bundesstraße zu fahren. Gott sei Dank hatten wir einen verkehrsschwachen Zeitpunkt erwischt, so dass wir ohne größere Beeinträchtigungen wieder auf einen Radweg gelangten. 

Wieder in Malchow angekommen suchten wir uns eine Lokalität für einen Mittagssnack und wurden mit der Pizzeria Al Porto an der Drehbrücke schnell fündig. Es gab eine gute Pizza und ein kühles Getränk, bevor es dann wieder in Richtung Lenzer Hafen ging. Hier angekommen verbrachten wir den Nachmittag in der Sonne am Wohnmobil, bevor uns die kühle Abendluft ins Mobil trieb.   

Am nächsten Morgen ging es weiter in Richtung Osten. Wir steuerten zunächst in Richtung Stralsund, um uns alle Möglichkeiten an der Ostseeküste offen zu halten. Unser Übernachtungsplatz war der Stellplatz An der Rügenbrücke. Die Anfahrt dahin war durch enge Einbahnstraßen schon ein wenig gewöhnungsbedürftig. Dort angekommen hatten wir schnell einen schönen Platz für unser Mobil gefunden. Die Anmeldung war dann schnell erledigt und wir machten uns auf den Fußmarsch in die Innenstadt.

Bei strahlendem Sonnenschein war die Strecke schnell bewältigt und wir machten uns ans Sightseeing der sehenswerten Altstadt.

Nach der Altstadt suchten wir den Hafen der Hansestadt auf. Hier angekommen schauten wir uns zunächst die dort liegende Gorch Fock I an. Dann fanden wir in der Nähe ein nettes Lokal, die Hafenkneipe Zum Goldenen Anker. Hier gönnten wir uns im Sonnenschein ein Getränk.

Es ging dann über den Fischmarkt und den Stadthagen von Stralsund zurück zum Stellplatz.

Der nächste Morgen startete mit frischen Brötchen vom Backshop, der sich unmittelbar vor unserem Mobil aufbaute. Nach dem Frühstück ging es dann auch gleich los. Wir hatten die Ostseeküstenstraße über Greifswald und Ankam für unsere Fahrt nach Stettin ausgewählt. Einen kurzen Abstecher machten wir in Pasewalk. Hier ergänzten wir noch unsere Vorräte.

Bereits zur Mittagszeit erreichten wir das Camping Marina in Stettin. Ein Stellplatz war hier nicht das Problem, die freien Flächen waren riesig und wir hatten uns schnell aufgebaut. An der Rezeption holten wir uns Informationen und Fahrkarten für den Weg in die Innenstadt und standen bereits kurze Zeit später an der Bushaltestelle.

Die Busfahrt in die Stadt dauerte etwa eine halbe Stunde. Unmittelbar nach einer Brücke über die Oder kam die Haltestelle Wyszyńskiego für die Stadtbesichtigung. Die startete mit der Jakobskathedrale.

Danach ging es über die Straßen des Zentrums bis zur Hakenterrasse am Oderufer.

Bei regnerischem Wetter gönnten wir uns einen Kaffee unter den Arkaden, bevor es dann am Oderufer wieder in Richtung Innenstadt ging. Am Stettiner Schloss vorbei ging es durch die Gassen der Altstadt zum Heumarkt. Hier machten wir den nächsten Halt für ein Getränk. Von dort aus ging es dann zurück zur Bushaltestelle. Die Fahrtkarte erwarben an einem Automaten an der Haltestelle.

Zurück am Campingplatz gönnten wir uns ein Abendessen im Restaurant auf dem Platz. Elli gönnte sich ein Hähnchenschnitzel mit Beilagen. Ich war mutig und wählte von der übersichtlichen Speisekarte Pierogi Ruskie – Teigtaschen m it einer Kartoffel-Käse-Füllung. Meine Erwartung wurde nicht ganz erfüllt. Es war ein sehr mächtiges Gericht, aber auch sehr trocken. Ein bisschen Sauce hätte dem Gericht gut getan. Nach dem Abendessen machten wir noch einen Spaziergang zum Hafen, wo man einen tollen Blick auf das Stettiner Haff hat.

Unsere Brötchen erhielten wir am nächsten Morgen auch in dem Restaurant. Nach dem Frühstück nutzten wir noch die gute Ver- und Entsorgungsstation. Danach folgten wir weiter unserem Plan auf die Nutzung von Autobahnen zu verzichten. Nachdem wir Stettin verlassen hatten, machte uns eine Baustelle an der Autobahn die Entscheidung einfach. Wir wurden die gesamte Strecke auf einer Baustraße neben der Autobahn geführt. Gegen 10.00 Uhr erreichten wir Wollin. Hier gab es ein Wikingerdorf, dass zu einer Besichtigung einlud.

Da das Wetter nicht so schön war, nahm die Besichtigung des Freilichtmuseums nicht so viel Zeit in Anspruch.

Unsere Fahrt ging dann weiter in Richtung DW 102, einer Kreisstraße, die an der Ostseeküste entlang führt. Dieser folgten wir bis Kolberg. Hier hatten wir den Campingplatz Widok Morza, direkt an der Küste herausgesucht. Dort angekommen mussten wir feststellen, dass er geschlossen war … und nicht erst seit gestern. Auf der Anfahrt waren wir am Campingplatz Baltic vorbei gekommen. Schnell war der Weg dorthin wieder gefunden und wir bemühten uns um einen der wenigen freien Stellplätze. Es wurde uns ein Platz zugewiesen. Nachdem ich uns eingerichtet hatte, mussten wir feststellen, dass es keinen Fernsehempfang gab. Da es mittlerweile zu regnen begonnen hatte, war uns dies aber wichtig. Bei einem Gang über den Platz fanden wir einen günstigeren Platz und konnten das Servicepersonal von einem Umzug überzeugen.   

Nachdem wir uns erneut eingerichtet hatten, sollte endlich ein Gang über den Platz folgen. Das Elli etwas im Mobil vergessen hatte, musste sie noch einmal zurück und kam mit der Botschaft eines nassen Tisches zurück. Schnell stellten wir fest, dass die Dachhaube undicht war. Eigenes Material zur Reparatur hatten wir natürlich nicht mit. Nachdem wir uns bei freundlichen Platznachbarn die nötigen Utensilien zusammengeschnorrt hatten – Danke dafür nochmal – war die Notreparatur schnell abgeschlossen. 

An diesem Tag hatten wir dann keine Lust mehr auf große Unternehmungen., Am frühen Abend machten wir uns auf die Suche nach einer Lokalität für das Abendessen. In unmittelbarer Nähe zum Campingplatz gibt es mehrere Lokale und wir wählten davon das Restaurant Polska Fredro aus. Eine wirklich gute Wahl. 

Die Portionen waren so reichhaltig, dass sie kaum zu schaffen waren. Nach dem Essen ging es im Regen zum Wohnmobil zurück. Wie wir dort feststellten, hatte die Notreparatur bis dato gehalten und schien auch die Nacht über halten zu müssen, da der Regen nicht nachließ.

Am nächsten Morgen hatte der Regen dann doch aufgehört. Elli besorgte in einem nahen Minimarkt Brötchen und nach einem gemütlichen Frühstück machten wir uns auf den Weg zur Stadtbesichtigung. Unser Weg führte uns auch einer Art TÜV-Station vorbei und wir nutzten die Möglichkeit, um nach einer Reparatur zu fragen. Leider konnte man uns nicht weiterhelfen. Es ging durch typische polnische Wohnviertel in Richtung Innenstadt.

Eher durch Zufall fanden wir dann an einer Hauptstraße eine Art Baumarkt – eher einen kleinen Heimwerkerladen. Der war aber sehr gut sortiert und wir konnten ein Silikon erwerben.

Jetzt konnten die Stadtbesichtigung ruhigen Gewissens starten. Bei sonnigen Wetter, aber starkem Wind, ging es an der Starowka und am Kolberger Dom los. Nach der Dombesichtigung ging es am Ufer der Persante in Richtung Jachthafen und von dort in Richtung Hafen. Hier gönnten wir uns in einem Lokal eine kleine Pause, bevor es dann über den Leuchtturm in Richtung Strandpromenade ging.

Am Kolberger Strand ging es dann auf der Mole in die Ostsee hinaus. Der Wind riss ganz schön an unseren Frisuren und die Wellen brachen sich an der Mauer, als wir zu einem Foto am Ende der Mole standen.

Im weiteren führte die Strandpromenade an einem Park entlang, der passenderweise in unmittelbarer Nähe zum Campingplatz endete. Nachdem wir uns noch eine Joggingrunde durch den Park gegönnt hatten, ging es noch einmal zum Ostseestrand. Elli wollte unbedingt eine Runde Schwimmen gehen.

Nachdem dieses erledigt war, gönnten wir uns einem Strandlokal noch ein Getränk und einen kleinen Snack. Danach ging es zum Wohnmobil zurück, wo wird en Rest des Tages in der Sonne genossen. Abends ging es dann noch einmal zum Essen ins Restaurant Polska Fredro, da das Essen am Vorabend ausgesprochen gut war und wir ein anderes Menü probieren wollten. Wir wurde nicht enttäuscht und genossen wieder ein wirklich gutes geschmackvolles Essen.

Der nächste Tag war wieder ein Reisetag. Über die S 6 ging es bis Slupsk. Hier suchten wir uns einen Discounter, um u unsere Vorräte aufzufüllen, bevor es über die DW 213 weiter nach Lena ging. Bereits zur Mittagszeit kamen wir auf dem Campingplatz Camping Nr. 21 Morski an. Nach dem freundlichen Check-in gönnten wir uns einen Mittagssnack und ich überprüfte noch kurz die Reparatur. Leider musste ich etwas nachbessern. Danach war es dann aber endgültig dicht.

Mit den Fahrrädern ging es dann zur Lontzkedüne, die größte Wanderdüne an der pommerschen Ostseeküste, die Elli bereits von den Erzählungen ihrer Verwandtschaft kannte. Die 7 Kilometer waren mit dem Fahrrad schnell zurückgelegt. Der Aufstieg auf die imposante Düne erwies sich als anstrengender als gedacht. 

Oben angekommen hatte man eine schöne Aussicht auf das Hinterland und die Küste. 

Nach dem Abstieg ging es erst einmal ans säubern. Während wir so auf einem Baumstamm saßen, bemerkten wir ein Pärchen, das augenscheinlich die Fahrradschlösser vergessen hatte. Kurzentschlossen bot ich ihnen meins leihweise an, was sie auch annahmen und zusicherten es am Campingplatz abzugeben. Um es vorweg zu nehmen – am nächsten Tag hatte ich mein Schloss wieder.

Kurz vor der Rückkehr zum Campingplatz bogen wir noch einmal in Richtung Lena ab und erkundeten den Stadtkern mit den Fahrrädern. Mit der Masse an Fahrgeschäften und Lokalen erinnerte es mehr an einen Partyort mit Ballermanncharme. Gut, dass die Saison beendet war und es dementsprechend ruhig war.  Zurück am Campingplatz wollten wir uns ein Abendessen in der nahen Pizzeria gönnen. Leider hatte auch diese bereits geschlossen, so dass es bei einem Abendessen am Mobil blieb.

Am nächsten Morgen bekamen wir unsere Brötchen direkt am Campingplatz. Danach ging es erst einmal nach Lauenburg. Von hier war Elli’s Familie nach dem Krieg geflüchtet. Wir fanden einen geeigneten Parkplatz direkt am Marktplatz und machten uns dann auf eine Erkundungstour durch den Stadtkern. Schnell war die alte Post gefunden und es ging an die Suche nach dem alten Wohnquartier. Da das nicht mehr existent war, gestaltete es sich schwierig. Als dann auch noch der Regen wieder zunahm, beendeten wir unseren Aufenthalt und machten uns auf die Fahrt nach Danzig.  

Die Strecke über die S 6 war landschaftlich nicht so schön und geprägt von kleineren Stockungen. Die direkte Anfahrt zum Campingplatz war dann geprägt von einer einzigen großen Baustelle. Wir folgten einfach der Umleitung und kamen tatsächlich am Campingplatz raus. In der Zielstraße lagen insgesamt zwei Campingplätze. Wir wählten letztlich den Campingplatz Stogi 218 aus. Auch hier lief das Check-in wieder ausgesprochen freundlich und unkompliziert ab. Nachdem wir uns eingerichtet hatten, machten wir uns gleich auf den Weg zur Stadtbesichtigung. An der Rezeption waren schnell die Fahrkarten gekauft und wir gingen zur Endhaltestelle der Straßenbahn. Auch hier war alles noch geprägt von den Baumaßnahmen. Als dann kurze Zeit später die Straßenbahn kam, konnten wir auf der Fahrt die Baustelle noch aus einer anderen Perspektive erkennen.

Ohne umzusteigen kamen wir an der Haltestelle Brama Wyzynna (Hohes Tor) an. Hier befand sich der Eingang zur sehenswerten Altstadt Danzigs.  Über die Dluga ging es zum Neptunbrunnen und weiter zum historischen Marktplatz.

Durch das Grüne Tor ging es dann in die Speicherstadt und zum Milchkannentor. Von hier aus geht es dann an den Ufern der Kanäle zum Hafenkran, dem Wahrzeichen Danzigs. 

Von hier aus ging es dann zurück in die kleinen Straßen der Altstadt, die in diesem Bereich durch ihre kleinen Lokale geprägt waren. Nachdem wir noch einige Sehenswürdigkeiten, wie die Marienkirche, eine riesige gotische Backsteinkirche, besichtigt hatten, machten wir im Balsam Cafe eine kleine Pause mit einem Getränk und einem Snack. 

Danach ging es noch über den Erdbeermarkt zur Katharinenkirche und dem Turmuhrenmuseum zur Großen Mühle weiter.

Große Mühle in Danzig

Es folgten noch einige Gassen der Altstadt, bevor es dann wieder zurück zur Straßenbahnhaltestelle ging. Jedoch nicht ohne vorher noch einen Gang über einen Markt zu machen, auf den wir durch Zufall zukamen.

Am frühen Abend waren wir wieder zurück am Campingplatz. Zunächst gönnten wir uns noch ein Getränk am Lokal des Platzes. Hier fanden zur dieser Zeit mehrere Feiern statt, so dass wir beschlossen am Wohnmobil zu essen. 

Die folgende Nacht war die erste Nacht ohne Regen. Nach dem Frühstück machten wir uns gleich auf den Weg und kämpften uns wieder durch die Baustelle. Über die S 7 und S 55 waren wir schnell in Malbork (Marienburg). Direkt am Ortseingang wurden wir gestoppt. In Malbork fand gerade ein Triathlon statt und dies schränkte dann Individualverkehr stark ein. Als wir dann weiterfahren durften, hätten wir fast die Zufahrt zum Campingplatz Nad Stawem verpasst, die unmittelbar hinter dem Sperrpunkt lag. Auch hier wurden wir von den Betreibern sehr freundlich empfangen und hatten freie Platzzahl. Durch die zurückliegenden Regenfälle war der Platz jedoch stark aufgeweicht. Elli wählte uns einen schönen und vor allen Dingen trockenen Platz aus, auf dem wir uns einrichteten.

Unmittelbar danach machten wir uns auch schon auf den weg in Richtung Ordensburg Marienburg.

Wir kämpften uns durch den Triathlon hindurch, der viel Raum einnahm und suchten den Kassenbereich und den Eingang. Der Eintrittspreis lag bei mit 47 Zloty über 10 Euro pro Person. Beinhaltete aber auch einen deutschsprachigen Audioguide Dieser erwies sich als sehr hilfreich und führte uns in mehreren Abschnitten über drei Stunden durch die wesentlichen Bereich der Ordensburg.

Die Besichtigung war ausgesprochen beeindruckend und wirklich empfehlenswert. Als wir die Burg verlassen kommen wir im Zielbereich des Triathlon heraus und können gerade den Einlauf des Siegers beobachten. In einem der vielen kleinen Lokal, die um die Burg herum liegen, gönnten wir uns noch ein Getränk und einen kleinen Snack mit wunderschönem unverbauten Blick auf die Nogat.

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Zurück am Campingplatz ging es erst einmal unter die Dusche, bevor wir die Sonne und den Ausblick genossen.

Am nächsten Morgen machte ich mich auf die Suche nach einem Bäcker und wurde letztlich in einer Nebenstraße mit dem Sklep Magdalenka fündig. Es handelte sich um einen kleinen Tante-Emma-Laden, in dem die Verständigung nur mit Händen und Gesten möglich war, ich aber die bisher günstigsten Brötchen unseres Urlaubs erwarb.  

Nach dem Frühstück ging es in Richtung Osten weiter. Unser Weg führte uns in die Maurische Seenplatte. Über kleine Landstraßen führte uns unsere Streckenführung ganz gemütlich durch die wunderschöne, ländliche Idylle.

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Am frühen Nachmittag kamen wir in Gizycko (Lötzen) an. Der Campingplatz war für unseren Navi nicht auffindbar. Er führte uns zwar in die unmittelbare Nähe, konnte uns aber nicht zum Ziel führen. Wir mussten uns letztlich selbst orientieren, um Camping Nr. 1 Zamek zu finden. Es handelte sich um einen netten, kleinen Stellplatz an einem Hafenbecken. Der Stellplatz war nicht stark frequentiert und wir konnten uns einen Stellplatz und die Aufstellung frei wählen. 

Nachdem wir uns eingerichtet hatten, machten wir uns auf die Erkundung der Stadt. Viel Sehenswertes gab es leider nicht. Schnell waren wir am Hafen mit seiner Mole angekommen. Hier gönnten wir uns in einem Hafenlokal ein kleines Getränk. Elli konnte sich bei ihrer Getränkewahl nicht so richtig verständlich machen und bekam nicht das, was sie sich gewünscht hatte. Was sie bekam schmeckte dann aber letztlich durch, so dass alles gut war.  Während wir unser Getränk genossen dachten wir über eine Rundfahrt mit einem Ausflugsboot nach, die wir aber dann doch verwarfen.

Es ging dann nach Überquerung der stark frequentierten Bahnstrecke wieder in die Stadt und wir bummelten über die Straßen und am Kanal entlang. Wir verbrachten den Rest des Nachmittags am Hafenbecken, bevor es dann zum Abendessen in das Restaurant Papryka an der Drehbrücke ging. Es gibt Mazurska, ein Kartoffelgericht, und Burger für wenig Geld und geschmacklich wirklich gut. 

Trotz der nahen Bahnstrecke war die Nacht ausgesprochen ruhig verlaufen. Für Brötchen musste ich wieder den Kanal queren und erwarb bei einem kleinen Bäcker das begehrte Gut. Nach dem Frühstück führte uns unsere Strecke weiter in Richtung Belarus. Wir hatten den Nationalpark Bialowieza als nächstes Ziel ausgewählt. Wieder ging es über Landstraßen in Richtung unseres Zielortes. War die Straße mal etwas besser ausgebaut, wurde sie auch gleich immer wieder durch Baustellen unterbrochen. Der letzte Teil der Streckenführung war dann sogar ganz gesperrt und wir mussten über Straße, die bessere Feldwege waren in Richtung Bialowieza fahren. Nach diesen Umleitungen kamen wir letztlich am Camping u Michala an.  

Auf dem Stellplatz konnten wir unseren Platz wieder frei wählen. Wir entschieden uns für Stellplatz Nr. 1, da sich hier in unmittelbarer Nähe ein überdachter Essplatz befand, den man vielleicht nutzen könnte. Durch die Platzwahl, war aber auch ein sehr dichte Aufstellung zu unseren Nachbarn gewählt, die sich schon fast auf zwei Plätzen aufgestellt hatten. Das war uns aber erst einmal egal und regelte sich auch danach, da sie sich von dem Stellplatz entfernten. 

Wir machten uns dann erste einmal daran den Ort zu erkunden.

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Der Hauptstraße folgend ging es zum Park Naradowy mit seinen historischen Gebäuden und der Parkverwaltung. Nach einem Gang durch den Park ging es zur orthodoxen Kirche und von dort weiter zu einem Aussichtspunkt an der Narewka, der die Renaturierung des Flusslaufs darstellt.

Zurück an der Hauptstraße gönnten wir uns ein Getränk und informierten uns über den Parkzugang. Wir buchten uns für den nächsten Tag einen Führer, um den Nationalpark zu besichtigen. Diese Einzelführung kostete uns 90 €, würde sich aber reduzieren, wenn sich weitere deutschsprachige Teilnehmer fänden. Als dies erledigt war, ging es zum Campingplatz zurück, wo wir den Tag ausklingen ließen.

Am nächsten Morgen war es leicht am regnen, als ich mich zu einem nahen Supermarkt aufmachte, um Brötchen zu kaufen. Nach dem Frühstück machten wir eine kleine Joggingrunde durch den nahen Wald. Hierbei wurden wir zeitweise von Rehen begleitet, die wir aufgeschreckt hatten. Nachdem wir zurück waren, ging es dann zunächst einmal zum Rezerwat Pokazowy Żubrów.

In diesem Tiergehege konnten wir uns die Wisente aus nächster Nähe anschauen – ähnlich wie im Wisentgehege Springe.

Im Anschluss an den Tierpark ging es auf direkten Weg zum Treffpunkt mit unserem Führer durch den Park. Dort angekommen hatten wir noch etwas Zeit  und gönnten uns ein Getränk. 

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Unser Führer Tadeusz traf uns pünktlich und wir machten uns auf den Weg in Richtung Nationalpark. Allein der Weg dorthin dauerte mit allen interessanten Erläuterungen unseres Führers bereits eine Stunde. Im eigentlichen Nationalpark, den man nur mit einem Führer betreten darf, wurde es dann noch interessanter, so dass die Zeit schnell verging. Nachdem wir so gut zwei Stunden zugebracht hatten, schaute ich erstmals auf die Uhr und war von der vorangeschrittenen Zeit überrascht. Wir besprachen uns mit unserem Führer und machten uns auf den Weg in Richtung Parkausgang, wo wir uns voneinander verabschiedeten. Erst hier bemerkte ich, dass mein Handy sich im weißrussischen Netz eingebucht hatte und dadurch auch die Zeitzone gewechselt hatte. Eine weitere Stunde wäre sicherlich noch interessant gewesen.

Auf dem anschließenden Weg zurück zum Campingplatz kamen wir an dem Restaurant Pokusa vorbei und entschlossen uns dort unser Abendessen einzunehmen. Zunächst saßen wir draußen, wurden dann aber von der aufsteigenden Kühle nach drinnen getrieben. Hier genossen wir dann unser gutes Essen. Elli hatte ein Zanderfilet gewählt, während ich mich an das Schweinekotelett hielt. Zusammen mit den Getränken und einer Vorspeise aus Schupfnudeln zahlten wir günstige 27 € für das Abendessen.

Am nächsten Morgen war es wieder leicht am regnen, aber das störte uns nicht, da wir in Richtung Warschau weiterfahren wollten. Unsere Strecke führte uns wieder über Landstraßen in Richtung unseres Ziels. Starten taten wir jedoch eher auf Feldwegen, da die Baustellen immer noch umfahren werden mussten.

Zurück auf der Landstraße kam es dann unmittelbar hinter der Ortschaft Kleszczele wurden wir dann von einem betagten Feuerwehrauto überholt, dass mit Sonderrechten in unsere Richtung fuhr. Kurze Zeit später kamen wir auch schon auf einen Lkw-Unfall zu, der die Fahrstrecke blockierte. Kurzentschlossen wendeten wir und suchten uns eine Umfahrung. Dabei hatten wir noch Glück, dass es uns gelang. Kurze Zeit später war die Strecke großzügig vollgesperrt.

Am frühen Nachmittag kamen wir im Großraum Warschau an. Hier war dann der Navi wieder einmal keine Hilfe. Die Abzweigungen kamen zu schnell für ihn und mit den parallelen Fahrbahnen kam er gar nicht klar, so dass Elli uns zum Camping Motel WOK navigierte. Wieder war der Empfang sehr freundlich und die Stellplatzwahl wurde uns überlassen. Insgesamt waren wir nur zu Dritt auf de Campingplatz.  

Nachdem wir uns eingerichtet hatten, ging es auf einen Spaziergang die Gegend erkunden. Zunächst ging es ans Weichselufer, von wo man in der Ferne das Zentrum Warschaus erblicken konnte.

Danach waren wir eher praktikabel ausgerichtet und suchten Supermarkt, Lokale und Bushaltestelle. Nachdem dies alles erledigt war, genossen wir den Rest des Tages am Wohnmobil.

Am nächsten Morgen machte ich mich erst einmal auf den Weg zum Supermarkt. Der sollte eigentlich ab 06.00 Uhr geöffnet haben. Trotzdem stand ich vor geschlossenen Türen. Am Hintereingang fand ich das Personal und konnte nachfragen. Man teilte mir mit, dass der Markt wegen eines Stromausfalls geschlossen bleibt. Brötchen wollte man mir aber auch nicht verkaufen, obwohl sie in Körben bereitlagen. So fiel das Frühstück etwas karger aus.

Gegen 09.00 Uhr ging es dann los. Fahrkarten kauften wir in der Bar / Rezeption des Campingplatzes. Mit der Linie 146 ging es dann bis zum Nationalstadion und von dort mit der Straßenbahn nur einige Haltestellen weiter  bis zum Nationalmuseum. Hier stiegen wir aus und folgten der Nowy Swiat.

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Über diese Einkaufsstraße ging es, vorbei am Palast Staszic, der Universität und dem Präsidentenpalast, in Richtung Altstadt.

Von der Sigismundsäule aus ging es zunächst zum Königsschloss und dann weiter in die Altstadt. Über den historischen Marktplatz ging es zum Barbakan Warschaus, einer Altstadtbastion.

Danach ging es in die Neustadt. Nette kleine Geschäfte prägten dieses Viertel. Hinweise auf das ehemalige Warschauer Ghetto waren leider nicht so präsent, wie wir es uns vorgestellt hatten. Lediglich eine Linie auf dem Boden markierte die Grenzen des Ghettos.

Nach dem Streifzug durch das Viertel ging es zurück zum historischen Markplatz. Hier gönnten wir uns einen Mittagssnack, bevor es zum Grabmal des unbekannten Soldaten ging. Von hier aus ging es über Fußgängerzonen durch das geschäftige Warschau, das aber immer wieder durch kleine, grüne Oasen unterbrochen war.

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Unser letzter Weg führte uns zum Lazienki Park mit seinen zahlreichen Palästen und Denkmälern. Der nördliche Bereich des Parks ist von vielen Sportstätten geprägt, die auch genutzt wurden. So wurde hier Fußball und Volleyball gespielt, Fitness getrieben und viele andere. Überquerte man eine Straße, die als Inline- und Fahrradkurs genutzt wurde, befand man sich im eigentlichen Lazienki Park. Hier herrschte dann Ruhe und Entspannung vor. Man konnte den Eichhörnchen aus nächster Nähe beim Anlegen ihrer Vorräte zusehen.

In dieser idyllischen Atmosphäre gingen wir die Sehenswürdigkeiten, wie die alten Orangerie und das königliche Theater, das Chopin Denkmal und natürlich den Lazienki Palast.

Danach machten wir zur Stärkung erst einmal wieder eine Getränkepause. Danach ging es durch die Grünanlagen zurück in Richtung Straßenbahnhaltestelle und wir machten uns an den Rückweg.

Wieder in der Nähe unseres Campingplatzes angekommen, wollten wir ein chinesisches Restaurant für das anstehende Abendessen nutzen. Tatsächlich handelte es sich jedoch beim dem Restaurant Maxwok eher um einen Imbiss, so dass wir unser Essen zum Mitnehmen bestellten. Elli ging vor, um das Abendessen am Mobil vorzubereiten, während ich auf die bestellten Gerichte wartete. Mit den in der Tasche beeilte ich mich dann zum Wohnmobil zu kommen. Dort trafen die Speisen tatsächlich noch warm ein und schmeckten uns ausgezeichnet.  

Am nächsten Morgen ließen wir uns etwas mehr Zeit und kamen um kurz vor 10.00 Uhr los. Unsere Route sollte uns nach Torun führen. Wieder hatten wir Landstraßen gewählt. Unmittelbar nach der Stadtgrenze von Warschau bereuten wir diesen Entschluss erstmal, da sich her ein Industriegebiet an das nächste reihte und der Lkw-Verkehr dementsprechend sehr stark war. Nach Blondie änderte sich dies aber und wir konnten die Landschaft genießen. Ab Plock führte unsere Strecke an der Weichsel entlang.

In Torun hatten wir Camping Nr 33 Tramp ausgewählt. Schnell war der Check-in erledigt und wir hatten uns eine schöne Parzelle ausgesucht. Leider war auch auf diesem Campingplatz der Service eingeschränkt, da eine Gruppe Boxer sich auf dem Campingplatz eingemietet hatte. Dadurch stand beispielsweise das Restaurant nicht zur Verfügung. Immerhin konnten wir für den nächsten Morgen Brötchen bestellen.

Bis halb vier relaxen wir noch am Platz und machen uns dann auf in die Stadt. Über die Weichsel-Brücke geht es zum Schiefen Turm von Torun und dann weiter an der Strandpromenade entlang zum Nonnentor. Durch dieses betreten wir die Altstadt von Torun. Wir sind von der tollen Altstadt überrascht. Allerdings auch von den Menschenmassen, die hier unterwegs sind. Schnell wird uns klar, dass wir nicht einfach ein Restaurant für ein Abendessen finden, sondern entweder anstehen oder reservieren müssen. Bei unserem Gang durch die Altstadt sind wir von dem Lokal Karczma angetan, dass wir in einem alten Industriegebäude in einer kleinen Gasse finden. Nachdem wir einen Tisch reserviert hatten, ging es dann mit der Besichtigungstour weiter.

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Es war ein wirklich sehenswerter Besuch dieser Stadt. Am Ende freuten wir uns auf unser Abendessen. Schnell war unser Platz eingenommen und wir hatten bestellt. Was dann kam, war nicht schön. Zunächst sollten wir noch einmal umziehen – kein Problem. Dann dauerte das Essen. Wir wurden schon nervös, da alle ums uns herum bereits erhalten hatten. Nach 45 Minuten kommt dann das Essen und meins war kalt. Die erste Reklamation führte dazu, dass es so wie es auf dem Teller war in die Mikrowelle geschoben wurde. Eine weitere Reklamation führte zu einer Neuzubereitung – jedenfalls teilweise (das Fleisch wurde nur warmgehalten und wieder serviert). Da die Zeit mittlerweile vorangeschritten war und Elli’s Essen nicht abgedeckt worden war, aß ich halt mein Essen allein und mittlerweile sehr missmutig. Was dem Ganze noch die Krone aufsetzte, war die Tatsache, dass man sich noch nicht einmal entschuldigte, sondern uns einfach aus dem Weg ging. So etwas hatten wir bisher nicht erlebt.

Auf dem Weg zurück zum Campingplatz genossen wir trotzdem bei lauen Temperaturen die nächtliche Stimmung  in der Altstadt.   

Am nächsten Morgen holte ich die Brötchen aus dem Restaurant ab. Es gab sie direkt vom Buffet der Sportler, die dort gerade frühstückten. Nach unserem Frühstück entsorgten wir noch kurz und dann führte uns unsere Strecke über die S 15 zur S 5 und weiter nach Posen. Kurz vor Posen suchten wir uns noch eine Tankstelle und wurden nach kurzem Suchen auch fündig.

Ab Posen folgten wir dann ausnahmsweise der Autobahn. Kurz vor der Grenze noch einmal ein Tankstopp, um von den günstigen Dieselpreisen ein letztes Mal zu profitieren. Nach Fürstenwalde fuhren wir von der A 12 ab und es ging in Richtung Storkow. Wir suchten uns einen Campingplatz im Naturpark Dahme-Heideseen. Zunächst fuhren wir den Campingplatz Dahmsdorf an. Hier hatten wir bereits Tage zuvor per Email eine Anfrage gesandt, aber keine Antwort erhalten. Ans Telefon ging auch keiner und bei unserer Ankunft stand ein Schild am Zugang – Campingplatz voll. Toll, hätte man uns auch per Email mitteilen können.

Wir suchten dann bei begrenzten Netzempfang nach Alternativen und stießen auf Naturcamping Am Springsee, der nicht weit entfernt lag. Wieder lief es etwas schräg ab. Am Telefon könne man nicht reservieren. Wir mussten eine Buchungsanfrage über das Internet stellen. Eine Antwort auf die Anfrage hatten wir bis zu unserer Ankunft nicht. Und das, obwohl die Anfahrt echt abenteuerlich war. Der Navi war nicht unbedingt hilfreich, da die Straßen nicht vernünftig klassifiziert waren. Wir fuhren über Kilometer auf Feld- und Waldwegen an. Der Platz war dann an Service und Ausstattung eher grenzwertig, aber wir hatten keine Alternative mehr, da wir nicht mehr fahren wollten. Allerdings beschränkten wir den Aufenthalt auf die eine Übernachtung, da es uns echt an Qualität fehlte. 

Am nächsten Morgen ging es dann nach dem unfreundlichsten Check-out des ganzen Urlaubs weiter. Unsere Strecke ging dann weiter über Bundesstraßen in Richtung Potsdam. Elli hatte als Ziel Blütencamping Riegelspitze ausgewählt. Ein Anruf dort verlief schon einmal sehr positiv und auch das Check-in war sehr nett. Wir wählten einen Stellplatz mit Seeblick und hofften auf eine schöne Zeit. Wir wurden nicht enttäuscht. Den Rest des Tages verbrachten wir in einer entspannten Atmosphäre auf dem Platz. Am Abend warfen wir den Grill an.

Am nächsten Tag widmeten wir uns Potsdam. Wir selbst waren bis dato noch nicht hier gewesen. Zunächst ging es mit dem Fahrrad die gut 10 Kilometer zum Park Sanssouci.

Vom Neuen Palais ging es durch den Park zum Schloss Sanssouci. Über die Weinbergterrassen ging es dann hinauf zum Schloss. Von hier hatte man eine schöne Aussicht auf den Park. 

Es ging dann mit dem Fahrrad weiter in die Innenstadt von Potsdam und zum Potsdamer Brandenburger Tor. Von hier an ging es zunächst am Radweg der Bundesstraße 1 entlang weiter. Bei erster Gelegenheit fuhren wir auf einen Radweg ab, der dem Ufer der Havel folgte. Der idyllische Radweg führte uns zurück nach Geltow. Von hier aus ging es dann noch einmal nach Werder / Havel. Hier lockte die Havelinsel mit einem Besuch. Nachdem wir auch diese abgefahren hatten, ging es zurück zum Campingplatz. Elli kommt mit Platznachbarn aus Harsum ins Gespräch und kann das erste Mal Stand-Up-Paddeling ausprobieren.

Am nächsten Tag geht es dann nach Hause. Passenderweise können wir ab Potsdam der Bundesstraße 1 bis Hildesheim folgen. Lediglich für den Bereich um Magdeburg nutzen wir kurz die A2, um nicht durch Magdeburg zu müssen. Bereits am frühen Nachmittag parken wir uns Wohnmobil wieder zu Hause ein.

 

Strecke 2872,4 km
Durchschnittsverbrauch 8,7 l/km
Durchschnittsgeschwindigkeit 57 km/h

Kurzurlaub im Erzgebirge

Auf Grund der aktuellen Einschränkungen war an einen  gewohnten Urlaub noch nicht zu denken. Es fing schon bei der Vorbereitung an. Dieses Jahr musste man sogar in Deutschland die Campingplätze vorbuchen, das hatte uns das Pfingstwochenende gezeigt. So machten wir es dann auch für unseren Trip ins Erzgebirge. Ein ganz neues Gefühl für uns.

Der Urlaub startete an einem Samstagmorgen mit der Fahrt in die Urlaubsregion. Ganz entspannt ging es nach dem Frühstück los. Wir hatten eine Strecke mit einem guten Stück auf der Landstraße ausgewählt. Das Wetter war gut und wir genossen die Fahrt.

Zur Mittagszeit waren wir in Zeitz und machten an einem Globus Station. Hier füllten wir den Tank und gönnten uns einen Roster als Snack.

Nächstes Ziel war dann die Göltzschtalbrücke. Das Eisenbahnviadukt gilt als Wahrzeichen des Vogtlandes und wir hatten es bisher nur auf Fotos gesehen. Wenn man dann direkt davor steht und das Bauwerk mit seinen 98 Bögen betrachtet, ist es ganz schön imposant.

Weiter ging es dann zum Tagesziel nach Klingenthal. Auf der Fahrt dahin fiel uns auf, dass die Region bei der Wahl der Ortsnamen eine Affinität zur Begrifflichkeit „Grün“ hat. Die Ortsnamen lauteten Pfaffengrün, Poppengrün, Mechelgrün und immer so weiter. 

Am Nachmittag kamen wir am Campingplatz Dürrenbach in Klingenthal an. Jetzt zeigte es sich, wie gut es war zu reservieren. Alle nach uns kommenden Camper wurden abgewiesen. Der Platz war voll. Uns störte das nicht. Wir richteten uns ein und machten uns am frühen Abend an den Aufstieg zur Sportlergaststätte, wo wir unser Abendessen einnahmen.  Nach dem guten Abendessen versuchten wir noch so lange wie möglich draußen zu sitzen. Leider war uns das nicht lange vergönnt. Mit dem Verschwinden der Sonne wurde es schlagartig kühl. In der Nacht ging dann die Temperatur sogar bis auf 4 Grad Celsius runter und wir mussten die Heizung anwerfen.

Der nächste Tag startete gemütlich. Gegen 10.00 Uhr machten wir uns an unsere geplante Wanderung. Wir hatten uns den Höhensteig Klingenthal als Wanderstrecke ausgesucht. Zunächst ging es über diesen bis zur Vogtland-Arena. Hier machten wir einen kurzen Stopp zur Besichtigung der Sprungschanze. Danach ging es den Berg hinab und auf den Aschberg wieder hinauf. Ziel war die Aschberg Alm. Hierzu waren aber einige Höhenmeter zu überwinden. Direkt an der Grenze nach Tschechien ging es teilweise steil hinauf. Oben angekommen belohnte die Bewirtung in der Almwirtschaft für die Strapazen. Zeitgleich war noch Live-Musik, etwas was in der momentanen Zeit sehr ungewöhnlich war.

Zurück ging es dann auf der anderen Seite von Klingenthal über den Grenzweg und die Staffelstraße zum Rathausplatz. Von hier aus war es nur noch ein kurzer Anstieg und wir waren wieder zurück am Campingplatz. Hier genossen wir den warmen Tag und entspannten noch etwas. 

Der nächste Morgen startet wieder einmal mit einer Suche. Diesmal sucht Elli eine ihrer heißgeliebten Nivea-Dosen. Nach einer kurzen aber intensiven Suche hat sie sich gezeigt und wir konnten in Ruhe frühstücken.

Nach dem Frühstück ging es auch schon weiter. Unser erstes Ziel des Tages war die Ortschaft Schneckenstein. Hier gab es ein Mineralienmuseum und ein Besucherbergwerk. Leider hatte beides geschlossen – Ruhetag. Es ging weiter in Richtung  Blauenthaler Wasserfall.  Auf der Fahrt dorthin lockte in Morgenröthe-Rautenkranz die Deutsche Raumfahrtausstellung. Bei unserem Halt mussten wir allerdings wiederum feststellen, dass Ruhetag war und die Ausstellung geschlossen war. Unsere Hoffnung lag nun ganz beim Blauenthaler Wasserfall, einem Naturereignis, das man unserer Meinung nach nicht schließen konnte.

Nachdem wir einen kleinen unfreiwilligen Abstecher nach Eibenstock gemacht hatten, dem Navi sei gedankt, parkten wir am Wanderparkplatz ein. Schnell war ein Parkticket geholt und wir wollten uns auf die Wanderung zum Wasserfall machen. Bevor es losging, kamen uns zwei Camper entgegen, die wir auf dem letzten Campingplatz als Platznachbarn hatten, und berichteten uns, dass der Wasserfall abgestellt sei. Wir wollten das erst gar nicht glauben, aber tatsächlich, auf Grund von Sanierungsarbeiten war der Wasserfall umgeleitet. Das Parkticket hatten wir damit umsonst gelöst.

Es ging weiter durch die schöne Landschaft des Erzgebirges nach Schwarzenberg und weiter nach Annaberg-Buchholz. Bis dato dachten wir, dass uns Annaberg-Buchholz unbekannt sei. Als wir jetzt aber einen Parkplatz suchten, kam die Erinnerung wieder. Bei unserem ersten Trip durch das Erzgebirge hatten wir den Ort bereits erkundet. Das hielt uns aber nicht davon ab, trotzdem noch einen Gang durch die Altstadt und die Fußgängerzone zu machen. Wir gönnten uns auf dem Marktplatz auch eine Bratwurst, um so gestärkt die weitere Tour in Richtung Oberwiesenthal anzutreten.

Nachmittags kamen wir in Oberwiesenthal an und fuhren direkt den Wohnmobilstellplatz an. Wir durften uns unseren Platz aussuchen und wählten einen Stellplatz mit unverbaubarer Sicht auf den Fichtelberg. Nachdem wir uns so eingerichtet hatten, ging es zunächst in Richtung Sprungschanzen und von dort weiter zur Bergstation der Schwebebahn. Hier erweckte die Fly-Line unser Interesse. In einer Art Sitzsack ging es den Fichtelberg hinunter. Schnell war eine Fahrt gekauft und wir fuhren auf den Fichtelberg hinauf. Oben angekommen mussten wir etwa eine halbe Stunde anstehen, bis wir an der Reihe waren. Die Zeit verbrachten wir mit einer getrennten Erkundung des Gipfels, während der andere die Position in der Warteschlange hielt.

Als wir dann an der Reihe waren, ging es recht zügig. Helm verpasst, Sitzgurt angelegt und eingehakt. Danach gab es einen Anstoß und die Fahrt den Berg hinab ging los. Es war nicht sonderlich schnell und man hatte ausreichend Zeit, die Landschaft zu genießen. Trotzdem war es ein einmaliges Erlebnis, das sein Geld wert war.

Hiernach ging es erst einmal wieder zum Wohnmobil, wo wir die erwähnte Aussicht genossen. Am frühen Abend brachen wir dann zu einem Gang in den Ortskern auf. Zunächst suchten wir ein Lokal zum Abendessen und wurden mit der Gaststätte Zum Alten Brauhaus fündig. In der Außenbewirtschaftung genossen wir ein gutes Abendessen. Nach diesem bummelten wir noch zum Rathaus und zum Marktplatz, bevor es den Berg wieder hinauf zum Wohnmobil ging. 

Der nächste Tag startet relativ spät. Die Brötchen werden erst gegen neun Uhr gebracht, so dass wir in aller Ruhe in den Tag starten. Nach dem Frühstück geht es dann weiter in Richtung Seiffen. Der Navi hat die landschaftlich schönste Strecke rausgesucht. Das stimmte auch, war aber auch in Teilen sehr abenteuerlich. So war in vielen Bereichen die  Straße zu eng für einen vernünftigen Begegnungsverkehr oder so steil, dass man das Gefühl hatte nach vorne zu stürzen.

Nach knapp eineinhalb Stunden Fahrt kamen wir in Seiffen an. Wir nahmen den ersten öffentlichen Parkplatz in Anspruch und lösten einen Parkschein. Danach bummelten wir durch den kleinen Ort und machten uns mit Schwibbögen  und Räuchermännchen vertraut. Nach dem obligatorischen Kauf eines Eierbechers für Elli gönnten wir uns einen Mittagssnack in der Gaststätte Holzwurm. Von unserem Platz in der Außenbewirtschaftung hatten wir einen guten Blick auf eine kleine Bäckerei in einer Nebenstraße, die sich großer Beliebtheit zu erfreuen schien. Nach unserem Essen suchten wir sie noch kurz auf und kauften für uns frische Backwaren, die wir uns dann aber erst einmal aufsparten, bis wir am Campingplatz waren.

Von Seiffen aus machten wir noch einen kurzen Abstecher zur Burg Frauenstein in der gleichnamigen Ortschaft. Frauenstein war ein sehr schöner Ort und die Burg eine Mischung aus Burgruine und Schloss. Leider gab es keinen Rundweg, der komplett um die Burganlage führte, so dass wir bereits nach kurzer Zeit wieder auf dem Weg zum Mobil waren.

Wiederum eine halbe Stunde kamen wir am Campingplatz Kleiner Galgenteich in Altenberg an. Die jungen Betreiber überließen uns die Wahl des Stellplatzes und wir wurden schnell fündig. Danach genossen wir das Wetter und den nahen Badesee, bevor wir uns auf eine Joggingrunde aufmachten.  Das Abendessen nahmen wir dann am Wohnmobil zu uns. Wir hatten in Annaberg-Buchholz ein Fischgeschäft entdeckt und den eingelegten Sahnehering der Region für uns eingekauft. Diesen gönnten wir uns jetzt mit einer ordentlichen Portion Bratkartoffeln.

Der nächste Tag stand wieder im Vorzeichen einer anstehenden Wanderung. Wir hatten uns nur einige grobe Ziele herausgesucht und wollten uns von der Strecke dorthin überraschen lassen. Das erste Ziel war Altenberg selbst. Hier wollten wir uns erst einmal bezüglich Gaststätten orientieren, wurden aber enttäuscht. Gefühlt hatte alles geschlossen und öffnete auch zum Abend nicht. Das einzige geöffnete Restaurant entsprach nicht unbedingt unserer Erwartung.

Weiter ging es dann zum ersten Etappenziel dem Louisenturm auf dem Geisingberg. Hier sollte es auch eine Baude geben, die aber auch leider Ruhetag hatte.

Vom Geisingberg ging es über Hirschsprung zur Bobbahn. Der Wanderweg dorthin war sehr idyllisch und führte über frisch abgemähte Wiesen an kleinen Höfen vorbei bis nach Hirschsprung. Hier ging es dann im Wald weiter und der Weg wurde steil und uneben. Nach kurzer Zeit erreichten wir den Kohlgrundweg und machten uns an das letzte Wegstück zur Bobbahn. Der Zugang zur Bobbahn war frei und wir starteten am Zielbereich unsere Besichtigung und arbeiteten uns zu den Starthäusern hoch. Danach ging es dann zum Haupteingang. Hier wollten wir geschützt unser Mittagessen einnehmen, da es mittlerweile angefangen hatte zu regnen.

Schon während es Essens hörte der Regen auf und wir machten uns an den Heimweg. Das Wetter war jetzt sehr wechselhaft geworden. Mal schien die Sonne, mal tröpfelte es. Richtiger Regen setzte gottseidank nicht ein. Nachdem wir die B 170 überquert hatten, ging es über ein Wald- und Moorgebiet in Richtung Galgenteiche. Hier waren dann Mücken unser ständiger Begleiter. Erst als wir den Wald verließen, ließen wir sie hinter uns. Als wir dann am Campingplatz ankamen, gönnten wir uns noch ein Bier im Sonnenschein. Als wir das geleert hatten, fing es auch schon zu regnen an. Am späten Nachmittag dann sogar richtiger Starkregen, so dass wir schon Bedenken hatten, dass der Rasen auf dem wir standen zu sehr durchweicht und wir nicht mehr vom Stellplatz wegkommen. Da der Regen nichts anderes zulässt, findet unser Abendessen wieder im Wohnmobil statt.

Auch die Nacht über ließ der Regen nicht wirklich nach. Da die Wettervorhersage keine Verbesserung versprach, machten wir uns an die Vorbereitung für den Heimweg. Zunächst galt es jedoch die Brötchen für das Frühstück abzuholen. Obwohl wir nur die halbe Menge hatten, zahlten wir den doppelten Preis zum Vortag. Die Erklärung hierfür: anderer Bäcker. Und tatsächlich ganz andere Brötchen.

Nach dem Frühstück war schnell der Rest eingepackt und das Wohnmobil zur Entsorgung gefahren. Als wir die erledigt hatten, ging es auch gleich an die Rückfahrt. Gegen Mittag erreichten wir dann Aschersleben und gönnten uns einen Snack bei einem FastFood-Restaurant. Es folgte dann nachmittags unsere Ankunft in Harsum.

Kroatien im Anschluss

Florida war geschafft. Da wir noch Urlaubszeit übrig hatten, beluden wir schnell das Wohnmobil und machten uns auf den Weg nach Kroatien, um uns dort zu entspannen.

Am Montagmorgen ging es los in Richtung Süden. Auf der gesamten Strecke hielt uns nichts auf, so dass wir bereits am frühen Nachmittag in Herzogenaurach ankamen und am Adidas-Outlet einparkten. Eigentlich war der Plan, dass ich ein paar neue Laufsachen einkaufen kann. Daraus wurde aber leider nichts. Ich fand einfach keine passende Bekleidung. Bei Elli lief es anders. Kaum im Geschäft, hatte sie schon das erste Paar Schuhe ins Auge gefasst. Nachdem sie dann auch gleich gekauft waren, ging es wieder weiter. Ein paar Kilometer wollten wir noch schaffen. Leider machte uns die Metropolregion Nürnberg einen Strich durch die Rechnung. Überall herrschte Stau, so dass wir nicht über die BAB 3, sondern über die BAB 73 in Richtung BAB 9 fuhren. Als wir uns endlich durch den Verkehr gekämpft hatten, konnten wir auch gleich auf die BAB 9 auffahren. Gemeinsam beschlossen wir nun die Nacht in Beilngries zu stehen.

Um kurz nach Fünf am Nachmittag kommen wir am Camping an der Altmühl an. Wie wir feststellen mussten, hatte sich hier einiges geändert. Die Rezeption war nicht mehr besetzt und in der nahen Zukunft sollte die Anmeldung über „Rosi“ laufen, einen Computer. Bei unserem Checkin funktionierte ‚sie’ leider noch nicht, so dass wir uns einfach einen Stellplatz aussuchen konnten. Leider konnten wir durch den Computerausfall aber auch keine Brötchen bestellen.

Nachdem wir uns eingerichtet hatten, ein kaltes Getränk zu uns genommen und eine erfrischende Dusche gehabt hatten, ging es zu Fuß in den Ortskern von Beilngries. Hier suchten wir direkt das Gasthaus Stern auf, wo wir unser Abendessen zu uns nehmen wollten. Gewohnt gab es ein typisch bayerisches Abendessen in einer gemütlich, rustikalen Atmosphäre. Danach ging es zurück zum Campingplatz, wo wir uns für den nächsten Reisetag ausruhten.

Der nächste Tag startete mit der üblichen Routine. Nach dem Frühstück kamen wir um 09.00 Uhr los – dachten wir jedenfalls. Wir mussten erst noch bezahlen und das zog sich über eine Viertelstunde hin. Dann ging es aber wirklich los.

Wieder kamen wir gut durch. Selbst auf der BAB 8 gab es keine Probleme. Gegen Mittag hatten wir Österreich erreicht und befanden uns auf der A 10. In Anif fuhren wir zum Tanken an der FE-Tankstelle ab und nutzten die Pause gleich für einen Mittagssnack. Im weiteren Verlauf ging es ohne Probleme – nicht einmal kleinere Stockungen – weiter bis Ljubljana. Einzige Überraschung war der Schneefall, der uns bei der Fahrt durch die Hohe Tauern begleitete.

Ab Ljubljana wurde der Verkehr dichter und es gab immer mal wieder kurze Staus. 

Gegen 18.00 Uhr kamen wir am Camp Zagreb an – ein neues Autocamp direkt in Zagreb. Der Platz war gut belegt und wir waren froh, dass wir von unterwegs angerufen und einen Platz reserviert hatten. Der Empfang war freundlich und die Beratung kompetent. Zum Abendessen ging es in die Pizzeria am Platz. Gute Pizza, noch besserer Salat und toller Service für 185 Kuna. Insgesamt sehr empfehlenswert. 

Als wir zurück am Wohnmobil sind, beginnt es zu regnen. Kein Problem für uns, da wir ja erst am nächsten Tag Sightseeing in Zagreb machen wollten.

Am nächsten Morgen regnet es aber immer noch. Ich gehe im strömenden Regen Brötchen holen. Während wir frühstücken, beschließen wir lieber der Sonne entgegen zu fahren. Die Campingplatzbetreiber haben für uns Verständnis und wir sichern ihnen im Gegenzug zu, auf jeden Fall wiederzukommen.

Es geht über die Autobahn in Richtung Süden und der Regen läßt langsam nach. Nach Brinje verlassen wir die E 71 und fahren über Nationalstraße 23 nach Senj. Von dort aus geht es über die Küstenstraße weiter. Unser Ziel ist Starigrad und das aus zwei Gründen. Zum Ersten soll dort das Wetter akzeptabel sein und Zweitens wollten wir endlich einmal den Nationalpark Paklenica erkunden. 

Am frühen Nachmittag kamen wir in Starigrad an und konnten uns so mit der Stellplatzauswahl Zeit lassen. Letztlich wählten wir das Kamp Katinka aus. Wir waren die einzigen Gäste und wurden herzlich empfangen. Nachdem wir uns eingerichtet hatten, joggten wir erst einmal zum Parkeingang, um den Weg dorthin und den Zugang zu erkunden. 

Zum Abendessen geht es zu Dinko, ein Lokal auf der gegenüberliegenden Straßenseite. Hier hatten wir zwei Jahre zuvor schon einmal einen Kaffeestopp eingelegt, als wir auf der Durchfahrt waren. Der Service in dem Lokal war gut und auch das landestypische Essen war gut.

Nach dem Essen machten wir es uns vor dem Mobil gemütlich und genossen den Abend bis die Sonne verschwand. Dann wurde es doch recht kühl und wir zogen uns zurück.

Am nächsten Morgen wurden wir sehr früh durch Baulärm von der nahen Baustelle geweckt. Kurze Zeit später standen wir dann auch auf und ich besorgte Brötchen für das Frühstück. Nach dem Frühstück machten wir uns auch gleich auf den Weg, da wir ja planten im Nationalpark Paklenica zu wandern. Der Eintritt in den Park kostete uns 80 Kuna. Eine Wanderkarte noch einmal 45 Luna. Und, da Elli keine Mütze mitgenommen hatte, noch einmal eine Mütze für 80 Kuna. Dann war es aber mit dem Geld ausgeben geschafft .

Wir beschlossen den Wanderweg 1 anzugehen. Am Anfang führte der Weg durch eine Schlucht mit steilen Felswänden, an denen die Freeclimber ihrem Sport fröhnten. Danach folgte ein Anstieg durch eine Schlucht auf einem gepflasterten Weg.

Nach einigen Höhenmetern und Kilometern kamen wir auf eine Ebene und gingen durch ein Gehölz an einem Bachlauf entlang. Wirklich sehr idyllisch. An einer alten Mühle angekommen machten wir die erste längere Pause. Danach folgte das letzte Stück bis Ramici. Gerade der letzte Anstieg über kleinere, steile Trampelpfade hatte es in sich. Es folgte noch ein Geröllfeld, dann war es geschafft.

Nachdem wir den Ausblick von diesem Punkt genossen hatten, ging es zur Paklenica Hütte zurück. Hier gönnten wir uns einen späten Snack und machten uns dann an den Rückweg. Der Abstieg war beschwerlich. Für das letzte Stück im Park wählten wir dann eine Alternative. Es handelte sich um einen Schullehrpfad, der aber einen weichen Untergrund hatte und angenehm zu gehen war. 

Als wir den Park verlassen hatten, machten wir noch eine Getränkepause in der Taverna Marasovic, bevor es zurück zum Wohnmobil ging. Wir standen immer noch allein und entspannten erst einmal. Zum Abendessen ging es dann wieder zu Dinko. Elli gönnte sich diesmal Fisch. Es gab eine frische Dorade, die ihr vom Restaurantchef filetiert wurde. 

Am nächsten Morgen werden wir wieder von den Bauarbeiten geweckt. Diesmal werden mit dem Bagger Steine geschoben. Ein Geräusch, von dem jeder gerne in seinem Urlaub geweckt werden will. Nach dem Frühstück machen wir uns wieder auf den Weg in den Park. Um 10.00 Uhr kommen wir dort an. Am Parkeingang werden wir von zwei Rumänen angesprochen, die uns nach einer Routenempfehlung fragen. Wir verweisen sie an die touristische Beratung am Kassenbereich und erzählen ihnen von unseren Erfahrungen vom Vortag. Unser Tagesziel war die Manita Pec – die Höhle aus den Winnetou-Filmen. Nach etwa 3 Kilometern Anstieg über den Hauptweg, zweigte der Wanderweg dorthin ab.

Von jetzt an ging es stetig bergan. Die 500 Höhenmeter zum Höhleneingang verteilten sich auf eine Strecke von etwa 2 Kilometern über Geröll und Wurzelwege. Der Weg war anstrengend, aber die Aussicht entschädigte für Vieles.

Oben angekommen machten wir unsere Mittagspause. Die Höhle war für den Besucherverkehr geschlossen, aber das war uns bekannt gewesen.

Während unserer Pause trafen auch die beiden Rumänen ein. Nach einem kurzen, gemeinsamen Kartenstudium beschlossen sie, weiter in die Gebirgskette hinein zu wandern. Wir machten uns an den Abstieg. Am Eingangsbereich machten wir noch einen kurzen Abstecher zu einem Aussichtspunkt auf dem ersten Gebirgskamm. Der Aufstieg war steiler als wir dachten und er lag komplett in der prallen Sonne. Verschwitzt kamen wir oben an und hatten eine phantastische Aussicht auf die Küste. 

Der Abstieg gestaltete sich auf Grund der Steilheit des Terrains noch schwieriger. Unten angekommen ging es erst einmal zum Wohnmobil und wir entspannten bei einem kühlen Getränk. Mittlerweile standen wir auch nicht mehr allein. Ein niederländisches Pärchen hatte sein Zelt auf dem Autokamp aufgeschlagen. Vor unserem Abendessen bezahlten wir den Campingplatz. Mit 483 Kuna für 3 Tage, also etwas mehr als 21 Euro pro Nacht – für uns ein akzeptabler Preis. Das Abendessen nahmen wir dann bei Dinko wieder zu uns. Da die Speisekarte umfangreich genug war, konnten wir wieder ein neues Gericht ausprobieren.

Nach dem Abendessen ging es die kurze Strecke zum Autokamp zurück. Hier erwartete uns eine Überraschung. Der Ehemann der Betreiberin war eingetroffen. Es gab erst einmal als Dankeschön ein Runde Schnaps. Da wollten wir nicht nachstehen, holten unseren Schnaps und spendierten eine Runde. Nachdem wir so einige Runde Hochprozentigen hinter uns gebracht hatten und unsere Erfahrungen ausgetauscht hatten, ging es zurück zum Wohnmobil.

Am nächsten Morgen, während des Frühstücks, kam der Betreiber erneut vorbei. Diesmal hatte er Honig dabei. Elli hatte am Abend vorher erwähnt, dass sie in Kroatien gerne Honig kaufe und er hatte gleich einen Bekannten angerufen. Für 70 Kuna gab es ein 500 ml-Glas Honig. Elli war glücklich.

Danach geht es weiter in Richtung Süden. Tagesziel sollte die Region von Dubrovnik werden. Zunächst ging es aber erst einmal nach Zadar. Zum Einen wollten wir unsere Vorräte ergänzen. Das erledigten wir in einem Discounter. Danach wurde eine nahe günstige Tankstelle aufgesucht. Wir mussten zwar etwas warten, konnten dann aber relativ günstig volltanken. Es folgte die Fahrt auf die Autobahn, der wir in Richtung Süden folgten. Da wir einige Kilometer vor uns hatten, fuhren wir so lange wie möglich durch. Uns hielt auch nichts auf, so dass wir nach etwa sechs Stunden in Dubrovnik am Campingplatz Solitudo ankamen. Eigentlich hatten wir vorgehabt ein kleines Autokamp anzufahren. Da aber das Wetter durchwachsen werden sollte, legten wir eher wert auf den öffentlichen Nahverkehr, so dass der Campingplatz in die nähere Wahl kam. Besonders interessant war er für Elli, als sie ihn von der gegenüberliegenden Buchseite sah und eine Aufstellmöglichkeit mit Meerblick ins Auge fasste. An der Rezeption ließ man uns die Wahl und wir fuhren erst einmal die Region mit Meerblick an. Leider war nichts frei, so dass wir uns einen anderen Stellplatz suchten und letztlich unterhalb des Waschhauses auf Platz B202 standen. Nachdem wir uns eingerichtet hatten, bemerkten wir unsere Platznachbarn auf der gegenüberliegenden Straßenseite – ein Wohnmobil aus Alfeld. Nach einer kurzen Begrüßung machten wir uns ans Abendessen. Wir warfen den Grill an und genossen die Cevapcici, die wir frisch eingekauft hatten. Nach dem Essen machten wir noch einen kurzen Spaziergang zum Strand, der seit unserem letzten Besuch komplett umgestaltet wurde – sehr zu seinem Vorteil.

Nach dem Sonnenuntergang fing es leicht an zu regnen, so dass wir uns ins Mobil zurückzogen.

Am nächsten Morgen regnete es immer noch. Ich musste wieder einmal mit dem Regenschirm zum Bäcker gehen.  Nach dem Frühstück wollten wir erst einmal abwarten, ob das Wetter wirklich stabil trocken bleibt und nutzen die Zeit für eine Joggingrunde an der Uferpromenade entlang. Als sich das Wetter bessert, machen wir uns mit dem Bus auf den Weg zur Altstadt von Dubrovnik. Am Haupttor angekommen, stellten wir gleich fest, dass es nicht weniger Besucher geworden waren. Der Eingangsbereich war total überfüllt und wir suchten uns erst einmal ein kleines Lokal für einen Mittagssnack. Fündig wurden wir in der Mex Cantina Bona Fide in der Ulica za Rokom. Hier konnten wir bei einer guten Pizza erst einmal den ganzen Trubel in Ruhe betrachten und uns einen Besichtigungsplan zurechtlegen. 

Da wir das Stadtzentrum bereits kannten, bummeln wir mehr oder weniger ziellos durch die Gegend. Einzig einige Game of Thrones Filmspots stehen auf unserer Liste. Es war nicht unbedingt einfach diese zu finden. Und selbst wenn wir sie gefunden hatten, waren sie selten so spektakulär wie in der Serie.

Nachmittags fing es dann wieder an zu regnen. Erst war es ein leichtes Tröpfeln und wir hatten Zeit uns einen trockenen Sitzplatz zu suchen. Kaum saßen wir, fing es richtig an zu regnen und überdachte Plätze waren heiß begehrt. Als der Regen dann nachließ, machten wir uns langsam wieder auf den Weg zum Bus. Nicht jedoch ohne einen weiteren Filmspot aufzusuchen, der außerhalb der Stadtmauern lag.

An der Bushaltestelle sammelten sich dann die ganzen Wartenden. Anfangs sah es aus, als würden nicht alle in den Bus passen – letztlich passen aber mehr rein als man denkt. Elli und ich hatten einen Sitzplatz ergattert, was sich als sehr angenehm darstellte. Kurz vor unserer Haltestelle hatte sich der Bus merklich geleert. Ich drückte den Knopf für den Haltewunsch und es begaben sich mehrere Personen in Richtung Tür.  Nur der Busfahrer akzeptierte unseren Wunsch nicht, sondern fuhr einfach weiter. Wir machten auf uns aufmerksam, aber er reagierte gar nicht. An der nächsten Haltestelle hielt er dann und die meisten stiegen aus. Wir blieben im Bus und wurden natürlich an der Endhaltetstelle aufgefordert auszusteigen. Dies wiesen wir vehement von uns, da er ja versäumt hatte, an der Haltstelle anzuhalten. Auf der Fahrt in die Gegenrichtung zeigte er sich dann ausgesprochen freundlich. Kleine Anekdote am Rande. Diejenigen die gleich an der nächsten Haltestelle ausgestiegen waren, hatten sich ein Taxi dorthin bestellt und kamen kurze Zeit nach uns am Campingplatz an.

Der anschließende Abend war kühl und ungemütlich, so dass wir recht schnell ins Wohnmobil verlegten und jegliche Aktivitäten draußen auf ein Mindestmaß reduzierten.

Da kein besseres Wetter in Sicht kam und wir nicht noch weiter nach Süden fahren wollten – obwohl wir kurzfristig darüber nachgedacht hatten – ging es wieder die Küste entlang nach Norden. Nachdem Elli Brötchen geholt hatte und wir gefrühstückt hatten, ging es los. Den Transit durch Bosnien-Herzogowina nutzten wir, um an der Ina-Tankstelle vor Neum günstig unseren Tank zu füllen.  Im weiteren Verlauf ging es dann die Küstenstraße weiter. Alles lief glatt und wir genossen die Beschaulichkeit der Landstraße und die schönen Aussichten. Erst in Split dann etwas Aufregung. Für die sorgte der Navi, der die Schnellstraße verließ und uns über einen Kreisverkehr auf der gegenüberliegenden Seite wieder auf die Schnellstraße führte. Hat uns gefühlt etwa 10 Minuten gekostet und etwa 10 Meter Fahrstrecke gespart.

Um 14.30 Uhr kommen wir dann in Trogir an und stellen als erstes eine neue Brücke fest, die die Insel Ciovo mit der Küste verbindet, so dass der Verkehr nicht mehr durch Trogir muss. Hatten wir gedacht, dadurch würde dort nun weniger Verkehr herrschen, hatten wir uns getäuscht. Wieder waren um den Markt herum die Straßen voll und die Verkehsrverhältnisse gelinde gesagt chaotisch.  Kurze Zeit später waren wir am Autokamp Seget und Elli ergatterte mit Stellplatz 13 wieder einen Platz in der ersten Reihe.

Danach war erst einmal entspannen angesagt, bevor es am frühen Abend in die Konoba Rico zum Abendessen ging. Das Essen war gewohnt gut und günstig und nach einem kleinen Spaziergang ging es zum Wohnmobil. Wir saßen noch einige Zeit draußen, aber irgendwann wurde es einfach zu kühl, so dass wir nach drinnen wechselten.

Als ich am nächsten Morgen im Supermarkt Brötchen kaufen möchten, stellen wir die Härten der Vorsaison fest. Keine Brötchen mehr. Ich muss mich mit Weißbrot begnügen. Das war damm aber letztlich auch okay.

Am späten Vormittag geht es dann zu einem Stadtbummel nach Trogir.

Wir bummeln durch die Gassen und kaufen ein paar Kleinigkeiten ein, bevor es wieder zum Platz zurückgeht. Hier ist es mild und windig – nicht wirklich gemütlich. Zum Abendessen geht es ins Restaurant Buta. Die Lokalität ist für uns neu. Wir kennen es noch als einen Treffpunkt der Dorfbewohner, in dem eine Eistruhe stand, an der Sönke sein Eis holte. Mittlerweile war es ein tolles Restaurant mit einer Cocktailbar und einem schönen Ambiente. Das Essen, das wir genossen, war wirklich sehr gut und der Service war klasse.

Den nächsten Tag wollen wir am Platz verbringen und einfach entspannen. Es ist sonnig und das kommt unserem Plan entgegen. Nur Elli hat Probleme mit ihrem Magen. Als es schlimmer wird, mache ich mich auf den Weg, um ihr eine Medikament zu besorgen. Ich nutze die Gelegenheit, um gleich ein kleines Mitbrinsel für Sönke zu besorgen. Er hatte sich ein Ki-Ki gewünscht, dass er aus seiner Kindheit noch kannte. Leider verbesserte sich Elli’s Zustand nicht wirklich. Er stabilisierte sich lediglich, so dass wir beschlossen das Abendessen auf dem Campingplatz einzunehmen. Hier gab es mittlerweile eine Konoba mit dem Namen Sunny Dalmatia. Das Essen war gut und reichhaltig. Das Preis-Leistungsverhältnis war übrigens auch sehr ansprechend.

Der folgende Tag ist wieder als Reisetag geplant. Nach dem Frühstück geht es bereits um 08.30 Uhr los. Damit sind wir aber schon die letzten Camper, die den Platz verlassen. Wir fahren direkt auf die Autobahn und weiter nach Zagreb. Wie wir es versprochen hatten, fahren wir das Autokamp Zagreb erneut an. Bereits um 13.00 treffen wir dort ein. Leider gibt es um diese Zeit kein Shuttle mehr in die Innenstadt, so dass wir uns für eine Taxifahrt entschließen. Über die Rezeption bestellen wir ein Funktaxi, das uns kurze Zeit später aufnimmt und für 90 Kuna direkt in der Unterstadt absetzt.

Bevor es an die eigentliche Stadtbesichtigung geht, mehmen wir erst einmal einen kleinen Mittagssnack im Submarine Burger in der Bogoviceva ulica. Danach ging es in die Oberstadt. Wir hatten einen Reiseführer auf einer kleinen Karte dabei und hakten alle Punkte ab.

Nach der Besichtigung der Kathedrale von Zagreb, machten wir noch einen abenteuerlichen Abstecher auf den eigentlich verschlossenen Hinterhof der Kathedrale – das Gelände des Erzbistums, mit seinen schönen alten Gebäuden aus unterschiedlichen Epochen.

Danach ging es dann über die Märkte zur Sankt-Markus-Kirche und dem Regierungsbezirk.

Als letztes stand dann der Lotrscak-Turm in der Oberstand an. Wir gönnten uns einen Aufstieg und blickten über die Stadt. Danach ging es dann an der Seilbahn entlang in die Unterstadt. Hier bummelten wir über die Einkaufsstraßen bis zum Nationaltheater und weiter zum sogenannten grünen Hufeisen, einem Parkgütel am Rand der Innenstadt. Den Abschluss fand unsere Sightseeingtour am Startpunkt. Wir machten uns auf die Suche nach einem Funktaxi für die Rückfahrt und wurden letztlich fündig. Der Fahrer fuhr eine etwas abweichende Strecke und wir mussten am Ende 103 Kuna zahlen. Insgesamt war das Funktaxi aber eine gute Möglichkeit in Stadt zu gelangen und dabei flexibel zu sein.

Das Abendessen nehmen wir wieder in der Pizzeria Jezero zu uns. Ich hatte mich bereits auf die Pizza Slovanska gefreut und wurde nicht enttäuscht. Das Essen ist genauso gut wie beim ersten Besuch. Wir blieben diesmal etwas länger sitzen und genossen noch einige Getränke, da das Wetter nicht wirklich einladend war. Dann ging es ins Wohnmobil zurück – Pläne für die nächste Zeit machen.

Nach einem ausgiebigem Frühstück – ich hatte im nahen Supermarkt wieder Brötchen geholt – ging es an die Entsorgung. Um 09.00 Uhr waren wir dann fertig und machten uns auf den Weg nach Maribor. Am Abend zuvor hatten wir noch das Autokamp Kekec als Ziel auserkoren. Gegen 11.00 Uhr trafen wir dort ein und waren von der Größe, Sauberkeit und Freundlichkeit angenehm überrascht. Wir suchten uns einen möglichst geraden Stellplatz auf der oberen Ebene und richteten uns ein.

Gleich im Anschluss ging es mit den Fahrrädern zur Stadtbesichtigung nach Maribor. Die Streckenführung war einfach gehalten und größtenteils über Radwege. Nachdem wir die Drau überquert hatten, nahmen wir die erste Möglichkeit, um auf den Uferweg zu wechseln. Diesem folgten wir bis zu einem Stadttturm. Hier stellten wir unsere Fahrräder ab und machten uns auf die weitere Erkundung zu Fuß.

Zunächst kamen wir auf den Hauptplatz am Rathaus von Maribor. Hier wählten wir eines der vielen Lokale für ein Getränk aus. Danach ging es durch die Fußgängerzone zur Basilika der Mutter der Barmherzigkeit.

Dann ging es über die Fußgängerzone wieder zurück in Richtung Hauptplatz und von dort wieder ans Ufer der Drau. Unser Fazit für Maribor lautete schließlich – eine nette Kleinstadt mit einigen hübschen Gebäuden.

Wieder an unseren Fahrrädern wechselten wir die Uferseite. Hier gab es einen Weg, der an der Drau entlangführte und von dem man direkt auf die Zuwegung zum Campingplatz gelangen sollte. Leider gab es diesen Weg nur in meiner App. Nachdem uns dies bewusst geworden war, hatten wir schon einige hundert Meter in die falsche Richtung zurückgelegt. Es ging zu der nächsten Möglichkeit zurück und wir mussten die Steigung am Ufer hinauffahren, bevor es gemütlich weiterging.

Zurück am Campingplatz wollen wir erst einmal entspannen. Während ich eine Runde joggen gehe, geht es Elli immer schlechter. Letztlich kaufe ich ein wenig für das Abendessen ein und bereite es am Wohnmobil zu. Elli geht es jedoch mit ihren Magenproblemen derart schlecht, dass ich allein draußen sitze und esse.

Am nächsten Morgen mache ich mich auf den Weg, um Brötchen zu holen. Die Bäckerei ist noch ein kleiner Familienbetrieb und der Verkaufsraum sieht eher wie das Wohnzimmer aus. Für wenig Geld kaufe ich ein und besorge gleich ein paar Brötchen mehr, um Verpflegung für die Fahrt zu haben. Elli hat sich zwar etwas gefangen, möchte aber lieber einen Arzt aufsuchen. Der Plan ist also nach Hause zu fahren.

Um 08.00 Uhr kommen wir los und fahren über die A 9 in Österreich auf die A 3. Kurz vor der Grenze nach Deutschland wollen wir dann noch günstig tanken und werden auch fündig. Wir mussten zwar von der Autobahn ab und eine parallel geführte Landstraße nutzen, deren Streckenführung auch noch durch Baustellenumleitungen erschwert wurde, tankten dafür aber wirklich günstig.

Das nächste und auch gleichzeitig letzte Highlight war Regensburg. Immer mal wieder tauchte eine Verkehrsbeeinträchtigung vor dem Autobahnkreuz Regensburg auf, die bis zu einer Dreiviertelstunde längere Fahrtzeit ausmachte. Wir beschlossen also dies zu umfahren und wählten die Bundesstraße 8, den Odessa-Ring, zur Umfahrung. Bereits den ganzen Urlaub hatten wir davon gesprochen, noch einmal ein Trachtengeschäft anzufahren, um unsere Klamotten zu ergänzen. Geschafft hatten wir es jedoch nie. Jetzt sahen wir aus dem Augenwinkel einen Ausverkauf bei Trachten Moser. Schnell war ein Parkplatz für das Wohnmobil gefunden und wir stöberten durch den Laden. Natürlich wurden wir hier fündig und fuhren so beglückt weiter.

Abends um halb acht parkten wir dann vor unserem Haus ein und schafften es noch das Wohnmobil auszuräumen, so dass wir den Abend erschöpft auf der Terrasse verbringen konnten.

Fahrzeit: 44:51

Strecke: 3520,0 km

Durchschnittsverbrauch: 9,7 l/km

Durchschnittsgeschwindigkeit: 78 km/h

 

 

 

 

 

Florida – zu Besuch bei Verwandten

Nach mehreren erfolglosen Anläufen wollte Elli unbedingt noch einmal nach Florida, um ihre 90-jährige Tante Ursel zu besuchen. Gesagt, getan. Angedacht war ein Trip nach Florida und von dort weiter nach Kuba. Doch auf Grund des bestehenden Embargos der USA gegen Kuba, gab es keine Flugverbindungen. Plan B war dann zum Abschluss Costa Rica anzufliegen. Aber auch hier wurden wir in unserem Enthusiasmus gebremst, da dort keine gute Reisezeit auf Grund der Niederschläge war. Also blieb letztlich nur der Trip nach Florida übrig. Im Anschluss sollte dann gleich ein Tour mit dem Wohnmobil folgen, um den geplanten Urlaub nicht verstreichen zu lassen.

Die Reisezeit nach Florida war schnell gefunden. Beim Buchen des Fluges wollten wir uns durch ein Reisebüro beraten lassen. Das klappte auch fast gut. Ich hatte mir mehr Service erwartet. Das war beim Buchen des Mietwagens über das Reisebüro des ADAC in Laatzen schon anders. Tolle Beratung, guter Service.

Unser Flug ging am Sonntagmorgen um 10.00 Uhr ab Hannover. Da wie immer zwei Stunden vorher das Gepäck aufgeben sollten, ging es zeitgerecht zum Flughafen, wo uns Sönke pünktlich absetzte. Nachdem wir das Gepäck aufgegeben hatten, blieben uns noch fast zwei Stunden Zeit. Wir verbrachten sie mit einem Bummel durch den Flughafen und wechselten dann zu einem Café im Sicherheitsbereich.

Der Flug ging pünktlich vom Gate A03 ab und traf um 11.15 Uhr bei böigen Winden in Zürich ein. Den Abflugort unseres Anschlussfluges mussten wir selbst ermitteln. War aber nur dahingehend ein Problem, weil er eine Stunde später ging, als auf unseren Fluginformationen angegeben. Wir machten uns auf dem Weg zu Gate D38 und tatsächlich, der Flug ging wirklich erst eine Stunde später.

Um 13.10 Uhr beginnt dann das Boarding. Etwas nervig ist das ständige Vorzeigen des E-Tickets und der Reisepasses im Wechsel. Mit Verspätung folgt dann um 14.10 Uhr der Abflug.

Der Service auf dem Flug ist für unsere Ansprüche vollauf zufriedenstellend. Das Multimedia-Angebot ist für uns eine ganz neue Erfahrung, die wir genossen. Wir gönnen uns auf dem Flug insgesamt drei Spielfilme, die nur durch die guten Mahlzeiten unterbrochen werden.

Um 18.15 Uhr landen wir in Tampa. Es folgt das Anstehen zur Immigration. Diese dauert über alles etwa zwei Stunden und ist für uns in vielen Teilen nicht nachvollziehbar. Als dieser Teil der Anreise hinter uns liegt, geht es mit dem Zug zum Autovermieter Alamo. Auch hier geht alles glatt und der Service ist nett und freundlich. Um 20.30 Uhr dürfen wir uns im Erdgeschoß unseren Midsize-Mietwagen selbst auswählen. Wir entscheiden uns für einen Ford Focus SE.

Da der Tank voll ist, geht es gleich los. Schnell ist der kurze Weg zum Highway I-275 gefunden und es geht über Saint Petersburg nach Bradenton. Nur das GPS spinnt etwas rum. Die Sprachdatei fehlt, so dass Elli diese Aufgabe übernehmen muss. Das letzte Stück der Strecke führt über die I-75 bis zur Abfahrt Arcadia. Hier folgen wir dem GPS bis zu unserer Zieladresse. So trafen wir um 21.30 Uhr bei Ursel, Karin und Phil ein. Nach einem leichten Abendessen und ersten Gesprächen geht es gegen Mitternacht ins Bett.

Nach einer erfrischenden Dusche folgte am nächsten Morgen ein gutes und reichhaltiges Frühstück auf der Terrasse des Hauses mit ihrer wahnsinnigen Aussicht.

Der Vormittag ging schnell um und zum Lunch besorgten Phil und ich Sandwiches von Anna’s Deli. Nach dem Mittagessen fuhren Elli und ich zur Mall am University Town Center. Wir bummelten durch die klimatisierte, großzügige Einkaufspassage.

Um 15.00 Uhr sind wir wieder zurück am Haus. Es geht erst einmal eine erfrischende Runde Schwimmen im Pool. Danach gehen Elli und Ursel mit dem Hund spazieren. Zum Diner legt Phil einige Bürger auf den Grill. Er hat eine homemade Sauce und Zwiebeln als Topics. Ketchup und Senf werden von uns bei diesem Bürger nicht vermisst.

Am nächsten Morgen will Elli den Tag mit einer Runde im Pool starten, kommt aber nicht raus, da sie am Türmechanismus scheitert. Bis 10.00 Uhr lassen wir uns mit dem Frühstück Zeit. Danach machen sich Elli und ich auf den Weg nach Norden. Unser Ziel ist eine Tour durch den Panhandle.

Über die I-75 und die I-10 geht es vollkommen streßfrei nach Tallahassee. Elli hatte uns das Governors Inn in der Adams Street als Übernachtungsmöglichkeit herausgesucht. Um 15.45 Uhr kommen wir dort an und erhalten ein nettes Zimmer.

Es folgt ein kurzer Gang durch den Old District von Tallahassee und danach ein Stopp bei der Happy Hour im Hotel.

Nach dem Drink verspürten wir Hunger und gingen in das Restaurant auf der gegenüberliegenden Straßenseite. Eine gute Wahl. Erst einmal hatten die auch noch Happy Hour, so dass alle Getränke die Hälfte kosteten. Weiterhin war das Essen gut und schlussendlich konnten wir die Legislators bei ihren Afterwork-Vergnügen beobachten.

Nach dem Essen gönnten wir uns noch einen ausgiebigen Spaziergang durch den Old District.

Besonders gefiel uns hier ein Park, an dem alle Bäume illuminiert waren. Von unserem Stadtrundgang zurück wollten wir uns noch in einer Bar ein Getränk gönnen. Als keiner zum Bestellen erschien, kauften wir uns zwei Flaschen Bier in unserem Hotel und genossen die laue Sommernacht auf einer hölzernen Hollywoodschaukel.

Am nächsten Morgen wurden wir durch das Geklapper von Geschirr aus der Küche geweckt. Derart motiviert standen wie auf und genossen das Frühstück im Hotel. Danach wurde unser Wagen geholt und für uns ging es dann in Richtung Golfküste. Bevor wir aber endgültig durchstarten könnten, mussten wir erstmals den Tank an unserem Mietwagen füllen. Gewohnt in der Fremde zu tanken, machte ich mich frisch ans Werk. Kreditkarte rein und losgehen sollte es. Denkste. Der Automat wollte den ZIP-Code. Also die Postleitzahl eingegeben und … ungültig. Nach mehreren Versuchen blieb dann doch nur der Weg zur Kassiererin. Die konnte sich das auch nicht erklären und schaltete mir die Säule gegen Vorkasse frei.

So präpariert ging es dann endlich los. Da wir ausreichend Zeit hatten, nutzten wir Nebenstraßen in Richtung Fort Walton Beach. Dort angekommen waren wir überrascht. Waren wir vorher durch idyllische Landschaften gefahren, die einem den Süden der Vereinigten Staaten nahe schienen, erreichte man jetzt eine Party- und Amüsiermeile wie auf einer bekannten spanischen Urlaubsinsel. Nicht unbedingt das, was wir uns vorgestellt hatten.

Da uns hier ein Aufenthalt nicht erstrebenswert schien, ging es weiter in Richtung Pensacola. Dieser Ort traf schon eher unseren Geschmack. Es gab einen Old District, der wunderschön zurecht gemacht war. Nachdem wir einen Parkplatz gefunden hatten, machten wir uns an einen Stadtrundgang.

 

Nach zwei Stunden hatten wir das Viertel abgegangen und auch noch einen Abstecher an den Hafen gemacht. Bevor es mit dem Auto weitergehen sollte, wollten wir uns noch ein Getränk gönnen. Leider wies man uns zwar einen Platz zu, nahm aber nicht unsere Bestellung an. Wir machten uns daraufhin wieder auf den Weg. Es war übrigens unsere einzige negative Erfahrung mit dem Service in den USA. Ansonsten konnten wir uns wirklich nicht beklagen.

Unser Weg führte uns wieder auf die vorgelagerte Küstenlinie und dort nach Gulf Breeze. Hier konnte man auf den Highway 399 abbiegen und über eine der Golfinseln fahren. Fast die gesamte Strecke führte durch ein Naturschutzgebiet. Hier war auf Grund der Nistzeit einiger Vögel ein Tempolimit von 25 mph eingerichtet. Das machte die Fahrt dann etwas langwieriger.  

Nachdem wir die Insel dann wieder verlassen hatten, machten wir uns an die Suche nach einem Motel. Elli hätte es gerne gesehen, wenn wir eines mit Strandzugang gefunden hätten. Leider war dies überhaupt nicht zu realisieren, da es in diesem Bereich der Küste keine in einer solchen Lage gab.  Also mussten wir mit einem Pool vorlieb nehmen, Wir nahmen letztlich das Baymont Motel in Mary Esther, da uns irgendwann die Sucherei auch auf die Nerven ging.

Zum Abendessen müssen wir allerdings noch einmal mit dem Auto fahren. In der Nähe unserer Unterkunft, aber leider nicht zu Fuß erreichbar, fanden wir ein TGI Friday’s. Hier gab es Steak, Burger und Chicken. Es sollte sich also für jeden etwas zu finden sein. Dort angekommen standen wir schon vor der ersten Entscheidung – draußen oder drinnen. Wir entschieden uns kurz für draußen, zogen aber schnell nach drinnen um, da es einfach zu warm war. Drinnen hatte es die Atmosphäre einer Sportsbar. Der Service und das Essen waren gut. Elli hatte sich für Spare Ribs entschieden, ich hatte einen Burger gewählt. 

Das Frühstück am nächsten Morgen war okay. Danach ging es wieder auf den Highway. Unser Plan war, so lange wie möglich kleinere Highways zu wählen, um möglichst viel von Land und Leuten mitzubekommen. So ging es dann auch über den Highway 98 nach Osten. Er führte uns größtenteils direkt an der Küste entlang. Ab Panama City kam dann eine Bresche, die schwer von den Schäden durch einen Hurricane gezeichnet war. Teilweise stand nur noch das Ständerwerk von Häusern oder die Bodenplatten ließen erahnen, wo Häuser gestanden haben.

Bevor wir diesen etwa 30 Meilen breiten Abschnitt verließen, kauften wir in Port St. Joe noch kurz in einem Market ein und sahen dabei auf der gegenüberliegenden Straßenseite einen Food-Truck. Da Mittagszeit war, beschlossen wir hier zu essen. Schnell war ein Menü gewählt und genauso schnell war es auch zubereitet.

An einem nahen Imbisstisch konnten wir dann unser Menü mit einem halben Hähnchen, Kartoffelsalat und Coleslaw genießen.

Und während wir da so saßen, fing es leicht an zu regnen. Da wir unter einem Schirm saßen, machte es uns aber nicht so viel aus.

Als wir das Essen hinter uns hatten, beschlossen wir nicht mehr allzugange zu fahren, um noch etwas relaxen zu können. Elli suchte einige Motels raus, die wir dann anfuhren. In Wakulla wurden wir dann letztlich fündig. Wir checkten am Best Western ein und verbrachten dann den Rest des Tages in der Sonne am Pool.

Um 18.00 Uhr machten wir uns dann auf den Weg zum Abendessen. Nach einer Googlerecherche hatten wir uns für das chinesische Restaurant Ming Tree Garden am Ortsrand von Crawfordville entscheiden. Als wir auf dem Parkplatz des Restaurants eintreffen, fängt es sintflutartig an zu regnen. Wir schaffen es gerade noch ins Lokal ohne übermäßig nass zu werden. Das Lokal war eher einfach ausgestattet. Der Service war jedoch sehr zuvorkommend und das Essen war sehr schmackhaft, auch wenn der Koch hier unter Szechuan Style etwas anderes verstand.

Als wir unser Essen beendet hatten, machten wir uns wieder auf den Weg zu unserem Motel. Auf dem Weg dorthin sah Elli an der Landstraße noch einen Fotospot, so dass wir kurz stoppten und sie trotz Regenschauer ein Foto schoss.

Das Frühstück am darauffolgenden Morgen war sehr reichhaltig. Es gab alles, was man sich zu einem amerikanischen Frühstück vorstellen konnte. Das meiste war jedoch zum Selbermachen. So machten wir uns zum Beispiel unsere Waffeln in einem Waffelautomaten selbst. 

Nach dem Frühstück ging es über den Highway 98 weiter nach Perry. Hier folgten wir dann dem Highway 361 in Richtung Keaton Beach und wieder zurück auf den Highway 98. Durch diesen kleinen Umweg kamen wir noch einmal direkt an die Golfküste. In den Küstenorten, wie zum Beispiel Fish Creek, konnten wir uns anschauen, wie die Amerikaner in dieser Region ihren Angelurlaub verbrachten.

Der Rückweg auf den Highway 98 war noch einmal von etwas Verwirrung geprägt, da es auf Grund einer Baustelle eine Umleitung gab, deren Beschilderung aber einfach aufhörte. Wir schafften es trotzdem zurück auf den Highway. Ob wir hierbei jedoch wirklich die ökonomischste Strecke fuhren, wage ich zu bezweifeln.  

Es ging  dann durch die Ranchen der Pferdegestüte über den Highway 27 bis nach Ocala. Kurz vor Ocala beschlossen wir noch etwas Obst zu kaufen und Elli erwarb von einem Farmer am Straßenrand eine Wassermelone, die für uns allein mehrere Tage gereicht hätte. Da wir aber auf dem Rückweg zur Verwandtschaft waren, planten wir diese schon mit ein. 

Die Fahrt ab Ocala auf der Interstate 75 verlief ereignislos – bis wir in den Großraum Bradenton / Sarasota kamen. Mit einmal standen wir im Stau. Es ging im Schritttempo vorwärts, so dass wir erst einmal nicht sonderlich aufgeregt wurden. Kurze Zeit später löste sich der Stau auf und wir erfuhren natürlich auch den Grund dafür. Er war durch Gaffen entstanden. Alle fuhren langsam, um sich den Unfall auf der gegenüberliegenden Fahrbahn anzuschauen. Was ein Blödsinn. 

Trotz des Zeitverlustes durch den Stau beschlossen wir noch kurz in Ellenton zu halten. Hier gab es ein Premium Outlet Center und wir wollten die Preise schon einmal vergleichen, um zu schauen, wo wir am letzten Tag einkaufen wollten. Einmal da nutzte ich die Gelegenheit, um mir ein Basecap zu kaufen, da ich ja wußte, dass ich es die nächsten Tage brauchen würde. Vom Outlet Center ging es dann direkt zurück zur Verwandtschaft. Am frühen Abend kommen wir am Haus an und gönnen uns erst einmal einen Besuch im Pool und eine erfrischende Dusche. Am Abend fährt Elli mit Phil los Pizza zum Abendessen zu kaufen. Zuvor wurde die Melone geschlachtet.

Nach dem Essen entdecken die Frauen Skip-Bo für sich und fangen mit dem Kartenspielen an, während Phil und ich uns den NHL-Playoffs widmen.

Der nächste Tag war ein Samstag und wir hatten vor den Tag mit Kajaking zu verbinden. Es ging dazu zunächst nach Sarasota und von dort zum South Lido Nature Park. Hier mietete Phil uns jeweils 2er-Kajaks, mit denen es unmittelbar danach bereits auf den Golf ging. Unter den Mangroven an den kleinen Golfinbseln machten wir uns auf die Suche nach Manatees, die sich in diesen Gewässern aufhalten sollten. Zwei Stunden paddelten wir so über das Meer und sahen direkt neben uns Pelikane beim Fischen, Krabben, die in den Mangroven die Bäume erklommen und einen Delfin, der sich hierhin verirrt hatte. Das einzige was wir nicht zu sehen bekamen waren Manatees. Machte aber nichts, da es trotz allem ein einmaliges Erlebnis war.

Nach dem Paddeln wollten wir noch ein spätes Lunch einnehmen und Phil und Karin wählten Speaks Clam Shack in Lakewood Ranch als Restaurant. Elli wählte Shrimps. Da Seafood nicht unbedingt meine erste Wahl wird, entschied ich mich für die Hähnchenteile. Insgesamt eine gute Wahl in einem schönen Ambiente.

Die Nachmittage verbrachten wir am Pool und bekamen hier die Möglichkeit Charlie kennenzulernen. Charlie wurde der Alligator genannt, der immer mal wieder in dem Gewässer am Haus auftaucht.

Am nächsten Tag wollten wir einen Ausflug machen, an dem auch Ursel teilnehmen konnte. Wir entscheiden uns für einen Besuch im Mote Marine Aquarium , das selbst Phil und Karin noch nie besucht hatten. Ursel begleitet uns diesmal, da es Rollstühle zum Entleihen gibt.

Das Aquarium ist mehr auf Wissen und Tierpflege ausgelegt, was es aber für uns noch interessanter macht.

Zwei Stunden geht es sich durch die verschiedenen Ausstellungsbereiche. Als wir am Ende des Rundganges angelangt sind und uns die Ottern anschauen, zieht ein Gewitter auf. Durch das Personal werden alle Besucher darauf aufmerksam gemacht, da das Aquarium teilweise im Freien liegt. Phil holt das Auto schon einmal zum Ausgang, während wir Ursel zum Ausgang bringen. Gerade im Auto angekommen, geht der Regen los.

Um noch ein Lunch zu uns zu nehmen, steuerten wir dann Lakewood Ranch an. Hier hatte Phil das MacAllisters Lunch & Tavern für uns ausgesucht. Als Starter gab es für uns alle Bang Bang Chicken. Ich gönnte mir dann ein Sandwich, das French Dip genannt wurde. Für mich eine ganz neue Erfahrung – ein Sandwich zum Dippen. Es war total köstlich. Elli blieb bei ihrem Lunch mit Fish and Chips eher konservativ. Nach dem Essen ging es wieder ins Haus.

Wir relaxen am Pool und in den Abendstunden findet Phil das Bundesligaspiel Borussia Dortmund gegen Werder Bremen und schaut es mit mir. Ich denke, er wollte mir damit einen Gefallen tun. Die Mädels machen sich wieder über die Karten her.

Am nächsten Tag musste Phil wieder arbeiten und Ursel ging in ihre Nähstube, so dass wir uns nur mit Karin auf den Weg machten. Für den heutigen Tag stand Marie Selby Botanical Gardens auf dem Programm.  Um 12.00 Uhr trafen wir dort ein und gingen zunächst durch ein Gewächshaus, das die tropische Vegetation darstellte. Danach ging es durch die kleine Bonsai-Abteilung und am Koi-Teich vorbeikam Regenwaldbereich. Von hier an ging es dann durch den großen Aussenbereich, der immer wieder zu verschiedenen Themen, wie zum Beispiel der Wüste, gestaltet war.

Nach einem abschließenden Besuch der Gauguin-Ausstellung ging es dann wieder zurück zum Auto. Auf dem Rückweg stoppten wir noch kurz am Publix, um für das Abendessen einzukaufen.- Phil stellte sich an den Grill und bereitete wunderbare T-Bone-Steaks zu.

Nach dem Abendessen machten sich die Mädels wieder über die Karten her, während Phil und ich uns dem Sportprogramm widmeten. Heute Abend standen wieder die Playoffs der NHL auf dem Programm.

Auch für den nächsten Tag war wieder Programm angesagt. Diesmal war es ein Ausflug zum Myakka River State Park. Um halb elf trafen wir dort ein und konnten auch gleich einen Platz auf dem Boot ergattern, das kurze Zeit später auf den See auslief.

Bereits beim Verlassen der Anlagestelle konnten wir den ersten Alligator sehen. Das wurde auf dem See noch mehr. Es gab kaum einen Fleck, der nicht von einem Alligator genutzt wurde.

Nach dieser beeindruckenden Fahrt über den See nutzten wir noch einen der Trails an der Anlegestelle, um etwas am Ufer entlang zu wandern. Hier sahen wir alle möglichen Wasservögel, aber auch wieder Alligatoren in der Nähe.

Es folgte ein kleiner Abstecher auf einen Vogelaussichtpunkt, Von disem sollte man Greif- und Seevögel aus beobachten können. Leider war uns hier das Glück nicht hold. Es war Lovebugs-Saison und sie machten uns das Leben schwer. Zurück im Auto ging es wieder in Richtung Parkausgang. Noch einmal legtenwir einen Stopp ein, da es noch einen kurzen Trail zu einem Baumwipfelpfad geben sollte. Nachdem wir den Einstieg gefunden hatten, waren wir auch kurze Zeit später am ersten Turm angelangt.

Es folgte eine Aufstieg und ein Gang über die Hängebrücke zum nächsten Turm, der noch etwas höher erklommen werden konnte. Nach dieser wunderbaren Aussicht ging es wieder zurück zum Auto.

Vom Myakka River State Park ging es dann erst einmal auf ein spätes Lunch zu Culver’s in Lakewood Ranch. Für ein Fastfood-Restaurant waren es wirklich gute Burger und jeder war individuell zusammengestellt und frisch zubereitet. Sehr lecker. Danach ging es zum Haus zurück und wir hatten genug erlebt, so dass wir es uns auf der Veranda gemütlich machten und den Pool nutzten.

Am nächsten Tag machten Elli und ich uns wieder allein auf den Weg. Wir wollten uns etwas Tampa anschauen und hatten im Reiseführer u.a. den Riverwalk herausgesucht, den wir abgehen wollten. Zunächst fahren wir über die I-75 in Richtung Norden. An der Abfahrt zum Highway 618 dann plötzlich ein Stau. Wir stehen zweispurig und nichts geht vorwärts. Einige Mutige fahren über den Grünstreifen auf die I-75 zurück.  Irgendwann gehörte auch ich dann zu diesen Leuten, da ich keine Lust auf das Warten hatte.  Wir fuhren dann an der nächsten Abfahrt von der interstate ab und folgten dem Adamo Drive in Richtung Downtown. Wir kamen gut voran und konnten so noch etwas von der Urbanität der Region sehen.

Zunächst fuhren wir das Amalie Center an, um dort einen Parkplatz zu finden. Für einen günstigen Parkplatz waren wir jedoch schon zu spät. Die anderen Parkflächen waren unserer Meinung nach mit 30 $ total überteuert. Schnell beschlossen wir den Riverwalk vom anderen Ende aus abzugehen. Hier fanden wir tatsächlich ausreichend kostenlosen Parkraum. Das einzige Manko war der fehlende Schatten. Mittlerweile war es schon fast unerträglich warm geworden. Wir machten uns trotzdem auf den Spaziergang am Hillsborough River entlang. Über zwei Stunden ging es am Flußufer entlang bis zum Tampa Bay History Center. Mittlerweile war das Thermometer auf 102 Grad Fahrenheit, etwa 39 Grad Celcius, geklettert. Wir nutzten jeden Schatten und jede Abkühlung auf unserem Weg.

Highlight des Rückweges war ein Stopp am Tampa Bay Museum of Art. Nicht jedoch um sich die Kunst anzuschauen, was sicherlich auch sehr nett, da temepriert gewesen wäre. Nein, ein Getränk im Museum-Shop mit seiner Außenterrasse stand an. Nachdem ich den Kaffee besorgt hatte, kam eine Bedienung und brachte gekühltes Wasser, das mit frischen Früchten verfeinert war. Das Wasser war eine Zugabe des Hauses.

Wieder zurück am Auto mussten wir erst einmal ein frevelhafte Tat begehen. Wir stellten den Motor an und die Klimaanlage auf volle Pulle, damit wir überhaupt ins Auto steigen konnten. Als das Auto dann abgekühlt war, ging es auf die kurze Strecke nach Historic Ybor City. Hier wollten wir auf jeden Fall noch einmal etwas bummeln.

Auch in der Nähe des Ybor City Centers fanden wir einen vernünftigen Parkplatz. Wir starteten unseren Rundgang am Centennial Park und bekamen gleich die freilaufenden Hühner zu sehen, für die dieses Viertel bekannt ist.

Danach ging es über die East 7th Avenue zum Ybor City Centre. Hier hofften wir ein nettes Lokal für einen Mittagssnack zu finden. Leider wutrde wir da etwas enttäuscht. Alle Lokale waren auf schnelle Gerichte und Cocktails ausgelegt. Da entschieden wir uns für ein typisches Stück Pizza New York Style.

Verzehrt wurde es direkt an der Straße. Von unserem Platz aus konnten wir die Revierstreitigkeiten der Homeless People beobachten. Die Pizza war jedoch empfehlenswert und stärkte uns, so dass wir weiter gehen konnten. Viel zu sehen gab es allerdings nicht. Die Architektur war interessant, aber bis auf zwei Geschäfte zog es uns in keines herein. Und die hochgepriesene Zigarrenfertigung konnte man auch nicht bewundern. Später erfuhren wir, dass sich in Ybor City wohl fast alles in den Abendstunden abspielt und nicht um die Zeit, zu der wir dort waren.

Bevor es zum Auto zurückging, gönnte sich Elli noch ein Eis in The Hyppo in Ybor.

Das wiederum war etwas besonderes, da es komplett aus natürlichen Zutaten zubereitet war und es die kuriosesten Geschmacksrichtungen gab. In Elli’s Fall war es glaube ich Blueberry Cinnamon.

Es ging dann wieder zurück nach Hause. Wir nutzten wieder den Adamo Drive, da er den zusätzlichen Vorteil hatte, dass wir die Autobahngebühren sparen konnten. Zurück am Haus fing es erstmals zu regnen an. Das sollte aber nicht lange so bleiben. Bereits zum Abendessen nahmen wir unsere Pizza wieder auf der Veranda zu uns.

Am nächsten Tag wollten wir alle zum Beach fahren. Bevor es jedoch los ging, machte ich auf der App den Checkin für den Rückflug. Alles klappte bestens, also konnte es loshgehen. Alle nötigen Utensielien, wie Schirme, Sonnenstühle und so weiter wurden in Phil’s Auto geladen.  Dann noch schnell ein paar Sandwichs gemacht, falls wir Hunger bekommen sollten und wir konnten abfahren. Es ging an den Lido Beach Key. Bereits bei unserer Ankuft am Parkplatz stellte ich fest, wie warm es wurde. Der Strand war dann einfach nur schön. Weißer Sand, grelle Sonne, tolles Wasser – alles nur schön. Wir relaxten wunderbar und genossen den Tag in Familie. Am frühen Ncahmittag bging es dann wieder zurück und wir hatten den Tag bis dahin ohne Sonnenbrand geschafft.

Es folgte der letzte Abend in Florida. Phil wollte uns noch einmal richtig verwöhnen und hatte einen Tisch in seinem Yacht-Club reserviert. Um 18.00 Uhr trafen wir zum Abendessen im St. Petersburg Yachting Club ein. Eine sehr gediegene Atmosphäre erwartete uns. Das Essen war sehr gut und der Service ausgezeichnet. Nach dem Essen wanderten wir noch etwas durch die Räume des Ýacht-Clubs und betrachteten die Trophäen. Dann ging es leider schon wieder nach Hause.

Der nächste Tag war der Rückflugtag. Wir hatten ihn gedanklich durchgeplant und hielten uns eigentlich auch an den Plan. Am späten Vormittag brachen wir in Richtung Ellenton auf. Nach wenigen Metern Fahrt wurden wir jedoch wieder gebremst. Eine Schildkröte überquerte in aller Gemütlichkeit die Straße.

In Ellenton stand dann ein Shopping Besuch des Premium Outlet auf dem Programm. Insgesamt verbrachten wir mehrere Stunden beim Bummel durch das Shopping-Center. Wir mussten aber feststellen, dass es wieder sehr warm wurde und wir kräftig ins Schwitzen gerieten.

Zum Mittag ging es dann an den Manatee-River. Wir hatten das Ufer auf der Anfahrt gesehen und wahrgenommen, dass es dort Lokale gab. Als wir dort anfuhren, mussten wir feststellen, dass überall Valet-Parking herrschte. Bei dem Pub Woody’s River Roo nutzten wir einen günstigen Moment um selbständig einen Parkplatz zu suchen. Der junge Mann vom Parkservice nahm uns dies nicht übel. Ganz anders war da das Service Personal im Pub. Als die mitbekamen, dass wir nur etwas trinken wollten, wurden sie fast frostig und wir wurden mit Nichtachtung gestraft. Uns egal. Wir hatten eine schöne Aussicht und gekühlte Getränke.

Nach dieser Erfrischung ging es über Nebenstraßen in Richtung Airport Area. Zunächst stand die Abgabe des Mietwagens auf dem Programm. Wir stellten uns in die Schalnge und schon stand eine Servicekraft an unserem Auto. Während ich noch die Koffer ausluid, bekam ich schon die Rückgabequittung in die Hand gedrückt und alles war erledigt. Wir machten uns dann noch etwas frisch und fuhren im Anschluss mit der Bahn zum Flughafengebäude. Wir suchen unseren Checkin-Bereich und warten dort auf das Öffnen des Counters. Während wir dort sitzen, bekommen wir mit, wie sich die ersten Warteschlangen bilden. Als dann der Counter besetzt wird, hat sich schon eine erklägliche Anzahl von Passagieren an dem Economy-Schalter angestellt. Wir werden gebeten doch auch den Schalter für Buisness-Class zu nutzen und sparen uns so das Anstehen.

Es folgt der Zeitvertreib bis zum Abflug in der Flughafenhalle. Zunächst Essen wir etwas. Danach bummeln wir durch die klimatisierten Räume. Letzlich steht für uns die TSA-Kontrolle an. Wieder Warteschlangen. Wieder haben wir Glück und finden eine Möglichkeit ohne Wartezeit. Nach erfolgreichem Sicherheitscheck, diesmal brauchen keine Schuhe ausgezogen oder Wasserflaschen abgegeben werden, warten wir am Gate F88 auf unseren Abflug. Dieser startet pünktlich um 20.20 Uhr in Richtung Zürich und trifft dort 15 Minuzten früher, nämlich um 11.15 Uhr, ein. Wir habe nun ausreichend Zeit, um unseren Anschlussflug zu bekommen. Für diesen startet das Boarding um 11.45 Uhr an Gate A 55. Von dort geht es mit dem Bus aufs Vorfeld, wo wir in den Flieger einsteigen können. Hier der erste Schock – 11 Grad Celcius – im Vergleich zu den Temperaturen beim Abflug, fühlen die sich verdammt kalt an.  Pünktlich landen wir dann auch in Hannover, wo uns Sönke bereits erwartet, um uns nach Hause zu fahren.

Zu Hause angekommen gönnten wir uns einen Tag Pause, bevor es mit dem Wohnmobil weiter nach Kroatien ging.

 

 

 

 

Resturlaub im Spreewald

Nachdem mein schmerzender Zahn der Geschichte angehörte, hatten wir noch ein paar Tage Urlaub, die wir natürlich nicht zu Hause verbringen wollten. Lust wieder nach Kroatien zu fahren, hatten wir aber auch nicht. Ein Blick auf die Deutschlandkarte brachte uns den Spreewald als Ziel nahe.

Morgens um 10.00 Uhr ging es los. Zunächst wurde noch kurz eingekauft, bevor es auf kürzestem Weg zur A 2 ging. Kurz vor Berlin dann das Eintauchen in die Mammutbaustelle. Nachdem wir diese hinter uns gelassen hatten, ging es ganz ruhig über die A 13 bis Vetschau weiter.

Von hier an folgten wir der Bundesstraße in Richtung Burg. Kurz vor dem Ort liegt der Kneipp- und Erlebniscampingplatz An den Spreewaldfließen. Dort angekommen bezogen wir einen der wenigen freien Stellplätze, die mit Strom versorgt wurden. Beim Einrichten versuchte ich gleich Satellitenempfang zu bekommen. War nicht ganz einfach mit den hohen Bäumen in der Sichtachse, hat dann aber Auf dem Stellplatz A53 doch geklappt.

Als alles erledigt war, ging es erst einmal mit dem Fahrrad nach Leipe. Dort gönnten wir uns einen kleinen Erholung im Spreewaldhof. Danach suchten wir uns eine gemütliche Fahrradstrecke nach Burg.

Da der Tag mittlerweile vorangeschritten war, beschlossen wir gleich einen Ort für unser Abendessen zu suchen. Im Hotel Bleske wurden wir fündig und mit einem guten Essen belohnt. Als es dann gegen 20.00 Uhr kühler wird, setzen wir uns auf unsere Fahrräder und radeln gesättigt zum Campingplatz zurück. Dort angekommen, bleibt uns leider nur der Aufenthalt im Wohnmobil.

Am folgenden Morgen kamen wir früh hoch. Das war auch gut so, da wir für 09.00 Uhr ein Kajak bestellt hatten. Es war das einzige Kajak, was der Campingplatz vermietete. Ansonsten vermieteten sie nur noch Kanadier. Für 20 Euro hatten wir es dem ganzen Tag zur Verfügung. Über den Südumfluter ging es in Richtung Westen bis schlussendlich nach Leipe. Hier war der bekannte Weg zur Gaststätte Spreewaldhof gesperrt. Auf der Umleitung, die sich uns nicht erschloss, fanden wir den Gasthof Zum Froschkönig. Wir nutzten die Gelegenheit und hielten Einkehr.

Nach einem guten Mittagessen ging es über den Leiper Graben und die Spree nach Burg. Hier machten wir noch eine Getränkepause im Fiedermannhof, bevor es in Richtung Campingplatz zurück ging. Hier trafen wir erschöpft gegen halb fünf ein. Es folgte eine Getränk und eine Dusche und zum Abschluss ein mittelmäßiges Abendessen in der Campingplatzgaststätte.

Der nächste Tag stand wieder im Zeichen einer Fahrradtour. Die erste Etappe führte uns über den Gurkenradweg nach Lübbenau. Dort angekommen erkennen wir erst einmal nichts wieder und müssen uns  orientieren. Am Spreewaldhafen gönnten wir uns dann bei einem Getränk eine kurze Pause.

Am Schloss vorbei ging es dann nach Wotschofska und von dort weiter nach Alt-Zauche. Wir folgten weiterhin dem Gurkenradweg, auch wenn uns die Streckenführung manchmal irritierte. In Alt-Zauche ging es dann zum Fährhafen. Hier gab es als Imbiss ein kühles Getränk und eine Plinse mit Zimt und Zucker.

Mittlerweile war es richtig heiß geworden und unser weiterer Weg führte uns am Nordumfluter entlang in Richtung Osten. Von dort aus folgten wir einer Streckenführung in Richtung Burg, die einem Singletrail glich. Kein ebener, breiter Weg und damit eine schöne Herausforderung.

Am Ende des Weges fand sich eine Hotelanlage, die in einem Obstgarten stand. Elli nutzte die Gelegenheit und griff sich einen Apfel.

Vom Bismarckturm ging es dann zurück zum Campingplatz. Hier angekommen gönnten wir uns ein Abschlussgetränk und verbrachten den Rest des Tages mit Relaxen in der Sonne. Da wir keine Lust auf eine Ortsveränderung mehr hatte, versuchten wir doch noch einmal die Gaststätte auf dem Campingplatz. Das Essen war okay, das Timing leider nicht. Vorspeise und Hauptgang werden zeitgleich serviert. Nach dem Essen kommt Wind auf und es beginnt leicht zu regnen.

Der Regen war für uns nicht weiter interessant, da wir bereits eingepackt hatten. Am nächsten Morgen ging es früh los. Um 09.30 Uhr fuhren wir ab. Wider Erwarten kamen wir gut durch die Baustellen bei Berlin durch und trafen am Nachmittag zu Hause ein.

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Kroatien zum Entspannen

Nach all dem Trubel um Krankheit, Umbau und Arbeit stand Entspannen als oberstes Ziel für diesen Urlaub auf dem Programm. Wir hatten ja so etwas bereits voraus gesehen und einige Campingplätze in Kroatien gebucht. In unsere Auswahl sind Campingplätze gekommen, die wir bereits kannten, um Überraschungen so gering wie möglich zu halten.

Der erste Platz war Camping Kovacine auf Cres. Danach sollte noch eine Woche in Baska auf Krk folgen.

Die Anfahrt war diesmal total streßfrei auf drei Tage ausgelegt. Der erste Tag auf unserer Fahrt in Richtung Süden starte um 08.00 Uhr und führte uns zunächst nach Herzogenaurach. Elli nutzte die Gelegenheit, um sich mit einem neuen Paar Schuhe einzudecken. Danach ging es über die A9 nach München. Auf der A99 und der folgenden A8 wurde dann ein Stau angezeigt, so dass wir abfuhren und die Landstraßen von Vaterstetten nach Rosenheim nutzten. Von dort ging es wieder auf die A8 bis Grabenstätt. Da wir wenig Lust auf Weiterfahren hatten, hatte Elli den Stellplatz Schmid in Stege bei Übersee rausgesucht. Bei unserer Ankunft gegen 18.00 Uhr war der Platz bereits gut gefüllt und nur ein Stellplatz in der Nähe der Versorgung war noch zu erhalten. Wir nahmen ihn und waren froh noch einige entspannte Stunden verbringen zu können.

Der nächste Tag startete früh. Nach einer Morgenwäsche machte ich einen Spaziergang und erkundete die Gegend. Es war viel Landschaft und wenig, was man verpassen konnte. Nach dem Frühstück ging es zurück auf die A8 und dann in Österreich auf die Tauernautobahn. Wir kamen überall gut durch und hatten um kurz nach 12.00 Uhr bereits Ljubljana passiert. Schnell beschlossen wir einen Abstecher in die Grotte von Postonja zu machen.

Nachdem wir geparkt und unsere Eintrittskarten gekauft hatten, mussten wir nur noch kurze Zeit auf den Start unserer geführten Tour warten. Die Besichtigung der Grotte war wieder einmal beeindruckend, aber auch wieder einmal zu kurz.

Bereits um 16.30 Uhr hatten wir die Grotte wieder verlassen und den kurzen Weg zum Campingplatz Pivka Jama zurückgelegt. Es folgte eine erfrischende Dusche und ein gutes Abendessen im Restaurant am Platz. Die interessanteste Info war jedoch, dass der Campingplatz über einen eigenen Nebeneingang zur Grotte verfügt und ebenfalls geführte Touren anbot. Einer der Guides war übrigens unser Guide vom Nachmittag.

Für den nächsten Tag war nur noch die Reststrecke nach Cres geplant. Nach unserer Abfahrt am Campingplatz fuhren wir noch einen Discounter in Postonje an, um unsere Vorräte für die nächste Woche zu ergänzen. Danach ging es über die Landstraße zur Grenze nach Kroatien. Ab hier nutzten wir wieder die Autobahn bis Rijeka und die Küstenstraße bis zum Fähranleger in Brestova. Wir trafen gegen 11.45 Uhr am Anleger ein und standen 750 Meter von der Mole entfernt. Unsere anfänglichen Bedenken, nicht auf die nächste Fähre zu gelangen, bewahrheiteten sich nicht.

Nach der Überfahrt folgten wir der S100 bis Cres und kamen gegen 14.00 Uhr an unserem Ziel, dem Campingplatz Kovacine, an. Mit unserer Reservierung hatte alles geklappt und wir konnten uns sofort auf Stellplatz 361 einrichten. Das nahm auch nicht viel Zeit in Anspruch, so dass wir kurze Zeit später bereits in der Adria schwimmen konnten.

Abends machen wir einen kurzen ersten Bummel nach Cres und zurück.

Das Abendessen nahmen wir auf dem Platz zu uns.

Die folgenden Tagen verbringen wir total relaxed auf dem Campingplatz. Zumeist bummeln wir am Morgen nach Cres, joggen eine Runde und verbringen die Zeit mit Sonnenbad und Schwimmen.

Eine Besonderheit war die Wanderung, die wir machten. Erstmals ging es den Weg außerhalb des Campingplatzes weiter in Richtung Norden. Nach einigen Kilometern wurde aus dem Weg ein Pfad, der sich im weiteren Verlauf steil in die Berge begab.

Oben angekommen waren wir gut gefordert worden und machten uns wieder an den Abstieg. Ein netter Trip mit schöner Aussicht.

Abends suchen wir uns dann immer eine Lokalität für das Abendessen aus. Hier wechseln wir zwischen Pizza im Luna Rossa, Fischplatte im Santa Lucca und anderen Lokalitäten. Highlight war dieses Jahr das Spanferkel in der Konoba Kumpanija. Wir mussten einem Platz reservieren, da es Spanferkel nur an ausgewählten Tagen gibt. Das Abendessen war wirklich sehr gut.

Gleichzeitig war es aber auch unser letztes Essen in Kroatien. Mich plagten bereits seit Tagen Zahnbeschwerden, die sich nun zu richtigen Zahnschmerzen auswuchsen. Da ich mit einer Behandlung in Kroatien aus verschiedensten Gründen unsicher war, beschlossen wir am nächsten Morgen abzufahren.

Bereits um 05.45 Uhr sind wir aufgestanden. Das meiste war bereits gepackt, so dass nach einem kurzen Frühstück der Weg zur Rezeption anstand. Vorher noch kurz entsorgt und bezahlt, dann ging es zur Fähre. Wir hatten zurück wieder die Strecke über Krk gewählt. Die Wartezeit an der Fähre gestaltete sich angenehm kurz und auch der restliche Weg verlief ohne weitere Zwischenfälle.

Bereits um 12.00 Uhr trafen wir am Karawankentunnel ein. Hier hatten wir allerdings erst einmal 45 Minuten lang einen Stau. Der nächste Stau erwartete uns dann beim Grenzübergang nach Deutschland. Als auch der hinter uns lag, ging es über B 20, B 299 und B 15n zur A93 und von dort auf dem schnellsten Weg nach Hause. Hier trafen wir dann um 23.45 Uhr ein.

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Auf nach Süditalien

Wieder einmal ging es mit dem Wohnmobil los. Dieses Frühjahr soll es Süditalien werden. Nachdem wir uns über unser Reiseziel informiert hatten, fanden wir Apulien und Kalabrien überaus interessant. Ein weiterer Vorteil – wir wollten unbedingt noch einmal nach San Marino. Das konnten wir gut in unsere Planungen einbauen, da es auf der Anfahrtstrecke ein ideales Etappenziel darstellte.

Das Wohnmobil stand vorbereitet vor der Tür, so dass es am Freitagmorgen nach dem letzten Arbeitstag gleich losgehen konnte. Wie gewohnt ging es die BAB 7 in Richtung Süden. Der Verkehr war uns gewogen und wir kamen gut durch. Am frühen Nachmittag erreichten wir Füssen und es ging über den Fernpass weiter. In Innsbruck füllten wir dann noch kurz unseren Tank, bevor es auf die letzte Etappe ging. Der Brenner war schnell passiert und kurze Zeit später waren wir bereits in Klausen, das wir uns als Tagesziel ausgesucht hatten.

Am Campingplatz Gamp angekommen mussten wir uns dann entscheiden, ob es der Campingbereich oder der Stellplatz, der mittlerweile unten im Ort eingerichtet war, werden sollte. Wir entschieden uns für den Campingplatz, da dieser über Sanitäreinrichtungen verfügte. Die Überraschung des Tages bot der Standplatz. Es war derselbe wie 2014. Damals war ein Fernsehempfang möglich gewesen. Da unser Mobil aber eine geringere Höhe als das Alte hat, reichte es diesmal dafür nicht. Machte aber auch nichts, da wir uns auch ohne Fernsehen beschäftigen konnten.

Ausblick auf dem Stellplatz in Klausen

Am nächsten Morgen ging es dann weiter in Richtung San Marino. Ohne große Probleme kamen wir dort am Nachmittag an. Am Zeitaufwendigsten war noch die Suche nach einem Supermarkt, um die Lebensmittel aufzufüllen, und die anschließende Anfahrt zum Campingplatz. Dort angekommen richteten wir uns ein und genossen das sonnige Wetter.

Sightseeing San Marino stand für den nächsten Tag auf dem Programm. Mit dem Shuttleservice des Campingplatzes ging es auf einem Parkplatz unterhalb der Altstadt. Den Zugang der Altstadt zu erreichen war ausgesprochen einfach – dazu nutzten wir die Fahrstühle. Danach ging es nur noch zu Fuß weiter. Dieses Jahr gingen wir erst einmal alle drei Türme ab.

Der zweite Turm

Es folgte eine Stärkung durch ein Mittagessen, das wir in einer Pizzeria am ersten Turm zu uns nahmen. Hier hatte man von der Terrasse aus einen wunderschönen Blick auf Rimini und die Adriaküste.

Pause mit Aussicht

Nach dem Essen ging es zum Shopping in die Altstadt. Schnell waren Sonnenbrillen und Handtaschen zu günstigen Preisen gefunden und gekauft. Danach folgte nur noch die Rückfahrt zum Campingplatz mit anschließender Entspannung in der Sonne.

Der nächste Tag war als Reisetag gedacht. Zunächst ging es über die Autostrada 14 in Richtung Süden. Während der Fahrt wählte Elli unser Etappenziel aus und fasste den Campingplatz Pineto Beach, circa 25 Kilometer nördlich von Pescara, ins Auge. In Santa Maria a Mare verließen wir die Autobahn, um zu tanken und den weiteren Weg über die Landstraße zu machen. Die SS16 führt allerdings fast durchgehend durch Ortschaften, so dass wir für die letzten knapp 70 Kilometer etwa eineinhalb Stunden brauchten.

Bei unserer Ankunft in Pineto folgten wir zunächst den Anweisungen des Navi, um zum Campingplatz zu gelangen. Als dieser uns jedoch auf eine nur  180 cm hohe Unterführung zusteuerte, die definitiv zu niedrig für uns war, suchten wir uns eine andere Streckenführung. Schnell fanden wir erste Hinweisschilder und standen kurze Zeit später am Campingplatz. Ein Stellplatz war ebenfalls schnell gefunden und wir konnten wieder die Sonne genießen. Elli nahm sogar ihr erstes Bad in der Adria – mir war es noch zu kühl.

Nach einer etwas unruhigen Nacht, Zugverkehr und Froschgequacke, geht es am nächsten Morgen weiter in Richtung Süden. Zunächst fahren wir noch einmal auf die Autobahn, um nicht durch Pescara zu müssen. In Vento Süd verlassen wir die Autobahn und fahren weiter über die SS16 Adriatica. Bereits kurz nach Mittag kommen wir in Peschici auf dem Gargano an. Wir folgen einfach einem Hinweisschild und gelangen so zum Campingplatz Bellariva. Die Rezeption ist unbesetzt und nach etwas Suche finden wir den Betreiber beim Werkeln auf dem Platz. Pino weist uns einen Stellplatz zu und wir stehen so in unmittelbarer Nähe zum Strand. Wir machen es uns auf dem Stellplatz gemütlich und genießen das sonnige Wetter.

Zum Abendessen geht es in das Restaurant am Strand. Hier ist alles sehr rustikal und fest in Familienhand. Wir genießen ein gutes Essen. Elli hat frischen gegrillten Tintenfisch und ich eine gute Pizza zu wirklich günstigen Preisen.

Der nächste Tag startete ganz gemütlich. Kurz vor der Mittagszeit machen wir uns auf Weg in die Altstadt von Peschici. Hierzu geht es erst einmal die Treppen hinauf, um zur Festung zu gelangen.

Von hier startet dann ein zweistündiger Bummel durch die Gassen, die geprägt von dem heutigen Feiertag sind. Kurz bevor die Umzüge beginnen, machen wir uns auf den Rückweg und verbringen den Rest des Tages auf dem Campingplatz.

Am nächsten Morgen ging es weiter. Wir folgten der Küste und wählten dazu die SS52. Man hat einen wunderschönen Blick auf die Küste des Gargano. Nach eineinhalb Stunden kamen wir in Vieste an und fanden schnell den Wohnmobilstellplatz. Von hier aus ging es direkt in Stadt zu einem Stadtbummel. Auch dieser Ort ist gekennzeichnet durch seine verwinkelten Gassen in der Altstadt, die auf einer Landzunge in der Adria liegt.

Bevor es zum Stellplatz zurückgeht, gönnen wir uns noch an einer kleinen Piazza ein Mittagessen – einen Salat für Elli und Nudeln mit Muscheln für mich.

Am Nachmittag wollten wir noch in einem nahen Supermarkt unsere Vorräte ergänzen. Als wir dort zur Öffnungszeit eintreffen, sind die Rolläden des Marktes unten und wir dachten schon, dass wir uns bei der Öffnungszeit vertan hätten. Mit uns trafen aber weitere Kunden ein und schnell stellten wir fest, dass der Markt öffnen wollte, es aber nicht konnte, da der Rolladen klemmte. Mit etwas Gewalt gelang es den Mitarbeitern dann aber doch das Öffnen, so dass unserem Einkauf nichts mehr im Wege stand.

Elli startete den heutigen Tag erst einmal mit einer Joggingrunde am Strand und bringt auf diesem Weg gleich die Brötchen für das Frühstück mit. Nach dem Frühstück geht es gleich wieder weiter. Über die SS53 folgen wir der Küstenlinie. Die Strecke ist eng und gewunden. Hierdurch hat man genug Zeit, sich die tolle Landschaft der Garganoküste anzuschauen.

Wir stellen aber fest, dass eine Fahrt entgegen dem Uhrzeigersinn, also von Süden nach Norden, mehr Sinn macht, da auf dieser Seite die Parkplätze zum Halten sind, was uns leider größtenteils verwehrt wurde.

Ab Manfredonia fuhren wir dann die SP141 die Küste entlang. Was wir nicht eingeplant hatten, war, dass die gesamte Strecke auf 50 km/h begrenzt ist. Der Grund hierfür erschließt sich uns nicht. Das geht aber nicht nur uns so, sondern auch den Italienern. Die machen es uns dann vor und missachten die Geschwindigkeitsbegrenzung in Gänze. Highlight der Anfahrt zum Castel del Monte war die Fahrt durch Andria, die der Navi für uns vorgesehen hatte. Da seine Anweisungen immer konfuser wurden, folgten wir lieber den Hinweisschildern, was uns aber nicht den dichten Verkehr und die engen Einbahnstraßen ersparte.

Gegen Mittag kamen wir am Castel del Monte an. Die Parkmöglichkeiten waren großzügig, kosteten aber stolze 7 €.

Nach einem kurzen Fußmarsch standen wir vor dem imposanten Castel mit seinem achteckigen Grundriß. Der Eintritt kostete uns noch einmal 7 €, was wir uns aber nicht entgehen ließen.

Um 14.00 Uhr machen wir uns an die Weiterfahrt. Elli hat einen Campingplatz in Giovinazzo gefunden, der tatsächlich geöffnet hatte. Der Weg dahin führte uns über Landstraßen, die immer enger wurden bis hin zu Feldwegen durch Olivenhaine, die lediglich die Breite unseres Wohnmobils hatten.

Fahrt durch Olivenhaine

Kurz nach 15.00 Uhr treffen wir am Campingplatz La Baia ein und werden freundlich begrüßt. Hier erfahren wir auch, dass wir die ersten Gäste der Saison sind, da der Campingplatz erst am heutigen Tag geöffnet hatte. Wir suchen uns einen Stellplatz und richten uns ein, als auch schon weitere Gäste eintreffen. Am späten Nachmittag geht es dann die Strandpromenade entlang zu einem Stadtbummel in den Ort.

Unser Abendessen nehmen wir vor dem Heimweg im Restaurant am Hafen zu uns. Der Kellner ist sehr freundlich und gibt sich viel Mühe mit uns. Wir folgen seiner Empfehlung und nehmen eine Auswahl an Antipasti, bevor wir den Hauptgang wählen. Als er dann aufträgt, sind wir zunächst etwas erschrocken. Er serviert uns sechs verschiedene Vorspeisen – Krebsfleisch, Scampi, Schinken, Tomate und Mozarella, überbackenen Käse, Salami – jedes für sich hätte schon ausgereicht. Zum Abschluss gab es noch eine große Schale mit frischen Muscheln. Als wir damit fertig waren, hatten wir eigentlich schon genug, gönnten uns aber noch Nudeln als nächsten Gang, obwohl der Kellner uns Fisch empfahl und uns den frischen Fisch auch am Tisch zeigte. Zum Ende gab es dann eine Portion Tiramisu, einen Limoncello und einen Café für Elli. Wir waren auf die Rechnung gespannt, dann aber auch angenehm überrascht, als wir für dieses Menü einen wirklich günstigen Preis zahlen sollten.

Zurück am Campingplatz überraschte uns dann der Betreiber Fabio noch, indem er uns Fahrkarten für den Bus nach Bari aushändigte. Wir hatten ihn danach gefragt, bevor wir in den Ort aufgebrochen waren, und er konnt die Frage nicht beantworten. Während unserer Abwesenheit war er dann in den Ort gefahren und hatte die nötigen Informationen erfragt und gleich Fahrkarten für uns gekauft.

Mit diesen ausgestattet ging es am nächsten Morgen auf den kurzen Fußweg zur Bushaltestelle. Nach unserem Studium des Fahrplans sollte der Bus um 10.15 Uhr kommen – tat er aber nicht. Wir wollten uns die Zeit bis zum nächsten Abfahrtermin mit einem kurzen Bummel vertreiben. Da aber nichts Sehenswertes im Umfeld war, gingen wir nach kurzer Zeit wieder in Richtung Bushaltestelle. Gerade rechtzeitig, da der Bus genau in diesem Moment vorfuhr. Vor uns lag eine etwa halbstündige Fahrt mit einem Busfahrer, der meinte einen Rennwagen zu fahren. Geschwindigkeitsbegrenzungen hatten für ihn keine Gültigkeit und Schlaglöcher auf der Strecke zu finden war seine Berufung.

In Bari angekommen, entließ uns der Fahrer direkt am Zugang zur Altstadt. Wir machten uns gleich auf den Weg und besichtigten die Altstadt, die wir als sehr schön empfanden. Besonders interessant fanden wir, dass die Altstadt vom Leben ihrer Bewohner immer noch geprägt war und nicht die touristische Sterilität, wie andere Städte aufwies.

Nachdem wir in mehreren Stunden versucht hatten, jede Gasse in der Altstadt abzugehen, machten wir uns auf die Suche nach einer Lokalität für das Mittagessen. Fündig wurden wir an der Piazza del Ferrarese in einem Lokal, wo wir von einer deutsch sprechenden Bedienung in Empfang genommen wurden. Wir folgten ihrer Menüempfehlung und erhielten ein sehr gutes Essen. Leider auch zu einem sehr ‚guten‘ Preis.

Es folgte dann noch ein Bummel über einen Bauernmarkt, auf dem verschiedenste Produkte der Region angeboten wurden und ein Gang durch die Fußgängerzone. Danach entspannten wir uns noch bei einem Cappuccino, bevor es zur Bushaltestelle zurückging. Der Bus war natürlich wieder nicht pünktlich und der Busfahrer war dann auch noch das genaue Gegenteil zum vorherigen Fahrer. Er hatte augenscheinlich alle Zeit der Welt und fuhr sehr gemütlich. Aber er war auch sehr aufmerksam. Beim Einsteigen hatte ich erfragt, ob der Bus nach Giovinazzo fahren würde. Als wir nun im Zentrum von Giovinazzo ankamen, winkte er mich zu sich und fragte nach, ob wir nicht aussteigen wollten. Da wir aber noch zwei Haltestellen bis zum Campingplatz vor uns hatten, erklärte ich ihm dies.

Zurück am Campingplatz stellten wir fest, dass dieser sich wirklich ansehnlich gefüllt hatte. Wir hatten auch einen direkten Nachbarn bekommen, einen wirklichen Kuschelcamper. So nennen wir andere Camper, die mit aller Gewalt in die Nähe anderer Mobile kommen wollen. Die Stellplätze reichten in ihrer Länge für drei Wohnmobile aus und man konnte sich eigentlich herrlich versetzt aufstellen, so dass jeder sein bisschen Privatsphäre hätte. Dieser stellte sich aber direkt auf unsere Höhe, so dass er aus jedem seiner Fenster verfolgen konnnte, was bei uns geschah. Uns war es aber egal, da wir ja am nächsten Tag eh weiterfahren wollten.

Bereits um 09.00 Uhr kamen wir los und nutzten in Bari noch die Möglichkeit unsere Vorräte zu ergänzen. Danach ging es direkt zur Grotte die Castellana. Die Anfahrt war gemütlich und kein Verkehr weit und breit in Sicht. Dies lag aber wohl eher an der von uns gewählten Strecke, wie wir kurze Zeit später feststellten. An der Grotte angekommen waren alle Parkplätze voll und das Servicepersonal wies uns ab. Wir kurvten etwas durch den Ort, bis wir in der Nähe einen adäquaten Ausweichparkplatz fanden. Nach einem kurzen Fußmarsch standen wir auch schon am Eingangsbereich der Grotte und waren über die Menschemassen, die hier Einlass begehrten erschrocken. Schnell überschlugen wir, wie viel Zeit das Anstehen in Anspruch nehmen würde und beschlossen die Besichtigung der Grotte auszulassen. Statt dessen ging es zum Wohnmobil zurück und wir setzten unsere Fahrt in Richtung Alberobello fort.

Elli hatte Camping dei Trulli zur Übernachtung herausgesucht. Wir bezogen denn Stellplatz A 5 und machten es uns erst einmal in der Sonne gemütlich. Elli wollte eigentlich die Zeit nutzen, um Wäsche zu waschen. Dies misslang jedoch, da der Betreiber sich hingelegt hatte und die Waschmaschine nur von seinem Büro aus angeschaltet werden konnte. Gleiches galt für die Fahrräder, die er uns angeboten hatte, um in den Ortskern von Alberobello zu gelangen. Auch diese waren weggeschlossen und keiner hatte Zugriff darauf. Wir mussten also warten und dachten überAlternativen nach. Als dann die Rezeption wieder besetzt war und wir nach einem Taxi fragten, wurde uns der Shuttleservice des Campingplatzes angeboten. Für einen Euro pro Person ging es für uns direkt in den Ort. Schnell war mit dem Fahrer eine Abholzeit vereinbart und wir machten uns an die Besichtigung.

Alberobello ist bekannt für seine Trullis – Rundhäuser mit Steindächern.

Die Trullis sind in drei wesentlichen Bereichen vorzufinden. Dem urbanen Bereich, in dem wir abgesetzt wurden, in dem die Trullis noch in ihrem ursprünglichen Sinne genutzt werden. Dann einem historischen Teil und einem kommerziellen / touristischen Bereich, den wir zunächst aufsuchten.

Insgesamt stehen hier in mehreren Straßenzügen etwa 4000 dieser Häuser. Nachdem wir alle Straßen abgegangen hatten, machten wir vor dem Besuch des historischen Teils, in dem noch einmal etwa 2000 Trulli stehen, eine kurze Pause und betrachten die Menschenmassen, die hier unterwegs waren.

Im historischen Teil war es dann schon wesentlich ruhiger. Lediglich die Aufnahme zu einem Musikvideo, die sich durch die Gassen bewegte, sorgte für etwas Belebung. Wir machten uns dann auf die Suche nach einem Restaurant für das Abendessen und wurden in der Pizzeria Ponzo Contino fündig. Hier konnten wir auf der Aussenterrasse mit einem wunderbaren Blick über die Trullis sitzen und unsere wirklich gute Pizza genießen.

Nach dem Essen bummelten wir noch etwas durch das nächtliche Alberobello, bevor die Zeit der Abholung gekommen war.

Am nächsten Morgen waren wir früh wach, konnten aber noch keine Brötchen erhalten, so dass wir uns bereits auf die Abfahrt vorbereiten konnten. Nach dem Frühstück unter freiem Himmel ging es dann los. Über idyllische Nebenstraßen ging es nach Fasano und von hier über die SS16 nach Lecce.

Gegen 11.00 Uhr treffen wir in Lecce ein und machen uns auf die Suche nach einem Parkplatz. Dies gestaltete sich schwierig, da für unser Mobil keine adäquate Abstellfläche vorhanden war. Statt dessen quälten wir uns eine Viertelstunde durch den Verkehr der Innenstadt, bevor wir an der Viale Torre del Parco einen innenstadtnahen Parkplatz fanden. Von hier aus ging es zu einer zweistündigen Besichtigung der Barockstadt Lecce. Es war mittlerweile sehr warm geworden und so war der Gang durch die schattigen Gassen der Altstadt sehr angenehm.

Zurück am Wohnmobil machten wir uns auf den Weg nach Santa Maria di Leuca. Nach einer kurzen Orientierungsrunde durch den Ort kamen wir am Camping Village Santa Maria di Leuca an. Wir konnten den Stellplatz frei wählen und hatten uns auch schnell eingerichtet. Zu unserer Überraschung war auf diesem Campingplatz bereits der Poolbereich geöffnet, so dass wir erst einmal ins kühle Nass sprangen. Erst danach schauten wir uns die Hinweisschilder für den Pool an und stellten fest, dass eigentlich Badekappenpflicht herrschte. Rücksprache mit der Rezeption ergab dann aber, dass dieses nur für die Hauptsaison gültig war.

Nach dem Relaxen am Pool wollten wir in dem campingplatzeigenen Restaurant das Abendessen zu uns nehmen. Der Empfang war herzlich und die Köchin kam persönlich an unseren Tisch, um die Bestellung aufzunehmen. Elli entschied sich für Tintenfisch. Anlässlich unserer bisherigen Erfahrungen eigentlich eine gute Wahl. Hier allerdings nicht. Die erste Portion, die kam, war wie Gummi. Die Reklamation wurde entgegen genommen, aber gleichzeitig verschwand auch die Freundlichkeit. Die zweite Portion war dann etwas besser, so dass wir unser Essen zu Ende bringen konnten.

Da es am nächsten Morgen, einem Feiertag, die Brötchen erst später gab, ließen wir uns mit dem Frühstück Zeit. Danach nutzten wir das Angebot des Shuttlebusses, um nach Santa Maria die Leuca zu gelangen. Wir wurden direkt am Leuchttturm Il Faro abgesetzt und machten uns von dort aus auf, den Ort zu erkunden.

Leuchtturm Il Faro

Zunächst stand eine Besichtigung des Sanktuariums an. Dann ging es an den Kaskaden entlang auf Meeresniveau und die Strandpromenande weiter entlang.

Santa Maria di Leuca

Als die Mittagszeit gekommen war, suchten wir uns eine kleine Pizzeria aus. Beim Blick in die Speisekarte verwunderte uns der Preis für eine Pizza, der wesentlich höher als üblich lag. Da wir aber eh eine andere Speiseauswahl getroffen hatten, war das erst einmal sekundär. Als dann der Nachbartisch seine Pizza bekam, sahen wir der Grund. Es handelte sich um eine Familienpizza mit einem Durchmesser von weit über 50 cm. Die hätten wir sowieso nicht geschafft.

Nach dem Essen überlegten wir, ob wir noch eine Bootstour zu den Grotten machen sollten. Schnell waren Preise ausgehandelt und wir wurden von der Info-Bude zum Bootsanleger geschickt, wo Giorgio auf uns warten sollte. Als wir uns dem vermeintlichen Treffpunkt näherten, machte Giorgio schon lautstark auf sich aufmerksam. Giorgio sprach etwas deutsch und erklärte uns die Bootstour. Er selbst fuhr jedoch nicht mit, so dass nur der Bootsführer übrig blieb, der aber lediglich italienisch sprach.

Als sich die Personenzahl für das Boot auf 8 Reisende erhöht hatte, ging es los. Zu unserem Glück, stellte die Sprache kein Problem dar. Einerseits verstand man doch mehr als man dachte. Zudem war eine Touristin im Boot, die sich mit ihren Italienischkenntnissen als Dolmetscherin versuchte. Die Bootstour die Küste entlang war wirklich sehesnwert.

Die Grotten waren zwar nicht sonderlich tief, wurden jedoch bis zum Ende durch den Bootsführer befahren.

Nach knapp zwei Stunden legten wir wieder im Hafen an und waren froh, die Tour gemacht zu haben.

Jetzt ging es noch kurz einkaufen und dann wurde telefonisch unser Shuttleservice bestellt.

Zurück am Campingplatz ging es erst einmal in den Pool. Zum Abendessen wollten wir dem Restaurant noch eine Chance geben. Leider hat es diese nicht genutzt. Die bestellte Pizza wurde von einer Pizzeria aus dem Ort geholt und war dann auch noch entsprechend abgekühlt. Zur Hauptsaison soll wohl alles besser sein – hilft uns aber auch nicht.

Am nächsten Morgen kamen die Brötchen etwas früher und während Elli nach dem Frühstück den Campingplatz bezahlte, übernahm ich eben noch kurz die Entsorgung. Danach ging es in Richtung Gallipoli, das wir gegen 10.00 Uhr erreichten. Wir versuchten einen Parkplatz möglichst in der Nähe der Altstadt zu finden, wurden aber schnell ausgebremst, da die entsprechende Straße für uns gesperrt war. So etwas war uns bisher in Italien auch noch nicht passiert. Zu unserem Glück fanden wir, nachdem wir gewendet hatten, an der Straße einen günstigen Parkplatz und machten uns dann auf den Weg Richtung Altstadt. Über den Corso Roma ging es zur Ponte Cittavecchia und von dort am Kastell vorbei in die Altstadt. Wir bummelten den Vormittag durch die engen Gassen und machten uns dann auf den Rückweg zum Wohnmobil.

Blick auf die Altstadt von Gallipoli

Tagesziel war die Gegend von Marina di Ginosa, wo wir uns einen Campingplatz suchen wollten. Da die Etappe nicht so lang war, beschlossen wir uns eine Küstenstraße zu suchen, die wir bis Tarent fahren konnten. Einfach war das nicht, da die Ausschilderungen für uns nicht immer schlüssig waren. Wenn wir dann eine Strecke gefunden hatten, passierte es häufig, dass diese auf Grund von Bauarbeiten im weiteren Verlauf gesperrt war und wir auf unsere ursprüngliche Strecke zurück geführt wurden. Wir schafften es aber immer wieder uns durchzusetzen und genossen so einige wirklich tolle Strände an dieser Küste.

Ab Tarent ging es dann wieder über die Schnellstraße. Als Ziel hatte Elli uns das Camping Internazionale in Metaponto herausgesucht. Bei unserer Ankunft hatte die Rezeption noch geschlossen und wir konnten uns den Campingplatz in Ruhe anschauen. Interessant war schon einmal die bunte Bemalung der Hütten auf dem Platz. Es sah alles sehr gepflegt aus und lud zum Übernachten ein. Die Stellplätze für Camper waren übersichtlich. Das meiste waren diese bunten Hütten.

Nachdem wir uns eingerichtet und einen kurzen Spaziergang zum Strand hinter uns gebracht hatten, wollten wir im beginnenden Regen ein Glas Wein trinken. Leider hatten wir keinen Korkenzieher eingepackt, so dass wir uns einen von den slowenischen Platznachbarn liehen. Als dann gegen Abend der Wind auch noch zunimmt, ziehen wir uns ins Mobil zurück.

In der folgenden Nacht regnet es immer mal wieder. Auch am nächsten Morgen ist das Wetter nicht besonders toll. Es ist merklich kühler geworden und hatte sich zugezogen. Uns war das erst einmal egal, da wir nach dem Frühstück aufbrachen. Zunächst stand die Besichtigung der archäologischen Stätte von Metaponto auf dem Programm. Das Museum war schnell gefunden und der leere Parkplatz sprach für keinen großen Andrang. So war es dann auch. Die Besucherzahl war ausgesprochen übersichtlich, so dass man im Museum ausreichend Platz fand.

Nach dem Rundgang durch das Museum wollten wir uns noch die antiken Tempelanlagen anschauen. Hier wurden wir jedoch enttäuscht. Die Fläche war für den Besucher gesperrt und auf Grund des Wetters noch abgehängt.

Für uns ging es also weiter nach Süden. Wir folgten der SS 106 (E 90) in Richtung Crotone. Das Wetter will einfach nicht besser werden. Trotzdem genießen wir die Fahrt die Küste entlang, die sich aber doch ganz schön zieht. Kurz vor Crotone planen wir dann die weitere Tour. Es geht nicht weiter die Küste entlang, da sich dort keine Campingplätze finden, sondern über das Gebirge an die Westküste Italiens. Ziel wurde Tropea. Bis Pizzo ging es über die Autostrada. Danach folgte eine abenteuerliche Fahrt über die Landstraße 522 bis Tropea. Unser Campingplatz Marina dell‘ Isola lag unterhalb der Altstadt direkt am Strand. Bei unserer Ankunft war es noch am Regnen, so dass wir uns beim Einrichten auf das Nötigste, nämlich den Strom, beschränkten.

Am späten Nachmittag hörte der Regen auf und wir machten uns an den Aufstieg in die Altstadt von Tropea.

Tropea

Es folgte eine  kleine Stadtbesichtigung, die mit einem guten Abendessen im Restaurant Antica Grotta beendet wurde. Nach dem Abendessen teilten wir uns noch ein Tartufo-Eis, für das die Region bekannt ist. Beim abschließenden Bummel erlebten wir dann noch eine Besonderheit. Mitten auf der Piazza fand ein professionelles Fotoshooting statt, von dem auch wir natürlich angelockt wurden.

Fotoshooting in Tropea

Danach machten wir uns dann auf den Rückweg zum Campingplatz. Als wir dort eintrafen, fing es gerade wieder an zu regnen.

Am nächsten Morgen war es trocken, aber leider auch kühl und bedeckt. Für uns stand eh die Fahrt Richtung Norden an. Zunächst sollte es dazu über die Autobahn gehen. Die Fahrt zur Autobahnauffahrt hätte zielgerichteter sein können, war dafür aber landschaftlich wirklich schön. Bevor es dann wirklich nach Norden gehen sollte, wollten wir noch an die Straße von Messina fahren. An der Autobahnauffahrt ging es dann auch erst einmal nach Süden. An der Abfahrt Scilla fuhren wir ab und machten in dem Ort, direkt unterhalb des Castello Ruffo, einen Stop.

Scilla

Von hier hatte man einen wunderschönen Ausblick auf der nördlichen Teil der Straße von Messina.

An der Straße von Messina

Danach ging es wieder auf die Autobahn. In Francavilla verließen wir die Autobahn und fuhren über die SS 18 weiter. Diese Straße führte uns die meiste Zeit direkt an der Küste entlang und ließ einen wunderschönen Blick auf die Strände zu. Kurz vor Diamante legten wir dann einen Stop ein, um einen Abstecher zum Strand zu machen. Das Wetter war zwar nicht zum Baden geeignet, doch ein paar Fotos konnte man schon machen.

Danach ging es weiter in Richtung Praia a Mare. Hier hatte Elli den Campingplatz International Camping Village herausgesucht. Es war einer der wenigen Campingplätze, die bereits geöffnet hatten. Bereits die Anfahrt nach Praia a Mare war interessant. Es handelte sich um eine enge und steile Serpentinenstrecke. Im Ortskern dann ein ausgeklügeltes System an Einbahnstraßen. Wir vertrauten dem Navi und wurden wieder einmal enttäuscht. An der vermeintlichen Zieladresse befand sich kein Campingplatz. Wir mussten uns also wieder einmal selbst helfen, wurden aber schnell fündig.

Der Stellplatz wurde uns zugewiesen. Die Wege auf dem Campingplatz selbst waren schmal angelegt, so dass so mancher Ast an unserer Karosserie kratze, als wir dem Platzeinweiser folgtem. Nach der Einrichtung, die sich auf ein Minumum beschränkte, ging es für Elli erst einmal joggen. Danach machten wir es am Platz bequem. Vor dem Abendessen machten wir noch einen Bummel am Strand entlang.

Das Abendessen gab es dann im Restaurant auf dem Campingplatz, da wir keine große Lust mehr hatten, noch große Wege zurückzulegen.

Es gab ein wirklich gutes Abendessen mit einer sehr freundlichen Bedienung, bei der jeder versucht hat, sich in der Sprache des anderen zu verständigen. Wirklich sehr kurzweilig. Am Ende wurde es leider aber recht kühl, so dass wir uns auf den Weg in unser Mobil machten.

Am nächsten Morgen ging es recht früh los. Nach dem Frühstück nutzten wir noch eine Tankstelle in Praia a Mare, um unseren Tank aufzufüllen. Danach ging es über die Küstenstraße in Richtung Norden. Es war eine wunderschöne Sperpentinenstrecke mit einer tollen Aussicht.

Sie war so schmal, dass man einen einigen Engstellen Haltebuchten zum Begegnen hatte oder in einem Ort eine Ampelschaltung, damit man den Ort durchfahren konnte.  So ging es bis Sapri. Ab hier wurden die Straßen wieder entwas breiter und wirkamen zügiger voran. Ab Policastro folgte dann die Fahrt durch den Parco Nazionale del Cilento. Auch eine landschaftlich wirklich schöne Strecke, die allerdings durch einige Regenschauer getrübt wurde. Über Agropoli ging es dann nach Paestum, unserem Tagesziel.

Paestum hatten wir auf Grund seiner antiken Stätten ausgesucht. Mit unserer Ankunft im Ort, orientierten wir uns auch erst einmal in diese Richtung. Als wir jedoch die horenden Parkpreise sahen, beschlossen wir zunächst den Campingplatz Villaggio dei Pini  anzufahren und uns dann Gedankken über eine Besichtigung zu machen. Gesagt, getan. Kurze Zeit später standen wir an der Rezeption des Campingplatzes und wir konnten uns einen Stellplatz frei wählen. Schnell wurde klar, dass auch hier de Wege sehr schnal wraen, so dass nicht jeder Stellplatz in Frage kam. Wir wurden letztlich fündig und parkten bequem ein. Schnell richteten wir das Nötigste ein und machten uns auf den halbstündigen Fußmarsch in Richtung antike Stätten.

Antike Stätten von Paestum

Der Eintritt war schnell erledigt. Warteschlangen gab es nicht und auch in der Anlage hatte man das Gefühl ungestört zu sein. Wir besichtigten die Anlage zwei Stunden lang und waren erfreut über die vielen Zugangsmöglichkeiten.

Als es leicht zu regnen anfing, beschlossen wir unsere Besichtigung zu beenden, um noch trocken zum Wohnmobil zu kommen. Dies gelang uns. Zurück am Campingplatz folgte erst einmal ein Kaffee und danach relaxen am Mobil und am Strand. Das Abendessen gönnten wir uns in dem Restaurant auf dem Campingplatz. Elli gönnte sich Schwertfisch, der wirklich gut war.

Für den nächsten Tag stand die Etappe nach Rom auf dem Programm. Den ersten Teil der Strecke legten wir auf Landstraßen zurück. In der durch Landwirtschaft geprägten Gegend machten wir noch eine Kaffeepause bevor es dann bei Salerno auf die Autobahn ging. Diesmal ging es auf der Ostseite am Vesuv vorbei, so dass uns auch die Fahrtstrecke durch Neapel erspart blieb. Es folgte eine ereignisarme Fahrt nach Rom, wo wir gegen halb drei am Camping Village Roma eintrafen. Schnell war ein adäquater Stellplatz gefunden und wir gönnten uns den Nachmittag bei Sonnenschein. Die freie Zeit nutzen wir außerdem um mit der App von GetYourGuide einen Eintritt für die Vatikanischen Museen zu erwerben.

Am folgenden Morgen ging es früh los. Schnell war die Fahrtkarte erstanden und wir standen an der nahen Bushaltestelle und erwarteten den Bus Linie 247, den wir für unsere Fahrt ins Zentrum ausgewählt hatten. Wie bereits bei den Besuchen zuvor kamen wir an der Metrohaltestelle Cipro an und entschieden uns gleich für den Gang zum Vatikan. Als wir am Zugang zu den Vatikanischen Museen vorbeikommen, treffen wir dort auf die üblichen Warteschlangen, die uns aber nicht interessieren. Es geht direkt zum Petersplatz.

Auf dem Petersplatz

Hier stellen wir uns gleich für den Besuch des Petersdoms anstellen und sind nach etwa einer halben Stunde an den Sicherheitsschleusen. Danach folgt eine längere Besichtigung des Petersdoms.

Dieser ist immer wieder imposant und man sieht jedes Mal neue interessante Details.

Nach etwa zwei Stunden haben wir genug besichtigt und machen uns auf den Weg durch die Stadt.

Zunächst geht es über der Tiber und dann über kleinere Gassen zur Piazza Navona. Nach einer kurzen Pause auf der Piazza bestaunen wir die Preise in den Lokalen und machen uns auf den weiteren Weg. Nächstes Ziel ist die Area Sacra Pigna mit dem Largo die Torre Argentina, einem relativ unbeachteten Platz mitten im Zentrum von Rom. Leider kann man nur von oben auf die antiken Stätten schauen.

Von hier aus ging es dann durch Seitengassen zum Pantheon.

Nach der Besichigung ging es wieder zur Piazza Navona und am Tiberufer entlang in Richtung Vatíkanische Museen. Ab 15.00 Uhr konnten wir uns für unsere Tour anmelden und wurden relativ pünktlich durch unseren Guide zum Eingang geführt. Alles ging wirklich problemlos und wir werden kurze Zeit später in der Eingangshalle verabschiedet und können die Museen auf eigenen Wegen erkunden.

Schnell stellen wir fest, dass die Orientierung nicht einfach ist und die Museen riesig sind, um sie in den verbleibenden drei Stunden zu besichtigen. Also entschließen wir uns den direkten Weg in Richtung Sixtinische Kapelle einzuschlagen. Direkt heißt in diesem Fall, dass wir uns in die Schlange einreihen und bei jeder Gelegenheit versuchen ein paar Meter gut zu machen.

Trotzdem versuchen wir die imposanten Museen in uns aufzunehmen und zu genießen.

Nach eineinhalb Stunden haben wir es geschafft und die Sixtinische Kapelle erreicht. Bei unserem Eintritt die erste Überraschung. Sofort werden wir durch Bedienstete weitergebeten. Bloß nicht stehen bleiben. Und vor allen Dingen keine Fotos und leise sein. Wir schaffen es einen der raren Sitzplätze zu ergattern und können so die Sixtinische Kapelle auf uns wirken lassen.

Nach etwa einer halben Stunde – mittlerweile steht die Schließung unmittelbar bevor – machen wir uns auf den Weg zum Ausgang. Dieser ist etwas kürzer und führt an den Vatikanischen Archiven vorbei. Zum Ausgang geht es über eine Treppe, die den Höhenunterschied verdeutlicht, den man in den Museen erreicht hat.

Die Treppe zum Ausgang

Vom Ausgang ist es ur ein kurzer Weg zur Metrostation und schnell sind wir an der Bushaltestelle. Dies ist auch gut so, da es mittlerweile anfing zu regnen. Als der Bus kommt, folgt eine kurze Etappe in dem Bus. Nach einigen Haltestellen müssen wir den Bus verlassen, da der Bus keinen Kraftstoff mehr hat. So warten wir halt auf den nächsten. Während er Wartezeit kommen wir mit einem kanadischen Pärchen ins Gespräch. Durch die Aktion mit dem Buswechseln dauert die Rückfahrt unverhältnismäßig lange und zurück am Campingplatz gilt es gleich erst einmal unseren Hunger zu stillen. Das erledigen wir in der Pizzeria auf dem Campingplatz, die sogar recht ansprechend ist.

Auch am folgenden Tag geht es wieder mit dem Bus Linie 247 in die Stadt. Auf dem anschließenden Fußmarsch zum Vatikan müssen wir wieder die Ticketwerber abwerben, die sich förmlich auf uns stürzen. Als wir am Vatikan ankommen, erfragen wir uns den Weg zum Eingang des Campo Santo Teutonico, des deutschen Friedhofs im Vatikan. Dieser ist für Deutschssprachige zugänglich und wir werden auf durch die Schweizer Garde eingelassen und können den Friedhof besichtigen.

Eingang zum Campo Santo Teutonico

Nach dieser Besichtigung geht es in den Satdtteil Trastesvere. Diesen hatten wir erst einmal flüchtig begangen und ließen uns nun mehr Zeit zur Besichtigung. Danach ging es zur Tiberinsel.

Nachdem wir auf diesem Weg den Tiber überquert hatten, machten wir uns auf den Weg zum Bocca della Verita. Hier angekommen erwartete uns wieder eine Warteschlange. Während Elli sich vorsorglich anstellte, schaute ich mich um und fand eine Stelle mit einem schönen Blick auf die Sehenswürdigkeit.

Bocca della Verita

Auch Elli reichte dies, so dass wir uns das anstellen ersparten. Die Nähe zum Circus Maximus gab unseren weiteren Weg vor.

Es folgte der Weg zum Kolosseum und dem Triumpfbogen mit den üblichen Fotostops.

Danach suchten wir uns ein Lokal für ein Mittagsessen und wurden mit dem Iari the Vino fündig. Hier genossen ein wirklich gutes und günstiges Mittagsmenü.

So gestärkt ging es dann zur Piazza Venezia und über den Corso in Richtung Trevi-Brunnen.

Am Trevi-Brunnen

Es folgte dann die übliche Besichtungungsroute über die Spanische Treppe, den Corso zur Piazza del Popolo. Hier fing es wieder an zu regnen und wir suchten uns ein kleines Café, um den Regen abzuwarten. Es ging dann mit der Metro bis zur Haltestelle Cipro und dann mit dem Bus zurück zum Campingplatz. Diesmal fuhr er auch durch.

Als wir um halb fünf am Campingplatz ankommen, können wir noch kurz einkaufen. Danach müssen wir allerdings im Regen zurück zum Wohnmobil. Gegen 18.00 Uhr machen wir uns auf den Weg zum Steakhaus Old Wild West, das auf der anderen Straßenseite liegt. Das Essen dort ist wirklich gut und reichhaltig und mit dem Restaurant auf dem Campingplatz gar nicht zu vergleichen. Als wir gegessen hatten, hat es auch zu regnen aufgehört, so dass wir unseren Heimweg trocken absolvieren konnten.

Damit war unser Aufenthalt in Rom auch schon wieder am Ende. Am nächsten Morgen ging es über die Autobahn in Richtung Norden. Bei einem Tankstop in Florenz entscheiden wir uns noch ein paar Tage am Gardasee zu verbringen. Schnell einigen wir uns auf den Campingplatz Cappuccini in Peschiera del Garda und reservieren einen Stellplatz mit Blick auf den See. Gegen 16.00 Uhr treffen wir in Peschiera del Garda am Campingplatz ein. Nach dem Checkin richten wir uns auf dem Stellplatz Nummer 8 ein und haben tatsächlich einen unverbauten Blick auf den See.

Es folgen zwei Tage in denen wir lediglich einige Shoppingbummel machen. Ansonsten relaxen wir in der Sonne oder machen Spaziergänge am Seeufer entlang.

Zum Abendessen geht es in das Restaurant L’Osteria in Pesciera, das uns durch seine gute Küche wirklich überzeugte.

Zu unserem Bedauern fand das letzte Essen in diesem Restaurant „dentro“, also drinnen statt, da sich das Wetter mittlerweile verschlechter hatte. Da war es ganz gut, dass es am nächsten Tag nach Hause ging.

Wie üblich kamen wir gegen 09.00 Uhr los. Bereits um 13.00 Uhr hatten wir Innsbruck erreicht und konnten auftanken und gönnten uns einen Mittagssnack. Um 15.30 Uhr dann die Ankunft am Wohnmobilstellplatz in Füssen. Zum Weiterfahren hatten wir keine Lust und machten es uns auf dem Stellplatz gemütlich. Zum Abendessen gab es dann eine bayerische Schweinshaxe in dem Lokal auf dem Campingplatz.

Am nächsten Morgen sind wir eigentlich früh fertig und hätten zeitig aufbrechen können. Wir kommen aber mit unseren Platznachbarn, die ein Wohnmobil auf Lkw-Basis haben, ins Gespräch und verquatschen die Zeit. Als wir dann loskommen, geht es auf die BAB 7. Kurz vor Ulm dann der erste Stau. Da wir aber vorhatten das Ulmer Münster zu besichtigen, fahren wir ab und über Landstraßen nach Ulm.

In Ulm haben wir zunächst Probleme einen Parkplatz zu finden. Wohnmobile dürfen in der Stadt nicht parken. Durch die Parkhäuser ist alles auf Pkw ausgelegt. Nachdem wir einen Parkplatz gefunden hatten, machen wir uns auf den Fußweg ins die Innenstadt.

Dort angekommen müssen wir mit der Besichtigung leider warten, bis eine Veranstaltung im Münster beendet ist. Die Zeit bis dahin verbingen wir auf dem Vorplatz, wo Einstein, einem Ulmer, gedacht wird.

Nach der Besichtigung machen wir uns wieder auf den Weg. Da Sonntag ist, ist die Stadt sehr ruhig. Der Weg über die BAB 7 nach Norden zieht sich, da sehr viel Verkehr ist. Wir telefonieren zwischendurch mit Sönke und treffen uns letztlich mit ihm in der Südklause in Hildesheim, um unsere Rückkehr und den Muttertag zu feiern.

Strecke 5141,3 km
Durchschnittsverbrauch 9,4 l
Durchschnittsgeschwindigkeit 71 km/h
Fahrzeit 71 h 44 min