An bayerischen Flüssen, Seen und Bergen

An bayerischen Flüssen, Seen und Bergen

24.05.2016 – 03.06.2016

Nachdem über Ostern der Süden bereits als Ziel gewählt wurde, wollten wir in diesem Zeitraum einmal in Deutschland bleiben und hatten uns für Bayern entschieden. Der erste Urlaubstag sollte stressfrei beginnen und die Etappe nicht zu groß sein, so dass wir Bad Brückenau als Ziel für unsere Übernachtung wählten. Kurz bevor wir dort ankamen, fing es an zu regnen. Wir beschlossen trotzdem den Tag in Bad Brückenau ausklingen zu lassen und fuhren den ausgeschilderten Stellplatz P3 an der Ancenis-Straße an. Da dieser aber in unmittelbarer Nähe zu einer Straße und einer Baustelle lag, beschlossen wir zum Stellplatz Buchwaldstraße weiterzufahren. Dieser lag wesentlich ruhiger und auch dichter am Ortskern. Nachdem wir uns kurz orientiert hatten, machten wir uns auf den Weg in den Ort, um etwas zu essen zu finden. Leider wurden wir enttäuscht. Alle Restaurants hatten geschlossen, so dass wir noch kurz einkauften und im Wohnmobil speisten.

Der nächste Morgen ist kühl und wolkig und wir beschließen nach Bamberg zu fahren. Schnell hat Elli einen Campingplatz gefunden und bereits gegen 11:00 Uhr kommen wir an der Campinginsel bei Bamberg-Bug an. Nach dem Aufstellen auf dem Stellplatz und einer kurzen Orientierungsrunde ging es um 12:30 Uhr mit dem Bus nach Bamberg. Im Bus wurde Elli dann von zwei älteren Damen in ein Gespräch über Mode mit einbezogen, so dass für sie die Fahrt recht kurzweilig war. Vom ZOB aus klapperten wir dann die Sehenswürdigkeiten, wie Fischerei und Dom, ab.

In einer Weinstube unterhalb des Domes gönnten wir uns dann ein Mittagessen – Krustenbraten mit Rauchbier zu einem vernünftigen Preis, bevor es in die Altstadt weiterging.

Von dort aus folgte die Insel und die enttäuschenden Theatergassen, bevor es wieder in die Fußgängerzone ging. Nach einem Kaffee und einem kurzen Einkauf auf dem Markt, ging es zurück zum Campingplatz, wo wir auf uns Biergarten noch ein Getränk gönnten. Nach dem Abendessen hielten wir uns im Wohnmobil auf und kamen mit einem Pärchen ins Gespräch, dass die Anschaffung eines Kastenwagens erwog und sich informieren wollte.

Am nächsten Morgen, einem Donnerstag, steuern wir nach dem Auschecken den Werksverkauf von Adidas in Herzogenaurach an. Auf der Anfahrt zum Verkaufsgelände wundern wir uns noch, warum so wenig los. Als wir dann direkt bei Adidas sind, stellen wir fest, dass gar nichts los ist. Ein Mitarbeiter eines nahen Schnellrestaurants klärt uns dann auf – in Bayern ist heute Feiertag und somit vieles geschlossen. Wir machen eine kurze Kaffeepause und besprechen die weitere Fahrtroute. Schnell kommen wir zu dem Entschluss ins Altmühltal zu fahren. Elli telefoniert ein paar Campingplätze ab und die ersten Antworten sind nicht positiv. Alle sind ausgebucht. Erst der Campingplatz An der Altmühl in Beilngries hätte noch etwas für uns frei.

Als wir dort gegen 11.30 Uhr ankommen, werden wir erst einmal Zeuge von der dürftigen Organisation der Betreiber. Nach einer geraumen Zeit des Anstehens und Wechsel in den Begehren der unterschiedlichen Leute – Boote mieten, Platz tauschen, auschecken, einchecken usw., sind wir dann dran. Elli bekommt den Stellplatz 162 auf der Insel zugewiesen. Wir machen uns auf den Weg und entfernen uns immer weiter vom Sanitärgebäude. Als wir drohen in eine Sackgasse zu fahren, geht Elli mal schauen und stellt fest, dass der Platz bereits belegt ist. Also zurück zur Rezeption. Wer jetzt denkt, es wird einfach ein neuer Platz gesucht, der irrt. Erst einmal geht man los und schaut, was los ist. Als sich dann alle Beteiligten wieder versammelt haben und nach einer Lösung suchen, schlage ich den Stellplatz 82 vor. Und tatsächlich, der ist frei und wir können uns dort einrichten. Geht doch.

Nachdem wir uns eingerichtet haben, genießen wir erst einmal das gute Wetter, bevor wir uns gegen 14.00 Uhr mit dem Fahrrad auf den Weg an der Altmühl entlang in Richtung Kinding machen. Als wir dort ankommen, sind wir überrascht, dass dort gerade das Gartenfest mit Livemusik, Getränken und Essen stattfindet. Wir machen eine Pause, die eigentlich nur ein Getränk lang dauern sollte. Als dann aber die Livemusik losging, ließ sich Elli nicht zur Weiterfahrt überzeugen und so wurde die Pause ausgedehnt. Danach geht es aber zurück nach Beilngries. Wir legen keinen Stopp am Campingplatz ein, sondern fahren gleich in den Ortskern durch, um uns für das anstehende Abendessen zu orientieren. Nach einer kurzen Besichtigungsrunde kehren wir im Gasthof Stern ein, wo wir noch einen Platz im Bereich der Außenbestuhlung finden. Zunächst war angedacht, nur ein weiteres Getränk zu nehmen und einen Platz fürs Abendessen zu reservieren. Aus einem Getränk wurden dann zwei und die Zeit des Abendessens rückte näher, so dass wir gleich sitzen blieben. Es gab Schäuferle für mich und Elli wählte die Käsespätzle. Als dann die Spätzle kamen, war Elli etwas irritiert. Es waren Spätzle in Bratensoße – ein Kindergericht. Schnell war klar, dass die Bestellung falsch rübergekommen war und korrigiert wurde.

Nach dem Essen ging es zum Campingplatz zurück und wir genossen das warme Wetter. Bei einem Gang an der Altmühl entlang, die direkt neben dem Campingplatz dahinplätscherte, sahen wir auf der gegenüberliegenden Seite ein Tier mit einem bräunlichen Fell. Um welche Art Tier es sich handelte, wurde kontrovers diskutiert. Letztlich setzte sich meine Sicht der Dinge durch. Es war ein Biber, der sich dort in der Uferböschung tummelte.

Am nächsten Tag herrschte wieder strahlender Sonnenschein. Das angekündigte Gewitter war ausgeblieben. Als ich die Brötchen abholen wollte, erfuhr ich, dass diese an den Platz geliefert werden. Es dauerte allerdings etwas, bis der Brötchenexpress bei uns ankam. Alles aber kein Problem, wir hatten ja Urlaub und somit Zeit.

Den Vormittag verbrachten wir in Beilngries mit Shopping und Sightseeing. Danach gammelten wir am Stellplatz herum.

Am frühen Nachmittag hatten wir davon genug und wollten eine kleine Wanderung machen. Ziel war die Kapelle im Schloss Hirschberg. Zunächst ging es am Ludwig-Donau-Main-Kanal entlang und dann über den Panoramahöhenweg nach Hirschberg.

Hier gab es auch gleich einen Gasthof, den wir für eine Pause nutzen wollten. Leider öffnete dieser erst um 17.00 Uhr, so dass wir unverrichteter Dinge weiterzogen. Die Besichtigung der Kapelle ließ ich aus und wartete an einer Wegkreuzung.

Das Schloss war eh nicht zu besichtigen. Nach kurzer Zeit kam Elli zurück. Leider war auch die Kapelle nicht zu besichtigen. Sie war, entgegen allen Ankündigungen, verschlossen. Über den Wanderweg K 2 ging es zurück nach Beilgries, wo wir in der Brauerei Schattenhöfer ein Abschlussgetränk zu uns nahmen.

Um 17.30 Uhr waren wir dann wieder am Platz und wieder war das angekündigte Gewitter ausgeblieben. Nach einer erfrischenden Dusche wollten wir am Campingplatz zu Abend essen. Da der Platz knapp war, arrangierte man sich und ein Pärchen aus Landsberg setzte sich zu uns und wir kamen ins Gespräch. Als es dann dunkel und damit kälter wurde, ging es zurück ins Wohnmobil.

Am nächsten Morgen klappte es mit den Brötchen besser. Durch Zufall stand ich vor dem Wohnmobil, als die Dame mit dem Bollerwagen vorbeikam und konnte ihr die Brötchen direkt abschwatzen. Danach radelte ich kurz zum nahen Netto-Markt, um unsere Getränke aufzufüllen. Um 10 vor elf ging es dann zur Rezeption. Wir hatten eine Kajak-Tour gebucht, die um 11.00 Uhr starten sollte. Was folgte, war etwas unorganisiert. Zunächst mussten wir, entgegen allen Absprachen, den Preis vor Ort in bar entrichten. Dies stellte aber kein großes Problem dar. Dann hatten wir ein Kajak gewählt. Dieses war jedoch noch nicht aufgeladen worden und musste erst geholt werden. Da stellten wir uns schon die Frage, warum wir vorher gebucht hatten. Als wir dann abfahrbereit im Kleintransporter saßen, kam noch eine größere Gruppe, die kurzentschlossen auch Kanufahren wollte. Jetzt reichte der Kleintransporter nicht mehr aus und wir mussten in einen Bus wechseln. Tatsächlich kamen wir dann um 11.30 Uhr los. Allerdings nicht ohne den Hinweis, dass ein Gewitter im Anzug sei und wir entsprechend vorsichtig sein sollten. Weitere Verhaltensweise gab es nicht.

Um 11.45 Uhr kamen wir am Bootsanleger in Ilbling an. Nach dem Abladen der Boote folgte auch schon die nächste Überraschung. Für das Kajak war nur ein Paddel vorhanden. Als Ersatz bot man uns ein Stechpaddel an. Nicht wirklich zielführend. Die Folge daraus war, dass die körperliche Belastung für das Vorankommen bei einer Person lag und die andere, die Fahrt genießen konnte. Insgesamt war die Tour sehr idyllisch. Auch das Vorankommen war gut, da die Altmühl über ausreichend Wasser und Strömung verfügte. Lediglich an einer Stelle setzten wir auf. Dies führte aber auch gleich dazu, dass wir einige Anläufe brauchten, bis wir uns freigerüttelt hatten, denn Aussteigen wollte keiner.

An der Kratzmühle dann eine kleine Überraschung, auf die uns keiner vorbereitet hatte. Auf Grund eines Wehres mussten wir das Kajak ein kurzes Stück über Land tragen. Danach geht es auf der Altmühl weiter. Das angedrohte Gewitter ist wieder ausgeblieben und mittlerweile machte sich die permanente Sonneneinstrahlung bemerkbar. Gegen 14.00 Uhr waren wir am Bootsanleger des Campingplatzes angekommen. Elli, die nicht einmal wirklich paddeln musste, fühlte sich derart unterfordert, das sie erst einmal eine Runde Laufen ging. Danach gibt es in der Gaststätte am Campingplatz erst einmal ein Bier auf Kosten des Hauses, für die ganzen Kleinigkeiten, die wir am heutigen Tag ertragen mussten.

Um 17.00 Uhr trieb uns dann der Hunger in die Stadt. Schnell entschlossen wir uns wieder für den Gasthof Stern und hatten Glück. Kurz nachdem wir uns gesetzt und unser Essen bestellt hatten, wurden keine weiteren Bestellungen auf Grund einer geschlossen Gesellschaft mehr angenommen. Zu unserer Überraschung unterschied sich das Essen zum ersten Besuch. Die Portionen waren doppelt so groß – bei gleichem Preis. Uns sollte es recht sein. Nach dem reichhaltigen Abendessen gönnt sich Elli noch ein Eis, bevor es zum Wohnmobil zurückgeht. Hier bereiten wir dann noch kurz unsere Abfahrt für den nächsten Tag vor.

In der Nacht hatte es zu regnen angefangen und auch am Morgen waren immer wieder kleine Schauer unterwegs. Gut, dass wir das meiste bereits eingepackt hatten. Das mit den Brötchen klappt diesmal erst in der 2. Runde. Danach wollen wir noch kurz entsorgen. Damit dies erfolgen kann, muss die entsprechende Fläche erst von abgeparkten Anhängern und Radladern befreit werden. Auch hier stellt sich uns die Frage, warum man diese auf der Fläche abgestellt hat, wo doch wirklich ausreichend Parkraum vorhanden war. Um 09.45 Uhr kommen wir dann los und legen erst einmal nach wenigen Metern einen Stopp am Volksfestplatz ab. Hier findet gerade ein Flohmarkt statt. Bei dem Gang über den Flohmarkt gelingt es Elli einen günstigen Eierbecher für ihre Sammlung zu erstehen.

Über die Landstraße geht es dann bis nach Denkendorf. Erst hier geht es dann auf die A 9 in Richtung Süden. An diesem Sonntag ist nur mäßiger Verkehr und bis auf eine kleine Phase mit stockendem Verkehr am Autobahndreieck Holledau geht es gut voran. Ab München geht es dann auf die A 8. Da allerdings auf der B 21 ein Stau angesagt ist, wählen wir die Abfahrt Bad Reichenhall und fahren über die B 20 nach Berchtesgaden. Um 13.30 Uhr kommen wir dann am Campingplatz Grafenlehen in Schönau am Königssee an. Es folgt eine kurze Diskussion mit Elli über den geeigneten Stellplatz und wir einigen uns letztlich auf Platz Nummer 9. Nachdem wir uns eingerichtet haben, geht es erst einmal zum Königssee.

Erster Stopp ist ein Biergarten, wo wir ein Helles und Topfenstrudel genießen. Bei strahlendem Sonnenschein sitzen wir danach am Seeufer, genießen den Ausblick und besprechen die weiteren Tage. Als wir um 17.30 Uhr zurück am Wohnmobil sind, beginnt es zu regnen und wir verbringen den Rest des Tages in unseren mobilen vier Wänden.

Am nächsten Morgen regnet es leicht. Wir machen uns daher um halb zehn zu Fuß auf den Weg in Richtung Berchtesgaden. Dort geht es direkt zum Bahnhof, wo wir uns eigentlich nur über einen Zugtransfer nach Bad Reichenhall erkundigen wollen. Da der Zug aber abfahrbereit am Bahnsteig steht, steigen wir gleich zu und so, nach einer idyllischen Zugfahrt, kurze Zeit später in Bad Reichenhall aus. Hier bummeln wir durch die Kuranlage und die Innenstadt.

Elli nutzt die Zeit, um sich eine neue Wanderhose zuzulegen. Um 13.00 Uhr geht es dann mit dem Zug wieder zurück nach Berchtesgaden, wo wir noch durch den historischen Ortskern gehen wollen. Beim Aufstieg nach Berchtesgaden fängt es an zu regnen. Der Regen wird immer stärker und als wir am Schloss von Berchtesgaden stehen, regnet es derart stark, dass wir uns erstmal unterstellen müssen.

Wir setzten uns dann in eine Gaststätte, um den stärksten Regen abzuwarten. Als dieser etwas nachließ, machten wir uns auf den Weg zum Busbahnhof. Leider fuhr zeitnah kein Bus in Richtung Schönau. Wir gingen also erst einmal Einkaufen und beschlossen dann, an der Berchtesgardener Ache zu Fuß zurück zum Campingplatz zu gehen. Dort trafen wir gegen halb fünf wieder ein und waren zu unserem Glück trocken geblieben.

Um 18.00 Uhr machten wir uns auf den Weg in den Gasthof auf dem Campingplatz, um etwas zu Abend zu essen. Im Gasthof war Selbstbedienung und nachdem wir unsere Bestellung aufgegeben hatten, kamen Essen und Getränke auch recht zügig. Interessant wurde der Abend durch ein französisches Ehepaar, das am Nebentisch saß und sichtlich unzufrieden mit allem war. Jegliche Hilfe lehnte sie ab und wurde auch noch unfreundlich, was zum Kopfschütteln bei vielen Gästen führte.

Da das Wetter sich auch am nächsten Morgen nicht deutlich verbessert hatte, brachen wir unsere Zelte ab und wollten uns eine trockenere Region suchen. Zunächst ging es über die B 305 / B 20 durch die Ramsau. Ziel war eigentlich Reit im Winkl. Leider war die Zufahrt von unserer Strecke aus gesperrt, so dass es für uns über die B 306 nach Inzell und Traunstein ging. In Traunstein biegen wir dann zum Chiemsee ab und machen uns an eine Seeumrundung.

Der erste Stopp erfolgt in Seebruck. Hier stellen wir schnell fest, dass es keine gebührenfreien Parkplätze gibt und der vorhandene Parkraum auch noch überteuert ist. Diese Erkenntnis behält unseres Erachtens für alle Orte am Chiemsee ihre Gültigkeit, so dass wir bei den verschiedenen Stopps immer wieder Parkplätze suchen müssen, die einen Kurzaufenthalt zulassen. In Prien am Chiemsee wollen wir dann länger stehen, um uns den Ort anzuschauen. Zu unserem Glück finden wir einen gebührenfreien Platz auf einem Parkstreifen nahe der Innenstadt. Leider ist hier die Nutzung der Parkscheibe obligatorisch und ich hatte immer noch keine ins Wohnmobil gelegt. Also gehe ich auf Gutglück in ein nahes Schreibwarengeschäft und frage nach einer Parkscheibe. Diese Einnahmequelle hat man hier bereits erkannt und hält einige vor, die man für 0,50 € erwerben kann.

Es folgt ein kurzer Gang durch die Fußgängerzone und ein Kaffee in einem der vielen Cafés. Danach geht es weiter, allerdings nicht ohne vorher die Vorräte in einem Lidl aufzufüllen. Bevor es auf die Autobahn geht machen wir noch eine kurze Mittagspause in einem Schnellrestaurant in Bernau. Dann geht es auf der A 8 bis nach Irschenberg. Kurz vor der Abfahrt hatten wir einen Blick auf die Wallfahrtskirche Wilparting werfen können und steuern diese an, um einen Besichtigungsstopp einzulegen. Danach folgt ein kleiner Abstecher an den Schliersee und dann geht es weiter an den Tegernsee. Hier hatten wir den Campingplatz Wallberg in der Nähe von Rottach-Egern als Ziel ausgewählt, da Elli sich mit ihrer alten Bekannten Britta treffen wollte, die in Rottach-Egern wohnt. Gegen 15.00 Uhr kommen wir am Campingplatz an und machen uns nach dem Bezug des Stellplatzes erst einmal auf den Weg zum Seeufer. Gegen 17.00 Uhr beenden wir unseren Spaziergang mit einem Bier in der Campingplatzgaststätte. Danach gibt es Abendessen, traditionell Weißwüste und Brezeln, bevor uns Britta gegen 19.00 Uhr zu einem gemeinsamen Abend abholt.

Am nächsten Morgen erwartet uns wieder das übliche Regenwetter und wir beschließen weiterzufahren. Über Landstraßen geht es nach Bad Tölz, wo wir einen Sightseeingstopp einlegen. Der erste Weg führt uns auf den Kalvarienberg mit einer Besichtigung der Kreuzkirche. Danach geht es noch die Innenstadt.

Nachdem wir die Besichtigung von Bad Tölz beendet hatten, geht es in Richtung Wolfratshausen, bekannt aus der Fernsehserie Hubert & Staller. Gerechnet hatten wir mit einem kleinen, verschlafenen Ort. Vorgefunden haben wir eine betriebsame Kreisstadt. Bei einem Einkaufsstopp suche ich nach weiteren Sehenswürdigkeiten und einer Zufahrt an den Starnberger See und entdecke durch Zufall den Ort Ammerland, den ich auf Grund der Verbindung zum Oldenburger Land als Ziel auswähle. Wir quälen uns über kleine Nebenstraßen zum Ziel und stoßen unmittelbar nach der Ortseinfahrt durch Zufall auf die Bäckerei Graf, die als Kulisse für das Café Rattlinger in der oben angesprochenen Fernsehserie dient. Nach einem kurzen Fotostopp geht es ans Seeufer.

Von hier aus geht es dann zur A 95, die uns nach Garmisch-Partenkirchen bringen soll. Hier hatten wir uns in der Ortschaft Grainau den Campingplatz Camping Zugspitz Resort entschieden. Dieser versprach Erholung, Komfort und Entspannung und verfügte sogar über ein Wellnessangebot mit Sauna für Elli. Schnell richteten wir uns auf dem Stellplatz Nummer 1 ein und genossen das sonnige Wetter.

Am frühen Nachmittag ging es dann für Elli in die Sauna, während ich am Wohnmobil zurück blieb und versuchte einen Blick auf die Zugspitze zu erhaschen. Die war leider wolkenverhangen, so dass wir auf den nächsten Tag setzten.

Bereits um viertel nach sechs weckt uns das erste Mal die Bahn mit ihrem Signalhorn, dass sie dieses in der Nähe an einem unbeschrankten Bahnübergang betätigt. Bis 08.00 Uhr schaffen wir es trotzdem liegen zu bleiben, da vorher auch keine Brötchen zu bekommen sind. Nach dem Frühstück machen wir uns dann auf, um zum Eibsee zu wandern.

Wir hatten dazu einige Wanderwege herausgesucht und es ging über Untergrainau und Grainau am Rosensee und Badersee entlang.

Um kurz nach elf kommen wir am Eibsee an. Eine Auffahrt zur Zugspitze lohnt sich nicht, da auf den Webcams zu erkennen ist, dass die Zugspitze komplett in den Wolken liegt.

Wir gönnten uns also ein Getränk im der Gaststätte Eibsee Panorama und beschließen mit dem Bus bis nach Garmisch zu fahren, um den Ort zu besichtigen. Gesagt, getan. Zur Mittagszeit kommen wir in Garmisch an und machen uns erst einmal auf die Suche nach einem Mittagssnack. Danach folgt ein ausgiebiger Spaziergang durch die Fußgängerzone, bevor wir um 14.21 Uhr den Bus zurück nehmen wollen. Guten Mutes geht es zur Bushaltestelle, an der wir ausgestiegen sind. Mit uns warten augenscheinlich weitere Wanderer auf den Bus in Richtung Zugspitze. Nur kommen tut er nicht. Nachdem er schon einige Zeit überfällig ist, versuchen wir den Grund in Erfahrung zu bringen und stellen fest, dass wir an der falschen Bushaltstelle sind. Der Haltepunkt für den Wanderbus ist um eine Straße verlegt und da hat der Bus vermutlich pünktlich gehalten. Vor die Wahl gestellt eine weitere Stunde zu warten oder die vier Kilometer zu Fuß zu gehen, entscheiden wir uns für den Fußmarsch und kommen vor dem Bus am Campingplatz an. Danach folgt relaxen, Wellness und Sauna.

Am nächsten Morgen, um kurz nach acht, erreicht uns die Mitteilung unseres Sohnes, dass er sein Abitur bestanden hat. Wir studieren noch die Wettervorhersagen, die nicht positiv sind, um die weiteren Aktivitäten zu planen. Als wir durch Zufall das Wetter von Harsum einsehen und dort strahlenden Sonnenschein bei hohen Temperaturen feststellen, steht unser Entschluss für eine Rückfahrt fest. Bereits um 09.00 Uhr sind wir unterwegs und fahren über Reutte in Österreich auf direktem Weg in Richtung A 7 und dann nach Norden, der Heimat entgegen. Gegen 18.30 Uhr treffen wir dann wieder in Harsum ein und beenden diese Urlaubstour.

Strecke 1781,9 km
Durchschnittsverbrauch 9,2 l
Durchschnittsgeschwindigkeit 72 km/h
Fahrzeit 24 h 41 min

 

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