Wandern im Pitztal

Pitztal

(09.07.2004 – 16.07.2004)

Nach dem Urlaub in Tunesien stand noch einmal ein Aktivurlaub an. Eigentlich wollten wir wieder in das Hotel Gletscherblick im Pitztal fahren. Leider wurde dieses gerade renoviert, sodass wir nach einem Ausweichquartier Ausschau hielten. Uns wurde das Hotel Gundolf empfohlen, das in der Nähe unseres ersten Hotels lag.

Altbewährt ging es morgens bereits um 06.00 Uhr los. Die Fahrt über die Autobahn nach Süden verlief ereignislos, sodass wir bereits gegen 15.00 Uhr am Hotel waren.

 

Nachdem die Koffer aufs Zimmer gebracht waren, machten wir uns auf die erste Tour durch die Gegend.

Wir folgten dem Lauf der Pitze bis nach Mittelberg, waren aber schnell wieder am Hotel zurück, um uns vor dem Abendessen noch mit dem Hotel vertraut zu machen und unsere Sachen auszupacken.

Am Abend stellten wir dann die Unterschiede zum Hotel Gletscherblick fest. Diese zeigten sich besonders beim Essen. Dieses war zwar keinen Deut schlechter, aber die gesamte Atmosphäre war nicht so familiär. Im jetzigen Hotel hatte man mehr das Gefühl in einer Gaststätte zu sein und der Kontakt zum Personal war nicht so intensiv.

Am nächsten Tag zeigte sich bei einem Blick aus dem Fenster, dass das Wetter nicht ganz so gut werden würde. Wir beschlossen eine Tour mit dem Pkw ins nahe Ötztal zu machen. Unser Weg führte uns ins Ötzi-Dorf in Umhausen.

Nach einer ausgiebigen Besichtigung des Freilichtmuseums machten wir uns auf eine kleine Wanderung zum Stuibenfall, dem größten und mächtigsten Wasserfall Tirols.

Die Wanderstrecke dorthin war nicht sonderlich anspruchsvoll und da das Wetter mittlerweile auch wieder trockener geworden war, hatten wir auf dem Weg unseren Spaß. Allerdings ließen wir den Klettersteig auch aus und beließen es bei den Aussichtspunkten, die man über die Wanderwege erreichen konnte.

Auf dem Rückweg aus dem Ötztal kamen wir in Umhausen noch an einem Sportgeschäft vorbei. Hier kauften wir uns dann endlich unsere Wanderstöcke, was wir zuvor schon beabsichtigt, aber immer wieder zurückgestellt hatten. Da diese nun im Angebot waren, schlugen wir zu.

Den späten Nachmittag und Abend verbrachten wir dann im Hotel.

Am nächsten Tag starrten wir zu einer Tour, die wir bereits kannten. Wir folgten wieder dem Versorgungsweg zum Wasserfall unterhalb des Pitztaler Gletschers.

Auch durfte eine Rast im Gletscherstübele nicht fehlen, bevor es zum Hotel zurückging. Da das Wetter wahrlich nicht so schön war, wie zwei Jahre zuvor, verbrachten wir viel Zeit im Hotel und nutzten dort das Wellnessprogramm. nur für Sönke war das nicht so angenehm, da man hier durch die Sauna tobende Kinder nicht so tolerierte. Zwar gab es verschiedene Saunen, aber das Schwimmbecken für ihn fehlte gänzlich.

Am folgenden Tag hatten wir uns für eine geführte Wanderung zur Rüsselsheimer Hütte, ehemals Chemnitzer Hütte, angemeldet. Sönke ließ sich durch den Pitzi Club bespaßen.

Mit dem Pkw ging es auf einen Parkplatz unmittelbar hinter Plangeroß. Hier lag dann auch der Einstieg in den Wanderweg zur Rüsselsheimer Hütte. Der Chef selbst führte uns nun und versprach uns neben körperlicher Anstrengung und einem gehörigem Höhenunterschied auch die Möglichkeit Steinböcke in der freien Natur zu sehen. Einige aus unserer Gruppe waren auch der Meinung Steinböcke gesehen zu haben. Ich selbst sah keine, so sehr ich mich auch anstrengte.

Aus dem Wanderweg wurde dann letztlich ein Steig, der sich den Berg hinaufzog. Unsere doch recht große Gruppe hatte sich in mehrere Einzelgruppen zerteilt, da die Kondition und die Motivation der einzelnen Paare doch unterschiedlich war. So gab es ein Pärchen, das den Aufstieg augenscheinlich in der kürzesten möglichen Zeit bewältigen wollte. Andere machten bei jeder Kehre eine Pause. Wir fanden für uns das richtige Maß und kamen gut voran.

Kurz vor der Hütte lag dann der erste Schnee. Nachdem wir das Schneebrett überwunden hatten, gönnten wir uns in der Hütte eine Entspannung.

Nach der Pause ging es den Berg hinab. es folgte der gleiche Steig, den wir auch am dem Hinweg genommen hatte. Das machte die Sache nicht gerade angenehmer, da man wusste, was auf einen zukam. Wie bereits auf dem Anstieg löste sich die Gruppe sehr schnell auf, so dass jeder sein Tempo ging.

Unten an den Pkw angekommen, warteten darauf, dass sich die Gruppe komplettierte, bevor es zum Hotel zurückging. Hier angekommen gab es noch eine gemeinsame Jause, bevor wir uns auf die Zimmer begaben.

Da für den nächsten Tag wieder schlechtes Wetter vorhergesagt wurde, machten wir uns auf eine neuerliche Tour mit dem Pkw. Diesmal ging es nach Innsbruck. Die knapp 100 Kilometer lange Anfahrt legten wir über die mautfreie Landstraße zurück. Direkt über diese Landstraße kamen wir an die Innstraße, wo wir einen Parkplatz fanden. Von hier war es in die Innenstadt nur einen kurzer Fußweg.

Zunächst arbeiteten wir natürlich die Sehenswürdigkeiten ab. Bei zeitweise strömenden Regen ging es zum „Goldenes Dachl„. Danach ging es durch die Gassen der Innenstadt zu weiteren Sehenswürdigkeiten, wie beispielsweise dem Hofgarten, der Hofburg und der Maria-Theresien-Straße.

Nach einem kurzen Mittagssnack ging es zur nächsten Sehenswürdigkeit, der Bergiselschanzel.

Diese war uns bisher nur aus dem Fernsehen bekannt und wir waren von ihrer Größe angetan. Der Blick vom Absprung hinab, war schon sehr imposant und flößte Respekt vor den Skispringern ein.

Zuletzt stand ein Rundgang am Fuß der Schanze an.

Danach ging es wieder zurück zum Hotel.

Am folgenden Tag nahmen wir wieder an einer geführten Wanderung des Hotels teil. Diesmal durfte Sönke mit, da es nicht so anstrengend werden sollte.

Mit dem Pkw ging es zunächst nach Rehwald, wo wir die Fahrzeuge an einem Bauernhof parkten. Danach ging es über Waldwege zu Mauchele Alm. Dazu mussten wir etwa 500 Höhenmeter bewältigen. Sönke fiel dies am leichtesten. Er ging immer wieder voraus, kam wieder zurück und lief wieder vor. Ihm schien die Steigung überhaupt nichts auszumachen. An der Mauchele Alm kam dann die erste Rast.

Nach der doch recht kurzen Pause ging es weiter in Richtung Brechsee. Bevor dieser erreicht wurde, machten wir noch an einem Bachlauf eine kurze Pause.

Neben der Möglichkeit Fotos zu schießen, nutzte Sönke die Gelegenheit um in allen erdenklichen Möglichkeiten den Bach zu überqueren.

Nun mussten wir nur noch einen Höhenzug bis zu unserem Etappenziel überqueren. Auf der Strecke wurde es mittlerweile etwas kühler und wir kamen der Schneegrenze immer näher.

Nach dem Erreichen des nahen Brechsee ging es auf den Rückweg.

Nachdem wir den größten Teil der Strecke hinter uns gebracht hatten, machten wir noch eine Rast an der Söllbergalm.

Hier gab es eine Jause, bestehend aus Käse und Wurst und natürlich einem gepflegtem Bier.

Danach machten wir uns an den Rest des Weges zum Parkplatz. Dort angekommen nutzten wir einen Brunnen mit Holztrog, um unsere Schuhe zu säubern und die Füße zu kühlen. Elli und ich waren von der Tour schon etwas erschöpft, Sönke hat das alles gar nicht belastet.

Für den letzten Tag hatten wir noch einmal eine Wanderung an den Rifflesee geplant. Da das Wetter anfangs regnerisch war, machte sich Elli allein auf den Weg zu Fuß, während Sönke und ich etwas später starteten und den Lift nahmen.

Oben angekommen, machten wir eine kleine Runde am See entlang.

Ein Schneefeld im Juli war da schon etwas Besonderes, sodass Sönke es gleich erkunden musste.

Letztlich war es recht kühl, sodass wir nach der kleinen Runde froh waren zur Riffleseehütte zu gelangen. Hier trafen wir dann auch Elli, die wir bei der Liftfahrt nicht gesehen hatten. Sie war klitschnass und froh, dass es wieder zurückging.

Wieder im Tal angekommen, ging es an der Straße entlang. Wieder fand sich eine Ziege, die uns auf unserem Weg begleitete.

Dieses Zicklein war jedoch so anhänglich, dass es uns sogar am Hoteleingang noch Gesellschaft leistete und nur schwerlich abzuschütteln war.

Am nächsten Tag ging es dann wieder zurück. Die Fahrt aus dem Pitztal verlief diesmal ohne die Übelkeit, die Sönke sonst beim Serpentinenfahren immer wieder überkommen war.

Durch den Tunnel bei Reutte kamen nach einer kurzen Wartezeit wieder ohne Störungen hindurch. Lediglich das Finden der richtigen Autobahnauffahrt bei Füssen stellte uns wieder vor Probleme, sodass wir erst einmal ein paar Kilometer auf der Landstraße zurücklegten. Einen Stippvisite einer Sehenswürdigkeit auf der Strecke gönnten wir uns in diesem Jahr nicht, sondern waren froh bis nach Harsum störungsfrei durchfahren zu können.

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