Unterwegs an Mecklenburgischen Seen

Unterwegs an der Mecklenburgischen Seenplatte

(Malchow / 27.08.2004-02.09.2004)

Der diesjährige Fahrradurlaub sollte uns auf die Inselstadt Malchow in der Mecklenburgischen Seenplatte führen.

Die für uns nicht so bekannten Regionen der „neuen Bundesländer“ waren für uns sehr interessant geworden.

Die Mecklenburgische Seenplatte hatte von uns noch keiner besucht und ein Blick auf die Karte zeigte Malchow als recht zentralen Ort.
Auch bei der Suche nach einer Unterkunft erwies es sich als Vorteilhaft, so dass schnell eine Ferienwohnung gebucht war. Diese lag in der Straße Sandfeld am Ortsrand von Malchow.

Es handelte sich dabei um einen freistehenden Anbau zu einem Einfamilienhaus, das durch die Vermieter bewohnt wurde.

Nach den Erfahrungen aus der Spreewald-Tour reisten wir erstmals mit zwei Pkw an. Hierdurch erhielten wir die Möglichkeit, etwas mehr Gepäck mitzunehmen und die Anfahrt gestaltete sich auch für alle etwas komfortabler.
Leider war es auch dem Umstand gezollt, dass ich etwas früher aufbrechen musste, da mir nicht so viel Zeit für den Urlaub zur Verfügung stand.

Leider waren wir in der Dokumentation unserer Touren noch nicht so weit fortgeschritten wie in der heutigen Zeit, so dass einzelne Streckenabschnitte in Vergessenheit geraten sind.

Am ersten Tag ging es auf jeden Fall erst mal in Richtung Waren/Müritz. Bei trockenem, aber recht kaltem Wetter ging es über Malchow nach Göhren-Lebbin. Hier war gerade ein Feriengebiet für Golfer neu entstanden. Ein Marktplatz für die Touristen, sowie eine Miniatur-Anlage zu den Gebäuden der Region war gebaut worden. Außerdem waren rundherum Golfplätze gebaut worden.
Nach einer kurzen Rast ging es in Richtung Wendhof und Grabenitz weiter. Hier trafen wir tatsächlich auf die ersten Erhebungen der Region, die so etwas wie Abfahrten mit sich brachten.

Leider waren sie teilweise mit Kopfsteinpflaster befestigt, so dass es nicht wirklich Spaß machte, die Strecke zu fahren. Weiterhin bringt natürlich eine Abfahrt auch gezwungenermaßen eine Steigung zur Anfahrt mit sich, die uns nicht wirklich erfreute.

Über Klink ging es dann nach Waren rein. Wir bummelten kurz durch die Fußgängerzone und gönnten uns dann am Hafen etwas zu Essen.
Danach ging es über die nördliche Route wieder zurück. Durch das weitläufige Waldgebiet folgten wir dem Radweg bis Nossentin. Hier erst war eine erneute Rast möglich, da auf der bisherigen Wegstrecke keine Gaststätten zu finden waren.
Von Nossentin nach Malchow war’s ein Katzensprung, so dass wir zeitgerecht in der Ferienwohnung zurück waren.

Die Tour am nächsten Tag führte uns in die Region westlich von Malchow. Hier fand sich der Plauer See, den wir beabsichtigten zu umrunden.

Zunächst ging es direkt in Richtung Lenz. Hier im Ort sollte es eine Abzweigung in Richtung Norden geben, die uns nach Alt Schwerin führte. Leider verpassten wir die Einfahrt im ersten Anlauf, lernten dadurch aber eine Lokalität am Strand des Plauer Sees kennen, in die wir dann später mehrfach einkehren sollten.
Nachdem wir den Abzweig gefunden hatten, ging es auf einem Waldweg am Ufer entlang. Kurz vor Alt Schwerin ging es dann ab in Richtung Jürgenshof. Von hier folgten wir den Feld- und Waldwegen und über ein Fischerdorf auf die Halbinsel Plauer Werder.
Nun fuhren wir in Richtung eines Campingplatzes am Südufer, da wir erhofften dort eine Rast einlegen zu können. Leider war der Platz geschlossen. Vor dem Tor machten wir dennoch eine kurze Pause und beschlossen, die hügelige Halbinsel noch einmal genauer mit dem Fahrrad zu erkunden. Hierzu wollten wir auch etwas abseits der regulären Wege fahren.

Gesagt, getan. Den ersten Weg rein und los ging’s. Der Weg wurde immer schlechter und immer schwieriger zu erkennen, da er komplett zugewuchert war. Es ging nur sehr langsam voran, da es auch bergauf ging.

An einem Gestrüpphindernis passierte es dann. Ich musste aus den Pedalen raus und neu starten. Als ich dann an dem Hindernis vorbei war, waren Ansgar und Lars nicht mehr zu sehen. Grundsätzlich war das kein Problem, leider teilte sich der Weg und es boten sich vier Möglichkeiten weiterzufahren. Keine zeigte Hinweise darauf, welchen Weg die beiden genommen hatten, so dass ich für eine Tour bergab entschloss. Diese führte mich ans Westufer – dachte ich – und ich wartete am Hauptweg auf ein Zusammentreffen. Das kam leider nicht zu Stande. Ähnlich wie bereits im Spreewald versuchten wir durch Telefonate wieder zueinander zu finden. Dies gestaltet sich jedoch schwierig, wenn man sich an einem anderen Ort wähnt, so dass letztlich nur die Fahrt zurück zum Fischerdorf blieb. unmittelbar davor trafen wir uns auf einem Parkplatz wieder und die Fahrt konnte gemeinsam fortgesetzt werden.

Da uns dieses Kapitel einiges an Zeit gekostet hatte und die Mittagszeit bereits erreicht war, nahmen wir von der ursprünglichen Tourplanung Abstand und fuhren nach Alt Schwerin.

Alt Schwerin ist ein Museumsdorf im Müritzkreis, das einiges zu bieten hat. Uns bleib lediglich die Besichtigung des Dampfmaschinentraktors. Danach machten wir an einem Imbiss Pause.

Von Alt Schwerin ging es über Sparow und den Krebs See zurück zur Ferienwohnung.

Der nächste Tag war ein Regentag. Bereits am Morgen war das Wetter schlecht, so dass wir beschlossen eine Pkw-Tour zu machen. Als Ziel war die Stadt Rostock schnell gefunden.

Nach der kurzen Anfahrt über die Autobahn parkten wir am Hafen am Warnowufer und gingen in die Innenstadt.

Nach etwas Sightseeing und einem Mittagessen ging es dann wieder zurück.
Auf der Rückfahrt stoppten wir noch kurz an einem neu eröffneten Mediamarkt.
Mehr gab es eigentlich nicht zu berichten.

Am nächsten Tag sollte wieder Fahrrad gefahren werden. Die Tour um den Plauer See stand noch aus und wieder ging es in Richtung Lenz. Von dort folgten wir dem Radweg durch den Wald in Richtung Alt Schwerin. Während der Fahrt stellten wir fest, dass irgendetwas mit Ansgars Hinterrad nicht okay war. Eine genauere Nachschau brachte dann das Ergebnis – Speichenbruch.

Speichenbruch

Gemeinsam mit Ansgar bewegten wir uns langsam zu einem nahen Campingplatz, wo wir ihn warten ließen. Lars uns ich fuhren mit dem Fahrrad zur Ferienwohnung zurück. Von dort startete Lars mit dem Auto und fuhr Ansgar zu einer Fahrradwerkstatt in Malchow. Dort wartete Ansgar gleich auf die Reparatur seines Rades und vertreib sich die Zeit, indem er ein Paar neue Fahrradhandschuhe erwarb.
Als er wieder am Ferienhaus erschien, war das Interesse am Fahrrad fahren geschrumpft, so dass wir lediglich noch eine kurze Tour zu dem Restaurant am Plauer See fuhren, um ein Mittagessen einzunehmen.

War uns auch ganz recht, da zur Zeit Handball-WM war und Deutschland gut mitspielte. Wir saßen nachmittags mit dem Vermieter zusammen auf dessen Terrasse und schauten uns bei einigen Bier das Spiel an.

Am folgenden Tag sollte es dann aber endgültig wieder richtig losgehen. Diesmal sollte es wieder eine richtige Tour werden.

Zunächst ging es wieder nach Malchow und von dort zum Kloster Malchow auf der gegenüberliegenden Seeseite.

Nach einem kurzen Besichtigungstopp am Klostergelände ging es an der Landstraße 192 entlang nach Westen.

Nachdem wir die Autobahn überquert hatten, bogen wir in Richtung Petersdorf ab. Mittlerweile hatte es auch kurzfristig zu regnen begonnen, so dass wir wiederum in Lenz unsere Route beendeten und zur Ferienwohnung zurückfuhren.

Am nächsten Tag endete der Fahrradurlaub für mich.

Ansgar und Lars verbrachten noch einen Tag in Malchow und nahmen sich erneut den Plauer See und die Plauer Werder als Fahrtziel vor.

Nach dieser Tour zu zweit beendeten auch sie den Urlaub.

Datum TRP TIME
28.08.2004 58,60 02:56:39
29.08.2004 37,76 02:09:31
31.08.2004 22,70 01:05:00
01.09.2004 29,90 01:35:00
 Gesamt 148,96 07:46:10

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.