Männertour an der Müritz

Müritz 2012

(20.07.2012 – 25.07.2012)

Die Schulferien standen vor der Tür und ich hatte noch Resturlaub, den ich nehmen musste, sodass ich mit Sönke übereinkam, dass wir beide allein mit dem Wohnmobil eine Tour machen wollten. Dies wurde durch Elli unterstützt, die in dem fraglichen Zeitraum einen Lehrgang hatte, der auswärts stattfand.

Während Sönke in der Schule war, um sein Zeugnis in Empfang zu nehmen, packte ich das Wohnmobil. Als er dann gegen 11.00 Uhr nach Hause kam, warfen wir einen Blick auf das gute Zeugnis, bevor es mit dem Wohnmobil in Richtung BAB 2 losging. Unser erstes Ziel war Lenz am Plauer See. Am Vortag hatte ich bereits einmal sicherheitshalber auf dem Stellplatz angerufen un die freien Kapazitäten erfragt.

Die Fahrt über die Autobahn verlief ereignislos. Bis Wolfsburg ging es so weiter, bevor wir auf der Bundesstra0e 248 weiter in Richtung Mecklenburgische Seenplatte fuhren. In Salzwedel machte wir dann eine Mittagsrast am dortigen McDonalds bevor es über Wittenberge und Pritzwalk bis zur BAB 19 weiter ging. Hier noch ein kurzes Stück Autobahn bis zur Abfahrt Waren und dann nur noch über die Lenzer Straße nach Lenz. Die Zufahrt zum Stellplatz am Lenzer Hafen war schnell gefunden. Nachdem wir uns in der Gaststätte angemeldet hatten, richteten wir uns auf dem zugewiesenen Stellplatz ein – vielmehr richtete Sönke uns ein und ich genoss die freie Zeit. Danach gab es ein gemeinsames Getränk auf der Außenterrasse am Kanal.

Da es erst 16.00 Uhr war, machten wir erst einmal einen gemeinsamen Spaziergang durch Lenz. da dieser Ort nicht sehr groß ist, fiel der Spaziergang auch nicht sehr lang aus. Die meiste Zeit davon verbrachten wir am Ufer des Plauer See. Danach ging es zum Wohnmobil zurück. Während Sönke seinen Computer aufbaute, versuchte ich mich am Einstellen der Sat-Anlage. Dies misslang jedoch erneut, da mir das analoge Signal zum händischen Ausrichten der Antenne nicht mehr zur Verfügung stand. Sönke versuchte dann noch kurz über DVBT Fernsehempfang zu erhalten. Als jedoch auch dies misslang, machten wir uns ans Abendessen.

Da uns kein Fernsehempfang zur Verfügung stand, verbrachten wir die Zeit mit lesen und Computer spielen. Gegen 22.00 Uhr kam es dann zum Sonnenuntergang und wir gingen noch einmal ans Seeufer, um diesen zu genießen. Der Sonnenuntergang war auch klasse, nur das Wetter nicht. Dadurch dass es sehr windig war und die Sonne nunmehr keine Wärme mehr abgab, war es schlagartig kalt geworden. Als wir am Wohnmobil zurück waren, zogen wir uns dann auch gleich zurück.

Geweckt wurde ich am nächsten Morgen durch eine Toyota-Fahrerin, die abreiste. Sie scheiterte an der Schrankenanlage des Geländes. Die Betreiberin versuchte sie zum Parkscheinautomaten zu dirigieren. Dies scheiterte, sodass sie letztlich gegen die Schranke fuhr, bis diese an ihrer Frontscheibe sichtbar war. Danach holte ich erst einmal Brötchen. Nach dem Frühstück packten wir ein und fuhren gegen 09.00 Uhr bereits weiter. Unser heutiges Ziel war Waren / Müritz. Von den vorherigen Besuchen kannten wir noch den Stellplatz in Innenstadtnähe. Auf der Anfahrt fuhren wir am Ortseingang von Waren erst einmal einen Baumarkt an, da ich am Tag zuvor festgestellt hatte, dass wir eine geleerte Gasflasche bisher nicht aufgefüllt hatten. Gleichzeitig erwarb ich ein paar Kleinteile mit denen ich die Kontakte der Beleuchtung an den Garagentüren justieren konnte.

Vom Baumarkt ging es einmal durch die Stadt zum Stellplatz Blumen und Parken in der Mecklenburger Straße in Waren. Wir richteten uns ein und wieder einmal versuchte ich es mit dem digitalen Sat-Empfang. Diesmal klappte es auf Anhieb. Ich konnte es mir nicht erklären, freute mich aber darüber. Im Anschluss bummelten wir erst einmal durch die Stadt Waren und starteten unsere Tour am Hafen. Von dort aus ging es zum Marktplatz und durch die Fußgängerzone. Am Marktplatz machten wir die erste Pause und Sönke gönnte sich erst einmal ein Eis.

Unterwegs besichtigten wir einige Orte in der Altstadt von Waren und kauften noch Fahrradkarten, damit wir die geplanten Touren vernünftig absolvieren konnten.

Bereits um 13.00 Uhr waren wir zurück am Stellplatz. Um den weiteren Tag sinnvoll zu nutzen, machten wir unsere erste Fahrradtour. Es ging in den Müritz-Nationalpark vor den Toren von Waren. Nach einer kurzen Strecke durch die Stadt folgten wir dem Fahrradweg am Ufer entlang bis zum Aussichtpunkt Schnakenburg. Während ich auf die Fahrräder aufpasste, gönnte sich Sönke den Ausblick und machte ein paar Fotos.

Danach ging es in Richtung Moorlandschaft weiter. Wir folgten dem Radweg am Moor und dem Warmker See entlang. Danach wollten wir eigentlich zum Müritzhof, folgten aber der Beschilderung zum Schwarzenhof und wunderten uns zunächst nur über die Entfernungsangabe. Erst als wir uns von unserem eigentlichen Ziel immer weiter entfernten, bemerkten wir, dass wir uns verfahren hatten und fuhren an die Abzweigung zurück. Von dort aus wählten wir dann die richtige Strecke und waren nach knapp drei Kilometern am Müritzhof mit seinem Gastronomiebetrieb.

Nachdem wir die Fahrräder abgestellt hatten, gönnten wir uns ein Getränk. Essen musste Sönke nicht mehr, dass hatte er schon in Waren erledigt. Von unserem Platz aus bekamen wir auch die Streitigkeiten der einzelnen Gäste um Essensbestellungen und das damit verbundene Schlangestehen mit. Sehr lustig und ein klasse Zeitvertreib.

Nach dem Getränk ging es dann auf dem kürzesten Weg durch den Müritz-Nationalpark zurück zum Stellplatz. Dort angekommen relaxten wir erst einmal in der Sonne, bevor es dann zum Duschen ging. Während Sönke den weiteren Nachmittag natürlich mit seinem Computer verbrachte, hatte ich viel Zeit zum Lesen.

Gegen 17.30 Uhr machten wir uns dann erneut auf den Weg ins Stadtzentrum, um etwas zu Abend zu essen. Wir hatten uns ein chinesisches Restaurant ausgewählt und wählten einen Tisch drinnen, obwohl wir auch auf der Außenterrasse hätten sitzen können. Der Chinese bot ein Buffet für 7,90 € an, das ich dann auch gleich wählte, während Sönke etwas aus der Karte bestellte. Während unserer Anwesenheit füllte sich das Restaurant langsam, bis es schließlich bis auf den letzten Platz gefüllt war und bereits Gäste abgewiesen werden mussten. Das Buffet war in Ordnung. Problematisch stellte sich nur dar, dass einige der Meinung waren, es wäre das letzte Essen, was sie sich auf den Teller schaufeln könnten. Mir war es egal und ich genoss das Essen. Nach gut eineinhalb Stunden hatten auch wir genug und gingen zum Wohnmobil zurück, wo wir den Abend mit der Jackass-Show Joko & Klaas verbrachten.

Am nächsten Morgen schliefen wir etwas länger und ich stand gegen 09.00 Uhr auf, um dann erst einmal Brötchen zu holen. Danach weckte ich Sönke und wir frühstückten. Bereits um 10.30 Uhr machten wir uns erneut mit dem Fahrrad auf den Weg. Diesmal hatten wir das Wisentgehege bei Damerow als Etappenziel ausgewählt. Wieder ging es zunächst am Seeufer entlang. Auf Höhe des Campingplatzes Kamerun bogen wir dann ab und fuhren durch Eldenholz. Unmittelbar nach der dortigen Europäischen Akademie ist die Strecke ausschließlich Fahrradfahrern vorbehalten. Am Wisentgehege angekommen machten wir erst einmal eine Getränkepause.

Da das Wisentgehege an das in Springe bei weitem nicht heran kam, schenkten wir uns eine Besichtigung und machten uns auf den Rückweg. Zunächst war angedacht eine Alternativroute zurück zu nehmen. Da der Radweg aber so vorzüglich ausgebaut war, entschieden wir uns, ihn erneut zu nutzen. In Waren zurück bummelten wir noch etwas durch die Fußgängerzone, bevor wir am Marktplatz zum Abschluss ein Getränk nahmen.

Es folgte eine erneute Relaxphase am Wohnmobil, bevor es gegen 16.00 Uhr noch einmal zu einem Bummel in die Stadt ging. Diesmal bummelten wir um das Hafenbecken herum und gönnten uns im „Schnitzelkönig“ ein Eis. Um 18.00 Uhr ging es dann zum Essen in eine Pizzeria am Hafen. Danach verbrachten wir den restlichen Abend am Wohnmobil.

Am nächsten Morgen holte dann Sönke erstmals Brötchen und er meinte es gut mit uns. Insgesamt vier Zwillingsbrötchen, die acht normalen Brötchen entsprachen, kaufte er zum Frühstück ein. Damit hatten wir eindeutig den gesamten Tagesbedarf gedeckt. Nachdem wir gepackt hatten, nutzten wir noch die Entsorgung und Sönke zahlte, bevor es erneut in Richtung Einkaufsviertel ging und wir beim nahen Aldi für unser Abendessen einkauften. Danach ging es weiter in Richtung Rögel, unserem nächsten Etappenziel. Gegen 11.00 Uhr kamen wir im Bereich des Campingplatzes an. Nachdem wir zweimal an der Einfahrt des Campingplatzes vorbeigefahren waren, checkten wir auf dem Campingplatz Pappelbucht ein. Der Preis für den Campingplatz lag in der Hauptsaison bei 16,50 € und damit nur unwesentlich teurer als der Stellplatz.

Nachdem wir uns eingerichtet hatten, legte sich Sönke erst einmal in die Sonne, während ich las. Gegen 14.30 Uhr rafften wir uns auf und fuhren mit dem Fahrrad die knapp 1,5 Kilometer nach Röbel.

Hier fuhren wir die wesentlichen Sehenswürdigkeiten ab.

Nach einem kurzen Aufenthalt am Marktplatz ging es zum Hafen zurück, wo wir ein Mitbringsel für Ellen kauften und Sönke sich wieder einmal ein Eis gönnte. Zurück am Campingplatz beschlossen wir dann, das nahe Freibad zu nutzen, da der Eintritt dort für uns kostenlos war. Das schön gestaltete Freibad lag direkt am Seeufer und wir konnten im See baden. Das war sehr erfrischend, auch wenn die 18 Grad Wassertemperatur nicht zu einem langen Aufenthalt einluden. Nachdem wir uns in der Sonne wieder aufgewärmt hatten, ging es zum Wohnmobil zurück. Dort angekommen spielten wir erst einmal eine Runde Siedler, wobei mich Sönke regelrecht abzog. Ich hatte nicht die geringste Chance auf einen Sieg.

Nach unserem überaus gesunden Abendessen, Salat und Brötchen, verbrachten wir dann den Abend wie üblich. Ich blieb diesmal jedoch draußen sitzen, da der Abend mittlerweile so lau war, das er es zuließ.

Für den nächsten Tag hatten wir uns wieder eine Fahrradtour vorgenommen. Bereits um 09.30 Uhr ging es nach dem Frühstück mit dem Fahrrad los. Zunächst fuhren wir wieder nach Röbel. Von hier aus ging es dann über den Radweg um den Binnensee Großer Wünnow herum und durch das Naturschutzgebiet nach Zähnerlank. Hier schwenkten wir vom Ufer ab und fuhren in Richtung des Gutsherrenortes Ludorf. Nach einem kurzen Fotostopp an der Ludorfer Oktogonkirche, die Backsteinkirche mit ihrem achteckigen Grundriss,

ging es zum Seeufer. Nachdem wir dort eine kurze Rast eingelegt hatten, machten wir uns auf den Rückweg. Unmittelbar vor Ludorf machten wir noch einen kurzen Abstecher zur Slawenburg Morin, die hier frei zugänglich ist.

Von Ludorf an fuhren wir dann die Landstraße nach Röbel zurück. Entgegen unserer Karte befand sich jedoch kein Radweg an der Strecke und wir mussten auf der Fahrbahn fahren. Sönke legte auf den knapp 5 Kilometern eine gute Geschwindigkeit vor. Selten waren wir unter 35 km/h unterwegs. In Röbel legten wir dann am Hafen eine Pause ein und gönnten uns einen Aufenthalt auf dem Bistroschiff, das am Hafenkai vertäut liegt.

Nach unserer Rückkehr zum Campingplatz ging es erneut ins Freibad. Da die Wassertemperatur sich nicht erhöht hatte, war auch dieser Aufenthalt erfrischend aber kurz. Um den Nachmittag rum zu bekommen, gönnten wir uns eine neuerliche Partie Siedler. diesmal gewann ich und mir wurde prompt von meinem kleinen Trotzkopf als Gegner Unfairness unterstellt. Irgendwie wurde hier meines Erachtens nach mit zweierlei Maß gemessen.

Wieder gönnten wir uns ein karges Abendessen am Wohnmobil, das wir im freien zu uns nehmen konnten. Danach wusch Sönke das Geschirr ab und ich genoss den lauen Sommerabend. Während sich Sönke erneut früh ins Wohnmobil zurückzog, bleib ich draußen. Allerdings wurde dieser Aufenthalt auch recht früh beendet, da erstmals Mücken zum Problem wurden.

Für den nächsten Tag hatten wir uns nach dem Frühstück für eine Weiterfahrt entschieden. Wittenberge an der Elbe war unser Ziel. Da es aber immer heißer wurde und wir weder zu einer Stadtbesichtigung noch zu einer Fahrradtour Lust verspürten, strichen wir diese Etappe und fuhren lieber in Richtung Heimat, wo wir gegen 14.30 Uhr ankamen. Sönke half noch kurz beim Entladen des Wohnmobils, bevor er sich zu einem Freund aufmachte.

Unterwegs an Mecklenburgischen Seen

Unterwegs an der Mecklenburgischen Seenplatte

(Malchow / 27.08.2004-02.09.2004)

Der diesjährige Fahrradurlaub sollte uns auf die Inselstadt Malchow in der Mecklenburgischen Seenplatte führen.

Die für uns nicht so bekannten Regionen der „neuen Bundesländer“ waren für uns sehr interessant geworden.

Die Mecklenburgische Seenplatte hatte von uns noch keiner besucht und ein Blick auf die Karte zeigte Malchow als recht zentralen Ort.
Auch bei der Suche nach einer Unterkunft erwies es sich als Vorteilhaft, so dass schnell eine Ferienwohnung gebucht war. Diese lag in der Straße Sandfeld am Ortsrand von Malchow.

Es handelte sich dabei um einen freistehenden Anbau zu einem Einfamilienhaus, das durch die Vermieter bewohnt wurde.

Nach den Erfahrungen aus der Spreewald-Tour reisten wir erstmals mit zwei Pkw an. Hierdurch erhielten wir die Möglichkeit, etwas mehr Gepäck mitzunehmen und die Anfahrt gestaltete sich auch für alle etwas komfortabler.
Leider war es auch dem Umstand gezollt, dass ich etwas früher aufbrechen musste, da mir nicht so viel Zeit für den Urlaub zur Verfügung stand.

Leider waren wir in der Dokumentation unserer Touren noch nicht so weit fortgeschritten wie in der heutigen Zeit, so dass einzelne Streckenabschnitte in Vergessenheit geraten sind.

Am ersten Tag ging es auf jeden Fall erst mal in Richtung Waren/Müritz. Bei trockenem, aber recht kaltem Wetter ging es über Malchow nach Göhren-Lebbin. Hier war gerade ein Feriengebiet für Golfer neu entstanden. Ein Marktplatz für die Touristen, sowie eine Miniatur-Anlage zu den Gebäuden der Region war gebaut worden. Außerdem waren rundherum Golfplätze gebaut worden.
Nach einer kurzen Rast ging es in Richtung Wendhof und Grabenitz weiter. Hier trafen wir tatsächlich auf die ersten Erhebungen der Region, die so etwas wie Abfahrten mit sich brachten.

Leider waren sie teilweise mit Kopfsteinpflaster befestigt, so dass es nicht wirklich Spaß machte, die Strecke zu fahren. Weiterhin bringt natürlich eine Abfahrt auch gezwungenermaßen eine Steigung zur Anfahrt mit sich, die uns nicht wirklich erfreute.

Über Klink ging es dann nach Waren rein. Wir bummelten kurz durch die Fußgängerzone und gönnten uns dann am Hafen etwas zu Essen.
Danach ging es über die nördliche Route wieder zurück. Durch das weitläufige Waldgebiet folgten wir dem Radweg bis Nossentin. Hier erst war eine erneute Rast möglich, da auf der bisherigen Wegstrecke keine Gaststätten zu finden waren.
Von Nossentin nach Malchow war’s ein Katzensprung, so dass wir zeitgerecht in der Ferienwohnung zurück waren.

Die Tour am nächsten Tag führte uns in die Region westlich von Malchow. Hier fand sich der Plauer See, den wir beabsichtigten zu umrunden.

Zunächst ging es direkt in Richtung Lenz. Hier im Ort sollte es eine Abzweigung in Richtung Norden geben, die uns nach Alt Schwerin führte. Leider verpassten wir die Einfahrt im ersten Anlauf, lernten dadurch aber eine Lokalität am Strand des Plauer Sees kennen, in die wir dann später mehrfach einkehren sollten.
Nachdem wir den Abzweig gefunden hatten, ging es auf einem Waldweg am Ufer entlang. Kurz vor Alt Schwerin ging es dann ab in Richtung Jürgenshof. Von hier folgten wir den Feld- und Waldwegen und über ein Fischerdorf auf die Halbinsel Plauer Werder.
Nun fuhren wir in Richtung eines Campingplatzes am Südufer, da wir erhofften dort eine Rast einlegen zu können. Leider war der Platz geschlossen. Vor dem Tor machten wir dennoch eine kurze Pause und beschlossen, die hügelige Halbinsel noch einmal genauer mit dem Fahrrad zu erkunden. Hierzu wollten wir auch etwas abseits der regulären Wege fahren.

Gesagt, getan. Den ersten Weg rein und los ging’s. Der Weg wurde immer schlechter und immer schwieriger zu erkennen, da er komplett zugewuchert war. Es ging nur sehr langsam voran, da es auch bergauf ging.

An einem Gestrüpphindernis passierte es dann. Ich musste aus den Pedalen raus und neu starten. Als ich dann an dem Hindernis vorbei war, waren Ansgar und Lars nicht mehr zu sehen. Grundsätzlich war das kein Problem, leider teilte sich der Weg und es boten sich vier Möglichkeiten weiterzufahren. Keine zeigte Hinweise darauf, welchen Weg die beiden genommen hatten, so dass ich für eine Tour bergab entschloss. Diese führte mich ans Westufer – dachte ich – und ich wartete am Hauptweg auf ein Zusammentreffen. Das kam leider nicht zu Stande. Ähnlich wie bereits im Spreewald versuchten wir durch Telefonate wieder zueinander zu finden. Dies gestaltet sich jedoch schwierig, wenn man sich an einem anderen Ort wähnt, so dass letztlich nur die Fahrt zurück zum Fischerdorf blieb. unmittelbar davor trafen wir uns auf einem Parkplatz wieder und die Fahrt konnte gemeinsam fortgesetzt werden.

Da uns dieses Kapitel einiges an Zeit gekostet hatte und die Mittagszeit bereits erreicht war, nahmen wir von der ursprünglichen Tourplanung Abstand und fuhren nach Alt Schwerin.

Alt Schwerin ist ein Museumsdorf im Müritzkreis, das einiges zu bieten hat. Uns bleib lediglich die Besichtigung des Dampfmaschinentraktors. Danach machten wir an einem Imbiss Pause.

Von Alt Schwerin ging es über Sparow und den Krebs See zurück zur Ferienwohnung.

Der nächste Tag war ein Regentag. Bereits am Morgen war das Wetter schlecht, so dass wir beschlossen eine Pkw-Tour zu machen. Als Ziel war die Stadt Rostock schnell gefunden.

Nach der kurzen Anfahrt über die Autobahn parkten wir am Hafen am Warnowufer und gingen in die Innenstadt.

Nach etwas Sightseeing und einem Mittagessen ging es dann wieder zurück.
Auf der Rückfahrt stoppten wir noch kurz an einem neu eröffneten Mediamarkt.
Mehr gab es eigentlich nicht zu berichten.

Am nächsten Tag sollte wieder Fahrrad gefahren werden. Die Tour um den Plauer See stand noch aus und wieder ging es in Richtung Lenz. Von dort folgten wir dem Radweg durch den Wald in Richtung Alt Schwerin. Während der Fahrt stellten wir fest, dass irgendetwas mit Ansgars Hinterrad nicht okay war. Eine genauere Nachschau brachte dann das Ergebnis – Speichenbruch.

Speichenbruch

Gemeinsam mit Ansgar bewegten wir uns langsam zu einem nahen Campingplatz, wo wir ihn warten ließen. Lars uns ich fuhren mit dem Fahrrad zur Ferienwohnung zurück. Von dort startete Lars mit dem Auto und fuhr Ansgar zu einer Fahrradwerkstatt in Malchow. Dort wartete Ansgar gleich auf die Reparatur seines Rades und vertreib sich die Zeit, indem er ein Paar neue Fahrradhandschuhe erwarb.
Als er wieder am Ferienhaus erschien, war das Interesse am Fahrrad fahren geschrumpft, so dass wir lediglich noch eine kurze Tour zu dem Restaurant am Plauer See fuhren, um ein Mittagessen einzunehmen.

War uns auch ganz recht, da zur Zeit Handball-WM war und Deutschland gut mitspielte. Wir saßen nachmittags mit dem Vermieter zusammen auf dessen Terrasse und schauten uns bei einigen Bier das Spiel an.

Am folgenden Tag sollte es dann aber endgültig wieder richtig losgehen. Diesmal sollte es wieder eine richtige Tour werden.

Zunächst ging es wieder nach Malchow und von dort zum Kloster Malchow auf der gegenüberliegenden Seeseite.

Nach einem kurzen Besichtigungstopp am Klostergelände ging es an der Landstraße 192 entlang nach Westen.

Nachdem wir die Autobahn überquert hatten, bogen wir in Richtung Petersdorf ab. Mittlerweile hatte es auch kurzfristig zu regnen begonnen, so dass wir wiederum in Lenz unsere Route beendeten und zur Ferienwohnung zurückfuhren.

Am nächsten Tag endete der Fahrradurlaub für mich.

Ansgar und Lars verbrachten noch einen Tag in Malchow und nahmen sich erneut den Plauer See und die Plauer Werder als Fahrtziel vor.

Nach dieser Tour zu zweit beendeten auch sie den Urlaub.

Datum TRP TIME
28.08.2004 58,60 02:56:39
29.08.2004 37,76 02:09:31
31.08.2004 22,70 01:05:00
01.09.2004 29,90 01:35:00
 Gesamt 148,96 07:46:10