Kroatien und Österreich

Kroatien und Österreich

(10.08.2012 bis 28.08.2012)

Der Sommerurlaub stand wieder einmal vor der Tür und wir planten einen Trip durch die Schweiz oder Österreich. Auf jeden Fall sollte es diesmal etwas in Richtung Aktivurlaub mit Wandern und ähnlichen Vergnügungen werden. Leider machte uns das mitteleuropäische Wetter einen Strich durch die Rechnung. Kurz vor unserem Urlaub war das Wetter in den Alpenländern eher mäßig und es zeichnete sich ab, dass unsere Urlaubszeit von Gewittern und Regen geprägt sein sollte. Kurz vor der Urlaubszeit erarbeiteten wir also einen Alternativplan und blieben wieder an Kroatien hängen. Allerdings sollte es diesmal wieder eine Küstentour werden.

Am 10.08.2012 sollte es losgehen. Ich musste noch am Nachmittag arbeiten, konnte aber bereits um 17.00 Uhr zu Hause sein, so dass wir doch recht zeitnah starten konnten. Entgegen unserer sonstigen Gewohnheiten nutzten wir gleich die Autobahn für unsere Fahrt in Richtung Süden. In Göttingen machten wir dann einen kurzen Stopp und besprachen den weiteren Fahrtverlauf. Da wir erstaunlich staufrei durchkamen, beschlossen wir erst einmal so lange zu fahren, wie ich mich noch fit fühlte. Gegen 23.00 Uhr hatten wir die ersten 500 Kilometer hinter uns gebracht und mussten tanken. Auf Höhe Greding flammte dann auch noch die Tankleuchte auf. Kurz bevor die Tankstelle in Denkendorf schloss, konnten wir noch unseren Tank füllen und die Fahrt fortsetzen. Die Dieselpreise waren aber schon hier erschreckend für uns. Der Literpreis lag 10 Eurocent über dem in Norddeutschland.

Weiter ging es an München vorbei und da ich mich immer noch fit fühlte und wir bis hierhin gut vorangekommen waren, beratschlagten Elli und ich uns während einer Pause. Schnell stellten wir fest, dass wir beide das gleiche Bedürfnis hatten und erst einmal richtig ausspannen wollten. Wir beschlossen also zunächst den Campingplatz Valalta in Rovinj anzufahren, um diesem Wunsch nachzukommen. Weiterhin traf ich die Entscheidung zu schauen, ob ich die Nacht durchfahren könnte, um bereits schon am nächsten Tag den Urlaub richtig beginnen zu können.

Die weitere Fahrt durch Österreich und Slowenien verlief ereignislos. Mit einer Ausnahme, so viel Verkehr hatte ich auf der Strecke bisher nur tagsüber erlebt. Ich hatte das Gefühl halb Deutschland nutzte diesen Weg in Richtung Süden. Dennoch kam es zu keinen größeren Verkehrsstauungen. Lediglich an den Tankstellen bildeten sich Warteschlangen. So musste ich beim Tanken an der Raststation Freisitz an der Drau fast eine halbe Stunde warten, bis ich an der Reihe war. Dagegen war am Karawankentunnel, wie auch zuvor am Tauerntunnel, keine Wartezeit und ich konnte hier gleich durchstarten.

An der slowenischen A2, auf der Raststation Voklo, die kurz vor Ljubljana liegt, gesellte sich Elli wieder zu mir und wir nahmen dann ein gemeinsames Frühstück ein, das Elli im Tankstellenrestaurant besorgte. Im weiteren Verlauf ging es dann flott weiter und wir erreichten bereits gegen 07.00 Uhr morgens die slowenisch-kroatische Grenze bei Koper. In Koper tankten wir noch ein letztes Mal auf und machten uns dann auf die letzten Kilometer. Am Grenzübergang hatten wir dann auch noch wieder das Glück auf unserer Seite. Eine Warteschlange hatte sich vor den zwei Abfertigungsspuren gebildet. Als wir aber in Sichtweite der slowenischen Grenzstation kamen, sahen wir eine Mitarbeiterin auf der Busspur hektisch Fahrzeuge heranwinken, die jedoch nicht reagierten. Also scherte ich auf diese Spur ein und fuhr an der kompletten Schlange vorbei, in der die Anderen weiter artig warteten.

Gegen 08.30 Uhr kamen wir am Campingplatz Valalta an. Wider Erwarten war keine Wartezeit am Check-Inn. Ich hatte Elli und Sönke die Fahrräder abgeladen und sie machten sich umgehend auf die Suche nach einem Stellplatz. Ich selbst fuhr mit dem Wohnmobil in die von uns favorisierte Region und fand einen Stellplatz direkt unterhalb des Waschhauses mit Blick über die Bucht. Hier stellte ich uns erst einmal ab und wartete auf das Ergebnis der Suche von Sönke und Elli. Die hatten mehrere mögliche Optionen, aber nichts Definitives gefunden, so dass wir erst einmal abwarteten und schon einmal anfingen auszupacken. Als dann ein Stellplatz, der näher am Wasser lag, frei wurde, versuchten wir es. Leider machten uns die Breite des Weges und die Lage des Stellplatzes einen Strich durch die Rechnung, da wir das Wohnmobil nicht vernünftig einparken konnten. Also zurück zur ersten Wahl, dem Stellplatz Nummer 1211.

Der sollte es dann nun aber auch endgültig bleiben. Wir wollten nicht weiter suchen und richteten uns ein. Nachdem dies erledigt war, entspannten wir uns erst einmal von der 1200 Kilometer langen Anfahrt.

Nachmittags ging es dann in das neu gestaltete Restaurant Saline am Platz. Es war etwas mit neuen Sitzmöbel und frischen Farben aufgepeppt worden, vermittelte uns aber nun das Gefühl, fehl am Platze zu sein. Abends gingen wir dann in die Snack I zum Abendessen. Hier war alles beim Alten und wir fühlten uns wohl. Die Zeit danach nutzten wir für einen Bummel über den Platz, auf der Suche nach weiteren Veränderungen.

Den nächsten Tag verbrachten wir mit Schwimmen, Lesen und Relaxen. Gegen Mittag stellten wir dann fest, dass einer unserer Campingstühle, die wir von Reni bekommen hatten, auf der Fahrt oder im Anschluss Schaden genommen hatte. Ein Aluminiumriegel, der für die Arretierung der Rückenlehne zuständig ist, war gebrochen.

Am späten Nachmittag ging es dann mit dem Fahrrad in die Stadt. Für die Hinfahrt benutzten wir den Radweg und stellten hierbei fest, dass die Fischgaststätte von Ramon nicht wieder geöffnet hatte. In der Stadt folgte dann ein ausgiebiger Bummel und ein Abendessen in der Pizzeria Leone, das wie immer gut war. Zum Abschluss gab es dann noch einen Cocktail in der Havanna Bar, bevor es auf dem Fahrrad zurückging.

Am Stellplatz folgte eine Partie Trionimos, die Sönke für sich entschied, weil ich mit meinem letzten Stein eine mögliche Brücke nicht erkannte, die zum Gleichstand geführt hätte.

Auch der nächste Tag war wieder geprägt von heißem und sonnigem Wetter. Am Morgen gingen wir zum Supermarkt auf dem Campingplatz einkaufen. Wir hatten überlegt am Abend zu grillen, was wir dann auch nach einem entspannenden Tag umsetzen. Zu diesem Zeitpunkt hatten wir uns über eine mögliche Brandgefahr noch keine Gedanken gemacht. Wir hatten zwar gehört, dass es hier seit Mitte Mai nicht mehr geregnet hatte und mittlerweile die Pkw-Wäsche und das Gießen von Blumen unter Strafe gestellt waren, aber die mögliche Brandgefahr hatten wir überhaupt nicht auf dem Schirm. Das bekamen wir erst auf den späteren Campingplätzen mit, wo der Umgang mit offenem Feuer explizit verboten war. Unserem Abend tat dies zu diesem Zeitpunkt keinen Abbruch. Reichlich Cevapcici und Raznijc machten uns satt und im Anschluss gönnten wir uns einen, leider recht alkoholarmen Cocktail in der Saline. Danach folgte wieder eine Partie Trionimos, um den Abend ausklingen zu lassen.

In der Nacht war Sönke wieder von dem Igel besucht worden, der schon in der vorangegangenen Nacht seinem Zelt einen Besuch abgestattet hatte. Ansonsten verlief auch dieser Tag in den üblichen Bahnen mit Schwimmen und Schnorcheln. Am frühen Abend ging es dann mit dem Fahrrad in Richtung Kazun. Diesen Restaurantbesuch wollten wir uns auf keinen Fall entgehen lassen. Obwohl wir eigentlich jedes Jahr mehrfach dort gewesen waren, fuhren wir die falsche Einfahrt herein und landeten natürlich zunächst nicht am Kazun. Dort dann aber letztlich angekommen, fanden wir auch gleich einen schönen Tisch und konnten bestellen. Wie eigentlich jedes Jahr war das Essen gut, reichhaltig und günstig.

Gegen 20.00 Uhr sind wir zurück am Wohnmobil und wollen den Abend wieder einmal mit Spielen verbringen. Beim Anbau der Beleuchtung rutscht mir diese aus der Hand und schwingt einmal gegen die Seitenwand des Wohnmobils, wo sie eine kleine Delle hinterlässt. Ärgerlich. Am Abend trafen wir auch die Entscheidung, am nächsten Tag weiterzufahren.

Bereits um 09.30 Uhr hatten wir alles eingeräumt und unseren Stellplatz frei gemacht. Beim Bezahlen des Campingplatzes stellte sich uns erstmals das Problem mit unserer EC-Karte. Angeblich hatte sie keine Ausreichende Deckung. Dieses Problem zog sich dann durch den gesamten Urlaub. In allen Ländern, die nicht der EU angehörten, verfügte die EC-Karte über keine Deckung und war nicht zu nutzen.

Über die Autobahn ging es dann nach Pula. Die folgenden 50 Kilometer stellten keine Herausforderung dar. Einzige Ausnahme war die Hitze, die bereits am Vormittag sehr ausgeprägt war. In Pula vertrautem wir erst einmal dem Navi uns zu dem Campingplatz in Stoja zu führen. In der Innenstadt von Pula, versperrte uns dann eine Baustelle den direkten Weg, so dass wir zunächst wieder zurück mussten, um die Umleitung zu finden. Nachdem wir die Abzweigung regelrecht eingekreist hatten, ging es durch enge Straßen und über steile Anstiege weiter. Letztlich griff der Navi wieder ein und wir gelangten wohlbehalten zum Campingplatz Stoja. Am Check-Inn herrschte ein mittelschweres Chaos. Das bezog sich auf die Parksituation und die Stellplatzvergabe. Elli ergatterte den Platz 118 für uns. Grob fanden wir ihn dann auch, da er unmittelbar hinter der Rezeption lag. Die genaue Lage erschloss sich uns jedoch nicht, da die Stellplätze nicht parzelliert waren. Ich stellte unser Wohnmobil annähernd richtig ab und wir machten uns für unseren Bummel durch Pula fertig.

Für die Fahrt in die Stadt hatten wir den Bus gewählt, der direkt vor dem Campingplatz abfuhr. Zu unserem Glück hielt auch gerade ein Bus und wir konnten die Fahrkarten erwerben und direkt einsteigen. Kaum saßen wir, stellte ich fest, dass wir die Fotokamera im Wohnmobil gelassen hatten. Ich fragte beim Fahrer kurz nach, wann der Bus fährt. Er sagte in zwei Minuten. Also wollte ich auf den nächsten warten, aber dazu sagte der Fahrer, dass dann unsere Fahrkarten ungültig wären. Also legte ich einen kurzen Sprint zum Wohnmobil hin, um die Kamera zu holen und den Bus noch zu schaffen. Wieder zurück gingen die Türen zu und der Bus fuhr ab. Ich hatte die ganze Fahrt noch etwas davon, denn ich war gehörig ins Schwitzen geraten.

Mit dem Bus kamen wir direkt an der Innenstadt an und betraten die Altstadt durch den Sergierbogen, einem alten Triumphbogen aus der Zeit des Römischen Reiches. Danach folgte ein Bummel durch die Fußgängerzone, vorbei am Forum in Richtung Amphitheater. Hier reichte uns eine Besichtigungstour von außen, da das Innere eh für eine Musikveranstaltung eingerichtet war.

Nach dem Besuch am Amphitheater gönnten wir uns erst einmal ein schnelles Getränk, bevor es dann den Berg hinauf zur historischen Festungsanlage ging. Nach einem Rundgang am Festungsgelände folgte der Abstieg zur Porto Gemina. Von dort kamen wir nach einem kurzen Fußmarsch wieder am Platz Giardini. Hier machten  wir erst einmal eine längere Pause und gönnten uns in einem der vielen Straßenlokalen ein Getränk. Weiter ging es dann zum Markt und zur Fischhalle. Da der Markt leider bereits geschlossen war, war es nur eine Stippvisite in diesem Teil der Innenstadt.

Es folgte ein kleiner Shoppingbummel durch die Fußgängerzone, da Sönke mittlerweile festgestellt hatte, dass er doch eine Sonnenbrille bräuchte. Schnell war ein passendes Modell gefunden und auf der Suche nach dem günstigsten Anbieter stellten wir extreme Preisschwankungen fest. Sönke selbst, sparsam wie er ist, entschied sich für das billigste Modell und musste umgerechnet 7 Euro zahlen.

Es folgte die Rückfahrt mit dem Bus und, endlich auf dem Campingplatz angekommen, sofort ein Gang zum Strand und ein Bad im Meer. Danach relaxten wir noch etwas am Wohnmobil, bevor es in den frühen Abendstunden zum Essen in ein Restaurant auf Campingplatz ging.

Am nächsten Tag packten wir unsere paar Habseligkeiten ein und machten uns auf den Weg in Richtung Süden. Für die Fahrt durch Pula hielten wir uns zunächst an die Busroute und bogen dann am ersten Stau, der durch den Innenstadtverkehr zu Stande kam, ab und folgten dem Navi. Kurz vor der Autobahn kauften wir noch schnell ein und fuhren dann erst einmal in Richtung Rijeka. Unser Ziel war ein Campingplatz auf Krk. Hier riefen wir vorher erst einmal an, ob man überhaupt Platz für uns hätte. Das Telefonat war aber nicht zielführend. reservieren wollte, bzw. Konnte man nicht und eine definitive Aussage wollte man auch nicht treffen. Die meisten Gäste würden gegen 13.00 Uhr abreisen, dann würde sich vermutlich etwas finden.

In Rijeka folgten wir der Autobahn in Richtung Krk. In Höhe Barka endet die Autobahn in einem Autobahnkreuz in Ständertechnik. Unmittelbar davor fing ein Stau an, der sich auf Grund zweier Ampelanlagen gebildet hatte. Nachdem die letzte Ampel hinter uns lag, ging es normal weiter. Die Gegenrichtung jedoch hatte über Kilometer Stopp-and-go.

Die Brücke auf die Insel Krk kostete uns dann noch einmal 46 Kuna Gebühr, dann hatten wir es geschafft. Das war jedenfalls unsere Überlegung. Tatsächlich zog sich die Strecke auf Krk dahin. Bis zur Ortschaft Krk handelte es sich noch um eine verhältnismäßig gut ausgebaute Landstraße. Was danach folgte, war jedoch etwas anspruchsvoller. Die Fahrbahn verengte sich derart, dass an einigen Stellen Begegnungsverkehr nur bedingt möglich war. Und in Baska, dem Ort, in dem der Campingplatz lag, fuhren wir wirklich bis zum Ende, bevor der Campingplatz ausgeschildert war. Nach der letzten Steigung hatten wir den Campingplatz Bunculuka erreicht.

Tatsächlich hatte man noch Plartz für uns und empfohl uns auch einige Stellplätze. Welcher es werden sollte, mussten wir selbst entscheiden. Sönke und Elli gingen zu Fuß, ich fuhr mit dem Wohnmobil. Leider erwischte ich die erste Abzweigung gleich falsch und fuhr nicht auf die Stellflächen, sondern auf den Abgang Richtung Strand. Hier angekommen, musste ich erst einmal wenden und wieder zurück. Elli wies mich dann in den ausgewählten Stellplatz ein. Nach einigem Rangieren und einer Menge Einweiser dabei, stand das Mobil letztlich und wir richteten uns für die nächsten zwei Nächte ein.

Erst einmal ging es zum Strand, um die herrliche Lage des Platzes zu genießen. Begeistert waren wir vom Wasser. So klar hatten wir es bisher noch nicht erlebt.

Den Rest des Tages verbrachten wir in dieser entspannenden Atmosphäre. Nach einem selbst zubereiteten Abendessen ging es am Ufer entlang nach Baska. Hier bummelten wir die Hafenpromenade entlang und verschafften uns einen ersten Überblick über den Ort.

Den folgenden Tag ließen wir uns dann richtig fallen und genossen einfach den idyllischen Platz. Elli hielt sich zunächst die meiste Zeit am Strand auf, während Sönke und ich die Zeit mit Schnorcheln und Lesen verbrachten. Am frühen Abend ging es dann für uns wieder in die Stadt. Wieder folgten wir dem Uferweg bis zum Hafen.

Danach gingen wir diesmal die Fußgängerzone und Einkaufszeile entlang. Auf der Suche nach einem Restaurant folgten wir letztlich der Empfehlung unserer Platznachbarn vom Campingplatz und suchten das Restaurant Saloon auf. Das lag zwar etwas abseits des Hafens, sollte sich aber lohnen. Tatsächlich bekamen wir gerade noch einen Platz auf der Außenterrasse. Hier war es erstmals so, dass einem der Platz zugewiesen wurde. Die Wartezeit wurde mit Sliwowitz und Lutscher überbrückt. Das anschließende Essen war gut uns reichhaltig und das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmte auch. Zurück zum Campingplatz ging es dann an der Hafenpromenade entlang. Am Mobil angekommen, packen wir unsere Sachen erst einmal ein, um am nächsten Morgen früh los zu kommen.

In der Nacht werden wir dann von unserem Platznachbarn eingeparkt, der seinen Pkw so hinstellt, dass wir nicht rangieren können. Doch auch dieses Problem ließ sich schnell und unkompliziert lösen. Nicht jedoch das Problem mit der EC-Karte. Wieder wurde sie beim Bezahlen nicht akzeptiert. Nachdem das dann mit der Kreditkarte erledigt war, ging es wieder runter von der Insel Krk. Gleich zu Beginn der Strecke gab es dann in der Ortschaft Draga Bascanska eine interessante Verkehrssituation. Die Fahrbahn verengte sich auf Grund der Bebauung auf eine Fahrspur. Eigentlich hatte der Verkehr bergan – also wir – Vorrang. Das interessierte den Gegenverkehr jedoch herzlich wenig und da keine Lücke war, konnten wir die Stelle nicht passieren. Erst als ich langsam einfach anfuhr, bremste doch mal einer ab und gewährte uns die Durchfahrt. Der Rest der Fahrt war recht zähflüssig. Es herrschte viel Verkehr und einige verbrachten augenscheinlich den Tag mit Sightseeingtouren im Pkw.

Nachdem wir die Insel wieder verlassen hatten, ging es auf der Bundesstraße 8 in Richtung Süden. Anfänglich heiterte uns noch der Stau im Gegenverkehr auf, der sich augenscheinlich bis Rijeka erstreckte. Als wir diesen allerdings in einer Länge von knapp 20 Kilometern passiert hatten, hatten wir Mitleid mit den Fahrzeuginsassen, die sich am Ende anstellen mussten.

Am Vormittag erreichten wir dann Senj. An der Küstenstraße entdeckten wir ein Autokamp in Senj, das recht einladend wirkte. Wahrscheinlich da es direkt am Wasser lag und es mittlerweile wieder richtig heiß geworden war. Unser Weg führte uns über die Bundesstraße 23 das Küstengebirge hinauf. Die Strecke hatten wir schon einmal mit dem alten Bürstner-Mobil bewältigt. Diesmal ging es etwas flotter voran.

Dem Straßenverlauf weiter folgend ging es auf direktem Weg in Richtung Autobahn. Wir folgten der A 1 in Richtung Süden. Außer dass es heiß war, ereignete sich auf den Autobahnkilometern nicht viel. Erwähnenswert waren lediglich die Staus in Richtung Norden. So baute sich nach Passieren des Sveti Rock Tunnels ein Stau auf, der schnell eine Länge von 25 Kilometern und mehr erreichte. Gott sei dank war er nicht in unsere Richtung. Wir fuhren dann in Richtung Zadar ab und hatten als einzige Verkehrsbehinderung die Warteschlange an der Mautstation zu bewältigen.

In Zadar folgten wir den Hinweisschildern zum Camping Borik. Dieser Platz lag am dichtesten zur Altstadt. Nach der Anmeldung hatten wir auf dem riesigen, unparzellierten Gelände die Qual der Wahl uns für einen Platz zu entscheiden. Nachdem wir aufgebaut hatten, ging es gleich mit den Fahrrädern in Richtung Altstadt. Zuvor musste Elli unsere Anmeldung noch komplettieren. Während dieser Zeit entdeckte Sönke eine europäische Gottesanbeterin, die am Fenster der Rezeption hing.

Danach ging es mit dem Fahrrad am Hafen entlang bis zur Brücke in die Altstadt. Hier stellten wir unsere Fahrräder ab und machten uns zu Fuß auf die Erkundung der Stadt. Auf unserer Tour durch die Stadt gelangten wir zu allen Sehenswürdigkeiten, die der Reiseführer hergab.

Während einer Pause in einem Cafe an der Siroka Ul. beschlossen Elli und Sönke den Turm an der Sveta Stosija und Donatuskirche zu ersteigen und sich den Ausblick über die Altstadt zu gönnen. Danach ging es noch durch einige kleine Gässchen. Letztlich wollten wir für das Abendessen noch etwas Salat einkaufen und suchten den Markt. Da aber schon alles geschlossen hatte, mussten wir mit einem Supermarkt vorlieb nehmen.

Zurück zum Campingplatz ging es dann wieder am Hafen entlang. Dass es sich hierbei um Einbahnstraßen handelte, die wir entgegen der Fahrtrichtung befuhren, schien keinen zu interessieren. Danach verbrachten wir den Rest des Abends mit Gesellschaftsspielen, bevor es dann ins Bett ging. Es folgte eine recht unruhige Nacht, da die Nachtschwärmer bei ihrer Rückkehr auf den Campingplatz nicht gerade leise waren. Der britische Platznachbar sorgt dann durch eine kompromisslose und blumige Ansage in seiner Muttersprache für Ruhe.

Bereits um kurz nach 07.00 Uhr standen wir am nächsten Morgen auf. Schnell war alles nach dem Frühstück gepackt. Nach unserer Abfahrt vom Campingplatz kauften wir noch kurz in einem Supermarkt ein, bevor es auf der Küstenstraße weiter ging. Eigentliches Ziel war Murter. Da wir aber keinen Kontakt zum Campingplatz bekamen und uns Primosten als Ziel interessanter erschien, entschieden wir uns entsprechend um. Kurz vor Sibenik machten wir dann noch an einer Brücke halt, um das Bungeejumping von der Brücke zu beobachten.

Bereits gegen 13.00 Uhr kamen wir am Campingplatz Adriatiq an und reihten uns die Schlange derer ein, die einen Platz begehrten. Während Elli die Anmeldung übernahm brüteten Sönke und ich in der Hitze. Elli bekam den Stellplatz Nummer 65 zugewiesen. Nach einer kurzen Inspektion erschien er ihr akzeptabel und wir bauten uns auf.

Den Nachmittag verbrachten wir am Platz und für den frühen Abend hatten wir uns vorgenommen, zu einem Bummel in die Stadt zu fahren. Zunächst wollten wir das Taxiboot vom Platz in die Stadt nutzen, schafften es aber zeitlich nicht und entschlossen uns zu Fuß zu gehen. Am Tor des Campingplatzes sahen wir dann einen alten VW Bus T1, der liebevoll wieder aufbereitet worden war und als Campingmobil genutzt wurde.

Auf unserem Fußmarsch in Richtung Stadt merkten wir bereits nach einigen 100 Metern, dass das keine ganz so tolle Idee war. Und vor allen Dingen für den Rückweg mussten wir uns etwas überlegen, da wir auf keinen Fall in der Dunkelheit ungesichert an der Straße entlanggehen wollten.

Ein bisschen genervt kamen wir am Beginn der Fußgängerzone an. Die Strecke und das heiße Wetter waren hieran genauso Schuld, wie Sönke, der sein Quengeln perfektionierte und uns penetrant auf seine Unzufriedenheit aufmerksam machte. Die Altstadt von Primosten entschädigte dann etwas für die vorangegangenen Mühen, auch wenn sie sehr für den Tourismus aufgearbeitet worden war.

Bei unserem Aufstieg in Richtung Kirche gönnten wir uns dann erst einmal in kleinen Imbiss eine Getränkepause, um wieder zu Kräften zu kommen. An der Kirche angekommen, konnten Elli diese nicht besichtigen, da gerade ein Gottesdienst abgehalten wurde. Dieser war so gut besucht, dass die Predigt mit Außenlautsprechern nach draußen übertragen wurde. Ein abschließender Gang über den Friedhof ließ uns dann ein idyllisches Restaurant entdecken, auf dessen Außenterrasse man einen schönen Blick über das Meer und den beginnenden Sonnenuntergang hatte. Das Abendessen war gut und reichhaltig. Lediglich mit der Rechnung ließen sie sich etwas Zeit. Wir mussten diesbezüglich mehrfach nachfragen. Dabei hatten wir es doch eilig, denn eigentlich wollten wir das Taxiboot zurück zum Campingplatz nehmen. Dieses sollte gegen 22.00 Uhr abfahren. Leider war uns nicht bekannt, wo es genau ablegen würde.

Wir beschlossen also die Touristeninformation aufzusuchen, damit wir dort die nötigen Informationen erhalten. Die Mitarbeiterin war zwar freundlich, machte aber keine Aussagen zu dem Taxiboot, da dies von einem privaten Hotel sei. Das half uns nun auch nicht wirklich weiter. Sie bot jedoch an, uns ein Taxi zu rufen. Dieses Angebot nahmen wir letztlich an. Die Fahrt sollte ihren Angaben nach etwa 50 Kuna kosten. Das Taxi würde uns am ‚donkey‘ abholen. Ich hatte wohl ein großes Fragezeichen im Gesicht, als Sönke anmerkte, dass es wohl das Eseldenkmal sei, das er vor dem Stadttor gesehen hatte. Wir gingen also dorthin und stellten fest, dass dort wegen einiger Künstler ein riesiger Menschenauflauf war und wohl kein Taxi durchkommen könnte.

Weit gefehlt. Nach kurzer Zeit kamen gleich drei Taxen durch die Menschenmenge gefahren. Wir sprachen einen Fahrer an und er hatte vermeintlich einen Auftrag uns zu fahren. Nach knapp 10 Minuten standen wir am Campingplatz und die Fahrt kostete tatsächlich nur 50 Kuna. Wie wir später feststellten, war dies die günstigste Alternative. Die Fahrt mit dem Taxiboot wäre erheblich teurer geworden. Hier hätte die Fahrt pro Person 50 Kuna gekostet.

Den folgenden Tag verbrachten wir komplett auf dem Campingplatz. Bei knapp 40 Grad suchten wir immer wieder das Meer zum Schnorcheln und Baden auf und ließen es uns ansonsten ganz gut gehen.

Für den nächsten Morgen war die Weiterfahrt in Richtung Süden geplant. Am Morgen einigten wir uns auf Seget als erstes Ziel. Sollten wir hier einen Stellplatz finden, wäre alles klar. Wenn nicht, sollte es nach Split weitergehen. Nach dem Einpacken ging es auch gleich los. Beim Ausparken kam es dann noch zu einer unangenehmen Berührung zwischen einer Wurzel und dem Wohnmobil. Dies bleib aber ohne Folgen für die Fahreigenschaften.

Nach knapp einer Stunde hatten wir das Autocamp Seget erreicht. Da das Autocamp direkt am Wasser lag und wir von hier aus sowohl die Stadt Trogir wie auch Split erreichen konnten, entschieden wir uns zu bleiben. Dafür sprach auch, dass wir einen Stellplatz in der ersten Reihe zugewiesen bekamen. Da es weiterhin sehr heiß war, verbrachten wir den Tag am Platz und machten uns erst gegen 17.00 Uhr auf, um in der Konoba Rico am Hafen von Seget zu Abend zu essen.

Für Sönke und mich gab es Fleischgerichte. Elli kam endlich zu ihren Fischgerichten, die sie sich schon die ganze Zeit wünschte. Im Zuge des Abendessens besprachen wir den nächsten Tag. Den Abend verbrachten wir dann damit Sönke Romme nahe zu bringen. Er machte sich in seinen ersten Spielen ganz gut und es schien ihm zu gefallen.

Wie abgesprochen ging es am nächsten Tag bereits am frühen Vormittag mit dem Taxiboot in Richtung Trogir. Die Fahrt kostete für uns alle 75 Kuna und beinhaltete sowohl die Hin- wie auch Rückfahrt.

Nach knapp einer halben Stunde kamen wir direkt an der Altstadt von Trogir an. Auf der Fahrt hatten wir noch das einmalige Erlebnis Delfine beobachten zu können, die in der Bucht vor Trogir schwammen. Leider schafften wir es nicht unsere Fotokamera schnell genug einsatzbereit zu bekommen.

In Trogir orientierten wir uns erst einmal und machten uns dann durch die kühlen Altstadtgassen auf den Weg die Sehenswürdigkeiten abzuklappern. Am ersten Schattenplatz, den wir erreichen konnten, nutzten wir das kostenlose WLAN, um Wetterinformationen zu bekommen. Die waren ausgesprochen positiv für die nächsten Tage.

Unser Stadtrundgang ging über die Gradska Ul. zur Sankt Laurentius Kirche und dem Platz mit dem Glockenturm und der Loggia. In der Loggia sang zu dieser Zeit gerade ein Chor, der dem Ganzen noch eine besondere Note gab. Weiter ging es von hier zum Stadttor. Danach bummelten wir durch die Gassen und versuchten hierbei den großen Touristenströmen auszuweichen und etwas kleinere Gassen zu wählen. Gerade in diesen wurde einem bewusst, dass die Stadt nicht nur aus Sehenswürdigkeiten bestand, sondern auch noch für das normale Leben genutzt wurde.

An der Festung des Kamerlengo angekommen, hatten wir die Altstadt einmal durchquert. Wir suchten uns nun unseren Rückweg in Richtung Hauptplatz und wollten vorher allerdings etwas Trinken. Die ersten Lokale, die wir fanden, waren gänzlich auf Tourismus abgestellt und hatten dementsprechende Preise. In einer Seitengasse meinten wir ein gemütliches und günstiges Lokal gefunden zu haben. Die außen angeschlagenen Preise für das Essen waren ausgesprochen günstig. Im Innenhof bekamen wir dann die eigentliche Karte und mussten feststellen, dass die günstigen Speisepreise durch überzogene Getränkepreise kompensiert wurden. Das wollten wir uns nicht antun und machten uns wieder auf die Suche. In einer kleinen Sackgasse fanden wir dann ein Lokal, das dann wirklich vergleichsweise günstige Preise hatte. Das Bier war umgerechnet einen Euro günstiger. Hier machten wir dann Pause und schrieben in dieser Zeit unsere Postkarten, damit wir sie gleich zur Post bringen konnten.

Nachdem dies alles erledigt war, ging es zurück zur Riva, wo unser Taxiboot wieder anlegen sollte. Die erste Abfahrtszeit verstrich, ohne dass das Boot in Sicht kam. Wir fragten mehrfach bei den anderen Taxibooten nach, die uns aber immer wieder vertrösteten. Letztlich blieb uns nichts anderes übrig, als an der Riva in der prallen Sonne zu warten. Jedes Schattenplätzchen, was frei wurde, nutzten wir, um uns der Sonne nicht so aussetzen zu müssen.

Als das Taxiboot dann endlich erschien, machte der Fahrer erst einmal eine Pause. Danach ging es dann zurück in Richtung Seget, wo wir gegen 14.00 Uhr wieder eintrafen und den Rest des Tages mit Sonnenbaden und Schwimmen verbrachten.

Gegen 18.30 Uhr ging es erneut in die Konoba Rico zum Abendessen. Zum einen gab es an Restaurants eine nicht so große Auswahl in Seget und zum anderen war das Essen in der Konoba echt gut und günstig. Auf Sönkes Wunsch hin bestand das Abendprogramm erneut aus Romme spielen. Diesmal hielt er sich wirklich gut und spielte gut mit. Und dies, obwohl wir es schafften auf neun Spiele dreimal einen Romme Hand zu haben.

Wie beschlossen ging es am nächsten Morgen weiter. Unsere Platznachbarn waren bereits in den frühen Morgenstunden abgefahren, sodass wir ausreichend Platz zum Ausparken hatten. Nachdem der Platz bezahlt war, wollten wir noch kurz entsorgen. Während Elli das Chemie-WC machte, wollte ich das Brauchwasser ablassen. Bei meinem Versuch den Hahn aufzudrehen, stellte ich fest, dass dieser keinen Widerstand beim Drehen zeigte. Als ich mich dann unter das Mobil legte, musste ich feststellen, dass der Absperrmechanismus gebrochen war. Wann und warum dies passiert war, konnten wir nicht mehr klären.

In meinem Versuch dies zu reparieren, legte ich den Fahrzeugschlüssel in der Heckgarage ab. Leider passierte es uns, dass wir beide Türen der Heckgarage verriegelten. Den Ersatzschlüssel hatten wir natürlich zu Hause liegen lassen. Nach unseren ersten Versuchen mit anderen mitgeführten Schlüssel, die nicht zum erhofften Erfolg führten, holte Elli den Platzbetreiber zu Hilfe. Dieser erschien mit seinem Werkzeugkasten und suchte eine Möglichkeit die Tür aufzuhebeln. Sein Handeln war darauf ausgerichtet, die Tür mit Gewalt zu öffnen, was mir nicht gefiel. Ich versuchte ihm dies klar zu machen und hatte Erfolg, sodass er sich nur dazu stellte und unsere Bemühuingen beobachtete.

Der nächste Versuch bestand darin auf dem Campingplatz Schlüssel von anderen Campern einzusammeln und auszuprobieren. Bei einem hatten wir dann Glück und konnten immerhin eines der beiden Türschlösser öffnen. Das zweite hebelte ich dann mit sanfter Gewalt auf. Hinterher stellte ich fest, dass dadurch weder Schloss noch Mechanismus Schaden nahmen. Sönke krabbelte dann durch die Heckgarage und holte den Schlüssel heraus. Nun konnte es endlich weitergehen. Durch die ganze Aktion war ich natürlich gehörig ins Schwitzen geraten, weshalb ich vorher noch kurz Duschen ging.

Danach suchten wir in Seget erst einmal noch einen Supermarkt auf, um unser Leergut zu entsorgen. Außerdem kaufte sich Sönke noch seine geliebten Ki-Ki Karamel Bonbons. Dann ging es endlich in Richtung Autobahn. Wir verließen Seget über die Straße Nummer 58 und hatten dabei noch einen wunderbaren Ausblick auf Trogir.

Die Fahrt über die Autobahn nach Norden verlief ausgesprochen ereignislos. Lediglich die Temperatur zwischen 35 und 38 Grad Celsius machte uns zu schaffen. Wenn wir bei einem Halt ausstiegen, suchten wir sofort den Schatten des Wohnmobils auf, um der Sonne zu entgehen.

Gegen 15.00 Uhr kamen wir in Zagreb an und machten uns auf die Suche nach dem Campingplatz Autokamp Plitvice in Lucko. Wir hatten die Anschrift in den Navi eingeben und haben uns dann voll und ganz auf ihn verlassen. Damit waren wir allerdings auch verlassen. Als das Gerät mit dem Satz „Sie haben ihr Ziel erreicht“ das Ende der Fahrt ankündigte, waren wir in einer ruhigen Seitenstraße und von einem Campingplatz weit und breit keine Spur. Ich fragte dann bei einer netten Kioskbesitzerin nach, die das Problem augenscheinlich bereits kannte. Ihrer Beschreibung nach, die sie uns auch schriftlich mitgab, lag der Platz an einer Autobahnraststätte und war nur über diese erreichbar. In der Folge quälten wir uns durch diverse Autobahnkreuze und andere Umfahrungen, bis wir letztlich die Raststätte und den Campingplatz etwa gegen 16.00 Uhr erreichten.

Der Campingplatz wird durch das am Rastplatz angegliederte Motel betreut. Zu unserem Bedauern konnte uns das Servicepersonal keine Auskunft geben, wie wir mit öffentlichen Verkehrsmitteln in das Stadtzentrum gelangen könnten. Die Buslinie, die wir auf der Anfahrt in Lucko gesehen hatten, war zu Fuß vom Rastplatz aus nicht erreichbar. Eigene Recherchen an den Infoständen am Rastplatz führten auch nicht so wirklich zu einem befriedigenden Ergebnis, so dass wir uns mit dem Gedanken anfreundeten doch noch weiter zu fahren. Da unser nächstes Ziel Graz nur noch knapp 200 Kilometer entfernt lag, riefen wir erst einmal auf dem Campingplatz an, um uns nach freien Kapazitäten zu erkundigen. Eine Bandansage verriet uns, dass der Platz noch freie Stellplätze hatte. Dies nahm uns dann die Entscheidung ab und wir fuhren weiter.

Bis zur Grenze ging es auf der Autobahn. Danach folgte die Landstraße in Slowenien bis nach Maribor. An der letzten Raststätte vor der Grenze nach Österreich tankten wir dann noch eben. Eine gute Entscheidung, wie sich in Österreich zeigte, da der Diesel hier wieder einmal 10 Eurocent teurer war.  In Graz selbst ging es dann zügig voran. Wir verließen uns voll auf den Navi, der uns diesmal auch direkt an den Campingplatz Central in Graz-Straßgang führte.

Der Campingplatz liegt direkt an einem Freibad, dessen Nutzung im Preis inklusive ist. Wir wählten einen Stellplatz in der ersten Reihe und hatten gleich Kontakt zu unserem Platznachbarn, der am Grillen war. Dieser war auf dem Weg in Richtung Zagreb, wo er seine Familie vom Flughafen abholen wollte, um dann nach Rab weiter zu fahren. Nach einer Dusche ging es in das nahe Restaurant Volksgoatn zum Abendessen. Die sehr freundliche Bedienung gab uns noch Auskunft darüber, was wir in Graz unbedingt anschauen sollten.

Am nächsten Morgen standen wir bereits gegen 07.00 Uhr auf. Die Kirchenglocken des Ortes hatten uns geweckt. Ich suchte dann erst einmal den Weg zum Bäcker. Danach gab es Frühstück und wir machten uns für den Stadtrundgang fertig. Den Weg in die Stadt erledigten wir mit dem Linienbus, der in unmittelbarer Nähe zum Bäcker abfuhr. Die Endhaltestelle des Busses, der Jakominiplatz, war gleichzeitig der Stadtpunkt für unseren Weg durch die Stadt. Über die Herrengasse ging es erst einmal bis zum Hauptplatz.

Von dort aus ging es zum Franziskanerkloster und über die Hauptbrücke zum Kunsthaus Graz und Mariahilferkirche.

Es folgte der Gang über die Mur-Insel bis zur Schlossbergbahn. Die Bergfahrt mit der Schlossbahn war in unserer Busfahrtkarte inklusive, so dass wir uns auch noch kostengünstig den Fußmarsch hinauf auf den Schlossberg sparten. Danach wurde durch uns der Schlossberg erkundet, bevor wir im Schlossrestaurant ein Getränk nahmen und den Ausblick auf das Umland genossen.

Danach ging es weiter über die Bastion bis zum Uhrturm. Von dort aus hätten wir einen Lift im Berg hinab nehmen können. Wir entschieden uns jedoch trotz der Hitze für den Fußmarsch über die Treppen.

Unten angekommen erfasste uns der kühle Luftzug aus der Höhle unterhalb des Schlossberges. Hier waren der Eingang zum Lift und eine Konzerthalle, dem DOM iMBERG, die sich Sönke und Elli erst einmal anschauten. Über die Sackstraße ging es weiter. Hier fand Elli ein Antiquitätengeschäft, mit sehenswerten Eierbechern. Während wir nach mehr schauten, kamen wir mit der Verkäuferin ins Gespräch und es ging nun ums Feilschen beim Preis für den Becher, den Elli ins Auge gefasst hatte. Letztlich übervorteilten wir die Verkäuferin, weil sie wohl nicht richtig rechnen konnte und erhielten anstatt der aversierten 10 Prozent tatsächlich 20 Prozent Preisnachlass.

Es folgte ein Mittagssnack am Hauptplatz bevor es über die Sporgasse in Richtung Deutscher Orden weiter ging. Danach folgten wir der Hofgasse bis zum Grazer und machten uns auf die Suche nach der türkischen Treppe, einer in sich verwundenen doppelten Wendeltreppe. Diese fanden wir in einem Gebäude der öffentlichen Verwaltung. Beim Fotografieren gab dann der Akku unserer Fotokamera den Geist auf, so dass weitere Fotos nur noch mit dem Mobiltelefon möglich waren.

Nach einem kurzen Abstecher in den Dom ging es über die Färbergasse und kleine Hinterhofgässchen wieder auf die Herrenstraße und zum Jakominiplatz. Hier verpassten wir unseren Bus, der direkt vor unserer Nase abfuhr. Wir mussten nun in der prallen Sonne 10 Minuten auf den nächsten Bus warten. Das war nicht gerade angenehm.

Gegen 14.00 Uhr waren wir wieder am Campingplatz angelangt. Wir machten uns gleich fertig, schnappten unsere Sachen und gingen ins Freibad. Dieser Aufenthalt war bei der Hitze sehr angenehm. Das Freibad Straßgang hatte ein riesiges Becken und war mit einem Kiesboden zur Wasseraufbereitung versehen. Außerdem gab es einen separaten FKK-Bereich, den wir aber nicht nutzten. Unser Aufenthalt dauerte bis 17.00 Uhr und nach einer Dusche ging es erneut in den Volksgoatn zum Abendessen. Glücklicherweise erhielten wir noch einen Tisch, da der heutige Abend ein Grillabend mit einem All-you-can-eat-Buffet war. Wir selbst entscheiden uns ein essen nach der Karte, da sich das Angebot für uns nicht lohnte.

Für den heutigen Tag hatten wir eine Wandertour geplant. In den Reiseführern für das Grazer Umland hatte Elli die Bärenschützklamm entdeckt. Nach einer knappen Stunden Fahrt, unterbrochen durch einen Einkaufsstopp, hatten wir den Ort Mixnitz erreicht und fuhren durch die engen Gassen des Ortes auf den Parkplatz 4 am Einstieg zum Wanderweg. Bereits der Weg zur Klamm gestaltete sich anstrengend. Die Anstiege hatten es ganz schön in sich, obwohl sie noch über normale Versorgungswege führten.

Am Klammeingang dann ein Kassenhäuschen. Ich wollte es erst nicht glauben, aber wir mussten tatsächlich Eintritt zahlen.

Danach geht es über teilweise frei schwebende Steigleitern durch die Klamm.

Nach Angaben des Alpenvereins werden auf derzeit 164 Leitern etwa 350 Höhenmeter überwunden. Insgesamt braucht man für die etwa 1900 Meter lange Strecke eineinhalb Stunden. Nach etwa der Hälfte der Strecke durch die steilen Felswände der Klamm erreichen wir eine Mittelstation, wo wir uns erst einmal etwas ausruhen und ein Getränk zu uns nehmen konnten, das übrigens kostenfrei vom Alpenverein zur Verfügung gestellt wurde.

Danach folgt meines Erachtens der anstrengendere Teil. Nun geht es fast nur noch hoch. Und gerade die letzten Leitern haben es in sich, sie weisen teilweise über 45 Grad auf und es entspricht wirklich einer Leiter. Nach der letzten Leiter mussten wir erst einmal durchpusten. Danach ging es noch etwa 10 Minuten durch den Wald bevor die Jausenstation Guter Hirt erreichten. In strahlendem Sonnenschein machten wir es uns an einem Tisch gemütlich und gönnten uns ein erfrischendes Getränk.

Wenn wir nun dachten, wir hätten das Schwierigste hinter uns, hatten wir uns geirrt. Der Anfang des Abstieges gestaltete sich noch angenehm über eine Versorgungsstraße. Schnell wechselte er jedoch auf einen Steig, der über Geröll in Richtung Tal führte. Neben der mangelnden Trittsicherheit machte uns auch das Gefälle zu schaffen und langsam spürten wir unsere Knie mehr als uns lieb war.

Gegen 15.00 Uhr, also nach knapp 5 Stunden, waren wir zurück am Wohnmobil und hatten eine Strecke von insgesamt etwa 16 Kilometern hinter uns gebracht.

Nun ging es weiter zu dem von uns ausgewähltem Campingplatz. Dieser lag im nahen Oberaich beim Gasthof Pichler. Viel los war dort nicht und wir parkten auf der Rasenfläche an einer ruhigen Stelle ein. Danach ging es erst einmal unter die Dusche und auf ein Getränk in den Biergarten der Gaststätte. Während wir so bei unserem Bier sitzen, kommt ein Mobil mit einem älteren Ehepaar. Offenbar haben wir wohl ihren Stellplatz belegt, den sie seit Jahren innehaben und auch reserviert hatten. Nach einigen Gesprächen mit dem Personal nehmen sie einen anderen, der auch näher zum Waschhaus liegt. Wie sie später mitteilten, handelte es sich um eine gute Wahl.

Kurz vor dem Abendessen erscheint noch eine größere Herrentruppe, wohl eine Gesangstruppe, die die Holzhäuser im Garten bezieht. Unsere anfänglichen Befürchtungen, dass es dadurch laut am Abend werden könnte, bestätigen sich nicht. Nur gegen fünf Uhr morgens, als sie von ihrer Veranstaltung zurückkehrten, waren sie kurz zu hören. Interessanterweise waren sie aber auch um acht Uhr morgens mit uns schon wieder hoch.

Für uns ging es dann diesem leicht bewölkten Tag weiter in Richtung Westen. Nach einem kurzen Stück auf der Autobahn 9 folgen wir der Bundesstraße 320 bis nach Radstadt. Auf dem Weg dorthin stellen wir fest, wie schwankend die Kraftstoffpreise in Österreich sind. Sie differieren zeitweise um bis zu 7 Eurocent.

Kurz vor Radtstadt ließ freundlicherweise der Regen etwas nach, so dass wir uns trockenen Fußes auf die Stadtbesichtigung machen konnten. Die Kleinstadt war schnell erkundet und hatte lediglich einen interessanten Marktplatz und die alte Stadtbefestigung zu bieten. Nach knapp einer Stunde waren wir wieder am Mobil und machten uns auf den Weg nach Altenmarkt. Hier wollten wir uns nach einer Ferienwohnung für den Skiurlaub umsehen. Leider mussten wir feststellen, dass die Zimmervermittlung bereits geschlossen hatte. Es blieb also dabei einige Unterkunftsprospekte mitzunehmen.

Weiter ging es nun in die Region um Zell am See. Hier wollten wir die Tagestour beenden. Den Campingplatz suchten wir während der Fahrt und entschieden uns, erst einmal unser Glück auf dem Campingplatz Mühle-Camping in Kaprun zu versuchen. Die Anfahrt gestaltete sich auf Grund diverser Straßensperren rund um Bruck etwas schwierig. Grund war ein Triathlon, der hier stattfand. Wir wurden über Feld- und Wiesenstraßen in Richtung Kaprun geführt. Die Breite der Straße ließ Begegnungsverkehr nicht zu. Zu allem Überfluss kamen wir auch noch an eine Brücke mit einer Gewichtbegrenzung von 2,8 t. Die ließen wir einfach mal außer Acht.

Am Campingplatz angekommen überraschten uns die riesigen sanitären Anlagen. Die Buchung des Platzes nahmen wir im nahen Gasthof Mühle vor. Danach relaxten wir etwas und bauten erstmals die Sat-Anlage auf. Das Einrichten der Satelittenantenne gestaltete sich diesmal nicht ganz so schwierig, so dass wir den Abend bei Fernsehen im Wohnmobil verbrachten.

Für den nächsten Tag war schönes Wetter angesagt und wir beschlossen noch einmal eine Wandertour zu machen. Mit einer Wanderkarte versorgte uns der Gasthof und wir starteten am nächsten Morgen gegen 10.00 Uhr in Richtung Maiskogl.

Nach einem kurzen Stück auf der Straße ging es unmittelbar oberhalb unseres Campingplatzes auf einem schmalen Weg zwischen Feldern entlang bis wir letztlich an den Liftstationen auf dem Schaufelberg heraus kamen.

Hier folgten wir dem weiteren Weg durch den Wald, der uns in leichten Serpentinen fast senkrecht den Hang hinauf führte.

Immer wieder kamen wir an Stellen, wo wir eine Bank zum Rasten fanden und eine herrliche Aussicht auf das Tal hatten. Die Zeit zur Rast nahmen wir uns auch, insbesondere da wir langsam auch an Kraft verloren. Unmittelbar unterhalb der Maiskoglalm zeigte dann auch Sönke erstmals konditionelle Schwächen. Eine längere Pause war die Folge. Danach folgte der Weg der Liftführung der Almbahn. Da Sönke immer noch etwas schwächelte, fielen Elli und er zurück und ich machte mich auf die letzten Meter und bestellte uns schon einmal Getränke.

An der Maiskoglalm wieder vereint gab es erst einmal eine Stärkung. Während Elli und ich zunächst mit Getränken vorliebnahmen, gönnte sich Sönke einen Germknödel. Danach wechselten wir auf die andere Seite der Bergstation, um den Ausblick in Richtung Großglockner zu genießen. Hier gönnten sich dann auch Elli und ich uns einen Mittagssnack, der allerdings aus selbstgeschmierten Brötchen bestand. Der Weg dorthin führte uns durch den Kleinzoo, der an der Bergstation unterhalten wurde. Neben allen möglichen Gefiedertieren, gab es Zwergschweine und Esel, die frei zwischen den Wanderern herumliefen.

Für den Weg hinunter hatten wir die Versorgungsstraße gewählt. Auch die war steil genug, um uns unsere Knie wieder in Erinnerung zu rufen. Interessant an dieser Strecke war, neben dem Ausblick, die Tatsache, dass wir diese Wege schon auf Skiern bewältigt hatten. Im letzteren Fall kamen uns die Gefälle aber nicht so steil vor.

Mit Erreichen der Schaufelbergstraße wählten wir diese für den weiteren Abstieg. Wir wollten noch einen Supermarkt aufsuchen, um die letzten Notwendigkeiten einzukaufen. Oberhalb von Unteraigen trafen wir dann auf die neue Sommerrodelbahn und gingen eine Zeitlang querfeldein an dieser entlang. Das war allerdings bereits nach einigen hundert Metern zu anstrengend und wir nutzten die nächste Möglichkeit, um auf die Straße zu gelangen. Oberhalb eines Billa nutzten wir einen kleinen Fußweg, um auf direktem Weg zu diesem zu gelangen. Wir betraten die herrlich klimatisierten Räume und wollten eigentlich nicht wieder raus.

Nach diesem erfrischenden Aufenthalt war es nur noch ein kurzer Fußmarsch zum Campingplatz. Hier spannten wir erst einmal in der Sonne aus, bevor es gegen 17.00 Uhr zum Duschen ging. Danach machten wir uns auf die Suche nach einem geeigneten Lokal für das Abendessen. Nachdem wir einige abgeklappert hatten, kamen wir wieder zum Gasthof Mühle, für den wir uns dann letztlich entschieden. Die Wahl war auch gut, da das Essen gut war und das Preis-Leistungs-Verhältnis auch stimmte.

Für den nächsten Tag war wieder ein Reisetag eingeplant. Wir wollten nach München fahren und fuhren über die B 168 und B 161 in Richtung Deutschland. Auf der B 178, kurz vor Ellmau, stockte dann der Verkehr. Hier war man noch mit Aufräumarbeiten auf Grund eines Sturmes beschäftigt, der zwei Tagen zuvor durchs Tal gezogen war. Nachdem dieser Engpass passiert war, ging es bei Kufstein auf die A 12 und im weiteren Verlauf folgten wir der A 93 in Richtung Inntaldreieck. Von hier ging es problemlos über die A 8 in Richtung München.

Auf dem Münchner Ring folgten wir dem Navi in Richtung Stellplatz an der Allianz-Arena. Nach einer Ehrenrunde, da wir die Parkplatzzufahrt verpasst hatten, stellten wir unser Wohnmobil zwischen den ganzen Pkws ab. Bereits beim ersten Aussteigen schlug uns der Geruch der Sanitäranlagen entgegen. Zwar war Strom vorhanden, aber der erste Eindruck tat sein übrigens, um einen Aufenthalt zu vermeiden. Zudem war auf Grund einer Bombenräumung in Schwabing nicht sicher, dass wir mit den öffentlichen Verkehrsmitteln in die Stadt gelangen.

Wir beschlossen es kurzerhand bei einer Besichtigung der Arena zu belassen und verließen den Parkplatz innerhalb der 45-minütigen Karenzzeit, so dass es für uns kostenfrei war.

Wir folgten dann der A 9 in Richtung Nürnberg. Elli machte sich auf die Suche nach einer möglichen Unterkunft. Da dies allerdings nur als zusätzliche Übernachtung angesehen wurde, verzichteten wir zunächst darauf  und wollten es nur in Anspruch nehmen, wenn es zu spät wurde. Ansonsten sollte es nach Hause gehen. Unmittelbar vor der Raststätte Fürholzen staute sich dann der Verkehr. Wir wählten den mittleren Fahrstreifen und mussten unmittelbar danach eine Rettungsgasse bilden, da sich mehrere Rettungsfahrzeuge von hinten näherten. Einige Kraftfahrer nutzten dies, um sich in den Windschatten der Fahrzeuge zu hängen und so an allen vorbei zu fahren. Letztlich brachte es ihnen nichts, da wir auf der mittleren Fahrspur derart zügig vorankamen, dass wir wieder an ihnen vorbei fuhren. Der Stau hatte eine Länge von circa 10 Kilometern und kostete uns etwa eine halbe Stunde Zeitverzögerung. Danach ging es allerdings staufrei weiter. Allerdings war es mittlerweile früher Nachmittag, so dass wir von einer Rast zum Mittagessen in Denkendorf Abstand nahmen.

Das nächste Missgeschick ereilte uns auf der BAB 3 in Höhe Kreuz Fürth. Ich weiß nicht warum, aber entgegen unserer Routenplanung bogen wir auf die BAB 73 ab. Letztlich war es die angenehmere Strecke, da der Verkehr nicht so dicht war, aber in Anbetracht der Tatsache, dass wir tanken und essen wollten, war es sicherlich die falsche Wahl. Auch bei einem kurzen Abstecher über die BAB 71 war nichts Entsprechendes zu finden. Letztlich fuhren wir in Hammelburg von der BAB 7 ab, da dies die letzte Möglichkeit schien. Mit leerem Tank fuhren wir an die einzige geöffnete Tankstelle im Zentrum von Hammelburg. Nachdem der Tank gefüllt war, wollten wir unseren Hunger stillen. Dies war allerdings nicht so einfach. Nach einigem hin und her finden wir eine Sportgaststätte in Elfershausen, wo wir etwas bekommen.

So gestärkt, geht es wieder zurück auf die Autobahn. Für die letzte Strecke von etwa 300 Kilometern benötigen wir etwa drei Stunden und sind kurz nach 22.00 Uhr endlich zu Hause. Insgesamt legten wir in diesem Urlaub etwa 4650 Kilometer zurück, waren aber auch froh wieder zu Hause zu sein.

Skiurlaub in Walchen

Walchen

(18.03.2010 – 25.03.2010)

Da die Osterfreien in diesem Jahr recht früh lagen, beschlossen wir in diesem Zeitraum noch einmal einen Skiurlaub zu machen. Bei der Suche nach einem geeigneten Skigebiet war es uns wichtig, dass ein Gletscher den Skibetrieb auch so spät in der Saison sicherte, so dass letztlich wieder einmal die Europa-Skiregion ins Blickfeld geriet. Kurz entschlossen telefonierten wir mit Marianne in Walchen bei Zell am See, um bei ihr eine Unterkunft zu bekommen. Und tatsächlich, es klappte. Wir konnten zwar nicht in die Hütte, die sie auf ihrem Grundstück stehen hatte, mieteten aber die Ferienwohnung im Souterrain.

Am 18.03. ging es dann mit dem eigenen Pkw los. Früh morgens ging es los, sodass wir am späten Nachmittag in Zell am See ankamen. Die verbliebene Zeit nutzten wir, indem wir noch kurz einkauften und dann zur Ferienwohnung, die wir bisher nur von einer kurzen Besichtigung her kannten.

Der Empfang war, wie eigentlich immer, sehr herzlich und auch die Ferienwohnung war okay. Auch, wenn ihr etwas das Tageslicht fehlte. Am Abend gingen wir dann noch in Piesendorf etwas essen und dann ins Bett, um uns für den nächsten Tag auszuruhen.

Der nächste Tag startete nach dem Frühstück mit dem Zusammenstellen des Equipments bei dem Skiverleiher an der Areitbahn. Die Areitbahn hatten wir gewählt, da die Schneeverhältnisse im Skigebiet Schmittenhöhe noch ganz gut aussahen und wir dies nutzen wollten, um nicht die gesamte Zeit auf dem Gletscher fahren zu müssen.

Nachdem wir dann unsere Skipässe erworben hatten, ging es auch gleich los. Am Vormittag war es auch noch einigermaßen okay, hier zu fahren. Es war noch kalt und die Sonne hatte den Schnee noch nicht richtig sulzig gemacht.

Gegen Nachmittag wurden die Schneeverhältnisse aber immer schlechter und auf der Areitpiste waren schon erste Flecken Erde zu erkennen. Etwas früher als gewohnt, beendeten wir daher den Skitag und verbrachten stattdessen den Nachmittag im Garten der Ferienwohnung bei Kaffee und Sonnenbad.

Für den folgenden Tag hatten wir uns den Maiskogel als Skigebiet ausgewählt, da dieses größtenteils im Schatten lag. Tatsächlich war es auch gut zu fahren. Besonders angenehm empfanden wir, dass es nicht überfüllt war.

Man konnte richtig gemütlich fahren und es gleiten lassen oder, wie es Sönke immer wieder machte, einfach den Hang runter schießen.

Am frühen Nachmittag machten wir wieder Feierabend und genossen lieber noch etwas die Sonne an der Getränkebude an der Talstation.

Für die weiteren Tage war dann das Skifahren auf dem Gletscher angesagt.

Schnell hatten wir unsere bevorzugten Pisten gefunden und hatten eine Menge Spaß dabei. So gönnten wir uns beispielsweise das Zeitfahren über den gesteckten Slalomkurs.

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Aber auch das Fahren über die anspruchsvolleren Pisten machte bei Sonnenschein mehr Spaß. so stand regelmäßig die Mauererabfahrt, eine schwarze Piste, auf unserem Fahrplan.

Ein Highlight war immer wieder das Fahren durch den Kunpark, der direkt unterhalb des Kitzsteinhorns eingerichtet war. Erreichen konnte man ihn nur über einen Tellerlift, der selbst bei strahlendem Sonnenschein im Schatten lag und immer Wind herrschte.

Die Fahrten durch den Funpark entschädigten aber für vieles.

Erstmalig gingen Sönke und Elli auch durch den Tunnel am Kitzsteinhorn, um den Ausblick von der Panoramaplattform in Richtung Hohe Tauern zu genießen.

Unsere Tage beendeten wir in der Regel am Nachmittag mit einer Fahrt zur Mittelstation, von wo aus wir den Lift in Richtung Tal nahmen. Die Fahrt zur Mittelstation gönnten wir uns allerdings meist nur einmal pro Tag, da sie sehr überfüllt war. Zudem fand sich am Ende eine Senke, die man mit einer mutigen Schussfahrt überwinden konnte. Musste man allerdings abbremsen und hatte nicht genug Fahrt darauf, war kraxeln angesagt.

An der Mittalstation fand sich die Häuslalm, wo wir uns Getränke gönnten und den anderen Skifahrern bei ihren Abfahrten zuschauen konnten.

Nach sieben Tagen Urlaub ging es dann wieder zurück.

Die Rückfahrt gestaltete sich problemlos und wir waren am frühen Abend wieder zurück in Harsum.

Istrien und Kärnten

Kroatien und Istrien

Sommer 2008

Wieder einmal sollte es nach Kroatien gehen. Dieses Jahr war der Grund dafür schnell gefunden. Nachdem wir uns mit Swen, Cathrin und Tom im vergangenen Zeitraum getroffen hatten, hatten wir festgestellt, dass wir einen gemeinsamen Urlaubszeitraum haben. Den wollten wir nutzen, um uns zu treffen. Da die Drei wiederum auf Valalta standen, blieb uns nichts anderes übrig, als auch dieses Reiseziel zu wählen. Was uns allerdings auch nicht sonderlich schwer fiel.
Die Reiseplanung hielt sich auf Grund des bekannten Zieles in Grenzen, so dass es am ersten Ferientag los ging. Dieser lag diesmal etwas früher für uns, da Sönke umgeschult wurde und die Ferien für ihn dadurch früher anfingen.

Die Fahrtstrecke wies diesmal auch keine Abweichungen von den Vorjahren auf. Wir fuhren zunächst über die A 7 nach Süden bis zur A 3, wo wir in Richtung Nürnberg wechselten. Da wir außerhalb des Ferienreiseverkehrs unterwegs waren, beschlossen wir diesmal um München herum zu fahren. Dies stellte auch kein Problem dar. Danach ging es über die Tauernautobahn weiter. Dieses Jahr gaben wir uns nicht der Illusion hin, eine Schlafrast vorzuplanen, sodass wir beschlossen, diese bei Bedarf einzulegen.
Elli und Sönke legten sich jedoch bereits zeitgerecht ins Bett, während ich weiterfuhr.

Der Schlafbedarf entstand dann erst in Italien hinter Palmanova. Hier konnte auch ich dann nicht mehr und machte es mir kurzerhand auf dem Beifahrersitz gemütlich.
Nach einer knappen Stunde Schlaf war ich wieder fit und Elli stand auch mit auf.
Wir gönnten uns einen Kaffee und Hefestücke und setzten dann unsere Fahrt fort.

Zeitgerecht trafen wir am frühen Vormittag am Campingplatz ein.
Gewohnheitsmäßig ging es erst einmal auf Stellplatzsuche. Wieder einmal wurden wir recht schnell fündig. Wir wählten die Parzelle 1116 aus, die wiederum in der Nähe des Waschhauses 8 lag.

Nachdem wir uns mit dem Mobil richtig eingerichtet hatten, konnte der Urlaub beginnen.

Das Ausspannen vom Trott des Jahres war uns wieder besonders wichtig, sodass wir die Zeit wieder mit Schnorcheln und Schwimmen zubrachten.

Auch die täglichen Gänge in die Stadt durften natürlich nicht fehlen.

Besonders der Markt hatte es uns, oder vor allen Dingen Elli, in diesem Jahr angetan und entwickelte sich zum wiederkehrenden Anlaufpunkt.

Nach einigen Tagen trafen dann auch Swen, Cathrin und Tom ein und der Urlaub konnte richtig beginnen.
Besonders für Sönke wurde es jetzt wesentlich angenehmer, da er einen Gleichaltrigen zum Spielen hatte.
Die Beiden verbrachten die gesamte Zeit miteinander. In diesem Jahr ging es soweit, dass sie auch zusammen in einem Zelt schliefen, um keine Zeit zu verschwenden.

Zusammen besuchten wir auch wieder alle guten Lokalitäten in Rovinj.
So nahmen wir auch wieder unsere mittlerweile obligatorische Pizza in der Pizzeria Leone zusammen ein.
Aber auch neuen Lokalen gegenüber waren wir wieder aufgeschlossen. So schafften wir es in diesem Jahr erstmals ins Restaurant Stancija, wo wir köstliche Grillgerichte zu uns nahmen.

Für die Fischgerichte wählten wir in diesem Jahr Ramon aus. Ein Fischlokal am Radweg nach Rovinj, das sehr einfach eingerichtet ist.
Eine Speisekarte gab es dort nicht. Die Kellnerin ratterte die zur Verfügung stehenden Gerichte runter und man musste dann einfach wählen.
Die Fischgerichte selbst waren allerdings klasse.

Neben dem Besuch bei Ramon schafften wir es in diesem Jahr auch erstmals zum Muschelbauern auf der anderen Buchtseite des Campingplatzes.
Auch dieser Besuch war lohnenswert. Die kalten Platten waren köstlich und der Service sehr freundlich.
Nur der Weg dahin und wieder zurück war etwas kompliziert, da Cathrin eine leichte Apathie gegen die Bootsfahrt hatte.

Nach knapp zwei Wochen beendeten wir dann unseren Aufenthalt auf dem Campingplatz und setzten unsere Tour fort.
Als erstes Ziel wählten wir die Höhlen von Postonje (Postojnska Jama) aus.
Gegen Mittag trafen wir dort ein. Mittlerweile hatte es sich richtig eingeregnet, sodass wir froh waren, dass wir ins Trockene kamen, wen es auch unter Tage lag.
Die Wartezeit am Eingang hielt sich in Grenzen. Die vorherige Warteschlange am Kassenhäuschen umging Elli, indem sie sich geschickt anstellte.
In die Höhle selbst ging es dann mit einem Zug. Hier wollten wir Fotos von uns machen. Während einer dieser Aktionen fiel Elli die Fotokamera aus der Hand und landete im Gleisbett. Alle Versuche sie wiederzuerlangen scheiterten.
Die Besichtigung der imposanten Höhlen konnten wir trotzdem genießen. Leider können keine Fotos die Besichtigung dokumentieren.

Nach der Besichtigung der Höhlen ging es noch weiter. Am späten Nachmittag setzten wir unsere Fahrt über Lubljana und den Karawankentunnel fort.
Als Ziel hatten wir uns den Stellplatz am Gasthof Roseggerhof in Rosegg/Kärnten ausgesucht, da wir vorhatten noch etwas Zeit am Wörther See zu verbringen.
Der Stellplatz war schnell gefunden und es war ausreichend Platz vorhanden. Auf der Wiese bauten wir uns für die Nacht auf und gingen dann in den Gasthof zum Abendessen.

Nach dem Frühstück, Brötchen hatte ich im Ort besorgt, ging es am Ufer des Wörther Sees in Richtung Klagenfurt entlang.
In Klagenfurt suchten wir den dortigen Campingplatz am Strandbad auf. Dieser liegt in unmittelbarer Nähe zum Seeufer und auch die Innenstadt ist leicht zu erreichen.
Nachdem wir einen Platz gefunden hatten, luden wir die Fahrräder ab und fuhren in Richtung Innenstadt.

Bei der Stadtbesichtigung kauften wir erstmal eine neue, günstige Digitalkamera, damit wir unseren Urlaub wieder dokumentieren konnten.
Nach der Besichtigung der sehenswerten Stadt, besuchten wir noch den Reptilienzoo Happ, der im Europapark in der Nähe des Strandbades liegt.

Der kleine Reptilienzoo ist wirklich interessant und sehenswert und sein Geld auf jeden Fall wert.
Leider fing es während unseres Besuchs wieder an zu regnen.

Als wir den Zoo gerade verlassen hatten, fing es wie verrückt an zu schütten.
Wir schafften es gerade noch in ein Lokal im Europapark, wo wir trocken saßen und uns ein Eis gönnten.
Nach dem Regenschauer wurde das Wetter schlagartig wieder schön, sodass wir am Wohnmobil wieder draußen sitzen konnten.
Den frühen Abend verbrachten wir damit, mit dem Fahrrad die nähere Umgebung zu erkunden. Hierbei fanden wir an einem Kanal zwei interessante Örtlichkeiten. Zum Einen ein Polizeimuseum, dessen Besuch wir uns schenkten, aber auch eine alte Straßenbahn, die als Lokal umgebaut wurde.

Am nächsten Tag hatten wir eine Fahrradtour am Ufer des Wörther Sees entlang geplant.

Früh am Vormittag starteten wir und fuhren über den Radweg am Südufer entlang. Über Reifnitz ging es bis nach Maria Wörth.

Hier beschlossen wir, nachdem wir die Kirche von Maria Wörth besichtigt hatten, den Wörther See mit dem Schiff zu überqueren und die Radtour am Nordufer fortzusetzen.
Wir warteten am Anleger auf das nächste Schiff und konnten dabei die Fische am Seeufer betrachten.
Erst beim Betreten des Schiffes wurden uns die Beförderungspreise eröffnet, die echt happig waren. Ein Ticket kostete beispielsweise für einen Erwachsenen 13 €, das Fahrrad pauschal 5 €, sodass wir insgesamt bei knapp 40 € für zwei Stationen entrichten mussten.

Unser Ausstieg erfolgte dann in Krumpendorf am Nordufer.
Von hier ging es über den Radweg am Nordufer wieder zurück nach Klagenfurt, wo wir uns dann am Stadtbad noch den Aufbau für einen Musikevent am Seeufer anschauten.

Den Nachmittag verbrachten wir dann noch mit einem Besuch im Minimundus. Hier sind die schönsten Gebäude der Kontinente detailgetreu als Miniatur nachgebaut.

Wir verbrachten dort fast den Rest des Tages, um möglichst alle der etwa 140 Modelle anzuschauen.

Am nächsten Morgen ging es dann über die Tauernautobahn weiter.
Kleinere Verkehrsstaus ignorierten wir einfach.

Interessant ist hier die angegebene Länge des Staus

Zunächst wollten wir noch die Eisreisenwelt bei Werfen besichtigen. Da aber kein adäquater Stellplatz in der Nähe schien und das Wetter echt kalt war, beschlossen wir weiterzufahren.
Als nächstes Ziel hatten wir den Königssee auserkoren.

Wir suchten uns den Campingplatz Graflehen als Ziel aus, da wir einige Tage bleiben wollten und vielleicht auch mal Wandern aufs Programm nehmen wollten.

Gegen Mittag trafen wir auf dem Campingplatz ein und nutzten die Zeit, nachdem wir uns eingerichtet hatten, um ans Seeufer zu gehen.
Hier beschlossen wir kurzerhand, die Bootsfahrt nach St. Bartholomä mitzumachen. Die Preise waren, nach den Fährpreisen am Wörther See gemessen, äußerst human.
Die Fahrt dauerte eine knappe Stunde und wurde durch Anekdoten des Bootsführers interessant gestaltet.

St. Bartholomä selbst hat bis auf die Gaststätten und den Ausblick nicht viel zu bieten, da für uns eine längere Wanderung nicht in Frage kam.
Wir genossen ein Getränk auf der Außenterrasse der Gaststätte und stellten uns, nach Besichtigung der örtlichen Highlights (größter Hecht etc.), für die Rückfahrt an.
Den Abend verbrachten wir dann am Wohnmobil.

Für den nächsten Tag hatten wir dann die geplante Wanderung auf dem Programm stehen.
Wir schmierten uns ein Lunchpaket und dann ging es die knapp 6 Kilometer an der Königsseer Ache entlang bis nach Berchtesgaden.
Durch die Innenstadt ging es dann zum Salzbergwerk, das wir zur Besichtigung ausgewählt hatten.
Nach dem Eintritt wurden wir erst einmal eingekleidet.

Danach ging es dann ins eigentliche Salzbergwerk.
Die Besichtigung war sehr interessant. Besonders viel Spaß machte natürlich die Nutzung der Rutschen, um eine Etage tiefer zu gelangen.
Sehenswert war auch die Fahrt mit dem Schiff über den Salzsee im Bergwerk, die noch durch eine Lasershow aufgepeppt wurde.

Froh waren wir dennoch als wir wieder über Tage waren.
Wir gönnten uns jetzt unsere Vesper, bevor es wieder zurück ging.

Auf dem Rückweg machten wir dann noch Rast an einer der vielen Gaststätte, die entlang der Wanderstrecke lagen. Dies war die Gaststätte Waldstein an der Königsseer Ache.

Den Rest des Nachmittags verbrachten wir dann auf dem Campingplatz und mit einem nochmaligen Bummel zum Seeufer.
Das Abendessen nahmen wir zuvor in der Gaststätte auf dem Campingplatz zu uns, wo wir für einen günstigen Preis ein adäquates Essen erhielten.

Am nächsten Tag ging es dann über die Ramsau und Inzell weiter bis zur Autobahn.
Über die ging es dann erstmal zu unserem üblichen Etappenziel in Bad Königshofen.
Hier verbrachten wir den Nachmittag im Schwimmbad und den Abend in der Stadt.

Der darauffolgende Tag führte uns über die Autobahn bis Hannoversch Münden.
Von dort aus folgten wir der Weser nach Norden.
In Höxter hielten wir dann, da Sönke und ich von hier ab mit dem Boot über die Weser fahren wollten.
Wir luden das Schlauchboot am Weserufer aus und pumpten es auf.
Danach ging es dann gleich los, während Elli schon zum Stellplatz in Holzminden weiterfuhr.

Hier fand sie auch noch einen Platz direkt am Wasser, sodass sie nur noch unsere Ankunft abwarten musste.
Die ließ aber auf sich warten. Die Strecke auf der Weser entpuppte sich als nicht so leicht. Die Strömung war für unser Schlauchboot nicht ausreichend, sodass wir eigentlich ständig paddeln mussten und die knapp zehn Kilometer nicht in der berechneten Zeit schafften.
Letztendlich trafen wir dann doch ein.

Elli und Sönke nutzten das gute Wetter noch, um die Weser zum Schwimmen zu nutzen. Sie stiegen einfach oberhalb des Stellplatzes ein und ließen sich dann treiben.
Am Abend grillten wir dann.

Am nächsten Tag machten wir noch eine Fahrradtour an der Weser entlang bis nach Höxter.
Nach Besichtigung der Stadt ging es auf dem gleichen Weg wieder zurück und dann direkt ins angrenzende Schwimmbad, da es richtig sommerlich heiß geworden war.
Den Abend verbrachten wir mit einem Gang nach Holzminden und einem Abendessen bei einem der dortigen Italiener.
Danach relaxten wir noch etwas am Stellplatz, wobei Sönke vorrangig die Enten am Platz fütterte.

Der nächste Tag führte uns dann noch kurz nach Bad Pyrmont. Hier beließen wir es allerdings bei einer Stadtbesichtigung, merkten uns aber den Ort für eine spätere Tour, da er sehenswert ist und über einen Stellplatz verfügt.

Von Bad Pyrmont aus ging es dann über die Bundesstraße 1 nach Hildesheim und dann weiter nach Hause.

Skiurlaub über den Jahreswechsel

Jahreswechsel in Altenmarkt (Österreich)

(28.12.2007 – 05.01.2008)

Wieder einmal wollten wir den Winter für einen Skiurlaub nutzen. Da wir an die Schulferien gebunden waren, war den richtigen Zeitraum zu finden gar nicht so einfach. Wir entscheiden uns letztlich für die Zeit über den Jahreswechsel. Als Unterkunft wurde uns von Otto ein Appartement in Altenmarkt empfohlen. Da die Empfehlung der Pension Neuhäusl bereits gut war, entschlossen wir uns den Hinweis aufzunehmen und machten uns an die Suche. Mit der Appartement-Anlage Zefferer in der Zefferergasse wurden wir schnell fündig und buchten sie für den Zeitraum.

Am 28.12. ging es dann in aller Ruhe in Richtung Österreich. Um von vornherein keinen Stress aufkommen zu lassen, hatten wir die Anreise mit einer Übernachtung geplant. Auch hier hatten wir bereits eine Vorleistung erbracht und ein Zimmer im Posch’n Hof in Piding für die Übernachtung gebucht. Am frühen Abend kamen wir dort an und erhielten unser Zimmer. Rustikal bayerisch eingerichtet mit Beistellbett am Fußende, damit Sönke auch einen Schlafplatz hatte. Nach einer erfrischenden Dusche ging es in eine anderes Lokal im Ort zum Abendessen. Wir fanden die Gastwirtschaft Altwirt in der Salzburger Straße. Das Lokal war gut gefüllt und wir erhielten gerade noch einen Platz. Während wir auf unser Essen warteten, konnten wir den örtlichen Trachtengruppen bei ihrer Veranstaltung zuschauen.

Am nächsten Morgen ging es nach einem guten Frühstück gegen 09.00 Uhr weiter in Richtung Skigebiet. Die restliche Strecke war schnell absolviert und wir kamen vor dem Mittag in Altenmarkt an. Unser erster Weg führte uns zum Appartementhaus Zefferer.

Hier konnten wir wenigstens schon einmal unser Gepäck in die Ferienwohnung räumen. Beziehen konnten wir sie noch nicht, da sie noch gereinigt werden musste. Wir machten uns also erst einmal auf den Weg nach Zauchensee, um Ski zu leihen und die Liftkarten zu kaufen. Schnell war das entsprechende Equipment bei Intersport Schneider gefunden. Wir konnten Ski und Skistiefel auch wieder im Geschäft deponieren, sodass wir sie nicht jedes Mal im Skibus mittransportieren mussten.

So ging es erst einmal wieder nach Altenmarkt zurück. Nun konnten wir die Wohnung beziehen und richteten uns ein. Die Vermieterin fragte gleichzeitig unsere Bestellung für den Brötchenservice ab. Danach machten wir uns dann auf einen ersten Spaziergang in den Ort. Auf dem Weg dorthin wurde schon einmal der Weg zur Skibushaltestelle und den nächsten Einkaufsmöglichkeiten erkundet. Bevor wir uns an den Rückweg machten, beschlossen wir noch einzukaufen. Hierbei stellte sich uns die Frage, ob wir in der Küche der Wohnung einen Backofen gesehen haben. Wir beschlossen lieber erst einmal genau nachzuschauen, bevor wir entsprechendes einkaufen, da wir uns nicht sicher waren. Und tatsächlich, bei unserer Rückkehr stellten wir fest, dass die gut eingerichtete Wohnung über keinen Backofen verfügte. Das schränkte die Essenzubereitung dann doch etwas ein.

Am nächsten Morgen es dann erstmals Richtung Piste. Die Skibushaltestelle lag in unmittelbarer Nähe und wir mussten nur noch  auf einen Bus, in dem wir Platz fanden. An der Ski-Arena angekommen, schnallten wir uns die Ski unter und es ging zunächst auf den Rauchkopf, um eine leichte blaue Piste zum Eingewöhnen zu haben. Hatten wir uns anfangs Gedanken um Sönkes Skikünste gemacht, wurden wir hier total beruhigt. Alles lief bestens. Wieder an der Arena angekommen, gönnten wir uns erst einmal eine Pause und studierten ausgiebig den Pistenplan. Danach ging es an die Pisten auf dem Gamskogel und Roßkopf. Unsere Lieblingspiste wurde die blaue 1, die uns vom Roßkopf zur Ski-Arena führte. Hier fanden wir mit der Adlerhorst Hütte auch eine Möglichkeit für die Mittagspause.

Am späten Nachmittag hatten wir erst einmal genug und machten uns mit dem Skibus auf den Rückweg. In Altenmarkt angekommen machten wir uns frisch und gingen in den Ort. Einerseits wollten wir uns ein Lokal zum Abendessen suche, gleichzeitig aber auch eine Lokalität für die nahe Silvesterfeier finden. Beides schien der Gasthof Rosner zu erfüllen. Wir gönnten uns hier also ein Abendessen und konnten gleich einen Tisch für das Silvestermenü reservieren. Danach ging es total müde ins Bett.

Der nächste Tag stand wieder im Zeichen des Skifahrens. Schnell hatten wir alle Pisten direkt in Zauchensee abgefahren, so dass wir uns erstmals an den Weg in Richtung Flachauwinkl machten. Nachdem wir hier angekommen waren, liften und fahren wir wieder zurück nach Zauchensee, um den Tag mit der obligatorischen Busfahrt zu beenden. Der Bus ist, je vorangeschrittener Tag, ausgesprochen gut gefüllt, so dass Sönke sich schon immer einen Notsitz sucht, um keinen Sitzplatz zu belegen.

Der nächste Tag ist dann schon Silvester. Wir hatten gedacht, dass sich die Pisten auf Grund des Feiertages stark füllen, aber weit gefehlt. Es blieb übersichtlich und wir konnten unseren Skipass zur Genüge nutzen. Erstmals wagte Sönke sich an die weltcupabfahrt und hatte seinen Spaß daran. An diesem Tag ging etwas früher von der Piste zurück, da wir am Abend ja einen Termin hatten. Nachdem wir uns fertig gemacht hatten, ging es zu Fuß in die den Ort. Am Marktplatz war eine Schneebar errichtet, an der man sich ein Heißgetränk gönnen konnte, was wir gerne in Anspruch nahmen.

Das Silvestermenü im Gasthof Rosner war sehr gut und wir fühlten uns gut aufgehoben. Nach einem Glas Sekt zum Abschluss bereiteten wir uns auf den Jahreswechsel vor. Zurück an der Ferienwohnung wurden wir durch die Vermieter in deren Garten gebeten. Auch hier war eine Schneebar errichtet und Vermieter und Gäste feierten gemeinsam ins neue Jahr. Wirklich neu für uns war das Feuerwerk zur Begrüßung des neuen Jahres. Es waren nur Raketen. Kein einziger Böller wurde gezündet. Sehr entspannend.

Trotz der Feier waren wir am nächsten Morgen sehr früh auf den Beinen und machten uns auf zur Piste.

Die hatten wir bei bestem Wetter fast ganz für uns allein. Erst gegen Mittag füllte es sich etwas.

Trotzdem war das Fahren sehr angenehm und wir konnten wirklich gut Pistenkilometer machen, da man sich auch nicht lange an den Liften anstellen musste. Wir nutzen dies, um die Pisten Richtung Flachauwinkl zu fahren. Hier mussten wir bei der ersten Tour ganz schön anstehen, um wieder zu liften. Außerdem hatten die Pisten den Vorteil zur Mittagszeit in der Sonne zu liegen. Wir nutzten dies und machten an der Bodenalm unsere verdiente Pause.

Der nächste Tag stand dann beim Skifahren war dann einer Tour nach Kleinarl vorbehalten. Zunächst ging es wieder einmal nach Flachauwinkl. Von dort fuhr eine kleine Bimmelbahn die Skifahrer unter der Autobahn hindurch zur nächsten Liftstation, mit der man auf den Mooskopf gelangte. In Kleinarl gekommen, stellten wir fest, dass hier die Lifte eine andere Qualität hatten. Sie waren bequemer, teilweise beheizt und wesentlich schneller, so dass wir auch entsprechend zügig nach der Abfahrt wieder auf de Mooskopf waren und erst einmal eine Pause einlegten.

Danach ging es zurück zur Ski-Arena und wir beschlossen früh Feierabend zu machen.

Auch am nächsten Tag rissen wir wieder einige Kilometer ab. Mittlerweile hatte sich die blaue 9 zu einer gern genommenen Abfahrt gemausert. Sie wurde besonders im letzten Teil interessant, da man hier wirklich in die Abfahrtshocke gehen und dies durchhalten musste, um die letzte Steigung zur Ski-Arena zu meistern. Immer wieder ein gelungener Spaß.

Am Nachmittag trafen dann Magdalena und Otto, die ebenfalls ins das Skigebiet waren. Gemeinsam wollten wir noch etwas fahren. Sönke klemmte sich gleich an Otto und wir waren abgemeldet. Magdalena war schon in der Adlerhorst-Hütte eingekehrt und wir kamen kurze Zeit später hinzu. Der Aufenthalt zog sich derart lang, dass es bereits dunkel geworden war und die Lifte abgeschaltet waren. Wir mussten in einer abenteuerlichen Fahrt zur Ski-Arena herunter.

Am nächsten Tag hielt der Weltcup in Zauchensee Einzug. Wir fuhren noch am Vormittag mit Magdalena und Otto.

Zur Mittagszeit machten wir uns auf den Weg zu Intersport Schneider, um die Ski abzugeben. Danach gönnten wir uns noch einen Imbiss in der Lokalität der Arena und schauten auf dem Großbildschirm Skirennen. Den Rest des Tages verbrachten wir mit dem Packen und genossen noch ein Essen in der Stadt, bevor es am nächsten Morgen früh zurück nach Hause ging.

Schnee satt und kein Ort in der Nähe

Zauchensee

(02.01.2006 – 08.01.2006)

Nachdem wir jetzt mehrere Male für den Skiurlaub Ferienwohnungen als Unterkunft gewählt hatten, sollte es jetzt einmal wieder in eine Pension oder Hotel gehen. Durch Empfehlung kamen wir auf die Pension Neuhäusl, die an der Landstraße zwischen Altenmarkt und Zauchensee liegt.

Am 02.01.2006 ging es Harsum los. Bei München sahen wir dann auch den ersten Schnee und dieser wurde, je weiter wir uns unserem Ziel näherten, auch immer mehr. In Altenmarkt angekommen, machten wir uns auf die Suche nach der Pension. Die Adresse hatten wir ja und auch eine grobe Anfahrtsbeschreibung. Trotzdem fuhren wir erst einmal an der Zufahrt zur Pension Neuhäusl vorbei. Als wir die ansteigende Auffahrt zur Pension gemeistert hatten, checkten wir ein und erhielten ein uriges Zimmer, komplett mit Holz vertäfelt. Für unsere Ansprüche war es ausreichend.

Die Abende verbrachten wir in der Gaststube des Hotels, zumeist mit einem Klappenspiel, das es dort gab. Hiermit überbrückten wir die Zeit zwischen den Mahlzeiten und dem Zubettgehen.

Am ersten Morgen nutzten wir die Skibushaltestelle, die direkt vor der Pension lag.

Der erste Bus fuhr zwar durch, aber wenige Minuten später kam schon der nächste. Dieser brachte uns direkt bis zur Weltcuparena in Zauchensee. Wir hatten ja schon einige Erfahrungen mit Skigebieten, dies hier überzeugte uns aber mit seiner zentralen Ausrichtung und den Serviceangeboten sehr. Beim Skiverleih Intersport Schneider mieteten wir uns dann unsere Ski und das restliche Equipment. Zu unserer Überraschung bekamen wir sogar die Möglichkeit angeboten dort alles einzulagern. Das kannten wir bisher nicht, jedenfalls nicht kostenlos.

Nachdem dies erledigt war ging es erst einmal an den Pistenplan, um sich zu orientieren. Für die erste Fahrt wählten wir die blaue Piste auf dem Tauernkar.

Vom Wetter her war es bewölkt und leicht am Schneien. Trotzdem hatten wir wunderbare Pistenverhältnisse und genossen den ersten Tag in diesem Skigebiet. Auch die Pisten am Roßkopf wurden von uns genutzt. Allerdings achteten wir darauf, dass wir es am ersten Tag nicht übertrieben. Unsere Mittagspause machten wir diesmal in der Weltcuparena.

Danach ging es mit dem Skibus zurück zur Pension. Die Nutzung des Skibusses war etwas gewöhnungsbedürftig. Je später es am Tag wurde, umso rücksichtsloser wurden die Fahrgäste beim Einsteigen. Das artete derart aus, dass ich Sönke vor mir herschieben musste und alle Kraft aufwandte, um nicht nach vorne gedrückt zu werden. Da wir eh als erste aussteigen mussten, passten wir immer den geeigneten Augenblick ab, um dicht an der Tür zu stehen. Zumeist klappte das auch.

Die nächsten Tage fanden in derselben Routine statt. Morgens in den Skibus quetschen. In der Weltcuparena in die warmen Skistiefel steigen. Die erste Fahrt führte uns zumeist auf den Tauernkar, da es eine gute Strecke zum Warmfahren war. Danach steigerten wir uns im Anspruch der Pisten. Und das alles bei bedecktem Wetter und Schneefall. In den Örtlichkeiten, die wir zum Mittagessen aufsuchten, wechselten wir uns ab. Am zweiten Tag entdeckten wir den Adlerhorst für uns.

Leider war die Alm auch immer recht voll und manchmal war uns das einfach zu viel, so dass wir in der Weltcuparena, die großzügiger angelegt war, einen Mittagssnack zu uns nahmen.

Über die Tage fuhren wir dann auch auf dem Gamskogel und entdeckten die Weltcupstrecke, die wir dann auch mal in Angriff nahmen. Allerdings fuhren wir diese eher vorsichtig und konnten uns nicht erklären, wie man die Strecke im Schuss bewältigen wollte.

Mindestens einmal am Tag fuhren wir nach Flachauwinkel ab. Hier ging es aber zumeist recht chaotisch zu. Die Piste war am Anfang recht kanalisiert, so dass sich alle über einen Ziehweg quälten, um den Einstieg auf die breiteren Hänge zu finden. Diese Menge an Skifahrern auf dem schmalen Stück führte immer wieder zu Beinaheunfällen und wir hatten deshalb immer ein wachsames Auge auf Sönke, der diesen Bereich aber wunderbar meisterte. Später stellten wir dann fest, dass es noch einen anspruchsvolleren Einstieg gab, der aber wesentlich breiter war. Da wir mittlerweile wieder recht fit waren, wählten wir dann diesen, um den Massen zu entgehen.

Zum Skifahren reichte uns dieses Skigebiet vollkommen aus und war auch recht abwechslungsreich, so dass wir nie auf den Gedanken kamen in Radstadt oder Flachau zu fahren, obwohl unser Skipass dies hergab. Auch ansonsten waren wir nicht sonderlich viel unterwegs. Altenmarkt suchten wir nur an einem Abend auf. Dies lag daran, dass wir erst die Schneemassen vom Auto entfernen mussten und dazu nicht jeden Tag Lust hatten. Außerdem bot unsere Pension alles, was wir zu dieser Zeit benötigten.

Am letzten Skitag hatten wir dann auch noch mit dem Wetter Glück. Die Wolken waren wie weggeblasen und wir hatten einen strahlend blauen Himmel. Wir nutzen das, um alle Pisten noch einmal bei Sonnenschein zu fahren. Danach ging es zum Skiverleih, wo wir unsere Leihsachen abgaben und uns danach eine letzte Fahrt im Skibus gönnten.

Am nächsten Morgen checkten wir dann aus dem Hotel aus und waren insgesamt froh über die Wahl, die wir getroffen hatten.

Skifahren in den Osterferien

Walchen (Österreich)

(17.03.2005 – 24.03.2005)

Wieder einmal wollten wir einen Skiurlaub machen. Als Zeitraum hatten wir uns die Woche vor Ostern ausgesucht. Kurzfristig riefen wir bei Marianne Scharrer an, um bei ihr eine Ferienwohnung zu erhalten. Das klappte auch. Wir konnten die Ferienwohnung im Souterrain nutzen. Die bestand aus einem Schlafzimmer und einer Wohnküche mit Klappbett für Sönke. Für einen Skiurlaub letztlich ausreichend.

Bei gutem Wetter kamen wir an. Die Schneeverhältnisse waren mehr als ausreichend, so dass wir den ersten Tag auf dem Maiskogel zubrachten. Erstmals hatten wir für Sönke keine Skischule gebucht, da er mittlerweile so gut fuhr, dass wir den gesamten Urlaub gemeinsam fahren wollten.

Wie gesagt startete der erste Tag auf dem Maiskogel. Wir parkten an der Baumbar und es ging mit dem Schaufelberglift erst einmal auf die Hälfte hoch. Hier wollten wir auf dem flacheren Teil erst einmal in Ruhe fahren, um wieder reinzukommen. Nach der ersten Liftfahrt wollte ich gleich die Gelegenheit nutzen und ein Foto machen. Leider hatte sich das Akkufach der Kamera geöffnet und der Akku fiel gleich raus und versenkte sich im Neuschnee. Nach kurzer Zeit hatten wir das ‚Lawinenopfer‘ unter dem Schnee geborgen und wieder trocken gelegt. Der Akku hatte seinen Aufenthalt im Schnee ohne Schaden überlebt, so dass wir danach auch die Kamera wieder nutzen konnten.

Nach den Fotos ging es dann mit Skifahren los.

Nach einigen kurzen Schwüngen fühlten wir uns fit und nahmen die Almbahn in Richtung Gipfel. Von dort aus ging es mehrfach über die einfachen Pisten zum Lifteinstieg zurück. Nachdem wir alle Pistenvarianten in diesem Bereich gefahren waren, fuhren wir das erste Mal die komplette Strecke bis zur Talstation. So ging es dann auch nach der Mittagspause beim Stangerbauer weiter. Am frühen Nachmittag machten wir dann Feierabend und gönnten uns noch ein Abschlussgetränk an der Hütte nahe der Talstation.

Am nächsten Tag ging es dann auf den Gletscher.

Mit dem Gletscherjet ging es hinauf. Auf dem Gletscher hatte sich alles zugezogen und selbst über Mittag besserte sich das Wetter nicht. Um kurz nach 14:00 Uhr machten wir eine Mittagspause an der Häuslalm. Da wir recht kaputt waren und die Piste auch nicht mehr im besten Zustand war, beschlossen wir nach einer ausgiebigen Mittagspause mit der Panoramabahn zur Talstation zu fahren und den Tag zu beenden.

Die Fahrt zum Gletscher am nächsten Tag fand schon bei strahlendem Sonnenschein statt und so blieb das Wetter auch den ganzen Tag über. Unsere Mittagspause machten wir auf der Gletschermühle in der Mitte des Skigebietes. Danach ging es hoch bis zum Kitzsteinhorn und wir genossen die Fahrt in dem Funpark, der in einer Lightversion auf dem Gletscher existierte.

Am frühen Nachmittag ging es dann wieder ganz herunter bis zur Häuslalm. Auf Grund des sonnigen Wetters war der letzte Teil der Abfahrt schon ganz schön sulzig und zerfahren, so dass wir beschlossen den Tag lieber auf der Sonnenterrasse ausklingen zu lassen.

Auch der nächste Tag war ein wunderschön sonniger Start. Bereits um kurz nach 08.00 Uhr waren wir auf dem Gletscher. Diesmal starteten wir gleich zum Funpark durch, um noch einmal über die Buckel und Sprunghügel zu fahren. Den Vormittag verbrachten wir auch allen möglichen Pisten im oberen Bereich des Gletschers.

Mittag machten wir wieder an der Gletschermühle. Danach ging es einmal über den gesamten Gletscher bis zur Häuslalm. Hier machten wir es uns wieder richtig gemütlich, während Sönke im Schnee tollte und Schneemänner baute.

Am darauffolgenden Tag wollten wir ohne Skifahren auskommen. Wir hatten uns einen Tagestripp zur Skischanze nach Bischofshofen ausgesucht. Mit dem Pkw ging es nach einem ausgiebigen Frühstück los. Nach der Besichtigung der imposanten Skischanze bummelten wir durch den Ort. Hierbei stellten wir fest, dass es eine Zugverbindung zwischen Bischofshofen und Zell am See gibt. Um Sönke etwas zu bieten und seiner Begeisterung für Züge Rechnung zu tragen, fuhren Elli und Sönke mit dem Zug nach Zell am See zurück, während ich den Pkw nehmen musste.

Trotz Parkplatzsuche war ich schneller in Zell am See und konnte sie am Bahnhof erwarten. Danach bummelten wir noch etwas durch die Innenstadt, bevor es zur Ferienwohnung zurückging.

Der nächste Tag war der letzte Tag, den wir Skifahren zubringen sollten. Mittlerweile war es so warm geworden, dass nur der Gletscher als Pistengebiet übrig blieb. Um den größten Massen zu entfliehen, fuhren wir bereits sehr früh hoch.

Oben angekommen hatten wir dann auch die Pisten bei wunderbarem Sonnenschein fast für uns allein, so dass wir toll fahren konnten. Das Wetter war so schön, dass wir nun auch erstmals die Maurergletscherlifte nutzen konnten. Die waren vorher auf Grund des schlechten Wetters meist geschlossen gewesen.

Außerdem nutzten Elli und Sönke das schöne Wetter und gingen durch den Tunnel des Kitzsteinhorns zur Glocknerkanzel, um einen Blick auf den Großglockner und das imposante Alpenpanorama zu werfen.

Den Nachmittag beschlossen wir wieder auf der Häuslalm, bevor es dann wieder zur Ferienwohnung ging. Nachdem die Sachen für die Rückfahrt gepackt waren, verbrachten wir den Nachmittag im Garten und tankten noch etwas Sonne.

Am nächsten Morgen verabschiedeten wir uns nach dem Frühstück von Marianne und fuhren in aller Gemütlichkeit nach Harsum zurück.

Mit dem Wohnmobil die Donau entlang

Österreichdie Donau entlang und zurück

Im Spätsommer 2004 hatten wir uns erstmals ein Wohnmobil zugelegt.
Nach der kurzen Einführungstour, die die Weser entlang führte, um das Mobil näher kennen zu lernen, sollte es nun erstmals richtig los gehen.

Bereits unmittelbar nach der Schule fuhren wir los.
Als erstes Etappenziel war Nürnberg angepeilt. Auf der ermüdenden Fahrt über die Autobahn stellten wir fest, dass der Motor unseres Bürstner-Mobils etwas schwach auf der Brust war. Gott sei Dank hatten wir genug Zeit eingeplant. Nur aus der Stadtbesichtigung am gleichen Abend wurde nichts mehr.

Als wir den Campingplatz, den wir uns zur Übernachtung ausgesucht hatten, erreicht hatten, war es schon früher Abend.
Wir machten noch einen kurzen Bummel über den Campingplatz, vorbei am Fußballstadion und hin zum angrenzenden Reichsparteitaggelände.
Danach nahmen wir unser Abendbrot zu uns und machten es uns im Wohnmobil gemütlich. Da die Nächte schon recht kühl wurden, war an draußen sitzen nicht mehr zu denken.

Am nächsten Morgen ging es gleich nach dem Frühstück los.
Mit der S-Bahn fuhren wir in die Innenstadt von Nürnberg und machten uns dort an die übliche Besichtigungstour.

Am Hauptbahnhof angekommen ging es erst einmal über die Fußgängerzone in Richtung Nürnberger Burg.
Hierbei kamen wir durch die Reste der Altstadt und über den Nürnberger Christkindlmarkt.
Der Nürnberger Burg widmeten wir dann einige Zeit und besichtigten das alte Burggelände. Gemeinsam gönnten wir uns dann noch einen Aufstieg auf einen der alten Wehrtürme, von denen man eine herrliche Aussicht über die Stadt hat.

In südliche Richtung schließt sich an die Burganlage das mittelalterliche Nürnberg an. Dies war unser nächstes Ziel und wir bummelten durch die Gassen, wo es unter anderem ein altes Spielzeugmuseum gab, das zu einem Besuch einlud.

Aus diesem Teil der Stadt ging es dann wieder zurück in Richtung Christkindlmarkt. Auf dem Weg dorthin kamen wir am Lochgefängnis vorbei. Elli und Sönke machten die Besichtigungstour durch das alte Gefängnis mit und bekamen auch noch gut erhaltene Folterkeller zu Gesicht.

Hiernach ging es dann erst einmal in ein nahes Lokal, wo wir uns traditionelle Nürnberger Würstchen gönnten, bevor es über den Trödelmarkt und am Stadtgraben entlang wieder zurück in Richtung Hauptbahnhof ging.

Eigentlich stand noch der Besuch des Verkehrsmuseums auf dem Programm. Dort angekommen mussten wir feststellen, dass es geschlossen hatte. Leider, da ein Jahr später ein Brand das Museum in Mitleidenschaft zog.

Mit der S-Bahn ging es wieder zurück in Richtung Campingplatz. Nachdem wir in der Nähe des Platzes kein vernünftiges Lokal für ein Abendessen gefunden hatten, bereitete uns Elli etwas im Wohnmobil zu.

Am nächsten Tag ging es dann schon weiter bis nach Regensburg. Ab hier wollten wir der Donau folgen. Der Einfachheit halber taten wir dies bis Passau über die Autobahn.
In Passau wollten wir dann einen Besichtigungstopp einlegen und uns einen Stellplatz suchen.
Ein Stellplatz war nicht einfach zu finden, da der Stellplatzführer so richtig nichts hergab. Wir fuhren also erst einmal in Richtung Stadtzentrum von Passau.

Eingerahmt zwischen Donau, Inn und Itz liegt die Altstadt. Am Donauufer fanden sich eine Menge Parkplätze, die aber nur für Busse schienen.
Da nicht so viel los war und so gut wie kein Bus in Sicht war, stellten wir uns etwas abseits auf einen solchen Busplatz und machten einen Bummel durch die Altstadt.

Zunächst ging es am Donauufer entlang zum Zusammenfluss von Donau und Inn, der besonders durch die unterschiedliche Färbung der beiden Flüsse sehenswert ist.

Danach besichtigten wir die Altstadtgässchen und die Kirchen von Passau.
Nach etwa zwei Stunden hatten wir die Stadtbesichtigung beendet und kehrten zum Wohnmobil zurück.
Hier dann die Überraschung. Wir hatten einen Zettel am Mobil. Gleichzeitig kam ein Männchen in ‚offiziell wirkender Kleidung‘ auf uns und forderte die Entrichtung der Verwarnung.
Ich verlangte im Gegenzug eine Dienstausweis und eine Bezeichnung des konkreten Verstoßes. Da dies ausblieb, sah ich mich auch nicht bereit zu zahlen. Das Männchen wurde daraufhin richtig unhöflich und verschwand.
Ich nutzte die Zeit, um mal die Polizei in Passau anzurufen und mich zu informieren. Nicht gerade zu meinem Erstaunen sind dort derartige Machenschaften der Abzocke von Touristen bekannt und man wollte sich des Problems mal wieder annehmen.

Für uns ging es jedoch weiter. Elli hatte in Thyrnau-Kelchham einen Stellplatz mit Strom gefunden, der sich gut anhörte.
Da kein Lokal in der Nähe war und wir keine Lust hatten schon wieder den ganzen Abend im Mobil zuzubringen, suchten wir uns auf der Anfahrt ein Lokal.
In Thyrnau selbst fanden wir dann ein nettes Lokal an der Hauptstraße.
Während wir die Speisen aussuchten und auf die Getränke warteten, bekam Sönke einen Malblock und Stifte und es schien ein gemütlicher Ausklang zu werden. Bis dann Sönke’s Getränk kam. Zack – lag es unten und alles stand unter Apfelsaft.
Zu unserem Erstaunen machte die Bedienung, trotz des gehobenen Ambientes, keinen großen Aufstand und reinigte alles. Sönke bekam das zweite Getränk sogar auf Kosten des Hauses.

Nach dem Essen ging es dann zum ausgewählten Stellplatz.
Die Anfahrt verwirrte uns etwas, da die Straße immer enger und die Ortschaften immer kleiner wurden. Letztlich erreichten wir die Ortschaft Kelchham.
Der Bauernhof mit dem Stellplatz war nicht schwer zu finden und der freundliche Betreiber zeigte uns die Wiese, auf der wir ganz für uns allein standen.

Nachdem wir uns eingerichtet hatten, machten wir noch einen kleinen Bummel durch die Landschaft.
Zum Abschluss besichtigten wir noch den Sanitärbereich. Hier waren wir angenehm überrascht. Alles war neu und sogar mit Fußbodenheizung ausgestattet. Lediglich die Saisonarbeiter wirkten am Anfang etwas störend, da sie gleich nebenan ihren Aufenthaltsraum hatten. Letztlich waren sie doch sehr freundlich und umgänglich und wir trafen kaum zusammen.

Am nächsten Morgen gab es Brötchen vom Bauern und nach einer ausgiebigen Dusche ging es weiter die Donau entlang.
Nachdem wir nach Österreich kamen, fuhren wir über die Nibelungen-Bundesstraße weiter in Richtung Wien, das wir uns als Fernziel auserkoren hatten.
Die Autobahn mieden wir, um einerseits die Landschaft zu genießen und andererseits die Vignette zu sparen.
Das Wetter war auf der Fahrt sehr schön und sonnig, sodass wir jede Möglichkeit zum Halt und für Besichtigungen nutzten.

Einer dieser Stopps war bereits auf Höhe Jochstein, wo wir die Schleusenanlage besichtigten.
Ein anderer Halt war eine Besichtigungsmöglichkeit eines Bergwerkes mit einem kleinen Feldbahnmuseum.

Gegen Mittag waren wir an den Toren von Linz.
Nach einem Blick in den Reiseführer beschlossen wir mit unserer Besichtigung am Pöstlingberg zu starten. Kurz das Ziel in den Navi eingegeben und den Anweisungen gefolgt. Leider hat der Navi zwar eine landschaftlich schöne, aber fahrerisch anspruchsvolle Strecke ausgesucht. Die Anfahrt erfolgte über sehr enge Nebenstraßen. Vorteilhaft war, dass wir die Vororte von Linz gar nicht zu Gesicht bekamen.

Am Pöstlingberg angekommen war schnell ein Parkplatz gefunden und der Weg zum ersten Besichtigungsobjekt eingeschlagen.
Nach wenigen Metern erreichten wir die Wallfahrtskirche, die hoch über der Stadt liegt.
Danach ging es zur Aussichtsplattform, von wo aus man einen herrlichen Blick über Linz und Teile Niederösterreichs hat.

Den Abschluss fand der Besuch des Pöstlingbergs in der Linzer Grottenbahn, einer Bergbahn, um die eine Märchenwelt aufgebaut ist. Eigentlich recht kitschig, was sie aber schon wieder interessant macht.

Als wir am Ende angekommen waren, blieb nur noch die Pöstlingbergbahn übrig, bei der es sich um die steilste zahnradlose Bergbahn der Welt handelt. Sönke wollte, in seiner Verliebtheit zu Eisenbahnen, unbedingt damit fahren, sodass Elli und er sich ein Ticket gönnten und die Talfahrt mitmachten.

Währenddessen fuhr ich das Wohnmobil nach unten und suchte die Endhaltestelle der Bahn.
Nachdem wir uns dann glücklich wiedergefunden hatten, ging es weiter die Donau entlang. Auf die Innenstadt von Linz verzichteten wir, da wir eher auf Natur aus waren.

Für die Übernachtung hatten wir uns einen Campingplatz an der Donau ausgesucht und zwar die Campinganlage in Au an der Donau.
Der Campingplatz liegt nicht weit von Linz entfernt direkt an der Donau.
Als wir dort in den frühen Abendstunden eintrafen, war die Rezeption bereits geschlossen. Lediglich ein paar letzte Camper waren auf der erhöhten Anfahrt zum Platz anzutreffen.
Im Gespräch mit den Campern wiesen diese uns auf einen bereits geleerten Teil des Platzes hin, wo wir uns kostenfrei aufstellen könnten. Gleichzeitig kam ein Camper mit, um uns den Stromanschluss zu öffnen.
Nachdem wir uns so aufgestellt hatten, ging es erst einmal in die kleine Ortschaft, wo wir schnell feststellten, dass hier am Abend nicht viel los ist.
In einer Kombination aus Bäckerei und Fleischerei konnten wir noch einige Kleinigkeiten für das Abendbrot einkaufen und in Erfahrung bringen, dass wir hier am nächsten Morgen Brötchen erwerben könnten.
Danach ging’s zurück.

Am Mobil angekommen, wollten wir erst einmal zu Abend essen. Beim Betrieb des Wasserkochers stellten wir dann fest, dass wir keinen Strom mehr hatten.
Wir wollten dem netten Camper nicht mehr auf den Geist gehen und ‚knackten‘ das Schloss mit einem selbstgebauten Nachschlüssel. Wie wir feststellen konnten, hatte es die Sicherung rausgehauen. Das passierte allerdings noch einige Male, da die Amperezahl wohl nicht auf unsere Stromabnahme eingerichtet war.

Bis dahin hatten wir allein auf dem Platz gestanden. Das änderte sich auch nicht wirklich. Lediglich ein Mobil kam dazu. Dieses blieb allerdings auf dem Deich stehen und kam nicht in unsere Niederung hinunter.

Am nächsten Morgen nutzten wir noch kurz das Waschhaus, dessen Strom und warmes Wasser allerdings auch abgedreht war, was aber für uns kein Problem darstellte.
Nach dem Frühstück ging es dann weiter die Donau entlang.

Am Donauufer entlang ging es bis nach Melk, wo wir auf der gegenüberliegenden Donauseite eine kleine Halbinsel fanden, die zu einer Rast einlud.
Wir verbrachten die Mittagszeit am Donaustrand und genossen das herrliche Wetter, während Sönke am Ufer spielte.

Von hier aus sollte es nach Wien weitergehen. Bis Krems schafften wir es der Autobahn fernzubleiben. Danach streikte der Navi und eine Baustelle auf der Bundesstraße gab uns den Rest. Nachdem wir zweimal im Kreis gefahren waren und immer wieder zur Autobahn zurückgeführt wurden – sowohl mit dem Navi, wie auch durch die Umleitungsschilder – kauften wir in einem Zigarettenshop eine dieser blöden Vignetten und fuhren über die Autobahn nach Wien rein.

Für Wien hatten wir den Campingplatz Neue Donau als Stellplatz ins Auge gefasst. Nachdem wir uns durch den Berufsverkehr vor dessen Tor gequält hatten, mussten wir feststellen, dass er bereits in die Winterruhe getreten war. Ein Schild am Tor wies auf den Campingplatz Wien West hin, der die Gäste aufnehmen würde.
Gesagt, getan. Wieder quer durch die Stadt und den Berufsverkehr. Dank des Navi war der Platz leicht zu finden und Platz hatte man auch noch für uns.

Nach einigem hin und her hatten wir einen geeigneten Stellplatz mit Fernsehempfang gefunden und uns dort aufgestellt. Danach erkundeten wir kurz den Platz und die Umgegend. Insbesondere die Bushaltestelle mit den entsprechenden Verbindungen war für uns interessant.

Als wir zum Mobil zurückkamen, stellten wir fest, dass sich der Platz um uns herum stattlich gefüllt hatten. Besonders die ‚mobile ethnische Minderheit‘ hatten den Platz für sich entdeckt und war mit ihren Großfamilien angereist. Letztlich stellte dies aber nur ein Problem in der Sauberkeit des Sanitärhauses dar, das auf Grund des Winterbetriebes nicht auf eine derartig hohe Frequentierung durch die Besucher ausgelegt war.

Am nächsten Morgen ging es dann in die Innenstadt von Wien. Zunächst ging es mit dem Bus bis zur U-Bahn-Station Hütteldorf. Von hier aus ging es mit der U-Bahn, die allerdings erst einmal oberirdisch fuhr, weiter bis zum Karlsplatz.
Hier angekommen gingen wir den kurzen Fußweg zunächst bis zum Stephansdom. Auf dem Weg dorthin ging es an der Wiener Staatsoper und am berühmten Hotel Sacher vorbei.
Die Besichtigung des Stephansdom nahm einige Zeit in Anspruch. Dies war auch nicht weiter schlimm, da es mittlerweile zu regnen angefangen hatte.

Nach dem Stephansdom, den wir auch noch gleich von außen umrundeten, und den obligatorischen Touristenfoto eines Fiaker, ging es in die Innere Stadt weiter.

Neben den wunderbaren Fassaden der Geschäftshäuser fanden wir besonders die kleinen Durchgänge mit ihren Hinterhäusern und geschäftigen Hinterhöfen interessant.
Letztlich gelangten wir über die spanische Hofreitschule zur Hofburg, die wir dann durchquerten.

Danach folgten Museumsviertel und Parlamentsgebäude. Da das Wetter immer unangenehmer wurde, beließen wir es bei der Stippvisite dieses Viertels.

Von dort aus fuhren wir dann mit einer historischen Straßenbahn zum Wiener Prater.
An der Haltestelle dann ein kurzer Augenblick des Erstaunens. Zunächst dachten wir, dass Jugendliche sich einen Spaß erlaubt hatten.

Tatsächlich handelte es ich jedoch um die Werbung eines Discounters.

Nach einem Bummel über das Gelände des Vergnügungsparks kamen wir auch schnell zur eigentlichen Attraktion, dem Riesenrad.

Wir ließen es uns nicht nehmen und gönnten uns eine Fahrt mit dem Riesenrad. Da nicht besonders viel los war – wer will es den Leuten bei diesem Wetter verdenken – mussten wir auch nicht lange anstehen und die Gondeln waren übersichtlich gefüllt.
Nur mit einem anderen Pärchen mussten wir uns die Gondeln teilen.

Während der Fahrt hatte man einen herrlichen Ausblick auf Wien, den Wienerwald und die Donau, sodass sich die Investition auf jeden Fall gelohnt hatte.

Nach dem Prater ging es mit der Straßenbahn zurück in die Innenstadt. Noch einmal bummelten wir durch die Straßen rund um den Stephansdom. Als es dann langsam dunkel und auf Grund des Regens ungemütlich wurde, fuhren wir zum Campingplatz zurück.

Als wir völlig erledigt zum Campingplatz zurückkehrten, stellten wir fest, dass dieser noch voller geworden war. Da unseres Erachtens die Kapazitätsgrenze bereits überschritten war und die Sauberkeit deutlich litt, beschlossen wir den Aufenthalt in Wien zu beenden und lieber ruhigere Regionen aufzusuchen.

Am nächsten Morgen schauten wir noch kurz in den Reiseführer und beschlossen in Richtung Oberösterreich, bzw. Salzburger Land zu fahren.

Als erstes Ziel hatten wir den Mondsee ins Auge gefasst. Leider stellten wir bereits bei der Fahrt fest, dass sich das Wetter nicht bessern wollte.
Mit Erreichen der Region um den Mondsee herum fing es dann an kälter zu werden und teilweise war auch schon Schneeregen dabei. Letztlich führte es dazu, dass wir lieber Salzburg als Ziel wählten, um das Wetter dann doch zu kompensieren.

Nach einem kurzen Studium des Stellplatzführers hatten wir den Campingplatz Stadtblick für die Übernachtung ausgewählt.
Dort angekommen erhielten wir sogar noch einen Platz in der ersten Reihe, der uns einen wunderbaren Blick auf die Stadt Salzburg und den Mönchsberg bot.

Trotz leichtem Schneefall war das Wohnmobil schnell aufgebaut. Lediglich der Fernsehempfang machte einmal wieder Probleme. Es wollte mir einfach nicht gelingen den Satelliten zu finden und dies, obwohl ich mich am Nachbarmobil orientierte.
Wie sich später herausstellte, war das keine gute Entscheidung gewesen, da mich der Nachbar ansprach, ob ich den Empfang bekommen hätte, da er seine Schüssel einfach aufgestellt und noch nicht auf den Satelliten ausgerichtet hatte.
Wir haben es dann noch einmal in Angriff genommen und dann gemeinsam geschafft.

Den Abend verbrachten wir in der angrenzenden Gaststätte und stimmten Sönke schon einmal auf unseren Bummel durch Salzburg ein.

Am nächsten Morgen ging es dann nach dem Frühstück los. Zunächst ging es den Berg hinab zur Bushaltestelle. Von dort aus mit dem Oberleitungsbus bis vor die Tür von Mozarts Wohnhaus. Nach einer knappen Besichtigung ging es zum Kapuzinerkloster hinauf. Von hier aus hat man eine herrliche Aussicht auf die Altstadt und die Festung Hohensalzburg.

Nach den üblichen Fotos ging es wieder hinab und in die Altstadt. Nach dem Bummel durch die Gassen und über den Residenzplatz ging es mit dem Fahrstuhl zur Festung hinauf.

Hier machten wir eine längere Besichtigung inklusive Führung. Den Berg hinunter ging es dann jedoch zu Fuß.

Unten angekommen hatten wir noch einen Teil des sonnigen Tages vor uns und wir entschlossen uns, beim Bummel am Ufer der Salzach entlang, noch eine Schifffahrt zu machen. Schnell war ein Schiff gefunden und mit der SalzburgCard war das ganze auch erschwinglich. An Bord stellten wir dann fest, dass es sich um die letzte Fahrt handelte, da mit dem heutigen Datum der Schifffahrtsverkehr für die Saison eingestellt wurde. Die Fahrt an sich verlief idyllisch. Sönke durfte ans Steuer und wir gönnten uns auf unserem Platz in der ersten Reihe ein Getränk und genossen die Landschaft.

Nach der Schifffahrt ging es dann wieder in Richtung Bus. Auf der Heimfahrt entschlossen wir uns, dass wir uns vor dem Aufstieg zum Campingplatz stärken müssten. Wir suchten uns in der Nähe der Bushaltestelle ein nettes österreichisches Restaurant und hatten bei unserer Wahl wieder einmal Glück. Nach einem guten und reichhaltigen Abendessen ging es den Berg hinauf in die wohlige Wärme des Wohnmobils.

Am nächsten Morgen hatten wir unsere Abfahrt geplant. Da wir vom Schnee erst einmal die Nase voll hatten, ging es erst einmal wieder nach Deutschland zurück. Auf der Fahrt über die BAB 8 suchten wir nach einem geeigneten Ziel. An der Ausfahrt Holzkirchen hatten wir uns entschlossen erst einmal nach Bad Tölz zu fahren. Da die Entfernung nicht sonderlich groß war, trafen wir dort noch vor dem Mittag ein. Direkt am Isar-Ufer entlang ging es in die beschauliche Innenstadt. Hier fanden wir nach einem kurzen Bummel am Markt einen Imbiss, wo wir uns eine Stärkung gönnten.

Von Bad Tölz aus ging es nach Füssen. Dort ging es auf den Wohnmobilplatz Füssen. Den Nachmittag verbrachten wir mit einem Bummel in die Stadt. Zurück am Wohnmobil kauften wir noch in einem nahen Supermarkt ein, wo wir auch am nächsten Morgen Brötchen erwerben konnten.

Der nächste Tag war zwar etwas trüb, hielt uns aber nicht davon ab, das nächste Ausflugsziel in Angriff zu nehmen. Neuschwanstein stand auf dem Programm. Mit dem Wohnmobil ging es auf den Parkplatz und von dort aus zu Fuß hinauf zum Schloss.

Nach dem beschwerlichen Aufstieg standen wir vorm Portal des Schlosses und konnten auch einen Blick in den Innenhof werfen. Nach einer Fotosession war es das dann aber auch mit dem Schloss. Der Eintrittspreis erschien uns überteuert, so dass wir es einfach ließen.

Elli und Sönke gönnten sich aber noch ein Highlight. Sie suchten eine nahe Brücke auf, von der man einen herrlichen Blick auf das Schloss hat.

Nachdem sie wieder zurück waren, gab es ein knappes Mittagessen und dann ging es weiter in Richtung Bodensee. Lindau war unser nächstes Ziel. Hier ging es zunächst einmal in die Stadt zum obligatorischen Stadtbummel.

Nach einem Blick auf den Bodensee von der Hafenpromenade aus, ging es zurück zum Wohnmobil und in Richtung Campingplatz. Der lag etwas außerhalb, war aber dafür sehr schön. Am Campingplatz Gitzenweiler Hof konnte man vergünstig vor der Schranke stehen, aber alle Einrichtungen des Platzes nutzen. Das nahmen wir auch gleich in Anspruch. Nach einer ausgiebigen Dusche ging es zum platzeigenen Italiener, wo wir uns eine Pizza gönnten.

Am nächsten Morgen ging es dann am Ufer des Bodensees entlang in Richtung Friedrichshafen. Von hier aus gönnten wir uns die Fähre in die Schweiz, da wir eh auf die andere Seite mussten, da unser nächstes Ziel, die Rheinfälle, am besten über die Schweiz erreichbar waren.

Hier kamen wir dann um die frühe Mittagszeit herum an. Die Rheinfälle bei Schaffhausen, Europas größte Wasserfälle, waren imposant und laut. Einziges Manko aus unserer Sicht war, dass wir für dieses Naturschauspiel Eintritt entrichten mussten.

Hiernach ging es dann weiter nach Freiburg. Am Schluchsee vorbei, wo wir uns einen Mittagsrast am Seeufer gönnten, und durch den Schwarzwald hindurch, kamen wir nach Freiburg. Die Suche nach einem geeigneten Stellplatz gestaltete sich etwas schwierig, sodass wir einen Campingplatz wählten.

Der Campingplatz Möslepark lag in unmittelbarer Nähe zum Trainingsgelände des SC Freiburg. Ansonsten war er sehr ruhig gelegen.

Vielleicht schon etwas zu ruhig, da weder ein Lokal, noch eine Einkaufsmöglichkeit in unmittelbarer Nähe lag. Dafür war der Platz und vor allen Dingen die Betreiberin sehr urig. Alles erinnerte mehr an ein Hexenhaus als an einen Campingplatz. Mit unserem Eintreffen hatte es zu regnen begonnen, sodass wir von unserem Trip in die Stadt Abstand nahmen. Stattdessen machten wir uns auf den Weg und suchten ein geeignetes Lokal fürs Abendessen.

An der Hauptstraße wurden wir schließlich fündig und hatten ein griechisches Lokal als Ziel auserkoren. Leider eine schlechte Wahl, wie sich später herausstellte. Schlechtes Ambiente, schlechtes Essen und eine schlechte Bedienung machten den Besuch denkwürdig.

Zurück am Wohnmobil genossen wir das Prasseln des Regens auf dem Wohnmobil. es folgte ein ruhiger Abend bei Spielen und Lektüre, da an Fernsehempfang auf dem Platz nicht zu denken war.

Am nächsten Morgen dann die große Überraschung. Es hatte die ganze Nacht durch geregnet und der Boden war entsprechend aufgeweicht. Nur mit viel Mühe und Geschick und einigen Matten als Anfahrhilfe konnten wir uns aus unserem Platz befreien, da die Grasnarbe sofort kaputt gefahren war, wenn man nur einmal Gas gab.

So recht wussten wir nichts mit der verbliebenen Zeit anzufangen. Ein Blick in die Zeitung führte uns zur der Erkenntnis, dass es am Rhein sonnig sein sollte. Da ich gerade von einer Tourenfahrt aus dem dortigen Bereich zurückgekehrt war, entschlossen wir uns zu diesem Ziel.

Zunächst ging es nach Bingen am Rhein. Bis dorthin waren wir auf der Autobahn unterwegs gewesen, nunmehr folgte Landstraße. In Bingen angekommen, entschlossen Elli und Sönke sich, eine Schifffahrt zu machen. Ich hatte derweil einen Campingplatz in St. Goar als Ziel ausgemacht und machte mich über die Landstraße auf den Weg dorthin.

Nach einer kurzen Orientierungsphase hatte ich den Campingplatz Loreleyblick schnell gefunden. An der Rezeption erfuhr ich dann, dass freie Platzwahl bestände. Ich fand einen schönen Stellplatz direkt am Wasser, den ich dann auch gleich einrichtete. Anzumerken sei noch, dass der Name des Platzes wirklich Programm ist. Man hat einen herrlichen unverbauten Blick auf den Loreley-Felsen.

Noch bevor das Schiff mit Elli und Sönke mich passierte, saß ich bereits in der Sonne und genoss ein Bier. Als das Boot mich dann passiert hatte, machte auch ich mich auf den Fußweg nach St. Goar und hiolte die beiden erst einmal zum Stellplatz ab, wo wir die Sonnenstrahlen genossen. Kurz bevor die Sonne ganz verschwand machten wir noch einen Bummel durch St. Goar. Durch den Ortskern ging es auch auf der Suche nach einem Restaurant. Leider wurden wir nicht so richtig fündig, sodass wir zum Platz zurück gingen. Hier genossen wir den lauen Abend am Wohnmobil. Sönke verbrachte die Nacht an seinem Alkovenfenster und blickte auf den Bahn- und Schiffsverkehr, den er von dort aus wunderbar wahrnehmen konnte.

Am nächsten Morgen dann ging es für Sönke nach dem Frühstück erst einmal auf die Wiese vor dem Wohnmobil. Hier widmete er sich ausgiebig den Enten, u.a. indem er sie fütterte.

Nach dieser Morgenbeschäftigung ging es mit dem Wohnmobil weiter nach St. Goar und von dort aus mit der Fähre über den Rhein nach St. Goarshausen. Ab hier folgten wir der Bundesstraße am Rheinufer entlang nach Rüdesheim.

In Rüdesheim selbst war schnell ein geeigneter Parkplatz für das Mobil gefunden, sodass wir in Ruhe durch die beschaulichen Gassen bummeln konnten. Besonders der Drosselgasse schenkten wir unsere Aufmerksamkeit und schauten wohl in jedes Restaurant und Geschäft hinein.

Nachdem wir so einige Stunden verbracht hatten, ging es mit dem Wohnmobil auf die Autobahn und in Richtung Heimat, wo wir am späten Abend wohlbehalten eintrafen.

Nach einigen Tagen haben wir dann aus diesem Urlaub die nötigen Erkenntnisse für unsere späteren Wohnmobilurlaube gewonnen. Wir wussten nunmehr, was wir wollten und was uns am meisten Spaß brachte. Außerdem hatten wir wichtige Erkenntnisse über uns Wohnmobil gewonnen, so dass wir die erforderlichen Umbauarbeiten in Angriff nehmen konnten.

Wandern im Pitztal

Pitztal

(09.07.2004 – 16.07.2004)

Nach dem Urlaub in Tunesien stand noch einmal ein Aktivurlaub an. Eigentlich wollten wir wieder in das Hotel Gletscherblick im Pitztal fahren. Leider wurde dieses gerade renoviert, sodass wir nach einem Ausweichquartier Ausschau hielten. Uns wurde das Hotel Gundolf empfohlen, das in der Nähe unseres ersten Hotels lag.

Altbewährt ging es morgens bereits um 06.00 Uhr los. Die Fahrt über die Autobahn nach Süden verlief ereignislos, sodass wir bereits gegen 15.00 Uhr am Hotel waren.

 

Nachdem die Koffer aufs Zimmer gebracht waren, machten wir uns auf die erste Tour durch die Gegend.

Wir folgten dem Lauf der Pitze bis nach Mittelberg, waren aber schnell wieder am Hotel zurück, um uns vor dem Abendessen noch mit dem Hotel vertraut zu machen und unsere Sachen auszupacken.

Am Abend stellten wir dann die Unterschiede zum Hotel Gletscherblick fest. Diese zeigten sich besonders beim Essen. Dieses war zwar keinen Deut schlechter, aber die gesamte Atmosphäre war nicht so familiär. Im jetzigen Hotel hatte man mehr das Gefühl in einer Gaststätte zu sein und der Kontakt zum Personal war nicht so intensiv.

Am nächsten Tag zeigte sich bei einem Blick aus dem Fenster, dass das Wetter nicht ganz so gut werden würde. Wir beschlossen eine Tour mit dem Pkw ins nahe Ötztal zu machen. Unser Weg führte uns ins Ötzi-Dorf in Umhausen.

Nach einer ausgiebigen Besichtigung des Freilichtmuseums machten wir uns auf eine kleine Wanderung zum Stuibenfall, dem größten und mächtigsten Wasserfall Tirols.

Die Wanderstrecke dorthin war nicht sonderlich anspruchsvoll und da das Wetter mittlerweile auch wieder trockener geworden war, hatten wir auf dem Weg unseren Spaß. Allerdings ließen wir den Klettersteig auch aus und beließen es bei den Aussichtspunkten, die man über die Wanderwege erreichen konnte.

Auf dem Rückweg aus dem Ötztal kamen wir in Umhausen noch an einem Sportgeschäft vorbei. Hier kauften wir uns dann endlich unsere Wanderstöcke, was wir zuvor schon beabsichtigt, aber immer wieder zurückgestellt hatten. Da diese nun im Angebot waren, schlugen wir zu.

Den späten Nachmittag und Abend verbrachten wir dann im Hotel.

Am nächsten Tag starrten wir zu einer Tour, die wir bereits kannten. Wir folgten wieder dem Versorgungsweg zum Wasserfall unterhalb des Pitztaler Gletschers.

Auch durfte eine Rast im Gletscherstübele nicht fehlen, bevor es zum Hotel zurückging. Da das Wetter wahrlich nicht so schön war, wie zwei Jahre zuvor, verbrachten wir viel Zeit im Hotel und nutzten dort das Wellnessprogramm. nur für Sönke war das nicht so angenehm, da man hier durch die Sauna tobende Kinder nicht so tolerierte. Zwar gab es verschiedene Saunen, aber das Schwimmbecken für ihn fehlte gänzlich.

Am folgenden Tag hatten wir uns für eine geführte Wanderung zur Rüsselsheimer Hütte, ehemals Chemnitzer Hütte, angemeldet. Sönke ließ sich durch den Pitzi Club bespaßen.

Mit dem Pkw ging es auf einen Parkplatz unmittelbar hinter Plangeroß. Hier lag dann auch der Einstieg in den Wanderweg zur Rüsselsheimer Hütte. Der Chef selbst führte uns nun und versprach uns neben körperlicher Anstrengung und einem gehörigem Höhenunterschied auch die Möglichkeit Steinböcke in der freien Natur zu sehen. Einige aus unserer Gruppe waren auch der Meinung Steinböcke gesehen zu haben. Ich selbst sah keine, so sehr ich mich auch anstrengte.

Aus dem Wanderweg wurde dann letztlich ein Steig, der sich den Berg hinaufzog. Unsere doch recht große Gruppe hatte sich in mehrere Einzelgruppen zerteilt, da die Kondition und die Motivation der einzelnen Paare doch unterschiedlich war. So gab es ein Pärchen, das den Aufstieg augenscheinlich in der kürzesten möglichen Zeit bewältigen wollte. Andere machten bei jeder Kehre eine Pause. Wir fanden für uns das richtige Maß und kamen gut voran.

Kurz vor der Hütte lag dann der erste Schnee. Nachdem wir das Schneebrett überwunden hatten, gönnten wir uns in der Hütte eine Entspannung.

Nach der Pause ging es den Berg hinab. es folgte der gleiche Steig, den wir auch am dem Hinweg genommen hatte. Das machte die Sache nicht gerade angenehmer, da man wusste, was auf einen zukam. Wie bereits auf dem Anstieg löste sich die Gruppe sehr schnell auf, so dass jeder sein Tempo ging.

Unten an den Pkw angekommen, warteten darauf, dass sich die Gruppe komplettierte, bevor es zum Hotel zurückging. Hier angekommen gab es noch eine gemeinsame Jause, bevor wir uns auf die Zimmer begaben.

Da für den nächsten Tag wieder schlechtes Wetter vorhergesagt wurde, machten wir uns auf eine neuerliche Tour mit dem Pkw. Diesmal ging es nach Innsbruck. Die knapp 100 Kilometer lange Anfahrt legten wir über die mautfreie Landstraße zurück. Direkt über diese Landstraße kamen wir an die Innstraße, wo wir einen Parkplatz fanden. Von hier war es in die Innenstadt nur einen kurzer Fußweg.

Zunächst arbeiteten wir natürlich die Sehenswürdigkeiten ab. Bei zeitweise strömenden Regen ging es zum „Goldenes Dachl„. Danach ging es durch die Gassen der Innenstadt zu weiteren Sehenswürdigkeiten, wie beispielsweise dem Hofgarten, der Hofburg und der Maria-Theresien-Straße.

Nach einem kurzen Mittagssnack ging es zur nächsten Sehenswürdigkeit, der Bergiselschanzel.

Diese war uns bisher nur aus dem Fernsehen bekannt und wir waren von ihrer Größe angetan. Der Blick vom Absprung hinab, war schon sehr imposant und flößte Respekt vor den Skispringern ein.

Zuletzt stand ein Rundgang am Fuß der Schanze an.

Danach ging es wieder zurück zum Hotel.

Am folgenden Tag nahmen wir wieder an einer geführten Wanderung des Hotels teil. Diesmal durfte Sönke mit, da es nicht so anstrengend werden sollte.

Mit dem Pkw ging es zunächst nach Rehwald, wo wir die Fahrzeuge an einem Bauernhof parkten. Danach ging es über Waldwege zu Mauchele Alm. Dazu mussten wir etwa 500 Höhenmeter bewältigen. Sönke fiel dies am leichtesten. Er ging immer wieder voraus, kam wieder zurück und lief wieder vor. Ihm schien die Steigung überhaupt nichts auszumachen. An der Mauchele Alm kam dann die erste Rast.

Nach der doch recht kurzen Pause ging es weiter in Richtung Brechsee. Bevor dieser erreicht wurde, machten wir noch an einem Bachlauf eine kurze Pause.

Neben der Möglichkeit Fotos zu schießen, nutzte Sönke die Gelegenheit um in allen erdenklichen Möglichkeiten den Bach zu überqueren.

Nun mussten wir nur noch einen Höhenzug bis zu unserem Etappenziel überqueren. Auf der Strecke wurde es mittlerweile etwas kühler und wir kamen der Schneegrenze immer näher.

Nach dem Erreichen des nahen Brechsee ging es auf den Rückweg.

Nachdem wir den größten Teil der Strecke hinter uns gebracht hatten, machten wir noch eine Rast an der Söllbergalm.

Hier gab es eine Jause, bestehend aus Käse und Wurst und natürlich einem gepflegtem Bier.

Danach machten wir uns an den Rest des Weges zum Parkplatz. Dort angekommen nutzten wir einen Brunnen mit Holztrog, um unsere Schuhe zu säubern und die Füße zu kühlen. Elli und ich waren von der Tour schon etwas erschöpft, Sönke hat das alles gar nicht belastet.

Für den letzten Tag hatten wir noch einmal eine Wanderung an den Rifflesee geplant. Da das Wetter anfangs regnerisch war, machte sich Elli allein auf den Weg zu Fuß, während Sönke und ich etwas später starteten und den Lift nahmen.

Oben angekommen, machten wir eine kleine Runde am See entlang.

Ein Schneefeld im Juli war da schon etwas Besonderes, sodass Sönke es gleich erkunden musste.

Letztlich war es recht kühl, sodass wir nach der kleinen Runde froh waren zur Riffleseehütte zu gelangen. Hier trafen wir dann auch Elli, die wir bei der Liftfahrt nicht gesehen hatten. Sie war klitschnass und froh, dass es wieder zurückging.

Wieder im Tal angekommen, ging es an der Straße entlang. Wieder fand sich eine Ziege, die uns auf unserem Weg begleitete.

Dieses Zicklein war jedoch so anhänglich, dass es uns sogar am Hoteleingang noch Gesellschaft leistete und nur schwerlich abzuschütteln war.

Am nächsten Tag ging es dann wieder zurück. Die Fahrt aus dem Pitztal verlief diesmal ohne die Übelkeit, die Sönke sonst beim Serpentinenfahren immer wieder überkommen war.

Durch den Tunnel bei Reutte kamen nach einer kurzen Wartezeit wieder ohne Störungen hindurch. Lediglich das Finden der richtigen Autobahnauffahrt bei Füssen stellte uns wieder vor Probleme, sodass wir erst einmal ein paar Kilometer auf der Landstraße zurücklegten. Einen Stippvisite einer Sehenswürdigkeit auf der Strecke gönnten wir uns in diesem Jahr nicht, sondern waren froh bis nach Harsum störungsfrei durchfahren zu können.

Skiurlaub mit Kindern

Walchen (Österreich)

(07.02.2004 – 14.02.2004)

Wieder einmal ging es zum Skiurlaub nach Österreich. Da wir diesmal mit Kai, Sandra und Lars fahren wollten und beabsichtigten zusammen zu wohnen, benötigten wir eine entsprechende Unterkunft. Erstmals half uns das Internet bei der Unterkunftssuche und wir stießen auf ein kleines Haus, dass durch Marianne Scharrer vermietet wurde. Der erste telefonische Kontakt war sehr nett und schnell fanden wir einen Zeitraum im Februar, in dem das „Gartenhaus“ noch frei war.

Die Anfahrt verlief problemlos und wir kamen so zeitnah an, dass wir den Rest des Tages noch nutzen konnten, um uns Ski zu leihen und für die Kinder eine Skischule zu besorgen.

Danach kam die Zimmerverteilung in unserem Ferienhaus und die Einweisung durch unsere Vermieterin Marianne Scharrer. Im Garten stand noch die Eisbar von der Silversterfeier und Kai und ich nutzten sie gleich bei einem Plausch mit einem alkoholischen Getränk.

Am nächsten Tag ging es dann erste Mal auf die Piste. Die Kinder wurden zunächst in der Skischule abgegeben. Lars wurde in seinem Kurs an der Talstation der Areitbahn abgegeben. Sönke fuhr mit uns bis zur Areitalm, da sein Kurs für Fortgeschrittene hier startete. Wir nutzten dann den kinderlosen Vormittag, um zu fahren.

Mit Sönke gab es in der Skischule kein Problem. Er kannte das ja auch bereits. Lars fremdelte etwas, so dass wir mitten auf der Piste einen Anruf erhielten und Sandra erst einmal wieder zur Skischule fahren musste, um Lars zu beruhigen.

Zum Mittagessen trafen wir uns dann immer wieder mit den Kindern auf einer Hütte, bevor wir sie wieder in die Skischule gaben.

Die ersten Tage war das Wetter sehr wechselhaft. Mal schneite es, mal schien die Sonne. Zudem war es für Anfang Februar zeitweise sehr kalt durch einen schneidenden Wind.

Dieses vermeintlich schlechte Wetter beschränkte sich aber immer auf einen kurzen Zeitraum, so dass wir zumeist klare und sonnige Abschnitte hatten.

Auch war es um diese Zeit doch angenehm leer im Skigebiet. Sogar für die Gondel mussten wir keine großen Wartezeiten einrechnen, so dass wir wirklich auf unsere Kosten kamen. Unterbrochen wurde diese Freude jedoch immer wieder von Lars, der mit seiner Skischule einfach nicht grün wurde. Es führte letztlich dazu, dass Sandra gar nicht mehr fuhr und nur noch ihren Sohn bespaßte.

Da mit dem Skifahren alles glatt ging, musste ja ein anderes Problem auftauchen. Das tat es dann auch. Wenige Tage vor dem eigentlichen Ende des Skiurlaubes verweigerte sich dann Lars gänzlich. Er wollte unbedingt nach Hause. Wir feierten noch seinen Geburtstag in dem Ferienhaus. Danach wurde es mit Lars immer stressiger. Er brachte klar zum Ausdruck, dass er nach Hause wollte. Wir taten alles, um ihn auf andere Gedanken zu bringen. Selbst das Bauen von Schneemännern im Garten lenkte ihn nicht mehr ab. Letztlich packten Kai und Sandra zwei Tage vor dem eigentlichen Ende ihre Sachen und sie fuhren genervt vorzeitig ab. Jetzt hatten wir die letzten Tage das Ferienhaus für uns.

Auf dem Programm der letzten Tage stand natürlich noch Sönkes Abschlusswettkampf, einen Superskikurs, den die Skischule auf der Areitalm gesteckt hatte. Danach hatten wir endlich etwas mehr Zeit mit unserem Sohn über die Pisten zu fahren.

Lediglich ein offizieller Termin stand noch an – der Fototermin mit dem Skilehrer.

Wirklich auffällig an Sönkes Skilehrer Willi war seine Perücke, die er auch auf der Piste nicht ablegte.

Wir hatten dann zwei Möglichkeiten. Sönke konnte wie bisher mit dem Lift fahren oder wir wagten zusammen die Abfahrt über die Areitbahn. Letztlich entschieden wir uns für die gemeinsame Abfahrt, die sich aber für Sönke als ganz schön anstrengend herausstellte. An einer Pause an der Sonnalm stellte sich die Frage, wie es weitergehen sollte. Elli entschied, dass sie das Auto in die Nähe der Hütte holt und wir von dort dann mit dem Pkw zurück fahren. Somit blieb Sönke der anstrengendste Teil der Abfahrt erspart.

Als wir die letzten in der Hütte waren, gingen Sönke und ich querfeldein zur Straße, wo auch kurze Zeit später Elli eintraf, die froh war bei diesen Straßenverhältnissen den Weg hinauf geschafft zu haben.

Den letzten Abend verbrachten wir auf dem Walchen mit Zipfelbob und Schlitten fahren auf der beleuchteten Piste. Eine Mordsgaudi.

Am letzten Tag ging es dann noch zum gemeinsamen Skifahren auf den Maiskogel. Hier machte es auch Sönke wieder Spaß. Für mich war nur der Start verwunderlich. Meine Skistiefel passten nicht mehr in die Bindung. Kurzentschlossen stellte ich die Bindung neu ein und fuhr mit den Ski weiter.

Nach dem Mittag ließen wir dann den Skiurlaub langsam ausklingen. Zunächst setzte ich mich zum Aprés-Ski. Danach machte Sönke Feierabend und nutzte einen kleinen Anfängerhang, um sich herunterzukugeln.

Als auch Elli Schluss gemacht hatte, packten wir die Ski ein und fuhren zum Skiverleih, um sie abzugeben. Hier dann die Überraschung. Meine Ski waren nicht meine Ski. Irgendjemand muss die Ski an der Sonnalm vertauscht haben. Dieser Jemand hatte die Ski allerdings noch nicht abgegeben. Was jetzt folgte, kann man nur als Pose verstehen. Zunächst beschuldigte man mich des Diebstahls, da ich einfach ein paar Ski genommen habe. Erst nach einigen Diskussionen folgte man meiner Argumentation, dass es sich um dieselben Ski, wie auch denselben Verleiher gehandelt hatte und für mich nicht offensichtlich war. Als nächstes wollte man mir die Ski in Rechnung stellen, da ja nicht bekannt war, ob die anderen abgegeben werden. Es folgte ein Kompromiss, dass wir die ganze Sache am nächsten Morgen bei unserer Abfahrt klären würden.

So suchten wir am nächsten Morgen, nachdem wir uns von Marianne verabschiedet hatten, den Skiverleih auf. Erste gute Information, die Ski waren abgeben worden. Wieder entstand die Diskussion um einen Fehlbetrag, da die Ski, die ich eigentlich geliehen hatte, nicht fristgerecht abgegeben wurden. Die Gutschrift für die vertauschten Ski hatten sie wohl dem Rückgeber meiner Ski ausgehändigt. Beim Verleiher wurde keine Einsicht erzeugt und es mündete in meiner Ankündigung die Polizei hinzuziehen und in der Drohung des Verleiher dann wegen Diebstahls Anzeige zu erstatten. Ich brach dann das Gespräch ab und entspannte mich bei einer Zigarette. Als ich die Diskussion wieder aufnehmen wollte, hatte ich einen neuen Gesprächspartner, der nunmehr meiner Diskussion vollends folgte. Dies ging sogar soweit, dass mir der Mitarbeiter die Gutschrift für die frühere Abgabe der „von mir entwendeten“ Ski in Geld auszahlen wollte. Das Geld lehnte ich jedoch dankend ab und konnte nur noch schmunzeln.

Danach war der Skiurlaub auch schon beendet.

Im Sommer 2004 erhielten wir dann Post vom Skiverleiher. In dem Brief ein Verrechnungsscheck mit dem Hinweis als Wiedergutmachung für den entstandenen Schaden und – erstaunlicherweise – genau der Betrag, den man uns schon am Abreisetag auszahlen wollte. Verstehe einer diese Österreicher.

Ellmau, die zweite

Ellmau (Österreich)

(04.01.2003 – 11.01.2003)

Auf Grund Elli’s guten Erfahrungen aus dem Vorjahr hatten wir wieder Ellmau als Ziel gewählt. Unser Hotel in der Region Wilder Kaiser hatten wir auch schnell gefunden. Es wurde das Hotel Kaiserblick, dass uns das beste Angebot machte.

Früh am Morgen ging es los in den Skiurlaub, damit wir nicht zu viel Zeit verloren. Am Nachmittag kamen wir an. Das Hotel lag sehr günstig für alle unsere Bedarfe. Wir hatten einen Einstieg in das Skigebiet in Hotelnähe und auch zum Ortskern war es nicht weit.

Den restlichen Tag verbrachten wir damit, uns Ski zu mieten und für Sönke eine Skischule zu buchen. Die fanden wir am Ende des Bärenliftes. Wir konnten also unseren Tag mit einer kurzen Abfahrt zur Skischule starten. Dort gaben wir Sönke in die Betreuung seiner niederländischen Skilehrerin.

Danach konnten wir direkt den Skibus vor der Skischule nutzen und die kurze Strecke zum Einstieg an den Bergbahnen fahren. Von hier aus ging es dann mit der Hartkaiserbahn ins Skigebiet.

Anfangs war der Schnee nur direkt im Skigebiet gut. Dies änderte sich jedoch bereits in der ersten Nacht, als es zu schneien begann. Von da an war jederzeit ausreichend Schnee vorhanden. Es reichte sogar dazu, dass Sönke sich mit seiner neuen Pistenraupe auf unserem Hotelbalkon die Zeit mit Schneeschieben vertreiben konnte.

Für alle Tage galt, dass das Skigebiet recht leer war, so dass man ausreichend Platz hatte, sich auszuleben. Immer wieder trafen wir auf Sönkes Skischule und konnten ihn beim Skifahren beobachten.

Nach vier Tagen erwischte es mich mit einer fiesen Erkältung. Die war derart schlimm, dass ich sogar den Arzt aufsuchen  musste. Er zog mich erst einmal aus dem Verkehr. Für den einen Tag konnte ich dies auch nachvollziehen. Mehr Schonung gönnte ich mir aber nicht, da der Skipass ja bereits bezahlt war und genutzt werden sollte.

Mit ein paar Medikamenten ging es dann auch am nächsten Tag wieder. Der Sonnenschein tat sein übriges dazu, dass es wieder ging.

Auf den Genuss von alkoholischen Getränken wurde aber lieber verzichtet, um den Bogen nicht zu überspannen.

Zum Schluss stand wieder der Skiwettbewerb der Skischule auf dem Programm. Wir konnten Sönkes Slalomkünste bewundern. Diesmal reichte es jedoch nicht zu einem Platz auf dem Treppchen. Dabeisein ist auch gut.

Nach sieben Tagen ging es zurück. Ich persönlich war darüber ganz froh, da ich mich nun in heimischen Gefilden endgültig auskurieren konnte.