Sommerurlaub in Kroatien

2014 Kroatien & Prag

01.08.2014 bis 18.08.2014

Wieder einmal wählten wir als Ziel für unseren Sommerurlaub Kroatien. Die Gründe wiederholten sich. Wir wollten Sonne und Meer zu annehmbaren Preisen genießen. Da dieses Jahr eine Verdichtung der Sommerferien auf unser Reisedatum stattfand, beschlossen wir bereits im Frühjahr unseren ersten Aufenthalt vorzubuchen. Als Ziel wählten wir den Campingplatz Bunculuka in Baska auf Krk aus. Über das Internet stellten wir den Kontakt her, suchten uns einen Stellplatz aus und leisteten für diesen die Anzahlung. Mit dem Anreisedatum hatten wir uns absichtlich etwas Spielraum gelassen, um keine stressige Anreise zu haben.

Am Freitag, dem 01. August ging es dann endlich los. Als Elli von der Arbeit kam, war das Wohnmobil schon startbereit, so dass wir bereits gegen 13.30 Uhr los kamen. Unsere Fahrt führte uns zunächst über die BAB 7 in Richtung Süden. Um dem erhöhtem Verkehrsaufkommen am ersten Ferienwochenende auszuweichen, nahmen wir dann die B 243 am Südharz entlang. Hier war zwar auch viel Verkehr, aber es handelte sich um den üblichen Berufsverkehr.

Bei Nordhausen ging es dann auf die BAB 38 und ab dem Kreuz Rippachtal auf der BAB 9 weiter. Hier wurde es dann etwas mehr mit dem Verkehr. Zu unserem Glück mussten wir nicht in die andere Richtung fahren. Hier reihte sich ein Stau an den anderen. Am Dreieck Bayerisches Vogtland ging es dann ein kurzes Stück auf die BAB 72 bevor wir dann auf der BAB 93 bis nach Regensburg weiterfuhren. Die war sehr angenehm, da bis kurz vor Regensburg überhaupt kein Verkehr auf der Strecke war und wir stressfrei vorankamen.

Das änderte sich dann auf der BAB 3. Hier war wieder dichter Verkehr und die regelmäßigen Baustellen trugen auch nicht zu einem vernünftigen Verkehrsfluss bei. Wir waren froh, als wir in Straubing auf die B 20 abfahren konnten. Mittlerweile wurde es dunkel und Elli hatte uns einen Stellplatz in Landau an der Isar zum Übernachten herausgesucht.

Die Anfahrt zum Stellplatz gestaltete sich etwas schwierig. Vom ersten Weg, den der Navi nehmen wollte, riet uns ein ADAC-Mitarbeiter auf Nachfrage ab. Wir fuhren dann auf den Festplatz und suchten hier die Zufahrt zu dem abgesperrten Wohnmobilbereich – ebenfalls vergebens. Erst ein paar Heranwachsende, die sich auf dem Festplatz aufhielten, erklärten uns die Zufahrt. Es war die, die auch der Navi gewählt hatte. Unser erstes kleines Negativerlebnis mit dem ADAC. Weitere sollten folgen.

Das Einrichten am Stellplatz fiel kurz aus. Strom gab es für 0,50 € die KWh. Unser Abendessen hatten wir dabei und nach dem Essen machte ich mich auf den Weg die Umgegend nach einem Bäcker und einer Tankstelle zu erkunden. Bei beidem wurde ich schnell fündig und so ging es dann ins Bett.

Am nächsten Morgen standen wir bereits gegen 06.00 Uhr auf. Ich suchte den Bäcker auf und schaute noch einmal nach dem Dieselpreis bei der Tankstelle. Der lag zu diesem Zeitpunkt bei 1.319 € der Liter. Unmittelbar nach dem Frühstück ging es dann auch gleich zur Tankstelle. Die hatte mittlerweile geöffnet und den Dieselpreis auf 1.479 € erhöht. Schnell schauten wir in einem App nach, ob es im Nahbereich nicht etwas günstigeres gab und das App gab uns Recht.

Wir fuhren dann erst einmal auf der B 20 weiter in Richtung Süden. In Eggenfelden fanden wir dann eine Freie Tankstelle, die den Liter Diesel für 1,339 € anbot. Wir nutzten das Angebot und machten den Tank voll. Dann ging es weiter bis nach Salzburg. Mittlerweile hatten wir aus den Verkehrsnachrichten entnommen, dass sich die Verkehrslage nicht wirklich entspannt hatte. Auf der BAB 8 in Richtung Salzburg, wie bereits am Vortag, etwa 25 Kilometer Stau. Es war zu vermuten, dass die meisten davon in Richtung Süden weiterfahren würden und damit die A 10 in Österreich ähnlich voll wäre. Und so war es dann auch. Ab Salzburg nur Stopp-and-Go.

Um 11.00 Uhr hatten wir es bis Knoten Pongau geschafft, als sich der nächste Stau vor uns aufbaute. Kurzentschlossen fuhren wir ab und wollten die Passstraßen in Richtung Süden nehmen. In Altenmarkt fuhren wir auf einen Parkplatz raus, um uns anhand von guten alten Straßenkarten zu orientieren. Wir suchten uns die Strecke über die Pässe raus und Sönke übernahm die Aufgabe des Lotsen.

Auf der B 99, die parallel zur A 10, der Tauernautobahn, verläuft, kam zunächst der Anstieg zum Tauernpass mit Steigungen bis zu 12 %. Etwas extremer wurde es dann schon auf der Anfahrt zum zweiten, dem Katschbergpass. Hier waren es bereits 15 % Steigungen und die Gefällestrecke auf der Südseite war durch die engen Kurven mit dem Wohnmobil auch nicht angenehm zu fahren. Insgesamt war es verständlich, warum diese Strecke für Wohnwagengespanne gesperrt war.

In St. Michael ging es dann für uns wieder auf die A 10. Der Verkehr war recht komisch. Mal gab es Kilometer an Strecke, auf der man stressfrei fahren konnte, dann verdichtete sich der Verkehr grundlos derart, dass man wieder im Stau stand. Insgesamt kein schönes fahren. Auch die Verkehrsmeldungen vom Karawankentunnel ließen Nichts gutes ahnen. Hier war mittlerweile Blockabfertigung eingerichtet und man musste mit zwei Stunden Wartezeit rechnen. Da wir dazu nicht bereit waren, beschlossen wir uns Glück am nächsten Tag zu versuchen und fuhren zum Stellplatz Rosegger Hof. So kam es, dass wir am späten Nachmittag auf der Wiese vor unserem Wohnmobil sitzen und die Sonne genießen konnten. Nach dem Sonnenbad gönnten wir uns eine Dusche und gingen dann in der Gaststätte essen.

Am nächsten Morgen, einem Sonntag, holte ich erst einmal Brötchen, bevor es dann bereits um 07.30 Uhr weiter ging. Als wir den Ort verließen wollte ich mit Hilfe der Scheibenwischer die Feuchtigkeit von der Frontscheibe machen und stellte erst einmal fest, dass diese nicht funktionierten. Auf einem Parkplatz hielt ich an, um die Sicherungen zu kontrollieren. Die Überprüfung war allerding fruchtlos, so dass wir uns erst einmal beratschlagten. Schnell kamen wir überein erst einmal durch den Karawankentunnel zu fahren und uns danach des Problems anzunehmen, da wir unsere Zeit nicht im Stau vor dem Tunnel verplempern wollten.

Gesagt, getan. Am Tunnel mussten wir nicht warten und unmittelbar danach fuhren wir auf dem Rastplatz Jesenice in Slowenien raus, um uns um den defekten Scheibenwischer zu kümmern. Alle Überprüfungen der Sicherungen und Relais verliefen jedoch erfolglos. Ich konnte den Fehler nicht finden, so dass wir letztlich um 08.52 Uhr beim ADAC anriefen. Die erste Überraschung seitens des ADAC. Unsere Panne war keine Panne und wir konnten nicht auf eine Pannenhilfe hoffen. Die Dame im Callcenter meinte, da bei uns ja die Sonne schiene, sei ein Scheibenwischer nicht erforderlich. Freundlicherweise verriet sie uns noch die Anschrift einer Autowerkstatt, die am Sonntag geöffnet hatte. Es handelte sich um die Werkstatt Junik-M in 4273 Blejska Dobrava.

Da mit dem Ausfall der Scheibenwischer auch der Ausfall der Lüfter und Zigarettenanzünder einherging, hatten wir keinen geladenen Navi mehr zur Verfügung. Elli erfragte den Weg in einem Shop und lud hier notdürftig den Navi. Der Erklärung der Shop-Betreiberin folgten wir dann zur Abfahrt Jesenice-Vozhad, kamen dann aber in den Ort Blejska Dobrava, wo wir definitiv falsch waren. Selbst Anwohner konnten uns nicht den Weg zur Werkstatt erklären, so dass wir wieder zur Autobahn zurück fuhren. Hier sahen wir dann kurz vor der Auffahrt die Werkstatt in einer Nebenstraße liegen.

Die Verständigung mit den Angestellten verlief schwerfällig, da sie nur slowenisch sprachen. Wir machten uns verständlich und mehrere Mechaniker nahmen sich unseres Problems an. Nach einer Stunde des Tauschens und Messens kam man zu dem Schluss, dass man uns nicht helfen konnte. Man verdeutlichte uns, dass der Sicherungsautomat wohl defekt sei und der Austausch erst am Montag erfolgen konnte. Wir wollten aber zu unserem Campingplatz und unseren Urlaub beginnen, so dass wir letztlich das Risiko auf uns nahmen ohne funktionstüchtigen Scheibenwischer den Rest der Strecke zu bewältigen. Elli hatte während der Reparaturversuche in der Werkstatt unseren Navi geladen und wir machten uns auf den Weg nach Krk.

Wir hatten uns eine Streckenführung über die Autobahn bis nach Postojna herausgesucht. Von dort aus sollte es über die Landstraße in Richtung Rijeka gehen, um den Grenzübergang bei Koper zu umgehen, an dem wir aus Erfahrung um diese Zeit mit einem Stau rechneten. Auf der Strecke wollten wir uns nach Möglichkeit ohne Navi orientieren, um diesen für Notfälle geladen zu haben. Dank Sönke waren wir auch immer gut orientiert, da er unsere Fahrt auf der Karte verfolgte. Immer wieder schauten wir zum Himmel, ob mit Regen zu rechnen sei. So war es dann auch in der bergigen Gegend um Prem war die Fahrbahn zunächst nur feucht und wir konnten mit etwas Abstand hinter den anderen Fahrzeugen fahren. Kurz vor Topolc / Ilirska Bistrica erwischte es und dann aber doch. Wolkenbruchartig begann es zu regnen und ich konnte gerade noch in eine Bushaltestelle rausfahren. Dort warteten wir den Regen ab, der etwa 10 Minuten dauerte. Danach ging es weiter.

Nach dem Grenzübergang Rupa ging es dann auf der kroatischen A 7 weiter. Auch hier herrschte wenig Verkehr. Insgesamt eine gute Alternative um an die Kvarner Bucht zu kommen, wie wir bei unserer Rast in Rijeka feststellten. Vom Rastplatz aus ging es auf der A 7 weiter. Wie wir zu unserer Überraschung feststellten, hatte man an der Autobahn ein weiteres Teilstück fertiggestellt, so dass wir bis zur Brücke nach Krk die Autobahn nutzen konnten.

Nach der Brücke ging es störungsfrei und wir kamen voran, so dass wir um kurz nach 14.15 Uhr die abenteuerliche Abfahrt in Richtung Baska in Angriff nahmen. Auch hier fing es kurz zu regnen an. Diesmal aber so wenige Tropfen, das wir es missachteten und weiter in Richtung Campingplatz fuhren. Dort angekommen machte Elli um 14.45 Uhr das Check Inn. Mit der Reservierung hatte alles geklappt und wir konnten den Stellplatz Nr. 16 sofort beziehen und uns einrichten. Danach geht es erst einmal zum Strand und das Baden in der Adria war ausgesprochen entspannend. Während wir danach am Wohnmobil sitzen und uns über den weiteren Tagesablauf Gedanken machen, fängt es an zu regnen.

Der Regen steigert sich zu einem starken Wolkenbruch und unser gesamter Stellplatz steht nach kurzer Zeit unter Wasser. Damit ist der Gang nach Baska erst einmal verschoben und wir beschließen im Restaurant am Strand zum Essen zu gehen. Dort musste man zwar erst einmal die Tische und Stühle trocken legen, trotzdem konnten wir einen angenehmen Abend auf der Außenterrasse verbringen.

Der nächste Tag ist dann sonnig und heiß. Wir verbringen den gesamten Tag am Wohnmobil und Meer. Gegen 18.00 Uhr geht es dann in die Stadt zum Bummeln und Abendessen. Unser erstes Ziel ist ein Geldautomat, um unsere Barbestände aufzufüllen. Den finden wir dann auch nach einer kurzen Suche. es geht dann weiter zum Restaurant Saloon, das wir uns ausgesucht hatten. Auf dem Weg dahin verlieren wir kurz in den Straßen die Orientierung und hätten fast die falsche Richtung eingeschlagen. Elli kann dies gerade noch verhindern und wir stehen dann auch direkt vor dem Restaurant. Auf einen Platz müssen wir Gott sei Dank nicht warten. Was sich aber kurze Zeit später ändert, als sich die üblichen Warteschlangen vor dem Eingang bilden. Das Abendessen ist wieder ausgesprochen reichhaltig und derart gesättigt machen wir uns dann auf den Rückweg. Auf ein Getränk am Hafen verzichten wir an diesem Abend. Das nehmen wir dann lieber bei unserer Ankunft am Campingplatz zu uns.

Auch der darauffolgende Tag ist wieder sonnig. Allerdings ist es sehr windig geworden, so dass es nicht ganz so heiß ist. Der Wind ist so stark, dass es die Mittelstange der Markise verbiegt. Glücklicherweise ist diese herausnehmbar und wir können sie wieder gerade biegen.

Den Vormittag verbringe ich erst einmal mit der Reparatur des technischen Defektes. Leider verlaufen alle Reparaturversuche negativ, so dass ich zur Rezeption gehe, um mir Adressen von Werkstätten geben zu lassen. Gleichzeitig verlängere ich unsere Reservierung bis Montag, da der Stellplatz für diesen Zeitraum noch nicht belegt ist und wir damit rechneten am Montag eher eine Autowerkstatt aufsuchen zu können. Die Adressen, die ich von der Rezeption erhalte, sind eine Autowerkstatt in Krk und ein Fiat-Service in Rijeka. Ich versuche gleich bei beiden anzurufen, erreiche aber immer nur einen Anrufbeantworter. Eine erneute Nachfrage bei der Rezeption ergibt, dass der heutige Tag in Kroatien ein Feiertag ist und die Werkstätten wohl nicht geöffnet haben. Somit verschiebe ich alles auf den morgigen Tag.

Um die Mittagszeit herum gehe ich noch einmal mit Elli in die Stadt um etwas zu bummeln und frisches Obst einzukaufen. Außerdem gönnten wir uns einen Cappuccino am Hafen. Zurück am Wohnmobil fassen wir den Entschluss am heutigen Abend wieder das Restaurant am Strand für das Abendessen zu wählen, um nicht noch einmal in die Stadt zu gehen. So setzten wir es dann auch um und gönnten uns auch erstmals einen Cocktail an der Strandbar.

Auch der darauffolgende Vormittag war geprägt von den Versuchen eine Reparatur des Wohnmobils zu veranlassen. Bei der Werkstatt in Krk war weiterhin nur der Anrufbeantworter erreichbar. Die Fiat-Werkstatt in Rijeka  nahm ab. Allerdings fand keine Verständigung statt, da mein Gegenüber nur kroatisch sprach. Unser kroatischer Platznachbar, der auch deutsch spricht, übernahm dann diesen Anruf für uns. Er war gegenüber seinem Gesprächspartner merklich ungehalten. Wie wir später von ihm erfuhren, lag das an der mangelnden Kundenorientiertheit, die gezeigt wurde. Nachdem ich dann och eine letzten Versuch über den Harsumer Fiat-Service versucht hatte, der ebenfalls kläglich scheiterte, eine Ansprechpartner zu erhalten, rief ich erneut den ADAC an. Dieser verwies uns an eine ADAC-Vertragswerkstatt in Krk. Unseren Ansprechpartner dort, Zlatko Heric, erreichten wir dann über sein Mobiltelefon. Er sagte zu, sich der Sache anzunehmen und wir vereinbarten am Freitag erneut zu telefonieren, da er dann absehen konnte, ob er am Wochenende nach Baska kommen würde.

Nachdem das erledigt war, konnten wird den Rest des Tages verbringen. Es war wieder ein sonniger Tag. Der Wind hatte etwas nachgelassen, sorgte aber immer noch für eine angenehme frische Brise. Gegen Abend ging es dann erneut in die Stadt. Wir hatten in der Fußgängerzone mehrere Lokale gesehen, von denen wir jetzt eines ausprobieren wollten. Schnell wurden wir in einem Lokal mit einer Terrasse mit Meeresblick fündig und konnten auch noch einen Platz in der ersten Reihe ergattern.

Elli gönnte sich eine Fischplatte, während ich das Gegenstück in der Fleischvariante bestellte. Sönke blieb bei seiner üblichen Bestellung in Form von Cevapcici. Letztlich waren wir mit unserem Essen vollauf zufrieden und bummelten danach noch etwas durch die Fußgängerzone und am Hafen entlang. Zum Abschluss gab es dann noch ein Bier am Fähranleger, bevor wir den Abend bei einer Partie Trionimos ausklingen ließen.

Am nächsten Morgen hatte es sich merklich abgekühlt und es ist leicht bedeckt. Während des Frühstücks fallen sogar einige Regentropfen. Wir genießen trotzdem den Tag am Wohnmobil. Am Abend geht es wieder nach Baska zum Abendessen. Diesmal hatten wir das Restaurant Captain’s am Hafen ausgesucht. Das Essen war derart reichhaltig, dass wir mehrere Slibowoitz brauchen, um es erträglich zu gestalten. Da die Bedienung uns keinen „aufs Haus“ anbot, bestellten wir sie selbst. Auf der Rechnung tauchten sie dann allerdings nicht auf. Auf Nachfrage sagte man uns dann, dass sie doch „aufs Haus“ gingen. Auch gut.

Der darauffolgende Tag startete für mich positiv. Endlich musste ich einmal nicht die Brötchen holen. Die brachte Elli gleich nach ihrer Schwimmrunde mit. Nach dem Frühstück telefonierte ich erst einmal mit Zlatko Heric. Zu unserem Bedauern kam er am Wochenende nicht in Baska vorbei. Er bot uns jedoch einen Werkstatttermin am Samstag oder Montag in Krk an. Wir vereinbarten zunächst den Montag, da wir das Wochenende ja eh noch reserviert hatten.

Der Tag wurde sehr sonnig und sehr heiß. Unsere kroatischen Platznachbarn verließen uns am späten Vormittag und wir konnten den Tag mit einer ungehinderten Aussicht über das Tal in Richtung genießen. Gegen 18.30 Uhr gehen wir an den Strand, wo an diesem Abend das Bunculuka-Fest stattfindet. Während unseres Aufenthaltes essen wir hier auch gleich zu Abend.

Als wir gegen 20.00 Uhr zu unserem Platz zurückkehren, stellen wir fest, dass wir neue Platznachbarn erhalten haben. Es handelte sich hierbei jedoch um einen umgebauten Reisebus mit einer gefühlten Höhe von 4 Metern, der sich direkt an die Stellplatzgrenze gestellt hatte. Vor unserem Wohnmobil sitzend hatten wir das Gefühl gegen eine Wand zu schauen. Da ich diesen Umstand als sehr einschränkend empfand, sprach ich an der Rezeption vor, um mein Missfallen zum Ausdruck zu bringen. Man teilte meine Einstellung und gab an, dass man das Mobil auch mit Bedenken gesehen habe, aber der Nutzer auf seiner Reservierung bestand. Mir bot man einen neuen Stellplatz an und reichte mir eine Flasche Wein zum Trost. Ich sprach dann noch bei unseren neuen Nachbarn vor und versuchte die Beweggründe für sein unübliches Verhalten, mit einem derart großem Wohnmobil auf einen solchen Stellplatz zu gehen, zu ergründen. Sie waren jedoch derart ich-bezogen, dass keine sinnvolle Diskussion stattfinden konnte.

Auch am nächsten Morgen beschäftigte uns das Thema unserer neu gewonnenen Aussicht. Wir konnten und wollten uns damit nicht abfinden. Umziehen wollten wir allerdings auch nicht. Da ja Samstag war und Zlatko Heric uns einen Reparaturtermin am Samstag angeboten hatten, telefonierten wir ihn kurz an, ob uns dieser noch zur Verfügung steht. Als er dies bejahte, packten wir unsere Sachen und verließen den Campingplatz. Zunächst wollte man uns die verfrühte Abreise in Rechnung stellen. Als wir jedoch mit unserem Nachbarn argumentierten, erreichten wir Einsicht. Während das Check Out abschloss, traf ich am Tor Zlatko Heric, der gerade einen Abschleppvorgang durchführte. Kurz sprachen wir über unseren Termin und die Anfahrt zur Werkstatt.

Um 10.15 Uhr treffen wir an der Werkstatt ein. Natürlich haben wir uns auf der Anfahrt zunächst einmal verfahren. Dadurch haben wir aber auch einen nahen Supermarkt gesehen, an dem Elli und Sönke erst einmal einkaufen gehen, während ich auf die Reparatur warte. Zlatko nimmt sich unseres Problems persönlich an. er ist kein Mann von vielen Worten. Tatsächlich redet er fast gar nicht mit uns. Um kurz vor 12.00 Uhr dann ein „Aah“ von ihm und wieder geht er weg. Als wiederkommt hat er eine 10A-Sicherung in der Hand und tauscht eine nicht sichtbare Vorsicherung aus. Danach funktioniert wieder alles. Für seine Dienste stellt er uns dann 150 Kuna, umgerechnet etwa 20 Euro, in Rechnung.

Da wir jetzt den Rest des Tages planen können, entschließen wir uns als nächstes das Autokamp Skver in Senj anzufahren. Allerdings gestaltet sich die Wegfahrt von der Insel schwierig. Eigentlich ist es bis zur Brücke ein einziger Stau. Aber auch danach wird es mit dem Verkehr nicht besser. Vor jedem Kreisverkehr und jeder Kreuzung staut sich der Verkehr zurück, so dass wir für die kurze Strecke nach Senj bis 15.00 Uhr brauchen.

Am Autokamp angekommen, können wir wieder frei einen Stellplatz wählen. Direkt nach dem Tor ist der Stellplatz Nr. 3 direkt am Wasser frei. Wir parken ein und haben, im Vergleich zum Vorjahr, sogar noch genug Platz Tisch, Stühle und Markise aufzustellen. Den Nachmittag verbringen wir bei der tollen Lage direkt am Stellplatz. Nur ein längerer Aufenthalt auf diesem Platz ist leider nicht möglich, da er für den nächsten Tag bereits reserviert ist. Im Laufe des Nachmittags füllt sich auch das Autokamp, bis es auf den letzten Platz belegt ist.

Um 18.00 Uhr geht es dann in die Stadt zum Essen. Da wir uns mittlerweile in Senj sehr gut auskennen, geht es direkt zur Konoba Lavlji Dvor. Hier hat sich wenig bis gar nichts geändert. Das Essen ist gut und reichhaltig. Uns, was an diesem Tag sehr wichtig ist, man sitz ab vom Trubel. In Senj ist nämlich Rijecki Karneval und die Straßen am Hafen sind mit Menschen gefüllt. Nach dem Essen machen wir uns auch auf den Weg zum Umzug.

Wir hatten einen schönen Platz, um uns das Spektakel anzusehen und dabei auch noch ein Bier zu trinken. Danach ging es zum Platz zurück. Der Karneval zeigte in der folgenden Nacht jedoch noch seine Auswirkungen. Bis zum frühen Morgen zogen an der Hafenpromenade, und damit an unserem Wohnmobil, ausgelassene Personen vorbei.

Auf Grund der doch unruhigen Nacht mache ich mich bereits um 06.30 Uhr auf den Weg zum Bäcker. In der Stadt feiern immer noch einige wackere Karnevalisten oder die Übriggebliebenen warten mit mir auf das Öffnen des Bäckers, damit sie ihr Frühstück gleich mitnehmen können. Beim Bäcker habe ich dann zunächst kein Glück. Brötchen sind aus, so dass ich auf die nächste Lieferung warten muss. Nach einer halben Stunde Wartezeit habe ich dann unser Frühstück erworben und mache mich auf den Rückweg. Am Wohnmobil stelle ich dann fest, dass einer meiner Crocs in der Nacht entwendet wurde. Die Nachsuche im näheren Umfeld verläuft negativ. Erst Elli findet ihn dann später wieder.

Gegen 08.30 Uhr sind wir abfahrbereit. Leider hat die Rezeption noch nicht geöffnet und wir hatten vergessen am Vorabend zu zahlen. Gezeichnet vom Karneval kamen dann die Betreiber und wir konnten auschecken. In der Wartezeit hatten wir uns überlegt, wo es für uns hingehen sollte. Einhellig waren wir übereingekommen, dass wir noch einmal nach Valata wollten, um noch ein paar ruhige Tage zu verleben. Die Fahrt nach Istrien verlief ausgesprochen stressfrei. Bereits gegen 11:45 Uhr kamen wir am Campingplatz Valata an.

Wir machen uns gleich auf die Suche nach einem Stellplatz. Elli und Sönke grasen zunächst erfolglos den Bereich rund um das Restaurant Saline ab. Danach suchen wir den Bereich oberhalb des Hafens ab. Ebenfalls erfolglos. Derart voll hatten wir den Campingplatz bisher nicht gesehen. Es ist noch nicht einmal ansatzweise ein vernünftiger freier Stellplatz in Sicht. Auf ihrer nächsten Tour findet Elli den Stellplatz Nr. 190, in unmittelbarer Nähe zum Waschhaus 2 und an der Hauptstraße. Der Platz ist wie für uns gemacht und gerade neu aufbereitet. Schnell haben wir uns eingerichtet und können den Rest des Tages genießen. Zudem nutzen wir den Nachmittag, um uns die Veränderungen auf dem Platz anzuschauen. Neben dem Einfahrtsbereich wurde das zurückliegende Jahr genutzt, um den Platz wieder aufzuwerten.

Die nächsten sind sonnig und fast unmenschlich heiß. Wir verbringen viel Zeit im Wasser und wenig Zeit mit Unternehmungen. Am zweiten Abend machen wir uns einmal auf den Weg nach Rovinj, um uns die obligatorische Pizza in der Pizzeria Leone zu gönnen. Unmittelbar nachdem wir uns gesetzt hatten, kriegen wir schon eine Visitenkarte gereicht, auf deren Rückseite das WLAN-Passwort steht. Ein guter Service für uns, so können wir einige Nachrichten absetzen, um unsere Bekannten auf dem neuesten Stand zu halten.

Danach bummeln wir noch durch die Gassen und am Hafen entlang und stellen fest, dass es hier wenig Veränderungen gegeben hat.

Nach einem abschließenden Eis ging es mit dem Fahrrad zurück. Zu viel mehr hatten wir auf Grund des warmen Wetters auch keine Lust.

Elli hat jedoch an diesem Abend nicht genug bekommen und fährt am nächsten Morgen gleich wieder mit dem Fahrrad nach Rovinj. Sie bummelte durch die Altstadt und über die Märkte.

Für das Abendessen hatten wir uns das Lokal „Lastavicia“ an der Zufahrtsstraße zum Campingplatz ausgesucht. Bisher hatten wir dort sehr gute Erfahrungen gesammelt. Auch diesmal war das Essen gut. Allerdings gab es bei der Rechnung Unstimmigkeiten. Elli hatte sich Tintenfischringe ausgewählt, wollte jedoch die Beilage von Pommes auf einen Salat wechseln. Dies war jedoch nicht möglich – obwohl beides preislich identisch war. Ihr Gericht wurde dann serviert mit Salat und ohne Pommes. In Rechnung gestellt wurde uns jedoch beides. Alle Diskussionen waren fruchtlos und man wurde zum Ende hin schon sehr ungehalten über unsere Kritik. Der Abend wurde dann jedoch wieder dadurch etwas aufgewertet, dass wir von unserem Platz vor dem Wohnmobil einen Sternschnuppenschauer sehen konnten.

Der nächste Tag war als letzter Ruhetag eingeplant und so ließen wir es auch angehen. Am Nachmittag bezahlten wir unseren Platz und stellten eine deutliche Preiserhöhung zu den vorangegangenen Jahren fest. Das mag dem Alter von Sönke geschuldet sein, der mittlerweile als Erwachsener durchgeht, aber auch an der allgemeinen Preiserhöhung gelegen haben. Insgesamt war der Platz nicht mehr als günstig zu bezeichnen.

Am Abend räumen wir die ersten Sachen ein, unterbrochen durch ein Abendessen in der Snack I und einer Stippvisite an der Showbühne, wo wir uns noch ein Bier gönnen. Gegen 22.00 Uhr zeigt sich dann, dass es gut war, die ersten Sachen zu verstauen, da es zu regnen beginnt. Wir lassen wirklich nur noch das Nötigste, also die Sitzmöbel draußen, ansonsten sind wir schon abfahrbereit.

Am nächsten Morgen regnet es immer noch und hört nur kurz auf, nachdem ich Brötchen geholt hatte. Nach dem Frühstück laden wir die restlichen Utensilien ein. Unser Platz ist bereits begehrt, da sich die Situation mit freien Stellplätzen nicht entspannt hat. Immerhin gibt man uns noch die Zeit zu duschen.

Um 08.45 Uhr kamen wir in Valata los. Wir wollten bis nach Postonja fahren, um uns die dortige Höhle anzuschauen. je nach Ankunftszeit und Dauer des Besuches wollten wir uns dort einen Stellplatz suchen oder noch etwas weiterfahren. Obwohl einiges an Verkehr herrschte und wir am Grenzübergang nach Slowenien wieder einmal im Stau standen, kamen wir gegen 11.30 in Postonja an. Der Weg zum Parkplatz war vernünftig ausgeschildert, so dass wir schnell einen Parkplatz fanden. Der Zugang zur Höhle von Postonja war nicht weit entfernt, jedoch regnete es derart stark, dass auch ein Regenschirm nicht geholfen hätte, so dass wir erst einmal das Gröbste abwarteten.

Als der Regen etwas nachließ, machten wir uns sofort auf den Weg. Für die Eintrittskarten mussten wir kurz anstehen, konnten mit deren Erwerb aber auch gleich den Parkplatz zahlen. Um 12.10 Uhr waren wir stolze Besitzer für Eintrittskarten zu einer Führung um 12.30 Uhr. Mit allem was noch erledigt werden musste, schafften wir es zeitgerecht uns der Besuchergruppe anzuschließen und fuhren pünktlich in die Höhle ein.

Die Führung war kompetent und die Tropfsteinhöhle war wirklich imposant. Insgesamt dauerte die Tour durch die Tropfsteinhöhle bis etwa 14.00 Uhr. In dieser Zeit konnten wir eine Menge Fotos schießen und die verschiedenen Arten von Tropfstein bewundern. Die Tour fand ihr Ende am unterirdischen Lauf des Flusses Pivka, der durch die Höhle läuft.

Als wir wieder ans Tageslicht kamen, hatte es aufgehört zu regnen. Wir beschlossen noch etwas weiter zu fahren und nicht den Rest des Tages in Postonja zu verbringen. Es folgte nur noch ein kurzer Stopp zum Einkaufen für ein spätes Mittagessen, bevor es wieder auf die Autobahn in Richtung Ljubljana ging. Nach kurzer Zeit standen wir jedoch im Stau. Es dauerte etwa eine Stunde, bevor sich der Stau auflöste und wir im dichten Verkehr weiterfahren konnten.

Als Ziel hatten wir uns den Campingplatz Central in Graz ausgesucht. Es schien uns noch zu einer adäquaten Zeit erreichbar. Außerdem kannten wir uns im Umfeld des Campingplatzes aus und mussten so keine eigentlich Energie zum Eingewöhnen aufwenden. Bis hinter Ljubljana zog es sich mit dem dichten Verkehr. Danach kamen wir gut voran. Nur die Tankanzeige neigte sich immer mehr der Neige zu. Die Dieselpreise luden nicht gerade zum Tanken ein. In Slowenien lag der Literpreis bei 1,369 €. Ein kurzer Überschlag führte zu dem Entschluss es bis nach Graz zu versuchen. Hierbei passierten wir die erste Autobahntankstelle in Österreich. Hier lag der Dieselpreis dann bei stolzen 1,559 €. Auf Höhe Leibnitz war es dann mit dem guten Willen vorbei. Wir fuhren ab, um zu tanken. Hier fanden wir zu unserer Überraschung in Autobahnnähe eine Tankstelle, wo wir zu 1,249 € den Liter tanken konnten.

Am Campingplatz Central dann die erste Überraschung. Der Platz war gut gefüllt und ein Stellplatz in Ausgangsnähe war nicht mehr zu erhalten. Wir fanden auf einem zentralen Stellplatz mit Nähe zu einem Waschhaus. Gleich nach unserer Ankunft sollte es zum Essen gehen. In guter Erinnerung hatten wir den Volksgoartn, der in unmittelbarer Nähe zum Campingplatz lag. Dieser war jedoch geschlossen und auf Nachfrage erfuhren wir, dass er mittlerweile Konkurs gegangen war. Auf Empfehlung des Campingplatzes suchten wir das Gasthaus Meyer auf. Hier mussten wir erst einmal warten, bis wir einen Tisch erhielten. Erst als wir uns bereits zum Gehen abwandten, wies uns eine zuvorkommende Bedienung einen Tisch zu. Das Essen und der Aufenthalt waren dann sehr angenehm. Danach ging es ins Wohnmobil zurück, wo wir den Abend mit den weiteren Reiseplanungen und einigen Partien Kniffel abschlossen.

Am nächsten Morgen machte ich mich dann recht früh auf, um Brötchen zu holen. das erste, was mich wunderte, war der wenige Verkehr, obwohl Freitag war. Als ich dann beim Bäcker stand, wunderte ich mich, dass dieser nicht geöffnet hatte. Erst ein Gespräch mit einem Passanten ergab, dass in Österreich am heutigen Tag ein Feiertag war und daher nicht alle Geschäfte geöffnet hatten. Ich machte mich dann auf die Suche nach einem anderen Bäcker und wurde letztlich in einem Tankstellenshop fündig.

Nach dem Frühstück ging es um 08.45 Uhr wieder los. Unser nächstes Tagesziel war Prag, da Sönke unbedingt die Stadt besichtigen wollte. Die Straßen waren auf Grund des Feiertages angenehm leer und wir kamen zügig voran, so dass wir bereits um 12.30 Uhr an der österreichisch-tschechischen Grenze erreichten. Danach ging es auf einer Landstraße weiter. das ging so bis Budweis. Danach folgte ein Stück Autobahn. In einer Baustelle nahm ich ein Fahrzeug mit Blaulicht wahr. Dieses setzte sich in Bewegung, nachdem wir es passiert hatten und gab uns tatsächlich Haltezeichen.

Wir folgten dem Fahrzeug auf einen Parkplatz einer Polizeistation neben der Autobahn. Hier gaben sie sich als Maut-Kontrolleure zu erkennen. Wie wir erfuhren, waren die zurückgelegten 17 Autobahnkilometer mautpflichtig in Form einer Vignette. Wir wurden dann über die Unterschiede zu anderen Mautsystemen belehrt. In Tschechien wird die Vignettenpflicht durch das Autobahnsymbol auf dem Verkehrszeichen erklärt. Weitergehende Hinweise auf die Vignettenpflicht sind nicht üblich. Alle Diskussionen halfen nichts und wir zahlten die 1000 Kronen (ungefähr 36 Euro) Strafe. Dies entband uns jedoch nicht von einem Vignettenerwerb, den wir an der nächsten Raststelle nachholten. Übrigens endete die Autobahn etwa 2000 Meter nach der Kontrolle.

Um 16.00 Uhr erreichen wir Prag. Der Verkehr ist katastrophal und ohne den Navi wäre eine Navigation schwierig gewesen. Bereits kurze Zeit später erreichen wir den Stellplatz, ein altes Ruderzentrum, direkt an der Moldau. Wir bekommen einen Stellplatz zugewiesen und richten uns auf diesem ein. Den verregneten Nachmittag und den Abend verbrachten wir am Wohnmobil.

Am nächsten Tag machten wir uns dann auf in die Innenstadt von Prag. Die Fahrkarten für die Straßenbahn hatten wir in der Rezeption gekauft. Mit der Linie 12 geht es dann von der Haltestelle Lihovar in 20 Minuten zur Haltestelle Malostranské náměstí. Von dort geht es über die Nerudova zur Prager Burg.

Der größte Teil der Burganlage kann kostenlos besichtigt werden. Einige Teile, wie z.B. das Goldene Gässchen oder einzelne Abschnitte des Doms sind jedoch kostenpflichtig. Wir betreten die Burg über den Ehrenhof.

Danach folgt der Veitsdom. Hier verabschiedet sich der Trageriemen meiner Kameratasche. Eine Naht hatte sich gelöst. Eine notdürftige Reparatur mit einem Tacker führen wir im Tourismusbüro durch. Danach geht es über Jirska durch die beeindruckende Prager Burg.

Im Weiteren geht es dann durch die Innenstadt bis zum Altstädter Ring. Hier gönnen wir uns eine Bratwurst als Stärkung und bewundern das Altstädter Rathaus mit seiner astronomischen Uhr und die Teynkirche.  Es folgt ein wahrer Marathon durch die Stadt. Wir grasen alle Sehenswürdigkeiten ab und quälen uns dabei durch die Menschenmengen, die mit uns unterwegs sind. Das Wetter ist sehr wechselhaft. Während unseres Gangs durch die Gasse Jilska fängt es zu regnen an. Wir nutzen das Restaurant Schweik und setzten uns in den überdachten Innenhof, um das Ende des Regens abzuwarten.

Für uns ging es dann am Moldauufer entlang in Richtung „Tanzende Häuser“. Während dieser Zeit wechselte das Wetter in strahlenden Sonnenschein und es wurde sofort so warm, dass wir auf unsere Jacken verzichten konnten.

Dann ging es weiter in Richtung Wenzelplatz. Hierbei durchquerten wir den Karlova namesti, einen kleinen Park, und nutzten eine Parkbank zur Pause. Nach einem kurzen Rundblick hegten wir den Verdacht, dass es sich hier um einen Platz für Drogensüchtige handelte und gingen weiter. Beim Verlassen wurden wir dann in unserer Ahnung bestätigt, als wir in einem Gebüsch einen Fixer bei seiner Beschäftigung sahen.

Es folgte der Wenzelplatz und dann wieder die Altstadtgassen in Richtung Karlsbrücke. Mittlerweile schienen sich die Gassen noch mehr mit Leuten gefüllt zu haben und auch die Karlsbrücke war proppevoll. Nachdem wir die Karlsbrücke überquert hatten, hatte uns die Lust auf weiteres Sightseeing verlassen und wir beschlossen zum Wohnmobil zurück zu fahren. Nur noch kurz die Fahrkarten in einem Tabakladen kaufen, da es diese nur dort gibt, und zur Straßenbahnhaltestelle zurück.

Bereits um 16.15 Uhr treffen wir wieder am Platz ein. Sönke macht es sich im Wohnmobil bequem und nutzt das vorhandene WLAN. Elli und ich suchen noch ein nahes Beachvolleyballturnier auf und gönnen uns da die Finalspiele. Um 19.00 Uhr sind wir am Wohnmobil zurück, machen uns unser Abendessen und verbringen einen entspannenden Abend im Wohnmobil.

Am nächsten Tag wollten wir gleich nach dem Frühstück los. Daraus wurde aber erst einmal nichts, da sich der erste Stau bereits auf dem Campingplatz gebildet hatte. Ein Camper, der an seinem Wohnmobil entsorgte, hatte sich derart intelligent hingestellt, dass keiner passieren konnte. Um 09.15 Uhr kommen wir dann endlich los. Mitten durch die Innenstadt geht es aus Prag heraus. Gut dass es sich um einen Sonntag handelt. An einem Werktag wäre dies sicherlich nicht so toll geworden.

Von Prag aus geht es dann ganz gemütlich nach Dresden, wo wir gegen 12.00 Uhr am Wohnmobilstellplatz City-Herberge eintreffen. Wir finden einen für uns adäquaten Stellplatz, der uns etwas Abstand zu den Nachbarn und einen  Stromanschluss garantiert. Den Schlüssel für den Stromkasten holen wir uns vom Platzwart und machen uns danach gleich auf in die Stadt. Wie immer ist in Dresden einiges los. Bereits auf dem Dresdner Striezelmarkt ist der erste Event. Hier ist es sportlich. Unter anderem findet auch hier ein Beachturnier statt und gönnen uns eine kleine Pause bei einem Getränk. Danach holen wir uns im nahen McDonalds eine Stärkung, bevor es zur Frauenkirche weitergeht.

Nach der Besichtigung der Frauenkirche geht es durch die Münzgasse zu den Brühlschen Terrasse. Hier dann gleich das nächste Event. Alle Arten von Dampfmaschinen werden am Elbufer präsentiert. Außerdem beobachten wir ein Gummientenrennen. Spektakulär werden die Enten von einer Elbbrücke in die Tiefe geschüttet.

Nach dem Entenrennen geht es zum Schlossplatz. Auch hier wieder ein Event. Wir nutzen dies, um erneut unsere Besichtigung zu unterbrechen und ein Getränk zu nehmen.

Nach Schlossplatz, Semperoper und Zwinger folgt noch ein Abstecher in den Zwingergarten.

Von dort aus geht es wieder in die Innenstadt. Wir machen uns bereits Gedanken über das Abendessen und halten dem Entsprechend bereits nach Restaurants Ausschau. Da es aber noch recht früh ist, machen wir noch einen kurzen Abstecher zurück zum Wohnmobil. Danach geht es in die Weisse Gasse. Hier hatten wir ein vietnamesisches Restaurant entdeckt, das wir ausprobieren wollten. Im Restaurant Kinh-Do nutzten wir das schöne laue Wetter und aßen draußen. Nach dem guten Essen bummeln Elli und ich noch etwas durch die Stadt, während Sönke zum Wohnmobil zurückkehrt.

Für den nächsten Tag war die Heimreise angedacht. Allerdings wollten wir nicht direkt nach Hause fahren, sondern noch einen kurzen Abstecher nach Leipzig machen. Hier stand ein Besuch des Völkerschlachtdenkmals auf dem Programm. Wir hatten so oft davon gesprochen, dass der Besuch einfach überfällig war.

Bereist gegen 11.00 Uhr trafen wir dort ein. Die Anfahrt gestaltete sich etwas schwierig, da einige Straßenzüge auf Grund von Bauarbeiten gesperrt waren. Als dies überwunden war, konnten wir direkt am Zugang zum Völkerschlachtdenkmal parken.

Es folgte der unvermeidliche Aufstieg. Wir hatten uns das Geld für den Aufzug gespart und quälten uns über die teilweise sehr engen Treppenhäuser und Aussichtsplattformen bis nach oben.

Nach der beeindruckenden Aussicht ging es dann auch schon wieder nach unten. Es folgte eine kurze Besichtigung des Museumsbereichs, bevor es um 13.30 Uhr wieder in Richtung Autobahn ging.

In Harsum trafen wir dann schon gegen 17.00 Uhr ein, da es keine wesentlichen Verkehrsbeeinträchtigungen auf der Heimfahrt gab.

Auf den Spuren der alten Römer

Italien

02.04.14 bis 14.04.2014

Für die diesjährigen Osterferien hatten wir wieder einen Trip in den Süden geplant. Erstmalig ging es ohne Kind in den Urlaub, obwohl dies zu Beginn noch etwas anders geplant war. Letztlich konnten wir dadurch bereits am letzten Schultag starten und verließen gemeinsam mit unserem Sohn das Haus. Er in die Schule, wir in den Urlaub.

Da wir bisher noch nie so früh am Tag auf eine unserer Touren aufbrechen konnten, waren wir gespannt, wie weit wir kommen würden. Da der Verkehr zu unserer Überraschung sehr übersichtlich war, erreichten wir Füssen, unser angedachtes Etappenziel, bereits am frühen Nachmittag. Kurz entschlossen ging es einfach weiter. Auch am Brenner hielt uns nichts auf. Als wir Italien erreicht hatten, machte sich Elli auf die gezielte Suche nach einem geeigneten Stellplatz. Sie fand in Klausen in Südtirol zwei Stellplätze und wir fuhren von der Brennerautobahn ab, um den ersten anzufahren. Es handelt sich um den Wohnmobilstellplatz auf dem Camping Gamp, der laut Stellplatzführer bei etwa 16 Euro Übernachtungspreis lag.

Nach einer abenteuerlichen Anfahrt über die schmalen Gassen des Ortes standen wir vor der Rezeption. Elli versuchte einen Stellplatz für uns klar zu machen. Dies führte aber zu Irritationen, da wir nur den Campingplatz für knapp 25 Euro nutzen dürften. Der Stellplatz sei vorübergehend geschlossen, wurde uns mitgeteilt, da sich Anwohner über die Störung der Totenruhe an dem naheliegenden Friedhof beschwert hätten. Ich telefonierte daraufhin mit dem zweiten Stellplatz in Klausen. Dies bekam man wohl mit und besserte das Angebot nach, sodass wir dann doch für 16 Euro die Nacht dort verbringen konnten.

Nachdem wir uns eingerichtet hatten, den wirklich ordentlichen Campingplatz kennengelernt hatten und einen kurzen Informationsaustausch mit unseren Platznachbarn hinter uns hatten, genossen wir die herrliche Aussicht des Platzes.

Bereits um 07.30 Uhr waren wir nach einer angenehmen Nachtruhe wieder auf den Beinen. Obwohl unser Preis es nicht beinhaltete, nutzten wir erst einmal das Waschhaus. Um 08.00 Uhr konnten wir dann einige Semmeln erwerben und in Ruhe frühstücken. Um 08.45 Uhr ging es dann weiter in Richtung Süden. Auch am heutigen Tag wollten wir uns nicht hetzen und hielten uns das Etappenziel erst einmal offen. Unser Wunsch war es allerdings ohne viel Stress Rom zu erreichen. Der Verkehr kam uns dabei sehr entgegen, die Autobahnen bis Bologna waren frei. Erst ab Bologna in Richtung Florenz wurde der Verkehr dichter.

Kurz vor Florenz machten wir uns dann an die Auswahl einer Tankstelle. Da der Liter Dieselkraftstoff auf der Autobahn bei etwa 1,85 Euro lag, erschien es uns nur sinnig, zum Tanken abzufahren. Gesagt getan. Schnell den Navi programmiert und an der Abfahrt Firenze Calenszno-Cesto ging es von der Autobahn ab. Wir fanden eine freie Tankstelle, die einen akzeptablen Dieselpreis vorwies. Hier machten wir nun das erste Mal Bekanntschaft mit den italienischen Tankautomaten. An diesem, wie auch an allen folgenden, wurde meine EC-Karte nicht akzeptiert, sodass wir auf Barzahlung wechseln mussten. Ich fütterte den Automaten also mit Euro-Scheinen und musste beim Tankvorgang nun feststellen, dass wir doch nicht die erwartete Menge verbraucht hatten. Letztlich blieben etwa 5 Liter Kraftstoff übrig. Diese versuchte ich nun einem Pärchen zu schenken, das an der Nebensäule ebenfalls Diesel tankte. Dieses konnte, bzw. wollte mich jedoch nicht verstehen, sodass ich letztlich die Zapfpistole einhängte und wir weiterfuhren.

Problemlos ging es weiter, sodass wir bereits gegen 16.00 Uhr die Peripherie von Rom erreichten. Nachdem wir auf die A1 sich das erste Mal teilte, verlor ich kurz die Orientierung suchte unsere Abfahrt. Erst als wir dann auf den eigentlichen Stadtring fuhren und ich dies auch realisierte, wurde ich entspannter und verließ mich auf Ellis Navigationskünste. Ziel war das Roma Camping Village an der Via Aurelia in Rom, das wir bereits bei unserem ersten Besuch in Rom genossen hatten.

Um 17.45 Uhr trafen wir dort ein und hatten auch schnell einen Stellplatz gefunden, sodass wir noch einige Zeit das warme Wetter genießen konnten, bevor es unter die Dusche und danach zum Abendessen im Campingplatzrestaurant ging.

Auch am folgenden Tag waren wir bereits um 07.30 Uhr auf. Nach einem reichhaltigen Frühstück packten wir unsere Sachen und machten uns mit dem Bus auf in die Stadt. Wir erwischten zwar die richtige Buslinie (Linie 247), konnten uns jedoch nicht vernünftig orientieren, sodass wir letztlich intuitiv ausstiegen, als wir die Mauern des Vatikans sahen. Nach einem kurzen Fußmarsch hatten wir den Eingang zum Vatikanischen Museum gefunden und konnten uns orientieren.

An den Mauern des Vatikans und zwischen nervenden Kartenverkäufern hindurch ging es auf den Petersplatz. Eigentlich wollten wir mit dem Vatikan unsere Stadtbesichtigung starten.

Als wir die Warteschlange sahen, nahmen wir davon jedoch Abstand und machten uns auf den Weg zu den nächsten Zielen. Zunächst ging es am Castel Sant‘ Angelo vorbei. Von dort aus schlenderten wir am Ufer des Tibers entlang, bis wir auf dem Weg zum Palazzo Farnese auf eine Nebenstraße abbogen. Von dort aus ging es zum Campo dei Fiori, dem Blumenmarkt. Hier angekommen bummelten wir erst einmal durch das Marktgeschehen.

Danach ging es weiter zur Piazza Navona mit dem Vierströmebrunnen und seiner beeindruckenden Gebäudekulisse.

Um dies in Ruhe auf uns wirken zu lassen, machten wir eine längere Pause und gönnten uns einen Snack. Weiter ging es dann zum Pantheon und dann zum Hadrianeum, dem Tempio di Adriano, wo wir uns in einem kleinen Café erst einmal einen Cappuccino gönnten. Vor dem Mittag folgte dann als vorerst letzte Etappe der Trevi-Brunnen.

Hier war allerdings derart von Touristen überlaufen, dass der Aufenthalt keinen Spaß machte. Nach ein paar Fotos ging es dann doch recht schnell weiter. Mittlerweile hatte uns der Mittagshunger eingeholt. Elli nutzte in einer Seitenstraße eine kleine Pizzeria, um sich einen Snack zu holen.

Die kleine Pizza wurde nach Wunsch belegt und nach Gewicht abgerechnet. Geschmeckt hat sie ausgesprochen gut.

Weiter ging es dann weiter zur Piazza die Spagna und der Spanischen Treppe. Hier luden die Umstände, dass mitten auf der Piazza eine Baustelle eingerichtet war und die Massen an Touristen, nicht zum Verweilen ein, sodass wir letztlich über die Einkaufszone in Richtung Piazza del Popolo weitergingen. Hier angekommen fing es dann kurz zu regnen an, sodass wir uns erst einmal kurz unterstellen mussten. Hierbei konnten wir beobachten, wie flexibel die penetranten Straßenverkäufer waren. Schnell wurden Stadtführungen und ähnliches gestrichen und wie von Zauberhand verfügten sie mit einmal über Regenschirme, die sie den Touristen zu völlig überzogenen Preisen anboten.

Als der Regen nachließ, machten wir uns an den kurzen Aufstieg zur Villa Borghese, einer Parkanlage, die oberhalb der Piazza del Popolo liegt. Von hier hat man einen wunderschönen Ausblick über die Dächer von Rom.

Wir nutzten unsere erhöhte Position und gingen an der Parkanlage entlang zurück in Richtung Spanische Treppe.

Mittlerweile hatte sich auch das Wetter wieder verbessert. Nach einem kurzen Fotostopp, entschlossen wir uns erneut den Vatikan in Angriff zu nehmen, da er auch auf dem Weg zu unserer Bushaltestelle lag.

Durch die Gassen der Innenstadt ging es Via della Conciliazione, die direkt auf den Petersplatz führt.

Dort angekommen mussten wir feststellen, dass sich die Situation mit den Wartenden nicht wirklich entspannt hatte. Die Warteschlange reichte halb um den Petersplatz herum. Wir überschlugen kurz, wie lange die Wartezeit wohl wäre und kamen auf etwa eine halbe Stunde. Diese Zeit wollten wir opfern. Elli stellte sich in die Schlange und ich wartete ab, bis sie meine Position erreichte und reihte mich dann ein. Mit Interesse verfolgten wir immer wieder Personen, die sich um ein geordnetes Anstehen drückten und jede Gelegenheit nutzten, um ein paar Meter zu gewinnen.

Nach etwas über der veranschlagten halben Stunde hatten wir die Sicherheitskontrolle tatsächlich passiert und konnten uns in den Petersdom begeben.


Auch wenn wir die Kirche bereits einmal besucht hatten, war es wieder einmal sehr beeindruckend. Zum Ende unseres Besuches nutzten wir noch die Post des Vatikanstaates, um unserem Sohn einen Urlaubsgruß zu senden.

Es ging dann wieder an den Mauern des Vatikans entlang in Richtung unserer Bushaltestelle, die an der Metrostation Cipro lag. Hier hatten wir Glück und konnten direkt in den Bus einsteigen. Leider hatten wir noch keine Fahrkarte und die Fahrkartenautomaten standen nur in der Metrostation. Ich spurtete also los und schaffte es kurz vor der Abfahrt des Busses zurück zu sein. Im Bus konnten wir die Fahrkarte allerdings nicht entwerten. Zunächst dachten wir, dass es daran liege, dass der Bus noch stehe. Doch auch während der Fahrt funktionierte es nicht. Als auch eine mitfahrende Ordensschwester das Problem einfach nicht beachtete, beruhigten wir uns etwas und fuhren halt ohne entwerteten Fahrausweis.

Die Busfahrt zog sich auf Grund des starken Berufsverkehrs etwas. Als wir dann an der Via Aurelia ankamen, nutzten wir erst einmal den Supermarkt, der direkt an der Bushaltestelle lag und kauften ein. Das Angebot war reichhaltig, nur die Art der Sortierung bereitete uns etwas Probleme. Die benötigten Eier ließen sich partout nicht finden. Eine Nachfrage beim Personal stellte sich als Problematisch heraus, da mir das italienische Wort für Eier nicht geläufig war und Englischkenntnisse bei meinem Gegenüber noch nicht einmal das Wort egg umfasste. Also musste ich auf bildhafte Sprachdarstellung zurückgreifen und hatte damit letztlich Glück. Die Eier befanden sich in einer hinteren Ladenecke.

Mit dem Einkauf ging es zurück zum Wohnmobil,, wo wir gegen 18.30 Uhr ankamen und erst einmal die letzten Sonnenstrahlen genossen und ausspannten. Danach bereiteten wir unser Abendessen und besprechen unseren Plan für den nächsten Tag.

Am nächsten Tag war es von Beginn an sonnig, wenn auch anfangs noch recht kühl. Nach dem Frühstück ging es erneut mit dem Bus ins Stadtzentrum. Wir nutzten unsere Fahrkarten vom Vortag, da diese bis dato nicht entwertet waren. An der Metrostation Cipro angekommen, stiegen wir in die Metro um und nutzten diese bis zur Metrostation San Giovanni.

Direkt an der Via Appia kamen wir heraus uns überquerten Piazzale Appio, um zur unserem ersten Ziel, der Basilica die San Giovanni in Laterano, kurz Lateranbasilika, zu gelangen. Nach der Besichtigung ging es über kleine Gassen und Parkanlagen zunächst in Richtung Circus Maximus. Bei unserem ersten Rombesuch hatten wir lediglich einen Blick vom Palatin gehabt. Diesmal wollten wir ihn uns genauer anschauen. Leider erfüllte sich unser Wunsch nicht. Der antike Teil war auf Grund von Restaurationsarbeiten gesperrt und eine grüne Wiese in einer Senke war nicht wirklich beeindruckend.

Weiter ging es also zum Forum Romanum, dem eigentlichen Tagesziel. Auf unserem Weg zum Eingang am Kolosseum gingen wir am Zaun der antiken Stätte entlang und kamen an einem Seiteneingang vorbei. Da uns die Warteschlangen am Kolosseum noch gut in Erinnerung waren, beschlossen wir diesen Nebeneingang zu nutzen und hatten tatsächlich nach kurzer Wartezeit unsere Karten und konnten uns dem Forum Romanum widmen.

Wir starteten auf dem Palatin mit dem Domus Augustiana und dem kleineren Stadium auf dem Palatin, das wesentlich besser erhalten ist als der Circus Maximus. Danach bummelten wir durch die Parkanlagen des Palatins bis wir an den Nordrand des Hügels kamen. Beim Abstieg machten wir noch einen kurzen Abstecher in eine Grotte. Danach ging es über die Via Nova zum Titusbogen. Nach einer kurzen Pause und um den größten Besucherandrang passieren zu lassen, machten wir uns auf unseren weiteren Weg über die Via Sacra.


Im Vergleich zum letzten Besuch ließen wir uns diesmal mehr Zeit die Bauten auf uns wirken zu lassen. Meist machten wir eine kurze Pause und verweilten am Ort, um die Eindrücke aufzunehmen.

Da wir keinen Führer erworben hatten, mussten wir uns mit dem Touristik-App helfen. Hier war es dann aber erforderlich sich immer wieder neu zu orientieren, da die Sehenswürdigkeiten dicht gedrängt lagen.

Den Abschluss machten wir an den Überresten des Saturn-Tempels und an der Curia Iulia, dem Sitz des Senates, den wir bei unserem ersten Besuch links liegen gelassen hatten. Von dort ging es noch zum Septimius-Serverus-Bogen, dem Triumphbogen im nördlichen Bereich. In diesem Bereich hat man noch einmal eine beeindruckende Aussicht auf das Forum Romanum.


Das Forum Romanum verließen wir dann am nördlichen Ausgang und begaben uns zur Piazza Venezia, die durch das Denkmal für Vittorio Emmanuele II beherrscht wird.

Über die Via Nazionale, einer schönen Einkaufsstraße,  an der wir uns noch einen Cappuccino gönnten, ging es dann zur Piazza della Repubblica. Hier wollte Elli noch unbedingt die angrenzenden Kirchen besichtigen, während ich am Zugang der Metrostation auf ihre Rückkehr wartete. Als sie dann genug von sakralen Bauten hatte, nutzten wir die Metro um zur Busstation Cipro zu gelangen. Da Wochenende war und wir durch den Busfahrplan am Linienschild nicht durchstiegen, blieb uns nichts anderes übrig als zu warten. Nach einer gefühlten Ewigkeit, tatsächlich war es nur eine Dreiviertelstunde kam dann der Bus. Nachdem wir Platz genommen hatten, ging das Warten zwar weiter, aber immerhin waren wir im richtigen Bus.

Als wir dann an der Via Aurelia ankamen, kauften wir noch kurz ein, bevor wir dann gegen 17.30 Uhr zurück am Wohnmobil waren. Elli suchte dann noch die Rezeption auf und bezahlte den Campingplatz, da wir uns vorgenommen hatten, am nächsten Tag abzureisen.

Bereits um halb acht standen wir auf und frühstückten. Um 09.00 Uhr hatten wir an einer nahen Tankstelle an der Via Aurelia getankt und fuhren über die Ringautobahn Osten und fuhren dann auf die A1 in Richtung Süden. Es war eine beschauliche Fahrt bei wenig Verkehr, sodass wir zügig voran kamen.

Bevor wir Neapel erreichten, konnten wir bereits den Vesuv sehen. Elli bestritt dies erst, bis sie in der Karte sah, dass sie eine Zahl der Höhenangabe übersehen hatte und es sich bei dem Vesuv somit nicht nur um einen Hügel, sondern um einen Berg handelte.

Nach Neapel waren wir auf der A3 in Richtung Pompeji unterwegs. Kurz vor unserer Ausfahrt zu dem gewählten Campingplatz, machten wir an einer Raststätte noch eine kleine Pause, die zur Orientierung und als Fotostopp diente.

Die Anfahrt zum Campingplatz war bereits unmittelbar nach der Autobahnausfahrt anspruchsvoll. Hier galt es gleich als Linksabbieger sich in den Verkehr einzufinden. Dabei musste eine Mischung aus Missachtung der Vorfahrtsberechtigten und Vorsicht an den Tag legen. Der weitere Straßenverlauf war dann ein kleiner Slalomparcours, da man den doch recht tiefen Schlaglöchern ausweichen musste. Es folgte erneutes Linksabbiegen und das Passieren eines Marktes, bevor es über eine Steigung zum Campingplatz ging. Hier herrschte zu unserem Glück kein Gegenverkehr, da die Fahrbahnbreite dies nicht hergegeben hätte.

Schließlich standen wir dann an der Einfahrt des Campingplatzes Zeus, der nur wenige Meter vom Zugang zu den antiken Stätten von Pompeji entfernt lag. Einen Stellplatz durften wir uns selbst aussuchen. Auch dies war wieder anspruchsvoll. Zum einen waren die Wege gerade einmal so breit wie ein besserer Fahrradweg, sodass keine Kurve ohne rangieren gemeistert werden, zum anderen war der gesamte Campingplatz mit Oliven- und Orangenbäumen bepflanzt, die die Stellplätze einengten. Wir wählten letztlich den Stellplatz Nr. 78, der unserer Meinung am optimalsten war.

Nachdem wir uns eingerichtet hatten, ging es auch gleich zu den antiken Stätten. dazu mussten wir wirklich nur den Campingplatz verlassen und die etwa 100 Meter zum Eingang gehen. Zu einem Eintrittspreis von 11.- Euro pro Person ging es dann bei sonnigem Wetter hinein. Unser Rundgang durch das antike Pompeji startete an der Via Marina und führte uns zunächst zum Tempel des Apollon. Von hier aus hatte man einen wunderschönen Blick auf den Vesuv.


Vom anschließenden Forum Civile aus ging es für uns zunächst durch die Gassen der Stadt in Richtung kleines Theater. Beeindruckend war hierbei die dichte Bebauung und der gut erhaltene Zustand der Gebäude, sodass man sich das Leben in diesen Gebäuden sehr gut vorstellen konnte. Dies wurde noch verstärkt, als wir die einzelnen ausgewiesenen Villen in den Straßenzügen besichtigten. Diese waren derart gut erhalten, dass die neben den Bodenmosaiken sogar die Wandzeichnungen gut erkennbar waren.

Wir folgten der Weg zum Amphitheater am westlichen Ende der Ausgrabungsstätte. Elli wollte unbedingt das Innere betrachten, sodass ich mir ein schattiges Plätzchen und den Pinien suchen konnte und Pause hatte. Danach arbeiteten wir die einzelnen sehenswerten Gebäude mit System ab und arbeiteten uns so zum Forum Civile zurück. Kurz bevor wir dieses wieder erreichten, setzte kurz Regen ein. Dies machte uns jedoch nichts aus, da es weiterhin sehr warm war. Sogar so warm, dass wir die vereinzelten wieder in Betrieb genommenen Brunnen nutzten, um uns mit dem Wasser zu erfrischen.


Nach einer Kaffeepause am Forum Civile, wo ein kleines Café in ein antikes Haus klug integriert wurde, ging es zur Casa del Fauna. In der sehr gut erhaltenen Villa fanden wir unter anderem das berühmte Alexandermosaik vor, dass die Schlacht von Issos darstellt und eigentlich in jedem Geschichtsbuch zu finden ist.

Wir folgten den Gassen dann weiter zur Porta del Vesuvio. Hier verließen wir die Stadtanlage und gingen auf der Wallanlage weiter. Bevor es über die Porta di Ercolano wieder in die Stadt ging, hatten wir noch einem wunderschönen Blick auf die Insel Capri, die der Küste vorgelagert ist.

An der Porta di Ercolano liegt der Friedhof der Stadt Pompeji. Mittlerweile waren wir jedoch derart erschöpft von unserer Besichtigung, dass wir die Eindrücke nur noch im Vorbeigehen aufnahmen. Auf der anschließenden Suche nach dem Ausgang mussten wir dann erneut an das Südende der Ausgrabungsstätte, da unser Eintrittsbereich auch wirklich nur für den Zugang gedacht war.


Zurück am Wohnmobil gönnten wir uns erst einmal eine Dusche und ein Kaltgetränk, bevor es am frühen Abend auf die Suche nach einem Restaurant zum Abendessen ging. Das Restaurant am Platz hatte geschlossen und die zahlreichen Restaurants an der Straße vermittelten den Eindruck eines Imbisses und standen zudem kurz vor dem Ende der Öffnungszeiten.

Über den angrenzenden Marktplatz machten wir uns auf den Fußweg in die Innenstadt. Hier fanden wir an der Piazza Immacolata das Ristorante Corallo. Zu dieser Zeit waren wir die einzigen Gäste. Am Nebentisch saßen wohl Angehörige der Betreiber des Familienrestaurants, die auf Gäste für eine private Feier warteten.

Die Bedienung hatte ihre sprachlichen Probleme mit uns. Wir konnten kein italienisch und sie weder deutsch noch englisch. Letztlich dolmetschte eine der älteren Damen vom Nebentisch. Während wir auf das Essen warteten, konnten wir dem Treiben auf der Piazza zuschauen. Der Platz war in einen Parkplatz umfunktioniert und hatte einen privaten Parkplatzeinweiser, der den knappen Parkraum effizient verwaltete und dafür eine Spende der Autofahrer erhielt.

Nachdem wir gut gegessen und bezahlt hatten – man sah dabei der Bedienung an, dass sie froh war, das mit uns hinbekommen zu haben – machten wir uns auf den Rückweg und waren letztlich froh, wieder im Wohnmobil zu sein.

Der nächste Morgen startete mit einer kalten Dusche. Als ich die Brötchen für das Frühstück im Restaurant erwarb, hatte ich das Gefühl, das der Preis für diese nicht wirklich feststand und eher geschätzt war.

Nach dem Frühstück machten wir uns wieder auf den Weg. Eigentlich hätten wir nur die 100 Meter den Berg hinab fahren müssen. Da es sich aber um eine Einbahnstraße handelte, führte uns der Weg zunächst von der Autobahnauffahrt weg. Nach einigen Schleifen durch die kleinen Gassen an dem Hügel kamen wir wieder auf die Hauptstraße und konnten letztlich auf die Autobahn auffahren. Unmittelbar nach der Auffahrt dann schon der erste Stau. Auf Grund einer Baustelle kroch der Verkehr an Neapel vorbei.

Unsere Überlegung für den weiteren Streckenverlauf war, an der Küste entlang zu fahren, um noch etwas von Land und Leuten zu sehen, da unser nächstes Ziel Ostia war. Wir fuhren auf der A1 weiter bis Marcianise. Hier verließen wir die Autobahn. Das war aber eher geahnt, als gewusst, da wir nicht die Straßenkarten dabei hatten, die uns dabei Sicherheit gaben. Wir wollten dann zwar an der nächsten Tankstelle eine Karte mit einem vernünftigen Maßstab erwerben, konnten dies aber nicht, weil die Tankstelle keine Karten führte. Also weiter und einfach der SS7 der Küste entlang folgen.

Der italienische Straßenverkehr stellt sich hierbei als schrecklich undiszipliniert dar. Bei jeder Möglichkeit wir überholt. Egal ob Sperrfläche, Überholverbot oder Gegenverkehr. Die Rücksicht der anderen wir einfach vorausgesetzt. Das Ganze macht die Fahrt dann doch recht anstrengend, da man immer noch für andere mitdenken muss.

Da sich unser Tank langsam leert machen wir uns auf die Suche nach einer günstigen Tankstelle. Die Spritpreise variieren von einer Tankstelle zur nächsten nicht unerheblich. Letztlich finden wir in Formia eine Tankstelle, wo der Liter Diesel „nur“ 1,55 Euro kostet. Wieder müssen wir Bar am Tankautomaten zahlen. Es gelingt uns den Tank jedoch fast voll zu bekommen. An einem nahen Waschplatz will ich dann mit einem Angestellten aushandeln, dass dieser uns seinen Hochdruckreiniger kurz leiht, damit ich das Ungeziefer vom Alkoven entfernen kann. Er verlangt jedoch für die Minute 5 Euro und lässt auch nicht mit sich handeln. Da nehme ich dann von meinem Vorhaben Abstand.

An Terracina geht es dann ein kurzes Stück auf der Via Appia in Richtung Rom weiter. Wir halten noch kurz an einem Supermarkt und kaufen ein, bevor wir auf die SS 156 in Richtung Aprilia abbiegen. Über die Via Cristoforo Colombo kommen wir dann nach Lido di Ostia. Hier hatten wir uns den Campingplatz Internazionale di Castelfusano, der in unmittelbarer Nähe zum Meer liegt, ausgesucht. Viel los war auf diesen Platz nicht, sodass wir uns eine ruhige Ecke suchen konnten.

Nachdem wir uns eingerichtet und ausgeruht hatten, ging es erst einmal an den Strand. Der war noch nicht gesäubert, trotzdem war es angenehm bei den warmen Temperaturen wenigstens die Füße ins Mittelmeer zu halten.


Nach der Stippvisite ging es zurück zum Wohnmobil, wo wir den restlichen Tag verbrachten.

Am nächsten Morgen sind wir bereits früh wieder wach. Nachdem ich Brötchen zum Frühstück besorgt hatte, geht es gegen 09.00 Uhr mit dem Fahrrad in Richtung Ostia Antica. Der erste Streckenabschnitt am Lido entlang ist rechte entspannt, da wenig Verkehr herrscht und die Straße die Breite einer Autobahn hat. Kurz vor dem Ortskern biegen wir in ein Naherholungsgebiet ab und nehme einen Radweg durch ein Waldstück. Am Ende treffen wir auf die Via di Castel Fusano. Eigentlich müsdsten wir nur der Straße folgen, um zu unserem Ziel zu gelangen. Anfangs stellt das auch kein Problem dar, da ein Radweg vorhanden ist. Als es dann aber nur noch diesen Weg gibt, wird die Durchfahrt für Radfahrer gesperrt. Der Radweg ist noch im Bau und kann daher nur teilweise von uns genutzt werden. Letztlich missachten wir das Verbot und nutzen einfach weiter die Straße.

Am Ende der Straße treffen wir auf einen Kreuzungsbereich, den wir überqueren mussten, bevor wir zum Giardino Filippo Iaia kommen, die in unmittelbarer Nähe zu Ostia Antica liegt. Hier gönnen wir uns in einem kleinen Café einen Cappuccino. Danach geht es über die Piazza Umberto I zum Eingang von Ostia Antica.

Die Eintrittskarten für 8 Euro je Person sind schnell gekauft und wir haben noch die Hoffnung schnell Einlass zu bekommen. Hier werden wir allerdings enttäuscht. Es gibt nur ein Drehkreuz, durch das alle Besucher müssen und vor uns sind einige Klassen mit französischen Schülern. Die Lehrer haben hier die Angewohnheit das Drehkreuz zu blockieren, bis alle ihre Schützlinge durch sind. Damit wir nicht warten müssen, bis alle Schüler durch sind, schwimmen im Strom mit und sind letztlich in unmittelbarer Nähe zum Drehkreuz, sodass man uns einfach passieren lassen muss.

In den antiken Stätten biegen wir zunächst von der stark belebten Viale degli Scavi ab, um etwas Ruhe zu haben. Wir suchen uns unseren eigenen Weg durch die Sehenswürdigkeiten. Nach dem Besuch von Pompeji wirkt es zunächst nicht ganz so imposant. Dies ändert sich aber spätestens mit Erreichen des Theaters. Zum einen ist dieser Bereich sehr lebhaft, da alle Schulklassen ihre Aufführungen im antiken Stil zelebrieren und man auf diese Art einen sehr guten Eindruck von der Funktionalität erhält. Zum anderen ist die angrenzende Grünfläche umrahmt von ehemaligen Marktständen mit eindrucksvollen Mosaiken.


Ebenso imposant stellt sich dann das Kapitol mit der Curia dar. Danach bummelten wir noch durch die Straßen, bis wir letztlich zur Cafeteria und zum Bookshop kamen, wo wir erst einmal eine längere Pause einlegten. Danach ging es durch den Rest der Anlage in Richtung Ausgang zurück.

Es gehrt dann erst einmal noch mal zur Piazza Umberto I. Dort kaufen wir noch kurz ein – frisches Obst und etwas Gebäck in einer kleinen Bäckerei. Da wir nicht wieder an der Straße entlang fahren wollten, suchten wir uns eine ruhigere Strecke aus, die allerdings auch mit einem kleinen Umweg verbunden war. Wir fuhren auf der Via di Piana Bella durch Felder parallel zur Hauptstraße bis die Straße an einem Gehöft endete. Von hier führte ein Trampelpfad durch einen Pinienwald, dem wir folgten bis wir an der Viale dei Promotori wieder in den städtischen Bereich kamen.

Wir durchquerten die Stadt, bis wir wieder auf die Strandpromenade trafen. Dieser folgten wir dann nach Süden. An der Strandpromenade wollten wir uns noch ein Getränk gönnen. Wir fanden dann eine kleine Bar namens Hakuna Matata, an der einiges los war. Wir gönnten uns ein Bier, setzten uns auf die Stufen zum Strand und genossen den Blick aufs Meer.

Um 15.00 Uhr kamen wir am Campingplatz an und gönnten uns erst einmal eine erfrischende Dusche. Danach relaxten wir in der Sonne am Mobil.

Die folgende Nacht war recht unruhig. Erst packt der polnische Nachbar um 22.30 Uhr seinen LT. Danach fährt er etwa viermal in der Nacht mit seinem Pkw weg und jedes Mal sind wir wach. Letztlich war die Nacht für uns dann bereits um 07.00 Uhr beendet. Nach dem Frühstück entsorgen wir noch kurz und sind bereits um kurz vor neun auf dem Weg in Richtung Toskana.

An der Strandpromenade entlang geht es zur Autobahn 12, die direkt am Flugplatz Leonardo da Vinci vorbeiführt. Wir folgen der Autobahn bis Civitiavecchia, wo sie dann endet und als Landstraße weitergeht. Unsere erste Wahl ist der Campingplatz Pappasole, der zwischen Follonica und Piombini liegt. Bevor wir ihn erreichen, kaufen wir in Follonica noch schnell ein. Am Campingplatz dann die Überraschung – der Campingplatz hat noch nicht geöffnet. Die Saison beginnt erst am folgenden Wochenende. So lange wollen wir jedoch nicht warten und suchen uns ein neues Ziel.

Da wir beide keine große Lust mehr hatten auch noch lange Strecken abzureißen, entschließen wir uns einen Campingplatz in Marina di Bibbano anzufahren. Hier ist unsere erste Wahl der Campingplatz Le Esperidi, den wir aber sicherheitshalber vorher kontaktieren. Dort angekommen meldet uns Elli an. Sie kriegt Zonen zugewiesen, in denen wir uns einen Stellplatz suchen können. Unser Ziel ist es, möglichst dicht am Meer zu stehen, daher durchqueren wir erst einmal komplett den Platz. Wir stellen schnell fest, dass die Plätze mit Meerblick schon fest belegt sind. Fündig werden wir an einer Einmündung in eine Zone. Hier ist ein Stellplatz, der wie für unser Mobil gemacht scheint.

Wir richten uns ein und Elli gibt den Stellplatz an der Rezeption bekannt. Beim Aufbau haben wir ein kleines Problem mit dem Strom. Zunächst denken wir, dass der Anschluss defekt ist. Tatsächlich handelte es sich um einen Bedienungsfehler. An diesen Stromsäulen musste man noch einen zusätzlichen Knopf drücken, um den Strom zu aktivieren. Danach ist alles gut und wir verbringen den Rest des Nachmittags in der Sonne.

Gegen 18.30 Uhr soll es dann zum Essen gehen. Wir machen uns auf die Suche nach einem Restaurant, fanden aber im gesamten Ort kein geöffnetes Restaurant. Auf der Suche treffen wir ein Pärchen, das wir vom Campingplatz kennen. Aber auch die können uns nicht weiterhelfen. Ihr Tipp, ein Restaurant auf dem Campingplatz Casa die Caccia, erweist sich als Flop, da es nur eine erweiterte Imbissbude ist und die auch noch geschlossen ist. So sind wir etwa nach einer Stunde Suche unverrichteter Dinge wieder am Wohnmobil und machen uns eine Suppe.

Nach einem Sundowner am Strand schauen uns wir uns das Viertelfinal in Championsleague Bayern München gegen Manchester United an, das die Bayern mit 3:1 für sich entscheiden.

Da es auf dem Campingplatz und im Ort auch in absehbarer Zeit nichts gibt, machen wir uns nach dem Frühstück wieder auf den Weg. Über die Autobahn geht es nach Pisa, wo wir bereits um 10.30 Uhr am Campingplatz Torre Pendente eintreffen. Direkt nach dem Aufbau geht es in Stadt zum Sightseeing.

Erster Anlaufpunkt ist natürlich die Piazza del Doumo mit dem Torre Pendente, dem schiefe Turm von Pisa, der Dom und das Baptisterium. Hier hat sich eigentlich wenig zu den vorherigen Besuchen geändert. Es ist wie immer sehr voll und die fliegenden Händler sind auch wieder vertreten.


Unsere erste Besichtigung ist der Dom Santa Maria Assunta. Die Besichtigung ist zwar frei, aber man benötigt dennoch Eintrittskarten, die man in der Touristeninformation kostenlos erhält. Während Elli die beiden Karten für uns besorgt, warte ich vor dem Eingang und schaue mir die Touristen an. Als Elli zurückkehrt, machen wir uns an die Besichtigung. Der Dom ist ein monumentaler Bau mit einer imposanten Doppelsäulenreihe. Besonderen Eindruck hinterlassen das Kuppelfresko und ein Christus-Mosaik in der Apsis.

Nach der Besichtigung des Doms überlegen wir noch kurz, ob wir diesmal den Schiefen Turm ersteigen. Der hohe Preis von 15 € pro Person schreckt uns jedoch ab, sodass wir über die Via Santa Maria in Richtung Piazza dei Cavalieri. Nach einem Fotostopp für die verschiedenen Palazzo auf dem Platz aus der Renaissance geht es weiter durch die Altstadt. Wir folgen der Via San Frediano in Richtung Arno. Hier finden wir verschiedene kleine Plätze. Einen dieser Plätze suchen wir uns für eine Pause aus. In einem kleinen Restaurant gibt es einen Cappuccino und einen Snack.

Wir folgen danach weiter der Straße bis wir auf den Arno treffen. Diesen überqueren wir dann über die Ponte di Mezzo.

Über den Corso Italia, der Fußgängerzone geht es dann weiter bis zur Piazza Vittorio Emanuele II. Dieser Teil Pisa ist durch seine Shoppingmöglichkeiten geprägt und vermittelt nicht mehr den Charme der Altstadt, sodass wir uns wieder auf den Weg zurück machen.

Wieder an der Piazza Giuseppe Garibaldi genehmigt sich Elli erst einmal in einer Eisdiele ein typisch italienisches Eis. Die Schlange der Wartenden ließ vermuten, dass das Eis gut sein musste. Dies wurde dann durch Elli bestätigt.

Derart gestärkt ging es weiter durch die Altstadt. Über die Borgo Stretto und kleinere Gassen ging es dann zum Botanischen Garten der Stadt. Ein Blick von außen genügte uns und wir kamen danach letztlich wieder zur Piazza del Duomo, wo unsere Stadtbesichtigung dann auch endete.

Zurück am Campingplatz setzten wir uns erst einmal in die Poolbar. Hier hörten wir uns erst einmal die traurige Geschichte eines anderen Camperpaares an. Die haben bei dem Versuch der Abreise festgestellt, dass ihre hintere Beleuchtungseinrichtung funktionslos war. Nun warteten sie auf einen Servicedienst. Erst als der vor Ort erschien und eine Kabelverbindung wieder zusammen fügte, ging es für sie weiter in Richtung Süden. Bis dahin hatten wir bei einem Getränk unsere Reiseerfahrungen ausgetauscht.

Am frühen Abend ging es dann zum Essen wieder in die Stadt. Wir machten uns auf die Suche nach einem Lokal und kamen letztlich wieder auf ein Ristorante an einer kleinen Piazza an der Via Cammeo, das wir schon früher besucht hatten, als es noch Da Manfredo hieß. Aus Manfredo war mittlerweile Rosemary geworden. Die Einrichtung war jedoch immer noch dieselbe. Das Essen war jedoch mittlerweile eher mittelmäßig, sodass letztlich nur noch der nostalgische Aspekt für den Besuch sprach.

Gegen 20.30 Uhr waren wir wieder am Wohnmobil und besprachen bei einer Flasche Bier unsere weitere Tour. Zu guter Letzt entschieden wir uns noch für einige entspannende Tage am Gardasee, sodass wir am nächsten Tag bereits um 09.00 Uhr den Campingplatz auf die A 12 in Richtung Norden verließen.

Kurz bevor es auf der A 15 weiterging, fuhren wir in Santa Stefano di Magra zum Tanken von der Autobahn ab. Der Navi zeigte drei Tankstellen in der näheren Umgebung an und ich suchte mir eine Route raus, die uns an allen Drei vorbeiführte, damit ich die günstigste Tankstelle dann auswählen konnte. Bevor es jedoch ans Tanken ging, entdeckten wir einen Discounter. Schnell suchten wir diesen auf und erwarben noch etwas Grillgut und frische Getränke.

Die Anfahrt zu den Tankstellen gestaltete sich dann etwas schwierig. Die Gassen hatten zwar grundsätzlich die richtige Breite für uns Wohnmobil, allerdings hatte man die parkenden Pkw nicht berücksichtigt. Nachdem wir uns durch die kleinen Gassen geschlängelt hatten standen wir schon vor der günstigsten Tankstelle und fütterten den Tankautomat mit 20-Euro-Scheinen bis der tank annähernd gefüllt. Dann ging es auf die Autobahn zurück.

In einer unsererseits beschaulichen Fahrt, denn wir hatten ja viel Zeit, ging es über die A 15 bis nach Parma. Von dort ein kurzes Stück A 1 bis wir zur A 21 kamen. Hier machten wir dann auch auf einer Raststätte unsere erste und einzige längere Pause, bevor wir bei Brescia auf die A 4 fuhren. Gut, dass wir dieser nur die wenigen Kilometer bis zur Abfahrt Desenzano folgen mussten, da sie stark befahren war und der Verkehrsfluss zeitweilig drohte ins Stocken zu geraten.

Bereits um 14.00 Uhr trafen wir am Campingplatz Sirmione ein. Es ging dann mit dem Stellplatz und der Einrichtung hin und her. Nach drei unterschiedlichen Stellplätzen, die uns aus unterschiedlichen Gründen nicht zusagten, richteten wir uns auf einer Fläche neben dem Stellplatz 157 ein. Mittlerweile war es 16.00 Uhr geworden und wir gönnten uns erst einmal etwas Ruhe.

Gegen 17.45 Uhr machen wir einen Spaziergang, der mit einem Kaffee am Minimarkt und Restaurant des Campingplatzes endet. Danach machen wir es uns im und am Wohnmobil gemütlich. Zum Abendessen gibt es dann kleine gefüllte Schnitzelröllchen, die wir beim Lidl eingekauft hatten. Eigentlich wollten wir sie grillen, aus der Pfanne schmeckten sie aber auch sehr gut.

Am nächsten Morgen ging es für erst einmal zum Brötchen holen. Im Minimarkt bezahlte ich diese nach Gewicht – auch eine ganz neue Erfahrung. Bis 10.00 Uhr genossen wir dann noch die Sonne am Platz, bevor es mit dem Fahrrad in Richtung Sirmione ging.

Die Scaligerburg schließt die Stadt vom Festland ab. Gleichzeitig ist das alte Kastell mit seiner Zugbrücke der einzige Zugang zur Stadt.

Zunächst ging es durch die Via Dante Alighieri in Richtung Ostufer. Dort fanden wir am Strand ein Café, in dem wir uns erst einmal einen Cappuccino gönnten.

Danach folgte ein Fotostopp am Strand und dann ging es am Ostufer entlang in Richtung Nordspitze.

Auf Höhe des Lido delle Bionde ging es dann auf die Via Ciao Valerio Catullound wieder in Richtung des Zentrums. Als wir dieses erreicht hatten und alle kleinen Gässchen abgegangen waren, gönnten wir uns zunächst eine kurze Pause am Wasser des Westufers. Hierzu gingen wir einfach ans Ende der Piazza Porte. Elli machte sich dann noch einmal gezielt auf die Suche nach Eierbechern. Als sie dies alles abgeschlossen hatte, kaufte sie sich noch eine Pizza auf die Hand, die direkt vor ihren Augen belegt und zubereitet wurde. Nachdem sie diese auf einer Bank an der Scaligerburg verzehrt hatte, gönnte sie sich noch ein Eis, bevor es dann zu den Fahrrädern zurückging.

Am frühen Nachmittag waren wir dann wieder an unserem Stellplatz und genossen den Rest des Tages bei strahlendem Sonnenschein.

Der nächste Morgen stand im Zeichen der Rückfahrt. Wir wollten es jedoch genießen und beschlossen zunächst auf der Landstraße am Gardasee entlang zu fahren. Von diesem Vorhaben nahmen wir allerdings in Affi bereits Abstand, da sehr viele Fahrradfahrer unterwegs waren und es sehr müßig war, diese immer wieder auf den engen Straßen zu überholen.

Also auf die Brennerautobahn in Richtung Österreich. Auf unserer Fahrt in Richtung Norden stellten wir dann fest, dass der rechte Lautsprecher immer wieder Aussetzer hatte. Bei der ersten Rast auf einem Parkplatz machte ich mich über ihn her und stellte fest, dass ein Kabel abgerutscht war.

Es ging dann bis Innsbruck auf der Brennerautobahn. In Innsbruck-Süd fuhren wir von der Autobahn ab, um die Vignette zu sparen. Dies war zu der jetzigen Zeit problemlos möglich, da auf Grund des Sonntags eh wenig Verkehr herrschte und wir auch sehr gut in der Zeit lagen. Wir fuhren auf der L 11 bis Telfs und von dort direkt zum Fernpass.

Gegen 15.00 Uhr trafen wir dann am Wohnmobilpark in Füssen ein. Schnell war ein Stellplatz eingenommen und die Anmeldung abgewickelt. Beim Anschließen an die Stromsäule stellten wir fest, dass für unseren Stellplatz Nr. 40 sogar noch Guthaben vorhanden war, sodass wir nicht ganz so viel Kleingeld in Strom investieren mussten.

Bis 17.30 Uhr blieben wir am Platz, dann ging es zum Essen in die Stadt. Nach einer kurzen Orientierungsrunde durch die Innenstadt entscheiden wir uns für das Lokal „Zum Hechten“.

Nach dem ein oder anderem Bier und einer guten Schweinshaxe geht es wieder zurück in Richtung Stellplatz. Elli entdeckt in der Fußgängerzone noch eine Apotheke, die selbstgemachten Honig verkauft. Kurzentschlossen schlägt sie zu und kauft sich einige kleine Gläser in unterschiedlichen Geschmacksrichtungen.

Bereits um 07.00 Uhr sind wir am nächsten Morgen auf den Beinen. Nach dem Frühstück geht es dann um 08.00 Uhr in Richtung Heimat. Es läuft soweit auch alles ganz gut. Erst gegen 12.00 Uhr haben wir den ersten Stau. Der ist jedoch gleich so heftig, dass wir von der Autobahn abfahren und über die B19 in Richtung Werneck fahren.

Kurz bevor es wieder auf die Autobahn geht, machen wir noch an einem Autohof Rast zum Essen und Tanken. Danach geht es weiter. Je weiter wir nach Norden kommen, umso schlechter wird das Wetter. Hatten wir in Süddeutschland noch strahlenden Sonnenschein, setzte in Hessen regen ein und in Südniedersachsen wurde es zudem stürmisch. Auf Höhe Göttingen hörten wir mit einmal einen Knall am Wohnmobil, den wir nicht sofort zuordnen konnten. Wir hielten am nächsten Parkplatz und stellten fest, dass die Dachhaube im Alkoven offen stand. Bei Starkregen und sturmartigen Windböen machte ich mich an notdürftige Reparatur. Als wir gegen 17.15 Uhr wieder in Harsum einparken, stellte ich bei einem neuerlichen Blick aufs Dach fest, dass die Verklebung der beiden Hälfte sich gelöst hatte und im Weiteren ein Austausch der Dachhaube die Folge war. Dies blieb aber der einzige Mangel aus einem insgesamt sehr schönen Trip.

Einmal mehr die kroatische Küste entlang

Kroatien

(26.06.2013 – 15.07.2013)

Anreise (26./27.06.2013)

Am Tag der Zeugnisausgabe geht es los. Sönke war erst noch mit seinen Klassenkameraden im Kino und ich musste noch bis 14.00 Uhr arbeiten. Als wir dann alle zu Hause eingetroffen waren, machten wir uns fertig und um 14.50 Uhr ging es dann los.

Die Fahrt über die BAB 7 verlief ereignislos. Es herrschte trotz des Ferienbeginns ausgesprochen wenig Verkehr, sodass wir gut voran kamen

Gegen 19.00 Uhr erreichten wir den Autohof Geiselwind an der BAB 3. An der dortigen Shell-Tankstelle tankten wir das Wohnmobil auf. Allerdings mit einer kleinen Unachtsamkeit meinerseits. Bei der ersten Wahl der Zapfsäule wählte ich eine aus, die nur über V-Power Diesel für 1,56 € verfügte. Noch bevor der erste Liter ganz durchgelaufen war, stellte ich meinen Irrtum fest und wir wechselten die Tanksäule. Hier kostete der Diesel dann auch nur noch 1,37 €.

Nach dem Tanken fuhren wir auf einen freien Bereich des Parkplatzes und gönnten uns unser Abendessen. Als es dann nach knapp einer Stunde weiterging, war der Dieselpreis auf 1,459 € gestiegen.

Ab Geiselwind übernahm dann Elli das Steuer und ich versuchte mich auszuruhen. Erst als wir in München hielten, um eine österreichische Vignette zu kaufen, wechselten wir wieder. Neben der österreichischen Vignette konnte Elli auch gleich die für Slowenien erwerben, sodass wir uns darum erste einmal keine Gedanken machen mussten. Auch einen Campingführer erwarb Elli, da wir mittlerweile festgestellt hatten, dass unser noch auf dem Wohnzimmertisch lag. Dumm gelaufen.

Kurz nach Mitternacht machten wir an der Tankstelle Bad Reichenhall noch mal eine kurze Rast. Hätte ich die Kraftstoffpreise in Österreich erahnt, hätte ich hier noch getankt. So musste ich feststellen, dass der Dieselpreis in Österreich mit 1,55 € weit über dem in Deutschland lag. In Werfen versuchte ich noch einmal eine günstigere Tankstelle abseits der Autobahn zu finden. Leider hatte diese schon geschlossen und bei der Auffahrt auf die Autobahn kam es zu leichten Irritationen, sodass ich erst einmal eine Abfahrt in die falsche Richtung fuhr. Letztlich entschloss ich mich an der Raststätte Eben das nötigste zu tanken, um bis nach Slowenien zu gelangen.

Die Fahrt durch die Tunnel, insbesondere durch den Karawankentunnel verlief absolut stressfrei. In letzterem war ich sogar allein unterwegs.

In Slowenien fuhr ich noch bis zur Raststätte Voklo, unmittelbar vor Lubljana. Hier legte ich mich dann auch erst einmal aufs Ohr, um etwas Schlaf zu bekommen. Gegen 5.30 Uhr ging es aber schon weiter, da mich das Kühlaggregat des nächsten Lkw geweckt hatte, als es ansprang. Elli und Sönke schliefen noch etwas.

Elli gesellte sich erst kurz vor Lubljana zu mir. Wir nutzten die nächste Raststätte, um für das Frühstück einzukaufen. Danach ging es bis Koper weiter. Erst hier gesellte sich Sönke wieder zu uns.

In Koper tankten wir dann das Wohnmobil für 1,33 € den Liter voll. Danach ging es zur Grenze. Auch hier keine Wartezeit, da auch keine anderen Reisenden unterwegs waren. Wir kamen gut voran und machten dann gegen 8.00 Uhr an der Raststätte Mirna unsere Frühstückspause.

Um kurz vor 9.00 Uhr erreichten wir den Campingplatz Zelena Laguna in Porec.

Porec (27.-30.06.2013)

Beim Check-Inn kriegten wir eine Anzahl von Stellplätzen zur Auswahl und konnten auf dem Platz schauen. In der Nähe des ersten Angebots fiel uns ein Stellplatz ins Auge, der uns gut gefiel. Elli ging zur Rezeption und kam mit einer positiven Antwort zurück, da der Stellplatz zwar reserviert war, aber erst ab dem Tag unseres angedachten Abreisedatums.

Wir richteten uns also auf dem Stellplatz 267 ein. Während ich im Inneren des Wohnmobils am Gange war, geriet ich ins Straucheln und mein Sturz wurde durch den Tisch verhindert. Leider wurde dieser dadurch derart in Mitleidenschaft gezogen, dass eine Reparatur zu einem späteren Zeitpunkt unumgänglich schien.

Den Rest des Tages verbrachten wir am Platz. Und auch am Abend hatten wir noch keine große Lust uns weit weg zu begeben, sodass wir das Restaurantangebot auf dem Platz in Anspruch nahmen.

Das Essen war gut, günstig und vor allen Dingen waren sie schnell damit. Wir hatten kaum unsere Getränke erhalten, da kam auch schon das Essen. Etwas sparsam schaute uns die Bedienung an, als Sönke nach der ersten Portion Cevapcici noch eine zweite orderte und komplett verdrückte. Er musste wirklich Hunger gehabt haben.

Nach dem Essen ging es zum Wohnmobil zurück, wo wir auf Sönkes Wunsch hin einige Partien Romme spielten. Dank eines Romme Hand im vorletzten Spiel war Elli der Sieg nicht mehr zu nehmen, obwohl zuvor Sönke und ich uns um den Sieg gestritten hatten.

Bereits um 08.15 Uhr standen wir am nächsten Morgen auf und ich holte uns Brötchen. Danach ließen wir uns beim Frühstück ausgiebig Zeit. Selbst Sönke, der in seinem Zelt genächtigt hatte, gesellte sich recht früh zu uns.

Nach dem Frühstück machten wir uns bei leicht bedecktem Himmel auf den Weg nach Porec. Wir mussten mit den Fährrädern nur den Radweg folgen. Dies stellte sich dann jedoch nicht ganz so einfach dar, da der Radweg auch von vielen Fußgängern benutzt wurde und wir förmlich Slalom zwischen den einzelnen Gruppen hindurch fahren mussten.

Um 11.00 Uhr kamen wir am Hafen von Porec an und starteten unseren Stadtrundgang am Markt. Von dort ging es zunächst zur Touristeninformation, wo wir einen kleinen Stadtführer erhielten. Nun hakten wir alle Sehenswürdigkeiten, die Porec zu bieten hatte, ab. Ganz so viele waren es ja nicht. Zum Abschluss gönnten wir uns noch ein Getränk in einer Bar am Hafen.

Gegen 15.00 Uhr waren wir wieder am Platz zurück. Mittlerweile war die Sonne ganz rausgekommen und es war schon erheblich wärmer geworden.

Um 19.00 Uhr ging es dann zum Abendessen noch einmal in das Restaurant am Platz. Diesmal kam Sönke mit einer Portion aus. Danach waren wieder Spiele am Wohnmobil angesagt. Zunächst wollten wir Uno spielen, stellten aber fest, dass wir nur die Kindervariante eingepackt hatten. Da die nicht sonderlich anspruchsvoll war, spielten wir noch Schwimmen, bis Elli dann endlich verloren hatte.

In der Nacht jagte mir dann Sönke einen Riesenschreck ein, als er ins Wohnmobil kommt, um die Toilette zu benutzen. Damit hatte ich nun wahrlich nicht gerechnet.

Als wir am nächsten Morgen wieder um kurz nach 08.00 Uhr aufstanden, war der Himmel wolkenlos und die Sonne schien bereits. Es versprach ein warmer Tag zu werden und wir verbrachten ihn gänzlich mit relaxen, da es am nächsten Tag ja schon weitergehen sollte.

Die einzigen anspruchsvollen Tätigkeiten waren die verschiedenen Kleinreparaturen, die ich durchführte. So reparierte ich mit Sekundenkleber und doppelseitigem Klebeband den Tisch, damit wir ihn auf dem Rest der Tour gefahrlos nutzen konnten.

Abends ging es zum Essen in die Pizzeria, die am Eingang des Campingplatzes liegt. Das Essen war okay. Das Ambiente erinnerte aber eher an einen Speisesaal denn an ein Restaurant.

Nach dem Abendessen ging es noch in die Strandbar, die in unmittelbarer Nähe zu unserem Stellplatz lag.

Hier gönnten wir uns einen Cocktail und genossen den Sonnenuntergang. Sönke vertrieb sich die Zeit mit Steine werfen. Das kannten wir ja noch von früher.

Nachdem die Sonne dann untergegangen war gab es noch wieder Gesellschaftsspiele am Wohnmobil, bevor es ins Bett ging, um für den nächsten Morgen fit zu sein.

Krk (30.06.-02.07.2013)

Bereits um 06.00 Uhr morgens schreckten wir das erste Mal hoch. Ein Kreuzfahrschiff hatte sein Horn erklingen lassen. Um 07.00 Uhr war dann die Nacht endgültig vorbei. An Schlaf war nicht mehr zu denken. Bereits um halb acht fingen wir mit dem Frühstück an. Danach packten wir die letzten Sachen ein und machten uns um 09.00 Uhr auf den Weg. Elli hatte bereits am Vortag bezahlt, sodass wir nicht noch einmal in die Rezeption mussten. Obwohl Sonntag war, konnten wir einen Lidl-Einkaufsmarkt anfahren, der geöffnet hatte. Unsere erste Wahl, ein Mercator, hatte leider keine große Auswahl.

Nach dem Einkauf ging es dann über die Landstraße Nr. 48 bis nach Pazin. Hier fuhren wir auf die A8 in Richtung Rijeka auf. Obwohl der Verkehr in Rijeka etwas zunimmt, kommen wir störungsfrei bis Krk durch. Auch der übliche Stau an der Autobahnabfahrt blieb uns diesmal erspart. Wir folgten zunächst dem Navi bis Grad Krk und dort dann der Beschilderung in Richtung Campingplatz. Die Anfahrt zum Campingplatz Jezevac war wieder einmal etwas abenteuerlich auf Grund der geringen Fahrbahnbreite und der Steigungen.

An der Zufahrt des Platzes mussten wir uns erst einmal in die Warteschlange am Check Inn einreihen. Elli erhielt dann einen Stellplatz zugewiesen und wir konnten auf den Platz fahren. Der Stellplatz Nr. F 16 lag am Ende einer Sackgasse und unsere Nachbarn kamen aus der Region Hannover. In ihrer Begleitung war ihre Tochter, die in Sönkes Alter war. Sie war sichtlich von ihm angetan, doch ihn ließ das kalt.

Nachdem wir uns eingerichtet und gegessen hatten, relaxten wir erst einmal. Wir beschlossen dann, gegen Abend in den Ort zu gehen, um etwas Sightseeing zu machen. Gesagt, getan. Gegen 17.00 Uhr ging es los. Nachdem wir den Campingplatz verlassen hatten, konnten wir bereits über den Hafen auf Krk schauen. Es war zwar leicht bewölkt, aber drückend warm. Trotzdem ließen wir uns nicht abschrecken.

Zunächst suchten wir den zentralen Platz auf. Hier fand sich auch die Touristeninformation, wo wir einen kleinen Innenstadtplan erhielten. Den besorgte Elli, während Sönke und ich den freien WLAN-Spot nutzten, um unsere Smartphones zu aktualisieren. Danach ging es durch die Gassen einmal quer durch den Ort und zum Schluss noch den Hügel hinauf. Als die Sehenswürdigkeiten erledigt waren, machten wir uns auf die Suche nach einem Lokal für das Abendessen. Das es immer noch sehr drückend war, wollten wir unbedingt auf einer Außenterrasse sitzen. Da diese bei dem Lokal unserer Wahl nicht vorhanden war, suchten wir, sehr zum Leidwesen des Betreibers, weiter. Letztlich fanden wir die Konoba Nono, ein kleines Restaurant im Zentrum. Service und Essen waren gut. Das Preis-Leistungsverhältnis war allerdings nicht so toll. Erstmals mussten wir die Beilagen separat zahlen.

Nach dem Essen ging es aus der Stadt hinaus. Hierbei wurden wir auf eine Musikveranstaltung am Hafen aufmerksam. Wie sich herausstellte, sollte hier der EU-Beitritt Kroatiens gefeiert werden. Kurz entschlossen bleiben wir am Ort. Sönke war das allerdings alles zu doof, sodass er zum Stellplatz zurückging.

Elli und ich hielten bei subventionierten Getränken bis 23.00 Uhr aus. Dann hatten auch wir genug. Die Gesangsgruppen hätten nicht unterschiedlicher sein können. Anstregend war die folkloristische Gruppe, die die Nerven zum Zerreißen anspannte. Aufgelockert wurde das Ganze durch das Vokalensemble Grupe 4’33“. Abends im Wohnmobil konnten wir dann noch Teile des Feuerwerks sehen, das pünktlich um Mitternacht den EU-Beitritt einläutete.

Am nächsten Morgen war ich bereits um 07.00 Uhr wieder hoch und machte ich mich auf den Weg zum Bäcker. Am Backshop auf dem Platz konnte ich dann total überteuerte Brötchen kaufen.

Den Großteil des Tages verbrachten wir relaxend am Platz. Gegen Nachmittag machten sich Elli und Sönke noch einmal auf den Weg in die Stadt, um Mitbringsel zu kaufen. Danach ging Sönke dann los, um sich ein Internetticket zu erwerben. Das hatte er eigentlich schon am Vortag vorgehabt. Als er zurückkam, hatte er von der Rezeption einen Zugangscode erhalten, der für die gesamte Zeit unserer Anwesenheit kostenlos nutzbar war. Das hätte er auch früher haben können.

Zum Abendessen gehen wir in ein Restaurant am Nebeneingang des Platzes. Gemütlich war es nicht, aber das Essen und der Service waren passend. Besonderes Highlight war der Ausschank von Hochprozentigem. In kurzen Abständen kam immer wieder eine Bedienung vorbei und bot Slibowitz, Julischka und andere Schnäpse auf Kosten des Hauses an. Härtten wir jeden Durchlauf mitgemacht, wären wir stark alkoholisiert aus dem Lokal gegangen.

Senj (02.07.2013)

Wir stehen immer früher auf. Diesmal war es bereits 06.45 Uhr als uns die Müllabfuhr weckte. Bei klarem und sonnigem Wetter mache ich mich zum Bäcker auf und bin überrascht, da die Brötchen nun einen neuen, günstigeren Preis haben.

Auf dem Campingplatz macht sich allgemeine Aufbruchstimmung breit. Während wir noch frühstücken, machen sich mehrere Wohnmobile und Gespanne schon auf den Weg. Wir selbst kommen wieder gegen 09.00 Uhr los. Zu meiner Freude reichte der Platz zum Wenden in dem Weg gerade aus, sodass ich nicht gesamte Strecke im Rückwärtsgang zurücklegen musste.

Bevor es von der Insel geht, kaufen wir noch ein. Auch diesmal herrscht kein großartiger Verkehr, sodass wir zügig von der Insel kamen und auf der Küstenstraße Richtung Süden fuhren.

Auf unserer Fahrt in Richtung Senj kommen wir durch eine Sanierungsmaßnahme der Küstenstraße. Die ist recht einfach gehalten. Bauarbeiter regeln den Verkehr, ansonsten fährt man auf dem steinigen Fundament der neuen Asphaltdecke. Und das nicht nur über ein paar hundert Meter, sondern über einige Kilometer. Und auch die Fahrt durch Novi Vinodolski stellte sich so dar.

Gegen Mittag kamen wir in Senj am Autokamp Skver an. Auch hier war die Anfahrt recht schmal gestaltet. Das lag aber an den Strandbesuchern, die die Straße zugeparkt hatten. Auf dem Platz belegten wir einen Stellplatz unter der Steilwand. Ein Platz in der ersten Reihe war für uns zu dieser Zeit nicht frei.

Nachdem wir uns eingerichtet hatten, ging es für Elli und mich erst einmal in das Restaurant am Hafen, das direkt neben dem Autokamp lag, um ein Kaltgetränk zu uns zu nehmen. Der halbe Liter Karlovac war hier für 14 Kuna zu bekommen. Danach relaxten wir bis 17.00 Uhr am Platz, bevor es in die Stadt ging. Sönke hatte zuvor schon den Hafenbereich auf der Suche nach Restaurantangeboten erkundet. Wie wir später feststellten, hatte er dazu fast die komplette Stadt durchquert.

Wir bummelten etwa eineinhalb Stunden durch den Ort und gönnten zum Abschluss erneut ein kaltes Getränk, da es immer noch sehr warm war. Danach machten wir uns auf die Suche nach einem Restaurant für das Abendessen. Da wir bei unserem Stadtbummel schon immer auf die Angebote geschaut hatten, fiel die Konoba Lavlji Dvor in die engere Auswahl.

Auch hier hatten wir wieder einmal Glück mit dem Essen. Es war gut und günstig und der Service war sehr freundlich. Die Pizza, die ich mir gönnte, war so großzügig mit Käse belegt, dass ich den ganzen Abend etwas davon hatte.

Zurück am Wohnmobil nutzen wir den freien WLAN-Zugang und Elli stellt fest, dass ihre Bekannte aus der Kur sich zeitgleich in Bunculuka aufhält. Martina war damit einer Empfehlung von Elli gefolgt. Elli telefonierte dann erst einmal mit ihr und es war schade, dass wir das nicht während unseres Aufenthaltes auf Krk gewusst haben, da man sich dann hätte treffen können.

Tisno / Insel Murter (03.07.2013)

Nach einer Dusche mache ich mich auf den Weg zum Bäcker, der im Stadtzentrum von Senj liegt. Hier wird erstmals überhaupt keine Fremdsprache gesprochen, sodass die Bestellung und Bezahlung etwas mühselig ist, da mein kroatisch nicht ausreichend ist.

Nach dem Frühstück geht es wieder einmal gegen 09.00 Uhr weiter. Wir wollen über die Landstraße Nr. 23 in Richtung Autobahn fahren. Wieder einmal müssen wir dazu das Küstengebirge hinauf fahren und haben dann am Pass eine wunderbaren Ausblick auf Senj und die Inselwelt der Kvarner Bucht.

Danach geht es auf die Autobahn A 1 in Richtung Süden. An der Ausfahrt 20 verlassen wir die Autobahn und folgen der Landstraße Nr. 59 und Nr. 121 die wenigen Kilometer bis zur Insel Murter. Auf der Insel sind wir zunächst auf der Suche nach einer Campingplatz, der uns empfohlen worden war. Da dieser aber nicht ausgeschildert war, machten wir am Campingplatz Jezera Lovisca in der Nähe von Tisno halt.

Es war warm und wir wollten ein Ende unserer Suche haben, sodass auch die Suche nach einem Stellplatz schnell ausfiel. Ich beugte mich letztlich der Wahl von Elli und Sönke, da der Platz Schatten und Meerblick hatte. Der einzige Nachteil war, dass er steil in Richtung Küste abfiel. Dies kompensierten wir aber später, indem wir auf Keile fuhren.

Den Nachmittag verbrachte ich damit, die Aufbautür zu reparieren, da die Schlosshalterung wieder einmal den Geist aufgegeben hatte.

Am frühen Abend ging es dann zu Fuß in den Stadtkern von Tisno. Ein Platznachbar hatte Elli mehrere Restaurants empfohlen. Um diese zu erreichen mussten wir einmal das Hafenbecken umrunden, um dann festzustellen, dass wir die Lokale einfach nicht fanden. Also orientierten wir uns wieder zurück und wurden im innerstädtischen Bereich schnell fündig.

Vom Lokal aus hatten wir einen guten Ausblick auf den Hafen und die Klappbrücke, die die Insel Murter mit dem Festland verbindet.

Nach dem Essen ging es zurück auf den Platz. Auf Grund der horrenden Preise auf diesem Campingplatz verzichteten wir auf einen Barbesuch und verbrachten den Abend an unserem Wohnmobil. Unser abschließendes Fazit zu dem Campingplatz war nicht so gut. Mit rund 60 Euro war er zu teuer. Außerdem war die Insel Murter wohl etwas für PS-Verliebte. Den gesamten Nachmittag hatten wir den Betriebslärm von Quad, Geländemaschinen und Jetski im Ohr. Halt nicht unser Ding.

Seget (04.-07.07.2013)

Gegen 04.00 Uhr morgens werden wir das erste Mal durch Techno-Musik geweckt, die aus Richtung Tisno rüber hämmert. Gegen 07.00 Uhr waren wir dann endgültig wach und ich machte mich nach einer Dusche zum Einkaufsmarkt auf. Auch dieser war das Geld nicht wert, das wir für den Campingplatz berappen mussten. Ich bekam, was wir wollten und nach dem Frühstück, ging Sönke noch eine Runde schwimmen.

Wieder einmal schafften wir es gegen 09.00 Uhr los zu kommen. Diesmal wurde aber nichts aus der ungebremsten Weiterfahrt, da 09.00 Uhr wohl die standardmäßige Öffnungszeit der Klappbrücke war. Wir standen direkt vor dem Lokal, an dem wir am Abend zuvor gegessen hatten, im Stau und warten eine gute halbe Stunde bis die Brücke wieder gesenkt wurde. Dann ging es endlich weiter.

In Vodice folgte noch ein kurzer Stopp am Lidl, um die Vorräte aufzufüllen. Hier haben wir das Gefühl, dass es der einzige Öffnungstag des Marktes ist. Der Laden ist total überfüllt und der Einkauf nimmt mehr Zeit in Anspruch als gedacht. Nachdem dies jedoch erledigt ist, wollen wir idyllisch auf der N8 die Küste entlang fahren. Das führt dazu, dass ich kurzfristig den Navi ausschalten muss, da dieser uns permanent zur Autobahn führen will. Erst hinter Primosten rappelt er sich und zeigt die neue Streckenführung an.

Bereits gegen Mittag treffen wir in Seget ein. An der Ortseinfahrt ist ein leichter Stau auf Grund einer Baustelle. Pfiffig wie ich bin, will ich nicht im Stau stehen und gedenke von der anderen Seite nach Seget hinein zu fahren. Mit dieser Entscheidung nahm ich einen Umweg von gut 20 Kilometern in Kauf. Erst am Flughafen Kastel konnten wir von der N8 wieder abfahren und mussten nun auch noch durch Trogir.

Als wir an der Einfahrt zum Autocamp Seget standen, brach dort etwas Hektik aus. Schnell wollte man uns auf dem Campingplatz haben. Von den gemütlichen, freundlichen Empfängen der Vorjahre keine Spur. Wie sich später herausstellte, war dies dem Umstand geschuldet, dass man die Auffahrt neu asphaltieren wollte und unser dort abgestelltes Wohnmobil nun einmal störte.

Unser Stellplatz Nr. 11 lag wieder in der ersten Reihe zum Meer. Schnell hatten wir uns eingerichtet und genossen den Rest des Tages. Gegen Nachmittag gingen wir auf ein Bier in Richtung Rezeption und schauten den Arbeitern beim Asphaltieren der Auffahrt zu.

Am Abend machen wir uns dann nach Seget auf. Zunächst geht es zum Essen in die Konoba Rico am Hafen. Danach bummeln wir durch die Gässchen und schauen uns die Veränderungen an. Eine davon ist ein neues Lokal, die Konoba Antonio. Als wir uns das Lokal anschauen, kommen wir über die dort herumtollenden Hundewelpen mit dem Wirt ins Gespräch, der uns für den nächsten Abend zu einem Besuch einlädt.

Die folgende Nacht ist ausgesprochen windig, sodass ich mir Gedanken um unsere Markise mache. Dadurch, dass ich durch den Wind geweckt wurde, beobachte ich zwei verdächtige Personen, die über den Campingplatz stromern. Bei uns können sie sich jedoch nicht bedienen, da alles sicher verstaut ist.

Am nächsten Tag geht es nach dem Frühstück zu Fuß in Richtung Trogir. Wir hatten uns vorgenommen von dort mit einem Verkehrsmittel, Bus oder Fähre, nach Split zu fahren. Bereits auf diesem Fußweg merkten wir schon, dass es ein heißer Tag werden würde. Sönke verzögerte unser Vorankommen dann noch einmal kurz, als ihm am Hafen von Seget einfiel, dass er sein Basalinsulin nicht gespritzt hatte und dies noch nachholen musste. Dazu ging es für ihn kurz zum Wohnmobil zurück, während Elli und ich einen Schattenplatz suchten, um auf ihn zu warten.

An der Touristeninformation am Busbahnhof wollten wir uns dann bezüglich der günstigsten Verkehrsanbindung schlau machen. Meine Fragen nach Zeiten und Preisen auf Englisch verstand die Dame hinter dem Fenster sehr wohl, machte aber einfach kehrt und zog sich in einen hinteren Raum zurück, wo sie blieb, bis wir entmutigt aufgaben. Augenscheinlich wollte sie keine touristischen Fragen beantworten, sondern lediglich Zimmer vermitteln.

Wir suchten daraufhin die Touristeninformation im Stadtkern von Trogir auf. Während Elli die nötigen Details erfragte, fanden Sönke und ich einen freien WLAN-Hotspot, an dem wir die nötigen Informationen auf dem Handy updateten. Als Elli dann zurückkehrte, tranken wir ein Cappuccino und besprachen das weitere Vorgehen.

Schnell hatten wir uns für die Fährverbindung entscheiden. Dazu mussten wir zum Hafen, wo der Fähranleger war. Dort angekommen, war eine halbe Stunde vor Abfahrt erst ein weiteres Pärchen vor Ort. Ich beschloss noch kurz eine Getränkeflasche in einem nahen Supermarkt zu kaufen. Als ich wieder herauskam, war der Fähranleger voll und die Fähre machte bereits fest. Trotz des großen Andrangs schafften wir noch einen Platz auf dem Oberdeck zu erwischen.

Nach der ersten halben Stunde Fahrzeit machten wir uns dann auf den Weg nach unten, um einen etwas schattigeren Platz zu erlangen. Elli zog sich sogar in die Kabine zurück, während Sönke und ich am Heck ein Plätzchen fanden.

Nach knapp einer Stunde Fahrzeit kamen wir am Hafen, direkt an der Innenstadt, an. Sofort machten wir uns auf unsere Sightseeingtour. Schnell mussten wir jedoch feststellen, dass unser Wissen aus dem vorherigen Besuch nicht ausreichte, um sich vernünftig zu orientieren. Wir machten uns also wieder einmal auf die Suche nach einer Touristeninformation wund wurden auf dem zentralen Platz Peristyl fündig.

Danach ging es durch die Gassen der Altstadt. Ein kurzer Abstecher auf den Grünen Markt weckte zwar unsere Erinnerungen an den letzten Besuch, führte aber nicht zum Auffinden eines gemütlichen Lokals, das wir suchten, um etwas zu trinken. Wir wurden letztlich auf der Plaza Carrarina fündig. Nach einer kurzen Pause folgte der nordwestliche Teil. Nachdem dieser zur Genüge abgegangen ist, gingen wir auf die Pjaca, wo sich Elli und Sönke zunächst einen kleinen Mittagssnack in Form einer Pizza und danach ein Eis gönnten. Danach geht es durch die Gassen der südwestlichen Altstadt wieder zum Peristyl und dann durch die Katakomben des Diokletianpalast wieder in Richtung Hafenpromenade.

An der Hafenpromenade kauften wir dann die ersten Postkarten und suchten uns ein Lokal, wo wir diese gleich schreiben konnten und zeitgleich die Wartezeit bis zur Abfahrt der Fähre überbrücken konnten. Als dann die Abfahrtzeit näher rückte, machten wir uns zum Fähranleger auf. Es war das gleiche Spiel wie bei der Hinfahrt. Erst war keiner da. Dann wurden es immer mehr, sodass sich die Ersten schon Gedanken machten, ob alle auf die Fähre passten. Als diese dann eintraf, machte sie auch noch an einem anderen Liegeplatz fest. Schnell zeigte sich wieder unsere Ellbogengesellschaft. Für mich war es ein Wunder, das keine Kleinkinder auf dem Weg in eine günstige Ausgangsposition ins Wasser geschubst wurden. Letztlich kamen doch alle mit.

In Trogir angekommen, mussten wir erneut in dem Supermarkt eine Flasche Wasser kaufen, da uns die heiße Fährfahrt alles abverlangt hatte. Mit der Flasche in der Hand ging es über die Brücke. Elli ging dann auf der Brücke der Deckel verloren und der fiel, wie sollte es auch anders sein, ins Wasser und war für uns verloren. Die Flasche musste also schnell ausgetrunken werden.

Am Hafen beschlossen wir dann, das Fährboot nach Seget zu nehmen, da es zu heiß war, um zu Fuß zu gehen. Wir arbeiteten uns am Kai entlang, das von Ausflugsschiffen bevölkert ist. Unmittelbar vor dem Kastell ist dann der verlegte Abfahrtpunkt für die Fähren. Schnell finden wir ein Boot, das uns nach Seget bringt. Als wir dort eintreffen, geht es erst einmal zur Abkühlung ins Wasser. Danach relaxen wir am Platz.

Gegen 19.30 Uhr machen wir uns dann auf den Weg zur Konoba Antonio. An der Eingangstür stellen wir fest, dass diese abgeschlossen ist. Als wir an ihr rütteln, wird uns geöffnet und wir können auf dem Innenhof an einem Tisch Platz nehmen. Mit uns sind noch zwei Ehepaare in dem Lokal. Damit sind auch schon alle vorhandenen Sitzplätze belegt.

Der Service durch Antonio ist freundlich, aber er ist nicht der schnellste. Schnell wird uns klar, dass der Abend etwas länger dauern wird. So wird es dann auch. Bis wir das Essen erhalten dauert es gut eine Stunde. Das ist dann aber sehr gut. Alles ist frisch zubereitet und auch die Pommes sind selbst gemacht. Am Ende dann noch die obligatorische Runde Verdauungsschnaps, wobei diesmal die Flasche einfach zur Selbstbedienung auf unserem Tisch stehen gelassen wird. Insgesamt zahlten wir am Ende für Vorspeisen, Salate, Hauptgerichte, Getränke und reichlich Selbstgebrannten 320 Kuna.

Auf dem Rückweg zum Autocamp entdeckten wir noch etwas, was wir bis dato nicht gesehen hatten. Die Olivenbäume in den Vorgärten waren überzogen mit Schnecken. Den Grund konnten wir uns nicht erklären.

Der folgende Tag war ein reiner Relaxtag. Nach den Anstrengungen des Vortages hatten wir uns diesen auf jeden Fall verdient. Nur am Abend mussten wir uns noch einmal abstimmen. Wir hatten eine neuerliche Einladung in die Konoba Antonio. Da es aber doch sehr zeitaufwendig war, dort zu essen, entscheiden wir uns dagegen und suchten erneut die Konoba Rico zum Abendessen auf.

Prapatno (07.07.2913)

Sonnig und drückend warm startete der folgende Tag. Beim Frühstück erfolgte erste einmal eine abgespeckte Bescherungsaktion, da Sönke Geburtstag hatte. Danach geht es über die Küstenstraße in Richtung Süden. Als Ziel hatten wir uns die Halbinsel Peljesac ausgesucht.

Gegen Mittag fahren wir die kurze Passage durch Bosnien-Herzegowina bevor es unmittelbar danach auf die Halbinsel abgeht. In Ston halten wir kurz, um die längste Festungsmauer Europas zu bestaunen, die den Zugang zur Halbinsel Peljesac kontrollierte.

Im Campingführer hatte Elli den Campingplatz Prapatno gefunden. Dank Navi fanden wir diesen auch schnell. Bereits auf der Anfahrt stellten wir fest, dass in unmittelbarer Nähe keine Ortschaft war. Auch eine Nachfrage an der Rezeption führte nicht weiter. Auf dem Campingplatz war freie Stellplatzwahl angesagt und schnell hatten wir uns mit Blick auf die Bucht eingerichtet.

Danach ging es erst einmal zum Strand ins Wasser. Zu unserer Überraschung war hier tatsächlich ein Sandstrand vorhanden. Dieser war anscheinend nicht nur aufgeschüttet, sondern erstreckte sich im Wasser weiter, sodass wir auf Schwimmschuhe verzichten konnten.

Am Platz kamen wir dann mit unseren Nachbarn aus Nienburg ins Gespräch. Denen zu Folge, war an einen Gang in eine Ortschaft nicht zu denken. Essengehen konnte man auf dem Restaurant am Platz oder auf zu einem Restaurant Bella Vista, die am Berghang oberhalb des Platzes lag. Um zu dieser zu gelangen, musste man allerdings an der Straße entlang gehen. Ein wichtiger Hinweis, der dann für das lokal Bella Vista sprach war, dass man ein kostenfreies Taxi bestellen konnte, das einen den Berg hinauf bringt. das war dann auch unser Plan. Ich bat an der Rezeption die Nummer anzurufen. Man tat es, wenn auch nicht gerne, da man selbst ein Restaurant auf dem Platz habe, wie man uns mitteilte. Später erfuhren wir, dass unsere Platznachbarn den gleichen Plan hatten. Hier wurde durch die Rezeption den Anruf abgelehnt, weshalb sie dann zu Fuß gingen.

Als der Taxifahrer kam, war es eine kurze Fahrt zum Restaurant. Der Fahrer selbst setzte sich dann auch gleich wieder an Tresen und trank weiter. Aber darüber machten wir uns keine Gedanken. Wir suchten uns einen Platz auf der Außenterrasse und stellten fest, dass der Name des Restaurants zutreffend war.

Man hatte einen wunderbaren Ausblick über die Bucht und konnte auf die Insel Mljet schauen. Außerdem konnte man die letzte Fähre des Tages in die Bucht einfahren sehen.

Das Essen war gut, reichhaltig und günstig. Nach dem Essen machten wir uns auf den Rückweg. Diesmal sollte es jedoch zu Fuß0 den Berg hinab gehen. Wir wollten den Fahrer nicht von seinem Drink wegreißen. Nach einem Fußmarsch von weniger als einer halben Stunde waren wir wieder auf dem Campingplatz.

Mlini (08.07.2013)

Am Morgen holte ich in dem kleinen Markt am Platz Brötchen. Es waren die letzten, die zu erwerben waren, obwohl der Markt gerade mal eine halbe Stunde geöffnet hatte und es erst 07.00 Uhr morgens war. Nach dem Frühstück machten wir uns auf die kurze Etappe in Richtung Dubrovnik.

Unmittelbar vor Dubrovnik kam es zum obligatorischen Fotostopp vor der Brücke mit Blick in den neuen Hafen.

Nachdem wir Dubrovnik durchfahren hatten, bot sich erneut die Gelegenheit für einen Fotostopp. Diesmal konnte man wunderbar auf die Altstadt schauen.

Von hier aus ging es bis Mlini, wo wir ein kleines Autocamp herausgesucht hatten, auf dem wir stehen wollten. Bei dem ersten Versuch fuhren wir an der Einfahrt des Autocamp Kate vorbei. Nachdem ich gewendet hatte, konnte ich die Zufahrt auch sehen und wir hielten an der Rezeption. Das Camp war wirklich übersichtlich. Schnell fanden wir einen Stellplatz, mussten aber diverse Male rangieren bis wir richtig standen. Unser Stellplatz lag in unmittelbarer Nähe zum Waschhaus und ließ, entgegen einigen anderen, wenigstens Schatten erwarten.

An der Rezeption hatte Elli in Erfahrung gebracht, dass das Fährboot nach Dubrovnik um 11.00 Uhr gehen sollte. Um 10.42 Uhr kamen wir los und mussten noch die Treppe bis zum Hafen hinuntergehen. Als wir uns hier orientierten, wurden wir auf eine andere Fährmöglichkeit angesprochen. Diese war zwar günstiger, aber ein schneller Blick auf den Flyer verriet uns, dass die Abfahrtszeiten nicht so moderat waren und man zudem eine Inselrundfahrt mitmachen musste. Wir verblieben also beim alten Anbieter und konnten gerade noch Tickets kaufen, bevor die Fähre auch schon wieder ablegte.

Die Fahrt mit der Fähre war erfrischend. Zudem konnte man die gesamte Zeit die Küste bewundern. Einziger Wermutstropfen war eine offensichtlich verlassene Hotelanlage, an der noch die Folgen des Krieges zu sehen waren.

Gegen 12.00 Uhr trafen wir am Hafen, direkt in der Altstadt von Dubrovnik, ein. Wir machten uns sofort an die Stadtbesichtigung, hatten aber bereits nach kurzer Zeit das Bedürfnis etwas zu trinken. Da unsere Meinungen über Getränk und Essen an diesem Tag nicht so einfach deckungsgleich zu bekommen waren, dauerte es einige Zeit, bis wir in einer der Gassen der Altstadt eine Pizzeria gefunden hatten, die uns gefiel. Hier sei angemerkt, dass in dieser kleinen Gasse etwa fünf Pizzerien waren, die alle unterschiedliche Preise hatten. Dies konnte man feststellen, weil alle ihre Karte offen ausliegen hatten.

Nach dem Essen ging es dann mit unserem Stadtrundgang weiter. Trotz der Hitze schafften wir es wieder einmal möglichst viele interessante Orte abzugehen. Elli suchte auch einige Kirchen auf. Die Zeit, die sie in diesen verbrachte, nutzte ich, indem ich mich ausruhte.

Nach etwas über zwei Stunden Sightseeing bei knapp 35 Grad Celsius kamen wir zufällig wieder am Hafen an. Da unsere Fähre gerade wieder einlief und wir uns nicht vorstellen konnten, weiter durch die Stadt zu laufen, bestiegen wir kurz entschlossen das Boot und fuhren zurück.

Als wir in Mlini ankamen, konnten wir das erste Mal in Ruhe einen Blick auf den idyllischen Ort werfen.

Hiernach machten wir uns an den Aufstieg zum Campingplatz. Es war steiler als wir dachten und die Hitze trug auch ihren Teil dazu bei, dass wir total fertig und verschwitzt am Autocamp ankamen. Nach dieser Erfahrung hatte sich auch ein neuerlicher Abstieg für uns erledigt, dass wir uns das kein zweites Mal antun wollten. Nach einer erfrischenden Dusche verblieben wir am Platz.

Am späten Nachmittag mache ich mich dann noch einmal auf den Weg zum Einkaufen, da wir uns dazu entschlossen hatten am heutigen Abend zu grillen. Nachdem ich mich an der Rezeption schlau gemacht hatte, machte ich mich auf den kurzen Fußmarsch, der allerdings direkt an der Hauptstraße entlang führte. Und das alles ohne Gehweg, kein angenehmes Gefühl.

Abends warfen wir dann den Grill an. Damit nebelten wir erst einmal kurz unsere niederländischen Platznachbarn ein, die gerade die Fenster ihres Wohnwagens geöffnet hatten. Die sahen es aber ganz locker.

Wir hatten gerade die erste Portion vom Grill genommen, als es zu regnen anfing. Wir grillten dann unter der Markise weiter und als wir fertig waren, hatte es auch zu regnen aufgehört. Damit setzte aber der Wind ein, sodass wir den Rest des Abends lieber auf die Markise verzichteten.

Novigrad / Dalmatien (09.07.2013)

Bereits um 07.00 Uhr geht es zum Waschen und ich mache mich anschließend wieder auf den Weg zum Mini-Markt. Morgens scheint es mir noch gefährlicher, da die Autofahrer unaufmerksamer sind und nun auch wesentlich mehr Schwerlastverkehr über die Straße fährt. Nach dem Frühstück nutzen wir noch schnell den Frischwasseranschluss am Platz, um unseren Wassertank zu füllen, nachdem wir am Abend zuvor in kleinen Etappen den abgestandenen Wasserrest abgelassen hatten.

Über die N8 geht es wieder in Richtung Norden. Ein konkretes Ziel haben wir noch nicht und wollen uns diese erst unterwegs heraussuchen, wenn wir feststellen, dass wir keine Lust mehr zum Fahren haben.

In Neum, in Bosnien-Herzegowina, nutzen wir den günstigen Wechselkurs, um zu tanken. Bei einem Kurs Euro – BAM von etwa 0,51 konnten wir für etwa 1.13 Euro den Liter recht günstig tanken. Auch die Zigaretten waren mit umgerechnet 1.35 Euro ausgesprochen günstig. Das merkten wir allerdings erst, als wir bereits wieder in Kroatien waren.

In Ploce wollten wir dann einen neuerlichen Versuch mit der Autobahn A1 wagen. Bei unserer Tour 2009 war diese zwar ausgeschildert, aber noch nicht fertig. Wir hofften 4 Jahre später Glück zu haben. Es fing auch wieder vielversprechend an, doch nach dem ersten Tunnel war Schluss. Wieder ging es über Nebenstrecken an den Baustellen der Autobahn vorbei. Die Strecke kam uns sogar ausgesprochen bekannt vor. Wermutstropfen war jedoch, dass wir bereits bei Vrgorac auf die bis dahin fertiggestellte Autobahn auffahren konnten.

Danach folgte eine recht eintönige Fahrt in Richtung Norden. Diese Eintönigkeit wurde lediglich durch einige kurze Regengüsse unterbrochen, die sich mittlerweile eingestellt hatten. Auf Höhe von Split machten wir dann kurz Pause, um uns über unser weiteres Ziel klar zu werden. Schnell einigten wir uns auf die Stadt Novigrad, wo ein kleiner Campingplatz sein sollte.

Die Anfahrt auf Novigrad stellte sich als nicht so einfach heraus. Zum einen gab der Navi wieder einmal alles und führte uns die tollsten Strecken entlang. So wollte er einmal die Serpentinen über einen Feldweg einfach abkürzen. Ökonomisch ist das nicht gerade. Weiterhin wechselte er immer wieder die Streckenführung. Und um es für uns total unübersichtlich zu machen war die Ortschaft Benkovac eine einzige großer Baustelle mit diversen Umleitungen. Allerdings waren wir augenscheinlich die einzigen, die sich an das Verbot der Einfahrt hielten. Alle anderen schienen einfach durch die Baustellen zu fahren.

Nach einem Umweg von etwa einer halben Stunde kamen wir in Novigrad an und hatten gleich einen wunderbaren Blick auf den kleinen Hafenort.

Zum Campingplatz Adria sol mussten wir am Hafen durch die Stadt hindurch fahren. Dort trafen wir um 15.00 Uhr ein und standen vor einer verschlossenen Schranke. Es war kein Hinweis auf das Check Inn zu finden und die Klingel schien auch nicht zu funktionieren. Badegäste, die sich in der Nähe aufhielten, konnten uns auch nicht weiterhelfen, sodass Elli in ein nahes Hotel ging, um nachzufragen. Mit den dort erlangten Informationen ging sie auf den Campingplatz, wo sich die Rezeption befand, während ich am Wohnmobil verblieb. Mit einmal öffnete sich die Schranke, blieb kurze Zeit offen und schloss sich wieder. Dieses Spielchen wiederholte sich mehrmals, aber immer so knapp, dass ich nicht durchfahren wollte. Als dann Sönke zurückkam, blieb sie länger offen, sodass wir einfahren konnten.

Auf dem Platz wählten wir den Stellplatz B 24 aus und verzichteten auf einen teureren Stellplatz direkt am Wasser, da das Wetter eh nicht vielversprechend aussah. Den Rest des Nachmittags verbrachten wir am Wohnmobil und der Bar des Campingplatzes, bevor es am frühen Abend in den Fischerort zum Essen ging. Viele Restaurants wurden uns nicht geboten, sodass unsere Wahl auf die Konoba Mika fiel. Hierzu mussten wir in ein Mehrfamilienhaus in der zweiten Reihe aufsteigen, wo sich in der oberen Etage die Konoba fand, die mit einer Außenterrasse in den Hang hinein gebaut war. Die Einrichtung war spartanisch, das Essen und der Ausblick auf den Hafen aber sehr gut.

So gesättigt ging es auf den Platz zurück, wo wir den Abend in der Bar ausklingen ließen.

Senj (10.07.2013)

Bei unserer Abfahrt am Folgetag eröffnete uns die Rezeption, dass nur bar bezahlt werden könnte. Wir kratzten unsere letzten Kuna zusammen, um diesem Wunsch nachzukommen.

Danach sollte es wieder auf die N8 gehen, um die Küstenstraße weiter in Richtung Norden zu fahren. Leider spielte der Navi wieder einmal nicht mit, sodass wir auf die gute alte Karte zurückgriffen und uns über abenteuerliche Nebenstraßen bis Posedarfje und dann weiter nach Starigrad navigierten.

In Starigrad kam kurz die Idee auf, an einem der dortigen Campingplätze zu halten, um  den Nationalpark Paklenica zu besuchen. Da uns aber die Barmittel fehlten und ein Geldautomat nicht zu finden war, nahmen wir davon Abstand. Es ging dann über die N8 weiter in Richtung Norden. Hier war die Küstenstraße anspruchsvoll. Enge Kurven, Steigungen und Geschwindigkeitsbegrenzungen machten gerade einmal eine Durchschnittsgeschwindigkeit von knapp 40 km/h möglich. Erst kurz vor Senj wurde die Strecke angenehmer.

Da es wieder einmal sehr warm war, beschlossen wir den Rest des Tages noch einmal auf dem Autokamp Skver zu stehen. Da wir recht früh ankamen, wählten wir zunächst einen Stellplatz in der ersten Reihe. Der von mir ausgewählte war Elli nicht recht, sodass wir kurz umzogen. Als wir dann endlich standen, ging es erst einmal ins Wasser. Mit dem Fortschreiten des Tages wurde auch der Platz immer voller. So kam es, dass wir Nachbarn bekamen, die sich wirklich bis auf knapp einen Meter an unser Wohnmobil stellten. Um das Ganze noch zu toppen, wurde auch noch eine Klimaanlage angeschaltet. Als dies war ausschlaggebend, dass wir uns noch einmal umstellten und wieder unter die Steilwand zogen. Hier hatten wir mehr Platz und mehr Ruhe. Der Blick aufs Meer war trotzdem vorhanden.

Gegen Abend ging es dann noch einmal in die Konoba Lavlji Dvor zum Abendessen. Der Service war zwar wieder sehr freundlich, das Essen aber nicht so gut wie beim ersten Mal. Vielleicht hätten wir doch ein anderes Restaurant ausprobieren sollen. Nach dem Essen gönnen wir uns erneut ein Getränk auf der lebhaften Plaza von Senj.

Das Abendprogramm bestand diesmal aus Beachball. Eigentlich wollten wir Federball spielen, mussten jedoch feststellen, dass wir keine Federbälle eingepackt hatten. Beachball war auch okay. Leider ließ sich Sönke nicht zu einem engagierten Spiel hinreißen.

Novigrad / Istrien (11.-13.07.2013)

Wir sind bereits um 06.30 Uhr wach und ich gehe nach einer kurzen Dusche zum Bäcker. Da wir für die eine Übernachtung nicht sonderlich viel ausgeladen hatten, waren wir bereits sehr früh zur Abfahrt bereit. Leider hatten wir vergessen am Vorabend zu zahlen, sodass wir erst einmal die halbe Stunde bis zur Öffnung der Rezeption warten musste. Einzig Sönke störte das nicht, da er so noch einmal ungestört im Internet unterwegs sein konnte.

Die Fahrt nach Istrien verlief ereignislos. Wir unterhielten uns unterwegs über die Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Campingplätze, die in unsere nähere Auswahl gekommen waren. Letztlich einigten wir uns darauf, zunächst den Campingplatz Sirena in Novigrad anzufahren, wo wir gegen 13.00 Uhr eintrafen.

Sönke und Elli machten sich ans Check Inn und erhielten eine Auswahl an Stellplätzen, die sie abgingen. Da der richtige nicht dabei war, wurde noch einmal an der Rezeption nachgefragt und man gab uns einen in Wassernähe. Der Stellplatz Nr. 70 kostete uns etwa 50 Euro für die Nacht. Er war komplett mit Kies planiert und auch nicht sonderlich groß. Allerdings verfügte er über ausreichend Schatten. Mit einer Belegung des Platzes hatte augenscheinlich keiner gerechnet, da unsere Platznachbarn diesen erst einmal von ihren Gegenständen befreien mussten.

Wieder ging es erst einmal in die Strandbar, nachdem wir uns eingerichtet hatten. Danach verbrachten wir die Zeit am Platz und im Meer. Gegen 18.00 Uhr ging es dann zu einem Restaurant auf dem Campingplatz. Hier setzte sich unser bereits gesammelter Eindruck fort – alles war etwas teurer. So kostete ein großes Bier auf dem Platz nun 24 Kuna und die Spaghetti Bolognese zum Abendessen war nicht nur teuer, sondern auch eine dürftige Portion.

Nach dem Abendessen bummelten wir noch etwas am Strand entlang. Den Steinbruch neben dem Campingplatz hatten wir den ganzen Tag über bereits gehört. Gestört hat er allerdings nicht sonderlich. Jetzt sahen wir auch das Schiff, das beladen worden war, wie es ablegte und hegten die Hoffnung, dass der nächste Tag ruhiger werden würde. Hier wurden wir leider enttäuscht, da am nächsten Morgen bereits der nächste Frachter festmachte.

Den Abend verbrachten wir dann auf Sönkes Wunsch hin wieder mit der ein oder anderen Partie Romme. In der Gesamtaddition gewann dann erstmals Sönke, da er im letzten Spiel einen Romme Hand hinlegte.

Am nächsten Morgen schlief Sönke erst einmal aus und stand auf, als wir bereits mit dem Frühstück fertig waren. Danach verbrachten wir den Tag in aller Gemütlichkeit auf dem Platz. Interessanterweise waren hier die Möwen noch zutraulicher als bisher erlebt. Sie ließen sich direkt am Platz füttern und kamen auch regelmäßig auf der Suche nach einer Futterquelle vorbei. Scheu zeigten sie dabei nicht.

Gegen 18.00 Uhr machten wir uns dann auf den kurzen Fußmarsch in die Stadt. Novigrad ist eine schöne, kleine Hafenstadt, deren Straßen schnell abgegangen waren. Nach dem Sightseeing suchten wir uns ein Restaurant mit Meerblick, um unser Abendessen zu uns zu nehmen.

Danach ging es wieder zum Campingplatz zurück. Da es in der Strandbar Livemusik gab, suchten wir diese noch auf und gönnten uns einen abschließenden Drink. Elli war eine der wenigen Zuhörer, die die Musiker immer wieder mit Applaus für ihre Musikdarbietungen honorierte.

Am Platz zurück hatte sich der Himmel mittlerweile zugezogen. Gewitterwolken hatten sich zusammengebraut und es fing schon an zu blitzen.

Regen blieb allerdings aus. Nur der erfrischende Windhauch, der mit dem Gewitter einherging, war angenehm.

München (13.-15.07.2013)

Am nächsten Tag stand unsere Rückreise an. Elli hatte bereits am Vortag bezahlt. Zuvor mussten wir noch die Sackgasse von unserem Stellplatz im Rückwärtsgang zurücklegen, um zur Entsorgung zu kommen. Nachdem dies erledigt war, fuhren wir um 09.15 Uhr vom Platz. Bei der Fahrt zur Hauptstraße fuhren wir an drei Wohnwagengespannen vorbei, die noch am Fahrbahnrand warteten. Diese trafen wir auf unserem Heimweg immer mal wieder.

Kurz vor der Grenze zwischen Kroatien und Slowenien endet die Autobahn und hier fing dann auch der erste nennenswerte Stau an, der sich bis zur Grenze hinzog. Danach ging es bis etwa 4 Kilometer vor die Stadtgrenze von Koper wieder flüssig weiter, bevor wir auf den nächsten Stau trafen. Nachdem wir auch diesen hinter uns gelassen hatten, ging es ohne weitere Verkehrsstörungen weiter.

In Jesenice / Slowenien tankten wir noch einmal, um nicht wieder für teures Geld in Österreich den Tank füllen zu müssen. Diesen Stopp nutzten wir auch gleich, um uns ein Mittagessen zu gönnen. Danach ging es weiter nach Österreich. Auch hier lief wieder alles sehr gut. Keine einzige Verkehrsstörung. Sogar die Warteschlangen vor den Tunneldurchfahrten fehlten, sodass wir bereits gegen 15.00 Uhr in Flachau waren. Eigentlich wollten wir hier an Jausenstation Schauphof übernachten. Da es aber sehr früh am Tag war, beschlossen wir die verbleibende Zeit zu nutzen und noch etwas weiter zu fahren.

Schnell war als nächstes Ziel München ausgemacht, da wir die Stadt eh noch besichtigen wollten. Elli suchte einen Campingplatz raus und rief diesen an, um die Belegung zu erfragen. Den Campingplatz Thalkirchen in München erreichten wir fast problemlos.

Der Check Inn war schnell gemacht und ein Angestellter wies uns den Weg zu unserem Stellplatz, indem er mit seinem Motorroller vorweg fuhr. Danach orientierten wir uns erst einmal auf dem Gelände und mussten schnell feststellen, dass es zum einen sehr voll war und zweitens hier alles zu Geld gemacht wurde. Jeder Tropfen warmes Wasser musste bezahlt werden und selbst für einen Übersichtsplan musste man Geld bezahlen.

Für den Campingplatzaufenthalt erhielt man jedoch einen Gutschein für den Gasthof Hinterbrühl. Dieser lag nur einige wenige hundert Meter vom Campingplatz entfernt, sodass wir ihn zum Abendessen aufsuchen wollten.

Bei unserem Gang dorthin fielen uns an einer nahen Brücke jedoch die vielen Schaulustigen auf und wir mussten unsere Neugier befriedigen und auch nachschauen. So wurden wir Zeuge von einigen Jugendlichen, die ein Wehr im Ländkanal zum Surfen nutzten.

Im Gasthof Hinterbrühl angekommen, setzten wir uns in den Biergarten und genossen ein sehr gutes, wenn auch nicht gerade billiges Abendessen.

Obwohl der nächste Tag ein Sonntag war, ging es schon wieder sehr früh hoch. Voran dies lag, ob es der beginnende Abfahrtsverkehr oder das warme Wetter war, kann nicht gesagt werden. Nach dem Frühstück laden wir die Fahrräder ab und machen uns auf den Weg in die Innenstadt zum Sightseeing.

Zunächst geht es auf dem Isarradweg die etwa fünf Kilometer bis zum Maximilianeum entlang. Von dort folgen wir der Maximilianstraße bis zum Max-Joseph-Platz mit der Residenz und dem Residenztheater. Hier schließen wir uns Fahrräder an und machen uns zu Fuß auf den weiteren Weg.

Über die Dienerstraße geht es zum Marienplatz. Hier beginnt gerade der Christopher-Street-Day. Getränke werden aber leider noch nicht ausgeschenkt. Wir warten auf das Glockenspiel um 11.00 Uhr und Elli nutzt die Zeit, um an der nahen Touristeninformation eine Broschüre mit den Sehenswürdigkeiten zu besorgen.

Nach dem Glockenspiel geht es über den Alten Hof zum Hofbräuhaus. Von dort aus dann über die Gassen der Innenstadt zum Viktualienmarkt. Da es mittlerweile Mittagszeit war, gönnten wir uns im dortigen Biergarten einen Snack.

Danach ging es wieder zurück in die Fußgängerzone und über den Stachus / Karlsplatz ging es zur Frauenkirche.

Nachdem wir uns im Schatten der Frauenkirche einen Kaffee gegönnt hatten, ging es in Richtung Feldherrnhalle weiter. Hier trafen wir dann auf das nächste Straßenfest. Diesmal war es das Fest zur bayrisch-griechischen Freundschaft mit Gesangsdarbietungen und allerlei Genussständen. Über die Residenz ging es dann wieder zurück zu den Fahrrädern. Da wir mittlerweile von der Innenstadt genug gesehen hatten, machten wir uns mit den Fahrrädern auf den Weg in Richtung Englischer Garten. Dazu ging es durch den Hofgarten und an der Staatskanzlei und Japanischem Teehaus vorbei.

Im Englischen Garten selbst überraschte uns die Größe dann doch. Und auch die Massen an Menschen, die hier unterwegs waren. Wir kämpften uns bis zum Chinesischen Turm durch und setzten uns dort noch einmal in den Biergarten, um den aufkommenden Durst zu löschen. Auch hier waren wieder Musikdarbietungen, diesmal allerdings traditionell bayrisch, zu genießen.

Nachdem wir uns lange genug ausgeruht hatten, ging es noch einmal an den Eisbach, um die dortigen Isarsurfer zu betrachten. Danach ging es am Isarradweg entlang zum Campingplatz zurück. Hier angekommen, gönnen wir uns erst einmal eine Dusche und relaxen etwas, bevor es am frühen Abend noch einmal zum Gasthof Hinterbrühl zum Abendessen geht. Diesmal erhalten wir einen  Platz mit Blick auf den Ländkanal und den Hinterbrühler See. Da das Lokal sich zusehends füllt, sperren wir uns auch nicht, dass sich noch ein Pärchen zu uns setzt, da wir ausreichend Platz an dem Tisch haben.

Nach dem wieder einmal gutem Essen geht es zurück zum Campingplatz. Hier stellt sich in den späten Abendstunden noch ein Highlight ein. Kurz vor Toresschluss erscheint noch ein Wohnmobil und erhält den Stellplatz neben uns zugewiesen. Die beiden Frauen machen es komplizierter als es ist. Zunächst dauert das Einparken seine Zeit. Danach machen sie sich erst einmal mit dem Wohnmobil vertraut, vergessen aber Strom anzuschließen und wundern sich, warum der Kühlschrank nicht funktioniert. Als sie dann aber alles soweit geklärt haben, kehrt auch langsam Ruhe auf dem Platz ein.

Rückreise (15.07.2013)

Der Rückreisetag beginnt bereits um 06.45 Uhr. Nachdem wir gefrühstückt hatten, ging es auch gleich los. Wir entschlossen uns zunächst dem Navi zu folgen. Dieser Entschluss hielt bis zur ersten großen Kreuzung. Hier stellten wir fest, dass er uns durch Innenstadt führen wollte und wechselten auf den Cityring. Die Fahrt über den Cityring bot uns auch die Gelegenheit, die unterschiedlichen Dieselpreise an den Tankstellen zu studieren.

Nachdem wir München hinter uns gelassen hatten, ging es zunächst noch einmal nach Herzogenaurach, wo wir einen Stopp am Adidas-Outletcenter einlegen wollten. Einziges Manko zu dieser Zeit – unser Tank war leer. Bereits vor der Autobahnabfahrt, war dies durch die entsprechende Kontrollleuchte angezeigt worden. Auf der Fahrt zum Outletcenter fand sich keine Tankstelle, sodass wir erst einmal unseren Besuch dort absolvierten, bevor es an die Suche nach einer Tankstelle ging. Diesen fanden wir dann mit Hilfe des Navi an der Erlangener Straße in Herzogenaurach.

Nach dem Tanken machten wir noch einen kurzen Stopp an einem nahen Einkaufsmarkt und kauften für unser Mittagessen ein. Danach sollte es über den nächsten Ort wieder in Richtung Autobahn gehen. Auch hier blieb uns unser Glück wieder treu. In der Ortschaft gab es eine Baustelle und wir mussten wieder einmal einen Umweg fahren, um unser Ziel zu erreichen.

Letztlich kamen wir mit einem kleinen Umweg auf der Autobahn an und nutzten gleich den ersten Parkplatz um eine Mittagsrast zu machen. Danach wurden nur noch die Kilometer bis nach Hause abgerissen, wo wir am späten Nachmittag ankamen.

Fahrradtour in der östlichen Heide

Hermannsburg

(01.06.2013 – 07.06.2013)

Samstag 01.06.2013

Nachdem Ansgar und ich uns auf der Fahrt zu einem Doppelkopftermin besprochen hatten, holte er mich am Samstag gegen 12.00 Uhr ab. Lars konnte diesmal leider nicht mit dabei sein, da sein Arbeitgeber seine Anwesenheit einforderte.

Die Anfahrt nach Hermannsburg verlief ereignislos. Lediglich in Celle wichen wir von der vorgegebenen Route ab, um noch Geld abzuheben. Mein Weg zur einer Bank im Cash Pool-Verband führte uns einmal um die Celler Innenstadt. Auf dem Weg zurück zur eigentlichen Strecke kamen war dann direkt an einer Sparda-Bank vorbei, die auch vorher streckengünstiger zu erreichen gewesen wäre. Ließ sich halt nicht ändern. Wir nahmen es locker.

Gegen 14.00 Uhr trafen wir an der Ferienwohnung ein und wurden von der Vermieterin herzlich empfangen. Sie zeigte uns gleich die Wohnung, sodass wir unmittelbar danach einräumen konnten. Nachdem die Zimmerverteilung erledigt war, ging es noch kurz zum Einkaufen in einen nahen Netto-Markt. Danach nutzten wir die Anwesenheit im Zentrum von Hermannsburg, wenn man es nennen mag, und machten noch einen kurzen Bummel durch die Straßen, um uns nach Restaurants und Einkaufsmöglichkeiten umzuschauen.

Nach einem kleinen Eis in einer italienischen Eisdiele ging es in die Ferienwohnung zurück. Hier relaxten wir erst einmal, machten uns eine Pizza und gönnten uns das DFB-Pokalfinale im Fernsehen. Bayern München gewann gegen den VfB Stuttgart mit 3:2 und schaffte als erste deutsche Männermannschaft das Triple.

Sonntag, 02.06.2013

Nachdem ich beim Bäcker Brötchen besorgt hatte, frühstückten wir erst einmal in Ruhe. Irritiert hatte mich bis dahin nur, dass bei meiner Fahrt zum Bäcker alle Türen und Fenster der Wohnung und des Arbeitsbereiches unseres Vermieters offen gestanden haben. Augenscheinlich scheint es sich bei unserer Ferienwohnung um einen Ort abseits jeglicher Kriminalität zu handeln.

Nach dem Frühstück war es dann soweit. Die erste Tour stand an. Das Wetter war bedeckt und man konnte nicht sagen, ob es zu regnen beginnen würde. Dem entsprechend waren wir mit Regenjacke und langen Sachen unterwegs.

Zunächst ging es in Richtung Unterlüß. Nach dem Waldbad ging es nach rechts in die Südheide. Wir folgten dem ausgeschilderten Fahrradweg durch die Waldlandschaft. Nachdem wir so einige Kilometer zurückgelegt hatten, beschlossen wir von der angedachten Route abzuweichen und einen Abstecher zum Mahnmal in Eschede zu machen. Die Strecke führte uns in Richtung Stackshorn und wurde lediglich durch das immer wiederkehrende Öffnen der Wildschutztore unterbrochen. Trotz aller Bemühungen auf der Strecke zu bleiben, hatten wir dann doch Probleme uns zu orientieren und landeten letztlich in Rebberlah, wo wir nicht hin wollten. Aber auch von hier kamen wir zum Mahnmal und nahmen den vier Kilometer langen Abstecher in Kauf.

Am Mahnmal machten wir einen Fotostopp und nutzten die Gelegenheit durch eine Passantin ein Gruppenfoto zu machen. Dann ging es die vier Kilometer wieder zurück. Wieder in Rebberlah angekommen, wollten wir eine Nebenstrecke nach Eversen nehmen. Der Einstieg in die Strecke gestaltete sich schwierig, da wir die richtige Abzweigung erst im zweiten Anlauf fanden. Über die folgenden Waldwege war es nicht schön zu fahren, da die Pfützen der Regenfälle der letzten Tage noch nicht abgetrocknet waren und wir ihnen immer wieder ausweichen mussten. Hindurchfahren trauten wir uns nicht, da sie doch sehr tief schienen.

In Eversen angekommen machten wir erst einmal eine ausgiebige Pause und besprachen die weitere Strecke. Auf der Hinfahrt nach Hermannsburg hatten wir einen Hinweis auf das Schützenfest in der Ortschaft Sülze gesehen. Hier wollten wir eine kurze Rast einlegen.

In Sülze angekommen fragten wir uns nach dem Schützenfest durch. Jeder gab uns Hinweise auf den Schützenkönig. Hier würden wir etwas zu trinken und zu essen erhalten. Tatsächlich war an dem Haus einiges los und wir wurden aufgefordert einfach herein zu gehen.

Das taten wir auch, trauten uns aber nicht und einfach zu bedienen. Von der Fahrt zum Schützenplatz nahmen wir dann Abstand, da jeder am Haus des Schützenkönigs zu sein schien.

Unsere Rückfahrt führte uns durchs Örtzetal. Knapp vier Kilometer vor der Ferienwohnung fanden wir eine Gaststätte auf einem Campingplatz, wo wir uns ein Bier gönnten, da wir annahmen den Rest der Strecke locker zu bewältigen. Leider zeigte der Alkohol Wirkung und wir schleppten uns die letzten Kilometer zur Ferienwohnung.

Dort angekommen duschten wir erst einmal ausgiebig, bevor es dann noch einmal zum Essen in den Ort ging. Wir hatten intuitiv das griechische Restaurant zum Essen ausgesucht. Es war ein Glücksgriff, da zum einen das Essen sehr gut uns reichhaltig war und zudem es noch auf ausgewählte Gerichte 50 % Rabatt gab.

Den Abend verbrachten wir dann in unserer Ferienwohnung bei Fernsehen und Gesprächen.

Montag, 03.06.2013

Wieder ging es nach dem Frühstück los. Wir folgten den Radwegen über Weesen in Richtung Lutterloh. Von dort an folgten wir der Landstraße bis Neu Lutterloh. Hiernach ging es in Richtung Norden ab. An einer wunderschönen Heidefläche machten wir wiederum eine Pause. Mittlerweile war es sonnig geworden, sodass wir das schöne Wetter genossen.

Auf der weiteren Strecke erkundeten wir noch eine Nebenstrecke, die uns in Richtung Müden führen sollte. Der Weg war jedoch derart sandig, dass wir Abstand davon nahmen, ihn weiter zu nutzen. Danach ging es Oberohe und von dort weiter nach Gerdahaus. Hier wollten wir wieder eine Nebenstrecke nutzen, verfehlten jedoch erneut den Einstieg. Nach einem Gespräch mit einer Anwohnerin entschieden wir uns für die Strecke an der Landstraße entlang nach Müden.

Dort angekommen suchten wir eine Lokalität, wo wir etwas zur Stärkung erhalten konnten. Das Café, das wir als erstes anfuhren, hatte gerade über Mittag geschlossen. Wir fanden dann noch eine Gaststätte, wo wir aber auf Grund der horrenden Preise nur ein Getränk nahmen.

Nach der Pause wollten wir durch das Örtzetal bis Hermannsburg fahren. Die ausgesuchte Strecke war jedoch ein Wanderweg und die Einfahrt für Fahrradfahrer erschwert. Da es jedoch Montag war und wir mit nicht allzu vielen Wanderern rechneten, gönnten wir uns den Wanderweg. Es war für die Mountainbikes eine anspruchsvolle Strecke. Unterbrochen wurde die Fahrt durch eine Gruppe Kanuten, die wir beim Passieren eines über die Örtze liegenden Baumes beobachteten. Danach ging es zügig bis nach Hermannsburg, wo wir uns im Heidjer-Grill einen Snack zum Abschluss der Tour gönnten.

Dienstag, 04.06.2013

Es war der erste Tag, der schon mit Sonnenschein startete.

Beim Einkauf der Brötchen musste ich feststellen, dass es auch Bäcker gab, die sich einen Ruhetag gönnten. Nachdem ich bei einem anderen Bäcker fürs Frühstück eingekauft hatte, folgte ich einfach den Grundschüler, die in der Nähe unserer Ferienwohnung zur Schule gingen, um den kürzesten Weg zurück zu fahren.

Nach dem Frühstück wählten wir erstmals kurze Bekleidung für die Fahrradtour und hatten hierbei eine gute Wahl getroffen.

Unsere Tour führte uns westwärts aus Hermannsburg hinaus. Unser erstes Ziel war das Großsteingrab in Siddernhausen. Hier stellte Ansgar fest, dass er seine Trinkflasche vergessen hatte.

Die Fahrt ging weiter bis nach Huxahl. Hier stieg, ohne dass ich es bemerkte, meine Trackingaufzeichnung aus. In Bergen angekommen, machten wir uns erst einmal auf die Suche nach einem Einkaufsmarkt, damit Ansgar seinen Flüssigkeitshaushalt auffüllen konnte. Nach einem Hinweis auf einen Markt, machte sich Ansgar allein auf den Weg, während ich wartete. Nachdem wir wieder vereint waren, ging es in Richtung Nindorf weiter. Mittlerweile hatten wir stark wechselte Winde, wie eigentlich jeden Tag, und fuhren regelmäßig gegen den Wind. Von Nindorf ging es nach Widdernhausen. Hier folgten wir einer langen Gerade über Hetendorf bis zum 7-armigen Wegweiser, einer Panzerplatte, von der sieben Wege abgehen. Nachdem wir den richtigen gewählt hatten, mussten wir bereits nach wenigen hundert Metern schieben, da der Weg aus lockerem Sand bestand. Dies sollte sich auch auf den nächsten Kilometern nicht ändern, sodass es ein beständiger Wechsel zwischen Fahren und Schieben war. Zudem verpassten wir auch noch unsere Abzweigung, wie wir später feststellten. Mit einigen Umwegen und über abenteuerliche Wege erreichten wir dann den Löns-Stein, wo wir die Aussicht genossen.

Von dort aus ging es dann zu den nahen Grabhügeln, einer archäologischen Fundstätte in der Nähe. Nach einem kurzen Fotostopp ging es auf einem trailähnlichem Weg zu einer Ansiedlung namens Backeberg. Ab hier folgten war dann den regulären Radwegen bis wir zurück in Hermannsburg waren und uns abschließend am Heidjer-Grill stärkten.

Am Abend ging es dann noch einmal aufs Rad und wir fuhren zum Abendessen zum chinesischen Restaurant Mei-May in der Junkerstraße.

Mittwoch, 05.06.2013

Am heutigen Tag kamen wir früh hoch. Diesmal war es Ansgar, der es als erstes schaffte, und die Brötchen besorgte. Nach dem Frühstück machten wir uns dann auch gleich auf den Weg und kamen bereits gegen 09.00 Uhr los. Als Ziel hatten wir uns Celle ausgesucht. Um dorthin zu gelangen wählten wir den direkten Weg und fuhren zunächst durch das Örtzetal bis Eversen.

Ab hier ging es an der Landstraße 240 entlang. Es lief ganz gut auf dem Radweg und wir legten eine ordentliche Geschwindigkeit hin, sodass wir bereits nach etwas über einer Stunde in Groß Hehlen, vor den Toren von Celle waren. Kurze Zeit später war auch schon die Innenstadt erreicht und wir gingen durch die Fußgängerzone. Zunächst suchten wir einen Apple-Store auf, da an meinem iPad aus ungeklärter Ursache das Display ausgefallen war und ich mich über die weitere Verfahrensweise kundig machen wollte.

Von hier aus ging es durch die Fußgängerzone mit den Fachwerkhäusern zum Celler Schloss. Auch hier fanden wir wieder nette Passanten, in diesem Fall wohl zwei Stadtführerinnen, die ein Foto von uns machten.

Nachdem dies abgehakt war, suchten wir uns etwas zur Stärkung und fanden ein Café an einem Platz in der Innenstadt. Hier gönnten wir uns ein Stück Kuchen und ein Getränk. Interessanterweise kostete das Gebäck für Besucher des Cafés 60 Cent mehr als im Außerhausverkauf.

So gestärkt ging es dann noch einmal durch die Straßen der Innenstadt, hauptsächlich auf der Suche nach Mitbringsel für unsere Liebsten. Leider wurden wir nicht fündig.

Der Rückweg führte dann über die gleiche Strecke wie die Hinfahrt. Unsere anfänglichen Befürchtungen über das Streckenprofil und eventuellen Gegenwind bestätigten sich nicht, sodass wir flott voran kamen und bereits gegen halb Drei wieder im Heidjer-Grill saßen, um uns mit einem Getränk zu stärken.

Nach dem Duschen ging es dann noch kurz zum Einkaufen, da sich die Getränke mittlerweile bedenklich geleert hatten und wir noch etwas für das Abendessen einkaufen mussten.

Donnerstag, 06.06.2013

Heute holt Ansgar die verlorene Zeit vom Vortage auf und schläft sich richtig aus. Nach einem reichhaltigen Frühstück mit Brötchen und Ei geht es dann los. Der Start wird nur durch Ansgars Fahrradtacho verzögert, der sich mal wieder resetet hatte und erst wieder eingestellt werden musste. Danach ging es in Richtung Weesen los. Von dort aus ging es schnurgerade durch die Heidelandschaft bis Gerdahaus. Von dort über Schmarbeck nach Faßberg, wo wir uns einen Blick auf die Erinnerungsstätte „Luftbrücke Berlin“ gönnten, die vom Fliegerhorst Faßberg mit betrieben wurde.

Über Trauen und Dethlingen ging es dann nach Munster, wo wir dann erst einmal die Innenstadt nach Magneten und Hosenträgern durchforsteten. Als diese Suche negativ verlief, machten wir noch eine Essenspause in einem Imbiss, bevor es wieder weiter ging.

Wir folgten dem ausgezeichneten Fahrradweg in Richtung Müden und passierten dabei das Panzermuseum. Danach folgte der Radweg einem Kasernengelände, bevor es auf eine restaurierte Panzerstraße abging. Hier machte Ansgar dann nochmal richtig Fahrt und wir nutzten den nagelneuen Untergrund, um noch einmal richtig Geschwindigkeit zu machen. In Dethlingen trafen wir auf die ursprüngliche Strecke und folgten von hier an dem Radweg an der Landstraße entlang bis Poitzen. Hier wechselte der Radweg auf eine unbefahrene Nebenstrecke bis er Müden erreichte.

Ab Müden folgten wir dann wieder dem Radweg im Örzetal bis wir unsere Ferienwohnung in Hermannsburg erreichten.

Nach dem Duschen machte sich dann Ansgar auf den Weg nach Soltau. Auf Grund der Nähe wollte er eine Jacke, die er im dortigen Design-Outlet-Center erworben hatte reklamieren. Übrigens mit Erfolg.

Als er dann in die Ferienwohnung zurückkehrte, machten wir uns unser Abendessen, bevor wir den Abend vor dem Fernseher ausklingen ließen. Ansgar hat gesagt, dass er die Mädchen auf 19.35 Uhr bestellt hat -Gelogen!

Freitag, 06.06.2013

Um 09.30 Uhr, nach dem Frühstück, ging es wieder aufs Fahrrad. Wir hatten die Absicht in Richtung Unterlüß zu fahren. Nach dem Waldbad bogen wir erneut in Die Südheide ab und folgten hier den Fahrradwegen bis Lutterloh. Da wir recht schnell unterwegs waren, modifizierten wir unsere Route und wählten als Wendepunkt das Museumsdorf Hösseringen aus.

Nachdem wir südwestlich von Unterlüß den Einstieg in die Strecke nach Hösseringen gefunden hatten, ging es über 5 Kilometer lang auf Sandwegen stetig geradeaus. Nicht gerade eine erbauliche Strecke. Die Strecke hatte aber noch einen weiteren Nachteil. Sie wies keine Beschilderung zum Museumsdorf auf. Dies fiel uns allerdings erst auf, als wir bereits die Ortschaft Hösseringen erreicht hatten. Wir mussten wieder zurück, um zum Museumsdorf zu gelangen und um uns noch weiter zu strafen, ging diese Strecke stetig bergauf.

Am Gasthaus, der dem Museumsdorf angeschlossen ist, machten wir in einer beschaulichen Außenwirtschaft unsere Mittagspause.

Danach ging es wieder zurück. Als erstes Etappenziel stand Unterlüß auf dem Programm. Hier angekommen, kamen wir kurz in ein Gespräch mit einem Ehepaar, das mit Klapprädern unterwegs war und in Richtung Eschede-Mahnmal wollte. Wir erläuterten ihnen die Strecke und hatten dann etwas Mitleid mit ihnen, das sie bei diesem warmen Wetter die Strecke mit Klapprädern auf sich nahmen.

Es folgte der letzte Streckenabschnitt bis Hermannsburg. Wir hatten uns vorgenommen den Streckenabschnitt ohne weitere Umwege zu bewältigen. Bis kurz vor  Lutterloh ging es ganz gemächlich, da auch einige leichte Steigungen in der Strecke waren. Danach, mit dem leichten Gefälle im Rücken, ging es mit einer rasanteren Geschwindigkeit weiter. Leider bremsten uns immer wieder Verschwenkungen des Radweges und andere Radfahrer leicht aus. Hätten wir die Straße gewählt, wäre es noch schneller gegangen.

In Hermannsburg angekommen, machten wir erst einmal am Heidjer-Grill eine Rast um durchzupusten.

Danach ging es zur Ferienwohnung, wo wir dann den Rest des Nachmittags relaxten.

Abends gingen wir noch einmal in das griechische Restaurant zum Essen.

Samstag, 07.06.2013

Der Rückreisetag war angebrochen.

Alles verlief recht unspektakulär. Nach dem Frühstück machten wir kurz die Ferienwohnung besenrein und luden unsere Sachen ein. Ansgar hatte die Fahrräder schon aufgeladen. Diesmal klappte es, ohne dass er seine Heckscheibe fast mit der Mutter zerschoss.

Die Rückfahrt selbst fand bei strahlendem Sonnenschein statt. Kurz vor Celle kamen wir auf einen Verkehrsunfall zu,  der gerade aufgenommen wurde. Eine Fahrspur war durch den Frontalzusammenstoß  zweier Pkw gesperrt. Gott sei Dank war nicht so viel Verkehr, sodass wir keine längere Wartezeit hatten.

Gegen Mittag waren wir bereits wieder zurück in Harsum und dieser Fahrradurlaub war beendet.

Tourendaten

Datum Trip Zeit AVS Vmax
02.06.2013 49,73 km 2:37:09 18,99 km/h 35,65 km/h
03.06.2013 36,96 km 2:02:48 18,06 km/h 29,07 km/h
04.06.2013 41,99 km 2:22:52 17,63 km/h 44,04 km/h
05.06.2013 58,70 km 3:01:45 19,38 km/h 33,13 km/h
06.06.2013 51,45 km 2:27:45 20,89 km/h 37,44 km/h
07.06.2013 62,10 km 3:03:40 20,28 km/h 41,21 km/h
300,93 km 15:35:59

Ferienhaus in Løkken

Løkken-Furreby / Dänemark

20.10.2012 – 27.10.2012

Ferienhaus DK-9840 Løkken-Furreby, Vibevej 18

Normalerweise war für die Herbstferien ja immer ein Urlaub mit dem Wohnmobil geplant. In diesem Jahr, wo sich bereits ankündigte, dass es kalt werden könnte, nahmen wir davon Abstand und entschlossen uns, ein Ferienhaus in Dänemark zu mieten, um eine Woche auszuspannen. Die Suche nach einem geeigneten Objekte stellte sich bei den vielen Internetportalen nicht allzu schwierig dar. Schnell war eine Anzahl von Häusern gefunden, die in die engere Auswahl kamen. Letztlich entschieden wir uns für ein Haus in Nordjütland. Es lag bei Løkken, das wir schon von unserem Aufenthalt im Jahr 2002 in guter Erinnerung hatten.

Nachdem wir das Ferienhaus gebucht hatten, stellte sich auch gleich die Vorfreude auf den Urlaub ein. Am Samstag ging es dann bereits um halb sieben los. Auf der BAB 7 ging es nach Norden. Die Fahrt verlief ohne größere Probleme. Kurz vor der Grenze, in Handewitt, fuhren wir dann noch eine Tankstelle an, da in Dänemark die Benzinpreise deutlich teurer waren. Danach folgte die gemütliche Fahrt über die dänischen Autobahnen. Allerdings hatte es mittlerweile zu regnen begonnen.

Erwähnenswert sei noch ein Erlebnis auf einer kurzen Rast auf einem dänischen Parkplatz. Hier wurde Elli durch einen Hildesheimer angesprochen, der sie augenscheinlich zu kennen schien. Er teilte ihr freundschaftlich mit, wo er mit seiner Familie seinen Dänemarkurlaub verbringen würde. Elli konnte ihn allerdings bis jetzt noch nicht zuordnen.

Ab Aalborg, und damit kurz vor dem Ziel, wollte dann der Navi nicht mehr so, wie wir. Er wollte unbedingt über die Landstraße 55 fahren. Die Ferienhausvermittlung hatte aber einen Weg über die E 39 beschrieben, dem wir dann auch folgten. So kamen wir gegen 13.30 Uhr in Løkken an. Zunächst fuhren wir ins Centrum von Løkken und machten einen kurzen Bummel durch die Stadt und zum Strand. Außerdem gönnten wir uns noch einen kleinen Snack, Hot Dogs und Fischteller, um den Mittagshunger zu stillen. Ein Besuch bei der Touristeninformation fiel leider aus, da diese am Samstag geschlossen hatte.

Nach etwa einer Stunde hatten wir dann Alles erledigt und kauften noch kurz ein, bevor es dann zu Ferienhausvermittlung ging, die etwa fünf Kilometer entfernt lag. Hier erhielten wir den Schlüssel zu unserem Haus und einige Anweisungen, wie beispielsweise nicht den Rasen zu befahren. Eigentlich eine klare Angelegenheit. Bei unserer Ankunft am Ferienhaus zeigte sich jedoch, dass das schwierig war, da das Haus komplett von einer Rasenfläche umgeben war. Unsere Vormieter hatten in dem feuchten Rasen auch schon erkennbar ihre Spuren hinterlassen. Wir versuchten uns ans das Gebot zu halten und parkten nur kurz zum Ausladen vor dem Haus.

Das Haus selbst erfüllte uns unsere Erwartungen komplett.

Durch die vielen Glasflächen wirkte es hell und freundlich. Die Küche war in den Wohnbereich integriert und hatte alles, was man benötigte. Die Schlafzimmer waren mit ausreichend Schränken und komfortablen Betten eingerichtet. Am besten gefiel uns der Nassbereich mit einer offenen Dusche, Whirlpool und einer neu eingerichteten Sauna, sowie Fußbodenheizung. Einen angenehmen Aufenthalt sprach also nichts entgegen.

Am späten Nachmittag machten Elli und ich noch einen Spaziergang zum Strand. Der war zwar nicht weit weg, aber leider schon winterfest gemacht, d.h. die Abgangstreppe zum Strand war bereits entfernt worden. Zurück am Ferienhaus relaxten wir erst einmal.

Der nächste Tag stand ganz im Zeichen der Entspannung. Wir machten zwar den ein oder anderen Bummel durch die nähere Umgegend, relaxten aber größtenteils im Ferienhaus.

Am Montag dann machten wir uns erstmals auf den Weg nach Løkken. Am Strand ging es entlang bis zur Mole. Hier folgten wir dann dem Weg durch die Dünen in die Stadt. Wir bummelten etwas durch die Fußgängerzone, bevor es zur Touristeninformation ging, wo wir uns über Ausflugsziele im näheren Umfeld informieren wollten.

Nach dieser ersten Information und einem Snack beim Imbiss ging es noch einmal zur Bonbon-Fabrik in Løkken. Diese war mittlerweile von ihrem alten Standort in die Innenstadt umgezogen, hatte aber an ihrem Flair nichts verloren. Nachdem wir uns einige Minuten die Bonbonherstellung angesehen hatten, kauften wir uns auch gleich eine kleine Tüte mit einigen ausgewählten Geschmacksrichtungen.

Die restlichen Sehenswürdigkeiten der Stadt Løkken waren schnell besichtigt. Danach ging es erst einmal zu Fuß zum Super Brugsen, einem Einkaufsmarkt. Wir kauften für das Abendessen ein. Eigentlich wollten wir frischen Fisch erwerben, hatten aber leider Pech, da der Fischwagen nicht vor Ort war. Mit dem Einkauf ging es dann noch einmal in die Innenstadt. Hier fanden wir einen Bäcker, bei dem wir einige Kuchenstücke für ein gemütliches Kaffeetrinken kauften.

Der nächste Tag stand dann ganz im Zeichen eines Ausfluges. Bereits am frühen Vormittag ging es los in Richtung Norden. Als erstes Ziel stand die Wanderdüne Rubjerg Knude auf dem Programm. Der Navi führte uns zu einem Parkplatz, von dem es ein kurzer Fußweg an den Fuß der etwa 50 Meter hohen Wanderdüne war.

Wir machten uns an den Aufstieg und genossen auf dem Dünenkamm den Ausblick über die Landschaft. Und dies trotz des mäßgen Wetters mit starkem Wind.

Von der Wanderdüne aus ging es nach Hirtshals. Hier hatten wir uns zunächst einen Besuch des Nordseeaquariums vorgenommen. Der Aufenthalt im Innenbereich war interessant gestaltet und insbesondere das große Becken mit dem Mondfisch war ein Publikumsmagnet und echt sehenswert.

Danach folgte noch eine kurze Stippvisite im Außenbereich. Dieser gestaltete sich jedoch recht kurz, da die meisten Attraktionen im Außenbereich bereits geschlossen waren.

An den Aquariumsbesuch schloss sich ein Bummel durch den Innenstadtbereich von Hirtshals an. Eigentlich waren wir zeitgleich auf der Suche nach einem Fischgeschäft, das wir aber in der Innenstadt leider nicht fanden. Wir machten uns kundig und wurden in den Fährhafen geschickt. Hier kauften wir den Fisch fürs Abendessen direkt aus den Kisten, die vom Kutter angeliefert wurden.

Am frühen Nachmittag waren wir dann wieder in unserem Ferienhaus und verbrachten den restlichen Nachmittag in der Sauna.

Auch in den nächsten Tagen reichte uns der Aufenthalt im Ferienhaus aus, um uns zu entspannen. Einige kürzere Spaziergänge unterbrachen unseren Aufenthalt im Haus, den wir mit Computerspielen, Lesen und natürlich der Sauna verbrachten. Die einzige regelmäßig wiederkehrende Unterbrechung war der Gang zur Bäckerei, um Gebäck für den Nachmittagskaffee einzukaufen.

An einem besonders sonnigem Tag erweiterten wir diesen Spaziergang zum Seezeichen am Strand von Løkken. Hierzu mussten wir durch mehrere kleine Seitenstraßen gehen, in denen die typischen Wohnhäuser der Region standen. Vom Seezeichen aus nahmen wir den Rückweg über den Strand.

Nach einer Woche näherte sich der Aufenthalt im Ferienhaus dem Ende. Nachdem wir die erforderlichen Zählerstände abgelesen hatten und eine formelle Übergabe mit der Zimmervermittlung ausgemacht hatten, warteten wir am Samstagmorgen auf das Eintreffen des Verantwortlichen. Kurz nach 10.00 Uhr erschien die Dame und nahm das Haus ab. Elli merkte noch an, dass sie eine Steingutschüssel beschädigt hatte. Dies war eigentlich nicht unbedingt erforderlich, erschien uns aber richtig. Bei der späteren Gegenrechnung mit der Kaution kostete uns die diese Schüssel 18,95 €. Meiner Meinung nach etwas überzogen.

Die Rückfahrt nach Harsum startete diesmal über die Landstraße Nr. 55, da wir noch tanken wollten. Die ersten Tankstellen, auf die wir trafen, waren entweder geschlossen oder überteuert. Letztlich fanden wir in Vadum eine Tankstelle mit akzeptablem Preis. Auf der E 45 ging es dann in Richtung Süden. Anfangs war es noch entspannend, da der Verkehr noch erträglich war. Dies änderte sich dann ab Aarhus. Hier wurde es wesentlich voller, sodass es anstrengender wurde. Mit jedem Autobahnzubringer wurde der Verkehr dichter und nach der Grenze fuhren wir nur noch in einer einzigen Fahrzeugkolonne, die sich jedes Mal staute, wenn gebremst wurde.

In der Nähe von Schleswig machten wir dann erst einmal eine Mittagspause. Zum einen hatten wir Hunger, anderseits wollten wir dem Verkehr auf der Autobahn entfliehen. Nach der Mittagsrast ging es weiter. Der Verkehr war immer noch zäh, ließ sich jetzt aber erst einmal wieder ertragen. Auf Höhe Hamburg wurde es dann noch einmal kritisch, da der Verkehr sich wieder verdichtete. Nachdem wir jedoch den Elbtunnel hinter uns gelassen hatten, verteilte sich der Verkehrsfluss wieder und wir kamen entspannter voran. Trotz allem brauchten wir für die 680 Kilometer knapp 10 Stunden.

Kroatien und Österreich

Kroatien und Österreich

(10.08.2012 bis 28.08.2012)

Der Sommerurlaub stand wieder einmal vor der Tür und wir planten einen Trip durch die Schweiz oder Österreich. Auf jeden Fall sollte es diesmal etwas in Richtung Aktivurlaub mit Wandern und ähnlichen Vergnügungen werden. Leider machte uns das mitteleuropäische Wetter einen Strich durch die Rechnung. Kurz vor unserem Urlaub war das Wetter in den Alpenländern eher mäßig und es zeichnete sich ab, dass unsere Urlaubszeit von Gewittern und Regen geprägt sein sollte. Kurz vor der Urlaubszeit erarbeiteten wir also einen Alternativplan und blieben wieder an Kroatien hängen. Allerdings sollte es diesmal wieder eine Küstentour werden.

Am 10.08.2012 sollte es losgehen. Ich musste noch am Nachmittag arbeiten, konnte aber bereits um 17.00 Uhr zu Hause sein, so dass wir doch recht zeitnah starten konnten. Entgegen unserer sonstigen Gewohnheiten nutzten wir gleich die Autobahn für unsere Fahrt in Richtung Süden. In Göttingen machten wir dann einen kurzen Stopp und besprachen den weiteren Fahrtverlauf. Da wir erstaunlich staufrei durchkamen, beschlossen wir erst einmal so lange zu fahren, wie ich mich noch fit fühlte. Gegen 23.00 Uhr hatten wir die ersten 500 Kilometer hinter uns gebracht und mussten tanken. Auf Höhe Greding flammte dann auch noch die Tankleuchte auf. Kurz bevor die Tankstelle in Denkendorf schloss, konnten wir noch unseren Tank füllen und die Fahrt fortsetzen. Die Dieselpreise waren aber schon hier erschreckend für uns. Der Literpreis lag 10 Eurocent über dem in Norddeutschland.

Weiter ging es an München vorbei und da ich mich immer noch fit fühlte und wir bis hierhin gut vorangekommen waren, beratschlagten Elli und ich uns während einer Pause. Schnell stellten wir fest, dass wir beide das gleiche Bedürfnis hatten und erst einmal richtig ausspannen wollten. Wir beschlossen also zunächst den Campingplatz Valalta in Rovinj anzufahren, um diesem Wunsch nachzukommen. Weiterhin traf ich die Entscheidung zu schauen, ob ich die Nacht durchfahren könnte, um bereits schon am nächsten Tag den Urlaub richtig beginnen zu können.

Die weitere Fahrt durch Österreich und Slowenien verlief ereignislos. Mit einer Ausnahme, so viel Verkehr hatte ich auf der Strecke bisher nur tagsüber erlebt. Ich hatte das Gefühl halb Deutschland nutzte diesen Weg in Richtung Süden. Dennoch kam es zu keinen größeren Verkehrsstauungen. Lediglich an den Tankstellen bildeten sich Warteschlangen. So musste ich beim Tanken an der Raststation Freisitz an der Drau fast eine halbe Stunde warten, bis ich an der Reihe war. Dagegen war am Karawankentunnel, wie auch zuvor am Tauerntunnel, keine Wartezeit und ich konnte hier gleich durchstarten.

An der slowenischen A2, auf der Raststation Voklo, die kurz vor Ljubljana liegt, gesellte sich Elli wieder zu mir und wir nahmen dann ein gemeinsames Frühstück ein, das Elli im Tankstellenrestaurant besorgte. Im weiteren Verlauf ging es dann flott weiter und wir erreichten bereits gegen 07.00 Uhr morgens die slowenisch-kroatische Grenze bei Koper. In Koper tankten wir noch ein letztes Mal auf und machten uns dann auf die letzten Kilometer. Am Grenzübergang hatten wir dann auch noch wieder das Glück auf unserer Seite. Eine Warteschlange hatte sich vor den zwei Abfertigungsspuren gebildet. Als wir aber in Sichtweite der slowenischen Grenzstation kamen, sahen wir eine Mitarbeiterin auf der Busspur hektisch Fahrzeuge heranwinken, die jedoch nicht reagierten. Also scherte ich auf diese Spur ein und fuhr an der kompletten Schlange vorbei, in der die Anderen weiter artig warteten.

Gegen 08.30 Uhr kamen wir am Campingplatz Valalta an. Wider Erwarten war keine Wartezeit am Check-Inn. Ich hatte Elli und Sönke die Fahrräder abgeladen und sie machten sich umgehend auf die Suche nach einem Stellplatz. Ich selbst fuhr mit dem Wohnmobil in die von uns favorisierte Region und fand einen Stellplatz direkt unterhalb des Waschhauses mit Blick über die Bucht. Hier stellte ich uns erst einmal ab und wartete auf das Ergebnis der Suche von Sönke und Elli. Die hatten mehrere mögliche Optionen, aber nichts Definitives gefunden, so dass wir erst einmal abwarteten und schon einmal anfingen auszupacken. Als dann ein Stellplatz, der näher am Wasser lag, frei wurde, versuchten wir es. Leider machten uns die Breite des Weges und die Lage des Stellplatzes einen Strich durch die Rechnung, da wir das Wohnmobil nicht vernünftig einparken konnten. Also zurück zur ersten Wahl, dem Stellplatz Nummer 1211.

Der sollte es dann nun aber auch endgültig bleiben. Wir wollten nicht weiter suchen und richteten uns ein. Nachdem dies erledigt war, entspannten wir uns erst einmal von der 1200 Kilometer langen Anfahrt.

Nachmittags ging es dann in das neu gestaltete Restaurant Saline am Platz. Es war etwas mit neuen Sitzmöbel und frischen Farben aufgepeppt worden, vermittelte uns aber nun das Gefühl, fehl am Platze zu sein. Abends gingen wir dann in die Snack I zum Abendessen. Hier war alles beim Alten und wir fühlten uns wohl. Die Zeit danach nutzten wir für einen Bummel über den Platz, auf der Suche nach weiteren Veränderungen.

Den nächsten Tag verbrachten wir mit Schwimmen, Lesen und Relaxen. Gegen Mittag stellten wir dann fest, dass einer unserer Campingstühle, die wir von Reni bekommen hatten, auf der Fahrt oder im Anschluss Schaden genommen hatte. Ein Aluminiumriegel, der für die Arretierung der Rückenlehne zuständig ist, war gebrochen.

Am späten Nachmittag ging es dann mit dem Fahrrad in die Stadt. Für die Hinfahrt benutzten wir den Radweg und stellten hierbei fest, dass die Fischgaststätte von Ramon nicht wieder geöffnet hatte. In der Stadt folgte dann ein ausgiebiger Bummel und ein Abendessen in der Pizzeria Leone, das wie immer gut war. Zum Abschluss gab es dann noch einen Cocktail in der Havanna Bar, bevor es auf dem Fahrrad zurückging.

Am Stellplatz folgte eine Partie Trionimos, die Sönke für sich entschied, weil ich mit meinem letzten Stein eine mögliche Brücke nicht erkannte, die zum Gleichstand geführt hätte.

Auch der nächste Tag war wieder geprägt von heißem und sonnigem Wetter. Am Morgen gingen wir zum Supermarkt auf dem Campingplatz einkaufen. Wir hatten überlegt am Abend zu grillen, was wir dann auch nach einem entspannenden Tag umsetzen. Zu diesem Zeitpunkt hatten wir uns über eine mögliche Brandgefahr noch keine Gedanken gemacht. Wir hatten zwar gehört, dass es hier seit Mitte Mai nicht mehr geregnet hatte und mittlerweile die Pkw-Wäsche und das Gießen von Blumen unter Strafe gestellt waren, aber die mögliche Brandgefahr hatten wir überhaupt nicht auf dem Schirm. Das bekamen wir erst auf den späteren Campingplätzen mit, wo der Umgang mit offenem Feuer explizit verboten war. Unserem Abend tat dies zu diesem Zeitpunkt keinen Abbruch. Reichlich Cevapcici und Raznijc machten uns satt und im Anschluss gönnten wir uns einen, leider recht alkoholarmen Cocktail in der Saline. Danach folgte wieder eine Partie Trionimos, um den Abend ausklingen zu lassen.

In der Nacht war Sönke wieder von dem Igel besucht worden, der schon in der vorangegangenen Nacht seinem Zelt einen Besuch abgestattet hatte. Ansonsten verlief auch dieser Tag in den üblichen Bahnen mit Schwimmen und Schnorcheln. Am frühen Abend ging es dann mit dem Fahrrad in Richtung Kazun. Diesen Restaurantbesuch wollten wir uns auf keinen Fall entgehen lassen. Obwohl wir eigentlich jedes Jahr mehrfach dort gewesen waren, fuhren wir die falsche Einfahrt herein und landeten natürlich zunächst nicht am Kazun. Dort dann aber letztlich angekommen, fanden wir auch gleich einen schönen Tisch und konnten bestellen. Wie eigentlich jedes Jahr war das Essen gut, reichhaltig und günstig.

Gegen 20.00 Uhr sind wir zurück am Wohnmobil und wollen den Abend wieder einmal mit Spielen verbringen. Beim Anbau der Beleuchtung rutscht mir diese aus der Hand und schwingt einmal gegen die Seitenwand des Wohnmobils, wo sie eine kleine Delle hinterlässt. Ärgerlich. Am Abend trafen wir auch die Entscheidung, am nächsten Tag weiterzufahren.

Bereits um 09.30 Uhr hatten wir alles eingeräumt und unseren Stellplatz frei gemacht. Beim Bezahlen des Campingplatzes stellte sich uns erstmals das Problem mit unserer EC-Karte. Angeblich hatte sie keine Ausreichende Deckung. Dieses Problem zog sich dann durch den gesamten Urlaub. In allen Ländern, die nicht der EU angehörten, verfügte die EC-Karte über keine Deckung und war nicht zu nutzen.

Über die Autobahn ging es dann nach Pula. Die folgenden 50 Kilometer stellten keine Herausforderung dar. Einzige Ausnahme war die Hitze, die bereits am Vormittag sehr ausgeprägt war. In Pula vertrautem wir erst einmal dem Navi uns zu dem Campingplatz in Stoja zu führen. In der Innenstadt von Pula, versperrte uns dann eine Baustelle den direkten Weg, so dass wir zunächst wieder zurück mussten, um die Umleitung zu finden. Nachdem wir die Abzweigung regelrecht eingekreist hatten, ging es durch enge Straßen und über steile Anstiege weiter. Letztlich griff der Navi wieder ein und wir gelangten wohlbehalten zum Campingplatz Stoja. Am Check-Inn herrschte ein mittelschweres Chaos. Das bezog sich auf die Parksituation und die Stellplatzvergabe. Elli ergatterte den Platz 118 für uns. Grob fanden wir ihn dann auch, da er unmittelbar hinter der Rezeption lag. Die genaue Lage erschloss sich uns jedoch nicht, da die Stellplätze nicht parzelliert waren. Ich stellte unser Wohnmobil annähernd richtig ab und wir machten uns für unseren Bummel durch Pula fertig.

Für die Fahrt in die Stadt hatten wir den Bus gewählt, der direkt vor dem Campingplatz abfuhr. Zu unserem Glück hielt auch gerade ein Bus und wir konnten die Fahrkarten erwerben und direkt einsteigen. Kaum saßen wir, stellte ich fest, dass wir die Fotokamera im Wohnmobil gelassen hatten. Ich fragte beim Fahrer kurz nach, wann der Bus fährt. Er sagte in zwei Minuten. Also wollte ich auf den nächsten warten, aber dazu sagte der Fahrer, dass dann unsere Fahrkarten ungültig wären. Also legte ich einen kurzen Sprint zum Wohnmobil hin, um die Kamera zu holen und den Bus noch zu schaffen. Wieder zurück gingen die Türen zu und der Bus fuhr ab. Ich hatte die ganze Fahrt noch etwas davon, denn ich war gehörig ins Schwitzen geraten.

Mit dem Bus kamen wir direkt an der Innenstadt an und betraten die Altstadt durch den Sergierbogen, einem alten Triumphbogen aus der Zeit des Römischen Reiches. Danach folgte ein Bummel durch die Fußgängerzone, vorbei am Forum in Richtung Amphitheater. Hier reichte uns eine Besichtigungstour von außen, da das Innere eh für eine Musikveranstaltung eingerichtet war.

Nach dem Besuch am Amphitheater gönnten wir uns erst einmal ein schnelles Getränk, bevor es dann den Berg hinauf zur historischen Festungsanlage ging. Nach einem Rundgang am Festungsgelände folgte der Abstieg zur Porto Gemina. Von dort kamen wir nach einem kurzen Fußmarsch wieder am Platz Giardini. Hier machten  wir erst einmal eine längere Pause und gönnten uns in einem der vielen Straßenlokalen ein Getränk. Weiter ging es dann zum Markt und zur Fischhalle. Da der Markt leider bereits geschlossen war, war es nur eine Stippvisite in diesem Teil der Innenstadt.

Es folgte ein kleiner Shoppingbummel durch die Fußgängerzone, da Sönke mittlerweile festgestellt hatte, dass er doch eine Sonnenbrille bräuchte. Schnell war ein passendes Modell gefunden und auf der Suche nach dem günstigsten Anbieter stellten wir extreme Preisschwankungen fest. Sönke selbst, sparsam wie er ist, entschied sich für das billigste Modell und musste umgerechnet 7 Euro zahlen.

Es folgte die Rückfahrt mit dem Bus und, endlich auf dem Campingplatz angekommen, sofort ein Gang zum Strand und ein Bad im Meer. Danach relaxten wir noch etwas am Wohnmobil, bevor es in den frühen Abendstunden zum Essen in ein Restaurant auf Campingplatz ging.

Am nächsten Tag packten wir unsere paar Habseligkeiten ein und machten uns auf den Weg in Richtung Süden. Für die Fahrt durch Pula hielten wir uns zunächst an die Busroute und bogen dann am ersten Stau, der durch den Innenstadtverkehr zu Stande kam, ab und folgten dem Navi. Kurz vor der Autobahn kauften wir noch schnell ein und fuhren dann erst einmal in Richtung Rijeka. Unser Ziel war ein Campingplatz auf Krk. Hier riefen wir vorher erst einmal an, ob man überhaupt Platz für uns hätte. Das Telefonat war aber nicht zielführend. reservieren wollte, bzw. Konnte man nicht und eine definitive Aussage wollte man auch nicht treffen. Die meisten Gäste würden gegen 13.00 Uhr abreisen, dann würde sich vermutlich etwas finden.

In Rijeka folgten wir der Autobahn in Richtung Krk. In Höhe Barka endet die Autobahn in einem Autobahnkreuz in Ständertechnik. Unmittelbar davor fing ein Stau an, der sich auf Grund zweier Ampelanlagen gebildet hatte. Nachdem die letzte Ampel hinter uns lag, ging es normal weiter. Die Gegenrichtung jedoch hatte über Kilometer Stopp-and-go.

Die Brücke auf die Insel Krk kostete uns dann noch einmal 46 Kuna Gebühr, dann hatten wir es geschafft. Das war jedenfalls unsere Überlegung. Tatsächlich zog sich die Strecke auf Krk dahin. Bis zur Ortschaft Krk handelte es sich noch um eine verhältnismäßig gut ausgebaute Landstraße. Was danach folgte, war jedoch etwas anspruchsvoller. Die Fahrbahn verengte sich derart, dass an einigen Stellen Begegnungsverkehr nur bedingt möglich war. Und in Baska, dem Ort, in dem der Campingplatz lag, fuhren wir wirklich bis zum Ende, bevor der Campingplatz ausgeschildert war. Nach der letzten Steigung hatten wir den Campingplatz Bunculuka erreicht.

Tatsächlich hatte man noch Plartz für uns und empfohl uns auch einige Stellplätze. Welcher es werden sollte, mussten wir selbst entscheiden. Sönke und Elli gingen zu Fuß, ich fuhr mit dem Wohnmobil. Leider erwischte ich die erste Abzweigung gleich falsch und fuhr nicht auf die Stellflächen, sondern auf den Abgang Richtung Strand. Hier angekommen, musste ich erst einmal wenden und wieder zurück. Elli wies mich dann in den ausgewählten Stellplatz ein. Nach einigem Rangieren und einer Menge Einweiser dabei, stand das Mobil letztlich und wir richteten uns für die nächsten zwei Nächte ein.

Erst einmal ging es zum Strand, um die herrliche Lage des Platzes zu genießen. Begeistert waren wir vom Wasser. So klar hatten wir es bisher noch nicht erlebt.

Den Rest des Tages verbrachten wir in dieser entspannenden Atmosphäre. Nach einem selbst zubereiteten Abendessen ging es am Ufer entlang nach Baska. Hier bummelten wir die Hafenpromenade entlang und verschafften uns einen ersten Überblick über den Ort.

Den folgenden Tag ließen wir uns dann richtig fallen und genossen einfach den idyllischen Platz. Elli hielt sich zunächst die meiste Zeit am Strand auf, während Sönke und ich die Zeit mit Schnorcheln und Lesen verbrachten. Am frühen Abend ging es dann für uns wieder in die Stadt. Wieder folgten wir dem Uferweg bis zum Hafen.

Danach gingen wir diesmal die Fußgängerzone und Einkaufszeile entlang. Auf der Suche nach einem Restaurant folgten wir letztlich der Empfehlung unserer Platznachbarn vom Campingplatz und suchten das Restaurant Saloon auf. Das lag zwar etwas abseits des Hafens, sollte sich aber lohnen. Tatsächlich bekamen wir gerade noch einen Platz auf der Außenterrasse. Hier war es erstmals so, dass einem der Platz zugewiesen wurde. Die Wartezeit wurde mit Sliwowitz und Lutscher überbrückt. Das anschließende Essen war gut uns reichhaltig und das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmte auch. Zurück zum Campingplatz ging es dann an der Hafenpromenade entlang. Am Mobil angekommen, packen wir unsere Sachen erst einmal ein, um am nächsten Morgen früh los zu kommen.

In der Nacht werden wir dann von unserem Platznachbarn eingeparkt, der seinen Pkw so hinstellt, dass wir nicht rangieren können. Doch auch dieses Problem ließ sich schnell und unkompliziert lösen. Nicht jedoch das Problem mit der EC-Karte. Wieder wurde sie beim Bezahlen nicht akzeptiert. Nachdem das dann mit der Kreditkarte erledigt war, ging es wieder runter von der Insel Krk. Gleich zu Beginn der Strecke gab es dann in der Ortschaft Draga Bascanska eine interessante Verkehrssituation. Die Fahrbahn verengte sich auf Grund der Bebauung auf eine Fahrspur. Eigentlich hatte der Verkehr bergan – also wir – Vorrang. Das interessierte den Gegenverkehr jedoch herzlich wenig und da keine Lücke war, konnten wir die Stelle nicht passieren. Erst als ich langsam einfach anfuhr, bremste doch mal einer ab und gewährte uns die Durchfahrt. Der Rest der Fahrt war recht zähflüssig. Es herrschte viel Verkehr und einige verbrachten augenscheinlich den Tag mit Sightseeingtouren im Pkw.

Nachdem wir die Insel wieder verlassen hatten, ging es auf der Bundesstraße 8 in Richtung Süden. Anfänglich heiterte uns noch der Stau im Gegenverkehr auf, der sich augenscheinlich bis Rijeka erstreckte. Als wir diesen allerdings in einer Länge von knapp 20 Kilometern passiert hatten, hatten wir Mitleid mit den Fahrzeuginsassen, die sich am Ende anstellen mussten.

Am Vormittag erreichten wir dann Senj. An der Küstenstraße entdeckten wir ein Autokamp in Senj, das recht einladend wirkte. Wahrscheinlich da es direkt am Wasser lag und es mittlerweile wieder richtig heiß geworden war. Unser Weg führte uns über die Bundesstraße 23 das Küstengebirge hinauf. Die Strecke hatten wir schon einmal mit dem alten Bürstner-Mobil bewältigt. Diesmal ging es etwas flotter voran.

Dem Straßenverlauf weiter folgend ging es auf direktem Weg in Richtung Autobahn. Wir folgten der A 1 in Richtung Süden. Außer dass es heiß war, ereignete sich auf den Autobahnkilometern nicht viel. Erwähnenswert waren lediglich die Staus in Richtung Norden. So baute sich nach Passieren des Sveti Rock Tunnels ein Stau auf, der schnell eine Länge von 25 Kilometern und mehr erreichte. Gott sei dank war er nicht in unsere Richtung. Wir fuhren dann in Richtung Zadar ab und hatten als einzige Verkehrsbehinderung die Warteschlange an der Mautstation zu bewältigen.

In Zadar folgten wir den Hinweisschildern zum Camping Borik. Dieser Platz lag am dichtesten zur Altstadt. Nach der Anmeldung hatten wir auf dem riesigen, unparzellierten Gelände die Qual der Wahl uns für einen Platz zu entscheiden. Nachdem wir aufgebaut hatten, ging es gleich mit den Fahrrädern in Richtung Altstadt. Zuvor musste Elli unsere Anmeldung noch komplettieren. Während dieser Zeit entdeckte Sönke eine europäische Gottesanbeterin, die am Fenster der Rezeption hing.

Danach ging es mit dem Fahrrad am Hafen entlang bis zur Brücke in die Altstadt. Hier stellten wir unsere Fahrräder ab und machten uns zu Fuß auf die Erkundung der Stadt. Auf unserer Tour durch die Stadt gelangten wir zu allen Sehenswürdigkeiten, die der Reiseführer hergab.

Während einer Pause in einem Cafe an der Siroka Ul. beschlossen Elli und Sönke den Turm an der Sveta Stosija und Donatuskirche zu ersteigen und sich den Ausblick über die Altstadt zu gönnen. Danach ging es noch durch einige kleine Gässchen. Letztlich wollten wir für das Abendessen noch etwas Salat einkaufen und suchten den Markt. Da aber schon alles geschlossen hatte, mussten wir mit einem Supermarkt vorlieb nehmen.

Zurück zum Campingplatz ging es dann wieder am Hafen entlang. Dass es sich hierbei um Einbahnstraßen handelte, die wir entgegen der Fahrtrichtung befuhren, schien keinen zu interessieren. Danach verbrachten wir den Rest des Abends mit Gesellschaftsspielen, bevor es dann ins Bett ging. Es folgte eine recht unruhige Nacht, da die Nachtschwärmer bei ihrer Rückkehr auf den Campingplatz nicht gerade leise waren. Der britische Platznachbar sorgt dann durch eine kompromisslose und blumige Ansage in seiner Muttersprache für Ruhe.

Bereits um kurz nach 07.00 Uhr standen wir am nächsten Morgen auf. Schnell war alles nach dem Frühstück gepackt. Nach unserer Abfahrt vom Campingplatz kauften wir noch kurz in einem Supermarkt ein, bevor es auf der Küstenstraße weiter ging. Eigentliches Ziel war Murter. Da wir aber keinen Kontakt zum Campingplatz bekamen und uns Primosten als Ziel interessanter erschien, entschieden wir uns entsprechend um. Kurz vor Sibenik machten wir dann noch an einer Brücke halt, um das Bungeejumping von der Brücke zu beobachten.

Bereits gegen 13.00 Uhr kamen wir am Campingplatz Adriatiq an und reihten uns die Schlange derer ein, die einen Platz begehrten. Während Elli die Anmeldung übernahm brüteten Sönke und ich in der Hitze. Elli bekam den Stellplatz Nummer 65 zugewiesen. Nach einer kurzen Inspektion erschien er ihr akzeptabel und wir bauten uns auf.

Den Nachmittag verbrachten wir am Platz und für den frühen Abend hatten wir uns vorgenommen, zu einem Bummel in die Stadt zu fahren. Zunächst wollten wir das Taxiboot vom Platz in die Stadt nutzen, schafften es aber zeitlich nicht und entschlossen uns zu Fuß zu gehen. Am Tor des Campingplatzes sahen wir dann einen alten VW Bus T1, der liebevoll wieder aufbereitet worden war und als Campingmobil genutzt wurde.

Auf unserem Fußmarsch in Richtung Stadt merkten wir bereits nach einigen 100 Metern, dass das keine ganz so tolle Idee war. Und vor allen Dingen für den Rückweg mussten wir uns etwas überlegen, da wir auf keinen Fall in der Dunkelheit ungesichert an der Straße entlanggehen wollten.

Ein bisschen genervt kamen wir am Beginn der Fußgängerzone an. Die Strecke und das heiße Wetter waren hieran genauso Schuld, wie Sönke, der sein Quengeln perfektionierte und uns penetrant auf seine Unzufriedenheit aufmerksam machte. Die Altstadt von Primosten entschädigte dann etwas für die vorangegangenen Mühen, auch wenn sie sehr für den Tourismus aufgearbeitet worden war.

Bei unserem Aufstieg in Richtung Kirche gönnten wir uns dann erst einmal in kleinen Imbiss eine Getränkepause, um wieder zu Kräften zu kommen. An der Kirche angekommen, konnten Elli diese nicht besichtigen, da gerade ein Gottesdienst abgehalten wurde. Dieser war so gut besucht, dass die Predigt mit Außenlautsprechern nach draußen übertragen wurde. Ein abschließender Gang über den Friedhof ließ uns dann ein idyllisches Restaurant entdecken, auf dessen Außenterrasse man einen schönen Blick über das Meer und den beginnenden Sonnenuntergang hatte. Das Abendessen war gut und reichhaltig. Lediglich mit der Rechnung ließen sie sich etwas Zeit. Wir mussten diesbezüglich mehrfach nachfragen. Dabei hatten wir es doch eilig, denn eigentlich wollten wir das Taxiboot zurück zum Campingplatz nehmen. Dieses sollte gegen 22.00 Uhr abfahren. Leider war uns nicht bekannt, wo es genau ablegen würde.

Wir beschlossen also die Touristeninformation aufzusuchen, damit wir dort die nötigen Informationen erhalten. Die Mitarbeiterin war zwar freundlich, machte aber keine Aussagen zu dem Taxiboot, da dies von einem privaten Hotel sei. Das half uns nun auch nicht wirklich weiter. Sie bot jedoch an, uns ein Taxi zu rufen. Dieses Angebot nahmen wir letztlich an. Die Fahrt sollte ihren Angaben nach etwa 50 Kuna kosten. Das Taxi würde uns am ‚donkey‘ abholen. Ich hatte wohl ein großes Fragezeichen im Gesicht, als Sönke anmerkte, dass es wohl das Eseldenkmal sei, das er vor dem Stadttor gesehen hatte. Wir gingen also dorthin und stellten fest, dass dort wegen einiger Künstler ein riesiger Menschenauflauf war und wohl kein Taxi durchkommen könnte.

Weit gefehlt. Nach kurzer Zeit kamen gleich drei Taxen durch die Menschenmenge gefahren. Wir sprachen einen Fahrer an und er hatte vermeintlich einen Auftrag uns zu fahren. Nach knapp 10 Minuten standen wir am Campingplatz und die Fahrt kostete tatsächlich nur 50 Kuna. Wie wir später feststellten, war dies die günstigste Alternative. Die Fahrt mit dem Taxiboot wäre erheblich teurer geworden. Hier hätte die Fahrt pro Person 50 Kuna gekostet.

Den folgenden Tag verbrachten wir komplett auf dem Campingplatz. Bei knapp 40 Grad suchten wir immer wieder das Meer zum Schnorcheln und Baden auf und ließen es uns ansonsten ganz gut gehen.

Für den nächsten Morgen war die Weiterfahrt in Richtung Süden geplant. Am Morgen einigten wir uns auf Seget als erstes Ziel. Sollten wir hier einen Stellplatz finden, wäre alles klar. Wenn nicht, sollte es nach Split weitergehen. Nach dem Einpacken ging es auch gleich los. Beim Ausparken kam es dann noch zu einer unangenehmen Berührung zwischen einer Wurzel und dem Wohnmobil. Dies bleib aber ohne Folgen für die Fahreigenschaften.

Nach knapp einer Stunde hatten wir das Autocamp Seget erreicht. Da das Autocamp direkt am Wasser lag und wir von hier aus sowohl die Stadt Trogir wie auch Split erreichen konnten, entschieden wir uns zu bleiben. Dafür sprach auch, dass wir einen Stellplatz in der ersten Reihe zugewiesen bekamen. Da es weiterhin sehr heiß war, verbrachten wir den Tag am Platz und machten uns erst gegen 17.00 Uhr auf, um in der Konoba Rico am Hafen von Seget zu Abend zu essen.

Für Sönke und mich gab es Fleischgerichte. Elli kam endlich zu ihren Fischgerichten, die sie sich schon die ganze Zeit wünschte. Im Zuge des Abendessens besprachen wir den nächsten Tag. Den Abend verbrachten wir dann damit Sönke Romme nahe zu bringen. Er machte sich in seinen ersten Spielen ganz gut und es schien ihm zu gefallen.

Wie abgesprochen ging es am nächsten Tag bereits am frühen Vormittag mit dem Taxiboot in Richtung Trogir. Die Fahrt kostete für uns alle 75 Kuna und beinhaltete sowohl die Hin- wie auch Rückfahrt.

Nach knapp einer halben Stunde kamen wir direkt an der Altstadt von Trogir an. Auf der Fahrt hatten wir noch das einmalige Erlebnis Delfine beobachten zu können, die in der Bucht vor Trogir schwammen. Leider schafften wir es nicht unsere Fotokamera schnell genug einsatzbereit zu bekommen.

In Trogir orientierten wir uns erst einmal und machten uns dann durch die kühlen Altstadtgassen auf den Weg die Sehenswürdigkeiten abzuklappern. Am ersten Schattenplatz, den wir erreichen konnten, nutzten wir das kostenlose WLAN, um Wetterinformationen zu bekommen. Die waren ausgesprochen positiv für die nächsten Tage.

Unser Stadtrundgang ging über die Gradska Ul. zur Sankt Laurentius Kirche und dem Platz mit dem Glockenturm und der Loggia. In der Loggia sang zu dieser Zeit gerade ein Chor, der dem Ganzen noch eine besondere Note gab. Weiter ging es von hier zum Stadttor. Danach bummelten wir durch die Gassen und versuchten hierbei den großen Touristenströmen auszuweichen und etwas kleinere Gassen zu wählen. Gerade in diesen wurde einem bewusst, dass die Stadt nicht nur aus Sehenswürdigkeiten bestand, sondern auch noch für das normale Leben genutzt wurde.

An der Festung des Kamerlengo angekommen, hatten wir die Altstadt einmal durchquert. Wir suchten uns nun unseren Rückweg in Richtung Hauptplatz und wollten vorher allerdings etwas Trinken. Die ersten Lokale, die wir fanden, waren gänzlich auf Tourismus abgestellt und hatten dementsprechende Preise. In einer Seitengasse meinten wir ein gemütliches und günstiges Lokal gefunden zu haben. Die außen angeschlagenen Preise für das Essen waren ausgesprochen günstig. Im Innenhof bekamen wir dann die eigentliche Karte und mussten feststellen, dass die günstigen Speisepreise durch überzogene Getränkepreise kompensiert wurden. Das wollten wir uns nicht antun und machten uns wieder auf die Suche. In einer kleinen Sackgasse fanden wir dann ein Lokal, das dann wirklich vergleichsweise günstige Preise hatte. Das Bier war umgerechnet einen Euro günstiger. Hier machten wir dann Pause und schrieben in dieser Zeit unsere Postkarten, damit wir sie gleich zur Post bringen konnten.

Nachdem dies alles erledigt war, ging es zurück zur Riva, wo unser Taxiboot wieder anlegen sollte. Die erste Abfahrtszeit verstrich, ohne dass das Boot in Sicht kam. Wir fragten mehrfach bei den anderen Taxibooten nach, die uns aber immer wieder vertrösteten. Letztlich blieb uns nichts anderes übrig, als an der Riva in der prallen Sonne zu warten. Jedes Schattenplätzchen, was frei wurde, nutzten wir, um uns der Sonne nicht so aussetzen zu müssen.

Als das Taxiboot dann endlich erschien, machte der Fahrer erst einmal eine Pause. Danach ging es dann zurück in Richtung Seget, wo wir gegen 14.00 Uhr wieder eintrafen und den Rest des Tages mit Sonnenbaden und Schwimmen verbrachten.

Gegen 18.30 Uhr ging es erneut in die Konoba Rico zum Abendessen. Zum einen gab es an Restaurants eine nicht so große Auswahl in Seget und zum anderen war das Essen in der Konoba echt gut und günstig. Auf Sönkes Wunsch hin bestand das Abendprogramm erneut aus Romme spielen. Diesmal hielt er sich wirklich gut und spielte gut mit. Und dies, obwohl wir es schafften auf neun Spiele dreimal einen Romme Hand zu haben.

Wie beschlossen ging es am nächsten Morgen weiter. Unsere Platznachbarn waren bereits in den frühen Morgenstunden abgefahren, sodass wir ausreichend Platz zum Ausparken hatten. Nachdem der Platz bezahlt war, wollten wir noch kurz entsorgen. Während Elli das Chemie-WC machte, wollte ich das Brauchwasser ablassen. Bei meinem Versuch den Hahn aufzudrehen, stellte ich fest, dass dieser keinen Widerstand beim Drehen zeigte. Als ich mich dann unter das Mobil legte, musste ich feststellen, dass der Absperrmechanismus gebrochen war. Wann und warum dies passiert war, konnten wir nicht mehr klären.

In meinem Versuch dies zu reparieren, legte ich den Fahrzeugschlüssel in der Heckgarage ab. Leider passierte es uns, dass wir beide Türen der Heckgarage verriegelten. Den Ersatzschlüssel hatten wir natürlich zu Hause liegen lassen. Nach unseren ersten Versuchen mit anderen mitgeführten Schlüssel, die nicht zum erhofften Erfolg führten, holte Elli den Platzbetreiber zu Hilfe. Dieser erschien mit seinem Werkzeugkasten und suchte eine Möglichkeit die Tür aufzuhebeln. Sein Handeln war darauf ausgerichtet, die Tür mit Gewalt zu öffnen, was mir nicht gefiel. Ich versuchte ihm dies klar zu machen und hatte Erfolg, sodass er sich nur dazu stellte und unsere Bemühuingen beobachtete.

Der nächste Versuch bestand darin auf dem Campingplatz Schlüssel von anderen Campern einzusammeln und auszuprobieren. Bei einem hatten wir dann Glück und konnten immerhin eines der beiden Türschlösser öffnen. Das zweite hebelte ich dann mit sanfter Gewalt auf. Hinterher stellte ich fest, dass dadurch weder Schloss noch Mechanismus Schaden nahmen. Sönke krabbelte dann durch die Heckgarage und holte den Schlüssel heraus. Nun konnte es endlich weitergehen. Durch die ganze Aktion war ich natürlich gehörig ins Schwitzen geraten, weshalb ich vorher noch kurz Duschen ging.

Danach suchten wir in Seget erst einmal noch einen Supermarkt auf, um unser Leergut zu entsorgen. Außerdem kaufte sich Sönke noch seine geliebten Ki-Ki Karamel Bonbons. Dann ging es endlich in Richtung Autobahn. Wir verließen Seget über die Straße Nummer 58 und hatten dabei noch einen wunderbaren Ausblick auf Trogir.

Die Fahrt über die Autobahn nach Norden verlief ausgesprochen ereignislos. Lediglich die Temperatur zwischen 35 und 38 Grad Celsius machte uns zu schaffen. Wenn wir bei einem Halt ausstiegen, suchten wir sofort den Schatten des Wohnmobils auf, um der Sonne zu entgehen.

Gegen 15.00 Uhr kamen wir in Zagreb an und machten uns auf die Suche nach dem Campingplatz Autokamp Plitvice in Lucko. Wir hatten die Anschrift in den Navi eingeben und haben uns dann voll und ganz auf ihn verlassen. Damit waren wir allerdings auch verlassen. Als das Gerät mit dem Satz „Sie haben ihr Ziel erreicht“ das Ende der Fahrt ankündigte, waren wir in einer ruhigen Seitenstraße und von einem Campingplatz weit und breit keine Spur. Ich fragte dann bei einer netten Kioskbesitzerin nach, die das Problem augenscheinlich bereits kannte. Ihrer Beschreibung nach, die sie uns auch schriftlich mitgab, lag der Platz an einer Autobahnraststätte und war nur über diese erreichbar. In der Folge quälten wir uns durch diverse Autobahnkreuze und andere Umfahrungen, bis wir letztlich die Raststätte und den Campingplatz etwa gegen 16.00 Uhr erreichten.

Der Campingplatz wird durch das am Rastplatz angegliederte Motel betreut. Zu unserem Bedauern konnte uns das Servicepersonal keine Auskunft geben, wie wir mit öffentlichen Verkehrsmitteln in das Stadtzentrum gelangen könnten. Die Buslinie, die wir auf der Anfahrt in Lucko gesehen hatten, war zu Fuß vom Rastplatz aus nicht erreichbar. Eigene Recherchen an den Infoständen am Rastplatz führten auch nicht so wirklich zu einem befriedigenden Ergebnis, so dass wir uns mit dem Gedanken anfreundeten doch noch weiter zu fahren. Da unser nächstes Ziel Graz nur noch knapp 200 Kilometer entfernt lag, riefen wir erst einmal auf dem Campingplatz an, um uns nach freien Kapazitäten zu erkundigen. Eine Bandansage verriet uns, dass der Platz noch freie Stellplätze hatte. Dies nahm uns dann die Entscheidung ab und wir fuhren weiter.

Bis zur Grenze ging es auf der Autobahn. Danach folgte die Landstraße in Slowenien bis nach Maribor. An der letzten Raststätte vor der Grenze nach Österreich tankten wir dann noch eben. Eine gute Entscheidung, wie sich in Österreich zeigte, da der Diesel hier wieder einmal 10 Eurocent teurer war.  In Graz selbst ging es dann zügig voran. Wir verließen uns voll auf den Navi, der uns diesmal auch direkt an den Campingplatz Central in Graz-Straßgang führte.

Der Campingplatz liegt direkt an einem Freibad, dessen Nutzung im Preis inklusive ist. Wir wählten einen Stellplatz in der ersten Reihe und hatten gleich Kontakt zu unserem Platznachbarn, der am Grillen war. Dieser war auf dem Weg in Richtung Zagreb, wo er seine Familie vom Flughafen abholen wollte, um dann nach Rab weiter zu fahren. Nach einer Dusche ging es in das nahe Restaurant Volksgoatn zum Abendessen. Die sehr freundliche Bedienung gab uns noch Auskunft darüber, was wir in Graz unbedingt anschauen sollten.

Am nächsten Morgen standen wir bereits gegen 07.00 Uhr auf. Die Kirchenglocken des Ortes hatten uns geweckt. Ich suchte dann erst einmal den Weg zum Bäcker. Danach gab es Frühstück und wir machten uns für den Stadtrundgang fertig. Den Weg in die Stadt erledigten wir mit dem Linienbus, der in unmittelbarer Nähe zum Bäcker abfuhr. Die Endhaltestelle des Busses, der Jakominiplatz, war gleichzeitig der Stadtpunkt für unseren Weg durch die Stadt. Über die Herrengasse ging es erst einmal bis zum Hauptplatz.

Von dort aus ging es zum Franziskanerkloster und über die Hauptbrücke zum Kunsthaus Graz und Mariahilferkirche.

Es folgte der Gang über die Mur-Insel bis zur Schlossbergbahn. Die Bergfahrt mit der Schlossbahn war in unserer Busfahrtkarte inklusive, so dass wir uns auch noch kostengünstig den Fußmarsch hinauf auf den Schlossberg sparten. Danach wurde durch uns der Schlossberg erkundet, bevor wir im Schlossrestaurant ein Getränk nahmen und den Ausblick auf das Umland genossen.

Danach ging es weiter über die Bastion bis zum Uhrturm. Von dort aus hätten wir einen Lift im Berg hinab nehmen können. Wir entschieden uns jedoch trotz der Hitze für den Fußmarsch über die Treppen.

Unten angekommen erfasste uns der kühle Luftzug aus der Höhle unterhalb des Schlossberges. Hier waren der Eingang zum Lift und eine Konzerthalle, dem DOM iMBERG, die sich Sönke und Elli erst einmal anschauten. Über die Sackstraße ging es weiter. Hier fand Elli ein Antiquitätengeschäft, mit sehenswerten Eierbechern. Während wir nach mehr schauten, kamen wir mit der Verkäuferin ins Gespräch und es ging nun ums Feilschen beim Preis für den Becher, den Elli ins Auge gefasst hatte. Letztlich übervorteilten wir die Verkäuferin, weil sie wohl nicht richtig rechnen konnte und erhielten anstatt der aversierten 10 Prozent tatsächlich 20 Prozent Preisnachlass.

Es folgte ein Mittagssnack am Hauptplatz bevor es über die Sporgasse in Richtung Deutscher Orden weiter ging. Danach folgten wir der Hofgasse bis zum Grazer und machten uns auf die Suche nach der türkischen Treppe, einer in sich verwundenen doppelten Wendeltreppe. Diese fanden wir in einem Gebäude der öffentlichen Verwaltung. Beim Fotografieren gab dann der Akku unserer Fotokamera den Geist auf, so dass weitere Fotos nur noch mit dem Mobiltelefon möglich waren.

Nach einem kurzen Abstecher in den Dom ging es über die Färbergasse und kleine Hinterhofgässchen wieder auf die Herrenstraße und zum Jakominiplatz. Hier verpassten wir unseren Bus, der direkt vor unserer Nase abfuhr. Wir mussten nun in der prallen Sonne 10 Minuten auf den nächsten Bus warten. Das war nicht gerade angenehm.

Gegen 14.00 Uhr waren wir wieder am Campingplatz angelangt. Wir machten uns gleich fertig, schnappten unsere Sachen und gingen ins Freibad. Dieser Aufenthalt war bei der Hitze sehr angenehm. Das Freibad Straßgang hatte ein riesiges Becken und war mit einem Kiesboden zur Wasseraufbereitung versehen. Außerdem gab es einen separaten FKK-Bereich, den wir aber nicht nutzten. Unser Aufenthalt dauerte bis 17.00 Uhr und nach einer Dusche ging es erneut in den Volksgoatn zum Abendessen. Glücklicherweise erhielten wir noch einen Tisch, da der heutige Abend ein Grillabend mit einem All-you-can-eat-Buffet war. Wir selbst entscheiden uns ein essen nach der Karte, da sich das Angebot für uns nicht lohnte.

Für den heutigen Tag hatten wir eine Wandertour geplant. In den Reiseführern für das Grazer Umland hatte Elli die Bärenschützklamm entdeckt. Nach einer knappen Stunden Fahrt, unterbrochen durch einen Einkaufsstopp, hatten wir den Ort Mixnitz erreicht und fuhren durch die engen Gassen des Ortes auf den Parkplatz 4 am Einstieg zum Wanderweg. Bereits der Weg zur Klamm gestaltete sich anstrengend. Die Anstiege hatten es ganz schön in sich, obwohl sie noch über normale Versorgungswege führten.

Am Klammeingang dann ein Kassenhäuschen. Ich wollte es erst nicht glauben, aber wir mussten tatsächlich Eintritt zahlen.

Danach geht es über teilweise frei schwebende Steigleitern durch die Klamm.

Nach Angaben des Alpenvereins werden auf derzeit 164 Leitern etwa 350 Höhenmeter überwunden. Insgesamt braucht man für die etwa 1900 Meter lange Strecke eineinhalb Stunden. Nach etwa der Hälfte der Strecke durch die steilen Felswände der Klamm erreichen wir eine Mittelstation, wo wir uns erst einmal etwas ausruhen und ein Getränk zu uns nehmen konnten, das übrigens kostenfrei vom Alpenverein zur Verfügung gestellt wurde.

Danach folgt meines Erachtens der anstrengendere Teil. Nun geht es fast nur noch hoch. Und gerade die letzten Leitern haben es in sich, sie weisen teilweise über 45 Grad auf und es entspricht wirklich einer Leiter. Nach der letzten Leiter mussten wir erst einmal durchpusten. Danach ging es noch etwa 10 Minuten durch den Wald bevor die Jausenstation Guter Hirt erreichten. In strahlendem Sonnenschein machten wir es uns an einem Tisch gemütlich und gönnten uns ein erfrischendes Getränk.

Wenn wir nun dachten, wir hätten das Schwierigste hinter uns, hatten wir uns geirrt. Der Anfang des Abstieges gestaltete sich noch angenehm über eine Versorgungsstraße. Schnell wechselte er jedoch auf einen Steig, der über Geröll in Richtung Tal führte. Neben der mangelnden Trittsicherheit machte uns auch das Gefälle zu schaffen und langsam spürten wir unsere Knie mehr als uns lieb war.

Gegen 15.00 Uhr, also nach knapp 5 Stunden, waren wir zurück am Wohnmobil und hatten eine Strecke von insgesamt etwa 16 Kilometern hinter uns gebracht.

Nun ging es weiter zu dem von uns ausgewähltem Campingplatz. Dieser lag im nahen Oberaich beim Gasthof Pichler. Viel los war dort nicht und wir parkten auf der Rasenfläche an einer ruhigen Stelle ein. Danach ging es erst einmal unter die Dusche und auf ein Getränk in den Biergarten der Gaststätte. Während wir so bei unserem Bier sitzen, kommt ein Mobil mit einem älteren Ehepaar. Offenbar haben wir wohl ihren Stellplatz belegt, den sie seit Jahren innehaben und auch reserviert hatten. Nach einigen Gesprächen mit dem Personal nehmen sie einen anderen, der auch näher zum Waschhaus liegt. Wie sie später mitteilten, handelte es sich um eine gute Wahl.

Kurz vor dem Abendessen erscheint noch eine größere Herrentruppe, wohl eine Gesangstruppe, die die Holzhäuser im Garten bezieht. Unsere anfänglichen Befürchtungen, dass es dadurch laut am Abend werden könnte, bestätigen sich nicht. Nur gegen fünf Uhr morgens, als sie von ihrer Veranstaltung zurückkehrten, waren sie kurz zu hören. Interessanterweise waren sie aber auch um acht Uhr morgens mit uns schon wieder hoch.

Für uns ging es dann diesem leicht bewölkten Tag weiter in Richtung Westen. Nach einem kurzen Stück auf der Autobahn 9 folgen wir der Bundesstraße 320 bis nach Radstadt. Auf dem Weg dorthin stellen wir fest, wie schwankend die Kraftstoffpreise in Österreich sind. Sie differieren zeitweise um bis zu 7 Eurocent.

Kurz vor Radtstadt ließ freundlicherweise der Regen etwas nach, so dass wir uns trockenen Fußes auf die Stadtbesichtigung machen konnten. Die Kleinstadt war schnell erkundet und hatte lediglich einen interessanten Marktplatz und die alte Stadtbefestigung zu bieten. Nach knapp einer Stunde waren wir wieder am Mobil und machten uns auf den Weg nach Altenmarkt. Hier wollten wir uns nach einer Ferienwohnung für den Skiurlaub umsehen. Leider mussten wir feststellen, dass die Zimmervermittlung bereits geschlossen hatte. Es blieb also dabei einige Unterkunftsprospekte mitzunehmen.

Weiter ging es nun in die Region um Zell am See. Hier wollten wir die Tagestour beenden. Den Campingplatz suchten wir während der Fahrt und entschieden uns, erst einmal unser Glück auf dem Campingplatz Mühle-Camping in Kaprun zu versuchen. Die Anfahrt gestaltete sich auf Grund diverser Straßensperren rund um Bruck etwas schwierig. Grund war ein Triathlon, der hier stattfand. Wir wurden über Feld- und Wiesenstraßen in Richtung Kaprun geführt. Die Breite der Straße ließ Begegnungsverkehr nicht zu. Zu allem Überfluss kamen wir auch noch an eine Brücke mit einer Gewichtbegrenzung von 2,8 t. Die ließen wir einfach mal außer Acht.

Am Campingplatz angekommen überraschten uns die riesigen sanitären Anlagen. Die Buchung des Platzes nahmen wir im nahen Gasthof Mühle vor. Danach relaxten wir etwas und bauten erstmals die Sat-Anlage auf. Das Einrichten der Satelittenantenne gestaltete sich diesmal nicht ganz so schwierig, so dass wir den Abend bei Fernsehen im Wohnmobil verbrachten.

Für den nächsten Tag war schönes Wetter angesagt und wir beschlossen noch einmal eine Wandertour zu machen. Mit einer Wanderkarte versorgte uns der Gasthof und wir starteten am nächsten Morgen gegen 10.00 Uhr in Richtung Maiskogl.

Nach einem kurzen Stück auf der Straße ging es unmittelbar oberhalb unseres Campingplatzes auf einem schmalen Weg zwischen Feldern entlang bis wir letztlich an den Liftstationen auf dem Schaufelberg heraus kamen.

Hier folgten wir dem weiteren Weg durch den Wald, der uns in leichten Serpentinen fast senkrecht den Hang hinauf führte.

Immer wieder kamen wir an Stellen, wo wir eine Bank zum Rasten fanden und eine herrliche Aussicht auf das Tal hatten. Die Zeit zur Rast nahmen wir uns auch, insbesondere da wir langsam auch an Kraft verloren. Unmittelbar unterhalb der Maiskoglalm zeigte dann auch Sönke erstmals konditionelle Schwächen. Eine längere Pause war die Folge. Danach folgte der Weg der Liftführung der Almbahn. Da Sönke immer noch etwas schwächelte, fielen Elli und er zurück und ich machte mich auf die letzten Meter und bestellte uns schon einmal Getränke.

An der Maiskoglalm wieder vereint gab es erst einmal eine Stärkung. Während Elli und ich zunächst mit Getränken vorliebnahmen, gönnte sich Sönke einen Germknödel. Danach wechselten wir auf die andere Seite der Bergstation, um den Ausblick in Richtung Großglockner zu genießen. Hier gönnten sich dann auch Elli und ich uns einen Mittagssnack, der allerdings aus selbstgeschmierten Brötchen bestand. Der Weg dorthin führte uns durch den Kleinzoo, der an der Bergstation unterhalten wurde. Neben allen möglichen Gefiedertieren, gab es Zwergschweine und Esel, die frei zwischen den Wanderern herumliefen.

Für den Weg hinunter hatten wir die Versorgungsstraße gewählt. Auch die war steil genug, um uns unsere Knie wieder in Erinnerung zu rufen. Interessant an dieser Strecke war, neben dem Ausblick, die Tatsache, dass wir diese Wege schon auf Skiern bewältigt hatten. Im letzteren Fall kamen uns die Gefälle aber nicht so steil vor.

Mit Erreichen der Schaufelbergstraße wählten wir diese für den weiteren Abstieg. Wir wollten noch einen Supermarkt aufsuchen, um die letzten Notwendigkeiten einzukaufen. Oberhalb von Unteraigen trafen wir dann auf die neue Sommerrodelbahn und gingen eine Zeitlang querfeldein an dieser entlang. Das war allerdings bereits nach einigen hundert Metern zu anstrengend und wir nutzten die nächste Möglichkeit, um auf die Straße zu gelangen. Oberhalb eines Billa nutzten wir einen kleinen Fußweg, um auf direktem Weg zu diesem zu gelangen. Wir betraten die herrlich klimatisierten Räume und wollten eigentlich nicht wieder raus.

Nach diesem erfrischenden Aufenthalt war es nur noch ein kurzer Fußmarsch zum Campingplatz. Hier spannten wir erst einmal in der Sonne aus, bevor es gegen 17.00 Uhr zum Duschen ging. Danach machten wir uns auf die Suche nach einem geeigneten Lokal für das Abendessen. Nachdem wir einige abgeklappert hatten, kamen wir wieder zum Gasthof Mühle, für den wir uns dann letztlich entschieden. Die Wahl war auch gut, da das Essen gut war und das Preis-Leistungs-Verhältnis auch stimmte.

Für den nächsten Tag war wieder ein Reisetag eingeplant. Wir wollten nach München fahren und fuhren über die B 168 und B 161 in Richtung Deutschland. Auf der B 178, kurz vor Ellmau, stockte dann der Verkehr. Hier war man noch mit Aufräumarbeiten auf Grund eines Sturmes beschäftigt, der zwei Tagen zuvor durchs Tal gezogen war. Nachdem dieser Engpass passiert war, ging es bei Kufstein auf die A 12 und im weiteren Verlauf folgten wir der A 93 in Richtung Inntaldreieck. Von hier ging es problemlos über die A 8 in Richtung München.

Auf dem Münchner Ring folgten wir dem Navi in Richtung Stellplatz an der Allianz-Arena. Nach einer Ehrenrunde, da wir die Parkplatzzufahrt verpasst hatten, stellten wir unser Wohnmobil zwischen den ganzen Pkws ab. Bereits beim ersten Aussteigen schlug uns der Geruch der Sanitäranlagen entgegen. Zwar war Strom vorhanden, aber der erste Eindruck tat sein übrigens, um einen Aufenthalt zu vermeiden. Zudem war auf Grund einer Bombenräumung in Schwabing nicht sicher, dass wir mit den öffentlichen Verkehrsmitteln in die Stadt gelangen.

Wir beschlossen es kurzerhand bei einer Besichtigung der Arena zu belassen und verließen den Parkplatz innerhalb der 45-minütigen Karenzzeit, so dass es für uns kostenfrei war.

Wir folgten dann der A 9 in Richtung Nürnberg. Elli machte sich auf die Suche nach einer möglichen Unterkunft. Da dies allerdings nur als zusätzliche Übernachtung angesehen wurde, verzichteten wir zunächst darauf  und wollten es nur in Anspruch nehmen, wenn es zu spät wurde. Ansonsten sollte es nach Hause gehen. Unmittelbar vor der Raststätte Fürholzen staute sich dann der Verkehr. Wir wählten den mittleren Fahrstreifen und mussten unmittelbar danach eine Rettungsgasse bilden, da sich mehrere Rettungsfahrzeuge von hinten näherten. Einige Kraftfahrer nutzten dies, um sich in den Windschatten der Fahrzeuge zu hängen und so an allen vorbei zu fahren. Letztlich brachte es ihnen nichts, da wir auf der mittleren Fahrspur derart zügig vorankamen, dass wir wieder an ihnen vorbei fuhren. Der Stau hatte eine Länge von circa 10 Kilometern und kostete uns etwa eine halbe Stunde Zeitverzögerung. Danach ging es allerdings staufrei weiter. Allerdings war es mittlerweile früher Nachmittag, so dass wir von einer Rast zum Mittagessen in Denkendorf Abstand nahmen.

Das nächste Missgeschick ereilte uns auf der BAB 3 in Höhe Kreuz Fürth. Ich weiß nicht warum, aber entgegen unserer Routenplanung bogen wir auf die BAB 73 ab. Letztlich war es die angenehmere Strecke, da der Verkehr nicht so dicht war, aber in Anbetracht der Tatsache, dass wir tanken und essen wollten, war es sicherlich die falsche Wahl. Auch bei einem kurzen Abstecher über die BAB 71 war nichts Entsprechendes zu finden. Letztlich fuhren wir in Hammelburg von der BAB 7 ab, da dies die letzte Möglichkeit schien. Mit leerem Tank fuhren wir an die einzige geöffnete Tankstelle im Zentrum von Hammelburg. Nachdem der Tank gefüllt war, wollten wir unseren Hunger stillen. Dies war allerdings nicht so einfach. Nach einigem hin und her finden wir eine Sportgaststätte in Elfershausen, wo wir etwas bekommen.

So gestärkt, geht es wieder zurück auf die Autobahn. Für die letzte Strecke von etwa 300 Kilometern benötigen wir etwa drei Stunden und sind kurz nach 22.00 Uhr endlich zu Hause. Insgesamt legten wir in diesem Urlaub etwa 4650 Kilometer zurück, waren aber auch froh wieder zu Hause zu sein.

Männertour an der Müritz

Müritz 2012

(20.07.2012 – 25.07.2012)

Die Schulferien standen vor der Tür und ich hatte noch Resturlaub, den ich nehmen musste, sodass ich mit Sönke übereinkam, dass wir beide allein mit dem Wohnmobil eine Tour machen wollten. Dies wurde durch Elli unterstützt, die in dem fraglichen Zeitraum einen Lehrgang hatte, der auswärts stattfand.

Während Sönke in der Schule war, um sein Zeugnis in Empfang zu nehmen, packte ich das Wohnmobil. Als er dann gegen 11.00 Uhr nach Hause kam, warfen wir einen Blick auf das gute Zeugnis, bevor es mit dem Wohnmobil in Richtung BAB 2 losging. Unser erstes Ziel war Lenz am Plauer See. Am Vortag hatte ich bereits einmal sicherheitshalber auf dem Stellplatz angerufen un die freien Kapazitäten erfragt.

Die Fahrt über die Autobahn verlief ereignislos. Bis Wolfsburg ging es so weiter, bevor wir auf der Bundesstra0e 248 weiter in Richtung Mecklenburgische Seenplatte fuhren. In Salzwedel machte wir dann eine Mittagsrast am dortigen McDonalds bevor es über Wittenberge und Pritzwalk bis zur BAB 19 weiter ging. Hier noch ein kurzes Stück Autobahn bis zur Abfahrt Waren und dann nur noch über die Lenzer Straße nach Lenz. Die Zufahrt zum Stellplatz am Lenzer Hafen war schnell gefunden. Nachdem wir uns in der Gaststätte angemeldet hatten, richteten wir uns auf dem zugewiesenen Stellplatz ein – vielmehr richtete Sönke uns ein und ich genoss die freie Zeit. Danach gab es ein gemeinsames Getränk auf der Außenterrasse am Kanal.

Da es erst 16.00 Uhr war, machten wir erst einmal einen gemeinsamen Spaziergang durch Lenz. da dieser Ort nicht sehr groß ist, fiel der Spaziergang auch nicht sehr lang aus. Die meiste Zeit davon verbrachten wir am Ufer des Plauer See. Danach ging es zum Wohnmobil zurück. Während Sönke seinen Computer aufbaute, versuchte ich mich am Einstellen der Sat-Anlage. Dies misslang jedoch erneut, da mir das analoge Signal zum händischen Ausrichten der Antenne nicht mehr zur Verfügung stand. Sönke versuchte dann noch kurz über DVBT Fernsehempfang zu erhalten. Als jedoch auch dies misslang, machten wir uns ans Abendessen.

Da uns kein Fernsehempfang zur Verfügung stand, verbrachten wir die Zeit mit lesen und Computer spielen. Gegen 22.00 Uhr kam es dann zum Sonnenuntergang und wir gingen noch einmal ans Seeufer, um diesen zu genießen. Der Sonnenuntergang war auch klasse, nur das Wetter nicht. Dadurch dass es sehr windig war und die Sonne nunmehr keine Wärme mehr abgab, war es schlagartig kalt geworden. Als wir am Wohnmobil zurück waren, zogen wir uns dann auch gleich zurück.

Geweckt wurde ich am nächsten Morgen durch eine Toyota-Fahrerin, die abreiste. Sie scheiterte an der Schrankenanlage des Geländes. Die Betreiberin versuchte sie zum Parkscheinautomaten zu dirigieren. Dies scheiterte, sodass sie letztlich gegen die Schranke fuhr, bis diese an ihrer Frontscheibe sichtbar war. Danach holte ich erst einmal Brötchen. Nach dem Frühstück packten wir ein und fuhren gegen 09.00 Uhr bereits weiter. Unser heutiges Ziel war Waren / Müritz. Von den vorherigen Besuchen kannten wir noch den Stellplatz in Innenstadtnähe. Auf der Anfahrt fuhren wir am Ortseingang von Waren erst einmal einen Baumarkt an, da ich am Tag zuvor festgestellt hatte, dass wir eine geleerte Gasflasche bisher nicht aufgefüllt hatten. Gleichzeitig erwarb ich ein paar Kleinteile mit denen ich die Kontakte der Beleuchtung an den Garagentüren justieren konnte.

Vom Baumarkt ging es einmal durch die Stadt zum Stellplatz Blumen und Parken in der Mecklenburger Straße in Waren. Wir richteten uns ein und wieder einmal versuchte ich es mit dem digitalen Sat-Empfang. Diesmal klappte es auf Anhieb. Ich konnte es mir nicht erklären, freute mich aber darüber. Im Anschluss bummelten wir erst einmal durch die Stadt Waren und starteten unsere Tour am Hafen. Von dort aus ging es zum Marktplatz und durch die Fußgängerzone. Am Marktplatz machten wir die erste Pause und Sönke gönnte sich erst einmal ein Eis.

Unterwegs besichtigten wir einige Orte in der Altstadt von Waren und kauften noch Fahrradkarten, damit wir die geplanten Touren vernünftig absolvieren konnten.

Bereits um 13.00 Uhr waren wir zurück am Stellplatz. Um den weiteren Tag sinnvoll zu nutzen, machten wir unsere erste Fahrradtour. Es ging in den Müritz-Nationalpark vor den Toren von Waren. Nach einer kurzen Strecke durch die Stadt folgten wir dem Fahrradweg am Ufer entlang bis zum Aussichtpunkt Schnakenburg. Während ich auf die Fahrräder aufpasste, gönnte sich Sönke den Ausblick und machte ein paar Fotos.

Danach ging es in Richtung Moorlandschaft weiter. Wir folgten dem Radweg am Moor und dem Warmker See entlang. Danach wollten wir eigentlich zum Müritzhof, folgten aber der Beschilderung zum Schwarzenhof und wunderten uns zunächst nur über die Entfernungsangabe. Erst als wir uns von unserem eigentlichen Ziel immer weiter entfernten, bemerkten wir, dass wir uns verfahren hatten und fuhren an die Abzweigung zurück. Von dort aus wählten wir dann die richtige Strecke und waren nach knapp drei Kilometern am Müritzhof mit seinem Gastronomiebetrieb.

Nachdem wir die Fahrräder abgestellt hatten, gönnten wir uns ein Getränk. Essen musste Sönke nicht mehr, dass hatte er schon in Waren erledigt. Von unserem Platz aus bekamen wir auch die Streitigkeiten der einzelnen Gäste um Essensbestellungen und das damit verbundene Schlangestehen mit. Sehr lustig und ein klasse Zeitvertreib.

Nach dem Getränk ging es dann auf dem kürzesten Weg durch den Müritz-Nationalpark zurück zum Stellplatz. Dort angekommen relaxten wir erst einmal in der Sonne, bevor es dann zum Duschen ging. Während Sönke den weiteren Nachmittag natürlich mit seinem Computer verbrachte, hatte ich viel Zeit zum Lesen.

Gegen 17.30 Uhr machten wir uns dann erneut auf den Weg ins Stadtzentrum, um etwas zu Abend zu essen. Wir hatten uns ein chinesisches Restaurant ausgewählt und wählten einen Tisch drinnen, obwohl wir auch auf der Außenterrasse hätten sitzen können. Der Chinese bot ein Buffet für 7,90 € an, das ich dann auch gleich wählte, während Sönke etwas aus der Karte bestellte. Während unserer Anwesenheit füllte sich das Restaurant langsam, bis es schließlich bis auf den letzten Platz gefüllt war und bereits Gäste abgewiesen werden mussten. Das Buffet war in Ordnung. Problematisch stellte sich nur dar, dass einige der Meinung waren, es wäre das letzte Essen, was sie sich auf den Teller schaufeln könnten. Mir war es egal und ich genoss das Essen. Nach gut eineinhalb Stunden hatten auch wir genug und gingen zum Wohnmobil zurück, wo wir den Abend mit der Jackass-Show Joko & Klaas verbrachten.

Am nächsten Morgen schliefen wir etwas länger und ich stand gegen 09.00 Uhr auf, um dann erst einmal Brötchen zu holen. Danach weckte ich Sönke und wir frühstückten. Bereits um 10.30 Uhr machten wir uns erneut mit dem Fahrrad auf den Weg. Diesmal hatten wir das Wisentgehege bei Damerow als Etappenziel ausgewählt. Wieder ging es zunächst am Seeufer entlang. Auf Höhe des Campingplatzes Kamerun bogen wir dann ab und fuhren durch Eldenholz. Unmittelbar nach der dortigen Europäischen Akademie ist die Strecke ausschließlich Fahrradfahrern vorbehalten. Am Wisentgehege angekommen machten wir erst einmal eine Getränkepause.

Da das Wisentgehege an das in Springe bei weitem nicht heran kam, schenkten wir uns eine Besichtigung und machten uns auf den Rückweg. Zunächst war angedacht eine Alternativroute zurück zu nehmen. Da der Radweg aber so vorzüglich ausgebaut war, entschieden wir uns, ihn erneut zu nutzen. In Waren zurück bummelten wir noch etwas durch die Fußgängerzone, bevor wir am Marktplatz zum Abschluss ein Getränk nahmen.

Es folgte eine erneute Relaxphase am Wohnmobil, bevor es gegen 16.00 Uhr noch einmal zu einem Bummel in die Stadt ging. Diesmal bummelten wir um das Hafenbecken herum und gönnten uns im „Schnitzelkönig“ ein Eis. Um 18.00 Uhr ging es dann zum Essen in eine Pizzeria am Hafen. Danach verbrachten wir den restlichen Abend am Wohnmobil.

Am nächsten Morgen holte dann Sönke erstmals Brötchen und er meinte es gut mit uns. Insgesamt vier Zwillingsbrötchen, die acht normalen Brötchen entsprachen, kaufte er zum Frühstück ein. Damit hatten wir eindeutig den gesamten Tagesbedarf gedeckt. Nachdem wir gepackt hatten, nutzten wir noch die Entsorgung und Sönke zahlte, bevor es erneut in Richtung Einkaufsviertel ging und wir beim nahen Aldi für unser Abendessen einkauften. Danach ging es weiter in Richtung Rögel, unserem nächsten Etappenziel. Gegen 11.00 Uhr kamen wir im Bereich des Campingplatzes an. Nachdem wir zweimal an der Einfahrt des Campingplatzes vorbeigefahren waren, checkten wir auf dem Campingplatz Pappelbucht ein. Der Preis für den Campingplatz lag in der Hauptsaison bei 16,50 € und damit nur unwesentlich teurer als der Stellplatz.

Nachdem wir uns eingerichtet hatten, legte sich Sönke erst einmal in die Sonne, während ich las. Gegen 14.30 Uhr rafften wir uns auf und fuhren mit dem Fahrrad die knapp 1,5 Kilometer nach Röbel.

Hier fuhren wir die wesentlichen Sehenswürdigkeiten ab.

Nach einem kurzen Aufenthalt am Marktplatz ging es zum Hafen zurück, wo wir ein Mitbringsel für Ellen kauften und Sönke sich wieder einmal ein Eis gönnte. Zurück am Campingplatz beschlossen wir dann, das nahe Freibad zu nutzen, da der Eintritt dort für uns kostenlos war. Das schön gestaltete Freibad lag direkt am Seeufer und wir konnten im See baden. Das war sehr erfrischend, auch wenn die 18 Grad Wassertemperatur nicht zu einem langen Aufenthalt einluden. Nachdem wir uns in der Sonne wieder aufgewärmt hatten, ging es zum Wohnmobil zurück. Dort angekommen spielten wir erst einmal eine Runde Siedler, wobei mich Sönke regelrecht abzog. Ich hatte nicht die geringste Chance auf einen Sieg.

Nach unserem überaus gesunden Abendessen, Salat und Brötchen, verbrachten wir dann den Abend wie üblich. Ich blieb diesmal jedoch draußen sitzen, da der Abend mittlerweile so lau war, das er es zuließ.

Für den nächsten Tag hatten wir uns wieder eine Fahrradtour vorgenommen. Bereits um 09.30 Uhr ging es nach dem Frühstück mit dem Fahrrad los. Zunächst fuhren wir wieder nach Röbel. Von hier aus ging es dann über den Radweg um den Binnensee Großer Wünnow herum und durch das Naturschutzgebiet nach Zähnerlank. Hier schwenkten wir vom Ufer ab und fuhren in Richtung des Gutsherrenortes Ludorf. Nach einem kurzen Fotostopp an der Ludorfer Oktogonkirche, die Backsteinkirche mit ihrem achteckigen Grundriss,

ging es zum Seeufer. Nachdem wir dort eine kurze Rast eingelegt hatten, machten wir uns auf den Rückweg. Unmittelbar vor Ludorf machten wir noch einen kurzen Abstecher zur Slawenburg Morin, die hier frei zugänglich ist.

Von Ludorf an fuhren wir dann die Landstraße nach Röbel zurück. Entgegen unserer Karte befand sich jedoch kein Radweg an der Strecke und wir mussten auf der Fahrbahn fahren. Sönke legte auf den knapp 5 Kilometern eine gute Geschwindigkeit vor. Selten waren wir unter 35 km/h unterwegs. In Röbel legten wir dann am Hafen eine Pause ein und gönnten uns einen Aufenthalt auf dem Bistroschiff, das am Hafenkai vertäut liegt.

Nach unserer Rückkehr zum Campingplatz ging es erneut ins Freibad. Da die Wassertemperatur sich nicht erhöht hatte, war auch dieser Aufenthalt erfrischend aber kurz. Um den Nachmittag rum zu bekommen, gönnten wir uns eine neuerliche Partie Siedler. diesmal gewann ich und mir wurde prompt von meinem kleinen Trotzkopf als Gegner Unfairness unterstellt. Irgendwie wurde hier meines Erachtens nach mit zweierlei Maß gemessen.

Wieder gönnten wir uns ein karges Abendessen am Wohnmobil, das wir im freien zu uns nehmen konnten. Danach wusch Sönke das Geschirr ab und ich genoss den lauen Sommerabend. Während sich Sönke erneut früh ins Wohnmobil zurückzog, bleib ich draußen. Allerdings wurde dieser Aufenthalt auch recht früh beendet, da erstmals Mücken zum Problem wurden.

Für den nächsten Tag hatten wir uns nach dem Frühstück für eine Weiterfahrt entschieden. Wittenberge an der Elbe war unser Ziel. Da es aber immer heißer wurde und wir weder zu einer Stadtbesichtigung noch zu einer Fahrradtour Lust verspürten, strichen wir diese Etappe und fuhren lieber in Richtung Heimat, wo wir gegen 14.30 Uhr ankamen. Sönke half noch kurz beim Entladen des Wohnmobils, bevor er sich zu einem Freund aufmachte.

Rückgriff auf Bewährtes – Fahrradfahren am Jadebusen

Dangast

(17. Juni 2012 – 24. Juni 2012)

Im Gegensatz zum Vorjahr wollten wir wieder einmal etwas ändern. Diesmal betraf es den Zeitraum unserer Reise. Erstmalig waren wir vor den Sommerferien unterwegs. Das Ganze natürlich in der Hoffnung besseres Wetter zu haben. Ansonsten machten wir es uns recht einfach und fuhren in das Ferienhaus in Dangast, das wir schon zweimal zuvor als Reiseziel gewählt hatten. Da wussten wir jedenfalls, was das Umfeld zu bieten hatte.

Am Samstag, dem 16. Juni 2012 fuhr ich schon einmal vor, erledigte die wesentlichen Einkäufe und richtete mich schon einmal ein. Am Sonntag kamen dann Ansgar und Lars nach. Sie fuhren gegen 11.00 Uhr in Sorsum los und trafen gegen halb zwei am Ferienhaus ein. Während der Wartezeit machte ich schon einmal einen Gang durch Dangast und reservierte einen Stellplatz für Elli und mich zu einem späteren Datum und eine Tisch im „Alten Zollhaus“ für das gemeinsame Abendessen. Das war etwas problematisch, da an dem Abend Deutschland spielte und alle vor dem Spiel noch Essen gehen wollten. Trotzdem schaffte es Hamid uns einen Tisch für 17.30 Uhr zu reservieren.

Nachdem ich das alles erledigt hatte und auf der Terrasse auf das Eintreffen von Ansgar und Lars wartete, schaffte ich es, mein Handy zu schrotten. Trotz Stoßfestigkeit hielt es dem Sturz aus knapp einem Meter Höhe nicht stand und das Display splitterte. Es war zwar danach noch funktionsfähig, aber auf die Touren nahm ich es lieber nicht mehr mit, da ich Angst hatte, dass das Display ganz zerspringt.

Der Rest des Tages ist schnell erzählt. Als Lars und Ansgar eintrafen und sich ebenfalls eingerichtet hatten, saßen wir bis zum Essen auf der Terrasse und tranken bereits das ein oder andere Bier. Nach dem Essen kamen wir pünktlich zum Fußballspiel zurück ins Ferienhaus. Die abschließende Vorrundenpartie Deutschland gegen Dänemark ging 2:1 aus und Deutschland hatte das Viertelfinale der Euro 2012 erreicht, wo sie auf Griechenland treffen würden.

Am nächsten Morgen nahm dann alles seinen gewohnten Lauf. Ich holte (wie eigentlich immer) die Brötchen und wir frühstückten gemeinsam. Danach ging es auf unsere erste Fahrradtour. Sie sollte uns nach Wilhelmshaven führen. Mit leichtem Rückenwind ging es am Deich entlang und an der Abzweigung Mariensiel machten wir die erste ausgedehnte Pause. Als es dann am Südstrand entlang weiter ging, fing es leicht an zu regnen. Dies steigerte sich dann zu einem Gewitter. Unmittelbar neben uns im Jadebusen schlugen die Blitze ein. Als es dann auf den letzten Kilometern den Deich hinauf ging, hatten wir schon gehörig Respekt vor dem Wetter und hofften, dass uns kein Blitz erwischt.

Unmittelbar nachdem wir die Arkaden am Südstrand erreicht hatten, fing es dann richtig an zu regnen. Wir überbrückten die Wartezeit auf besseres Wetter mit einem Getränk und beschlossen nach einem Blick an den Himmel lieber die Rückfahrt anzutreten. Das taten wir dann auch, allerdings bei Gegenwind, was die Sache nicht einfacher machte. Gerade auf der langen Geraden bei Cäciliengroden machte sich der Wind stark bemerkbar.

Bereits gegen 13.00 Uhr waren wir wieder am Ferienhaus. Den Nachmittag verbrachten wir mit einem Bummel durch Varel und dem Einkaufen für das Abendbrot. Das Abendprogramm bestand dann wieder aus Live-Übertragungen von der Euro 2012.

Für den nächsten Tag hatten wir uns die Tour um den Jadebusen herum nach Eckwarderhörne vorgenommen. Bereits um 10.00 Uhr ging es los und der erste Teil der Strecke bis zum Vareler Hafen verlief ereignislos bei windstillem und sonnigem Wetter. Danach wollten wir eigentlich dem Deich am Jadebusen entlang folgen. Leider war diese Strecke auf Grund der anstehenden Deicherhöhung und der damit verbundenen Bauarbeiten gesperrt und wir mussten die Umleitung fahren, die uns an der Kreisstraße 197 entlang führte. Den Radweg, den wir aus den Vorjahren als gut in Erinnerung hatten, war mittlerweile allerdings auf Grund der Unebenheiten sehr gewöhnungsbedürftig. Jeder Versuch an die Deichstraße zurück zu gelangen, wurde durch die Baustelle vereitelt, so dass wir bis Beckmannsfeld an der Straße fuhren. Erst danach ging es wieder auf Nebenstraßen und die Deichstraße. Das letzte Stück der Strecke führte dann an der Außenseite des Deiches, also direkt am Ufer des Jadebusens, entlang.

Pünktlich zur Mittagszeit erreichten wir nach etwa 40 Kilometer Strecke das Seezeichen bei Eckwarderhörne. Wir gönnten uns am dortigen Imbiss einen Snack, wobei wir feststellten, dass augenscheinlich alle Preise Verhandlungssache waren, was wir dann auch ausnutzten. Die Zubereitung der Speisen nahm dann auch noch etwas Zeit in Anspruch. So dauerte die Zubereitung eines Matjes-Brötchens gut 10 Minuten.

Nach dem Imbiss ging es dann zurück. Da wir uns nun nicht mehr orientieren mussten und wir weniger Pausen machten, ging es etwas zügiger zurück. Die letzte Rast machten wir dann am Vareler Hafen. Von hier aus ging es am Deich weiter, allerdings bei starkem Gegenwind. Ansgar und ich wechselten uns auf den letzten 10 Kilometern mit der Führungsarbeit ab und versuchten so Lars zu entlasten. Nachdem wir die insgesamt knapp 80 Kilometer geschafft hatten, waren wir echt platt.

Auf Grund der anstrengenden Tour vom Vortag, wollten wir es am Folgetag etwas ruhiger angehen lassen und wählten den Neuenburger Urwald als Ziel. Auf einer Strecke durch das Deichhinterland ging es nach Ellenserdammsiel. Nachdem wir hier die Autobahn überquert hatten, wollten wir einen Verbindungsweg nach Driefel nehmen, der auf der Fahrradkarte verzeichnet war. Leider war er nur auf der Fahrradkarte vorhanden. Im wirklichen Leben endete dieser Weg auf einer Wiese, so dass er für uns nicht weiter in Betracht kam. Zudem war in diesem Teil die Baustelle eines Windparks, was die Orientierung auf Grund der vielen angelegten Baustraßen nicht einfach machte, so dass wir direkt nach Steinhausen fuhren, um die Strecke über Bockhorn zu wählen. Dorthin ging es über die Straße. Es folgte die letzte Teilstrecke durch den Neuenburger Urwald zum Urwaldhof, wo wir ein leichtes Mittagessen einnahmen.

Für den Rückweg fragten wir die Bedienung nach einem Radweg an der B 437 entlang in Richtung Bockhorn. Obwohl die Strecke direkt an ihrem Lokal vorbeiführte konnte sie nicht sagen, ob ein Radweg vorhanden wäre. Wir schauten dann selbst nach und fanden tatsächlich einen vor, der uns an Bockhorn vorbei bis Seghorn führte. Dort machten wir am Fahrradmuseum noch eine kurze Pause, bevor es auf das letzte Teilstück über Jeringhave nach Dangastermoor und Dangast ging. Die Strecke, geprägt durch leichte Steigungen und starkem Gegenwind, machte uns ganz schön zu schaffen.

Zurück in Dangast gab es erst einmal ein Bierchen auf der Terrasse. Währenddessen meldet sich die Fiat-Werkstatt und gibt eine kurze Sachstandsmeldung zur momentanen Reparatur des Wohnmobils. Wichtigster Eckwert war, dass der Kilometerstand genullt werden musste. Nachdem wir einige Stunden relaxt hatten, ging es abends ins griechische Restaurant Dionysos in der Düsternstraße zum Essen. Unserer Empfindung nach eine gute Wahl vor dem anstehenden Viertelfinalspiel gegen Griechenland.

Für den folgenden Tag hatten wir wieder eine anspruchsvollere Tour geplant. Hooksiel war unser Ziel. Bis Mariensiel ging wieder alles ohne Probleme. Danach hatten wir leichte Orientierungsprobleme. Den einzigen Anwohner, den wir trafen und befragen konnten, hatte gerade einen Kehlkopf-OP hinter sich und war dem Entsprechend schwierig zu verstehen. Letztlich folgten wir der Beschilderung in Richtung Hooksiel, nachdem wir sie erst einmal gefunden hatten. Über Fedderwarden und Sengwarden ging es nach Hooksiel. Bei der Einfahrt in den Ort komme ich zu Fall, da ich schnell genug aus den Pedalen komme, als wir an einer roten Ampel halten müssen. Die Folge waren leichte Abschürfungen am rechten Schienbein.

Bereits um 11.15 Uhr waren wir in Hooksiel angekommen. Nach etwas Sightseeing – Alter Hafen und Fußgängerzone – gönnten wir uns ein Fischbrötchen, bevor es in Richtung Hooksieler Schleuse weiterging. Die Strecke dorthin führte durch ein Naherholungsgebiet. In einer mit Gebüsch schlecht einsehbaren Linkskurve kam es dann fast zu einem Zusammenstoß mit einem entgegenkommenden E-Bike-Fahrer, der den Außenradius der Kurve wählte, statt auf seiner Fahrspur zu bleiben. An der Hooksieler Schleuse genossen wir dann bei Sonnenschein den Blick nach Schillig und auf die Vogelinsel Mellum. Danach ging es direkt am Ufer weiter. Auf kilometerlangen geraden Strecken zog sich der Weg bis zum Jadeport und im weiteren Verlauf zum Ölhafen hin. Von dort an wollten wir eigentlich weiter am Ufer entlang durch die weiteren Häfen fahren. Die Strecke war auch als Fahrradweg auf der Karte verzeichnet. Leider machte uns die Bundeswehr, die diese Hafenteile nutzte, einen Strich durch die Rechnung, indem sie es als militärischen Sicherheitsbereich sperrte. Da die Strecke über die Kaiser-Wilhelm-Brücke durch deren Umbau gesperrt war, ging es durch die Stadt bis zum großen Hafen. Dort machten wir noch eine Pause bevor es dann nach Mariensiel und weiter über Cäciliengroden (natürlich wieder bei Gegenwind) zurück nach Dangast ging.

Dort trafen wir gegen 16.15 Uhr ein und gönnten uns erst einmal ein Eis in der Eisdiele bevor wir noch ein paar Mitbringsel einkauften. Das Abendessen nahmen wir dann im italienischen Restaurant Mamma Mia in Dangast ein.

In der Nacht hatte es gewittert. Ich habe davon nicht viel mitbekommen, da mein Schlafzimmer in die Gegenrichtung lag. Ansgar und Lars berichteten jedoch, dass das Wetter heftig auf ihre Fenster getroffen sei.

Gegen 10.00 Uhr ging es dann nach dem Frühstück los in Richtung Mühlenteich. Über Dangastermoor fuhren wir nach Jeringhave und von dort durch den Wald zum Mühlenteich. Am Waldschlösschen Mühlenteich, einer Beautyfarm, die wir allerdings nicht nutzten, machten wir dann eine kurze Getränkepause. Danach ging es über die Landstraße nach Obenstrohe, wo wir Reni einen kurzen Besuch abstatteten.

Von dort aus ging es dann durch den Vareler Stadtwald und die Innenstadt zum Vareler Hafen. Bei leichtem Rückenwind und Gefälle rollte es ganz gut und wir schafften es die durch VZ 274 angeordnete Höchstgeschwindigkeit zu halten. Auf Höhe der Keksfabrik musste mich dann unbedingt ein Autofahrer noch überholen, um direkt vor mir einzuscheren und gleichzeitig stark abzubremsen. Ich hoffe, dass er die Flüche gehört hat, mit denen ich ihn bedacht habe.

Am Vareler Hafen gönnten wir uns dann ein Fischbrötchen und ein Getränk. Da es mit Rückenwind weitergeht, war es für mich das erste alkoholische Getränk während einer Tour. An der Schleuse fängt es dann leicht zu regnen, was aber der zügigen Rückfahrt keinen Abbruch tut. In Dangast angekommen, kaufen wir noch kurz für das Abendessen ein, da wir beabsichtigen selbst zu kochen. Während Lars und ich im Geschäft sind, fängt es erneut an zu regnen. Diesmal kurz und heftig. Nach etwa 30 Kilometern sind wir wieder an der Ferienwohnung. Diesmal aber nicht geschlossen, da Lars und Ansgar noch eine Tisch im ‚Alten Zollhaus‘ für den nächsten Abend reservieren.

In der Ferienwohnung relaxen wir erste einmal, bevor wir zeitgerecht vor dem EM-Viertelfinale unser Essen zubereiten. Es gibt Schweinegeschnetzeltes in Rahmsause mit Spätzle als Beilage. Leider hatten wir vergessen, die Pilze für das Geschnetzelte mitzubringen. Geschmeckt hat es trotzdem. Danach folgte ein neuerlicher Fußballabend. Deutschlang schlägt Griechenland mit 4:2 und zieht ins Halbfinale ein, das sie dann später gegen Italien verloren.

Den letzten Tag in Dangast wollten wir fahrradfrei gestalten. Nach dem ausgiebigen Frühstück machten wir einen Bummel durch Dangast. In der Kuranlage trafen wir auf die Minigolfanlage und machten kurz entschlossen eine Runde.

Lars siegte mit 40 Schlägen, gefolgt von Ansgar mit 43 und meiner Person mit 46. Keine Glanzleistung, aber spannend bis zum letzten Loch, da sich hier erst alles entschied.

Nachdem wir gegen 13.00 Uhr zurück an der Ferienwohnung waren, ging es noch einmal in die Stadt. Wir brachten das Leergut weg und fuhren zum Werksverkauf der Keksfabrik Bahlsen, um für die Familien einzukaufen. Danach gönnten wir uns erneut ein Fischbrötchen und ein Getränk, bevor es zurückging.

Das Abendessen fand dann erneut im Alten Zollhaus statt. Die Portionen waren wieder sehr reichhaltig und wir mussten uns echt bemühen, die Teller leer zu kriegen.

Der folgende Tag war dann der Rückreisetag. Nachdem wir unsere Klamotten verstaut hatten und die Ferienwohnung sauber hinterlassen hatten, ging es nach Hause. Es war übrigens der erste Tag, an dem es bereits morgens regnete und auch nicht wieder aufhörte, sodass wir dieses Jahr mit dem Wetter eigentlich Glück gehabt hatten.

Tourendaten

Datum Trip Zeit AVS Vmax
18.06.2012 33,66 1:37:22 20,75 34,9
19.06.2012 79,41 3:43:14 21,34 37,4
20.06.2012 35,27 1:45:29 20,00 40,1
21.06.2012 72,68 3:46:30 19,25 37,4
22.06.2012 31,23 1:33:41 20,00 32,3
  252,25 12:26:16

Die Ostseeküste entlang

Die Ostseeküste entlang

(15.10.2011 – 23.10.2011)

Diesmal geht es erst am Samstagmorgen los, da Sönke am Freitag noch eine wichtige Orchesterprobe hatte. Gegen Viertel nach Zehn fahren wir in Richtung Bundesstraße 6, da wir über den Messeschnellweg nach Norden fahren wollten, um die Baustellen am Autobahnkreuz Hannover-Ost zu umgehen. Vorher wollten wir noch tanken und stellten an der Tankstelle in Hasede fest, dass die Tankstelle in Harsum satt 4 Cent billiger gewesen war. Also zurück und dort getankt. Dann konnte es endlich losgehen. Über den Messeschnellweg ging es auf die BAB 7 in Richtung Norden. Es war zwar voll, der Verkehr floss aber. Auf Höhe Soltau trafen dann die Verkehrsmeldungen für den Großraum Hamburg ein. Überall Stau und dichter Verkehr. Da wir keine Lust hatten wieder einmal im Stau zu stehen und stattdessen lieber gemütlich über Land fahren wollten, suchte Elli eine Alternativroute. Sie lotste uns über die B 209 in Richtung Lüneburg und von dort über Lauenburg, Büchen und Mölln auf die BAB 20. Der folgten wir dann bis Grevesmühlen, bevor es nach Boltenhagen weiterging.

In Boltenhagen wählten wir wieder Krämers Wohnmobilhafen als Stellplatz, da Sönke und ich sehr gute Erfahrungen mit ihm gemacht hatten. Nachdem wir uns auf dem Stellplatz eingerichtet hatten, bummelten wir am Ostseestrand entlang bis zur Strandpromenade. Hier setzten wir uns in den dortigen Biergarten und gönnten uns ein Getränk und einen kleinen Snack. Danach bummelten wir durch die Geschäfte und kauften für den Nachmittagskaffee und das Abendessen ein. Als das erledigt war, machten wir uns einen gemütlichen Abend am Wohnmobil.

Der nächste Tag begann mit dem Brötchenholen. Da die Saison sich bereits dem Ende neigte, gab es auf dem Stellplatz keinen Brötchenservice mehr, sodass ich auf den benachbarten Campingplatz gehen musste, um in den Besitz der begehrten Teile zu kommen. Bereits gegen 09.30 Uhr kamen wieder los und fuhren in Richtung Schwerin. Die Anfahrt gestallte sich allerdings als schwierig, da auf Höhe Bobitz die Strecke gesperrt war und wir uns eine Umleitung selbst suchen musste.

In Schwerin angekommen suchten wir uns einen zentrumsnahen Parkplatz. Nachdem dies leicht stressbehaftet erledigt war, machten wir uns auf zu unserem Bummel durch die Stadt. Als erstes besichtigten wir das Schweriner Schloss.

Allerdings beschränkten wir uns auf die wirklich sehenswerten Außenanlagen, die uns zeitlich auch in Anspruch nahmen.

Danach ging es in Richtung Innenstadt. Über den Marktplatz und am Dom vorbei folgten wir einer Stadtroute bis wir wieder am Parkplatz ankamen.

Von hier aus ging es dann weiter nach Wismar. Die Strecke zum dortigen Stellplatz fuhr Elli und erst kurz vor Erreichen des Stellplatzes musste ich mit unterstützen, um diesen zu finden. Der Stellplatz in Wismar lag in einem Industriegebiet in Hafennähe. Nachdem wir uns eingerichtet hatten, auf Strom haben wir erst einmal verzichtet, ging es zu Fuß in Hansestadt.

Unser Weg führte uns direkt zum Hafen. Hier machten wir, in der Sonne sitzend, erst einmal eine Pause …

… und gönnten uns ein Eis. Na ja, nicht alle. Ich verzichtete und hielt mich an Kaffee.

Frisch gestärkt ging es durch die Altstadt weiter zur Nikolaikirche.

Sönke und Elli besichtigten den Backsteinbau, während ich mir die Architektur der Altstadthäuschen anschaute. Von dort aus ging es dann zum Markt und dann weiter zur Ruine der St. Marienkirche. Es folgte noch das imposante Gebäude der Freimaurerloge bevor es über die Neustadt zurück zum Hafen ging. Zwischenzeitlich hatten wir unsere ersten Einkäufe für das Abendessen erledigt und schlossen diese am Hafen mit dem Kauf von frischem Fisch direkt vom Kutter ab. Auf dem Rückweg gönnten wir uns auf der Außenterrasse eines Hafenlokals ein kühles Bier. Als Sönke langweilig wurde, machte er sich selbstständig auf den Rückweg zum Wohnmobil.

Den Abend verbringen wir dann gemeinsam in der gemütlichen Atmosphäre unseres Wohnmobils und machten Pläne für die nächsten Tage.

Der nächste Tag fing mit dem Gang zum Bäcker an. Dieser lag in einem Einkaufsmarkt direkt neben dem Stellplatz. Da dieser aber komplett eingezäunt war, blieb nur der etwas längere Fußweg außen ums Gelände. Danach gab es ein reichhaltiges Frühstück, um sich für den Besuch des Erlebnisbades Wonnemar zu stärken.

Als wir dort, nach dem Fußmarsch durch die Parkanlage, gegen 09.45 Uhr eintrafen, mussten wir feststellen, dass das Bad erst um 10.00 Uhr öffnete. Es hieß also warten. Die Wartezeit vertrieben wir uns mit einem genauen Studium der Preisliste.

Als wir dann im Bad waren, ging es erst einmal in die Rutschenlandschaft. Die erste Partie gönnten wir uns auf den Rutschreifen. Leider machte mein bereits lädierter Rücken diesen Spaß nicht mit und streikte nach dem ersten Rutschdurchgang. Während Elli und Sönke weiter die Rutschen nutzten, schwamm ich ein paar Bahnen im Leistungsbecken, bevor wir uns alle im Außenbecken wieder trafen. Da es für mich recht langweilig wurde und die Beiden noch weiter rutschen wollten, beschloss ich schon einmal vorzugehen und das Wohnmobil zu holen. Gesagt, getan. Nach einer kurzen Odyssee durch die verwirrende Straßenführung der Hansestadt Wismar stand ich pünktlich vorm Schwimmbad als Elli und Sönke ins Freie traten. Nach einem kurzen Stopp an einer Apotheke, wo wie Wärmepflaster und Schmerztabletten für meinen Rücken einkauften, ging es weiter.

Ziel war nun Kühlungsborn. Wir hatten uns entschlossen die Landstraße für die Anreise zu wählen. Auf jeden Fall sollte aber noch kurz getankt werden, bevor es aus Wismar heraus ging. In einem Industriegebiet am Stadtrand fanden wir auch eine freie Tankstelle mit einem akzeptablen Preis. An der Tankstelle herrschte jedoch absolutes Chaos. Lange Schlangen, Gedrängel von Ungeduldigen und Wartende an den Zapfsäulen. Es dauerte bis wir endlich an der Reihe waren. Als Elli Bezahlen ging, erfuhr sie den Grund für das Chaos. Die Tankstelle war kurz vorher Opfer eines Stromausfalls geworden und alles musste neu gestartet werden. Angefangen von den Zapfsäulen und den Pumpen bis hin zu den EC-Terminals und den Kassen. Das erklärte dann einiges.

Die Strecke bis Kühlungsborn war schnell bewältigt. Am Campingplatz ging auch alles recht schnell. Es gab keine Mittagsruhe, sodass wir auch um 13.00 Uhr einen Stellplatz beziehen konnten. Der erste Stellplatz, der uns zugewiesen wurde, gefiel uns nicht ganz so gut, sodass wir einen anderen vorschlugen und diesen dann auch nach einer kurzen Rücksprache über Funk beziehen konnten.

Nachdem wir uns eingerichtet hatten, ging es erst einmal in Richtung Kühlungsborn. Durch ein verschließbares Tor im Zaun des Campingplatzes konnten wir direkt zum Strand gehen, an den sich nach wenigen Metern die Strandpromenade anschloss. Wir bummelten etwas durch Kühlungsborn-West und gönnten uns dann noch einen Kaffee im Cafe Junge auf der Außenterrasse an der Strandpromenade. Elli und Sönke bummelten dann noch etwas weiter in Richtung Kühlungsborn-Ost, während ich zum Campingplatz zurück ging und meine Verfügung endlich in Angriff nahm.

Zum Abendessen gönnten wir uns ein, Schnitzelgericht in der Klause auf dem Campingplatz. Das Ganze ar gut und kostete an diesem Abend lediglich 8,50 €.

Obwohl ich am nächsten Tag Geburtstag hatte, holte ich trotzdem um 08.00 Uhr die Brötchen für das Frühstück. Danach gab es eine kleine Bescherung im Wohnmobil und ich machte erst einmal die Verfügung fertig, bevor es zu einem ausgedehnten Spaziergang nach Kühlungsborn-Ost ging. Leider regnete es teilweise sehr stark, sodass keine rechte Lust zu diesem Spaziergang aufkam. Bis Kühlungsborn-Ost ging es an der Strandpromenade entlang. Wir machten einen Halt am ehemaligen Grenzwachturm und Fähranleger, bevor es über die Fußgängerzone zurück in Richtung Campingplatz ging.

In der Ostseeallee fanden wir das chinesische Restaurant Wokking und gönnten uns kurz entschlossen einen Mittagstisch. Danach geht es, mit einem kurzen Kaffeestopp im Cafe Junge, zum Campingplatz zurück. Mittlerweile hatte sich das Wetter etwas gebessert, sodass Elli die freie Zeit nutzt und Joggen geht. Sönke verbringt den Nachmittag im Kino, das direkt an den Campinglatz angrenzt und schaut sich Johnny English 2 an. Den restlichen Abend verbringen wir dann gemeinsam im Wohnmobil.

Am nächsten Morgen geht es nach dem Frühstück und vor der Abfahrt erste einmal zum Entsorgen des Wohnmobils. Frischwasser hatten wir bereits direkt am Platz auffüllen können. Nachdem dies alles erledigt war und Elli die Rechnung beglichen hatte, die vergleichsweise günstig war, ging es weiter. Als nächstes wollten wir nach Rügen. Damit wir unser Ziel schnell erreichten, wählten wir die BAB 20 für die weitere Fahrt und fuhren dann auf die B 96 ab, um Rügen über die Rügenbrücke zu erreichen. Unsere erste Rast auf Rügen legten wir in Rambin an der Alten Pommernkate ein. Leider war das angebotene Mittagessen nicht unser Geschmack, sodass wir uns zu einem Halt bei McDonalds in Samtens entschlossen.

Von dort ging es über die B 96 weiter bis nach Bergen auf Rügen. Elli hatte zwischenzeitlich bereits mehrfach den Stellplatzführer studiert, um einen geeigneten Stellplatz zu finden. Sönke und mir war noch ein Stellplatz in Binz von unserem ersten Besuch auf Rügen im Jahr 2007 in Erinnerung. Aus dieser Erinnerung heraus, wir wussten lediglich noch, dass der Stellplatz in Binz und in der Nähe des Bahnhofs und einiger Einkaufsmärkte lag, ging es auf die Suche. Zu unserem Erstaunen war der Stellplatz in Binz schnell gefunden. Er lag an der der Proraer Chaussee, direkt so, wie wir ihn in Erinnerung hatten. Strom war vorhanden und alles wurde über die Parkgebühr abgerechnet. Uns zu unserer Erleichterung standen wir auch nicht allein auf diesem Parkplatz.

Nachdem wir uns eingerichtet hatten, beim Strom anschließen flog erst einmal die Sicherung raus, ging es aus einen Spaziergang durch Binz. Über die Fußgängerzone und Strandpromenade ging es zur Seebrücke.

Von der Seebrücke aus konnte man das erste Mal auf die Kreidefelsen der Steilküste von Rügen blicken. Danach ging es am Ufer des Schmachtener See entlang zurück zum Stellplatz. Den Rest des Tages verbrachte ich damit, die gefertigte Verfügung über mein Handy zu versenden und den Scart-Stecker und die Steckdose im Wohnmobil zu reparieren. Das benötigte Material erhielt ich in einem nahen Baumarkt. Den Rest des Abends verbrachten wir dann im Wohnmobil bei Spielen und Fernsehen.

Für den nächsten Tag hatten wir uns einige Besichtigungen vorgenommen. Erst einmal frühstückten wir und füllten in den nahen Einkaufsmärkten unsere Lebensmittel auf. Gegen 10.00 Uhr ging es dann ins nahegelegene Prora, wo wir uns an die Besichtigung des KdF-Gebäudes machten. Nach einigen Wirrungen über die unterschiedlichen Museen, die in dem Gebäude untergebracht sind, beschlossen wir lediglich die Wiener-Stube im 5. Stock in einem der Museen zu besuchen. Der Weg dorthin führte uns durch die Ausstellungen und da wir 15 Minuten Zeit hatten die 5 Etagen zu bewältigen, konnten wir uns auch den ein oder anderen Blick auf die unterschiedlichen Exponate gönnen.

Danach ging es nach Sellin, wo wir die Seebrücke besichtigen wollten. Schnell fanden wir einen adäquaten Parkplatz, wo wir für zwei Stunden mit der Parkscheibe stehen konnten. Ein aufgestellter Stadtplan half uns, uns zu orientieren, sodass wir einen geeigneten Weg in Richtung Seebrücke fanden. Im Anschluss an die Besichtigung der Seebrücke bummelten wir noch über die Wilhelmstraße. Gegen 14.00 Uhr sind wir zurück am Wohnmobil und kauften noch schnell im nahen Edeka-Markt ein paar Kleinigkeiten ein. Als Stellplatz hatten wir uns das Regenbogen-Camp in Göhren ausgesucht. Dort angekommen wählten wir das Angebot Stellplatz und Wellness, sodass Elli den Nachmittag im Wellnesscenter des Platzes verbringen konnte, während Sönke und ich am Platz blieben. Im Abendprogramm gönnten wir uns die Europapokalspiele von Schalke 04 und Hannover 96.

Den nächsten Tag wollten wir mit einem Ausflug verbringen. Zunächst hatten wir geplant am Strand entlang um die Halbinsel bei Göhren zu wandern und dann vielleicht noch etwas durch den Ort zu bummeln. Nachmittags wollten wir dann noch einmal nach Sellin fahren. Auf dem Weg zum Strand machten wir gleich am Bahnhof halt, der direkt neben dem Campingplatz liegt, und informierten uns über die Busverbindungen.

Danach ging es weiter zur Seebrücke von Göhren. Als wir dort eintrafen, legte gerade die Fähre in Richtung Sellin an und kurz entschlossen, nahmen wir diese, um nach Sellin zu gelangen.

Das Wetter war zu dieser Zeit etwas nasskalt, trotzdem verbrachten wir die Zeit der Überfahrt auf dem Außendeck und genossen den Blick auf Rügen.

In Sellin kam dann langsam die Sonne raus. Da wir bereits am Vortag Zeit auf der Seebrücke zugebracht hatten, wurde diese etwas vernachlässigt. Stattdessen verbrachten wir mehr Zeit in den Geschäften und kauften noch einige Kleinigkeiten ein. Eine Sache stand jedoch noch auf unserem Zettel, die unbedingt erledigt werden musste. Sönke hatte es geschafft, seine einzige wettergerechte Jacke in ihre Einzelteile zu zerlegen. Wir gingen also auf die Suche nach einer neuen Jacke. Da wir direkt in Sellin nicht fündig wurden, suchten wir ein Shoppingcenter zwischen Sellin und Baabe auf. hier gab es zwar eine große Auswahl, aber dem jungen Teenager gefiel nichts davon, sodass wir als letzte Möglichkeit den nahen Jack Wolfskin-Laden aufsuchten. Hier wurden wir, was Farbe und Ausstattung betraf, fündig – leider war die passende Größe nicht vorrätig. Also gab es keine Jacke. War auch nicht weiter schlimm, da das feuchte Wetter nachgelassen hatte.

Bis Baabe ging es dann zu Fuß weiter. Hier kauften wir noch kurz ein und wollten uns gerade durch den Wald auf den Weg zum Campingplatz machen, als wir feststellten, dass der Rasende Roland, die Bäderbahn der Insel Rügen, gleich in den Bahnhof einfährt. Also entschlossen wir uns, diesen Event auch noch mitzunehmen und mit der Dampflok nach Göhren zurück zu fahren.

Am Campingplatz angekommen relaxten wir erst einmal. Danach ging es für Elli und mich in den Wellnesstempel. Nach einigen Saunagängen dann wieder zurück zum Wohnmobil und weiter relaxen. Mittlerweile war es schon dunkel geworden und wir beschlossen im Ortskern von Göhren ein Lokal für das Abendessen zu finden. Bereits der Weg dorthin gestaltete sich schwierig, da es wirklich stockdunkel wurde und der steile Fußweg über den „Ortsberg“ nur mäßig ausgeleuchtet war. Nachdem wir uns mehrere Restaurants angeschaut hatten, beschlossen wir das italienische Restaurant Milano mit unserem Besuch zu beehren. Danach ging es über die dunklen Wege zurück zum Wohnmobil.

Für den nächsten Tag hatten wir uns für die Besichtigung einiger Sehenswürdigkeiten von Rügen entschlossen. Zunächst wollten wir zu den Kreideklippen. Bei strahlendem Sonnenschein fuhren wir nach Sassnitz und parkten am Südende des Nationalpark Jasmund. Da der Parkplatz nur für Pkw freigegeben war, mussten wir das Wohnmobil an der engen Straße parken und fanden einen Platz in der Nähe eines Cafes. Nachdem wir eingeparkt hatten, kam gleich die Betreiberin heraus und forderte uns auf, woanders zu parken, da wir die Sicht auf ihr Cafe nehmen würden. Da es aber ein regulärer Parkplatz war und das Cafe noch gar nicht geöffnet hatte, interessierte uns das erst einmal herzlich wenig.

Elli und Sönke beschlossen dann unterhalb der Kreideklippen bis zur Stubbenkammer zu wandern. Ich sollte mit dem Wohnmobil vorfahren und sie dort erwarten. So versuchten wir es dann auch. Zunächst einmal hielt ich noch kurz zum Einkaufen an einem nahen Einkaufsmarkt. Dann ging es über die Landstraße 303 in Richtung Stubbenkammer. Entgegen meiner bisherigen Besuche konnte ich jedoch nicht mehr bis auf den Parkplatz an der Stubbenkammer fahren. Die Straße war mittlerweile gesperrt, sodass ich erst einmal den Parkplatz in Hagen anfuhr. Hier war auch der Wohnmobilstellplatz, auf dem Sönke und ich bereits gestanden hatten, sodass wir später überlegen konnten, ob wir weiterfahren oder hier übernachten.

Vom Parkplatz aus ging ich die knapp drei Kilometer über die Wanderwege zur Stubbenkammer. Ich machte einen kurzen Halt am Herthasee, bevor ich an der Bushaltestelle ankam. Von dort aus ging ich erst noch einmal zur Viktoriaaussicht, in der Hoffnung dort Elli und Sönke zu treffen. Die waren aber noch unterhalb der Kreideklippen unterwegs.

Elli und ich tauschten uns über das Smartphone aus, sodass ich erst noch einmal etwas trinken konnte, bevor sie dann eintrafen. Nachdem wir uns alle gestärkt hatten, ging es mit dem Linienbus zum Wohnmobil zurück. Da der Stellplatz uns allen zu wenig bot, beschlossen wir weiterzufahren. Als nächstes stand Kap Arkona auf unserem Programm. Bereits in Glowe hielten wir kurz an, um noch eine Kleinigkeit zu essen und etwas zu trinken. Bei dem guten Wetter bummelten wir kurz am Strand entlang und konnten einen ersten Blick auf Kap Arkona werfen.

Wir beschlossen dann, zunächst zur Wittower Fähre zu fahren. Hier kannte ich ein nettes Lokal, wo man wunderbar windgeschützt draußen sitzen kann. Leider hatte das Lokal geschlossen und die Fähre fuhr an diesem Tag nicht. Wir machten uns auf die Suche nach einer Übernachtungsmöglichkeit, da es mittlerweile Nachmittag geworden war. Elli fand einen günstigen Campingplatz in Krepitz. Von diesem aus konnte man nächsten Tag dann Kap Arkona anfahren.

Die Anfahrt zum Campingplatz Küstencamp war wieder abenteuerlich. Die vom Navi ausgewählte Strecke erschien uns zeitweise absolut falsch. Da wir aber alternativlos waren, folgten wir seinen Anweisungen durch enge Ortsdurchfahrten und über Feldwege. Am späten Nachmittag kamen wir auf dem Campingplatz an und wurden freundlich empfangen. Der Platz war, bis auf ein Wohnwagengespann und ein weiteres Wohnmobil, leer, sodass wir uns einen netten Stellplatz suchen konnten. Nachdem wir uns eingerichtet und geduscht hatten, blieben wir den Abend über im Wohnmobil.

In der Nacht dann der nächste Wechsel der Gasflasche. Natürlich war sie wieder mitten in der Nacht verbraucht, sodass ich in den frühen, sehr frühen Morgenstunden den Wechsel machen musste. Hierbei stellte ich fest, dass es mächtig kalt geworden war. Dies bestätigte sich nach dem Aufstehen. Temperaturen um den Gefrierpunkt machten es trotz des Sonnenscheins saukalt. Auf Grund des kalten Wetters beschließen wir, die Rückfahrt anzutreten. Da aber keiner von uns Lust hatte, auf überfüllten Autobahnen den Rückweg anzutreten, beschlossen wir eine Streckenführung über die Landstraße zu wählen. Zunächst ging es über die B 196 von der Insel herunter. Danach folgte eine Strecke auf der Autobahn, bis wir in Ludwigslust auf die B 191 wechselten und durchs Wendland und die Lüneburger Heide bis zur BAB 37 (Messeschnellweg) fuhren. Kurz danach waren wir auch schon wieder in Harsum angekommen.

Radtour durch die westliche Heide

Visselhövede

(03.09.2011 – 10.09.2011)

 Nach dem Hoch und Runter an dem Weinbergen, das wir im Vorjahr genossen habe, wollten wir wieder einmal in der Ebene bleiben. Da das Ziel auch nicht zu weit entfernt liegen sollte, rückte bald die Lüneburger Heide in den Fokus.

Nachdem einiges an Informationsmaterial gesichtet war, trafen wir uns und wählten mehrere Ortschaften als mögliche Ziele aus. Gewonnen hat dann die Stadt Visselhövede, da hier die ausgesuchte Ferienwohnung im betreffenden Zeitraum zur Verfügung stand und der Erstkontakt mit der Vermieterin ausgesprochen freundlich und vielversprechend war.

Nach einem kurzen Vorbereitungstreffen – mittlerweile weiß ja jeder was er mitbringen muss – ging es am Samstagmorgen gegen 11.00 Uhr los.

Lars war von Ansgar aufgesammelt worden, während ich mit meinem Pkw alleine fuhr. Leider haben wir, mit Ausnahme des Wohnmobils, das durch Elli belegt war, noch keine adäquate Möglichkeit drei Fahrräder zu transportieren.

Über die BAB 7 ging es dann nach Norden. Bereits unmittelbar nach dem Autobahnkreuz Hannover-Ost mussten wir anhalten und unsere Fahrtroute überdenken, da direkt vor uns ein Stau angekündigt war.

Wir verließen in Großburgwedel die BAB 7 und fuhren über die B 190 weiter in Richtung Norden.

Eigentlich hätten wir diese komplett durchfahren können. Leider war sie auf Höhe Buchholz (Aller) auf Grund einer Brückensanierung gesperrt. Wir folgten erst der ausgewiesenen Umleitung. Als diese jedoch immer weiter nach Osten statt nach Norden führte und wir gerade die Autobahn überquert hatten, änderten wir den Plan und fuhren wieder auf die BAB 7 auf.

Kurze Zeit später ging es über das Autobahndreieck Walsrode auf die BAB 27 und dann an der Anschlussstelle Walsrode-Süd ab von der Autobahn.

Ansgar, der die Führung hatte, stieß dann auf leichte Probleme, da sein Navi die Straßenführung, die dort vorherrschte nicht kannte, so dass letztlich ich die letzten Kilometer bis Visselhövede die Führung übernahm, um nicht noch mehr Umwege in Kauf zu nehmen.

Gegen 13.00 Uhr trafen wir an der Ferienwohnung ein. Über den Schlüsseltresor, eine äußerst praktische Einrichtung, wie sich später zeigte, konnten wir uns die Wohnung aufschließen. Beim Betreten stellten wir fest, dass die Reinigung gerade abgeschlossen war, da der Boden noch feucht war.

Schnell waren die Zimmer aufgeteilt und Kontakt zur Vermieterin aufgenommen. Für die Fahrräder gab es eine separate Remise, wo sie trocken abgestellt waren.

Danach ging es zum Einkaufen. Mit den Grundnahrungsmitteln versorgt und durch ein Eis gestärkt, ging es zur Ferienwohnung zurück, wo wir den sonnigen Nachmittag bei einem Kaltgetränk auf der Terrasse genossen. Dabei machten wir einige unserer mitgebrachten Gesellschaftsspiele.

Am frühen Abend ging es dann mit dem Fahrrad in den Ort. Wir erkundeten die regionalen Lokale und entschlossen uns letztlich zu einem frühen Abendessen im Restaurant NebenAn im Ortskern von Visselhövede.

Nach dem Essen ging es in die Ferienwohnung zurück, wo wir mit Relaxen den Abend verbrachten.

Am nächsten Morgen, nachdem ich die Sonntagsbrötchen geholt hatte, einigten wir uns auf eine erste Fahrradtour. Die sollte uns nach Walsrode führen.

Gegen 10.00 Uhr ging es dann los. Ansgar füllte seine Bereifung an der nahegelegenen Tankstelle noch auf den richtigen Fülldruck auf, bevor es über den Radweg an der Celler Straße (B 440) entlang bis Ottingen ging. Von dort ging es über Nebenwege bis zum Eickhof.

Nach kurzen Orientierungsproblemen an der nächsten Verzweigung und der einmaligen Wahl des (natürlich) falschen Weges, ging es dann auf direktem Weg nach Walsrode, wo wir gegen 12.00 Uhr in der Innenstadt eintrafen.

Direkt am Rathaus fanden wir eine Möglichkeit eine kurze Stärkung zu uns zu nehmen.

Der weitere Weg führte uns durch die Grünanlagen an der Fulde entlang bis zur Ortschaft Fulde. Hier bogen wir nach rechts auf die gleichnamige Straße ab. Irgendwie hieß hier alles Fulde. Unser Ziel war der Grundloser See mit dem Grundlosem Moor.

Als wir dieses erreicht hatten, beschlossen wir den kurzen Umweg auf uns zu nehmen und durch das Moor den See zu umfahren.

Dann ging es über Ebbingen weiter. Auf der anschließenden Fahrt über die Kreisstraße erreichten wir dann mal wieder das Fahrttempo, dass wir bei vorherigen Touren hatten. Allerdings begünstigte uns auch das leichte Gefälle und der gute Belag.

In der Ortschaft Stellichte zerriss dann unsere Truppe, da Lars einen Pkw unbedingt überholen musste. Die Quittung dafür bekamen dann Ansgar und ich zu spüren, da er sich beim nächsten Abbiegen so blöd aufstellte, dass wir nicht an ihm vorbeikamen und unsere Fahrt verlangsamen mussten.

Es folgte dann ein kurzer Fotostopp am Gut Stellichte. Danach sollte es über eine Nebenstrecke nach Visselhövede zurück gehen. Das klappte leider nicht, so dass wir letztlich dem ausgewiesenen Radweg folgten.

Da wir unmittelbar an unserer Ferienwohnung nach Visselhövede rein kamen, beschlossen wir diese direkt anzufahren und nicht erst noch eine Gaststätte aufzusuchen.

Den Abend verbrachten wir dann in der Ferienwohnung. Zum Abendessen gab es dann Nudeln satt, die wir selbst zubereiteten.

Der Start in den nächsten Morgen gestaltete sich für mich etwas einfacher, da die Bäckerei, die unter der Woche geöffnet war, wesentlich dichter lag.

Nach dem Frühstück ging es dann wieder aufs Fahrrad.

Diesmal war eine Tour nach Soltau angedacht. Zunächst ging es über den Radweg bis Neuenkirchen. Hier gönnten wir uns eine Pause und ich mir einen Kaffee. Danach folgten wir einem Radweg, der uns durch die Heidelandschaft führte. Kurz nachdem wir Neuenkirchen verlassen hatten, erreichten wir einen Schafstall.

Na ja, mehr einen Hof, der im typischen Heidestil erbaut war und inmitten des aufblühenden Heidekrauts lag. Danach folgten wir dem Weg, der sinnigerweise ‚Der Nasenach‘ hieß und erreichten einen nett eingerichteten Steingarten.

Von dort aus war es nicht mehr weit bis Soltau, das wir pünktlich zur Mittagszeit erreichten.

Wir bummelten durch die Fußgängerzone, kauften Postkarten und suchten uns ein Lokal fürs Mittagessen.

Nach dem Mittag fiel es uns erst einmal schwer wieder in Tritt zu kommen. Wir folgten einer Nebenstraße über Leitzingen und Frielingen bis nach Eitze.

In Eitze, der Ort besteht nur aus zwei Straßen, die sich gabeln, war uns erst einmal nicht klar, wie es weitergeht. Als uns google.maps dann weitergeholfen hatte, ging es über Feldwege direkt nach Visselhövede.

Die Landschaft wurde hügeliger und nun machte uns auch der aufkommende Gegenwind immer mehr zu schaffen, so dass wir letztlich froh waren, als wir den Ortseingang von Visselhövede erreichten.

Hier ging es dann erst einmal in den nahen E-Kauf, wo wir noch schnell unser Abendessen einkauften, bevor wir uns in die Ferienwohnung zurückzogen.

Abends gab es dann Tiefkühlpizza und Fernsehen.

Der Tag war zunächst recht verhangen. Trotzdem sind wir nach dem Frühstück gestartet. Unser Tagesziel  war Rotenburg (Wümme).

Bereits am Anfang der Strecke stellten wir fest, dass wir Rückenwind hatten. Während der gesamten Fahrt lebten wir in der Hoffnung, dass er wechseln würde, da wir ansonsten mit starkem Gegenwind auf der Rückfahrt rechnen müssten.

Zunächst ging es an B 440 entlang. Da wir zügig voran kamen – der beschriebene Rückenwind hatte seinen Anteil daran – und wir keine große Lust hatten, die gesamte Zeit an der Landstraße entlang zu fahren, bogen wir in Düsternheide ab, um noch einen kleinen Umweg über Federlohmühlen und die Bullenseen zu machen.

Die erste Pause in Federlohmühlen war sehr idyllisch. Ein gepflegter Hof mit alten Fachwerkhäusern, in den u.a. das Standesamt untergebracht ist, und einem Mühlenteich für das Wasserrad.

Am Rand des Mühlenteiches hatte ein Fischreiher seinen Platz gefunden.

Hiernach ging es über Nebenstraße und Fahrradwege zu den Bullenseen. Die nächste Rast am Großen Bullensee war nicht so toll. der Wind hatte etwas zugelegt und das Wetter wurde immer grauer.

Es ging dann über den ausgezeichneten Radweg direkt weiter nach Rotenburg (Wümme).

Hier fuhren wir ohne Umwege in die Innenstadt, wo wir nach einer kurzen Orientierungsrunde einen Imbiss in der Fußgängerzone fanden, wo wir etwas zu essen zu uns nahmen.

Nach der Mittagsrast ging es auf den Rückweg. Zunächst einmal ging es an der Soltauer Straße aus Rotenburg hinaus. Wir wollten dann auf eine Nebenstrecke eigentlich auf eine ruhigere Nebenstrecke abbiegen, fanden aber den Einstieg nicht, so dass wir zunächst um das Diakoniekrankenhaus herumkurvten und dann durch ein Naherholungsgebiet in Richtung Worth fuhren.

Einmal benötigten wir auf dieser Strecke den Rat eines Spaziergängers, um uns zu orientieren, ansonsten klappte es ganz gut.

Von Worth aus ging es nach Bothel. Mittlerweile stellten wir auf jeder ungeschützten Geraden fest, dass der Wind stark zugenommen hatte.

In Bothel ging es dann auf einen Feldweg ab, wo uns eine wirklich lange, ekelhaft gerade Feldwegstrecke nach Wittorf zurück brachte.

Nun folgten wir den Fahrradweg einfach wieder zurück nach Visselhövede.

Dort angekommen orientierten wir uns kurz, ob und wo wir zu Abend essen. Leider haben wir keine adäquate Lösung gefunden, so dass wir uns in der Ferienwohnung für einen Bringdienst entscheiden.

Wir bestellten beim Pizza Flitza, da keiner von uns mehr Lust hatte, das Haus zu verlassen.

Einfach war das jedoch nicht, da Visselhövede nicht gerade die Hochburg der Lieferdienste ist.

Das Abendprogramm war dann das Fußballländerspiel Polen – Deutschland, das übrigens 2:2 ausging.

 

Das Wetter am folgenden Tag war alles andere als vielversprechend. Da unsere Planung eh vorsah, dass wir nach Buchholz in der Nordheide fahren, um eine Festplatte voll mit Musik von Jens abzuholen, blieben wir bei dem Plan.

Nach dem Frühstück machten wir uns ganz gemütlich fertig und fuhren über die Landstraße nach Norden.

In Buchholz holten wir eben die Festplatte ab und suchten dann gleich einen bekannten Markt für Unterhaltungselektronik auf, damit Lars und Ansgar auch noch einmal aufrüsten konnten.

Nachdem dies geschehen war, suchten wir einen Zeitvertreib. zunächst einmal fuhren wir nach Bispingen, wo wir uns bei McDonalds für den weiteren Tag stärkten. Danach ging es auf die nahegelegene Cart-Bahn. Da die Preise aber immens waren, ließen wir von unserem Vorhaben ab und fuhren stattdessen über Soltau zu unserer Ferienwohnung, wo wir in den frühen Nachmittagsstunden ankamen.

Nun stand Relaxen auf dem Programm. Außerdem musste die neu erworbene Elektronik ja ausprobiert werden.

Zum Abendessen gönnten wir uns eine Tiefkühlpizza, die wir vorher noch schnell eingekauft hatten.

Am nächsten Tag mussten wir echt überlegen, was wir tun. Das Wetter sah nicht so toll aus und es hatte die ganze Nacht durch geregnet. Wir entschlossen uns dann, einen Tagesausflug mit dem Pkw zu machen. Nach einem Blick in Reiseführer und Karte fanden wir schnell den Wilseder Berg als Ziel.

Ansgar erklärte sich bereit zu fahren und bereits auf der Anfahrt stellten wir fest, dass es nicht unbedingt ein Ziel für eine Fahrradtour geworden wäre. Wenig geführt Fahrradwege und eine lange Anfahrt hätten die Tour nicht so schön gemacht.

Aber auch die Anfahrt mit dem Pkw war nicht problemlos, da man lediglich ein paar Parkplätze im Randgebiet des Naturparks anfahren kann. Ansgar’s Navi gab aber keine vernünftige Navigation vor, so dass es etwas von Rätselraten hatte, unser Ziel zu erreichen. Letztlich fanden wir einen Parkplatz und machten uns auf den Fußweg zum Wilseder Berg. Der Fußmarsch zum Berg war über die Wanderwege etwa 3 Kilometer lang. Auf der Bergkuppe angekommen, wurde man jedoch durch einen herrlichen Ausblick über die noch leicht blühende Heidelandschaft entlohnt.

Vom Berg aus ging es dann zu Fuß weiter in die Ortschaft Wilesede. In dem Museumsdorf machten wir dann unsere Mittagspause und gönnten uns einen Snack und ein Getränk in dem dortigen Cafe. Dann noch schnell ein paar Souvenirs shoppen und es ging auf den Rückweg.

Für den Rückweg hatten wir uns eine andere Strecke ausgeguckt. Hierbei folgten wir hauptsächlich dem Hauptwanderweg. Die Strecke war zwar etwas länger, dafür war der Bodenbelag aber zum Spazierengehen besser geeignet.

Nachdem wir so einige Zeit gegangen waren, bemerkten wir einen Reiter der sich von hinten näherte. Schnell erkannte ich, dass es sich um einen Polizisten handelte. Was ich nicht für möglich gehalten hätte, war, dass es sich um Carsten handelte, einen Mitarbeiter, den ich mal zur Ausbildung hatte. Ein kurzer Schnack in der Heide und weiter ging es für ihn – Sicherheit produzieren.

Nachdem wir den Parkplatz wieder erreicht hatten, fuhren wir noch kurz nach Schneverdingen, wor wir uns eine Kaffee gönnten, bevor es wieder zur Ferienwohnung ging.

In Visselhövede angekommen, parkten wir noch einmal in der Innenstadt und machten uns zu Fuß auf die Suche nach einer Lokalität fürs Abendessen. Leider wurden wir nicht fündig, so dass wir zum Abendessen nach Jeddingen ins Restaurant Jeddinger Hof fuhren.

Für den darauffolgenden Tag war endlich wieder Fahrrad fahren angesagt. Nach dem Frühstück ging es gleich los. Verden an der Aller war unser Ziel.

Zunächst folgten wir der L 171 bis Jeddingen. Hier bogen wir dann auf eine Nebenstrecke ab. Da das Wetter immer noch feucht war, machte es keinen rechten Spaß neben der Landstraße herzufahren. Über Dreßel fuhren wir dann auf einer Nebenstrecke in Richtung Kirchlinteln. Die Strecke war so beschaulich, dass wir auf die Entfernung ein Wildschwein beim Überqueren der Straße beobachten konnten.

In Klein Sehlingen bogen wir dann ab und fuhren wieder in Richtung L 171. Die Strecke war nicht so toll, da es sich um eine mit gebranntem Klinker gepflasterte Strecke handelte und der Belag entsprechend uneben war. Nach einer kurzen Rast am Mühlenweg in Klein Linteln ging es dann weiter.

In Klein Linteln dann das Dilemma. Ansgar fuhr voraus und war sich nicht sicher, wo es langgeht. Er bremste ab und lenkte nach links. Lars konnte gerade noch so ausweichen. Nur mir fiel es schwer, bzw. war es nicht mehr möglich. Ich hing an Lars seinem Hinterrad fest und kam letztlich zu Fall. Zum Glück herrschte auf der Straße kein Fahrzeugverkehr, so dass ich ohne größeren Schaden wieder die Tour aufnehmen konnte.

Nun folgten wir nur noch dem Fahrradweg in Richtung Verden. Das sollte sich eigentlich stressfrei gestalten, tat es aber nicht. Zweimal wurde der Radweg blockiert. Zum einen auf der Abfahrt nach der Autobahnüberführung durch einen haltenden Pkw und dann noch durch Trauergäste am Friedhof in Verden, die sich für ihren Gang zur Beerdigung auf dem Radweg sammelten. Beide wurden von uns mächtig angeklingelt und letztlich weggeschrien, damit wir dort durchfahren konnten.

In Verden, eine schrecklich verwinkelte Stadt mit sehr vielen Einbahnstraßen, verschafften wir uns erst einmal einen Überblick über die Innenstadt und fuhren dann ans Allerufer, wo wir eine kurze Pause machten. Hiernach ging es über den Markt in die Obere Straße, wo wir uns in Sottis Bistro einen Mittagssnack und ein passendes Getränk gönnten.

Nach dem Mittagessen ging es wieder auf den Rückweg. Diesmal entschlossen wir uns, nur noch Nebenstrecken zu wählen. Zunächst einmal mussten wir uns jedoch durch Horden von Schülern arbeiten, bis wir letztlich Verden hinter uns ließen. Die Wahl mit den Nebenstrecken hatte jedoch den Nachteil, dass wir immer wieder halten mussten, um uns zu orientieren. Leider war die Ausschilderung der Fahrradstrecken in diesem Bereich nicht so toll. Nachdem wir jedoch Borstel hinter uns gelassen hatten, ging es flott voran. Auch wenn der eine oder andere Kilometer mehr gefahren werden musste, war es doch die bessere Streckenwahl, da es wirklich idyllische Straßen waren. So führte die Strecke von Neuenförde nach Kükenmoor schnurgerade durch ein Waldstück, das noch vom Regen feucht war und frisch nach geschlagenem Holz roch.

Schnurgerade war allerdings auch die Strecke von Kükenmoor nach Groß Heins. Die Fahrt über die Heinser Straße zog sich über eine Länge von circa 4 Kilometern nur geradeaus und bergan dahin – und das alles bei ersten aufkommenden Regen. Da machte es nicht so richtig viel Spaß. Was folgte waren wirkliche Nebenstrecken, teilweise Feldweg, die uns bis nach Neu Wehmsen brachten. Hier trafen wir wieder auf die L 171 kurz vor Visselhövede. Mit unserem Eintreffen in Visselhövede setzte auch der Regen ein. An der Ferienwohnung angekommen, waren wir klitschnass. Da es nicht aufhörte zu regnen, verbrachten wir den Rest des Tages in der Wohnung und nutzten gleich die Gelegenheit, um unsere Fahrradbekleidung in die Waschmaschine zu werfen.

Lediglich zum Abendessen ging es noch einmal los. Eigentlich wollten wir griechisch essen, alternativ italienisch. Da aber in Visselhövede kein passendes Restaurant zu finden war, fuhren wir nach Neuenkirchen. Die Restaurants, die wir durch eine Google-Suche gefunden hatten, waren jedoch entweder nicht mehr existent oder hatten geschlossen, sodass wir letztlich den Neuenkirchner Hof wählten. Hier gab es gutbürgerliches Essen in gemütlicher Atmosphäre.

Nach dem Essen ging es zurück in die Ferienwohnung und wir gönnten uns noch ein Bier. Zeitgleich fingen wir an unsere Klamotten zu packen, da wir am nächsten Morgen früh los wollten.

Nach dem Frühstück am nächsten Morgen fingen wir dann auch schnell an, die Autos zu beladen. Nachdem dies erledigt war und wir die Wohnung etwas gereinigt hatten, wollten wir uns eigentlich von unseren Vermietern verabschieden, die aber leider nicht da waren. So ging es ohne Verabschiedung in Richtung Heimat.

Da Ansgars Navi ja nicht auf dem aktuellsten Stand war, übernahm ich die Führung. Da uns keine Verkehrsbehinderung auf der Autobahn gemeldet wurde und ich eigentlich zügig nach Hause wollte, um noch meine Damenmannschaft zu coachen, bleiben wir auf der Autobahn. Kurz vor Burgwedel wurden wir dann aber durch die dortige Baustelle doch etwas aufgehalten, da sich natürlich ein Stau gebildet hatte. Nachdem wir die Baustelle hinter uns gelassen hatten und die Strecke wieder frei war, machten wir noch eine gemeinsame Pause, bevor es auf die letzten Kilometer ging, die jeder von uns für sich selbst fuhr.

Datum Trip Zeit AVS Vmax
04.09.2011 43,99 02:12:14 19,86 41,9
05.09.2011 42,89 02:13:92 19,34 32,2
06.09.2011 55,14 02:59:07 18,47 33,1
09.09.2011 64,96 03:20:30 19,44 35,9
Gesamt: 206,98 10:44:53