Unser erster Schwedentrip

Schweden

(29.07.2015 – 12.08.2015)

Bereits mit dem ersten Wohnmobil hatten wir uns Skandinavien einmal als Ziel gesetzt – geklappt hat es nie, da wir immer wieder in Richtung Süden fuhren. Dieses Mal sollte es definitiv anders werden. Lange beschäftigten wir uns mit Skandinavien und begrenzten unsere Tour letztlich auf Süd- und Mittelschweden, da uns nur begrenzt Zeit zur Verfügung stand.  Im weiteren Verlauf informierten wir uns über die Arten ins Land unserer Wünsche zu gelangen und fassten eine Fähre ins Auge. Heraus kam die Fährverbindung mit der Stena-Linie von Kiel nach Göteborg, die für uns die beste Alternative darstellte.

Am ersten Urlaubstag ging es dann bereits um 08.15 Uhr los. Wir wollten uns auf der Fahrt nach Kiel nicht hetzen lassen. Zuerst mussten noch ein paar Kleinigkeiten eingekauft werden. Während Elli und Sönke dies erledigten, ging ich noch einmal die Unterlagen durch und stellte fest, dass die Reiseführer zu Hause geblieben waren. Also noch einmal schnell zurück. Die anschließende Fahrt verlief ausgesprochen stressfrei. Das angekündigte Verkehrschaos in der Baustelle nach dem Elbtunnel blieb aus, so dass wir bereits um 12.45 Uhr auf das Gelände der Stena-Linie fuhren. Als erstes suchten wir den Check In auf und erhielten gleich unsere Bordkarten. Danach ging es für uns noch einmal in die Stadt, um etwas zu essen.

Gegen 14.00 Uhr waren wir wieder zurück am Wohnmobil. Mittlerweile hatte es einen kurzen und heftigen Regenschauer gegeben, in dem wir feststellen konnten, dass Sönkes Schuhe wohl nicht mehr ganz dicht waren. Er selbst schenkte dem Ganzen keine weitere Beachtung. Wir behielten die Angelegenheit im Auge. Gegen 14.45 Uhr startete dann das Boarding. Zunächst wurde unser Gasanschluss abgedreht und dann versiegelt. Eine halbe Stunde später ging es dann auf die Fähre. Auf unserem Deck standen wir in der zweiten Reihe. Danach ging es zur Kabine Nr. 8305, übrigens eine Außenkabine. Wirklich was gebracht hat es nichts, außer dass Sönke den Sonnuntergang und -aufgang betrachten und fotografieren konnte. Ansonsten war die Kabine wirklich klein und mit mehreren Pullmannbetten ausgestattet. Aber wir wollten hier ja auch nicht tanzen, sondern lediglich schlafen.

Nach dem Erstbezug ging es noch einmal in die Innenstadt von Kiel. Wir konnten Sönke vom Neukauf eines Paar Schuhe überzeugen und hatten auch recht schnell welche gefunden, so dass wir gegen 16.30 Uhr wieder an Bord sind. Jetzt erkundeten wir erst einmal das Schiff. Nach einem kurzen Rundgang geht es gegen 17.00 Uhr in den Yachtclub, ein Sonnendeck mit Getränkeausschank. Bezahlen musste man mit schwedischen Kronen, die wir allerdings vorher auf dem Schiff (zu einem sehr ungünstigem Kurs) gewechselt hatten. Mit einem Bier in der Hand und bei durchbrechenden Sonnenstrahlen genossen wir dann das Ablegen.

Danach machen wir uns auf die Suche nach einem Abendessen. Das Buffet fiel für uns aus, da man die Plätze vorher hätte reservieren müssen. Wir gingen dann in die Snackbar und waren mit den Kötbullar und einem Schnitzel für Sönke auch voll zufrieden. Für den Rest des Abends ging es dann wieder auf das Sonnendeck, von wo aus wir die Fahrt durch die Kieler Förde genossen. Als es kalt und regnerisch wurde, ging es dann für uns in die Koje.

Bereits um 05.30 Uhr war die Nacht zu Ende. Der Lautsprecher, der uns die ganze Nacht mit einem Knacken genervt hatte, gab einen Gong von sich. Nach einer ausgiebigen Dusche und einem ersten Gang übers Sonnendeck ging es wieder in die Snackbar zum Frühstück. War das Abendessen finanziell noch akzeptabel gewesen, traf dies auf das Frühstücksangebot nicht zu. Die belegten Brötchen fanden wir überteuert, hatten aber auch keine Alternative. Nach dem Frühstück genießen wir die Fahrt durch die Schären. Kurz vor dem Anlegen gehen wir dann nach drinnen. Hier ist schon richtig Aufbruchsstimmung. Viele stehen schon an den Türen an. Uns wird gesagt, dass wir informiert werden, wenn wir die Fahrzeuge aufsuchen dürfen. Als dies geschieht, fahren wir sofort nach unten und sind keine Minuten später am Wohnmobil. Da waren wir aber schon zu spät. Die ersten kurvten schon um unser Wohnmobil rum, um von der Fähre zu kommen.

Nachdem wir die Fähre verlassen und den Zoll passiert hatten, mussten wir erst einmal kurz anhalten, um den Navi die Gelegenheit zu geben, sich zu positionieren. Als dies geschehen war, machten wir uns auf den Weg zum Campingplatz. Es ging direkt durch die Innenstadt, die wie ausgestorben war, obwohl es bereits 09.30 Uhr an einem Werktag war. Für uns nicht erklärbar. Im weiteren Verlauf verpassten wir, wie eigentlich üblich, erst einmal die Abzweigung zum Campingplatz. Als Elli sich um einen Stellplatz bemühte, wurde sie abgewiesen und an den Drop-In Campingplatz Delsjön verwiesen. Die Adresse in den Navi eingegeben und los ging es. Der Navi führte uns jedoch direkt in ein Naherholungsgebiet. Nachdem wir uns dort wieder rausrangiert hatten, folgten wir der Anweisung der Servicekraft und kamen zu der Stellfläche, die wohl mal eine alte Reitanlage gewesen war.

Wir fanden einen adäquaten Stellplatz auf der Wiese und ich zog einen Parkschein für die erste Nacht in Schweden. Nachdem wir uns eingerichtet hatten, machten wir uns auf den Weg in die Stadt. Der Fußweg war lang. Wir mussten den kompletten Berg hinab. Danach ging es mit der Straßenbahn in die Innenstadt. Der freundliche Straßenbahnfahrer erklärte uns beim Einsteigen gleich, wie wir eine Fahrkarte erwerben konnten und kam dazu sogar zu uns an den Automaten. Fahrkarten gab es nur an dem Automaten in der Bahn und natürlich mit Kreditkarte. Wir genossen die Fahrt und die Stadt und stellten fest, dass der Verkehr mittlerweile zugenommen hatte.

An der Straßenbahnhaltestelle Brunnsparken steigen wir aus und bummeln zunächst über die Plätze und die Postgatan und Kronhusgatan. Dabei treffen wir zwangsläufig auf Nordstan, ein Shoppingcenter mit etwa 180 Shops. Beim Bummel durch das Center verspüren wir Hunger und suchen uns ein Lokal. Wir werden bei einem chinesischen Restaurant fündig, das ein Buffet anbietet. Nachdem wir uns so gestärkt haben, geht es weiter durch die Fußgängerzone. Unser Ziel ist der Stadtteil Haga. Hier bummeln wir durch die schönen Gassen und genießen den Kaffee in einem der vielen Straßencafés. Zurück geht es durch den Kungsparken, die Reste der Göteborger Befestigungsanlage bis zur Haltestelle Kungsportsplatan. Von hier geht es mit der Straßenbahn zurück in Richtung Campingplatz.

Gegen 16.00 Uhr haben wir den Aufstieg zum Campingplatz geschafft und machen es uns erst einmal in der Sonnen gemütlich. Mittlerweile ist es angenehm warm geworden und wir können den Rest des Tages vor dem Wohnmobil verbringen.

Am nächsten Morgen sind wir bereits um 08.00 Uhr wach und stehen auf. Da es in der Nähe keine Brötchen zu kaufen gibt, begnügen wir uns mit Toastbrot zum Frühstück. Gegen 09.30 Uhr haben wir dann alles eingeräumt, Wasser aufgefüllt und machen uns auf den Weg ins Landesinnere. Unser nächstes Ziel ist Grännä am Vättern. Schnell sind wir auf der Autobahn, da wieder einmal zu dieser frühen Stunde wenig Verkehr herrscht, und haben Göteborg hinter uns gelassen. Über die Autobahn 27 geht es nach Norden. Nach etwa einer Stunde Fahrt wollen wir die erste Rast einlegen und finden auch einen Rastplatz. Was uns dort erwartet, überrascht uns. Alles sehr sauber. Ordentlich gestutzter Rasen und die Häuser im landestypischen Stil errichtet. Sogar richtige Gardinen finden sich an den Fenstern.

Gegen 12.45 Uhr kommen wir in Gränna an. Über die Hauptstraße fuhren wir in Richtung Campingplatz. Der Navi wollte uns immer wieder über Nebenstraßen hinführen. Dies missachteten wir aber geflissentlich, da die Straßen sehr eng waren. Auch die Hauptstraße war schon mit den geparkten Fahrzeugen am Fahrbahnrand nicht sonderlich breit. Begegnungsverkehr mit Bussen und anderen Wohnmobilen war nur möglich, wenn einer anhielt.

Kurz vor dem Campingplatz Grännastrandens Camping sahen wir auch noch einen Stellplatz auf dem Parkplatz. Der wirkte auf uns aber nicht einladend, so dass wir erst einmal zur Rezeption fuhren. Elli bekam auch einen Stellplatz zugewiesen. Wir fuhren auf den Stellplatz Nr. 148 und Elli versuchte die Anforderungen ans Aufstellen umzusetzen. Drei Meter zu jedem Nachbarn, mindestens 1,5 Meter zur Mittelachse, alles nicht ganz einfach. Nachdem wir standen kamen wir zu dem Entschluss auf dem Campingplatz gleich noch eine weitere Nacht zu stehen, um am nächsten Tag das angekündigte gute Wetter nutzen zu können. Elli ging also zur Rezeption zurück und erfuhr, dass der Stellplatz am nächsten Tag reserviert war und sie erhielt einen neuen zugewiesen. Wir richteten uns dann endgültig auf Platz Nummer 87 ein.

Nach einer kurzen Pause machten wir uns gleich auf den Weg in den Ortskern. Bis 16.00 Uhr bummelten wir über die Hauptstraße und begutachteten die vielen Geschäfte, die Polkagris, auf Deutsch Zuckerstangen, in allen Variationen anboten. Auch ein erster Café-Besuch war drin. Hier genossen wir die süßen Konditorleckereien, die dort angeboten wurden. Auf dem Rückweg kauften wir noch schnell ein, um das Abendessen im Wohnmobil zu genießen. Erstmals bauten wir auch wieder den Fernseher auf. Das klappte auch wieder vorzüglich, nachdem ja die Sat-Antenne ausgewechselt worden war. Die alte war tatsächlich defekt gewesen.

Am nächsten Morgen war ich bereits um 07.00 Uhr wach und machte mich auf den Weg zum Brötchen holen. Zunächst wollte ich sie auf dem Campingplatz kaufen. Als ich die mickrigen Dinger zu dem überteuerten Preis sah, ging ich doch in den Ort zum Coop. War ja nur die Straße hoch. Im Coop war ich einziger und wahrscheinlich erster Kunde. Ich wurde freundlich begrüßt und mir wurde sogar beim Einkauf geholfen.

Nach dem Frühstück wollten wir unseren Tagesausflug starten. Ziel war die Insel Visingsö, die wir mit der Fähre erreichen wollten. Als wir gegen 10.00 Uhr zum Fährhafen gingen, der nur wenige hundert Meter vom Campingplatz entfernt liegt, lag die Fähre abfahrbereit im Hafen. Ich kaufte schnell Fahrkarten und wir waren gerade an Bord, da legte sie auch schon ab.

Nach einer knappen halben Stunde kamen wir im Hafen von Visingsö an. Im nahen Tourismusbüro bekamen wir einen Inselplan und wählten eine der Wanderrouten, um die Insel zu erkunden. Zunächst ging es über den Königsweg nach Süden bis zu einem Hügelgräberfeld. Danach wenden wir uns nach Norden, um das andere Ende der Insel zu erkunden. Mittlerweile wurde es immer heißer und wir machten uns an die Suche nach einer Lokalität für Essen und Trinken. Richtig fündig wurden wir jedoch nicht, was aber vermutlich an unserem eigenen Unvermögen lag. Schließlich schlugen wir den Rückweg zum Hafen ein, allerdings nicht ohne dass Elli noch eine Kirche besichtigte.

Am Hafen wollten wir nun endlich etwas essen und trinken. Elli wollte Fisch und auch Sönke war einem Snack nicht abgeneigt. Wir suchten uns also eine passende Bude aus. Elli und Sönke stellten sich an, während ich schon einmal einen Tisch in der Sonne belegte. Irgendwie lief das mit der Bestellung aber unrund. Statt die Bestellung entgegen zu nehmen, verschwand die Bedienung in einem hinteren Teil und tauchte nicht wieder auf. Elli entschied dann, eine Bude weiterzuziehen.

Hier wurde sie bedient. Es gab Hot Dogs und Kaffee. Der Kaffee war abgestanden und kalt und das Würstchen im Hot Dog total wässrig, so dass Elli alles wieder zurückbrachte und anstandslos das Geld erstattet bekam. Nur Sönke wollte seinen Hot Dog nicht wieder hergeben. Er hatte wohl richtig Hunger.

Es ging dann mit der nächsten Fähre wieder zurück. Am Fährhafen in Gränna kauften wir dann noch ein paar Stücken Kuchen ein und machten es uns Wohnmobil gemütlich. Gegen 18.00 Uhr nutzen wir den warmen Abend aus und werfen den Grill an – wie auch alle anderen auf dem Campingplatz. Es gibt Würstchen, die wir aus Deutschland mitgebracht hatten. Als die Sonne dann endgültig verschwindet, wird es auch gleich kalt und wir ziehen uns lieber ins Mobil zurück.

Der nächste Morgen lief wie am Vortag, nur dass wir weiterfahren wollten. Um 09.30 Uhr checken wir an dem Campingplatz aus. Durch den Platzwechsel war es dann doch geringfügig teurer geworden, aber das war der Campingplatz wert gewesen.

Über die Autobahn geht es in Richtung Stockholm. Da die Strecke nicht sonderlich weit erscheint, wollen wir auf jeden Fall noch einen Sightseeingstopp machen und haben uns schnell für den Götakanal entscheiden. Kurz vor Linköping fahren wir zur Schleuse Berg ab. Der Navi ließ sich allerdings nicht richtig programmieren, so dass uns Sönke nach Gefühl in die richtige Richtung lotste. Und das machte er sehr gut. Wir kamen direkt in Berg an und fanden das Hinweisschild auf den Parkplatz an der Schleuse. Nach dem Einparken bummelten wir etwas über eine Stunde an der Schleuse entlang und konnten den Schleusenvorgang hautnah beobachten.

Nach einem Mittagessen geht es weiter. Ganz entspannt geht es nach Stockholm rein. Auf der Anfahrt zum Campingplatz Bredäng Camping stellen wir wieder einmal fest, dass der Navi für Schweden nicht gemacht ist. Und dies trotz Kartenupdate. Statt uns von der Autobahn aus den direkten Weg zu führen, lotst er uns erst einmal umständlich durch ein Wohngebiet. Wir kamen trotzdem am Campingplatz an, weil wir letztlich den Hinweisschildern folgten. Am Campingplatz übernahm Elli die Anmeldung und erhielt Stellplatz 107 in Randlage des Campingplatzes. Auf der Anfahrt zu dem Platz wurden wir kurz durch einen Hildesheimer Camper aufgehalten, der es nicht schaffte, sein Gespann in den Stellplatz zu schieben. Nachdem wir uns am Stellplatz eingerichtet hatten – diesmal konnte ich mich mit der Aufstellrichtung gegen Elli durchsetzen – genossen wir das sonnige Wetter und relaxten. Als dann schlechteres Wetter aufzieht, ziehen wir uns lieber ins Wohnmobil zurück und genießen dort unser Abendessen und das Abendprogramm. Besonders als es dann auch noch kurz und heftig gewittert.

Der nächste Morgen beginnt mit vernünftigen Brötchen aus dem Shop auf dem Campingplatz. Danach machen wir uns auf den Weg in die Stadt. An der Rezeption hatten wir uns schon am Vorabend über die öffentlichen Verkehrsmittel informiert. Wir wollten die Fahrkarten an der Metrostation kaufen. Hier angekommen, fanden wir an der Zugangstreppe einen Kiosk, bei dem man Fahrkarten kaufen konnte. Da vor uns eine Familie ebenfalls Fahrkarten kaufte, hörten wir zu und setzten die so gewonnen Erkenntnisse gleich um.

Mit der Metro Linie 13 ging es dann bis T-Centralen, der Zentralstation von Stockholm. Hier ausgestiegen, brauchten wir erst einmal ein paar Augenblicke, um uns bei der Vielzahl von Ausgängen für den richtigen zu entscheiden. Es folgte dann die obligatorische Sightseeingtour, beginnend mit dem Stadthus zur Insel Ridderholmen und dann nach Gamla Stan.

Auf Gamla Stan trafen wir gleich auf eine Menschenmenge, die sich die Wachablösung anschauten. Da wir keinen guten Platz ergattern konnten und es sich hinzog, bis die Truppe ausmarschierte, machten wir uns weiter an die Erkundung der Gassen. Zudem gönnten wir uns im Kaffegillet i Gamla Stan in der Straße Trangsund ein Mittagsmenü.

Als Letztes besichtigten wir natürlich das königliche Schloss.

Hier gönnten wir uns, da die Zeit mittlerweile vorangeschritten war, in dem Café im Innenhof erneut einen kleinen Snack.

Danach ging es über den Kungstradgarden nach Blasieholmen. Hier überlegten wir, ob wir schon einmal in Richtung Wasamuseum gehen sollten, entschieden uns dann aber dagegen, da wir schon recht erschöpft waren.

Wir machten uns dann auf den Rückweg und konnten am Blasieholmshamnen noch die königlichen Truppen vorbeireiten sehen, die wohl nach der Wachablösung erst jetzt zurückritten.

Es ging dann durch die Innenstadt wieder zurück in Richtung Metrostation T-Centralen. Hier erwischten wir auch gerade noch die Metro in Richtung Brädang. Dort angekommen kauften wir noch in einem Supermarkt ein und machten uns dann auf den Weg zum Campingplatz.

Der nächste Tag startete wieder sehr früh. Um 07.00 Uhr sind wir aufgestanden und konnten in aller Ruhe frühstücken, bevor es wieder zur Metro ging. Von der Metrostation T-Centralen ging es zu Fuß zum Wasamuseum. Hier angekommen, war die Schlange für den Eintritt noch übersichtlich. An der Kasse dann die erste Überraschung, da Sönke auf Grund seines Alters freien Eintritt erhielt. Der Eintritt ins Museum war dann auch gleich imposant, wenn man dieses große Segelschiff das erste Mal in der Halle wahrnimmt.

Nachdem wir anfangs noch versuchten das Museum gemeinsam zu besichtigen, erübrigte sich dies beim Erreichen des Hecks. Von hier an machten wir uns allein auf die Erkundung.

Nach etwa zwei Stunden trafen wir alle in der obersten Etage ein und machten uns auf den Weg zum Ausgang.

Als nächstes war ein Besuch in Skansen, einem nahegelegenen Miniaturland angedacht. Zunächst einmal hatten wir Probleme den Eingangsbereich zu finden und irrten etwas in dem Park herum. Als wir dann den Kassenbereich gefunden hatten, informierten wir uns noch einmal, da der weitere Besuch kostenpflichtig war. Schnell stellten wir fest, dass wir altersmäßig nicht mehr Zielgruppe waren und machten uns auf den Rückweg in die Innenstadt.

Hier angekommen, suchten wir uns einen Mittagsnack. Wir wollten etwas auf die Schnelle und wurden in einem Schnellrestaurant fündig. Zu Sönkes Unbehagen beschlossen wir nicht in dem Restaurant zu essen, sondern unser Essen mitzunehmen und in einem nahen Park zu essen. Hiermit folgten wir dem Verhalten der Schweden, die dies auch alle taten. Und es war auch sehr nett zwischen Schachspielern, spielenden Kindern und anderen Mittagsgästen zu essen.

Es folgt ein Bummel durch die moderne Innenstadt. In der Fußgängerzone machen wir einen Shoppingbummel, allerdings ohne etwas zu kaufen, bevor es gegen 16.00 Uhr wieder mit der Metro zurück zum Campingplatz geht. Hier relaxen wir erst einmal in der Sonne. Dabei stellen wir etwas Ungewöhnliches fest, eine komplette Stellplatzreihe in unserer Nachbarschaft ist leer. Die Erklärung hierfür erfolgt kurze Zeit später, als eine italienische Wohnmobilreisegruppe eintrifft. Jetzt beginnt der Trubel. Erst einmal wird die richtige Reihenfolge der Aufstellung gesucht und dann fleißig rangiert. Ein paar vergessene Badelatschen werden mit Fußtritten vom Stellplatz befördert, da man sie nicht anfassen möchte. Der weitere Verbleib bleibt uninteressant. Steht man, fährt man auch gleich wieder los, um zu ent- und versorgen. Dies alles dauert gut eine Stunde an, dann baut man alle Tische auf der Straße auf und genießt gemeinsam das Abendessen.

Wir suchen zum Abendessen das Platzrestaurant, einen Thailänder auf. Das Essen ist wirklich gut und günstig. Die alkoholischen Getränke sind halt ortsüblich teuer. Das hindert Elli aber nicht daran, das teure Bier zu verschütten und mir ein angenehmes Bierparfüm zu verpassen.

Der nächste Tag startet bereits um 06.45 Uhr. Es regnet leicht und wir freuen uns im Nachhinein, dass wir mit dem Wetter bei der Besichtigung von Stockholm Glück gehabt hatten. Nach dem Frühstück geht es um 09.00 Uhr weiter. Während ich noch einmal zur Entsorgung fuhr, bezahlte Elli den Platz. Danach ging es in Richtung Autobahn. Kurz bevor wir auffahren, nutzten wir noch eine günstige Tankstelle um aufzutanken. Danach ging es über die Autobahnen in Richtung Norden. Der Regen wurde hier stärker und als wir das Stadtgebiet von Stockholm verließen, hatten wir einen kräftigen Starkregen.

Nach Uppsala wird das Wetter besser. Von hier aus geht es in Richtung Gävle und dann in Richtung Falun. In Falun legen wir eine Mittagspause auf unserer Fahrt durch die Landschaft Dalarnas ein. In einem Max-Schnellrestaurant genießen wir frisch zubereitete Hamburger, bevor es dann weiter in Richtung Orsa geht, wo wir gegen 15.00 Uhr eintreffen. Hier soll uns der Navi dann zum Stellplatz in Grönklitt führen. Das tut er auch, über Strecken, die ich nicht gewählt hätte. Letztlich fahren wir über einen kilometerlangen Feldweg durch ein Waldgebiet und haben schon das Gefühl, in die Irre geführt zu werden, als wir wieder auf eine befestigte Straße treffen. Kurz danach erreichen wir Grönklitt, ein Naherholungsgebiet in einem Skigebiet.

Der Stellplatz Grönklitt liegt etwas abseits der touristischen Attraktionen auf einem Parkplatz. Wir sind zunächst allein und richten uns ein. Es standen noch einige fest eingerichtete Wohnwagen auf dem Platz. Die gehörten wohl aber Arbeitern, die erst später erschienen. Zu einem späteren Zeitpunkt – Elli und ich hatten noch einen Spaziergang zur Rezeption gemacht – erschien eine weitere Familie mit Wohnmobil, die sich am entgegengesetzten Ende des Parkplatzes aufstellte. Ansonsten passierte nicht mehr viel. Bis zum Abendessen, da klopfte es mit einmal an unserer Tür und vor uns stand ein Ehepaar aus Peine, das uns nach unseren Erfahrungen mit dem Stellplatz befragte. Unsere Antworten haben sie wohl nicht überzeugt, da wir sie danach nicht mehr wiedersahen.

Am nächsten Morgen hatten wir eine Entscheidung gefasst. Da uns die Arbeiter sehr früh geweckt hatten und der Stellplatz außer dem guten Sanitärbereich und der abgelegenen Lage nicht zu bieten hatte, wollten wir die nächste Nacht an einem anderen Ort verbringen. Wir fuhren also zunächst zur Rezeption, wo man uns mitteilte, dass die entrichtete Stellplatzgebühr auf den Campingplatz in Orsa angerechnet wird. Danach riefen wir dort kurz an und erhielten eine positive Antwort, was einen Stellplatz betraf.

Nachdem dies nun alles geklärt war, ging es zum Bärenpark in Orsa. Es war noch früh und am Eingang war nicht viel los. Im Park sammelte sich alles zunächst beim Kodiak-Bären. Hier gab es kleine Anekdote zum Bären und die erste Fütterung. Danach machten sich die Besucher und auch wir uns selbstständig auf den Weg durch Park. Die Anlage mit ihrer Großzügigkeit in den Gehegen war schon imposant. Und auch die unterschiedlichen Tiere, wie Amur-Tiger, Schneeleoparden und Wölfen, die hier zusammengefasst sind, war interessant. Insgesamt ein absolut lohnenswerter Abstecher.

Besonders wird dies durch die erhöhten Aussichtplattformen, von denen man wunderbar in die Gehege schauen. Hier konnten wir auch erstmals sehen, wie schnell ein Bär einen Baum ersteigen kann.

Einziges Manko des Parks war das Wolfsgehege. Dieses war so riesig, dass wir nicht einmal in die Nähe eines Wolfes kamen. Wären nicht die ausgetretenen Pfade und Tierkadaver gewesen, hätten wir vermutet, dass das Gehege leer wäre.

Nach dem Mittag beendeten wir unseren Besuch und machten uns auf den Weg zum Campingplatz in Orsa. Elli übernahm wieder den Check In und erfreut stellten wir fest, dass es keine Probleme mit der Verrechnung der Bezahlung zuvor gab. Den Stellplatz bekamen wir zugewiesen. Hier tauchte das erste, kleine Problem auf. Der zugewiesene Stellplatz stand unter Wasser. Wir schauten uns kurz um und fanden in Stellplatz Nr. 112 eine vernünftige Alternative. Elli tat dies an der Rezeption kund, während Sönke und ich schon einmal das Wohnmobil aufstellten.

Nachdem wir uns dort eingerichtet hatten, relaxten wir erst einmal. Am Nachmittag machten Elli und ich uns auf einen Gang in den Ort. Der war allerdings ausgesprochen unspektakulär, so dass wir beschlossen, den weiteren Abend auf dem Campingplatz zu verbringen. Gegen 18.00 Uhr ging es dann erst einmal eine Runde Minigolf spielen. Auf der Adventurebahn setzte ich mich gegen Elli durch, während Sönke diesmal den letzten Platz belegte. Danach ging es zum Essen in das Lokal auf dem Campingplatz. Die Lage, direkt am Ufer des Sees war schon toll. Innen war es noch schöner. In dem toll eingerichteten Lokal konnte man durch eine riesige Glasfensterfront auf den See schauen. Das Essen, und hier insbesondere die Getränke, war nicht billig, aber okay. Nach dem Essen bummelten wir noch etwas über den Platz und besprachen die Route der nächsten Tage.

Es sollte nach Arvika gehen. Wir hatten uns Land- und Nebenstraßen für unsere Tour ausgesucht, um vielleicht auch mal auf Elche in der freien Natur zutreffen. Hier wurden wir allerdings enttäuscht. Zum Mittag nutzten wir einen kleinen See zum Halten. Da es sehr idyllisch war, machten wir gleich noch ein paar Fotos.

In Arvika fanden wir dann etwas außerhalb des Ortes den Campingplatz. Bereits auf der Anfahrt fiel er uns schon unangenehm auf, da laute Musik zu hören war. Bei unserem ersten Blick auf den Platz, sahen wir dann, dass er das Ziel von jungen Leuten ist, die mit viel Alkohol und lauter Musik ihren Spaß suchten. Während Elli sich trotz allem noch erkundigte, kam ein Pickup vorgefahren und die jungen Leute stürzten zur Ladefläche, die gefüllt mit McDonalds-Tüten war.

Da der Campingplatz nun raus war, machten wir uns auf die Suche nach einem neuen Ziel und stießen schnell auf die Campingplätze in der Nähe von Karlstadt, die etwa 60 Kilometer entfernt lagen. Während ich dorthin fuhr, suchte Elli einen Campingplatz raus. Nach etwa einer Stunde kommen wir am First Camp in Skutberget an. Der Check In ist schnell erledigt und wir richten uns ein. Das Wetter hat sich mittlerweile sehr positiv entwickelt und es ist sonnig und warm, so dass wir erst einmal am Wohnmobil bleiben. Ein Gang zum Strand bleibt jedoch nicht aus. Da das Wasser aber doch sehr kühl ist, nehmen wir von einem Bad im See Abstand. Den Abend verbringen wir auch am Wohnmobil, bevor uns die Nachtkühle dann doch nach drinnen treibt.

Den nächsten Morgen beginnen wir mit einer Fahrt nach Karlstadt. Die Stadt ist um 09.30 Uhr wie ausgestorben, so dass wir auch keine Probleme bei der Parkplatzsuche haben. Nachdem wir einen Parkplatz gefunden hatten, der für unser Wohnmobil geeignet war, lösten wir das Parkticket. Nachdem wir um die nächste Straßenecke kamen, sahen wir einen Parkplatz am Fahrbahnrand, auf den ich dann das Wohnmobil holte, da er zudem noch bewacht war.

Von hier aus ging es dann zum Bummel durch die Stadt.

Die Sehenswürdigkeiten ließen sich alle zu Fuß erreichen und nach etwa zwei Stunden Sightseeing geht es dann weiter. Wir folgen der E45 am westlichen Ufer des Vänern. In Säffle machen wir dann einen Tankstopp. Jedoch nicht ohne Probleme. Wir fahren wie üblich an die Zapfsäule, aber die reagiert nicht. Selbst das hinzugerufene Servicepersonal kommt nicht weiter. Gerade als wir uns entschieden hatte, die Säule zu wechseln, funktioniert sie dann doch und wir können volltanken.

Von Säffle aus geht es weiter nach Süden bis zur Abzweigung nach Häverund. Hier wollen wir das Aquädukt des Dalslandkanals besichtigen. Kurz bevor der Navi das Erreichen des Ziels verkündet, sehen wir einen Parkplatz und stellen dort unser Wohnmobil ab. Wir sind jetzt direkt oberhalb des Aquädukts und gehen dieses von oben nach unten ab.

Im Dalslandcenter machen wir eine kurze Pause und erfrischen uns bei einem Eis, bevor es wieder an den Aufstieg in Richtung Parkplatz geht.

Als Übernachtungsziel hatten wir uns den Campingplatz Laxsjöns Camping & Friluftgard zwischen Dals Langend und Billingsfors herausgesucht. Den Rest sollte der Navi erledigen. Tat er auch. Er führte uns über eine Nebenstraße, die Q2221. Eine anspruchsvolle, serpentinenreiche Strecke mit bis zu 21% Steigung und Gefälle bei 4,50 m Fahrbahnbreite. Gegenverkehr war jedesmal eine Herausforderung.

In Dals Langed kauften wir noch kurz ein, bevor es auf den Campingplatz ging. Der war ebenfalls komplett auf Aktivurlauber ausgelegt, so dass wir die Zeit dort mit relaxen verbrachten und natürlich den obligatorischen Planungen der weiteren Tour.

Für den nächsten Tag stand ein Besuch eines Elchparks auf dem Programm, da wir ja bisher nicht in Genuss von Elchen in freier Wildbahn gekommen waren. Schnell war über das Internet ein Park in der Nähe gefunden und wir trafen dort um kurz vor 10.00 Uhr ein. Leider öffnete er erst um 11.00 Uhr, so dass wir dort auf dem Parkplatz die Zeit bis zur Öffnung verbrachten. Gott sei Dank, war in der Nähe eine Tankstelle, wo wir uns mit frischem Kaffee versorgen konnten, um nicht welchen im Wohnmobil kochen zu müssen.

Pünktlich um 11.00 Uhr öffnete der Park seine Tore. Der Eintrittspreis zur Dalsland Moose Ranch in Dals Ed lag 85 Kronen pro Person. Die Bezeichnung Park ist jedoch übertrieben. Tatsächlich handelt es sich um eine Besichtigungsstelle und die begehbaren Wege sind sehr übersichtlich lang – etwa 20 Meter.

Interessant war es aber trotzdem, da man in direkten Kontakt zu den Tieren kam. Man hatte ausreichend Zeit, die Tiere zu fotografieren und hörte währenddessen interessante Informationen zu den Tieren. Hatte man jedoch die Fotosession beendet, war auch der Besuch beendet. So ging es nach etwa einer Dreiviertelstunde bereits weiter.

Unser nächstes Ziel waren die Felsritzungen von Tanum, etwa 60 Kilometer entfernt.

Die etwa 3000 Jahre alten Felsritzungen aus der Bronzezeit konnte man komplett bewandern und dabei einige Höhenmeter zurücklegen.

Erst der Besuch des Freilichtmuseums, das angegliedert ist, wäre kostenpflichtig gewesen. Dieses ersparen wir uns jedoch und machen uns auf den Rückweg. Kurz vor der Auffahrt auf die E6 finden wir noch einen Rasthof, den wir zu einem Mittagstopp nutzen. Danach geht es weiter in Richtung Kungshamn. Hier wollen wir auf dem Campingplatz Wiggersviks übernachten. Die Anfahrt zum Campingplatz zieht sich etwas hin, so dass wir erst gegen 16.00 Uhr dort eintreffen. Wir erhalten einen Stellplatz direkt am Hafenbecken und genießen dort den Sonnenschein.

Von hier aus machen wir einen kurzen Spaziergang außerhalb des Platzes, um den Blick in den Schärengarten zu genießen. Den Spaziergang nach Kungshamn ließen wir ausfallen und genossen lieber das schöne Wetter am Stellplatz.

Bereits am nächsten Tag geht es weiter. Als nächstes Etappenziel hatten wir uns Helsingborg herausgesucht. An Göteborg vorbei ging es über die Autobahn nach Helsingborg. Bevor wir zum Campingplatz fuhren, hielten wir noch an einem Supermarkt, um unsere Vorräte aufzufüllen. Danach ging es zum Campingplatz Råå Vallar Camping, der direkt am Öresund liegt. Hier verbrachten wir den Rest des Nachmittags mit einem Bummel am Strand.

In der Nacht fing es an zu regnen und am nächsten Morgen, bei meinem Spaziergang zum Brötchen holen, hatte es sich richtig eingeregnet. Ein Ende des Regens war nicht in Sicht, so dass wir kurzfristig beschlossen, den Besuch der Innenstadt von Helsingborg ausfallen zu lassen und uns auf den Heimweg zu machen. Kommentar von Sönke zu dem Wetter: „Schweden tut alles, um uns loszuwerden.“

Für die Rückfahrt hatten wir keine Fährverbindung herausgesucht, sondern wollten über die Öresundbrücke und Dänemark fahren. Kurz vor der Öresundbrücke besserte sich dann das Wetter und wir fuhren bei Sonnenschein in Richtung Dänemark. Die Brücke kostet uns 104 Euro. Zu Hause habe ich dann einmal nachgeschaut und festgestellt, dass dies der Preis für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen war. Wir mussten also überladen gewesen sein, auf unserer Fahrt ans Mauthäuschen.

In Dänemark ging es stressfrei von statten. Einziges Manko waren die tausende kleiner Gewitterfliegen, die sich bei jedem Halt den Weg ins Wohnmobil suchten. Elli und ich waren dann die erste Zeit der Fahrt immer wieder mit dem Erlegen der nervigen kleinen Biester beschäftigt.

Bevor wir das dänische Festland erreichen, müssen wir noch die Storebeltbrücke überqueren. Die Passage kostet uns noch einmal 100 Euro. Auch sie ist, aus den oben genannten Gründen, so teuer.

Als wir in Deutschland angekommen sind, machen wir uns an die Überlegungen, wie es weiter gehen soll. Sicherich wäre es möglich gewesen, direkt durchzufahren. Das kam für uns aber nicht in Frage. Wir machten uns Gedanken und wählten den Campingplatz in Bad Segeberg als Ziel aus. Mehrere Argumente sprachen für den Campingplatz. Wir mussten auf der Rückfahrt nicht direkt durch Hamburg fahren, die Rückfahrt war stressfreier und ein Essen in einem chinesischen Restaurant in Bad Segeberg stand in Aussicht, auf das wir uns alle freuten.

In Bad Segeberg angekommen nutzte ich den günstigen Dieselpreis an einer Tankstelle, um den Tank zu füllen. Da der Preis wirklich gut war, war auch entsprechend viel los und wir mussten uns erst einmal anstellen. Als ich an der Reihe war und getankt hatte, wollte ich mich in Richtung Ausfahrt begeben, als ein Pkw zwischen den Tanksäulen rangierte und uns vor den Kühler fuhr. Erst wollte ich aufregen, da sah ich, dass ein großer Teil der Tankstelle abgesperrt war. Ursache war eine Dame, die mit einem lecken Tank auf die Tankstelle gefahren war und den Sprit so direkt auf den Boden befördert hatte. Gerade als wir aus der Ausfahrt fuhren, kam die Feuerwehr und sperrte die Tankstelle komplett ab. Glück gehabt, so dass wir zum See-Camping weiterfahren konnten.

Schnell war ein Stellplatz gefunden und wir richteten uns ein, um noch die letzten Sonnenstrahlen zu genießen. Nach dem Duschen machen wir uns auf den Weg zum chinesischen Restaurant China-Garden in der Eutiner Straße. Wir kennen es schon von unseren Besuchen bei den Karl-May-Festspielen und können es nur empfehlen. Als wir dort eintreffen, müssen wir feststellen, dass am heutigen Tag der Ruhetag des Restaurants ist. Pech gehabt. Also geht es weiter in die Innenstadt. In der Innenstadt informieren wir uns bei verschiedenen Lokalitäten und bleiben schließlich beim Restaurant Mediterrane, wo wir ein gutes Abendessen im Außenbereich genießen.

Danach geht es zu Fuß zurück zum Campingplatz. Auf unserem Weg zurück sind wieder einmal die Plakate der vergangenen Karl-May-Festspiele aufgehängt und wir erfreuen uns, einige zu sehen, die wir uns selbst angeschaut hatten.

Am nächsten Morgen ist das Wetter wieder etwas schlechter, so dass wir uns leichten Herzens auf den Heimweg machen. Leider spielt unser Navi nicht so richtig mit und schickt uns erst einmal in Richtung Lübeck. Wie er auf die Strecke gekommen war, ist uns unerklärlich. Bei Hamburg folgt dann der obligatorische Stau und wir fahren über die Nebenstrecken B 75 und B 4, was uns 45 Minuten im Stau erspart. Danach geht dann alles ganz easy. Zwar werden immer wieder Verkehrsstörungen angekündigt, die sich aber bei unserem Eintreffen bereits erledigt haben.

Am frühen Nachmittag treffen wir in Harsum ein und wir nutzen die frühe Ankunft gleich, um Ellis Ford Ka aus der Werkstatt abzuholen.

Nachdem wir bereits einige Monate zu Hause waren, erhielt ich übrigens eine Rechnung über 0,96 Euro. Es handelte sich hierbei um die Mautgebühren, die entstanden waren, als wir durch Göteborg nach Süden gefahren waren. Bis zum Erhalt der Rechnung war mir nicht klar gewesen, dass wir uns auf einer mautpflichtigen Straße bewegt hatten. Das war jetzt anders.

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