Mit dem Wohnmobil auf Schnuppertour

An der Weser entlang

Kurz entschlossen hatten wir uns ein Wohnmobil gekauft. Während eines Messebesuches hatte Elli mit ihrer Tante alles klar gemacht und ich hatte das Wohnmobil im Zuge eines Besuches dann nach Harsum überführt. Vorher hatten uns Klaus und Reni noch mit allen möglichen Utensilien versorgt, die für unsere Touren wichtig sein könnten. Trotzdem wollten wir eigene Erfahrungen vor unserer ersten großen Tour sammeln und beschlossen eine Wochentour im Nahbereich zu machen. Schnell war damit die Weserregion als Ziel gefunden.

Am Freitag, dem 10. September, ging es los. Unsere erste Erfahrung machten wir bereits auf der Anfahrt nach Hannoversch Münden mit der Berechnung der Fahrtzeit. Diese musste man mit dem Wohnmobil wesentlich großzügiger auslegen. Am späten Nachmittag kamen wir in Hannoversch Münden an und versorgten uns an einem Einkaufsmarkt erst einmal mit Lebensmitteln.

Hier passierte dann auch das erste Malheur. nachdem wir gemeinsam eingekauft hatten und Elli noch außerhalb des Wohnmobils war, öffnete Sönke, der auf dem Beifahrersitz saß, die Fahrzeugtür, verlor dann das Gleichgewicht und fiel gut einen Meter in die Tiefe. Er verschrammte und prellte sich das Gesicht. Nachdem wir ihn kurz getröstet hatten und die Wunden versorgt hatten, hielt er sich sehr tapfer und beachtete seine Verletzungen gar nicht mehr.

Wir machten uns danach auf die Suche nach dem Stellplatz am Weserufer. Dieser sollte direkt am Zusammenfluss von Fulda und Werra liegen. Tatsächlich handelte es sich herbei um den dortigen Großparkplatz, der uns für unsere erste Übernachtung ungeeignet schien, so dass wir den nahen Campingplatz Tanzwerder als Übernachtungsplatz wählten. Nach einem kurzen Spaziergang ging es dann ins Wohnmobil zum Abendessen.

Am nächsten Morgen checkten wir erst einmal am Campingplatz aus und erlebten die zweite Überraschung der Tour. Der Strom wurde an dem Campingplatz nach Verbrauch berechnet. Wir erwarteten hier nicht sonderlich viel, da wir zu dieser Zeit noch keinen Fernseher hatten, wurden dann aber von einem Verbrauch von angeblich 5 kW/h überrascht. Alle Zweifel halfen nichts und konnten den Campingplatzbetreiber nicht überzeugen, sodass wir letztlich zahlten. In der nachfolgenden Zeit unserer Nutzung des Wohnmobils erreichten wir übrigens nie wieder einen derartigen Verbrauch.

Danach ging es erst einmal in die Stadt. Wir parkten das Wohnmobil auf dem Großparkplatz und gingen dann erst einmal zur Hängebrücke, die wir zusammen mit Sönke besichtigten. Danach ging es über die Mühle in die nette Altstadt, die wir ausgiebig besichtigten.

Nach der Stadtbesichtigung fuhren wir mit dem Wohnmobil zunächst nach Reinhardshagen, wo wir in der Gaststätte „Zur Fähre“ eine Kleinigkeit zum Mittag zu uns nahmen. Bereits die Anfahrt hierhin durch die kleinen Gassen des Ortes und die Parklatzsuche war für uns ungewohnt spannend. Während wir dem Fährbetrieb zuschauten beschlossen wir, die Fähre ebenfalls zu nutzen und unsere Fahrt auf dem westlichen Weserufer fortzusetzen. Um das Ganze etwas interessanter zu gestalten, setzten Elli und Sönke als Fußgänger mit der Fähre über und ich folgte eine später, damit wir ein Foto vom Wohnmobil machen konnten.

Nun ging es über die Bundesstraße bis nach Hameln. In einem Campingführer fanden wir den Campingplatz „Zum Fährhaus“, den wir für unsere Übernachtung auswählten.

Unmittelbar nachdem wir uns auf dem Platz eingerichtet hatten, ging es erst einmal zu Fuß in die Innenstadt zur Stadtbesichtigung. Auf dem Rückweg machten wir noch einen kurzen Halt an einem schönen Biergarten, genannte „Die Insel“, der auf einer Weserinsel unterhalb der Stadt liegt. Hier beschlossen wir auch, dass wir das griechische Restaurant am Campingplatz für das Abendessen wählen wollten.

Zurück am Wohnmobil erlebten wir dann noch etwas Erschreckendes. Die Kinder des Platzes fuhren die ganze Zeit mit ihren City-Rollern auf dem Platz herum. Ein Mädchen stürzte hierbei und schlug unglücklich mit dem Rücken auf eine Steinumrandung. Sie musste mit einem Rettungswagen abtransportiert werden.

Das Abendessen in dem griechischen Restaurant war dann ausgesprochen gut und wirklich empfehlenswert. Den lauen Spätsommerabend verbrachten wir dann am Wohnmobil.

Am nächsten Morgen ging ich dann erst einmal auf die Suche nach einem Bäcker. Letztlich fand ich einen, der zwar etwas weit weg war, konnte uns somit Frühstücksbrötchen organisieren. Nach dem Frühstück suchten wir uns einen Parkplatz in der Innenstadt und machten uns nach einem kurzen Bummel auf, das Freilichtspiel „Der Rattenfänger von Hameln“ vor der Marktkirche zu genießen.

Nach dem Schauspiel kaufte sich Elli noch eine Tasche, dann ging es zurück zum Wohnmobil.

Für die weitere Strecke, die uns zum Wisentgehege Springe führen sollte, wollte Elli unbedingt fahren  und wir kamen ihrem Wunsch nach. Ich setzte mich nach hinten und stellte hier schnell fest, dass diese Sitzposition nichts für mich ist.

In Springe angekommen machten wir uns eine ausgiebige Tour durch das Wisentgehege. Da wir einige Zeit nicht zu Besuch gewesen waren, stellten wir erst jetzt fest, dass sich der Bären- und Wolfsbereich verändert hatte.

Nach einem kurzen Imbiss in der Waldgaststätte ging es dann zurück nach Harsum.

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