Die Ostseeküste entlang

Die Ostseeküste entlang

(15.10.2011 – 23.10.2011)

Diesmal geht es erst am Samstagmorgen los, da Sönke am Freitag noch eine wichtige Orchesterprobe hatte. Gegen Viertel nach Zehn fahren wir in Richtung Bundesstraße 6, da wir über den Messeschnellweg nach Norden fahren wollten, um die Baustellen am Autobahnkreuz Hannover-Ost zu umgehen. Vorher wollten wir noch tanken und stellten an der Tankstelle in Hasede fest, dass die Tankstelle in Harsum satt 4 Cent billiger gewesen war. Also zurück und dort getankt. Dann konnte es endlich losgehen. Über den Messeschnellweg ging es auf die BAB 7 in Richtung Norden. Es war zwar voll, der Verkehr floss aber. Auf Höhe Soltau trafen dann die Verkehrsmeldungen für den Großraum Hamburg ein. Überall Stau und dichter Verkehr. Da wir keine Lust hatten wieder einmal im Stau zu stehen und stattdessen lieber gemütlich über Land fahren wollten, suchte Elli eine Alternativroute. Sie lotste uns über die B 209 in Richtung Lüneburg und von dort über Lauenburg, Büchen und Mölln auf die BAB 20. Der folgten wir dann bis Grevesmühlen, bevor es nach Boltenhagen weiterging.

In Boltenhagen wählten wir wieder Krämers Wohnmobilhafen als Stellplatz, da Sönke und ich sehr gute Erfahrungen mit ihm gemacht hatten. Nachdem wir uns auf dem Stellplatz eingerichtet hatten, bummelten wir am Ostseestrand entlang bis zur Strandpromenade. Hier setzten wir uns in den dortigen Biergarten und gönnten uns ein Getränk und einen kleinen Snack. Danach bummelten wir durch die Geschäfte und kauften für den Nachmittagskaffee und das Abendessen ein. Als das erledigt war, machten wir uns einen gemütlichen Abend am Wohnmobil.

Der nächste Tag begann mit dem Brötchenholen. Da die Saison sich bereits dem Ende neigte, gab es auf dem Stellplatz keinen Brötchenservice mehr, sodass ich auf den benachbarten Campingplatz gehen musste, um in den Besitz der begehrten Teile zu kommen. Bereits gegen 09.30 Uhr kamen wieder los und fuhren in Richtung Schwerin. Die Anfahrt gestallte sich allerdings als schwierig, da auf Höhe Bobitz die Strecke gesperrt war und wir uns eine Umleitung selbst suchen musste.

In Schwerin angekommen suchten wir uns einen zentrumsnahen Parkplatz. Nachdem dies leicht stressbehaftet erledigt war, machten wir uns auf zu unserem Bummel durch die Stadt. Als erstes besichtigten wir das Schweriner Schloss.

Allerdings beschränkten wir uns auf die wirklich sehenswerten Außenanlagen, die uns zeitlich auch in Anspruch nahmen.

Danach ging es in Richtung Innenstadt. Über den Marktplatz und am Dom vorbei folgten wir einer Stadtroute bis wir wieder am Parkplatz ankamen.

Von hier aus ging es dann weiter nach Wismar. Die Strecke zum dortigen Stellplatz fuhr Elli und erst kurz vor Erreichen des Stellplatzes musste ich mit unterstützen, um diesen zu finden. Der Stellplatz in Wismar lag in einem Industriegebiet in Hafennähe. Nachdem wir uns eingerichtet hatten, auf Strom haben wir erst einmal verzichtet, ging es zu Fuß in Hansestadt.

Unser Weg führte uns direkt zum Hafen. Hier machten wir, in der Sonne sitzend, erst einmal eine Pause …

… und gönnten uns ein Eis. Na ja, nicht alle. Ich verzichtete und hielt mich an Kaffee.

Frisch gestärkt ging es durch die Altstadt weiter zur Nikolaikirche.

Sönke und Elli besichtigten den Backsteinbau, während ich mir die Architektur der Altstadthäuschen anschaute. Von dort aus ging es dann zum Markt und dann weiter zur Ruine der St. Marienkirche. Es folgte noch das imposante Gebäude der Freimaurerloge bevor es über die Neustadt zurück zum Hafen ging. Zwischenzeitlich hatten wir unsere ersten Einkäufe für das Abendessen erledigt und schlossen diese am Hafen mit dem Kauf von frischem Fisch direkt vom Kutter ab. Auf dem Rückweg gönnten wir uns auf der Außenterrasse eines Hafenlokals ein kühles Bier. Als Sönke langweilig wurde, machte er sich selbstständig auf den Rückweg zum Wohnmobil.

Den Abend verbringen wir dann gemeinsam in der gemütlichen Atmosphäre unseres Wohnmobils und machten Pläne für die nächsten Tage.

Der nächste Tag fing mit dem Gang zum Bäcker an. Dieser lag in einem Einkaufsmarkt direkt neben dem Stellplatz. Da dieser aber komplett eingezäunt war, blieb nur der etwas längere Fußweg außen ums Gelände. Danach gab es ein reichhaltiges Frühstück, um sich für den Besuch des Erlebnisbades Wonnemar zu stärken.

Als wir dort, nach dem Fußmarsch durch die Parkanlage, gegen 09.45 Uhr eintrafen, mussten wir feststellen, dass das Bad erst um 10.00 Uhr öffnete. Es hieß also warten. Die Wartezeit vertrieben wir uns mit einem genauen Studium der Preisliste.

Als wir dann im Bad waren, ging es erst einmal in die Rutschenlandschaft. Die erste Partie gönnten wir uns auf den Rutschreifen. Leider machte mein bereits lädierter Rücken diesen Spaß nicht mit und streikte nach dem ersten Rutschdurchgang. Während Elli und Sönke weiter die Rutschen nutzten, schwamm ich ein paar Bahnen im Leistungsbecken, bevor wir uns alle im Außenbecken wieder trafen. Da es für mich recht langweilig wurde und die Beiden noch weiter rutschen wollten, beschloss ich schon einmal vorzugehen und das Wohnmobil zu holen. Gesagt, getan. Nach einer kurzen Odyssee durch die verwirrende Straßenführung der Hansestadt Wismar stand ich pünktlich vorm Schwimmbad als Elli und Sönke ins Freie traten. Nach einem kurzen Stopp an einer Apotheke, wo wie Wärmepflaster und Schmerztabletten für meinen Rücken einkauften, ging es weiter.

Ziel war nun Kühlungsborn. Wir hatten uns entschlossen die Landstraße für die Anreise zu wählen. Auf jeden Fall sollte aber noch kurz getankt werden, bevor es aus Wismar heraus ging. In einem Industriegebiet am Stadtrand fanden wir auch eine freie Tankstelle mit einem akzeptablen Preis. An der Tankstelle herrschte jedoch absolutes Chaos. Lange Schlangen, Gedrängel von Ungeduldigen und Wartende an den Zapfsäulen. Es dauerte bis wir endlich an der Reihe waren. Als Elli Bezahlen ging, erfuhr sie den Grund für das Chaos. Die Tankstelle war kurz vorher Opfer eines Stromausfalls geworden und alles musste neu gestartet werden. Angefangen von den Zapfsäulen und den Pumpen bis hin zu den EC-Terminals und den Kassen. Das erklärte dann einiges.

Die Strecke bis Kühlungsborn war schnell bewältigt. Am Campingplatz ging auch alles recht schnell. Es gab keine Mittagsruhe, sodass wir auch um 13.00 Uhr einen Stellplatz beziehen konnten. Der erste Stellplatz, der uns zugewiesen wurde, gefiel uns nicht ganz so gut, sodass wir einen anderen vorschlugen und diesen dann auch nach einer kurzen Rücksprache über Funk beziehen konnten.

Nachdem wir uns eingerichtet hatten, ging es erst einmal in Richtung Kühlungsborn. Durch ein verschließbares Tor im Zaun des Campingplatzes konnten wir direkt zum Strand gehen, an den sich nach wenigen Metern die Strandpromenade anschloss. Wir bummelten etwas durch Kühlungsborn-West und gönnten uns dann noch einen Kaffee im Cafe Junge auf der Außenterrasse an der Strandpromenade. Elli und Sönke bummelten dann noch etwas weiter in Richtung Kühlungsborn-Ost, während ich zum Campingplatz zurück ging und meine Verfügung endlich in Angriff nahm.

Zum Abendessen gönnten wir uns ein, Schnitzelgericht in der Klause auf dem Campingplatz. Das Ganze ar gut und kostete an diesem Abend lediglich 8,50 €.

Obwohl ich am nächsten Tag Geburtstag hatte, holte ich trotzdem um 08.00 Uhr die Brötchen für das Frühstück. Danach gab es eine kleine Bescherung im Wohnmobil und ich machte erst einmal die Verfügung fertig, bevor es zu einem ausgedehnten Spaziergang nach Kühlungsborn-Ost ging. Leider regnete es teilweise sehr stark, sodass keine rechte Lust zu diesem Spaziergang aufkam. Bis Kühlungsborn-Ost ging es an der Strandpromenade entlang. Wir machten einen Halt am ehemaligen Grenzwachturm und Fähranleger, bevor es über die Fußgängerzone zurück in Richtung Campingplatz ging.

In der Ostseeallee fanden wir das chinesische Restaurant Wokking und gönnten uns kurz entschlossen einen Mittagstisch. Danach geht es, mit einem kurzen Kaffeestopp im Cafe Junge, zum Campingplatz zurück. Mittlerweile hatte sich das Wetter etwas gebessert, sodass Elli die freie Zeit nutzt und Joggen geht. Sönke verbringt den Nachmittag im Kino, das direkt an den Campinglatz angrenzt und schaut sich Johnny English 2 an. Den restlichen Abend verbringen wir dann gemeinsam im Wohnmobil.

Am nächsten Morgen geht es nach dem Frühstück und vor der Abfahrt erste einmal zum Entsorgen des Wohnmobils. Frischwasser hatten wir bereits direkt am Platz auffüllen können. Nachdem dies alles erledigt war und Elli die Rechnung beglichen hatte, die vergleichsweise günstig war, ging es weiter. Als nächstes wollten wir nach Rügen. Damit wir unser Ziel schnell erreichten, wählten wir die BAB 20 für die weitere Fahrt und fuhren dann auf die B 96 ab, um Rügen über die Rügenbrücke zu erreichen. Unsere erste Rast auf Rügen legten wir in Rambin an der Alten Pommernkate ein. Leider war das angebotene Mittagessen nicht unser Geschmack, sodass wir uns zu einem Halt bei McDonalds in Samtens entschlossen.

Von dort ging es über die B 96 weiter bis nach Bergen auf Rügen. Elli hatte zwischenzeitlich bereits mehrfach den Stellplatzführer studiert, um einen geeigneten Stellplatz zu finden. Sönke und mir war noch ein Stellplatz in Binz von unserem ersten Besuch auf Rügen im Jahr 2007 in Erinnerung. Aus dieser Erinnerung heraus, wir wussten lediglich noch, dass der Stellplatz in Binz und in der Nähe des Bahnhofs und einiger Einkaufsmärkte lag, ging es auf die Suche. Zu unserem Erstaunen war der Stellplatz in Binz schnell gefunden. Er lag an der der Proraer Chaussee, direkt so, wie wir ihn in Erinnerung hatten. Strom war vorhanden und alles wurde über die Parkgebühr abgerechnet. Uns zu unserer Erleichterung standen wir auch nicht allein auf diesem Parkplatz.

Nachdem wir uns eingerichtet hatten, beim Strom anschließen flog erst einmal die Sicherung raus, ging es aus einen Spaziergang durch Binz. Über die Fußgängerzone und Strandpromenade ging es zur Seebrücke.

Von der Seebrücke aus konnte man das erste Mal auf die Kreidefelsen der Steilküste von Rügen blicken. Danach ging es am Ufer des Schmachtener See entlang zurück zum Stellplatz. Den Rest des Tages verbrachte ich damit, die gefertigte Verfügung über mein Handy zu versenden und den Scart-Stecker und die Steckdose im Wohnmobil zu reparieren. Das benötigte Material erhielt ich in einem nahen Baumarkt. Den Rest des Abends verbrachten wir dann im Wohnmobil bei Spielen und Fernsehen.

Für den nächsten Tag hatten wir uns einige Besichtigungen vorgenommen. Erst einmal frühstückten wir und füllten in den nahen Einkaufsmärkten unsere Lebensmittel auf. Gegen 10.00 Uhr ging es dann ins nahegelegene Prora, wo wir uns an die Besichtigung des KdF-Gebäudes machten. Nach einigen Wirrungen über die unterschiedlichen Museen, die in dem Gebäude untergebracht sind, beschlossen wir lediglich die Wiener-Stube im 5. Stock in einem der Museen zu besuchen. Der Weg dorthin führte uns durch die Ausstellungen und da wir 15 Minuten Zeit hatten die 5 Etagen zu bewältigen, konnten wir uns auch den ein oder anderen Blick auf die unterschiedlichen Exponate gönnen.

Danach ging es nach Sellin, wo wir die Seebrücke besichtigen wollten. Schnell fanden wir einen adäquaten Parkplatz, wo wir für zwei Stunden mit der Parkscheibe stehen konnten. Ein aufgestellter Stadtplan half uns, uns zu orientieren, sodass wir einen geeigneten Weg in Richtung Seebrücke fanden. Im Anschluss an die Besichtigung der Seebrücke bummelten wir noch über die Wilhelmstraße. Gegen 14.00 Uhr sind wir zurück am Wohnmobil und kauften noch schnell im nahen Edeka-Markt ein paar Kleinigkeiten ein. Als Stellplatz hatten wir uns das Regenbogen-Camp in Göhren ausgesucht. Dort angekommen wählten wir das Angebot Stellplatz und Wellness, sodass Elli den Nachmittag im Wellnesscenter des Platzes verbringen konnte, während Sönke und ich am Platz blieben. Im Abendprogramm gönnten wir uns die Europapokalspiele von Schalke 04 und Hannover 96.

Den nächsten Tag wollten wir mit einem Ausflug verbringen. Zunächst hatten wir geplant am Strand entlang um die Halbinsel bei Göhren zu wandern und dann vielleicht noch etwas durch den Ort zu bummeln. Nachmittags wollten wir dann noch einmal nach Sellin fahren. Auf dem Weg zum Strand machten wir gleich am Bahnhof halt, der direkt neben dem Campingplatz liegt, und informierten uns über die Busverbindungen.

Danach ging es weiter zur Seebrücke von Göhren. Als wir dort eintrafen, legte gerade die Fähre in Richtung Sellin an und kurz entschlossen, nahmen wir diese, um nach Sellin zu gelangen.

Das Wetter war zu dieser Zeit etwas nasskalt, trotzdem verbrachten wir die Zeit der Überfahrt auf dem Außendeck und genossen den Blick auf Rügen.

In Sellin kam dann langsam die Sonne raus. Da wir bereits am Vortag Zeit auf der Seebrücke zugebracht hatten, wurde diese etwas vernachlässigt. Stattdessen verbrachten wir mehr Zeit in den Geschäften und kauften noch einige Kleinigkeiten ein. Eine Sache stand jedoch noch auf unserem Zettel, die unbedingt erledigt werden musste. Sönke hatte es geschafft, seine einzige wettergerechte Jacke in ihre Einzelteile zu zerlegen. Wir gingen also auf die Suche nach einer neuen Jacke. Da wir direkt in Sellin nicht fündig wurden, suchten wir ein Shoppingcenter zwischen Sellin und Baabe auf. hier gab es zwar eine große Auswahl, aber dem jungen Teenager gefiel nichts davon, sodass wir als letzte Möglichkeit den nahen Jack Wolfskin-Laden aufsuchten. Hier wurden wir, was Farbe und Ausstattung betraf, fündig – leider war die passende Größe nicht vorrätig. Also gab es keine Jacke. War auch nicht weiter schlimm, da das feuchte Wetter nachgelassen hatte.

Bis Baabe ging es dann zu Fuß weiter. Hier kauften wir noch kurz ein und wollten uns gerade durch den Wald auf den Weg zum Campingplatz machen, als wir feststellten, dass der Rasende Roland, die Bäderbahn der Insel Rügen, gleich in den Bahnhof einfährt. Also entschlossen wir uns, diesen Event auch noch mitzunehmen und mit der Dampflok nach Göhren zurück zu fahren.

Am Campingplatz angekommen relaxten wir erst einmal. Danach ging es für Elli und mich in den Wellnesstempel. Nach einigen Saunagängen dann wieder zurück zum Wohnmobil und weiter relaxen. Mittlerweile war es schon dunkel geworden und wir beschlossen im Ortskern von Göhren ein Lokal für das Abendessen zu finden. Bereits der Weg dorthin gestaltete sich schwierig, da es wirklich stockdunkel wurde und der steile Fußweg über den „Ortsberg“ nur mäßig ausgeleuchtet war. Nachdem wir uns mehrere Restaurants angeschaut hatten, beschlossen wir das italienische Restaurant Milano mit unserem Besuch zu beehren. Danach ging es über die dunklen Wege zurück zum Wohnmobil.

Für den nächsten Tag hatten wir uns für die Besichtigung einiger Sehenswürdigkeiten von Rügen entschlossen. Zunächst wollten wir zu den Kreideklippen. Bei strahlendem Sonnenschein fuhren wir nach Sassnitz und parkten am Südende des Nationalpark Jasmund. Da der Parkplatz nur für Pkw freigegeben war, mussten wir das Wohnmobil an der engen Straße parken und fanden einen Platz in der Nähe eines Cafes. Nachdem wir eingeparkt hatten, kam gleich die Betreiberin heraus und forderte uns auf, woanders zu parken, da wir die Sicht auf ihr Cafe nehmen würden. Da es aber ein regulärer Parkplatz war und das Cafe noch gar nicht geöffnet hatte, interessierte uns das erst einmal herzlich wenig.

Elli und Sönke beschlossen dann unterhalb der Kreideklippen bis zur Stubbenkammer zu wandern. Ich sollte mit dem Wohnmobil vorfahren und sie dort erwarten. So versuchten wir es dann auch. Zunächst einmal hielt ich noch kurz zum Einkaufen an einem nahen Einkaufsmarkt. Dann ging es über die Landstraße 303 in Richtung Stubbenkammer. Entgegen meiner bisherigen Besuche konnte ich jedoch nicht mehr bis auf den Parkplatz an der Stubbenkammer fahren. Die Straße war mittlerweile gesperrt, sodass ich erst einmal den Parkplatz in Hagen anfuhr. Hier war auch der Wohnmobilstellplatz, auf dem Sönke und ich bereits gestanden hatten, sodass wir später überlegen konnten, ob wir weiterfahren oder hier übernachten.

Vom Parkplatz aus ging ich die knapp drei Kilometer über die Wanderwege zur Stubbenkammer. Ich machte einen kurzen Halt am Herthasee, bevor ich an der Bushaltestelle ankam. Von dort aus ging ich erst noch einmal zur Viktoriaaussicht, in der Hoffnung dort Elli und Sönke zu treffen. Die waren aber noch unterhalb der Kreideklippen unterwegs.

Elli und ich tauschten uns über das Smartphone aus, sodass ich erst noch einmal etwas trinken konnte, bevor sie dann eintrafen. Nachdem wir uns alle gestärkt hatten, ging es mit dem Linienbus zum Wohnmobil zurück. Da der Stellplatz uns allen zu wenig bot, beschlossen wir weiterzufahren. Als nächstes stand Kap Arkona auf unserem Programm. Bereits in Glowe hielten wir kurz an, um noch eine Kleinigkeit zu essen und etwas zu trinken. Bei dem guten Wetter bummelten wir kurz am Strand entlang und konnten einen ersten Blick auf Kap Arkona werfen.

Wir beschlossen dann, zunächst zur Wittower Fähre zu fahren. Hier kannte ich ein nettes Lokal, wo man wunderbar windgeschützt draußen sitzen kann. Leider hatte das Lokal geschlossen und die Fähre fuhr an diesem Tag nicht. Wir machten uns auf die Suche nach einer Übernachtungsmöglichkeit, da es mittlerweile Nachmittag geworden war. Elli fand einen günstigen Campingplatz in Krepitz. Von diesem aus konnte man nächsten Tag dann Kap Arkona anfahren.

Die Anfahrt zum Campingplatz Küstencamp war wieder abenteuerlich. Die vom Navi ausgewählte Strecke erschien uns zeitweise absolut falsch. Da wir aber alternativlos waren, folgten wir seinen Anweisungen durch enge Ortsdurchfahrten und über Feldwege. Am späten Nachmittag kamen wir auf dem Campingplatz an und wurden freundlich empfangen. Der Platz war, bis auf ein Wohnwagengespann und ein weiteres Wohnmobil, leer, sodass wir uns einen netten Stellplatz suchen konnten. Nachdem wir uns eingerichtet und geduscht hatten, blieben wir den Abend über im Wohnmobil.

In der Nacht dann der nächste Wechsel der Gasflasche. Natürlich war sie wieder mitten in der Nacht verbraucht, sodass ich in den frühen, sehr frühen Morgenstunden den Wechsel machen musste. Hierbei stellte ich fest, dass es mächtig kalt geworden war. Dies bestätigte sich nach dem Aufstehen. Temperaturen um den Gefrierpunkt machten es trotz des Sonnenscheins saukalt. Auf Grund des kalten Wetters beschließen wir, die Rückfahrt anzutreten. Da aber keiner von uns Lust hatte, auf überfüllten Autobahnen den Rückweg anzutreten, beschlossen wir eine Streckenführung über die Landstraße zu wählen. Zunächst ging es über die B 196 von der Insel herunter. Danach folgte eine Strecke auf der Autobahn, bis wir in Ludwigslust auf die B 191 wechselten und durchs Wendland und die Lüneburger Heide bis zur BAB 37 (Messeschnellweg) fuhren. Kurz danach waren wir auch schon wieder in Harsum angekommen.

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