Im Ferienhaus auf Sjælland

Nykøbing / Sjælland (Dänemark)

03.10.2015 – 10.10.2015

DK-4500 Nykøbing Sjælland, Havnevej 89

Für den Herbsturlaub hatten wir uns ein Ferienhaus über Novasol gebucht. Ein Wohnmobilurlaub war nicht möglich, da wir schon langfristig einen Verkauf geplant hatten und dies auch umgesetzt haben.

Am Tag der deutschen Einheit ging es los. Um 07.30 Uhr starteten wir in Harsum und kamen auch ganz gut los. Ab Hannover wurde es dann schon voller auf der Autobahn und bei der ersten Rast an der Rastanlage Allertal hätte Elli für einen Toilettengang schon anstehen müssen. Bis Hamburg nahm der Verkehr immer mehr zu und hinter dem Elbtunnel standen wir dann auch das erste Mal im Stau. Gott sei Dank war es nur kurz, ging danach aber die ganze Zeit so weiter. Sobald der Verkehr zu dicht wurde, geriet er auch gleich ins Stocken – teilweise absolut grundlos.

In Schleswig-Jagel fuhren wir dann zum Tanken ab. Wir wählten die Team Tankstelle in Busdorf. Elli ging zahlen und als wir von der Tankstelle herunterfuhren, wurde gerade der Preis noch einmal reduziert. Allerdings nur um einen Eurocent, was uns nicht weiter belastete. Auf dem Weg zurück zur Autobahn kamen wir noch an einem Burger King vorbei und wollten uns einen schnellen Mittagssnack gönnen. Zunächst wurde aus schnell nichts, da auch der Laden total überfüllt war. Also Drive-Inn ausgewählt und auf einem nahen Parkplatz zum Essen gehalten.

Die weitere Fahrt verlief ruhig. In Dänemark war zwar immer noch viel Verkehr, aber es ging wesentlich disziplinierter zu. Auf der Storebaelt-Brücke dann noch einmal kurz eine Überraschung. Der Reifendruckwächter zeigte eine Reifenpanne an und forderte mich auf, umgehend anzuhalten. Davon war ich aber auf dem Scheitelpunkt der Brücke nicht zu überzeugen und fuhr bis zur nächsten Tankstelle weiter. Hier überprüften wir den Reifendruck – natürlich alles in Ordnung – und es ging weiter.

In Slagelse Ost führen wir dann von der E20 ab und es ging über Landstraßen weiter bis zur Zimmervermietung von Novasol in Vig. Beim Erhalt der Schlüssel wurde Elli noch gefragt, ob wir einen Navi hätten, um die Ferienwohnung zu finden. Die Frage wäre überflüssig gewesen, da die Straße mittlerweile zurückgebaut war und wir uns den Weg selbst suchen mussten. Noch kurz bei Aldi eingekauft und dann kamen wir schon an unserer Ferienwohnung in Nyköbing, Havnevej 89 an.

Die Ferienwohnung war sehr schön. Stilvoll eingerichtet, alles da, was man brauchte und in der Größe absolut ausreichend. Den Nachmittag verbrachten wir in der Sonne auf der Terrasse. Am Abend dann stellten wir den einzigen Nachteil fest. Kein einziges Fenster ließ sich kippen. Offen oder zu, das waren die einzigen Alternativen. Nicht gerade für einen ruhigen Schlaf förderlich. Den hatten wir aber trotzdem und schliefen für unsere Verhältnisse auch recht lange. Nach einem guten Frühstück spannten wir erst noch etwas aus und schauten uns das Treiben im Hafen an.

Gegen Mittag ging es dann zum ersten Mal in die Stadt. Nyköbing ist übersichtlich. Der Bummel durch die Fußgängerzone an einem Sonntag war okay.

Wir verschafften uns einen Überblick und waren uns sicher, unsere Zeit in Nyköbing sinnvoll verbringen zu können. Auf dem Rückweg stoppten wir noch kurz am Lidl-Markt, um für unser Abendessen einzukaufen. Zurück in der Ferienwohnung warf Elli gleich die Sauna an, um den tristen Nachmittag etwas aufzuheitern. Den Abend machten wir es uns dann in der Ferienwohnung gemütlich.

Am nächsten Morgen ging es dann erstmals zum Brötchen holen. Ein naher Aldi-Markt bot eine vernünftige Auswahl zu humanen Preisen an. Nach dem Frühstück machten wir uns an unsere erste Tour. Zunächst steuerten wir die Touristeninformation an, um uns mit allen erdenklichen Informationen versorgen zu lassen. Dazu gehörte auch, wie wir unseren Trip nach Kopenhagen gestalten sollten. Der Mitarbeiter gab uns wirklich hilfreiche Tipps, insbesondere, wie wir das Problem mit dem Parken angehen sollten.

Dann ging es endlich los, den Geopark Odsherred zu erkunden. Die erste Fahrt ging ins etwa 20 Kilometer entfernte Gniben, eine Langzunge, die in den Kattegat ragt und frühzeitlich eine Insel war. Wir folgten der einzigen Straße und wurden kurz vor dem Ziel durch einen Pkw aufgehalten, der an einer Durchfahrt stand und sich traute durchzufahren. Wie wir später feststellten, handelte es sich um deutsche Nachbarn aus der Ferienhaussiedlung. Sie trauten sich nicht, auf das Militärgelände, das die Landzunge einnahm, zu fahren. Wir fuhren bis zum Ende der Straße und machten dann einen Bummel um die Radaranlagen und Geschütze herum.

Nach diesem kurzen Spaziergang sollte es zum Fischerhafen von Havnebyen gehen, wo es traditionelle Fischräuchereien geben sollte. Leider war alles geschlossen und der Hafen war auch nicht sonderlich sehenswert. Also weiter zum nächsten Ziel, eine Ansammlung von Hügelgräbern. Trotz intensiver Suche wurden wir nicht fündig. Wir fanden zwar mehrere Geländeformationen, die nach Hügelgräbern ausschauten, kamen aber nicht heran und eine Beschilderung war auch nicht vorhanden. Letztlich wurden wir neben der Straße kurz vor der Ortschaft Nyrup fündig. Hier fand sich ein Hügelgrab, das man sogar begehen konnte.

Letzte Attraktion des Tages sollte eine mittelalterliche Festungsanlage bei Naæsholm sein. Auch hier gestaltete sich die Anfahrt zunächst etwas schwierig, da Hinweisschilder nicht vorhanden waren. Letztlich fanden wir die Anlage, eine der größten Wallanlagen ihrer Zeit in dieser Region, die auf einer Insel im Moor erbaut war.

Bevor es ins Ferienhaus zurückging, kauften wir noch schnell bei Aldi die letzten benötigten Lebensmittel ein. Am Ferienhaus machte sich Elli dann sogleich fertig und startete in ihren ersten Jogginglauf des Urlaubs. Den Nachmittag verbrachten wir bei sonnigem Wetter auf unserer Terrasse. In der Nacht begann es dann stürmisch zu werden.

Am nächsten Morgen sollte es nach Kopenhagen gehen. Nach dem Frühstück ging es los. Unmittelbar nach Nykøbing fuhren wir auf die neue Landstraße Nr. 21. Der Navi kannte sie noch nicht, doch sie ging direkt in eine Autobahn über und führte uns auf dem schnellsten Weg nach Kopenhagen. In Kopenhagen folgten wir den Anweisungen des Navi und wurden über die Landstraße 2 geführt. Die führte zwar durch die Stadt, aber wir gelangten so auf kürzestem Weg zum Bella Center, das uns als Parkmöglichkeit empfohlen wurde. Für 80 Kronen Tagesgebühr stellten wir unseren Pkw ab und suchten die nahe Metrostation auf. Hier kauften wir uns Fahrkarten für 24 Kronen pro Person und fuhren mit der Metrolinie 1 in die Innenstadt zur Haltestelle Kongens Nytorv.

Hier startete unsere Sightseeingtour mit einem Gang durch den Nyhavn zum Hafenbecken. Hier wandten wir uns nach Norden zur Kleinen Meerjungfrau. Nach den obligatorischen Fotos ging es durch das Kastell von Kopenhagen zu Straße Bredgade. Von der Frederiks Kirke aus wollten wir eigentlich auf die Straße Store Kongensgade gelangen. Leider war dies auf Grund einer Baustelle nicht möglich und wir mussten ein kurzes Stück zurück. In der Store Kongensgade suchten wir die Hausnummer 70. Hier gab es das Restaurant von Ida Davidsen, das für sein Smørrebrød weltweit bekannt ist. Wir wollten uns hier ein Mittagessen gönnen und hatten schon beim Betreten Glück. Obwohl wir keine Reservierung hatten, war ein Platz für uns frei. Das Restaurant war ansonsten sehr gut gefüllt. Die Bedienung wies uns in den Bestellvorgang ein und wir suchten uns am Tresen unsere Smørrebrød aus, die kurze Zeit später frisch zubereitet am Tisch serviert wurden. Elli Hatte eine Version mit Krabben, pochiertem Ei, Schmand und Gurke gewählt. Ich hatte marinierten Hering. Insgesamt eine gelungene, wenn auch nicht ganz günstige Angelegenheit.

Nach dem Mittag ging es durch den Schlosspark zum Rosenberg Castle.

Es folgte ein Bummel durch die Straßen der Innenstadt, vorbei an Kirchen und Geschäften. In der Skindergade fanden wir den Comicladen Faraos Cigarer. In diesem kauften sich Elli einen Eierbecher mit Tim und Struppi Motiv. Beim Kauf kam es zu einer Unterhaltung über den Namen, da der Verkäufer lediglich den Originalnamen Tintin und nicht die deutsche Adaption Tim kannte.

Weiter ging es zum Radhuspladsen und dem Kopenhagener Rathaus. Von dort aus folgten wir wieder der Fußgängerzone. Im Lagkagehuset, einer Bäckerei, machten wir dann noch eine kurze Pause und gönnten uns für genau 100 Kronen Kaffee und Kuchen. Danach ging es Schloss Christiansborg und der Börse. Danach ging es Schloss Christiansborg und der Börse.

Nach den obligatorischen Fotos und einem kurzen Gang durch den frei zugänglichen Bereich ging es durch die Gassen wieder zurück zur Metrostation.

Nach einer Viertelstunde waren wir wieder am Parkplatz und beendeten unsere Sightseeingtour. Für die Rückfahrt wollten wir möglichst schnell auf die Autobahn auffahren und uns die Strecke durch die Stadt sparen. Ob dies eine gute Entscheidung war, kann nicht gesagt werden. Auf der Autobahn war derart viel Verkehr, dass an jeder Auffahrt der Verkehr ins Stocken geriet, teilweise bis zum Stillstand kam. Dies änderte sich erst hinter Roskilde. Hier ließ der Verkehr nach und auf der Landstraße 21 wurde der Tempomat eingestellt und wir glitten stressfrei dahin. Derart stressfrei, dass ich fast an der Abfahrt vorbeigefahren wäre, wenn mich Elli nicht darauf aufmerksam gemacht hätte.

Zurück am Ferienhaus ließen wir den Tag gemütlich ausklingen, da wir durch die Besichtigungstour auch ganz schön geschlaucht waren. Zudem hatte sich das Wetter immer weiter verschlechtert. Mittlerweile herrschte ein vernünftiger Sturm vor.

Das Wetter hatte sich auch am nächsten Morgen nicht geändert, so dass wir erst einmal versuchten den Kamin in Gang zu bekommen. Leider zog er aus uns nicht nachvollziehbaren Gründen nicht richtig und es dauerte eine Zeit, bis er die übliche wohlige Wärme verströmte. Der heutige Tag war nicht verplant und wir verbrachten die Zeit mit Relaxen. Am späten Vormittag wagten wir uns dann trotz des Sturms doch vor die Tür und machten einen Bummel durch die Stadt. Wir kauften frischen Fisch für das Abendessen und Kuchen für den Nachmittagskaffee. Am Nachmittag nutzten wir dann noch einmal die Sauna.

In der Nacht fing es dann an zu regnen. Dies hielt uns aber nicht von unserem Ausflug ab. Wir machten uns mit dem Auto auf den Weg nach Roskilde. Die Strecke war uns ja von unserer Fahrt nach Kopenhagen noch in Erinnerung. Nach etwas unter einer Stunde Fahrt parkten wir am Wikingerschiffmuseum, unserem ersten Stopp. Hier waren Originalwikingerschiffe zu besichtigen, die im Fjord gefunden und restauriert, teilweise nachgebaut waren.

Nach dem informativen Besuch ging es dann in die Stadt. Auf den Fußweg verzichteten wir, da es immer noch regnete und suchten uns einen neuen Parkplatz in der Nähe des Roskilder Doms. Die Besichtigung des imposanten Doms, der die Königsgräber der Dänen beherbergt, war kostenpflichtig, so dass ich verzichtete und nur Elli das Innere besichtigte.

Nach etwa einer Stunde war Elli durch und wir machten einen Bummel durch die Fußgängerzone. Nicht fehlen bei dieser Tour durfte ein Besuche von Lützhøfts Kaufladen, in dem die Waren noch nach Art des frühen 20. Jahrhunderts angeboten werden. Danach ging es wieder in die Fußgängerzone. Wir wollten noch etwas Kuchen kaufen und Elli wollte noch einen Hot Dog essen.

Wir fanden eine Bude auf dem Marktplatz und während Elli überlegte, was sie eigentlich wollte, half ihr die Bedienung auf Deutsch weiter, das Richtige zu finden. Als dies erledigt war, ging es zurück zum Auto und zurück nach Nykøbing. Da das Wetter sich nicht besserte, verbrachten wir den weiteren Tag wieder im Ferienhaus.

Über Nacht ließ der Regen und der Wind nach. Nach dem Frühstück machten wir uns gleich wieder auf eine Tour. Diesmal ging es nur nach Rørvig, einem Fährhafen in unmittelbarer Nähe zu Nykøbing. Dort angekommen, stellten wir fest, dass bis auf ein Restaurant alles geschlossen hatte. Im Sommer jedoch kann es ein schönes Ausflugsziel sein. Leider hatten wir keinen Sommer. Wir machten uns dann daran, die Sehenswürdigkeiten der näheren Umgebung anzufahren. Hierbei handelte es sich um einen Naturhafen und ein Naturschutzgebiet. Auch diese waren um diese Zeit nicht besonders sehenswert und das Wetter lud auch nicht gerade zum Wandern ein.

Auf der Rückfahrt machten wir noch einen Abstecher zum Strand von Nykøbing, der im Norden der Ortschaft liegt. Ein typischer Ostseestrand mit feinem Sand, allerdings nicht so breit, wie die Strände an der Westküste Dänemarks.

Nach einer abschließenden Shoppingtour in der Innenstadt ging es wieder ins Ferienhaus zurück. Elli zog sich sofort ihre Joggingsachen an und war weg, während ich den Hafenarbeitern beim Herausheben der Schiffe zuschaute.

Danach stand Wellness und Relaxen auf dem Programm, bevor es am Abend ans Packen ging.

Am nächsten Morgen waren wir dann bereits gegen 07.00 Uhr wach und frühstückten auch gleich. Nach dem Beladen des Autos und dem Ablesen der Zählerstände ging es auch gleich los. Wir mussten nur noch den Schlüssel bei Novasol abgeben. Um kurz nach 08.00 Uhr war da bereits ein Mitarbeiter anwesend, so dass das auch schnell erledigt war und wir starteten die Heimfahrt. Die erste Überraschung hielt der Navi für uns bereit, der sich eine gänzlich neue Route im Vergleich zur Hinfahrt ausgedacht hatte. Wir missachteten ihn und fuhren nach Hinweisschildern. Bei der zweiten Überraschung stand das Tanken im Mittelpunkt. Wir hatten ja noch dänische Kronen über und wollten die verbrauchen, indem wir damit einen Tankvorgang bezahlten. Das war jedoch nicht möglich, da alle angefahrenen Tankstellen, und es waren immerhin sechs in unterschiedlichen Regionen, nur Kartenzahlung akzeptierten. Die letzte Überraschung war der Verkehr. Bereits um 09.00 Uhr war die Autobahn derart voll, dass jeder Bremsvorgang zu stockendem Verkehr führte. Um diese frühe Zeit so viele Dänen zu sehen, war für uns ungewöhnlich, da wir sie in der Woche anders kenngelernt hatten. Es ging trotzdem einigermaßen vernünftig voran. Erst ab Randers als der deutsche Urlaubsverkehr aus dem Norden dazukam. wurde es ungemütlich. Dies hielt sich bis zur dänisch-deutschen Grenze, danach mussten wohl alle erst einmal tanken fahren, denn die Autobahn leerte sich.

Wir nutzten die Tankstelle in Busdorf, um auszutanken. Von hier sollte es nach Henstedt-Ulzburg gehen, wo Elli sich mit ihrer Bekannten Britta auf einen Kaffee verabredet hatte. Leider war auf der Autobahn mittlerweile ein Stau, so dass wir über Landstraßen geführt wurden … und zum krönenden Abschluss noch durch komplett Henstedt-Ulzburg, wo jede Ampel rot zeigte. Und es waren nicht wenig Ampeln.

Nach einer Stunde bei Gesprächen und Kaffee ging es wieder auf die Autobahn. Wider unserer Erwartungen hatten wir bei Hamburg keinen Stau – noch nicht einmal stockenden Verkehr, so dass wir zügig Hamburg durchquerten. Auch danach war alles frei. Jede angekündigte Verkehrsbehinderung war kurz vor unserem Eintreffen erledigt und wir kamen nach knapp zwei Stunden zu Hause an.

Die Ostseeküste entlang

Die Ostseeküste entlang

(15.10.2011 – 23.10.2011)

Diesmal geht es erst am Samstagmorgen los, da Sönke am Freitag noch eine wichtige Orchesterprobe hatte. Gegen Viertel nach Zehn fahren wir in Richtung Bundesstraße 6, da wir über den Messeschnellweg nach Norden fahren wollten, um die Baustellen am Autobahnkreuz Hannover-Ost zu umgehen. Vorher wollten wir noch tanken und stellten an der Tankstelle in Hasede fest, dass die Tankstelle in Harsum satt 4 Cent billiger gewesen war. Also zurück und dort getankt. Dann konnte es endlich losgehen. Über den Messeschnellweg ging es auf die BAB 7 in Richtung Norden. Es war zwar voll, der Verkehr floss aber. Auf Höhe Soltau trafen dann die Verkehrsmeldungen für den Großraum Hamburg ein. Überall Stau und dichter Verkehr. Da wir keine Lust hatten wieder einmal im Stau zu stehen und stattdessen lieber gemütlich über Land fahren wollten, suchte Elli eine Alternativroute. Sie lotste uns über die B 209 in Richtung Lüneburg und von dort über Lauenburg, Büchen und Mölln auf die BAB 20. Der folgten wir dann bis Grevesmühlen, bevor es nach Boltenhagen weiterging.

In Boltenhagen wählten wir wieder Krämers Wohnmobilhafen als Stellplatz, da Sönke und ich sehr gute Erfahrungen mit ihm gemacht hatten. Nachdem wir uns auf dem Stellplatz eingerichtet hatten, bummelten wir am Ostseestrand entlang bis zur Strandpromenade. Hier setzten wir uns in den dortigen Biergarten und gönnten uns ein Getränk und einen kleinen Snack. Danach bummelten wir durch die Geschäfte und kauften für den Nachmittagskaffee und das Abendessen ein. Als das erledigt war, machten wir uns einen gemütlichen Abend am Wohnmobil.

Der nächste Tag begann mit dem Brötchenholen. Da die Saison sich bereits dem Ende neigte, gab es auf dem Stellplatz keinen Brötchenservice mehr, sodass ich auf den benachbarten Campingplatz gehen musste, um in den Besitz der begehrten Teile zu kommen. Bereits gegen 09.30 Uhr kamen wieder los und fuhren in Richtung Schwerin. Die Anfahrt gestallte sich allerdings als schwierig, da auf Höhe Bobitz die Strecke gesperrt war und wir uns eine Umleitung selbst suchen musste.

In Schwerin angekommen suchten wir uns einen zentrumsnahen Parkplatz. Nachdem dies leicht stressbehaftet erledigt war, machten wir uns auf zu unserem Bummel durch die Stadt. Als erstes besichtigten wir das Schweriner Schloss.

Allerdings beschränkten wir uns auf die wirklich sehenswerten Außenanlagen, die uns zeitlich auch in Anspruch nahmen.

Danach ging es in Richtung Innenstadt. Über den Marktplatz und am Dom vorbei folgten wir einer Stadtroute bis wir wieder am Parkplatz ankamen.

Von hier aus ging es dann weiter nach Wismar. Die Strecke zum dortigen Stellplatz fuhr Elli und erst kurz vor Erreichen des Stellplatzes musste ich mit unterstützen, um diesen zu finden. Der Stellplatz in Wismar lag in einem Industriegebiet in Hafennähe. Nachdem wir uns eingerichtet hatten, auf Strom haben wir erst einmal verzichtet, ging es zu Fuß in Hansestadt.

Unser Weg führte uns direkt zum Hafen. Hier machten wir, in der Sonne sitzend, erst einmal eine Pause …

… und gönnten uns ein Eis. Na ja, nicht alle. Ich verzichtete und hielt mich an Kaffee.

Frisch gestärkt ging es durch die Altstadt weiter zur Nikolaikirche.

Sönke und Elli besichtigten den Backsteinbau, während ich mir die Architektur der Altstadthäuschen anschaute. Von dort aus ging es dann zum Markt und dann weiter zur Ruine der St. Marienkirche. Es folgte noch das imposante Gebäude der Freimaurerloge bevor es über die Neustadt zurück zum Hafen ging. Zwischenzeitlich hatten wir unsere ersten Einkäufe für das Abendessen erledigt und schlossen diese am Hafen mit dem Kauf von frischem Fisch direkt vom Kutter ab. Auf dem Rückweg gönnten wir uns auf der Außenterrasse eines Hafenlokals ein kühles Bier. Als Sönke langweilig wurde, machte er sich selbstständig auf den Rückweg zum Wohnmobil.

Den Abend verbringen wir dann gemeinsam in der gemütlichen Atmosphäre unseres Wohnmobils und machten Pläne für die nächsten Tage.

Der nächste Tag fing mit dem Gang zum Bäcker an. Dieser lag in einem Einkaufsmarkt direkt neben dem Stellplatz. Da dieser aber komplett eingezäunt war, blieb nur der etwas längere Fußweg außen ums Gelände. Danach gab es ein reichhaltiges Frühstück, um sich für den Besuch des Erlebnisbades Wonnemar zu stärken.

Als wir dort, nach dem Fußmarsch durch die Parkanlage, gegen 09.45 Uhr eintrafen, mussten wir feststellen, dass das Bad erst um 10.00 Uhr öffnete. Es hieß also warten. Die Wartezeit vertrieben wir uns mit einem genauen Studium der Preisliste.

Als wir dann im Bad waren, ging es erst einmal in die Rutschenlandschaft. Die erste Partie gönnten wir uns auf den Rutschreifen. Leider machte mein bereits lädierter Rücken diesen Spaß nicht mit und streikte nach dem ersten Rutschdurchgang. Während Elli und Sönke weiter die Rutschen nutzten, schwamm ich ein paar Bahnen im Leistungsbecken, bevor wir uns alle im Außenbecken wieder trafen. Da es für mich recht langweilig wurde und die Beiden noch weiter rutschen wollten, beschloss ich schon einmal vorzugehen und das Wohnmobil zu holen. Gesagt, getan. Nach einer kurzen Odyssee durch die verwirrende Straßenführung der Hansestadt Wismar stand ich pünktlich vorm Schwimmbad als Elli und Sönke ins Freie traten. Nach einem kurzen Stopp an einer Apotheke, wo wie Wärmepflaster und Schmerztabletten für meinen Rücken einkauften, ging es weiter.

Ziel war nun Kühlungsborn. Wir hatten uns entschlossen die Landstraße für die Anreise zu wählen. Auf jeden Fall sollte aber noch kurz getankt werden, bevor es aus Wismar heraus ging. In einem Industriegebiet am Stadtrand fanden wir auch eine freie Tankstelle mit einem akzeptablen Preis. An der Tankstelle herrschte jedoch absolutes Chaos. Lange Schlangen, Gedrängel von Ungeduldigen und Wartende an den Zapfsäulen. Es dauerte bis wir endlich an der Reihe waren. Als Elli Bezahlen ging, erfuhr sie den Grund für das Chaos. Die Tankstelle war kurz vorher Opfer eines Stromausfalls geworden und alles musste neu gestartet werden. Angefangen von den Zapfsäulen und den Pumpen bis hin zu den EC-Terminals und den Kassen. Das erklärte dann einiges.

Die Strecke bis Kühlungsborn war schnell bewältigt. Am Campingplatz ging auch alles recht schnell. Es gab keine Mittagsruhe, sodass wir auch um 13.00 Uhr einen Stellplatz beziehen konnten. Der erste Stellplatz, der uns zugewiesen wurde, gefiel uns nicht ganz so gut, sodass wir einen anderen vorschlugen und diesen dann auch nach einer kurzen Rücksprache über Funk beziehen konnten.

Nachdem wir uns eingerichtet hatten, ging es erst einmal in Richtung Kühlungsborn. Durch ein verschließbares Tor im Zaun des Campingplatzes konnten wir direkt zum Strand gehen, an den sich nach wenigen Metern die Strandpromenade anschloss. Wir bummelten etwas durch Kühlungsborn-West und gönnten uns dann noch einen Kaffee im Cafe Junge auf der Außenterrasse an der Strandpromenade. Elli und Sönke bummelten dann noch etwas weiter in Richtung Kühlungsborn-Ost, während ich zum Campingplatz zurück ging und meine Verfügung endlich in Angriff nahm.

Zum Abendessen gönnten wir uns ein, Schnitzelgericht in der Klause auf dem Campingplatz. Das Ganze ar gut und kostete an diesem Abend lediglich 8,50 €.

Obwohl ich am nächsten Tag Geburtstag hatte, holte ich trotzdem um 08.00 Uhr die Brötchen für das Frühstück. Danach gab es eine kleine Bescherung im Wohnmobil und ich machte erst einmal die Verfügung fertig, bevor es zu einem ausgedehnten Spaziergang nach Kühlungsborn-Ost ging. Leider regnete es teilweise sehr stark, sodass keine rechte Lust zu diesem Spaziergang aufkam. Bis Kühlungsborn-Ost ging es an der Strandpromenade entlang. Wir machten einen Halt am ehemaligen Grenzwachturm und Fähranleger, bevor es über die Fußgängerzone zurück in Richtung Campingplatz ging.

In der Ostseeallee fanden wir das chinesische Restaurant Wokking und gönnten uns kurz entschlossen einen Mittagstisch. Danach geht es, mit einem kurzen Kaffeestopp im Cafe Junge, zum Campingplatz zurück. Mittlerweile hatte sich das Wetter etwas gebessert, sodass Elli die freie Zeit nutzt und Joggen geht. Sönke verbringt den Nachmittag im Kino, das direkt an den Campinglatz angrenzt und schaut sich Johnny English 2 an. Den restlichen Abend verbringen wir dann gemeinsam im Wohnmobil.

Am nächsten Morgen geht es nach dem Frühstück und vor der Abfahrt erste einmal zum Entsorgen des Wohnmobils. Frischwasser hatten wir bereits direkt am Platz auffüllen können. Nachdem dies alles erledigt war und Elli die Rechnung beglichen hatte, die vergleichsweise günstig war, ging es weiter. Als nächstes wollten wir nach Rügen. Damit wir unser Ziel schnell erreichten, wählten wir die BAB 20 für die weitere Fahrt und fuhren dann auf die B 96 ab, um Rügen über die Rügenbrücke zu erreichen. Unsere erste Rast auf Rügen legten wir in Rambin an der Alten Pommernkate ein. Leider war das angebotene Mittagessen nicht unser Geschmack, sodass wir uns zu einem Halt bei McDonalds in Samtens entschlossen.

Von dort ging es über die B 96 weiter bis nach Bergen auf Rügen. Elli hatte zwischenzeitlich bereits mehrfach den Stellplatzführer studiert, um einen geeigneten Stellplatz zu finden. Sönke und mir war noch ein Stellplatz in Binz von unserem ersten Besuch auf Rügen im Jahr 2007 in Erinnerung. Aus dieser Erinnerung heraus, wir wussten lediglich noch, dass der Stellplatz in Binz und in der Nähe des Bahnhofs und einiger Einkaufsmärkte lag, ging es auf die Suche. Zu unserem Erstaunen war der Stellplatz in Binz schnell gefunden. Er lag an der der Proraer Chaussee, direkt so, wie wir ihn in Erinnerung hatten. Strom war vorhanden und alles wurde über die Parkgebühr abgerechnet. Uns zu unserer Erleichterung standen wir auch nicht allein auf diesem Parkplatz.

Nachdem wir uns eingerichtet hatten, beim Strom anschließen flog erst einmal die Sicherung raus, ging es aus einen Spaziergang durch Binz. Über die Fußgängerzone und Strandpromenade ging es zur Seebrücke.

Von der Seebrücke aus konnte man das erste Mal auf die Kreidefelsen der Steilküste von Rügen blicken. Danach ging es am Ufer des Schmachtener See entlang zurück zum Stellplatz. Den Rest des Tages verbrachte ich damit, die gefertigte Verfügung über mein Handy zu versenden und den Scart-Stecker und die Steckdose im Wohnmobil zu reparieren. Das benötigte Material erhielt ich in einem nahen Baumarkt. Den Rest des Abends verbrachten wir dann im Wohnmobil bei Spielen und Fernsehen.

Für den nächsten Tag hatten wir uns einige Besichtigungen vorgenommen. Erst einmal frühstückten wir und füllten in den nahen Einkaufsmärkten unsere Lebensmittel auf. Gegen 10.00 Uhr ging es dann ins nahegelegene Prora, wo wir uns an die Besichtigung des KdF-Gebäudes machten. Nach einigen Wirrungen über die unterschiedlichen Museen, die in dem Gebäude untergebracht sind, beschlossen wir lediglich die Wiener-Stube im 5. Stock in einem der Museen zu besuchen. Der Weg dorthin führte uns durch die Ausstellungen und da wir 15 Minuten Zeit hatten die 5 Etagen zu bewältigen, konnten wir uns auch den ein oder anderen Blick auf die unterschiedlichen Exponate gönnen.

Danach ging es nach Sellin, wo wir die Seebrücke besichtigen wollten. Schnell fanden wir einen adäquaten Parkplatz, wo wir für zwei Stunden mit der Parkscheibe stehen konnten. Ein aufgestellter Stadtplan half uns, uns zu orientieren, sodass wir einen geeigneten Weg in Richtung Seebrücke fanden. Im Anschluss an die Besichtigung der Seebrücke bummelten wir noch über die Wilhelmstraße. Gegen 14.00 Uhr sind wir zurück am Wohnmobil und kauften noch schnell im nahen Edeka-Markt ein paar Kleinigkeiten ein. Als Stellplatz hatten wir uns das Regenbogen-Camp in Göhren ausgesucht. Dort angekommen wählten wir das Angebot Stellplatz und Wellness, sodass Elli den Nachmittag im Wellnesscenter des Platzes verbringen konnte, während Sönke und ich am Platz blieben. Im Abendprogramm gönnten wir uns die Europapokalspiele von Schalke 04 und Hannover 96.

Den nächsten Tag wollten wir mit einem Ausflug verbringen. Zunächst hatten wir geplant am Strand entlang um die Halbinsel bei Göhren zu wandern und dann vielleicht noch etwas durch den Ort zu bummeln. Nachmittags wollten wir dann noch einmal nach Sellin fahren. Auf dem Weg zum Strand machten wir gleich am Bahnhof halt, der direkt neben dem Campingplatz liegt, und informierten uns über die Busverbindungen.

Danach ging es weiter zur Seebrücke von Göhren. Als wir dort eintrafen, legte gerade die Fähre in Richtung Sellin an und kurz entschlossen, nahmen wir diese, um nach Sellin zu gelangen.

Das Wetter war zu dieser Zeit etwas nasskalt, trotzdem verbrachten wir die Zeit der Überfahrt auf dem Außendeck und genossen den Blick auf Rügen.

In Sellin kam dann langsam die Sonne raus. Da wir bereits am Vortag Zeit auf der Seebrücke zugebracht hatten, wurde diese etwas vernachlässigt. Stattdessen verbrachten wir mehr Zeit in den Geschäften und kauften noch einige Kleinigkeiten ein. Eine Sache stand jedoch noch auf unserem Zettel, die unbedingt erledigt werden musste. Sönke hatte es geschafft, seine einzige wettergerechte Jacke in ihre Einzelteile zu zerlegen. Wir gingen also auf die Suche nach einer neuen Jacke. Da wir direkt in Sellin nicht fündig wurden, suchten wir ein Shoppingcenter zwischen Sellin und Baabe auf. hier gab es zwar eine große Auswahl, aber dem jungen Teenager gefiel nichts davon, sodass wir als letzte Möglichkeit den nahen Jack Wolfskin-Laden aufsuchten. Hier wurden wir, was Farbe und Ausstattung betraf, fündig – leider war die passende Größe nicht vorrätig. Also gab es keine Jacke. War auch nicht weiter schlimm, da das feuchte Wetter nachgelassen hatte.

Bis Baabe ging es dann zu Fuß weiter. Hier kauften wir noch kurz ein und wollten uns gerade durch den Wald auf den Weg zum Campingplatz machen, als wir feststellten, dass der Rasende Roland, die Bäderbahn der Insel Rügen, gleich in den Bahnhof einfährt. Also entschlossen wir uns, diesen Event auch noch mitzunehmen und mit der Dampflok nach Göhren zurück zu fahren.

Am Campingplatz angekommen relaxten wir erst einmal. Danach ging es für Elli und mich in den Wellnesstempel. Nach einigen Saunagängen dann wieder zurück zum Wohnmobil und weiter relaxen. Mittlerweile war es schon dunkel geworden und wir beschlossen im Ortskern von Göhren ein Lokal für das Abendessen zu finden. Bereits der Weg dorthin gestaltete sich schwierig, da es wirklich stockdunkel wurde und der steile Fußweg über den „Ortsberg“ nur mäßig ausgeleuchtet war. Nachdem wir uns mehrere Restaurants angeschaut hatten, beschlossen wir das italienische Restaurant Milano mit unserem Besuch zu beehren. Danach ging es über die dunklen Wege zurück zum Wohnmobil.

Für den nächsten Tag hatten wir uns für die Besichtigung einiger Sehenswürdigkeiten von Rügen entschlossen. Zunächst wollten wir zu den Kreideklippen. Bei strahlendem Sonnenschein fuhren wir nach Sassnitz und parkten am Südende des Nationalpark Jasmund. Da der Parkplatz nur für Pkw freigegeben war, mussten wir das Wohnmobil an der engen Straße parken und fanden einen Platz in der Nähe eines Cafes. Nachdem wir eingeparkt hatten, kam gleich die Betreiberin heraus und forderte uns auf, woanders zu parken, da wir die Sicht auf ihr Cafe nehmen würden. Da es aber ein regulärer Parkplatz war und das Cafe noch gar nicht geöffnet hatte, interessierte uns das erst einmal herzlich wenig.

Elli und Sönke beschlossen dann unterhalb der Kreideklippen bis zur Stubbenkammer zu wandern. Ich sollte mit dem Wohnmobil vorfahren und sie dort erwarten. So versuchten wir es dann auch. Zunächst einmal hielt ich noch kurz zum Einkaufen an einem nahen Einkaufsmarkt. Dann ging es über die Landstraße 303 in Richtung Stubbenkammer. Entgegen meiner bisherigen Besuche konnte ich jedoch nicht mehr bis auf den Parkplatz an der Stubbenkammer fahren. Die Straße war mittlerweile gesperrt, sodass ich erst einmal den Parkplatz in Hagen anfuhr. Hier war auch der Wohnmobilstellplatz, auf dem Sönke und ich bereits gestanden hatten, sodass wir später überlegen konnten, ob wir weiterfahren oder hier übernachten.

Vom Parkplatz aus ging ich die knapp drei Kilometer über die Wanderwege zur Stubbenkammer. Ich machte einen kurzen Halt am Herthasee, bevor ich an der Bushaltestelle ankam. Von dort aus ging ich erst noch einmal zur Viktoriaaussicht, in der Hoffnung dort Elli und Sönke zu treffen. Die waren aber noch unterhalb der Kreideklippen unterwegs.

Elli und ich tauschten uns über das Smartphone aus, sodass ich erst noch einmal etwas trinken konnte, bevor sie dann eintrafen. Nachdem wir uns alle gestärkt hatten, ging es mit dem Linienbus zum Wohnmobil zurück. Da der Stellplatz uns allen zu wenig bot, beschlossen wir weiterzufahren. Als nächstes stand Kap Arkona auf unserem Programm. Bereits in Glowe hielten wir kurz an, um noch eine Kleinigkeit zu essen und etwas zu trinken. Bei dem guten Wetter bummelten wir kurz am Strand entlang und konnten einen ersten Blick auf Kap Arkona werfen.

Wir beschlossen dann, zunächst zur Wittower Fähre zu fahren. Hier kannte ich ein nettes Lokal, wo man wunderbar windgeschützt draußen sitzen kann. Leider hatte das Lokal geschlossen und die Fähre fuhr an diesem Tag nicht. Wir machten uns auf die Suche nach einer Übernachtungsmöglichkeit, da es mittlerweile Nachmittag geworden war. Elli fand einen günstigen Campingplatz in Krepitz. Von diesem aus konnte man nächsten Tag dann Kap Arkona anfahren.

Die Anfahrt zum Campingplatz Küstencamp war wieder abenteuerlich. Die vom Navi ausgewählte Strecke erschien uns zeitweise absolut falsch. Da wir aber alternativlos waren, folgten wir seinen Anweisungen durch enge Ortsdurchfahrten und über Feldwege. Am späten Nachmittag kamen wir auf dem Campingplatz an und wurden freundlich empfangen. Der Platz war, bis auf ein Wohnwagengespann und ein weiteres Wohnmobil, leer, sodass wir uns einen netten Stellplatz suchen konnten. Nachdem wir uns eingerichtet und geduscht hatten, blieben wir den Abend über im Wohnmobil.

In der Nacht dann der nächste Wechsel der Gasflasche. Natürlich war sie wieder mitten in der Nacht verbraucht, sodass ich in den frühen, sehr frühen Morgenstunden den Wechsel machen musste. Hierbei stellte ich fest, dass es mächtig kalt geworden war. Dies bestätigte sich nach dem Aufstehen. Temperaturen um den Gefrierpunkt machten es trotz des Sonnenscheins saukalt. Auf Grund des kalten Wetters beschließen wir, die Rückfahrt anzutreten. Da aber keiner von uns Lust hatte, auf überfüllten Autobahnen den Rückweg anzutreten, beschlossen wir eine Streckenführung über die Landstraße zu wählen. Zunächst ging es über die B 196 von der Insel herunter. Danach folgte eine Strecke auf der Autobahn, bis wir in Ludwigslust auf die B 191 wechselten und durchs Wendland und die Lüneburger Heide bis zur BAB 37 (Messeschnellweg) fuhren. Kurz danach waren wir auch schon wieder in Harsum angekommen.

Die Oder entlang nach Usedom

Die Oder entlang nach Usedom

Herbst 2008

Die Ausfahrt in den Herbstferien stand an. Die Planung sah ein Treffen mit Swen, Kathrin und Tom an deren Urlaubsdomizil am Scharmützelsee vor.

Am späten Nachmittag trafen wir in Wendisch Rietz ein und verbrachten erst einmal viel Zeit mit quatschen, nachdem wir das Ferienhaus gefunden hatten. Am Abend ging es dann in das Restaurant „Eddys am Kanal“ zum gemeinsamen Abendessen.

Am nächsten Tag stand Sightseeing auf dem Programm. Zunächst ging es nach Beeskow an der Spree.

 Hier ging es zunächst an die Besichtigung der Burg Beeskow.

Im Anschluss an die Besichtigung des Regionalmuseums ging es an die Spree.

Als nächstes Ziel stand Bad Saarow an. Wir parkten in der Nähe der Saarow Therme und machten uns zu Fuß auf den Weg durch den Ort.

Neben dem Bahnhofsplatz und dem Bahnhof, der 1910 im preußischen Klassizismus für die Scharmützelbahn bebaut wurde, stand natürlich ein Gang über die Uferpromenade an.

Den Abend verbrachten wir dann wieder gemeinsam im Ferienhaus.

Am nächsten Tag trennten sich unsere Wege und wir machten uns an unsere Wohnmobiltour.  Über die Landstraße ging es bis Fürstenwalde. Hier mussten wir erst einmal einen kurzen Stopp an einem Baumarkt einlegen, um unsere Gasflasche zu tauschen.

Danach ging es über die Autobahn in Richtung Frankfurt / Oder. Hier fuhren wir nach Polen und fuhren von dort über die Landstraße in Richtung Norden.

Auf Höhe von Kostryn wechselten wir wieder auf die deutsche Oderseite. Jedoch nicht ohne vorher unseren Tank mit dem günstigeren polnischen Diesel aufzufüllen.

Wir machten uns dann an Stellplatzsuche und wurden in einem Garten in Neulewin fündig. Hier konnten wir unser Wohnmobil abparken. Schnell waren die Fahrräder abgeladen und wir machten noch eine kleine Fahrradtour an die Oder.

Vom Ufer der Donau aus sahen wir der einzigen Oder-Fähre nach Polen beim Übersetzen zu.

Nach einer ausgiebigen Pause mit den obligatorischen Fotos ging es dann erste einmal wieder zurück.

Zurück in Neulewin machten wir noch einen Stopp am einzigen gastronomischen Betrieb, eine Mischung aus Café, Eisdiele und Bistro, bevor es zurück ins Wohnmobil ging. Hier besprechen wir die weitere Route und kamen schnell überein, dass der Oderbruch zwar eine reizvolle Landschaft bot, diese uns aber im Herbst zu trostlos ist. Schnell war klar, dass wir an die Ostseeküste verlegen.

Am nächsten Tag ging es dann nach Usedom. Wir wählten diesmal das Wohnmobilcamp in Heringsdorf zur Übernachtung.

Es folgte ein wunderschöner Entspannungstag mit Fahrradtour auf den Markt in Schwinemünde und einem Sonnenbad im Strandstuhl am Ostseestrand.

Am nächsten Tag ging es dann weiter an der Ostseeküste entlang. Bevor wir jedoch Usedom verließen, machten wir noch einen Abstecher zur Schmetterlingsfarm in Trassenheide. Hier kamen wir auch an der Attraktion „Die Welt steht Kopf“ vorbei, die wir allerdings nicht in unsere Besichtigungstour einschlossen.

Nach der Schmetterlingsfarm ging es dann erst einmal in Richtung Halbinsel Zingst. Von dieser hatten Swen und Kathrin so geschwärmt, dass wir sie uns auch einmal anschauen wollten. Elli suchte zur Unterkunft den Campingplatz Düne 6 heraus. Dort angekommen und eingerichtet, ging es erst einmal auf den Fußmarsch zum Strand und Erkundung der näheren Umgebung. Nachdem dies erledigt war, wollten wir das Wellnessangebot des Platzes nutzen.  Für Sönke und mich waren jedoch nur das Naturschwimmbar interessant, während Elli sich der Sauna ausgiebiger widmete. Naturschwimmbad war in diesem Fall auch ernst gemeint. Das Becken wurde auf ökologisch vertretbare Weise gereinigt und eine Temperierung gab es auch nicht, so dass das Wasser natürlich trüb und ausgesprochen kalt war. Mutig, wie wir waren, hielten Sönke und ich einige Zeit im Wasser aus, mussten dann aber in die Sauna, um uns aufzuwärmen.

Am folgenden Tag starten wir noch einen Ausflug zur Düne und zum Leuchtturm.

Danach ging es zurück in Richtung Heimat. Um aber nicht den ganzen Tag mit Fahren zubringen zu müssen, machten wir noch einen kurzen Abstecher zu Stadtbesichtigung nach Rostock.

Männertour an die Ostseeküste

Ostseeküste nur mit Sönke 

Herbst 2007

Die Herbstferien standen vor der Tür und wir wollten wieder einmal mit dem Wohnmobil auf Tour.
Elli war leider beruflich nicht abkömmlich, so dass Sönke und ich kurz entschlossen allein auf Tour gingen. Schnell war die Ostseeküste als Reiseziel gefunden, da wir erhofften, dort noch etwas Sonne zu finden.

Die erste Etappe der Tour führte uns nach Fehmarn. Unmittelbar hinter der Fehmarnsundbrücke liegt der Campingplatz Miramar, den wir für die erste Übernachtung wählten.
Bereits am frühen Nachmittag trafen wir dort ein und verbrachten die letzten sonnigen Stunden des Tages mit einem Bummel am Strand entlang nach Fehmarnsund.
Von dort ging es dann an der Landstraße entlang zum Campingplatz zurück.

Auf dem Rückweg konnten wir dann noch Feldfasane beobachten, die sich im angrenzenden Rübenfeld aufhielten.

Am nächsten Morgen ging es dann weiter nach Kiel. Hier wählten wir den Wohnmobilstellplatz in Wik zum Übernachten. Der Platz liegt direkt an der Einfahrt zum Nord-Ostsee-Kanal und bietet einen wunderbaren Blick auf den Schiffsverkehr.

Glücklicherweise erhielten wir auch noch einen Stellplatz in der ersten Reihe und konnten so am Nachmittag die Vorteile des Ausblicks bei Kaffee und Keksen genießen.
Zuvor waren wir noch mit dem Bus in die Innenstadt von Kiel gefahren, wo wir das imposante Panorama mit den Fährschiffen direkt in der Stadtmitte genossen.
Glücklicherweise fuhr auch noch ein Schiff aus dem Hafen, so dass wir einen runden Aufenthalt hatten.

Der nächste Tag führte uns dann, bei nasskaltem Wetter, nach Grömitz. Da die Distanz nicht sehr groß war, kamen wir bereits am späten Vormittag an und stellen uns auf den Wohnmobilstellplatz Grömitz. Dieser liegt nahe dem Zentrum. Es handelte sich um eine befestigten Parkplatz (mit etwas Gefälle) und Ver- und Entsorgung.
Den Tag verbrachten wir damit, durch den Ort zu bummeln. Außerdem mussten wir Sönke eine neue Jacke kaufen, da wir mit derart kaltem Wetter nicht gerechnet hatten.

So ausgerüstet ging es dann zur Strandpromenade und nach der Begehung der Seebrücke bei nasskaltem Wetter, stärkten wir uns erstmal in einem Strandcafe.

Am nächsten Morgen nutzten wir dann noch die auf dem Platz befindliche Entsorgungsstation und füllten auch etwas Wasser auf, bevor es weiterging.
Wieder war nur eine kurze Etappe eingeplant. Diesmal sollte es nach Scharbeutz gehen.
Den Stellplatz in Scharbeutz hatte ich auf einer Fahrradtour in diesem Jahr bereits gesehen.

Nachdem wir uns angeschlossen hatten, luden wir die Fahrräder aus und steuerten das Sealife in Timmendorfer Strand an.

Auf dem Weg dorthin kamen wir an der Ostsee-Therme vorbei und beschlossen diese am nächsten Tag noch zu besuchen.
Auf dem Parkplatz der Therme stand ein Wohnmobil, das uns bekannt vorkam. Bei näherem Hinschauen stellten wir fest, das es das Mobil der Familie Kolmey war. Bis zu diesem Zeitpunkt wussten wir nicht, dass auch sie an der Ostsee unterwegs waren.
Auf einen Bon schrieb ich eine Nachricht und heftete sie hinter den Scheibenwischer, da sich die Drei augenscheinlich in der Therme aufhielten.
Sönke und ich setzten unsere Tour fort und besuchten Sealife. Gott sei Dank hatte Sönke freien Eintritt, da ich mich ansonsten über den finanziellen Aufwand für dieses mittelmäßige Aquarium geärgert hätte. So ging es und der Besuch war nach etwas über einer Stunde und dem Kauf eines Gummitieres erledigt – dachten wir. Leider musste Sönke den gesamten Weg durch das Aquarium noch einmal machen, da er seine mitgeführten Sachen (Handschuhe, Schlüssel) an einem Becken abgelegt hatte und dort liegen ließ. Die Gegenstände waren Gott sei Dank bereits abgegeben worden, so dass wir dann wieder vervollständigt den Rückweg antreten konnten.
An der Therme stellten wir dann fest, dass das Wohnmobil von Uwe und Gerti immer noch am alten Platz stand. Da wir Zeit und Hunger hatten, suchten wir die Gaststätte der Therme auf und aßen etwas.
Von hier konnte man hineinschauen und es dauerte nicht lange bis wir die Drei sahen und uns bemerkbar machen konnten.
Das folgende Hallo war groß. Obwohl sie gerade vom Stellplatz in Scharbeutz gekommen waren, beschlossen sie sich noch einmal dort aufzustellen.
Die Kinder konnten zusammen spielen und wir setzten uns nach einem gemeinsamen Abendessen bei einem Glas Wein zusammen.

Am nächsten Morgen trennten sich unsere Wege wieder.
Sönke und ich fuhren zur Ostsee-Therme und verbrachten dort einige Stunden bevor es nach Travemünde weiterging.
Den Stellplatz am Fischereihafen erreichten wir nach dem Mittag und machten uns dann auf den Weg die Uferpromenade entlang.

Im Bereich des Skandinavienkais setzten wir uns dann in ein Cafe und nahmen einen Snack zu uns. Danach ging es weiter bis zur Strandpromenade.

Den Abend verbrachten wir dann gemütlich im Wohnmobil, mit dem wir erneut einen Platz in der ersten Reihe erhalten hatten und aufs Wasser schauen konnten.

Weitergehen sollte es nun an der Ostseeküste entlang in Richtung Osten.
Wir hatten uns vorgenommen die Autofähre nach Priwall rüber zu nehmen. Während der Fährfahrt kam es zu Begegnungsverkehr mit den Skandinavienfähren, was die Überfahrt zu einem Erlebnis machte.
Der Fähreinweiser wies uns freundlicherweise noch darauf hin, dass wir im weiteren Verlauf nicht über Harkensee fahren sollten, da sich dort eine Brücke mit einer Breite von lediglich knapp über 2 Metern befindet. Diese Strecke hatte der Navi natürlich gewählt und wir fuhren mit der Karte weiter.
Unser Ziel Boltenhagen war schnell über die idyllische Landstraße erreicht. Hier gab es eine große Auswahl an Stellplätzen und wir entschieden uns für Krämer’s Wohnmobilhafen, da er uns von Reni empfohlen wurde.
Nachdem wir einen Stellplatz erhalten hatten, ging es erst einmal Boltenhagen zu erkunden.
Über die Uferpromenade ging es zu Fuß zur Seebrücke. Nachdem wir den Ortskern erkundet hatten, setzten wir uns in einem Imbiss und nahmen eine Kleinigkeit zu uns.
Danach gönnte sich Sönke etwas Spaß am Trampolin.

Den Abend verbrachten wir dann wieder im Wohnmobil. Diesmal allerdings mit einer kleinen Panne. Mit einmal hatten wir keinen Strom mehr. Die Fehlersuche führte letztlich zu einer Aufbausicherung. Leider hatten wir keine Reserve dabei. Während ich mit dem Aus- und Einbau beschäftigt war, schnappte sich Sönke die defekte Sicherung und suchte bei den anderen Wohnmobilisten nach Ersatz. Er wurde auch fündig, so dass wir wieder über Strom verfügten. Noch schnell ein kleines Dankeschön zum edlen Helfer gebracht, dann konnte der Abend in trauter Zweisamkeit weitergehen.

Auch den nächsten Tag verbrachten wir noch in Boltenhagen.
Neben viel Relaxen bei Sonnenschein, den wir mittlerweile hatten, machten wir eine Fahrt mit dem Schiff, die durch die Bucht und zum Truppenübungsplatz Tarnewitz führte.

Während der gesamten Fahrt hielten wir uns auf dem Oberdeck auf. Es war zwar sonnig, aber auf See auf sehr kalt. Dennoch genossen wir die Fahrt.

Den Rest des Tages verbrachten wir mit gammeln.

Lange hatten wir überlegt, wie unsere Fahrt weitergehen soll. Letztlich einigten wir uns darauf nach Rügen zu fahren, da Sönke die Insel noch nicht gesehen hatte.
Wir fuhren deshalb am nächsten Tag über die Ostseeautobahn bis Stralsund und dann über die neue Rügenbrücke auf die Insel.
Weiter ging es nach Prora, wo wir uns den KdF-Bau aus der Nazizeit anschauten.

Danach ging es auf den Wohnmobilstellplatz in Binz. Der Platz liegt sehr zentral und in der Nähe von mehreren Einkaufsmöglichkeiten.
Wir nutzten den Rest des Tages um zur Seebrücke zu bummeln.

Auf dem Rückweg ging es Schmachter See entlang.
Den Nachmittag verbrachte Sönke damit riesige Haufen aus dem herabgefallenen Laub zusammenzustellen und danach wieder zu verteilen.

Den nächsten Tag ging es dann an die Spitze der Insel zum Kap Arkona.
Wir parkten für teueres Geld auf dem Parkplatz in Puttgarden und mussten dann noch einmal für die Bimmelbahn zum Kap Arkona zahlen. Insgesamt ein teures Vergnügen.

Das Wetter war sehr regnerisch, was der einzige Trost war, als wir die Bahn bezahlten. Am Kap Arkona machten wir erstmal einen Abstieg die Kreideklippen hinab.
Nach der Besichtigungstour gönnten wir uns in einem Restaurant erstmal eine Currywurst und ein warmes Getränk.

Zunächst wollten wir einen Stellplatz in der Nähe nehmen, entschieden uns dann aber doch um, da es noch früh am Tag war, und fuhren über Lohme direkt zum Parkplatz Rusewase.
Unmittelbar hinter der Ortschaft Hagen liegt der Parkplatz am Eingang zum Nationalpark Jasmund.
Hier gibt es einen Bereich, an dem man mit Wohnmobilen stehen kann und auch Strom erhält.
Nachdem wir unseren Stellplatz bezogen hatten, gingen wir zu Fuß zur Stubbenkammer.

Dort genossen wir die Viktoriasicht und bummelten noch etwas über die Wanderwege.
Den Rückweg bewältigten wir mit dem Bus und verbrachten den Rest des Abends am Wohnmobil.

Am nächsten Morgen fuhren wir dann mit dem Wohnmobil durch den Nationalpark Jasmund bis nach Sassnitz.
Hier machten wir einen kurzen Bummel am Fuß der Kreideklippen entlang und versuchten Fossilien und Bernstein zu finden.

Ersteres gelang uns, bei dem anderen hatten wir wieder einmal kein Glück.

Danach ging es noch in den Hafen von Sassnitz, wo wir an den Geschäften entlang bummelten und uns das U-Boot von außen anschauten.
Über die neue, imposante Fußgängerbrücke ging es dann zum Wohnmobil zurück.
Wir machten dann noch einen Abstecher an die Seebrücke in Sellin, bevor wir die Fahrt zu unserem Stellplatz fortsetzten.

Als Ziel hatten wir uns einen Platz in Poseritz ausgesucht. Hier sollte Platz für 3 Wohnmobile sein, Strom gab es auch und bei Verzehr im Restaurant war der Platz kostenfrei.
Den Platz am Lindenhof fanden wir dann auch und wurden auf dem Hinterhof platziert.
Nach einer kurzen Erkundungstour durch den Ort setzten wir uns in die Gaststätte und spielten Siedler von Catan.
Abends nahmen wir das gute Essen im Restaurant in Anspruch und legten uns dann recht früh schlafen.

Am nächsten Morgen machte ich mich auf die Suche nach einem Bäcker und wurde letztlich in einem Kiosk fündig.
Nach dem Frühstück traten wir dann die Heimfahrt an.
Damit uns die Strecke nicht nur über die Autobahn führte sind wir bei Rostock auf die BAB 19 abgebogen und haben uns dann ab Pritzwalk über Landstraßen nach Harsum durchgeschlagen.

Radtour am Plöner See

Dersau am Plöner See

In 2007 war erstmalig Olli mit von der Partie.
Nach einer kurzen Planungsphase entschlossen wir uns für den Naturpark Holsteinische Schweiz als Reiseziel.
Ansgar hatte im Internet eine adäquate Unterkunft, die Wohlfühlvilla in Dersau am Plöner See, aufgetan, die wir dann auch buchten.

Am 08.09.2007 reisten wir dann mit zwei Pkw an.
Nach dem Einräumen und der Zimmervergabe genehmigten wir uns erst mal ein Getränk auf der Terrasse.
Dabei stellte Lars fest, wie ich ihm bereits vorher mitgeteilt hatte, dass sein Fahrradmantel porös war und ausgewechselt werden musste.

Nachdem das geschafft war, machten wir eine kurze Eingewöhnungstour am Plöner See entlang bis Ascheberg.
Dort angekommen, hatten wir den Scheitelpunkt unserer Tour erreicht und nahmen nochmals einige Getränke zu uns, bevor wir zur Unterkunft zurückkehrten.
Hier angekommen machten wir uns erst mal mit dem weiteren Zeitvertreib, neben Fahrrad fahren, vertraut. Wir spielten Darts und Doppelkopf.

Am nächsten Tag stand die erste richtige Tour auf dem Programm.

Bei wunderbarem Wetter ging es zunächst in Richtung Stocksee. Von dort aus über Damsdorf und Tensfeld in Richtung Wildpark und Erlebniswald Trappenkamp, den wir als Etappenziel auserkoren hatten.
Lediglich das Erreichen des Ziels erwies sich als etwas schwierig, da zwischen uns und dem Wildpark eine Autobahn im Entstehen war.
Letztendlich fuhren wir dann einfach über die neue Asphaltdecke der noch nicht freigegebenen Autobahn, um unser Ziel zu erreichen.
Am Eingang des Wildparks stellten wir fest, dass das Lokal lediglich über das Eingangstor zu erreichen schien. Wir waren nicht gewillt für eine kurze Rast auch noch Eintritt zu zahlen und beschlossen unsere Fahrt einfach fortzusetzen.

Wir nahmen den Fahrradweg in Richtung der Ortschaft Trappenkamp und stellten zu unserem Erstaunen fest, dass dieser über einen Seiteneingang durch den Wildpark führt und man so ohne Eintritt in diesen gelangt.

Jetzt stand einer Pause im Park nichts entgegen und auf der direkten Fahrt hinaus konnten wir auch noch einen Blick auf das Wildschweingehege werfen.
Von Trappenkamp aus ging es dann in Richtung Belau, in der Hoffnung auf hier eine gute Station für eine Rast zu finden. Die Fahrradkarte wies jedenfalls eine solche aus. Als wir vor der Adresse standen, teilte uns ein Anwohner mit, dass die Bewirtung bereits vor Jahren eingestellt wurde. Er gab uns aber einen Tipp für eine Lokalität in der Nähe.
Also wieder zurück und diese angefahren. Auf dem Weg zum Gasthaus Altekoppel hatten wir dann sogar die Möglichkeit mal wieder durchs Gelände zu fahren.
Das Lokal selbst erwies sich als so gut, dass keiner von uns richtig Lust hatte, wieder aufzustehen und die Fahrt fortzusetzen.
Leider hatten wir keine andere Wahl, entschieden uns aber für den direkten Weg zurück, so dass wir nach ca. 54 Kilometern wieder am Ferienhaus waren.

Der nächste Tag ist schnell erzählt – Regen, Regen, Regen.
Vormittags, als das Wetter noch nicht ganz so schlecht war, verbrachten wir die Zeit in Plön.

Als wir dann am Nachmittag noch einmal eine Tour in Richtung Plön ansetzten, fing es richtig an zu regnen, so dass wir uns nach 5 gefahrenen Kilometer unterstellen mussten.
Wir warteten ab, ob sich das Wetter zu unseren Gunsten entwickelt und als es dies nicht tat, fuhren wir zurück und brachen die Tour ab.
Stattdessen verbrachten wird den Rest des Tages in der Ferienwohnung.

Der nächste Tag stand wieder im Zeichen von Fahrrad fahren.
Geplant und auch durchgeführt war eine Strecke um den Plöner See, die wir entgegengesetzt dem Uhrzeigersinn in Angriff nahmen.

Zunächst ging es über Godau und das Nehmtener Forsthaus bis nach Bosau.
Von dort aus ging es ab vom Fahrzeugverkehr über Sandkaten und Timmdorf bis nach Grebin. Hier fanden wir eine schöne, alte und verräucherte Gaststätte für ein wirklich gutes Mittagessen.

Danach ging es dann von Grebin in Richtung Plön. Am Seeufer entlang folgten wir dem Radweg bis zur Prinzeninsel, wo wir an der dortigen Lokalität eine weitere Rast einlegten.

Nach dieser Pause ging es dann am Seeufer weiter bis wir wieder in Dersau ankamen.
Insgesamt hatten wir knapp 56 Kilometer in 2,5 Stunden zurückgelegt.

Auch am nächsten Tag legten wir knapp 54 Kilometer in der gleichen Zeit zurück.
Diesmal sollte uns die Fahrt in Richtung Norden führen.
Zunächst fuhren wir nach Plön und dann an einer Strecke am Kleinen Plöner See entlang.
Die idyllische Strecke führte uns bis nach Preetz, wo wir nach einigem Suchen uns auf eine Gaststätte für die Mittagspause einigten.
Danach ging es zurück über die Ortschaften Kühren und Bundhorst nach Ascheberg.
Hier versuchten wir, nach einer kurzen Pause an einem Campingplatz, nochmal eine andere Fahrradstrecke, nämlich direkt am See entlang, zu erkunden. Wir scheiterten jedoch sowohl an der schlechten Beschilderung, wie auch den baulichen Gegebenheiten, so dass wir letztendlich wieder auf den Radweg an der Hauptstraße zurückkehrten und diesem bekannten Weg zurück nach Dersau folgten.

Für den nächsten Tag hatten wir uns ein Highlight vorgenommen – eine Tour an die Ostseeküste.
Nach ersten Streckenberechnungen stand uns eine Tour von etwa 80 Kilometern bevor.
Wir starteten recht früh und fuhren zunächst über Marienhöh in Richtung Pehmerfelde. Von dort ging es über Feldwege und Nebenstraßen bis nach Weitewelt.

Auf der Anfahrt nach Weitewelt verabschiedete sich Lars dann aus der Fahrgemeinschaft, da er Zahnschmerzen hatte und mit diesen nicht weiterfahren konnte.
Nur noch zu Dritt traten wir die weitere Fahrt an. Über Seekamp, Glasauer Ziegelei, Sarau und Siblin ging es nach Gießelrade. Hier wies die Karte eine Nebenstrecke in Richtung Pönitz aus, der wir folgen wollten.
Dazu fuhren wir zunächst über eine äußerst schlechte Wegstrecke zu einem nahen Gehöft. Wir erkundeten dort alle drei Möglichkeiten weiterzukommen. Alle verliefen sich jedoch, so dass wir letztlich wieder zurück mussten.
Nun ging es weiter in Richtung Gleschendorf. Wir folgten ab hier den Hinweisschildern in Richtung Haffkrug / Scharbeutz.
Leider waren diese sehr lückenhaft aufgestellt, so dass es immer wieder zu Zweifeln über die Richtigkeit der Strecke kam. Letztendlich fuhren wir in Richtung Haffkrug auf einem leichten Umweg über die Ortschaften Klingberg und Gronenberg.
In Gronenberg, bei dem dortigen Anstieg, stellte Ansgar fest, dass irgendetwas mit seinem vorderen Laufrad nicht stimmte. Zunächst konnte keine Ursache ausgemacht werden. Wir fanden eine Verschleißstelle am Mantel und vermuteten zunächst die Bremse als Verursacher. Im Endeffekt stellte sich seine Vorderradnarbe als Verursacher heraus.

Die war gebrochen und ab Haffkrug ging gar nichts mehr.
Es bewahrheitete sich erneut, dass keine Tour ohne eine Panne bei Ansgar absolviert werden kann.
Ansgar schob dann sein Fahrrad in meiner Begleitung an der Uferpromenade entlang, währenddessen Olli vorfuhr und ein Fahrradgeschäft ausfindig machte.
Die Wartezeit während der Reparatur verbrachten wir an einem Imbiss an der Ostseeküste.
Nach der langen Pause fiel es uns schwer wieder in Tritt zu kommen.
Von Scharbeutz ging es über eine lange, ansteigende Gerade an der Bundesstraße entlang bis nach Ahrensbök. Dort bogen wir in Richtung Sarau ab. Die schlechte Wegstrecke der Hinfahrt wollten wir unbedingt vermeiden.
Nachdem wir Sarau erreicht hatten, ging es zügig voran. Lediglich die letzte Steigung zwischen der Ziegelei Nehmten und Marienhöh verlangte uns noch einmal alles ab, da sie sich ganz schön zog.
Zurück in Dersau stellten wir fest, dass wir letztlich dann doch 96 Kilometer zurückgelegt hatten und dies in einer Zeit von 4,5 Stunden.
An diesem Abend gönnten wir uns dann ein Essen in einem Lokal in Dersau – insbesondere da es der letzte Abend von Lars und Olli war.

Beide fuhren noch am Abend nach Hause – Olli hatte Termin und Lars Zahnschmerzen.

Ansgar und ich verbrachten den letzten Tag unseres Urlaubs mit einer Fahrt nach Malente und Eutin.
Malente war schnell besichtigt, in Eutin ließen wir uns etwas mehr Zeit und genossen die Zeit in der Fußgängerzone und am Markplatz mit Bummeln.
Danach war auch für uns beide der Urlaub beendet und es ging am nächsten Tag zurück nach Hildesheim.

Datum TRP TIME AVS Vmax
08.09.2007 12,19 00:38:17 19,12 35,9
09.09.2007 53,89 02:37:22 20,55 53,8
11.09.2007 55,89 02:32:01 22,06 57,0
12.09.2007 54,03 02:33:14 21,18 57,0
13.09.2007 95,84 04:22:41 21,88 57,2
 Gesamt 271,84 12:43:35  

 

Mecklenburg-Vorpommern und Berlin

Mecklenburg-Vorpommern & Berlin

(14.10.2006 – 24.10.2006)

In den Herbstferien ging es wieder einmal mit dem Wohnmobil los. Es jährte sich das zweite Jahr, in dem wir diese Art des Urlaubes nutzten und es machte uns immer noch wahnsinnig viel Spaß. Für dieses Jahr stand Mecklenburg-Vorpommern auf unserem Programm, wobei wir uns noch nicht ganz sicher waren, ob es eher die Mecklenburgische Seenplatte oder die Ostseeküste wird. Wie sich später herausstellte, wurde es eine Mischung aus beiden.

Am ersten Samstag der Ferien ging es los und wir fuhren durch die Altmark in Richtung Mecklenburg-Vorpommern. Gegen 15.30 Uhr kamen wir in Wittenberge an der Elbe an und beschlossen den dortigen Stellplatz zum Übernachten zu nutzen. Bevor wir ihn anfuhren kauften wir noch in einem nahen Einkaufszentrum ein. Danach folgten wir der Beschilderung zum Stellplatz, die auch erforderlich war, da er auf der anderen Seite des Elbdeiches lag und so für uns nicht sofort erkennbar war. Unsere Erfahrungen mit Stellplätzen war zu diesem Zeitpunkt immer noch nicht sonderlich doll, sodass wir uns erst einmal orientierten und dann das Wohnmobil einparkten. Danach ging es an den Stromanschluss, das nächste Hindernis. Eine neue Art von Stromautomat, den wir dann aber auch nach genauem Studium der Beschreibung beherrschten. Nur mit dem Verbrauch hatten wir noch keine Erfahrungen.

Nachdem das alles erledigt war, machten wir uns auf einen Stadtbummel nach Wittenberge. Die nahe Innenstadt war schnell erreicht, aber zu diesem Zeitpunkt auch nicht wirklich sehenswert. Sie war geprägt von der DDR-bauweise und damit eher pragmatisch. Es ging also zurück zum Stellplatz. Sönke nutzte das weitläufige Gelände um zu spielen, während Elli und ich es uns auf der Elbterrasse des nahen Lokals gemütlich machten.

Am nächsten Morgen ging es nach dem Frühstück weiter. Über Perleberg und Pritzwalk ging es zunächst nach Plau am See. Von hier ging es nach Alt Schwerin, das ich noch von meiner Fahrradtour in Erinnerung hatte. Hier bummelten wir durch den Museumsort.

Danach gab es noch einen Snack in einem Imbiss im Ortskern.

Von hier aus fuhren wir dann erst einmal in Richtung Malchow und dann weiter nach Lenz, wo der Stellplatz am Lenzer Hafen unser Ziel war. Von dort aus ging es, nachdem wir uns eingerichtet hatten, mit dem Fahrrad nach Malchow. Mit dem Fahrrad ging es über die Drehbrücke, die zu unserem Entzücken auch gerade in Betrieb war, durch die Innenstadt zum Kloster. Nach der Besichtigung der Klosteranlage machten wir einen Halt am Ristorante Don Camillo am Malchower See, um uns ein Eis und ein Getränk zu gönnen. Danach ging es zum Stellplatz zurück, wo wir den Rest des Tages verbrachten.

Für den nächsten Tag hatten wir Waren / Müritz als Ziel auserkoren. Hier wollten wir uns mit Elli’s Eltern auf dem Stellplatz Blumen und Parken treffen. Da aber waren praktisch direkt um die Ecke lag, beschloss ich mit Sönke die Strecke mit dem Fahrrad zu fahren, während Elli mit dem Wohnmobil das Ziel anfährt. Gesagt, getan. Sönke und ich kamen zeitig los und machten unsere erste Pause unterhalb des Klosters, da wir uns orientieren mussten. Ich war die Strecke zwar schon einmal gefahren, war mir aber über die einzelnen Abzweigungen nicht immer sicher.

Von waren aus ging es erst einmal nach Göhren-Lebbin. Hier lag, eingebettet in Golfplätze, ein Hotel mit Miniaturmodellen von typischen Bauten der Region. Dies wollte ich Sönke nicht vorenthalten, da er sich sehr dafür interessierte.

Die meisten Modelle besichtigte und fotografierte er allein, während ich mich bei einem Kaffee entspannte. Danach ging es über Wendhof und Grabenitz nach Klink. Ab Klink folgten wir dem Fahrradweg bis zum Hafen von Waren, wo wir dann bereits gegen 12:30 Uhr ankamen und Elli in einem Restaurant trafen.

Während unserer Abwesenheit hatte sich Elli verletzt. Sie war beim Umrunden des Wohnmobils gegen den Fahrradträger gelaufen und zog sich eine Platzwunde unterhalb des rechten Auges zu.

Nach einem Bummel durch die Stadt verbrachten wir den Nachmittag am Mobil und abends ging es dann zum Essen an den Hafen.

Am nächsten Tag erwarteten wir das Eintreffen von Reni und Klaus, die sich bereits angekündigt hatten. Um die Wartezeit zu überbrücken machten wir eine Fahrradtour in den Müritz-Nationalpark, der vom Stellplatz aus günstig zu erreichen war. Unser erster Halt war der Aussichtspunkt Schnakenburg. Von hier aus ging es zum Moorsee und Warnker See, an dem wir die Kormoran-Kolonie bestaunten.

Nach einer kurzen Rast mit Fotostopp sollte es weiter in Richtung in Richtung Müritzhof gehen. Leider versperrten uns einige Schafe, die grasend über den Waldweg zogen, kurzfristig den Weg. Nachdem wir sie passiert hatten, legten wir den Rest des Weges zurück und gönnten uns eine Rast auf dem Müritzhof.

Es ging dann zum Stellplatz zurück. Hier waren Reni und Klaus mittlerweile eingetroffen und wir setzten uns zwischen die Mobile, um erst einmal zu quatschen. Am frühen Abend machten sich dann Reni, Elli, Klaus und Sönke zu einer Bootsfahrt zu den Kranichen auf.

Nach ihrer Rückkehr am frühen Abend gönnten wir uns noch ein gemeinsames Abendessen.

Am nächsten Tag ging es für uns weiter. Nachdem wir noch kurz Wasser aufgefüllt und entsorgt hatten, machten wir uns auf den Weg in Richtung Usedom, das unser nächstes Etappenziel war. Auf der Fahrt dorthin machten wir einen ungeplanten Stopp in Ankershagen, das auf unserer Strecke lag. Hier gab es das Heinrich-Schliemann-Museum, für das mit einem Trojanischen Pferd an der Straße Werbung  gemacht wurde.

Die Besichtigung des Museum mit Familiengeschichte und Grabungsgeschichte zu Troja, sowie den Exponaten zum „Schatz des Priamos“, war sehr interessant. Nach dem Museumsbesuch besichtigte Elli noch die frühgotische Feldsteinkirche von Ankershagen, bevor es dann weiter ging.

Als nächstes ging es auf der Bundesstraße 192 durch Neubrandenburg. Im Kreuzungsbereich Neuendorfer Straße / Seestraße / Weitiner Straße passierte es dann. Der Kreuzungsbereich ist durch sage und schreibe drei Ampelanlagen, die innerhalb von 50 Metern liegen, geregelt. Ich fuhr im Windschatten eines Pritschenwagens und war der Meinung, dass alles gut war, bis es dann blitzte. Es war die Rotlichtüberwachung Weitiner Straße, die mir ein Geburtstagsfoto machte. Im Rahmen der Anhörung zu einem späteren Zeitpunkt konnte ich immerhin ein Fahrverbot vermeiden. „Touristischer Fehler“ war die Begründung der Sachbearbeiterin.

Von Neubrandenburg ging es dann über Anklam auf die Bundesstraße 110 nach Usedom und weiter nach Heringsdorf. Hier wählten wir den Stellplatz an der Kirche im Walde in der Rudolf-Breitscheid-Straße in Heringsdorf. Die Stellplatzbetreiber waren etwas schrullig, insbesondere bei der Umsetzung unseres Wunsches in der Nähe einen zweiten Stellplatz für unsere Bekannten zu reservieren. Wir schafften es dann uns mit Gerti, Uwe und Niklas zu treffen, mit denen wir etwas Zeit auf Usedom verbringen wollten, da auch sie mit dem Wohnmobil unterwegs waren.

Den Nachmittag verbrachten wir mit einem Bummel durch Heringsdorf und auf der Seebrücke. Abends ging es dann anlässlich meines Geburtstages gemeinsam in ein italienisches Restaurant zum Essen.

Für den nächsten Tag hatten wir einen gemeinsamen Besuch im polnischen Swinemünde angedacht. Mit dem Fahrrad ging es auf der Strandpromenade an der Ostseeküste entlang zum Grenzübergang. An der Grenze dann erst einmal ein kleiner bürokratischer Halt. Niklas hatte kein Reisedokument, so dass er kurzfristig ein vorläufiges an der Grenze ausgestellt bekam, mit dem er dann Stolz aus der Grenzstation kam.

Wir bummelten danach über den Markt bis zum Strand. Nach einem kurzen Abstecher auf den wirklich schönen Ostseestrand gönnten wir uns einen Mittagssnack in einer Imbissbude in den Dünen. Auch wenn Zubereitung und Anrichtung uns etwas zu denken gaben, war es trotzdem ein köstliches Fischgericht, das wir erhielten.

Nach dem Mittag ging es durch den Ort zurück zur Hauptstraße und zum Markt. Als wir von diesem genug hatten, beschlossen wir den Weg zurück zur Grenze in einer Kutsche zurückzulegen. Kurz entschlossen wurde ein Kutscher angequatscht und ein akzeptabeler Preis für uns ausgehandelt.

Gegen 16.00 Uhr waren wir wieder zurück an der Seebrücke und machten uns danach mit unseren Wohnmobilen auf den Weg zum nächsten Stellplatz. Am frühen Abend kamen wir am Stellplatz Achterwasser in Lütow-Netzelkow an. Die Anfahrt zu dem Stellplatz, die teilweise über Feldwege erfolgte, war schon abenteuerlich. Was uns danach erwartete war auch interessant. Der Stellplatz war eine abschüssige Wiese, eingerahmt von Baum- und Buschwerk und Schilf, die Platz für etwa fünf Mobile bot. Uwe musste sein Wohnmobil großzügig auf Keile stellen, um überhaupt andeutungsweise eine gerade Fläche zu erhalten. Beim Rangieren stellten wir fest, dass die Wiese vom Wasser total aufgeweicht war und wir machten uns schon Gedanken, wie wir am nächsten Morgen weg kommen, wenn es noch einmal regnen sollte. Strom mussten wir uns teilen. Die Sanitäranlagen waren auf einem Restaurantschiff in der Nähe.

Ansonsten war es aber sehr idyllisch. Der Blick auf das Binnenmeer und die ruhige Lage waren klasse. Am Abend ging es dann in das Restaurantschiff zum Essen. Die Auswahl an Gerichten war begrenzt, die Auswahl an Geschichten des Betreibers nicht. Viele Leute zum Reden hatte er wohl zu dieser Jahreszeit nicht da, so dass er sich erst einmal zu uns an den Tisch setzte. Irgendwann war es den beiden Kindern zu langweilig und sie machten sich von dannen.

Am nächsten Morgen nutzten wir erst einmal alle die Schiffsdusche, um uns zu erfrischen.

Nach einem gemeinsamen Frühstück ging es nach Peenemünde. Am Museumshafen wollten wir abschließend noch einen gemeinsamen Vormittag verbringen, bevor sich unsere Wege wieder trennten. Am Museumshafen kann man ein russisches U-Boot besichtigen. Unser Ziel aber war jedoch die Phänomenta in Peenemünde. Hier gab es allerhand Experimente zum Anfassen, wie sie zum Beispiel das Stehen in einer Seifenblase. Den Kindern machte es wahnsinnig Spaß, was wohl wirklich daran lag, dass sie alles anfassen konnten.

Nach diesem Museumsbesuch gingen wir wieder unterschiedliche Wege und für uns ging es erst einmal mit dem Wohnmobil weiter. Wir wollten in die Seenlandschaft zurück und Elli suchte einen Stellplatz in Carpin heraus, der für uns interessant klang. Auf der Anfahrt dahin ging es durch Woldegk, wo wir in Canzow plötzlich auf eine Straußenfarm aufmerksam wurde, die erst einmal zu einem Halt einlud.

Von hier aus ging es zu dem Stellplatz in Carpin. Der Stellplatz am Landgasthaus Am Schlesersee war schnell gefunden. Ich parkte vor dem Restaurant, parallel zur Fahrbahn, um später gut rangieren zu können. Leider entsprach der Stellplatz nicht unseren Erwartungen, sodass wir uns wieder auf den Weg machen wollten. Ich legte den Rückwärtsgang ein und war mir sicher, dass keiner hinter stand. Leider reichte diese Sicherheit nicht aus, da sich zwischenzeitlich ein Pkw direkt hinter uns gestellt hatte. Es kam zu einem Zusammenstoß mit einem kleinen Schaden. Mit dem Fahrer dees Pkw war leicht zu reden, nur mit dem Beifahrer, der gleichzeitig Halter war, nicht. Obwohl ich alle Schuld einräumte und die Schadensregulierung zusagte, musste er immer weiter meckern. Letztlich wurde es mir zu bunt und ich sagte ihm sehr deutlich, was ich von seiner Art hielt. Danach klappte es komischerweise.

Nachdem wir das alles hinter uns gebracht hatten, stand immer noch die Frage nach dem Stellplatz zur Disposition. Nach kurzem Studium des Stellplatzführers entscheiden wir uns für den Wohnmobilpark in Priepert, da er am Nächsten lag. Diesmal riefen wir allerdings vorher an, um unangenehme Überraschungen zu vermeiden. Der Stellplatz selbst war eine gute Wahl. Er war relativ neu eingerichtet, was auch das Waschhaus belegte. Zudem war er schon kurz davor in den Winterschlaf zu gehen und hatte dem entsprechend eine geringe Auslastung.

Am nächsten Morgen frühstückten wir dann und machten uns, nachdem wir entsorgt hatten, auf den Weg nach Berlin. Hier wollten wir noch einige Tage verbringen, bevor es zurück ging. Unser Weg von Priepert aus führte uns an Gransee vorbei. Da wir noch etwas einkaufen wollten und die Stadt einen interessanten Eindruck machte, legten wir einen Stopp für eine kleine Sightseeingtour ein. Am Pulverturm in der Ruppiner Straße fing unser Stadtrundgang an, da wir dort unser Wohnmobil auf dem Parkplatz eines Einkaufszentrums abstellen konnten.

Vom Pulverturm ging es über das Luisendenkmal am Schinkelplatz bis zur Stadtkirche St. Marien. Nachdem wir diesen imposanten Backsteinbau besichtigt hatten, folgten wir der alten Stadtmauer, durch Kleingartenanlagen hindurch, bis zum Abstellplatz unseres Wohnmobils. Ein wirklich sehenswerter Besuch dieses kleinen Ortes.

Von Gransee aus ging es bis Oranienburg. Ab hier folgten wir der Autobahn nach Berlin. Als Ziel hatten wir uns den Stellplatz in Berlin-Mitte ausgesucht. Um dahin zu gelangen, vertrauten wir voll und ganz dem Navi. Bereits auf der ausgewählten Strecke kamen wir an einigen Sehenswürdigkeiten, wie dem Kurfürstendamm, der Gedächtniskirche, dem Reichstag, dem Botschaftsviertel und dem neuen Hauptbahnhof vorbei. Der Navi hatte augenscheinlich eine sehenswerte Strecke als Routenvorschlag gewählt. Trotz dieser Stadtrundfahrt waren wir bereits zur Mittagszeit auf dem Stellplatz in der Chausseestraße 8. Die zentrale Lage machte es uns möglich, dass wir den Nachmittag mit einem Stadtrundgang starteten.

Wir erwarben ein U-Bahn-Ticket und fuhren von unserer Haltestelle Reinickendorfer Straße das kurze Stück bis zur Haltestelle Friedrichstraße mit der Linie U 6. Von hier aus bummelten wir über die Straße Unter den Linden zum Brandenburger Tor.

Nach einem ausgiebigen Fotostopp ging es weiter zum Reichstagsgebäude und über den Platz der Republik zum Kanzleramt.

Von dort ging es dann zum Ufer der Spree für einen Blick auf den Berliner Hauptbahnhof. Am Schiffbauerdamm überquerten wir dann die Spree und gelangten so zur Ständigen Vertretung, einem Kult-Lokal in Berlin. Hier stärkten wir uns für den weiteren Tag mit einem Getränk, bevor es dann zum Stellplatz zurück ging.

Am nächsten Tag ging es wieder mit der U-Bahn in die Innenstadt. Zuerst stand der alte Checkpoint Charlie auf unserem Programm.

Von dort aus ging es mit der U-Bahn zum Potsdamer Platz. Wo wir uns auch einen kleinen Snack gönnten.

Danach ging es weiter zum Alexanderplatz, wo wir den Fernsehturm bestaunten.

Es folgte der Fußmarsch zur Museumsinsel und dann noch einmal über die Straße Unter den Linden an der Neuen Wache und der Humboldtuniversität vorbei bis zur amerikanischen Botschaft. Hier bogen wir ab, um noch einen Abstecher zum Holocaust-Denkmal zu machen. Wir besichtigten die Informationsausstellung, bevor es für uns dann erstmals mit der Bus weiter ging.

Am Schloss Bellevue, dem Amtssitz des Bundespräsidenten, verließen wir den Bus und gingen zu Fuß zur Siegessäule. Hier gönnten wir uns nach dem Aufstieg den schönen Ausblick über den Tiergarten.

Weiter ging es dann zum Bahnhof Zoo. Von hier aus ging es zum Breitscheidplatz und zur Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche. Ein kurzer Abstecher auf den Kurfürstendamm und zum KaDeWe folgte, bevor wir im Europa-Center den Besichtigungstag bei einem Bier ausklingen ließen.

Der nächste Tag war in der Planung für Sönke vorgesehen. Tapfer hatte er ein Bauwerk nach dem Nächsten besichtigt, so dass wir jetzt einen Besuch im Berliner Zoo für ihn eingeplant hatten. Bereits um kurz nach neun waren wir am Eingang. Da das Wetter durchwachsen war, herrschte nicht so viel Andrang.

Zunächst ging es über das Freigelände und die kleineren Häusern. Allein hierfür brauchten wir den gesamten Vormittag. Nach einem kurzen Mittagssnack ging es dann ins angegliederte Aquarium. Hier verbrachten wir den Rest des Tages und verließen den Zoo erst kurz nach 18.00 Uhr. Abends im Wohnmobil angekommen waren wir dann auch entsprechend platt.

Der nächste Tag sollte eigentlich der Rückreisetag sein. Trotzdem wollten Elli und Sönke noch unbedingt in das Reichstagsgebäude, so dass wir einen kleinen Abstecher dorthin machten. Während die beiden das Reichstagsgebäude besichtigen, was zum damaligen Zeitpunkt noch ohne Terminvorgabe möglich war, parkte ich mit dem Wohnmobil an der Straße des 17. Juni und hoffte kein ‚Ticket‘ zu bekommen.

Für Sönke und Elli war der renovierte Reichstag sehr imposant und sehenswert. Als sie ihre Tour beendet hatten, ging es dann über den Stadtring in Richtung BAB 10 und von dort auf die BAB 2 bis nach Peine. Ohne nennenswerte Verzögerungen kamen wir dann glücklich und erschöpft in Harsum an.