Auf den Kanarischen Inseln

Teneriffa

(13.06.1991 – 04.07.1991)

Den Sommerurlaub 1991 planten wir zusammen mit Uwe ‚Zausel‘ Becker, seiner Frau Andrea und seiner zweijährigen Tochter Janina.
Als Ziel hatten wir uns Teneriffa ausgeschaut. Jeder buchte für sich. Wir hatten die Anlage Bungamerica über die TUI gebucht.
Der Flug ging für uns zusammen mit Hapag Lloyd ab Hannover. Nach etwas über 4 Stunden Flug landeten wir auf dem Flughafen Tenerife Sur. Wie bereits der Name sagt, liegt der Flughafen im Süden der Insel.
Danach ging es mit dem Bus über die Autobahn nach Playa de las Americas, wo die Touristen an den einzelnen Hotel-, bzw. Bungalowanlagen ausgespuckt wurden.
Wir bekamen zwar mit, wo die Rezeption von Uwe’s Bungalowanlage lag, aber wie nah der Bungalow letztendlich lag, war uns bis dahin nicht bekannt.
Tatsächlich lag er nur einmal über die Av. Republica de Panama, an der unser Bungalow lag, hinüber.

Im Gegensatz zu den Beckers hatten wir mit unserem Bungalow Glück.
Wir fingen unseren Urlaub nicht mit der Beseitigung von Kakerlaken an und hatten zwei Pools in der Anlage – wovon leider nur einer in Betrieb war. Der zweite wurde gerade renoviert.
Auch hatten wir keine Baustelle gegenüber unserer Terrasse. Dies hing vielleicht damit zusammen, dass wir eine Wohnung in der ersten Etage hatten.
Alles in allem war die Anlage zufriedenstellend. Die 5 Gehminuten zum Strand waren akzeptabel und auch der Weg zum Pool war okay.
Restaurants und Einkaufsgelegenheit gab es in der näheren Umgegend genug.

Die Tage in Playa de las Americas verbrachten wir entweder am Poll oder am Strand. Abends machten wir den ein oder anderen Bummel über die Strandpromenade entweder nach Los Cristianos oder zum Hafen von las Americas.
Gekocht haben wir abends eher selten. Zumeist sind wir in eines der zahlreichen Restaurants in Strandnähe gegangen und haben dort gegessen.
Die Restaurants zeichneten sich damals durch günstige Preise und ihr Angebot aus. Bis zur Mittagszeit gab’s eher englische Kost – baked beans und eggs – danach kamen die deutschen Speisevorschläge – Schnitzel mit Pommes -. Spanisch konnte man eigentlich nirgends essen und ein Fischrestaurant mussten wir richtig suchen.

Während unseres Aufenthaltes machten wir auch einige Ausflüge auf der Insel.
Am Anfang stand eine Tour mit dem öffentlichen Bus nach Las Galletas zur Ferienanlage Ten-Bel, in der Andrea früher mal Urlaub gemacht hatte und die sie unbedingt noch einmal sehen wollte.
Insgesamt war dies auf Grund der Art des Fortbewegungsmittels eine anstrengende Tour, die aber durch den Küstenblick mit den Klippen entlohnt wurde. Lediglich die Wartezeit an der Bushaltestelle, ohne jeglichen Sonnenschutz, ließ hinterher alles Gesehene in den Hintergrund treten.

Nach diesem Kapitel entschlossen wir uns einen Mietwagen zu nehmen. Für wenig Geld erhielten wir einen roten Citroen AX.
In diesem quetschen wir uns dann alle Fünf rein, um die erste gemeinsame Fahrt nach Masca im Norden der Insel anzutreten. Das Bergdorf im Nordwesten der Insel ist über eine serpentinenreiche Straße zu erreichen. Während der Fahrt durch die Serpentinen musste sich Janina übergeben, was man letztlich meiner Fahrweise zuschrieb, woraufhin Uwe das Steuer übernahm.
Masca selbst war ein wunderbar verschlafenes Bergdorf, wie man es sich vorstellt. Als Lokal wählten wir ‚El Guanche‘ aus, wo wir eine Tomatenplatte erhielten und uns damit für den Rückweg stärkten.
Nach dem Bummel durch das Dorf mit seinen Natursteinhäusern ging es dann wieder zurück.

Die nächste Tour fand dann nur noch in Begleitung von Uwe statt. Janina und Andrea verweigerten die Teilnahme an den Fahrten über die serpentinenreichen Strecken.
Über die Südautobahn ging es nach Santa Cruz de Tenerife, der Hauptstadt von Tenriffa.
Nachdem wir uns bei der Touristeninformation mit einem Führer zu den Sehenswürdigkeiten versorgt hatten, ging es los.
Neben den Plaza de Weyler, Plaza de Espana und dem Plaza de Principe ging es über die Calle de Castillo bis zur Kirche Iglesia de la Conception. Zum Abschluss besuchten wir den Markt und den wunderschönen Sandstrand am Playa de las Teresitas.
Danach ging es über die Südautobahn wieder zurück.

Ein weiterer Ausflug führte uns natürlich zum Pico del Teide, dem höchsten Berg Teneriffas. Zunächst ging es dazu mit dem Pkw über Villaflor in den Nationalpark Teide.
Kurz vor der Bergstation zum eigentlichen Aufstieg gibt es noch die Gesteinformationen Roque Cinchado, wohin wir einen Abstecher machten.
Danach ging zur Gondelstation. Vorher zogen wir uns noch festes Schuhwerk und lange Hosen an, um die Unannehmlichkeiten so gering wie möglich zu halten.
Nach einer kurzen Phase des Anstehens ging es mit der Seilbahn los.
Sie führt von der Basisstation auf 2.356 Meter bis auf 3.555 Meter über dem Meeresspiegel, etwa 200 Höhenmeter unterhalb des Teide-Gipfels. Die Strecke von 2,482 Kilometern und 1.199 Meter Höhenunterschied bewältigt die Seilbahn in rund acht Minuten. Die Kabinen haben eine Kapazität von bis zu 38 Personen.
Nach der kurzen Fahrt ging es die letzten 200 Meter in ausgetretenen Steinpfaden zum Gipfel. Auf Grund der dünnen Luft musste man häufiger Mal Pause machen.
Einige Zeit brauchten wir bis wir es dann doch geschafft hatten und den herrlichen Ausblick vom Gipfel des Vulkans genießen konnten.
Nach einer kurzen Rast ging es dann wieder an den Abstieg, der sich nicht unbedingt leichter gestaltete, da die beiden Verkehrsströme aufeinandertrafen und sich gegenseitig behinderten.
Nach der Fahrt mit der Seilbahn blieb dann nur noch die Heimfahrt mit dem Pkw.

Der nächste Ausflug war an die Nordküste Teneriffas. Elli und ich fuhren ins Orotava-Tal und nach Puerto de la Cruz.
Dazu ging es zunächst wieder durch den Nationalpark Teide. Nachdem wir die Nordhänge erreicht hatten und die Serpentinen in Richtung Küste fuhren, änderte sich die Vegetation zusehends. Es wurde grüner und auch die Luftfeuchtigkeit und Bewölkung stieg an.
Nach einem Besuch des Botanischen Gartens in La Orotava ging es weiter nach Puerto de la Cruz. Hier bummelten wir an der Strandpromenade entlang.
Von dort aus ging es zum Mirador Humboldt, von wo aus man eine herrliche Aussicht auf die Bananenplantagen im Orotava-Tal hat.
Als letztes stand dann Punta de Hidalgo im Anagagebirge auf dem Programm. Hier hat man einen herrlichen Blick auf den tosenden Atlantik, der sich an der Steinküste bricht.
Sehenswert sind auch die Zwillingsberge, die unmittelbar an der Atlantikküste liegen.

Eine weitere Tour, die wir machten galt wieder hauptsächlich der Nordküste.
Zunächst ging es über Los Gigantes, wo wir die Klippen der Westküste bewunderten.
Von dort ging es weiter nach Icod de los Vinos, wo es einen berühmten Drachenbaum zu bewundern gibt.
Von Icod de los Vinos ging es noch einmal über die nördliche Route ins Anagagebirge. Diesmal ging es bis zum Örtchen Taganana im äußersten Nordosten der Insel.
Von dort aus ging es dann über San Cristobal de la Laguna, am alten internationalem Flughafen vorbei in Richtung La Esperanza. Wir folgten der Landstraße über Güimar und Granadilla de Abona bis nach Playa de las Americas zurück.
Unterwegs gelang es uns dann tatsächlich eine typisch kanarische Mahlzeit einzunehmen. Wir haben uns dazu einfach ein Lokal gesucht, wo viele Lkw vor geparkt waren. Hier erhielten wir, was wir so lange gesucht hatten. Uns es war auch noch gut und günstig.

Damit hatte sich die Mietzeit für den Leihwagen auch dem Ende genähert und wir konnten die Insel nicht weiter erkunden, obwohl es sicherlich noch einige schöne Ecken gegeben hätte.

Nach zwei Wochen war der Urlaub dann vorbei und es ging zurück in Richtung Hannover.

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