Weihnachten in Winterberg

Winterberg

21.12.2014 – 28.12.2014

Erstmals wollten wir dem Weihnachtstrubel entfliehen und entschlossen uns kurzfristig zu einem Skiurlaub. An ein adäquates Ziel in Österreich war um diese Zeit nicht zu denken, so dass wir uns an Winterberg erinnerten und dort nach einer Unterkunft suchten. Über das Internet stießen wir auf die Ferienwohnung Firley, die zentrumsnah lag und im Preis-Leistungsverhältnis vernünftig schien. Ein wesentliches Kriterium war noch der WLAN-Zugang, den sich unser Sohn wünschte. So kam es, dass wir die Ferienwohnung telefonisch anfragten und für den Zeitraum den Zuschlag erhielten. Zudem half uns die Vermieterin ein Restaurant für das Weihnachtsessen zu finden.

Am Sonntag, dem 21. Dezember, ging es los. Auf der gesamten Anfahrt von Winter keine Spur. Auch als wir in Winterberg an der Ferienwohnung ankamen, keine Spur von Schnee, der ausreichte, um Ski zu fahren. Stattdessen regnete es, so dass wir beim Bezug der Ferienwohnung auch noch nass wurden. Wir ließen es regnen und richteten uns erst einmal ein. Schnell war die DVD-Sammlung des Hauseigentümers gefunden, die er in die Ferienwohnung ausgelagert hatte. Die war echt riesig. Aber dazu hatten wir den Urlaub ja nicht gebucht.

Am Nachmittag machten wir uns erstmals auf den Weg in die Innenstadt. Schnell stellten wir fest, dass die Ferienwohnung wirklich zentrumsnah lag. Nach knappen 10 Minuten waren wir mitten im Kern von Winterberg. Zunächst einmal statteten wir dem Weihnachtsmarkt einen Besuch ab. Dies sollte sich zum täglichen Ritual entwickeln bis der Schnee ausreichend zum Skifahren war. Außerdem suchten wir uns ein Lokal für das Abendessen aus. Hierbei legten wir schon ein Augenmerk auf die Geeignetheit für Personengruppen ab 7 Personen, da ja Familie Stiller ebenfalls noch erscheinen wollte. Am Abend suchten wir die Pizzeria Colosseum an der Hauptstraße auf. Essen und Service waren wirklich gut, so dass wir gleichen einen Tisch für den ersten Weihnachtsabend buchten.

In einem ähnlichen Rhythmus verbrachten wir auch die folgenden Tage bis zum Heiligabend. Mal bummelten wir durch die Stadt auf der Suche nach einem günstigen Skiverleih, mal suchten wir Lokale für das Abendessen. Aber was auf jeden Fall sein musste, war der Besuch des Weihnachtsmarktes. Dieser war mit etwa 5 Buden sehr übersichtlich, aber für einen Glühwein reichte es immer.

Am Heiligabend kam dann Familie Stiller an. Schnee hatte sich immer noch nicht eingestellt. Nachdem wir uns zunächst bei uns getroffen hatten, ging es am Abend zum ins Hotel Schneider. Für einen Fußweg war es uns am Heiligabend zu weit, so dass wir mit den Autos anfuhren. Nicht dass die die Parkplatzlage um das Hotel besonders prekär gewesen wäre – ausreichend Parkraum war vorhanden – parkten die niederländischen Kraftfahrer doch sehr ich-bezogen. Sie fuhren derart dicht auf, dass ein vernünftiges Ausparken nur schwerlich möglich war. Diese Distanzlosigkeit setzte sich auch beim Essen im Hotel fort. Hier gab es ein vorzügliches Büffet. Beim Anstehen jedoch kamen einem die Niederländer so nah, dass man instinktiv seine Brieftasche festhielt. Weihnachten, das Fest der Liebe und der Nähe, setzten sie vorzüglich um. Ansonsten war es ein rundum gelungener Heiligabend. Das Hotel gab sich echt Mühe. Jeder hatte ein Geschenk an seinem Platz und das Personal war sehr aufmerksam.

Als wir aus dem Hotel kamen, stellten wir fest, dass es leicht zu schneien anfing und die Hoffnung auf etwas Skifahren stieg wieder an. Familie Stiller startete auf jeden Fall am nächsten Tag mit ihrem Skikurs, wobei wir uns noch etwas Zeit ließen, da die Schneeverhältnisse noch nicht ausreichten.

Elli besuchte dann am nächsten Tag zunächst die Kirche und den Nachmittag verbrachte sie zusammen mit Pamela mit Wellness und Sauna im Oversum Vital Resort. Zum Abendprogramm fanden wir uns dann wieder zusammen. Es startete mit einem gemeinsamen Abendessen in der Pizzeria Colosseum. Danach gingen wir gemeinsam in Stillers Ferienwohnung. Bisher hatten wir sie nur von außen gesehen, nun von innen. Was für ein Schock. Das wäre definitiv nichts für uns gewesen, aber wenn man mit einem Hund reist, muss man Abstriche machen.

Da der Schnee nicht nachgelassen hatte, stand dann der nächste Tag im Zeichen des Skifahrens. Wir hatten vor am Poppenberg in das Skigebiet einzusteigen. Hier waren Mathias, Yannik und Marvin mit ihrer Skischule unterwegs. Bevor es zum dortigen Parkplatz gehen sollte, steuerten wir noch kurz einen Skiverleih an und mieteten uns unsere Utensilien. Die Anfahrtsstraße zum Skigebiet war schon recht eng und an Gegenverkehr nicht zu denken. Trotz des Schneefalls war die Straße jedoch frei. An den Skiliften angekommen, dann der erste Grübler – kein Parkplatz. Trotz der frühen Anfahrt war nichts zu machen und manche parkten bereits sehr innovativ. Wir fuhren eine Terrasse höher und landeten auf dem Gelände der Landal Feriensiedlung. Die gestatten uns, unseren Pkw dort abzustellen. Noch schnell eine Liftkarte gekauft und los ging es.

Die ersten Abfahrten über den Poppenberg waren noch recht angenehm. Mit dem Zuwachs an Skifahrern steigerte sich auch der Abnutzungsgrad der Piste. Kurz vor unserer Mittagspause war an einigen Stellen bereits der Hang zu sehen und man musste nicht nur den Anfängern sondern auch den braunen Flecken ausweichen. Erschwerend kam hinzu, dass noch nicht wirklich viele Pistenmeter befahrbar waren. Das sollte sich am nächsten Tag jedoch ändern.

Die ganze Nacht hatte es geschneit und es hatte ausreichend Neuschnee gegeben, so dass wir beschlossen „Am Waltenberg“ ins Skigebiet einzusteigen. Hier war auf jeden Fall schon einmal das Parken kein Problem. Wir arbeiteten uns über mehrere Lifte zum Poppenberg. Eine vernünftige Sicht war nicht mehr gegeben, da der Schneefall sehr stark war, trotzdem nutzten wir die Zeit zum Fahren.

Als sich dann Erschöpfung einstellte machten wir uns auf den Rückweg. Da aber noch nicht alle Lifte fuhren mussten wir einige Höhenmeter zu Fuß bewältigen, um zum Auto zurück zu kommen.

Als das geschafft war, gab es erst einmal eine kurze Pause, bevor es zu einer nahen Verleihstation unseres Skiverleihers gehen sollte, um die geliehenen Artikel abzugeben. Nah ist jedoch ein dehnbarer Begriff. Laut Karte war es praktisch auf der anderen Straßenseite, tatsächlich aber von dort noch einmal etwa 750 Meter weiter. Ich fuhr das mit dem Auto, während Elli und Sönke beschlossen hatten, den Weg zu Fuß zurückzulegen.

Nachdem alles mit der Rückgabe erledigt war, ging es auf den verschneiten Straßen zurück zur Ferienwohnung. Dort packten wir erst einmal unsere Sachen, da wir am nächsten die Rückreise geplant hatten. Am Abend trafen wir uns dann wieder mit Familie Stiller, um Ellis Geburtstag mit einem gemeinsamen Abendessen in der Gaststätte Alm-Stub’n zu feiern.

Da war es sehr gemütlich und das Essen war auch gut und reichhaltig. Danach ging es noch auf einen Schlummertrunk in die Ferienwohnung.

Am nächsten Tag hatten sich die Straßenverhältnisse etwas verbessert.

Für einige Autofahrer war es trotzdem noch zu anspruchsvoll. So hatten wir unterwegs einen Pkw, der auf Grund der Schneeglätte von der Fahrbahn abgekommen war. In Brilon machten wir dann eine kurze Mittagspause. Hier ließ der Schnee dann merklich nach. Von dort aus ging es nach Wrexen, wo wir eigentlich auf die Autobahn auffahren wollten. Dies gestaltete sich jedoch schwierig, da die Auffahrt gesperrt war. Also fuhren wir einen kleinen Umweg bis zur nächsten Auffahrt und dann ging es über die Autobahn nach Hause.

Skiurlaub für Kurzentschlossene

Winterberg

Für die Zeugnisferien hatten wir uns in diesem Jahr vorgenommen einen kleinen Skiurlaub in Deutschland zu machen.
Bei der Planung stießen wir dann auf die Ortschaft Winterberg im Sauerland, da der Harz uns nicht schneesicher genug war.
Im Internet wurden wir bezüglich einer Unterkunft schnell fündig und buchten die Pension Braun. Sie lag uns zentral genug und schien auch nah am Skigebiet.

Am Samstag nach der Zeugnisausgabe ging es los.
Auf der Anfahrt hatten wir nur kleinere Probleme, als wir ins Sauerland selbst kamen und der Navi uns über kleinste Kreisstraßen zum Ziel führen wollte.
Kurz vor Winterberg kam dann auch noch der Schnee hinzu, der bisher gefehlt hatte.
In Winterberg selbst war die Pension schnell gefunden und entsprach unseren Erwartungen.
Unser Zimmer lag im Dachgeschoss, der Frühstücksraum im Keller, aber das war nicht sonderlich schlimm.
Lediglich mit den Parkplätzen stellten sich die Pensionsbetreiber etwas an. Jedem Auto wurde ein Parkplatz zugewiesen – auch wenn andere, sinnhaftere frei waren, durfte man nicht frei wählen.

Den frühen Abend nutzten wir dann auch noch sogleich, um Ski zu leihen.
Der Skiverleih machte uns darauf aufmerksam, dass wir am heutigen Freitag auch noch das Nachtfahrangebot nutzen könnten.
Wir mieteten uns die benötigten Sachen, auch für Sönke ein paar Ski, und fuhren zur Ferienwohnung zurück, um uns Skifertig zu machen. Zunächst machten wir einige Touren bei Tageslicht. Die Pisten waren aber sehr ausgefahren und es machte wenig Spaß. Also machten wir Pause an der Skischanze und warteten auf das Flutlicht.

Das Fahren war bei Fluchtlicht war dann schon sehr gut und brachte uns auf den Geschmack für mehr. Lediglich die Kälte machte uns zu schaffen, so dass wir nicht allzu lange auf der Piste blieben.
Nachdem wir am Abend noch den Ort erkundeten hatten, ging es dann ins Bett.

Am nächsten Morgen ging es dann richtig los. Nach einem guten Frühstück ging es mit dem Pkw zur Piste.
Wir parkten beim Skiverleih und stiegen mit der Sesselbahn Rauher Busch ins Skigebiet ein. Nach einigen kurzen Pisten zum Eingewöhnen fuhren wir dann das Skigebiet ab.

Wer den hochalpinen Bereich schätzt, wird hier erst mal ernüchtert. Die Pisten sind teilweise sehr flach und dadurch ausgesprochen langsam. Gut für Anfänger, aber ansonsten recht anspruchslos.
Die steileren Pisten sind sehr kurz und gegen Nachmittag wurden die Wartezeiten an den Liften immer länger, so dass wir am frühen Nachmittag den Rückweg antraten.
Am Samstagabend ging es dann wieder in den Ortskern von Winterberg. Wir fanden ein gemütliches und günstiges Lokal in einer Seitenstraße.

Am nächsten Tag ging es dann über Herrloh ins Skigebiet. Sönke Ski hatten wir bereits wieder abgegeben. Er wollte sein Snowboard, das er von Susi bekommen hatte, ausprobieren.
In Herrloh finden sich die meisten Skischulen wieder und wir buchten für ihn eine Stunde bei einem Skilehrer.

Nachdem er die ersten Schritte auf dem Snowboard gemacht hatte, verlängerten wir für ihn noch einmal, so dass das Training etwas intensiver war.
Nach dem Mittag fuhr er dann allein weiter, wobei ich mich in seiner Nähe aufhielt. Elli fuhr weiter das Skigebiet ab.
Am frühen Nachmittag, als sich das Skigebiet wieder über Gebühr füllte, stiegen Sönke und ich aus, während Elli noch einige Runden drehte.
Wir erwarteten sie an einer Hütte und machten uns dann auf den Rückweg.

Am letzten Tag wollten wir dann noch einmal fahren und in den Skiklamotten die Rückfahrt antreten.
Morgens ging es dann wieder zur Sesselbahn Rauher Busch, da wir hier ja auch unsere Ski hier zurückgeben mussten.
Zunächst fuhren wir einmal gemeinsam mit Sönke, der mit seinem Snowboard auf der Abfahrt bleiben wollte. Danach machten wir einen kurzen Trip ins Skigebiet.

Als ich zurückkam, hatte Sönke schon die nächsten Abfahrten angefangen.
Wir fuhren dann noch ein paar Mal zusammen hinab, während Elli weiter die langen Strecken fuhr.


Gegen Mittag hatten wir dann genug. Ich hatte reichlich Fotos und Videos von Sönke gemacht und wir gönnten uns ein gemeinsames Mittagessen in der Hütte.
Danach fuhr Elli noch etwas, während Sönke und ich die Sonne genossen.
Als auch Elli genug hatte, gaben wir die Ski zurück und konnten uns gleich beim Skiverleiher umziehen.
Danach noch ein kurzer Snack bei McDonalds und es ging zurück nach Harsum.