Mit dem Wohnmobil durch Norditalien

2015 Italien

04.04.2015 – 15.04.2015

Auch der diesjährige Urlaub zur Osterzeit sollte in Italien stattfinden. Mit der Hoffnung auf sonniges Wetter und angenehme Temperaturen ging es an einem  Samstag  bereits um 08.30 Uhr los. Unser erstes Etappenziel sollte Füssen werden. Die Fahrt dorthin verlief problemlos und nach etwa 10 Stunden trafen wir am Stellplatz in Füssen ein. Aus dem sonnigen Wetter war jedoch nichts geworden und auch die warmen Temperaturen waren in weiter Ferne, da es mittlerweile leicht schneite. Unsere Hoffnung, dass der Schneefall nachlassen würde, erfüllte sich jedoch nicht. Am Morgen war alles mit Schnee überzogen.

Wir machten uns Gedanken über unsere Anfahrt nach Italien, da wir den Fernpass in der weiteren Streckenführung ausgewählt hatten. Ein Blick auf die Webcams für den Fernpass ergab, dass auch dort eine geschlossene Schneedecke vorherrschte und der Verkehr sich über den Pass mühte. Wir jedoch wollten kein Risiko eingehen und wählten für uns eine Streckenführung über Bregenz und die A 14, um nach Innsbruck und zur Brennerautobahn zu gelangen. Auf dieser Strecke wechselten sich Schneefall und Sonnenschein ab. Noch kurz vor Innsbruck ging der Schnee in dicken Flocken runter, so dass sogar die Sicht eingeschränkt war. In Innsbruck-Kranebitten (Flughafen) fuhren wir dann kurz von der A 12 ab, um an einer Jet-Tankstelle günstig zu tanken und bei McDonald’s einen kleinen Snack zu uns zu nehmen.  Bei dem Halt, stellten wir dann fest, dass sich ein Singvogel in unserem Kühlergrill suizidiert hatte. Davon hatten wir während der Fahrt gar nichts mitbekommen. Einen Schaden am Fahrzeug hatte er nicht verursacht, so dass er der einzig Leidtragende des Vorfalls war.

Nach dem Mittagssnack ging es dann auf die Brennerautobahn. Die Fahrt verlief problemlos. Nachdem wir den Brenner überquert und Italien erreicht hatten, besserte sich auch das Wetter. Der Schnee verschwand und das erhoffte sonnige Wetter hielt Einzug. Allerdings war es immer noch recht kühl. Elli machte sich nun auf die Suche nach einem Stellplatz und wählte den Gardasee als erstes Ziel aus. Hier fand sie den Stellplatz Amici in Fossalta nahe Lazise. Die Anfahrt zum Stellplatz führte uns durch Lazise, das komplett mit Touristen überlaufen war. An jeder erdenklichen Stelle wurde geparkt, Fußgänger liefen auf der Straße, dazwischen die Radfahren, so dass sich auch der Pkw-Verkehr nur zähflüssig durch den Ort bewegte. Gegen 17.00 Uhr kamen wir dann am Stellplatz an. Dieser liegt direkt neben dem Gardaland und ist entsprechend gut besucht. Wir machten uns auf die Suche nach einem geeigneten Stellplatz und entschieden uns letztlich für den Parkplatz. Nachdem wir uns eingerichtet hatten, machten wir es uns am Wohnmobil gemütlich und genossen die letzten Sonnenstrahlen.

Am nächsten Morgen ging es dann für uns weiter. Der Bereich um den Gardasee war uns einfach zu überlaufen, da die Italiener noch Osterferien hatten, wie wir erfuhren. Wir hatten uns auf Venedig als nächstes Ziel verständigt und machten uns um kurz vor 10.00 Uhr auf den Weg dorthin. Da Venedig über die Autobahn gut zu erreichen ist und Staus nur im Gegenverkehr waren, kamen wir um die Mittagszeit in Fusina an. Auf der Anfahrt um Campingplatz Fusina mussten wir durch das vorgelagerte Industriegebiet. Hier wurde gerade die Straßenführung verändert und in der Baustelle verlor der Navi kurz die Orientierung. Am Campingplatz angekommen war es dann kein Problem einen vernünftigen Stellplatz zu finden. Wir entscheiden uns für einen Stellplatz am Hafenbecken mit Blick auf Venedig. Dieser hatte den Vorteil, dass wir Strom am Platz hatten. Sicherlich hätten wir auch noch einen Stellplatz in der ersten Reihe zur Lagunenstadt haben können, hätten hier aber fast 50 Meter Stromkabel verlegen müssen.

Um 14.00 Uhr machen wir uns auf zum Sightseeing. Wir wollen mit dem Vaporetto nach Venedig fahren und kaufen am nahen Terminal Fahrkarten. Hierbei bekommt Elli ohne größere Probleme eine 50% Ermäßigung auf Grund ihres Behindertenausweises.

Mit der Fähre geht es dann zum Anleger am Campo di Sant Agnese. Von dort aus machten wir uns auf unsere Tour durch Venedig. Zunächst ging es Punta della Dogana, von wo aus man einen wunderbaren Blick über die Lagune in Richtung Palazzo Ducale hat.

An der Basilika Santa Maria della Salute vorbei ging es durch die Gassen zur Ponte dell‘ Accademia, wo wir den Canale Grande überquerten und zum Campo Santo Stefano kamen. Hier machten wir erst einmal eine kurze Pause, suchten uns einen Platz in der Sonne und gönnten uns einen Cappuccino.

Danach ging es über die mit Touristen verstopften Gassen weiter in Richtung Piazza San Marco.

Hiernach hielten wir uns nördlich und folgten den Schildern in Richtung Rialtobrücke. Selbst mit den Schildern verlor man schnell die Orientierung in den überfüllten Gassen.

Nach dem Fotostopp an der Rialtobrücke ging es über die Calle del Lovo und die Calle Della Mandola in Richtung Campo Sant Angelo.

Hier hofften wir etwas zu Essen zu finden, da wir mittlerweile Hunger verspürten. Auf der Calle Della Mandola beobachtete ich noch eine Dame beim Klauen. Sie ließ sich trotz meiner Unmutsbekundungen nicht davon abhalten einen Schlüsselanhänger einzustecken und tat danach auch noch ganz unschuldig. Nachdem wir am Campo Sant Angelo kein Restaurant gefunden hatten, dass uns ansprach, ging es zurück in die Calle Della Mandola. Hier hatten wir die Trattoria al Vaporetta gesehen, die unser ansprach. Als wir das Restaurant betraten, schaute man uns verwundert an, sagte aber nichts. Man zeigte uns einen Platz, an dem wir uns setzen konnten und ging danach zur Eingangstür, die man dann mit einem Stuhl zustellte. Auf Nachfrage erfuhren wir, dass man eigentlich schließen wollte. Da aber noch Gäste da waren, konnten auch wir noch unser Essen bestellen. Nudeln gab es leider nicht mehr, so dass wir uns eine Pizza gönnten.

Als wir das Essen beendet hatten, ging es gemütlich zum Bootsanleger zurück. Hier mussten wir noch etwas auf unser Vaporetto warten und konnten dabei die anderen Touristen beobachten. Als das Vaparetto dann kam, setzten sich die Massen in Bewegung und drängten in Richtung Fähre, so dass diese auf der Rückfahrt gut gefüllt war. Nach 20 Minuten auf der Fähre kamen wir wieder in Fusina an. An unserem Stellplatz zurück, stellten wir fest, dass wir Nachbarn erhalten hatten, die uns zwar etwas die Aussicht verstellten, aber sonst nicht störend waren. Zunächst versuchen wir noch draußen sitzen zu bleiben. Da es aber mit dem Fehlen der Sonne immer kälter wird, ziehen wir uns schnell ins Wohnmobil zurück.

Am nächsten Morgen werden wir um 07.15 Uhr durch die Fähre Forza geweckt, die rückwärts ins Hafenbecken rangiert. Danach standen wir auch gleich auf und frühstückten, um unseren für unseren nächsten Ausflug nach Venedig zu stärken. Wieder geht es zum Kassenhäuschen für die Tickets und diesmal, welch Überraschung, soll es keine Ermäßigung geben. Erst nachdem wir unseren Preis vom Vortag erwähnen kommt ein Kommentar aus dem Hintergrund und wir erhalten die Ermäßigung. Um 10.00 Uhr geht es mit dem Vaporetto wieder zum Campo di Sant Angelo. Diesmal halten wir uns in östliche Richtung und gelangen schließlich zum Campo Santa Margherita, wo wir in einem kleinen Café einen Sonnenplatz finden und bei einem Cappuccino die weitere Tour absprechen.

Weiter geht es zur Kirche Santa Maria Gloriosa dei Frari, einem der größten und bedeutendsten gotischen Sakralbauten in Venedig. Elli macht sich an die Besichtigung, während ich es mir am Kanal gemütlich mache. Danach geht es weiter zum Campo San Polo. Hier waren wir bereits einem der vorangegangenen Besuchen eingekehrt und taten es auch diesmal. In einem Lokal in der Südwestecke des Campo fanden wir einen Platz und ich konnte meine Nudeln zum Mittag essen.

Von hier aus ging es dann noch einmal zur Rialtobrücke, der wir uns diesmal von der anderen Seite näherten. Eigentlich wollten wir dann im weiteren Verlauf den Gassen und Kanälen zur Arsenale di Venezia folgen. Das klappte nicht. Trotz Stadtplan, Navi und Ausschilderung verfehlten wir die geplante Strecke und kamen an der Uferpromenade heraus. Als wir uns hier orientiert hatten ging es weiter Arsenale di Venezia. Da eine Besichtigung hier nicht geplant war, machten wir es uns in einer Bar direkt neben dem imposanten Bauwerk gemütlich, tranken Cappuccino und Aperol und beobachteten wieder einmal die Touristen, die hier von Marineangehörigen für die Führungen in Empfang genommen worden.

Nach dieser Pause ging es dann an der Uferpromenade zurück zur Piazza San Marco. Natürlich nicht ohne einen kurzen Fotostopp an der Seufzerbrücke. Danach legten wir etwas an Tempo zu, um unsere Fähre zu erreichen, da wir ansonsten wieder eine etwas längere Wartezeit auf die nächste Fähre hatten. Um 15.30 Uhr ging es zurück in Richtung Fusina. Diesmal hatten wir einen richtigen Sprinter als Kapitän. Im Höchsttempo ging es zurück. Bereits nach 15 Minuten stiegen wir schon wieder aus. Danach relaxten wir am Wohnmobil, unterbrochen durch eine kurze Getränkevisite in der campingplatzeigenen Bar. Hier wollte aber keine Gemütlichkeit aufkommen, da die Betreiber verschiedenste Versuche mit der Musikanlage durchführten und uns immer wieder lautstark mit Partymusik beschallten.

Für den folgenden Tag hatten wir unsere Abfahrt eingeplant und nach der Ver- und Entsorgung starteten wir auch. Das erste Problem, das auf uns zukam, war es eine Tankstelle zu finden. Auf der Anfahrt zum Campingplatz hatten wir verschiedene wahrgenommen, die in ihren Preisen aber äußerst unterschiedlich waren. Eigentlich wollte ich wieder durch die Baustelle fahren, musste aber feststellen, dass die Zufahrt von unserer Seite aus gesperrt war. Also folgten wir den Anweisungen des Navi. Dies allerdings nur bis zu einem gewissen Punkt. Als er uns in eine Anliegerstraße führen wollte, orientierten wir uns lieber selbst in Richtung SS 309. An der Auffahrt angekommen fuhren wir erst einmal wieder zurück und nutzten den Kreisverkehr zum Wenden. Auf diese Art und Weise gelangten wir zu der von mir ausgesuchten Tankstelle. Hier dann die nächste Überraschung. Eine Kreditkarte wird nicht akzeptiert und Barzahlung ist gar nicht möglich, so dass wir wieder über den Automaten tanken müssen. Nachdem wir eine erklägliche Anzahl an Scheinen eingeführt hatten, scheint der Tank voll und es kann weitergehen.

Über die SS 309 geht es in Richtung Süden. Unterwegs beschließen wir noch einzukaufen. Als wir in Ariano einen Lidl-Markt an der Straße sehen, fahren wir ab. Der Lidl-Markt liegt auf der „Grünen Wiese“. Weit und breit kein anderes Gebäude. Dennoch ist die Parkplatzzufahrt auf eine Höhe von 2,50 Meter begrenzt. Ich parke das Wohnmobil in der Nähe der Parkplatzzufahrt und Elli geht kurz einkaufen. Danach geht es auch gleich weiter, um keine Zeit zu verlieren. Am Lido di Spina werden wir in unserem Vorwärtsdrang kurz gestoppt. Ein Stau. Der Grund ist zunächst nicht ersichtlich. Beim Passieren der Engstelle stellen wir fest, dass sie Arbeiten im Seitenraum durchführen und dafür die Straße halbseitig gesperrt haben.

Gegen Mittag kommen wir dann im Großraum Ravenna an. Hier machen wir eine kurze Pause, um zu besprechen, wie es weitergehen soll. Da Elli keinen schönen Platz in Rimini fand, machten wir uns auf die Suche nach Alternativen und stießen auf den Campingplatz Centro Vacanze in San Marino. Nach einem kurzen Anruf, ob noch Platz für uns sei, starteten wir durch und waren um 14.00 Uhr am Campingplatz.

Wir richteten uns am Stellplatz ein und machten uns dann auf den Weg in die Altstadt. Direkt am Campingplatz fuhr der Bus ab, der uns direkt an den Zugang zur Altstadt bringen sollte.

Es war jedoch erst einmal warten angesagt, da der Abfahrtplan augenscheinlich eher eine Orientierung denn eine feste Bindung war. Wir dachten schon, dass der Bus nicht mehr fahren würde, als er um die Ecke kam. Die Fahrt zur Altstadt war abenteuerlich. Sehr rasant ging es durch die teilweise engen Straßen den Berg hinauf. Wie angekündigt kamen wir direkt am Zugangstor zur Altstadt an. Von hier aus ging es durch die sehenswerten Gassen der Zitadelle zu verschiedenen Aussichtspunkten. Von diesen aus hatte man eine wunderbare Aussicht, die bis nach Rimini und die die Adria reichte.

Ziel war es bei unserer Besichtigung, die drei Wehrtürme Guaita, Cesta und Montale abzugehen. Nach zwei Wehranlagen gingen wir allerdings wieder in die kleinen Gassen zurück, um uns lieber dort weiter umzuschauen.

Dies geschah auf nicht grundlos. In San Marino kann zollfrei eingekauft werden. Da ein entsprechendes Angebot an Einzelhändlern für Parfüm, Handtaschen und Sonnenbrillen vorhanden war, wollte Elli sich noch ein paar Angebote anschauen. Fündig wurde sie jedoch nicht.

Um 18.05 Uhr sollte der Bus zurück in Richtung Campingplatz gehen. Da wir noch etwas Zeit hatten, setzten wir uns noch in ein Café und machten eine kurze Pause. Danach ging es auf die Suche nach der richtigen Bushaltestelle. Als diese gefunden war, mussten wir nur noch auf den Bus warten, der diesmal allerdings pünktlich erschien.

Kurze Zeit später waren wir schon wieder am Campingplatz. Nach einer erfrischenden Dusche ging es zum Restaurant auf dem Platz, wo wir zu Abend essen wollten. Zunächst waren wir etwas skeptisch, da wir die einzigen Gäste waren. Dies legte sich aber schnell, da wir sehr freundlich bedient wurden und das Restaurant sich dann auch noch weiter füllte.

Wie bestellten uns Pizza. Die war gut und günstig. Und sogar einen Nachtisch ließen wir uns noch schmecken.

Am nächsten Morgen holte ich pünktlich um 08.00 Uhr die vorbestellten Brötchen im Shop ab. Um 09.45 Uhr ging es dann weiter in Richtung Toscana. Wir fuhren auf der Autobahn bis Forli und folgten dann der SS 67 in Richtung. Diese Passstraße, eigentlich sehr gut zu befahren, war anfangs von Fahrradfahrern bevölkert. Dies machte die erste Etappe etwas schwierig, da die Fahrradfahrer in den Serpentinen nicht einfach zu überholen waren. Ansonsten war die Stecke auch landschaftlich sehr sehenswert.

Gegen 13.00 Uhr kamen wir am Campingplatz International (Camping Village Internazionale Firenze) in Florenz an. Nach dem sehr freundlichen Einchecken ging es auf Stellplatzsuche. Relativ schnell wurden wir fündig und nutzten den ersten Platz einer Zufahrt zu einer Terrasse. Dies verhinderte jedenfalls, dass man uns zu nah auf die Pelle rückt.

Gegen 14.00 Uhr fahren wir dann wieder einmal mit dem Bus. Diesmal ins Zentrum von Florenz. War der Bus in San Marino noch nicht ausgelastet, so wandelte sich hier das Bild. Als der Bus ankam, war er bereits gut gefüllt und mit jeder Haltestelle stiegen mehr Personen zu. Endstation für uns war die Haltestelle an der Piazza della Stazione. Von hier aus wollten wir unsere Besichtigungstour starten. An der Basilica di Santa Maria Novella orientierten wir uns kurz und machten uns dann auf dem Weg in Richtung Duomo.

Am Dom angekommen, nahmen wir erst einmal das Flair der Piazza in uns auf. Danach ging es die obligatorischen Fotos, bevor wir uns überlegten, den Dom zu besichtigen.

Erst schreckte uns die Schlange der Wartenden ab. Elli orientierte sich dann erst einmal und stellte fest, dass es wohl gar nicht so lange dauerte, bis man in den Dom gelangte. Also stellten wir uns an nd kamen tatsächlich nach etwa zehn Minuten herein.

Nachdem wir den imposanten Kirchenbau besichtigt hatten, ging es durch die Fußgängerzone zur Piazza della Signoria. Dort angekommen betrachteten wir den Fontana del Nettuno und die Nachbildung des David.

Es folgte ein Abstecher in den Palazzo Vecchio, wobei wir von einer kompletten Besichtigung Abstand nahmen und nur die Innenhöfe genossen.

Weiter ging es zur Ponte Vecchio, die allerdings mit Touristen überfüllt war. Auf unserem Weg zurück zur Piazza della Stazione bummelten wir noch durch die verschiedenen Bereiche der Einkaufsstraßen und Elli konnte es nicht unterlassen nach einer Handtasche Ausschau zu halten. Fündig wurde sie allerdings wieder nicht.

An der Piazza della Stazione mussten wir erneut die Bushaltestelle unserer Buslinie suchen. Glücklicherweise fuhr gerade ein Bus unserer Linie ein, sodass wir nicht lange suchen und warten mussten. Das nächste Problem war es dann, die richtige Haltestelle zum Aussteigen zu finden. Leider gab es keinen Haltestellenplan im Bus und die Ansagen waren auch nicht verständlich. Erschwerend kam hinzu, dass auf Grund von Bauarbeiten die Streckenführung ständigen Änderungen unterlag. Wir nutzten dann ein App auf dem Telefon, um uns zu orientieren und drückten auf den Haltbutton, als wir meinten uns bestmöglichst genähert zu haben. Tatsächlich lagen wir auch nicht weit von unserem Einstieg entfernt, sodass wir kurze Zeit später schon wieder am Campingplatz waren.

Am nächsten Morgen ging früh weiter. Bereits um kurz nach 09.00 Uhr machten wir uns auf den Weg nach Volterra, wo wir gegen 10.00 Uhr ankamen. Hier steuerten wir zunächst den Wohnmobilstellplatz an der Viale dei Filosofi an. Bei der Ankunft mussten wir feststellen, dass ein Teil des Parkplatzes gesperrt war und nur noch auf dem kostenpflichtigen Teil Platz war. Lange haben wir mit uns gerungen, ob wir nun ein überteuertes Parkticket ziehen oder nicht. Für Wohnmobile war nur ein 24-Stunden-Ticket möglich. Wir wollten war aber nur einen kurzen Stadtbummel machen. Nach einer Beratung mit anderen Wohnmobilisten entschlossen wir uns, das Risiko einzugehen und kein Ticket zu ziehen.

Im Anschluss machten wir uns auf den Weg in die Stadt. Gestartet wurde mit dem Treppenaufstieg, um die alte Festungsstadt zu erreichen.

Schnell stellten wir fest, dass unsere Erinnerung an Volterra etwas verblasst war. Wir frischten sie mit unserem Stadtbummel auf und genossen das sonnige Wetter mit den kühlen Temperaturen.

Zurück am Wohnmobil stellten wir fest, dass wir Glück hatten und kein Verwarngeld für das Parken erhalten hatten. Wir folgten dann den Ansagen des Navi, um wieder auf die Strecke in Richtung Meer zu gelangen. Die vorgeschlagene Strecke durch Volterra war anspruchsvoll, da der Navi anscheinend die schmalsten Gassen als ideale Fahrtroute ausgewählt hatte. Weiter geht es über die SR 68. Kurz vor San Martino legen wir noch eine kurze Rast in einer Osteria an der Landstraße ein.

Danach ging es zum Campingplatz Tripesce in der Nähe von Vada. Auf Grund unserer bisherigen Erfahrungen mit Campingplätzen am Meer setzten wir unsere ganze Hoffnung in diesen Platz, da er auch bei unserem Trip im Jahr 2006 sehr früh geöffnet hatte. Gegen 13.00 Uhr trafen wir ein und konnten uns gleich einen Stellplatz suchen. Da wir den Platz bereits kannten und wir am Meer stehen wollten, war unsere Suche sehr zielgerechtet. Sie war dann auch von Erfolg gekrönt und wir entscheiden uns für den Stellplatz 50B. In Randlage, aber mit unverbaubarem Blick aufs Meer.

Am frühen Abend machen wir uns dann mit dem Fahrrad auf den Weg nach Vada, um uns ein Restaurant für das Abendessen zu suchen. Zunächst versuchen wir es auf der zentralen Piazza. Hier finden wir ein nettes Restaurant mit Außenbestuhlung. Ein Tisch ist mit einer größeren Gruppe be4setzt, die am Essen ist. Als wir uns gesetzt hatten, kam jemand von diesem Tisch auf uns zu und teilte uns mit, dass das Restaurant noch nicht geöffnet hätte und bisher nur das Personal am Essen sei. Entweder wir kämen später wieder oder wir gehen zu der Snackbar am anderen Ende der Piazza. Diese sieht allerdings nicht so vielversprechend aus, sodass wir uns weiter auf die Suche machen.

Wir stießen dann auf die Osteria del Faro in der Via di Marina kurz vor dem Hafen. Optisch ein Hingucker, sodass wir Platz nahmen. Alles was dann folgte war grenzwertig. Schlechter Service und Gerichte so lala. Und am Besten die Begründung für das Coperto und dass man sich bei dem Gespräch darüber auch noch beleidigen lassen muss. Naja, Trinkgeld ist ja nicht verpflichtend. Damit kann man einiges kompensieren.

Der nächste Tag hätte sehr idyllisch angefangen, wenn ich nicht um 00:30 Uhr hinaus gemusst hätte, um die Gasflasche zu wechseln. Der Sonnenaufgang um 06:15, den ich vom Bett aus beobachten konnte, war jedenfalls sehr schön. Um 08.15 Uhr sind wir dann aufgestanden. Leider viel zu früh, der Bäcker hatte noch nicht geöffnet. Gegen 09.00 Uhr dann unser erstes Frühstück vor dem Wohnmobil. Es versprach ein warmer Tag zu werden und wir beschlossen mit dem Fahrrad ins nahe Cecina zu fahren. Dort verbrachten wir den Vormittag mit Cappuccino trinken und Kirchen besichtigen.

Gegen 14.00 Uhr sind wir dann zurück am Platz, wo wir uns bis zum Abendessen die Zeit vertreiben. Nach dem Abendessen gibt es einige Partien Kniffel. Elli verzockt sich, streicht früh den Kniffel und würfelt danach noch zwei, die aber leider nicht entsprechend zählten. Abends sitzen wir dann noch etwas draußen und betrachten den Sternenhimmel und die Sternschnuppen, die zu sehen sind.

Am nächsten Tag geht es sehr früh in Richtung Cinque Terre, wo Elli unbedingt etwas wandern wollte. Dazu hatte sie den Campingplatz Acqua Dolce in Levanto herausgesucht. Die Anfahrt nach Levanto und insbesondere durch die Stadt zum Campingplatz war abenteuerlich und durch Serpentinen und enge Straßen geprägt. Während Elli uns anmeldete, schaute ich schon einmal nach einem Stellplatz und wurde schnell fündig. Der Stellplatz war eben und lag in der Nähe der Zufahrt und des Waschhauses. Ich kam auch gleich mit unseren Platznachbarn ins Gespräch, die mich mit Einweisen unterstützen. Sie gaben uns dann auch erste Tipps für das Wandern in der Region.

Der Wanderweg Nummer 1 in Richtung Monterosso Al Mare startete in unmittelbarer Nähe zum Campingplatz. Der Einstieg war geprägt durch einen Aufstieg über Treppen, Straßen und Wege.

Als wir dann das Höhenniveau des Wanderweges erreicht hatten, ging es auf einem Singletrail an der Küstenlinie entlang. Kurz vor Monterosso folgten wir dann noch dem Wanderweg in Richtung Punta Mesco. Von hier hat man einen wunderschönen Blick auf die Küstenlinie von Cinque Terre.

Nach einer kurzen Rast ging es dann in Richtung Monterosso weiter. Von hier an ging es nur noch bergab. Und dies über Treppen, deren Stufen nicht unterschiedlicher sein konnten. Am Faszinierendsten waren die Gruppen, die uns entgegen kamen.  Mit dem Höhepunkt kurz vor dem Ort. Hier trafen wir auf eine Gruppe Asiatinnen in Straßenschuhen, die unbedingt zum Aussichtspunkt wollten. So gekleidet, hatten sie wohl mit einem Fahrstuhl gerechnet. In dem Gespräch mit uns, schlug die Eine ihrer Begleiterin auch noch das Handy aus der Hand, das unsanft auf dem Boden landete.

Gegen 14.00 Uhr trafen wir dann am Strand von Monterosso ein. Das erste Lokal war unser, da wir starken Durst und auch Hunger hatten. Zu unserer Überraschung war das Lokal auch noch sehr günstig und Ellis Salat sehr gut. Nach dem Essen und einer erholsamen Pause machten wir uns über die Strandpromenade auf den Weg zum Bahnhof. Mit dem Zug ging es dann nach Levanto zurück. Hier angekommen, bummelten wir noch etwas durch die Innenstadt und schauten schon einmal nach einem Lokal für das Abendessen. Da uns aber nichts wirklich überzeugte, suchten wir am frühen Abend das Lokal auf dem Platz auf und wurden nicht enttäuscht. Hier war das Essen gut und günstig. Jederzeit zu empfehlen.

Abends dann wieder Kniffel. Ein neuer Versuch für Elli zu gewinnen. Diesmal wird es noch klarer, da ich in drei Spielen mit 7 Kniffeln aufwarten kann. Jedesmal einer mehr als Elli.

Am nächsten Morgen musste ich Brötchen aus dem Ort holen, da der Campingplatz keinen Brötchenservice hatte. Um 09.00 Uhr machen wir uns dann auf den Weg in Richtung Gardasee. Hier wollen wir noch etwas relaxen, bevor es zurückgeht. Zunächst müssen wir aber eine Tankstelle mit einem adäquaten Dieselpreis finden. Zudem wollen wir nach Möglichkeit gleich eine Gasflasche tauschen, da eine unserer ja noch immer leer ist. Dieses Bedürfnis wollten wir in Pontremoli erfüllen. Nachdem wir von der Autobahn abgefahren waren, ging es erst einmal auf eine Umleitung. Danach dauerte es kurz, bis wir uns wieder orientiert und eine Tankstelle gefunden hatten. Die Eni-Tankstelle war sogar recht günstig und es bestand die Hoffnung, dass in dem nebenan liegendem Baustoffhandel und unser Bedürfnis nach Gas erfüllt werden konnte. Dies  traf jedoch nicht ein. Man konnte uns lediglich kleine Kartuschen anbieten. Als alles erledigt war, ging es zurück auf die Autobahn.

Gegen 13.30 Uhr kam in Peschiera del Garda an. Als erstes fuhren wir den Wohnmobilstellplatz an. Uns überzeugte der Platz jedoch nicht, sodass wir gleich wieder runter fuhren. Es ging von hier aus zum Campingplatz Cappuccini in der Via Giacomo Puccini. Dieser versprach Zentrums- und Strandnähe. Das Einchecken war sehr freundlich und Elli machte sich auf die Suche nach einem Stellplatz. Kurze Zeit später war sie zurück und hatten einen Stellplatz mit Seeblick (Nr. 7) für uns gefunden.

Wir verbringen den Nachmittag in der Sonne, bevor es in den frühen Abendstunden in die Stadt geht. Nach einem kurzen Bummel machen wir uns auf die Suche nach einem Restaurant.

Wir landen schließlich im Ristorante Pizzeria Il Forte Dei Cappuccini, in der Nähe unseres Campingplatzes. Hier haben wir von der Außenterrasse aus einen wunderschönen Blick über den See,. Das Essen ist zwar etwas teurer, da das Ambiente auch etwas gehoner scheint, ist aber noch im erträglichen Rahmen.

Am nächsten Tag machen wir uns am Vormittag auf den Weg in Richtung Lazise. Auf der Hinfahrt hatte der Ort unser Interesse geweckt und anschauen wollten wir uns wenigstens einmal. Für die Anfahrt wählten wir die Fährräder. Am Seeufer entlang ging es bis direkt an den Ortskern von Lazise. Wir stellten unsere Fahrräder an einem Parkplatz ab und machten uns an den Bummel durch den Ort.

Zunächst wollten wir uns einen Cappuccino gönnen und wählten ein kleines Café an der Piazza Vittorio Emanuele. Elli merkte dann, dass sie vergessen hatte, ihr Fahrrad abzuschließen und machte sich noch einmal auf den Weg dahin. Als das erledigt und wir unsere Getränke zu uns genommen hatten, ging es auf den Bummel durch die Gassen. Elli nutzte dann auch noch gleich einige Geschäfte, um einzukaufen und natürlich, um nach Handtaschen Ausschau zu halten. Das Ganze schlossen wir dann mit einem Getränk an der Lido Cappuccini, direkt unterhalb unseres Campingplatzes ab, nachdem wir mit dem Fahrrad den Rückweg absolviert hatten.

Am Abend suchten wir dann ein Restaurant im Ortskern von Peschiera. In der Via Cavallottin wurden wir fündig. In dem Lokal L’Osteria konnten wir noch einen Sitzplatz im Außenbereich ergattern. Der Service war erstklassig und das Essen sehr gut. Nach dem Essen ging es in aller Ruhe zum Campingplatz zurück. Allerdings nicht ohne sich noch ein Eis zu gönnen.

Für den folgenden Tag war die Rückfahrt geplant. Konkrete Etappenpläne gab es noch nicht und wir wollten es von der Verkehrslage abhängig machen. Die war ausgesprochen entspannt. Bereits um 13.00 Uhr waren wir Innsbruck und tankten erst einmal auf. Auf dem weiteren Weg machte Elli sich dann Gedanken, wo es hingehen sollte. Ein kurzer Anruf bei ihrer Bekannten verlief nicht erfolgversprechend, da diese keine Zeit für uns hatte. Trotzdem sollte unser Ziel im Bereich von Würzburg liegen. Schnell kamen wir auf Kitzingen am Main. Dort trafen wir gegen 18.00 Uhr ein und steuerten den Stellplatz an. Dieser war zu unserem Leidwesen voll, sodass wir den nahen Campingplatz Schiefer Turm anfuhren. Hier konnten wir für knapp 20 Euro eine Nacht stehen.

Nach einer erfrischenden Dusche geht ins die Innenstadt. Wir machen uns auf die Suche nach einem Lokal und kommen schließlich auf das griechische Restaurant Delphi im Schwalbenhof. Dort angekommen, haben wir zunächst etwas Schwierigkeiten das Lokal zu identifizieren, sind dann aber vom Essen und dem Service angenehm überrascht. Nach dem reichhaltigen Essen geht es dann zurück zum Campingplatz.

Früh am nächsten Tag geht es dann weiter in Richtung Heimat. Da wir sehr gut durchkommen, fahren wir in Staufenberg von der BAB 7 ab und steuern Hannoversch Münden an. Hier machen wir einen kurzen Bummel und gönnen uns ein Eis.

Gegen 15.00 Uhr sind wir dann zurück in Harsum uns stoßen dort auf die Hinweise, die sich unser Sohn gemacht hat, um fehlerfrei über die elternfreie Zeit zu kommen.

Insgesamt haben wir auf der Frühjahrstour knapp 3300 Kilometer zurückgelegt.

Die erste Tour in die Toskana

Toskana 2006

Für dieses Frühjahr war die erste Wohnmobiltour in den Süden geplant.
Schnell war die Toskana als Ziel auserkoren.
In den Osterferien sollte es losgehen.
Und so war es dann auch. Mit dem ersten Ferientag startete die Fahrt in Richtung Süden über die BAB 7.
Die Tour machten wir noch mit dem alten Mobil, so dass wir für die Anfahrt etwas mehr Zeit eingerechnet hatten.
Die erste Etappe war bis zum Bodensee geplant. Hier wollten wir wieder den Campingplatz Gitzenweiler Hof nutzen, den wir von unserer Herbsttour aus in guter Erinnerung hatten.

Wir stellten uns wieder auf den Platz vor dem Campingplatz, konnten aber alle Angebote des Platzes nutzen.

Am nächsten Morgen ging es nach einer guten Dusche und einem reichhaltigem Frühstück weiter.
Da wir die Maut in Österreich sparen wollten, die eventuell auf uns zugekommen wäre, nutzten wir die Strecke am Ufer des Bodensees entlang.
Als wir die Schweiz erreichten wechselten wir auf die Autobahn. Eine Schweizer Vignette hatten wir bereits an der Scheibe kleben, so dass es zügig weitergehen konnte.
Das Fahren in der Schweiz war wunderbar entspannend. Wenig Verkehr und keine Drängler. Auch Lkw waren kaum unterwegs.
Über die A 13 ging es an Liechtenstein vorbei zum San Bernadino.

Nach dem Tunnel ging es dann an Lugano und Como vorbei in die norditalienische Tiefebene.
An diesem Tag wollten wir unbedingt bis zum Meer kommen, so dass wir Mailand links liegen ließen und über die Autobahn weiter fuhren. Wir wählten dann die Strecke über Piacenza und Parma, um an die Küste zu gelangen.

Unser erstes Ziel war Pisa. Wir wählten den Campingplatz Torre Pendente, der sehr zentral in Pisa liegt.

Am frühen Abend folgte dann noch ein kleiner Abstecher ins Zentrum von Pisa, um den Weg für den nächsten Tag zu kennen. Der erste Blick auf den Schiefen Turm von Pisa war schon vielsprechend.
An einer kleinen Piazza fanden wir dann ein rustikales Restaurant, die Trattoria da Manfredo, wo wir eine original italienische Pizza zu uns nahmen, die uns auch wirklich gut schmeckte.

Auf dem Rückweg kauften wir noch etwas ein und verbrachten dann den Rest des Abends auf dem Campingplatz.

Der nächste Tag stand dann ganz im Zeichen von Sightseeing in Pisa.
Zunächst kämpften wir uns durch die fliegenden Händler und Verkaufsbuden zum Campanile, dem Schiefen Turm von Pisa, durch.

Die Anhäufung der Sehenswürdigkeiten auf der kleinen Fläche war schon imposant. Nicht grundlos wurden die Gebäude zum Dom gehörend Camposanto Monumentale, zu Deutsch: imposanter Friedhof, genannt.
Danach ging’s auf einer empfohlenen Route durch die Innenstadt weiter.  Über die Piazza dei Cavalieri ging es zum Arno und von dort wieder durch die Gassen der Innenstadt zurück.

Unterwegs gönnten wir uns dann noch einen kleinen Snack bevor wir am Campingplatz eintrafen und den Nachmittag mit Relaxen verbrachten.

Am nächsten Tag ging es auf direktem Weg über die Autobahn in Richtung Florenz.
In Florenz fanden wir den Campingplatz Michelangelo dank dem Navi sehr gut. Nur die Einfahrt in den Platz, die etwas verborgen liegt, ließ sich schwer finden.
Nach dem Einchecken war schnell ein Stellplatz gefundene, der auch noch eine gute Aussicht auf Florenz bot.

Danach ging es erst einmal zu Fuß zur Piazzale Michelangelo, die nicht unweit vom Campingplatz liegt und eine imposante Aussicht bietet.

Da es noch vor dem Mittag war, legten wir gleich mit unserem Stadtrundgang los.
Von hier aus ging es zunächst einmal den Berg hinab zum Ponte Vecchio. Über diese Brücke ging es dann in die Florentiner Innenstadt.
Hier standen zunächst einmal die üblichen Sehenswürdigkeiten auf dem Programm, wie z.B. der Dom, der Neptun-Brunnen und der David von Michelangelo.

Neben dem Dom besichtigten wir noch das Baptisterium San Giovanni mit der Paradiespforte.

Leider war dieses Bauwerk nur von außen zu besichtigten.
Dazwischen bummelten wir immer mal wieder durch die Fußgängerzone und durch kleine Gassen der Altstadt von Florenz, bevor es dann wieder in Richtung Campingplatz zurück ging.
Während des Aufstiegs zum Campingplatz – wir hatten gerade die Stadtmauer passiert – fing es an leicht zu regnen. Wir hatten gerade ein Lokal gefunden und uns entschlossen dort einzukehren. Als wir uns auf die Außenterrasse setzten, fing es an zu hageln, sodass es uns nach drinnen trieb.

Hier warteten wir den Hagelschauer ab und gingen dann weiter bergauf in Richtung Campingplatz.
An der Piazzale Michelangelo angekommen, schien bereits wieder die Sonne, sodass wir uns noch ein Eis gönnten, bevor es auf den Platz zurück ging.
Hier verbrachten wir den Abend am Wohnmobil.

Von Florenz aus ging es am nächsten Tag durch die Region Chianti.

Eher durch Zufall fanden wir auf der Anfahrt nach Volterra einige interessante Orte. So machten wir einen kurzen Stopp in Castellina in Chianti, einem rustikalem Ort, der am Monte Calvario ein Hügelgrab zur Besichtigung freigegeben hat.

Danach ging unser Weg über die Landstraße in Richtung Küste.
Die Fahrt über die Landstraße, ohne die liebliche Stimme des Navi, brachte es mit sich, dass nicht jede Fahrbahn optimal war.
So schafften wir es, als wir unbedingt eine für die Toskana typische Baumallee befahren wollte, uns in eine Sackgasse zu manövrieren. Nach dem Wendemanöver und der Rückfahrt über den unebenen Feldweg war es dessen nicht genug.

Danach ging es in Serpentinen weiter und natürlich auch auf sandigem Untergrund. Um dem Ganzen dann noch die Krone aufzusetzen war die Straße fast gesperrt, da der Sandbelag erneuert wurde und die Baufahrzeuge die Straße versperrten.
All dies tat aber unserem Entdeckerdrang keinen Abbruch.

Die Landstraße führte direkt an einem Ort vorbei, bei dem der alte Stadtkern von weitem gut zu erkennen war.
Nach einem kurzen Blick in den Reiseführer nahmen wir die Stadt als sehenswert zur Kenntnis und suchten uns einen Parkplatz.
Rund um den alten Ortskern waren diverse kostenpflichtige Parkplätze. Aber gerade diese Kostenpflichtigkeit schreckte uns ab, sodass wir letztendlich am Fahrbahnrand unterhalb des Ortes unser Wohnmobil abstellten.
Die enorme Schräglage des Mobils an dem Hang machte uns keine große Bedenken. Das Einige, was wir der Parksituation zollten, war das Einklappen des Außenspiegels, da wir befürchteten dieser würde auf der stark befahrenen Straße leiden.

So geparkt ging es in den Ort. Nach einem kurzen Aufstieg zum alten Stadttor folgte die Besichtigung der Stadt.
Wir gingen die alten Gassen ab und nahmen das Flair in uns auf.

Außerdem hatte man von den Stadtmauern einen herrlichen Blick über das Land.

Nach diesen herrlichen Augenblicken gönnten wir uns bei strahlendem Sonneschein noch ein Mittagessen in einer Pizzeria auf einer kleinen Piazza, bevor es den Berg hinab wieder zum Wohnmobil ging.

Dieses fanden wir unversehrt vor und setzten unsere Fahrt über die Landstraße fort.
In Volterra folgten wir der Landstraße und kamen auf eine Engstelle zu. Wohlweislich hielt ich erstmal an, um den Gegenverkehr passieren zu lassen.
Ein italienisches Wohnmobil, welches uns entgegenkam, fuhr jedoch mit unverminderter Geschwindigkeit durch den Bereich. Die Folge war eine Berührung der beiden Außenspiegel. Unsere Spiegelfläche wurde dadurch zerstört und, wie wir später feststellten, das Gehäuse auch.
Typisch italienisch bremste unser Unfallgegner kurz an, um dann seine Fahrt unvermindert fortzusetzen. Wir blieben auf unserem Schaden sitzen.
Damit war Volterra für uns auch erstmal erledigt. Außer einem kurzen Halt unterhalb der Altstadt war für mich nicht mehr drin.

Von Volterra ging es dann über Cecina nach Vada.
Die Fahrt durch Cecina nutzten wir gleich, um einen Fiat-Händler ausfindig zu machen, der uns den Spiegel ersetzt.
Leider klappte das nicht.
In Vada angekommen suchten wir auf Empfehlung eines Kollegen den Campingplatz Tripesce auf. Dieser hatte gerade erst für die neue Saison geöffnet und war dem entsprechend noch nicht so stark gefüllt.
Wir belegten einen Stellplatz in der ersten Reihe direkt mit Strandzugang.

Am Campingplatz verweilten wir einige Tage. Zum Einen um endlich mal richtig auszuspannen und das gute Wetter zu genießen, aber auch damit Sönke mal etwas Zeit für sich hat.
Die nutzte er auch gleich aus und lernte mehrere Kinder auf dem Campingplatz kennen, mit denen er die Zeit auf dem Platz und am Strand verbrachte.
Ansonsten war es eine ruhige Zeit auf dem Platz. Mit einer Ausnahme. Irgendwie war uns der Schlüssel für das Fahrradschloss, mit dem wir die Fahrräder am Träger gesichert hatten, abhanden gekommen. Dies führte dazu, dass ich alles aufwenden musste, um das Schloss zu knacken. Nachdem die Fahrräder befreit waren, machten wir einen kleinen Ausflug mit dem Fahrrad nach Vada, um uns den Ort anzuschauen und ein Eis zu essen.

Am dritten Tag ging es dann weiter. Zunächst einmal suchten wir einen nahen Campingservice auf, um unseren defekten Außenspiegel in Angriff zu nehmen. Leider hatten wir auch hier keinen Erfolg.
Auf unserer weiteren Fahrt in Richtung Siena hielten wir immer wieder nach einem Fiat-Service Ausschau, um eventuell wenigstens das Spiegelglas zu wechseln.
Zeitgleich hatte ich eine SMS an Olli Müller in Harsum geschickt, um mich nach dem Preis in Deutschland zu erkundigen. Die Antwort schreckte mich dann etwas ab. Der Preis für einen Spiegel inklusive Steuer sollte bei etwa 150 Euro liegen.

In Siena angekommen stellten wir das Wohnmobil auf einem Brachgelände an der Viale Sardegna ab.
Von hier war es nur noch ein kurzer Fußmarsch in die Altstadt von Siena. Durch die historischen Gassen ging es bergauf in die Fußgängerzone und dann weiter zur berühmten Piazza del Campo.

Hier angekommen gönnten wir uns erstmal eine Cappuccino in einem der zahlreichen Cafes.

Danach ging es langsam, mit einem ausgiebigen Schaufensterbummel, zurück in Richtung Wohnmobil.
Da wir nicht vor hatten, die Nacht in Siena zu verbringen, ging es auch gleich weiter in Richtung Osten.

Als nächstes Stand Arezzo auf dem Plan. Die Anfahrt gestaltete sich etwas problematisch. Mittlerweile hatte es zu regnen begonnen und die Nebenstraßen, die wir gewählt hatten, zeigten eine beachtliche Steigung. So passierte es uns dann auch, dass wir an einer Steigung halten mussten. Eine Ampel hatte unser Vorankommen gebremst. das Anfahren gestaltete sich dann äußerst schwierig. Die Räder drehten durch und nur mit Mühe konnte ich wieder soviel Grip erzeugen, dass wir nicht rückwärts rollten, sondern vorwärts fuhren und abbiegen konnten.

Kurz vor Arezzo sahen wir dann noch einen relativ großen Fiat-Service und beschlossen noch einmal unser Glück zu versuchen. Mittlerweile hatten wir auch schon in Erfahrung gebracht, dass wir in der normalen Pkw-Abteilung keinen Erfolg haben würden, sondern einen Händler mit Nutzfahrzeugen suchten mussten. Um einen solchen handelte es sich hier.
Man bediente uns sehr freundlich und versuchte uns klar zu machen, dass man das Teil leider nicht auf Lager habe und bestellen müsse. Dies sei aber kein Problem, würde aber einige Tage in Anspruch nehmen. Wir lehnten dankend ab und setzten unsere Fahrt fort.

Der Campingplatz in Arezzo war dank dem Navi relativ schnell gefunden. Zu unserem Erstaunen war der Platz am späten Nachmittag leer. Erst später gesellten sich noch zwei weitere Gäste dazu.
Leider lag der Platz etwas außerhalb von Arezzo, sodass ein Besuch der Stadt nicht mehr in Frage kam.
Die Zeit bis zum Dunkel werden nutzten wir, indem ich mit Sönke Fußball spielen ging, während Elli das Abendbrot zubereitete.
Nach dem Essen setzten wir uns noch in die Bar des Campingplatzes, um ein Bier und einen Wein zu trinken.

Über Nebenstraße ging es nächsten Tag in Richtung Emilia-Romagna. Hier sollte es dann bis Venedig weitergehen.
Wir wählten die SS 71 um die Apenninen zu überqueren.
Nach zahlreichen Serpentinen hatten wir dann am Passo del Mandrioli mit 1173 Meter ü.N.N. den höchsten Punkt erreicht.

Zunächst dachten wir, dass die Strecke nun angenehmer wir, aber weit gefehlt. Es ging genauso mit Serpentinen weiter. Lediglich der Bewuchs änderte sich. Statt Wäldern war nun alles eher karg.
Gegen Mittag hatten wir dieses Teilstück hinter uns gelassen und bewegten uns nun in der Ebene weiter. Direkt an der Küste entlang folgten wir der Via Romea Nord und überquerten hierbei auch den Po.
In Mestre, der Venedig vorgelagerten Stadt, hatten wir uns den Campinplatz Fusina ausgeschaut.
Er war schnell gefunden und nach dem Checkinn ging die Stellplatzsuche los, da keine festen Parzellen vergeben waren.
Da in direkter Ufernähe kein Platz frei war, suchten wir uns etwas in der Nähe unter den Bäumen, gerade so, dass wir noch TV-Empfang hatten.

Nachdem wir alles aufgebaut hatten, ging es erstmal den Campingplatz erkunden.
Außerdem mussten wir noch in Erfahrung bringen, wie das mit dem Transfer nach Venedig lief. Als alles geklärt war machten wir uns einen ruhigen Abend im Wohnmobil und bereiteten uns auf den nächsten Tag vor.

Am nächsten Morgen ging es, bewaffnet mit den Reiseführern zu Venedig, zum Schiffsanleger. Das Fährschiff nach Venedig fuhr direkt neben dem Campingplatz alle Stunde ab. Wir hatten Glück und konnten unmittelbar nach dem Kauf der Karten einsteigen und es ging über die Lagune nach Venedig.

Dort angekommen ging es vom Bootsanleger direkt an den Canale Grande.
Was sich dann anschloss, war extremes Sightseeing. Venedig mit seinen kleinen Gassen und Kanälen ist übersät mit Sehenswürdigkeiten.

Als erstes wählten wir natürlich den direkten Weg zum Markusplatz.

Dort kam es dann auch zur obligatorischen Begegnung mit den Tauben.
Nach der Besichtigung des Basilica San Marco und des Dogenpalastes, allerdings nur von außen, da die Warteschlangen gewaltig waren, ging es durch die Gassen weiter in Richtung Rialtobrücke.

Dort trafen wir am frühen Nachmittag ein und wollten uns einen Cappuccino gönnen. Wir stellten schnell fest, dass der Cappuccino umso teurer war, je näher man am Canale Grande war. Letztlich fanden wir eine kleine Piazza mit einem Markt, wo das Getränk noch recht erschwingliche 2 Euro kostete.
Nach dieser kurzen Ruhephase ging es wieder in das Gewühl aus Gassen und Kanälen um auch den letzten Winkel zu erkunden.

Nachdem wir unserer Meinung nach genug gesehen hatten und sich auch noch das Wetter verschlechterte, ging es zurück zum Bootsanleger.
Hier ging es dann über die Lagune zurück zum Campingplatz.

Dort angekommen gönnten wir uns in einem der campingplatzeigenen Restaurants ein ausgiebiges Abendessen, bevor wir uns erschöpft ins Wohnmobil zurück zogen.

Am nächsten Morgen ging es dann gleich wieder weiter.
Unsere Planung sah vor, dass wir bis zum Gardasee fahren und dort noch ein paar Ruhetage einlegen, um uns vom Besichtigungsstress zu erholen.
Zuvor hatten wir uns noch einmal nach einem Fiat-Service schlau gemacht. Mit dem Navi war die Anfahrt dorthin kein Problem und nach einer kurzen Erklärung präsentierte man uns den gesuchten Spiegel samt Gehäuse. Sichtlich erfreut waren wir dann, als man uns den Preis sagte. Für 86 Euro inklusive Steuer war das Teil unser. Manchmal lohnt es sich doch im Land des Herstellers einzukaufen.

Mit dem Ersatzteil im Gepäck ging es über die Autobahn in Richtung Westen. An Padua, Vincenza und Verona vorbei ging es zum Campingplatz La Ca in Padenghe sul Garda. Der Platz lag etwas ab von den üblichen Tourismuszentren, bot aber viel Ruhe. Zudem war auch er nicht sonderlich gefüllt und preislich akzeptabel.
Nach dem Einchecken kam die erste Hürde. Es ging mit schätzungsweise 15% bergab in Richtung Seeufer.
Hier fanden wir auf dem terrassenförmig angelegten Platz eine Parzelle in der ersten Reihe mit direktem Zugang zum See.

Der Rest ist schnell erzählt. Wir verbrachten noch einige ruhige Tage auf diesem Platz. Einzig einen Ausflug mit dem Fahrrad zu einem nahegelegenen Einkaufszentrum wagten wir noch. Ansonsten war Fahrrad fahren in dieser Region des Gardasees nicht ratsam, da keine Fahrradwege existent waren. Dies verhinderte auch Ausflüge in weitere Orte am Ufer, die wir eigentlich besuchen wollten.
So blieb letztlich nur der Aufenthalt am Wohnmobil.

Die anschließende Rückfahrt verlief ereignislos.
Wir fuhren diesmal über die Brennerautobahn nach Österreich. Kurz vor Innsbruck dann noch einmal eine kurze Schrecksekunde als ich mich in einer Baustelle falsch einordnete und auf die Fahrspur geriet, die nur mit 2 Metern Breite ausgewiesen war. Gott sei Dank gab es eine Sicherheitszugabe, sodass es für unsere knapp 2,20 Meter noch ausreichend war.

In Harsum angekommen machte ich mich gleich am nächsten Tag an das Anbauen des neuen Außenspiegels.
Zu meinem Erstaunen ging das ohne großes Spezialwerkzeug und Fachkenntnisse ab, so dass das Mobil für die nächste Tour gerüstet war.