Toskana im Frühling

Toskana & Rom

(23. März 2007 bis 08. April 2007)

Auf Grund der tollen Erfahrungen aus dem vorangegangenen Jahr, hatten wir für den Frühjahrstrip wieder die Toskana ins Auge gefasst.
Mit dem ersten Tag der Osterferien ging es wieder los in Richtung Süden.
Als erstes Etappenziel hatten wir Füssen in Bayern ausgesucht, da wir diesmal direkt über die Brenner-Autobahn anreisen wollten. Zu dieser frühen Zeit des Jahres – es war Anfang März – wollten wir nicht über verschneite Alpenpässe zockeln.
Am frühen Abend kamen wir dann auch auf dem Stellplatz in Füssen an. Während wir beim Abendessen saßen, fing es dann auch an noch einmal zu schneien und, zu aller Glück, war auch noch die Gasflasche leer, so dass ich sie bei Schneetreiben umstecken musste.

Am nächsten Morgen kauften wir noch schnell im nahen Obi eine neue Gasflasche, bevor es dann endlich richtig losging.
Die Strecke über den Brenner war stressfrei zu fahren und auch um Mailand herum ging es zügig durch, so dass wir uns der Toskana schnell näherten.
Am späten Nachmittag trafen wir dann in Pisa, unserem Tagesziel, ein.
Zunächst hatten wir vor, den Campingplatz vom vorherigen Aufenthalt zu wählen. Daraus wurde leider nichts, da er noch bis Anfang April Winterruhe hatte, so dass wir den Stellplatz für Wohnmobile auf dem Busparkplatz wählten.
Grundsätzlich mit dem neuen Mobil auch kein Problem, auch wenn wir ohne Strom standen. So hatten wir in dieser Hinsicht gleich eine erste Bewährungsprobe.
Ansonsten war an dem Platz auch alles vorhanden. In dem nahen Kiosk konnte man morgens sogar Brötchen kaufen.

Den nächsten Tag verbrachten wir dann mit dem üblichen Sightseeing in Pisa.
Wie immer ging es am „Schiefen Turm“ in die Stadt herein und es folgte ein ausgiebiger Bummel durch die Innenstadt, um die Erinnerungen zu verfestigen, aber auch um Neues zu sehen.
Schade war eigentlich nur das Wetter, da es permanent regnete.

Da Pisa nicht mehr viel Neues zu bieten hatte, ging es am nächsten Tag weiter nach Florenz.
Der Campingplatz Michelangelo hatte dort geöffnet, so dass wir uns hier wieder aufstellen konnten.

Am Nachmittag ging es auf die Piazza Michelangelo auf ein Eis und einen Blick über Florenz.

Für den nächsten Tag stand dann zunächst die Ponte Vecchio auf dem Programm.

Von hier aus gingen wir in die Innenstadt und am Neptun-Brunnen und dem Palazzo Vecchio vorbei natürlich zum Dom.

Wir suchten uns hier ein kleines Cafe, um einen Snack zu uns zu nehmen und eine kleine Pause zu machen.
Danach ging es mit dem Sightseeing weiter. Als nächstes stand der Palazzo Medici und die Uffizien auf dem Programm.
Es ging dann über den Arno zurück in Richtung Campingplatz.
Auf der Ponte Vecchio gönnten wir uns noch einmal einen Blick in die vielen Geschäfte der Schmuckhändler, die mittlerweile geöffnet waren.

In einem kleinen Supermarkt kauften wir noch kurz ein, da der Campingplatz auch erst gerade wieder auf den Betrieb umstellte und die Restaurants geschlossen hatten.

Wir gingen über den Kreuzweg zurück in Richtung Campingplatz, wo wir uns erstmal mit einer heißen Dusche für den anstrengenden Tag belohnten.

Am nächsten Tag ging es dann weiter nach San Gimignano.
Auch dieser Ort stand auf Grund unserer tollen Erfahrungen aus dem letzten Jahr auf unserer Liste.
Diesmal sollte der Besuch aber länger andauern. Nötigenfalls wollten wir uns in der Nähe einen Stellplatz suchen.
Bereits am frühen Nachmittag hatte wir die kurze Distanz zwischen Florenz und San Gimignano überbrückt und parkten diesmal auf einem ausgeschilderten und kostenpflichtigen Parkplatz.
Das Wetter war nicht so sonnig wie im Vorjahr. Dennoch lohnte sich der ausgiebige Bummel durch die Gassen der Altstadt und auch der Ausblick über die Landschaft der Toskana war wieder sehenswert.

Nach dem Besuch von San Gimignano, der mit einem kleinen Snack verbunden war, ging es weiter nach Volterra, wo wir am frühen Nachmittag eintrafen.
Dieser Ort, der uns im Vorjahr einen Außenspiegel gekostet hatte (Bericht 2006), sollte nun auch einmal besichtigt werden.
Der ausgewiesene Stellplatz war schnell gefunden und lag direkt unterhalb der Altstadt.
Es handelte sich um einen riesigen Parkplatz, der ausgesprochen leer war. Wir suchten uns ein möglichst ebenes Plätzchen und parkten das Wohnmobil.

Da der Tag schon weit vorangeschritten war, ging es gleich an die Stadtbesichtigung.
Durch das nahe Stadttor ging es den Berg hinauf in Altstadt.
Trotz des mittlerweile sonnigen Wetters wurde es recht kalt. Wir bummelten durch die Gassen und besuchten zwischendurch das ein oder andere Lokal, um uns bei einem Cappuccino aufzuwärmen.

Mit Einbruch der Dunkelheit ging es dann, an den historischen Thermen vorbei, zurück zum Wohnmobil.

Hier stellten wir fest, dass der Parkplatz sich mittlerweile komplett geleert hatte und weitere Wohnmobile auf nicht eingetroffen waren, so dass wir die Nacht ganz allein auf diesem riesigen Parkplatz verbrachten.

Am nächsten Morgen wachten wir recht früh auf. Da weder ein Bäcker in der Nähe war, noch Strom vorhanden war, fiel das Frühstück recht karg aus.
Danach ging es los zum persönlichen Highlight unserer Reise. Wir hatten geplant nach Rom zu fahren, um die ‚ewige Stadt‘ endlich einmal zu besuchen und nicht nur den Flughafen zu sehen.

Auf der direkten Anfahrt nach Rom suchte Elli bereits Stellplätze heraus. Sie wurde schließlich in einem Flyer auf das CampingVillage.Roma aufmerksam. Nach unserer Einschätzung war er gut zu erreichen, lag verkehrsgünstig und war noch erschwinglich.
Tatsächlich trafen alle Merkmale zu und wurden auch noch übertroffen. Die Sanitäranlagen waren sehr gut. Ebenso die Serviceangebote auf dem Platz selbst. Zudem konnte man mit dem Bus, der vor dem Patz hielt, fast direkt in die Innenstadt der Metropole fahren.
Da hatten wir echt schon wesentliche schlechtere Plätze in Großstädten gesehen.

Nachdem wir uns aufgestellt hatten, erkundeten wir erst einmal den Platz, die Einkaufmöglichkeiten und die Abfahrtszeiten der Nahverkehrsmittel.
Danach ging es unter die Dusche und wir ließen den Tag gemütlich ausklingen.

Am nächsten Morgen ging es früh los. Wir wählten die öffentlichen Verkehrsmittel, um in die Stadt zu kommen und legten uns eine sogenannte „Roma“-Karte zu.
Der Bus, den wir zunächst nahmen, war gut gefüllt, so dass wir auf jeden Fall nicht umfallen konnten. An der Haltestelle Corbelia stiegen wir dann in die Metro um, die uns direkt zur Haltestelle Flaminio und damit zur Piazza del Popolo brachte.
Bereits um 08:30 Uhr starteten wir hier unsere Tour durch die Innenstadt von Rom.

Von dort aus ging es dann über die Via del Corso  zunächst zum Mausoleum des Augustus, das aber in keinster Weise restauriert wird. Weiter gingen wir dann in Richtung Piazza di Spagno mit der legendären ‚Spanischen Treppe‘.

Im Anschluss an die Begehung der Treppe und der Besichtigung der darüberliegenden Kirche Santa Triniti dei Monti ging es weiter zum Trevi-Brunnen.
Nach einem sehenswerten Fußmarsch durch die Gassen Roms erreichten wir nach knapp 700 Metern den Fontana di Trevi, der belagert von Touristen war, so dass es schwierig war, einen Platz in der ersten Reihe zu erhalten.

Nachdem das obligatorische Gruppenfoto gemacht war, ging es über die Piazza Colona zum Pantheon.

Auch hier war ein riesiges Gewühl an Menschen unterwegs. Im Inneren wurde gerade ein Teil restauriert, so dass es bei der Besichtigung eines Teil des Pantheon blieb.
Danach ging es noch das kurze Stück zur Piazza Navona weiter.
Dort angekommen gönnten wir uns erst einmal eine kleine Pause vom Sightseeing-Stress. Zudem mussten wir feststellen, dass der berühmte Vierströmebrunnen auch verhüllt war, da eine Restauration anstand.

Es ging dann erst einmal zum Tiberufer, wo uns ein erster Blick auf das Castel Sant’Angelo, die Engelsburg, gewährt wurde.

Wir folgten dem Tiber am Ufer entlang, bis wir ihn auf Höhe Ponte Sisto überquerten, um ins Stadtviertel Trastervere zu gelangen.
Nach Besichtung des Stadtteils mit seinen kleinen Gassen und vielfältigen Restaurants ging es zur Kirche Santa Maria di Trastevere.
Von dort ging es dann zur Tiberinsel, die wir kurz besichtigten.
Damit hatten wir den ersten Tag auch schon fast abgeschlossen. Am östlichen Tiberufer entlang ging es wieder in Richtung Metro. Das letzte Stück legten wir dann noch auf der Via del Corso zurück, bevor es mit der Metro und Bus zurück zum Campingplatz ging.
Dort kamen wir gegen 18:00 Uhr an und kauften noch schnell ein, bevor wir uns ins Wohnmobil zurückzogen.

Der nächste Tag stand ganz im Zeichen des Vatikans.
Wieder fuhren wir mit den öffentlichen Nahverkehrsmitteln in die Stadt, da sich das bewährt hatte.
Aus der Metro stiegen wir bereits an der Haltestelle Ciro Musei Vaticani aus, die an den Vatikanischen Museen liegt.
Wir gingen an der Mauer der Vatikanstadt entlang in Richtung Petersplatz, als uns die Warteschlangen am Museumseingang auffielen. Diese zogen sich über mehrere hundert Meter hin, sodass nicht zu erwarten war, dass man Einlass erhielt. Auf jeden Fall brachte es uns von dem Gedanken ab, diesen Weg in den Vatikan zu wählen.
Unter dem ‚Il Pasetto‘ hindurch betraten wir den Petersplatz (Piazza San Pietro) und waren beeindruckt.

Nach einer kurzen Orientierung auf dem Platz fanden wir die Warteschlange für den Einlass in den Petersdom und stellten uns an. Es ging recht flott voran und nach einer Stunde anstehen und der Durchsuchung vor dem Eintritt, durften wir in den Petersdom eintreten.

Dieses monumentale Bauwerk verschlug uns den Atem und wir wussten zunächst gar nicht, was wir uns zuerst anschauen sollten. Die Größe dieser Kirche war einfach beeindruckend und ich war froh, dass meine Kamera eine Weitwinkelfunktion hatte.

Zunächst gingen wir einige Punkte gemeinsam ab und teilten uns dann nach unseren Interessen auf, nachdem wir zusammen den Papstaltar in der Vierung und das vermeintliche Grab des Apostels Petrus.

Nachdem wir einige Zeit derart durch den Petersdom gebummelt waren, ging es gemeinsam weiter in Richtung Ausgang. Auf dem Weg dorthin ging es noch einmal zu den Papstgräbern ab, die sich Elli unbedingt anschauen wollte.
Da Sönke und ich dies recht uninteressant fanden, wählten wir stattdessen die Besichtung der Schatzkammer, für die allerdings Eintritt gezahlt werden musste.
Die Besichtigung der Exponate dauerte auch etwa eine Stunde und wir wählten danach den Ausgang zum Petersplatz, wo wir uns mit Elli wiedertreffen wollten.

Da wir bei den Menschenmassen am Petersplatz wenig Chancen sahen Elli dort wieder zu treffen, warteten wir lieber im Abgang zum Petersplatz und hatten damit auch Erfolg.

Gemeinsam mit Elli stärkten wir uns dann auf dem Petersplatz bei Karotten, Äpfeln und Brötchen bevor es dann nach der Mittagspause weiterging in Richtung Castel Sant’Angelo.
Der Fußweg von knapp einem halben Kilometer war schnell zurückgelegt und die einzigen Hindernisse waren der römische Verkehr und die entgegenkommenden Pilgerergruppen zum Petersdom.

Im Gegensatz zum Petersdom kostete die Engelsburg Eintritt. Wir wählten den Tarif ohne Führung und erkundeten die Burganlage, die als Zufluchtsstätte für die Päpste dienste, selbstständig.
Bereits auf dem Weg zur Engelsburg waren uns die Vielzahl an fliegenden Händler aus Afrika mit Original-Sachen aufgefallen.
Während der Burgbesichtigung hatten wir eine gute Draufsicht auf die Händler und stellten fest, wie sie mit einmal panisch ihre Sachen an sich rafften und um die Burganlage liefen. Ursächlich dafür waren die Carabinieri, die sich näherten. Allerdings bauten sie hinter dem Rücken der italienischen Polizei ihre Verkaufsflächen sofort wieder auf.
Bereits gegen 14.00 Uhr beendeten wir unsere Besichtigungstour und machten uns auf den Rückweg zum Campingplatz, wo wir uns vom Stress der letzten Besichtigungstage erst einmal erholen wollten, bevor es am nächsten Tag weitergehen sollte.

Das Abendessen nahmen wir diesmal im einem platzeigenen Restaurant zu uns. Die Pizzeria war jedoch nicht italienisch aufgezogen, sondern eher amerikanisch. Bier gab es Pitchern und Pizza in Slices. Dieser Stilbruch stellte für uns jedoch kein Problem dar.

Der letzte Tag in Rom sollte ganz im Zeichen des ‚Antiken Roms‘ stehen.
Wieder ging es mit den öffentlichen Verkehrsmitteln in die Stadt. Die Metro führte uns bis zur Station San Giovanni.
Von der Piazza San Giovanni bummelten wir, nach Besichtigung der dortigen Kirchenbauwerke, durch die Reste der Stadtmauer auf die Via Appia.
Nachdem wir ein kurzes Stück auf der Via Appia zurückgelegt hatten, schlugen wir den Weg in Richtung Kolosseum ein.

Wir trafen an der Südwestecke des Kolosseums ein und umrundeten dieses erst einmal, um zum Eingang zu gelangen.
Dort angekommen, mussten wir uns natürlich erst einmal in eine Warteschlange einreihen, um die Tickets zu kaufen.
Die anschließende Besichtigung des Kolosseums war eher enttäuschend und unterschied sich ganz stark von denen in Pula (Istrien 1989) und El Jem (Tunesien 2004).
Es ging nach der Besichtigung durch den Triumphbogen des Konstantin zum Forum Romanum.
Wir folgten der Via Sacra durch den Titusboden ins Zentrum dieses Viertels. Nach einem kurzen Fußmarsch bestand die Möglichkeit zu den Gärten auf dem Hügel Palatin, einem der sieben Hügel Roms, hinauf zu gehen. Von hier aus hatte man einen wunderbaren Überblick über die Kulturstätte.

Geht man durch die Gärten in Richtung Süden, sollte man auf den Circus Maximus schauen können. Wir nahmen diesen Weg natürlich auf uns, erhielten aber nur einen eingeschränkten Blick darauf.
Danach ging es wieder auf die Via Sacra und vorbei an den Tempeln der Vesta, der Faustina und weiteren.

Zum Abschluss wählten wir den Aufstieg zum Tempel der Concordia und genossen von dort noch einmal den wunderbaren Blick über das Forum Romanum und auf den Triumphbogen des Septimius Serverus.

Über den Kapitolsplatz ging es danach in Richtung Altare della Patria, wo das Monument zu Ehren des Reichsgründers Vittorio Emanuele II steht. Das 1911 eingeweihte monumentale Gebäude zu Ehren der italienischen Reichsgründung ist ein beeindruckender, weißer Marmorbau (Bauzeit 1885-1927).
Von hier aus ging es dann noch zur besonders gut erhaltenen Siegessäule des Trajan. Die Trajansäule steht in unmittelbarer Nähe zum Kapitolshügel.

Da der Tag nun schon vorangeschritten war, suchten wir an der nahen Piazza Venezia eine Busverbindung in Richtung Campingplatz. Auf der Busfahrt konnten wir dann noch einmal einen Blick auf die meisten Sehenswürdigkeiten des Marsfeldes werfen, da der herausgesuchte Bus einmal am Tiberufer entlang nach Norden fuhr.

Am Campingplatz angekommen spannten wir dann erst einmal wieder aus, um uns von den Strapazen des Tages zu erholen. Einhellig kamen wir jedoch zu dem abschließenden Fazit, dass wir Rom unbedingt noch einmal besuchen sollten.
Dennoch beendeten wir am nächsten Tag unseren Aufenthalt in Rom und fuhren in Richtung Küste, da mittlerweile der Kalender den 01.04. zeigte und damit die meisten Campingplätze am Meer geöffnet hatten.
Wir suchten uns den Campingplatz Pappasole in der Nähe von Piombino aus, um uns jetzt endlich richtig auszuspannen.
Über die Küstenstraße fuhren wir den Campingplatz an, der zwar nicht direkt am Strand lag, aber dennoch einiges zu bieten hatte.

Die nächsten drei Tage verbrachten wir auf dem Platz mit Wanderungen zum Strand oder mit Fahrradtouren.
Am nahen Yachthafen war ein Restaurant, zu dem wir auf einen Cappuccino gingen oder einfach nur zum Strand des Campingplatzes, um das erste Mal im Jahr ins Wasser zu gehen.

Eine Fahrradtour sollte uns nach Piombino führen. Leider waren die Fahrradstrecken der Umgegend nicht berauschend und führten teilweise an belebten Landstraßen entlang.
Das Ende fand die Fahrradtour dann als wir auf einen Raffineriekomplex trafen, an dem wir einfach nicht vorbei kamen. Da wir über die Landstraße nicht weiterfahren wollten und uns das Personal keine geeignete Route empfehlen wollte, ging es leider zurück.

Nach den gemütlichen Tagen auf dem Campingplatz sollte es dann zurück nach Norden gehen.
Wir wollten unbedingt noch ein paar Tage am Gardasee verbringen, um dort den Frühling zu genießen.
Elli suchte den Campingplatz Sirmione als Ziel heraus. Dieser erwies sich zur damaligen Zeit als Glücksgriff.

Er war günstig, nicht überfüllt und lag verkehrsgünstig nach Sirmione, sodass wir mit unseren Fahrrädern alles erkunden konnten.

In das Örtchen Sirmione fuhren wir am nächsten Morgen. Wir nutzten zunächst den Fahrradweg am Ufer entlang und waren nach kurzer Zeit am Schloss von Sirmione.

Hier ließen wir die Fahrräder stehen und bummelten zu Fuß durch die Gassen.

Zu Fuß ging es dann weiter zu den Grotten des Catull, die allerdings nur Elli und Sönke besichtigten, da ich genug eingefallene Backsteinbauten aus der Römerzeit gesehen hatte.
Danach ging es wieder zurück in den Ort, wo wir uns am Seeufer ein Eis gönnten und den Ausblick genossen.
Auf dem Rückweg legten wir noch eine Partie Minigolf ein, die auf einer eigentümlichen Anlage stattfand, die teilweise richtiges Golfflair aufkommen ließ.

Die Zeit auf dem Platz verbrachten wir mit Sonnenbaden und Federball spielen.

Für den letzten Tag unseres Aufenthalts hatten wir noch einmal eine Fahrradtour geplant. Richtung Osten ging es am Ufer des Gardasees entlang.
Leider war es auch hier wieder wie beim letztjährigen Aufenthalt am Gardasee. Das Radwegenetz ist äußerst schlecht und teilweise gar nicht vorhanden, so dass wir nach einigen Kilometern die Tour abbrachen und lieber noch einmal zum Minigolf spielen nach Sirmione fuhren.

Der nächste Tag stand dann ganz im Zeichen der Rückfahrt. Wir wollten wieder in Etappen fahren, um nicht den ganzen Erholungswert des Urlaubs zu vernichten.
Es ging ganz gemütlich über die Brennerautobahn und den Fernpass nach Füssen.
Hier wollten wir wieder auf dem Stellplatz in Füssen unterkommen. Leider mussten wir feststellen, dass der Stellplatz voll war und mittlerweile auch noch zum Campingplatz wird, da sich einige Wohnmobilisten häusliche eingerichtet haben, sodass an einen Kurzzeitaufenthalt nicht zu denken ist.

Wir suchten nach Alternativen und Elli fand schließlich einen Stellplatz in Roßhaupten.

Auch dieser Stellplatz bei der Fa. Miller Campingbedarf erwies sich als Glücksgriff.
Er zeichnete sich durch seine gemütliche Atmosphäre und Freundlichkeit aus und wird uns echte Alternative bei unseren Touren über den Brenner sein.

Von hier aus ging es dann am nächsten Tag auf direktem Weg nach Hause.
Dort angekommen, waren wir dann erst einmal wieder froh, dass wir diese Tour geschafft hatten.

Die erste Tour in die Toskana

Toskana 2006

Für dieses Frühjahr war die erste Wohnmobiltour in den Süden geplant.
Schnell war die Toskana als Ziel auserkoren.
In den Osterferien sollte es losgehen.
Und so war es dann auch. Mit dem ersten Ferientag startete die Fahrt in Richtung Süden über die BAB 7.
Die Tour machten wir noch mit dem alten Mobil, so dass wir für die Anfahrt etwas mehr Zeit eingerechnet hatten.
Die erste Etappe war bis zum Bodensee geplant. Hier wollten wir wieder den Campingplatz Gitzenweiler Hof nutzen, den wir von unserer Herbsttour aus in guter Erinnerung hatten.

Wir stellten uns wieder auf den Platz vor dem Campingplatz, konnten aber alle Angebote des Platzes nutzen.

Am nächsten Morgen ging es nach einer guten Dusche und einem reichhaltigem Frühstück weiter.
Da wir die Maut in Österreich sparen wollten, die eventuell auf uns zugekommen wäre, nutzten wir die Strecke am Ufer des Bodensees entlang.
Als wir die Schweiz erreichten wechselten wir auf die Autobahn. Eine Schweizer Vignette hatten wir bereits an der Scheibe kleben, so dass es zügig weitergehen konnte.
Das Fahren in der Schweiz war wunderbar entspannend. Wenig Verkehr und keine Drängler. Auch Lkw waren kaum unterwegs.
Über die A 13 ging es an Liechtenstein vorbei zum San Bernadino.

Nach dem Tunnel ging es dann an Lugano und Como vorbei in die norditalienische Tiefebene.
An diesem Tag wollten wir unbedingt bis zum Meer kommen, so dass wir Mailand links liegen ließen und über die Autobahn weiter fuhren. Wir wählten dann die Strecke über Piacenza und Parma, um an die Küste zu gelangen.

Unser erstes Ziel war Pisa. Wir wählten den Campingplatz Torre Pendente, der sehr zentral in Pisa liegt.

Am frühen Abend folgte dann noch ein kleiner Abstecher ins Zentrum von Pisa, um den Weg für den nächsten Tag zu kennen. Der erste Blick auf den Schiefen Turm von Pisa war schon vielsprechend.
An einer kleinen Piazza fanden wir dann ein rustikales Restaurant, die Trattoria da Manfredo, wo wir eine original italienische Pizza zu uns nahmen, die uns auch wirklich gut schmeckte.

Auf dem Rückweg kauften wir noch etwas ein und verbrachten dann den Rest des Abends auf dem Campingplatz.

Der nächste Tag stand dann ganz im Zeichen von Sightseeing in Pisa.
Zunächst kämpften wir uns durch die fliegenden Händler und Verkaufsbuden zum Campanile, dem Schiefen Turm von Pisa, durch.

Die Anhäufung der Sehenswürdigkeiten auf der kleinen Fläche war schon imposant. Nicht grundlos wurden die Gebäude zum Dom gehörend Camposanto Monumentale, zu Deutsch: imposanter Friedhof, genannt.
Danach ging’s auf einer empfohlenen Route durch die Innenstadt weiter.  Über die Piazza dei Cavalieri ging es zum Arno und von dort wieder durch die Gassen der Innenstadt zurück.

Unterwegs gönnten wir uns dann noch einen kleinen Snack bevor wir am Campingplatz eintrafen und den Nachmittag mit Relaxen verbrachten.

Am nächsten Tag ging es auf direktem Weg über die Autobahn in Richtung Florenz.
In Florenz fanden wir den Campingplatz Michelangelo dank dem Navi sehr gut. Nur die Einfahrt in den Platz, die etwas verborgen liegt, ließ sich schwer finden.
Nach dem Einchecken war schnell ein Stellplatz gefundene, der auch noch eine gute Aussicht auf Florenz bot.

Danach ging es erst einmal zu Fuß zur Piazzale Michelangelo, die nicht unweit vom Campingplatz liegt und eine imposante Aussicht bietet.

Da es noch vor dem Mittag war, legten wir gleich mit unserem Stadtrundgang los.
Von hier aus ging es zunächst einmal den Berg hinab zum Ponte Vecchio. Über diese Brücke ging es dann in die Florentiner Innenstadt.
Hier standen zunächst einmal die üblichen Sehenswürdigkeiten auf dem Programm, wie z.B. der Dom, der Neptun-Brunnen und der David von Michelangelo.

Neben dem Dom besichtigten wir noch das Baptisterium San Giovanni mit der Paradiespforte.

Leider war dieses Bauwerk nur von außen zu besichtigten.
Dazwischen bummelten wir immer mal wieder durch die Fußgängerzone und durch kleine Gassen der Altstadt von Florenz, bevor es dann wieder in Richtung Campingplatz zurück ging.
Während des Aufstiegs zum Campingplatz – wir hatten gerade die Stadtmauer passiert – fing es an leicht zu regnen. Wir hatten gerade ein Lokal gefunden und uns entschlossen dort einzukehren. Als wir uns auf die Außenterrasse setzten, fing es an zu hageln, sodass es uns nach drinnen trieb.

Hier warteten wir den Hagelschauer ab und gingen dann weiter bergauf in Richtung Campingplatz.
An der Piazzale Michelangelo angekommen, schien bereits wieder die Sonne, sodass wir uns noch ein Eis gönnten, bevor es auf den Platz zurück ging.
Hier verbrachten wir den Abend am Wohnmobil.

Von Florenz aus ging es am nächsten Tag durch die Region Chianti.

Eher durch Zufall fanden wir auf der Anfahrt nach Volterra einige interessante Orte. So machten wir einen kurzen Stopp in Castellina in Chianti, einem rustikalem Ort, der am Monte Calvario ein Hügelgrab zur Besichtigung freigegeben hat.

Danach ging unser Weg über die Landstraße in Richtung Küste.
Die Fahrt über die Landstraße, ohne die liebliche Stimme des Navi, brachte es mit sich, dass nicht jede Fahrbahn optimal war.
So schafften wir es, als wir unbedingt eine für die Toskana typische Baumallee befahren wollte, uns in eine Sackgasse zu manövrieren. Nach dem Wendemanöver und der Rückfahrt über den unebenen Feldweg war es dessen nicht genug.

Danach ging es in Serpentinen weiter und natürlich auch auf sandigem Untergrund. Um dem Ganzen dann noch die Krone aufzusetzen war die Straße fast gesperrt, da der Sandbelag erneuert wurde und die Baufahrzeuge die Straße versperrten.
All dies tat aber unserem Entdeckerdrang keinen Abbruch.

Die Landstraße führte direkt an einem Ort vorbei, bei dem der alte Stadtkern von weitem gut zu erkennen war.
Nach einem kurzen Blick in den Reiseführer nahmen wir die Stadt als sehenswert zur Kenntnis und suchten uns einen Parkplatz.
Rund um den alten Ortskern waren diverse kostenpflichtige Parkplätze. Aber gerade diese Kostenpflichtigkeit schreckte uns ab, sodass wir letztendlich am Fahrbahnrand unterhalb des Ortes unser Wohnmobil abstellten.
Die enorme Schräglage des Mobils an dem Hang machte uns keine große Bedenken. Das Einige, was wir der Parksituation zollten, war das Einklappen des Außenspiegels, da wir befürchteten dieser würde auf der stark befahrenen Straße leiden.

So geparkt ging es in den Ort. Nach einem kurzen Aufstieg zum alten Stadttor folgte die Besichtigung der Stadt.
Wir gingen die alten Gassen ab und nahmen das Flair in uns auf.

Außerdem hatte man von den Stadtmauern einen herrlichen Blick über das Land.

Nach diesen herrlichen Augenblicken gönnten wir uns bei strahlendem Sonneschein noch ein Mittagessen in einer Pizzeria auf einer kleinen Piazza, bevor es den Berg hinab wieder zum Wohnmobil ging.

Dieses fanden wir unversehrt vor und setzten unsere Fahrt über die Landstraße fort.
In Volterra folgten wir der Landstraße und kamen auf eine Engstelle zu. Wohlweislich hielt ich erstmal an, um den Gegenverkehr passieren zu lassen.
Ein italienisches Wohnmobil, welches uns entgegenkam, fuhr jedoch mit unverminderter Geschwindigkeit durch den Bereich. Die Folge war eine Berührung der beiden Außenspiegel. Unsere Spiegelfläche wurde dadurch zerstört und, wie wir später feststellten, das Gehäuse auch.
Typisch italienisch bremste unser Unfallgegner kurz an, um dann seine Fahrt unvermindert fortzusetzen. Wir blieben auf unserem Schaden sitzen.
Damit war Volterra für uns auch erstmal erledigt. Außer einem kurzen Halt unterhalb der Altstadt war für mich nicht mehr drin.

Von Volterra ging es dann über Cecina nach Vada.
Die Fahrt durch Cecina nutzten wir gleich, um einen Fiat-Händler ausfindig zu machen, der uns den Spiegel ersetzt.
Leider klappte das nicht.
In Vada angekommen suchten wir auf Empfehlung eines Kollegen den Campingplatz Tripesce auf. Dieser hatte gerade erst für die neue Saison geöffnet und war dem entsprechend noch nicht so stark gefüllt.
Wir belegten einen Stellplatz in der ersten Reihe direkt mit Strandzugang.

Am Campingplatz verweilten wir einige Tage. Zum Einen um endlich mal richtig auszuspannen und das gute Wetter zu genießen, aber auch damit Sönke mal etwas Zeit für sich hat.
Die nutzte er auch gleich aus und lernte mehrere Kinder auf dem Campingplatz kennen, mit denen er die Zeit auf dem Platz und am Strand verbrachte.
Ansonsten war es eine ruhige Zeit auf dem Platz. Mit einer Ausnahme. Irgendwie war uns der Schlüssel für das Fahrradschloss, mit dem wir die Fahrräder am Träger gesichert hatten, abhanden gekommen. Dies führte dazu, dass ich alles aufwenden musste, um das Schloss zu knacken. Nachdem die Fahrräder befreit waren, machten wir einen kleinen Ausflug mit dem Fahrrad nach Vada, um uns den Ort anzuschauen und ein Eis zu essen.

Am dritten Tag ging es dann weiter. Zunächst einmal suchten wir einen nahen Campingservice auf, um unseren defekten Außenspiegel in Angriff zu nehmen. Leider hatten wir auch hier keinen Erfolg.
Auf unserer weiteren Fahrt in Richtung Siena hielten wir immer wieder nach einem Fiat-Service Ausschau, um eventuell wenigstens das Spiegelglas zu wechseln.
Zeitgleich hatte ich eine SMS an Olli Müller in Harsum geschickt, um mich nach dem Preis in Deutschland zu erkundigen. Die Antwort schreckte mich dann etwas ab. Der Preis für einen Spiegel inklusive Steuer sollte bei etwa 150 Euro liegen.

In Siena angekommen stellten wir das Wohnmobil auf einem Brachgelände an der Viale Sardegna ab.
Von hier war es nur noch ein kurzer Fußmarsch in die Altstadt von Siena. Durch die historischen Gassen ging es bergauf in die Fußgängerzone und dann weiter zur berühmten Piazza del Campo.

Hier angekommen gönnten wir uns erstmal eine Cappuccino in einem der zahlreichen Cafes.

Danach ging es langsam, mit einem ausgiebigen Schaufensterbummel, zurück in Richtung Wohnmobil.
Da wir nicht vor hatten, die Nacht in Siena zu verbringen, ging es auch gleich weiter in Richtung Osten.

Als nächstes Stand Arezzo auf dem Plan. Die Anfahrt gestaltete sich etwas problematisch. Mittlerweile hatte es zu regnen begonnen und die Nebenstraßen, die wir gewählt hatten, zeigten eine beachtliche Steigung. So passierte es uns dann auch, dass wir an einer Steigung halten mussten. Eine Ampel hatte unser Vorankommen gebremst. das Anfahren gestaltete sich dann äußerst schwierig. Die Räder drehten durch und nur mit Mühe konnte ich wieder soviel Grip erzeugen, dass wir nicht rückwärts rollten, sondern vorwärts fuhren und abbiegen konnten.

Kurz vor Arezzo sahen wir dann noch einen relativ großen Fiat-Service und beschlossen noch einmal unser Glück zu versuchen. Mittlerweile hatten wir auch schon in Erfahrung gebracht, dass wir in der normalen Pkw-Abteilung keinen Erfolg haben würden, sondern einen Händler mit Nutzfahrzeugen suchten mussten. Um einen solchen handelte es sich hier.
Man bediente uns sehr freundlich und versuchte uns klar zu machen, dass man das Teil leider nicht auf Lager habe und bestellen müsse. Dies sei aber kein Problem, würde aber einige Tage in Anspruch nehmen. Wir lehnten dankend ab und setzten unsere Fahrt fort.

Der Campingplatz in Arezzo war dank dem Navi relativ schnell gefunden. Zu unserem Erstaunen war der Platz am späten Nachmittag leer. Erst später gesellten sich noch zwei weitere Gäste dazu.
Leider lag der Platz etwas außerhalb von Arezzo, sodass ein Besuch der Stadt nicht mehr in Frage kam.
Die Zeit bis zum Dunkel werden nutzten wir, indem ich mit Sönke Fußball spielen ging, während Elli das Abendbrot zubereitete.
Nach dem Essen setzten wir uns noch in die Bar des Campingplatzes, um ein Bier und einen Wein zu trinken.

Über Nebenstraße ging es nächsten Tag in Richtung Emilia-Romagna. Hier sollte es dann bis Venedig weitergehen.
Wir wählten die SS 71 um die Apenninen zu überqueren.
Nach zahlreichen Serpentinen hatten wir dann am Passo del Mandrioli mit 1173 Meter ü.N.N. den höchsten Punkt erreicht.

Zunächst dachten wir, dass die Strecke nun angenehmer wir, aber weit gefehlt. Es ging genauso mit Serpentinen weiter. Lediglich der Bewuchs änderte sich. Statt Wäldern war nun alles eher karg.
Gegen Mittag hatten wir dieses Teilstück hinter uns gelassen und bewegten uns nun in der Ebene weiter. Direkt an der Küste entlang folgten wir der Via Romea Nord und überquerten hierbei auch den Po.
In Mestre, der Venedig vorgelagerten Stadt, hatten wir uns den Campinplatz Fusina ausgeschaut.
Er war schnell gefunden und nach dem Checkinn ging die Stellplatzsuche los, da keine festen Parzellen vergeben waren.
Da in direkter Ufernähe kein Platz frei war, suchten wir uns etwas in der Nähe unter den Bäumen, gerade so, dass wir noch TV-Empfang hatten.

Nachdem wir alles aufgebaut hatten, ging es erstmal den Campingplatz erkunden.
Außerdem mussten wir noch in Erfahrung bringen, wie das mit dem Transfer nach Venedig lief. Als alles geklärt war machten wir uns einen ruhigen Abend im Wohnmobil und bereiteten uns auf den nächsten Tag vor.

Am nächsten Morgen ging es, bewaffnet mit den Reiseführern zu Venedig, zum Schiffsanleger. Das Fährschiff nach Venedig fuhr direkt neben dem Campingplatz alle Stunde ab. Wir hatten Glück und konnten unmittelbar nach dem Kauf der Karten einsteigen und es ging über die Lagune nach Venedig.

Dort angekommen ging es vom Bootsanleger direkt an den Canale Grande.
Was sich dann anschloss, war extremes Sightseeing. Venedig mit seinen kleinen Gassen und Kanälen ist übersät mit Sehenswürdigkeiten.

Als erstes wählten wir natürlich den direkten Weg zum Markusplatz.

Dort kam es dann auch zur obligatorischen Begegnung mit den Tauben.
Nach der Besichtigung des Basilica San Marco und des Dogenpalastes, allerdings nur von außen, da die Warteschlangen gewaltig waren, ging es durch die Gassen weiter in Richtung Rialtobrücke.

Dort trafen wir am frühen Nachmittag ein und wollten uns einen Cappuccino gönnen. Wir stellten schnell fest, dass der Cappuccino umso teurer war, je näher man am Canale Grande war. Letztlich fanden wir eine kleine Piazza mit einem Markt, wo das Getränk noch recht erschwingliche 2 Euro kostete.
Nach dieser kurzen Ruhephase ging es wieder in das Gewühl aus Gassen und Kanälen um auch den letzten Winkel zu erkunden.

Nachdem wir unserer Meinung nach genug gesehen hatten und sich auch noch das Wetter verschlechterte, ging es zurück zum Bootsanleger.
Hier ging es dann über die Lagune zurück zum Campingplatz.

Dort angekommen gönnten wir uns in einem der campingplatzeigenen Restaurants ein ausgiebiges Abendessen, bevor wir uns erschöpft ins Wohnmobil zurück zogen.

Am nächsten Morgen ging es dann gleich wieder weiter.
Unsere Planung sah vor, dass wir bis zum Gardasee fahren und dort noch ein paar Ruhetage einlegen, um uns vom Besichtigungsstress zu erholen.
Zuvor hatten wir uns noch einmal nach einem Fiat-Service schlau gemacht. Mit dem Navi war die Anfahrt dorthin kein Problem und nach einer kurzen Erklärung präsentierte man uns den gesuchten Spiegel samt Gehäuse. Sichtlich erfreut waren wir dann, als man uns den Preis sagte. Für 86 Euro inklusive Steuer war das Teil unser. Manchmal lohnt es sich doch im Land des Herstellers einzukaufen.

Mit dem Ersatzteil im Gepäck ging es über die Autobahn in Richtung Westen. An Padua, Vincenza und Verona vorbei ging es zum Campingplatz La Ca in Padenghe sul Garda. Der Platz lag etwas ab von den üblichen Tourismuszentren, bot aber viel Ruhe. Zudem war auch er nicht sonderlich gefüllt und preislich akzeptabel.
Nach dem Einchecken kam die erste Hürde. Es ging mit schätzungsweise 15% bergab in Richtung Seeufer.
Hier fanden wir auf dem terrassenförmig angelegten Platz eine Parzelle in der ersten Reihe mit direktem Zugang zum See.

Der Rest ist schnell erzählt. Wir verbrachten noch einige ruhige Tage auf diesem Platz. Einzig einen Ausflug mit dem Fahrrad zu einem nahegelegenen Einkaufszentrum wagten wir noch. Ansonsten war Fahrrad fahren in dieser Region des Gardasees nicht ratsam, da keine Fahrradwege existent waren. Dies verhinderte auch Ausflüge in weitere Orte am Ufer, die wir eigentlich besuchen wollten.
So blieb letztlich nur der Aufenthalt am Wohnmobil.

Die anschließende Rückfahrt verlief ereignislos.
Wir fuhren diesmal über die Brennerautobahn nach Österreich. Kurz vor Innsbruck dann noch einmal eine kurze Schrecksekunde als ich mich in einer Baustelle falsch einordnete und auf die Fahrspur geriet, die nur mit 2 Metern Breite ausgewiesen war. Gott sei Dank gab es eine Sicherheitszugabe, sodass es für unsere knapp 2,20 Meter noch ausreichend war.

In Harsum angekommen machte ich mich gleich am nächsten Tag an das Anbauen des neuen Außenspiegels.
Zu meinem Erstaunen ging das ohne großes Spezialwerkzeug und Fachkenntnisse ab, so dass das Mobil für die nächste Tour gerüstet war.