Kroatische Inseln und dalmatische Küste

Kroatien

31.08.2017 – 16.09.2017

Nach dem Spanientrip zu Anfang des Sommers sollte es nun zum Relaxen wieder einmal nach Kroatien gehen. Abfahrt war am Donnerstag dem 31. August. Gegen 14:30 Uhr starteten wir unseren Trip in Richtung Süden und kamen überall gut durch. Die Anfahrt sollte in diesem Jahr absolut stressfrei erfolgen und daher waren mehrere Übernachtungen eingeplant. Unser erster Zwischenstopp sollte in Höhe Hermsdorfer Kreuz erfolgen. Da wir aber recht früh losgekommen und überall gut durchgekommen waren, fuhren wir noch einige Zeit. Diese Zeit nutzte Elli, um einen Stellplatz zu finden. Sie wurde mit dem Stellplatz am Gasthof Raitschin in Regnitzlosau schnell fündig. Bei der Ankunft regnete es, so dass wir uns schnell an den Strom anschlossen und dann den Gasthof für die Anmeldung und eine Mahlzeit aufsuchten. Das Essen dort war wirklich gut und nach einigen Getränken zogen wir uns gesättigt ins Mobil zurück.

Am nächsten Morgen regnete es immer noch und nach dem Frühstück, Brötchen gab es glücklicherweise im Gasthof, ging es wieder auf die Autobahn. Wir stellten dann fest, dass wir gar keine Straßenkarte eingepackt und hatten und fuhren kurzentschlossen den ADAC in Regensburg an. Hier erwarben wir auch gleich die für die weitere Fahrt erforderlichen Vignetten. Die Fahrt nach Süden war nun am Freitag durch viel Verkehr und immer wieder kleinere Staus geprägt. Das änderte sich auch in Österreich nicht. In Leibnitz tankten wir dann noch einmal voll, bevor es weiter nach Slowenien ging. Ziel war der Campingplatz an der Terme Ptuj. Auf der Anfahrt kauften wir noch schnell ein und konnten uns dann einen Stellplatz auf dem Campingplatz auswählen. Während unserer Zeit wurde er, wie von uns auch, von vielen als Übernachtungsplatz genutzt, so dass am nächsten Morgen starker Abreiseverkehr herrschte. Im Gegensatz zu uns, fuhren die meisten jedoch in Richtung Norden auf die Autobahn auf. Unsere Fahrt in Richtung Süden endete nach wenigen Kilometern. Durch den Ausbau der Autobahn 4 kam es zu einem längeren Stau, der uns etwa 30 Minuten kostete. Machte uns aber nichts aus, da wir ja Zeit hatten. War hier das Wetter noch einigermaßen trocken, so änderte sich dies kurz nach dem Grenzübergang nach Kroatien. Es setzte Starkregen ein, der die Durchschnittsgeschwindigkeit stark senkte. Kurze Regenunterbrechungen wurden von uns sofort für einen Stopp genutzt. Nach der Durchfahrt durch den Sveti Rock Tunnel änderte sich das Wetter schlagartig. Die Sonne kam heraus und das Thermometer stieg auf Temperaturen über 28 Grad.

Gegen 16.00 Uhr kamen wir am Autokamp Seget, bei dem wir einen Stellplatz reserviert hatten, an und erhielten den versprochenen Platz Nr. 11 mit direktem Blick aufs Meer. Während wir uns einrichten ist es sehr windig und leicht bedeckt, trotzdem geht es erste einmal ins Meer baden.

Danach machen wir uns auf den Weg zum Abendessen. Zunächst schauen wir einmal, was sich alles im letzten Jahr verändert hat und suchen uns danach einen Tisch in der Konoba Rico, wo wir ein gutes und reichhaltiges Abendessen zu uns nehmen. So gestärkt bummeln wir noch etwas an der Strandpromenade entlang, bevor es zum Wohnmobil zurückgeht. Als es leicht zu regnen beginnt, ziehen wir uns ins Wohnmobil zurück, wo wir in der Nacht erst einmal ein Gewitter erleben.

Auch am nächsten Morgen ist das Wetter nicht s toll. Immer wieder regnet es leicht, so dass wir erst einmal abwarten, wie sich das Wetter entwickelt. Gegen halb zwölf sieht es dann gut aus und wir machen uns auf den Fußweg nach Trogir. Zunächst geht es an der Strandpromenade entlang und danach durch den Yachtclub. Ab hier geht es leider am Wasser nicht weiter, so dass wir an der Hauptstraße entlang gehen müssen. Nach etwa einer halbe Stunden sind wir dann in Trogir. In der Konoba Bonaca gönnen wir uns dann einen kleinen Mittagssnack in Form von Omelett und Salat.

Es folgt ein Bummel durch die Gassen von Trogir. Als wir an der Loggia eintreffen, setzt ein starker Regen ein und wir schaffen es gerade noch einen freien Platz unter den Schirmen der Conte Bar zu ergattern. Hier warten wir das Ende des Regens bei einem Cappuccino ab. Als dies der Fall ist, machen wir uns auf den Rückweg. In Seget angekommen stellen wir fest, dass es dort bisher nicht geregnet hatte. So bleibt es aber auch .Zum Abendessen geht es wieder in die Konoba Rico. Während wir dort sind, kühlt es merklich ab, so dass wir uns bei unserer Rückkehr direkt ins Wohnmobil zurückziehen.

Der nächste Morgen sieht ganz anders aus. Das Thermometer ist wieder auf 25 Grad gestiegen und es ist sonnig, so dass wir den Tag auf dem Campingplatz und am Strand verbringen.

Als Mittagssnack teilen wir uns eine Pizza in der Konoba, die am Campingplatz eingerichtet ist. Die Pizza ist ausgesprochen gut und der erste Hunger ist damit überstanden, so dass wir uns wieder dem Tagesprogramm, nämlich relaxen, widmen können. Gegenhalb sechs machen wir uns wieder auf den Weg in Richtung Trogir. Wir wollen noch einmal in Ruhe durch den Ort bummeln und tun dies auch. Eine Unterbrechung findet der Bummel durch ein Abendessen in dem Restaurant Piccolo Ponte, in dem wir eine gutes Abendessen genießen.

Als es an Bezahlen geht, zahlen wir in bar. Das Wechselgeld wird uns gereicht und ich stelle fest, dass man uns erheblich zu viel wieder rausgegeben hatte. Ehrlich wie wir sind, gaben wir dieses natürlich zurück. Das brachte uns einen Slibowitz auf Kosten des Hauses ein. Während sich das Wetter erneut etwas verschlechtert, machen wir uns auf den Heimweg. Zurück am Wohnmobil gönnen wir uns das WM-Qualifikationsspiel gegen Norwegen im Fernsehen. Deutschland gewinnt souverän mit 6:0. Leider sind alle norwegischen Camper am heutigen Tag abgereist, so dass man darüber nicht mehr fachsimpeln konnte.

Bereits um 09.00 Uhr sitzen wir am nächsten Morgen wieder im Wohnmobil. Wir sind früh aufgestanden, da es am heutigen Tag weitergehen sollte. Vorher ent- und versorgen wir noch kurz. Während ich für 5 Kuna Frischwasser auffülle, bezahlt Elli die Rechnung. Danach geht es über die Landstraße in Richtung Split. Auf den ersten Kilometern kommen wir an einem Lidl-Markt vorbei und ergänzen schnell unsere Lebensmittel. Danach folgen wir der D8 in Richtung Süden.

In den größeren Städten an der Strecke, Omis und Makarska, kommt es immer wieder zu kleineren Staus, die uns etwas aufhalten. Als wir in Drvenik eintreffen, hat die Fähre nach Hvar gerade den Hafen verlassen. Wir kaufen unser Fährticket und Elli fährt das Wohnmobil in die Warteschlange, bevor es dann auf ein Getränk in ein Café geht. Als dann die nächste Fähre den Hafen ansteuert, gehen wir zum Wohnmobil zurück.

Doch entgegen unserer Erwartungen werden die wartenden Fahrzeuge nicht auf die Fähre gewunken, sondern müssen weiter warten. Die Fähre macht erst einmal Pause und wir müssen auf die Rückkehr der zweiten Fähre warten, wie uns ein Geschäftsinhaber mitteilt. Mittlerweile ist es ausgesprochen warm geworden und wir beginnen zu schwitzen. Die zweistündige Wartezeit nutzen wir für einen Mittagssnack und Kleinreparaturen am Wohnmobil.

Als dann die nächste Fähre kommt, geht alles recht zügig. Wir erhalten einen Platz in der ersten Reihe und gehen auf das Passagierdeck, wo wir die Überfahrt nach Hvar bei strahlendem Sonnenschein genießen. In Sućuraj angekommen, machen wir uns gleich an die Weiterfahrt in Richtung Hvar, wohingegen viele andere Fahrzeuge erst einmal am Fährhafen halten. Wir folgen der Streckenführung der D116. Sonderlich breit ist die Fahrbahn dieser Straße nicht und wir begegnen dem Gegenverkehr auf dieser Strecke mit Respekt. Erst nach etwa 30 Kilometern ist die D116 besser ausgebaut, so dass man entspannt fahren kann. In Hvar folgen wir der Beschilderung in Richtung Camp Vira, dem von uns ausgesuchtem Campingplatz. Dort sind wir gegen 16:00 Uhr angekommen und Elli macht sich ans Check-In. Wir finden einen Stellplatz aif einer etwas abgelegenen Terrasse, der einen minimalen Blick auf die Adria bietet. Nachdem wir aufgebaut haben geht es erst einmal ins Wasser, das wunderbar klar und erfrischend ist. Zurück am Platz treffen wir dort auf unsere Nachbarn, die aus Berlin kommen und sich schon einige Zeit auf der Insel aufhalten. Sie geben uns ein paar nützliche Tipps für unseren Aufenthalt. Zum Abendessen geht es in das Lokal auf dem Campingplatz. Da hier schon fast Saisonende zu sein scheint, gibt es nur eine abgespeckte Karte. Wir werden trotzdem fündig und durch ein freundliche Bedienung und ein gutes Essen entlohnt.

Am nächsten Tag ist ein Ausflug nach Hvar geplant. Nach dem Frühstück, gegen 09.00 Uhr, geht es zur Rezeption. Elli hatte die Abfahrtszeiten des Shuttlebusses studiert und war der Auffassung, dass dieser in einer halben Stunde abfahren würde. Leider hatte sie sich um eine Stunde geirrt und der Bus war schon um halb acht gefahren. Da der nächste erst zwei Stunden später fahren sollte, erinnerten wir uns an einen Tipp unserer Platznachbarn und nahmen einen Fußweg durch einen Tunnel in Anspruch. Dieser befand sich etwa 500 Meter vom Campingplatz entfernt und führte unter einem Berg hindurch zur Hotelanlage Sirena am Südufer. Leider war der Bau des Tunnels nicht fertiggestellt worden, so dass wir auf dem Schottergrund uns durchs Dunkel bewegen mussten. Gott sei Dank hatten wir unsere Handys dabei und konnten die Taschenlampenfunktion nutzen. Ohne diese hätte es nicht geklappt.

Nachdem wir die Tunnel hinter uns gelassen hatten – es waren insgesamt zwei, gingen wir durch die Außenbezirke von Hvar in Richtung Strandpromenade. Nachdem wir einen hochwertigen Hotelkomplex passiert hatten, befanden wir uns auch schon am Hafen und konnten den Ort erkunden. Zunächst einmal stärkten wir uns aber noch einmal in einem Café. Danach ging es an die Sehenswürdigkeiten. Die erste lag direkt nebenan, die Loggia, ein alter venezianischer Palast.

Von hier aus ging es auf den Stadtplatz Pjaca, an dem auch die Touristeninformation liegt. Elli besorgte uns hier einen Stadtführer light, der uns bei der Erkundung der Ortschaft half. Zunächst ging es am Hafen entlang und dann durch die kleinen Gassen der Altstadt wieder zurück zum Stadtplatz. Von hier machten wir uns an den Aufstieg zur Festungsanlage Španjola., die oberhalb der Stadt liegt und von wo aus man einen wunderbaren Ausblick genießen kann.

Auf dem Abstieg, die Besichtigung der Festung hatten wir uns erspart, hielten wir Ausschau nach einem Restaurant für unser anstehendes Mittagessen. Fündig wurden wir letztlich am Hafen mit dem Restaurant Mediterrano. Hier gab es eine gute Pizza, wen auch überteuerte Pizza, die uns für den Rückweg stärkte, den wir nach dem Essen antraten. Nach etwa sechs Stunden waren wir zurück am Campingplatz uns sprangen erst einmal ins Wasser. Danach genießen wir das sonnige Wetter an der Beachbar und lassen es uns bei kühlen Getränken gut gehen. Den Rest des Abends verbringen wir dann am Wohnmobil.

Der nächste Tag war wieder als Reisetag geplant. Nach dem Frühstück ging es zügig in Richtung Fähre. Wieder mussten wir uns der Herausforderung der doch recht schmalen Landstraße stellen, kamen aber ohne besondere Vorkommnisse in Sućuraj an. Wieder mussten wir uns in die Schlange stellen und erst einmal warten. Elli besorgte die Fahrkarten und versuchte abzuschätzen, ob wir bereits auf die nächste Fähre raufkommen. Als diese dann eintraf und sich die Fahrzeugschlange in Bewegung setzte, stieg die Spannung. Leider wurde vier Fahrzeuge vor uns dann das Beladen gestoppt und wir mussten warten. Die Wartezeit nutzten wir für einen Besuch des Cafés und ließen uns nicht stressen. Als dann die nächste Fähre eintraf, wurde uns ein Platz zugewiesen.

Beim Entladen mussten wir diesmal allerdings etwas länger warten, da erst die komplette gegenüberliegende Seite entladen wurde, bevor es für uns wieder auf di Straße ging. Über die D8 ging es dann nach Ploče und durch die Deltamündung der Neretva.

An einem der vielen Obststände musste ich dann noch kurz halten, damit Elli ihre Obstvorräte ergänzen konnte. Nachdem dies erledigt war, folgten die beiden Grenzübertritte und die Durchquerung von Neum, die natürlich wieder stockend erfolgte. Kurze Zeit später bogen wir von der D8 auf die D414 in Richtung Ston ab. Die Besichtigung von Ston planten wir für die Rückfahrt, so dass es zügig weiter in Richtung Orebić ging. Hier hatten wir den Campingplatz Kamp Nevio auf Grund seiner guten Bewertungen als Ziel ausgewählt.

Elli erledigte das Check-in und machte sich auf den Weg einen Stellplatz auszusuchen. Ich wartete einfach. Allerdings dauerte es ganz schön lange, bis Elli wieder zurückkam. Nach einer gefühlten Ewigkeit war sie wieder da und hatte zwei bis drei Stellplätze in die engere Wahl genommen. Wir wählten unter diesen den Stellplatz 41 aus und Elli vollendet das Check-in, so dass wir uns einrichten konnten. Als dies erledigt war, ging es erst einmal zum Strand. Elli wollte mir noch die anderen Stellplatzmöglichkeiten zeigen und wir wollten eine Kleinigkeit essen. Auf dem Weg zur Beachbar konnte ich dann auch verstehen, warum es so lange gedauert hatte. Der Campingplatz hatte ein gefühltes Gefälle von 15 %, was den Gang über den Campingplatz nicht gerade einfach machte. Die Beachbar wurde nur von jungen Leuten betrieben, entsprechend locker ging es zu.

Nach unseren Pommes wollte Elli die Zeit nutzen und noch einmal ins Meer springen. Ich trank währenddessen ein zweites Bier und bereitete mich gedanklich auf den Aufstieg vor. Zurück am Wohnmobil machten wir erst noch einmal Pause, bevor es am frühen Abend in das Restaurant auf dem Campingplatz zum Essen ging. Der Service dort war sehr freundlich und das Essen auch gut, lediglich der Preis für Elli’s geratenes Gemüse war mit umgerechnet 11 Euro stark überzogen. Wir wollten uns dann noch etwas die Füße vertreten und erkundeten den Supermarkt, in dem ich am nächsten Morgen die Brötchen holen wollte. Zurück am Wohnmobil genossen wir den lauen Abend. Elli wurde von einer der Campingplatzkatzen belagert, die die Zuwendungen sichtlich genoss.

Als es zu regnen anfing, zogen wir uns dann ins Wohnmobil zurück und die Katze musste sich einen neuen Platz suchen.

Der Regen hatte am nächsten Morgen aufgehört, so dass wir nach dem Frühstück nach Orebić aufbrachen. Wir stellten fest, dass der Ort sehr klein ist und als wir am Hafen ankamen, schon alles gesehen hatten. Wir suchten uns also ein Café und planten von hier aus mit der Fähre nach Korčula überzusetzen, um die Stadt zu besichtigen. Während unserer Planungen fing es erneut zu regnen an, so dass wir die erste Abfahrt passieren ließen, um auf schöneres Wetter zu warten. Elli schaute zwischendurch immer wieder in einer Wetter-App nach, wie sich der Regen entwickelt. Als sich andeutete, dass zu Abfahrtszeit der nächsten Fähre der Regen nachlassen sollte, machten wir uns auf den Weg zum Anleger. Die Fahrkarten für die Personenfähre, die direkt in Korčula anlegt, musste man am Schiff erwerben, so dass wir am Anleger warteten. Pünktlich erschien die Fähre und wir setzten über.

In Korčula angekommen, war es nur noch leicht am regnen und wir fingen mit unserer Stadtbegehung an.

Zunächst lag der Schwerpunkt in der Suche nach einem Restaurant für unser Mittagessen. An der Kirche Sveti Marko angekommen, fing es wieder stärker an zu regnen. Wir fanden in der Nähe der Kirche eine kleine Pizzeria, wo wir trocken sitzen konnten und genossen uns Mittagsmahl. Danach folgte noch ein zweistündiger Stadtrundgang durch die Gassen von Klein-Dubrovnik, wie Korčula auch genannt wird.

Pünktlich mit der Rückfahrt der Fähre um 15.10 Uhr hört der Regen auf, so dass wir die Überfahrt auf dem Oberdeck genießen können. Zurück am Wohnmobil lassen wir den Tag gemütlich ausklingen und verbringen den Abend an unserem mobilen Heim.

In der Nacht fängt es erneut an zu regnen. Das schlechte Wetter steigert sich bis zu einem Gewitter, durch das ich geweckt werde. Die Blitze schlagen derart dicht ein, dass alles taghell erleuchtet ist und kurze Zeit später sind wir ohne Strom. Dies ist auch noch der Fall, als ich mich auf den Weg zum Bäcker mache, so dass ich in der Rezeption Bescheid gebe. Kurze Zeit später ist eine Servicekraft da und drückt die herausgesprungene Sicherung wieder rein.  Nach dem Frühstück nutzen wir eine kurze Regenpause, um unsere Klamotten zu verstauen und machen uns auf den Weg in Richtung Ston. Die gesamte Strecke nach Ston ist es am regnen. In Ston angekommen finden wir einen Parkplatz und gerade in dem Moment, in dem wir einparken, setzt ein Starkregen ein. Die eigentliche Besichtigung fiel damit ins Wasser und wir wichen von unserem ursprünglichen Plan ab und machten uns in der Hoffnung auf besseres Wetter wieder auf den Weg in Richtung Norden. In Neum füllten wir noch für 0,97 Euro unseren Kraftstofftank und fuhren in Ploče auf die Autobahn 1 auf.

Während der Fahrt in Richtung Norden besserte sich das Wetter zusehends. Als wir die Autobahn an der Abfahrt Zadar II verließen, schien sogar durchgängig die Sonne. Üner Nebenstrecken gelangten wir dann nach Nim und machten uns auf die Suche nach dem Campingplatz Zaton Holiday Resort. Der Navi war uns dabei nicht hilfreich, da er mit der Klassifizierung der Straßen nicht zurechtkam und uns über Feldwege zum Ziel schicken wollte. Wir fanden dann zeitweise Hinweisschilder auf den Campingplatz, da dann aber an der nächsten Abbiegemöglichkeit nicht mehr vorhanden waren. Endgültig ohne Ausschilderung war dann ein Kreisverkehr, so dass wir unserem Gefühl folgend abbogen. Als wir dann eine Torzufahrt zu einem Campingplatzgelände sahen, dachten wir, dass wir am Ziel angekommen seien. Leider traf das nicht zu, da es sich nur um einen Nebeneingang handelte. Ein Passant wies uns dann darauf hin, dass  der eigentliche Zugang auf der gegenüberliegenden Seite des Geländes sei. Ich folgte daraufhin einfach der Umzäunung und tatsächlich trafen wir auf einen großzügig angelegten Zufahrtsbereich. Hier empfing uns ein Wachmann, der uns ein Parkticket und den Hinweis auf die etwa 5 Kilometer entfernte Rezeption gab. Dort angekommen, wurde zum Check-in schon dreireihig geparkt und wir wurden auf zusätzliche Parkflächen verwiesen. Elli stellte sich dann schon einmal an der Schlange zum Check-in an, während ich zwischen anderen wartenden Wohnmobilen und Gespannen einparkte. Es dauerte jedoch nicht so lange wie erwartet. Elli hatte das Glück, dass sie nicht auf die Suche nach einem Stellplatz gehen musste, da wir von einem Pärchen ein Platz empfohlen wurde, die den Gang über den Campingplatz schon hinter sich hatte.

Schnell war dieser Stellplatz Nr. 84 gefunden und wir richteten uns ein. Danach ging es erst einmal ins Wasser, da wir das gute Wetter nutzen wollten. Wir ließen den Strandbesuch mit einem Getränk in der Strandbar ausklingen und gingen dann zum Wohnmobil zurück. Für das Abendessen suchten wir ein Lokal am Campingplatz aus. Es gab eine Vielzahl von Restaurants, so dass uns die Auswahl nicht einfach fiel. Letztlich einigten wir uns auf eine Konoba in der Shoppingzone des Campingplatzes. Der Service in dem Restaurant war nicht so toll, aber das Essen war okay. Zum Abschluss gönnten wir uns noch eine Kugel Eis, bevor es zum Wohnmobil zurückging. Hier angekommen konnten wir noch eine kurze Zeit draußen sitzen, bevor es leicht zu regnen anfing.

Der Regen hatte am nächsten Morgen wider aufgehört. Leider war es bedeckt und windig gebleiben. Für unseren Tagesplan war das aber nicht so ausschlaggebend, da wir uns Nin anschauen wollten. Nach einem ausgiebigen Frühstück ging es am späten Vormittag dann los. Bis zum Mittag bummelten wir durch den kleinen, aber sehenswerten Ort. Besonders sehenswert hierbei die Kirche Sveti Križa, die kleineste Kathedrale der Welt.

Zum Abschluss wollten wir noch die Kirche Sveti Nikola anschauen, die etwas außerhalb liegt. Gesehen haben wir sie auch, aber da wir über die Felder nicht zu ihr gelangen konnten, ließen wir den Besuch ausfallen. An der Landstraße entlang ging es dann zurück zum Campingplatz. Hier bummelten wir nach dem Mittagessen über den Platz und konnten uns das Training zur dort stattfindenden Weltmeisterschaft im Minigolf anschauen. Wieder am Wohnmobil angekommen hatten wir gerade noch Zeit die Markise auszukurbeln, als es zu regnen anfing. Diesmal war es allerdings kein kurzer Schauer, sondern ein Starkregen bis hin zum Gewitter. Als es um halb sechs aufhört zu regnen, machen wir uns gleich daran unsere Sachen zu verstauen und danach auf den Weg in die Pizzeria zum Abendessen. Mit unserem Eintreffen dort, beginnt es auch wieder zu regnen. Das Essen dort war nicht so toll und auch der Service ließ zu wünschen übrig. Insgesamt vermittelte das Lokal eher das Gefühl in einem Pizzabringdienst die Zeit zu verbringen.

Die Nacht über regnet es sich richtig ein und in den frühen Morgenstunden setzt ein Gewitter ein, das sich bis zu unserem Aufstehen um halb acht hält. Der Regen ist derart stark, dass keiner Lust hat, Brötchen zu holen. Wir frühstücken mit dem, was wir im Wohnmobil haben und warten ab, dass der Regen aufhört, da wir ja eigentlich weiterfahren wollten. Um halb zehn ist es dann soweit. Einen kurzen Augenblick lang lässt der Regen nach und wir verstauen die letzten Sachen und fahren in Richtung Rezeption. Als wir dort ankommen, regnet es wieder so stark, dass Elli nur unter dem Einfahrtsdach aussteigen mag. Nachdem wir unsere Rechnung bezahlt haben, machen wir uns auf den Weg in Richtung Autobahn. Der Navi führt uns diesmal über Zadar. Kurz bevor wir dort eintreffen, müssen wir das erste Mal durch Wasser fahren, das sich auf der Straße im Bereich einen Senke gesammelt hat.

Als wir uns in Zadar bis zur Jadranska Magistrala durchgekämpft hatten, geht gar nichts mehr. Die Zubringerstraße zur Autobahn ist vor uns gesperrt, das das Regenwasser in Sturzbächen über die Fahrbahn läuft. Wir beschließen bei einem Kaffee das Schlimmste abzuwarten und steuern das nächste Einkaufszentrum an. Auf der Einfahrt zum Parkplatz bietet sich uns ein erschreckendes Bild. Die Tiefgarage des Parkhauses ist schon komplett geflutet und die Pkw auf dem Parkplatz stehen schon bis zum Kühler im Wasser. Wir versuchen daraufhin Zadar auf einer anderen Ausfallstraße zu verlassen und müssen feststellen, dass auch diese gesperrt ist. Also suche ich erste einmal einen hochgelegenen Parkplatz mit Supermarkt und werde bei einem Interspar fündig. Hier verbringen wir die nächsten zwei Stunden mit Kaffeetrinken, einkaufen und abwarten. Während wir so warten, beschließe ich die Weiterfahrt für den heutigen Tag zu streichen und rufe bei unserem nächsten Campingplatz an, um die Reservierung zu ändern. Dort hat man von der Lage in Zadar gehört und zeigt sich sehr entgegenkommend. Wir machen uns dann auf den Weg zu einem Campingplatz in Zadar, wo wir das Gewitter aussitzen wollen. Die Wahl fiel auf den neuen, und im Campingführer bewerteten und beworbenen, Premium Camping Falkensteiner im Norden von Zadar. Der Navi konnte uns zwar führen, aber wir mussten die Route immer wieder eigenhändig ändern, da die Straßen dorthin teilweise so hoch unter Wasser standen, dass wir selbst mit dem Wohnmobil die Durchfahrt nicht wagen wollten. Irgendwann und irgendwie hatten wir es dann doch geschafft und das Zielgebiet erreicht. Nur der Campingplatz ließ sich nicht finden. Wir fuhren daraufhin das uns bekannte Autokamp Borik an, dass in unmittelbarer Nachbarschaft liegt an. Hier sagte man uns, dass der Campingplatz noch gar nicht existent sei, was wir später auch selbst feststellen konnten. Im küstennahen Bereich des Autokamps fanden wir einen Stellplatz mit festem Untergrund, auf dem wir das Ende des Regen abwarteten. Gegen 16:00 Uhr war es dann soweit. Gleich gingen überall die Türen auf uns alle kamen heraus. Wir nutzten die Zeit für einen Spaziergang an der Uferpromenade entlang. Lange konnten wir uns aber nicht freuen, da kurze Zeit später der Regen wieder einsetzte. So ging es weiter bis halb sieben am Abend. Erst da hörte es dann wirklich auf zu regnen.

Am nächsten Morgen werden wir von Gerüstbauern auf einer nahen Baustelle geweckt. Das wieder gearbeitet wird, lässt uns hoffen, dass das Wetter sich etwas bessert. Und tatsächlich ist es erst einmal trocken, als wir uns auf den Weg in Richtung Krk machen. Die Strecke dorthin legen wir in Gänze über Landstraßen zurück. Auf der Küstenstraße sehen wir dann noch einmal die Folgen des gestrigen Unwetters und können froh sein, dass die Fahrt für uns in Zadar unterbrochen wurde. Auf diesem Teil der Strecke muss wohl am Vortag kein Durchkommen gewesen sein. Gegen Mittag kommen wir in Novi Vinodolski an und nutzen einen Discounter an der Strecke, um unsere Vorräte auszufüllen. Beim Verlassen des Ortes, mittlerweile scheint sogar zeitweise die Sonne, halten wir noch an einem Café. Hier kommen wir mit einer Familie am Nebentisch ins Gespräch, die gerade vor dem schlechten Wetter in Istrien die Flucht in Richtung Süden angetreten hat. Die weitere Fahrt verläuft ohne besondere Vorkommnisse, so dass wir gegen 14.00 am Campingplatz Bunculuka in Baska auf Krk ankommen. Die Reservierung für den Stellplatz hatte man tatsächlich aufrechterhalten, so dass wir Stellplatz 27 beziehen können. Schnell sind wir eingerichtet und machen es uns in der Sonne gemütlich.

Das Wetter war uns aber weiterhin nicht wohlgesonnen. Am Spätnachmittag fing es wieder zu regen an, so dass wir unseren geplanten Trip in den Ort Baska erst einmal zurückstellten. Als die Zeit für das Abendessen näher kam, entschieden wir uns für das Restaurant auf dem Campingplatz. Der Regen hatte mittlerweile zwar nachgelassen, aber es war auch merklich abgekühlt.

Der nächste Morgen empfing uns mit strahlendem Sonnenschein. Vor dem Frühstück geht Elli erst einmal eine Runde Schwimmen und bringt gleich die Brötchen für das Frühstück mit. Wir beschließen den Tag auf dem Campingplatz zu verbringen. Am späten Vormittag machen wir uns auf den Weg zum Strand und mieten uns eine Liege, um am Strand vernünftig zu relaxen. Die Getränke holen wir aus dem nahen Supermarkt, so dass es uns an nichts mangelt und wir erst am späten Nachmittag den Aufstieg zum Stellplatz in Angriff nehmen. Nach einer erfrischenden Dusche geht es dann endlich nach Baska.

Schnell werden wir uns über das Abendessen einig und ergattern noch einen Tisch im Restaurant Kalun. Hier genießen wir ein gutes Essen bei einem sehr guten Service. So gestärkt bummeln wir noch die die Gassen von Baska und machen auf dem Rückweg unsere mittlerweile obligatorische Einkehr in der Caffe Bar Ankora. Zurück am Campingplatz können wir sogar noch eine Zeitlang draußen sitzen, bevor uns die kühlen Temperaturen ins Mobil treiben.

Schön wäre am folgenden Tag ein ähnliches Wetter gewesen. Leider war uns dies nicht vergönnt. Da es leicht bewölkt war, machten uns wir uns am Vormittag auf den Weg nach Baska, um etwas zu bummeln und zu shoppen.

Elli nutzt die Gelegenheit, um sich neue Ohrringe zu kaufen, da ihr im Urlaub, genauer gesagt in Orebić ein Paar abhandengekommen war. Zum Mittagessen setzen wir uns die Konoba Ziraffa. Hier hat man einen wunderbaren Ausblick auf den Hafen und das Treiben auf der Promenade. Nach einer wirklich guten Pizza machen wir uns auf den Weg zurück zum Campingplatz. Hier verbringen wir den Rest des Tages in der mittlerweile scheinenden Sonne. Um 18.00 Uhr machen wir uns wieder auf den Weg nach Baska. Zum Abendessen hatte Elli in der Konoba Ziraffa ein Angebot für Rippchen gesehen, was sie gern ausprobieren würde. Als wir uns gesetzt hatten und bei der Bestellung waren, wurde sie jedoch enttäuscht. Rippchen waren ausverkauft. Noch einmal Pizza wollten wir nicht nehmen, so dass es an den Restaurants entlang auf der Suche nach Tisch und Essen ging. Die vorletzte Möglichkeit, das Restaurant Kalun, wurde dann wieder unsere Wahl. Hier fanden wir noch einen gemütlichen Tisch für Zwei – leider im Wind, aber das machte uns nichts aus. Während des Essens tauschten wir uns mit unseren Tischnachbarn über die Urlaube aus, bevor es dann zum Campingplatz zurückgeht. Dort angekommen geht Elli gleich erst einmal den Platz bezahlen, da wir am nächsten Morgen abreisen wollen.

Bereits um halb sieben waren wir wach und machten uns fertig. Um kurz vor acht ging es bereits los und schnell erreichten wir Rijeka. Hier fing es wieder zu regnen an. Wir folgten der A7 in Richtung Rupa, wo es über die Grenze gehen sollte. Am Grenzübergang hatte sich ein kleiner Stau aufgebaut, den wir ertrugen. Gleiches galt für die Einreise nach Slowenien. Hier folgte dann aber eine kleine Überraschung. Alle größeren Fahrzeuge wurden herausgewunken und von der Polizei zurück geschickt. Es traf auch uns. Die Begründung war, dass es auf der Strecke zu einem Lkw-Unfall gekommen sei und größere Fahrzeuge nicht passieren könnten. Unsere Hinweise auf unsere geringeren Abmessungen zeigten keinen Erfolg und wir mussten wenden … und tatsächlich wieder für die Einreise nach Kroatien anstehen.

Nachdem wir den Grenzübergang hinter uns gelassen hatten, machte sich wieder das fehlende Kartenmaterial bemerkbar. Wir konnten eine Umleitung nur erahnen, hatten aber Glück, und fanden auf die E61 und den Grenzübergang Pasjak. Hier waren wir dann nach einer kurzen Wartezeit nach Slowenien eingereist und die Heimfahrt konnte weitergehen. Doch wie? Zurück in Richtung Ilirska Bistrica, um auf der ursprünglichen Strecke unterwegs zu sein oder der E61, um auf die A1 zu gelangen. Nach einer kurzen Beratung hatten wir uns entscheiden und folgten der E61. Die Strecke war letztlich nur geringfügig länger. In Kozina geht es dann auf die A1 und im dichten Verkehr geht es in Richtung Ljubljana und dann weiter zum Karawankentunnel. Auch hier haben wir Glück und müssen nur kurz warten und erreichen gegen 13.00 Uhr Villach. In Gralla tanken wir noch kurz auf. Leider ist es ein Tankautomat, der aus uns nicht ersichtlichen Gründen den ersten Tankvorgang stoppt, so dass wir eine Säule weiterfahren und einen zweiten Versuch starten, um den Kraftstofftank aufzufüllen.

Von Gralla aus geht es erst einmal auf der A10 weiter, bevor wir in Seeboden auf die B106 abbiegen, um in Richtung Mallnitz zu fahren. Bis Obervellach ist es eine schöne Strecke. Nur der folgende Teil auf der B105 bis nach Mallnitz ist eine steile Serpentinenstrecke, die sich mit dem Wohnmobil nicht schön fahren lässt. In Mallnitz steuern wir direkt die Tauernschleuse an und stellen uns in die Warteschlange. Elli steigt hier aus, um zu ihrer Wandergruppe zu stoßen. Ich werfe einen Blick auf den Fahrplan uns stelle fest, dass die nächste Bahn um 14.50 Uhr, also in 20 Minuten, abfährt. Kurze Zeit später fährt der Autozug ein und, obwohl Elli’s Fahrgelegenheit noch nicht eingetroffen ist, nehme ich den nächsten Autozug.

Nachdem das Wohnmobil verladen ist, gehe ich in den Panoramawagen. Als die Fahrt starte, flachse ich mit einer skandinavischen Reisegruppe darüber, warum wir in einem Panoramawagen sitzen, wo doch die gesamte Fahrt nur durch den Tunnel geht. Nach etwa 10 Minuten kommen wir am Bahnhof Böckstein an und dürfen die Fahrt mit unseren eigenen Fahrzeugen fortsetzen. Über die B167 und B311 geht es bis nach Bischofshofen, wo es wieder auf die A10 geht. Um kurz vor vier erreichte ich dann Salzburg. Aus dem Radio und über den Navi hatte ich bereits erfahren, dass auf allen Strecken nach Deutschland Stau herrschte. Ich entschloss mich daher, über Braunau am Inn zu fahren, um die Staus und Sperrungen zu umfahren. Der Navi und das Kartenmaterial waren mir dabei keine große Hilfe. Als ich in Braunau ankam, stand ich vor dem nächsten Problem. Die Brücke über den Inn, die für den Schwerlastverkehr freigegeben war, war gesperrt. Mangels Alternativen nutzte ich die Brücke in Braunau, die auf 2,8 Tonnen begrenzt war. Von dort aus ging es auf die B12 und dann kurz vor Passau auf die BAB 3. Ab hier ging es dann ohne Verkehrsstörungen weiter und nach einem schnellen Abendessen in Wörth an der Donau, setzte ich meine Fahrt in Richtung Norden über die BAB 93 und BAB 9 fort. Auf der BAB 38 war dann der Verkehr soweit zurückgegangen, dass ich das Gefühl hatte allein unterwegs zu sein. Es folgte die Strecke über die B 243, die fast komplett im Nebel lag und die BAB 7. Gegen 01:30 Uhr parkte ich in Harsum ein und war froh, wieder zu Hause zu sein.

Strecke 3776,6 km
Durchschnittsverbrauch 9,2 l
Durchschnittsgeschwindigkeit 66 km/h
Fahrzeit 56 h 33 min

 

Kroatien mit Schwerpunkt Inseln

Kroatien – Schwerpunkt Inseln

23.08.2016 – 07.09.2016

Nachdem unser letzter Urlaubstrip nach Bayern mehr oder weniger ins Wasser gefallen war, wollten wir unbedingt Sonne tanken und wählten wieder einmal Kroatien als Urlaubsziel aus. Da das Ganze mit dem neuen Wohnmobil stattfinden sollte, setzten wir unseren Schwerpunkt auf die Inselwelt der Kvarner Bucht, die wir bis dato nur gestriffen hatten.

An einem Dienstag ging es morgens um 08.15 Uhr los. An der Raststätte Harz halten wir noch einmal, um den Reifendruck am Wohnmobil zu prüfen. Hierbei fällt mir eine Ventilkappe durchs Felgenloch und verschwindet auf Nimmerwiedersehen. Den Verlust können wir bei einem kurzen Stopp in Göttingen kostenlos ersetzen. Gehalten hatten wir, um uns beim ADAC in Göttingen mit Reiseunterlagen für unsere Tour einzudecken. Danach geht es auf die Autobahn und wir kommen zügig voran. Unseren Mittagsstopp legen wir in Geiselwind ein. Total stressfrei geht es an München vorbei und durch Österreich durch. Um 19.40 Uhr treffen wir am Stellplatz in Rosegg ein, wo wir übernachten wollen. Bei lauem Wetter genießen wir unser Abendessen im Biergarten der Gaststätte.

Bereits um 06.30 Uhr stehen wir am nächsten Morgen auf. Schnell sind Brötchen besorgt und es wird gefrühstückt. Bereits um 08.00 Uhr verlassen wir den Stellplatz und erinnern uns dabei an unseren letzten Aufenthalt, als der Scheibenwischer ausfiel. Das Wetter während der Fahrt ist sonnig und der Verkehr ist okay. Ab Postojne geht es über die Landstraße zur kroatischen Grenze und bereits um 11.00 Uhr treffen wir in Rijeka ein. An der Riviera von Opatja entlang geht es durch den Stadtverkehr zum Fähranleger von Brestova. Von hier soll es mit der Fähre nach Cres gehen. Als der Navi noch 400 Meter bis zum Fähranleger verkündet, stoppt unsere Fahrt und wir müssen uns in die Warteschlange einreihen. Zunächst machten wir uns auf die Suche nach dem Kartenverkauf. Hier wurden wir auch beruhigt, dass wir auf jeden Fall noch mitkommen würden. So war es dann auch.

Kurze Zeit später lief die Fähre ein und wir wurden an Bord gelotst. Danach machten wir es uns auf dem Sonnendeck gemütlich und genossen die Überfahrt nach Cres.

In Porozina angekommen, waren wir unter den Ersten, die die Fähre verließen. Und das war auch unser Glück. Die Abfahrt von der Fähre wurde nicht geregelt und der kleine Ort konnte den wartenden und ablaufenden Verkehr kaum bewältigen. In letzter Sekunde schaffte ich es vor einem überdimensionierten Wohnmobil auf die Landstraße 100 einzufahren. Hinter uns danach dann kein Verkehr mehr, wohl weil das andere Wohnmobil erst einmal feststeckte. Die Straße, der wir folgten, war schmal und fiel an den Seiten steil ab. Zudem machten uns die kräftigen Windböen zu schaffen, die stark am Wohnmobil rüttelten.

Um 13.50 Uhr kommen wir am Campingplatz Kovacine an und Elli kümmert sich um einen Stellplatz. Nach langem Suchen findet sie den Stellplatz Nr. 375, der unseren Ansprüchen genügt und, nachdem wir ihn wiedergefunden hatten, richteten wir uns auf dem riesigen Platz ein. Um 15.15 Uhr beginnt dann unser Urlaub und wir gehen erst einmal ins Wasser. Auf dem Weg dorthin finden wir eine kleine Bar, die direkt an der Uferpromenade unterhalb unseres Stellplatzes liegt. Hier gönnen wir uns danach erst einmal ein Getränk und besprechen den weiteren Ablauf.

Um 18.00 Uhr geht es dann über die Uferpromenade direkt nach Cres. In einer kleinen Gasse fanden wir die nette Konoba Kopac, wo wir unser Abendessen einnahmen.

Gegen 20.00 Uhr ging es dann zum Hafen zurück. Hier versammelten sich mittlerweile immer mehr Leute und wir erfuhren, als wir unseren Cappuccino genossen, dass die kroatischen Olympiasieger Fantela und Marenic empfangen werden sollten. Dieses Spektakel wollten wir uns nicht entgehen lassen. Wann ist man schon einmal so dicht an Olympiasiegern dran. Das Spektakel, was folgte war imposant. Mit dem Boot fuhren sie in den Hafen ein, begleitet von bengalischen Feuern und Schiffshörnern.

Gegen 23.00 Uhr waren wir zurück auf dem Campingplatz und genossen die laue Nacht.

Der nächste Morgen beginnt bereits um 06.00 Uhr, als die Putzfrauen sich begrüßen. Bis 07.15 Uhr halten wir uns noch zurück, dann mache ich mich auf den Weg Brötchen einzukaufen. Nach dem Frühstück geht es noch einmal nach Cres. Am Vorabend hatten wir das Sightseeing bewusst vernachlässigt. Jetzt holten wir es nach. Den gesamten Vormittag bummelten wir durch die Gassen und kauften schon einmal etwas ein. Danach ging es wieder zum Campingplatz zurück, wo wir sofort das Wasser aufsuchten, um uns abzukühlen. Nachmittags ging es dann noch einmal in die Twister-Bar auf ein Bier. Da es diesmal sehr gut gefüllt ist, teilten wir den Tisch mit einem Pärchen, das mit ihren Hunden unterwegs ist. Im Gespräch tauschen wir uns über unsere Erfahrungen mit Urlaub in Kroatien aus. Zum Abendessen geht es dann wieder nach Cres. Am Hafen finden wir eine nette Spaghetteria. In einem netten Ambiente genießen wir eine gute Pizza.

Am nächsten Morgen sind wir bereits um 07.15 Uhr hoch. Elli geht eine Runde laufen, während ich das Frühstück vorbereite. Angedacht war an diesem Tag die Weiterreise. Nachdem Elli jedoch mit dem Campingplatz telefoniert hatte, beschlossen wir noch einen Tag zu bleiben und lieber noch etwas zu relaxen. Gesagt, getan. An diesem Tag genossen wir das warme Wetter, die Sonne und das Meer. Abends machten wir noch einen Spaziergang über den Campingplatz und suchten die Rezeption zum Bezahlen auf. Insgesamt zahlten wir 98 Euro für die drei Übernachtungen, was okay war. Danach ging es zu einem Grill auf dem Campingplatz zum Essen. In rustikalem Ambiente gab es gute und reichhaltige Raznjici und Cevapcici.

Der nächste Tag startete genauso wie zuvor. Elli geht laufen und ich bereite das Frühstück vor. Danach räumten wir ein und starteten um 09.00 Uhr unsere Weiterfahrt. Über die Landstraße 100 geht es in Richtung Süden. Kurz nach Cres steigt die Landstraße an und wir haben noch einmal einen schönen Blick über den Ort.

Bereits um 10.15 Uhr kommen wir in Mali Losinj an. Auf der Anfahrt zum Campingplatz sehen wir die Hinweisschilder auf einen Lidl-Markt und beschließen schnell einzukaufen. Leider hat dieser Lidl keine offene Parkfläche, sondern ein Parkhaus. Dumm gelaufen für uns mit dem Wohnmobil. Da passen wir nicht rein. Also schnell einen Parkplatz in der Nähe gesucht. Leider konnten wir uns nur in eine Ausfahrt stellen, so dass ich am Wohnmobil blieb, während Elli zum Einkaufen aufbrach. Das war auch gut so, da kurze Zeit später die Einfahrt frei gemacht werden musste, damit die Anwohner reinfahren konnten.

Als Elli kurze Zeit später wieder auftauchte, stellten wir fest, dass sie das falsche Mineralwasser, nämlich stilles, gekauft hatte. Also machte sie den Weg noch einmal und tauschte das Wasser um.

Eine halbe Stunde später trafen wir dann am Campingplatz Cikat ein. Nun startete die Suche nach einem Stellplatz. Während einige zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs waren, wurde Elli mit einem Golfwagen durch die Gegend gefahren. Als sie einen Stellplatz gefunden hatten, musste ich auch noch einmal einsteigen, um diesen zu bestätigen. Wir erhielten dann einen nicht parzellierten Platz in der Nähe des Waschhauses 7. Bis auf seine Neigung, die wir durch Keile geradeeben ausgleichen konnten, hatte der Platz zunächst keine sichtbaren Nachteile. Nachdem wir uns eingerichtet, hörten wir aber einen Nachteil. Unser Platznachbar, ein slowenischer Dauercamper, ließ in seinem Radio Balkanschlagern in einer Dauerschleife laufen. Bei einem Kaffee diskutierten wir diesen Umstand und kamen überein, dass es schon gut gehen wird. Den Rest des Tages verbringen wir auf dem Campingplatz und kochen uns am Abend eine reichhaltige Portion Spaghetti Bolognese, bevor es noch einmal auf einen Cocktail an die Strandbar geht.

Bereits um 06.45 Uhr startet für uns der nächste Tag. De Nacht war nicht so toll, da wir auf Grund der Platzneigung andersherum im Wohnmobil schlafen mussten. Nach dem Frühstück verbringen wir den Vormittag auf dem Campingplatz. Um 15.00 Uhr machen wir uns dann auf den Weg nach Mali Losinj zum Sightseeing. Am Anfang war der Fußweg noch erträglich, da er durch ein schattiges Waldstück führte. Als wir jedoch am Hafen ankamen, war Schatten Mangelware und die Sonne brannte ganz schön. Als wir dann im Ortskern ankamen, mussten wir erst einmal eine Getränkepause einlegen, um uns für das eigentliche Sightseeing zu stärken.

Es folgten zwei Stunden zu Fuß durch die Gassen des Ortes und die Hügel hinauf, um Kirchen und Plätze zu besichtigen. Hierbei stellten wir fest, dass die vorderen Gassen noch sehr schön waren. Kam man jedoch weiter nach hinten, war alles schon sehr provisorisch, wie z.B. der gefundene Briefkasten.

Gegen 17.00 Uhr machten wir uns dann daran ein Lokal für das Abendessen zu finden. Da wir auf unserem Stadtbummel schon einiges gesehen hatten, wurden wir schnell fündig und kehrten in das Restaurant Za Kantuni ein. Vom Essen und der Freundlichkeit der Bedienung wurden wir hier nicht enttäuscht. Danach ging es zum Campingplatz zurück. Auf dem Rückweg kamen wir überein, dass wir am nächsten Tag wieder aufbrechen würden, da der Campingplatz uns nicht unbedingt zum Bleiben animierte.

So reisten wir dann auch am nächsten Morgen gegen 09.30 Uhr ab. Die Route führte uns an Cres vorbei in Richtung Merag. Hier gab es eine Fährverbindung nach Krk. Um zum Fähranleger zu gelangen, konnte man nur die Landstraße 101 mit seiner Serpentinenstrecke nutzen. Allerdings hatte man hier auch noch in Teilen eine wunderschöne Aussicht auf das Meer. Ungefähr einen Kilometer vor Merag, und damit vor dem Fähranleger, stockte der Verkehr und wir standen in der Schlange zur Fähre.

Wir warteten einfach ab, wie es mit der Schlange voranging. Als die nächste Fähre kurze Zeit später anlegte, baute sich die Warteschlange rasant ab und wir kamen bis zum Kassenhäuschen vor. Die Wartezeit bis zur nächsten Fähre verbrachten wir mit einem Kaffee und dem Kauf der Fahrkarte.

Kurze Zeit später traf bereits die nächste Fähre ein. Die Taktung der Fähren war echt gut. Nachdem wir unseren Platz auf dem Fahrzeugdeck bezogen hatten, machten wir uns auf den Weg nach oben und genossen das sonnige Wetter und den Blick aufs Wasser. Bei einem Blick in das klare Wasser stellten wir Schwärme von Fischen fest, die die Fähre umlagerten.

Wir genossen die Überfahrt und kamen gegen 11.30 Uhr in Valbiska auf Krk an. Wir hatten den Campingplatz Jerzevac in den Navi eingegeben und folgten seinen Anweisungen. Diese führten uns allerdings über eine verschlafene Nebenstrecke. Dies war aber nicht weiter schlimm, da wir es zum einen nicht eilig hatten und weiterhin noch einkaufen wollten. Die Strecke kam direkt an einem Supermarkt in Krk an und wir konnten unser Bedürfnis befriedigen.

Bereits um 12.15 Uhr reihten wir uns in die Schlange vor dem Campingplatz Jerzevac ein. Mit so vielen Anreisenden hatten wir nicht mehr gerechnet. Und tatsächlich, Elli kam zurück und teilte mit, dass der Campingplatz voll sei. Wir telefonierten mit unserer nächsten Wahl, dem Campingplatz Bunculuka in Baska. Hier hatten sie ausreichend Plätze frei, also machten wir uns auf den Weg. Kurze Zeit später beziehen wir Stellplatz Nr. 45. Der hat zwar keinen Schatten, dafür aber ausreichend Platz und Ruhe. Beim Anschließen des Stroms verschafft mir Elli einen Cut auf der Stirn, da sie das Seitenfenster öffnet, gegen das ich prompt gegenlaufe.

Den Rest des Tages verbringen wir auf dem Campingplatz. Abends geht es zum Essen in das Lokal am Strand. Das Essen war gut und schön angerichtet.

Am nächsten Morgen bringt Elli gleich die Brötchen mit, als sie vom Laufen zurückkehrt. Um zum Frühstücken ein schattiges Plätzchen zu haben, müssen wir uns in Richtung unseres Nachbarn begeben. Nach dem Frühstück kommt etwas Wind auf und wir beschließen, den Tag nicht am Wohnmobil zu verbringen, sondern mieten uns Liegen und einen Sonnenschirm am Strand. Mit Getränken versorgen wir uns aus dem nahen Einkaufsmarkt. Das Pfand kann man hier allerdings nicht wieder einlösen. Dazu müsste man einen Supermarkt in Baska aufsuchen, wird uns mitgeteilt.

Zum Abendessen machen wir uns auf den Weg nach Baska. Der Weg ist kürzer, als wir ihn in Erinnerung haben. Nach einer kurzen Orientierungsrunde entscheiden wir uns für das Restaurant Captain’s Diner.

Nach dem Essen machen wir noch einen ausgiebigen Bummel durch die Gassen von Baska, bevor wir am Hafenbecken noch ein Abschlussgetränk in der Caffe Bar Ankora nehmen.

Auch den nächsten Tag verbringen wir wieder auf unseren gemieteten Liegen am Strand. Gegen 17.00 Uhr geht es dann wieder nach Baska. Da wir recht früh sind, starten wir diesmal mit einem Getränk in der Caffe Bar Ankora und diskutieren, wo wir essen wollen. Unsere Wahl fällt letztlich auf das Restaurant Kalun Bistro, das wir am Abend zuvor bereits ins Auge gefasst hatten. Unmittelbar nachdem wir uns an einen Tisch gesetzt hatten, füllte sich das Restaurant auch schlagartig. Das Essen war sehr gut und die Bedienung familiär und freundlich. Wirklich eine gute Wahl. Zurück am Campingplatz gönnten wir uns noch einen Cocktail an der Strandbar.

Der folgende Tag war wieder als Reisetag auserkoren. Während Elli noch eine Runde schwimmen geht, besorge ich die Brötchen. Zurück am Wohnmobil öffne ich den Kühlschrank und mir kommt ein Schwall Milch entgegen. Elli hatte den Kühlschrank mit Milch geflutet, indem sie die offene Milchpackung hingelegt hatte, anstatt sie in die Tür zu stellen. Schnell waren wir mit der Schadenbegrenzung beschäftigt. Die endgültige Reinigung fand dann später zu Hause statt, da die Milch doch in einige Spalten geflossen war, die wir vor Ort nicht reinigen konnten.

Um 08.45 Uhr verlassen wir den Campingplatz und halten kurze Zeit später in der Ortschaft Draga Bascanska, da Elli unbedingt noch Honig kaufen will. Danach geht es nach Senj. Ein kurzer Blick auf den dortigen Stellplatz verrät, dass auch dieser gut gefüllt ist. Aber hier wollen wir ja auch nicht bleiben. Unser Weg führt uns über die B 23 zur Autobahn 1, die wir bis Sibenik nutzen. Von dort geht es dann die Küstenstraße entlang nach Primosten. Hier kommen wir um 14.00 Uhr am Camingplatz Adriatic an. Elli geht uns Anmelden und erhält eine Liste von möglichen Stellplätzen. Wir entscheiden uns für den Stellplatz Nr. 263, der in Meernähe liegt. Während ich schon einmal auf den Stellplatz rangiere, regelt Elli noch die letzten Formalitäten. Pünktlich zur Einweisung erscheint sie wieder und bekommt noch mit, wie ich mit einer Befestigungschraube der Trittstufe an einem Stein hängen bleibe. Gott sei Dank bleibt kein wirklicher Schaden zurück. Lediglich die Schraube muss wieder festgezogen werden.

Nach dem Einrichten gehen wir erst einmal etwas Essen und Trinken. Danach relaxen wir am Platz und Elli kommt mit den Platznachbarinnen ins Gespräch, die auch sofort Reiseziele und Erfahrungen austauschen. Gegen 17.00 Uhr geht es dann in die Stadt. Mit unseren Erfahrungen aus dem Urlaub 2012 beschlossen wir gleich ein Taxi nach Primosten zu nehmen. Preislich hatte sich auch nichts geändert. Es blieb bei 50 Kuna pro Fahrt. Bei unserer Ankunft in Primosten bekamen wir auch gleich die Visitenkarte des Fahrers, damit wir ihn für die Rückfahrt anrufen konnten.

War Primosten 2012 schon sehr touristisch, so war es nun, vier Jahre später, noch ein bisschen mehr. Wir ließen uns trotzdem nicht beirren und bummelten durch die Gassen und um die Halbinsel herum, bis wir genug vom Ort gesehen hatten.

Danach machten wir uns auf die Suche nach einem Restaurant für das Abendessen. Natürlich hatten wir da schon etwas im Kopf und wollten die Konoba Galeb aufsuchen. Nach etwas Sucherei hatten wir sie dann gefunden und erhielten einen Platz auf der Dachterrasse. Das Essen – Muscheln, Salat und Cevapcici – war wieder sehr gut, genauso wie der Service. Gestört haben uns etwas die anderen Gäste. Hier insbesondere die deutschen Gäste, die sich über eine Beerdigung aufregten, die auf dem nahen Friedhof stattfand. Diese würde ja nicht zum Ambiente ihres Essens passen.

Das Highlight war dann die Delfinsichtigung von Elli. Trotz aller Versuche mir die Delfine zu zeigen, gelang es ihr nicht, da ich sie in dem Wellengang nicht sehen konnte. Es war aber sehr schön, wie auch die Tischnachbarn versuchten mir den Blick auf die Delfine zu zeigen. Genützt hat es jedoch nichts. Nach dieser Aktion zahlten wir dann auch und bummelten weiter durch die Gassen. Hierbei suchten wir jetzt auch die touristischen Orte außerhalb des alten Stadtkerns auf.

Unseren Abschluss fanden wir in der Konoba Papec, wo wir an Holzfässern sitzend ein Getränk zu uns nahmen und den Blick über die abendliche Bucht genossen.

Danach riefen wir unseren Taxifahrer und ließen uns zum Campingplatz bringen.

Da Primosten nur als Tagestopp geplant war, machen wir uns am nächsten Morgen gleich wieder ans Einräumen. Da unsere Etappe uns allerdings nur die kurze Strecke nach Seget führt, lassen wir uns bei allem viel Zeit. Trotz aller Ruhe kommen wir bereits um 11.00 Uhr am Autokamp Seget an. Wir erhalten den Stellplatz Nummer 6 direkt am Wasser. Da es sonnig und sehr warm ist, verbringen wir den Rest des Tages am Platz. Zum Mittag suchen wir den neu eingerichteten Grill auf dem Campingplatz auf. Der in der provisorischen Konoba zubereitete Hamburger ist derart groß, dass er für uns beide locker ausreicht. Ein wirklicher Zugewinn für den Campingplatz.

Am Abend bummeln wir um den Hafenbereich herum und machen uns mit den Lokalen vertraut. Letztlich kann uns nichts so richtig überzeugen, so dass wir die Konoba Rico aufsuchen, um zu Abend zu essen. Auch hier war wieder schwierig ein Tisch zu bekommen, doch mit etwas Glück hat es bei uns geklappt und wir genossen ein gutes und reichhaltiges Essen.

Trogir stand für den nächsten Tag auf dem Programm. Da wir die Fahrräder dabei hatten, wollten wir sie auch nutzen und machten uns damit auf den Weg in die Altstadt. Der erste Teil der Strecke war okay, auch wenn wir auf der vielbefahrenen Straße unterwegs waren. Je näher wir jedoch der Altstadt kamen, desto chaotischer und rücksichtloser wurde der Verkehr. Wir stellten unsere Fahrräder in der Nähe des Stadttores ab an einem Verkaufsstand ab,. Das hatte den Vorteil, dass wir sozusagen einen bewachten Fahrradparkplatz hatten. Danach machten wir uns an unseren Bummel durch die Altstadt.

Unser erstes Ziel war die Kathedrale di San Lorenzo. Elli war von ihr sehr angetan und wollte sie diesmal auch von innen besichtigen. Ich ersparte mir dies und suchte mir ein schattiges Plätzchen. Nach der Besichtigung, einschließlich des Turmes, mussten wir uns erst einmal mit einem Cappuccino stärken und setzten uns in ein Lokal an der nahen Piazza.

Danach ging unser Bummel bis zur Mittagszeit weiter.

Als wir in die Überlegung für einen Mittagssnack einstigen, kamen wir schnell überein zum Campingplatz zurück zu fahren, um am dortigen Grill etwas zu uns zu nehmen. Danach verbrachten wir den Tag am Wohnmobil, bevor es gegen halb sieben wieder zum Essen in Konoba Rico ging. Auch diesmal hatten wir Glück mit einem Tisch, obwohl dies erst nicht so aussah. Vor dem Lokal hatte sich eine Hochzeitsgesellschaft versammelt und im Außenbereich waren dadurch einige Tische belegt und ein Getränkestopp eingerichtet. Mit Musik, Alkohol, Rauchtöpfen und natürlich bengalischen Feuern feierte die Hochzeitgesellschaft vor und im Lokal. Als sie dann zum nächsten Lokal weiterzogen, ging es auch mit unserem Essen voran und man konnte sich wieder unterhalten.

Bereits um Viertel vor sieben standen wir am nächsten Morgen auf. Es kündigte sich wieder ein warmer Tag an, den wir allerdings mit Fahren verbringen würden. Bereits um 08.15 Uhr kamen wir vom Campingplatz los und fuhren direkt auf die Autobahn. Dieser folgten wir bis Maslenica und nutzten ab dort die Küstenstraße. Unseren ersten Stopp legten wir in Starigrad ein, um uns über den Nationalpark Paklenica zu informieren, den wir für spätere Reisen als Ziel ins Auge fassten. Nachdem dies erledigt war, gönnten wir uns noch eine Kaffee im Dinko Buffet an der Parkzufahrt. Danach ging es ganz gemütlich nach Norden weiter und wir überlegten, wo wir die Nacht verbringen könnten. Zwei Ziele wurden von uns ins Auge gefasst – Senj oder Krk. Kurz vor Senj, es war um die Mittagszeit, hatten wir uns entschieden und beschlossen es noch einmal auf dem Campingplatz Jerzevac in Krk zu versuchen. Als der telefonische Kontakt hergestellt war, wurde uns die Reservierung für einen Platz „in erster Reihe“ förmlich aufgedrängt. Die Reservierung hätte bis 15.00 Uhr Bestand, so dass wir uns etwas beeilen mussten, da laut Navi unsere Ankunftszeit in Krk bei 14.45 Uhr liegen würde.

Tatsächlich trafen wir bereits um 14.30 Uhr am Campingplatz Jerzevac ein. Elli ging frohen Mutes zur Rezeption und wurde enttäuscht. Keine Reservierung (machen wir telefonisch nicht) und auch von einem Platz am Strand wollte man nichts mehr wissen. stattdessen bot man ihr einen Platz an, der derart verbaut am Ende einer Sackgasse lag, dass man ihn vielleicht mit einem Handkarren erreichen konnte, aber nicht mit einem Wohnmobil. Schnell entscheiden wir uns für einen Kurzparkerstellplatz Nr. 141, um den anderen Suchenden zuvor zu kommen. Als wir eingeparkt hatten, parkte auch direkt der nächste neben uns ein und weiter standen bereit, diesen Platz zu nutzen. Als wir nachmittags nach Krk aufbrechen, ist der Platz voll.

Auf dem Weg in den Stadtkern geht es zunächst am Hafen vorbei. Hier können wir tatsächlich noch Fischer bei ihrem Tagwerk sehen und nicht nur irgendwelche Ausflugs-U-Boote.

Im weiteren Verlauf geht es durch die Gassen und wir erinnern uns gut an unseren ersten Besuch, so dass der Stadtbummel schnell abgeschlossen ist. Elli nutzt diesen noch, um sich ein neues Tuch zu kaufen, da sie ihres zu Hause vergessen hatte und hier schöne zu kaufen waren. Nach Besichtigung aller geöffneten Kirchen geht es auf ein Getränk in den Hidden Garden, ein Lokal in einem mittelalterlichen Teil der Stadt. In dem Garten sitzt man an alten Säulen und Statuen direkt in einem schön hergerichteten Garten. Auf dem Weg zur Toilette entdeckt Elli noch den Zugang zu antiken römischen Stätten, die im Kellerbereich liegen.

Auf dem Rückweg zum Campingplatz kehren wir noch in das Restaurant Jezevac ein. Auch hier waren wir bereits einmal eingekehrt und konnten uns gut an den freundlichen Service und die vielen kleinen Zusatzgetränke erinnern. Der Service war auch diesmal ausgesprochen freundlich, nur die Getränke gingen an uns zunächst vorbei. Aber auch dies wurde vom Personal schnell bemerkt und sie holten es nach. Nach dem Essen ging es dann auf den Campingplatz. Hier erwartete uns die nächste Überraschung. Das Servicepersonal platzierte gerade einen Spätankommer genau in der Zufahrt zum Stellplatzbereich, so dass kein anderes Wohnmobil mehr den Platz verlassen konnte. Alle unsere Einwände zeigten keine Wirkung und man verlangte von uns, dass wir, wenn wir früh abreisen wollten, dies doch bitte selbst regeln müssten. Diese Aussagen riefen bei uns nur Kopfschütteln hervor.

In der Nacht fing es dann auch noch an zu regnen. Gegen 07.30 Uhr sind wir dann aufgestanden und im strömenden Regen zum Waschhaus und Brötchenholen geeilt. Gegen 09.00 Uhr sind wir abfahrtbereit, aber leider hatte sich noch keine Lücke ergeben, den Platz zu verlassen. Elli ging schon einmal in Richtung Rezeption, um zu zahlen, während ich wartete, bis unser Nachbar wegfuhr. An der Rezeption wartete ich auf Elli, die mit dem Personal in Preisverhandlungen eingetreten war und auf Grund der Misslichkeiten tatsächlich einen Nachlass ausgehandelt hatte.

Im strömenden Regen ging es dann von der Insel. Unsere Schleichfahrt endete erst nach der Brücke, als der Regen etwas nachließ.

Ab Rijeka hörte es dann auf zu regnen und wir konnten die Fahrt nach Istrien etwas genießen. Hier wollten wir uns mit Birgit und Oliver treffen, mit denen wir im Jahr 2000 bereits einmal gemeinsam im Urlaub waren. Sie machten dieses Jahr das erste Mal Camping in Istrien und nicht wie sonst in Italien. Dies hatten wir durch einen Zufall erfahren und über Kurznachrichten ein spontanes Treffen vereinbart.

Ziel dazu war der Campingplatz Lanterna in der Nähe von Porec. Die Navigation dorthin überließen wir komplett dem Navi und machten uns auch erst einmal keine Gedanken, als er bereits in Pazin die Schnellstraße verließ. Wir nutzten die Gelegenheit, um unsere Vorräte in einem Supermarkt aufzufüllen und einen Kaffee zu trinken. Danach ging es weiter und die Straßen wurden schmaler. Als wir mitten im Nirgendwo auf eine Begrenzung der Durchfahrtshöhe stießen, waren wir kurzfristig irritiert und orientierten uns um. Hartnäckig verfolgte der Navi seine ursprüngliche Route und ließ sich erst in Porec davon überzeugen, die Route neu zu berechnen.

Gegen 13.00 Uhr kam wir am Campingplatz Lanterna an und erhielten einen Stellplatz in der Nähe von Birgit und Oliver. Die Anfahrt dahin gestaltete sich etwas schwierig, durch das Einbahnstraßensystem des Campingplatzes. Auch die Zufahrt zum Stellplatz war etwas tricky, da wir rückwärts über einen schmalen Fußweg und durch eine enge Einfahrt in den Stellplatz Nr. 74 mussten. Als dies geschafft war, richteten wir uns ein und warteten auf Birgit und Oliver, die noch auf einer Geocachingtour waren. Als sie dann eintrafen, war das Hallo groß und wir setzten uns erst einmal und tauschten uns aus.

Nachdem der Nachmittag so vorangeschritten, machten wir uns auf den Weg zum Sightseeing in Novigrad. Oliver fuhr mit dem Pkw und nachdem wir einen relativ kostengünstigen Parkplatz gefunden hatten, ging es erst einmal zum Hafen. Hier genossen wir ein Getränk, um uns für den anschließenden zweistündigen Bummel durch die Gassen von Novigrad zu stärken. Hier fanden wir auch ein Feinkostgeschäft, wo wir immer wieder zum Probieren animiert wurden.

Zum Abschluss gab es noch einige Fotostopps an der Küstenlinie der Altstadt, bevor es dann auf die Suche nach einem Restaurant für das Abendessen ging.

Im Restaurant Parangal, direkt an der Einfahrt zum Hafen, bekamen wir einen Tisch und genossen ein rustikales kroatisches Essen. Danach ging es mit dem Pkw zurück zum Campingplatz, wo wir uns noch im Zelt von Birgit und Oliver weiter unterhielten, bis der Abend vorangeschritten war und wir ins Bett gingen.

Am nächsten Morgen ist es wieder bedeckt, so dass Elli und ich beschließen, an diesem Tag weiterzufahren. Nach dem Frühstück verabschieden wir uns von Birgit und Oliver, die noch fast ihren gesamten Urlaub vor sich haben und machen uns auf dem Weg. Bereits eine Stunde später sind wir auf der slowenischen Autobahn. Derart zügig sind wir noch nie durchgekommen. Es geht bis zum Karawankentunnel. Hier gerät der Verkehr ins Stocken und es fängt stark an zu regnen. Der Regen begleitet uns durch ganz Österreich. Auf Grund der Einreisestaus nach Deutschland, fahren wir durch Salzburg in Richtung B 20. Dachten wir, dass wir so den Stau umgehen könnten, hatten wir uns getäuscht. Auch hier an der Grenze ein Stau und dies, obwohl überhaupt keiner kontrollierte. Total unerklärlich.

Es geht weiter nach Burghausen. Wir hatten uns schon die ganze Zeit mit einer Übernachtungsmöglichkeit beschäftigt und hatten den Stellplatz in Burghausen ausgemacht. Nachdem wir den Stellplatz in der Berhamer Straße gefunden hatten, stellten wir schnell fest, wie abseits er doch lag. Ein erstes Informationsgespräch mit einer Fußgängerin ergab, dass wir über einen Fußweg den Berg hinab den kürzesten Weg in die Stadt hätten. Diesen nahmen wir dann auch gleich in Angriff und waren eine halbe Stunde später unterhalb der Burg am Eingang der Altstadt.

Da uns der Aufstieg zum Stellplatz für den Rückweg noch bevor stand, kamen wir schnell überein, die Burganlage auszulassen. Stattdessen wollten wir erst einmal etwas trinken und danach durch die Altstadt bummeln.

Nachdem dies erledigt war und auch ein Abstecher zur Landesgrenze an der Salzach drin gewesen war, suchten wir uns für das Abendessen das Augustiner am Stadtplatz aus. Drinnen war es warm und eine gemütliche Brauhausatmosphäre. Das gutbürgerliche bayerische Essen mundete uns sehr gut. Derart gestärkt ging es an den Aufstieg zum Stellplatz und wir waren froh als wir dort wieder eintrafen und ins Bett fallen konnten.

Am nächsten Morgen geht es über die B 20 und die B 8 nach Norden. Diverse Baustellen und Umleitungen verlangen immer wieder nach einer Änderung der Streckenführung. Kurz vor Regensburg legen wir nochmal ein Stopp an der Gedenkstätte Walhalla ein.

Insgesamt ein teures Vergnügen – 3 € fürs Parken und je Person 4 € Eintritt. Es war schon imposant, aber …

Nachdem wir die Halle mehr oder weniger ausgiebig besichtig hatten, genossen wir noch das warme Wetter und den Blick über das Land und die Donau.

Kurz bevor es nach dem Besuch auf die BAB 3 geht, stoßen wir noch auf einen Schnellimbiss, an dem wir uns einen Mittagssnack gönnen. Danach geht es auf schnellstem Weg nach Hause, wo wir gegen 20.00 Uhr ankamen.

Strecke 3367,9 km
Durchschnittsverbrauch 9,0 l
Durchschnittsgeschwindigkeit 71 km/h
Fahrzeit 46 h 50 min

Sommerurlaub in Kroatien

2014 Kroatien & Prag

01.08.2014 bis 18.08.2014

Wieder einmal wählten wir als Ziel für unseren Sommerurlaub Kroatien. Die Gründe wiederholten sich. Wir wollten Sonne und Meer zu annehmbaren Preisen genießen. Da dieses Jahr eine Verdichtung der Sommerferien auf unser Reisedatum stattfand, beschlossen wir bereits im Frühjahr unseren ersten Aufenthalt vorzubuchen. Als Ziel wählten wir den Campingplatz Bunculuka in Baska auf Krk aus. Über das Internet stellten wir den Kontakt her, suchten uns einen Stellplatz aus und leisteten für diesen die Anzahlung. Mit dem Anreisedatum hatten wir uns absichtlich etwas Spielraum gelassen, um keine stressige Anreise zu haben.

Am Freitag, dem 01. August ging es dann endlich los. Als Elli von der Arbeit kam, war das Wohnmobil schon startbereit, so dass wir bereits gegen 13.30 Uhr los kamen. Unsere Fahrt führte uns zunächst über die BAB 7 in Richtung Süden. Um dem erhöhtem Verkehrsaufkommen am ersten Ferienwochenende auszuweichen, nahmen wir dann die B 243 am Südharz entlang. Hier war zwar auch viel Verkehr, aber es handelte sich um den üblichen Berufsverkehr.

Bei Nordhausen ging es dann auf die BAB 38 und ab dem Kreuz Rippachtal auf der BAB 9 weiter. Hier wurde es dann etwas mehr mit dem Verkehr. Zu unserem Glück mussten wir nicht in die andere Richtung fahren. Hier reihte sich ein Stau an den anderen. Am Dreieck Bayerisches Vogtland ging es dann ein kurzes Stück auf die BAB 72 bevor wir dann auf der BAB 93 bis nach Regensburg weiterfuhren. Die war sehr angenehm, da bis kurz vor Regensburg überhaupt kein Verkehr auf der Strecke war und wir stressfrei vorankamen.

Das änderte sich dann auf der BAB 3. Hier war wieder dichter Verkehr und die regelmäßigen Baustellen trugen auch nicht zu einem vernünftigen Verkehrsfluss bei. Wir waren froh, als wir in Straubing auf die B 20 abfahren konnten. Mittlerweile wurde es dunkel und Elli hatte uns einen Stellplatz in Landau an der Isar zum Übernachten herausgesucht.

Die Anfahrt zum Stellplatz gestaltete sich etwas schwierig. Vom ersten Weg, den der Navi nehmen wollte, riet uns ein ADAC-Mitarbeiter auf Nachfrage ab. Wir fuhren dann auf den Festplatz und suchten hier die Zufahrt zu dem abgesperrten Wohnmobilbereich – ebenfalls vergebens. Erst ein paar Heranwachsende, die sich auf dem Festplatz aufhielten, erklärten uns die Zufahrt. Es war die, die auch der Navi gewählt hatte. Unser erstes kleines Negativerlebnis mit dem ADAC. Weitere sollten folgen.

Das Einrichten am Stellplatz fiel kurz aus. Strom gab es für 0,50 € die KWh. Unser Abendessen hatten wir dabei und nach dem Essen machte ich mich auf den Weg die Umgegend nach einem Bäcker und einer Tankstelle zu erkunden. Bei beidem wurde ich schnell fündig und so ging es dann ins Bett.

Am nächsten Morgen standen wir bereits gegen 06.00 Uhr auf. Ich suchte den Bäcker auf und schaute noch einmal nach dem Dieselpreis bei der Tankstelle. Der lag zu diesem Zeitpunkt bei 1.319 € der Liter. Unmittelbar nach dem Frühstück ging es dann auch gleich zur Tankstelle. Die hatte mittlerweile geöffnet und den Dieselpreis auf 1.479 € erhöht. Schnell schauten wir in einem App nach, ob es im Nahbereich nicht etwas günstigeres gab und das App gab uns Recht.

Wir fuhren dann erst einmal auf der B 20 weiter in Richtung Süden. In Eggenfelden fanden wir dann eine Freie Tankstelle, die den Liter Diesel für 1,339 € anbot. Wir nutzten das Angebot und machten den Tank voll. Dann ging es weiter bis nach Salzburg. Mittlerweile hatten wir aus den Verkehrsnachrichten entnommen, dass sich die Verkehrslage nicht wirklich entspannt hatte. Auf der BAB 8 in Richtung Salzburg, wie bereits am Vortag, etwa 25 Kilometer Stau. Es war zu vermuten, dass die meisten davon in Richtung Süden weiterfahren würden und damit die A 10 in Österreich ähnlich voll wäre. Und so war es dann auch. Ab Salzburg nur Stopp-and-Go.

Um 11.00 Uhr hatten wir es bis Knoten Pongau geschafft, als sich der nächste Stau vor uns aufbaute. Kurzentschlossen fuhren wir ab und wollten die Passstraßen in Richtung Süden nehmen. In Altenmarkt fuhren wir auf einen Parkplatz raus, um uns anhand von guten alten Straßenkarten zu orientieren. Wir suchten uns die Strecke über die Pässe raus und Sönke übernahm die Aufgabe des Lotsen.

Auf der B 99, die parallel zur A 10, der Tauernautobahn, verläuft, kam zunächst der Anstieg zum Tauernpass mit Steigungen bis zu 12 %. Etwas extremer wurde es dann schon auf der Anfahrt zum zweiten, dem Katschbergpass. Hier waren es bereits 15 % Steigungen und die Gefällestrecke auf der Südseite war durch die engen Kurven mit dem Wohnmobil auch nicht angenehm zu fahren. Insgesamt war es verständlich, warum diese Strecke für Wohnwagengespanne gesperrt war.

In St. Michael ging es dann für uns wieder auf die A 10. Der Verkehr war recht komisch. Mal gab es Kilometer an Strecke, auf der man stressfrei fahren konnte, dann verdichtete sich der Verkehr grundlos derart, dass man wieder im Stau stand. Insgesamt kein schönes fahren. Auch die Verkehrsmeldungen vom Karawankentunnel ließen Nichts gutes ahnen. Hier war mittlerweile Blockabfertigung eingerichtet und man musste mit zwei Stunden Wartezeit rechnen. Da wir dazu nicht bereit waren, beschlossen wir uns Glück am nächsten Tag zu versuchen und fuhren zum Stellplatz Rosegger Hof. So kam es, dass wir am späten Nachmittag auf der Wiese vor unserem Wohnmobil sitzen und die Sonne genießen konnten. Nach dem Sonnenbad gönnten wir uns eine Dusche und gingen dann in der Gaststätte essen.

Am nächsten Morgen, einem Sonntag, holte ich erst einmal Brötchen, bevor es dann bereits um 07.30 Uhr weiter ging. Als wir den Ort verließen wollte ich mit Hilfe der Scheibenwischer die Feuchtigkeit von der Frontscheibe machen und stellte erst einmal fest, dass diese nicht funktionierten. Auf einem Parkplatz hielt ich an, um die Sicherungen zu kontrollieren. Die Überprüfung war allerding fruchtlos, so dass wir uns erst einmal beratschlagten. Schnell kamen wir überein erst einmal durch den Karawankentunnel zu fahren und uns danach des Problems anzunehmen, da wir unsere Zeit nicht im Stau vor dem Tunnel verplempern wollten.

Gesagt, getan. Am Tunnel mussten wir nicht warten und unmittelbar danach fuhren wir auf dem Rastplatz Jesenice in Slowenien raus, um uns um den defekten Scheibenwischer zu kümmern. Alle Überprüfungen der Sicherungen und Relais verliefen jedoch erfolglos. Ich konnte den Fehler nicht finden, so dass wir letztlich um 08.52 Uhr beim ADAC anriefen. Die erste Überraschung seitens des ADAC. Unsere Panne war keine Panne und wir konnten nicht auf eine Pannenhilfe hoffen. Die Dame im Callcenter meinte, da bei uns ja die Sonne schiene, sei ein Scheibenwischer nicht erforderlich. Freundlicherweise verriet sie uns noch die Anschrift einer Autowerkstatt, die am Sonntag geöffnet hatte. Es handelte sich um die Werkstatt Junik-M in 4273 Blejska Dobrava.

Da mit dem Ausfall der Scheibenwischer auch der Ausfall der Lüfter und Zigarettenanzünder einherging, hatten wir keinen geladenen Navi mehr zur Verfügung. Elli erfragte den Weg in einem Shop und lud hier notdürftig den Navi. Der Erklärung der Shop-Betreiberin folgten wir dann zur Abfahrt Jesenice-Vozhad, kamen dann aber in den Ort Blejska Dobrava, wo wir definitiv falsch waren. Selbst Anwohner konnten uns nicht den Weg zur Werkstatt erklären, so dass wir wieder zur Autobahn zurück fuhren. Hier sahen wir dann kurz vor der Auffahrt die Werkstatt in einer Nebenstraße liegen.

Die Verständigung mit den Angestellten verlief schwerfällig, da sie nur slowenisch sprachen. Wir machten uns verständlich und mehrere Mechaniker nahmen sich unseres Problems an. Nach einer Stunde des Tauschens und Messens kam man zu dem Schluss, dass man uns nicht helfen konnte. Man verdeutlichte uns, dass der Sicherungsautomat wohl defekt sei und der Austausch erst am Montag erfolgen konnte. Wir wollten aber zu unserem Campingplatz und unseren Urlaub beginnen, so dass wir letztlich das Risiko auf uns nahmen ohne funktionstüchtigen Scheibenwischer den Rest der Strecke zu bewältigen. Elli hatte während der Reparaturversuche in der Werkstatt unseren Navi geladen und wir machten uns auf den Weg nach Krk.

Wir hatten uns eine Streckenführung über die Autobahn bis nach Postojna herausgesucht. Von dort aus sollte es über die Landstraße in Richtung Rijeka gehen, um den Grenzübergang bei Koper zu umgehen, an dem wir aus Erfahrung um diese Zeit mit einem Stau rechneten. Auf der Strecke wollten wir uns nach Möglichkeit ohne Navi orientieren, um diesen für Notfälle geladen zu haben. Dank Sönke waren wir auch immer gut orientiert, da er unsere Fahrt auf der Karte verfolgte. Immer wieder schauten wir zum Himmel, ob mit Regen zu rechnen sei. So war es dann auch in der bergigen Gegend um Prem war die Fahrbahn zunächst nur feucht und wir konnten mit etwas Abstand hinter den anderen Fahrzeugen fahren. Kurz vor Topolc / Ilirska Bistrica erwischte es und dann aber doch. Wolkenbruchartig begann es zu regnen und ich konnte gerade noch in eine Bushaltestelle rausfahren. Dort warteten wir den Regen ab, der etwa 10 Minuten dauerte. Danach ging es weiter.

Nach dem Grenzübergang Rupa ging es dann auf der kroatischen A 7 weiter. Auch hier herrschte wenig Verkehr. Insgesamt eine gute Alternative um an die Kvarner Bucht zu kommen, wie wir bei unserer Rast in Rijeka feststellten. Vom Rastplatz aus ging es auf der A 7 weiter. Wie wir zu unserer Überraschung feststellten, hatte man an der Autobahn ein weiteres Teilstück fertiggestellt, so dass wir bis zur Brücke nach Krk die Autobahn nutzen konnten.

Nach der Brücke ging es störungsfrei und wir kamen voran, so dass wir um kurz nach 14.15 Uhr die abenteuerliche Abfahrt in Richtung Baska in Angriff nahmen. Auch hier fing es kurz zu regnen an. Diesmal aber so wenige Tropfen, das wir es missachteten und weiter in Richtung Campingplatz fuhren. Dort angekommen machte Elli um 14.45 Uhr das Check Inn. Mit der Reservierung hatte alles geklappt und wir konnten den Stellplatz Nr. 16 sofort beziehen und uns einrichten. Danach geht es erst einmal zum Strand und das Baden in der Adria war ausgesprochen entspannend. Während wir danach am Wohnmobil sitzen und uns über den weiteren Tagesablauf Gedanken machen, fängt es an zu regnen.

Der Regen steigert sich zu einem starken Wolkenbruch und unser gesamter Stellplatz steht nach kurzer Zeit unter Wasser. Damit ist der Gang nach Baska erst einmal verschoben und wir beschließen im Restaurant am Strand zum Essen zu gehen. Dort musste man zwar erst einmal die Tische und Stühle trocken legen, trotzdem konnten wir einen angenehmen Abend auf der Außenterrasse verbringen.

Der nächste Tag ist dann sonnig und heiß. Wir verbringen den gesamten Tag am Wohnmobil und Meer. Gegen 18.00 Uhr geht es dann in die Stadt zum Bummeln und Abendessen. Unser erstes Ziel ist ein Geldautomat, um unsere Barbestände aufzufüllen. Den finden wir dann auch nach einer kurzen Suche. es geht dann weiter zum Restaurant Saloon, das wir uns ausgesucht hatten. Auf dem Weg dahin verlieren wir kurz in den Straßen die Orientierung und hätten fast die falsche Richtung eingeschlagen. Elli kann dies gerade noch verhindern und wir stehen dann auch direkt vor dem Restaurant. Auf einen Platz müssen wir Gott sei Dank nicht warten. Was sich aber kurze Zeit später ändert, als sich die üblichen Warteschlangen vor dem Eingang bilden. Das Abendessen ist wieder ausgesprochen reichhaltig und derart gesättigt machen wir uns dann auf den Rückweg. Auf ein Getränk am Hafen verzichten wir an diesem Abend. Das nehmen wir dann lieber bei unserer Ankunft am Campingplatz zu uns.

Auch der darauffolgende Tag ist wieder sonnig. Allerdings ist es sehr windig geworden, so dass es nicht ganz so heiß ist. Der Wind ist so stark, dass es die Mittelstange der Markise verbiegt. Glücklicherweise ist diese herausnehmbar und wir können sie wieder gerade biegen.

Den Vormittag verbringe ich erst einmal mit der Reparatur des technischen Defektes. Leider verlaufen alle Reparaturversuche negativ, so dass ich zur Rezeption gehe, um mir Adressen von Werkstätten geben zu lassen. Gleichzeitig verlängere ich unsere Reservierung bis Montag, da der Stellplatz für diesen Zeitraum noch nicht belegt ist und wir damit rechneten am Montag eher eine Autowerkstatt aufsuchen zu können. Die Adressen, die ich von der Rezeption erhalte, sind eine Autowerkstatt in Krk und ein Fiat-Service in Rijeka. Ich versuche gleich bei beiden anzurufen, erreiche aber immer nur einen Anrufbeantworter. Eine erneute Nachfrage bei der Rezeption ergibt, dass der heutige Tag in Kroatien ein Feiertag ist und die Werkstätten wohl nicht geöffnet haben. Somit verschiebe ich alles auf den morgigen Tag.

Um die Mittagszeit herum gehe ich noch einmal mit Elli in die Stadt um etwas zu bummeln und frisches Obst einzukaufen. Außerdem gönnten wir uns einen Cappuccino am Hafen. Zurück am Wohnmobil fassen wir den Entschluss am heutigen Abend wieder das Restaurant am Strand für das Abendessen zu wählen, um nicht noch einmal in die Stadt zu gehen. So setzten wir es dann auch um und gönnten uns auch erstmals einen Cocktail an der Strandbar.

Auch der darauffolgende Vormittag war geprägt von den Versuchen eine Reparatur des Wohnmobils zu veranlassen. Bei der Werkstatt in Krk war weiterhin nur der Anrufbeantworter erreichbar. Die Fiat-Werkstatt in Rijeka  nahm ab. Allerdings fand keine Verständigung statt, da mein Gegenüber nur kroatisch sprach. Unser kroatischer Platznachbar, der auch deutsch spricht, übernahm dann diesen Anruf für uns. Er war gegenüber seinem Gesprächspartner merklich ungehalten. Wie wir später von ihm erfuhren, lag das an der mangelnden Kundenorientiertheit, die gezeigt wurde. Nachdem ich dann och eine letzten Versuch über den Harsumer Fiat-Service versucht hatte, der ebenfalls kläglich scheiterte, eine Ansprechpartner zu erhalten, rief ich erneut den ADAC an. Dieser verwies uns an eine ADAC-Vertragswerkstatt in Krk. Unseren Ansprechpartner dort, Zlatko Heric, erreichten wir dann über sein Mobiltelefon. Er sagte zu, sich der Sache anzunehmen und wir vereinbarten am Freitag erneut zu telefonieren, da er dann absehen konnte, ob er am Wochenende nach Baska kommen würde.

Nachdem das erledigt war, konnten wird den Rest des Tages verbringen. Es war wieder ein sonniger Tag. Der Wind hatte etwas nachgelassen, sorgte aber immer noch für eine angenehme frische Brise. Gegen Abend ging es dann erneut in die Stadt. Wir hatten in der Fußgängerzone mehrere Lokale gesehen, von denen wir jetzt eines ausprobieren wollten. Schnell wurden wir in einem Lokal mit einer Terrasse mit Meeresblick fündig und konnten auch noch einen Platz in der ersten Reihe ergattern.

Elli gönnte sich eine Fischplatte, während ich das Gegenstück in der Fleischvariante bestellte. Sönke blieb bei seiner üblichen Bestellung in Form von Cevapcici. Letztlich waren wir mit unserem Essen vollauf zufrieden und bummelten danach noch etwas durch die Fußgängerzone und am Hafen entlang. Zum Abschluss gab es dann noch ein Bier am Fähranleger, bevor wir den Abend bei einer Partie Trionimos ausklingen ließen.

Am nächsten Morgen hatte es sich merklich abgekühlt und es ist leicht bedeckt. Während des Frühstücks fallen sogar einige Regentropfen. Wir genießen trotzdem den Tag am Wohnmobil. Am Abend geht es wieder nach Baska zum Abendessen. Diesmal hatten wir das Restaurant Captain’s am Hafen ausgesucht. Das Essen war derart reichhaltig, dass wir mehrere Slibowoitz brauchen, um es erträglich zu gestalten. Da die Bedienung uns keinen „aufs Haus“ anbot, bestellten wir sie selbst. Auf der Rechnung tauchten sie dann allerdings nicht auf. Auf Nachfrage sagte man uns dann, dass sie doch „aufs Haus“ gingen. Auch gut.

Der darauffolgende Tag startete für mich positiv. Endlich musste ich einmal nicht die Brötchen holen. Die brachte Elli gleich nach ihrer Schwimmrunde mit. Nach dem Frühstück telefonierte ich erst einmal mit Zlatko Heric. Zu unserem Bedauern kam er am Wochenende nicht in Baska vorbei. Er bot uns jedoch einen Werkstatttermin am Samstag oder Montag in Krk an. Wir vereinbarten zunächst den Montag, da wir das Wochenende ja eh noch reserviert hatten.

Der Tag wurde sehr sonnig und sehr heiß. Unsere kroatischen Platznachbarn verließen uns am späten Vormittag und wir konnten den Tag mit einer ungehinderten Aussicht über das Tal in Richtung genießen. Gegen 18.30 Uhr gehen wir an den Strand, wo an diesem Abend das Bunculuka-Fest stattfindet. Während unseres Aufenthaltes essen wir hier auch gleich zu Abend.

Als wir gegen 20.00 Uhr zu unserem Platz zurückkehren, stellen wir fest, dass wir neue Platznachbarn erhalten haben. Es handelte sich hierbei jedoch um einen umgebauten Reisebus mit einer gefühlten Höhe von 4 Metern, der sich direkt an die Stellplatzgrenze gestellt hatte. Vor unserem Wohnmobil sitzend hatten wir das Gefühl gegen eine Wand zu schauen. Da ich diesen Umstand als sehr einschränkend empfand, sprach ich an der Rezeption vor, um mein Missfallen zum Ausdruck zu bringen. Man teilte meine Einstellung und gab an, dass man das Mobil auch mit Bedenken gesehen habe, aber der Nutzer auf seiner Reservierung bestand. Mir bot man einen neuen Stellplatz an und reichte mir eine Flasche Wein zum Trost. Ich sprach dann noch bei unseren neuen Nachbarn vor und versuchte die Beweggründe für sein unübliches Verhalten, mit einem derart großem Wohnmobil auf einen solchen Stellplatz zu gehen, zu ergründen. Sie waren jedoch derart ich-bezogen, dass keine sinnvolle Diskussion stattfinden konnte.

Auch am nächsten Morgen beschäftigte uns das Thema unserer neu gewonnenen Aussicht. Wir konnten und wollten uns damit nicht abfinden. Umziehen wollten wir allerdings auch nicht. Da ja Samstag war und Zlatko Heric uns einen Reparaturtermin am Samstag angeboten hatten, telefonierten wir ihn kurz an, ob uns dieser noch zur Verfügung steht. Als er dies bejahte, packten wir unsere Sachen und verließen den Campingplatz. Zunächst wollte man uns die verfrühte Abreise in Rechnung stellen. Als wir jedoch mit unserem Nachbarn argumentierten, erreichten wir Einsicht. Während das Check Out abschloss, traf ich am Tor Zlatko Heric, der gerade einen Abschleppvorgang durchführte. Kurz sprachen wir über unseren Termin und die Anfahrt zur Werkstatt.

Um 10.15 Uhr treffen wir an der Werkstatt ein. Natürlich haben wir uns auf der Anfahrt zunächst einmal verfahren. Dadurch haben wir aber auch einen nahen Supermarkt gesehen, an dem Elli und Sönke erst einmal einkaufen gehen, während ich auf die Reparatur warte. Zlatko nimmt sich unseres Problems persönlich an. er ist kein Mann von vielen Worten. Tatsächlich redet er fast gar nicht mit uns. Um kurz vor 12.00 Uhr dann ein „Aah“ von ihm und wieder geht er weg. Als wiederkommt hat er eine 10A-Sicherung in der Hand und tauscht eine nicht sichtbare Vorsicherung aus. Danach funktioniert wieder alles. Für seine Dienste stellt er uns dann 150 Kuna, umgerechnet etwa 20 Euro, in Rechnung.

Da wir jetzt den Rest des Tages planen können, entschließen wir uns als nächstes das Autokamp Skver in Senj anzufahren. Allerdings gestaltet sich die Wegfahrt von der Insel schwierig. Eigentlich ist es bis zur Brücke ein einziger Stau. Aber auch danach wird es mit dem Verkehr nicht besser. Vor jedem Kreisverkehr und jeder Kreuzung staut sich der Verkehr zurück, so dass wir für die kurze Strecke nach Senj bis 15.00 Uhr brauchen.

Am Autokamp angekommen, können wir wieder frei einen Stellplatz wählen. Direkt nach dem Tor ist der Stellplatz Nr. 3 direkt am Wasser frei. Wir parken ein und haben, im Vergleich zum Vorjahr, sogar noch genug Platz Tisch, Stühle und Markise aufzustellen. Den Nachmittag verbringen wir bei der tollen Lage direkt am Stellplatz. Nur ein längerer Aufenthalt auf diesem Platz ist leider nicht möglich, da er für den nächsten Tag bereits reserviert ist. Im Laufe des Nachmittags füllt sich auch das Autokamp, bis es auf den letzten Platz belegt ist.

Um 18.00 Uhr geht es dann in die Stadt zum Essen. Da wir uns mittlerweile in Senj sehr gut auskennen, geht es direkt zur Konoba Lavlji Dvor. Hier hat sich wenig bis gar nichts geändert. Das Essen ist gut und reichhaltig. Uns, was an diesem Tag sehr wichtig ist, man sitz ab vom Trubel. In Senj ist nämlich Rijecki Karneval und die Straßen am Hafen sind mit Menschen gefüllt. Nach dem Essen machen wir uns auch auf den Weg zum Umzug.

Wir hatten einen schönen Platz, um uns das Spektakel anzusehen und dabei auch noch ein Bier zu trinken. Danach ging es zum Platz zurück. Der Karneval zeigte in der folgenden Nacht jedoch noch seine Auswirkungen. Bis zum frühen Morgen zogen an der Hafenpromenade, und damit an unserem Wohnmobil, ausgelassene Personen vorbei.

Auf Grund der doch unruhigen Nacht mache ich mich bereits um 06.30 Uhr auf den Weg zum Bäcker. In der Stadt feiern immer noch einige wackere Karnevalisten oder die Übriggebliebenen warten mit mir auf das Öffnen des Bäckers, damit sie ihr Frühstück gleich mitnehmen können. Beim Bäcker habe ich dann zunächst kein Glück. Brötchen sind aus, so dass ich auf die nächste Lieferung warten muss. Nach einer halben Stunde Wartezeit habe ich dann unser Frühstück erworben und mache mich auf den Rückweg. Am Wohnmobil stelle ich dann fest, dass einer meiner Crocs in der Nacht entwendet wurde. Die Nachsuche im näheren Umfeld verläuft negativ. Erst Elli findet ihn dann später wieder.

Gegen 08.30 Uhr sind wir abfahrbereit. Leider hat die Rezeption noch nicht geöffnet und wir hatten vergessen am Vorabend zu zahlen. Gezeichnet vom Karneval kamen dann die Betreiber und wir konnten auschecken. In der Wartezeit hatten wir uns überlegt, wo es für uns hingehen sollte. Einhellig waren wir übereingekommen, dass wir noch einmal nach Valata wollten, um noch ein paar ruhige Tage zu verleben. Die Fahrt nach Istrien verlief ausgesprochen stressfrei. Bereits gegen 11:45 Uhr kamen wir am Campingplatz Valata an.

Wir machen uns gleich auf die Suche nach einem Stellplatz. Elli und Sönke grasen zunächst erfolglos den Bereich rund um das Restaurant Saline ab. Danach suchen wir den Bereich oberhalb des Hafens ab. Ebenfalls erfolglos. Derart voll hatten wir den Campingplatz bisher nicht gesehen. Es ist noch nicht einmal ansatzweise ein vernünftiger freier Stellplatz in Sicht. Auf ihrer nächsten Tour findet Elli den Stellplatz Nr. 190, in unmittelbarer Nähe zum Waschhaus 2 und an der Hauptstraße. Der Platz ist wie für uns gemacht und gerade neu aufbereitet. Schnell haben wir uns eingerichtet und können den Rest des Tages genießen. Zudem nutzen wir den Nachmittag, um uns die Veränderungen auf dem Platz anzuschauen. Neben dem Einfahrtsbereich wurde das zurückliegende Jahr genutzt, um den Platz wieder aufzuwerten.

Die nächsten sind sonnig und fast unmenschlich heiß. Wir verbringen viel Zeit im Wasser und wenig Zeit mit Unternehmungen. Am zweiten Abend machen wir uns einmal auf den Weg nach Rovinj, um uns die obligatorische Pizza in der Pizzeria Leone zu gönnen. Unmittelbar nachdem wir uns gesetzt hatten, kriegen wir schon eine Visitenkarte gereicht, auf deren Rückseite das WLAN-Passwort steht. Ein guter Service für uns, so können wir einige Nachrichten absetzen, um unsere Bekannten auf dem neuesten Stand zu halten.

Danach bummeln wir noch durch die Gassen und am Hafen entlang und stellen fest, dass es hier wenig Veränderungen gegeben hat.

Nach einem abschließenden Eis ging es mit dem Fahrrad zurück. Zu viel mehr hatten wir auf Grund des warmen Wetters auch keine Lust.

Elli hat jedoch an diesem Abend nicht genug bekommen und fährt am nächsten Morgen gleich wieder mit dem Fahrrad nach Rovinj. Sie bummelte durch die Altstadt und über die Märkte.

Für das Abendessen hatten wir uns das Lokal „Lastavicia“ an der Zufahrtsstraße zum Campingplatz ausgesucht. Bisher hatten wir dort sehr gute Erfahrungen gesammelt. Auch diesmal war das Essen gut. Allerdings gab es bei der Rechnung Unstimmigkeiten. Elli hatte sich Tintenfischringe ausgewählt, wollte jedoch die Beilage von Pommes auf einen Salat wechseln. Dies war jedoch nicht möglich – obwohl beides preislich identisch war. Ihr Gericht wurde dann serviert mit Salat und ohne Pommes. In Rechnung gestellt wurde uns jedoch beides. Alle Diskussionen waren fruchtlos und man wurde zum Ende hin schon sehr ungehalten über unsere Kritik. Der Abend wurde dann jedoch wieder dadurch etwas aufgewertet, dass wir von unserem Platz vor dem Wohnmobil einen Sternschnuppenschauer sehen konnten.

Der nächste Tag war als letzter Ruhetag eingeplant und so ließen wir es auch angehen. Am Nachmittag bezahlten wir unseren Platz und stellten eine deutliche Preiserhöhung zu den vorangegangenen Jahren fest. Das mag dem Alter von Sönke geschuldet sein, der mittlerweile als Erwachsener durchgeht, aber auch an der allgemeinen Preiserhöhung gelegen haben. Insgesamt war der Platz nicht mehr als günstig zu bezeichnen.

Am Abend räumen wir die ersten Sachen ein, unterbrochen durch ein Abendessen in der Snack I und einer Stippvisite an der Showbühne, wo wir uns noch ein Bier gönnen. Gegen 22.00 Uhr zeigt sich dann, dass es gut war, die ersten Sachen zu verstauen, da es zu regnen beginnt. Wir lassen wirklich nur noch das Nötigste, also die Sitzmöbel draußen, ansonsten sind wir schon abfahrbereit.

Am nächsten Morgen regnet es immer noch und hört nur kurz auf, nachdem ich Brötchen geholt hatte. Nach dem Frühstück laden wir die restlichen Utensilien ein. Unser Platz ist bereits begehrt, da sich die Situation mit freien Stellplätzen nicht entspannt hat. Immerhin gibt man uns noch die Zeit zu duschen.

Um 08.45 Uhr kamen wir in Valata los. Wir wollten bis nach Postonja fahren, um uns die dortige Höhle anzuschauen. je nach Ankunftszeit und Dauer des Besuches wollten wir uns dort einen Stellplatz suchen oder noch etwas weiterfahren. Obwohl einiges an Verkehr herrschte und wir am Grenzübergang nach Slowenien wieder einmal im Stau standen, kamen wir gegen 11.30 in Postonja an. Der Weg zum Parkplatz war vernünftig ausgeschildert, so dass wir schnell einen Parkplatz fanden. Der Zugang zur Höhle von Postonja war nicht weit entfernt, jedoch regnete es derart stark, dass auch ein Regenschirm nicht geholfen hätte, so dass wir erst einmal das Gröbste abwarteten.

Als der Regen etwas nachließ, machten wir uns sofort auf den Weg. Für die Eintrittskarten mussten wir kurz anstehen, konnten mit deren Erwerb aber auch gleich den Parkplatz zahlen. Um 12.10 Uhr waren wir stolze Besitzer für Eintrittskarten zu einer Führung um 12.30 Uhr. Mit allem was noch erledigt werden musste, schafften wir es zeitgerecht uns der Besuchergruppe anzuschließen und fuhren pünktlich in die Höhle ein.

Die Führung war kompetent und die Tropfsteinhöhle war wirklich imposant. Insgesamt dauerte die Tour durch die Tropfsteinhöhle bis etwa 14.00 Uhr. In dieser Zeit konnten wir eine Menge Fotos schießen und die verschiedenen Arten von Tropfstein bewundern. Die Tour fand ihr Ende am unterirdischen Lauf des Flusses Pivka, der durch die Höhle läuft.

Als wir wieder ans Tageslicht kamen, hatte es aufgehört zu regnen. Wir beschlossen noch etwas weiter zu fahren und nicht den Rest des Tages in Postonja zu verbringen. Es folgte nur noch ein kurzer Stopp zum Einkaufen für ein spätes Mittagessen, bevor es wieder auf die Autobahn in Richtung Ljubljana ging. Nach kurzer Zeit standen wir jedoch im Stau. Es dauerte etwa eine Stunde, bevor sich der Stau auflöste und wir im dichten Verkehr weiterfahren konnten.

Als Ziel hatten wir uns den Campingplatz Central in Graz ausgesucht. Es schien uns noch zu einer adäquaten Zeit erreichbar. Außerdem kannten wir uns im Umfeld des Campingplatzes aus und mussten so keine eigentlich Energie zum Eingewöhnen aufwenden. Bis hinter Ljubljana zog es sich mit dem dichten Verkehr. Danach kamen wir gut voran. Nur die Tankanzeige neigte sich immer mehr der Neige zu. Die Dieselpreise luden nicht gerade zum Tanken ein. In Slowenien lag der Literpreis bei 1,369 €. Ein kurzer Überschlag führte zu dem Entschluss es bis nach Graz zu versuchen. Hierbei passierten wir die erste Autobahntankstelle in Österreich. Hier lag der Dieselpreis dann bei stolzen 1,559 €. Auf Höhe Leibnitz war es dann mit dem guten Willen vorbei. Wir fuhren ab, um zu tanken. Hier fanden wir zu unserer Überraschung in Autobahnnähe eine Tankstelle, wo wir zu 1,249 € den Liter tanken konnten.

Am Campingplatz Central dann die erste Überraschung. Der Platz war gut gefüllt und ein Stellplatz in Ausgangsnähe war nicht mehr zu erhalten. Wir fanden auf einem zentralen Stellplatz mit Nähe zu einem Waschhaus. Gleich nach unserer Ankunft sollte es zum Essen gehen. In guter Erinnerung hatten wir den Volksgoartn, der in unmittelbarer Nähe zum Campingplatz lag. Dieser war jedoch geschlossen und auf Nachfrage erfuhren wir, dass er mittlerweile Konkurs gegangen war. Auf Empfehlung des Campingplatzes suchten wir das Gasthaus Meyer auf. Hier mussten wir erst einmal warten, bis wir einen Tisch erhielten. Erst als wir uns bereits zum Gehen abwandten, wies uns eine zuvorkommende Bedienung einen Tisch zu. Das Essen und der Aufenthalt waren dann sehr angenehm. Danach ging es ins Wohnmobil zurück, wo wir den Abend mit den weiteren Reiseplanungen und einigen Partien Kniffel abschlossen.

Am nächsten Morgen machte ich mich dann recht früh auf, um Brötchen zu holen. das erste, was mich wunderte, war der wenige Verkehr, obwohl Freitag war. Als ich dann beim Bäcker stand, wunderte ich mich, dass dieser nicht geöffnet hatte. Erst ein Gespräch mit einem Passanten ergab, dass in Österreich am heutigen Tag ein Feiertag war und daher nicht alle Geschäfte geöffnet hatten. Ich machte mich dann auf die Suche nach einem anderen Bäcker und wurde letztlich in einem Tankstellenshop fündig.

Nach dem Frühstück ging es um 08.45 Uhr wieder los. Unser nächstes Tagesziel war Prag, da Sönke unbedingt die Stadt besichtigen wollte. Die Straßen waren auf Grund des Feiertages angenehm leer und wir kamen zügig voran, so dass wir bereits um 12.30 Uhr an der österreichisch-tschechischen Grenze erreichten. Danach ging es auf einer Landstraße weiter. das ging so bis Budweis. Danach folgte ein Stück Autobahn. In einer Baustelle nahm ich ein Fahrzeug mit Blaulicht wahr. Dieses setzte sich in Bewegung, nachdem wir es passiert hatten und gab uns tatsächlich Haltezeichen.

Wir folgten dem Fahrzeug auf einen Parkplatz einer Polizeistation neben der Autobahn. Hier gaben sie sich als Maut-Kontrolleure zu erkennen. Wie wir erfuhren, waren die zurückgelegten 17 Autobahnkilometer mautpflichtig in Form einer Vignette. Wir wurden dann über die Unterschiede zu anderen Mautsystemen belehrt. In Tschechien wird die Vignettenpflicht durch das Autobahnsymbol auf dem Verkehrszeichen erklärt. Weitergehende Hinweise auf die Vignettenpflicht sind nicht üblich. Alle Diskussionen halfen nichts und wir zahlten die 1000 Kronen (ungefähr 36 Euro) Strafe. Dies entband uns jedoch nicht von einem Vignettenerwerb, den wir an der nächsten Raststelle nachholten. Übrigens endete die Autobahn etwa 2000 Meter nach der Kontrolle.

Um 16.00 Uhr erreichen wir Prag. Der Verkehr ist katastrophal und ohne den Navi wäre eine Navigation schwierig gewesen. Bereits kurze Zeit später erreichen wir den Stellplatz, ein altes Ruderzentrum, direkt an der Moldau. Wir bekommen einen Stellplatz zugewiesen und richten uns auf diesem ein. Den verregneten Nachmittag und den Abend verbrachten wir am Wohnmobil.

Am nächsten Tag machten wir uns dann auf in die Innenstadt von Prag. Die Fahrkarten für die Straßenbahn hatten wir in der Rezeption gekauft. Mit der Linie 12 geht es dann von der Haltestelle Lihovar in 20 Minuten zur Haltestelle Malostranské náměstí. Von dort geht es über die Nerudova zur Prager Burg.

Der größte Teil der Burganlage kann kostenlos besichtigt werden. Einige Teile, wie z.B. das Goldene Gässchen oder einzelne Abschnitte des Doms sind jedoch kostenpflichtig. Wir betreten die Burg über den Ehrenhof.

Danach folgt der Veitsdom. Hier verabschiedet sich der Trageriemen meiner Kameratasche. Eine Naht hatte sich gelöst. Eine notdürftige Reparatur mit einem Tacker führen wir im Tourismusbüro durch. Danach geht es über Jirska durch die beeindruckende Prager Burg.

Im Weiteren geht es dann durch die Innenstadt bis zum Altstädter Ring. Hier gönnen wir uns eine Bratwurst als Stärkung und bewundern das Altstädter Rathaus mit seiner astronomischen Uhr und die Teynkirche.  Es folgt ein wahrer Marathon durch die Stadt. Wir grasen alle Sehenswürdigkeiten ab und quälen uns dabei durch die Menschenmengen, die mit uns unterwegs sind. Das Wetter ist sehr wechselhaft. Während unseres Gangs durch die Gasse Jilska fängt es zu regnen an. Wir nutzen das Restaurant Schweik und setzten uns in den überdachten Innenhof, um das Ende des Regens abzuwarten.

Für uns ging es dann am Moldauufer entlang in Richtung „Tanzende Häuser“. Während dieser Zeit wechselte das Wetter in strahlenden Sonnenschein und es wurde sofort so warm, dass wir auf unsere Jacken verzichten konnten.

Dann ging es weiter in Richtung Wenzelplatz. Hierbei durchquerten wir den Karlova namesti, einen kleinen Park, und nutzten eine Parkbank zur Pause. Nach einem kurzen Rundblick hegten wir den Verdacht, dass es sich hier um einen Platz für Drogensüchtige handelte und gingen weiter. Beim Verlassen wurden wir dann in unserer Ahnung bestätigt, als wir in einem Gebüsch einen Fixer bei seiner Beschäftigung sahen.

Es folgte der Wenzelplatz und dann wieder die Altstadtgassen in Richtung Karlsbrücke. Mittlerweile schienen sich die Gassen noch mehr mit Leuten gefüllt zu haben und auch die Karlsbrücke war proppevoll. Nachdem wir die Karlsbrücke überquert hatten, hatte uns die Lust auf weiteres Sightseeing verlassen und wir beschlossen zum Wohnmobil zurück zu fahren. Nur noch kurz die Fahrkarten in einem Tabakladen kaufen, da es diese nur dort gibt, und zur Straßenbahnhaltestelle zurück.

Bereits um 16.15 Uhr treffen wir wieder am Platz ein. Sönke macht es sich im Wohnmobil bequem und nutzt das vorhandene WLAN. Elli und ich suchen noch ein nahes Beachvolleyballturnier auf und gönnen uns da die Finalspiele. Um 19.00 Uhr sind wir am Wohnmobil zurück, machen uns unser Abendessen und verbringen einen entspannenden Abend im Wohnmobil.

Am nächsten Tag wollten wir gleich nach dem Frühstück los. Daraus wurde aber erst einmal nichts, da sich der erste Stau bereits auf dem Campingplatz gebildet hatte. Ein Camper, der an seinem Wohnmobil entsorgte, hatte sich derart intelligent hingestellt, dass keiner passieren konnte. Um 09.15 Uhr kommen wir dann endlich los. Mitten durch die Innenstadt geht es aus Prag heraus. Gut dass es sich um einen Sonntag handelt. An einem Werktag wäre dies sicherlich nicht so toll geworden.

Von Prag aus geht es dann ganz gemütlich nach Dresden, wo wir gegen 12.00 Uhr am Wohnmobilstellplatz City-Herberge eintreffen. Wir finden einen für uns adäquaten Stellplatz, der uns etwas Abstand zu den Nachbarn und einen  Stromanschluss garantiert. Den Schlüssel für den Stromkasten holen wir uns vom Platzwart und machen uns danach gleich auf in die Stadt. Wie immer ist in Dresden einiges los. Bereits auf dem Dresdner Striezelmarkt ist der erste Event. Hier ist es sportlich. Unter anderem findet auch hier ein Beachturnier statt und gönnen uns eine kleine Pause bei einem Getränk. Danach holen wir uns im nahen McDonalds eine Stärkung, bevor es zur Frauenkirche weitergeht.

Nach der Besichtigung der Frauenkirche geht es durch die Münzgasse zu den Brühlschen Terrasse. Hier dann gleich das nächste Event. Alle Arten von Dampfmaschinen werden am Elbufer präsentiert. Außerdem beobachten wir ein Gummientenrennen. Spektakulär werden die Enten von einer Elbbrücke in die Tiefe geschüttet.

Nach dem Entenrennen geht es zum Schlossplatz. Auch hier wieder ein Event. Wir nutzen dies, um erneut unsere Besichtigung zu unterbrechen und ein Getränk zu nehmen.

Nach Schlossplatz, Semperoper und Zwinger folgt noch ein Abstecher in den Zwingergarten.

Von dort aus geht es wieder in die Innenstadt. Wir machen uns bereits Gedanken über das Abendessen und halten dem Entsprechend bereits nach Restaurants Ausschau. Da es aber noch recht früh ist, machen wir noch einen kurzen Abstecher zurück zum Wohnmobil. Danach geht es in die Weisse Gasse. Hier hatten wir ein vietnamesisches Restaurant entdeckt, das wir ausprobieren wollten. Im Restaurant Kinh-Do nutzten wir das schöne laue Wetter und aßen draußen. Nach dem guten Essen bummeln Elli und ich noch etwas durch die Stadt, während Sönke zum Wohnmobil zurückkehrt.

Für den nächsten Tag war die Heimreise angedacht. Allerdings wollten wir nicht direkt nach Hause fahren, sondern noch einen kurzen Abstecher nach Leipzig machen. Hier stand ein Besuch des Völkerschlachtdenkmals auf dem Programm. Wir hatten so oft davon gesprochen, dass der Besuch einfach überfällig war.

Bereist gegen 11.00 Uhr trafen wir dort ein. Die Anfahrt gestaltete sich etwas schwierig, da einige Straßenzüge auf Grund von Bauarbeiten gesperrt waren. Als dies überwunden war, konnten wir direkt am Zugang zum Völkerschlachtdenkmal parken.

Es folgte der unvermeidliche Aufstieg. Wir hatten uns das Geld für den Aufzug gespart und quälten uns über die teilweise sehr engen Treppenhäuser und Aussichtsplattformen bis nach oben.

Nach der beeindruckenden Aussicht ging es dann auch schon wieder nach unten. Es folgte eine kurze Besichtigung des Museumsbereichs, bevor es um 13.30 Uhr wieder in Richtung Autobahn ging.

In Harsum trafen wir dann schon gegen 17.00 Uhr ein, da es keine wesentlichen Verkehrsbeeinträchtigungen auf der Heimfahrt gab.

Einmal mehr die kroatische Küste entlang

Kroatien

(26.06.2013 – 15.07.2013)

Anreise (26./27.06.2013)

Am Tag der Zeugnisausgabe geht es los. Sönke war erst noch mit seinen Klassenkameraden im Kino und ich musste noch bis 14.00 Uhr arbeiten. Als wir dann alle zu Hause eingetroffen waren, machten wir uns fertig und um 14.50 Uhr ging es dann los.

Die Fahrt über die BAB 7 verlief ereignislos. Es herrschte trotz des Ferienbeginns ausgesprochen wenig Verkehr, sodass wir gut voran kamen

Gegen 19.00 Uhr erreichten wir den Autohof Geiselwind an der BAB 3. An der dortigen Shell-Tankstelle tankten wir das Wohnmobil auf. Allerdings mit einer kleinen Unachtsamkeit meinerseits. Bei der ersten Wahl der Zapfsäule wählte ich eine aus, die nur über V-Power Diesel für 1,56 € verfügte. Noch bevor der erste Liter ganz durchgelaufen war, stellte ich meinen Irrtum fest und wir wechselten die Tanksäule. Hier kostete der Diesel dann auch nur noch 1,37 €.

Nach dem Tanken fuhren wir auf einen freien Bereich des Parkplatzes und gönnten uns unser Abendessen. Als es dann nach knapp einer Stunde weiterging, war der Dieselpreis auf 1,459 € gestiegen.

Ab Geiselwind übernahm dann Elli das Steuer und ich versuchte mich auszuruhen. Erst als wir in München hielten, um eine österreichische Vignette zu kaufen, wechselten wir wieder. Neben der österreichischen Vignette konnte Elli auch gleich die für Slowenien erwerben, sodass wir uns darum erste einmal keine Gedanken machen mussten. Auch einen Campingführer erwarb Elli, da wir mittlerweile festgestellt hatten, dass unser noch auf dem Wohnzimmertisch lag. Dumm gelaufen.

Kurz nach Mitternacht machten wir an der Tankstelle Bad Reichenhall noch mal eine kurze Rast. Hätte ich die Kraftstoffpreise in Österreich erahnt, hätte ich hier noch getankt. So musste ich feststellen, dass der Dieselpreis in Österreich mit 1,55 € weit über dem in Deutschland lag. In Werfen versuchte ich noch einmal eine günstigere Tankstelle abseits der Autobahn zu finden. Leider hatte diese schon geschlossen und bei der Auffahrt auf die Autobahn kam es zu leichten Irritationen, sodass ich erst einmal eine Abfahrt in die falsche Richtung fuhr. Letztlich entschloss ich mich an der Raststätte Eben das nötigste zu tanken, um bis nach Slowenien zu gelangen.

Die Fahrt durch die Tunnel, insbesondere durch den Karawankentunnel verlief absolut stressfrei. In letzterem war ich sogar allein unterwegs.

In Slowenien fuhr ich noch bis zur Raststätte Voklo, unmittelbar vor Lubljana. Hier legte ich mich dann auch erst einmal aufs Ohr, um etwas Schlaf zu bekommen. Gegen 5.30 Uhr ging es aber schon weiter, da mich das Kühlaggregat des nächsten Lkw geweckt hatte, als es ansprang. Elli und Sönke schliefen noch etwas.

Elli gesellte sich erst kurz vor Lubljana zu mir. Wir nutzten die nächste Raststätte, um für das Frühstück einzukaufen. Danach ging es bis Koper weiter. Erst hier gesellte sich Sönke wieder zu uns.

In Koper tankten wir dann das Wohnmobil für 1,33 € den Liter voll. Danach ging es zur Grenze. Auch hier keine Wartezeit, da auch keine anderen Reisenden unterwegs waren. Wir kamen gut voran und machten dann gegen 8.00 Uhr an der Raststätte Mirna unsere Frühstückspause.

Um kurz vor 9.00 Uhr erreichten wir den Campingplatz Zelena Laguna in Porec.

Porec (27.-30.06.2013)

Beim Check-Inn kriegten wir eine Anzahl von Stellplätzen zur Auswahl und konnten auf dem Platz schauen. In der Nähe des ersten Angebots fiel uns ein Stellplatz ins Auge, der uns gut gefiel. Elli ging zur Rezeption und kam mit einer positiven Antwort zurück, da der Stellplatz zwar reserviert war, aber erst ab dem Tag unseres angedachten Abreisedatums.

Wir richteten uns also auf dem Stellplatz 267 ein. Während ich im Inneren des Wohnmobils am Gange war, geriet ich ins Straucheln und mein Sturz wurde durch den Tisch verhindert. Leider wurde dieser dadurch derart in Mitleidenschaft gezogen, dass eine Reparatur zu einem späteren Zeitpunkt unumgänglich schien.

Den Rest des Tages verbrachten wir am Platz. Und auch am Abend hatten wir noch keine große Lust uns weit weg zu begeben, sodass wir das Restaurantangebot auf dem Platz in Anspruch nahmen.

Das Essen war gut, günstig und vor allen Dingen waren sie schnell damit. Wir hatten kaum unsere Getränke erhalten, da kam auch schon das Essen. Etwas sparsam schaute uns die Bedienung an, als Sönke nach der ersten Portion Cevapcici noch eine zweite orderte und komplett verdrückte. Er musste wirklich Hunger gehabt haben.

Nach dem Essen ging es zum Wohnmobil zurück, wo wir auf Sönkes Wunsch hin einige Partien Romme spielten. Dank eines Romme Hand im vorletzten Spiel war Elli der Sieg nicht mehr zu nehmen, obwohl zuvor Sönke und ich uns um den Sieg gestritten hatten.

Bereits um 08.15 Uhr standen wir am nächsten Morgen auf und ich holte uns Brötchen. Danach ließen wir uns beim Frühstück ausgiebig Zeit. Selbst Sönke, der in seinem Zelt genächtigt hatte, gesellte sich recht früh zu uns.

Nach dem Frühstück machten wir uns bei leicht bedecktem Himmel auf den Weg nach Porec. Wir mussten mit den Fährrädern nur den Radweg folgen. Dies stellte sich dann jedoch nicht ganz so einfach dar, da der Radweg auch von vielen Fußgängern benutzt wurde und wir förmlich Slalom zwischen den einzelnen Gruppen hindurch fahren mussten.

Um 11.00 Uhr kamen wir am Hafen von Porec an und starteten unseren Stadtrundgang am Markt. Von dort ging es zunächst zur Touristeninformation, wo wir einen kleinen Stadtführer erhielten. Nun hakten wir alle Sehenswürdigkeiten, die Porec zu bieten hatte, ab. Ganz so viele waren es ja nicht. Zum Abschluss gönnten wir uns noch ein Getränk in einer Bar am Hafen.

Gegen 15.00 Uhr waren wir wieder am Platz zurück. Mittlerweile war die Sonne ganz rausgekommen und es war schon erheblich wärmer geworden.

Um 19.00 Uhr ging es dann zum Abendessen noch einmal in das Restaurant am Platz. Diesmal kam Sönke mit einer Portion aus. Danach waren wieder Spiele am Wohnmobil angesagt. Zunächst wollten wir Uno spielen, stellten aber fest, dass wir nur die Kindervariante eingepackt hatten. Da die nicht sonderlich anspruchsvoll war, spielten wir noch Schwimmen, bis Elli dann endlich verloren hatte.

In der Nacht jagte mir dann Sönke einen Riesenschreck ein, als er ins Wohnmobil kommt, um die Toilette zu benutzen. Damit hatte ich nun wahrlich nicht gerechnet.

Als wir am nächsten Morgen wieder um kurz nach 08.00 Uhr aufstanden, war der Himmel wolkenlos und die Sonne schien bereits. Es versprach ein warmer Tag zu werden und wir verbrachten ihn gänzlich mit relaxen, da es am nächsten Tag ja schon weitergehen sollte.

Die einzigen anspruchsvollen Tätigkeiten waren die verschiedenen Kleinreparaturen, die ich durchführte. So reparierte ich mit Sekundenkleber und doppelseitigem Klebeband den Tisch, damit wir ihn auf dem Rest der Tour gefahrlos nutzen konnten.

Abends ging es zum Essen in die Pizzeria, die am Eingang des Campingplatzes liegt. Das Essen war okay. Das Ambiente erinnerte aber eher an einen Speisesaal denn an ein Restaurant.

Nach dem Abendessen ging es noch in die Strandbar, die in unmittelbarer Nähe zu unserem Stellplatz lag.

Hier gönnten wir uns einen Cocktail und genossen den Sonnenuntergang. Sönke vertrieb sich die Zeit mit Steine werfen. Das kannten wir ja noch von früher.

Nachdem die Sonne dann untergegangen war gab es noch wieder Gesellschaftsspiele am Wohnmobil, bevor es ins Bett ging, um für den nächsten Morgen fit zu sein.

Krk (30.06.-02.07.2013)

Bereits um 06.00 Uhr morgens schreckten wir das erste Mal hoch. Ein Kreuzfahrschiff hatte sein Horn erklingen lassen. Um 07.00 Uhr war dann die Nacht endgültig vorbei. An Schlaf war nicht mehr zu denken. Bereits um halb acht fingen wir mit dem Frühstück an. Danach packten wir die letzten Sachen ein und machten uns um 09.00 Uhr auf den Weg. Elli hatte bereits am Vortag bezahlt, sodass wir nicht noch einmal in die Rezeption mussten. Obwohl Sonntag war, konnten wir einen Lidl-Einkaufsmarkt anfahren, der geöffnet hatte. Unsere erste Wahl, ein Mercator, hatte leider keine große Auswahl.

Nach dem Einkauf ging es dann über die Landstraße Nr. 48 bis nach Pazin. Hier fuhren wir auf die A8 in Richtung Rijeka auf. Obwohl der Verkehr in Rijeka etwas zunimmt, kommen wir störungsfrei bis Krk durch. Auch der übliche Stau an der Autobahnabfahrt blieb uns diesmal erspart. Wir folgten zunächst dem Navi bis Grad Krk und dort dann der Beschilderung in Richtung Campingplatz. Die Anfahrt zum Campingplatz Jezevac war wieder einmal etwas abenteuerlich auf Grund der geringen Fahrbahnbreite und der Steigungen.

An der Zufahrt des Platzes mussten wir uns erst einmal in die Warteschlange am Check Inn einreihen. Elli erhielt dann einen Stellplatz zugewiesen und wir konnten auf den Platz fahren. Der Stellplatz Nr. F 16 lag am Ende einer Sackgasse und unsere Nachbarn kamen aus der Region Hannover. In ihrer Begleitung war ihre Tochter, die in Sönkes Alter war. Sie war sichtlich von ihm angetan, doch ihn ließ das kalt.

Nachdem wir uns eingerichtet und gegessen hatten, relaxten wir erst einmal. Wir beschlossen dann, gegen Abend in den Ort zu gehen, um etwas Sightseeing zu machen. Gesagt, getan. Gegen 17.00 Uhr ging es los. Nachdem wir den Campingplatz verlassen hatten, konnten wir bereits über den Hafen auf Krk schauen. Es war zwar leicht bewölkt, aber drückend warm. Trotzdem ließen wir uns nicht abschrecken.

Zunächst suchten wir den zentralen Platz auf. Hier fand sich auch die Touristeninformation, wo wir einen kleinen Innenstadtplan erhielten. Den besorgte Elli, während Sönke und ich den freien WLAN-Spot nutzten, um unsere Smartphones zu aktualisieren. Danach ging es durch die Gassen einmal quer durch den Ort und zum Schluss noch den Hügel hinauf. Als die Sehenswürdigkeiten erledigt waren, machten wir uns auf die Suche nach einem Lokal für das Abendessen. Das es immer noch sehr drückend war, wollten wir unbedingt auf einer Außenterrasse sitzen. Da diese bei dem Lokal unserer Wahl nicht vorhanden war, suchten wir, sehr zum Leidwesen des Betreibers, weiter. Letztlich fanden wir die Konoba Nono, ein kleines Restaurant im Zentrum. Service und Essen waren gut. Das Preis-Leistungsverhältnis war allerdings nicht so toll. Erstmals mussten wir die Beilagen separat zahlen.

Nach dem Essen ging es aus der Stadt hinaus. Hierbei wurden wir auf eine Musikveranstaltung am Hafen aufmerksam. Wie sich herausstellte, sollte hier der EU-Beitritt Kroatiens gefeiert werden. Kurz entschlossen bleiben wir am Ort. Sönke war das allerdings alles zu doof, sodass er zum Stellplatz zurückging.

Elli und ich hielten bei subventionierten Getränken bis 23.00 Uhr aus. Dann hatten auch wir genug. Die Gesangsgruppen hätten nicht unterschiedlicher sein können. Anstregend war die folkloristische Gruppe, die die Nerven zum Zerreißen anspannte. Aufgelockert wurde das Ganze durch das Vokalensemble Grupe 4’33“. Abends im Wohnmobil konnten wir dann noch Teile des Feuerwerks sehen, das pünktlich um Mitternacht den EU-Beitritt einläutete.

Am nächsten Morgen war ich bereits um 07.00 Uhr wieder hoch und machte ich mich auf den Weg zum Bäcker. Am Backshop auf dem Platz konnte ich dann total überteuerte Brötchen kaufen.

Den Großteil des Tages verbrachten wir relaxend am Platz. Gegen Nachmittag machten sich Elli und Sönke noch einmal auf den Weg in die Stadt, um Mitbringsel zu kaufen. Danach ging Sönke dann los, um sich ein Internetticket zu erwerben. Das hatte er eigentlich schon am Vortag vorgehabt. Als er zurückkam, hatte er von der Rezeption einen Zugangscode erhalten, der für die gesamte Zeit unserer Anwesenheit kostenlos nutzbar war. Das hätte er auch früher haben können.

Zum Abendessen gehen wir in ein Restaurant am Nebeneingang des Platzes. Gemütlich war es nicht, aber das Essen und der Service waren passend. Besonderes Highlight war der Ausschank von Hochprozentigem. In kurzen Abständen kam immer wieder eine Bedienung vorbei und bot Slibowitz, Julischka und andere Schnäpse auf Kosten des Hauses an. Härtten wir jeden Durchlauf mitgemacht, wären wir stark alkoholisiert aus dem Lokal gegangen.

Senj (02.07.2013)

Wir stehen immer früher auf. Diesmal war es bereits 06.45 Uhr als uns die Müllabfuhr weckte. Bei klarem und sonnigem Wetter mache ich mich zum Bäcker auf und bin überrascht, da die Brötchen nun einen neuen, günstigeren Preis haben.

Auf dem Campingplatz macht sich allgemeine Aufbruchstimmung breit. Während wir noch frühstücken, machen sich mehrere Wohnmobile und Gespanne schon auf den Weg. Wir selbst kommen wieder gegen 09.00 Uhr los. Zu meiner Freude reichte der Platz zum Wenden in dem Weg gerade aus, sodass ich nicht gesamte Strecke im Rückwärtsgang zurücklegen musste.

Bevor es von der Insel geht, kaufen wir noch ein. Auch diesmal herrscht kein großartiger Verkehr, sodass wir zügig von der Insel kamen und auf der Küstenstraße Richtung Süden fuhren.

Auf unserer Fahrt in Richtung Senj kommen wir durch eine Sanierungsmaßnahme der Küstenstraße. Die ist recht einfach gehalten. Bauarbeiter regeln den Verkehr, ansonsten fährt man auf dem steinigen Fundament der neuen Asphaltdecke. Und das nicht nur über ein paar hundert Meter, sondern über einige Kilometer. Und auch die Fahrt durch Novi Vinodolski stellte sich so dar.

Gegen Mittag kamen wir in Senj am Autokamp Skver an. Auch hier war die Anfahrt recht schmal gestaltet. Das lag aber an den Strandbesuchern, die die Straße zugeparkt hatten. Auf dem Platz belegten wir einen Stellplatz unter der Steilwand. Ein Platz in der ersten Reihe war für uns zu dieser Zeit nicht frei.

Nachdem wir uns eingerichtet hatten, ging es für Elli und mich erst einmal in das Restaurant am Hafen, das direkt neben dem Autokamp lag, um ein Kaltgetränk zu uns zu nehmen. Der halbe Liter Karlovac war hier für 14 Kuna zu bekommen. Danach relaxten wir bis 17.00 Uhr am Platz, bevor es in die Stadt ging. Sönke hatte zuvor schon den Hafenbereich auf der Suche nach Restaurantangeboten erkundet. Wie wir später feststellten, hatte er dazu fast die komplette Stadt durchquert.

Wir bummelten etwa eineinhalb Stunden durch den Ort und gönnten zum Abschluss erneut ein kaltes Getränk, da es immer noch sehr warm war. Danach machten wir uns auf die Suche nach einem Restaurant für das Abendessen. Da wir bei unserem Stadtbummel schon immer auf die Angebote geschaut hatten, fiel die Konoba Lavlji Dvor in die engere Auswahl.

Auch hier hatten wir wieder einmal Glück mit dem Essen. Es war gut und günstig und der Service war sehr freundlich. Die Pizza, die ich mir gönnte, war so großzügig mit Käse belegt, dass ich den ganzen Abend etwas davon hatte.

Zurück am Wohnmobil nutzen wir den freien WLAN-Zugang und Elli stellt fest, dass ihre Bekannte aus der Kur sich zeitgleich in Bunculuka aufhält. Martina war damit einer Empfehlung von Elli gefolgt. Elli telefonierte dann erst einmal mit ihr und es war schade, dass wir das nicht während unseres Aufenthaltes auf Krk gewusst haben, da man sich dann hätte treffen können.

Tisno / Insel Murter (03.07.2013)

Nach einer Dusche mache ich mich auf den Weg zum Bäcker, der im Stadtzentrum von Senj liegt. Hier wird erstmals überhaupt keine Fremdsprache gesprochen, sodass die Bestellung und Bezahlung etwas mühselig ist, da mein kroatisch nicht ausreichend ist.

Nach dem Frühstück geht es wieder einmal gegen 09.00 Uhr weiter. Wir wollen über die Landstraße Nr. 23 in Richtung Autobahn fahren. Wieder einmal müssen wir dazu das Küstengebirge hinauf fahren und haben dann am Pass eine wunderbaren Ausblick auf Senj und die Inselwelt der Kvarner Bucht.

Danach geht es auf die Autobahn A 1 in Richtung Süden. An der Ausfahrt 20 verlassen wir die Autobahn und folgen der Landstraße Nr. 59 und Nr. 121 die wenigen Kilometer bis zur Insel Murter. Auf der Insel sind wir zunächst auf der Suche nach einer Campingplatz, der uns empfohlen worden war. Da dieser aber nicht ausgeschildert war, machten wir am Campingplatz Jezera Lovisca in der Nähe von Tisno halt.

Es war warm und wir wollten ein Ende unserer Suche haben, sodass auch die Suche nach einem Stellplatz schnell ausfiel. Ich beugte mich letztlich der Wahl von Elli und Sönke, da der Platz Schatten und Meerblick hatte. Der einzige Nachteil war, dass er steil in Richtung Küste abfiel. Dies kompensierten wir aber später, indem wir auf Keile fuhren.

Den Nachmittag verbrachte ich damit, die Aufbautür zu reparieren, da die Schlosshalterung wieder einmal den Geist aufgegeben hatte.

Am frühen Abend ging es dann zu Fuß in den Stadtkern von Tisno. Ein Platznachbar hatte Elli mehrere Restaurants empfohlen. Um diese zu erreichen mussten wir einmal das Hafenbecken umrunden, um dann festzustellen, dass wir die Lokale einfach nicht fanden. Also orientierten wir uns wieder zurück und wurden im innerstädtischen Bereich schnell fündig.

Vom Lokal aus hatten wir einen guten Ausblick auf den Hafen und die Klappbrücke, die die Insel Murter mit dem Festland verbindet.

Nach dem Essen ging es zurück auf den Platz. Auf Grund der horrenden Preise auf diesem Campingplatz verzichteten wir auf einen Barbesuch und verbrachten den Abend an unserem Wohnmobil. Unser abschließendes Fazit zu dem Campingplatz war nicht so gut. Mit rund 60 Euro war er zu teuer. Außerdem war die Insel Murter wohl etwas für PS-Verliebte. Den gesamten Nachmittag hatten wir den Betriebslärm von Quad, Geländemaschinen und Jetski im Ohr. Halt nicht unser Ding.

Seget (04.-07.07.2013)

Gegen 04.00 Uhr morgens werden wir das erste Mal durch Techno-Musik geweckt, die aus Richtung Tisno rüber hämmert. Gegen 07.00 Uhr waren wir dann endgültig wach und ich machte mich nach einer Dusche zum Einkaufsmarkt auf. Auch dieser war das Geld nicht wert, das wir für den Campingplatz berappen mussten. Ich bekam, was wir wollten und nach dem Frühstück, ging Sönke noch eine Runde schwimmen.

Wieder einmal schafften wir es gegen 09.00 Uhr los zu kommen. Diesmal wurde aber nichts aus der ungebremsten Weiterfahrt, da 09.00 Uhr wohl die standardmäßige Öffnungszeit der Klappbrücke war. Wir standen direkt vor dem Lokal, an dem wir am Abend zuvor gegessen hatten, im Stau und warten eine gute halbe Stunde bis die Brücke wieder gesenkt wurde. Dann ging es endlich weiter.

In Vodice folgte noch ein kurzer Stopp am Lidl, um die Vorräte aufzufüllen. Hier haben wir das Gefühl, dass es der einzige Öffnungstag des Marktes ist. Der Laden ist total überfüllt und der Einkauf nimmt mehr Zeit in Anspruch als gedacht. Nachdem dies jedoch erledigt ist, wollen wir idyllisch auf der N8 die Küste entlang fahren. Das führt dazu, dass ich kurzfristig den Navi ausschalten muss, da dieser uns permanent zur Autobahn führen will. Erst hinter Primosten rappelt er sich und zeigt die neue Streckenführung an.

Bereits gegen Mittag treffen wir in Seget ein. An der Ortseinfahrt ist ein leichter Stau auf Grund einer Baustelle. Pfiffig wie ich bin, will ich nicht im Stau stehen und gedenke von der anderen Seite nach Seget hinein zu fahren. Mit dieser Entscheidung nahm ich einen Umweg von gut 20 Kilometern in Kauf. Erst am Flughafen Kastel konnten wir von der N8 wieder abfahren und mussten nun auch noch durch Trogir.

Als wir an der Einfahrt zum Autocamp Seget standen, brach dort etwas Hektik aus. Schnell wollte man uns auf dem Campingplatz haben. Von den gemütlichen, freundlichen Empfängen der Vorjahre keine Spur. Wie sich später herausstellte, war dies dem Umstand geschuldet, dass man die Auffahrt neu asphaltieren wollte und unser dort abgestelltes Wohnmobil nun einmal störte.

Unser Stellplatz Nr. 11 lag wieder in der ersten Reihe zum Meer. Schnell hatten wir uns eingerichtet und genossen den Rest des Tages. Gegen Nachmittag gingen wir auf ein Bier in Richtung Rezeption und schauten den Arbeitern beim Asphaltieren der Auffahrt zu.

Am Abend machen wir uns dann nach Seget auf. Zunächst geht es zum Essen in die Konoba Rico am Hafen. Danach bummeln wir durch die Gässchen und schauen uns die Veränderungen an. Eine davon ist ein neues Lokal, die Konoba Antonio. Als wir uns das Lokal anschauen, kommen wir über die dort herumtollenden Hundewelpen mit dem Wirt ins Gespräch, der uns für den nächsten Abend zu einem Besuch einlädt.

Die folgende Nacht ist ausgesprochen windig, sodass ich mir Gedanken um unsere Markise mache. Dadurch, dass ich durch den Wind geweckt wurde, beobachte ich zwei verdächtige Personen, die über den Campingplatz stromern. Bei uns können sie sich jedoch nicht bedienen, da alles sicher verstaut ist.

Am nächsten Tag geht es nach dem Frühstück zu Fuß in Richtung Trogir. Wir hatten uns vorgenommen von dort mit einem Verkehrsmittel, Bus oder Fähre, nach Split zu fahren. Bereits auf diesem Fußweg merkten wir schon, dass es ein heißer Tag werden würde. Sönke verzögerte unser Vorankommen dann noch einmal kurz, als ihm am Hafen von Seget einfiel, dass er sein Basalinsulin nicht gespritzt hatte und dies noch nachholen musste. Dazu ging es für ihn kurz zum Wohnmobil zurück, während Elli und ich einen Schattenplatz suchten, um auf ihn zu warten.

An der Touristeninformation am Busbahnhof wollten wir uns dann bezüglich der günstigsten Verkehrsanbindung schlau machen. Meine Fragen nach Zeiten und Preisen auf Englisch verstand die Dame hinter dem Fenster sehr wohl, machte aber einfach kehrt und zog sich in einen hinteren Raum zurück, wo sie blieb, bis wir entmutigt aufgaben. Augenscheinlich wollte sie keine touristischen Fragen beantworten, sondern lediglich Zimmer vermitteln.

Wir suchten daraufhin die Touristeninformation im Stadtkern von Trogir auf. Während Elli die nötigen Details erfragte, fanden Sönke und ich einen freien WLAN-Hotspot, an dem wir die nötigen Informationen auf dem Handy updateten. Als Elli dann zurückkehrte, tranken wir ein Cappuccino und besprachen das weitere Vorgehen.

Schnell hatten wir uns für die Fährverbindung entscheiden. Dazu mussten wir zum Hafen, wo der Fähranleger war. Dort angekommen, war eine halbe Stunde vor Abfahrt erst ein weiteres Pärchen vor Ort. Ich beschloss noch kurz eine Getränkeflasche in einem nahen Supermarkt zu kaufen. Als ich wieder herauskam, war der Fähranleger voll und die Fähre machte bereits fest. Trotz des großen Andrangs schafften wir noch einen Platz auf dem Oberdeck zu erwischen.

Nach der ersten halben Stunde Fahrzeit machten wir uns dann auf den Weg nach unten, um einen etwas schattigeren Platz zu erlangen. Elli zog sich sogar in die Kabine zurück, während Sönke und ich am Heck ein Plätzchen fanden.

Nach knapp einer Stunde Fahrzeit kamen wir am Hafen, direkt an der Innenstadt, an. Sofort machten wir uns auf unsere Sightseeingtour. Schnell mussten wir jedoch feststellen, dass unser Wissen aus dem vorherigen Besuch nicht ausreichte, um sich vernünftig zu orientieren. Wir machten uns also wieder einmal auf die Suche nach einer Touristeninformation wund wurden auf dem zentralen Platz Peristyl fündig.

Danach ging es durch die Gassen der Altstadt. Ein kurzer Abstecher auf den Grünen Markt weckte zwar unsere Erinnerungen an den letzten Besuch, führte aber nicht zum Auffinden eines gemütlichen Lokals, das wir suchten, um etwas zu trinken. Wir wurden letztlich auf der Plaza Carrarina fündig. Nach einer kurzen Pause folgte der nordwestliche Teil. Nachdem dieser zur Genüge abgegangen ist, gingen wir auf die Pjaca, wo sich Elli und Sönke zunächst einen kleinen Mittagssnack in Form einer Pizza und danach ein Eis gönnten. Danach geht es durch die Gassen der südwestlichen Altstadt wieder zum Peristyl und dann durch die Katakomben des Diokletianpalast wieder in Richtung Hafenpromenade.

An der Hafenpromenade kauften wir dann die ersten Postkarten und suchten uns ein Lokal, wo wir diese gleich schreiben konnten und zeitgleich die Wartezeit bis zur Abfahrt der Fähre überbrücken konnten. Als dann die Abfahrtzeit näher rückte, machten wir uns zum Fähranleger auf. Es war das gleiche Spiel wie bei der Hinfahrt. Erst war keiner da. Dann wurden es immer mehr, sodass sich die Ersten schon Gedanken machten, ob alle auf die Fähre passten. Als diese dann eintraf, machte sie auch noch an einem anderen Liegeplatz fest. Schnell zeigte sich wieder unsere Ellbogengesellschaft. Für mich war es ein Wunder, das keine Kleinkinder auf dem Weg in eine günstige Ausgangsposition ins Wasser geschubst wurden. Letztlich kamen doch alle mit.

In Trogir angekommen, mussten wir erneut in dem Supermarkt eine Flasche Wasser kaufen, da uns die heiße Fährfahrt alles abverlangt hatte. Mit der Flasche in der Hand ging es über die Brücke. Elli ging dann auf der Brücke der Deckel verloren und der fiel, wie sollte es auch anders sein, ins Wasser und war für uns verloren. Die Flasche musste also schnell ausgetrunken werden.

Am Hafen beschlossen wir dann, das Fährboot nach Seget zu nehmen, da es zu heiß war, um zu Fuß zu gehen. Wir arbeiteten uns am Kai entlang, das von Ausflugsschiffen bevölkert ist. Unmittelbar vor dem Kastell ist dann der verlegte Abfahrtpunkt für die Fähren. Schnell finden wir ein Boot, das uns nach Seget bringt. Als wir dort eintreffen, geht es erst einmal zur Abkühlung ins Wasser. Danach relaxen wir am Platz.

Gegen 19.30 Uhr machen wir uns dann auf den Weg zur Konoba Antonio. An der Eingangstür stellen wir fest, dass diese abgeschlossen ist. Als wir an ihr rütteln, wird uns geöffnet und wir können auf dem Innenhof an einem Tisch Platz nehmen. Mit uns sind noch zwei Ehepaare in dem Lokal. Damit sind auch schon alle vorhandenen Sitzplätze belegt.

Der Service durch Antonio ist freundlich, aber er ist nicht der schnellste. Schnell wird uns klar, dass der Abend etwas länger dauern wird. So wird es dann auch. Bis wir das Essen erhalten dauert es gut eine Stunde. Das ist dann aber sehr gut. Alles ist frisch zubereitet und auch die Pommes sind selbst gemacht. Am Ende dann noch die obligatorische Runde Verdauungsschnaps, wobei diesmal die Flasche einfach zur Selbstbedienung auf unserem Tisch stehen gelassen wird. Insgesamt zahlten wir am Ende für Vorspeisen, Salate, Hauptgerichte, Getränke und reichlich Selbstgebrannten 320 Kuna.

Auf dem Rückweg zum Autocamp entdeckten wir noch etwas, was wir bis dato nicht gesehen hatten. Die Olivenbäume in den Vorgärten waren überzogen mit Schnecken. Den Grund konnten wir uns nicht erklären.

Der folgende Tag war ein reiner Relaxtag. Nach den Anstrengungen des Vortages hatten wir uns diesen auf jeden Fall verdient. Nur am Abend mussten wir uns noch einmal abstimmen. Wir hatten eine neuerliche Einladung in die Konoba Antonio. Da es aber doch sehr zeitaufwendig war, dort zu essen, entscheiden wir uns dagegen und suchten erneut die Konoba Rico zum Abendessen auf.

Prapatno (07.07.2913)

Sonnig und drückend warm startete der folgende Tag. Beim Frühstück erfolgte erste einmal eine abgespeckte Bescherungsaktion, da Sönke Geburtstag hatte. Danach geht es über die Küstenstraße in Richtung Süden. Als Ziel hatten wir uns die Halbinsel Peljesac ausgesucht.

Gegen Mittag fahren wir die kurze Passage durch Bosnien-Herzegowina bevor es unmittelbar danach auf die Halbinsel abgeht. In Ston halten wir kurz, um die längste Festungsmauer Europas zu bestaunen, die den Zugang zur Halbinsel Peljesac kontrollierte.

Im Campingführer hatte Elli den Campingplatz Prapatno gefunden. Dank Navi fanden wir diesen auch schnell. Bereits auf der Anfahrt stellten wir fest, dass in unmittelbarer Nähe keine Ortschaft war. Auch eine Nachfrage an der Rezeption führte nicht weiter. Auf dem Campingplatz war freie Stellplatzwahl angesagt und schnell hatten wir uns mit Blick auf die Bucht eingerichtet.

Danach ging es erst einmal zum Strand ins Wasser. Zu unserer Überraschung war hier tatsächlich ein Sandstrand vorhanden. Dieser war anscheinend nicht nur aufgeschüttet, sondern erstreckte sich im Wasser weiter, sodass wir auf Schwimmschuhe verzichten konnten.

Am Platz kamen wir dann mit unseren Nachbarn aus Nienburg ins Gespräch. Denen zu Folge, war an einen Gang in eine Ortschaft nicht zu denken. Essengehen konnte man auf dem Restaurant am Platz oder auf zu einem Restaurant Bella Vista, die am Berghang oberhalb des Platzes lag. Um zu dieser zu gelangen, musste man allerdings an der Straße entlang gehen. Ein wichtiger Hinweis, der dann für das lokal Bella Vista sprach war, dass man ein kostenfreies Taxi bestellen konnte, das einen den Berg hinauf bringt. das war dann auch unser Plan. Ich bat an der Rezeption die Nummer anzurufen. Man tat es, wenn auch nicht gerne, da man selbst ein Restaurant auf dem Platz habe, wie man uns mitteilte. Später erfuhren wir, dass unsere Platznachbarn den gleichen Plan hatten. Hier wurde durch die Rezeption den Anruf abgelehnt, weshalb sie dann zu Fuß gingen.

Als der Taxifahrer kam, war es eine kurze Fahrt zum Restaurant. Der Fahrer selbst setzte sich dann auch gleich wieder an Tresen und trank weiter. Aber darüber machten wir uns keine Gedanken. Wir suchten uns einen Platz auf der Außenterrasse und stellten fest, dass der Name des Restaurants zutreffend war.

Man hatte einen wunderbaren Ausblick über die Bucht und konnte auf die Insel Mljet schauen. Außerdem konnte man die letzte Fähre des Tages in die Bucht einfahren sehen.

Das Essen war gut, reichhaltig und günstig. Nach dem Essen machten wir uns auf den Rückweg. Diesmal sollte es jedoch zu Fuß0 den Berg hinab gehen. Wir wollten den Fahrer nicht von seinem Drink wegreißen. Nach einem Fußmarsch von weniger als einer halben Stunde waren wir wieder auf dem Campingplatz.

Mlini (08.07.2013)

Am Morgen holte ich in dem kleinen Markt am Platz Brötchen. Es waren die letzten, die zu erwerben waren, obwohl der Markt gerade mal eine halbe Stunde geöffnet hatte und es erst 07.00 Uhr morgens war. Nach dem Frühstück machten wir uns auf die kurze Etappe in Richtung Dubrovnik.

Unmittelbar vor Dubrovnik kam es zum obligatorischen Fotostopp vor der Brücke mit Blick in den neuen Hafen.

Nachdem wir Dubrovnik durchfahren hatten, bot sich erneut die Gelegenheit für einen Fotostopp. Diesmal konnte man wunderbar auf die Altstadt schauen.

Von hier aus ging es bis Mlini, wo wir ein kleines Autocamp herausgesucht hatten, auf dem wir stehen wollten. Bei dem ersten Versuch fuhren wir an der Einfahrt des Autocamp Kate vorbei. Nachdem ich gewendet hatte, konnte ich die Zufahrt auch sehen und wir hielten an der Rezeption. Das Camp war wirklich übersichtlich. Schnell fanden wir einen Stellplatz, mussten aber diverse Male rangieren bis wir richtig standen. Unser Stellplatz lag in unmittelbarer Nähe zum Waschhaus und ließ, entgegen einigen anderen, wenigstens Schatten erwarten.

An der Rezeption hatte Elli in Erfahrung gebracht, dass das Fährboot nach Dubrovnik um 11.00 Uhr gehen sollte. Um 10.42 Uhr kamen wir los und mussten noch die Treppe bis zum Hafen hinuntergehen. Als wir uns hier orientierten, wurden wir auf eine andere Fährmöglichkeit angesprochen. Diese war zwar günstiger, aber ein schneller Blick auf den Flyer verriet uns, dass die Abfahrtszeiten nicht so moderat waren und man zudem eine Inselrundfahrt mitmachen musste. Wir verblieben also beim alten Anbieter und konnten gerade noch Tickets kaufen, bevor die Fähre auch schon wieder ablegte.

Die Fahrt mit der Fähre war erfrischend. Zudem konnte man die gesamte Zeit die Küste bewundern. Einziger Wermutstropfen war eine offensichtlich verlassene Hotelanlage, an der noch die Folgen des Krieges zu sehen waren.

Gegen 12.00 Uhr trafen wir am Hafen, direkt in der Altstadt von Dubrovnik, ein. Wir machten uns sofort an die Stadtbesichtigung, hatten aber bereits nach kurzer Zeit das Bedürfnis etwas zu trinken. Da unsere Meinungen über Getränk und Essen an diesem Tag nicht so einfach deckungsgleich zu bekommen waren, dauerte es einige Zeit, bis wir in einer der Gassen der Altstadt eine Pizzeria gefunden hatten, die uns gefiel. Hier sei angemerkt, dass in dieser kleinen Gasse etwa fünf Pizzerien waren, die alle unterschiedliche Preise hatten. Dies konnte man feststellen, weil alle ihre Karte offen ausliegen hatten.

Nach dem Essen ging es dann mit unserem Stadtrundgang weiter. Trotz der Hitze schafften wir es wieder einmal möglichst viele interessante Orte abzugehen. Elli suchte auch einige Kirchen auf. Die Zeit, die sie in diesen verbrachte, nutzte ich, indem ich mich ausruhte.

Nach etwas über zwei Stunden Sightseeing bei knapp 35 Grad Celsius kamen wir zufällig wieder am Hafen an. Da unsere Fähre gerade wieder einlief und wir uns nicht vorstellen konnten, weiter durch die Stadt zu laufen, bestiegen wir kurz entschlossen das Boot und fuhren zurück.

Als wir in Mlini ankamen, konnten wir das erste Mal in Ruhe einen Blick auf den idyllischen Ort werfen.

Hiernach machten wir uns an den Aufstieg zum Campingplatz. Es war steiler als wir dachten und die Hitze trug auch ihren Teil dazu bei, dass wir total fertig und verschwitzt am Autocamp ankamen. Nach dieser Erfahrung hatte sich auch ein neuerlicher Abstieg für uns erledigt, dass wir uns das kein zweites Mal antun wollten. Nach einer erfrischenden Dusche verblieben wir am Platz.

Am späten Nachmittag mache ich mich dann noch einmal auf den Weg zum Einkaufen, da wir uns dazu entschlossen hatten am heutigen Abend zu grillen. Nachdem ich mich an der Rezeption schlau gemacht hatte, machte ich mich auf den kurzen Fußmarsch, der allerdings direkt an der Hauptstraße entlang führte. Und das alles ohne Gehweg, kein angenehmes Gefühl.

Abends warfen wir dann den Grill an. Damit nebelten wir erst einmal kurz unsere niederländischen Platznachbarn ein, die gerade die Fenster ihres Wohnwagens geöffnet hatten. Die sahen es aber ganz locker.

Wir hatten gerade die erste Portion vom Grill genommen, als es zu regnen anfing. Wir grillten dann unter der Markise weiter und als wir fertig waren, hatte es auch zu regnen aufgehört. Damit setzte aber der Wind ein, sodass wir den Rest des Abends lieber auf die Markise verzichteten.

Novigrad / Dalmatien (09.07.2013)

Bereits um 07.00 Uhr geht es zum Waschen und ich mache mich anschließend wieder auf den Weg zum Mini-Markt. Morgens scheint es mir noch gefährlicher, da die Autofahrer unaufmerksamer sind und nun auch wesentlich mehr Schwerlastverkehr über die Straße fährt. Nach dem Frühstück nutzen wir noch schnell den Frischwasseranschluss am Platz, um unseren Wassertank zu füllen, nachdem wir am Abend zuvor in kleinen Etappen den abgestandenen Wasserrest abgelassen hatten.

Über die N8 geht es wieder in Richtung Norden. Ein konkretes Ziel haben wir noch nicht und wollen uns diese erst unterwegs heraussuchen, wenn wir feststellen, dass wir keine Lust mehr zum Fahren haben.

In Neum, in Bosnien-Herzegowina, nutzen wir den günstigen Wechselkurs, um zu tanken. Bei einem Kurs Euro – BAM von etwa 0,51 konnten wir für etwa 1.13 Euro den Liter recht günstig tanken. Auch die Zigaretten waren mit umgerechnet 1.35 Euro ausgesprochen günstig. Das merkten wir allerdings erst, als wir bereits wieder in Kroatien waren.

In Ploce wollten wir dann einen neuerlichen Versuch mit der Autobahn A1 wagen. Bei unserer Tour 2009 war diese zwar ausgeschildert, aber noch nicht fertig. Wir hofften 4 Jahre später Glück zu haben. Es fing auch wieder vielversprechend an, doch nach dem ersten Tunnel war Schluss. Wieder ging es über Nebenstrecken an den Baustellen der Autobahn vorbei. Die Strecke kam uns sogar ausgesprochen bekannt vor. Wermutstropfen war jedoch, dass wir bereits bei Vrgorac auf die bis dahin fertiggestellte Autobahn auffahren konnten.

Danach folgte eine recht eintönige Fahrt in Richtung Norden. Diese Eintönigkeit wurde lediglich durch einige kurze Regengüsse unterbrochen, die sich mittlerweile eingestellt hatten. Auf Höhe von Split machten wir dann kurz Pause, um uns über unser weiteres Ziel klar zu werden. Schnell einigten wir uns auf die Stadt Novigrad, wo ein kleiner Campingplatz sein sollte.

Die Anfahrt auf Novigrad stellte sich als nicht so einfach heraus. Zum einen gab der Navi wieder einmal alles und führte uns die tollsten Strecken entlang. So wollte er einmal die Serpentinen über einen Feldweg einfach abkürzen. Ökonomisch ist das nicht gerade. Weiterhin wechselte er immer wieder die Streckenführung. Und um es für uns total unübersichtlich zu machen war die Ortschaft Benkovac eine einzige großer Baustelle mit diversen Umleitungen. Allerdings waren wir augenscheinlich die einzigen, die sich an das Verbot der Einfahrt hielten. Alle anderen schienen einfach durch die Baustellen zu fahren.

Nach einem Umweg von etwa einer halben Stunde kamen wir in Novigrad an und hatten gleich einen wunderbaren Blick auf den kleinen Hafenort.

Zum Campingplatz Adria sol mussten wir am Hafen durch die Stadt hindurch fahren. Dort trafen wir um 15.00 Uhr ein und standen vor einer verschlossenen Schranke. Es war kein Hinweis auf das Check Inn zu finden und die Klingel schien auch nicht zu funktionieren. Badegäste, die sich in der Nähe aufhielten, konnten uns auch nicht weiterhelfen, sodass Elli in ein nahes Hotel ging, um nachzufragen. Mit den dort erlangten Informationen ging sie auf den Campingplatz, wo sich die Rezeption befand, während ich am Wohnmobil verblieb. Mit einmal öffnete sich die Schranke, blieb kurze Zeit offen und schloss sich wieder. Dieses Spielchen wiederholte sich mehrmals, aber immer so knapp, dass ich nicht durchfahren wollte. Als dann Sönke zurückkam, blieb sie länger offen, sodass wir einfahren konnten.

Auf dem Platz wählten wir den Stellplatz B 24 aus und verzichteten auf einen teureren Stellplatz direkt am Wasser, da das Wetter eh nicht vielversprechend aussah. Den Rest des Nachmittags verbrachten wir am Wohnmobil und der Bar des Campingplatzes, bevor es am frühen Abend in den Fischerort zum Essen ging. Viele Restaurants wurden uns nicht geboten, sodass unsere Wahl auf die Konoba Mika fiel. Hierzu mussten wir in ein Mehrfamilienhaus in der zweiten Reihe aufsteigen, wo sich in der oberen Etage die Konoba fand, die mit einer Außenterrasse in den Hang hinein gebaut war. Die Einrichtung war spartanisch, das Essen und der Ausblick auf den Hafen aber sehr gut.

So gesättigt ging es auf den Platz zurück, wo wir den Abend in der Bar ausklingen ließen.

Senj (10.07.2013)

Bei unserer Abfahrt am Folgetag eröffnete uns die Rezeption, dass nur bar bezahlt werden könnte. Wir kratzten unsere letzten Kuna zusammen, um diesem Wunsch nachzukommen.

Danach sollte es wieder auf die N8 gehen, um die Küstenstraße weiter in Richtung Norden zu fahren. Leider spielte der Navi wieder einmal nicht mit, sodass wir auf die gute alte Karte zurückgriffen und uns über abenteuerliche Nebenstraßen bis Posedarfje und dann weiter nach Starigrad navigierten.

In Starigrad kam kurz die Idee auf, an einem der dortigen Campingplätze zu halten, um  den Nationalpark Paklenica zu besuchen. Da uns aber die Barmittel fehlten und ein Geldautomat nicht zu finden war, nahmen wir davon Abstand. Es ging dann über die N8 weiter in Richtung Norden. Hier war die Küstenstraße anspruchsvoll. Enge Kurven, Steigungen und Geschwindigkeitsbegrenzungen machten gerade einmal eine Durchschnittsgeschwindigkeit von knapp 40 km/h möglich. Erst kurz vor Senj wurde die Strecke angenehmer.

Da es wieder einmal sehr warm war, beschlossen wir den Rest des Tages noch einmal auf dem Autokamp Skver zu stehen. Da wir recht früh ankamen, wählten wir zunächst einen Stellplatz in der ersten Reihe. Der von mir ausgewählte war Elli nicht recht, sodass wir kurz umzogen. Als wir dann endlich standen, ging es erst einmal ins Wasser. Mit dem Fortschreiten des Tages wurde auch der Platz immer voller. So kam es, dass wir Nachbarn bekamen, die sich wirklich bis auf knapp einen Meter an unser Wohnmobil stellten. Um das Ganze noch zu toppen, wurde auch noch eine Klimaanlage angeschaltet. Als dies war ausschlaggebend, dass wir uns noch einmal umstellten und wieder unter die Steilwand zogen. Hier hatten wir mehr Platz und mehr Ruhe. Der Blick aufs Meer war trotzdem vorhanden.

Gegen Abend ging es dann noch einmal in die Konoba Lavlji Dvor zum Abendessen. Der Service war zwar wieder sehr freundlich, das Essen aber nicht so gut wie beim ersten Mal. Vielleicht hätten wir doch ein anderes Restaurant ausprobieren sollen. Nach dem Essen gönnen wir uns erneut ein Getränk auf der lebhaften Plaza von Senj.

Das Abendprogramm bestand diesmal aus Beachball. Eigentlich wollten wir Federball spielen, mussten jedoch feststellen, dass wir keine Federbälle eingepackt hatten. Beachball war auch okay. Leider ließ sich Sönke nicht zu einem engagierten Spiel hinreißen.

Novigrad / Istrien (11.-13.07.2013)

Wir sind bereits um 06.30 Uhr wach und ich gehe nach einer kurzen Dusche zum Bäcker. Da wir für die eine Übernachtung nicht sonderlich viel ausgeladen hatten, waren wir bereits sehr früh zur Abfahrt bereit. Leider hatten wir vergessen am Vorabend zu zahlen, sodass wir erst einmal die halbe Stunde bis zur Öffnung der Rezeption warten musste. Einzig Sönke störte das nicht, da er so noch einmal ungestört im Internet unterwegs sein konnte.

Die Fahrt nach Istrien verlief ereignislos. Wir unterhielten uns unterwegs über die Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Campingplätze, die in unsere nähere Auswahl gekommen waren. Letztlich einigten wir uns darauf, zunächst den Campingplatz Sirena in Novigrad anzufahren, wo wir gegen 13.00 Uhr eintrafen.

Sönke und Elli machten sich ans Check Inn und erhielten eine Auswahl an Stellplätzen, die sie abgingen. Da der richtige nicht dabei war, wurde noch einmal an der Rezeption nachgefragt und man gab uns einen in Wassernähe. Der Stellplatz Nr. 70 kostete uns etwa 50 Euro für die Nacht. Er war komplett mit Kies planiert und auch nicht sonderlich groß. Allerdings verfügte er über ausreichend Schatten. Mit einer Belegung des Platzes hatte augenscheinlich keiner gerechnet, da unsere Platznachbarn diesen erst einmal von ihren Gegenständen befreien mussten.

Wieder ging es erst einmal in die Strandbar, nachdem wir uns eingerichtet hatten. Danach verbrachten wir die Zeit am Platz und im Meer. Gegen 18.00 Uhr ging es dann zu einem Restaurant auf dem Campingplatz. Hier setzte sich unser bereits gesammelter Eindruck fort – alles war etwas teurer. So kostete ein großes Bier auf dem Platz nun 24 Kuna und die Spaghetti Bolognese zum Abendessen war nicht nur teuer, sondern auch eine dürftige Portion.

Nach dem Abendessen bummelten wir noch etwas am Strand entlang. Den Steinbruch neben dem Campingplatz hatten wir den ganzen Tag über bereits gehört. Gestört hat er allerdings nicht sonderlich. Jetzt sahen wir auch das Schiff, das beladen worden war, wie es ablegte und hegten die Hoffnung, dass der nächste Tag ruhiger werden würde. Hier wurden wir leider enttäuscht, da am nächsten Morgen bereits der nächste Frachter festmachte.

Den Abend verbrachten wir dann auf Sönkes Wunsch hin wieder mit der ein oder anderen Partie Romme. In der Gesamtaddition gewann dann erstmals Sönke, da er im letzten Spiel einen Romme Hand hinlegte.

Am nächsten Morgen schlief Sönke erst einmal aus und stand auf, als wir bereits mit dem Frühstück fertig waren. Danach verbrachten wir den Tag in aller Gemütlichkeit auf dem Platz. Interessanterweise waren hier die Möwen noch zutraulicher als bisher erlebt. Sie ließen sich direkt am Platz füttern und kamen auch regelmäßig auf der Suche nach einer Futterquelle vorbei. Scheu zeigten sie dabei nicht.

Gegen 18.00 Uhr machten wir uns dann auf den kurzen Fußmarsch in die Stadt. Novigrad ist eine schöne, kleine Hafenstadt, deren Straßen schnell abgegangen waren. Nach dem Sightseeing suchten wir uns ein Restaurant mit Meerblick, um unser Abendessen zu uns zu nehmen.

Danach ging es wieder zum Campingplatz zurück. Da es in der Strandbar Livemusik gab, suchten wir diese noch auf und gönnten uns einen abschließenden Drink. Elli war eine der wenigen Zuhörer, die die Musiker immer wieder mit Applaus für ihre Musikdarbietungen honorierte.

Am Platz zurück hatte sich der Himmel mittlerweile zugezogen. Gewitterwolken hatten sich zusammengebraut und es fing schon an zu blitzen.

Regen blieb allerdings aus. Nur der erfrischende Windhauch, der mit dem Gewitter einherging, war angenehm.

München (13.-15.07.2013)

Am nächsten Tag stand unsere Rückreise an. Elli hatte bereits am Vortag bezahlt. Zuvor mussten wir noch die Sackgasse von unserem Stellplatz im Rückwärtsgang zurücklegen, um zur Entsorgung zu kommen. Nachdem dies erledigt war, fuhren wir um 09.15 Uhr vom Platz. Bei der Fahrt zur Hauptstraße fuhren wir an drei Wohnwagengespannen vorbei, die noch am Fahrbahnrand warteten. Diese trafen wir auf unserem Heimweg immer mal wieder.

Kurz vor der Grenze zwischen Kroatien und Slowenien endet die Autobahn und hier fing dann auch der erste nennenswerte Stau an, der sich bis zur Grenze hinzog. Danach ging es bis etwa 4 Kilometer vor die Stadtgrenze von Koper wieder flüssig weiter, bevor wir auf den nächsten Stau trafen. Nachdem wir auch diesen hinter uns gelassen hatten, ging es ohne weitere Verkehrsstörungen weiter.

In Jesenice / Slowenien tankten wir noch einmal, um nicht wieder für teures Geld in Österreich den Tank füllen zu müssen. Diesen Stopp nutzten wir auch gleich, um uns ein Mittagessen zu gönnen. Danach ging es weiter nach Österreich. Auch hier lief wieder alles sehr gut. Keine einzige Verkehrsstörung. Sogar die Warteschlangen vor den Tunneldurchfahrten fehlten, sodass wir bereits gegen 15.00 Uhr in Flachau waren. Eigentlich wollten wir hier an Jausenstation Schauphof übernachten. Da es aber sehr früh am Tag war, beschlossen wir die verbleibende Zeit zu nutzen und noch etwas weiter zu fahren.

Schnell war als nächstes Ziel München ausgemacht, da wir die Stadt eh noch besichtigen wollten. Elli suchte einen Campingplatz raus und rief diesen an, um die Belegung zu erfragen. Den Campingplatz Thalkirchen in München erreichten wir fast problemlos.

Der Check Inn war schnell gemacht und ein Angestellter wies uns den Weg zu unserem Stellplatz, indem er mit seinem Motorroller vorweg fuhr. Danach orientierten wir uns erst einmal auf dem Gelände und mussten schnell feststellen, dass es zum einen sehr voll war und zweitens hier alles zu Geld gemacht wurde. Jeder Tropfen warmes Wasser musste bezahlt werden und selbst für einen Übersichtsplan musste man Geld bezahlen.

Für den Campingplatzaufenthalt erhielt man jedoch einen Gutschein für den Gasthof Hinterbrühl. Dieser lag nur einige wenige hundert Meter vom Campingplatz entfernt, sodass wir ihn zum Abendessen aufsuchen wollten.

Bei unserem Gang dorthin fielen uns an einer nahen Brücke jedoch die vielen Schaulustigen auf und wir mussten unsere Neugier befriedigen und auch nachschauen. So wurden wir Zeuge von einigen Jugendlichen, die ein Wehr im Ländkanal zum Surfen nutzten.

Im Gasthof Hinterbrühl angekommen, setzten wir uns in den Biergarten und genossen ein sehr gutes, wenn auch nicht gerade billiges Abendessen.

Obwohl der nächste Tag ein Sonntag war, ging es schon wieder sehr früh hoch. Voran dies lag, ob es der beginnende Abfahrtsverkehr oder das warme Wetter war, kann nicht gesagt werden. Nach dem Frühstück laden wir die Fahrräder ab und machen uns auf den Weg in die Innenstadt zum Sightseeing.

Zunächst geht es auf dem Isarradweg die etwa fünf Kilometer bis zum Maximilianeum entlang. Von dort folgen wir der Maximilianstraße bis zum Max-Joseph-Platz mit der Residenz und dem Residenztheater. Hier schließen wir uns Fahrräder an und machen uns zu Fuß auf den weiteren Weg.

Über die Dienerstraße geht es zum Marienplatz. Hier beginnt gerade der Christopher-Street-Day. Getränke werden aber leider noch nicht ausgeschenkt. Wir warten auf das Glockenspiel um 11.00 Uhr und Elli nutzt die Zeit, um an der nahen Touristeninformation eine Broschüre mit den Sehenswürdigkeiten zu besorgen.

Nach dem Glockenspiel geht es über den Alten Hof zum Hofbräuhaus. Von dort aus dann über die Gassen der Innenstadt zum Viktualienmarkt. Da es mittlerweile Mittagszeit war, gönnten wir uns im dortigen Biergarten einen Snack.

Danach ging es wieder zurück in die Fußgängerzone und über den Stachus / Karlsplatz ging es zur Frauenkirche.

Nachdem wir uns im Schatten der Frauenkirche einen Kaffee gegönnt hatten, ging es in Richtung Feldherrnhalle weiter. Hier trafen wir dann auf das nächste Straßenfest. Diesmal war es das Fest zur bayrisch-griechischen Freundschaft mit Gesangsdarbietungen und allerlei Genussständen. Über die Residenz ging es dann wieder zurück zu den Fahrrädern. Da wir mittlerweile von der Innenstadt genug gesehen hatten, machten wir uns mit den Fahrrädern auf den Weg in Richtung Englischer Garten. Dazu ging es durch den Hofgarten und an der Staatskanzlei und Japanischem Teehaus vorbei.

Im Englischen Garten selbst überraschte uns die Größe dann doch. Und auch die Massen an Menschen, die hier unterwegs waren. Wir kämpften uns bis zum Chinesischen Turm durch und setzten uns dort noch einmal in den Biergarten, um den aufkommenden Durst zu löschen. Auch hier waren wieder Musikdarbietungen, diesmal allerdings traditionell bayrisch, zu genießen.

Nachdem wir uns lange genug ausgeruht hatten, ging es noch einmal an den Eisbach, um die dortigen Isarsurfer zu betrachten. Danach ging es am Isarradweg entlang zum Campingplatz zurück. Hier angekommen, gönnen wir uns erst einmal eine Dusche und relaxen etwas, bevor es am frühen Abend noch einmal zum Gasthof Hinterbrühl zum Abendessen geht. Diesmal erhalten wir einen  Platz mit Blick auf den Ländkanal und den Hinterbrühler See. Da das Lokal sich zusehends füllt, sperren wir uns auch nicht, dass sich noch ein Pärchen zu uns setzt, da wir ausreichend Platz an dem Tisch haben.

Nach dem wieder einmal gutem Essen geht es zurück zum Campingplatz. Hier stellt sich in den späten Abendstunden noch ein Highlight ein. Kurz vor Toresschluss erscheint noch ein Wohnmobil und erhält den Stellplatz neben uns zugewiesen. Die beiden Frauen machen es komplizierter als es ist. Zunächst dauert das Einparken seine Zeit. Danach machen sie sich erst einmal mit dem Wohnmobil vertraut, vergessen aber Strom anzuschließen und wundern sich, warum der Kühlschrank nicht funktioniert. Als sie dann aber alles soweit geklärt haben, kehrt auch langsam Ruhe auf dem Platz ein.

Rückreise (15.07.2013)

Der Rückreisetag beginnt bereits um 06.45 Uhr. Nachdem wir gefrühstückt hatten, ging es auch gleich los. Wir entschlossen uns zunächst dem Navi zu folgen. Dieser Entschluss hielt bis zur ersten großen Kreuzung. Hier stellten wir fest, dass er uns durch Innenstadt führen wollte und wechselten auf den Cityring. Die Fahrt über den Cityring bot uns auch die Gelegenheit, die unterschiedlichen Dieselpreise an den Tankstellen zu studieren.

Nachdem wir München hinter uns gelassen hatten, ging es zunächst noch einmal nach Herzogenaurach, wo wir einen Stopp am Adidas-Outletcenter einlegen wollten. Einziges Manko zu dieser Zeit – unser Tank war leer. Bereits vor der Autobahnabfahrt, war dies durch die entsprechende Kontrollleuchte angezeigt worden. Auf der Fahrt zum Outletcenter fand sich keine Tankstelle, sodass wir erst einmal unseren Besuch dort absolvierten, bevor es an die Suche nach einer Tankstelle ging. Diesen fanden wir dann mit Hilfe des Navi an der Erlangener Straße in Herzogenaurach.

Nach dem Tanken machten wir noch einen kurzen Stopp an einem nahen Einkaufsmarkt und kauften für unser Mittagessen ein. Danach sollte es über den nächsten Ort wieder in Richtung Autobahn gehen. Auch hier blieb uns unser Glück wieder treu. In der Ortschaft gab es eine Baustelle und wir mussten wieder einmal einen Umweg fahren, um unser Ziel zu erreichen.

Letztlich kamen wir mit einem kleinen Umweg auf der Autobahn an und nutzten gleich den ersten Parkplatz um eine Mittagsrast zu machen. Danach wurden nur noch die Kilometer bis nach Hause abgerissen, wo wir am späten Nachmittag ankamen.

Kroatien und Österreich

Kroatien und Österreich

(10.08.2012 bis 28.08.2012)

Der Sommerurlaub stand wieder einmal vor der Tür und wir planten einen Trip durch die Schweiz oder Österreich. Auf jeden Fall sollte es diesmal etwas in Richtung Aktivurlaub mit Wandern und ähnlichen Vergnügungen werden. Leider machte uns das mitteleuropäische Wetter einen Strich durch die Rechnung. Kurz vor unserem Urlaub war das Wetter in den Alpenländern eher mäßig und es zeichnete sich ab, dass unsere Urlaubszeit von Gewittern und Regen geprägt sein sollte. Kurz vor der Urlaubszeit erarbeiteten wir also einen Alternativplan und blieben wieder an Kroatien hängen. Allerdings sollte es diesmal wieder eine Küstentour werden.

Am 10.08.2012 sollte es losgehen. Ich musste noch am Nachmittag arbeiten, konnte aber bereits um 17.00 Uhr zu Hause sein, so dass wir doch recht zeitnah starten konnten. Entgegen unserer sonstigen Gewohnheiten nutzten wir gleich die Autobahn für unsere Fahrt in Richtung Süden. In Göttingen machten wir dann einen kurzen Stopp und besprachen den weiteren Fahrtverlauf. Da wir erstaunlich staufrei durchkamen, beschlossen wir erst einmal so lange zu fahren, wie ich mich noch fit fühlte. Gegen 23.00 Uhr hatten wir die ersten 500 Kilometer hinter uns gebracht und mussten tanken. Auf Höhe Greding flammte dann auch noch die Tankleuchte auf. Kurz bevor die Tankstelle in Denkendorf schloss, konnten wir noch unseren Tank füllen und die Fahrt fortsetzen. Die Dieselpreise waren aber schon hier erschreckend für uns. Der Literpreis lag 10 Eurocent über dem in Norddeutschland.

Weiter ging es an München vorbei und da ich mich immer noch fit fühlte und wir bis hierhin gut vorangekommen waren, beratschlagten Elli und ich uns während einer Pause. Schnell stellten wir fest, dass wir beide das gleiche Bedürfnis hatten und erst einmal richtig ausspannen wollten. Wir beschlossen also zunächst den Campingplatz Valalta in Rovinj anzufahren, um diesem Wunsch nachzukommen. Weiterhin traf ich die Entscheidung zu schauen, ob ich die Nacht durchfahren könnte, um bereits schon am nächsten Tag den Urlaub richtig beginnen zu können.

Die weitere Fahrt durch Österreich und Slowenien verlief ereignislos. Mit einer Ausnahme, so viel Verkehr hatte ich auf der Strecke bisher nur tagsüber erlebt. Ich hatte das Gefühl halb Deutschland nutzte diesen Weg in Richtung Süden. Dennoch kam es zu keinen größeren Verkehrsstauungen. Lediglich an den Tankstellen bildeten sich Warteschlangen. So musste ich beim Tanken an der Raststation Freisitz an der Drau fast eine halbe Stunde warten, bis ich an der Reihe war. Dagegen war am Karawankentunnel, wie auch zuvor am Tauerntunnel, keine Wartezeit und ich konnte hier gleich durchstarten.

An der slowenischen A2, auf der Raststation Voklo, die kurz vor Ljubljana liegt, gesellte sich Elli wieder zu mir und wir nahmen dann ein gemeinsames Frühstück ein, das Elli im Tankstellenrestaurant besorgte. Im weiteren Verlauf ging es dann flott weiter und wir erreichten bereits gegen 07.00 Uhr morgens die slowenisch-kroatische Grenze bei Koper. In Koper tankten wir noch ein letztes Mal auf und machten uns dann auf die letzten Kilometer. Am Grenzübergang hatten wir dann auch noch wieder das Glück auf unserer Seite. Eine Warteschlange hatte sich vor den zwei Abfertigungsspuren gebildet. Als wir aber in Sichtweite der slowenischen Grenzstation kamen, sahen wir eine Mitarbeiterin auf der Busspur hektisch Fahrzeuge heranwinken, die jedoch nicht reagierten. Also scherte ich auf diese Spur ein und fuhr an der kompletten Schlange vorbei, in der die Anderen weiter artig warteten.

Gegen 08.30 Uhr kamen wir am Campingplatz Valalta an. Wider Erwarten war keine Wartezeit am Check-Inn. Ich hatte Elli und Sönke die Fahrräder abgeladen und sie machten sich umgehend auf die Suche nach einem Stellplatz. Ich selbst fuhr mit dem Wohnmobil in die von uns favorisierte Region und fand einen Stellplatz direkt unterhalb des Waschhauses mit Blick über die Bucht. Hier stellte ich uns erst einmal ab und wartete auf das Ergebnis der Suche von Sönke und Elli. Die hatten mehrere mögliche Optionen, aber nichts Definitives gefunden, so dass wir erst einmal abwarteten und schon einmal anfingen auszupacken. Als dann ein Stellplatz, der näher am Wasser lag, frei wurde, versuchten wir es. Leider machten uns die Breite des Weges und die Lage des Stellplatzes einen Strich durch die Rechnung, da wir das Wohnmobil nicht vernünftig einparken konnten. Also zurück zur ersten Wahl, dem Stellplatz Nummer 1211.

Der sollte es dann nun aber auch endgültig bleiben. Wir wollten nicht weiter suchen und richteten uns ein. Nachdem dies erledigt war, entspannten wir uns erst einmal von der 1200 Kilometer langen Anfahrt.

Nachmittags ging es dann in das neu gestaltete Restaurant Saline am Platz. Es war etwas mit neuen Sitzmöbel und frischen Farben aufgepeppt worden, vermittelte uns aber nun das Gefühl, fehl am Platze zu sein. Abends gingen wir dann in die Snack I zum Abendessen. Hier war alles beim Alten und wir fühlten uns wohl. Die Zeit danach nutzten wir für einen Bummel über den Platz, auf der Suche nach weiteren Veränderungen.

Den nächsten Tag verbrachten wir mit Schwimmen, Lesen und Relaxen. Gegen Mittag stellten wir dann fest, dass einer unserer Campingstühle, die wir von Reni bekommen hatten, auf der Fahrt oder im Anschluss Schaden genommen hatte. Ein Aluminiumriegel, der für die Arretierung der Rückenlehne zuständig ist, war gebrochen.

Am späten Nachmittag ging es dann mit dem Fahrrad in die Stadt. Für die Hinfahrt benutzten wir den Radweg und stellten hierbei fest, dass die Fischgaststätte von Ramon nicht wieder geöffnet hatte. In der Stadt folgte dann ein ausgiebiger Bummel und ein Abendessen in der Pizzeria Leone, das wie immer gut war. Zum Abschluss gab es dann noch einen Cocktail in der Havanna Bar, bevor es auf dem Fahrrad zurückging.

Am Stellplatz folgte eine Partie Trionimos, die Sönke für sich entschied, weil ich mit meinem letzten Stein eine mögliche Brücke nicht erkannte, die zum Gleichstand geführt hätte.

Auch der nächste Tag war wieder geprägt von heißem und sonnigem Wetter. Am Morgen gingen wir zum Supermarkt auf dem Campingplatz einkaufen. Wir hatten überlegt am Abend zu grillen, was wir dann auch nach einem entspannenden Tag umsetzen. Zu diesem Zeitpunkt hatten wir uns über eine mögliche Brandgefahr noch keine Gedanken gemacht. Wir hatten zwar gehört, dass es hier seit Mitte Mai nicht mehr geregnet hatte und mittlerweile die Pkw-Wäsche und das Gießen von Blumen unter Strafe gestellt waren, aber die mögliche Brandgefahr hatten wir überhaupt nicht auf dem Schirm. Das bekamen wir erst auf den späteren Campingplätzen mit, wo der Umgang mit offenem Feuer explizit verboten war. Unserem Abend tat dies zu diesem Zeitpunkt keinen Abbruch. Reichlich Cevapcici und Raznijc machten uns satt und im Anschluss gönnten wir uns einen, leider recht alkoholarmen Cocktail in der Saline. Danach folgte wieder eine Partie Trionimos, um den Abend ausklingen zu lassen.

In der Nacht war Sönke wieder von dem Igel besucht worden, der schon in der vorangegangenen Nacht seinem Zelt einen Besuch abgestattet hatte. Ansonsten verlief auch dieser Tag in den üblichen Bahnen mit Schwimmen und Schnorcheln. Am frühen Abend ging es dann mit dem Fahrrad in Richtung Kazun. Diesen Restaurantbesuch wollten wir uns auf keinen Fall entgehen lassen. Obwohl wir eigentlich jedes Jahr mehrfach dort gewesen waren, fuhren wir die falsche Einfahrt herein und landeten natürlich zunächst nicht am Kazun. Dort dann aber letztlich angekommen, fanden wir auch gleich einen schönen Tisch und konnten bestellen. Wie eigentlich jedes Jahr war das Essen gut, reichhaltig und günstig.

Gegen 20.00 Uhr sind wir zurück am Wohnmobil und wollen den Abend wieder einmal mit Spielen verbringen. Beim Anbau der Beleuchtung rutscht mir diese aus der Hand und schwingt einmal gegen die Seitenwand des Wohnmobils, wo sie eine kleine Delle hinterlässt. Ärgerlich. Am Abend trafen wir auch die Entscheidung, am nächsten Tag weiterzufahren.

Bereits um 09.30 Uhr hatten wir alles eingeräumt und unseren Stellplatz frei gemacht. Beim Bezahlen des Campingplatzes stellte sich uns erstmals das Problem mit unserer EC-Karte. Angeblich hatte sie keine Ausreichende Deckung. Dieses Problem zog sich dann durch den gesamten Urlaub. In allen Ländern, die nicht der EU angehörten, verfügte die EC-Karte über keine Deckung und war nicht zu nutzen.

Über die Autobahn ging es dann nach Pula. Die folgenden 50 Kilometer stellten keine Herausforderung dar. Einzige Ausnahme war die Hitze, die bereits am Vormittag sehr ausgeprägt war. In Pula vertrautem wir erst einmal dem Navi uns zu dem Campingplatz in Stoja zu führen. In der Innenstadt von Pula, versperrte uns dann eine Baustelle den direkten Weg, so dass wir zunächst wieder zurück mussten, um die Umleitung zu finden. Nachdem wir die Abzweigung regelrecht eingekreist hatten, ging es durch enge Straßen und über steile Anstiege weiter. Letztlich griff der Navi wieder ein und wir gelangten wohlbehalten zum Campingplatz Stoja. Am Check-Inn herrschte ein mittelschweres Chaos. Das bezog sich auf die Parksituation und die Stellplatzvergabe. Elli ergatterte den Platz 118 für uns. Grob fanden wir ihn dann auch, da er unmittelbar hinter der Rezeption lag. Die genaue Lage erschloss sich uns jedoch nicht, da die Stellplätze nicht parzelliert waren. Ich stellte unser Wohnmobil annähernd richtig ab und wir machten uns für unseren Bummel durch Pula fertig.

Für die Fahrt in die Stadt hatten wir den Bus gewählt, der direkt vor dem Campingplatz abfuhr. Zu unserem Glück hielt auch gerade ein Bus und wir konnten die Fahrkarten erwerben und direkt einsteigen. Kaum saßen wir, stellte ich fest, dass wir die Fotokamera im Wohnmobil gelassen hatten. Ich fragte beim Fahrer kurz nach, wann der Bus fährt. Er sagte in zwei Minuten. Also wollte ich auf den nächsten warten, aber dazu sagte der Fahrer, dass dann unsere Fahrkarten ungültig wären. Also legte ich einen kurzen Sprint zum Wohnmobil hin, um die Kamera zu holen und den Bus noch zu schaffen. Wieder zurück gingen die Türen zu und der Bus fuhr ab. Ich hatte die ganze Fahrt noch etwas davon, denn ich war gehörig ins Schwitzen geraten.

Mit dem Bus kamen wir direkt an der Innenstadt an und betraten die Altstadt durch den Sergierbogen, einem alten Triumphbogen aus der Zeit des Römischen Reiches. Danach folgte ein Bummel durch die Fußgängerzone, vorbei am Forum in Richtung Amphitheater. Hier reichte uns eine Besichtigungstour von außen, da das Innere eh für eine Musikveranstaltung eingerichtet war.

Nach dem Besuch am Amphitheater gönnten wir uns erst einmal ein schnelles Getränk, bevor es dann den Berg hinauf zur historischen Festungsanlage ging. Nach einem Rundgang am Festungsgelände folgte der Abstieg zur Porto Gemina. Von dort kamen wir nach einem kurzen Fußmarsch wieder am Platz Giardini. Hier machten  wir erst einmal eine längere Pause und gönnten uns in einem der vielen Straßenlokalen ein Getränk. Weiter ging es dann zum Markt und zur Fischhalle. Da der Markt leider bereits geschlossen war, war es nur eine Stippvisite in diesem Teil der Innenstadt.

Es folgte ein kleiner Shoppingbummel durch die Fußgängerzone, da Sönke mittlerweile festgestellt hatte, dass er doch eine Sonnenbrille bräuchte. Schnell war ein passendes Modell gefunden und auf der Suche nach dem günstigsten Anbieter stellten wir extreme Preisschwankungen fest. Sönke selbst, sparsam wie er ist, entschied sich für das billigste Modell und musste umgerechnet 7 Euro zahlen.

Es folgte die Rückfahrt mit dem Bus und, endlich auf dem Campingplatz angekommen, sofort ein Gang zum Strand und ein Bad im Meer. Danach relaxten wir noch etwas am Wohnmobil, bevor es in den frühen Abendstunden zum Essen in ein Restaurant auf Campingplatz ging.

Am nächsten Tag packten wir unsere paar Habseligkeiten ein und machten uns auf den Weg in Richtung Süden. Für die Fahrt durch Pula hielten wir uns zunächst an die Busroute und bogen dann am ersten Stau, der durch den Innenstadtverkehr zu Stande kam, ab und folgten dem Navi. Kurz vor der Autobahn kauften wir noch schnell ein und fuhren dann erst einmal in Richtung Rijeka. Unser Ziel war ein Campingplatz auf Krk. Hier riefen wir vorher erst einmal an, ob man überhaupt Platz für uns hätte. Das Telefonat war aber nicht zielführend. reservieren wollte, bzw. Konnte man nicht und eine definitive Aussage wollte man auch nicht treffen. Die meisten Gäste würden gegen 13.00 Uhr abreisen, dann würde sich vermutlich etwas finden.

In Rijeka folgten wir der Autobahn in Richtung Krk. In Höhe Barka endet die Autobahn in einem Autobahnkreuz in Ständertechnik. Unmittelbar davor fing ein Stau an, der sich auf Grund zweier Ampelanlagen gebildet hatte. Nachdem die letzte Ampel hinter uns lag, ging es normal weiter. Die Gegenrichtung jedoch hatte über Kilometer Stopp-and-go.

Die Brücke auf die Insel Krk kostete uns dann noch einmal 46 Kuna Gebühr, dann hatten wir es geschafft. Das war jedenfalls unsere Überlegung. Tatsächlich zog sich die Strecke auf Krk dahin. Bis zur Ortschaft Krk handelte es sich noch um eine verhältnismäßig gut ausgebaute Landstraße. Was danach folgte, war jedoch etwas anspruchsvoller. Die Fahrbahn verengte sich derart, dass an einigen Stellen Begegnungsverkehr nur bedingt möglich war. Und in Baska, dem Ort, in dem der Campingplatz lag, fuhren wir wirklich bis zum Ende, bevor der Campingplatz ausgeschildert war. Nach der letzten Steigung hatten wir den Campingplatz Bunculuka erreicht.

Tatsächlich hatte man noch Plartz für uns und empfohl uns auch einige Stellplätze. Welcher es werden sollte, mussten wir selbst entscheiden. Sönke und Elli gingen zu Fuß, ich fuhr mit dem Wohnmobil. Leider erwischte ich die erste Abzweigung gleich falsch und fuhr nicht auf die Stellflächen, sondern auf den Abgang Richtung Strand. Hier angekommen, musste ich erst einmal wenden und wieder zurück. Elli wies mich dann in den ausgewählten Stellplatz ein. Nach einigem Rangieren und einer Menge Einweiser dabei, stand das Mobil letztlich und wir richteten uns für die nächsten zwei Nächte ein.

Erst einmal ging es zum Strand, um die herrliche Lage des Platzes zu genießen. Begeistert waren wir vom Wasser. So klar hatten wir es bisher noch nicht erlebt.

Den Rest des Tages verbrachten wir in dieser entspannenden Atmosphäre. Nach einem selbst zubereiteten Abendessen ging es am Ufer entlang nach Baska. Hier bummelten wir die Hafenpromenade entlang und verschafften uns einen ersten Überblick über den Ort.

Den folgenden Tag ließen wir uns dann richtig fallen und genossen einfach den idyllischen Platz. Elli hielt sich zunächst die meiste Zeit am Strand auf, während Sönke und ich die Zeit mit Schnorcheln und Lesen verbrachten. Am frühen Abend ging es dann für uns wieder in die Stadt. Wieder folgten wir dem Uferweg bis zum Hafen.

Danach gingen wir diesmal die Fußgängerzone und Einkaufszeile entlang. Auf der Suche nach einem Restaurant folgten wir letztlich der Empfehlung unserer Platznachbarn vom Campingplatz und suchten das Restaurant Saloon auf. Das lag zwar etwas abseits des Hafens, sollte sich aber lohnen. Tatsächlich bekamen wir gerade noch einen Platz auf der Außenterrasse. Hier war es erstmals so, dass einem der Platz zugewiesen wurde. Die Wartezeit wurde mit Sliwowitz und Lutscher überbrückt. Das anschließende Essen war gut uns reichhaltig und das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmte auch. Zurück zum Campingplatz ging es dann an der Hafenpromenade entlang. Am Mobil angekommen, packen wir unsere Sachen erst einmal ein, um am nächsten Morgen früh los zu kommen.

In der Nacht werden wir dann von unserem Platznachbarn eingeparkt, der seinen Pkw so hinstellt, dass wir nicht rangieren können. Doch auch dieses Problem ließ sich schnell und unkompliziert lösen. Nicht jedoch das Problem mit der EC-Karte. Wieder wurde sie beim Bezahlen nicht akzeptiert. Nachdem das dann mit der Kreditkarte erledigt war, ging es wieder runter von der Insel Krk. Gleich zu Beginn der Strecke gab es dann in der Ortschaft Draga Bascanska eine interessante Verkehrssituation. Die Fahrbahn verengte sich auf Grund der Bebauung auf eine Fahrspur. Eigentlich hatte der Verkehr bergan – also wir – Vorrang. Das interessierte den Gegenverkehr jedoch herzlich wenig und da keine Lücke war, konnten wir die Stelle nicht passieren. Erst als ich langsam einfach anfuhr, bremste doch mal einer ab und gewährte uns die Durchfahrt. Der Rest der Fahrt war recht zähflüssig. Es herrschte viel Verkehr und einige verbrachten augenscheinlich den Tag mit Sightseeingtouren im Pkw.

Nachdem wir die Insel wieder verlassen hatten, ging es auf der Bundesstraße 8 in Richtung Süden. Anfänglich heiterte uns noch der Stau im Gegenverkehr auf, der sich augenscheinlich bis Rijeka erstreckte. Als wir diesen allerdings in einer Länge von knapp 20 Kilometern passiert hatten, hatten wir Mitleid mit den Fahrzeuginsassen, die sich am Ende anstellen mussten.

Am Vormittag erreichten wir dann Senj. An der Küstenstraße entdeckten wir ein Autokamp in Senj, das recht einladend wirkte. Wahrscheinlich da es direkt am Wasser lag und es mittlerweile wieder richtig heiß geworden war. Unser Weg führte uns über die Bundesstraße 23 das Küstengebirge hinauf. Die Strecke hatten wir schon einmal mit dem alten Bürstner-Mobil bewältigt. Diesmal ging es etwas flotter voran.

Dem Straßenverlauf weiter folgend ging es auf direktem Weg in Richtung Autobahn. Wir folgten der A 1 in Richtung Süden. Außer dass es heiß war, ereignete sich auf den Autobahnkilometern nicht viel. Erwähnenswert waren lediglich die Staus in Richtung Norden. So baute sich nach Passieren des Sveti Rock Tunnels ein Stau auf, der schnell eine Länge von 25 Kilometern und mehr erreichte. Gott sei dank war er nicht in unsere Richtung. Wir fuhren dann in Richtung Zadar ab und hatten als einzige Verkehrsbehinderung die Warteschlange an der Mautstation zu bewältigen.

In Zadar folgten wir den Hinweisschildern zum Camping Borik. Dieser Platz lag am dichtesten zur Altstadt. Nach der Anmeldung hatten wir auf dem riesigen, unparzellierten Gelände die Qual der Wahl uns für einen Platz zu entscheiden. Nachdem wir aufgebaut hatten, ging es gleich mit den Fahrrädern in Richtung Altstadt. Zuvor musste Elli unsere Anmeldung noch komplettieren. Während dieser Zeit entdeckte Sönke eine europäische Gottesanbeterin, die am Fenster der Rezeption hing.

Danach ging es mit dem Fahrrad am Hafen entlang bis zur Brücke in die Altstadt. Hier stellten wir unsere Fahrräder ab und machten uns zu Fuß auf die Erkundung der Stadt. Auf unserer Tour durch die Stadt gelangten wir zu allen Sehenswürdigkeiten, die der Reiseführer hergab.

Während einer Pause in einem Cafe an der Siroka Ul. beschlossen Elli und Sönke den Turm an der Sveta Stosija und Donatuskirche zu ersteigen und sich den Ausblick über die Altstadt zu gönnen. Danach ging es noch durch einige kleine Gässchen. Letztlich wollten wir für das Abendessen noch etwas Salat einkaufen und suchten den Markt. Da aber schon alles geschlossen hatte, mussten wir mit einem Supermarkt vorlieb nehmen.

Zurück zum Campingplatz ging es dann wieder am Hafen entlang. Dass es sich hierbei um Einbahnstraßen handelte, die wir entgegen der Fahrtrichtung befuhren, schien keinen zu interessieren. Danach verbrachten wir den Rest des Abends mit Gesellschaftsspielen, bevor es dann ins Bett ging. Es folgte eine recht unruhige Nacht, da die Nachtschwärmer bei ihrer Rückkehr auf den Campingplatz nicht gerade leise waren. Der britische Platznachbar sorgt dann durch eine kompromisslose und blumige Ansage in seiner Muttersprache für Ruhe.

Bereits um kurz nach 07.00 Uhr standen wir am nächsten Morgen auf. Schnell war alles nach dem Frühstück gepackt. Nach unserer Abfahrt vom Campingplatz kauften wir noch kurz in einem Supermarkt ein, bevor es auf der Küstenstraße weiter ging. Eigentliches Ziel war Murter. Da wir aber keinen Kontakt zum Campingplatz bekamen und uns Primosten als Ziel interessanter erschien, entschieden wir uns entsprechend um. Kurz vor Sibenik machten wir dann noch an einer Brücke halt, um das Bungeejumping von der Brücke zu beobachten.

Bereits gegen 13.00 Uhr kamen wir am Campingplatz Adriatiq an und reihten uns die Schlange derer ein, die einen Platz begehrten. Während Elli die Anmeldung übernahm brüteten Sönke und ich in der Hitze. Elli bekam den Stellplatz Nummer 65 zugewiesen. Nach einer kurzen Inspektion erschien er ihr akzeptabel und wir bauten uns auf.

Den Nachmittag verbrachten wir am Platz und für den frühen Abend hatten wir uns vorgenommen, zu einem Bummel in die Stadt zu fahren. Zunächst wollten wir das Taxiboot vom Platz in die Stadt nutzen, schafften es aber zeitlich nicht und entschlossen uns zu Fuß zu gehen. Am Tor des Campingplatzes sahen wir dann einen alten VW Bus T1, der liebevoll wieder aufbereitet worden war und als Campingmobil genutzt wurde.

Auf unserem Fußmarsch in Richtung Stadt merkten wir bereits nach einigen 100 Metern, dass das keine ganz so tolle Idee war. Und vor allen Dingen für den Rückweg mussten wir uns etwas überlegen, da wir auf keinen Fall in der Dunkelheit ungesichert an der Straße entlanggehen wollten.

Ein bisschen genervt kamen wir am Beginn der Fußgängerzone an. Die Strecke und das heiße Wetter waren hieran genauso Schuld, wie Sönke, der sein Quengeln perfektionierte und uns penetrant auf seine Unzufriedenheit aufmerksam machte. Die Altstadt von Primosten entschädigte dann etwas für die vorangegangenen Mühen, auch wenn sie sehr für den Tourismus aufgearbeitet worden war.

Bei unserem Aufstieg in Richtung Kirche gönnten wir uns dann erst einmal in kleinen Imbiss eine Getränkepause, um wieder zu Kräften zu kommen. An der Kirche angekommen, konnten Elli diese nicht besichtigen, da gerade ein Gottesdienst abgehalten wurde. Dieser war so gut besucht, dass die Predigt mit Außenlautsprechern nach draußen übertragen wurde. Ein abschließender Gang über den Friedhof ließ uns dann ein idyllisches Restaurant entdecken, auf dessen Außenterrasse man einen schönen Blick über das Meer und den beginnenden Sonnenuntergang hatte. Das Abendessen war gut und reichhaltig. Lediglich mit der Rechnung ließen sie sich etwas Zeit. Wir mussten diesbezüglich mehrfach nachfragen. Dabei hatten wir es doch eilig, denn eigentlich wollten wir das Taxiboot zurück zum Campingplatz nehmen. Dieses sollte gegen 22.00 Uhr abfahren. Leider war uns nicht bekannt, wo es genau ablegen würde.

Wir beschlossen also die Touristeninformation aufzusuchen, damit wir dort die nötigen Informationen erhalten. Die Mitarbeiterin war zwar freundlich, machte aber keine Aussagen zu dem Taxiboot, da dies von einem privaten Hotel sei. Das half uns nun auch nicht wirklich weiter. Sie bot jedoch an, uns ein Taxi zu rufen. Dieses Angebot nahmen wir letztlich an. Die Fahrt sollte ihren Angaben nach etwa 50 Kuna kosten. Das Taxi würde uns am ‚donkey‘ abholen. Ich hatte wohl ein großes Fragezeichen im Gesicht, als Sönke anmerkte, dass es wohl das Eseldenkmal sei, das er vor dem Stadttor gesehen hatte. Wir gingen also dorthin und stellten fest, dass dort wegen einiger Künstler ein riesiger Menschenauflauf war und wohl kein Taxi durchkommen könnte.

Weit gefehlt. Nach kurzer Zeit kamen gleich drei Taxen durch die Menschenmenge gefahren. Wir sprachen einen Fahrer an und er hatte vermeintlich einen Auftrag uns zu fahren. Nach knapp 10 Minuten standen wir am Campingplatz und die Fahrt kostete tatsächlich nur 50 Kuna. Wie wir später feststellten, war dies die günstigste Alternative. Die Fahrt mit dem Taxiboot wäre erheblich teurer geworden. Hier hätte die Fahrt pro Person 50 Kuna gekostet.

Den folgenden Tag verbrachten wir komplett auf dem Campingplatz. Bei knapp 40 Grad suchten wir immer wieder das Meer zum Schnorcheln und Baden auf und ließen es uns ansonsten ganz gut gehen.

Für den nächsten Morgen war die Weiterfahrt in Richtung Süden geplant. Am Morgen einigten wir uns auf Seget als erstes Ziel. Sollten wir hier einen Stellplatz finden, wäre alles klar. Wenn nicht, sollte es nach Split weitergehen. Nach dem Einpacken ging es auch gleich los. Beim Ausparken kam es dann noch zu einer unangenehmen Berührung zwischen einer Wurzel und dem Wohnmobil. Dies bleib aber ohne Folgen für die Fahreigenschaften.

Nach knapp einer Stunde hatten wir das Autocamp Seget erreicht. Da das Autocamp direkt am Wasser lag und wir von hier aus sowohl die Stadt Trogir wie auch Split erreichen konnten, entschieden wir uns zu bleiben. Dafür sprach auch, dass wir einen Stellplatz in der ersten Reihe zugewiesen bekamen. Da es weiterhin sehr heiß war, verbrachten wir den Tag am Platz und machten uns erst gegen 17.00 Uhr auf, um in der Konoba Rico am Hafen von Seget zu Abend zu essen.

Für Sönke und mich gab es Fleischgerichte. Elli kam endlich zu ihren Fischgerichten, die sie sich schon die ganze Zeit wünschte. Im Zuge des Abendessens besprachen wir den nächsten Tag. Den Abend verbrachten wir dann damit Sönke Romme nahe zu bringen. Er machte sich in seinen ersten Spielen ganz gut und es schien ihm zu gefallen.

Wie abgesprochen ging es am nächsten Tag bereits am frühen Vormittag mit dem Taxiboot in Richtung Trogir. Die Fahrt kostete für uns alle 75 Kuna und beinhaltete sowohl die Hin- wie auch Rückfahrt.

Nach knapp einer halben Stunde kamen wir direkt an der Altstadt von Trogir an. Auf der Fahrt hatten wir noch das einmalige Erlebnis Delfine beobachten zu können, die in der Bucht vor Trogir schwammen. Leider schafften wir es nicht unsere Fotokamera schnell genug einsatzbereit zu bekommen.

In Trogir orientierten wir uns erst einmal und machten uns dann durch die kühlen Altstadtgassen auf den Weg die Sehenswürdigkeiten abzuklappern. Am ersten Schattenplatz, den wir erreichen konnten, nutzten wir das kostenlose WLAN, um Wetterinformationen zu bekommen. Die waren ausgesprochen positiv für die nächsten Tage.

Unser Stadtrundgang ging über die Gradska Ul. zur Sankt Laurentius Kirche und dem Platz mit dem Glockenturm und der Loggia. In der Loggia sang zu dieser Zeit gerade ein Chor, der dem Ganzen noch eine besondere Note gab. Weiter ging es von hier zum Stadttor. Danach bummelten wir durch die Gassen und versuchten hierbei den großen Touristenströmen auszuweichen und etwas kleinere Gassen zu wählen. Gerade in diesen wurde einem bewusst, dass die Stadt nicht nur aus Sehenswürdigkeiten bestand, sondern auch noch für das normale Leben genutzt wurde.

An der Festung des Kamerlengo angekommen, hatten wir die Altstadt einmal durchquert. Wir suchten uns nun unseren Rückweg in Richtung Hauptplatz und wollten vorher allerdings etwas Trinken. Die ersten Lokale, die wir fanden, waren gänzlich auf Tourismus abgestellt und hatten dementsprechende Preise. In einer Seitengasse meinten wir ein gemütliches und günstiges Lokal gefunden zu haben. Die außen angeschlagenen Preise für das Essen waren ausgesprochen günstig. Im Innenhof bekamen wir dann die eigentliche Karte und mussten feststellen, dass die günstigen Speisepreise durch überzogene Getränkepreise kompensiert wurden. Das wollten wir uns nicht antun und machten uns wieder auf die Suche. In einer kleinen Sackgasse fanden wir dann ein Lokal, das dann wirklich vergleichsweise günstige Preise hatte. Das Bier war umgerechnet einen Euro günstiger. Hier machten wir dann Pause und schrieben in dieser Zeit unsere Postkarten, damit wir sie gleich zur Post bringen konnten.

Nachdem dies alles erledigt war, ging es zurück zur Riva, wo unser Taxiboot wieder anlegen sollte. Die erste Abfahrtszeit verstrich, ohne dass das Boot in Sicht kam. Wir fragten mehrfach bei den anderen Taxibooten nach, die uns aber immer wieder vertrösteten. Letztlich blieb uns nichts anderes übrig, als an der Riva in der prallen Sonne zu warten. Jedes Schattenplätzchen, was frei wurde, nutzten wir, um uns der Sonne nicht so aussetzen zu müssen.

Als das Taxiboot dann endlich erschien, machte der Fahrer erst einmal eine Pause. Danach ging es dann zurück in Richtung Seget, wo wir gegen 14.00 Uhr wieder eintrafen und den Rest des Tages mit Sonnenbaden und Schwimmen verbrachten.

Gegen 18.30 Uhr ging es erneut in die Konoba Rico zum Abendessen. Zum einen gab es an Restaurants eine nicht so große Auswahl in Seget und zum anderen war das Essen in der Konoba echt gut und günstig. Auf Sönkes Wunsch hin bestand das Abendprogramm erneut aus Romme spielen. Diesmal hielt er sich wirklich gut und spielte gut mit. Und dies, obwohl wir es schafften auf neun Spiele dreimal einen Romme Hand zu haben.

Wie beschlossen ging es am nächsten Morgen weiter. Unsere Platznachbarn waren bereits in den frühen Morgenstunden abgefahren, sodass wir ausreichend Platz zum Ausparken hatten. Nachdem der Platz bezahlt war, wollten wir noch kurz entsorgen. Während Elli das Chemie-WC machte, wollte ich das Brauchwasser ablassen. Bei meinem Versuch den Hahn aufzudrehen, stellte ich fest, dass dieser keinen Widerstand beim Drehen zeigte. Als ich mich dann unter das Mobil legte, musste ich feststellen, dass der Absperrmechanismus gebrochen war. Wann und warum dies passiert war, konnten wir nicht mehr klären.

In meinem Versuch dies zu reparieren, legte ich den Fahrzeugschlüssel in der Heckgarage ab. Leider passierte es uns, dass wir beide Türen der Heckgarage verriegelten. Den Ersatzschlüssel hatten wir natürlich zu Hause liegen lassen. Nach unseren ersten Versuchen mit anderen mitgeführten Schlüssel, die nicht zum erhofften Erfolg führten, holte Elli den Platzbetreiber zu Hilfe. Dieser erschien mit seinem Werkzeugkasten und suchte eine Möglichkeit die Tür aufzuhebeln. Sein Handeln war darauf ausgerichtet, die Tür mit Gewalt zu öffnen, was mir nicht gefiel. Ich versuchte ihm dies klar zu machen und hatte Erfolg, sodass er sich nur dazu stellte und unsere Bemühuingen beobachtete.

Der nächste Versuch bestand darin auf dem Campingplatz Schlüssel von anderen Campern einzusammeln und auszuprobieren. Bei einem hatten wir dann Glück und konnten immerhin eines der beiden Türschlösser öffnen. Das zweite hebelte ich dann mit sanfter Gewalt auf. Hinterher stellte ich fest, dass dadurch weder Schloss noch Mechanismus Schaden nahmen. Sönke krabbelte dann durch die Heckgarage und holte den Schlüssel heraus. Nun konnte es endlich weitergehen. Durch die ganze Aktion war ich natürlich gehörig ins Schwitzen geraten, weshalb ich vorher noch kurz Duschen ging.

Danach suchten wir in Seget erst einmal noch einen Supermarkt auf, um unser Leergut zu entsorgen. Außerdem kaufte sich Sönke noch seine geliebten Ki-Ki Karamel Bonbons. Dann ging es endlich in Richtung Autobahn. Wir verließen Seget über die Straße Nummer 58 und hatten dabei noch einen wunderbaren Ausblick auf Trogir.

Die Fahrt über die Autobahn nach Norden verlief ausgesprochen ereignislos. Lediglich die Temperatur zwischen 35 und 38 Grad Celsius machte uns zu schaffen. Wenn wir bei einem Halt ausstiegen, suchten wir sofort den Schatten des Wohnmobils auf, um der Sonne zu entgehen.

Gegen 15.00 Uhr kamen wir in Zagreb an und machten uns auf die Suche nach dem Campingplatz Autokamp Plitvice in Lucko. Wir hatten die Anschrift in den Navi eingeben und haben uns dann voll und ganz auf ihn verlassen. Damit waren wir allerdings auch verlassen. Als das Gerät mit dem Satz „Sie haben ihr Ziel erreicht“ das Ende der Fahrt ankündigte, waren wir in einer ruhigen Seitenstraße und von einem Campingplatz weit und breit keine Spur. Ich fragte dann bei einer netten Kioskbesitzerin nach, die das Problem augenscheinlich bereits kannte. Ihrer Beschreibung nach, die sie uns auch schriftlich mitgab, lag der Platz an einer Autobahnraststätte und war nur über diese erreichbar. In der Folge quälten wir uns durch diverse Autobahnkreuze und andere Umfahrungen, bis wir letztlich die Raststätte und den Campingplatz etwa gegen 16.00 Uhr erreichten.

Der Campingplatz wird durch das am Rastplatz angegliederte Motel betreut. Zu unserem Bedauern konnte uns das Servicepersonal keine Auskunft geben, wie wir mit öffentlichen Verkehrsmitteln in das Stadtzentrum gelangen könnten. Die Buslinie, die wir auf der Anfahrt in Lucko gesehen hatten, war zu Fuß vom Rastplatz aus nicht erreichbar. Eigene Recherchen an den Infoständen am Rastplatz führten auch nicht so wirklich zu einem befriedigenden Ergebnis, so dass wir uns mit dem Gedanken anfreundeten doch noch weiter zu fahren. Da unser nächstes Ziel Graz nur noch knapp 200 Kilometer entfernt lag, riefen wir erst einmal auf dem Campingplatz an, um uns nach freien Kapazitäten zu erkundigen. Eine Bandansage verriet uns, dass der Platz noch freie Stellplätze hatte. Dies nahm uns dann die Entscheidung ab und wir fuhren weiter.

Bis zur Grenze ging es auf der Autobahn. Danach folgte die Landstraße in Slowenien bis nach Maribor. An der letzten Raststätte vor der Grenze nach Österreich tankten wir dann noch eben. Eine gute Entscheidung, wie sich in Österreich zeigte, da der Diesel hier wieder einmal 10 Eurocent teurer war.  In Graz selbst ging es dann zügig voran. Wir verließen uns voll auf den Navi, der uns diesmal auch direkt an den Campingplatz Central in Graz-Straßgang führte.

Der Campingplatz liegt direkt an einem Freibad, dessen Nutzung im Preis inklusive ist. Wir wählten einen Stellplatz in der ersten Reihe und hatten gleich Kontakt zu unserem Platznachbarn, der am Grillen war. Dieser war auf dem Weg in Richtung Zagreb, wo er seine Familie vom Flughafen abholen wollte, um dann nach Rab weiter zu fahren. Nach einer Dusche ging es in das nahe Restaurant Volksgoatn zum Abendessen. Die sehr freundliche Bedienung gab uns noch Auskunft darüber, was wir in Graz unbedingt anschauen sollten.

Am nächsten Morgen standen wir bereits gegen 07.00 Uhr auf. Die Kirchenglocken des Ortes hatten uns geweckt. Ich suchte dann erst einmal den Weg zum Bäcker. Danach gab es Frühstück und wir machten uns für den Stadtrundgang fertig. Den Weg in die Stadt erledigten wir mit dem Linienbus, der in unmittelbarer Nähe zum Bäcker abfuhr. Die Endhaltestelle des Busses, der Jakominiplatz, war gleichzeitig der Stadtpunkt für unseren Weg durch die Stadt. Über die Herrengasse ging es erst einmal bis zum Hauptplatz.

Von dort aus ging es zum Franziskanerkloster und über die Hauptbrücke zum Kunsthaus Graz und Mariahilferkirche.

Es folgte der Gang über die Mur-Insel bis zur Schlossbergbahn. Die Bergfahrt mit der Schlossbahn war in unserer Busfahrtkarte inklusive, so dass wir uns auch noch kostengünstig den Fußmarsch hinauf auf den Schlossberg sparten. Danach wurde durch uns der Schlossberg erkundet, bevor wir im Schlossrestaurant ein Getränk nahmen und den Ausblick auf das Umland genossen.

Danach ging es weiter über die Bastion bis zum Uhrturm. Von dort aus hätten wir einen Lift im Berg hinab nehmen können. Wir entschieden uns jedoch trotz der Hitze für den Fußmarsch über die Treppen.

Unten angekommen erfasste uns der kühle Luftzug aus der Höhle unterhalb des Schlossberges. Hier waren der Eingang zum Lift und eine Konzerthalle, dem DOM iMBERG, die sich Sönke und Elli erst einmal anschauten. Über die Sackstraße ging es weiter. Hier fand Elli ein Antiquitätengeschäft, mit sehenswerten Eierbechern. Während wir nach mehr schauten, kamen wir mit der Verkäuferin ins Gespräch und es ging nun ums Feilschen beim Preis für den Becher, den Elli ins Auge gefasst hatte. Letztlich übervorteilten wir die Verkäuferin, weil sie wohl nicht richtig rechnen konnte und erhielten anstatt der aversierten 10 Prozent tatsächlich 20 Prozent Preisnachlass.

Es folgte ein Mittagssnack am Hauptplatz bevor es über die Sporgasse in Richtung Deutscher Orden weiter ging. Danach folgten wir der Hofgasse bis zum Grazer und machten uns auf die Suche nach der türkischen Treppe, einer in sich verwundenen doppelten Wendeltreppe. Diese fanden wir in einem Gebäude der öffentlichen Verwaltung. Beim Fotografieren gab dann der Akku unserer Fotokamera den Geist auf, so dass weitere Fotos nur noch mit dem Mobiltelefon möglich waren.

Nach einem kurzen Abstecher in den Dom ging es über die Färbergasse und kleine Hinterhofgässchen wieder auf die Herrenstraße und zum Jakominiplatz. Hier verpassten wir unseren Bus, der direkt vor unserer Nase abfuhr. Wir mussten nun in der prallen Sonne 10 Minuten auf den nächsten Bus warten. Das war nicht gerade angenehm.

Gegen 14.00 Uhr waren wir wieder am Campingplatz angelangt. Wir machten uns gleich fertig, schnappten unsere Sachen und gingen ins Freibad. Dieser Aufenthalt war bei der Hitze sehr angenehm. Das Freibad Straßgang hatte ein riesiges Becken und war mit einem Kiesboden zur Wasseraufbereitung versehen. Außerdem gab es einen separaten FKK-Bereich, den wir aber nicht nutzten. Unser Aufenthalt dauerte bis 17.00 Uhr und nach einer Dusche ging es erneut in den Volksgoatn zum Abendessen. Glücklicherweise erhielten wir noch einen Tisch, da der heutige Abend ein Grillabend mit einem All-you-can-eat-Buffet war. Wir selbst entscheiden uns ein essen nach der Karte, da sich das Angebot für uns nicht lohnte.

Für den heutigen Tag hatten wir eine Wandertour geplant. In den Reiseführern für das Grazer Umland hatte Elli die Bärenschützklamm entdeckt. Nach einer knappen Stunden Fahrt, unterbrochen durch einen Einkaufsstopp, hatten wir den Ort Mixnitz erreicht und fuhren durch die engen Gassen des Ortes auf den Parkplatz 4 am Einstieg zum Wanderweg. Bereits der Weg zur Klamm gestaltete sich anstrengend. Die Anstiege hatten es ganz schön in sich, obwohl sie noch über normale Versorgungswege führten.

Am Klammeingang dann ein Kassenhäuschen. Ich wollte es erst nicht glauben, aber wir mussten tatsächlich Eintritt zahlen.

Danach geht es über teilweise frei schwebende Steigleitern durch die Klamm.

Nach Angaben des Alpenvereins werden auf derzeit 164 Leitern etwa 350 Höhenmeter überwunden. Insgesamt braucht man für die etwa 1900 Meter lange Strecke eineinhalb Stunden. Nach etwa der Hälfte der Strecke durch die steilen Felswände der Klamm erreichen wir eine Mittelstation, wo wir uns erst einmal etwas ausruhen und ein Getränk zu uns nehmen konnten, das übrigens kostenfrei vom Alpenverein zur Verfügung gestellt wurde.

Danach folgt meines Erachtens der anstrengendere Teil. Nun geht es fast nur noch hoch. Und gerade die letzten Leitern haben es in sich, sie weisen teilweise über 45 Grad auf und es entspricht wirklich einer Leiter. Nach der letzten Leiter mussten wir erst einmal durchpusten. Danach ging es noch etwa 10 Minuten durch den Wald bevor die Jausenstation Guter Hirt erreichten. In strahlendem Sonnenschein machten wir es uns an einem Tisch gemütlich und gönnten uns ein erfrischendes Getränk.

Wenn wir nun dachten, wir hätten das Schwierigste hinter uns, hatten wir uns geirrt. Der Anfang des Abstieges gestaltete sich noch angenehm über eine Versorgungsstraße. Schnell wechselte er jedoch auf einen Steig, der über Geröll in Richtung Tal führte. Neben der mangelnden Trittsicherheit machte uns auch das Gefälle zu schaffen und langsam spürten wir unsere Knie mehr als uns lieb war.

Gegen 15.00 Uhr, also nach knapp 5 Stunden, waren wir zurück am Wohnmobil und hatten eine Strecke von insgesamt etwa 16 Kilometern hinter uns gebracht.

Nun ging es weiter zu dem von uns ausgewähltem Campingplatz. Dieser lag im nahen Oberaich beim Gasthof Pichler. Viel los war dort nicht und wir parkten auf der Rasenfläche an einer ruhigen Stelle ein. Danach ging es erst einmal unter die Dusche und auf ein Getränk in den Biergarten der Gaststätte. Während wir so bei unserem Bier sitzen, kommt ein Mobil mit einem älteren Ehepaar. Offenbar haben wir wohl ihren Stellplatz belegt, den sie seit Jahren innehaben und auch reserviert hatten. Nach einigen Gesprächen mit dem Personal nehmen sie einen anderen, der auch näher zum Waschhaus liegt. Wie sie später mitteilten, handelte es sich um eine gute Wahl.

Kurz vor dem Abendessen erscheint noch eine größere Herrentruppe, wohl eine Gesangstruppe, die die Holzhäuser im Garten bezieht. Unsere anfänglichen Befürchtungen, dass es dadurch laut am Abend werden könnte, bestätigen sich nicht. Nur gegen fünf Uhr morgens, als sie von ihrer Veranstaltung zurückkehrten, waren sie kurz zu hören. Interessanterweise waren sie aber auch um acht Uhr morgens mit uns schon wieder hoch.

Für uns ging es dann diesem leicht bewölkten Tag weiter in Richtung Westen. Nach einem kurzen Stück auf der Autobahn 9 folgen wir der Bundesstraße 320 bis nach Radstadt. Auf dem Weg dorthin stellen wir fest, wie schwankend die Kraftstoffpreise in Österreich sind. Sie differieren zeitweise um bis zu 7 Eurocent.

Kurz vor Radtstadt ließ freundlicherweise der Regen etwas nach, so dass wir uns trockenen Fußes auf die Stadtbesichtigung machen konnten. Die Kleinstadt war schnell erkundet und hatte lediglich einen interessanten Marktplatz und die alte Stadtbefestigung zu bieten. Nach knapp einer Stunde waren wir wieder am Mobil und machten uns auf den Weg nach Altenmarkt. Hier wollten wir uns nach einer Ferienwohnung für den Skiurlaub umsehen. Leider mussten wir feststellen, dass die Zimmervermittlung bereits geschlossen hatte. Es blieb also dabei einige Unterkunftsprospekte mitzunehmen.

Weiter ging es nun in die Region um Zell am See. Hier wollten wir die Tagestour beenden. Den Campingplatz suchten wir während der Fahrt und entschieden uns, erst einmal unser Glück auf dem Campingplatz Mühle-Camping in Kaprun zu versuchen. Die Anfahrt gestaltete sich auf Grund diverser Straßensperren rund um Bruck etwas schwierig. Grund war ein Triathlon, der hier stattfand. Wir wurden über Feld- und Wiesenstraßen in Richtung Kaprun geführt. Die Breite der Straße ließ Begegnungsverkehr nicht zu. Zu allem Überfluss kamen wir auch noch an eine Brücke mit einer Gewichtbegrenzung von 2,8 t. Die ließen wir einfach mal außer Acht.

Am Campingplatz angekommen überraschten uns die riesigen sanitären Anlagen. Die Buchung des Platzes nahmen wir im nahen Gasthof Mühle vor. Danach relaxten wir etwas und bauten erstmals die Sat-Anlage auf. Das Einrichten der Satelittenantenne gestaltete sich diesmal nicht ganz so schwierig, so dass wir den Abend bei Fernsehen im Wohnmobil verbrachten.

Für den nächsten Tag war schönes Wetter angesagt und wir beschlossen noch einmal eine Wandertour zu machen. Mit einer Wanderkarte versorgte uns der Gasthof und wir starteten am nächsten Morgen gegen 10.00 Uhr in Richtung Maiskogl.

Nach einem kurzen Stück auf der Straße ging es unmittelbar oberhalb unseres Campingplatzes auf einem schmalen Weg zwischen Feldern entlang bis wir letztlich an den Liftstationen auf dem Schaufelberg heraus kamen.

Hier folgten wir dem weiteren Weg durch den Wald, der uns in leichten Serpentinen fast senkrecht den Hang hinauf führte.

Immer wieder kamen wir an Stellen, wo wir eine Bank zum Rasten fanden und eine herrliche Aussicht auf das Tal hatten. Die Zeit zur Rast nahmen wir uns auch, insbesondere da wir langsam auch an Kraft verloren. Unmittelbar unterhalb der Maiskoglalm zeigte dann auch Sönke erstmals konditionelle Schwächen. Eine längere Pause war die Folge. Danach folgte der Weg der Liftführung der Almbahn. Da Sönke immer noch etwas schwächelte, fielen Elli und er zurück und ich machte mich auf die letzten Meter und bestellte uns schon einmal Getränke.

An der Maiskoglalm wieder vereint gab es erst einmal eine Stärkung. Während Elli und ich zunächst mit Getränken vorliebnahmen, gönnte sich Sönke einen Germknödel. Danach wechselten wir auf die andere Seite der Bergstation, um den Ausblick in Richtung Großglockner zu genießen. Hier gönnten sich dann auch Elli und ich uns einen Mittagssnack, der allerdings aus selbstgeschmierten Brötchen bestand. Der Weg dorthin führte uns durch den Kleinzoo, der an der Bergstation unterhalten wurde. Neben allen möglichen Gefiedertieren, gab es Zwergschweine und Esel, die frei zwischen den Wanderern herumliefen.

Für den Weg hinunter hatten wir die Versorgungsstraße gewählt. Auch die war steil genug, um uns unsere Knie wieder in Erinnerung zu rufen. Interessant an dieser Strecke war, neben dem Ausblick, die Tatsache, dass wir diese Wege schon auf Skiern bewältigt hatten. Im letzteren Fall kamen uns die Gefälle aber nicht so steil vor.

Mit Erreichen der Schaufelbergstraße wählten wir diese für den weiteren Abstieg. Wir wollten noch einen Supermarkt aufsuchen, um die letzten Notwendigkeiten einzukaufen. Oberhalb von Unteraigen trafen wir dann auf die neue Sommerrodelbahn und gingen eine Zeitlang querfeldein an dieser entlang. Das war allerdings bereits nach einigen hundert Metern zu anstrengend und wir nutzten die nächste Möglichkeit, um auf die Straße zu gelangen. Oberhalb eines Billa nutzten wir einen kleinen Fußweg, um auf direktem Weg zu diesem zu gelangen. Wir betraten die herrlich klimatisierten Räume und wollten eigentlich nicht wieder raus.

Nach diesem erfrischenden Aufenthalt war es nur noch ein kurzer Fußmarsch zum Campingplatz. Hier spannten wir erst einmal in der Sonne aus, bevor es gegen 17.00 Uhr zum Duschen ging. Danach machten wir uns auf die Suche nach einem geeigneten Lokal für das Abendessen. Nachdem wir einige abgeklappert hatten, kamen wir wieder zum Gasthof Mühle, für den wir uns dann letztlich entschieden. Die Wahl war auch gut, da das Essen gut war und das Preis-Leistungs-Verhältnis auch stimmte.

Für den nächsten Tag war wieder ein Reisetag eingeplant. Wir wollten nach München fahren und fuhren über die B 168 und B 161 in Richtung Deutschland. Auf der B 178, kurz vor Ellmau, stockte dann der Verkehr. Hier war man noch mit Aufräumarbeiten auf Grund eines Sturmes beschäftigt, der zwei Tagen zuvor durchs Tal gezogen war. Nachdem dieser Engpass passiert war, ging es bei Kufstein auf die A 12 und im weiteren Verlauf folgten wir der A 93 in Richtung Inntaldreieck. Von hier ging es problemlos über die A 8 in Richtung München.

Auf dem Münchner Ring folgten wir dem Navi in Richtung Stellplatz an der Allianz-Arena. Nach einer Ehrenrunde, da wir die Parkplatzzufahrt verpasst hatten, stellten wir unser Wohnmobil zwischen den ganzen Pkws ab. Bereits beim ersten Aussteigen schlug uns der Geruch der Sanitäranlagen entgegen. Zwar war Strom vorhanden, aber der erste Eindruck tat sein übrigens, um einen Aufenthalt zu vermeiden. Zudem war auf Grund einer Bombenräumung in Schwabing nicht sicher, dass wir mit den öffentlichen Verkehrsmitteln in die Stadt gelangen.

Wir beschlossen es kurzerhand bei einer Besichtigung der Arena zu belassen und verließen den Parkplatz innerhalb der 45-minütigen Karenzzeit, so dass es für uns kostenfrei war.

Wir folgten dann der A 9 in Richtung Nürnberg. Elli machte sich auf die Suche nach einer möglichen Unterkunft. Da dies allerdings nur als zusätzliche Übernachtung angesehen wurde, verzichteten wir zunächst darauf  und wollten es nur in Anspruch nehmen, wenn es zu spät wurde. Ansonsten sollte es nach Hause gehen. Unmittelbar vor der Raststätte Fürholzen staute sich dann der Verkehr. Wir wählten den mittleren Fahrstreifen und mussten unmittelbar danach eine Rettungsgasse bilden, da sich mehrere Rettungsfahrzeuge von hinten näherten. Einige Kraftfahrer nutzten dies, um sich in den Windschatten der Fahrzeuge zu hängen und so an allen vorbei zu fahren. Letztlich brachte es ihnen nichts, da wir auf der mittleren Fahrspur derart zügig vorankamen, dass wir wieder an ihnen vorbei fuhren. Der Stau hatte eine Länge von circa 10 Kilometern und kostete uns etwa eine halbe Stunde Zeitverzögerung. Danach ging es allerdings staufrei weiter. Allerdings war es mittlerweile früher Nachmittag, so dass wir von einer Rast zum Mittagessen in Denkendorf Abstand nahmen.

Das nächste Missgeschick ereilte uns auf der BAB 3 in Höhe Kreuz Fürth. Ich weiß nicht warum, aber entgegen unserer Routenplanung bogen wir auf die BAB 73 ab. Letztlich war es die angenehmere Strecke, da der Verkehr nicht so dicht war, aber in Anbetracht der Tatsache, dass wir tanken und essen wollten, war es sicherlich die falsche Wahl. Auch bei einem kurzen Abstecher über die BAB 71 war nichts Entsprechendes zu finden. Letztlich fuhren wir in Hammelburg von der BAB 7 ab, da dies die letzte Möglichkeit schien. Mit leerem Tank fuhren wir an die einzige geöffnete Tankstelle im Zentrum von Hammelburg. Nachdem der Tank gefüllt war, wollten wir unseren Hunger stillen. Dies war allerdings nicht so einfach. Nach einigem hin und her finden wir eine Sportgaststätte in Elfershausen, wo wir etwas bekommen.

So gestärkt, geht es wieder zurück auf die Autobahn. Für die letzte Strecke von etwa 300 Kilometern benötigen wir etwa drei Stunden und sind kurz nach 22.00 Uhr endlich zu Hause. Insgesamt legten wir in diesem Urlaub etwa 4650 Kilometer zurück, waren aber auch froh wieder zu Hause zu sein.

Was für eine Odyssee – Istrien, Ungarn, Österreich und Spreewald

Kroatien

(06.07.2011 – 25.07.2011)

Wie jedes Jahr mussten wir uns bereits im Vorfeld mit der Frage beschäftigen, wo es hingehen sollte. Da es wohl das letzte Mal war, dass wir gemeinsam mit Cathrin, Swen und Tom eine Urlaubszeit hatten, entschieden wir uns wieder einmal für Kroatien. Diesmal sollte es zuerst auf dem Campingplatz Valalta gehen, bevor wir dann im Anschluss eine Rundreise machen.

Am Tag der Zeugnisvergabe ging es los. Da wir diesmal fest eingeplant hatten durchzufahren, fuhren wir erst gegen 18.00 Uhr in Harsum los. Da immer noch die Großbaustelle zwischen Derneburg und Bockenem war, wählten wir die Strecke über die B 243 bis nach Rhüden. Hier tankten wir voll und führen über die BAB 7 in Richtung Süden. Nachdem wir ab Nürnberg auf der BAB 9 weiterfuhren, stellte ich fest, dass der Kraftstoffverbrauch unseres Wohnmobils sich erhöht hatte und wir bereits in Lenting, nach nicht einmal 500 Kilometern, erneut volltanken mussten. Meines Erachtens sind dafür die neuen Reifen der Marke Continental dafür verantwortlich. Die Firma Continental, die ich später dazu kontaktierte, wies natürlich alles zurück.

Nachdem wir mitten in der Nacht an München vorbei waren, ging es über die österreichischen Autobahnen entspannt in Richtung Karawankentunnel. Auch hier gab es, wie zuvor schon an Tauern- und Katschbergtunnel, keine nennenswerten Wartezeiten und kurz vor Sonnenaufgang waren wir bereits an Ljubljana vorbei. Wir folgten der Autobahn bis Koper und passierten im morgendlichen Berufsverkehr die Grenze. Die Streckenführung im Anschluss an die Grenze hatte sich bereits wieder verändert, sodass der Navi wieder einmal sinnlos war und wir uns auf unsere Augen und unser Gefühl verlassen mussten.

Gegen 08.15 Uhr trafen wir dann am Campingplatz ein. Nach dem Quick-Checkinn ging es erst einmal auf Stellplatzsuche. In unserem alten Gebiet wurden wir nicht fündig, sodass wir unterhalb des Waschhauses 9 einen Stellplatz wählten. Zunächst überlegten wir noch, zu einem späteren Zeitpunkt wieder umzuziehen, verwarfen diesen Gedanken später aber wieder, da wir nicht geplant hatten, so lange zu verbleiben.

Nachdem wir uns eingerichtet hatten, erfolgte erst einmal für Sönke die Bescherung, da er am heutigen Tag Geburtstag hatte und diesen wieder einmal im Sommerurlaub auf dem Campingplatz feiern musste. Er hatte sich zum Abendessen einen Besuch in de Saline gewünscht. Diesem Wunsch kamen wir gerne nach, da wir auch keine rechte Lust hatten, noch großartig durch die Gegend zu gondeln.

Den nächsten Tag verbrachten wir mit relaxen und richteten uns weiter auf unserem Platz ein, da nunmehr die Entscheidung für den Stellplatz endgültig war. Wir konnten aufs Meer schauen und, was in Anbetracht der herrschenden Temperaturen viel wichtiger war, wir hatten Schatten auf dem Platz. Abends ging es dann in die Stadt. Den Linienbus wollten wir nicht nutzen, um unabhängig zu bleiben, sodass wir mit dem Fahrrad fuhren. Nach einem kurzen Bummel durch die uns zur Genüge bekannte Stadt, ging es in die Pizzeria Leone zum Abendessen. Zunächst mussten wir auf einen Platz warten. Als wir dann aber einen ergattert hatten, wurden wir wie immer freundlich bedient. Danach ging es noch ein Eis essen und dann mit dem Fahrrad zurück zum Platz. Dort angekommen, waren wir komplett durchgeschwitzt, da es nicht wirklich kühler geworden war, und gingen uns erst einmal kalt abduschen.

Der nächste Tag war der Anreisetag von Cathrin, Swen und Tom. Bisher hatten sie noch nicht genau gesagt, wann sie eintreffen würden, sodass ich mir beim Gang zum Bäcker darüber auch noch keine großen Gedanken machte. Hier sah ich dann aber Swen und Tom in der Schlange stehen. Nach einem kurzen Plausch, beschlossen wir, dass die drei erst einmal ankommen und wir uns ja dann treffen könnten. Tom hielt diese Vereinbarung nicht ganz ein. Bereits unmittelbar nach dem Frühstück steht er neben uns und holt Sönke ab. Das Abendessen nahmen wir dann im Stancija zu uns und verbrachten den Abend in der Pizzeria auf dem Platz, wo wir uns die Viertelfinalspiele der Frauen-Fifa-WM anschauten.

Den nächsten Tag verbrachten wir wieder mit der üblichen Entspannung am Platz. Diesmal war der Erholungswert umso höher, da rund um uns herum der An- und Abreisestress herrschte. Meine Aktivitäten während des Urlaubs waren eh eingeschränkt, da ich mir wenige Tage vor dem Urlaub die Strecksehne im kleinen Finger der rechten Hand gerissen hatte und nun eine Stack’sche Schiene tragen musste. Den Abend verbrachten wir dann zusammen mit Jungnickel’s und gingen erst einmal in der Snack Bar I zum Abendessen. Bevor es soweit war kam noch einmal kurz Hektik auf. Ich wollte Geld abheben und wurde wegen ‚fehlender Liquidation‘ abgewiesen. Trotzdem ging es erst einmal zum Essen. Danach ging es zu den Volleyballplätzen, wo wir Männer eine Runde Beachvolleyball spielten, bevor wir uns noch einge Cocktails gönnten. Auf dem Rückweg kaufte ich noch ein WLAN-Ticket und schaute erst einmal auf dem Konto nach, da mich der abgebrochene Kartenvorgang nicht in Ruhe ließ. Da war dann aber doch alles in Ordnung und wir schoben es auf den Automaten.

Am nächsten Tag wurde es dann noch heißer. Lediglich am Platz mit dem Schatten der Bäume war es noch auszuhalten. Wie wäre es jetzt wohl auf unserem alten Platz ohne Schatten gewesen. Wir wollten es uns gar nicht ausmalen. Das Wasser war auch keine wirkliche Erleichterung, da es mittlerweile Badewassertemperatur hatte.

Am Abend dann ging es mit Jungnickel’s in die Stadt. Die Parkplatzsuche gestaltete sich etwas abenteuerlich, da kostenlose Parkplätze mittlerweile rar waren. Nach einem kurzen Bummel durch die Stadt ging es erst einmal zum Essen in die Pizzeria Leone. Nach einer kurzen Wartezeit und etwas Eigeninitiative haben wir auch eine gute Sitzgelegenheit ergattert. Zu unserer Freude verrät uns die Bedienung, die uns mittlerweile gut zu kennen scheint, den Netzwerkschlüssel des Lokals, sodass wir kostenfrei ins WLAN können.

Nach dem Essen wollen wir noch etwas durch die Altstadt bummeln. Sönke kauft sich noch ein Graffiti-T-Shirt, das er kurze Zeit später auch sichtlich gerne trägt. An einem der Lokale in der Altstadt, die an der Felsenküste liegen, machen wir dann halt und gönnen uns einen Cocktail.

Auf dem Platz neben uns sind vier ausgelassene Engländerinnen, die wohl mit dem Schiff hier sind. Schnell tauscht man sich aus und hilft sich gegenseitig bei den Gruppenfotos mit Wiedererkennungswert. Auf der Rückfahrt nach Valalta fängt es leicht an zu regnen. Elli hat gleich Panik, da die Dachfenster offen stehen und sie annimmt, dass wieder ein Gewitter wie in den Vorjahren im Anzug ist. Alle Versuche sie zu beruhigen scheitern. Trotzdem ist ihre aufkommende Panik grundlos. Nach ein paar Tropfen ist alles vorbei.

Der nächste Tag fing für mich mit einer Einkaufstour an. Da ich ja eh mit meiner Verletzung gehandicapt war, durfte ich mit Swen und Cathrin und deren Bekannten in einem Konzum-Markt in Rovinj einkaufen. Für mich war der Gang durch den Markt schnell beendet, da wir außer Getränke nicht viel brauchten und die waren schnell gefunden. Danach verließ ich den gekühlten Markt und wartete in der heißen Luft auf dem Parkplatz. Hier stellte ich fest, dass Swens Pkw nicht richtig verschlossen war, da die Mitfahrerin die Tür erst nach der Verriegelung zugeworfen hatte. So konnte ich das Fahrzeug komplett öffnen, was später zu einigem Staunen führte, und meine Einkäufe bereits einladen.

Zurück am Platz musste ich erst einmal richtig ausspannen von der Hektik des Vormittags. Erstmals fiel mir die Möwe auf, die ihr eigenes Spiegelbild auf dem Pkw der Stellplatznachbarn bekämpfte.

Abends ging es dann gemeinsam mit dem Fahrrad ins Kazun zum Abendessen. Wir waren bewusst etwas früher gefahren, mussten aber trotzdem am Eingang auf einen Sitzplatz warten. Nach etwa einer halben Stunde hatten wir dann einen Platz ergattert und gönnten uns wieder ein vorzügliches Abendessen mit reichhaltigen Portionen. Von dem daraus resultierenden Völlegefühl hatten wir auch alle die ganze Nacht etwas.

Der nächste Tag wurde noch heißer. Besonders im Steinbruch, wo wir uns zum Kaffee trafen, war es kaum noch zu ertragen. Mittags gönnten wir uns nur noch einen Salat und verzichteten auf jegliche alkoholischen Getränke. Im Wohnmobil lief der Ventilator mittlerweile auf höchster Stufe durch, damit man sich abends überhaupt da drin aufhalten konnte. Diesen Abend verzichteten wir auf jegliche Ausflüge und verbrachten einen Abend im Familienkreis am Wohnmobil. Zunächst grillten wir Cevapcici, die wir im Supermarkt gekauft hatten. Später kamen wir mt unseren Platznachbarn aus Koblenz ins Gespräch, die waren gerade aus dem Süden Kroatiens hoch gekommen und relaxten noch ein paar Tage, bevor es für sie nach Hause ging. Während wir so dasaßen und Geschichten erzählten, zauberte Frau Nachbarin selbstgebrannten Feigenschnaps, von dem wir uns einige Gläser gönnten.

Der nächste Tag war dann wieder sehr heiß. Sönke und Tom nahmen am Vormittag an einem Schachturnier teil. Sönke wurde Fünfter, Tom belegte den zweiten Platz. Abends ging es dann gemeinsam ins Stancija, den Sieg der beiden feiern. Danach ging es auf den Platz zurück und Elli, Sönke und ich kniffelten noch eine paar Runden. Nachdem Elli jedoch nicht zu schlagen war, ließen wir es sein und zogen uns zurück.

Am nächsten Morgen schien erst einmal Abkühlung in Sicht zu sein. Der Wind hatte merklich aufgefrischt und es waren erste Wolken am Himmel. Auf Grund des Windes gab es nun auch endlich Wellen und Sönke und Tom gönnten sich diesen Spaß in der Brandung den ganzen Vormittag über. Elli nutzt das frische Wetter, um das erste Mal zum Joggen zu gehen. Gegen 11.00 Uhr ist es dann wieder klar und der Wind ließ auch wieder nach. Die Folge ist, dass es sofort wieder richtig warm wurde.

Abends geht es dann noch einmal mit dem Fahrrad in die Stadt. Zum Abendessen gibt es Pizza in der Pizzeria Leone – diesmal ohne Kurzen zum Abschluss. Danach gönnen wir uns wieder einmal einen Cocktail in der Altstadt und ein Eis, bevor es dann um 22.30 Uhr zum Platz zurückgeht.

Es näherte sich der letzte Tag unseres Aufenthaltes. Wir hatten ihn als Putztag eingeplant und fingen bereits am Vormittag an Stück für Stück einzupacken. Es wird wieder unerträglich heiß, sodass das Packen keine angenehme Tätigkeit ist. Schnell geraten wir ins Schwitzen und müssen uns immer wieder zwischendurch abkühlen gehen. Da wir noch einige Tage unterwegs sein wollen, müssen wir mit Sinn und Verstand packen, damit wir an alles ran kommen. Das nimmt einige Zeit in Anspruch und führt auch einige Male dazu, dass alles wieder ausgeräumt wird. Letztlich schaffen wir es doch und nur noch das Notwendigste ist draußen, als am Nachmittag Cathrin erscheint und mitteilt, dass wir unsere gemeinsamen Pläne für den heutigen Tag ändern müssten, da Swen eine Bekannte ins Krankenhaus nach Rijeka gefahren hatte. Ihr Mann war dort nach einem Herzinfarkt auf dem Campingplatz eingeliefert worden.

Nachdem wir am Nachmittag noch etwas relaxt hatten, beschlossen wir in den frühen Abendstunden, als die Sonne nicht mehr so stark auf unseren Platz schien, unsere Markise zu reinigen. Zunächst versuchte ich vom Dach des Wohnmobils aus die getrockneten Blätter, die auf von den umstehenden Bäumen auf die Markise gefallen waren, herunterzufegen. So richtig gelang dies nicht, da sich die meisten Blätter in der Frontklappe verfingen. Also musste ein anderer Plan her. Kurz entschlossen schraubte ich die Frontklappe auseinander. Das gelang auch ganz gut, sodass wir mit einer gereinigten Markise den Rest der Reise antreten konnten.

Zum Abendessen ging es auf Sönkes Wunsch hin in die Snackbar I. Danach folgten noch ein paar Runden Kniffel am Platz, bei denen es mit einem Gleichstand zwischen mir und Elli endete, bevor es dann ins Bett ging, um den nächsten Tag ausgeruht angehen zu können.

Es folgte der Reisetag in Richtung Plitvice, das unser erstes Ziel auf unserer weiteren Tour war. Bereits um 09.50 Uhr kamen wir vom Platz aus los, nachdem wir uns von allen verabschiedet hatten. Wir kamen derart gut voran, das wir bereits gegen 14.30 Uhr am Nationalpark Plitvice waren. Die Fahrt dorthin war fast ereignislos verlaufen. Lediglich die Erkenntnis, dass der Reifendruck in Kroatien nur bis 5 Bar überprüft werden konnte, während wir 5,5 Bar benötigten, und dass man der Straßenbenennung nicht all zuviel Glauben schenken sollte, auch Landstraßen können Feldwege sein, hielt uns in Atem.

Auf Grund der frühen Ankunftszeit beschlossen wir den Parkbesuch im Nationalpark Plitvicka Jezera vorzuziehen und parkten auf einem nahen Parkplatz. Der Parkbesuch war wieder einmal imposant. Diesmal genossen wir ihn bei strahlendem Sonnenschein und heißem Wetter. Lediglich der Preis mit 10 € fürs Parken und 25 € Eintritt je Person war verdammt hoch. Darin enthalten war zwar die Bus- und Bootsfahrt im Park, aber sonst nichts.

 

Nachdem wir unsere Eindrücke im Park gesammelt hatten, ging es zum Campingplatz Korona in der Nähe des Parkes. Hier erwarteten uns keine Überraschungen, da wir den Platz ja von unserem ersten Besuch her kannten. Wir stellten uns auf eine große, parkplatzähnliche Fläche in der Mitte des Campingplatzes und richteten uns notdürftig häuslich ein.

Danach stellte sich uns die Wahl bezüglich des Abendessens. Alternativen waren ein Lokal außerhalb, die Gaststätte auf dem Platz oder gar selber kochen. In entspannter Atmosphäre diskutierten wir die unterschiedlichen Möglichkeiten und während ich die Angebote auf dem Platz einholen wollte, fand ich in der Nähe des Supermarktes einen Imbiss. Hier gab es, neben alkoholischen Getränken auch Burger, Hot Dogs, Pommes und halbe Hähnchen. Wir entschlossen uns dieses Angebot anzunehmen und gingen nach dem Duschen zum dem Selbstbedienungs-Snack. Während Sönke sich Hamburger gönnte, wählten Elli und ich die halben Hähnchen. Es war keine schlechte Wahl und vor allen Dingen günstig. So gestärkt ging es ins Wohnmobil zurück und zum ersten Mal wurde der Fernseher angestellt.

Am nächsten Tag folgte die Weiterfahrt nach Ljubljana, die größtenteils über die Landstraße stattfand. In Metlika geht es über die Grenze nach Slowenien, nachdem wir kurz vorher noch an einer nahen Tankstelle eine Rast gemacht hatten. Am Grenzübergang werden wir das erste Mal überhaupt herausgewunken. Es folgt allerdings nur die Frage, ob wir etwas zu verzollen haben. Nachdem wir das verneinen, dürfen wir auch schon weiterfahren. Ab Novo Mesto geht es über die Autobahn weiter. Elli hat mittlerweile einen Campingplatz ausfindig gemacht, den wir während einer Pause in den Navi eingegeben hatten. Der Campingplatz Ljubljana Resort liegt im Norden Ljubljanas, relativ nah zur Autobahn, sodass die Anfahrt stressfrei verlief.

Nachdem Elli uns angemeldet hatten, suchten wir uns einen ruhigen Stellplatz und, da es erst Mittag war, machten wir uns auf den Weg in die Stadt. Wir wählten den Bus als Verkehrsmittel. An der Bushaltestelle mussten ich allerdings erst einmal zurück zur Rezeption, um Busfahrkarten zu kaufen, den die konnte man nicht im Bus erwerben. Die Busfahrt in die Stadt durch die verschiedenen Stadtviertel allein war dann schon sehenswert. Direkt am Stadtzentrum konnten wir aussteigen und stärkten uns erst einmal bei McDonalds für den weiteren Tag. Bereits hier stellten wir fest, dass Slowenien nicht in allen Dingen günstig war. Ein Essen bei McDonalds erschien uns teurer als in Deutschland.

Von McDonalds aus ging es über die Fußgängerzone zum Tromostovje, einem Platz, von dem drei Brücken auf die gegenüberliegende Seite des Flusses führen.

Von hier aus hatte man einen herrlichen Blick auf die Festung und den Fluss Ljubljanica. Wir gingen durch die Altstadt und während Elli am östlichen Flussufer zurückging, in der Hoffnung ein Reisepräsent zu finden, wählten Sönke und ich das westliche Ufer.

Wieder am Tromostovje warteten wir auf Elli und genossen den Blick über die Prachtbauten am Platz. Gleichzeitig wurden wir Zeuge, wie eine Sitznachbarin eine Geldbörse fand, die ein Tourist augenscheinlich verloren hatte, als er vor uns auf der Bank saß.

Nachdem Elli wieder zu uns gestoßen war, ging es zurück zur Slovenska Cesta, da sich an dieser Straße die Bushaltestellen befanden. Bei einem Blick in den Stadtführer stellten wir fest, dass nicht weit entfernt Reste der alten römischen Befestigung, Rimski Zid genannt, befanden. Kurz entschlossen machten wir uns auf zu einer Besichtigung und stellten fest, dass diese geschichtsträchtigen Bauwerke hier keinerlei Beachtung fanden.

Danach ging es zur nahen Bushaltestelle und zurück zum Campingplatz, wo wir erst einmal duschten und uns danach ein ausgiebiges Abendessen vor dem Wohnmobil gönnten.

Am nächsten Tag sollte es nach Ungarn, dem eigentlichen Ziel unserer Tour weitergehen. Nachdem wir entsorgt hatten, folgten wir der A 1 bis Maribor durch eine Landschaft, die immer mehr an Österreich erinnerte. Von Maribor aus geht über die A 5 weiter in Richtung Ungarn. Auf Höhe der Ausfahrt Lendava entschließen wir uns noch kurz zum Einkaufen abzufahren und fahren einen nahen Hofer (Aldi) an, wo wir das Notdürftigste einkaufen. Danach geht es auf die Autobahn zurück und kurz vor der Grenze nach Ungarn, auf dem Rastplatz Pince, tanken wir auf und kaufen uns die Autobahnvignette für Ungarn.

Unmittelbar hinter Grenze, nachdem der ungarische Teil der Autobahn einspurig geworden ist, machen wir auf einem Parkplatz unsere Mittagspause.

Die am Parkplatz aufgestellten Hinweisschilder sind nicht gerade vertrauensbildend und veranlassen uns zügig weiterzufahren. Wir folgen der M 70 bis zur M 7 und fahren auf dieser in östliche Richtung weiter in Richtung Balaton. Auf Höhe Balatonkeresztür können wir das erste Mal einen Blick auf den Plattensee werfen. Es geht dann auf der Autobahn weiter und kurz vor der Ausfahrt Siofok machen wir noch einen kurzen Stopp, um den Navi endgültig zu programmieren, da Elli sich bezüglich des Campingplatzes schlüssig geworden war.

Die Fahrt durch Siofok zu dem Campingplatz weckte keinerlei Erinnerungen bei uns. Obwohl ich bereits zweimal in Siofok war und eigentlich über ein gutes Ortsgedächtnis verfüge, konnte ich mich an nichts erinnern. Der Campingplatz Balatontourist war schnell gefunden – Dank des Navi, ansonsten wäre es schwierig geworden. Entgegen aller üblichen Gepflogenheiten mussten wir uns diesmal zuerst einen Platz suchen und erst, wenn wir diesen vorweisen konnten, durften wir uns anmelden. Elli und Sönke machten sich auf die Suche und wurden in Ufernähe fündig. Die Plätze berechneten sich nach Größe und wir hatten einen guten und günstigen Platz gefunden. Wenigstens ein Lichtblick. Die Sanitäranlagen waren es jedenfalls nicht.

Nachdem wir alles erledigt hatten, ging es erst einmal zum Baden an den Balaton. Durch ein nahes Tor konnten wir das Campingplatzgelände verlassen und befanden uns direkt am Badestrand. Für Sönke war es wirklich ungewöhnlich, wie weit man herausgehen musste, bis man endlich schwimmen konnte. Elli und ich kannten dies ja bereits. Nachdem wir bei leicht bewölktem Wetter und 27 Grad Lufttemperatur (gefühlte 40 Grad ansteigend) so unsere Zeit verbrachten hatten, ging es dann in die spartanischen Wellblechduschen zum Duschen. Danach wollten wir eigentlich in die Stadt zum Essen aufbrechen und ich hatte bereits die Fahrräder abgeladen, als es zu regnen anfing. Es schien der erste Regentag seit langem zu sein, da unsere Zeltnachbarn lediglich ihr Innenzelt aufgebaut hatten und nun auf die Schnelle das wasserdichte Außenzelt aufbauten. Wir setzten uns derweil unter die Markise und warteten das Ende des sintflutartigen Regens ab. Als  der Regen nachließ, hatte auch unsere Lust zu einem Ausflug in die Stadt nachgelassen. Stattdessen bleiben wir am Wohnmobil und machten uns hier einen schönen Abend. Besonders genossen wir den Blick auf das Gewitter, das mittlerweile über dem Balaton wütete.

Am nächsten Morgen waren wir früh raus. Bereits um 07.00 Uhr machte ich mich zum Brötchen holen fertig, als es wieder anfing zu regnen. Bei strömenden Regen war ich unterwegs zum Supermarkt und musste dabei den seeähnlichen Pfützen auf dem Platz ausweichen. Am Supermarkt musste ich erst einmal warten, bis die Brötchen angeliefert wurden. Mit der Pünktlichkeit nahm man es nicht so genau, aber ist ja auch egal, war ja Urlaub.

Nachdem ich mit meinen Brötchen zurück am Platz war, hatte es etwas nachgelassen mit dem Regen, sodass ich die Gunst der Stunde nutzte und die Fahrräder wieder auf das Wohnmobil lud. Nach dem Frühstück, wir hatten uns mittlerweile entschlossen weiterzufahren, bauten wir den Rest ab. Mit dem Abbau des Stroms und der Markise war das ja nicht viel, aber da es im strömenden Regen erfolgte, war es nicht gerade schön. Beim Bezahlen des Platzes erwähnte die nette Dame von der Rezeption noch, dass sich das Wetter nun über mehrere Tage so halten soll und es auch in Budapest stark regnet.

Wir fuhren dann erst einmal auf die Autobahn M 7 in Richtung Budapest und machten kurz vor Szekesfehervar eine Pause, um die weitere Fahrtstrecke zu besprechen. Da Budapest bei Regen nicht wirklich Sinn für uns machte, beschlossen wir erst einmal in Richtung Österreich zu fahren und dann weiter zu sehen. Wir fuhren über die 81 in Richtung M 1. Die Fahrt war zeitintensiv und auf Grund des Regens auch anstrengend.

Erst kurz vor der M 1 besserte sich das Wetter etwas und die Sonne ließ sich ab und zu blicken. Leider reichte das nicht aus, um die Luft wieder richtig aufzuwärmen, sodass wir an einer Raststätte an der A 1 erst einmal halt machen und uns wärmere Klamotten und Schuhe anziehen. Gleichzeitig setze ich die ungarischen Forinth, die ich am Abend zuvor eintauscht hatte, um, indem ich die österreichische Vignette und Zigaretten kaufte.

In Nickelsdorf ging es dann über die Grenze nach Österreich. Unmittelbar danach folgte eine neuerliche Fahrtunterbrechung, da wir uns über das nächste Reiseziel einig werden mussten. Zur Auswahl stand eine Fahrt an den Neusiedler See oder noch einmal eine Städtetour nach Wien. da das Wetter immer noch unangenehm kühl und windig war, fiel unsere Wahl auf Wien. Diesmal sollte es aber der Campingplatz Neue Donau sein, auf dem wir unterkommen wollten. Schnell war der Navi programmiert und führte uns fast fehlerfrei dorthin. Bis heute konnten wir nicht klären, ob der eine Fehler auf Grund der Ignoranz des Fahrers oder einer falschen Anweisung des Navi entstand. Die Meinungen dazu gehen auseinander.

Auf jeden Fall fanden wir den Campingplatz letztendlich und konnten auch gleich einen Stellplatz suchen. Nachdem wir uns eingerichtet hatten, ging es gleich zu Fuß in Richtung U-Bahn-Station. Von hier aus nahmen wir die Linie U2 in die Stadt. Am Museumsquartier stiegen wir aus und durch die Hofburg zum Michaelerplatz.

Von dort aus folgten wir kleineren Gassen bis wir zur Besichtigung der Grabstätten der Habsburger kamen. Die ersparte ich mir und wartete vor der Tür, während Elli und Sönke etwa eine Stunde in dem Museum zubrachten.

Danach spazierten wir weiter in Richtung Fußgängerzone und bei sonnigem Wetter bis zum Stephansdom.

Nachdem wir diesen einmal umrundet hatten, ging es über die Wollzeile und Postgasse, die durch die typischen Wiener Hinterhäuser in Richtung Donauufer. Dem folgten wir bis zu Aspembrücken und überquerten dort die Donau. Danach ging es über die Praterstraße direkt zum Prater. Hier reichte uns diesmal eine Besichtigung von außen, sodass wir den Wiener Prater nicht weiter besuchten.

Nach einem Sonnenbad auf der Wiese unterhalb des Riesenrades ging es von der nahen U-Bahn-Station aus zurück zum Campingplatz. Dort angekommen nutzten wir das freie WLAN, um uns für unsere weiter Fahrt fit zu machen. Das Abendessen genossen wir im Wohnmobil. An ein Sitzen vor dem Mobil war auf Grund des Windes nicht zu denken.

Am nächsten Morgen ging es dann, nachdem wir noch schnell entsorgt hatten, früh weiter. Bereits um 05.30 Uhr hatte es zu regnen begonnen und bisher nicht nachgelassen. Nachdem wir noch schnell getankt hatten, die Großstadt Wien war da entsprechend günstig, fuhren über die verschiedenen Autobahnstrecken aus Wien heraus. Trotz des morgendlichen Berufsverkehrs kamen wir in keine nennenswerten Verkehrsstaus, sodass unsere Fahrt zügig voran ging. Über die A1 und A8 ging es an Linz vorbei zur BAB 3. Elli war mittlerweile voll in der Suche nach einem Ziel aufgegangen. Als Fernziel hatten wir mittlerweile den Spreewald auserkoren, da die Wettervorhersage hier vielversprechend war. Als Nahziel hatte Elli die Ortschaft Schwandorf in der Oberpfalz ausgemacht. Bevor wir den Stellplatz auf der Festwiese anfuhren, kauften wir noch schnell das Nötigste ein.

Vom Stellplatz aus war es ein kurzer Fußmarsch in die Stadt. Zunächst besichtigten wir noch eine nahe Wasserkunst, bevor wir bei einem bayerischen Bier und einer Sprudel im nahen Biergarten im Stadtpark ausspannten und uns vom Fahrstress erholten.

Danach ging es den Ortskern, den wir unter das Motto „klein aber fein“ stellten.

Den Abschluss fand unsere Besichtigung mit einem Besuch der Eisdiele am Marktplatz. Während wir unser Eis genossen, fing es dann zu regnen an. Der Wolkenbruch war derart sintflutartig, dass uns die Bedienung, die unser Dilemma erkannte, einen Regenschirm anbot. Wir lehnten dankend ab und warteten stattdessen, dass der Regen etwas nachließ. Danach ging es bei leichtem Regen zum Wohnmobil zurück.

Zum Abendessen ging es dann noch einmal in die Ortschaft hinein. Nachdem wir mehrere Lokale angeschaut hatten, fiel unsere Wahl auf die Gaststätte Schmidtbräu am Marktplatz. Gerade hatten wir in der Außenbestuhlung Platz genommen, als es wieder anfing zu regnen. Diesmal war es zwar nicht ganz so schlimm, trotzdem trieb es uns nach drinnen. Nach einem guten Essen ging es dann zurück zum Wohnmobil.

Am nächsten Morgen ging ich dann Zeitung und Brötchen besorgen, bevor es weiter ging. Zunächst hatten wir einige Sorgen, dass uns der aufgeweichte Rasenboden die Abfahrt erschweren könnte. Dies bestätigte sich Gott sei Dank nicht. Über die BAB 93 und BAB 72 geht es in Richtung Spreewald. Ab Dresden auf unserer Fahrt auf der BAB 13 holt uns dann der Regen wieder ein Elli hat mittlerweile schon einen geeigneten Campingplatz ausgemacht, der zentrumsnah zum Spreewaldhafen in Lübbenau liegt, und telefonisch reserviert.

Gegen Mittag kommen wir am Spreewald Camping-Caravan Dammstraße an. Im Regen wird uns schnell unser Platz zugewiesen und wir bauen auf. Nachdem die Markise ausgekurbelt ist, halten wir uns draußen auf und warten das Ende des Regens ab. Als es soweit ist, machen wir uns auf den Weg zum Spreehafen. Dort angekommen frischt der Wind merklich auf und ich mache mir ernsthaft Gedanken um unsere Markise, sodass ich zurück gehe und sie reinkurbele. Hierbei stelle ich fest, dass meine beiden Mitreisenden auch die Garagentüren offen gelassen haben.

Vom Spreehafen aus geht es dann zum Schlossbezirk, wo gerade ein OpenAir-Event vorbereitet wird und über de Kirchplatz zurück. Während unseres Marsches haben wir dann gleich die Zeit genutzt und Spreewälder Spezialitäten fürs Abendessen eingekauft.

Zum Frühstück am nächsten Morgen hole ich die Brötchen in einem Hotel auf der gegenüberliegenden Straßenseite. Danach machen wir uns fertig und fahren bei strahlendem Sonnenschein, aber nur mittelmäßigen Temperaturen mit dem Fahrrad los. Zunächst geht es über den Gurkenradweg in Richtung Leipe.

Von dort aus geht es weiter nach Burg im Spreewald. Hier bummeln wir etwas über den dort stattfindenden Kunstmarkt, bevor es zum Bismarckturm weitergeht.

Elli und Sönke besteigen den Turm, während ich mich unten mit dem Angebot der Lokalität vertraut mache. leider müssen sie vollen Eintritt zahlen, da man uns am Campingplatz die Kurkarte vorenthalten hatte.

Bei einem Kaltgetränk besprechen wir die weitere Tour und entscheiden uns für eine Strecke am Südumfluter und Leineweberfließ entlang. Durch Burg geht es zurück bis zur Straße Am Leineweber. In diese biegen wir ein und folgen der Strecke am Kanal entlang. In den ruhigeren Ecken begegnen uns dann Störche, die in den feuchten Wiesen auf Nahrungssuche sind.

Vom Südumfluter aus wollten wir eigentlich an der Mühle Dubkow, in der dortigen Gaststätte, einkehren. Leider fanden wir diese nicht und kamen irgendwie vom rechten Weg ab, sodass wir letztlich im Spreewaldhof Leipe die Gaststätte Fischerstübchen für unsere Mittagsrast auswählten.

Bei Plinse mir Zimt und Zucker ließen wir es uns gut gehen, bevor wir uns auf die letzten Kilometer zum Campingplatz machten. In Lübbenau informieren wir uns noch kurz über die Leihgebühren für Kanus, da wir das am nächsten Tag machen wollen.

Am Campingplatz widme ich mich dann dem defekten Fahrlicht, das wir beim Einparken am vorherigen Tag festgestellt hatten. Dazu musste ich mit dem Fahrrad zu einer acht Kilometer entfernten Tankstelle fahren, um ein Leuchtmittel zu erhalten. Danach muss nur noch der Scheinwerfer oder der halbe Kühlergrill abgebaut werden, um an die Lampenfassung zu kommen. Wirklich wartungsfreundlich, was Fiat so baut.

Elli und Sönke besuchen derweil das Erlebnisbad Spreewelten, wo, wenn man der Werbung glaubt, mit Pinguinen geschwommen werden kann. Mittlerweile hat Elli auch eine Kurkarte erkämpft, sodass der Eintritt billiger ist. Als beide zurück sind, gehen Elli und ich zum Hotel auf der gegenüberliegenden Straßenseite. Die haben eine Happy Hour, die wir genießen wollen. Als wir feststellen, dass dieses Angebot auch für das Abendessen gilt, rufen wir Sönke an und bestellen ihn zum Lokal, wo wir dann ein wirklich günstiges und auch gutes Abendessen zu uns nehmen.

Am nächsten Morgen konnten wir erstmals etwas länger schlafen. Keine Kuh, die uns weckte, wie am Vortag. kein Verkehrslärm. Nach dem Frühstück packten wir unsere Sachen und gingen zum Bootsverleih Richter, wo wir uns ein Einerkajak für Sönke und ein Doppelkajak für Elli und mich mieteten. Das mit dem Doppelkajak war am Anfang keine so gute Idee, da Elli und ich lange brauchten, bis wir im Einklang vorankamen. Sönke preschte in seinem Einer immer wieder vor und zurück, da er wesentlich schneller war.

Wir fuhren zunächst bis nach Leipe, wo wir wieder einmal in der Gaststätte Fischerstübchen eine Rast einlegten. Danach sollte es über den Hauptfließ zum Museumsdorf Lehde gehen. Leider erwischten wir eine Abzweigung falsch und fuhren über mehrere kleine Fließe. Letztlich folgten wir den Spreewaldkähnen, um nach Lehde zu gelangen.

Hier war auf den Fließen richtig viel los und man musste sich einreihen, um überhaupt voran zu kommen. In Lehde legten wir dann noch einmal an und machten im Biergarten der Gaststätte Kaupe No 6 eine Pause, bevor es die kurze Strecke zum Bootsverleih zurückging. Von dort aus ging es zunächst noch einmal in den Spreewaldhafen, wo sich Elli einen Eierbecher gönnt und Sönke schon einmal eine Pommes isst, um den größten Hunger zu bekämpfen.

Auf dem Rückweg zum Campingplatz finden wir noch den Hinweis auf eine Minigolfanlage und kurz entschlossen statten wir ihr einen Besuch ab. Sönke gefällt das zunächst gar nicht und so spielt er auch. erst nach einem ermahnenden Gespräch kommt er wieder etwas runter und hat auch etwas Spaß.

Elli spielt uns beide auf jeden Fall auf dieser recht guten Anlage in Grund und Boden.

Für das Abendessen nehmen wir wieder das Happy Hour Angebot des nahen Hotels in Anspruch.

Am nächsten Tag beschließen wir dann einvernehmlich nach Hause zu fahren. Zunächst müssen wir jedoch noch tanken und machen uns auf die Suche nach einer Tankstelle. Wir finden lediglich eine abgelegene Kartenzapfsäule in einem Industriegebiet, wo wir gerade soeben beim Volltanken unterhalb des Höchstbetrages bleiben.

Danach geht es auf die Autobahn und über die AB 13 bis nach Berlin. Von dort über die AB 10 auf die BAB 2, der wir bis Peine folgen. Von dort geht es über die B 494 bis nach Harsum, wo wir gegen 14.00 Uhr glücklich eintreffen.

Insgesamt haben wir in diesem Urlaub 3477 Kilometer in fünf Ländern zurückgelegt.

Istrien mit Unfall

Sommer 2010

( Harz und Kroatien )

(13.07.2010 –  31.07.2010)

Die Planung für den Sommerurlaub 2010 war recht schnell abgeschlossen, nachdem wir festgestellt hatten, dass die Jungnickels zur gleichen Zeit Urlaub hatten und sich in Kroatien aufhielten. Wir beschlossen uns wieder einmal dort auf dem Campingplatz Valalta zu treffen.
Die eigentliche Planung sah vor, dass sie am Freitag dem 09.07.2010 den Wohnwagen von ihren Eltern übernehmen und wir dann am 13.07.2010 losfahren und einen Tag später dazukommen. Da jedoch Oma Edith 90 Jahre alt wurde, hatten wir noch eine Verpflichtung. Diese wurde letztlich auf den Sonntag, den 18.07.2010 terminiert, sodass wir diesen Tag als unseren Abreisetag in Richtung Kroatien festlegten. Da wir jedoch bereits ab dem 13.07. Urlaub hatten, beschlossen wir die Zeit vorher in Deutschland zu nutzen. Schnell war, auch wegen des heißen Wetters, der Harz als Ziel auserkoren. Direkt nach der Frühschicht ging es los. Erstes Ziel war der Stellplatz an der Schützenwiese in Braunlage. Dieser liegt zwar etwas oberhalb des Ortskerns, aber dafür sehr ruhig und idyllisch. Gegen halb Fünf hatten wir dort aufgebaut und bummelten erst einmal in die Stadt hinunter. Nach einem Eis suchten wir eine Lokalität für das Abendessen. Da wir im Ort nicht fündig wurden, nahmen wir das Angebot des Restaurants Hubertushöhe direkt neben dem Stellplatz in Anspruch. Neben den 3 Euro Vergünstigung für Stellplatzgäste gab es auch noch gutes Essen. Insgesamt eine gute Wahl. Nach dem Abendessen setzten wir uns noch etwas vors Mobil, bis uns die kleinen schwarzen Käfer, die uns den gesamten restlichen Urlaub in Deutschland verfolgen sollten, ins Wohnmobil trieben, wo wir dann auch gleich zu Bett gingen.  Bereits am Abend vorher hatten wir beschlossen, noch einen Tag in Braunlage zu stehen und das gute Wetter zum Wandern zu nutzen. So machten wir es dann auch. Nachdem wir um kurz nach acht aufgestanden waren und gefrühstückt hatten, ging es um 10.00 Uhr in Richtung Wurmberg.

Die Wanderung zum Gipfel führte uns an den unteren und oberen Bodewasserfällen vorbei.

Nach knapp 3 Stunden hatten wir die acht Kilometer bis zum Gipfel geschafft. Hier ging es erst einmal ins Restaurant, nachdem wir zuvor ein Gruppenfoto mit dem Brocken im Hintergrund gemacht hatten.

Nach der ausgiebigen Rast in der Gaststätte ging es zunächst über einen Trampelpfad den Hang hinunter. Dieser war recht steil und steinig und führte direkt neben der Skisprungschanze entlang. Danach wurde der Weg deutlich besser und wir folgten der Skipiste in Richtung Tal. Dabei führte uns unser Weg über die Punkt Bratwurst und Mittelstation bis zur Talstation. Sönke wollte zwar zwischendurch immer mal wieder die Gondel in Richtung Tal nehmen, ließ sich dann aber doch immer wieder davon abbringen.

In Braunlage angekommen, ging es dann noch einmal auf ein Bier in die Gaststätte Puppe’s. Danach ging Elli zum Stellplatz zurück und Sönke und ich gingen noch kurz für das Abendessen Einkaufen. Nachdem das alles geschafft war, relaxten wir am Wohnmobil. Nach dem Abendessen fand dann das erste Trionimos-Duell statt, das Elli für sich entscheiden konnte.

Am nächsten Morgen sind wir dann wieder um kurz nach acht aus dem Bett. Diesmal sollte es auf jeden Fall weitergehen, sodass wir das Wohnmobil abbauten. Nachdem wir den Betrag für den Strom (6 kWh für zwei Tage) entrichtet hatten, ging es los. Als erstes Ziel hatten wir uns Stolberg an der deutschen Fachwerkstraße herausgesucht. Um Sönke auch etwas zu bieten wollten wir mal schauen, ob eine Fahrt mit der Harzer Schmalspurbahn möglich war. Dazu ging es erst einmal zum Bahnhof in Sorge. Dort kamen wir gegen 10.00 Uhr an und stellten fest, dass die Eisenbahn um 10.15 Uhr abfuhr, jedoch nur in Richtung Wernigerode. Das war zwar die entgegen gesetzte Richtung, aber dazu hatten wir ja ein Wohnmobil, sodass wir die weitere Planung schnell umstellten und Wernigerode als Übernachtungsziel auswählten.

Während ich mit dem Wohnmobil zum Stellplatz fuhr, nutzten Elli und Sönke die Eisenbahn. Treffen wollten wir uns dann am Bahnhof. Die Fahrt mit dem Wohnmobil über Königshütte und Elbingerode war mit Sicherheit ebenso idyllisch wie mit der Schmalspurbahn durch den Harz. Erst in Wernigerode schien ich zu verzweifeln. Der Navi kannte zwar den Stellplatz, wollte mich aber partout nicht dahin führen. Folgte ich den Schildern, fuhr ich augenscheinlich im Kreis. Nachdem ich den einen Kreisverkehr dreimal durchfahren hatte, holte ich mir Hilfe von außerhalb. Ein Parkplatzeinweiser wies mir den Weg und lieferte auch gleich die Erklärung für die Verkehrsführung. Wernigerode hatte den Altstadtkreisel mittlerweile durch ein Tunnelsystem ersetzt, aber die Beschilderung noch nicht hundertprozentig angepasst.

Nach der Wegbeschreibung war der Stellplatz Am Katzteich schnell gefunden. Hier konnte man für 5 Euro die Nacht stehen. Zugang erhielt man über ein Schrankensystem und Strom erhielt man über für einen Euro die kWh aus einer Stromsäule. Nun ging es nur noch Elli und Sönke wieder zu treffen. Ihre Ankunftszeit war auf 11.45 Uhr festgelegt. Bei mir tauchten leichte Irritationen über den Zielbahnhof auf, sodass ich zunächst zum Bahnhof Westerntor ging, um mich dann doch für den Hauptbahnhof zu entscheiden, wo ich fast zeitgleich mit ihnen eintraf. Gemeinsam ging es dann gleich in die Altstadt. Na ja, fast gleich. Erst einmal musste Elli wieder zum Wohnmobil zurück, da sie ihre Tabletten vergessen hatte. Nachdem sie das erledigt hatte, ging es dann los.

Bei mörderischen Temperaturen fiel der Altstadtbummel entsprechend kurz aus und war bereits nach einem kurzen Snack bei Subway gegen 15.00 Uhr beendet. Statt weiter Kultur wollten wir lieber das örtliche Schwimmbad besuchen, was wir dann auch taten. Gegen 18.00 Uhr beendeten wir den erfrischenden Schwimmbadbesuch.  Nach dem Abendessen gönnten wir uns dann erneut eine Partie Trionimos. Diesmal ging ich als Sieger vom Tisch. Mit Ende des Spiels fand Sönke einen Partner für eine Partie Federball. Wie Jungen so sind, wechselten die beiden nur die nötigsten Worte, sodass wir noch nicht einmal den Namen des Jungen kennen.

Am nächsten Morgen ging es dann erst einmal zum nahen Kaufland, wo wir die restlichen Lebensmittel einkauften. Danach noch ein kurzer Stopp bei ATU. Wir hatten zwischenzeitlich festgestellt, dass wir die Warntafel für den Fahrradträger vergessen hatten und wollten uns vorsichtshalber eine neue besorgen. Der kompetente Mitarbeiter fragte mich nur kurz, ob ich die kostengünstige Variante wollte. Als ich dies bejahte, holte er ein italienisches Modell aus dem Lager. Zu meiner Überraschung lag der Preis bei lediglich 4,99 €. Ich hatte mit wesentlich mehr gerechnet. Als ich dies zum Ausdruck brachte, bot mir der Verkäufer ein deutsches Modell für knapp 60 € an, das ich dann jedoch dankend ablehnte. So ausgerüstet ging es dann wieder in de Ostharz hinein. Als Route hatte ich die Strecke über Königshütte ausgewählt, um auch den Rest der Familie in den Genuss der idyllischen Landschaft zu bringen. Von dort aus ging es dann über Nebenstrecken nach Stolberg im Harz.

Wir stellten uns gleich auf den Parkplatz am Ortsrand und gingen zu Fuß in den Ortskern. Die Ortschaft begeisterte uns mit ihren alten, gut restaurierten Fachwerkbauten. Wir gingen in knapp einer Stunde die Stadt ab und beendeten unseren Besuch mit einem Eis.

Nun ging es über Nordhausen in Richtung Bad Sachsa. Hier wollten wir auf dem Stellplatz am Kurpark stehen. Bei unserem Eintreffen mussten wir umplanen, da der Platz mit dem Schützenfest belegt war und in dieser Zeit von Wohnmobilen nicht genutzt werden konnte. Nach einigem Hin und Her einigten wir uns auf einen Campingplatz in Osterode am Harz. Dort angekommen parkten wir das Wohnmobil auf dem Schotterplatz und nachdem Elli die Anmeldeformalitäten erledigt hatte, ging es in die Platzgaststätte auf ein Hefeweizen. Wieder spielten wir zum Zeitvertreib Trionimos. Diesmal zog uns Sönke regelrecht aus und gewann ein Spiel nach dem anderen.

Als wir diesem Überdrüssig waren, fuhren wir mit den Fahrrädern in die Stadt. Bis zur ersten Kreuzung war der Weg einfach. Danach mussten wir uns für eine von drei Möglichkeiten entscheiden. Unsere Wahl führte uns am Polizeirevier vorbei, wo wir uns die Richtigkeit unseres Weges noch schnell bestätigen ließen und auch gleich mal nach einem guten Restaurant fragten. Leider war der Wachhabend nicht Willens uns eine Antwort auf die zweite Frage zu geben, sodass wir selbst suchen mussten. Die Fußgängerzone von Osterode am Harz war um diese Zeit, es war kurz vor halb sieben, bereits wie ausgestorben. Schnell kauften wir noch eine Glückwunschkarte für Edith und machten uns dann auf die Suche nach einem Restaurant. Leider war die Auswahl nicht so groß wie erwartet. Zudem hatte sich Sönke ein chinesisches Essen in den Kopf gesetzt. Als wir letztendlich ein griechisches Lokal fanden, passenderweise hieß es auch noch ‚Der Grieche‘, hatten Elli und ich unsere Wahl getroffen. Sönke überzeugten wir nicht, sondern mussten totalitär bestimmen.

Das Lokal war bereits gut gefüllt und die verbliebenen Plätze reserviert. Trotzdem schaffte man noch Platz für uns und wir konnten bestellen. Auf Grund der Hitze entscheiden wir uns für Seniorenteller, die im Nachhinein betrachtet, vollkommen ausreichend und sehr gut waren. Nach dem Essen ging es zum Campingplatz zurück. Elli und Sönke hüpften noch kurz in den Pool, was ich dann auch tat, nachdem ich die Fahrräder wieder aufgeladen hatte und feststellen musste, dass man noch nicht einmal kalt duschen konnte. Elli und Sönke verbrachten dann den Abend mit Fernsehen, während ich vor dem Mobil saß und las.

Am darauffolgenden Morgen holte Elli die Brötchen ab und wir frühstückten erst einmal. Mit der Abfahrt ließen wir uns Zeit, da als nächstes Ziel Göttingen angesagt war und die Entfernung dahin übersichtlich war. Als Anfahrtstrecke wählten wir zunächst die B 241, die noch keiner von uns gefahren war und landschaftlich sehr schön war. Ab Northeim ging es dann auf der Bundesstraße 3 weiter. Der Stellplatz Eiswiese in Göttingen war gut ausgeschildert und leicht zu erreichen. Dort angekommen, war auch noch ausreichend Platz vorhanden, sodass wir fast frei wählen konnten. Ich wählte einen Stellplatz nahe einem Stromautomaten und mit vorteilhafter Neigung für unser Mobil, sodass wir uns nur noch an den Strom anschließen mussten. Leider stellte ich mich auch an den einzigen Baum weit und breit, was einen Fernsehempfang unmöglich machte, wie wir später feststellten.

Da es bereits beim Einparken leicht zu regnen begann, besuchten wir das Erlebnisbad Eiswiese zuerst. Das Preis-Leistungsverhältnis für das Schwimmbad war angemessen und es verfügte sogar um ein richtiges Schwimmbecken, wo man ein paar Bahnen schwimmen konnte. Gegen 14.30 Uhr war unser Besuch beendet und wir fuhren  mit den Fahrrädern in die Göttinger Innenstadt. Unser Bummel durch die Stadt, der auch zu Sönkes Freude eine Mahlzeit bei einem chinesischen Schnellimbiss beinhaltete, dauerte etwa drei Stunden. In dieser Zeit schafften wir es, Sönke auch vom Vorteil der Zehenlatschen zu überzeugen, die wir ihm kauften. Am Platz zurück, ging es dann auf ein Hefeweizen in ein nahes Restaurant mit Außenbestuhlung. Hier gönnten wir uns wieder Trionimos als Zeitvertreib. Wieder einmal spielte uns Sönke an die Wand, sodass es uns langsam unheimlich wurde. Den Rest des Nachmittags verbrachten wir am Wohnmobil und nach dem Abendessen probierten wir noch einige andere Spiel aus, die uns aber nicht so viel Spaß bereiteten wie Trionimos. In dieser Zeit fing es auch an wolkenbruchartig zu regnen. Das Ganze dauerte zwar nicht lange, reichte aber aus, um den Platz unter Wasser zu setzen. Früh ging es dann ins Bett, um für den nächsten Tag fit und ausgeruht zu sein.

Eigentlich wollten wir am nächsten Tag richtig ausschlafen, da wir uns ja das Frühstück auf Grund des bevorstehenden Brunchs sparen konnten. Daraus wurde leider nichts. Bereits um kurz nach acht waren Elli und ich wach und machten uns fertig. Gegen halb neun weckten wir dann Sönke und nahmen unser spärliches Frühstück, bestehend aus Kaffee und einem Joghurt, ein. Dabei beobachteten wir, wie die Schlange an der Entsorgungsstation nicht abreißen wollte. Um 09.15 Uhr tat sich eine Lücke auf, die wir sogleich nutzten, sodass wir unmittelbar nach einem Norweger beginnen konnten. Schnell war das Abwasser abgelassen und die Toilette entleert und es ging weiter. Der Navi führte uns zielgenau zu Gabi und Horst. Pünktlich waren wir auch, nur ein Brunch gab es nicht. Edith hatte das wohl falsch verstanden. Am frühen Nachmittag sollte gegrillt werden. Aus Rücksicht auf uns, fing man dann aber doch bereits gegen 12.00 Uhr an, den Grill anzuheizen. Der Familienevent als solcher war sehr nett, da man sich mal wieder ausgiebig mit allen unterhalten konnte. Sönkes Klarinettenständchen kam auch gut an. Letztlich machten wir uns um kurz nach ein Uhr auf unseren Weg in Richtung Kroatien und wurden darum von einigen beneidet.

Unschlüssig über die zu fahrende Strecke, das leidige Thema A 9 oder A 7 kam wieder auf, ließen wir den Navi entscheiden. Diese Entscheidung wurde allerdings dadurch beeinflusst, dass wir zunächst in Richtung der Autobahnausfahrt Göttingen-Dransfeld fuhren, um noch einmal voll zu tanken. Der Kilometerstand des Wohnmobils hatte zum Zeitpunkt der Abfahrt 52.186 Kilometer gezeigt. Die folgenden 1156 Kilometer sollten wir nach dem Navi bis morgens um 6 Uhr bewältigt haben. Uns so ging es dann los. Zunächst auf die A 7 in Richtung Süden. Da kein Stau war und der Verkehr zwar dicht, aber auf Grund der fehlenden Lkw übersichtlich war, ging es ab Drammetal auch auf der A 7 weiter. Wir kamen zügig voran und als die A 5 abzweigte, fiel auch eine Menge Verkehr ab, sodass das Fahren richtig angenehm wurde. Bereits ab Kassel zeigte der Navi Verkehrsstörungen auf der A 3 in Richtung Nürnberg an. Das veranlasste uns, auf Höhe Schweinfurt auf der A 70 weiterzufahren. Hier übernahm Elli dann das Steuer und führte uns dann weiter ab Nürnberg auf die A 3 in Richtung Straubing. Wir wollten wieder die B 20 fahren, da auch auf der A 8 zwischen München und Salzburg der übliche Reiseverkehr mit Verkehrsstörungen angesagt war.

An der A 3, Ausfahrt Parsberg, gönnten wir uns dann noch ein Abendmahl bei McDonalds und tankten das Wohnmobil noch einmal voll, um die Strecke bis Salzburg dann durchfahren zu können. Es ging dann auch zügig weiter. Auf der B 20 hielt uns lediglich eine kurze Umleitung etwas auf, führte uns jedoch wieder auf die Strecke zurück. Schnell war auch Burghausen erreicht, wo wir gewohnheitsmäßig wieder in den Ort abbogen und die Gefälle- und Steigungsstrecken auf uns nahmen. Diesmal wurden wir mit einem wunderbaren Blick auf die beleuchtete Burganlage entlohnt. Kurz vor der Staatsgrenze nach Österreich dann noch einmal leichte Irritationen, verursacht durch den Navi, der uns von der B 20 wegführen wollte. Wir missachteten ihn einfach und fuhren dann über die übliche Strecke in Salzburg ein. Da uns die Öffnungszeit der Tankstellen nicht geläufig war und es mittlerweile 23.00 Uhr war, wählten wir die erste geöffnete zum Tanken und Erwerb einer Vignette aus. Der Diesel kostete hier 1.07 €, das waren immerhin 17 Eurocent weniger wie in Deutschland. Die nächste Tankstelle, etwa einen Kilometer weiter zeigte uns dann jedoch, dass es noch billiger ging. Hier kostete der Liter Diesel nur 0.99 €. Beim nächsten Mal erinnern wir uns hoffentlich daran.

Der Rest der Fahrt durch Österreich verlief ereignislos. Eine Mautvignette für Slowenien erwarben wir am Kassenhäuschen für den Tauerntunnel und auf fast jeder Tankstelle gönnte ich mir einen Kaffee, um den Rest der Nachtfahrt fehlerfrei zu überstehen. Elli leistete mir noch bis nach dem Karawankentunnel Gesellschaft und legte sich dann zu Sönke zum Schlafen. Hatte der Verkehr in Österreich schon bedenklich nachgelassen, war es in Slowenien noch weniger. Auf der Anfahrt nach Ljubljana hatte ich ganze Streckenabschnitte für mich allein. Einziger Lichtblick war eine groß angelegte Polizeikontrolle an einer ehemaligen Mautstation. Ab Ljubljana wurde es dann noch trostloser. Hier herrschte teilweise noch nicht einmal Gegenverkehr. Immerhin traf ich an den langgezogenen Steigungen dann immer mal wieder auf Lkws, die diese nur im Schritttempo bewältigten.

Um kurz vor 04.00 Uhr erreichten wir dann Koper. Auf der Fahrt durch die Stadt gesellte sich dann Sönke wieder zu mir, da er nicht mehr schlafen konnte. Auf der kurvenreichen Strecke in Richtung Grenze leistete er mir Gesellschaft, während Elli hinten seelenruhig schlief. Die Grenze passierten wir ohne lange Wartezeit und setzten dann den Rest unseres Weges in Kroatien fort. Bereits auf dem ersten Kilometer stellten wir fest, dass am Straßennetz großzügig gebaut worden war. Gleich nach der Steigung an der Grenze erwartete uns nun ein Kreisverkehr, der direkt auf die Autobahn führte. Diese war zwar in ihrer gesamten Länge einspurig, dies aber weil die Gegenfahrbahn mittlerweile auch zweispurig eingerichtet wurde.

Schnell erreichten wir Rovinj. Unmittelbar davor leistete uns nun auch Elli Gesellschaft, die aufgewacht war.  Am Campingplatz Valalta kamen wir um 05.15 Uhr, also nach knapp 16 Stunden Fahrt an. Die Tore waren natürlich noch zu, sodass wir uns erst einmal ins Bett legen wollten. Mir gelang dies jedoch nicht. Ich ging also wieder vor das Mobil und stellte fest, dass die ersten Wartenden bereits auf ihren Fahrrädern saßen, um einen Stellplatz zu finden. Wir hatten dieses Problem jedoch nicht, da uns Swen bereits am Vortag den Platz 1119 reserviert hatte. Da ich jedoch nichts Besseres zu tun hatte, lud ich mein Fahrrad ab, um mir den Platz einmal anzuschauen. Kurz bevor ich losfahren wollte, kam auch Elli heraus und wir fuhren gemeinsam los. Da die Parzelle in der Nähe unserer alten Plätze lag, war sie schnell gefunden. Swen hatte seinen Pkw zur Sicherheit noch draufgestellt. Das hatte jedoch den Nachteil, dass wir ihn brauchten, um das Auto runter und unser Wohnmobil drauf zu bekommen.  Wir fanden dann den Wohnwagen von ihnen, stellten aber fest, dass sie noch schliefen und wecken wollten wir sie deshalb auch nicht. Wir vertrieben uns einfach die Zeit, indem wir über den Platz bummelten und nach anderen Stellplatzmöglichkeiten Ausschau hielten. Kurz vor sieben Uhr waren wir dann wieder am Eingang. Da einige bereits für die Anmeldung anstanden, beschlossen wir, das auch schon hinter uns zu bringen. Nachdem das erledigt war, von einer Reservierung war jedoch keinem was bekannt, ging es auf den Platz. Zunächst hatte ich noch vor Wasser aufzufüllen. Das scheiterte jedoch an den fehlenden Möglichkeiten, sodass ich beschloss am Waschhaus zu warten, während Elli noch einmal nach Swen schaute.

Tatsächlich war er bereits wach und kam mit, um sein Auto zu entfernen. Während dieser Zeit kam Elli mit den Platznutzern über der von uns aversierten Parzelle ins Gespräch. Diese hatten wir bei unserer Platzbegehung auch ins Auge gefasst, da das Wohnmobil leichter einzuparken war und der Blick aufs Meer vorhanden war. Zu unserem Glück wollten die Tschechen, die dort standen, am heutigen Tag abreisen, sodass wir einen Deal trafen und unser Wohnmobil schon auf dem Platz 1118 abstellten, während sie ihren Pkw auf dem Platz 1119 zwischenparkten. Wenn sie dann abgereist wären, würden wir uns häuslich einrichten und den Platz auf unseren Namen anmelden. Die Wartezeit bis dahin verbrachten wir zunächst mit einem Frühstück bei Swen und Cathrin. Ich besorgte schnell die Brötchen dafür im Mini-Market und stellte die nächsten Veränderungen auf dem Platz fest. Die Verkäuferin der Vorjahre war nicht mehr da und damit einhergehend gab es auch keine langen Warteschlangen mehr.

Nach dem Begrüßungshallo und dem Frühstück blieb Sönke gleich bei Tim, während Elli und ich uns unsere Klappstühle an den Strand stellten und auf den Abbau der Tschechen warteten. Dieser zog sich etwas hin, war jedoch gegen 10.00 Uhr vollzogen, sodass wir schnell unser Wohnmobil richtig aufstellten. Der Rest ging dann wie von selbst von der Hand und schnell standen wir fertig eingerichtet. Lediglich der Aufbau von Sönkes Zelt, er wollte erstmals nicht mehr im Wohnmobil schlafen, nahm etwas Zeit in Anspruch.

Gegen 11.00 Uhr war jedoch alles erledigt und während Elli mit Swen zum Einkaufen war, legte ich mich erst einmal in den Liegestuhl und gönnte mir eine Mütze Schlaf, unterbrochen durch ein gemeinsames Mittagessen in der Saline. Auch hier hatten die Veränderungen Einzug gehalten. Es gab neue Karten und neue Menüvorschläge, die Kellner und die Preise waren jedoch noch die alten. Nach dem Mittag gönnte ich mir noch etwas Schlaf, bis ich durch Swen und Cathrin geweckt wurde, die zum Kaffee vorbei schauten. Hier besprachen wir noch schnell den restlichen Tagesablauf. Tom wollte bei uns schlafen und wir wollten gemeinsam zum Abendessen fahren. Da wir alle sehr erschöpft waren, wählten wir hierfür das nahe ‚La Stancija‘. Wie immer war es dort sehr gut und nach einem reichhaltigem Grillteller und einem Abschlussbier bei Swen und Cathrin ging es ins Bett.

Am nächsten Morgen fingen die Kinder bereits um 07.00 Uhr mit Gameboy spielen an, sodass wir zeitgerecht aufstanden. Nach dem Frühstück fing der eigentliche Urlaub mit relaxen und schnorcheln an. Zum Kaffee trafen wir uns am heutigen Tag erst gegen 17.00 Uhr bei Swen und Cathrin. Die Kinder hatten wir bis dahin nur sporadisch gesehen. Als wir uns um 17.00 Uhr trafen, war von ihnen immer noch keiner da. Erst gegen 17.30 Uhr erschien Tom, Sönke fuhr zu unserem Stellplatz weiter. Bei Swen und Cathrin erschien er dann erst gegen 18.00 Uhr und zwar geduscht und komplett ausgehfertig angezogen. Er hatte die Abfahrtszeit missverstanden und musste so noch über eine Stunde warten, bis es losging. Um 19.15 Uhr fuhren wir dann gemeinsam nach Rovinj. Die Stadt wird immer mehr mit Touristen überschwemmt, sodass es nicht nur schwierig war einen Parkplatz zu finden, sondern auch in der Pizzeria Leone kein Platz frei war. Zu unserem Glück hatte eine größere Gruppe gerade ihre Rechnung beglichen, sodass wir zeitnah den Tisch in Anspruch nehmen konnten. Die kredenzten Pizzen und der Service waren wieder vorzüglich, sodass wir uns gestärkt durch das Essen auf einen Bummel durch die Stadt machten. Am Hafen dann noch das übliche Eis und hinauf in Richtung Kirche, um an einem Lokal an den Felsen noch einen Cocktail zu trinken.

Hier ergatterten wir einen Sitzplatz auf der Felsküste. Neben uns saßen augenscheinlich auch Deutsche. Als der Kellner kam und die Bestellung aufnahm, echauffierte sich die Dame der Gesellschaft, dass es ja ein „Unding sei, dass der Kellner kein Deutsch spreche“.  Was für eine Frechheit in Kroatien nur kroatisch, italienisch und englisch zu sprechen, wo sie doch als deutsche Touristin immerhin deutsch spricht.  Danach ging es dann völlig erschöpft zurück in Richtung Campingplatz, wo wir gegen 23.00 Uhr ins Bett fielen.

In der Nacht hatte ich dann noch einmal kurz Aufregung. Gegen 03.00 Uhr morgens hörte ich, wie jemand über unseren Stellplatz ging. Da wir nichts verschlossen hatten, dachte ich erst an den alten Spruch „Gelegenheit schafft Diebe“ und wurde wachsam. Tatsächlich war es aber nur Sönke auf seinem Weg zur Toilette, sodass ich wieder entspannt einschlafen konnte. Auch am nächsten Morgen war die Nacht früh zu Ende. Bereits ab 06.00 Uhr waren die Kinder aus dem Nachbarzelt zu hören. Eine gewisse Zeit konnten wir dies verdrängen, ab 07.30 Uhr ging aber auch das nicht mehr, sodass wir aufstanden.

Nach dem Frühstück folgte dann der übliche Tagesablauf. Abends ging es zum Grill I zum Essen. Danach traten Sönke und ich (gehandicapt durch die Fingerverletzung) gegen Swen und Tom im Beachvolleyball an. Gezählt wurde nicht, aber wir schafften einige sehenswerte Spielzüge. Währenddessen besorgten die Mädels ein paar Cocktails, bei denen wir den Abend dann ausklingen ließen.

Am Abend des 25.07. ging es noch einmal zum Abendessen mit dem Fahrrad los. Wir wollten wir wieder einmal den Besuch des Restaurant „Basilica“ in Angriff nehmen. Leider hatten wir verdrängt, dass das Essen überteuert und nicht so gut war. Dies wurde uns wieder vor Augen geführt.

Kurz vor der Rückfahrt fing es an zu regnen, was die Straße feucht machte. Nachdem wir alle mit unseren Fahrrädern auf die Straße in Richtung Valalta eingebogen waren, Sönke und Elli fuhren weit voraus, starte Swen ein Überholmanöver, das misslang. Es führte zu seinem und Cathrins Sturz. Als die beiden vor mir auf der Fahrbahn lagen, hatte ich nur noch die Möglichkeit kontrolliert auf den Asphalt zu stürzen. Nachdem wir uns alle sortiert hatten, wurde Swen durch einen Gemüsehändler zum Platzg gebracht, da es ihn am schlimmsten erwischt hatte. Cathrin, Tom und ich fuhren mit dem Rad und trafen am Tor auf Elli und Sönke, die sich schon Gedanken über unseren Verbleib gemacht hatten.

Nach einem Abschlussbier ging es dann erst einmal ins Bett, wo ich krampfhaft versuchte eine schmerzfreie Stellung zu finden.

Am nächsten Tag hatte sich dann das Hämatom wunderbar leuchtend herausgebildet, was dafür sorgte, dass ich die letzten Tage die Blicke und das Mitleid auf mich zog.

Den letzten Abend verbrachten wir dann mit einem Abendessen in der Saline, bevor es noch einmal gemeinsam in die Stadt auf einen Stadtbummel und ein Getränk ging.

Die Rückfahrt startete am Donnerstag mit der üblichen Tagesroutine. Erst einmal Brötchen holen und frühstücken. Auf dem Weg zum Waschen schaute Sönke noch einmal nach, ob Jungnickels wirklich schon losgekommen waren, wie sie es ja vorgehabt hatten. Und tatsächlich, sie waren schon weg. Wir ließen uns mit allem etwas mehr Zeit und fuhren um 09.30 Uhr vom Campingplatz weg. Die Fahrt über die Landstraße zur Autobahn verlief reibungslos. Auf der Autobahn mussten wir nur einmal kurz halten, da auf unserem Fahrstreifen ein Pannenfahrzeug stand und wir uns mit dem Gegenverkehr arrangieren mussten. Danach gab es bis zum Tankstopp an der Raststätte in der Nähe von Bacva keine Verzögerungen mehr.

Unmittelbar nach dem Tanken setzte dann ein Gewitter ein, das uns nunmehr das schlechte Wetter brachte, welche uns den größten Teil der Rückreise begleiten sollte. Nach der Mautstation bei Rogovici kam dann zu den sintflutartigen Regenfällen auch noch stockender Verkehr hinzu. Zunächst dachten wir wieder an eine Verzögerung auf Grund der Baustelle oder einer Panne. Als dann jedoch Polizei und Rettungswagen an uns vorbei fuhren, vermuteten wir langfristigeres.  Kurz entschlossen fuhren wir an der nächsten Abfahrt ab und wählten die alte Bundesstraße in Richtung Grenzübergang. Im Nachhinein erwies es sich gar nicht als nachteilig, da wir den Stau vor der Grenze vermieden. Wir kamen an einer kleinen Seitenstraße, etwa einen Kilometer vor dem Grenzübergang wieder auf die Strecke. Nach der Grenze ging es erst einmal wieder flott voran. Erst kurz vor Koper staute sich der Verkehr wieder. Im Stopp and go ging es fast fünf Kilometer weiter, bis wir endlich auf die Autobahn auffahren konnten. Nun stand uns erst einmal keine Verkehrsstörung mehr bevor.

Bis hinter Lubljana ging es auch fehlerfrei voran. Zwar war der Verkehr immer mal wieder etwas dichter, aber zum Stehen kam er nicht. Auch nach Lubljana kam der Verkehr nur einmal kurzfristig zum Stehen, sodass wir zügig den Karawankentunnel erreichten. Hier dann gleich zwei Überraschungen auf einmal. Erstens konnten wir keine Maut-Vignette für Österreich kaufen und Zweitens entfiel zu unserem Erstaunen der übliche kilometerlange Stau vor dem Tunnel. Wir konnten gleich durchstarten und waren in kürzester Zeit in Österreich. Nach der Grenze machten wir dann Pause und kauften uns die erforderliche Vignette. Danach ging es nach Villach weiter. Hier noch ein kurzer Stopp, um Lebensmittel einzukaufen und sich über das Etappenziel Gedanken zu machen.

Während Elli und Sönke einkauften, hörte ich mir den Verkehrsfunk an. „Blockabfertigung am Tauerntunnel. 16 Kilometer Stau. Wartezeit circa 1 Stunde.“ Schnell war der Campingführer gezückt und es ging auf die Suche nach einem Übernachtungsplatz. Zu unserem Bedauern waren alle Plätze vor dem Tauerntunnel ausgebucht oder nicht erreichbar, sodass wir erst einmal wieder auf die Autobahn fuhren. Letztlich ging es dann doch recht zügig voran. Richtig gestanden haben wir in dem Stau nicht, sodass wir mit einer Zeitverzögerung unter einer Stunde durch den Tunnel fuhren. Da wir den Stellplatz in Altenmarkt bereits kannten, wollten wir den in Flachau mal ausprobieren. Nach einer kurzen Orientierungsphase war die idyllisch Gaststätte / Skihütte schnell gefunden.

Vor der Hütte konnten wir uns auf den Parkplatz stellen und Strom gab es auch noch dazu. Das Abendessen nahmen wir dann in dem gemütlichen Lokal, der Jausenstation Schauphof, zu uns. Danach ging’s raus ins Wohnmobil – ausspannen, vom stressigen Tag.

Am nächsten Morgen gab es dann noch Brötchen aus der hauseigenen Backstube und danach ging es wieder auf die Autobahn in Richtung Norden. Als nächste Etappe stand dann erst einmal Herzogenaurach auf dem Programm. Ein kleiner Shoppingstopp in dem Outletcenter von Adidas, um Sönke, der unheimlich an Größe zugelegt hatte, noch einmal mit Sportklamotten auszustatten. Nachdem wir dies hinter uns gebracht hatten, suchten wir uns eine Möglichkeit zum Übernachten. Wir wollten noch einmal idyllisch stehen und fanden mehrere Stellplätze im Umfeld von Volkach am Main.

In der ersten Ortschaft, es war Nordheim am Main, fanden wir den Stellplatz direkt am Mainufer. Leider entsprach er nicht unseren Erwartungen, sodass wir, um auf den Stellplatz am gegenüberliegenden Mainufer zu gelangen, einmal die ganze Strecke zurück fahren mussten. Die Anfahrt zum zweiten Stellplatz war schon abenteuerlich. Von einem Hügelrücken aus ging es in einer sehr steilen Steigung direkt bis zum Fähranleger am Mainufer. Hier befand sich dann auch die Einfahrt zum Campingplatz Mainschleife, der vorgelagerte Stellplätze hatte.

Da es noch früh am Nachmittag war, bauten wir uns auf und genossen die Sonne. Abends ging es dann unter die Dusche und im Anschluss zum Weinfest auf dem Campingplatzgelände. Während Elli und ich noch etwas tranken, zog sich Sönke ins Wohnmobil zurück, um erstmals das deutschsprachige Fernsehprogramm wieder zu genießen.

Am nächsten Morgen war Würzburg als Ziel ausgemacht und im Stellplatzführer wurde ein entsprechender Stellplatz gesucht. Gefunden haben wir den Parkplatz an der Friedenbrücke. Hier fanden wir noch einen Abstellplatz in der ersten Reihe und hatten einen direkten Blick auf den Main. Nachdem dies alles erledigt war, ging es am „Alten Kran“ vorbei in die Innenstadt.

Hier kombinierten wir ein bisschen Shopping mit Sightseeing und nach Besichtigung der Marienkapelle und einem Blick auf den Kiliansdom gönnten wir uns einen Kaffee auf dem Marktplatz und danach noch einen schnellen Happen auf die Hand, um uns zu sättigen.

Danach ging es dann über die alte Mainbrücke  zur Festung Marienberg, dem Wahrzeichen Würzburgs.

Zu unserem Erstaunen fand hier gerade ein mittelalterlicher Markt statt, der zwar einen unverschämten Eintritt verlangte, aber sich in der Burganlage gut machte. Zum Abschluss gönnten wir uns dann noch ein Kaltgetränk auf der Burgterrasse. Zunächst genossen wir den wunderbaren Ausblick über Würzburg.

Hier besprachen wir dann auch das Ende unserer Fahrt und beschlossen nach Hause zu fahren, da wir mittlerweile lang genug unterwegs waren. Gesagt, getan. Schnell ging es auf der A 7 in Richtung Norden und die letzten Kilometer waren schnell abgerissen, sodass wir noch am frühen Abend vor dem Haus einparkten und den erholsamen Urlaub beendeten.

13.07.2010    Braunlage
14.07.2010    Braunlage
15.07.2010    Wernigerode
16.07.2010    Osterode am Harz
17.07.2010    Göttingen
18.07.2010    Anreise Valalta
19.07.2010 bis 29.07.2010    Valalta – Parzelle 1118
29.07.2010    Flachauwinkel
30.07.2010    Volkerach – Eschenborn
31.07.2010    Hildesheim

Die dalamatische Küste entlang

Kroatien

(24.06.2009 bis 16.07.2009)

Los ging es gleich am letzten Schultag, am Mittwoch dem 24.06.2009.
Da wir beabsichtigten zunächst die dalmatische Küste zu erkunden, wollten wir über die Autobahn bis nach Split fahren.
Wir fuhren dann die A 38 und im weiteren Verlauf A 9 in Richtung München. Bei Hof wollten wir auf die A 93 wechseln, um bei Regensburg auf die A 3 zu kommen.
Das erste Problem trat kurz vor dem Kreuz Bayrisches Vogtland auf. Statt der Autobahn zu folgen, führte uns der Navi über eine ‚Abkürzung‘. Es war eine landschaftlich reizvolle Strecke und fahrerisch war sie mit dem Wohnmobil auch eher als anspruchsvoll anzusehen.
Zu unserem Bedauern war die Anschlussstelle, die uns wieder auf die Autobahn führen sollte, gesperrt. Also erst mal in die andere Richtung und an der nächsten Abfahrt wenden. Danach ging’s dann in die eigentliche Richtung weiter.
An der Raststätte Donautal (auf der A 3) kauften wir dann die erforderlichen Vignetten für Österreich und Slowenien. Hier kamen wir auch kurz mit den Nutzern eines Mietmobils in Gespräch. Die hatten sich für einen Kurztrip nach Graz ein Mobil gemietet und leider nicht bedacht, dass sie knapp über den 3,5 t liegen. Dadurch wurden sie für Österreich go-Box-pflichtig, was sie stark nervte.
Unsere Fahrt ging nun im Regen weiter. In Österreich ging es über die A 8 und A9 bis nach Graz. Auf dem ersten Rastplatz hinter Graz, der letzte vor Slowenien, klappten wir dann die Betten runter und legten uns zum Schlafen.

Gegen sechs Uhr weckte uns dann doch der Betrieb auf der Raststätte. Ein schneller Kaffee und weiter ging es.
Vor dem Berufsverkehr huschten wir noch schnell durch Maribor. Danach ging es über die Landstraße bei Ptuj weiter bis zur kroatischen Grenze.

Nach der Grenze zu Kroatien hatten wir dann wieder Autobahn. Die führte uns nun runter bis ins sonnige Split, unserem Etappenziel. Hier trafen wir gegen 16:00 Uhr ein. Mittlerweile war es richtig schön warm geworden.
Nach einer kurzen Fahrt durch die Stadt war der Campingplatz im Örtchen Stobrec schnell gefunden. Da die Saison in Kroatien noch nicht begonnen hatte, war es auch noch günstig und leer. Wir quartierten uns für zwei Nächte ein, da am nächsten Tag Split selbst auf dem Programm stand.

Am Nachmittag haben wir dann noch eine kurze Stippvisite in den Ortskern von Stobrec gemacht. Das Dorfleben stellte sich idyllisch dar, mit Bocciaspielen und Kaffeehäusern. Etwas abgeschreckt hat uns, dass wir bei diesen Aktivitäten lediglich Männer wahrnahmen.

Am nächsten Morgen ging es dann mit dem Bus nach Split.

Direkt am Markt und damit neben der Altstadt war eine Haltestelle, so dass wir gleich loslegen konnten.
In der Altstadt kam es dann zu der fiesen Taubenattacke zu meinem Nachteil. Eine Taube hatte ihr Ei aus ihrem Nest, das ungefähr vier Meter über der Gasse in einer Hauswand lag, geschoben. Das Ei traf mich am Rücken und zerbrach.
Das Eigelb lief über das T-Shirt, so dass ich es erst mal ausziehen musste, damit Elli es schnell ausspülen konnte. Gott sei Dank war es angenehm warm.
Im Hafen von Split trafen wir dann noch auf die Jacht von Abramovic, dem Besitzer des Fußballclubs Chelsea. Ihn selbst sahen wir allerdings nicht.

Nach einigen Stunden Sightseeing und Shoppen auf dem Markt ging es dann mit dem Bus zurück zum Campingplatz.
Hier überarbeiteten wir beim Abendessen unsere weitere Reiseroute und beschlossen die Gelegenheit zu nutzen und doch noch weiter in Richtung Süden zu fahren. Dubrovnik schien uns als Ziel gerade recht.

So ging es am nächsten Morgen über die Küstenstraße in Richtung Süden.

Landschaftlich wieder eine sehr reizvolle Strecke, die uns auch kurz durch Bosnien-Herzegowina führte.

Da wir bereits gegen Mittag auf dem Campingplatz Solitudo in Dubrovnik ankamen, ging es nach einem kurzen Mittagssnack direkt mit dem Bus in die Innenstadt.
Die Altstadt liegt, ähnlich wie in Split, in der alten Festung der Stadt. Sie ist wirklich sehenswert und man kann wunderbar durch die kleinen Gassen bummeln.

Lediglich der Einzug haltende Kapitalismus ist etwas nervig. Ich kann nicht einsehen, dass man für den Gang über einen Stadtmauer auf noch Geld bezahlen soll.
Am frühen Abend ging es dann zurück auf den Campingplatz, um uns für die Tour am nächsten Morgen etwas zu entspannen.
Wir fanden auch noch die Zeit den Weg zum Strand auf uns zu nehmen, um noch eine Runde im Meer zu baden.
Das Abendessen nahmen wir dann am Wohnmobil zu uns, da uns die platzeigenen Restaurants nicht überzeugten und der Weg in die Stadt zu zeitintensiv war.

Zurück in Richtung Norden ging es am nächsten Tag erst mal wieder über die Küstenstraße.
Da in Ploce Hinweisschilder in Richtung Autobahn wiesen und wir zügig vorankommen wollten, wählten wir diesen Weg.
Leider war die Autobahn nach wenigen Kilometern wieder eine Baustelle und wir folgten der ausgeschilderten Umleitung durch das Hinterland. Auch wenn es sich hierbei wieder um eine ausgesprochen sehenswerte Strecke handelte, war sie doch mit ihren Serpentinen und Steigungen recht anspruchsvoll zu fahren.
Kurz vor Split wurden wir dann wieder auf die Autobahn geführt. Am ersten Rastplatz, der gerade neu gebaut wurde, machten wir eine kurze Pause und genossen den Blick auf den Nationalpark mit der Cetina-Schlucht.
Von hier aus ging es dann geradewegs weiter in Richtung Trogir, das als nächstes auf unserem Plan stand.
In dem Bereich wurden zwei Campingplätze ausgewiesen. Wir wählten den einfacheren Platz in Seget, da man von dort zu Fuß in den Ort gehen konnte. Das taten wir dann auch, da uns die Busfahrt in die Stadt als sinnlos erschien, bei dem geringen Fußweg, der vor uns lag.
In Trogir fing es dann erst mals an zu regnen. Wir nutzten die Zeit zu einem Getränk und teilten uns eine Pizza.

Hierbei hatten wir einen unverbauten Blick auf das Kastell von Trogir.
Danach bummelten wir wieder bei strahlendem Sonnenschein durch die Altstadt von Trogir. Elli’s Arbeitskollege, der zur selben Zeit unten war, trafen wir übrigens nicht.
Als wir mit dem Sightseeing fertig waren, fuhren Sönke und ich mit dem Bus zum Campingplatz zurück. Elli ging zu Fuß, um noch Obst einzukaufen.
Am Busbahnhof stellten wir noch fest, dass es eine Busverbindung nach Split gab, so dass man auch von dort die Tour nach Trogir machen könnte. und mit Sicherheit auf dem schöneren Campingplatz gestanden hätte.
Abends aßen wir dann in einem gemütlichen Restaurant am kleinen Hafen von Seget.

Nach so vielen Städten hatten wir dann beschlossen nun mal etwas Landschaft zu betrachten und fuhren am nächsten Tag die kurze Etappe zum Krka-Nationalpark.
Wir wählten das Autokamp Krka für 100 Kuna (~ 15 €) die Nacht. Von dort wollten wir mit dem Fahrrad zum Nationalpark fahren.
Ein abreisendes Wohnmobil machte uns noch darauf aufmerksam, dass man auch direkt nach Skradin auf den Parkplatz fahren könnte und von dort mit dem Schiff in den Park. Wir wollten aber mit den Fahrrädern fahren, da wir sie bisher noch nicht einmal heruntergeholt hatten.
Gesagt, getan. Der Route der Campingplatzbetreiberin gefolgt, ging es 5 Kilometer nur bergab. Das war erst mal schön, an die Rückfahrt dachte noch keiner.
Am Nebeneingang des Parks stellten wir die Räder ab und wanderten die circa 5 Kilometer zum eigentlichen Parkeingang.

Der Parkbesuch des Nationalparks Krka selbst war schon interessant. Die Wasserfälle beeindruckend.
Um 14 Uhr hatten wir dann den kleinen Parkbesuch beendet und nahmen im Restaurantbereich noch ein Getränk zu uns.
Hier beschlossen wir unsere Planung zu ändern und Sönke den Anstieg zum Campingplatz zurück nicht zuzumuten.
Sönke und Elli nahmen das Schiff zurück nach Skradin, während ich zunächst den Fußmarsch zum Abstellplatz der Fahrräder in Kauf nahm und von dort mit dem Fahrrad zum Wohnmobil zurückfahren wollte.
Bereits auf dem Fußmarsch fing es an zu regnen. Als ich an den Fahrrädern ankam, hatte es sich so richtig eingeregnet, so dass ich die Rückfahrt bei strömendem Regen antreten musste.
Bergauf war es leichter als ich es mir vorgestellt hatte. Die Strecke, für deren Abfahrt wir 10 Minuten gebraucht hatten, bewältigte ich in 19 Minuten.
Ein lauter Pfiff machte mich unterwegs noch darauf aufmerksam, dass der Rest meiner Familie im Trockenem saß und mit dem Dampfer kurz vorm Einlaufen in den Hafen war, da Elli mich erblickt hatte und mit dem Pfiff auf sich aufmerksam machen wollte.
Am Wohnmobil angekommen war ich pitschnass und wechselte erst mal die Klamotten. Dann vom Strom abgestöpselt und mit dem Wohnmobil wieder bergab.
Zurück bei den Fahrrädern war der Rest meiner Familie noch nicht eingetroffen. Ich lud also die Fahrräder allein auf und fuhr in Richtung Skradin.
Hier traf ich sie dann auch – in nagelneue Regenumhänge gewandet. Wie Elli mir mitteilte, haben sie dieses „Schnäppchen“ für 10 € geschossen. Mit Einsetzen des Regens ist der Preis dieser Teile sprunghaft gestiegen.

Zurück auf dem Campingplatz ging es dann erst mal schön warm duschen.
Danach, der Regen hatte mittlerweile aufgehört und die Sonne kam heraus, setzten wir uns vor das Wohnmobil und genossen das schöne Wetter.

Das Abendessen nahmen wir im platzeigenen Restaurant zu uns. Das Preis-Leistungs-Verhältnis war ausgesprochen gut, wie auch das Essen.
Nach einem abschließenden Slibowitz ging es dann ins Wohnmobil zurück. erst malig nahmen wir die TV-Anlage in diesem Urlaub in Betrieb, um das Endspiel der U21-EM zu sehen. Deutschlag schlug England übrigens 4:0.

Am nächsten Morgen holte Sönke die Brötchen vom Platzwart ab und wir frühstückten in aller Ruhe.
Über Skradin ging es dann auf der Landstraße bis zur nächsten Autobahnauffahrt.
Wieder auf der A 1 fuhren wir diesmal in Richtung Norden.
An der Ausfahrt Posedarje fuhren wir ab und folgten der D 106 in Richtung der Insel Pag.

Mit dem Verlauf der Strecke wurde es immer karger. Den Abschluss fand es dann auf der Insel Pag, wo nur noch Steine zu sehen waren.
An den wenigen Wasserstellen gab es zwar Vegetation, aber ansonsten war die Insel sehr trostlos.
Interessant fanden wir, dass die herumliegenden Steine genutzt wurden, um die ganze Insel mit Steinmauern zu durchziehen. Diese begrenzten Felder, die nur aus Steinflächen bestanden. Diesen Umstand mussten und konnten wir einfach nicht verstehen.

Auf Pag führte uns unser Weg zum Camping Strasko bei Novalja am Nordwestende der Insel.
Wir suchten uns einen Stellplatz im FKK-Bereich, der leider etwas stiefmütterliche behandelt wird, und genossen den Tag mit Sonnenbaden.
Abends nahmen wir dann wieder einmal das platzeigene Restaurantangebot in Anspruch.
Auf Grund des nicht so tollen Platzes beschlossen wir unsere weitere Routenplanung erneut zu modifizieren.
Nach einem kurzen Stopp in Porec, wo wir uns mit Sandra treffen wollten, sollte es dann auf unseren eigentlichen Campingplatz gehen.

So ging es dann am nächsten Morgen auch recht früh los. Die meisten Sachen hatten wir schon am Abend vorher wieder verstaut, so dass wir nur noch frühstücken mussten und das Wohnmobil aus dem Kiefernwäldchen wieder herausfahren mussten.
Die meiste Zeit nahm das Check-Out an dem Platz in Anspruch.
Alles in allem war es ein Platz, der uns überhaupt nicht überzeugt hatte.

Wir legten dann noch einen Tankstopp ein, um dann mit der Fähre wieder aufs Festland überzusetzen.

Der Fähranleger auf der Insel Pag war ein kleines Kassenhäuschen am Ende der Straße in einer Steinlandschaft. Mehr war da nicht.
Auf der anderen Seite in Prizna ging es dann erst mal satt den bergauf bis wir auf die Küstenstraße trafen.
Nun einfach der D 8 bis Rijeka folgen und dort auf die Schnellstraße in Richtung Istrien.
Das war jedenfalls der Plan. Leider machten uns die Stadtplaner in Rijeka einen Strich durch die Rechnung und sperrten das Autobahnteilstück Rijeka – Opatija.
Zunächst dachten wir, dass lediglich das Kreuz gesperrt ist, do dass wir es mit einem neuerlichen Anlauf aus Richtung Norden versuchten. Aber auch hier hatten wir Pech und wurden abgeleitet.
Wir folgten dann der ausgeschilderten Umleitung und waren froh, dass die Planer keine Feldwege gewählt hatten. Viel besser stellte sich die Stecke aber auch nicht dar und nach gut 30 Kilometern bergauf und bergab kamen wir langsam ins Zweifeln, ob wir noch richtig lagen.
Irgendwann sah Elli dann die Chance gekommen, von der Umleitungsstrecke, die uns vermutlich immer weiter von unserer eigentlichen Route abgebracht hätte, abzuweichen.
Als ich an einer Kreuzung kurz zweifelte und verhielt, hielt prompt ein Fahrzeugführer aus dem Gegenverkehr an und fragte uns freundlich, ob er helfen könne. Das wir die gesamte Kreuzung lahm legten schien ihn nicht zu stören.
Er bestätigte uns in unserem Entschluss, so das wir weiter Elli’s Strecke folgten. Dies war letztendlich auch von Erfolg gekrönt, so dass wir wieder auf die Schnellstraße kamen.

Nun ging es zügig weiter. Istrien hatten wir mittlerweile erreicht und folgten der Straße Richtung Adria.
In Porec angekommen fuhren wir direkt zum Campingplatz Lanterna.
Auf der Anfahrt stellten wir bereits fest, dass aus einem geplanten Stadtbummel in Porec nichts wird, da der Platz einfach zu weit weg liegt.
Nach dem Check-In kontaktierten wir erst mal Sandra, die ihre Zeit am Strand verbrachte.
Sie zeigte uns, wo sie untergekommen waren und wir wählten einen Stellplatz in der Nähe. Danach ging’s runter zum Strand. Der Weg dorthin war schon etwas abenteuerlich. Erst den Hügel runter und dann noch eine Treppe mit 140 Stufen an der Klippe hinab.
Am Strand trafen wir dann Andy und Sandra und sahen erst mals die kleine Emely. Wir verbrachten zusammen den Nachmittag bis uns ein Regenschauer zum Wohnmobil zurück trieb.

Am Wohnmobil genossen wir erst mal ein gemeinsame Tasse Kaffee. Sönke erkundete mit seinem Cityroller der Platz. Leider stürzte er dabei auf dem regennassen Untergrund, zog sich aber keine ernsthaften Verletzungen zu.
Auf jeden Fall war damit die Nutzung des Cityrollers im Urlaub aus seiner Sicht erledigt.
Da wir uns nicht so häufig zu Gesicht bekommen, verbrachten wir auf den Abend im verwandtschaftlichen Kreis.

Wir aßen in einem Restaurant auf dem Platz zu Abend und bekamen dabei noch die Wahl zum ‚Mr. Lanterna‘ geboten.

Zurück am Wohnmobil verstauten wir dann wieder unser Hab und Gut, da wir am nächsten Tag früh weiter wollten.

Gesagt, getan. Ein schnelles Frühstück – Sönke stand gar nicht erst auf – und es ging los.
In Porec kauften wir noch kurz beim Lidl ein, um unsere Vorräte für Valalta aufzufüllen und los ging’s.
Die gut 50 Kilometer nach Rovinj hatten wir schnell zurückgelegt und den Campingplatz Valalta fanden wir im Schlaf, da wir ja mittlerweile häufig genug dort waren.
Gegen 11:00 Uhr hatten wir das Check-In hinter uns und konnten uns auf die Platzsuche machen.
Zunächst fuhren wir wieder in den alten Bereich des Campingplatzes. Hier schien zunächst alles gut gefüllt zu sein. Umso dichter wir unserem alten Platz kamen, umso lichter wurden die Reihen.

Auf dem ersten adäquaten Platz parkten wir erst mal, um den Rest zu Fuß zu erledigen. Zu unserem Erstaunen fanden wir unseren Platz vom letzten Jahr leer, so dass wir uns spontan entschieden, den Platz (Parzelle 1116) wieder zu wählen. Gewohntes macht es einfach leichter.
Nach dem Aufbauen ging es erst mal zu einem Begrüßungssnack mit Getränk in die Saline.

Die anschließenden Tage auf dem Campingplatz genossen wir, insbesondere die Restaurantangebote im näheren Umfeld.

Die Zeit des Relaxens wurde durch einige Kurzbesuche in Rovinj unterbrochen. Alles in allem hatte die Stadt aber nichts Neues zu bieten.

Und natürlich wurde die Eintönigkeit durch Sönkes Geburtstag etwas unterbrochen.

Am Freitag, kurz vor Ende unseres Urlaubs, trafen dann Swen, Cathrin und Tom ein. Für Sönke war die Welt jetzt in Ordnung und er war die meiste Zeit mit Tom unterwegs.
Gemeinsam unternahmen wir dann noch einige Ausflüge in die Stadt bis die Zeit unserer Abreise am Mittwoch gekommen war.

Los ging es gegen 11:00 Uhr. Schnell waren die letzten Sachen verstaut und wir duschten noch einmal. Dann verabschiedeten wir uns von Swen, Cathrin und Tom.
Nach dem Check-Out ging es los. Wir kamen zügig voran und erreichten bereits am frühen Nachmittag den Karawankentunnel.
Nach wenigen Stunden war Österreich passiert und wir nutzten die letzte Tankstelle vor der Grenze um noch einmal günstig zu tanken.
Danach ging es über die B 20 weiter. Leider zog es sich hier etwas, da der Lkw-Verkehr doch nicht so schnell unterwegs war.
Mit Erreichen der A 3 erhöhte sich die Durchschnittsgeschwindigkeit wieder. Wir wählten erneut die Streckenführung über die A 93 und im weiteren Verlauf die A 9 bis zur A 14.
Auf der A 14 ließ der Verkehr dann schlagartig nach und auf der A 38 waren wir fast allein unterwegs.
Gegen 02:00 Uhr nachts hatten wir es dann geschafft und waren wieder zu Hause angekommen.

Istrien und Kärnten

Kroatien und Istrien

Sommer 2008

Wieder einmal sollte es nach Kroatien gehen. Dieses Jahr war der Grund dafür schnell gefunden. Nachdem wir uns mit Swen, Cathrin und Tom im vergangenen Zeitraum getroffen hatten, hatten wir festgestellt, dass wir einen gemeinsamen Urlaubszeitraum haben. Den wollten wir nutzen, um uns zu treffen. Da die Drei wiederum auf Valalta standen, blieb uns nichts anderes übrig, als auch dieses Reiseziel zu wählen. Was uns allerdings auch nicht sonderlich schwer fiel.
Die Reiseplanung hielt sich auf Grund des bekannten Zieles in Grenzen, so dass es am ersten Ferientag los ging. Dieser lag diesmal etwas früher für uns, da Sönke umgeschult wurde und die Ferien für ihn dadurch früher anfingen.

Die Fahrtstrecke wies diesmal auch keine Abweichungen von den Vorjahren auf. Wir fuhren zunächst über die A 7 nach Süden bis zur A 3, wo wir in Richtung Nürnberg wechselten. Da wir außerhalb des Ferienreiseverkehrs unterwegs waren, beschlossen wir diesmal um München herum zu fahren. Dies stellte auch kein Problem dar. Danach ging es über die Tauernautobahn weiter. Dieses Jahr gaben wir uns nicht der Illusion hin, eine Schlafrast vorzuplanen, sodass wir beschlossen, diese bei Bedarf einzulegen.
Elli und Sönke legten sich jedoch bereits zeitgerecht ins Bett, während ich weiterfuhr.

Der Schlafbedarf entstand dann erst in Italien hinter Palmanova. Hier konnte auch ich dann nicht mehr und machte es mir kurzerhand auf dem Beifahrersitz gemütlich.
Nach einer knappen Stunde Schlaf war ich wieder fit und Elli stand auch mit auf.
Wir gönnten uns einen Kaffee und Hefestücke und setzten dann unsere Fahrt fort.

Zeitgerecht trafen wir am frühen Vormittag am Campingplatz ein.
Gewohnheitsmäßig ging es erst einmal auf Stellplatzsuche. Wieder einmal wurden wir recht schnell fündig. Wir wählten die Parzelle 1116 aus, die wiederum in der Nähe des Waschhauses 8 lag.

Nachdem wir uns mit dem Mobil richtig eingerichtet hatten, konnte der Urlaub beginnen.

Das Ausspannen vom Trott des Jahres war uns wieder besonders wichtig, sodass wir die Zeit wieder mit Schnorcheln und Schwimmen zubrachten.

Auch die täglichen Gänge in die Stadt durften natürlich nicht fehlen.

Besonders der Markt hatte es uns, oder vor allen Dingen Elli, in diesem Jahr angetan und entwickelte sich zum wiederkehrenden Anlaufpunkt.

Nach einigen Tagen trafen dann auch Swen, Cathrin und Tom ein und der Urlaub konnte richtig beginnen.
Besonders für Sönke wurde es jetzt wesentlich angenehmer, da er einen Gleichaltrigen zum Spielen hatte.
Die Beiden verbrachten die gesamte Zeit miteinander. In diesem Jahr ging es soweit, dass sie auch zusammen in einem Zelt schliefen, um keine Zeit zu verschwenden.

Zusammen besuchten wir auch wieder alle guten Lokalitäten in Rovinj.
So nahmen wir auch wieder unsere mittlerweile obligatorische Pizza in der Pizzeria Leone zusammen ein.
Aber auch neuen Lokalen gegenüber waren wir wieder aufgeschlossen. So schafften wir es in diesem Jahr erstmals ins Restaurant Stancija, wo wir köstliche Grillgerichte zu uns nahmen.

Für die Fischgerichte wählten wir in diesem Jahr Ramon aus. Ein Fischlokal am Radweg nach Rovinj, das sehr einfach eingerichtet ist.
Eine Speisekarte gab es dort nicht. Die Kellnerin ratterte die zur Verfügung stehenden Gerichte runter und man musste dann einfach wählen.
Die Fischgerichte selbst waren allerdings klasse.

Neben dem Besuch bei Ramon schafften wir es in diesem Jahr auch erstmals zum Muschelbauern auf der anderen Buchtseite des Campingplatzes.
Auch dieser Besuch war lohnenswert. Die kalten Platten waren köstlich und der Service sehr freundlich.
Nur der Weg dahin und wieder zurück war etwas kompliziert, da Cathrin eine leichte Apathie gegen die Bootsfahrt hatte.

Nach knapp zwei Wochen beendeten wir dann unseren Aufenthalt auf dem Campingplatz und setzten unsere Tour fort.
Als erstes Ziel wählten wir die Höhlen von Postonje (Postojnska Jama) aus.
Gegen Mittag trafen wir dort ein. Mittlerweile hatte es sich richtig eingeregnet, sodass wir froh waren, dass wir ins Trockene kamen, wen es auch unter Tage lag.
Die Wartezeit am Eingang hielt sich in Grenzen. Die vorherige Warteschlange am Kassenhäuschen umging Elli, indem sie sich geschickt anstellte.
In die Höhle selbst ging es dann mit einem Zug. Hier wollten wir Fotos von uns machen. Während einer dieser Aktionen fiel Elli die Fotokamera aus der Hand und landete im Gleisbett. Alle Versuche sie wiederzuerlangen scheiterten.
Die Besichtigung der imposanten Höhlen konnten wir trotzdem genießen. Leider können keine Fotos die Besichtigung dokumentieren.

Nach der Besichtigung der Höhlen ging es noch weiter. Am späten Nachmittag setzten wir unsere Fahrt über Lubljana und den Karawankentunnel fort.
Als Ziel hatten wir uns den Stellplatz am Gasthof Roseggerhof in Rosegg/Kärnten ausgesucht, da wir vorhatten noch etwas Zeit am Wörther See zu verbringen.
Der Stellplatz war schnell gefunden und es war ausreichend Platz vorhanden. Auf der Wiese bauten wir uns für die Nacht auf und gingen dann in den Gasthof zum Abendessen.

Nach dem Frühstück, Brötchen hatte ich im Ort besorgt, ging es am Ufer des Wörther Sees in Richtung Klagenfurt entlang.
In Klagenfurt suchten wir den dortigen Campingplatz am Strandbad auf. Dieser liegt in unmittelbarer Nähe zum Seeufer und auch die Innenstadt ist leicht zu erreichen.
Nachdem wir einen Platz gefunden hatten, luden wir die Fahrräder ab und fuhren in Richtung Innenstadt.

Bei der Stadtbesichtigung kauften wir erstmal eine neue, günstige Digitalkamera, damit wir unseren Urlaub wieder dokumentieren konnten.
Nach der Besichtigung der sehenswerten Stadt, besuchten wir noch den Reptilienzoo Happ, der im Europapark in der Nähe des Strandbades liegt.

Der kleine Reptilienzoo ist wirklich interessant und sehenswert und sein Geld auf jeden Fall wert.
Leider fing es während unseres Besuchs wieder an zu regnen.

Als wir den Zoo gerade verlassen hatten, fing es wie verrückt an zu schütten.
Wir schafften es gerade noch in ein Lokal im Europapark, wo wir trocken saßen und uns ein Eis gönnten.
Nach dem Regenschauer wurde das Wetter schlagartig wieder schön, sodass wir am Wohnmobil wieder draußen sitzen konnten.
Den frühen Abend verbrachten wir damit, mit dem Fahrrad die nähere Umgebung zu erkunden. Hierbei fanden wir an einem Kanal zwei interessante Örtlichkeiten. Zum Einen ein Polizeimuseum, dessen Besuch wir uns schenkten, aber auch eine alte Straßenbahn, die als Lokal umgebaut wurde.

Am nächsten Tag hatten wir eine Fahrradtour am Ufer des Wörther Sees entlang geplant.

Früh am Vormittag starteten wir und fuhren über den Radweg am Südufer entlang. Über Reifnitz ging es bis nach Maria Wörth.

Hier beschlossen wir, nachdem wir die Kirche von Maria Wörth besichtigt hatten, den Wörther See mit dem Schiff zu überqueren und die Radtour am Nordufer fortzusetzen.
Wir warteten am Anleger auf das nächste Schiff und konnten dabei die Fische am Seeufer betrachten.
Erst beim Betreten des Schiffes wurden uns die Beförderungspreise eröffnet, die echt happig waren. Ein Ticket kostete beispielsweise für einen Erwachsenen 13 €, das Fahrrad pauschal 5 €, sodass wir insgesamt bei knapp 40 € für zwei Stationen entrichten mussten.

Unser Ausstieg erfolgte dann in Krumpendorf am Nordufer.
Von hier ging es über den Radweg am Nordufer wieder zurück nach Klagenfurt, wo wir uns dann am Stadtbad noch den Aufbau für einen Musikevent am Seeufer anschauten.

Den Nachmittag verbrachten wir dann noch mit einem Besuch im Minimundus. Hier sind die schönsten Gebäude der Kontinente detailgetreu als Miniatur nachgebaut.

Wir verbrachten dort fast den Rest des Tages, um möglichst alle der etwa 140 Modelle anzuschauen.

Am nächsten Morgen ging es dann über die Tauernautobahn weiter.
Kleinere Verkehrsstaus ignorierten wir einfach.

Interessant ist hier die angegebene Länge des Staus

Zunächst wollten wir noch die Eisreisenwelt bei Werfen besichtigen. Da aber kein adäquater Stellplatz in der Nähe schien und das Wetter echt kalt war, beschlossen wir weiterzufahren.
Als nächstes Ziel hatten wir den Königssee auserkoren.

Wir suchten uns den Campingplatz Graflehen als Ziel aus, da wir einige Tage bleiben wollten und vielleicht auch mal Wandern aufs Programm nehmen wollten.

Gegen Mittag trafen wir auf dem Campingplatz ein und nutzten die Zeit, nachdem wir uns eingerichtet hatten, um ans Seeufer zu gehen.
Hier beschlossen wir kurzerhand, die Bootsfahrt nach St. Bartholomä mitzumachen. Die Preise waren, nach den Fährpreisen am Wörther See gemessen, äußerst human.
Die Fahrt dauerte eine knappe Stunde und wurde durch Anekdoten des Bootsführers interessant gestaltet.

St. Bartholomä selbst hat bis auf die Gaststätten und den Ausblick nicht viel zu bieten, da für uns eine längere Wanderung nicht in Frage kam.
Wir genossen ein Getränk auf der Außenterrasse der Gaststätte und stellten uns, nach Besichtigung der örtlichen Highlights (größter Hecht etc.), für die Rückfahrt an.
Den Abend verbrachten wir dann am Wohnmobil.

Für den nächsten Tag hatten wir dann die geplante Wanderung auf dem Programm stehen.
Wir schmierten uns ein Lunchpaket und dann ging es die knapp 6 Kilometer an der Königsseer Ache entlang bis nach Berchtesgaden.
Durch die Innenstadt ging es dann zum Salzbergwerk, das wir zur Besichtigung ausgewählt hatten.
Nach dem Eintritt wurden wir erst einmal eingekleidet.

Danach ging es dann ins eigentliche Salzbergwerk.
Die Besichtigung war sehr interessant. Besonders viel Spaß machte natürlich die Nutzung der Rutschen, um eine Etage tiefer zu gelangen.
Sehenswert war auch die Fahrt mit dem Schiff über den Salzsee im Bergwerk, die noch durch eine Lasershow aufgepeppt wurde.

Froh waren wir dennoch als wir wieder über Tage waren.
Wir gönnten uns jetzt unsere Vesper, bevor es wieder zurück ging.

Auf dem Rückweg machten wir dann noch Rast an einer der vielen Gaststätte, die entlang der Wanderstrecke lagen. Dies war die Gaststätte Waldstein an der Königsseer Ache.

Den Rest des Nachmittags verbrachten wir dann auf dem Campingplatz und mit einem nochmaligen Bummel zum Seeufer.
Das Abendessen nahmen wir zuvor in der Gaststätte auf dem Campingplatz zu uns, wo wir für einen günstigen Preis ein adäquates Essen erhielten.

Am nächsten Tag ging es dann über die Ramsau und Inzell weiter bis zur Autobahn.
Über die ging es dann erstmal zu unserem üblichen Etappenziel in Bad Königshofen.
Hier verbrachten wir den Nachmittag im Schwimmbad und den Abend in der Stadt.

Der darauffolgende Tag führte uns über die Autobahn bis Hannoversch Münden.
Von dort aus folgten wir der Weser nach Norden.
In Höxter hielten wir dann, da Sönke und ich von hier ab mit dem Boot über die Weser fahren wollten.
Wir luden das Schlauchboot am Weserufer aus und pumpten es auf.
Danach ging es dann gleich los, während Elli schon zum Stellplatz in Holzminden weiterfuhr.

Hier fand sie auch noch einen Platz direkt am Wasser, sodass sie nur noch unsere Ankunft abwarten musste.
Die ließ aber auf sich warten. Die Strecke auf der Weser entpuppte sich als nicht so leicht. Die Strömung war für unser Schlauchboot nicht ausreichend, sodass wir eigentlich ständig paddeln mussten und die knapp zehn Kilometer nicht in der berechneten Zeit schafften.
Letztendlich trafen wir dann doch ein.

Elli und Sönke nutzten das gute Wetter noch, um die Weser zum Schwimmen zu nutzen. Sie stiegen einfach oberhalb des Stellplatzes ein und ließen sich dann treiben.
Am Abend grillten wir dann.

Am nächsten Tag machten wir noch eine Fahrradtour an der Weser entlang bis nach Höxter.
Nach Besichtigung der Stadt ging es auf dem gleichen Weg wieder zurück und dann direkt ins angrenzende Schwimmbad, da es richtig sommerlich heiß geworden war.
Den Abend verbrachten wir mit einem Gang nach Holzminden und einem Abendessen bei einem der dortigen Italiener.
Danach relaxten wir noch etwas am Stellplatz, wobei Sönke vorrangig die Enten am Platz fütterte.

Der nächste Tag führte uns dann noch kurz nach Bad Pyrmont. Hier beließen wir es allerdings bei einer Stadtbesichtigung, merkten uns aber den Ort für eine spätere Tour, da er sehenswert ist und über einen Stellplatz verfügt.

Von Bad Pyrmont aus ging es dann über die Bundesstraße 1 nach Hildesheim und dann weiter nach Hause.

Noch einmal nach Istrien

Kroatien 2007

Auch in diesem Sommer sollte es wieder nach Kroatien gehen.
Wir brauchen einfach die Sonne und die Entspannung, die uns der Urlaub dort bietet.
Diesmal konnten wir etwas früher starten, da Sönke umgeschult wurde und die Grundschule dementsprechend früher beendet war.
Es ging, nach einer kurzen Vorbereitungszeit, also gleich los. Und dies war damit auch die erste längere Urlaubstour mit dem neuen Wohnmobil.

Wir starteten wieder gegen Mittag und machten unsere erste Pause bei Göttingen, um etwas zu essen. Danach ging es über die A 7 und die A 3 weiter. Bei Regensburg machten wir dann doch den ersten Tankstopp. Das freute uns schon etwas, da wir mit dem alten Mobil immer schon in Geiselwind an die Tankstelle ran mussten und jetzt hatten wir auch noch eine Reserve.
Wir fuhren dann auf der A 3 weiter bis Straubing.
Auch dieses Mal wählten wir die Strecke über die B 20. Bei Tittmoning passierte es dann. Mittlerweile war es dunkel geworden und bei der Ausfahrt aus dem südlichen Tor schätzte ich den Seitenabstand falsch ein und der Außenspiegel schrammte leicht am alten Gemäuer lang. Damit hatte das Mobil nun auch seinen ersten leichten Schaden und nach einigen Selbstvorwürfen ging es dann weiter.
Ab Salzburg folgten wir dann der A 10 weiter. Wie jedes Jahr wollte ich erstmal die Tunnel bewältigen, bevor ich mich hinlegte.
Die Familie schlief schon als wir den Katschbergtunnel passierten. Auf dem Parkplatz Rennweg fuhr ich dann ran und wollte es mir auch gemütlich machen. Wie eigentlich jedes Jahr fand ich keinen Schlaf, sodass es nach zwei Stunden Ruhe dann doch weiterging.

Auch dieses Jahr fuhren wir wieder über Italien an. Am Rastplatz Dreiländereck habe ich dann noch kurz getankt und weiter ging’s.
Bis auf Höhe Udine hielt ich noch gut durch. Als dann der Morgen dämmerte übernahm Elli den Fahrerpart und ich konnte es mir auf dem Beifahrersitz gemütlich machen.
Hier schlief ich auch bis wir den Rastplatz bei Triest erreichten. Nach einem kurzen Frühstück wechselten wir wieder und ich steuerte uns durch Triest. Es war wieder mit den üblichen Wirrungen über den richtigen Weg verbunden. Das Straßennetz und die Beschilderung dieser Stadt ist für uns immer wieder verwirrend. Der Navi führte uns zwar vernünftig, aber es gehörte viel Selbstbeherrschung dazu ihm wirklich zu vertrauen.
Die Strecke in Slowenien und Kroatien fuhr sich dann wie von selbst.

Der Tag wurde immer wärmer und am frühen Vormittag erreichten wir bei strahlendem Sonnenschein den Campingplatz Valalta.
Nach der kurzen Voranmeldung fuhren wir auf den Platz und suchten eine Parzelle für unser Mobil. Zunächst waren Elli und Sönke im Bereich der letzten Jahre unterwegs, wurden aber nicht fündig. Ich schaute derweil im Bereich der kleinen Bucht. Ziel war es, dass wir wieder dicht am Wasser stehen.
Letztlich wurde Elli hinter Waschhaus Nr. 8 fündig. Der Stellplatz 1122 lag zwar am Hauptweg, aber auch in zweiter Reihe zum Wasser, so dass wir uns dann für ihn entschieden.
Schnell noch das Wohnmobil aufgestellt und dann erstmal richtig relaxt. Sönke zog gleich zum Wasser ab.

Die darauffolgenden Tage verbrachten wir mit viel Entspannung, Schnorcheln und Paddeln.

Abends fuhren wir dann ab und zu mal mit dem Bus in die Stadt um etwas zu bummeln.

Eine andere Abendveranstaltung war die Fahrt mit dem Fahrrad zum Kazun. Das machten wir allein zweimal, da uns das Essen immer noch gut mundete.
Ansonsten waren wir in den zwei Wochen unseres Aufenthaltes eher träge.

Einzig Elli fuhr regelmäßig morgens mit dem Fahrrad in die Stadt, um auf dem Markt einzukaufen.

Unser Stellplatz selbst war sehr schön. Einziges Manko waren die Wespen, die irgendwo in einer nahen Hecke ihren Bau hatten und zu jedem Frühstück erschienen.

Sönke Kontakte während der Urlaubszeit hielten sich in Grenzen. Immer wieder suchte er nach Tom. Angefreundet hat er sich mit Lorenzo, der aber ganz schön anstrengend in seiner Art war, so dass Sönke dann doch die meiste Zeit allein verbrachte.
Allerdings nahm er auch endlich mal die Angebote des Campingplatzes in Anspruch. So war dieses Jahr eine Teilnahme an der Piratenfahrt durch ihn gebucht worden.

Highlight der Zeit auf dem Platz war dann der Brand auf der gegenüberliegenden Buchtseite. Zunächst nahmen wir nur die Flugzeuggeräusche wahr, was uns aber nicht wunderte, da Fluglärm über Valalta relativ normal ist. Als wir dann sahen, dass es sich um ein Löschflugzeug handelt, gingen wir zum Wasser, um die Situation näher zu betrachten.
Der Brand selbst war auf der abgewandten Seite, so dass wir nur das Flugzeug in unsere Richtung kommen sahen und dann den Wasserablass beobachten konnten.

Das Flugzeug flog unzählige Male über uns hinweg, so dass wir ausreichend Zeit für Fotos hatten. Letztlich wurde das Feuer gelöscht und wir bekamen auch keinen weiteren Brand mit.
Im Gegensatz zu Griechenland, die auch auf Grund der Trockenheit viele Brände hatten, hatten wir es noch gut erwischt.

Ein weiteres Highlight war das genaue Gegenteil. Eines späten Nachmittags zog ein Gewitter auf. Es kam so plötzlich, wie es später verschwand. Wir schafften es gerade noch unsere Markise einzuholen und die Stühle unter dem Mobil zu verstauen, als es losging.
Mit Beginn des sehr starken Regens und des böigen Windes saßen wir im Wohnmobil und Elli machte uns ein schönes Abendessen. Beim Blick aus dem Fenster sahen wir unsere Zeltnachbarn, die sich mit ihrem Zelt abkämpften, dass sich leider bis dahin nicht komplett mit Heringen gesichert hatten. Hilfe benötigten sie jedoch nicht, so dass auch sie letztlich ins Trockene gelangten.
Nach dem kurzen, sehr heftigen Guss kam die Sonne wieder raus und alles war wieder gut.

Zwei Tage vor unserer geplanten Abfahrt hatten wir dann abends eine eigentümliche Begegnung.
Ich ging zum Waschen. es war schon dunkel, als ich von hinten zwei Umrisse wahrnahm, bei denen ich annahm, dass es Swen und Tom gewesen sein.
Meine Unsicherheit verhinderte jedoch, dass ich ihnen hinterher rief.
Ich schilderte Elli noch, was ich gemeint gesehen zu haben und ging dann ins Bett.
Am nächsten Morgen, die Familie schlief noch, ging ich Brötchen holen. zwei bis drei Personen vor mir in der Schlange stand tatsächlich Swen. Ich sprach ihn an und sagte ihm, wo wir stehen würden.
Swen führte aus, dass sie am Abend vorher eingetroffen sein. Auch sie hätten schon nach uns Ausschau gehalten, aber das Wohnmobil nicht entdeckt. Das war für mich der Auslöser ihm mitzuteilen, dass wir mittlerweile ein neues Mobil haben.

Beim Frühstück erschienen sie dann auch um Hallo zu sagen. Sönke hatten wir bis dahin nichts davon erzählt und er freute sich riesig Tom wiederzusehen.

Nach diesem Treffen mussten wir noch einmal umdisponieren. Eigentlich hatten wir vorgehabt am nächsten Tag zu fahren und die Küste nach Süden zu erkunden. Daraus wurde jetzt nichts. Wir verlängerten unseren Campingplatzaufenthalt und verbrachten noch nette Tage mit Swen, Cathrin und Tom.
Gemeinsam besuchten wir die Lokale in der Nähe und fuhren wieder gemeinsam nach Rovinj.

Letztendlich kam dann doch wieder der Tag des Abschieds.
Morgens ging es dann los und wir verabschiedeten uns noch und vereinbarten einen gemeinsamen Besuch.

Nach einem Tankstopp in Rovinj ging es dann in Richtung Deutschland. wo wir noch einige Tage verbringen wollten. Für die Heimfahrt wählten wir diesmal wieder die Strecke über Italien und Österreich.
Als erstes Ziel in Deutschland hatten wir uns Günzburg ausgesucht. Nach einer kurzen Schlafpause auf einer Autobahnraststätte bei Salzburg fuhren wir dann direkt Günzburg an. Wir stellten uns auf den Stellplatz am Legoland, da wir eh vorhatten, dieses zu besuchen.
Nachdem wir die Karten gekauft hatten, Sönke erhielt eine Jahreskarte, gingen wir in den Abendstunden noch in den Park. Dort aßen wir etwas und schauten uns schon einmal das Miniland an.

Der nächste Tag stand dann ganz im Zeichen vom Legoland. Nach dem Frühstück gingen wir in den Park und verließen ihn erst in den späten Nachmittagsstunden.
Neues Highlight war die Piratenfahrt.

Hier fuhr man mit einem Boot und konnte mit überdimensionierten Wasserpistolen in Form von Kanonen auf andere schießen.
Dies ging auch von Stationen am Rand aus, so dass einige Besucher diese nutzten, um die Bootsinsassen nass zu machen. Einige übertrieben dies auch, indem sie die Winkel derart überzogen, dass sie den Leuten in den Rücken spritzten. Die hatten dann keine andere Möglichkeit, als klitschnass zu werden. So passierte es auch mir und zwar derart, dass sogar das Geld in der Geldbörse nass war.
Leider war das Wetter nicht so warm, dass man darüber hätte lächeln können.
Im 3D-Kino wärmten wir uns dann auf und genossen den restlichen Aufenthalt im Park, machten aber einen weiten Bogen um das Piratenland.

Bei mittlerweile wunderschönem Sonnenschein genossen wir die restlichen Attraktionen, wie z.B. die Bootsfahrt

und die vielen anderen Fahrgeschäfte.

Sönke wollte die letzte Stunde noch nutzen, um noch einmal Achterbahn zu fahren, während wir noch ein Getränk zu uns nahmen.
Als es dann immer länger dauerte bis er zurückkam, machten wir uns auf die Suche nach ihm und wurden nicht fündig.
Nachdem wir dann auch auf die Schnelle das Miniaturland abgesucht hatten, machten wir uns auf den Weg zur Information. Hier wurde uns dann unser Kind wieder ausgehändigt, nachdem es sich dort gemeldet hatte, als es uns nicht wiederfand.
Wieder vereint ging es dann noch durchs Miniaturland, bevor wir zum Wohnmobil zurück gingen.

Am nächsten Morgen ging es dann nach dem Frühstück weiter.
Wir folgten der A 7 in Richtung Norden und machten gegen Mittag noch einen Stopp in Rothenburg ob der Tauber.

Nach einer Stadtbesichtigung, bei der das Highlight der Weihnachtsshop war, ging es weiter.
Als nächstes Ziel war Bad Königshofen auserkoren. Eigentlich hatten wir vor, den Stellplatz direkt anzufahren. Daraus wurde leider nichts, da um das Kreuz Biebelried herum alles dicht war. Wir fuhren also vorher ab und es ging über die Landstraße weiter. Über die B 19 ging’s nach Norden bis wir auf die A 71 trafen, der wir dann folgten.
Eigentlich kein Problem. Nur die Tankuhr machte mir Sorgen. Wir näherten uns der Reserve und weit und breit war keine Tankstelle in Sicht. Kurz bevor es richtig eng wurde hatten wir dann Glück und konnten den Tank füllen.

In Bad Königshofen angekommen, machten wir erstmal einen Stadtbummel. Danach ging es ins Schwimmbad. Abends aßen wir dann bei einem Stellplatzfest einige Würstchen mit und genehmigten uns auch ein Bier.
Danach ging’s ins Bett.

Am nächsten Morgen besorgte ich noch Brötchen und nach dem Frühstück ging es dann in Richtung Norden weiter. Weimar stand als nächstes auf dem Plan. Die Fahrt dorthin über die A 71 war eigentlich sehr schön und vor allen Dingen ruhig.
Gegen Mittag trafen wir am Ortsrand von Weimar ein. Beim Tanken erkundigten wir uns nach einem Stellplatz und wurden an den Parkplatz am Schwimmbad verwiesen.
Dort stellten wir uns dann auch auf und machten uns auf unseren Stadtrundgang.

Weiter ging es dann nach Quedlinburg. Wir wählten die Bundesstraße aus, um auf dem kürzesten weg dorthin zu gelangen. Außerdem erhofften wir uns eine landschaftliche reizvolle Strecke. So war es dann auch. Über die B 85 ging es über den Kyffhäuser. Die Abfahrt ist keine Strecke gewesen, die mir mit dem Wohnmobil gefiel. Dann ging es weiter über Nebenstraßen in den Ostharz hinein und über Silberhütte nach Quedlinburg.

In Quedlinburg fanden wir einen kleinen Stellplatz auf einem Parkplatz, der zwar über eine gehörige Schräglage verfügte, für unsere Zwecke aber ausreichend war.
Wir nutzten den Tag, um durch Quedlinburg zu bummeln und verbrachten die Nacht im Mobil.

Am nächsten Morgen ging es dann auf der kurzen Etappe zurück nach Harsum und der Urlaub hatte sein Ende gefunden.