Was für eine Odyssee – Istrien, Ungarn, Österreich und Spreewald

Kroatien

(06.07.2011 – 25.07.2011)

Wie jedes Jahr mussten wir uns bereits im Vorfeld mit der Frage beschäftigen, wo es hingehen sollte. Da es wohl das letzte Mal war, dass wir gemeinsam mit Cathrin, Swen und Tom eine Urlaubszeit hatten, entschieden wir uns wieder einmal für Kroatien. Diesmal sollte es zuerst auf dem Campingplatz Valalta gehen, bevor wir dann im Anschluss eine Rundreise machen.

Am Tag der Zeugnisvergabe ging es los. Da wir diesmal fest eingeplant hatten durchzufahren, fuhren wir erst gegen 18.00 Uhr in Harsum los. Da immer noch die Großbaustelle zwischen Derneburg und Bockenem war, wählten wir die Strecke über die B 243 bis nach Rhüden. Hier tankten wir voll und führen über die BAB 7 in Richtung Süden. Nachdem wir ab Nürnberg auf der BAB 9 weiterfuhren, stellte ich fest, dass der Kraftstoffverbrauch unseres Wohnmobils sich erhöht hatte und wir bereits in Lenting, nach nicht einmal 500 Kilometern, erneut volltanken mussten. Meines Erachtens sind dafür die neuen Reifen der Marke Continental dafür verantwortlich. Die Firma Continental, die ich später dazu kontaktierte, wies natürlich alles zurück.

Nachdem wir mitten in der Nacht an München vorbei waren, ging es über die österreichischen Autobahnen entspannt in Richtung Karawankentunnel. Auch hier gab es, wie zuvor schon an Tauern- und Katschbergtunnel, keine nennenswerten Wartezeiten und kurz vor Sonnenaufgang waren wir bereits an Ljubljana vorbei. Wir folgten der Autobahn bis Koper und passierten im morgendlichen Berufsverkehr die Grenze. Die Streckenführung im Anschluss an die Grenze hatte sich bereits wieder verändert, sodass der Navi wieder einmal sinnlos war und wir uns auf unsere Augen und unser Gefühl verlassen mussten.

Gegen 08.15 Uhr trafen wir dann am Campingplatz ein. Nach dem Quick-Checkinn ging es erst einmal auf Stellplatzsuche. In unserem alten Gebiet wurden wir nicht fündig, sodass wir unterhalb des Waschhauses 9 einen Stellplatz wählten. Zunächst überlegten wir noch, zu einem späteren Zeitpunkt wieder umzuziehen, verwarfen diesen Gedanken später aber wieder, da wir nicht geplant hatten, so lange zu verbleiben.

Nachdem wir uns eingerichtet hatten, erfolgte erst einmal für Sönke die Bescherung, da er am heutigen Tag Geburtstag hatte und diesen wieder einmal im Sommerurlaub auf dem Campingplatz feiern musste. Er hatte sich zum Abendessen einen Besuch in de Saline gewünscht. Diesem Wunsch kamen wir gerne nach, da wir auch keine rechte Lust hatten, noch großartig durch die Gegend zu gondeln.

Den nächsten Tag verbrachten wir mit relaxen und richteten uns weiter auf unserem Platz ein, da nunmehr die Entscheidung für den Stellplatz endgültig war. Wir konnten aufs Meer schauen und, was in Anbetracht der herrschenden Temperaturen viel wichtiger war, wir hatten Schatten auf dem Platz. Abends ging es dann in die Stadt. Den Linienbus wollten wir nicht nutzen, um unabhängig zu bleiben, sodass wir mit dem Fahrrad fuhren. Nach einem kurzen Bummel durch die uns zur Genüge bekannte Stadt, ging es in die Pizzeria Leone zum Abendessen. Zunächst mussten wir auf einen Platz warten. Als wir dann aber einen ergattert hatten, wurden wir wie immer freundlich bedient. Danach ging es noch ein Eis essen und dann mit dem Fahrrad zurück zum Platz. Dort angekommen, waren wir komplett durchgeschwitzt, da es nicht wirklich kühler geworden war, und gingen uns erst einmal kalt abduschen.

Der nächste Tag war der Anreisetag von Cathrin, Swen und Tom. Bisher hatten sie noch nicht genau gesagt, wann sie eintreffen würden, sodass ich mir beim Gang zum Bäcker darüber auch noch keine großen Gedanken machte. Hier sah ich dann aber Swen und Tom in der Schlange stehen. Nach einem kurzen Plausch, beschlossen wir, dass die drei erst einmal ankommen und wir uns ja dann treffen könnten. Tom hielt diese Vereinbarung nicht ganz ein. Bereits unmittelbar nach dem Frühstück steht er neben uns und holt Sönke ab. Das Abendessen nahmen wir dann im Stancija zu uns und verbrachten den Abend in der Pizzeria auf dem Platz, wo wir uns die Viertelfinalspiele der Frauen-Fifa-WM anschauten.

Den nächsten Tag verbrachten wir wieder mit der üblichen Entspannung am Platz. Diesmal war der Erholungswert umso höher, da rund um uns herum der An- und Abreisestress herrschte. Meine Aktivitäten während des Urlaubs waren eh eingeschränkt, da ich mir wenige Tage vor dem Urlaub die Strecksehne im kleinen Finger der rechten Hand gerissen hatte und nun eine Stack’sche Schiene tragen musste. Den Abend verbrachten wir dann zusammen mit Jungnickel’s und gingen erst einmal in der Snack Bar I zum Abendessen. Bevor es soweit war kam noch einmal kurz Hektik auf. Ich wollte Geld abheben und wurde wegen ‚fehlender Liquidation‘ abgewiesen. Trotzdem ging es erst einmal zum Essen. Danach ging es zu den Volleyballplätzen, wo wir Männer eine Runde Beachvolleyball spielten, bevor wir uns noch einge Cocktails gönnten. Auf dem Rückweg kaufte ich noch ein WLAN-Ticket und schaute erst einmal auf dem Konto nach, da mich der abgebrochene Kartenvorgang nicht in Ruhe ließ. Da war dann aber doch alles in Ordnung und wir schoben es auf den Automaten.

Am nächsten Tag wurde es dann noch heißer. Lediglich am Platz mit dem Schatten der Bäume war es noch auszuhalten. Wie wäre es jetzt wohl auf unserem alten Platz ohne Schatten gewesen. Wir wollten es uns gar nicht ausmalen. Das Wasser war auch keine wirkliche Erleichterung, da es mittlerweile Badewassertemperatur hatte.

Am Abend dann ging es mit Jungnickel’s in die Stadt. Die Parkplatzsuche gestaltete sich etwas abenteuerlich, da kostenlose Parkplätze mittlerweile rar waren. Nach einem kurzen Bummel durch die Stadt ging es erst einmal zum Essen in die Pizzeria Leone. Nach einer kurzen Wartezeit und etwas Eigeninitiative haben wir auch eine gute Sitzgelegenheit ergattert. Zu unserer Freude verrät uns die Bedienung, die uns mittlerweile gut zu kennen scheint, den Netzwerkschlüssel des Lokals, sodass wir kostenfrei ins WLAN können.

Nach dem Essen wollen wir noch etwas durch die Altstadt bummeln. Sönke kauft sich noch ein Graffiti-T-Shirt, das er kurze Zeit später auch sichtlich gerne trägt. An einem der Lokale in der Altstadt, die an der Felsenküste liegen, machen wir dann halt und gönnen uns einen Cocktail.

Auf dem Platz neben uns sind vier ausgelassene Engländerinnen, die wohl mit dem Schiff hier sind. Schnell tauscht man sich aus und hilft sich gegenseitig bei den Gruppenfotos mit Wiedererkennungswert. Auf der Rückfahrt nach Valalta fängt es leicht an zu regnen. Elli hat gleich Panik, da die Dachfenster offen stehen und sie annimmt, dass wieder ein Gewitter wie in den Vorjahren im Anzug ist. Alle Versuche sie zu beruhigen scheitern. Trotzdem ist ihre aufkommende Panik grundlos. Nach ein paar Tropfen ist alles vorbei.

Der nächste Tag fing für mich mit einer Einkaufstour an. Da ich ja eh mit meiner Verletzung gehandicapt war, durfte ich mit Swen und Cathrin und deren Bekannten in einem Konzum-Markt in Rovinj einkaufen. Für mich war der Gang durch den Markt schnell beendet, da wir außer Getränke nicht viel brauchten und die waren schnell gefunden. Danach verließ ich den gekühlten Markt und wartete in der heißen Luft auf dem Parkplatz. Hier stellte ich fest, dass Swens Pkw nicht richtig verschlossen war, da die Mitfahrerin die Tür erst nach der Verriegelung zugeworfen hatte. So konnte ich das Fahrzeug komplett öffnen, was später zu einigem Staunen führte, und meine Einkäufe bereits einladen.

Zurück am Platz musste ich erst einmal richtig ausspannen von der Hektik des Vormittags. Erstmals fiel mir die Möwe auf, die ihr eigenes Spiegelbild auf dem Pkw der Stellplatznachbarn bekämpfte.

Abends ging es dann gemeinsam mit dem Fahrrad ins Kazun zum Abendessen. Wir waren bewusst etwas früher gefahren, mussten aber trotzdem am Eingang auf einen Sitzplatz warten. Nach etwa einer halben Stunde hatten wir dann einen Platz ergattert und gönnten uns wieder ein vorzügliches Abendessen mit reichhaltigen Portionen. Von dem daraus resultierenden Völlegefühl hatten wir auch alle die ganze Nacht etwas.

Der nächste Tag wurde noch heißer. Besonders im Steinbruch, wo wir uns zum Kaffee trafen, war es kaum noch zu ertragen. Mittags gönnten wir uns nur noch einen Salat und verzichteten auf jegliche alkoholischen Getränke. Im Wohnmobil lief der Ventilator mittlerweile auf höchster Stufe durch, damit man sich abends überhaupt da drin aufhalten konnte. Diesen Abend verzichteten wir auf jegliche Ausflüge und verbrachten einen Abend im Familienkreis am Wohnmobil. Zunächst grillten wir Cevapcici, die wir im Supermarkt gekauft hatten. Später kamen wir mt unseren Platznachbarn aus Koblenz ins Gespräch, die waren gerade aus dem Süden Kroatiens hoch gekommen und relaxten noch ein paar Tage, bevor es für sie nach Hause ging. Während wir so dasaßen und Geschichten erzählten, zauberte Frau Nachbarin selbstgebrannten Feigenschnaps, von dem wir uns einige Gläser gönnten.

Der nächste Tag war dann wieder sehr heiß. Sönke und Tom nahmen am Vormittag an einem Schachturnier teil. Sönke wurde Fünfter, Tom belegte den zweiten Platz. Abends ging es dann gemeinsam ins Stancija, den Sieg der beiden feiern. Danach ging es auf den Platz zurück und Elli, Sönke und ich kniffelten noch eine paar Runden. Nachdem Elli jedoch nicht zu schlagen war, ließen wir es sein und zogen uns zurück.

Am nächsten Morgen schien erst einmal Abkühlung in Sicht zu sein. Der Wind hatte merklich aufgefrischt und es waren erste Wolken am Himmel. Auf Grund des Windes gab es nun auch endlich Wellen und Sönke und Tom gönnten sich diesen Spaß in der Brandung den ganzen Vormittag über. Elli nutzt das frische Wetter, um das erste Mal zum Joggen zu gehen. Gegen 11.00 Uhr ist es dann wieder klar und der Wind ließ auch wieder nach. Die Folge ist, dass es sofort wieder richtig warm wurde.

Abends geht es dann noch einmal mit dem Fahrrad in die Stadt. Zum Abendessen gibt es Pizza in der Pizzeria Leone – diesmal ohne Kurzen zum Abschluss. Danach gönnen wir uns wieder einmal einen Cocktail in der Altstadt und ein Eis, bevor es dann um 22.30 Uhr zum Platz zurückgeht.

Es näherte sich der letzte Tag unseres Aufenthaltes. Wir hatten ihn als Putztag eingeplant und fingen bereits am Vormittag an Stück für Stück einzupacken. Es wird wieder unerträglich heiß, sodass das Packen keine angenehme Tätigkeit ist. Schnell geraten wir ins Schwitzen und müssen uns immer wieder zwischendurch abkühlen gehen. Da wir noch einige Tage unterwegs sein wollen, müssen wir mit Sinn und Verstand packen, damit wir an alles ran kommen. Das nimmt einige Zeit in Anspruch und führt auch einige Male dazu, dass alles wieder ausgeräumt wird. Letztlich schaffen wir es doch und nur noch das Notwendigste ist draußen, als am Nachmittag Cathrin erscheint und mitteilt, dass wir unsere gemeinsamen Pläne für den heutigen Tag ändern müssten, da Swen eine Bekannte ins Krankenhaus nach Rijeka gefahren hatte. Ihr Mann war dort nach einem Herzinfarkt auf dem Campingplatz eingeliefert worden.

Nachdem wir am Nachmittag noch etwas relaxt hatten, beschlossen wir in den frühen Abendstunden, als die Sonne nicht mehr so stark auf unseren Platz schien, unsere Markise zu reinigen. Zunächst versuchte ich vom Dach des Wohnmobils aus die getrockneten Blätter, die auf von den umstehenden Bäumen auf die Markise gefallen waren, herunterzufegen. So richtig gelang dies nicht, da sich die meisten Blätter in der Frontklappe verfingen. Also musste ein anderer Plan her. Kurz entschlossen schraubte ich die Frontklappe auseinander. Das gelang auch ganz gut, sodass wir mit einer gereinigten Markise den Rest der Reise antreten konnten.

Zum Abendessen ging es auf Sönkes Wunsch hin in die Snackbar I. Danach folgten noch ein paar Runden Kniffel am Platz, bei denen es mit einem Gleichstand zwischen mir und Elli endete, bevor es dann ins Bett ging, um den nächsten Tag ausgeruht angehen zu können.

Es folgte der Reisetag in Richtung Plitvice, das unser erstes Ziel auf unserer weiteren Tour war. Bereits um 09.50 Uhr kamen wir vom Platz aus los, nachdem wir uns von allen verabschiedet hatten. Wir kamen derart gut voran, das wir bereits gegen 14.30 Uhr am Nationalpark Plitvice waren. Die Fahrt dorthin war fast ereignislos verlaufen. Lediglich die Erkenntnis, dass der Reifendruck in Kroatien nur bis 5 Bar überprüft werden konnte, während wir 5,5 Bar benötigten, und dass man der Straßenbenennung nicht all zuviel Glauben schenken sollte, auch Landstraßen können Feldwege sein, hielt uns in Atem.

Auf Grund der frühen Ankunftszeit beschlossen wir den Parkbesuch im Nationalpark Plitvicka Jezera vorzuziehen und parkten auf einem nahen Parkplatz. Der Parkbesuch war wieder einmal imposant. Diesmal genossen wir ihn bei strahlendem Sonnenschein und heißem Wetter. Lediglich der Preis mit 10 € fürs Parken und 25 € Eintritt je Person war verdammt hoch. Darin enthalten war zwar die Bus- und Bootsfahrt im Park, aber sonst nichts.

 

Nachdem wir unsere Eindrücke im Park gesammelt hatten, ging es zum Campingplatz Korona in der Nähe des Parkes. Hier erwarteten uns keine Überraschungen, da wir den Platz ja von unserem ersten Besuch her kannten. Wir stellten uns auf eine große, parkplatzähnliche Fläche in der Mitte des Campingplatzes und richteten uns notdürftig häuslich ein.

Danach stellte sich uns die Wahl bezüglich des Abendessens. Alternativen waren ein Lokal außerhalb, die Gaststätte auf dem Platz oder gar selber kochen. In entspannter Atmosphäre diskutierten wir die unterschiedlichen Möglichkeiten und während ich die Angebote auf dem Platz einholen wollte, fand ich in der Nähe des Supermarktes einen Imbiss. Hier gab es, neben alkoholischen Getränken auch Burger, Hot Dogs, Pommes und halbe Hähnchen. Wir entschlossen uns dieses Angebot anzunehmen und gingen nach dem Duschen zum dem Selbstbedienungs-Snack. Während Sönke sich Hamburger gönnte, wählten Elli und ich die halben Hähnchen. Es war keine schlechte Wahl und vor allen Dingen günstig. So gestärkt ging es ins Wohnmobil zurück und zum ersten Mal wurde der Fernseher angestellt.

Am nächsten Tag folgte die Weiterfahrt nach Ljubljana, die größtenteils über die Landstraße stattfand. In Metlika geht es über die Grenze nach Slowenien, nachdem wir kurz vorher noch an einer nahen Tankstelle eine Rast gemacht hatten. Am Grenzübergang werden wir das erste Mal überhaupt herausgewunken. Es folgt allerdings nur die Frage, ob wir etwas zu verzollen haben. Nachdem wir das verneinen, dürfen wir auch schon weiterfahren. Ab Novo Mesto geht es über die Autobahn weiter. Elli hat mittlerweile einen Campingplatz ausfindig gemacht, den wir während einer Pause in den Navi eingegeben hatten. Der Campingplatz Ljubljana Resort liegt im Norden Ljubljanas, relativ nah zur Autobahn, sodass die Anfahrt stressfrei verlief.

Nachdem Elli uns angemeldet hatten, suchten wir uns einen ruhigen Stellplatz und, da es erst Mittag war, machten wir uns auf den Weg in die Stadt. Wir wählten den Bus als Verkehrsmittel. An der Bushaltestelle mussten ich allerdings erst einmal zurück zur Rezeption, um Busfahrkarten zu kaufen, den die konnte man nicht im Bus erwerben. Die Busfahrt in die Stadt durch die verschiedenen Stadtviertel allein war dann schon sehenswert. Direkt am Stadtzentrum konnten wir aussteigen und stärkten uns erst einmal bei McDonalds für den weiteren Tag. Bereits hier stellten wir fest, dass Slowenien nicht in allen Dingen günstig war. Ein Essen bei McDonalds erschien uns teurer als in Deutschland.

Von McDonalds aus ging es über die Fußgängerzone zum Tromostovje, einem Platz, von dem drei Brücken auf die gegenüberliegende Seite des Flusses führen.

Von hier aus hatte man einen herrlichen Blick auf die Festung und den Fluss Ljubljanica. Wir gingen durch die Altstadt und während Elli am östlichen Flussufer zurückging, in der Hoffnung ein Reisepräsent zu finden, wählten Sönke und ich das westliche Ufer.

Wieder am Tromostovje warteten wir auf Elli und genossen den Blick über die Prachtbauten am Platz. Gleichzeitig wurden wir Zeuge, wie eine Sitznachbarin eine Geldbörse fand, die ein Tourist augenscheinlich verloren hatte, als er vor uns auf der Bank saß.

Nachdem Elli wieder zu uns gestoßen war, ging es zurück zur Slovenska Cesta, da sich an dieser Straße die Bushaltestellen befanden. Bei einem Blick in den Stadtführer stellten wir fest, dass nicht weit entfernt Reste der alten römischen Befestigung, Rimski Zid genannt, befanden. Kurz entschlossen machten wir uns auf zu einer Besichtigung und stellten fest, dass diese geschichtsträchtigen Bauwerke hier keinerlei Beachtung fanden.

Danach ging es zur nahen Bushaltestelle und zurück zum Campingplatz, wo wir erst einmal duschten und uns danach ein ausgiebiges Abendessen vor dem Wohnmobil gönnten.

Am nächsten Tag sollte es nach Ungarn, dem eigentlichen Ziel unserer Tour weitergehen. Nachdem wir entsorgt hatten, folgten wir der A 1 bis Maribor durch eine Landschaft, die immer mehr an Österreich erinnerte. Von Maribor aus geht über die A 5 weiter in Richtung Ungarn. Auf Höhe der Ausfahrt Lendava entschließen wir uns noch kurz zum Einkaufen abzufahren und fahren einen nahen Hofer (Aldi) an, wo wir das Notdürftigste einkaufen. Danach geht es auf die Autobahn zurück und kurz vor der Grenze nach Ungarn, auf dem Rastplatz Pince, tanken wir auf und kaufen uns die Autobahnvignette für Ungarn.

Unmittelbar hinter Grenze, nachdem der ungarische Teil der Autobahn einspurig geworden ist, machen wir auf einem Parkplatz unsere Mittagspause.

Die am Parkplatz aufgestellten Hinweisschilder sind nicht gerade vertrauensbildend und veranlassen uns zügig weiterzufahren. Wir folgen der M 70 bis zur M 7 und fahren auf dieser in östliche Richtung weiter in Richtung Balaton. Auf Höhe Balatonkeresztür können wir das erste Mal einen Blick auf den Plattensee werfen. Es geht dann auf der Autobahn weiter und kurz vor der Ausfahrt Siofok machen wir noch einen kurzen Stopp, um den Navi endgültig zu programmieren, da Elli sich bezüglich des Campingplatzes schlüssig geworden war.

Die Fahrt durch Siofok zu dem Campingplatz weckte keinerlei Erinnerungen bei uns. Obwohl ich bereits zweimal in Siofok war und eigentlich über ein gutes Ortsgedächtnis verfüge, konnte ich mich an nichts erinnern. Der Campingplatz Balatontourist war schnell gefunden – Dank des Navi, ansonsten wäre es schwierig geworden. Entgegen aller üblichen Gepflogenheiten mussten wir uns diesmal zuerst einen Platz suchen und erst, wenn wir diesen vorweisen konnten, durften wir uns anmelden. Elli und Sönke machten sich auf die Suche und wurden in Ufernähe fündig. Die Plätze berechneten sich nach Größe und wir hatten einen guten und günstigen Platz gefunden. Wenigstens ein Lichtblick. Die Sanitäranlagen waren es jedenfalls nicht.

Nachdem wir alles erledigt hatten, ging es erst einmal zum Baden an den Balaton. Durch ein nahes Tor konnten wir das Campingplatzgelände verlassen und befanden uns direkt am Badestrand. Für Sönke war es wirklich ungewöhnlich, wie weit man herausgehen musste, bis man endlich schwimmen konnte. Elli und ich kannten dies ja bereits. Nachdem wir bei leicht bewölktem Wetter und 27 Grad Lufttemperatur (gefühlte 40 Grad ansteigend) so unsere Zeit verbrachten hatten, ging es dann in die spartanischen Wellblechduschen zum Duschen. Danach wollten wir eigentlich in die Stadt zum Essen aufbrechen und ich hatte bereits die Fahrräder abgeladen, als es zu regnen anfing. Es schien der erste Regentag seit langem zu sein, da unsere Zeltnachbarn lediglich ihr Innenzelt aufgebaut hatten und nun auf die Schnelle das wasserdichte Außenzelt aufbauten. Wir setzten uns derweil unter die Markise und warteten das Ende des sintflutartigen Regens ab. Als  der Regen nachließ, hatte auch unsere Lust zu einem Ausflug in die Stadt nachgelassen. Stattdessen bleiben wir am Wohnmobil und machten uns hier einen schönen Abend. Besonders genossen wir den Blick auf das Gewitter, das mittlerweile über dem Balaton wütete.

Am nächsten Morgen waren wir früh raus. Bereits um 07.00 Uhr machte ich mich zum Brötchen holen fertig, als es wieder anfing zu regnen. Bei strömenden Regen war ich unterwegs zum Supermarkt und musste dabei den seeähnlichen Pfützen auf dem Platz ausweichen. Am Supermarkt musste ich erst einmal warten, bis die Brötchen angeliefert wurden. Mit der Pünktlichkeit nahm man es nicht so genau, aber ist ja auch egal, war ja Urlaub.

Nachdem ich mit meinen Brötchen zurück am Platz war, hatte es etwas nachgelassen mit dem Regen, sodass ich die Gunst der Stunde nutzte und die Fahrräder wieder auf das Wohnmobil lud. Nach dem Frühstück, wir hatten uns mittlerweile entschlossen weiterzufahren, bauten wir den Rest ab. Mit dem Abbau des Stroms und der Markise war das ja nicht viel, aber da es im strömenden Regen erfolgte, war es nicht gerade schön. Beim Bezahlen des Platzes erwähnte die nette Dame von der Rezeption noch, dass sich das Wetter nun über mehrere Tage so halten soll und es auch in Budapest stark regnet.

Wir fuhren dann erst einmal auf die Autobahn M 7 in Richtung Budapest und machten kurz vor Szekesfehervar eine Pause, um die weitere Fahrtstrecke zu besprechen. Da Budapest bei Regen nicht wirklich Sinn für uns machte, beschlossen wir erst einmal in Richtung Österreich zu fahren und dann weiter zu sehen. Wir fuhren über die 81 in Richtung M 1. Die Fahrt war zeitintensiv und auf Grund des Regens auch anstrengend.

Erst kurz vor der M 1 besserte sich das Wetter etwas und die Sonne ließ sich ab und zu blicken. Leider reichte das nicht aus, um die Luft wieder richtig aufzuwärmen, sodass wir an einer Raststätte an der A 1 erst einmal halt machen und uns wärmere Klamotten und Schuhe anziehen. Gleichzeitig setze ich die ungarischen Forinth, die ich am Abend zuvor eintauscht hatte, um, indem ich die österreichische Vignette und Zigaretten kaufte.

In Nickelsdorf ging es dann über die Grenze nach Österreich. Unmittelbar danach folgte eine neuerliche Fahrtunterbrechung, da wir uns über das nächste Reiseziel einig werden mussten. Zur Auswahl stand eine Fahrt an den Neusiedler See oder noch einmal eine Städtetour nach Wien. da das Wetter immer noch unangenehm kühl und windig war, fiel unsere Wahl auf Wien. Diesmal sollte es aber der Campingplatz Neue Donau sein, auf dem wir unterkommen wollten. Schnell war der Navi programmiert und führte uns fast fehlerfrei dorthin. Bis heute konnten wir nicht klären, ob der eine Fehler auf Grund der Ignoranz des Fahrers oder einer falschen Anweisung des Navi entstand. Die Meinungen dazu gehen auseinander.

Auf jeden Fall fanden wir den Campingplatz letztendlich und konnten auch gleich einen Stellplatz suchen. Nachdem wir uns eingerichtet hatten, ging es gleich zu Fuß in Richtung U-Bahn-Station. Von hier aus nahmen wir die Linie U2 in die Stadt. Am Museumsquartier stiegen wir aus und durch die Hofburg zum Michaelerplatz.

Von dort aus folgten wir kleineren Gassen bis wir zur Besichtigung der Grabstätten der Habsburger kamen. Die ersparte ich mir und wartete vor der Tür, während Elli und Sönke etwa eine Stunde in dem Museum zubrachten.

Danach spazierten wir weiter in Richtung Fußgängerzone und bei sonnigem Wetter bis zum Stephansdom.

Nachdem wir diesen einmal umrundet hatten, ging es über die Wollzeile und Postgasse, die durch die typischen Wiener Hinterhäuser in Richtung Donauufer. Dem folgten wir bis zu Aspembrücken und überquerten dort die Donau. Danach ging es über die Praterstraße direkt zum Prater. Hier reichte uns diesmal eine Besichtigung von außen, sodass wir den Wiener Prater nicht weiter besuchten.

Nach einem Sonnenbad auf der Wiese unterhalb des Riesenrades ging es von der nahen U-Bahn-Station aus zurück zum Campingplatz. Dort angekommen nutzten wir das freie WLAN, um uns für unsere weiter Fahrt fit zu machen. Das Abendessen genossen wir im Wohnmobil. An ein Sitzen vor dem Mobil war auf Grund des Windes nicht zu denken.

Am nächsten Morgen ging es dann, nachdem wir noch schnell entsorgt hatten, früh weiter. Bereits um 05.30 Uhr hatte es zu regnen begonnen und bisher nicht nachgelassen. Nachdem wir noch schnell getankt hatten, die Großstadt Wien war da entsprechend günstig, fuhren über die verschiedenen Autobahnstrecken aus Wien heraus. Trotz des morgendlichen Berufsverkehrs kamen wir in keine nennenswerten Verkehrsstaus, sodass unsere Fahrt zügig voran ging. Über die A1 und A8 ging es an Linz vorbei zur BAB 3. Elli war mittlerweile voll in der Suche nach einem Ziel aufgegangen. Als Fernziel hatten wir mittlerweile den Spreewald auserkoren, da die Wettervorhersage hier vielversprechend war. Als Nahziel hatte Elli die Ortschaft Schwandorf in der Oberpfalz ausgemacht. Bevor wir den Stellplatz auf der Festwiese anfuhren, kauften wir noch schnell das Nötigste ein.

Vom Stellplatz aus war es ein kurzer Fußmarsch in die Stadt. Zunächst besichtigten wir noch eine nahe Wasserkunst, bevor wir bei einem bayerischen Bier und einer Sprudel im nahen Biergarten im Stadtpark ausspannten und uns vom Fahrstress erholten.

Danach ging es den Ortskern, den wir unter das Motto „klein aber fein“ stellten.

Den Abschluss fand unsere Besichtigung mit einem Besuch der Eisdiele am Marktplatz. Während wir unser Eis genossen, fing es dann zu regnen an. Der Wolkenbruch war derart sintflutartig, dass uns die Bedienung, die unser Dilemma erkannte, einen Regenschirm anbot. Wir lehnten dankend ab und warteten stattdessen, dass der Regen etwas nachließ. Danach ging es bei leichtem Regen zum Wohnmobil zurück.

Zum Abendessen ging es dann noch einmal in die Ortschaft hinein. Nachdem wir mehrere Lokale angeschaut hatten, fiel unsere Wahl auf die Gaststätte Schmidtbräu am Marktplatz. Gerade hatten wir in der Außenbestuhlung Platz genommen, als es wieder anfing zu regnen. Diesmal war es zwar nicht ganz so schlimm, trotzdem trieb es uns nach drinnen. Nach einem guten Essen ging es dann zurück zum Wohnmobil.

Am nächsten Morgen ging ich dann Zeitung und Brötchen besorgen, bevor es weiter ging. Zunächst hatten wir einige Sorgen, dass uns der aufgeweichte Rasenboden die Abfahrt erschweren könnte. Dies bestätigte sich Gott sei Dank nicht. Über die BAB 93 und BAB 72 geht es in Richtung Spreewald. Ab Dresden auf unserer Fahrt auf der BAB 13 holt uns dann der Regen wieder ein Elli hat mittlerweile schon einen geeigneten Campingplatz ausgemacht, der zentrumsnah zum Spreewaldhafen in Lübbenau liegt, und telefonisch reserviert.

Gegen Mittag kommen wir am Spreewald Camping-Caravan Dammstraße an. Im Regen wird uns schnell unser Platz zugewiesen und wir bauen auf. Nachdem die Markise ausgekurbelt ist, halten wir uns draußen auf und warten das Ende des Regens ab. Als es soweit ist, machen wir uns auf den Weg zum Spreehafen. Dort angekommen frischt der Wind merklich auf und ich mache mir ernsthaft Gedanken um unsere Markise, sodass ich zurück gehe und sie reinkurbele. Hierbei stelle ich fest, dass meine beiden Mitreisenden auch die Garagentüren offen gelassen haben.

Vom Spreehafen aus geht es dann zum Schlossbezirk, wo gerade ein OpenAir-Event vorbereitet wird und über de Kirchplatz zurück. Während unseres Marsches haben wir dann gleich die Zeit genutzt und Spreewälder Spezialitäten fürs Abendessen eingekauft.

Zum Frühstück am nächsten Morgen hole ich die Brötchen in einem Hotel auf der gegenüberliegenden Straßenseite. Danach machen wir uns fertig und fahren bei strahlendem Sonnenschein, aber nur mittelmäßigen Temperaturen mit dem Fahrrad los. Zunächst geht es über den Gurkenradweg in Richtung Leipe.

Von dort aus geht es weiter nach Burg im Spreewald. Hier bummeln wir etwas über den dort stattfindenden Kunstmarkt, bevor es zum Bismarckturm weitergeht.

Elli und Sönke besteigen den Turm, während ich mich unten mit dem Angebot der Lokalität vertraut mache. leider müssen sie vollen Eintritt zahlen, da man uns am Campingplatz die Kurkarte vorenthalten hatte.

Bei einem Kaltgetränk besprechen wir die weitere Tour und entscheiden uns für eine Strecke am Südumfluter und Leineweberfließ entlang. Durch Burg geht es zurück bis zur Straße Am Leineweber. In diese biegen wir ein und folgen der Strecke am Kanal entlang. In den ruhigeren Ecken begegnen uns dann Störche, die in den feuchten Wiesen auf Nahrungssuche sind.

Vom Südumfluter aus wollten wir eigentlich an der Mühle Dubkow, in der dortigen Gaststätte, einkehren. Leider fanden wir diese nicht und kamen irgendwie vom rechten Weg ab, sodass wir letztlich im Spreewaldhof Leipe die Gaststätte Fischerstübchen für unsere Mittagsrast auswählten.

Bei Plinse mir Zimt und Zucker ließen wir es uns gut gehen, bevor wir uns auf die letzten Kilometer zum Campingplatz machten. In Lübbenau informieren wir uns noch kurz über die Leihgebühren für Kanus, da wir das am nächsten Tag machen wollen.

Am Campingplatz widme ich mich dann dem defekten Fahrlicht, das wir beim Einparken am vorherigen Tag festgestellt hatten. Dazu musste ich mit dem Fahrrad zu einer acht Kilometer entfernten Tankstelle fahren, um ein Leuchtmittel zu erhalten. Danach muss nur noch der Scheinwerfer oder der halbe Kühlergrill abgebaut werden, um an die Lampenfassung zu kommen. Wirklich wartungsfreundlich, was Fiat so baut.

Elli und Sönke besuchen derweil das Erlebnisbad Spreewelten, wo, wenn man der Werbung glaubt, mit Pinguinen geschwommen werden kann. Mittlerweile hat Elli auch eine Kurkarte erkämpft, sodass der Eintritt billiger ist. Als beide zurück sind, gehen Elli und ich zum Hotel auf der gegenüberliegenden Straßenseite. Die haben eine Happy Hour, die wir genießen wollen. Als wir feststellen, dass dieses Angebot auch für das Abendessen gilt, rufen wir Sönke an und bestellen ihn zum Lokal, wo wir dann ein wirklich günstiges und auch gutes Abendessen zu uns nehmen.

Am nächsten Morgen konnten wir erstmals etwas länger schlafen. Keine Kuh, die uns weckte, wie am Vortag. kein Verkehrslärm. Nach dem Frühstück packten wir unsere Sachen und gingen zum Bootsverleih Richter, wo wir uns ein Einerkajak für Sönke und ein Doppelkajak für Elli und mich mieteten. Das mit dem Doppelkajak war am Anfang keine so gute Idee, da Elli und ich lange brauchten, bis wir im Einklang vorankamen. Sönke preschte in seinem Einer immer wieder vor und zurück, da er wesentlich schneller war.

Wir fuhren zunächst bis nach Leipe, wo wir wieder einmal in der Gaststätte Fischerstübchen eine Rast einlegten. Danach sollte es über den Hauptfließ zum Museumsdorf Lehde gehen. Leider erwischten wir eine Abzweigung falsch und fuhren über mehrere kleine Fließe. Letztlich folgten wir den Spreewaldkähnen, um nach Lehde zu gelangen.

Hier war auf den Fließen richtig viel los und man musste sich einreihen, um überhaupt voran zu kommen. In Lehde legten wir dann noch einmal an und machten im Biergarten der Gaststätte Kaupe No 6 eine Pause, bevor es die kurze Strecke zum Bootsverleih zurückging. Von dort aus ging es zunächst noch einmal in den Spreewaldhafen, wo sich Elli einen Eierbecher gönnt und Sönke schon einmal eine Pommes isst, um den größten Hunger zu bekämpfen.

Auf dem Rückweg zum Campingplatz finden wir noch den Hinweis auf eine Minigolfanlage und kurz entschlossen statten wir ihr einen Besuch ab. Sönke gefällt das zunächst gar nicht und so spielt er auch. erst nach einem ermahnenden Gespräch kommt er wieder etwas runter und hat auch etwas Spaß.

Elli spielt uns beide auf jeden Fall auf dieser recht guten Anlage in Grund und Boden.

Für das Abendessen nehmen wir wieder das Happy Hour Angebot des nahen Hotels in Anspruch.

Am nächsten Tag beschließen wir dann einvernehmlich nach Hause zu fahren. Zunächst müssen wir jedoch noch tanken und machen uns auf die Suche nach einer Tankstelle. Wir finden lediglich eine abgelegene Kartenzapfsäule in einem Industriegebiet, wo wir gerade soeben beim Volltanken unterhalb des Höchstbetrages bleiben.

Danach geht es auf die Autobahn und über die AB 13 bis nach Berlin. Von dort über die AB 10 auf die BAB 2, der wir bis Peine folgen. Von dort geht es über die B 494 bis nach Harsum, wo wir gegen 14.00 Uhr glücklich eintreffen.

Insgesamt haben wir in diesem Urlaub 3477 Kilometer in fünf Ländern zurückgelegt.

Mit dem Fahrrad am Balaton

Mit dem Fahrrad am  Balaton (1996)

Anfängliche Turbulenzen

Diese Fahrradtour beginnt eigentlich schon auf der letzten Fahrradtour durch den Harz. Lars und ich litten damals unter dem äußerst schlechten Wetter und wünschten uns zusehends bei Sonnenschein zu fahren. Aus diesem Grund beschlossen wir, die nächste Fahrt auf jeden Fall in südlicheren Gefilden zu unternehmen.

Unsere erste Wahl fiel auf Südfrankreich. Nach ersten Kontaktgesprächen mit einem Arbeitskollegen, der dort einen Wohnwagen vermietet, schien schon alles klar. Doch im August schwenkten wir dann auf Ungarn um, da ich die Zusage für den Wohnwagen immer noch nicht erhalten hatte und Frankreich auch ausgesprochen teuer ist.

Die Planung war bis Mitte August soweit fortgeschritten, dass wir beschlossen hatten, mit dem Ford Sierra nach Ungarn zu fahren, dort ein Ferienzimmer zu nehmen und dann mit den Rädern den Balaton zu umfahren. Richtig los ging es dann erst zwei Wochen vor dem eigentlichen Start der Tour. Der genaue Anfangstermin stand zu diesem Zeitpunkt nur vage fest. Eigentlich hatten wir beabsichtigt erst Mitte September zu fahren. Da Lars seine Klausurtermine aber immer weiter nach vorne gerutscht sind, bewegte sich unser Termin auch weiter nach vorne – bis zum Montag, den 03.09.1996. Dieser Termin fand sich in Gesprächen Mitte August.

Danach ging dann alles Schlag auf Schlag. Am Dienstag, dem 27.08.1996, gegen 12:00 Uhr, bin ich mit meinem Mountainbike zur HUK-Coburg Versicherung gefahren, um die letzten Unterlagen für den Fahrraddiebstahl meines letzten Rades abzugeben. Während ich mich für circa 10 Minuten im Versicherungsgebäude aufhielt, wurde mein Fahrrad, das an einem Baumschutzgitter im Sichtbereich des Pförtners angeschlossen war, entwendet. Meine Verblüffung war groß, als ich aus dem Versicherungsgebäude kam und das Fahrrad weg war. Lediglich die Schleifspuren meines Reifenprofils waren noch im weichen Boden zu sehen. Von meinem Fahrrad war weit und breit keine Spur zu sehen. Ich befragte dann noch kurz die anwesenden Personen, sowie den Pförtner, die aber alle nichts gesehen hatten.  So zog ich dann unverrichteter Dinge ab. Auf dem gesamten Weg zum Hauptbahnhof, wo ich nun notgedrungen den Bus benutzen musste, trauerte ich meinem Fahrrad nach und beobachtete jeden argwöhnisch, der mir mit einem Mountainbike entgegen kam. Besonders bitter war dieser Umstand des Fahrraddiebstahles ja, weil wir 1½ Wochen später unsere Tour machen wollten und weil ich nun hierfür, im Gegensatz zu der Harztour vom letzten Jahr, ein gleichwertiges Fahrrad gegenüber Lars hatte. Zu Hause angekommen, sammelte ich meine Unterlagen zusammen und ging zum Polizeikommissariat Südstadt, um meine Diebstahlsanzeige zu erstatten. Nachdem dies erledigt war, rief ich bei Holger’s in Hildesheim an, um ein neues Giant Terrago zu ordern. Zu meinem Bedauern musste ich hören, dass das Fahrrad nicht mehr vorhanden war. Ich klapperte daraufhin alle adäquaten Fahrradgeschäfte ab, um ein vergleichbares Fahrrad zu erwerben. Ich fand jedoch nichts geeignetes, bis ich am Mittwoch zu Holger’s fuhr. Dort machte man mir ein gutes Angebot für ein Fahrrad von Focus mit Federgabel und Shimano STX RC – Schaltung. Noch schnell das Zubehör ausgehandelt, dann griff ich kurz entschlossen zu und machte aus, dass ich das Fahrrad am nächsten Tag abholen würde. So geschah es dann auch. Zusammen mit Lars holte ich es ab und machte eine kurze Einführungsfahrt von Sorsum nach Himmelsthür und zurück, um zu sehen, wie es läuft.

Nun schien alles in bester Ordnung zu sein. Ein letztes Treffen mit Lars am Freitag, um die Einzelheiten zu besprechen und dann war alles klar. Am Montag sollte es dann gegen 22:00 Uhr in Sorsum losgehen. Letzte Panik kam dann noch einmal am Montag auf, nachdem Lars versucht hatte ungarische Forint zu erwerben. Man hatte ihm mitgeteilt, dass man bei der Einreise nach Ungarn für jeden Tag Aufenthalt einen 1000 Forint mitführen müsse, diese aber nirgends zu erlangen seien. Ich rief daraufhin beim ADAC an und klärte dies auf. Es handelte sich um eine Fehlinformation. Man musste lediglich einmalig 1000 Forint (oder einen entsprechenden Gegenwert in anderer Währung) mitführen, um die Autobahngebühr entrichten zu können. Nun stand der Fahrt nichts mehr im Wege, da schon ja im Vorfeld das Problem mit Lars Reisepass geklärt war, der natürlich abgelaufen war. Wir haben dann festgestellt, dass man in Ungarn auch mit gültigem Personalausweis einreisen darf.

Die Anfahrt

Wie abgesprochen ging es dann los. Nachdem ich am Montag noch gearbeitet hatte, kaufte ich noch schnell das nötigste für die Fahrt ein und packte dann endgültig meine Sachen. Elli, die wie montags üblich beim Reiten gewesen war, hatte uns zum Abendessen Pizzen vom Bella Italia mitgebracht. Nach dem Essen noch eine kurze Ruhepause und dann ging es für mich gegen 21:00 Uhr los. Ich packte meine Taschen ins Auto und baute dann den Fahrradträger auf. Zuletzt kam dann das Fahrrad selbst drauf und los ging es dann um 21:20 Uhr. Um 21:53 Uhr kam ich dann bei Lars an. Lars sein Gepäck wurde zugeladen. Und noch einige weitere Dinge, die wir kurzfristig für nötig hielten. Während wir Lars sein Fahrrad aufmontierten, gab Lars Vater noch den Kommentar ab, dass er ja die Fahrräder in das große Auto gepackt hätte, aber Entschluss ist Entschluss und wir hatten uns nun einmal entschlossen die Fahrräder auf dem Fahrzeugdach zu transportieren.

Obwohl wir, ehrlich gesagt, während unseres Aufenthaltes in Ungarn oftmals überlegten, ob wir sie nicht auf der Rückfahrt im Kombi transportieren wollen. Als alles eingepackt und noch schnell zwei Tassen Cappuccino, die uns durch Lars Mutter zubereitet worden waren, getrunken waren, ging es dann in Sorsum um 22:30 Uhr los in Richtung Urlaub. Nach einem letzten Tankstopp in Hildesheim ging es über die A7 in Richtung Süden. Unsere erste Pause machten wir auf einer Raststätte nach Fulda. Danach häuften sich die Pausen etwas, da wir dem Kaffeekonsum Tribut zollen mussten. Die großzügige Pausenregelung erwies sich aber auch als günstig, da uns dadurch die Müdigkeit nicht so schnell ereilte. Ansonsten quatschten wir während der Fahrt über Gott und die Welt. Ehrlicherweise muss man gestehen, dass auch viel Blödsinn dabei war.

Richtig wach wurden wir dann noch einmal kurz vor Nittendorf. Nittendorf liegt an der A3 hinter Nürnberg. Auf die A3 sind wir nach Würzburg eingebogen. So gegen 04:30 Uhr morgens trafen wir in Höhe Kilometer 478,5 auf einen Verkehrsunfall mit einem umgestürzten Lkw. Lars stieg sofort aus, um zu helfen. Ich stellte unser Fahrzeug auf dem Seitenstreifen ab, nahm dann meine Taschenlampe und eilte auch zur Unfallstelle. Dort waren schon mehrere Helfer vor Ort. Hauptsächlich andere Lkw-Fahrer, die ebenfalls auf der A3 in Richtung Österreich unterwegs waren. Der Lkw-Fahrer des verunglückten Fahrzeuges war eingeklemmt, aber ansprechbar. Im zugänglichen Körperteil wies er keine ernsthaften Verletzungen auf, so dass erste Hilfe nicht von Not war. Während wir dort standen, an dem auf der Mittelleitplanke liegenden Lkw, kam auf der Gegenfahrbahn eine Frau in einem Kleinwagen angerauscht. Sie nutzte die Überholspur und fuhr direkt auf das Führerhaus zu. Nur mit einer Blockierbremsung konnte sie einen Zusammenstoß vermeiden. Als sie neben dem Lkw stand, noch sichtlich perplex, schlug ihr ein Helfer aus Frust auch noch auf ’s Autodach und beschimpfte sie. Nach einer kurzen Zeit hatte sie sich dann gefasst und setzte ihre Fahrt fort. Nach einer kurzen Weile setzten auch wir unsere Fahrt fort. Wir notierten noch kurz den Kilometerstand und fuhren dann weiter nach Neutraubling an der A3, wo wir einen Tankstopp einlegten. Dann ging es dann zielstrebig in Richtung deutsch-österreichische Grenze weiter.

Nachdem wir diese passiert hatten, machten wir noch einen kurzen Stopp. Zum einen um einen Fahrerwechsel zu machen und weiterhin, um einige Eibrote zu essen, die uns Lars Mutter für die Fahrt zubereitet hatte.  Die Fahrt auf der österreichischen Autobahn war recht langweilig. Mittlerweile regnete es zwischendurch immer mal wieder leicht. Wir waren aber noch guter Hoffnung, dass das Wetter in Ungarn besser sein würde. Erst kurz vor Wien sorgte ich noch einmal für richtige Aufregung. Ich wollte unbedingt Wien fotografieren, wenn wir über die Autobahn auf die Stadt zu fahren. In meiner Erinnerung führte die Autobahn einen Berghang hinunter auf Wien zu, so dass man einen herrlichen Blick auf die Stadt hatte. Leider musste ich feststellen, dass ich mich nicht mehr genau an die Streckenführung erinnern konnte, so dass ich nach jeder Steigungsfahrt der Meinung war, dass die Stelle nun kommen müsste. Tatsächlich dachte ich das so circa 5-mal, bis es tatsächlich so weit war. Zu dieser Zeit hatte die Dämmerung schon eingesetzt, so dass der Blick auf Wien nicht mehr ganz so toll war. Während der Anfahrt auf Wien hatten wir im Verkehrsfunk von einem Stau auf der Autobahn in Richtung Ungarn, und zwar Höhe Wien-Schwechat, gehört. Zuerst machten wir uns Gedanken, wie wir den Stau umfahren könnten. Ich war der Meinung, dass ich eine Umfahrung auf unserer Karte mit dem Maßstab 1:350000 gefunden hätte. Als wir dann aber an die entscheidenden Stellen zur Abfahrt kamen, fuhren wir doch vorbei, so dass uns nichts anderes übrig blieb, als durch den Stau zu fahren. Dieser erwies als nicht sonderlich groß. Nach einer kurzen Zeit ging es schon zügig weiter. Während unseres Aufenthaltes im Stau bot ich noch einem neben uns fahrenden Österreicher unsere Ritter Sport Mini ‘Traubennuss’ an, da weder Lars noch ich sie essen wollten. Der Österreicher lehnte dankend ab.

Nachdem Lars den Stau durchfahren hatte, wechselten wir nochmals den Fahrer. Das letzte Stück bis zur österreichisch-ungarischen Grenze ging flott voran. Gegen 10:15 Uhr am Morgen trafen wir dort ein. Am Info-Stand des österreichischen ADAC tauschten wir kurz Geld und informierten uns nochmals über die Einreisemodalitäten. Danach passierten wir die Grenze. Unmittelbar hinter der Grenze tankten wir gleich. Danach wollten wir ohne großen Zwischenstopp bis Siófok weiterfahren. Abgesehen natürlich von einigen Pausen, um die Blase zu erleichtern, die sich inzwischen gehäuft hatten. Das Fahren auch der ungarischen Autobahn war ganz angenehm, wenn auch recht ermüdend. Das einzige, was einen aus der Lethargie holte, war die Autobahngebühr, die entrichtet werden musste und der ständige Wechsel zwischen Regen und trockenem Wetter, der uns zu schaffen machte. Lars unkte schon immer, dass wir die ganze Zeit schlechtes Wetter hätten – wie damals im Harz. Ich warf ihm vor, nur negative Wellen zu verbreiten.

Bei Györ verließen wir die neue Autobahn und fuhren über die Landstraße in Richtung Székesfehérvár, um ab dort die Autobahn zum Balaton zu nutzen. Auf die ungarische Fahrweise hatte ich Lars schon aufmerksam gemacht. Er sah sie dann auf der Fahrt in gewagten Überholmanövern bestätigt. Selbst Lkws überholten bei Regen kurz vor Kurven oder Kuppen. Gegen 13:00 Uhr kamen wir in Siófok an. Zuerst wollten wir bei Istvan Tacasz übernachten, da Elli und ich dort schon einen Sommerurlaub verbracht hatten. Zu unserem Bedauern mussten wir allerdings feststellen, dass sie nicht da waren. Wir fragten daraufhin die Nachbarn, wo sie seien und erklärten ihnen unser Anliegen. Sie erklärten sich daraufhin bereit uns eine Ferienwohnung zu vermieten. Allerdings erst nachdem sie abgeklärt hatten, dass wir keine feste Buchung bei Istvan hatten. Für die Übernachtung zahlten wir 30.- DM. Außerdem konnten wir den Ford während unserer Radtour auf dem Grundstück stehen lassen. Zu guter Letzt war auch noch ein Getränkeshop gleich vorhanden, den die Eigentümer der Ferienwohnung betrieben. Nach einer kurzen Besichtigung der Wohnung war dann alles klar. Wir luden das Fahrzeug aus und stellten die Fahrräder erst einmal hinten auf des Grundstück. Der Ehemann der Vermieterin, der übrigens auch Istvan heißt, was übersetzt Stefan heißt, bot sich an, sie abends in die Garage zu stellen. Damit waren wir einverstanden. Auch wenn wir erst meinten, dass er uns nicht richtig verstanden hätte und die Fahrräder draußen stehen lassen würde. Die Vermieterin wies zum Abschluss dem Ford einen Parkplatz am Ende des Grundstückes zu, wo Lars in einparkte. Danach ging es hoch in unsere Wohnung.

Zuerst tranken wir erst einmal ein Bier, das wir bei der Vermieterin gekauft hatten. Danach wurde geduscht. Die Dusche war so ein Kapitel für sich. Zuerst einmal war kein Duschvorhang vorhanden, so dass man immer das Bad unter Wasser setzte. Weiterhin war der Duschkopf so niedrig angebracht, dass man ihn immer in der Hand halten musste und auch nur gebückt stehen konnte, da der Schlauch zum Duschkopf nicht lang genug war. Wenn man dann fertig geduscht hatte, ging es ans Aufwischen des im Zimmer verspritzten Wassers. Dazu war ein Wischmob und ein Eimer vorhanden. Ein Abfluss, der das ganze Ritual vereinfacht hätte, war nicht vorhanden.

Nachdem wir das erledigt hatten, ging es in den Ortskern. Zuerst einmal zur Postbank, wo ich Geld von meinem Postsparbuch in Forint tauschte. Während dieser Zeit hat Lars erst einmal mit zu Hause telefoniert. Zu diesem Zweck hatte er zuvor zwei Telefonkarten erworben. Als das alles erledigt war, gingen wir zur Touristeninformation im alten Wasserturm von Siófok. Wir wollten uns über Radwege um den Balaton herum informieren, da wir mittlerweile beschlossen hatten, den Balaton in die andere Richtung zu umfahren, d.h. nun entgegengesetzt zum Uhrzeigersinn. Leider konnte uns die Touristeninformation nicht weiterhelfen, da sie uns lediglich einen Fahrradführer für ganz Ungarn verkaufen wollten und nicht mit einer detaillierten Fahrradkarte des Balaton aufwarten konnten.  Nachdem dies erledigt war, begann es wieder einmal zu regnen. Im strömenden Regen gingen wir zu einem Restaurant. Dort angekommen wählten wir eine Platte für zwei Personen. Wir mussten feststellen, dass die Bedienung etwas unfreundlich war. Dies war der krasse Gegensatz zu meinem ersten Ungarnurlaub, wo dieses Lokal aufgrund seiner Freundlichkeit unser Stammlokal war.

Als wir für rund 23.- DM ausgiebig gespeist hatten, gingen wir zurück zu unserer Ferienwohnung. Zuvor suchten wir noch den KIS ABC Markt auf, wo wir für das Frühstück am nächsten Morgen das nötigste einkauften. Bier wollten wir dann wieder bei unserer Vermieterin kaufen. Gesagt – getan.

Zurück bei der Ferienwohnung brachte Lars unsere Sachen hoch und ich ging zum Getränkeshop. Die Vermieterin bediente mich erst, um mir, nachdem ich gezahlt hatte, zu sagen, dass es ein Problem gäbe. Zuerst dachte ich, dass es sich um die Ferienwohnung handele. Sie sagte dann aber, dass es um das Auto ginge und führte mich zum Ford. Ich sah dann, was passiert war. Istvan war mit seinem Kleinlaster der Marke Mitsubishi gegen die Fahrzeugfront des Ford gefahren. Er sagte, dass er vergessen habe die Handbremse anzuziehen. Dies klang aber wenig realistisch. Mir wurde zu verstehen gegeben, dass in kurzer Zeit jemand komme, der alles regele. Ich ging daraufhin in unsere Wohnung zurück. Lars hatte während der ganzen Zeit im Treppenaufgang gehockt, um ein Foto von mir zu schießen. Dies tat er dann auch, als ich kam. Er wunderte sich jedoch gleich über meinen finsteren Gesichtsausdruck. Als ich ihm erzählte, was passiert war, wollte er es erst nicht glauben. Wir nahmen dann die Fotokamera mit und gingen zum Auto, um uns den Schaden genau zu besehen. Während wir so an dem Auto standen, kamen immer mal wieder die Vermieter an, um etwas zu erzählen.

Nach einer kurzen Zeit und unzähligen Fotos vom beschädigten Auto kam ein nettes blondes Mädel, das recht gut aussah. Es handelte sich wohl um eine Verwandte, die dolmetschen sollte. Ihr ganzer Beitrag war, dass die Polizei käme und dass das Auto aus versicherungstechnischen Gründen auf der Straße geparkt haben muss. Danach war sie genauso schnell weg, wie sie gekommen war. Schade.

Es dauerte dann noch circa eine halbe Stunde bis ein Polizeibeamter kam. In dieser Zeit tranken wir erst einmal ein Bier. In Ungarn gelten zwar 0,0 ‰, aber wir waren ja nicht gefahren. Außerdem hatten wir schon während des Essens genug getrunken. Als der Polizist dann endlich kam, war ich leicht entsetzt. Man kann sich nicht vorstellen, wie der aussah. Unordentliches Hemd. Der Schlips nur circa 15 cm lang gebunden. Die Uniform total zerknittert. Die Hose durch einen wie John Wayne geschnürtes Pistolenkoppel am Herabrutschen gehindert. Zudem begrüßte er nur unsere Vermieterfamilie. Wir standen unbeteiligt daneben und hörten uns das ausschließlich ungarisch geführte Gespräch an. Die einzigen Worte, die ich verstand war ‘Hungaria’, was ich mit der staatlichen Versicherung verband und ‘Ford-Service’, was ich mit der Werkstatt verband. Dann verabschiedete er sich, ohne einmal das Wort an uns zu richten, und war weg. Ich konnte mir gegenüber unseren Vermietern nicht den Kommentar verkneifen zu fragen, ob er Feierabend habe, was zur allgemeinen Belustigung beitrug. Die bis dahin recht angespannte Beziehung hatte sich mittlerweile etwas gelockert. Die Vermieterin erklärte uns unter Zuhilfenahme eines deutsch-ungarischen Wörterbuches was weiter geschehen würde. Wir müssten am nächsten Morgen um 07:00 Uhr die Hungaria Versicherung aufsuchen und danach zur Ford-Werkstatt weiterfahren. Istvan würde uns die ganze Zeit begleiten und es würden auch immer Leute da sein, die deutsch sprechen würden.

Danach führten wir noch eine Zeit ein ganz unverfängliches Gespräch, in dem Lars abklärte, wo die heißen Quellen seien, die er in seiner Kindheit besucht hatte. Weiterhin mussten wir meinen Ausspruch ‘es ist nun mal passiert, da kann man nichts machen’ erläutern, da er durch die Vermieter nicht gedeutet werden konnte. Nach einiger Zeit und unzähligen falschen Übersetzungen war es uns dann auch gelungen. Nun ging es in die Ferienwohnung zurück. Noch ein letztes Bier, sowie ein bisschen ungarischen Selbstgebrannten und die ersten Partien Backgammon, die Lars fast haushoch gewann, dann ging es gegen 20:30 Uhr ins Bett.

Der Tag, an dem es eigentlich losgehen sollte

Pünktlich um 06:01 Uhr klingelte der Wecker. Wie das Wetter an diesem Tag würde, konnte man nicht genau sagen. Man konnte aber jetzt schon genau sagen, was uns den Tag über erwartete. Zuerst mussten wir mit der Versicherung unseres Unfallgegners klar kommen. Danach mit der Kraftfahrzeugwerkstatt, um eine zügige Autoreparatur zu gewährleisten. Bevor der Tag richtig begann, bin ich erst einmal zum Einkaufsmarkt gegangen und habe Brötchen fürs Frühstück besorgt. Als ich um 06:40 Uhr vom Einkaufen zurückkam, hatten wir Probleme den Gasherd in Betrieb zu nehmen, bis wir feststellten, dass der Haupthahn abgedreht war. Als es dann endlich ans Frühstücken gehen soll, kleckert Lars auch noch mit der Milch rum.

Um 07:00 Uhr wollten wir uns dann eigentlich mit unserem Unfallgegner treffen. Da ich aber meinen Kaffee noch nicht ausgetrunken hatte, verspäteten wir uns um fünf Minuten. Dann ging es zur Hungaria-Versicherung. Dort angekommen, mussten wir erst einmal warten bis die Sachbearbeiterin da war, da wir zu früh bei der Versicherung waren. Hätten wir das vorher gewusst, hätten wir uns mit unserem Morgenkaffee mehr Zeit gelassen. Als wir dann dran kamen, bekam ich ein Formular zum Ausfüllen. Es war mehrsprachig geschrieben, so dass ich grundsätzlich keine Probleme hatte, es auszufüllen. Probleme gab es nur beim Namen des Unfallgegners, den wir bis dahin nicht kannten. Nachdem dies gelöst war, gaben wir unsere Formulare gemeinschaftlich ab. Ich wurde dann barsch von der Sachbearbeiterin aufgefordert meinen Führerschein, den Fahrzeugschein und die grüne Versicherungskarte auszuhändigen. Da wir nicht genau wussten, was bisher abgesprochen war, hakte ich bei der Aushändigung der grünen Versicherungskarte erst mal nach. Ich hatte ehrliche Bedenken, dass der Unfall im Nachhinein auf unser Verschulden abgerechnet wird. Als die Sachbearbeiterin jedoch das Duplikat nicht behielt, zerstreuten sich meine Zweifel. Von der Sachbearbeiterin kam dann noch der Hinweis, dass ich gar nicht Eigentümer des Autos wäre. Ich erklärte dann, dass das Fahrzeug meiner Ehefrau gehöre. Dies wurde zur Kenntnis genommen, insbesondere nach einem Blick auf meinen Polizeiführerschein. Bei dieser Gelegenheit sah auch unser Vermieter und Unfallgegner erstmals, dass ich bei der Polizei bin.

Nach der Abwicklung der Formalitäten wurde uns erklärt, dass wir nun auf den sachverständigen warten müssten. Wir warten vor der Versicherung auf ihn. Als wir da so rum standen, kamen noch mehrere Personen, die zu der Versicherung wollten. Eine davon stellte sich zu uns dazu, da sie wohl davon ausging, dass wir ebenfalls auf Einlass bei der Versicherung warteten. Nach einer kurzen Zeit bemerkte er seinen Irrtum und ging ins Gebäude.  Als dann der Sachverständige endlich kam, ging alles recht schnell. Ein paar Fotos vom beschädigten Auto gemacht. Ein paar ungarische Kommentare und einige Kreuze auf einem ungarischen Formular. Fragen unsererseits konnte der Sachverständige nicht beantworten, da er kein Deutsch sprach. Wir mussten also noch einmal ins Versicherungsgebäude, um alles zu klären. Dies lief dann auch zu unserer Zufriedenheit. Eine Durchschrift des Formulars war in Deutsch und es wurde uns ausgehändigt. Gleichzeitig kopierte die Sachbearbeiterin noch die Schadensanzeige für uns. Als das alles erledigt war, ging es weiter in Richtung Ford-Werkstatt.

Dort trafen wir gegen 08:40 Uhr ein. Als erstes wurde ein linker Scheinwerfer für uns aus dem Lager geholt. Er wies zwar geringfügige Abweichungen auf, wurde aber von uns akzeptiert. Er war lediglich mit einer zusätzlichen Streuscheibe für Fernlicht versehen. Anfänglich dachten die Angestellten der Werkstatt, dass wir nur den Scheinwerfer ersetzen wollten. Als wir ihnen sagten, dass wir das Fahrzeug komplett reparieren wollten, wurde es kurzfristig spannend. Zuerst einmal musste die Farbe organisiert werden. Dazu waren ungefähr fünf Telefongespräche notwendig. Dann wurde und gesagt, dass es machbar wäre. Leichte Unstimmigkeiten gab es dann noch bei der Terminabsprache. Man ging in der Werkstatt davon aus, dass wir das Auto baldmöglichst wieder haben wollten. Erst als wir sagten, dass wir es erst am darauffolgenden Montag zurück bräuchten, beruhigte sich die Lage und man sicherte uns zu, dass das Fahrzeug repariert sein. Nun ging es zur Ferienwohnung zurück. Es war mittlerweile 09:05 Uhr und um 09:30 Uhr sollte unser Zug in Richtung Budapest fahren. Da das Wetter einigermaßen war und wir mit der Werkstatt und der Versicherung zu tun hatten, hatten wir beschlossen den Rest des heutigen Tages für einen Ausflug nach Budapest zu nutzen.

Da der Vermieter wusste, was wir für den heutigen Tag geplant hatten, fuhr es uns in seinem Transporter dementsprechend zur Ferienwohnung zurück. Zu dritt saßen wir auf der vorderen Sitzbank und genossen die vierminütige Fahrt. An der Ferienwohnung angekommen, bot er sich an, uns noch gleich zum Bahnhof zu fahren. Da der aber nicht sonderlich weit weg war, beschlossen wir zu Fuß zu gehen. Noch kurz einige Gegenstände aus den Zimmern geholt und los ging es.

Um 09:18 Uhr trafen wir am Bahnhof ein. Ich stellte mich an, um Fahrkarten zu kaufen, während Lars unseren Bahnsteig in Erfahrung brachte und einige Fotos schoss. Nachdem ich die Fahrkarten erhalten hatte, die übrigens mehr wie ein Einkaufsbon von Realkauf aussahen, eilten wir zum Bahnsteig. Dort kamen wir dann gegen 09:30 Uhr gerade an, als unser Zug nach Budapest eintraf. Im Zug schafften wir es dann sogar noch einen Sitzplatz zu ergattern. Uns gegenüber saß ein älteres Ehepaar, das im Bereich Keszthely ihre Ferien verbrachte. Mit ihnen kamen wir dann ins Gespräch, wobei Lars nun endlich erfuhr, wo die heißen Quellen liegen, die er von seinem damaligen Besuch kannte. Gegen 11:09 Uhr traf der Zug in Budapest Déli Pályaudvar ein.

Von diesem im südwestlichen Teil Budapest gelegenen Bahnhof ist es nicht weit zur ‘Buda’, der Stadtfestung der ungarischen Hauptstadt. Nachdem wir die Gültigkeit unserer Fahrkarten für die Rückfahrt abgeklärt hatten, folgte ein kurzer Anstieg über einige Straßen und Treppen und ein etwas längeres Umrunden der Burgmauer bis zum Erreichen eines Eingangstors der Königsburg. Nachdem man sie durch das Eingangstor betreten hatte, wandelte man die ganze Zeit in den Straßen mit alten Fachwerkhäusern. Lediglich ein Hotel in der Nähe der Matthiaskirche bildete dabei die Ausnahme. Von der Matthiaskirche aus ging es dann am Grab des Königs Istvan vorbei auf die Fischerbastion, dem Bau aus weißem Sandstein, der oberhalb der Donau liegt und die ‘Buda’ in östliche Richtung begrenzt. Hier zahlten wir einige Forint Eintritt, um die Bastion betreten zu dürfen. Nach der Besichtigung der Fischerbastion gingen wir dann zur Zahnradbahn, die uns an die Donau hinunter bringen sollte.

Während wir am oberen Einstiegshaus auf eine Bahn warteten und die Aussicht genossen, wurden wir noch von einem „Touristenführer“ angequatscht, der uns alle möglichen Ratschläge gab. Nachdem wir dann endlich los waren, er suchte uns gleich zweimal auf, fuhren wir dann mit der Zahnradbahn. Unten angekommen, gönnte ich mir noch ein Eis und dann ging es über die Kettenbrücke nach Pest.

Dort bummelten wir ein bisschen durch die Fußgängerzone. Allerdings hier schon immer mit dem Hintergedanken eine Örtlichkeit zu finden, wo wir eine Kleinigkeit zu Mittag essen konnten. Diese fanden wir dann auch nach einiger Zeit. Wir fanden nämlich einen Pizza Hut mit Außenbestuhlung, wo wir Platz nahmen und uns eine Pan-Pizza gönnten. Nach dem Essen blieben wir noch eine Zeit sitzen, um uns die Menschen anzuschauen, die sich in diesem Teil der Fußgängerzone tummelten. Danach ging es dann auf den nächsten Platz, wo gerade für eine Festlichkeit aufgebaut wurde. Von hier aus wollten wir die Metro in Richtung Bahnhof nehmen. Nachdem ich Fahrkarten gekauft hatte, machten wir uns mit dem recht einfachen U-Bahn-System vertraut. Man musste lediglich seinen Zielort kennen und einer Linie zuordnen. Danach folgte man einfach der Farbe der Linie zum entsprechenden Bahnsteig und schon brauchte man nur noch auf eine Bahn warten. Am Bahnsteig angekommen, zählte eine Uhr die Zeit bis zum Eintreffen der nächsten Bahn rückwärts ab. Als unsere Bahn dann kam, quetschten wir uns mit den anderen hinein. Bis zur ersten größeren Umsteigestation gab es für uns keine Möglichkeit umzufallen, da die Bahn sehr gut gefüllt war. Danach leerte sie sich immer mehr. Am Bahnhof Déli Pályaudvar angekommen, waren wir dann schon fast alleine in unserem Waggon.  Auf dem Bahnhof informierten wir uns kurz wann und wo der nächste Zug in unsere Richtung ging. Hierbei hatten wir Glück. Unmittelbar nach unserer Ankunft fuhr ein Zug in Richtung Siófok ab.

Nachdem ich noch kurz die öffentliche Toilette besucht hatte, ging es dann gegen 15:10 Uhr zurück in Richtung Siófok, wo wir gegen 16:55 Uhr eintrafen. Gegen 17:10 Uhr waren wir dann zurück in unserer Ferienwohnung, wo ich dann erst einmal ein paar Bier besorgte. Diese waren dann gegen 17:23 Uhr offen und die erste Partie Backgammon begann. Um 19:30 Uhr sind wir dann ins Amigo-Restaurant essen gegangen. Hier waren wir neben einem anderen Pärchen die einzigen Besucher. Zudem wurde mir noch langweilig, da Lars hier wohl die längste Zeit überhaupt auf der Toilette zubrachte. Nach dem Essen, welches ganz passabel war, ging es dann noch bis 22:00 Uhr in den Olive Garden, wo wir noch einen Schlummertrunk zu uns nahmen und den morgigen Tagesablauf besprachen. Gegen 22:10 Uhr lagen wir im Bett und ruhten uns für den nächsten Tag aus.

Endlich Fahrrad fahren

Um 07:05 Uhr sind wir aufgestanden, nachdem ich seit circa 6:00 Uhr wach bin, weil das Kind des Hauses im Garten seit dieser Zeit mit zwei Steinen gegeneinander schlägt. Der Tag zeigte sich ausgesprochen freundlich mit viel Sonnenschein. Nach dem Frühstück, das bis etwa 8:00 Uhr dauerte, benötigten wir noch ein halbe Stunde um unsere Fahrräder zu bepacken.

Um 08:43 Uhr ging es dann endgültig los. Wir hatten vor, dem eingezeichneten Fahrradweg um den Balaton zu folgen. Hierbei handelte es sich um die alte Landstraße, die früher einmal rund um den Plattensee führte. In Siófok war dieser Weg noch recht einfach zu finden. Dies sollte sich im weiteren Verlauf der Tour geben. Nach einem kurzen Stück an der Bahnstrecke Balaton – Budapest entlang, fuhren wir ab Siófok-Sóstó dann direkt am Balaton entlang. Die Strecke war gut zu fahren. Sie war eben und wir hatten leichten Rückenwind, so dass wir gut vorankamen.

In Balatonvilágos legten wir dann die erste Pause ein. Einmal um die Karte zu studieren und zum anderen, damit ich eine Zigarette rauchen konnte. Während unseres Kartenstudiums einigten wir uns darauf am Balatonufer weiterzufahren. Nach circa 2000 Metern trafen wir dann auf den Club Aliga, eine private Hotelanlage, die mit einer beachten Zufahrt versehen ist und an der ehemaligen Landstraße liegt. Der Pförtner wollte uns partout nicht passieren lassen, so mussten wir dann gegen 09:40 Uhr den Weg zurück zur letzten Straßengabelung antreten.

Dort angekommen, erwartete uns eine Steigung von 10 %, um zum Radweg auf der Kuppe des Hochufers zu gelangen. Oben angekommen, wussten wir dann erst einmal wieder nicht, wo es weiter ging. Wir befragten dann zwei Ortsansässige, die uns eine Straße in Richtung Nordosten entlang schickten. Der Straße folgten wir bis zum Ende. Nach einem kurzen Abstecher an die Kante des Hochufers, führte uns unser weiterer Weg über Feldwege. Diese hatten wir intuitiv gewählt, als die Straße endete. Zu unserem Glück hatten wir diesmal recht mit unserer Annahme. Kurz vor Balatonkenese trafen wir auf die Landstraße 71, der wir bis nach Balatonkenese hinein folgten.

Im Ortskern von Balatonkenese begann dann erneut ein Fahrradweg. Zuerst handelte es sich nur um einen halben Meter breiten Gehweg, später wurde er zum Teil straßenbreit. Fast zeitgleich mit dem Fahrradweg begann auch eine Gefällestrecke. Diese kosteten wir ausgiebig aus. Zum Fahren hatten wir zu diesem Zeitpunkt den Geh-/Radweg gewählt. Hierbei stellte sich lediglich das Problem, dass wir bei jeder einmündenden Straße vorsichtig sein mussten. Nicht, weil uns der einmündende Verkehr nicht beachtete, sondern weil der Rinnstein gut 20 Zentimeter hoch war und manchmal nicht abgesenkt war.  Nach der kurzweiligen Abfahrt ging es dann auf dem Radwanderweg an der Landstraße 71 entlang in Richtung Balatonfüzfö. Von dort an suchten wir eine Gelegenheit zum Mittagessen.

Ab Balatonfüzfö führte der Fahrradweg durch ein Sumpfgebiet bis Balatonsalmádi. Nachdem wir den Ort durchquert hatten, fanden wir gegen 11:45 Uhr am Ortsausgang eine Gaststätte, wo wir unser Mittag zu uns nahmen. Mittlerweile hatte sich auch das Wetter verändert. Es war kalt geworden und begann leicht zu regnen.  Nach dem Essen ging es dann gegen 12:15 Uhr bei leichtem Nieselregen weiter in Richtung Balatonfüred. Wir müssten nun die Landstraße 71 nutzen, um weiter voranzukommen, da der Fahrradweg unvermittelt endete. In der Ortschaft Alsóörs hatten wir keine Lust mehr an der stark befahrenen Landstraße entlang zu fahren. Nach einem kurzen Kartenstudium hatten wir uns für eine Fahrtroute durch das Hinterland entschieden. Hierzu folgten wir zuerst eine Straße in der Ortschaft. Diese führte auf einer Länge von etwas mehr als 2 Kilometern nur bergan und wurde zum Ende hin immer steiler, so dass es ständig anstrengender wurde. Oben angekommen schloss sich eine Linkskurve an und es ging weiter bergan. Hier verfügten wir allerdings nach einem kurzen Stopp wieder über eine bessere Motivation. Dies traf besonders auf meine Person zu.  Der weitere Straßenverlauf führte uns nach circa 1,5 Kilometern in die Ortschaft Lavos. Hier folgten wir dann der Beschilderung, da die tatsächliche Straßenführung nicht mit unserer Karte übereinstimmte. Dies hatte jedoch den Makel, dass wir nach einer Abfahrt von 1,5 Kilometern uns auf der Landstraße 71 wiederfanden. Aus unserer Tour durch das Hinterland war somit nichts geworden, so dass wir unsere Fahrt an der Landstraße fortsetzten.

Kurz vor Balatonfüred zerrte dann das mittlerweile schlechte Wetter und die bisherige Strecke an mir. An einer Steigung wurden Lars und ich zeitweise getrennt. Zudem wurden wir hier noch von zwei Mountain-Bikern auf ihrem Weg nach Balatonfüred überholt. Zu unserem Trost fuhren diese allerdings ohne Gepäck. Gegen 13:20 Uhr trafen wir dann endlich in Balatonfüred ein. Als letztes hatten wir noch eine sehr gute Abfahrt bis zum Hafen vor uns. Dort angekommen, machten wir uns dann nach einer Pause ab 13:45 Uhr auf unsere Zimmersuche.

Nach einem kurzen informatorischen Gespräch in einer Zimmervermittlung blieb uns nichts anderes übrig, als den Ort abzufahren, um ein Zimmer zu finden. Hierzu mussten wir zuerst die Steigung, die wir gerade heruntergekommen waren, wieder hinauf. Es war mörderisch und ich schaffte es nur schleichend im kleinsten Gang. Auf der Bergkuppe angekommen, sahen wir einige Hinweisschilder auf Zimmervermietungen. Nach einigen Fehlversuchen hatten wir dann endlich Glück. Unsere Fahrräder stellten wir, nachdem wir sie abgerüstet hatten, in der Garage unter.

Danach wurde kurz geduscht und auf den nahen Markt gegangen, um etwas zu bummeln. Auf dem Markt besuchten wir noch kurz ein Lokal, wo wir etwas tranken und Lars eine warme Suppe aß. Bevor wir dann den restlichen Nachmittag gammelten und lasen, kauften wir noch in einem nahen Supermarkt Getränke und Müsliriegel.   Gegen 17:45 Uhr sind wir dann Essen gegangen. Hierzu wählten wir das Lokal gegenüber unserer Unterkunft aus. Dort nahmen wir, wie fast immer eine Zwei-Personen-Platte zu uns und tranken einige Bier.

Gegen 19:45 Uhr waren wir wieder auf unserem Zimmer und sahen fern, gammelten und lasen, bis wir gegen 21:30 Uhr ins Bett gingen. Hierzu bleibt anzumerken, dass es schwierig war,  sich in dem Zimmer aufzuhalten, da ein Doppelbett fast das gesamte Zimmer ausfüllte und noch nicht einmal genug Platz war, um sich zu drehen. Als Ausgleich war das Zimmer jedoch mit einem Balkon ausgestattet. Dieser hatte eine Grundfläche von circa 30 x 50 Zentimeter und war noch nicht einmal geeignet, um sich zum Rauchen hinauszustellen. Man muss allerdings der Fairness halber sagen, dass das Zimmer für die Verhältnisse in Balatonfüred billig war, so dass wir diesbezüglich äußerst genügsam waren.

Der Anfang vom Ende

Heute haben wir endlich einmal ausgeschlafen und sind erst gegen 07:30 Uhr aufgestanden. Danach haben wir unsere Taschen gepackt und in der Küche der Pension unser Frühstück zu uns genommen. Um 08:30 Uhr begannen wir dann die Fahrräder zu bepacken und uns fahrfertig zu machen. Hierbei passiert Lars noch ein kleines Missgeschick, indem er sich den Reißverschluss seiner linken Nierentasche an seinem Radfahrtrikot ausreißt.

Gegen 09:00 Uhr war es dann endlich geschafft und wir waren wieder unterwegs. Unser Weg führte uns über den Radweg nach Tihany, der Halbinsel, die am Nordufer in den Balaton hineinragt und die schmalste Stelle des Balaton markiert. Auf unsrem Weg dorthin ging es an einer alten Schiffswerft vorbei und dann über eine kleine Landstraße am Ufer der Halbinsel weiter. Hier wurde der Radweg links neben der Straße geführt und war circa 50 Zentimeter breit. Zudem war er mit Platten gepflastert und mit Baumwurzeln durchsetzt, so dass das Fahren dort eine Quälerei war – insbesondere für das Hinterteil. Zudem musste man ständig die Füße von den Pedalen heben, um sich abfangen zu können, wenn man das Gleichgewicht verlor. Als zusätzliches Martyrium kam nun noch das Wetter hinzu. Es war stark bewölkt und windig. Gott sei Dank jedoch kein Regen, bis dahin.

Gegen 09:30 Uhr erreichten wir dann die eigentliche Ortschaft Tihany mit ihren Klosteranlagen, die wir nach einem kurzen Anstieg besichtigten konnten. Nach der Besichtigung der Klosteranlagen suchten wir uns ein Lokal, wo wir eine Kleinigkeit zu uns nahmen, um für die weitere Fahrt gestärkt zu sein. Wir saßen bei Sonnenschein auf der Terrasse des Lokals und genossen diese, obwohl es immer noch recht windig war. Nach der kleinen Mittagsmahlzeit begann unsre Odyssee auf der Halbinsel Tihany. Nach eingehendem Kartenstudium hatten wir uns vorgenommen, das südliche Ende der Halbinsel anzufahren und dann einen Rad-/Wanderweg an der Westseite zurückzufahren. Hierzu fuhren wir zuerst in Richtung „Goldenes Haus“. Von dort an wurde der weg immer schlechter. Als wir die Bergkuppe erreichten, war es nur noch ein lediglich 50 cm breiter Trampelpfad. Dennoch versuchten wir die Abfahrt in Richtung Südspitze. Nach circa 200 Metern gaben wir jedoch auf, da es aufgrund des feuchten Bodens zu gefährlich schien.

Dadurch konnten wir auch nicht den Weg am Westufer erreichen und wir beschlossen, über die Landstraße im Landesinneren zurückzufahren. Hierzu ging es wieder den Berg zur Ortschaft Tihany hinauf. Danach folgte laut Karte eine Abfahrt in Richtung Landesinnere, auf die wir uns schon freuten. Doch zu früh gefreut. Oben angekommen, begann es zu regnen und der Wind verstärkte sich, so dass wir sogar auf unserer Abfahrt treten mussten, um voran zu kommen. Nach der Abfahrt stießen wir wieder auf die Landstraße 71. Das Fahrradfahren auf ihr war nicht gerade angenehm. Starker Wind und Regen reichten eigentlich schon aus, aber es kamen noch die Kraftfahrzeuge hinzu, die mit einem recht geringen Seitenabstand an uns vorbeifuhren. In der Ortschaft Aszófö war’s dann endgültig vorbei. Bei einer Pause in einem Bushaltestellenhäuschen beschlossen wir, unseren eigentlichen Plan, den Balaton zu Umfahren, aufzugeben und stattdessen kurze Tagestouren zu fahren. Zu diesem Zweck wollten wir nach Balatonfüred zurückfahren und von dort mit der Fähre nach Siófok übersetzen. Um nach Balatonfüred zu gelangen, wollten wir nicht wieder an der Landstraße 71 entlang fahren. Wir einigten uns darauf, durch das Hinterland zu fahren. Zu diesem Zweck mussten wir in den Ort Aszófö hineinfahren und von dort weiter nach Balatonfüred. Im Ortskern kamen wir natürlich eine Gabelung der Straße und wussten nicht mehr weiter. Erst nachdem wir einen älteren Ortsbewohner befragt hatten, die Verständigung klappte mehr schlecht als recht, wussten wir den richtigen Weg und setzten unsere Tour fort.

Auf einer ruhigen Landstraße ging es weiter. Zwischenzeitlich kam sogar mal die Sonne raus, so dass wir unseren Entschluss bezüglich der Rückfahrt zur Ferienwohnung fast bereuten. Kurz vor Balatonfüred erreichte uns jedoch wieder unser übliches Wetter – Regen. Auf der Abfahrt zum Fähranleger in Balatonfüred war es stark am Regnen, so dass wir bei der recht steilen Abfahrt recht vorsichtig fuhren, um nicht zu stürzen. Wie wir später feststellten, war die Differenz zwischen den Höchstgeschwindigkeiten vom vorigen und vom heutigen Tag jedoch nicht so groß. Sie lag bei etwas über 4 Km/h, wobei wir am heutigen Tag eine Höchstgeschwindigkeit von 44,4 Km/h erreicht hatten. Von Balatonfüred ging es dann mit der letzten Fähre zurück.
Die Überfahrt verlief relativ ereignislos – jedenfalls aus meiner Sicht. Es war zwar wellig, aber die Fähre fuhr ja. Es war die letzte an dem Tag, wie wir später feststellten. Der Fährbetrieb wurde auf Grund des schlechten Wetters eingestellt. Lars hatte sich in die Kabine zurückgezogen. Ich dagegen genoss die Schifffahrt. In Siofok angekommen ging es dann gleich wieder zur Ferienwohnung. Schnell noch nach dem Duschen eingekauft und dann haben wir einen gemütlichen Abend im Trockenem verbracht. Bei Backgammon und Bier besprachen wir dann, wie wir die weiteren Tage verbringen wollten.

Die Tage ohne Tour

Es folgte dann am nächsten Tag erst einmal die Sorge um das hoffentlich reparierte Auto. Bei der ersten Nachfrage nach dem Pkw in der Werkstatt teilte man uns mit, dass es ein Problem geben würde. Man hätte lediglich ein abweichendes Scheinwerfergehäuse bekommen. Ansonsten sei alles soweit fertig. Mit dem Einbau des Gehäuses stehe das Auto am nächsten Tag zur Abholung bereit. Wir gönnten uns einen Gammeltag und besprachen mit dem Vermieter, dass er uns am nächsten Tag zur Werkstatt fährt. Gesagt, getan.

Am Morgen des nächsten Tages erhielten wir den Pkw zurück – und alles war okay. Den Nachmittag nutzten wir dann um eine Fahrradtour durch das südliche Hinterland von Siofok zu machen. Auf Feld- und Waldwegen ging es durch die leichten Hügel. Leider war es derart windig, dass die Tour selbst keinen richtigen Spaß machen wollte. So waren wir dann froh, als wir wieder zurück waren.

Da das Hinterland keine reizvollen Touren bot, suchten wir uns für den nächsten Tag noch einmal die Halbinsel Tihany als Ziel aus. Diesmal wollten wir jedoch, auch unter Rücksicht auf Lars, nicht die lange Fährverbindung nach Balatonfüred nutzen, sondern die Pkw-Fähre von Szantodrev nach Tihanyrev. Die Verbindung war kürzer und damit billiger. Außerdem handelte es sich nicht um eine reine Personenfähre, was den Einstieg mit den Fahrrädern einfacher gestaltete. Auf der Halbinsel Tihany ging es dann über mehrere Kilometer kreuz und quer. Zeitweise waren es in dem Dickicht unbefestigte Trampelpfade, auf denen wir uns bewegten.

Als wir genug mit dem Fahrrad gefahren waren, ging es mit der Fähre zurück. Die Strecke von Szantodrev ging es dann nach Siofok zurück. Hierbei kamen das erste Mal richtige Hochgefühle auf. Sonnenschein, Rückenwind und ein vernünftiger Untergrund gestalteten die letzte Strecke sehr angenehm.

Den Abend verbrachten wir dann wieder mit Backgammon und dem Leiterspiel. Backgammon kam bald für mich nicht mehr in Frage, da sich das Gewinnen gegen Lars äußerst schwierig gestaltete. Selbst klare Vorsprünge reichten mir gegen Lars sein Würfelglück nicht aus. Dies führte dann dazu, dass wir häufiger das Leiterspiel oder Mühle zur Entspannung spielten.

Der letzte Urlaubstag

Für den letzten Tag hatten wir uns noch einmal ein Highlight ausgesucht. Da das Auto wieder zur Verfügung stand, wollten wir einen Trip in Puszta machen. Als Ziel war mir die Bugaci Puszta noch bekannt. Da es noch keine Navis gab, mussten wir mit Karte navigieren und nach anfänglichen Problemen den Ort wiederzufinden, gelang es dann doch. Den Aufenthalt in der Puszta genossen wir und machten die obligatorische Wanderung zum Puszta-Hof. Danach gönnten wir uns noch die Molle in dem Restaurant, bevor es dann in die Ferienwohnung zurückging.

Dort angekommen, stand nur noch die Bezahlung der Wohnung auf dem Programm. Diese lief typisch ungarisch ab. In der Küche, bei selbstgebranntem Schnaps und Wein, wurde der Betrag für die Wohnung entrichtet. Natürlich erhielten wir noch einen großzügigen Abzug für die Unannehmlichkeit mit dem Unfall. Dagegen stand unsere offene Rechnung aus dem Minimarkt der Familie, die ebenfalls noch beglichen werden musste.

Die Rückfahrt

Am frühen Morgen ging es dann wieder zurück in Richtung Deutschland. Nachdem alles im Auto verstaut war und die Fahrräder wieder im Träger untergebracht waren, verabschiedeten wir uns von der Vermieterin. Ein angebotener Schnaps wurde diesmal auf Grund der bevorstehenden Autofahrt abgelehnt. Die Strecke bis zur Grenze verlief ereignislos. Unmittelbar vor der Grenze, in dem aufgebauten Geschwindigkeitstrichter, dann die Frage „sind wir gerade geblitzt worden?“. Fast zeitgleich wurden wir auch schon angehalten. Dreist wies ich mich mit meinem Dienstausweis aus, was uns eine Verwarnung ersparte. Danach verlief die Fahrt ruhig weiter. Wir versuchten uns an die Geschwindigkeitsbeschränkungen zu halten, um derartige Erlebnisse nicht noch einmal zu haben. In Deutschland dann kündigten wir uns telefonisch bei Elli an. Hier erfuhr ich dann, dass mein zuvor geklautes Fahrrad wohl wieder da sei. Die Polizei hatte sie darüber informiert. Später stellte sich heraus, dass es tatsächlich so war.

Gegen Abend waren wir dann wieder zurück. Schnell wurde Lars in Sorsum abgeliefert und noch eine kurze Unterhaltung mit seinen Eltern gehalten, dann ging es weiter nach Hannover.

Fazit

Aus der Tour zogen wir mehrere Rückschlüsse. Für mich persönlich war ein Umstand, den ich nicht richtig einsortieren konnte, nämlich dass ich nun zwei hochwertige Fahrräder hatte. Am Wichtigsten war jedoch, dass wir für zukünftige Touren lieber einen Ausgangsort wählen und von dort aus Touren starten, da die Fahrten mit Packtaschen nicht wirklich toll waren.

Datum DST TRP TIME AVS Vmax
04.09.1996 16
05.09.1996 78 62,36 03:25:49 18,2 48,7
06.09.1996 107 29,08 01:47:03 16,3 44,4
08.09.1996 141 34,04 01:48:56 18,7 56,8
09.09.1996 179 37,93 02:00:35 18,9 65,3
 Gesamt 163 163,41 09:02:23    

Hochzeitsreise an den Balaton

Siofok / Balaton 1994

Die Reise war als unsere Hochzeitsreise geplant.
Über einen Kollegen erhielten wir eine Telefonnummer in Ungarn, die uns kostengünstig eine Ferienwohnung am Balaton zur Verfügung stellen würden.
Nachdem wir Kontakt mit der Familie aufgenommen hatten, war alles schnell kalr gemacht.

Wir beschlossen dann nachts zu fahren, so dass wir ohne weitere Probleme morgens gegen 08:00 Uhr an unserem Feriendomizil in Siofok ankamen.
Hier wurden wir erstmal durch die Familie begrüßt. Neben einem knappen Frühstück erhielten wir erst einmal einen selbstgebrannten Schnaps – und das morgens um 08:00 Uhr. Das konnte ja lustig werden.

Danach wurde uns erstmal die Ferienwohnung gezeigt. Sie erfüllte unsere Erwartungen nur bedingt. Das Schlafzimmer war mit einem Klappsofa ausgerüstet, dessen Gefahren sich noch später darstellen sollten.
Das Badezimmer war das Badezimmer der Vermieter, was sie aber in dieser Zeit nicht nutzten und die Küche wurde von ihnen geräumt, sobald wir sie nutzen wollten.
Mit dieser Erkenntnis ging es dann erst einmal ins Bett.
Hier merkten wir gleich, dass wir mit dem Schlafsofa so nicht klarkommen. es bestand aus drei gewölbten Teilen, so dass man das Gefühlt hatte man liegt in einer Berg-und-Tal-Bahn. Abhilfe versuchten dann die Vermieter zu schaffen, indem sie weitere Auflagen einlegten. Wir selbst halfen uns, indem wir längs zu den Einbuchtungen schliefen.
Dies führte jedoch zu derartigen Verspannungen bei Elli, dass sie es vor Rückenschmerzen kaum aushielt. Erst eine Luftmatrazen-Entspannungskur auf dem Balaton führte zu leichter Milderung.

Neben Relaxen und Baden im Balaton – wir nutzten dazu das öffentliche Schwimmbad – verbrachten wir viel Zeit auf der Terrasse. Eigentlich immer mit unseren Vermietern und immer mit einem selbstgemachten Wein oder selbstgebrannten Schnaps.
Abends gingen wir eigentlich immer Essen. In den zahlreichen Restaurants in Siofok gab es wunderbares Pörkölt, ein ungarisches Gulaschgericht, bzw. verschiedene wohlschmeckende Abarten, wie z.B. Szegediner Gulasch und Esterházygulasch. Daneben waren natürlich Rinderbraten und Schnitzel von der Speisekarte zu empfehlen.
Dazu gab es immer eine Vorsuppe, einen Salat und den obligatorischen Nachtisch, sowie ein Getränk. Für alles zusammen haben wir damals für 2 Personen nie mehr als umgerechnet 20 DM (heute ~ 10 Euro) bezahlt. Bei den Preisen konnte man ruhig jeden Abend Essen gehen. Außerdem vertrieb es die Zeit.

Zum Zeitvertreib machten wir während unseres zweiwöchigen Aufenthaltes auch einige Ausflüge. Teils mit dem Pkw, aber auch mit der Fähre und dem Zug.
Die gingen natürlich zum Einen nach Budapest, wo wir einen ganzen Tag verbrachten.
Ein anderer Ausflug führte uns mit der Fähre zur Halbinsel Tihany, wo wir die Klosteranlage besichtigten und dann am Balatonufer nach Balatonfüred spazierten.
Mit dem Pkw starteten wir einen Ausflug nach Pecs, dass nur circa 20 Kilometer von Rumänien entfernt am Gebiet Siebenbürgen liegt.
Ausserdem mussten wir natürlich einen obligatorischen Pusztabesuch machen. Hierzu wurde uns die Bugac-Puszta empfohlen. Über Landstraßen mit Überquerung der Donau ging es dann dahin. Die einzelnen Sehenswürdigkeiten der Puszta gingen wir zu Fuß ab und stärkten uns danach bei einer herrlichen Grillteller in traditioneller Holzschale in dem Restaurant.

Nach knapp zwei Wochen beendeten wir den Urlaub dann.

Insgesamt war es ein günstiger Urlaub und wir hatten gute Erinnerungen daran, wenn auch die Ferienunterkunft etwas feudaler hätte ausfallen können. Vieles wurde aber durch die freundlichen Vermieter wieder wett gemacht.