Elsass und BeNeLux-Staaten

Herbstferien 2009

(04.10.2009 – 14.10.2009)

Die Planung für die Tour in den Herbstferien 2009 gestaltete sich etwas schwierig. Es war uns einfach nicht möglich, uns auf ein Ziel zu einigen. Einerseits sollte es Sonne sein, was für die Toskana sprach, anderseits wollten wir mal wieder etwas Neues sehen, wodurch die Region Elsass in den Fokus geriet.
Letztlich machten wir es wetterabhängig und die Region Elsass wurde von allen favorisiert.

Am Sonntag, dem 04.10.2009 ging es dann los. Zuvor coachte ich noch beim Spiel der Sorsumer Damen gegen MTV Bockenem 48. Mit einem 3:0 Sieg im Gepäck ging es los. Erst mal die BAB 7 in Richtung Süden.
Während der Fahrt in Richtung Süden machte sich Elli schon mal Gedanken, wo wir die Nacht stehen könnten. Da es der Verkehr zuließ und das Wetter (sehr regnerisch) auch nicht gerade für Besichtigungen sprach, einigten wir uns darauf etwas südlich von Frankfurt zu finden, damit wir am nächsten Tag die Metropole nicht im Berufsverkehr passieren mussten.
Im Stellplatzführer fand Elli das Hotel Kuralpe Kreuzhof im Odenwald. Auf dem Parkplatz des Hotels stand man hier mitten in der Natur des Odenwaldes.

Nach einem Abendessen im hoteleigenen Restaurant (was die Stellplatzgebühr minderte) ging es dann ins Bett.

Am nächsten Morgen war strahlender Sonnenschein.
Nach dem Frühstück ging es erst mal zur Siegfried Quelle am Felsenmeer bei Reichenbach.

Danach folgten wir der Nibelungenstraße bis an den Neckar,
dem wir dann bis Heilbronn folgten, wo wir uns auf den städtischen Stellplatz Neckarhalde stellten und einen der letzten Stromanschlüsse belegen konnten.
Da wir hier bereits am frühen Nachmittag ankamen, stand eine Stadtbesichtigung für den Nachmittag auf dem Programm. Leider gibt Heilbronn nicht allzu viel her. Nach einem Gang am Neckarufer entlang, fanden wir uns nach kurzer Zeit in der Fußgängerzone wieder.
Nach einem kurzen Regenguss, den wir in der Stadtgalerie absaßen, ging es zum Wohnmobil zurück. Hier setzte dann der Regen wieder ein, so dass wir den restlichen Tag im Wohnmobil verbrachten.

Nach dem Frühstück, bei dem es erstmals keine Brötchen gab, da kein Bäcker aufzutreiben war, ging es dann weiter. Wir hatten uns mittlerweile darauf geeinigt, den weiteren Streckenverlauf von Tag zu Tag zu beschließen um dem guten Wetter zu folgen. Einen derartig verregneten Tag, wie zuvor, wollten wir nicht noch einmal erleben.
Von Heilbronn ging es die knapp 25 Kilometer bis nach Sinsheim. Hier stand das Auto- und Technikmuseum auf dem Programm. Zuvor wollten wir noch den Sinsheimer Stellplatz inspizieren, um ihn eventuell für die anstehende Übernachtung zu nutzen. Nach einigem Hin und Her mit dem Navi, standen wir an dem Stellplatz, der zwar nah zum Auto- und Technikmuseum lag, aber ansonsten auch nichts zu bieten hatte.
Wir entschieden uns, erst mal den Museumsbesuch zu machen und dann weiter zu entscheiden.
Der Parkplatz des Auto- und Technikmuseum war leer, so dass wir einen guten Parkplatz für unser Mobil fanden. An der Kasse bot man uns dann an, dass wir auf dem Platz auch gerne Übernachten könnten. Mittlerweile hatten wir uns innerlich aber schon auf eine Weiterfahrt eingestellt, da das Auto- und Technikmuseum in einem reinen Industriegebiet liegt.
Das Museum selbst erfüllte unsere Erwartungen nicht. Es waren hier zwar interessante Exponate gesammelt worden, die aber größtenteils wahllos in Hallen zusammengestellt waren. Eine technische Erklärung suchte man aber vergebens. Da ist dann das Deutsche Museum in München, das wir vorher bereits einmal besucht hatten, wesentlich besser.
Highlight in Sinsheim sind sicherlich die Überschallreiseflugzeuge Concorde und  Tupolew 144, die auf einem Hallendach aufgebaut sind und zur Besichtigung freigegeben sind.

Nachdem man sich die Steigung im Flugzeug hochgearbeitet hat, kann man einen Blick ins Cockpit der Flugzeuge werfen. Danach geht es gegen den Strom der sich herauf quälenden Besucher wieder in Richtung Treppe hinab.
Abschließend kam noch einmal so etwas wie Nervenkitzel auf, als aus einer auf dem Hallendach befindlichen DC 3 eine Rutsche in den Eingangsbereich der Halle hinab führte. Tatsächlich war diese aber derart langsam, dass man Angst haben musste, stecken zu bleiben.
Nach einem Mittagssnack ging es dann endgültig weiter. Wir beschlossen bis an den Rhein zu fahren und Elli suchte uns Kehl am Rhein als Ziel aus, da es von dort nicht weit nach Strasbourg war.
Die Anfahrt verlief problemlos. Alle angekündigten Staus hatten sich bei unserem Eintreffen in Wohlgefallen aufgelöst, sodass wir zeitgerecht am Stellplatz eintrafen.
Zu unserem Erstaunen war dieser, bis auf einen Platz, voll belegt. Wir parkten dem Entsprechend auch gleich ein und konnten dann beobachten, wie noch mehrere Mobile wieder abdrehen mussten, da sie keinen Platz fanden.
Erwähnenswert sei hier noch ein Ordnungsfanatiker auf Platzsuche, der uns ansprach und bat, doch etwas dichter an anderen Mobilen zu parken, damit sein Wohnmobil noch Platz finde. Grundsätzlich wäre dies kein Problem gewesen und wir hätten seinem Wunsch entsprochen. Dagegen sprach aber, dass die gesamte Reihe der geparkten Wohnmobile ihren Motor hätte anwerfen müssen, wenn sie dann alle da gewesen wären, und der ausgesprochen vermesse, ja schon befehlende und maßregelnde Tonfall, in dem das Begehren vorgetragen wurde.
Nach einem ‚abschlägigem Bescheid‘ meinerseits zog er dann auf die Norddeutschen fluchend davon.

Als nächstes stand ein Besuch des Hallenbades an, dass in der Nähe liegen sollte. Da es sich in einem Schulzentrum befand, hatten wir leichte Bedenken bezüglich der allgemeinen Nutzung. Eine kurze Frage an eine Mitarbeiterin des Ordnungsamtes und ein Telefonat brachte dann Klarheit.
Bei unserem Eintreffen stellten wir dann fest, dass auch noch Warmbadetag war. Der einzige der Probleme beim Eintritt hatte, war Sönke. In diesem Bad waren Shorts nicht erlaubt. Ersatzweise bot man den Kauf einer Badehose für knapp 4 Euro an. Nachdem dies erledigt war, konnten wir endlich das Schwimmbad nutzen.
Nach dem Schwimmbadbesuch bummelten wir noch kurz ins Stadtzentrum.
Für den Hinweg wählten wir die nahe Rheinpromenade. Sönke nahm seinen Roller mit und fragte immer nur, wann wir denn nun nach Frankreich fahren. Nachdem wir es ihm mehrfach erfolglos erläutert hatten, boten wir ihm an, über die nahe Rheinbrücke doch selbst rüber zu fahren. Dieses Angebot nahm er dann auch prompt an und war weg.
Nach einer kurzen Stippvisite auf der französischen Rheinseite kam er wieder zurück und es ging weiter in die City.
Hier informierten wir uns zunächst ausgiebig über die bestehende Busverbindung nach Strasbourg und kauften auch gleich die erforderlichen Fahrkarten.
Nach dem Bummel durch die recht übersichtliche Fußgängerzone gönnten wir uns noch ein Getränk auf dem Marktplatz. Das erwies sich als vorteilhaft, da es anfing zu regnen und wir so geschützt den Schauer abwarten konnten.
Als es dann zum Wohnmobil zurückging, wählten wir den Weg am Krankenhaus entlang. Leider war da gerade eine Baustelle und ein Bauzaun verhinderte den Zugang zu dem angrenzenden Parkgelände. Da wir nicht bereit waren einen Umweg in Kauf zu nehmen, überkletterten wir kurzerhand den Zaun und setzten unseren Weg fort.
Den Abend verbrachten wir dann im Wohnmobil.
Hier versetzte uns Sönke noch einmal in Aufregung als er das Tierabwehrspray (Pfefferspray) fand und damit herumspielte. Er setzte einen kurzen Strahl in den Vorhang und zog sich dann zurück. Erst als es uns in den Augen brannte, bekamen wir mit, was er gemacht hatte. Schnell lüfteten wir das Wohnmobil und nahmen den Vorhang ab. Nach einer kurzen Zeit ging es dann wieder, so dass wir dann ins Bett gehen konnten.

Am nächsten Morgen standen wir gegen 08.00 Uhr auf und ich besorgte Brötchen aus einem nahen Kiosk.
Nach dem Frühstück ging es dann gleich zum Bus und wir fuhren über den Rhein nach Strasbourg.
Unmittelbar hinter dem Rhein mussten wir umsteigen und es ging mit der Tram weiter. Die führte uns direkt in die Innenstadt und nach einem kurzen Bummel durch einen Teil der Fußgängerzone standen wir schon vor dem Straßburger Münster.

Nach der Besichtigung dieses imposanten Bauwerks ging es über den Spanferkelmarkt zum Ill-Ufer herunter. An diesem bummelten wir entlang, bis wir in das Viertel Little France gelangte.

In der Kulisse der alten Häuser des alten Gerberviertels gönnten wir uns in einem Straßencafe einen Kaffee, der uns mit knapp 3 € auch noch erschwinglich erschien.
Nun ging es noch zu den alten Wehranlagen und danach über die kleinen Gassen zurück in Richtung Innenstadt. Hier folgten wir dann der Rue de 22 Novembre bis zum Place Kleber.
Dort angekommen stellte sich bei uns auch langsam Hunger ein. Wir suchten uns eine Brasserie, wo wir Baguettes und Getränke kauften. Diese genossen wir dann in der Fußgängerzone.

Nachdem wir uns so gestärkt hatten, bummelten wir durch die Fußgängerzone bis zum Nationaltheater.
Von dort nahmen wir die Tram um zum Europaparlament zu gelangen.
Dort angekommen stellten wir erst mal fest, dass dort alles ausgesprochen ruhig war. Man hatte das Gefühl es sei ein Sonntag und alle seien zu Hause.
Der Haupteingang mit dem Wachpersonal und den Schranken animierte uns nicht einzutreten. Stattdessen gingen wir einmal um das Gebäude herum. Hierbei wurden wir jedoch in einer Spirale auf den Parkplatz geführt und befanden uns auf einmal hinter dem Wachhäuschen.
Wir gingen dann einfach ins imposante Atrium des europäischen Parlaments.

Hier hörte unsere Besichtigung dann auch auf. Weiter kam man nicht ins Gebäude.
Nach dieser kurzen Visite ging es dann mit Tram und Bus zurück nach Kehl.
Hier angekommen kauften wir noch kurz ein und gönnten uns wiederum ein Getränk auf dem Marktplatz, bevor es zum Wohnmobil zurück ging.
Hier angekommen nutzten wir das herrliche sonnige Wetter um noch etwas in der Sonne zu sitzen.
Elli und Sönke machten dann noch eine kurzen Gang zu einem Aussichtsturm im nahen Park, den sie bestiegen und die Aussicht in die Gärten am Rheinufer genossen.

Abends am Stellplatz erreichte uns dann noch ein heftiges Gewitter.
Das hatte sich jedoch am nächsten Morgen bereits wieder verzogen. Es hatte zwar seine Spuren hinterlassen, trotzdem war es ein schöner Morgen.
Nach dem Gang zum Brötchen holen und dem Frühstück ging es wieder los.
Wir fuhren zunächst durch Strasbourg und dann über die A 4 weiter in Richtung Metz. Höhe Sarreguemines (Ausfahrt 42) fuhren wir von der Autobahn ab, um die weitere Fahrt nach Saarbrücken über Landstraßen, fortzusetzen.
Nachdem wir die 9 Euro Maut bezahlt hatten, gerieten wir auch gleich wieder in eine Demo, die an der Straße stattfand. Diesmal richtete sie sich gegen Lidl.
Gegen Mittag kamen wir dann in Saarbrücken an und besuchten das Erlebnisbad Calypso. Bis 13.00 Uhr entspannten wir uns im Bad, bevor wir unsere Fahrt fortsetzten.
Als nächstes Ziel hatten wir uns einen Stellplatz in Düppenweiler ausgeschaut.
Nach einem kurzen Einkaufsstopp in Dillingen erreichten wir auch zeitnah Düppenweiler. Der Stellplatz im Ort selbst sagte uns nicht so zu, so dass wir erst mal weiter zum Wilscheider Hof fuhren.
Dieser lag wirklich mitten in der Natur. Die Straße endete dort auf Grund einer Baustelle und der Ort war ungefähr drei Kilometer entfernt.
Ansonsten war es ein idyllischer Stellplatz mitten im Wald auf einer Wiese. Fischteiche waren in der Nähe und man konnte von hier aus in das Wandernetz einsteigen.
Wir jedoch nutzten das sonnige Wetter und verbrachten den Nachmittag in der Sonne bei einem Wechsel zwischen Bewegungsspielen mit Sönke und Relaxen im Sonnenstuhl.
Nach einem kurzem Getränk in der Gaststätte und einem Abendessen im Wohnmobil ging es dann recht früh ins Bett.

Das war auch gut so, da die Nacht sehr früh endete. Bereits um 06.00 Uhr morgens trafen sich die Bauarbeiter direkt neben dem Wohnmobil und nahmen ihren Fuhrpark in Betrieb. Danach kehrte jedoch erst mal wieder Ruhe ein.
Gegen 08.00 Uhr besorgte Sönke dann die vorbestellten Brötchen und wir frühstückten.
Da wir unser Frischwasser bereits am Vortag wieder aufgefüllt hatten, konnte es direkt nach dem Frühstück weitergehen. Als nächstes Ziel stand das Großherzogtum Luxemburg an.
Unser Navi führte uns zunächst nach Honzrath. Hier konnten wir bewundern, wie die Anwohner kleine Räume in den Sandstein geschlagen hatten, sogenannte Felsenkeller, für die Honzrath bekannt ist.

Danach ging es bei Menzig kurz auf die Autobahn, die wir bei Schengen bereits wieder verließen.
Ab hier fuhren wir am luxemburgischen Moselufer entlang.
Die Landesstraße Nr. 10 führte uns über Remich und Rosport bis nach Echternach.
In Echternach legten wir erstmal wieder eine Pause ein und besichtigten die vermeintlich älteste Stadt Luxemburgs. Elli hatte mittlerweile den Reiseführer studiert und festgestellt, dass die St. Willibrord Basilika sehenswert ist, so dass uns unser Weg auch direkt dorthin führte.

Nach der Besichtigung der Basilika war es nur noch ein kurzer Weg zum Marktplatz mit dem sehenswerten Gerichtsgebäude, Dingstuhl oder Denzelt genannt.

Nach einem Kaffee auf dem Marktplatz ging es dann durch die kleinen Gässchen und an den restlichen Sehenswürdigkeiten vorbei zurück zum Wohnmobil.

Von Echternach ging es, über kleine Nebenstraßen, nach Larochette. Diese Stadt liegt in der Luxemburger Schweiz, auch bekannt als Müllertal, und ist für ihre Burg Fels bekannt, die hoch über der Stadt liegt.
Im Ort konnten wir keinen Parkplatz finden, so dass uns ein Aufstieg zur Burg erspart blieb. Stattdessen gelangten wir über eine kleine Straße, die keinen Begegnungsverkehr erlaubte, direkt zum Haupttor der Burganlage. Von hier aus schloss sich eine ungefähr einstündige Besichtigung der teilweise restaurierten Burganlage an.

Danach ging es über das Land weiter in Richtung in Richtung Fuussekaul. An dem dortigen Campingplatz, den wir bereits von vorherigen Trips nach Luxemburg kannten, wollten wir die Nacht verbringen.
Beim Eintreffen waren wir noch mit die Ersten an dem neu konzeptionierten Stellplatz. Dies blieb aber nicht so, da sich der Bereich immer weiter füllte. Ganz ausgelastet war er jedoch nie.

Den späten Nachmittag und den Abend verbrachten wir wiederum am Wohnmobil. Sönke nutzte das Angebot des Platzes und kämpfte sich durch das Spieleparadies.
Lediglich bezüglich seines Wunsches nach einer Partie Bowling blieben wir standhaft dagegen, da wir den Preis mit 25 € etwas überteuert empfanden.

Am nächsten Morgen schliefen wir erst mal richtig aus und kamen demnach auch etwas später als üblich los.
Am Abend zuvor hatten wir uns Amsterdam als nächstes Ziel ausgeschaut.
Wir fuhren zunächst durch die Ardennen bis ins belgische Bastogne. Kurz vor der Grenze nach Belgien nutzten wir noch einmal das günstige Bezinangebot und tankten voll.
Ab Bastogne ging es über die belgische Autobahn in Richtung Niederlande.
Gegen Mittag hatten wir die Region um Spa erreicht. Da Elli und Sönke unbedingt belgische Pommes Frites wollten, fuhren wir in Remonchamps ab.
Nach einer kurzen Odyssee durch den Ort auf der Suche nach einem Parkplatz und einer Frittenbude, stellte ich das Wohnmobil in einer Bushaltestelle ab, während Elli und Sönke sich ihre heißersehnten Pommes kauften.

Zum Essen musste ich allerdings etwas weiterfahren, da der Bus gleich kommen sollte.
Nach dem Essen ging es dann über die Autobahn weiter nach Liege. Nachdem wir uns dort durch die verwirrende Verkehrsführung gekämpft hatten, erreichten wir bei Maastricht die Niederlande. Schlagartig wechselte das Bild. Alles war sauber und ordentlich. Das Chaos hatten wir hinter uns gelassen.

Auf der weiteren Fahrt über die A 2 in Richtung Amsterdam kündigte das TMC des Navi immer wieder Verkehrsstörungen an, fand aber nie eine Ausweichroute, so dass wir direkt darauf zu hielten.
Letztlich war keiner der angekündigten Staus so schlimm, wie angesagt. Lediglich der Verkehr wurde immer dichter, je näher man Amsterdam kam.
In Amsterdam selbst ging es dann zügig voran. Der Campingplatz Zeeburg im Osten der Stadt, war schnell gefunden. Trotzdem umkreisten wir ihn erst mal, bevor wir dann letztlich die Einfahrt und die Rezeption fanden.
Hier trafen wir dann auf die nächste Überraschung. Das Office öffnete erst um 17.00 Uhr wieder. Da hätten wir dann noch über eine Stunde Zeit.
Wir nutzen dann die Zeit, um den Platz schon einmal zu besichtigen. Hierbei bemerkten wir, dass eine Nebentür des Office geöffnet war. Und tatsächlich, das Office war geöffnet und man konnte einchecken.
Nach der Platzwahl, die am heutigen Tag besonders wichtig war, da wir unbedingt TV-Empfang brauchten, erledigte Elli die Anmeldung.
Plötzlich stellten wir fest, dass wir an dem Platz keinen Strom hatten. Auch ein Mitarbeiter des Platzes konnte keine Abhilfe schaffen, so dass nur eine andere Steckdose blieb.
Danach verbrachten wir den Nachmittag vor dem Fernseher und schauten uns das WM-Qualifikationsspiel Russland-Deutschland an. Endergebnis war 1:0 Für Deutschland und wir hatten uns direkt für Südafrika 2010 qualifiziert.

Da es am Abend anfing zu regnen, verbrachten wir die restliche Zeit im Wohnmobil. Sönke nutzte die Zeit und holte seine Klarinette raus, um zu üben. Das sorgte dann doch für einige verwunderte Blicke, besonders da sich die Hunde auf dem Platz durch den Klarinettenklang angezogen fühlten.

Nach dem Frühstück sollte es am nächsten Morgen, einem Sonntag, in die Innenstadt von Amsterdam gehen.
Wir kauften noch schnell am Office Strippenkarten für uns und gingen dann zur Tram-Station. Dazu mussten wir die Halbinsel, auf der der Campingplatz lag, in Richtung Südwesten verlassen.
Von der Endhaltestelle Flevopark ging es dann mit der Linie 14 direkt in die Stadt. An der Haltestelle Dam, dem zentralen Hauptplatz Amsterdams, stiegen wir dann aus.

Von hier aus ging es erst mal zum Anne-Frank-Haus, das wir besichtigen wollten. Als wir jedoch die Warteschlange davor sahen, nahmen wir erst mal davon Abstand und schauten uns das Haus lediglich von außen an.
Also ging es wieder zurück zum Dam Square.
Hier machten sich gerade die Schauspieler bereit, die sich in ihren Kostümen den Touristen präsentierten.
Am Dam Square besuchten wir dann das dort gelegene Wachsfigurenkabinett von Madame Tussaud.

Der sehenswerte Besuch dauerte etwas über eine Stunde.
Nun ging es am Damrak entlang bis zum Amsterdamer Hauptbahnhof und von dort über die Gassen der Fußgängerzone weiter.

In einer der Nebenstraßen überkam uns dann der Hunger und wir entschieden uns für chinesische Gerichte vom „Wok to go“.
Hier konnte man seine Nudelgerichte in verschiedenen Schritten selbst zusammenstellen und sie wurden frisch zubereitet. Das Ganze kostete je Gericht etwa 4 Euro, war also recht günstig.

Nach dem Mittagessen folgten wir der Fußgängerzone (Nienwendik) weiter, um die weiteren Sehenswürdigkeiten anzulaufen.
Als erstes stand die ‚Magere Brücke‘ auf unserem Zettel.
Auf dem Weg dorthin ereilte uns der erste Regenschauer.
Wir nutzten diesen um in einen Souvenirshop zu gehen, wo Elli einen Eierbecher und Sönke ein Keramikhaus erstand.
Danach ging es erst mal bei leichtem Regen weiter.

Am Waterlooplein entlang ging es durch die kleinen Gassen zum Niuewmarkt.
Hier gab es erst mal einen Flohmarkt zu erkunden. Da es mittlerweile aufgehört hatte zu regnen, ließen wir uns hier etwas Zeit. Danach ging es noch zum Rembrandthaus und von dort wieder in Richtung Waterlooplein.
Dort angekommen waren wir mittlerweile von den vielen Fußmärschen richtig platt, so dass wir uns vor der Heimfahrt erst mal in ein Cafe setzen und ein heißes Getränk zu uns nahmen.
Als das erledigt war, fuhren wir mit der Straßenbahn zurück in Richtung Campingplatz. Auf der Rückfahrt hatten wir auch noch das Glück, das gleiche Bahnpersonal wie auf der Hinfahrt zu erwischen.

Nach dem kurzen Fußmarsch zum Campingplatz setzten wir uns dort in den Barbereich und nahmen ein kaltes Getränk zu uns.
Außerdem nutzten wir die Zeit noch, um Sönke mit Tischtennis etwas zu beschäftigen.
Nachdem wir dies alles hinter uns gebracht hatten, gingen wir duschen und machten uns dann einen gemütlichen Abend im Wohnmobil.

Die weitere Routenführung war schnell gefunden. Da die nächsten Tage das Wetter etwas besser werden sollte, wollten wir unbedingt noch ein paar Tage am Meer verbringen.
Aus den Campingführern suchten wir uns den Campingplatz Tempelhof aus, da er neben der Strandnähe auch noch ein Schwimmbad hatte.
Auf Grund der recht kurzen Anfahrt entschlossen wir uns noch etwas Sightseeing auf der Anfahrt zu machen.
Nachdem wir den Großraum Amsterdam über die Autobahn verlassen hatten, fuhren wir schnell von dieser ab, um noch etwas vom Land zu sehen.
Insbesondere Windmühlen standen auf unserem Programm, so dass wir eine entsprechende Nebenstrecke wählten.
Schnell wurden wir fündig und fanden eine Museumsanlage vor, die wir für einen geringen Obolus besichtigen konnten.

Hier wurde die Landgewinnung und die Bedeutung der Windmühlen wunderbar erklärt, so dass sich der Besuch auf jeden Fall lohnte.

Bis zum Mittag war es nicht mehr weit und Alkmaar lag auf unserem Weg, so dass wir hier eine Mittagsrast einlegen wollten.
Gesagt, getan. Schnell war ein Zentrumsnaher Parkplatz gefunden.
Die Stadt war ansehnlich, so dass sich aus dem Shoppingstopp eine Sightseeingtour entwickelte.

Eingekauft wurde nebenbei allerdings auch.

Danach ging es weiter zum Campingplatz. Der Empfang dort war ausgesprochen freundlich – wie auch das Wetter.
Schnell war ein Stellplatz gefunden und die Sitzgelegenheiten rausgeholt, um das Wetter zu genießen.
Sönke erkundete alle Möglichkeiten, die der Campingplatz ihm bot. So war er zum Beispiel zum Klettern und im Schwimmbad.
Als die Sonne dann unterging, verbrachten wir den Abend am Mobil.

Der nächste Tag war ebenfalls sehr schön.
Am späten Vormittag ging es dann zu Fuß nach Callantsoog. Hier kauften wir noch kurz ein und suchten danach den herrlichen Strand auf.

Während Sönke sich dann am Strand die Zeit vertrieb, setzten Elli und ich uns in eines der Strandcafes und genossen den Sonnenschein.
Danach ging es zu Fuß zurück zum Campingplatz, wo wir uns erst mal von den Strapazen erholen mussten, während Sönke wiederum das Schwimmbad aufsuchte.

Da sich unser Urlaub nun dem Ende nahte, planten wir die Rückfahrt.
Die führte uns über den Abschlussdeich, um Sönke dieses Bauwerk noch zu präsentieren.

Danach ging es dann über Leer und die Autobahn zurück nach Harsum.

Die Mosel entlang bis Luxemburg

Mosel

(14.10.2005 – 22.10.2005)

Auch die diesjährigen Herbstferien wollten wir wieder für eine Tour mit dem Wohnmobil nutzen. Um Sönke die manchmal recht langweilige Dauerbespaßung durch seine Eltern zu ersparen, beschlossen wir unser Patenkind Leonie mit auf die Tour zu nehmen. Nach anfänglichen Bedenken war sie einverstanden, sodass es am letzten Schultag losgehen konnte.

Wir nutzten den Freitag um uns unserem Ziel, der Moselregion, etwas zu nähern. Über die Autobahn 7 und Autobahn 5 ging es unserem Ziel entgegen. Da wir an dem Nachmittag nicht die komplette Strecke schafften, hatten wir uns einen Stellplatz in Weilburg an der Lahn für die erste Übernachtung herausgesucht. Dazu mussten wir die Bundesstraße 49 in Richtung Weilburg verlassen. Nach einer kurzen Odyssee in Weilburg fanden wir dann den Stellplatz, auf dem wir fast allein standen.

Am Abend ging es dann die Treppen in den Ortskern hinauf, wo wir ein gemütliches italienisches Restaurant für unser Abendessen fanden.

Der nächste Morgen begann mit typischem Oktoberwetter, nebelig und regnerisch. Ich ging die Treppe in die Innenstadt hinauf, um bei einem Bäcker, den wir am Vorabend entdeckt hatten, Brötchen für das Frühstück zu besorgen. Nach dem Frühstück packten wir ein und machten uns auf den weiteren Weg.

Um den Kindern schon am ersten Tag etwas zu bieten, damit sie nicht ganzen Tag im Auto sitzen mussten, machten wir uns auf den Weg zur nahen Kristallhöhle in Kubach.

Nachdem wir am Eingang mit Helmen versorgt wurden, ging es in die Höhle. Viele Bescher hatten sich bis dahin nicht eingefunden, sodass die Tour durch die Kristallhöhle einen familiären Charakter hatte.

Nach der Tour machten wir eine kurze Pause in dem Steingarten, der in unmittelbarer Nähe eingerichtet ist. Hier bot sich auch die Gelegenheit zu einem Schnappschuss in einer Feldbahn.

Danach ging es zügig zu einem Stellplatz weiter. Unsere erste Wahl war in Cochem. Hier sollte es einen Campingplatz in der Nähe des Schwimmbades geben. Den fanden wir auch, allerdings war er für unser Gefühl zu weit von der Innenstadt entfernt, sodass wir uns entschieden, es woanders zu versuchen,

Als nächste Wahl war das Weingut Oster-Franzen in Bremm. Nachdem wir das Weingut gefunden hatten, bekamen wir einen Stellplatz zugewiesen. Dieser Platz entsprach schon mehr unseren Vorstellungen von einem idyllischen Stellplatz in der Moselregion, auch wenn Bremm selbst nicht viel zu bieten hat.

Die restlichen Sonnenstunden des Tages nutzten wir am Platz. Die Kinder fuhren mit ihren Cityrollern durch die Gegend, während wir es uns in den Campingstühlen gemütlich machten. Am Abend bot man uns eine kleine Weinverkostung an, die wir allerdings ablehnen mussten.

Nach dem Frühstück am nächsten Morgen ging es gleich weiter. Wir wollten uns früh am Tag einen neuen Stellplatz suchen, um den Rest des Tages mit einer Stadtbesichtigung zu verbringen. Da Elli und ich den Ort Traben-Trarbach bereits kannten, hatten wir diesen als Ziel ausgesucht. Von den möglichen Stellplätzen in Kinheim und Lösnich, fiel unsere Wahl auf Lösnich, da die Wiese in Kinheim wegen einer Veranstaltung nicht zur Verfügung stand.

Am Stellplatz Lösnich konnten wir uns direkt ans Moselufer stellen. Nachdem wir uns mit Strom versorgt hatten, ging es in Richtung Traben-Trarbach. Dazu überquerten wir zunächst die Mosel und suchten uns in Kinheim ein Moselschiff, mit dem wir weiterfuhren.

Bei strahlendem Sonnenschein genossen wir die Fahrt auf der Mosel.

Es folgte die Stadtbesichtigung von Traben-Trarbach, die wir bei einem Eis am Schiffsanleger ausklingen ließen. Danach ging es wieder mit dem Schiff nach Kinheim zurück. Auf dem Rückweg zu Stellplatz machten wir uns noch auf die Suche nach einem Restaurant in Lösnich. Wir fanden eine Straßenwirtschaft, wo wir noch ein Getränk nahmen, während die Kinder auf dem Hof mit ihren Cityrollern einen Absatz ausnutzten, um zu springen.

Am nächsten Tag machten wir uns auf den Weg nach Trier. Der dortige Stellplatz, der in der Nähe zu einem Campingplatz liegt, war schnell gefunden. Der Stellplatz in Trier wird von dem Campingplatz Treviris betrieben und liegt auf einem P&R-Parkplatz am Moselufer. Wir suchten uns einen Stellplatz mit angenehmen Gefälle und der Möglichkeit die Fernsehanlage aufzubauen. Als dies erledigt war, ging es mit dem nahen Bus in die Innenstadt von Trier.

Unser erstes Ziel war natürlich die Porta Nigra.

Von dort aus ging es durch die Fußgängerzone zum Trierer Dom.

Nach dem Besuch der Konstatinbasilika folgte eine Pause im Palastgarten am kurfürstlichen Palais.

Während Elli und ich noch bei unserem Getränk saßen, entfernte sich unsere beiden Begleiter und quatschten wie die Großen an einem Springbrunnen.

Nach der Pause folgte dann noch der Besuch der Kaiserthermen. Nachdem dies auch erledigt war und wir mittlerweile einen Großteil des Rückweges zum Stellplatz schon bewältigt hatten, beschlossen wir auch den Rest zu Fuß zu gehen.

Am Moselufer ging es entlang, bis wir am späten Nachmittag wieder am Stellplatz waren. Hier genossen wir wieder die restlichen Sonnenstunden.

Nach dem Abendessen hielten wir uns noch ein bisschen an der frischen Luft auf und bewunderten den Sternenhimmel und den Mond. Als es dann kälter wurde, zogen sich zuerst die Kinder ins Wohnmobil zurück und verbrachten den Rest des Abends mit Lesen.

Am nächsten Morgen nutzten wir dann nach dem Frühstück noch die Durchfahrt durch de4n Campingplatz, um dort die sanitären Einrichtungen für eine Dusche zu nutzen. Danach ging es weiter ins beschauliche Saarburg, das wir eher durch Zufall entdeckten, als wir eine Lokalität für das Mittagessen suchten.

Nach einem Bummel durch die idyllische Altstadt am Lauf der Leuk mit seinen Wasserrädern, Wehren und Brücken, machten wir in einer Eisdiele unsere Mittagspause bei Eis und Kaffee. Danach ging es auf die Suche nach der Saarschleife, die unser eigentliches Tagesziel war. Auf der Karte hatten wir sie bereits gefunden, sodass wir uns schon einmal grob orientieren konnten.

Von Mettlach ging es nach Orscholz. Hier war die Saarschleife dann ausgeschildert, auch wenn wir der Beschilderung nicht richtig trauten, da nichts von ihr zu sehen war. Wir parkten am Cloef-Atrium und folgten dann einem Wanderweg zum Aussichtspunkt.

Nach dem Ausflug zur Saarschleife machte Elli sich wieder an die Stellplatzsuche. Im Stellplatzführer fand sie das Weingut Pauly in Palzem, das zu diesem Zeitpunkt über zwei Stellplätze verfügte.

Nach unserer Ankunft wurden die Kinder erst einmal ins Geheimnis der Schnapsbrennerei eingewiesen. Danach bummelten wir durch Palzem und fanden in der Bahnhofsstraße ein kleines Lokal, wo wir zu Abend aßen. Zurück am Stellplatz genossen wir den Blick über die Mosel nach Luxemburg.

Am Abend ging es dann zu einer Weinprobe auf dem Weingut Pauly. Neben der Gestaltung des Abendprogramms erhielten wir zudem den Stellplatz günstiger. Die Kinder vertrieben sich den Abend mit fernsehen und lesen im Wohnmobil.

Am nächsten Morgen ging es dann die paar Kilometer bis Luxemburg. Die Stadtbesichtigung von Luxembourg stand auf dem Programm. Elli und ich hatten noch leichte Kenntnisse der Stadt durch unseren Besuch 1996. Wir parkten das Wohnmobil in der Nähe des Boulevard Robert Schumann und machten uns dann am Fußweg der Alzette entlang auf den Weg in die Innenstadt.

Bei Regen ging es durch Innenstadt und zum Mittag zogen wir uns in einen Burger-King zurück, um wenigstens kurzfristig trocken zu werden.

nachdem wir wieder am Wohnmobil waren, suchten wir eine Übernachtungsmöglichkeit und kamen schnell auf den Campingplatz Fuussekaul, den wir auch nach einigen leichten Schwierigkeiten fanden. Da mittlerweile der Regen aufgehört hatte und sich Nebelbänke gebildet hatten, fuhren wir erst einmal an dem einsam gelegenen Campingplatz vorbei, bevor wir ihn als solchen erkannten.

Der Campingplatz war für die Kinder ideal, da er ein Spieleparadies hatte, das sie nutzen konnten. So vermieden wir übermäßige Langeweile. Zum Abendessen ging es auf das Restaurant am Campingplatz.

Am nächsten Tag ging es dann zunächst nach Vianden, dass Elli und ich ebenfalls von unserem Besuch 1996 her kannten. Nachdem wir einen kostenfreien Parkplatz für das Wohnmobil gefunden hatten, machten wir uns an die Besichtigung des Ortes.

Nachdem der Ort zu unserer Zufriedenheit erkundet und fotografiert war, ging es mit dem Wohnmobil wieder nach Deutschland zurück. Wir fuhren auf Bundes- und Landstraßen durch die Eifel. Zeitgleich waren wir auf der Suche nach einem Hallenbad, um den Kinder wieder einmal etwas Abwechslung zu bieten. Am besten fanden wir eine Kombination aus Hallenbad und Stellplatz. Leider schien es dies in der Eifel nicht zu geben. Da bei den Kindern der Hallenbadbesuch schon angekündigt war, standen wir in der Pflicht und sie drängelten auch schon. In Wittlich wurden wir dann fündig. Der Stellplatz war ein Parkplatz, allerdings ohne jegliche Ver- und Entsorgung, in der Nähe des Vitelliusbades.

Wir besuchten zunächst das Schwimmbad. Nach unserem Aufenthalt entschlossen wir uns erst einmal weiter nach einem geeigneten Übernachtungsplatz zu suchen. Da die Stellplätze nicht üppig gesät waren, fing Elli an zu telefonieren. Der Stellplatz Heidsmühle Manderscheid hinterließ dabei den besten Eindruck und wir steuerten ihn an.

Zuvor machten wir noch einen kurzen Stopp in Manderscheid. Da es noch früher Nachmittag war, bummelten wir durch den Ort und Wir entdeckten die Kerzenmanufaktur Moll, die Besichtigungen anbot. Dieses Angebot wollten wir gerne annehmen, stellten aber fest, dass es bis zur ersten Führung noch dauerte. Die Wartezeit überbrückten wir in einem nahen Cafe.

Nach der Führung ging es dann zum Stellplatz. Dieser lag zwar außerhalb von Manderscheid und der Parkplatz war zum Gruseln, dafür konnten wir aber im Gasthof zu Abend essen und standen dadurch kostenfrei.

Von Manderscheid aus ging es dann am nächsten Morgen in Richtung der Burg Eltz, die wir uns als nächstes Ziel ausgesucht hatten. Die Kinder schienen bis dato damit einverstanden. Aus Richtung Wirschem folgten wir der Kreisstraße bis zum Parkplatz für die Besucher. Von hier war es noch ein kleiner Fußmarsch bis zur Burg. Leider ließ der Kinderwille auf dem Waldweg etwas nach. Erst als die Burg in Sicht kam, waren sie wieder bei der Sache.

Eine Besichtigung des Burginneren war für die Kinder derart uninteressant geworden, dass sie dazu nicht zu überreden waren. Stattdessen verbrachten wir einige Zeit auf dem Innenhof und den frei zugänglichen Teilen der Burg. Danach ging es zum Wohnmobil zurück.

Da es noch früh am Tage war und wir uns um den Stellplatz für die Nacht keine Gedanken machen mussten, da wir uns erneut für den Stellplatz in Weilburg an der Lahn entschieden hatte, machten wir noch einen kurzen Stopp in Koblenz. Ziel war das Deutsche Eck, der Zusammenfluss von Mosel und Rhein.

Viel los war in dem Bereich an diesem Tage nicht, sodass wir einen Parkplatz in einer Seitenstraße ergatterten. Nach einem kurzen Bummel durch die Stadt und über das Deutsche Eck ging es wieder zurück zum Wohnmobil.

Schnell waren die wenigen Kilometer bis Weilburg an der Lahn zurückgelegt und wir suchten uns ein kleines Lokal für das Abendessen. Danach ging es, erledigt vom Tagesprogramm, ins Bett.

Für den nächsten Tag stand nur die Rückfahrt nach Harsum auf dem Programm. Um diese wenigstens etwas interessanter zu gestalten, wählten wir zunächst hauptsächlich Nebenstrecken, um bis Kassel zu kommen. Leider fanden wir nichts, wozu wir die Kinder noch begeistern konnten. Beide hatten nur noch zu Hause im Kopf und waren dann auch letztlich glücklich, als wir dort wieder ankamen.

 

Kurztrip nach Luxemburg

Luxemburg

(19.09.1996 – 04.10.1996)

Über den Tag der deutschen Einheit wollten Elli und ich einen Kurzurlaub machen. Elli nahm sich kurz entschlossen ein paar Tage Urlaub und ich hatte eh über die Feiertage frei und musste erst am 075.10.1996 wieder an die Fachhochschule, so dass wir eine Woche hatten. Wir hatten uns schnell entschlossen, wie wir diese Woche verbringen wollten. Die Amerikaurlaube mit der spontanen Unterkunftssuche im Kopf, beschlossen wir dies auch einmal in Deutschland zu versuchen und wählten die Moselregion und Luxemburg als Ziel aus.

Zunächst ging es mit dem Pkw über die Autobahn bis nach Koblenz. Dort entschieden wir uns für den weiteren Weg und wählten als erstes Tagesziel wählten wir Daun in der Eifel, da es in Autobahnnähe lag. Im Ort fanden wir ein nettes Hotel, das auch noch recht günstig war.

Den Abend verbrachten wir, nach einem Bummel durch den Ort, mit einem Abendessen in einem Restaurant und der Nutzung des hoteleigenen Schwimmbades. Danach ging es für uns ins Bett.

Am nächsten Morgen ging es, nach einem reichhaltigen Frühstück, in Richtung Trier. Auch wenn die Verkehrsführung in Trier etwas verwirrend war, fanden wir uns doch zurecht und konnten sogar mit einem zentrumsnahen Parkplatz glänzen.

Zunächst besichtigten wir die Kaiserthermen. Danach ging es über die Touristenroute durch die Innenstadt. Auf dem Programm stand die Besichtigung der Konstantinbasilika, des Domes

und natürlich der Porta Nigra.

Nach ein bisschen Shopping und einem normalen Innenstadtbummel ging es auf die Suche nach einer Unterkunft. Wo genau wir unterkamen, wissen wir nicht mehr. Uns ist lediglich noch in Erinnerung, dass wir ins Hinterland fuhren, um in einer Pension ein Zimmer zu mieten.

Nach diesem herrlichen Tag ging es nach Luxemburg. Am frühen Morgen kamen wir bei Nieselregen in der Stadt an.

Wiederum fanden wir zentrumsnah einen Parkplatz und machten uns auf den Weg in die Innenstadt. Über eine Touristeninfo, die wir vorher aufgesucht hatten, waren wir in den Besitz eines kleinen Stadtplans mit markierten Sehenswürdigkeiten genommen, so dass wir uns in der Stadt orientieren konnten.

Unterhalb der Stadtbastion ging es an der Alzette entlang durch die Parkanlagen und Alstadtgässchen entlang bis zu einem Aufstieg in die Innenstadt. Diese, folgten wir, um die Innenstadt zu besichtigen.

Nachdem wir so einige Stunden in Luxemburg verbracht hatten und von der Stadt wirklich begeistert waren, mussten wir uns auf die Suche nach einer Unterkunft machen. Die luxemburgischen Hotels entsprachen entweder nicht unserer Preisklasse oder waren nicht wirklich sauber, so dass wir auf die Suche außerhalb der Stadt gingen. Letztlich kamen wir grenznah nach Deutschland durch Vianden. Da der Ort interessant wirkte, beschlossen wir hier noch einmal die Suche nach einer Unterkunft aufzunehmen und wurden schließlich fündig. Wir mieteten uns für zwei Nächte in der Auberge de l’Our, die wie der Name sagt, direkt an dem Flüsschen Our liegt.

Am nächsten Tag machten wir uns auf zur Besichtigung des Ortes und der Burg von Vianden. Obwohl es als Touristenattraktion eine Drahtseilbahn auf den Burgberg gab, beschlossen wir uns auf den Fußweg zu machen.

Durch die idyllischen Gässchen von Vianden gelangten wir schließlich zur Burg und besichtigten diese. Nach dem Abstieg machten wir uns noch an die eigentliche Besichtigung des Ortes.

Den Spätnachmittag verbrachten wir dann im Hotelzimmer und relaxten.

Am darauffolgenden Tag ging es wieder nach Deutschland. Wir wählten Cochem an der Mosel als nächstes Ziel. Hier bummelten wir durch die Innenstadt und machten uns auf die Suche nach einer Unterkunft.

Leider wurden wir nicht fündig. In Cochem war Weinfest und wir hatten unterschätzt, wie belegt dann die Unterkünfte in der Stadt sind. Wir beschlossen noch das Abendessen zu uns zu nehmen und dann etwas außerhalb eine Pension zu suchen.

Der Weg auf der Suche nach einer Unterkunft führte uns letztlich zur Polizeistation in Kaiseresch. Die netten Kollegen versuchten uns weiterzuhelfen und fanden in einem nahen Ort eine kleine Pension, die noch ein Zimmer frei hatte. Tatsächlich handelte es sich um ein Einfamilienhaus mit Einliegerwohnung im Dachgeschoß. Dies war dann unsere Unterkunft. Im Keller hatte die Vermieterin einen kleinen Partyraum eingerichtet, der als Gaststätte genutzt wurde. Hier gönnten wir uns noch ein Getränk und sahen im Fernsehen den 1. FC Kaiserslautern bei einem Heimspiel. Als dieses beendet war und 0:0 ausgegangen war, mussten wir noch auf die Rückkehr der Männer warten, die das Spiel live im Stadion erlebt hatten. Nachdem diese zurückgekehrt waren und wir noch einige Fußballgespräche geführt hatten, ging es für uns ins Bett.

Am nächsten Morgen machten wir uns dann auf den Heimweg nach Hannover, da wir auch durch unsere Vermieterin bestätigt wurden, dass es zur Zeit der Weinfeste äußerst schwierig ist, an der Mosel eine Unterkunft zu bekommen.