Fahrradtour in der östlichen Heide

Hermannsburg

(01.06.2013 – 07.06.2013)

Samstag 01.06.2013

Nachdem Ansgar und ich uns auf der Fahrt zu einem Doppelkopftermin besprochen hatten, holte er mich am Samstag gegen 12.00 Uhr ab. Lars konnte diesmal leider nicht mit dabei sein, da sein Arbeitgeber seine Anwesenheit einforderte.

Die Anfahrt nach Hermannsburg verlief ereignislos. Lediglich in Celle wichen wir von der vorgegebenen Route ab, um noch Geld abzuheben. Mein Weg zur einer Bank im Cash Pool-Verband führte uns einmal um die Celler Innenstadt. Auf dem Weg zurück zur eigentlichen Strecke kamen war dann direkt an einer Sparda-Bank vorbei, die auch vorher streckengünstiger zu erreichen gewesen wäre. Ließ sich halt nicht ändern. Wir nahmen es locker.

Gegen 14.00 Uhr trafen wir an der Ferienwohnung ein und wurden von der Vermieterin herzlich empfangen. Sie zeigte uns gleich die Wohnung, sodass wir unmittelbar danach einräumen konnten. Nachdem die Zimmerverteilung erledigt war, ging es noch kurz zum Einkaufen in einen nahen Netto-Markt. Danach nutzten wir die Anwesenheit im Zentrum von Hermannsburg, wenn man es nennen mag, und machten noch einen kurzen Bummel durch die Straßen, um uns nach Restaurants und Einkaufsmöglichkeiten umzuschauen.

Nach einem kleinen Eis in einer italienischen Eisdiele ging es in die Ferienwohnung zurück. Hier relaxten wir erst einmal, machten uns eine Pizza und gönnten uns das DFB-Pokalfinale im Fernsehen. Bayern München gewann gegen den VfB Stuttgart mit 3:2 und schaffte als erste deutsche Männermannschaft das Triple.

Sonntag, 02.06.2013

Nachdem ich beim Bäcker Brötchen besorgt hatte, frühstückten wir erst einmal in Ruhe. Irritiert hatte mich bis dahin nur, dass bei meiner Fahrt zum Bäcker alle Türen und Fenster der Wohnung und des Arbeitsbereiches unseres Vermieters offen gestanden haben. Augenscheinlich scheint es sich bei unserer Ferienwohnung um einen Ort abseits jeglicher Kriminalität zu handeln.

Nach dem Frühstück war es dann soweit. Die erste Tour stand an. Das Wetter war bedeckt und man konnte nicht sagen, ob es zu regnen beginnen würde. Dem entsprechend waren wir mit Regenjacke und langen Sachen unterwegs.

Zunächst ging es in Richtung Unterlüß. Nach dem Waldbad ging es nach rechts in die Südheide. Wir folgten dem ausgeschilderten Fahrradweg durch die Waldlandschaft. Nachdem wir so einige Kilometer zurückgelegt hatten, beschlossen wir von der angedachten Route abzuweichen und einen Abstecher zum Mahnmal in Eschede zu machen. Die Strecke führte uns in Richtung Stackshorn und wurde lediglich durch das immer wiederkehrende Öffnen der Wildschutztore unterbrochen. Trotz aller Bemühungen auf der Strecke zu bleiben, hatten wir dann doch Probleme uns zu orientieren und landeten letztlich in Rebberlah, wo wir nicht hin wollten. Aber auch von hier kamen wir zum Mahnmal und nahmen den vier Kilometer langen Abstecher in Kauf.

Am Mahnmal machten wir einen Fotostopp und nutzten die Gelegenheit durch eine Passantin ein Gruppenfoto zu machen. Dann ging es die vier Kilometer wieder zurück. Wieder in Rebberlah angekommen, wollten wir eine Nebenstrecke nach Eversen nehmen. Der Einstieg in die Strecke gestaltete sich schwierig, da wir die richtige Abzweigung erst im zweiten Anlauf fanden. Über die folgenden Waldwege war es nicht schön zu fahren, da die Pfützen der Regenfälle der letzten Tage noch nicht abgetrocknet waren und wir ihnen immer wieder ausweichen mussten. Hindurchfahren trauten wir uns nicht, da sie doch sehr tief schienen.

In Eversen angekommen machten wir erst einmal eine ausgiebige Pause und besprachen die weitere Strecke. Auf der Hinfahrt nach Hermannsburg hatten wir einen Hinweis auf das Schützenfest in der Ortschaft Sülze gesehen. Hier wollten wir eine kurze Rast einlegen.

In Sülze angekommen fragten wir uns nach dem Schützenfest durch. Jeder gab uns Hinweise auf den Schützenkönig. Hier würden wir etwas zu trinken und zu essen erhalten. Tatsächlich war an dem Haus einiges los und wir wurden aufgefordert einfach herein zu gehen.

Das taten wir auch, trauten uns aber nicht und einfach zu bedienen. Von der Fahrt zum Schützenplatz nahmen wir dann Abstand, da jeder am Haus des Schützenkönigs zu sein schien.

Unsere Rückfahrt führte uns durchs Örtzetal. Knapp vier Kilometer vor der Ferienwohnung fanden wir eine Gaststätte auf einem Campingplatz, wo wir uns ein Bier gönnten, da wir annahmen den Rest der Strecke locker zu bewältigen. Leider zeigte der Alkohol Wirkung und wir schleppten uns die letzten Kilometer zur Ferienwohnung.

Dort angekommen duschten wir erst einmal ausgiebig, bevor es dann noch einmal zum Essen in den Ort ging. Wir hatten intuitiv das griechische Restaurant zum Essen ausgesucht. Es war ein Glücksgriff, da zum einen das Essen sehr gut uns reichhaltig war und zudem es noch auf ausgewählte Gerichte 50 % Rabatt gab.

Den Abend verbrachten wir dann in unserer Ferienwohnung bei Fernsehen und Gesprächen.

Montag, 03.06.2013

Wieder ging es nach dem Frühstück los. Wir folgten den Radwegen über Weesen in Richtung Lutterloh. Von dort an folgten wir der Landstraße bis Neu Lutterloh. Hiernach ging es in Richtung Norden ab. An einer wunderschönen Heidefläche machten wir wiederum eine Pause. Mittlerweile war es sonnig geworden, sodass wir das schöne Wetter genossen.

Auf der weiteren Strecke erkundeten wir noch eine Nebenstrecke, die uns in Richtung Müden führen sollte. Der Weg war jedoch derart sandig, dass wir Abstand davon nahmen, ihn weiter zu nutzen. Danach ging es Oberohe und von dort weiter nach Gerdahaus. Hier wollten wir wieder eine Nebenstrecke nutzen, verfehlten jedoch erneut den Einstieg. Nach einem Gespräch mit einer Anwohnerin entschieden wir uns für die Strecke an der Landstraße entlang nach Müden.

Dort angekommen suchten wir eine Lokalität, wo wir etwas zur Stärkung erhalten konnten. Das Café, das wir als erstes anfuhren, hatte gerade über Mittag geschlossen. Wir fanden dann noch eine Gaststätte, wo wir aber auf Grund der horrenden Preise nur ein Getränk nahmen.

Nach der Pause wollten wir durch das Örtzetal bis Hermannsburg fahren. Die ausgesuchte Strecke war jedoch ein Wanderweg und die Einfahrt für Fahrradfahrer erschwert. Da es jedoch Montag war und wir mit nicht allzu vielen Wanderern rechneten, gönnten wir uns den Wanderweg. Es war für die Mountainbikes eine anspruchsvolle Strecke. Unterbrochen wurde die Fahrt durch eine Gruppe Kanuten, die wir beim Passieren eines über die Örtze liegenden Baumes beobachteten. Danach ging es zügig bis nach Hermannsburg, wo wir uns im Heidjer-Grill einen Snack zum Abschluss der Tour gönnten.

Dienstag, 04.06.2013

Es war der erste Tag, der schon mit Sonnenschein startete.

Beim Einkauf der Brötchen musste ich feststellen, dass es auch Bäcker gab, die sich einen Ruhetag gönnten. Nachdem ich bei einem anderen Bäcker fürs Frühstück eingekauft hatte, folgte ich einfach den Grundschüler, die in der Nähe unserer Ferienwohnung zur Schule gingen, um den kürzesten Weg zurück zu fahren.

Nach dem Frühstück wählten wir erstmals kurze Bekleidung für die Fahrradtour und hatten hierbei eine gute Wahl getroffen.

Unsere Tour führte uns westwärts aus Hermannsburg hinaus. Unser erstes Ziel war das Großsteingrab in Siddernhausen. Hier stellte Ansgar fest, dass er seine Trinkflasche vergessen hatte.

Die Fahrt ging weiter bis nach Huxahl. Hier stieg, ohne dass ich es bemerkte, meine Trackingaufzeichnung aus. In Bergen angekommen, machten wir uns erst einmal auf die Suche nach einem Einkaufsmarkt, damit Ansgar seinen Flüssigkeitshaushalt auffüllen konnte. Nach einem Hinweis auf einen Markt, machte sich Ansgar allein auf den Weg, während ich wartete. Nachdem wir wieder vereint waren, ging es in Richtung Nindorf weiter. Mittlerweile hatten wir stark wechselte Winde, wie eigentlich jeden Tag, und fuhren regelmäßig gegen den Wind. Von Nindorf ging es nach Widdernhausen. Hier folgten wir einer langen Gerade über Hetendorf bis zum 7-armigen Wegweiser, einer Panzerplatte, von der sieben Wege abgehen. Nachdem wir den richtigen gewählt hatten, mussten wir bereits nach wenigen hundert Metern schieben, da der Weg aus lockerem Sand bestand. Dies sollte sich auch auf den nächsten Kilometern nicht ändern, sodass es ein beständiger Wechsel zwischen Fahren und Schieben war. Zudem verpassten wir auch noch unsere Abzweigung, wie wir später feststellten. Mit einigen Umwegen und über abenteuerliche Wege erreichten wir dann den Löns-Stein, wo wir die Aussicht genossen.

Von dort aus ging es dann zu den nahen Grabhügeln, einer archäologischen Fundstätte in der Nähe. Nach einem kurzen Fotostopp ging es auf einem trailähnlichem Weg zu einer Ansiedlung namens Backeberg. Ab hier folgten war dann den regulären Radwegen bis wir zurück in Hermannsburg waren und uns abschließend am Heidjer-Grill stärkten.

Am Abend ging es dann noch einmal aufs Rad und wir fuhren zum Abendessen zum chinesischen Restaurant Mei-May in der Junkerstraße.

Mittwoch, 05.06.2013

Am heutigen Tag kamen wir früh hoch. Diesmal war es Ansgar, der es als erstes schaffte, und die Brötchen besorgte. Nach dem Frühstück machten wir uns dann auch gleich auf den Weg und kamen bereits gegen 09.00 Uhr los. Als Ziel hatten wir uns Celle ausgesucht. Um dorthin zu gelangen wählten wir den direkten Weg und fuhren zunächst durch das Örtzetal bis Eversen.

Ab hier ging es an der Landstraße 240 entlang. Es lief ganz gut auf dem Radweg und wir legten eine ordentliche Geschwindigkeit hin, sodass wir bereits nach etwas über einer Stunde in Groß Hehlen, vor den Toren von Celle waren. Kurze Zeit später war auch schon die Innenstadt erreicht und wir gingen durch die Fußgängerzone. Zunächst suchten wir einen Apple-Store auf, da an meinem iPad aus ungeklärter Ursache das Display ausgefallen war und ich mich über die weitere Verfahrensweise kundig machen wollte.

Von hier aus ging es durch die Fußgängerzone mit den Fachwerkhäusern zum Celler Schloss. Auch hier fanden wir wieder nette Passanten, in diesem Fall wohl zwei Stadtführerinnen, die ein Foto von uns machten.

Nachdem dies abgehakt war, suchten wir uns etwas zur Stärkung und fanden ein Café an einem Platz in der Innenstadt. Hier gönnten wir uns ein Stück Kuchen und ein Getränk. Interessanterweise kostete das Gebäck für Besucher des Cafés 60 Cent mehr als im Außerhausverkauf.

So gestärkt ging es dann noch einmal durch die Straßen der Innenstadt, hauptsächlich auf der Suche nach Mitbringsel für unsere Liebsten. Leider wurden wir nicht fündig.

Der Rückweg führte dann über die gleiche Strecke wie die Hinfahrt. Unsere anfänglichen Befürchtungen über das Streckenprofil und eventuellen Gegenwind bestätigten sich nicht, sodass wir flott voran kamen und bereits gegen halb Drei wieder im Heidjer-Grill saßen, um uns mit einem Getränk zu stärken.

Nach dem Duschen ging es dann noch kurz zum Einkaufen, da sich die Getränke mittlerweile bedenklich geleert hatten und wir noch etwas für das Abendessen einkaufen mussten.

Donnerstag, 06.06.2013

Heute holt Ansgar die verlorene Zeit vom Vortage auf und schläft sich richtig aus. Nach einem reichhaltigen Frühstück mit Brötchen und Ei geht es dann los. Der Start wird nur durch Ansgars Fahrradtacho verzögert, der sich mal wieder resetet hatte und erst wieder eingestellt werden musste. Danach ging es in Richtung Weesen los. Von dort aus ging es schnurgerade durch die Heidelandschaft bis Gerdahaus. Von dort über Schmarbeck nach Faßberg, wo wir uns einen Blick auf die Erinnerungsstätte „Luftbrücke Berlin“ gönnten, die vom Fliegerhorst Faßberg mit betrieben wurde.

Über Trauen und Dethlingen ging es dann nach Munster, wo wir dann erst einmal die Innenstadt nach Magneten und Hosenträgern durchforsteten. Als diese Suche negativ verlief, machten wir noch eine Essenspause in einem Imbiss, bevor es wieder weiter ging.

Wir folgten dem ausgezeichneten Fahrradweg in Richtung Müden und passierten dabei das Panzermuseum. Danach folgte der Radweg einem Kasernengelände, bevor es auf eine restaurierte Panzerstraße abging. Hier machte Ansgar dann nochmal richtig Fahrt und wir nutzten den nagelneuen Untergrund, um noch einmal richtig Geschwindigkeit zu machen. In Dethlingen trafen wir auf die ursprüngliche Strecke und folgten von hier an dem Radweg an der Landstraße entlang bis Poitzen. Hier wechselte der Radweg auf eine unbefahrene Nebenstrecke bis er Müden erreichte.

Ab Müden folgten wir dann wieder dem Radweg im Örzetal bis wir unsere Ferienwohnung in Hermannsburg erreichten.

Nach dem Duschen machte sich dann Ansgar auf den Weg nach Soltau. Auf Grund der Nähe wollte er eine Jacke, die er im dortigen Design-Outlet-Center erworben hatte reklamieren. Übrigens mit Erfolg.

Als er dann in die Ferienwohnung zurückkehrte, machten wir uns unser Abendessen, bevor wir den Abend vor dem Fernseher ausklingen ließen. Ansgar hat gesagt, dass er die Mädchen auf 19.35 Uhr bestellt hat -Gelogen!

Freitag, 06.06.2013

Um 09.30 Uhr, nach dem Frühstück, ging es wieder aufs Fahrrad. Wir hatten die Absicht in Richtung Unterlüß zu fahren. Nach dem Waldbad bogen wir erneut in Die Südheide ab und folgten hier den Fahrradwegen bis Lutterloh. Da wir recht schnell unterwegs waren, modifizierten wir unsere Route und wählten als Wendepunkt das Museumsdorf Hösseringen aus.

Nachdem wir südwestlich von Unterlüß den Einstieg in die Strecke nach Hösseringen gefunden hatten, ging es über 5 Kilometer lang auf Sandwegen stetig geradeaus. Nicht gerade eine erbauliche Strecke. Die Strecke hatte aber noch einen weiteren Nachteil. Sie wies keine Beschilderung zum Museumsdorf auf. Dies fiel uns allerdings erst auf, als wir bereits die Ortschaft Hösseringen erreicht hatten. Wir mussten wieder zurück, um zum Museumsdorf zu gelangen und um uns noch weiter zu strafen, ging diese Strecke stetig bergauf.

Am Gasthaus, der dem Museumsdorf angeschlossen ist, machten wir in einer beschaulichen Außenwirtschaft unsere Mittagspause.

Danach ging es wieder zurück. Als erstes Etappenziel stand Unterlüß auf dem Programm. Hier angekommen, kamen wir kurz in ein Gespräch mit einem Ehepaar, das mit Klapprädern unterwegs war und in Richtung Eschede-Mahnmal wollte. Wir erläuterten ihnen die Strecke und hatten dann etwas Mitleid mit ihnen, das sie bei diesem warmen Wetter die Strecke mit Klapprädern auf sich nahmen.

Es folgte der letzte Streckenabschnitt bis Hermannsburg. Wir hatten uns vorgenommen den Streckenabschnitt ohne weitere Umwege zu bewältigen. Bis kurz vor  Lutterloh ging es ganz gemächlich, da auch einige leichte Steigungen in der Strecke waren. Danach, mit dem leichten Gefälle im Rücken, ging es mit einer rasanteren Geschwindigkeit weiter. Leider bremsten uns immer wieder Verschwenkungen des Radweges und andere Radfahrer leicht aus. Hätten wir die Straße gewählt, wäre es noch schneller gegangen.

In Hermannsburg angekommen, machten wir erst einmal am Heidjer-Grill eine Rast um durchzupusten.

Danach ging es zur Ferienwohnung, wo wir dann den Rest des Nachmittags relaxten.

Abends gingen wir noch einmal in das griechische Restaurant zum Essen.

Samstag, 07.06.2013

Der Rückreisetag war angebrochen.

Alles verlief recht unspektakulär. Nach dem Frühstück machten wir kurz die Ferienwohnung besenrein und luden unsere Sachen ein. Ansgar hatte die Fahrräder schon aufgeladen. Diesmal klappte es, ohne dass er seine Heckscheibe fast mit der Mutter zerschoss.

Die Rückfahrt selbst fand bei strahlendem Sonnenschein statt. Kurz vor Celle kamen wir auf einen Verkehrsunfall zu,  der gerade aufgenommen wurde. Eine Fahrspur war durch den Frontalzusammenstoß  zweier Pkw gesperrt. Gott sei Dank war nicht so viel Verkehr, sodass wir keine längere Wartezeit hatten.

Gegen Mittag waren wir bereits wieder zurück in Harsum und dieser Fahrradurlaub war beendet.

Tourendaten

Datum Trip Zeit AVS Vmax
02.06.2013 49,73 km 2:37:09 18,99 km/h 35,65 km/h
03.06.2013 36,96 km 2:02:48 18,06 km/h 29,07 km/h
04.06.2013 41,99 km 2:22:52 17,63 km/h 44,04 km/h
05.06.2013 58,70 km 3:01:45 19,38 km/h 33,13 km/h
06.06.2013 51,45 km 2:27:45 20,89 km/h 37,44 km/h
07.06.2013 62,10 km 3:03:40 20,28 km/h 41,21 km/h
300,93 km 15:35:59

Radtour durch die westliche Heide

Visselhövede

(03.09.2011 – 10.09.2011)

 Nach dem Hoch und Runter an dem Weinbergen, das wir im Vorjahr genossen habe, wollten wir wieder einmal in der Ebene bleiben. Da das Ziel auch nicht zu weit entfernt liegen sollte, rückte bald die Lüneburger Heide in den Fokus.

Nachdem einiges an Informationsmaterial gesichtet war, trafen wir uns und wählten mehrere Ortschaften als mögliche Ziele aus. Gewonnen hat dann die Stadt Visselhövede, da hier die ausgesuchte Ferienwohnung im betreffenden Zeitraum zur Verfügung stand und der Erstkontakt mit der Vermieterin ausgesprochen freundlich und vielversprechend war.

Nach einem kurzen Vorbereitungstreffen – mittlerweile weiß ja jeder was er mitbringen muss – ging es am Samstagmorgen gegen 11.00 Uhr los.

Lars war von Ansgar aufgesammelt worden, während ich mit meinem Pkw alleine fuhr. Leider haben wir, mit Ausnahme des Wohnmobils, das durch Elli belegt war, noch keine adäquate Möglichkeit drei Fahrräder zu transportieren.

Über die BAB 7 ging es dann nach Norden. Bereits unmittelbar nach dem Autobahnkreuz Hannover-Ost mussten wir anhalten und unsere Fahrtroute überdenken, da direkt vor uns ein Stau angekündigt war.

Wir verließen in Großburgwedel die BAB 7 und fuhren über die B 190 weiter in Richtung Norden.

Eigentlich hätten wir diese komplett durchfahren können. Leider war sie auf Höhe Buchholz (Aller) auf Grund einer Brückensanierung gesperrt. Wir folgten erst der ausgewiesenen Umleitung. Als diese jedoch immer weiter nach Osten statt nach Norden führte und wir gerade die Autobahn überquert hatten, änderten wir den Plan und fuhren wieder auf die BAB 7 auf.

Kurze Zeit später ging es über das Autobahndreieck Walsrode auf die BAB 27 und dann an der Anschlussstelle Walsrode-Süd ab von der Autobahn.

Ansgar, der die Führung hatte, stieß dann auf leichte Probleme, da sein Navi die Straßenführung, die dort vorherrschte nicht kannte, so dass letztlich ich die letzten Kilometer bis Visselhövede die Führung übernahm, um nicht noch mehr Umwege in Kauf zu nehmen.

Gegen 13.00 Uhr trafen wir an der Ferienwohnung ein. Über den Schlüsseltresor, eine äußerst praktische Einrichtung, wie sich später zeigte, konnten wir uns die Wohnung aufschließen. Beim Betreten stellten wir fest, dass die Reinigung gerade abgeschlossen war, da der Boden noch feucht war.

Schnell waren die Zimmer aufgeteilt und Kontakt zur Vermieterin aufgenommen. Für die Fahrräder gab es eine separate Remise, wo sie trocken abgestellt waren.

Danach ging es zum Einkaufen. Mit den Grundnahrungsmitteln versorgt und durch ein Eis gestärkt, ging es zur Ferienwohnung zurück, wo wir den sonnigen Nachmittag bei einem Kaltgetränk auf der Terrasse genossen. Dabei machten wir einige unserer mitgebrachten Gesellschaftsspiele.

Am frühen Abend ging es dann mit dem Fahrrad in den Ort. Wir erkundeten die regionalen Lokale und entschlossen uns letztlich zu einem frühen Abendessen im Restaurant NebenAn im Ortskern von Visselhövede.

Nach dem Essen ging es in die Ferienwohnung zurück, wo wir mit Relaxen den Abend verbrachten.

Am nächsten Morgen, nachdem ich die Sonntagsbrötchen geholt hatte, einigten wir uns auf eine erste Fahrradtour. Die sollte uns nach Walsrode führen.

Gegen 10.00 Uhr ging es dann los. Ansgar füllte seine Bereifung an der nahegelegenen Tankstelle noch auf den richtigen Fülldruck auf, bevor es über den Radweg an der Celler Straße (B 440) entlang bis Ottingen ging. Von dort ging es über Nebenwege bis zum Eickhof.

Nach kurzen Orientierungsproblemen an der nächsten Verzweigung und der einmaligen Wahl des (natürlich) falschen Weges, ging es dann auf direktem Weg nach Walsrode, wo wir gegen 12.00 Uhr in der Innenstadt eintrafen.

Direkt am Rathaus fanden wir eine Möglichkeit eine kurze Stärkung zu uns zu nehmen.

Der weitere Weg führte uns durch die Grünanlagen an der Fulde entlang bis zur Ortschaft Fulde. Hier bogen wir nach rechts auf die gleichnamige Straße ab. Irgendwie hieß hier alles Fulde. Unser Ziel war der Grundloser See mit dem Grundlosem Moor.

Als wir dieses erreicht hatten, beschlossen wir den kurzen Umweg auf uns zu nehmen und durch das Moor den See zu umfahren.

Dann ging es über Ebbingen weiter. Auf der anschließenden Fahrt über die Kreisstraße erreichten wir dann mal wieder das Fahrttempo, dass wir bei vorherigen Touren hatten. Allerdings begünstigte uns auch das leichte Gefälle und der gute Belag.

In der Ortschaft Stellichte zerriss dann unsere Truppe, da Lars einen Pkw unbedingt überholen musste. Die Quittung dafür bekamen dann Ansgar und ich zu spüren, da er sich beim nächsten Abbiegen so blöd aufstellte, dass wir nicht an ihm vorbeikamen und unsere Fahrt verlangsamen mussten.

Es folgte dann ein kurzer Fotostopp am Gut Stellichte. Danach sollte es über eine Nebenstrecke nach Visselhövede zurück gehen. Das klappte leider nicht, so dass wir letztlich dem ausgewiesenen Radweg folgten.

Da wir unmittelbar an unserer Ferienwohnung nach Visselhövede rein kamen, beschlossen wir diese direkt anzufahren und nicht erst noch eine Gaststätte aufzusuchen.

Den Abend verbrachten wir dann in der Ferienwohnung. Zum Abendessen gab es dann Nudeln satt, die wir selbst zubereiteten.

Der Start in den nächsten Morgen gestaltete sich für mich etwas einfacher, da die Bäckerei, die unter der Woche geöffnet war, wesentlich dichter lag.

Nach dem Frühstück ging es dann wieder aufs Fahrrad.

Diesmal war eine Tour nach Soltau angedacht. Zunächst ging es über den Radweg bis Neuenkirchen. Hier gönnten wir uns eine Pause und ich mir einen Kaffee. Danach folgten wir einem Radweg, der uns durch die Heidelandschaft führte. Kurz nachdem wir Neuenkirchen verlassen hatten, erreichten wir einen Schafstall.

Na ja, mehr einen Hof, der im typischen Heidestil erbaut war und inmitten des aufblühenden Heidekrauts lag. Danach folgten wir dem Weg, der sinnigerweise ‚Der Nasenach‘ hieß und erreichten einen nett eingerichteten Steingarten.

Von dort aus war es nicht mehr weit bis Soltau, das wir pünktlich zur Mittagszeit erreichten.

Wir bummelten durch die Fußgängerzone, kauften Postkarten und suchten uns ein Lokal fürs Mittagessen.

Nach dem Mittag fiel es uns erst einmal schwer wieder in Tritt zu kommen. Wir folgten einer Nebenstraße über Leitzingen und Frielingen bis nach Eitze.

In Eitze, der Ort besteht nur aus zwei Straßen, die sich gabeln, war uns erst einmal nicht klar, wie es weitergeht. Als uns google.maps dann weitergeholfen hatte, ging es über Feldwege direkt nach Visselhövede.

Die Landschaft wurde hügeliger und nun machte uns auch der aufkommende Gegenwind immer mehr zu schaffen, so dass wir letztlich froh waren, als wir den Ortseingang von Visselhövede erreichten.

Hier ging es dann erst einmal in den nahen E-Kauf, wo wir noch schnell unser Abendessen einkauften, bevor wir uns in die Ferienwohnung zurückzogen.

Abends gab es dann Tiefkühlpizza und Fernsehen.

Der Tag war zunächst recht verhangen. Trotzdem sind wir nach dem Frühstück gestartet. Unser Tagesziel  war Rotenburg (Wümme).

Bereits am Anfang der Strecke stellten wir fest, dass wir Rückenwind hatten. Während der gesamten Fahrt lebten wir in der Hoffnung, dass er wechseln würde, da wir ansonsten mit starkem Gegenwind auf der Rückfahrt rechnen müssten.

Zunächst ging es an B 440 entlang. Da wir zügig voran kamen – der beschriebene Rückenwind hatte seinen Anteil daran – und wir keine große Lust hatten, die gesamte Zeit an der Landstraße entlang zu fahren, bogen wir in Düsternheide ab, um noch einen kleinen Umweg über Federlohmühlen und die Bullenseen zu machen.

Die erste Pause in Federlohmühlen war sehr idyllisch. Ein gepflegter Hof mit alten Fachwerkhäusern, in den u.a. das Standesamt untergebracht ist, und einem Mühlenteich für das Wasserrad.

Am Rand des Mühlenteiches hatte ein Fischreiher seinen Platz gefunden.

Hiernach ging es über Nebenstraße und Fahrradwege zu den Bullenseen. Die nächste Rast am Großen Bullensee war nicht so toll. der Wind hatte etwas zugelegt und das Wetter wurde immer grauer.

Es ging dann über den ausgezeichneten Radweg direkt weiter nach Rotenburg (Wümme).

Hier fuhren wir ohne Umwege in die Innenstadt, wo wir nach einer kurzen Orientierungsrunde einen Imbiss in der Fußgängerzone fanden, wo wir etwas zu essen zu uns nahmen.

Nach der Mittagsrast ging es auf den Rückweg. Zunächst einmal ging es an der Soltauer Straße aus Rotenburg hinaus. Wir wollten dann auf eine Nebenstrecke eigentlich auf eine ruhigere Nebenstrecke abbiegen, fanden aber den Einstieg nicht, so dass wir zunächst um das Diakoniekrankenhaus herumkurvten und dann durch ein Naherholungsgebiet in Richtung Worth fuhren.

Einmal benötigten wir auf dieser Strecke den Rat eines Spaziergängers, um uns zu orientieren, ansonsten klappte es ganz gut.

Von Worth aus ging es nach Bothel. Mittlerweile stellten wir auf jeder ungeschützten Geraden fest, dass der Wind stark zugenommen hatte.

In Bothel ging es dann auf einen Feldweg ab, wo uns eine wirklich lange, ekelhaft gerade Feldwegstrecke nach Wittorf zurück brachte.

Nun folgten wir den Fahrradweg einfach wieder zurück nach Visselhövede.

Dort angekommen orientierten wir uns kurz, ob und wo wir zu Abend essen. Leider haben wir keine adäquate Lösung gefunden, so dass wir uns in der Ferienwohnung für einen Bringdienst entscheiden.

Wir bestellten beim Pizza Flitza, da keiner von uns mehr Lust hatte, das Haus zu verlassen.

Einfach war das jedoch nicht, da Visselhövede nicht gerade die Hochburg der Lieferdienste ist.

Das Abendprogramm war dann das Fußballländerspiel Polen – Deutschland, das übrigens 2:2 ausging.

 

Das Wetter am folgenden Tag war alles andere als vielversprechend. Da unsere Planung eh vorsah, dass wir nach Buchholz in der Nordheide fahren, um eine Festplatte voll mit Musik von Jens abzuholen, blieben wir bei dem Plan.

Nach dem Frühstück machten wir uns ganz gemütlich fertig und fuhren über die Landstraße nach Norden.

In Buchholz holten wir eben die Festplatte ab und suchten dann gleich einen bekannten Markt für Unterhaltungselektronik auf, damit Lars und Ansgar auch noch einmal aufrüsten konnten.

Nachdem dies geschehen war, suchten wir einen Zeitvertreib. zunächst einmal fuhren wir nach Bispingen, wo wir uns bei McDonalds für den weiteren Tag stärkten. Danach ging es auf die nahegelegene Cart-Bahn. Da die Preise aber immens waren, ließen wir von unserem Vorhaben ab und fuhren stattdessen über Soltau zu unserer Ferienwohnung, wo wir in den frühen Nachmittagsstunden ankamen.

Nun stand Relaxen auf dem Programm. Außerdem musste die neu erworbene Elektronik ja ausprobiert werden.

Zum Abendessen gönnten wir uns eine Tiefkühlpizza, die wir vorher noch schnell eingekauft hatten.

Am nächsten Tag mussten wir echt überlegen, was wir tun. Das Wetter sah nicht so toll aus und es hatte die ganze Nacht durch geregnet. Wir entschlossen uns dann, einen Tagesausflug mit dem Pkw zu machen. Nach einem Blick in Reiseführer und Karte fanden wir schnell den Wilseder Berg als Ziel.

Ansgar erklärte sich bereit zu fahren und bereits auf der Anfahrt stellten wir fest, dass es nicht unbedingt ein Ziel für eine Fahrradtour geworden wäre. Wenig geführt Fahrradwege und eine lange Anfahrt hätten die Tour nicht so schön gemacht.

Aber auch die Anfahrt mit dem Pkw war nicht problemlos, da man lediglich ein paar Parkplätze im Randgebiet des Naturparks anfahren kann. Ansgar’s Navi gab aber keine vernünftige Navigation vor, so dass es etwas von Rätselraten hatte, unser Ziel zu erreichen. Letztlich fanden wir einen Parkplatz und machten uns auf den Fußweg zum Wilseder Berg. Der Fußmarsch zum Berg war über die Wanderwege etwa 3 Kilometer lang. Auf der Bergkuppe angekommen, wurde man jedoch durch einen herrlichen Ausblick über die noch leicht blühende Heidelandschaft entlohnt.

Vom Berg aus ging es dann zu Fuß weiter in die Ortschaft Wilesede. In dem Museumsdorf machten wir dann unsere Mittagspause und gönnten uns einen Snack und ein Getränk in dem dortigen Cafe. Dann noch schnell ein paar Souvenirs shoppen und es ging auf den Rückweg.

Für den Rückweg hatten wir uns eine andere Strecke ausgeguckt. Hierbei folgten wir hauptsächlich dem Hauptwanderweg. Die Strecke war zwar etwas länger, dafür war der Bodenbelag aber zum Spazierengehen besser geeignet.

Nachdem wir so einige Zeit gegangen waren, bemerkten wir einen Reiter der sich von hinten näherte. Schnell erkannte ich, dass es sich um einen Polizisten handelte. Was ich nicht für möglich gehalten hätte, war, dass es sich um Carsten handelte, einen Mitarbeiter, den ich mal zur Ausbildung hatte. Ein kurzer Schnack in der Heide und weiter ging es für ihn – Sicherheit produzieren.

Nachdem wir den Parkplatz wieder erreicht hatten, fuhren wir noch kurz nach Schneverdingen, wor wir uns eine Kaffee gönnten, bevor es wieder zur Ferienwohnung ging.

In Visselhövede angekommen, parkten wir noch einmal in der Innenstadt und machten uns zu Fuß auf die Suche nach einer Lokalität fürs Abendessen. Leider wurden wir nicht fündig, so dass wir zum Abendessen nach Jeddingen ins Restaurant Jeddinger Hof fuhren.

Für den darauffolgenden Tag war endlich wieder Fahrrad fahren angesagt. Nach dem Frühstück ging es gleich los. Verden an der Aller war unser Ziel.

Zunächst folgten wir der L 171 bis Jeddingen. Hier bogen wir dann auf eine Nebenstrecke ab. Da das Wetter immer noch feucht war, machte es keinen rechten Spaß neben der Landstraße herzufahren. Über Dreßel fuhren wir dann auf einer Nebenstrecke in Richtung Kirchlinteln. Die Strecke war so beschaulich, dass wir auf die Entfernung ein Wildschwein beim Überqueren der Straße beobachten konnten.

In Klein Sehlingen bogen wir dann ab und fuhren wieder in Richtung L 171. Die Strecke war nicht so toll, da es sich um eine mit gebranntem Klinker gepflasterte Strecke handelte und der Belag entsprechend uneben war. Nach einer kurzen Rast am Mühlenweg in Klein Linteln ging es dann weiter.

In Klein Linteln dann das Dilemma. Ansgar fuhr voraus und war sich nicht sicher, wo es langgeht. Er bremste ab und lenkte nach links. Lars konnte gerade noch so ausweichen. Nur mir fiel es schwer, bzw. war es nicht mehr möglich. Ich hing an Lars seinem Hinterrad fest und kam letztlich zu Fall. Zum Glück herrschte auf der Straße kein Fahrzeugverkehr, so dass ich ohne größeren Schaden wieder die Tour aufnehmen konnte.

Nun folgten wir nur noch dem Fahrradweg in Richtung Verden. Das sollte sich eigentlich stressfrei gestalten, tat es aber nicht. Zweimal wurde der Radweg blockiert. Zum einen auf der Abfahrt nach der Autobahnüberführung durch einen haltenden Pkw und dann noch durch Trauergäste am Friedhof in Verden, die sich für ihren Gang zur Beerdigung auf dem Radweg sammelten. Beide wurden von uns mächtig angeklingelt und letztlich weggeschrien, damit wir dort durchfahren konnten.

In Verden, eine schrecklich verwinkelte Stadt mit sehr vielen Einbahnstraßen, verschafften wir uns erst einmal einen Überblick über die Innenstadt und fuhren dann ans Allerufer, wo wir eine kurze Pause machten. Hiernach ging es über den Markt in die Obere Straße, wo wir uns in Sottis Bistro einen Mittagssnack und ein passendes Getränk gönnten.

Nach dem Mittagessen ging es wieder auf den Rückweg. Diesmal entschlossen wir uns, nur noch Nebenstrecken zu wählen. Zunächst einmal mussten wir uns jedoch durch Horden von Schülern arbeiten, bis wir letztlich Verden hinter uns ließen. Die Wahl mit den Nebenstrecken hatte jedoch den Nachteil, dass wir immer wieder halten mussten, um uns zu orientieren. Leider war die Ausschilderung der Fahrradstrecken in diesem Bereich nicht so toll. Nachdem wir jedoch Borstel hinter uns gelassen hatten, ging es flott voran. Auch wenn der eine oder andere Kilometer mehr gefahren werden musste, war es doch die bessere Streckenwahl, da es wirklich idyllische Straßen waren. So führte die Strecke von Neuenförde nach Kükenmoor schnurgerade durch ein Waldstück, das noch vom Regen feucht war und frisch nach geschlagenem Holz roch.

Schnurgerade war allerdings auch die Strecke von Kükenmoor nach Groß Heins. Die Fahrt über die Heinser Straße zog sich über eine Länge von circa 4 Kilometern nur geradeaus und bergan dahin – und das alles bei ersten aufkommenden Regen. Da machte es nicht so richtig viel Spaß. Was folgte waren wirkliche Nebenstrecken, teilweise Feldweg, die uns bis nach Neu Wehmsen brachten. Hier trafen wir wieder auf die L 171 kurz vor Visselhövede. Mit unserem Eintreffen in Visselhövede setzte auch der Regen ein. An der Ferienwohnung angekommen, waren wir klitschnass. Da es nicht aufhörte zu regnen, verbrachten wir den Rest des Tages in der Wohnung und nutzten gleich die Gelegenheit, um unsere Fahrradbekleidung in die Waschmaschine zu werfen.

Lediglich zum Abendessen ging es noch einmal los. Eigentlich wollten wir griechisch essen, alternativ italienisch. Da aber in Visselhövede kein passendes Restaurant zu finden war, fuhren wir nach Neuenkirchen. Die Restaurants, die wir durch eine Google-Suche gefunden hatten, waren jedoch entweder nicht mehr existent oder hatten geschlossen, sodass wir letztlich den Neuenkirchner Hof wählten. Hier gab es gutbürgerliches Essen in gemütlicher Atmosphäre.

Nach dem Essen ging es zurück in die Ferienwohnung und wir gönnten uns noch ein Bier. Zeitgleich fingen wir an unsere Klamotten zu packen, da wir am nächsten Morgen früh los wollten.

Nach dem Frühstück am nächsten Morgen fingen wir dann auch schnell an, die Autos zu beladen. Nachdem dies erledigt war und wir die Wohnung etwas gereinigt hatten, wollten wir uns eigentlich von unseren Vermietern verabschieden, die aber leider nicht da waren. So ging es ohne Verabschiedung in Richtung Heimat.

Da Ansgars Navi ja nicht auf dem aktuellsten Stand war, übernahm ich die Führung. Da uns keine Verkehrsbehinderung auf der Autobahn gemeldet wurde und ich eigentlich zügig nach Hause wollte, um noch meine Damenmannschaft zu coachen, bleiben wir auf der Autobahn. Kurz vor Burgwedel wurden wir dann aber durch die dortige Baustelle doch etwas aufgehalten, da sich natürlich ein Stau gebildet hatte. Nachdem wir die Baustelle hinter uns gelassen hatten und die Strecke wieder frei war, machten wir noch eine gemeinsame Pause, bevor es auf die letzten Kilometer ging, die jeder von uns für sich selbst fuhr.

Datum Trip Zeit AVS Vmax
04.09.2011 43,99 02:12:14 19,86 41,9
05.09.2011 42,89 02:13:92 19,34 32,2
06.09.2011 55,14 02:59:07 18,47 33,1
09.09.2011 64,96 03:20:30 19,44 35,9
Gesamt: 206,98 10:44:53

 

Kurzferien an der Elbe

Elbe

(17.05.2007 – 20.05.2007)

Nachdem es mit Leonie auf dem Trip an die Mosel so gut geklappt hatte, wollten wir die sogenannten Kirchenferien für einen Kurzausflug mit dem Patenkind nutzen. Am Donnerstag ging es los und da es nur vier kurze Tage waren, brauchten wir ja auch nicht viel einpacken.

Als erstes Ziel hatten wir die Lüneburger Heide ausgewählt. Hier steuerten wir Hermannsburg an. Uns wurden mehrere Stellplätze angeboten. Wir entscheiden uns letztlich für den Stellplatz am Schießstand. Der war zwar ohne Strom – was aber beim neuen Mobil zu verkraften war – lag aber sehr idyllisch.

Nachdem wir uns eingerichtet hatten, verbrachten die Kinder die Zeit in der Natur. Sie fanden reichlich Schnecken und sammelten diese. Danach wurde ein Pferch für die Schnecken gebaut.

Gegen Abend machten wir uns dann noch einmal auf den Weg in den Ortskern von Hermannsburg. Zum einen suchten wir einen Bäcker, weiterhin wollten wir den Kindern noch ein Eis bieten. Während wir dieses genossen, schauten wir den ankommenden Kanuten beim Anlanden zu.

Am nächsten Tag ging es nach Lüneburg. Als erstes stand ein Besuch der Salü Salztherme in Lüneburg an. Nachdem wir so den Vormittag verbracht hatten, fuhren wir den Stellplatz auf dem Parkplatz Sülzwiesen an. Von hier aus ging es dann die knapp 1,5 Kilometer zu Fuß in die Stadt.

Es schloss sich ein ausgiebiger Bummel durch die Innenstadt an, der seinen Abschluss am Hafen fand.

Nach dem Stadtbummel erfrischten wir uns noch bei Eis und Getränke in dem wunderbaren Ambiente der Altstadt. Danach orientierten wir uns zurück zum Wohnmobil.

Nach einem ausgiebigen Abendessen im Wohnmobil verbrachten wir den Rest des Abends im Mobil. Da der Parkplatz nicht gerade zum Spielen einlud, nutzten wir erstmals den Fernseher. Sehr zur Freude der Kinder, wie man sieht.

Am nächsten Morgen ging es weiter. Von Lüneburg aus zunächst zum Schiffshebewerk nach Scharnebeck. Nach einer kurzen Besichtigung, in der es sogar in Betrieb genommen wurde, ging es weiter. Das Tagesprogramm war noch offen, so dass wir auf der weiteren Fahrt in Richtung Elbe die Möglichkeit eines Stopps an einer Nabu-Einrichtung nutzten, um uns über Fledermäuse zu informieren.

Highlight war sicherlich das abschließende Foto als Fledermaus, da wir lebende Fledermäuse nicht einmal zu Gesicht bekamen. Schade eigentlich.

Weiter ging es an die Elbe. Zunächst ein kurzer Stopp in Wittenberge zum Tanken und Mittagessen und natürlich einer Stippvisite zum Elbufer.

Danach folgte ein Abstecher ins Storchendorf Rühstadt. Parken mussten wir außerhalb und dann zu Fuß den Ort erkunden. Auf fast jedem Haus fanden sich Storchennester und, was für uns noch ungewöhnlicher war, die Störche machten einen ganz schönen Krach.

Von Rühstadt aus ging es die Elbe entlang nach Süden. Elli fand in Tangermünde einen Stellplatz, der vielversprechend schien und wir steuerten ihn an. Der Stellplatz in Tangermünde war auf einem Parkplatz eingerichtet, der direkt an der Elbe lag. Die obersten beiden Reihen war komplett belegt, die elbnahe unterste Reihe jedoch nicht, so dass wir dort einen Platz fanden. Warum erfuhren wir kurze Zeit später. Auf Grund der angepflanzten Pappeln war ein Fernsehempfang nicht möglich. Uns nur recht, so beschäftigten wir uns mit uns selbst.

Zunächst ging es nach Tangermünde. Der Bummel durch die Altstadt war schnell erledigt. Zwei Sachen hielten uns jedoch auf, zum einen ein DDR-Nostalgie-Shop, den wir ausgiebig erkundeten und die Schänken mit selbstgebrautem Bier, was wir natürlich auch probieren mussten.

Danach ging es zum Wohnmobil zurück, wo wir die Zeit mit Relaxen verbrachten.

Nach dem Frühstück ging es wieder in Richtung Heimat. Jedoch nicht, ohne einen Abstecher nach Magdeburg gemacht zu haben, das praktisch auf dem Weg lag. Weit kamen wir jedoch nicht. Der Parkplatz lag direkt am Elbufer und es war ein Beach am Elbstrand aufgebaut.

 

Da das Wetter ausgesprochen sonnig und warm war, verbrachten wir die Zeit am Elbstrand und verzichteten auf eine Sightseeingtour.

Nachdem wir gut ausgespannt waren, ging es zurück ins Wohnmobil und wieder nach Harsum.