Noch einmal nach Istrien

Kroatien 2007

Auch in diesem Sommer sollte es wieder nach Kroatien gehen.
Wir brauchen einfach die Sonne und die Entspannung, die uns der Urlaub dort bietet.
Diesmal konnten wir etwas früher starten, da Sönke umgeschult wurde und die Grundschule dementsprechend früher beendet war.
Es ging, nach einer kurzen Vorbereitungszeit, also gleich los. Und dies war damit auch die erste längere Urlaubstour mit dem neuen Wohnmobil.

Wir starteten wieder gegen Mittag und machten unsere erste Pause bei Göttingen, um etwas zu essen. Danach ging es über die A 7 und die A 3 weiter. Bei Regensburg machten wir dann doch den ersten Tankstopp. Das freute uns schon etwas, da wir mit dem alten Mobil immer schon in Geiselwind an die Tankstelle ran mussten und jetzt hatten wir auch noch eine Reserve.
Wir fuhren dann auf der A 3 weiter bis Straubing.
Auch dieses Mal wählten wir die Strecke über die B 20. Bei Tittmoning passierte es dann. Mittlerweile war es dunkel geworden und bei der Ausfahrt aus dem südlichen Tor schätzte ich den Seitenabstand falsch ein und der Außenspiegel schrammte leicht am alten Gemäuer lang. Damit hatte das Mobil nun auch seinen ersten leichten Schaden und nach einigen Selbstvorwürfen ging es dann weiter.
Ab Salzburg folgten wir dann der A 10 weiter. Wie jedes Jahr wollte ich erstmal die Tunnel bewältigen, bevor ich mich hinlegte.
Die Familie schlief schon als wir den Katschbergtunnel passierten. Auf dem Parkplatz Rennweg fuhr ich dann ran und wollte es mir auch gemütlich machen. Wie eigentlich jedes Jahr fand ich keinen Schlaf, sodass es nach zwei Stunden Ruhe dann doch weiterging.

Auch dieses Jahr fuhren wir wieder über Italien an. Am Rastplatz Dreiländereck habe ich dann noch kurz getankt und weiter ging’s.
Bis auf Höhe Udine hielt ich noch gut durch. Als dann der Morgen dämmerte übernahm Elli den Fahrerpart und ich konnte es mir auf dem Beifahrersitz gemütlich machen.
Hier schlief ich auch bis wir den Rastplatz bei Triest erreichten. Nach einem kurzen Frühstück wechselten wir wieder und ich steuerte uns durch Triest. Es war wieder mit den üblichen Wirrungen über den richtigen Weg verbunden. Das Straßennetz und die Beschilderung dieser Stadt ist für uns immer wieder verwirrend. Der Navi führte uns zwar vernünftig, aber es gehörte viel Selbstbeherrschung dazu ihm wirklich zu vertrauen.
Die Strecke in Slowenien und Kroatien fuhr sich dann wie von selbst.

Der Tag wurde immer wärmer und am frühen Vormittag erreichten wir bei strahlendem Sonnenschein den Campingplatz Valalta.
Nach der kurzen Voranmeldung fuhren wir auf den Platz und suchten eine Parzelle für unser Mobil. Zunächst waren Elli und Sönke im Bereich der letzten Jahre unterwegs, wurden aber nicht fündig. Ich schaute derweil im Bereich der kleinen Bucht. Ziel war es, dass wir wieder dicht am Wasser stehen.
Letztlich wurde Elli hinter Waschhaus Nr. 8 fündig. Der Stellplatz 1122 lag zwar am Hauptweg, aber auch in zweiter Reihe zum Wasser, so dass wir uns dann für ihn entschieden.
Schnell noch das Wohnmobil aufgestellt und dann erstmal richtig relaxt. Sönke zog gleich zum Wasser ab.

Die darauffolgenden Tage verbrachten wir mit viel Entspannung, Schnorcheln und Paddeln.

Abends fuhren wir dann ab und zu mal mit dem Bus in die Stadt um etwas zu bummeln.

Eine andere Abendveranstaltung war die Fahrt mit dem Fahrrad zum Kazun. Das machten wir allein zweimal, da uns das Essen immer noch gut mundete.
Ansonsten waren wir in den zwei Wochen unseres Aufenthaltes eher träge.

Einzig Elli fuhr regelmäßig morgens mit dem Fahrrad in die Stadt, um auf dem Markt einzukaufen.

Unser Stellplatz selbst war sehr schön. Einziges Manko waren die Wespen, die irgendwo in einer nahen Hecke ihren Bau hatten und zu jedem Frühstück erschienen.

Sönke Kontakte während der Urlaubszeit hielten sich in Grenzen. Immer wieder suchte er nach Tom. Angefreundet hat er sich mit Lorenzo, der aber ganz schön anstrengend in seiner Art war, so dass Sönke dann doch die meiste Zeit allein verbrachte.
Allerdings nahm er auch endlich mal die Angebote des Campingplatzes in Anspruch. So war dieses Jahr eine Teilnahme an der Piratenfahrt durch ihn gebucht worden.

Highlight der Zeit auf dem Platz war dann der Brand auf der gegenüberliegenden Buchtseite. Zunächst nahmen wir nur die Flugzeuggeräusche wahr, was uns aber nicht wunderte, da Fluglärm über Valalta relativ normal ist. Als wir dann sahen, dass es sich um ein Löschflugzeug handelt, gingen wir zum Wasser, um die Situation näher zu betrachten.
Der Brand selbst war auf der abgewandten Seite, so dass wir nur das Flugzeug in unsere Richtung kommen sahen und dann den Wasserablass beobachten konnten.

Das Flugzeug flog unzählige Male über uns hinweg, so dass wir ausreichend Zeit für Fotos hatten. Letztlich wurde das Feuer gelöscht und wir bekamen auch keinen weiteren Brand mit.
Im Gegensatz zu Griechenland, die auch auf Grund der Trockenheit viele Brände hatten, hatten wir es noch gut erwischt.

Ein weiteres Highlight war das genaue Gegenteil. Eines späten Nachmittags zog ein Gewitter auf. Es kam so plötzlich, wie es später verschwand. Wir schafften es gerade noch unsere Markise einzuholen und die Stühle unter dem Mobil zu verstauen, als es losging.
Mit Beginn des sehr starken Regens und des böigen Windes saßen wir im Wohnmobil und Elli machte uns ein schönes Abendessen. Beim Blick aus dem Fenster sahen wir unsere Zeltnachbarn, die sich mit ihrem Zelt abkämpften, dass sich leider bis dahin nicht komplett mit Heringen gesichert hatten. Hilfe benötigten sie jedoch nicht, so dass auch sie letztlich ins Trockene gelangten.
Nach dem kurzen, sehr heftigen Guss kam die Sonne wieder raus und alles war wieder gut.

Zwei Tage vor unserer geplanten Abfahrt hatten wir dann abends eine eigentümliche Begegnung.
Ich ging zum Waschen. es war schon dunkel, als ich von hinten zwei Umrisse wahrnahm, bei denen ich annahm, dass es Swen und Tom gewesen sein.
Meine Unsicherheit verhinderte jedoch, dass ich ihnen hinterher rief.
Ich schilderte Elli noch, was ich gemeint gesehen zu haben und ging dann ins Bett.
Am nächsten Morgen, die Familie schlief noch, ging ich Brötchen holen. zwei bis drei Personen vor mir in der Schlange stand tatsächlich Swen. Ich sprach ihn an und sagte ihm, wo wir stehen würden.
Swen führte aus, dass sie am Abend vorher eingetroffen sein. Auch sie hätten schon nach uns Ausschau gehalten, aber das Wohnmobil nicht entdeckt. Das war für mich der Auslöser ihm mitzuteilen, dass wir mittlerweile ein neues Mobil haben.

Beim Frühstück erschienen sie dann auch um Hallo zu sagen. Sönke hatten wir bis dahin nichts davon erzählt und er freute sich riesig Tom wiederzusehen.

Nach diesem Treffen mussten wir noch einmal umdisponieren. Eigentlich hatten wir vorgehabt am nächsten Tag zu fahren und die Küste nach Süden zu erkunden. Daraus wurde jetzt nichts. Wir verlängerten unseren Campingplatzaufenthalt und verbrachten noch nette Tage mit Swen, Cathrin und Tom.
Gemeinsam besuchten wir die Lokale in der Nähe und fuhren wieder gemeinsam nach Rovinj.

Letztendlich kam dann doch wieder der Tag des Abschieds.
Morgens ging es dann los und wir verabschiedeten uns noch und vereinbarten einen gemeinsamen Besuch.

Nach einem Tankstopp in Rovinj ging es dann in Richtung Deutschland. wo wir noch einige Tage verbringen wollten. Für die Heimfahrt wählten wir diesmal wieder die Strecke über Italien und Österreich.
Als erstes Ziel in Deutschland hatten wir uns Günzburg ausgesucht. Nach einer kurzen Schlafpause auf einer Autobahnraststätte bei Salzburg fuhren wir dann direkt Günzburg an. Wir stellten uns auf den Stellplatz am Legoland, da wir eh vorhatten, dieses zu besuchen.
Nachdem wir die Karten gekauft hatten, Sönke erhielt eine Jahreskarte, gingen wir in den Abendstunden noch in den Park. Dort aßen wir etwas und schauten uns schon einmal das Miniland an.

Der nächste Tag stand dann ganz im Zeichen vom Legoland. Nach dem Frühstück gingen wir in den Park und verließen ihn erst in den späten Nachmittagsstunden.
Neues Highlight war die Piratenfahrt.

Hier fuhr man mit einem Boot und konnte mit überdimensionierten Wasserpistolen in Form von Kanonen auf andere schießen.
Dies ging auch von Stationen am Rand aus, so dass einige Besucher diese nutzten, um die Bootsinsassen nass zu machen. Einige übertrieben dies auch, indem sie die Winkel derart überzogen, dass sie den Leuten in den Rücken spritzten. Die hatten dann keine andere Möglichkeit, als klitschnass zu werden. So passierte es auch mir und zwar derart, dass sogar das Geld in der Geldbörse nass war.
Leider war das Wetter nicht so warm, dass man darüber hätte lächeln können.
Im 3D-Kino wärmten wir uns dann auf und genossen den restlichen Aufenthalt im Park, machten aber einen weiten Bogen um das Piratenland.

Bei mittlerweile wunderschönem Sonnenschein genossen wir die restlichen Attraktionen, wie z.B. die Bootsfahrt

und die vielen anderen Fahrgeschäfte.

Sönke wollte die letzte Stunde noch nutzen, um noch einmal Achterbahn zu fahren, während wir noch ein Getränk zu uns nahmen.
Als es dann immer länger dauerte bis er zurückkam, machten wir uns auf die Suche nach ihm und wurden nicht fündig.
Nachdem wir dann auch auf die Schnelle das Miniaturland abgesucht hatten, machten wir uns auf den Weg zur Information. Hier wurde uns dann unser Kind wieder ausgehändigt, nachdem es sich dort gemeldet hatte, als es uns nicht wiederfand.
Wieder vereint ging es dann noch durchs Miniaturland, bevor wir zum Wohnmobil zurück gingen.

Am nächsten Morgen ging es dann nach dem Frühstück weiter.
Wir folgten der A 7 in Richtung Norden und machten gegen Mittag noch einen Stopp in Rothenburg ob der Tauber.

Nach einer Stadtbesichtigung, bei der das Highlight der Weihnachtsshop war, ging es weiter.
Als nächstes Ziel war Bad Königshofen auserkoren. Eigentlich hatten wir vor, den Stellplatz direkt anzufahren. Daraus wurde leider nichts, da um das Kreuz Biebelried herum alles dicht war. Wir fuhren also vorher ab und es ging über die Landstraße weiter. Über die B 19 ging’s nach Norden bis wir auf die A 71 trafen, der wir dann folgten.
Eigentlich kein Problem. Nur die Tankuhr machte mir Sorgen. Wir näherten uns der Reserve und weit und breit war keine Tankstelle in Sicht. Kurz bevor es richtig eng wurde hatten wir dann Glück und konnten den Tank füllen.

In Bad Königshofen angekommen, machten wir erstmal einen Stadtbummel. Danach ging es ins Schwimmbad. Abends aßen wir dann bei einem Stellplatzfest einige Würstchen mit und genehmigten uns auch ein Bier.
Danach ging’s ins Bett.

Am nächsten Morgen besorgte ich noch Brötchen und nach dem Frühstück ging es dann in Richtung Norden weiter. Weimar stand als nächstes auf dem Plan. Die Fahrt dorthin über die A 71 war eigentlich sehr schön und vor allen Dingen ruhig.
Gegen Mittag trafen wir am Ortsrand von Weimar ein. Beim Tanken erkundigten wir uns nach einem Stellplatz und wurden an den Parkplatz am Schwimmbad verwiesen.
Dort stellten wir uns dann auch auf und machten uns auf unseren Stadtrundgang.

Weiter ging es dann nach Quedlinburg. Wir wählten die Bundesstraße aus, um auf dem kürzesten weg dorthin zu gelangen. Außerdem erhofften wir uns eine landschaftliche reizvolle Strecke. So war es dann auch. Über die B 85 ging es über den Kyffhäuser. Die Abfahrt ist keine Strecke gewesen, die mir mit dem Wohnmobil gefiel. Dann ging es weiter über Nebenstraßen in den Ostharz hinein und über Silberhütte nach Quedlinburg.

In Quedlinburg fanden wir einen kleinen Stellplatz auf einem Parkplatz, der zwar über eine gehörige Schräglage verfügte, für unsere Zwecke aber ausreichend war.
Wir nutzten den Tag, um durch Quedlinburg zu bummeln und verbrachten die Nacht im Mobil.

Am nächsten Morgen ging es dann auf der kurzen Etappe zurück nach Harsum und der Urlaub hatte sein Ende gefunden.

Wieder einmal Istrien

Kroatien 2006

Dieses Jahr machten wir es uns mit der Planung des Sommerurlaubes sehr einfach. Kroatien hatte uns im vorangegangenen Jahr so gut gefallen, dass es sofort wieder ganz oben auf der Liste stand.

So ging es dann auch wieder am letzten Schultag gleich los. Direkt nach der Zeugnisvergabe starteten wir über die A7 in Richtung Süden und folgten dann ab Würzburg der A3
Aus den Erfahrungen der Vorjahre hatten wir gelernt und wollten nicht über München fahren, sodass wir der A3 folgten und dann auf die Bundesstraße 20 abbogen.

Angedacht war das gut, nur in der Ausführung haperte es, da die Bundesstraße 20 gleich erstmal auf Grund von Bauarbeiten gesperrt war und wir einer Umleitung folgen mussten. Nur welcher ? Der Navi half uns auch nicht richtig weiter, was dazu führte, dass Elli wieder von Hand navigierte. Nach der Umleitung und einigen Mehrkilometern waren wir dann wieder auf der Strecke.
Da die Abendstunden mittlerweile angebrochen waren, suchten wir uns erstmal einen Feldweg, wo wir unser Abendessen einnehmen konnten. Während Elli alles vorbereitete, spielte ich mit Sönke eine Runde Fußball.

So gestärkt ging es dann weiter. Nachdem wir die idyllischen Orte an der B20 passiert hatten, ging es in Salzburg auf die österreichischen Autobahnen.
Wieder folgten wir der Tauernautobahn und fuhren im weiteren Verlauf durch Italien. Im Gegensatz zum Vorjahr planten wir dieses Mal allerdings keinen Schlafstopp ein.
So kam es, dass wir bereits gegen halb acht in Rovinj eintrafen.

Die Zeit bis zur Öffnung der Rezeption des Campingplatzes nutzte ich, um Elli und Sönke die Fahrräder abzuladen, damit sie bei der Platzsuche etwas mobiler waren.
Als die Beiden dann losfuhren, legte ich mich erstmal nach hinten ins Mobil, um eine Runde zu schlafen.
So richtig wurde daraus aber nichts, da bereits eine halbe Stunde später Sönke schon wieder am Mobil klopfte. Die Beiden waren einfach wieder in den Bereich vom Waschhaus 7 gefahren und hatten dort sofort einen Stellplatz gefunden.

Als ich dann auch dort eintraf, stellte ich fest, dass sie Parzelle 921 ausgewählt hatten. Das war der Platz, auf dem uns letztes Jahr der Wohnwagen derart auf die Pelle gerückt ist.

Schnell war das Wohnmobil aufgestellt und ich konnte endlich ausspannen.

Schnell war während unseres Aufenthaltes Kontakt zu den Nachbarn gefunden.
Am interessantesten war sicherlich das österreichische Pärchen uns gegenüber. Sie waren mit dem Zelt da und sie hatte bereits einige Zeit allein auf dem Platz verbracht, da sich ihr Aufenthalt stark ausgedehnt hatte.
Während der Gespräche mit den Beiden stellten wir fest, dass sie während unserer Anwesenheit noch abreisten. Da ihr Platz einen Blick aufs Meer gewährte wurde wir uns schnell einig, den Platz (Parzelle 915) zu übernehmen.

Nachdem wir uns auch auf dieser Parzelle häuslich eingerichtet hatten, ging der Urlaub weiter.
Sönke hatte bereits in den ersten Tagen Kontakt zu einem Jungen namens Lorenzo geknüpft.
Die Abende verbrachten wir entweder in Rovinj

oder nutzten eines der vielen Restaurants auf dem Campinglatz. Besonders gern zog es uns immer wieder in die Saline, die wir bereits bei unserem ersten Aufenthalt für uns entdeckt hatten.

Auch in Rovinj gab es Orte, die wir immer wieder gerne aufsuchten. Neben der Pizzeria Leone gehörte auch das Cafe gegenüber dem alten Stadttor dazu.

Bei eigentlich jedem Aufenthalt in der Stadt, nahmen wir uns die Zeit, uns für einen Cappuccino zu setzen und die Passanten zu betrachten.

Unserem alten Stellplatz bezog dann ein älteres Pärchen aus Thüringen, das seine Enkelin dabei hatte.
Die Eigenheiten dieses Pärchen belustigten uns während des Urlaubs immer wieder. Die Enkelin, Mae, suchte schnell Anschluss zu Sönke und zog zeitweise mit ihm los.
Das hielt dann auch an bis Sönke den Tom traf. Hier bahnte sich eine tolle Freundschaft an. Die beiden verstanden sich von Anfang an und hatten auch die gleichen Interessen- zumeist den Gameboy.

Die beiden anderen, Lorenzo und Mae, kamen nur noch zeitweise dazu.
Trotzdem entwickelte sich unser Stellplatz schnell zum Treff- und Spielpunkt.

Auch Henner trafen wir dieses Jahr wieder. Entgegen seinen Aussagen vom letzten Jahr, hatten er und seine Familie doch noch einmal die Reise nach Kroatien angetreten. Während seiner Anwesenheit nutzte Elli seine Angebote, um mit ihm zum Einkaufen zu fahren.

Nachdem sich Sönke mit Tom angefreundet hatte, dauerte es auch nicht lange, bis wir mit Tom’s Eltern in Kontakt kamen. Schnell stellten wir fest, dass wir mit Swen und Cathrin auf einer Wellenlänge lagen. So kam es dann, dass wir gemeinsam nach Rovinj fuhren, bzw. zum essen gingen und auch einige gesellige Abende am Strand gemeinsam verbrachten.

Als der Urlaub zu Ende ging, tauschten wir noch unsere Adressen aus und verabschiedeten uns. Die Hoffnung sich wieder zu treffen war zu diesem Zeitpunkt eher gering.

Von Rovinj aus ging es dann wieder zurück nach Deutschland. Für die Rückfahrt wählten wir wieder die Stecke Italien. Die Fahrt ging ohne größere Probleme von statte, mal abgesehen von dem üblichen Stau an der kroatisch-slowenischen Grenze, so dass wir unser Abendessen an der Raststätte Dreiländereck zu uns nahmen.
Von hier aus ging es dann noch durch die Tunnel auf der Tauernautobahn, bevor wir unser Übernachtungsziel ansteuerten. Wir hatten uns einen Stellplatz in Altenmarkt im Pongau ausgesucht, da wir nicht mehr auf der Raststätte stehen wollten.
Hier trafen wir am späten Abend ein. Da der Platz am Palfen etwas abseits vom Stadtzentrum lag, bleiben wir am Wohnmobil.
Am nächsten Morgen wurde ich recht früh wach und machte mich auf die Suche nach einem Bäcker. Nach einem gehörigen Fußmarsch hatte ich diesen gefunden und fürs Frühstück eingekauft.
Als ich zum Wohnmobil zurückkam, war Elli bereits auf, aber Sönke musste erst noch geweckt werden.
Ich erlaubte mir einen Scherz mit ihm und sagte ihm, dass er sich an dem offenen Brunnen im Hof waschen müsse. Wider erwarten tat er dies auch, schulterte sein Handtuch und stampfte mit seiner Zahnbürste von dannen.

Nach dem Frühstück ging es über Salzburg auf die Bundesstraße 20. Wir wollten den Tag noch nutzen, um uns noch einige Orte in Bayern anzuschauen.
Als erstes kamen wir nach Burghausen. Hier stellten wir uns auf einen Parkplatz an der Bundesstraße, von dem aus man eine herrliche Aussicht auf die Burganlage hatte. Vor diesem Panorama nahmen wir unser Mittagessen zu uns, bevor es nach Tittmoning weiterging.
Den Ort kannten wir bisher nur vom Durchfahren und wollten ihn jetzt mal erkunden. Parken konnten wir direkt im Dorfkern.

Wir gingen ihn einmal ab, was nicht sonderlich viel Zeit in Anspruch nahm, und gönnten uns dann noch ein Eis, bevor wir weiterfuhren.
Es ging nun in die grobe Richtung München. Auf unserem Weg lag noch Wasserburg am Inn. Da es im Reiseführer erwähnt war, dachten wir uns, dass ein Stadtrundgang nicht schaden könnte. Es war eine nette, kleine, altertümliche Stadt, die recht sehenswert war.
Wiederum gönnten wir uns ein Eis, bevor es weiterging.

Als Tagesendziel hatten wir den Stellplatz vom Legoland in Günzburg auserkoren.
Über den Münchener Ring ging es auf die A 8 in Richtung Günzburg. Die letzten 100 Kilometer zogen sich dann allerdings derart, dass wir erst mit einbrechender Dunkelheit auf dem Parkplatz am Legoland eintrafen.
Dennoch fanden wir einen adäquaten Stellplatz, auch wenn schon einiges an Wohnmobilen abgestellt war.

Die Fülle an Personen hatte auch den Nachteil, wie wir recht schnell feststellten, dass die beiden Sanitärcontainer nicht mehr ausreichend waren. Besonders dann nicht, wenn einige Idioten versuchen ihre chemischen Toiletten in den Urinalen zu entsorgen.

Sönke wollte sich dann noch etwas bewegen und ging zu den anderen Kindern auf die Freifläche des Parkplatzes, um Fußball zu spielen. Nach kurzer Zeit hatte sich das jedoch erledigt, da er auf dem Asphalt weggerutscht war und sich bei dem anschließenden Sturz das Gesicht aufschrammte.

An diesem Abend war das Selbstmitleid erstmal groß. Am nächsten Morgen, mit dem Besuch des Legolandes vor Augen, ging es aber wieder.

Der Besuch des Legolandes wies erstaunliche Übereinstimmungen mit dem Vorjahr auf.
Wieder einmal genossen wir alle Fahrgeschäfte, auch wenn das Wetter nicht immer schön war.

Erst zum Ende hin, kam dann die Sonne heraus und wir konnten in Ruhe unseren jährlichen Abschluss im Miniaturland machen.

Von Günzburg aus ging es am nächsten Morgen die A 7 nach Norden hinauf.
Unsere nächste Station war Aalen. Zunächst einmal wollten wir die Limes-Therme besuchen. Die Dame an der Kasse riet uns aber freundlicherweise ab, da de Therme auf keinen Fall kindgerecht war und zu rein therapeutischen Zwecken genutzt wurde. Wir fanden das sehr fair und verbrachten stattdessen die Zeit am Römerkastell von Aalen. Nach der Besichtigung der gut erhaltenen Kastellanlage verkleidete sich Sönke noch als römischer Legionär.

Hiernach ging es zur zweiten Attraktion im Bereich Aalen, der ehemaligen Eisenerzgrube ‚Tiefer Stollen‘.
Am Eingang des Besucherbergwerkes fiel uns auf, dass Sönke nicht mehr im Besitz seiner Jacke war. Die hatte er wohl bei seiner Verkleidungsaktion verloren.
Da ich eh‘ wenig Lust hatte mit unter Tage zu fahren, fuhr ich mit dem Wohnmobil zurück, um die Jacke zu holen. Während dieser Zeit besuchten Elli und Sönke das Bergwerk.

Als wir alle wieder glücklich vereint waren, machten wir uns auf den Weg nach Bad Königshofen, um dort wieder eine Nacht auf dem Stellplatz zu stehen.
Dieses Jahr schafften wir es sogar noch, uns den Stadtkern von Bad Königshofen anzuschauen, bevor es wieder ins Schwimmbad ging.
Das Abendessen nahmen wir auf einem Grillfest des Stellplatzes zu uns.

Nach einem Frühstück am nächsten Morgen ging es dann wieder zurück nach Harsum, wo der Sommerurlaub sein Ende fand.

Erster Sommer in Kroatien

Kroatien

Sommer 2005

Es sollte der erste Sommerurlaub mit dem Wohnmobil werden. Nachdem es die Winterpause gut überstanden hatte und die Ostertour durch Schleswig-Holstein uns auch viel Spaß gemacht hatte, planten wir nun den Sommerurlaub.

Angedacht war ein Trip nach Skandinavien. Bei den Reisevorbereitungen gerieten wir hinsichtlich der Fährpreise ins Grübeln und machten uns schon mal anderweitig Gedanken.
Jetzt kam erstmals Kroatien ins Spiel. Als sich dann die Urlaubszeit näherte und das Wetter in Mittel- und Nordeuropa immer schlechter wurde, beschlossen wir uns kurzfristig zu entscheiden.
Dies sah dann so aus, dass wir wirklich erst am Tag der Abfahrt, abhängig vom Wetter, nach Norden oder Süden auf die Autobahn auffahren wollten.
Gesagt, getan. Am Tag der Abreise regnete es fast überall, sodass schnell entschieden war, dass es nach Süden gehen sollte. Geplant hatte ich für beide Touren, sodass wir kein Problem hatten.
Schnell noch den Navi programmiert und gegen Mittag ging es los.
Zunächst folgten wir der A7 bis Würzburg und dann ging es über die A3 weiter in Richtung Nürnberg. Von dort nach München und dann weiter in Richtung Salzburg.
In den Abendstunden kamen wir an der Tankstelle „Vaterstetten“ bei München an. Hier erwarben wir noch schnell die erforderliche Vignette für Österreich und bauten die Sitzecke zur Schlaffläche um, damit Sönke schon mal schlafen konnte. Dann ging es über die A8 weiter.
Kurz vor Österreich schlief dann auch Elli neben mir immer wieder ein.
Über die A10 ging es dann in Österreich weiter. Hier setzte dann zu allem Überfluss auch noch ständiger Regen ein.
In Golling hatten wir dann erst mal genug und wollten uns für die Nacht betten. Der Rastplatz war jedoch total überlaufen. Nach einigem Suchen und Rangieren fanden wir noch einen Platz für unser kleines Mobil und machten uns bettfertig.
Nach etwa einer Stunde Ruhezeit trieb es mich wieder hoch. Kurz entschlossen startete ich das Mobil und fuhr weiter, da an Schlaf nicht mehr zu denken war. Elli lag zusammen mit Sönke hinten und schlief weiter.
Die Rastanlage Tauernalm nutzte ich dann, um den Tank noch einmal zu füllen. Danach ging es durch den Tauern- und Katschbergtunnel weiter in Richtung Süden.
Auch mit dem Grenzübertritt nach Italien wurde das Wetter nicht besser. Es regnete weiterhin. Lediglich in den Tunneln war es trocken. Was in Österreich begonnen hatte, wurde in Italien fortgesetzt. Das galt auch für die Baustellen auf den Autobahnen.
In einer dieser vielen Baustellen schloss ich dann zu einem Kleintransporter auf, bei dem an Überholen zunächst nicht zu denken war. Interessant an dem Fahrzeug war, dass er augenscheinlich auf der Felge fuhr, da er immer wieder Funken schlug.
Zunächst dachte ich, dass er nur nicht anhält, um die Straße nicht zu blockieren. Als er dann aber an mehreren Parkplätzen ungenutzt vorbeifuhr, kam bei mir die Erkenntnis, dass den Fahrer der Schaden wohl nicht interessiert. Was übrigens auch für die Carabinieri galt, da er an mehreren Polizeiwagen vorbeifuhr, ohne angehalten zu werden.
In einem der Tunnel gelang es mir dann, an ihm vorbei zu kommen. Was nicht einfach war, da er mit normaler Geschwindigkeit zwischen 90 und 100 km/h fuhr.

Als der Morgen anbrach und das Wetter sich endlich geändert hatte, machte ich auf einem Rastplatz halt und gönnte mir einen italienischen Kaffee. Jetzt wurde Elli auch wieder wach und leistete mir Gesellschaft. Nach einigen Kilometern beschlossen wir dann, dass sie bis Triest weiterfährt.
Kaum saß ich auf dem Beifahrersitz, war ich auch schon eingeschlafen und wachte erst auf einem Rastplatz vor Triest wieder auf.
Hier gönnten wir uns ein kleines Frühstück, bestehend aus gefüllten Croissants und Kaffee und fuhren dann weiter.
Gegen 07:00 Uhr morgens trafen wir dann in Triest ein. Hier musste Elli dann endlich mal zum Navigieren eingreifen, da wir ansonsten nicht durch die Stadt gefunden hätten und uns mit Sicherheit im innerstädtischen Bereich wiedergefunden hätten.
Jetzt ging es über den Grenzübergang Muggia nach Slowenien.
Für den folgenden Abschnitt der Strecke half uns auch der Navi nicht weiter, da wir kein vernünftiges Kartenmaterial für Osteuropa hatten. Die gute alte Papierkarte musste herhalten. Das klappte aber auch ganz gut, wenn auch die Erinnerungen aus den alten Urlauben sich gar nicht mehr mit unseren jetzigen Feststellungen deckten.

Der Rest der Fahrt ging flott voran, sodass wir am späten Vormittag in Rovinj ankamen.

Anfängliche Bedenken, den Campingplatz auf Anhieb zu finden, wurden durch die gute Beschilderung zerstreut.
Am Campingplatz angekommen, checkten wir erst mal ein und erfuhren, dass wir uns nun auf die Suche nach einem Platz machen mussten. Gemeinsam machten wir uns auf die Suche und legten noch einige Meter zu Fuß zurück, bis wir letztendlich in der Nähe von Waschhaus 7 auf eine Familie trafen, die gerade abbaute. Zunächst einmal hatte schon jemand nach dem Stellplatz gefragt. Wenn er nicht kommt, könnten wir ihn haben. Das war die Aussage der Vornutzer. Elli wartete mit Sönke an dem Platz, während ich mich noch etwas umschaute, aber auch nicht richtig fündig wurde.
Als Sönke dann ankam und mitteilte, dass der Platz für uns zu haben war und wir dort auch noch aufs Meer schauen können, parkten wir dort ab und richteten uns häuslich ein.

Der Platz auf Parzelle 922 war zu diesem Zeitpunkt recht idyllisch, da er terrassenförmig angelegt war und dadurch etwas erhöht war. Rechts neben uns und vor uns waren Zelte aufgebaut, so dass man sich zu diesem Zeitpunkt nicht umzingelt fühlte und noch auf das Meer schauen konnte.
Als alles an seinen Platz geräumt war, die Vornutzer hatten uns freundlicherweise noch einen Teppich liegen lassen, machten sich Elli und Sönke auf, den Platz zu erkunden. Ich setzte mich in einen Stuhl und schlief erst mal ein.

Die folgenden Tage auf dem Campingplatz waren sehr entspannend.
Wir verbrachten die Zeit mit Sonnenbaden, Krebse fangen und Schnorcheln, wenn es das Wetter zuließ. Leider war das nicht immer der Fall. Einmal pro Tag zeigte sich das Wetter von seiner schlechten Seite und es fing an zu regnen. Meist war es aber nur ein kurzer Schauer und danach kam die Sonne wieder raus.

Sönke verbrachte die Zeit damit den Platz zu erkunden. Er war die meiste Zeit mit seinem Fahrrad und einem Lageplan des Campingplatzes unterwegs.

Kurz unterbrochen wurde diese Unternehmungslust nur durch einen Unfall mit dem Fahrrad, als er sich bei einem Sturz schmerzhafte Prellungen und Abschürfungen zuzog, die aber schnell gelindert werden konnten.

Das mäßige Wetter hatte aber auch noch einen positiven Nebeneffekt. Bei schlechtem Wetter wählten wir Rovinj als unser Ziel aus, sodass wir eine Menge von der Stadt zu sehen bekamen.

Auch konnten wir eine Menge Restaurants ausprobieren.
Beliebt war bei uns ein Cafe am ‚Kompas‘, wo es guten und günstigen Cappuccino gab.

Ein Highlight dieser Touren nach Rovinj war der Aufenthalt in der Pizzeria Leone, die wir als regelmäßigen Anlaufpunkt gewählt hatten, da sie nahe zum Busbahnhof lag.

An einem Nachmittag hatten wir gerade einen Platz ergattert, als es aus Kübeln anfing zu schütten.
Wir saßen mit unserem Getränk unter den Schirmen der Außenbestuhlung und konnten das Wetter und die Passanten betrachten, die hektisch versuchten einen trockenen Unterstand zu finden.

Einer unser Abstecher vom Campingplatz führte uns auf Empfehlung unserer Platznachbarn ins Restaurant Kazun.
Mit dem Fahrrad fuhren wir an und wunderten uns zunächst über die kleine Warteschlange vor dem Restaurant. Später erklärte sich dies durch das gute und reichhaltige Essen.
Die Schlange baute sich zügig ab und wir erhielten einen Tisch in der untergehenden Sonne.
Elli wählte eine Fischplatte, wohingegen Sönke und ich uns Pizza bestellten.

Nur schwerlich waren die Portionen für uns zu schaffen und auf dem Rückweg hatten wir auch gut mit dem vollen Magen zu kämpfen.
Dennoch war der Besuch empfehlenswert.

Eine nette Anekdote war noch, wie wir Henner und Iris wiedertrafen. Henner war etwas über 10 Jahre vorher mein Chef in Hannover gewesen. Seitdem hatten wir ihn und seine Frau Iris nur noch sporadisch getroffen.
An einem Vormittag hielt ich mich im Wohnmobil auf, als ich draußen auf dem Weg eine Stimme hörte, die mir vertraut vorkam. Während ich noch nachschaute, kam diese Stimme mit Elli ins Gespräch und es stellte sich heraus, dass es sich um Henner handelte.
Wir setzten uns zusammen und tauschten Geschichten nach dem langen Wiedersehen aus.
Außerdem nahm uns Henner eine Last ab. Er half uns bei unseren Einkäufen, indem er uns Kleinigkeiten mitbrachte oder Elli einfach mit zum Supermarkt nahm.

Unsere Restaurantbesuche auf dem Campingplatz beschränkten sich während unseres Aufenthaltes eher auf Minimum. Das war auch zu verkraften, da wir zur Mittagszeit häufig die ‚Saline‘ aufsuchten.
Ein Aufenthalt allerdings gestaltete sich recht amüsant. Wir hatten gerade im Bereich der Außenbestuhlung Platz genommen, als ein Unwetter aufzog.
Sehr schnell wurde das Wetter schlechter und alle Gäste zog es nach drinnen. Dort waren die Plätze allerdings begrenzt, sodass man sich mit anderen arrangieren musste. In diesem Zusammenhang lernten wir ein Pärchen mit einem Jungen kennen, die ebenfalls mit dem Wohnmobil unterwegs waren.
Nachdem wir zunächst über die Wohnmobile diskutiert hatten, kamen wir dann schnell zum Reiseverlauf. Die Beiden priesen die Plitvicer Seen in so tollen Tönen an, dass bei uns das Interesse dafür geweckt wurde.

Da sich unser Aufenthalt eh‘ dem Ende nähern sollte, planten wir den weiteren Trip.
Richtig traurig waren wir über die Abfahrt dann nicht, da sich auch die Situation am Stellplatz geändert hatte.
Wir hatten rund um uns neue Nachbarn erhalten. Zum einen war der Blick Richtung Meer nun durch einen Wohnwagen verbaut. Das war aber nicht das Schlimmste. Weitaus blöder war, dass sich auf den Platz neben uns ein Wohnwagen quetschte. Da der Platz aber sehr begrenzt war, rutschte er mit auf unseren. Dabei stand er so dicht an unserem Mobil, dass er durch das Panoramafenster reinschauen konnte. Um alles zu krönen, stellte er dann auch noch seinen Brauchwasserauffangbehälter aus, so dass der direkt neben uns vor sich hin stank.
Das war dann des guten genug und wir reisten ab.

Bereits am frühen Vormittag ging es bei sonnigem Wetter in Richtung Rijeka weiter.
Nach Rijeka folgten wir der idyllischen Küstenstraße bis Senj.
Dort bogen wir ins Kvaner Bergland ab. Das hieß erst einmal in endlosen Serpentinen den Berg hoch. Ich hatte echt Angst, dass unser 90PS-Mobil auf dem Weg hinauf alle Viere von sich streckt. Letztlich ging es aber doch und nachdem wir den Pass überquert hatten, ging es nach Otocac und von dort in Richtung Nationalpark Plitvicer Seen.
Im Nationalpark angekommen ging es erst mal auf die Suche nach dem Campingplatz. Wir hatten das Camp Korana als unser Ziel gewählt.
Nachdem wir dort eingecheckt hatten, konnten wir uns selbstständig einen Stellplatz suchen. Da auch hier das regnerische Wetter seine Spuren hinterlassen hatte, bot sich kein Platz auf der grünen Wiese an.
Nach einigem Suchen und einigen Stellversuchen an anderen Plätzen fanden wir einen Platz auf einer betonierten Fläche.
Zu Abend haben wir im platzeigenen Restaurant gegessen. Danach ging es zum Wohnmobil zurück. Während wir uns schon auf die Nachtruhe vorbereiteten, fingen unsere Platznachbarn erst an, ihr Essen auszupacken.
Die Italiener hatten einfach einen anderen Tagesablauf.

Am nächsten Morgen ging es dann für uns direkt in den Park. Wir hatten uns entschlossen mit dem Wohnmobil reinzufahren und dann kurzfristig zu entscheiden ob es weitergeht oder wir noch eine Nacht auf dem Campingplatz verbringen.
Pünktlich mit Abstellen des Mobiles auf dem Parkplatz fing es an zu regnen. Dieser Regen blieb uns auch die meiste Zeit im Park erhalten.
Bereits unmittelbar nach dem Einlass bot sich ein wunderbarer Anblick.

Wir folgten der ausgeschilderten Parkroute über den Wanderweg in Richtung Osten.
Am ersten Sightseeingstopp fing es dann richtig an zu regnen, wie man auch auf dem Foto sieht. Trotzdem setzten wir unseren Weg fort.

Dieser führte uns dann auch zu den Höhlen im Park. Hier passte ich aber und ließ Sönke und Elli allein gehen. Als beide zurückkamen, war das Gejammer groß. Elli war gestürzt … und dreckig; die Kamera war die Stufen herabgefallen und hatte sich an Stellen geöffnet, die nicht dafür vorgesehen waren.

Es half alles nichts, denn es musste weitergehen. Zunächst mit dem Boot über den See und dann die Wanderwege weiter bis zur Busstation.

An der Busstation angekommen mussten wir dann feststellen, dass wir zwar auf den Wanderwegen relativ allein unterwegs waren, aber es noch andere Möglichkeiten gab, den Park zu besichtigen.
Auf jeden Fall wartete eine große Anzahl von Personen auf einen Bustransfer. Als dieser dann kam, war er schnell voll. Gott sei Dank dauerte die Fahrt nur knapp 15 Minuten, so dass wir schnell wieder am Ausgangspunkt unserer Besichtigungstour waren.
Wir gönnten uns im angrenzenden Restaurant noch einen kurzen Snack, bevor es dann weiterging.

Wir hatten uns entschlossen weiterzufahren. Zunächst ging es über Landstraßen bis nach Lubljana in Slowenien. Von dort dann durch den Karawankentunnel nach Österreich, wo wir wieder der A 10 folgten.
In der Nähe von Salzburg, am Rasthof Golling, hatten wir dann erst mal genug und stellten uns zwischen den Lkw, um eine Runde zu schlafen. Mittlerweile war die Nacht auch schon ganz schön fortgeschritten.

Als es am nächsten Morgen weiterging, hatten wir uns entschlossen auf Grund des schlechten Wetters, es regnete mal wieder, einen Stopp in München zu machen.
Zielsicher führte uns der Navi in die Innenstadt. Dort parkten wir in unmittelbarer Nähe zur Museumsinsel und zum Deutschen Museum.
Nachdem wir uns durch die Schlange am Einlass nicht abschrecken ließen, hatten wir einen sehenswerten Museumsbesuch vor uns, den wir mit der Vorführung der Abteilung Hochspannungs- und Blitzphänomene spektakulär beendeten.

Nach Beendigung des Museumsbesuchs ging es einmal quer durch München in Richtung A 8, der wir nach Westen folgten.
Unser nächstes Ziel war Günzburg, um einen Abstecher ins Legoland zu machen.
Als Stellplatz wählten wir, unerfahren wie wir waren, den Stellplatz am Gutshof, da wir dort noch duschen wollten.
Nach der Übernachtung ging es dann mit dem Wohnmobil direkt auf den Parkplatz am Legoland. Hier stellten wir dann fest, dass der Parkplatz dort als Stellplatz genutzt wird.
Wir nahmen das Angebot auch gleich für die folgende Nacht an.

Für das Legoland selbst kauften wir Sönke eine Jahreskarte, während wir uns Tageskarten mit dem ADAC-Bonus kauften.
Der Parkaufenthalt selbst war sehr angenehm. Das Wetter war für den Freizeitpark genau richtig, so dass wir den gesamten Tag ausnutzten.

Als letzter Event stand dann am frühen Abend noch das Miniaturland auf dem Programm, dass wir uns nach den ganzen Fahrgeschäften gönnten, um etwas zu entspannen.

Am nächsten Morgen ging es dann über die B16 und B 2 in Richtung Naturpark Altmühltal. Wir folgten der Altmühl bis Eichstätt, wo wir uns auf den Stellplatz in der Nähe der Pirkheimer Straße stellten.
Von hier waren es lediglich 15 Minuten zu Fuß in die Stadt. Zudem war ein kleiner Servicecontainer mit Toiletten und Duschen aufgestellt.
Den angebrochenen Tag nutzten wir, um Eichstätt etwas zu erkunden und den Rest des Tages bei sonnigem Wetter am Ufer der Altmühl zu entspannen.

Am nächsten Tag hatten wir dann eine Fahrradtour nach Kipfenberg angedacht.
Dort sollte es eine sehenswerte Limesanlage aus der Römerzeit geben.
Der Radweg führte an der Altmühl entlang und war weit entfernt von jeglichem Fahrzeugverkehr.
Die Fahrradstrecke führte auch durch die landschaftlich sehenswerten Felsformationen im Altmühltal.

In Kipfenberg ging es dann bergauf weiter in Richtung Limesturm und Wallanlage.
Die zunächst asphaltierte Steigung wurde immer steiler und der Untergrund wechselte auf Feldwegniveau, so dass man zeitweise schieben musste.
Oben angekommen hatte man einen wunderbar restaurierten Limesturm vor sich.

Die Wallanlagen waren auch zur Veranschaulichung in Teilbereichen restauriert. Die alte Streckenführung war im Wald noch klar erkennbar.
Als letztes Hindernis stand noch die Abfahrt bevor. Auch hier schoben wir teilweise, da es auf dem ausgewaschenen Untergrund ansonsten Stürze zur Folge gehabt hätte.

Für den Rückweg wählten wir die gleiche Strecke wie auf der Hinfahrt.
An einem idyllischen Restaurant an der Strecke machten wir dann noch eine kurze Rast, um ein Eis zu uns zu nehmen.
Danach ging es die letzten Kilometer zurück zum Wohnmobil.
Dort angekommen, insgesamt hatten wir über 80 Kilometer auf dem Fahrrad zurückgelegt, beschlossen wir umgehend ins Schwimmbad in Eichstätt zu fahren, um uns abzukühlen.

Danach ging es noch in die Stadt zum Essen.
Hier fanden wir ein kleines Restaurant mit Innenhof. Während wir uns mit einem Ehepaar den Tisch teilten und mit ihnen ins Gespräch kamen, räumte Sönke erstmal das volle Tablett der Bedienung mit einer Handbewegung ab.

Am nächsten Tag ging es dann nach Bad Königshofen. Da Reni von diesem Stellplatz erzählt hatte, wollten wir den Stellplatz an der Therme mal ausprobieren.
Nachdem wir uns auf dem Stellplatz eingerichtet hatten, ging es dann auch gleich noch ins Schwimmbad.
Hier passierte dann das Malheur. Beim Toben mit Sönke knallte mir dieser mit seinem ganzen Gewicht auf den Kopf. Da hatte ich dann erst mal Probleme mit meinem Nacken. Zunächst dachte ich, dass die nur kurzfristig sein. Leider hielten sie auch die Nacht über an, so dass ich nicht richtig schlafen konnte.
Am nächsten Morgen trieb es mich dann auch dem entsprechend früh aus dem Bett.
Nach dem Brötchen holen hatte sich die Situation noch nicht verändert.
Da ich den Kopf nicht richtig drehen konnte, fuhr uns Elli ab Bad Königshofen zurück nach Harsum.
Die Rückfahrt verlief ereignislos und wir trafen am frühen Abend in Harsum ein.
Trotz aller kleinen Misslichkeiten hatten wir doch das Gefühl einen guten Sommerurlaub verlebt zu haben.