Schwarzwald und Erzgebirge

Schwarzwald – Erzgebirge

(16.04.2011 – 27.04.2011)

Am Samstag, dem 16.04.2011, ging es gegen 10.15 Uhr los. Trotz Osterverkehrs ging es staufrei über die BAB 7 in Richtung Süden, wobei wir die erste Etappe auf der Landstraße zurück legten, da auf Höhe AD Salzgitter eine Großbaustelle eingerichtet war.

Als erstes Ziel unserer Tour hatten wir zunächst Lautertal im Odenwald gewählt. Auf Grund der Verkehrsmeldungen nahmen wir dann aber von einer Fahrt über Frankfurt Abstand davon und suchten nun nach einem Ausweichziel. Nach einigem hin und her rückte Wertheim in den Fokus. Wir beschlossen uns sicherheitshalber einen Stellplatz zu reservieren und erfuhren in dem Gespräch, dass der Stellplatz doch etwas außerhalb liegt. Nach reiflicher Überlegung rückten wir von Wertheim wieder ab und suchten neu.

An der Strecke lag Fulda, das wir auch fast schon erreicht hatten. Die Barockstadt wollten wir schon immer mal besichtigen und als wir hier auch noch einen adäquaten Stellplatz fanden, war es beschlossene Sache.

Der Stellplatz in Fulda liegt auf einem Parkplatz in der Weimarer Straße und war auch recht gut ausgeschildert, sodass wir schnell fündig wurden. Auf dem Parkplatz selbst machten wir uns erste einmal auf die Suche nach einem geeigneten Stellplatz. Strom sollte vorhanden sein und auch der Satelittenempfang sollte funktionieren.

Nachdem dies alles berücksichtigt wurde und das Wohnmobil aufgebaut war, ging es gegen 13.00 Uhr in die Innenstadt zu einem Stadtbummel. Er fing am Schlossgarten an, führte über den Dom St. Salvator und das Schloss ins Barockviertel. Hiernach ging es durch die Fußgängerzone und wir nutzten die Zeit, um etwas zu shoppen. Nach Kaffee und Eis am Buttermarkt, kauften wir noch bei Subway in Bahnhofsnähe Baguettes für das Abendessen ein.

Den späten Nachmittag verbrachten wir dann in Sonne am Wohnmobil, hörten die Übertragung der Bundesliga und lasen etwas. Abends zogen wir uns dann ins Wohnmobil zurück und wurden gegen 21.00 Uhr Zeugen eines Polizeieinsatzes, der durch die Jugendlichen aus dem nahen Jugendheim verursacht worden war. Endgültig Ruhe kehrte am Stellplatz erst ein, als die Jugendlichen um 22.30 Uhr den augenscheinlich letzten Bus nahmen.

Für das Frühstück kauften wir am nächsten Morgen die Brötchen im gegenüberliegenden Norma-Markt. Nach dem Frühstück ging es dann gegen 10.00 Uhr los. Wir fuhren zunächst auf die BAB 7 in Richtung Süden und hatten uns auf Höhe Würzburg für die weitere Strecke endgültig entschieden. Zunächst ging es auf die BAB 3 in Richtung Frankfurt und dann auf die BAB 81 in Richtung Stuttgart. Hier genossen wir die Fahrt auf dem nicht sehr verkehrsreichen Autobahnabschnitt.

Da Heilbronn unser nächstes Ziel war und dies nicht mehr weit entfernt war, machten wir um die Mittagszeit herum einen Abstecher nach Tauberbischofsheim.

Wir machten uns auf eine etwa einstündige Stadtbesichtigung, die wir mit einem Eis abschlossen. Trotzdem hatten wir noch Hunger und machten uns eine Suppe zum Mittag, die wir am Wohnmobil einnahmen. Dann noch schnell tanken und weiter ging es.

Der Stellplatz in Bretten war unser Ziel. Über die BAB 81 ging es nach Heilbronn und von dort über die B 27 bis nach Bretten. Bereits vor Bretten machte Elli auf ein Reitturnier aufmerksam, dass zur Zeit in Bretten stattfand. Zu diesem Zeitpunkt dachten wir uns noch nichts dabei. Am Stellplatz angekommen, stellten wir dann aber fest, dass dieser durch das Reitturnier okkupiert war. Nach einer Runde zwischen Pferdeanhängern, Serviceständen und Pferden ging es weiter. Der Stellplatz Pforzheim sollte es nunmehr werden.

In Pforzheim angekommen, fuhren wir den Stellplatz Pforzheim an. Dieser entsprach aber überhaupt nicht unseren Vorstellungen. Zudem war es noch früh am Tag, sodass wir ein neues Ziel wählten. Mittlerweile war der Tag vorangeschritten und ich hatte auch keine große Lust mehr zu fahren.

Also sollte es der Stellplatz im nahen Bad Wildbach werden. Die Suche nach dem Stellplatz in Verbindung mit der Verkehrsführung in Bad Wildbach stellte uns allerdings vor leichte Probleme. Wir mussten zwischenzeitlich an einer Kurklinik nachfragen, weil wir dachten wir seien auf dem Holzweg. Als wir dann den Parkplatz fanden, der als Stellplatz in Bad Wildbach dient, gingen wir erst einmal lange in uns, um zu überlegen, ob der Stellplatz wirklich der richtige sei.

Nachdem wir uns entschlossen hatten, die Nacht hier zu verbringen -was sich im Nachhinein als postiv herausstellte – musste Sönke erst einmal die Einkaufsmöglichkeiten erkunden. Danach ging es durch den Kurpark ins Zentrum von Bad Wildbach. Da es mittlerweile bereits 17.30 Uhr war, war es nur noch in der Sonne angenehm zu gehen. Im Schatten wurde es verdamm kühl. Trotzdem schauten wir uns den beschaulichen Kurort an. Nach einem Bier im Kurparkrestaurant machten wir uns auf den Rückweg zum Wohnmobil. Hier angekommen gab es erst einmal Abendessen und dann ging es früh ins Bett.

Bereits gegen 07.00 Uhr weckt uns am nächsten Morgen der Verkehr. Ich gehe Brötchen holen, während der Rest der Familie aufsteht. Nach dem Frühstück geht es dann weiter. Durch den Tunnel ging es zurück. Danach erwischten wir erst einmal die falsche Ausfahrt und landeten im Ortskern. Wir nutzten die Gelegenheit, um schnell noch in einem Supermarkt einzukaufen.

Für den weiteren Tag hatten wir uns vorgenommen etwas in Richtung Aktivurlaub zu machen. Wir fanden ein Wandergebiet im Hochmoor bei Kaltenbronn, das wir ansteuerten. Nachdem wir auf dem Wanderparkplatz unser Wohnmobil abgestellt hatten, ging es bei strahlendem Sonnenschein in Richtung Wildsee.

Nachdem wir die etwa drei Kilometer hinter uns gebracht hatten, machten wir eine kurze Pause zu Vesper am Wildsee. Es gab Apfel und Karotte. Eine dieser Karottenstücke löste Sönkes Retainer, sodass ein Befestigungsdraht in die Mundhöhle stand. Auf dem Rückweg zum Wohnmobil überlegten wir uns für das Problem eine Lösung und beschlossen es zunächst in einem Krankenhaus zu versuchen, da diese den Draht zumindest abkneifen könnten.

Da das nächste Krankenhaus in Freudenstadt war, führte uns unser Weg nunmehr dorthin, was eigentlich nicht geplant war. Während Elli und Sönke ins Krankenhaus gingen, informierte ich mich schon einmal über die Umgebung. Leider wurde Sönke im Krankenhaus nicht behandelt, sodass wir lediglich die Anschrift von zwei Kieferorthopäden erhielten, die sich des Problems annehmen könnten.

Die erste Praxis erreichten wir nach einer Fahrt durch die Stadt. Hierbei sahen wir, dass es sich lohnen könnte, Freudenstadt noch einmal genauer zur beschauen. Also informierte ich mich über Stellplätze, während Sönke beim Kieferorthopäden war. Leider war kein Kieferorthopäde in der Praxis, sodass die Behandlung erst am nächsten erfolgen könnte. Da die andere Praxis in der Stadt lag, beschlossen wir erst einmal eine Übernachtungsmöglichkeit zu suchen und uns dann des Problems anzunehmen.

Als erstes fuhren wir den Campingplatz Natur-Camping Langenwald an. Der lag zwar etwas außerhalb von Freudenstadt war aber sehr idyllisch und die Betreiber ausgesprochen nett, sodass wir ihn gleich auswählten und nicht weiter auf die Suche gingen.

Nachdem wir uns an einem Bachlauf eingerichtet hatten, ging es gegen 14.00 Uhr mit den Fahrrädern in Richtung Freudenstadt. Da wir auf dem Campingplatz keinen Handyempfang hatten, konnten wir den Kieferorthopäden erst von unterwegs anrufen. Wir erhielten auch gleich einen Termin um 15.00 Uhr, sodass es nicht alles umsonst war.

Der Fahrradweg nach Freudenstadt war für den Ungeübten schwierig zu finden, da er nicht durchgehend ausgeschildert war. Nach einem kurzen Stück im Wald landeten wir auf den Landstraße und bogen von dieser in die Talstraße ab. Dies war alles eine abschüssige Strecke und es machte richtig Spaß. Am Ende der Abfahrt folgte der Radweg aber der Steigung des Wölperwiesenwegs. Diese Steigung war echt mörderisch. Elli stieg schonrecht früh aus und schob. Ich hielt mich noch wacker, konnte aber nach 2/3 der Strecke auch nicht anders als zu schieben. Nur Sönke zog wacker durch und wartete, fröhlich pfeifend, oben auf uns.

Durch die Stadt ging es dann zur Kieferorthopädie Dr. Maren Steinbach. Nach kurzer Wartezeit widmete man sich etwa eine Stunde lang der Instandsetzung des Retainers. Nachdem dieser wieder fest ist, geht es in die Stadt. Wir stellen unsere Fahrräder ab und umrunden den riesigen Marktplatz. Nachdem wir so etwa zwei Stunden zugebracht haben und dabei auch noch eingekauft hatten, ging es zurück zum Campingplatz. Hier angekommen gönnten wir uns in der Campingklause noch ein Bier und beschlossen zum Abendessen nicht noch einmal in die Stadt zu fahren, sondern auf dem Platz zu essen.

Nachdem wir geduscht hatten, ging es um 19.30 Uhr in die Klause zum Essen. Die Betreiber waren wahnsinnig nett. So erhielten wir nicht nur ein gut schmeckendes Essen, sondern auch eine Wanderkarte mit Routenempfehlungen und Sönke erhielt ein Antennenkabel, da unsere Satellitenantenne in dem Tal keinen Empfang hatte.

Für den nächsten Tag war also wandern angesagt. Direkt gegenüber vom Campingplatz ging es den Berg hinauf und wir arbeiten uns über verschiedene Wander- und Waldwege bis zur Glasmännlehütte bei Baiersbronn.

Nach einer Rast mit Vesper an der Hütte machten wir uns auf den Abstieg ins Murgtal. Der Abstieg war teilweise ganz schön abenteuerlich und erinnerte an alpines Wandern. Es war ein zeitweise ein schmaler Steig, der mit umgestürzten Bäumen blockiert war.

Von Friedrichstal aus ging es dann an den Fischteichen vorbei bis zum Wanderparkplatz Rondell. Hier wollten wir einen Wanderweg nehmen, der uns über den Bergrücken direkt zum Campingplatz führen sollte. Jedenfalls versprach dies die Karte. Leider fanden wir den Weg nicht. Da wir aber auch die Strecke nicht zurückgehen wollten, machten wir uns querfeldein auf. Sönke und ich studierten die Karte und Elli musste uns vertrauen, was ihr wirklich schwer fiel. Nachdem wir so einige Höhenmeter überwunden hatten, trafen wir wirklich auf einen Weg, der uns direkt zum Campingplatz zurück führte.

Gegen 15.00 Uhr trafen wir am Campingplatz wieder ein. Sönke war das letzte Stück vorgegangen, da wir ihm zu langsam unterwegs waren. Nach einem Bier am Kiosk ging es zum Wohnmobil zurück, wo wir nach einer ausgiebigen Dusche den Abend genossen.

Am nächsten Morgen brachte Elli beim Brötchenholen gleich das Antennenkabel zurück, sodass wir recht früh los kamen. Unsere Fahrt führte uns zunächst über Alpirsbach ins Kinzigtal. Nach dem Kinzigtal ging es nach Gutach im Breisgau zu einem Besuch des Schwarzwälder Freilichtmuseums Vogtsbauernhof, der wirklich interessant war.

Danach ging es über das Prechtal nach Lauterbach und Schramberg und weiter bis zum Stellplatz Bregnitzhof in Königsfeld. Für wirklich wenig Geld hatten wir einen Stellplatz mitten in der Natur. Und der Clou, der Bregnitzhof hat eine Saunalandschaft dabei, die man gegen ein Entgelt nutzen kann. Dieses Angebot ließ Elli sich nicht entgehen. Sönke und ich verbrachten derweil die Zeit mit elektronischem Spielzeug und lesen. Den verbliebenen Abend verbrachten wir am Wohnmobil, bevor es am nächsten Morgen nach dem Frühstück weiterging.

Beim Frühstück waren wir diesmal schneller als der Brötchenservice. Elli hatte vergessen mir zu sagen, dass die Brötchen erst um 08.30 Uhr geliefert werden, sodass ich da stand und wartete. Bevor es endgültig los ging, entsorgten wir noch und füllten an einem Edeka-Markt in Königsfeld unsere Vorräte auf.

Als nächstes stand Triberg auf dem Programm. Hier sollten die Wasserfälle besichtigt werden. Bis zu unserem Eintreffen hatte ich nicht damit gerechnet, dass man für den Besuch der Wasserfälle Eintritt  verlangen würde … und das nicht gerade wenig. Knapp 10 Euro Eintritt mussten wir für die Triberger Wasserfälle zahlen. Trotz dieses Umstandes war es schon imposant am höchsten Wasserfall Deutschlands zu stehen, auch wenn dieser über mehrere Kaskaden fällt.

Nach den Wasserfällen machten wir in einem unterhalb gelegenen Restaurant noch eine kurze Pause, bevor es dann über die Landstraße  und durch das Höllental in Richtung Freiburg im Breisgau ging. Auf der Anfahrt machten wir uns bereits Gedanken über den Campingplatz. Wir wählten als erstes Ziel den Campingplatz Kirzberg in der Karthäuserstraße.

Dort angekommen, machten wir erst einmal eine Platzanfrage. Der Campingplatz war zwar voll, hatte aber noch für eine Übernachtung einen Platz für uns. Wir fragten dann noch kurz telefonisch auf dem Campingplatz Möslepark nach, den wir von unserer Stippvisite im Jahr 2004 noch kannten. Dieser war über die Feiertage jedoch ausgebucht, sodass wir auf den angebotenen Stellplatz annahmen. Die Einweisung auf diesen war etwas ungewöhnlich, da der Platzwart alles vorgab – sogar wie weit auf dem Platz zurückgesetzt werden durfte.

Nachdem wir uns eingerichtet hatten und eine kurze Pause in der Sonne gemacht hatten, ging es zum Stadtbummel. Wir gingen zu Fuß, da die Innenstadt nicht weit entfernt war. Am Schwabentor ging es dann in die Innenstadt von Freiburg.

Nachdem wir etwa zwei Stunden mit einer ausgiebigen Stadtbesichtigung zugebracht hatten, gönnte ich mir noch einen Friseurbesuch. Danach machten wir uns auf die Suche nach einem Abendessen. Nach kurzer Zeit fanden wir auf der Insel, die vom Stadtbächle umspült wir, die Hofbräuerei Feierling.  Hier ergattern wir einen Tisch im Biergarten und genossen ein badisches Essen und selbstgebrautes Bier.

Danach ging es zum Campingplatz zurück. Wieder wählten wir den Fußmarsch. Diesmal waren wir jedoch nicht allein unterwegs. Viele Fußballfans hatten die gleiche Strecke auf ihrem Weg in Richtung Freiburger Stadion. Hannover 96 musste beim SC Freiburg im Kampf um Punkte für die Europaliga antreten.

Direkt neben dem Campingplatz lag noch ein Biergarten, den wir uns nicht entgehen ließen und uns einen Platz suchten, wo wir noch ein paar Gläser Bier gönnten, bevor es zum Wohnmobil zurückging. Hier konnten wir dann das erwähnte Fußballspiel als Hörspiel genießen. Hannover 96 gewann mit 3:1.

Da wir den Stellplatz nur für eine Übernachtung gebucht hatten und auf keinen Fall über die Feiertage auf dem Campingplatz bleiben konnten, ging es für uns am nächsten Morgen weiter. Als erstes Tagesziel hatten wir uns Schauinsland, den Hausberg von Freiburg im Breisgau, ausgewählt. Über die Schauinslandstraße ging es zur Talstation der Schauinslandbahn. Die Schauinslandstraße ging zwar weiter den Berg hinauf, wir trauten ihr aber nicht und dachten eigentllich, dass eine Fahrt bis zur Bergkuppe nicht möglich war. Letztlich wählten wir die Schauinslandbahn für den Weg hinauf. Dieser Spaß kostete uns 25,50 Euro – unserer Meinung nach ein stolzer Preis für eine Gondelfahrt.

Oben angekommen ging es dann die letzten Höhenmeter zu Fuß weiter. Auf der Bergkuppe ist noch ein Aussichtsturm aufgestellt, der eine tolle Sicht über den Schwarzwald und auf Freiburg bietet. Bei dem guten Wetter, das wir hatten, konnten wir bis nach Frankreich schauen.

Wieder am Parkplatz, suchten wir uns erst einmal einen Campingplatz am Titisee aus und Elli rief ihn an, um eine Buchung vorzunehmen. Als Antwort erhielt sie, dass telefonische Reservierungen nicht vorgenommen werden. Es ging dann mit dem Wohnmobil doch den Berg hinauf. Nun stellten wir fest, dass wir unmittelbar unterhalb der Bergstation der Schauinslandbahn hätten parken können. Von hier aus ging es über Todtnau zum Feldberg weiter. Hier gab es sogar noch Schnee. Trotzdem gönnten wir uns keine Rast, da doch recht viel los war. Weiter ging es am Feldberg hinab nach Titisee. Mittlerweile war richtig viel Verkehr. Kurz vor Titisee erwischte uns dann die Orientierungslosigkeit. Wir erwischten die falsche Abfahrt, trafen auf eine Höhenbegrenzung und den Neubau des Parkplatzes für das Badeparadies Schwarzwald.

Dann konnte die Campingplatz suche losgehen. Als erster Platz stand Naturcamping Weiherhof auf der Liste. Hier konnten wir uns auch einen Platz suchen, fanden aber keinen, der uns richtig gefiel. Da noch sehr viel frei war, stellten wir diesen Platz erst einmal zurück. Weiter ging es zum Campingplatz Bankenhof. Diesen hatten wir ja vorher angerufen und von außen machte der Platz einen ordentlichen Eindruck. Enttäuscht wurde Elli an der Rezeption. Dort die Aussage, dass kein Platz frei wäre und … hätten sie doch vorher angerufen und reserviert … – hatten wir doch – egal.

Als letztes folgten wir der Straße zum Terassencamping Sandbank. Hier wieder ein freundlicher Empfang und Elli kann aus mehreren Stellplätzen wählen. Terrassencamping war auf jeden Fall der richtig gewählte Name. Keine Stellplatzreihe lag höhengleich. Wir hatten Glück und fanden einen freien Stellplatz in der ersten Reihe mit Blick auf den See, auch wenn wir erst unsere neuen Nachbarn davon überzeugen mussten, ihre Autos umzuparken.

Während wir uns einrichteten, stellten wir fest, dass in jedem Gestrüpp des Platzes Mücken hausten und sich sofort auf dem Wohnmobil zum Sonnenbad niederließen. Unsere französischen Platznachbarn beruhigten uns, dass dies auf anderen Teilen des Campingplatzes wesentlich schlimmer sei und es am Abend mit den Mücken eigentlich gehen würde, da sie nicht stechen würden. Nachdem dies erledigt war, ging es zu einem Getränk auf die Seeterrasse. Hier kamen wir nach einiger Zeit mit Anke ins Gespräch, die die Gaststätte regelmäßig mit ihrer Tochter besuchte und manchmal auch hier jobbte. Danach genossen wir die Sonne am Wohnmobil und relaxten, während Sönke an seinem Referat arbeitete.

Bereits gegen 17.00 Uhr warfen wir den Grill an. Nach dem Abendessen und dem leidigem Abwasch gab es dann noch eine Runde Trionimos und bevor es zum Fernsehen ins Mobil ging, bestätigte sich noch die Aussage unserer Platznachbarn – die Mücken stachen tatsächlich nur äußerst selten.

Obwohl wir uns vorgenommen hatten erst einmal auszuschlafen, klappte das nicht ganz. Bereits um 08.00 Uhr stand ich am Kiosk und kaufte Brötchen für das Frühstück. Danach machten wir uns auf den Weg zu einer Fahrradtour. Eigentlich Ziel sollte der Schluchsee werden. Doch nachdem wir die Höhenmeter im Unteren Seebachtal und in Bärental angekommen waren, gelangten wir schnell gemeinsam zu der Überzeugung, dass eine weitere Tour mit starken Anstiegen den Feldberg hinauf lediglich Sönke kalt ließe und wir lieber nach Titisee fahren würden. Sönke war die fünf Kilometer bergan auf dem mittleren Kettenblatt gefahren, während wir schon unsere kleinsten Gänge nutzten.

Gesagt, getan. Von Bärental aus ging es die Abfahrt in Richtung Jugendherberge hinunter. Diese Strecke war nicht ungefährlich, da sie nur teilweise mit einem Radweg versehen war und man in der tollsten Abfahrt mit einmal auf die Straße wechseln musste, obwohl man die Strecke nur bedingt einsehen konnte. Nach der Jugendherberge ging es noch kurz bergan, bevor die Strecke auf Höhe des Hotels Alemannenhof ihren höchsten Punkt erreicht hatte. Hier machten wir auf dem Parkplatz erst einmal eine kurze Pause und genossen unsere Snacks.

Danach ging es in den Ortskern. Wir informierten uns noch kurz an der Touristeninformation, bevor es dann zum Einkaufen ging. Da es einen Händler mit Spargel gab, beschlossen wir diesen zum Abendessen zu machen und zusammen mir original Schwarzwälder Schinken zu genießen. Wir bummelten dann noch etwas durch Titisee und genossen ein Eis mit Blick auf den Titisee, bevor es zum Campingplatz zurückging.

Am Platz zurück gönnten wir uns in der Seeterrasse Sandbank ein Bier und Sönke stillte seinen Hunger mit einer großen Portion Pommes. Den Nachmittag verbrachten wir wieder am Platz und während ich mich der Bundesligaübertragung widmete, fuhren Elli und Sönke Tretboot auf dem Titisee.

Der nächste Morgen war der Ostersonntag. Das überzeugte sogar Sönke frühzeitig aufzustehen. Da das Wetter nicht so toll war, beschlossen wir den Vormittag im Badeparadies Schwarzwald in Titisee-Neustadt zu verbringen und nahmen von unserer angedachten Wandertour Abstand. Gegen 12.30 Uhr brechen wir zu Fuß in Richtung Erlebnisbad auf. Bis dahin war das Wetter zwar nicht so toll, aber trocken gewesen. Als wir kurz vor Neustadt waren fing es an zu regnen. Wir finden mit Hilfe des Smartphones den kürzesten Weg zum Schwimmbad. Dort angekommen, orientieren wir uns erst mal an den Eintrittspreisen, die nicht ohne waren. Letztlich zahlen wir für 3 Stunden Aufenthalt 48 € – und haben dabei keinen Besuch der Wellnessoase. Die drei Stunden verbringen wir im Galaxy-Schwimmbad mit seinen 18 Rutschen. Selbst in drei Stunden schaffen wir es nicht, alle Rutschen auszuprobieren. Gegen 16.30 Uhr ist unser Besuch beendet und Sönke ist glücklich, dass er ein Erlebnisbad besuchen konnte.

Als wir das Schwimmbad verlassen, regnet es in Strömen. Wir gehen über die Stadt zurück und da es noch recht früh am Tag ist, beschließen wir noch in eine Gaststätte einzukehren. Pünktlich mit unserer Ankunft am Restaurant Bergsee hörte der Regen auf, sodass wir es uns am Bierpilz im Biergarten gemütlich machten. Viele Gäste waren nicht da, sodass wir mit der Bedienung und einem anderen Gast ins Gespräch kamen. Schnell waren Gemeinsamkeiten für ein Gespräch gefunden und wir unterhielten uns über die Vermietung von Ferienwohnungen und Wintersport.

Danach geht es zu Fuß zum Platz zurück. Da auf Kochen keiner mehr Lust hat, wählen wir bei unserer Ankunft gleich den Weg in Richtung Restaurant Sandbank, wo wir uns zum Abendessen ein Schnitzelmenü gönnten. Dann ging es in Wohnmobil.

Am nächsten Morgen ging es dann für uns weiter. Noch einen Tag wollten wir nicht am Titisee verbringen, da auch keine wesentliche Verbesserung beim Wetter eingetreten war. Wir fuhren nach dem Auschecken erst einmal in den Ort und mussten geschickt eine Höhenbegrenzung umfahrenn, bevor es auf der Bundesstraße 31 in Richtung Autobahn weiterging.

Der Weg führte uns an Donaueschingen vorbei, das wir nicht links liegen lassen wollten sondern für eine Stippvisite nutzten. Schnell fanden wir in der Innenstadt einen adäquaten Parkplatz, da auf Grund des Feiertags auch nicht viel los war. Zu Fuß ging es über die Gassen der Innenstadt in Richtung Donauquelle. Wir fanden die historische Donauquelle in der Nähe des Füstenbergischen Schlosses. Im Umfeld der Donauquelle fanden gerade umfangreiche Rastaurationsarbeiten statt. Trotzdem machten wir einen Stopp und nutzten die Zeit für ein paar Fotos am glasklaren Wasser der Quelle.

Ab Donaueschingen ging es auf der Autobahn weiter. Elli beschäftigte sich mit der weiteren Tourplanung und suchte schon einmal einen Stellplatz, der für uns interessant sein könnte. Der Verkehr auf der Autobahn war mäßig, lediglich rund um Stuttgart kam es zu leichten Stockungen, sodass wir zügig voran kamen und Elli ihre Planung immer wieder anpassen musste. Ein letztes Update gab es auf dem Autohof Sulz am Neckar, wo wir zum Tanken gestoppt hatten. Nachdem wir unseren Tank für knapp 100 € gefüllt hatten und vom Service in Deutschland wieder einmal enttäuscht wurden – nach einem derartigen Rechungsbetrag erwarte ich einfach eine kostenlose Toilettenbenutzung und nicht noch das Bestehen auf das Nutzungsentgelt von 0,70 € – hatte Elli mit Kitzingen am Main unser nächstes Ziel ausgewählt.

Die Fahrt dorthin verlief ereignislos. Als wir in Kitzingen dem Navi zum Stellplatz folgen wollten, verweigerte der seinen ordnungsgemäßen Betrieb. Er wollte uns über Strecken führen, die lediglich für Fußgänger und Radfahrer freigegeben waren, bzw. auf einem Parkplatz endeten. Erst als wir ein Hinweisschild auf den Stellplatz fanden, konnten wir den Navi unbeachtet lassen und folgten den Schildern. Da der ausgeschilderte Weg zunächst über eine Ortsumgehung weg von Kitzingen führte und dann durch ein Gewerbegebiet und in einer Sportanlage endete, waren wir zunächst am zweifeln, ob wir richtig waren.

Die Einfahrt zum Stellplatz in Kitzingen am Main beruhigte uns dann aber wieder. Alle Wohnmobile standen in einer Reihe am Main aufgereiht. Wir suchten uns einen netten Platz und parkten ein. Nachdem wir uns mit Strom versorgt hatten, machten wir erst einmal eine Kaffeepause am Mobil. Richtig ruhig war es zwar nicht, da auf der angrenzenden Sportanlage mehrere Fußballspiele zeitgleich stattfanden, dennoch genossen wir den Blick über den Main und Kitzingen und das sonnige Wetter. Unsere Platznachbarn gewährten uns dann noch einen Blick in den neuen Topplatz-Führer, den wir bis dato nicht erhalten hatten.

Danach ging es zu Fuß die 700 Meter in die Stadt. In unmittelbarer Nähe zum Stellplatz ist gerade das örtliche Schützenfest in Betrieb, das wir aber links liegen lassen. Direkt an die Mainbrücke schließt sich die schöne Altstadt von Kitzingen an. Während eines Bummels durch die Gassen halten wir gleich Ausschau nach einem Lokal für das Abendessen, werden aber nicht so recht fündig. Seinen Abschluss fand unser Stadtrundgang in einer Gaststätte am Unteren Mainkai.

Auf dem Rückweg kehrten wir dann gleich im Biergarten der Sportgaststätte Rot-Weiß gegenüber vom Stellplatz ein. Wieder gönnten wir uns ein Schnitzelmenü, das gut und günstig war, bevor es zum Wohnmobil zurück ging. Hier verbrachten wir den Abend bei Gesellschaftspielen verbrachten und den Fernseher noch nicht einmal aufbauten. Sönke verlor übrigens haushoch beim Uno und Elli gewinnt, nachdem wir auf Trionimos umgeschwenkt waren, erstmals, aber nur mit einem Punkt Vorsprung.

Am nächsten Morgen frühstücken wir das erste Mal ohne Brötchen, da weder jemand zum Abrechnen des Platzes erschienen war, noch der angekündigte Brötchenservice eingerichtet war. Nachdem wir das Wohnmobil entsorgt hatten, ging es über die Landstraße nach Herzogenaurach, wo wir in den verschiedenen Sportoutlets einen Shoppingstopp einlegten. Nachdem wir dies hinter uns gebracht hatten, und erstmals den Sonderverkauf bei Adidas nutzten, ging es über die BAB 70 und BAB 73 in Richtung Kulmbach. Hier hatte Elli einen Stellplatz ausfindig gemacht, der auch ein Schwimmbad in der Nähe hatte.

Gegen 15.00 Uhr trafen wir auf dem Stellplatz in Kulmbach ein. Der Stellplatz ist ein abgetrennter Teil eines Großparkplatzes, dessen Nutzung gegen eine freiwillige Gebühr möglich ist. Wir fanden einen Stellplatz in der Nähe einer Stromsäule und mit Fernsehempfang, wo wir uns einrichteten. Danach holte ich die Fahrräder vom Träger und beobachtete interessiert einige britische Teerkocher beim Abstellen ihrer Fahrzeuge. Wohnlich eingerichtet hatten sie sich aber augenscheinlich an anderer Stelle.

Mit dem Fahrrad ging es dann zum Schwimmbad, das auf der anderen Seite der Innenstadt lag. Bei der Fahrt dorthin stellten wir jedoch erfreut fest, wie nah der Stellplatz doch an der Innenstadt lag. Das Schwimmbad selbst war ein normales Hallenbad, sodass wir einige Bahnen schwammen und uns dann ausgiebig duschten. Beim Verlassen des Bades setzte dann jedoch ein Starkregen ein, sodass wir erst einmal ein Getränk in der Gaststätte des Schwimmbades nahmen, um das Schlimmste auszusitzen.

Nachdem der Regen etwas nachließ, ging es mit dem Fahrrad zurück. Der Rückweg führte uns am örtlichen Kino vorbei, wo wir uns nach dem Programm und den Eintrittspreisen erkundigten. Am Stellplatz verstaute ich die Fahrräder und wir machten uns, bewaffnet mit Regenschirmen, auf dem Weg in die Stadt. Unmittelbar vor einem Festumzug schafften wir es noch die Hauptstraße zu überqueren und nutzen die Anwesenheit von Polizeibeamten, um nach einem guten Lokal zu fragen. Eine adäquate Antwort erhielten wir jedoch nicht. Was ist nur mit der Polizei los, das passiert uns immer wieder und eigentlich müssten sie es doch wissen.

Wir fanden ein chinesisches Restaurant namens Peking Meng mit Show Cooking und All-you-can-eat-Buffet. Von unserem Platz im 1. Obergeschoß haben wir dann noch einen herrlichen Blick auf den Festumzug. Während des Essens beschließen Elli und Sönke ins Kino zu gehen und sich Rio (3D) anzusehen. Unsere Wege trennen sich somit nach dem Essen. Ich gehe ins Wohnmobil zurück und schaue mir das Championsleague-Halbfinale zwischen Schalke 04 und Manchester United (0:2) an. Bis dato hatten wir noch keinen Strom angeschlossen, da dieser in Einheiten von 6 Stunden berechnet wurde und es für unseren Aufenthalt bis dahin nicht erforderlich war. Die erste Münze akzeptierte er problemlos, die zweite spuckte er immer wieder aus. Ich war ratlos. Ebenso ging es unserer Stellplatznachbarin, die sich zu mir gesellte, da sie das gleiche Problem hatte. Wir helfen uns gegenseitig mit unterschiedlichen Münzen aus, bis dann letztlich klappt. Woran es lag, kann ich nicht sagen.

Gegen 06.00 Uhr wurde ich am nächsten Morgen das erste Mal wach und stellte fest, dass wir keinen Strom mehr hatten. Wieso wusste ich nicht, aber es war mir um diese Zeit auch egal. Gegen 08.00 Uhr bin ich dann aufgestanden und kaufte bei einem nahen Bäcker unterhalb der Festungsanlage die Brötchen fürs Frühstück.

Nach dem Frühstück machen Elli und ich noch einen Bummel durch die Altstadt und über den Markt von Kulmbach, während Sönke im Wohnmobil bleibt und seine Arbeit an seinem Referat zu Ende bringt. Nachdem Elli und ich gegen 10.30 Uhr zurück sind, geht es weiter. Auf der Autobahn in Richtung Osten studiert Elli wieder den Stellplatzführer und wir entschließen uns zu einem Abstecher ins Erzgebirge, das uns von Cathrin wärmstens empfohlen wurde.

Unser erster Halt hier ist die Ortschaft Schneeberg. Wir stellen das Wohnmobil an einer Straße ab und bummeln durch die Stadt. Sönke kauft sein Reisemitbringsel und die Beiden gehen mir kurzfristig verloren, als ich sie einmal aus den Augen verlor. Zum Abschluss gönnen wir uns einen Kaffee in einem Restaurant mit Außenbestuhlung. Sönke überkommt der Hunger und er vertilgt eine komplette Pizza.

Danach geht es in Richtung des ausgewählten Stellplatzes in der Ortschaft Markersbach. Auf unserer Anfahrt zum Stellplatz machen wir noch einen Sightseeingstopp am nahen Stausee, bevor es zu dem Hotel geht, an dem der Stellplatz angeschlossen ist. Angekündigt ist ein ruhiger Stellplatz mit kostenfreien Duschen und Schwimmbadnutzung. Da es noch früh am Tag ist, wollen wir genau dies haben. Angekommen an dem Hotel geht Elli erst einmal fragen. Der Stellplatz ist jedoch nicht direkt am Hotel, sondern auf einer nahen Parkplatz. Nicht das, was wir erwartet haben. Ganz und gar nicht, sodass wir einen neuen Platz aussuchen und lieber weiterfahren.

Die nächste Wahl fällt auf Oberwiesenthal. die Anfahrt dahin über die Landstraße ist abenteuerlich, da richtiger Begegnungsverkehr nur bedingt möglich ist. Sie führt uns abr am Ehrenzipfel vorbei, der eine Stippvisite in die Tschechische Republik zulässt.

Von dort aus geht es direkt nach Oberwiesenthal. Auch hier wollen wir dem Navi auf seinem Weg zum Stellplatz zunächst nicht trauen. Als wir aber zeitgleich die Ausschilderung entdecken, folgen wir den Anweisungen, die uns eine nicht unerhebliche Steigung heraufführt. Oben angekommen, stehen wir vor einem Bowlingcenter. Während Elli drinnen alles abklärt, fahre ich die Auffahrt hinauf. Ein kleiner Fehler wie sich herausstellt. Die Auffahrt ist derart steil, dass es einmal kurz und fürchterlich metallisch schabt. Gott sei dank war es nur eine Halterungsschraube des Abwassertanks, die über den Asphalt schrammte.

Wir können an der Südseite des Gebäudes stehen und sind dort ganz allein. Beim Anschließen des Stroms stelle ich fest, dass wir direkt in den Kraftraum blicken können.

Den Nachmittag verbringen wir mit einem Bummel zur Sommerrodelbahn, auf der wir uns einige Fahrten gönnen. Danach geht es über einen Wanderweg, der uns an der Sprungschanze vorbeiführt, zurück zum Stellplatz. Das Abendessen genießen wir dann, nach einer ausgiebigen Dusche, im Wohnmobil. Während Elli und Sönke den Abend im Wohnmobil zubringen, suche ich die Sky-Lounge des Bowlingcenters auf und schaue mir das Campionsleague- Halbfinlaspiel zwischen Real Madrid und CF Barcelona an.

Den nächsten Morgen nutzte ich dann nochmals zum Duschen und bringe gleich die Brötchen für das Frühstück mit. Danach ging es erste einmal nach Seiffen. Der eigentliche Plan sah vor, dass wir uns in Seiffen einen Stell- oder Campingplatz suchen. Der Stellplatz am Hotel Bergohof war schnell gefunden. Auf der Fahrt dorthin mussten wir bereits einmal durch Seiffen durchfahren und freuten uns bei dem Gesehenen bereits auf den Rundgang durch den Ort. Der Stellplatz am Hotel zwar wirklich idyllisch mit einem herrlichen Blick übers Erzgebirge, erfüllte aber sonst nicht unsere Ansprüche. Der Weg in den Ort war zu Fuß etwas weit und das Schwimmbad war nicht zu nutzen, sodass wir noch schnell einen für Seiffen ausgewiesenen Campingplatz anriefen. Leider lag auch der etwas ausserhalb und konnte uns keine Garantie für einen Stellplatz geben. Wir beschlossen nunmehr erst einmal Seiffen anzuschauen und dann das Problem mit dem Stellplatz erneut in Angriff zu nehmen.

Im Spielzeugwinkel des Erzgebirges konnten wir die erzgebirgischen Volkserzeugnisse, wie Holzspielzeug und die traditionellen Lichterbögen. Wir parkten auf dem Parkplatz am Bahnhof und gelangten von dort aus direkt in den Ortskern. Fast jedes der dortigen Geschäfte war auch gleich eine Art Ausstellungshalle und wir konnten gemütlich bummeln und uns alles anschauen. Lediglich Sönke war etwas genervt, da es für ihn nun wirklich nicht sonderlich interessant war.

Zum Abschluss wollten wir uns noch einen Kaffee in einem Cafe gönnen und hatten uns bereits gesetzt. Da die Preise aber denen in Venedig sehr nahe kamen und die Bedienung auch nicht erschien, ging es den Berg hinauf zum Wohnmobil zurück. Hier machten wir uns wieder auf die Suche nach einem Stellplatz und fanden im Stellplatzführer den Hinweis auf die Schwarzbeerschänke im Schwarzbachtal bei Pobershau. Elli rief kurz durch und uns wurde zugesichert, dass man einen Stellplatz für uns hätte.

Am frühen Nachmittag kamen wir am Stellplatz an der Schwarzbeerschänke an. Nach Rücksprache mit der Rezeption stellten wir unser Wohnmobil auf einem Parkstreifen neben der Straße ab. Zunächst hatten wir Bedenken, dass dies zu laut werden könnte, was sich jedoch nicht bestätigte. Nachdem wir uns eingerichtet hatten, holten wir erst einmal die Stühle raus und machten eine ausgiebige Pause auf der angrenzenden Spielweise. Danach machten wir einen kleinen Spaziergang das Schwarzbachtal hinauf.

Nachdem dies hinter uns lag, machten Elli und ich weiter Pause, während Sönke ins Schwimmbad ging. Kurz bevor wir uns eine Abendessen in der Schwarzbeerschänke gönnten, gingen wir noch zum Duschen.

Am nächsten Morgen holte ich die Brötchen aus der Küche ab. Bezahlen konnte ich noch  nicht, da uns keiner sagen konnte, was wir bezahlen mussten. Das wurde erst erledigt, als wir wieder abfuhren. Zu unserer Überraschung mussten wir lediglich die Brötchen zahlen. Der Rest war durch das Abendessen abgegolten. Sehr schön.

Als heutiges Etappenziel stand Münchenbernsdorf mit dem Besuch unserer Urlaubsbekannten an. da die aber noch arbeiten mussten, hatten wir noch Zeit für etwas Sightseeing. Nach einem Blick in den Reiseführer las sich die Stadt Altenburg recht interessant und, da sie auf dem Weg lag, machten wir dort einen Halt. Die Parkplatzsuche war schnell erledigt. Nachdem wir uns in Richtung Innenstadt orientiert hatten, fanden wir einen Parkplatz auf einem Parkstreifen. Der war zwar nicht unbedingt für uns gemacht (etwas schmal) und auch nicht wirklich für uns zugelassen (nur für Pkw), erfüllte aber dennoch seinen Zweck.

Von hier aus ging es zu Fuß in die Innenstadt. Nach einer Stippvisite auf dem großzügigem Marktplatz und einem Kaffee, bzw. einem Eis in einem Lokal, besichtigte Elli die Brüderkirche. Gemeinsam ging es dann auf den Nikolaikirchhof und von dort in die Teichvorstadt. Durch kleine Gassen ging es dann zum Parkplatz des Wohnmobils zurück. Einstimmig beschlossen wir von einer Besichtigung des Schlosses Abstand zu nehmen und stattdessen in Richtung Münchenbernsdorf zu fahren. Nachdem wir aus Altenburg raus waren, suchten wir uns einen idyllischen Platz, auf dem wir unser Mittagessen zu uns nehmen konnten. Wir fanden eine ruhige Nebenstraße in der Nähe von Kaimnitz, wo wir uns hinstellten. Der Platz hatte eine schöne Aussicht, leider war es sehr windig, sodass das Wohnmobil ganz schön wackelte.

Wir überlegten dann, was wir noch machen könnten, um die Zeit zu vertreiben. Nach Gera oder Jena wollten wir nicht fahren. Elli fiel dann ein, das in der Nähe von Münchenbernsdorf ein Kletterwald war. Da dies für sie und Sönke schon lange auf der to-do-Liste stand, fing ich an zu googlen, wo es genau war. Die Adresse war schnell gefunden, lediglich die Öffnungszeiten fanden wir nicht, sodass wir letztlich auf Gutglück dahin fuhren.

Auf der Anfahrt fuhren wir noch kurz in Hermsdorf zur Tankstelle und betankten das Wohnmobil. Danach suchten wir noch auf der Raststätte Hermsdorf die dortige Entsorgung, die aber leider bereits zurückgebaut war. Von dort ging es auf die Autobahn und an der Abfahrt Lederhose herunter. Direkt am Kreisel nach der Abfahrt fanden wir den ersten Hinweis auf den Kletterwald Koala. Es war recht voll, was sicherlich auch am guten Wetter lag, sodass der Parkraum für unser Wohnmobil nicht ausreichte. Ich stellte es in einem Forstweg ab, was nach Angaben der Betreiber kein Problem darstellte.

Elli und Sönke wollten den Kletterwald ausprobieren. Ich nahm mir stattdessen mein Buch und verbrachte die Zeit am Imbiss.

Nach einer kurzen Wartezeit bis zum Aufruf ihrer Gruppe wurden sie eingewiesen. Danach wurden sie auf einer Tour geführt. Das freie Klettern nahmen sie nicht so ausgiebig in Anspruch, da Sönke sich unbedingt mit Tom treffen wollte, der mittlerweile zu Hause war.

Nach dem Hallo mit Swen, Cathrin und Tom verbrachten wir dann ein gemütliches Wochenende mit den Dreien.

Am Samstag fuhren wir für eine Wandertour ins nahe Mühltal. Wir parkten auf einem Parkplatz am Einstieg zum Mühltal. Danach wanderten wir über die Straße das Tal entlang.

Als wir ein Stück gegangen waren, fanden wir am Wegrand einen kleinen See mit Bachlauf. Hier machten sich die Kinder auf, den Bach zu stauen, während wir uns in die Sonne setzten. Hier fanden Sönke und Tom auch einen kleinen Molch, den sie nach dem Fotografieren, gleich wieder aussetzten.

Nach dieser Rast ging es weiter und es folgte ein kurzer Stopp an der Naupoldsmühle für einen Toilettenbesuch und Ellis Gespräch mit einem angepflockten Ziegenbock.

Halbzeit hatten wir dann in der Pfarrmühle. Hier gönnten wir uns essen und Getränke – grünes Weizen, das Gott sei Dank nicht ich trinken musste.

Während der Wartezeit auf das Essen konnten sich die Kinder die Forellen der Fischzucht ansehen. Danach ging es zu den Autos und dann nach Münchenbernsdorf zurück. Zum Abendessen wurde der Grill angeworfen.

Am nächsten Morgen ging es dann für uns nach dem Frühstück zurück nach Harsum.

Mit dem Wohnmobil die Donau entlang

Österreichdie Donau entlang und zurück

Im Spätsommer 2004 hatten wir uns erstmals ein Wohnmobil zugelegt.
Nach der kurzen Einführungstour, die die Weser entlang führte, um das Mobil näher kennen zu lernen, sollte es nun erstmals richtig los gehen.

Bereits unmittelbar nach der Schule fuhren wir los.
Als erstes Etappenziel war Nürnberg angepeilt. Auf der ermüdenden Fahrt über die Autobahn stellten wir fest, dass der Motor unseres Bürstner-Mobils etwas schwach auf der Brust war. Gott sei Dank hatten wir genug Zeit eingeplant. Nur aus der Stadtbesichtigung am gleichen Abend wurde nichts mehr.

Als wir den Campingplatz, den wir uns zur Übernachtung ausgesucht hatten, erreicht hatten, war es schon früher Abend.
Wir machten noch einen kurzen Bummel über den Campingplatz, vorbei am Fußballstadion und hin zum angrenzenden Reichsparteitaggelände.
Danach nahmen wir unser Abendbrot zu uns und machten es uns im Wohnmobil gemütlich. Da die Nächte schon recht kühl wurden, war an draußen sitzen nicht mehr zu denken.

Am nächsten Morgen ging es gleich nach dem Frühstück los.
Mit der S-Bahn fuhren wir in die Innenstadt von Nürnberg und machten uns dort an die übliche Besichtigungstour.

Am Hauptbahnhof angekommen ging es erst einmal über die Fußgängerzone in Richtung Nürnberger Burg.
Hierbei kamen wir durch die Reste der Altstadt und über den Nürnberger Christkindlmarkt.
Der Nürnberger Burg widmeten wir dann einige Zeit und besichtigten das alte Burggelände. Gemeinsam gönnten wir uns dann noch einen Aufstieg auf einen der alten Wehrtürme, von denen man eine herrliche Aussicht über die Stadt hat.

In südliche Richtung schließt sich an die Burganlage das mittelalterliche Nürnberg an. Dies war unser nächstes Ziel und wir bummelten durch die Gassen, wo es unter anderem ein altes Spielzeugmuseum gab, das zu einem Besuch einlud.

Aus diesem Teil der Stadt ging es dann wieder zurück in Richtung Christkindlmarkt. Auf dem Weg dorthin kamen wir am Lochgefängnis vorbei. Elli und Sönke machten die Besichtigungstour durch das alte Gefängnis mit und bekamen auch noch gut erhaltene Folterkeller zu Gesicht.

Hiernach ging es dann erst einmal in ein nahes Lokal, wo wir uns traditionelle Nürnberger Würstchen gönnten, bevor es über den Trödelmarkt und am Stadtgraben entlang wieder zurück in Richtung Hauptbahnhof ging.

Eigentlich stand noch der Besuch des Verkehrsmuseums auf dem Programm. Dort angekommen mussten wir feststellen, dass es geschlossen hatte. Leider, da ein Jahr später ein Brand das Museum in Mitleidenschaft zog.

Mit der S-Bahn ging es wieder zurück in Richtung Campingplatz. Nachdem wir in der Nähe des Platzes kein vernünftiges Lokal für ein Abendessen gefunden hatten, bereitete uns Elli etwas im Wohnmobil zu.

Am nächsten Tag ging es dann schon weiter bis nach Regensburg. Ab hier wollten wir der Donau folgen. Der Einfachheit halber taten wir dies bis Passau über die Autobahn.
In Passau wollten wir dann einen Besichtigungstopp einlegen und uns einen Stellplatz suchen.
Ein Stellplatz war nicht einfach zu finden, da der Stellplatzführer so richtig nichts hergab. Wir fuhren also erst einmal in Richtung Stadtzentrum von Passau.

Eingerahmt zwischen Donau, Inn und Itz liegt die Altstadt. Am Donauufer fanden sich eine Menge Parkplätze, die aber nur für Busse schienen.
Da nicht so viel los war und so gut wie kein Bus in Sicht war, stellten wir uns etwas abseits auf einen solchen Busplatz und machten einen Bummel durch die Altstadt.

Zunächst ging es am Donauufer entlang zum Zusammenfluss von Donau und Inn, der besonders durch die unterschiedliche Färbung der beiden Flüsse sehenswert ist.

Danach besichtigten wir die Altstadtgässchen und die Kirchen von Passau.
Nach etwa zwei Stunden hatten wir die Stadtbesichtigung beendet und kehrten zum Wohnmobil zurück.
Hier dann die Überraschung. Wir hatten einen Zettel am Mobil. Gleichzeitig kam ein Männchen in ‚offiziell wirkender Kleidung‘ auf uns und forderte die Entrichtung der Verwarnung.
Ich verlangte im Gegenzug eine Dienstausweis und eine Bezeichnung des konkreten Verstoßes. Da dies ausblieb, sah ich mich auch nicht bereit zu zahlen. Das Männchen wurde daraufhin richtig unhöflich und verschwand.
Ich nutzte die Zeit, um mal die Polizei in Passau anzurufen und mich zu informieren. Nicht gerade zu meinem Erstaunen sind dort derartige Machenschaften der Abzocke von Touristen bekannt und man wollte sich des Problems mal wieder annehmen.

Für uns ging es jedoch weiter. Elli hatte in Thyrnau-Kelchham einen Stellplatz mit Strom gefunden, der sich gut anhörte.
Da kein Lokal in der Nähe war und wir keine Lust hatten schon wieder den ganzen Abend im Mobil zuzubringen, suchten wir uns auf der Anfahrt ein Lokal.
In Thyrnau selbst fanden wir dann ein nettes Lokal an der Hauptstraße.
Während wir die Speisen aussuchten und auf die Getränke warteten, bekam Sönke einen Malblock und Stifte und es schien ein gemütlicher Ausklang zu werden. Bis dann Sönke’s Getränk kam. Zack – lag es unten und alles stand unter Apfelsaft.
Zu unserem Erstaunen machte die Bedienung, trotz des gehobenen Ambientes, keinen großen Aufstand und reinigte alles. Sönke bekam das zweite Getränk sogar auf Kosten des Hauses.

Nach dem Essen ging es dann zum ausgewählten Stellplatz.
Die Anfahrt verwirrte uns etwas, da die Straße immer enger und die Ortschaften immer kleiner wurden. Letztlich erreichten wir die Ortschaft Kelchham.
Der Bauernhof mit dem Stellplatz war nicht schwer zu finden und der freundliche Betreiber zeigte uns die Wiese, auf der wir ganz für uns allein standen.

Nachdem wir uns eingerichtet hatten, machten wir noch einen kleinen Bummel durch die Landschaft.
Zum Abschluss besichtigten wir noch den Sanitärbereich. Hier waren wir angenehm überrascht. Alles war neu und sogar mit Fußbodenheizung ausgestattet. Lediglich die Saisonarbeiter wirkten am Anfang etwas störend, da sie gleich nebenan ihren Aufenthaltsraum hatten. Letztlich waren sie doch sehr freundlich und umgänglich und wir trafen kaum zusammen.

Am nächsten Morgen gab es Brötchen vom Bauern und nach einer ausgiebigen Dusche ging es weiter die Donau entlang.
Nachdem wir nach Österreich kamen, fuhren wir über die Nibelungen-Bundesstraße weiter in Richtung Wien, das wir uns als Fernziel auserkoren hatten.
Die Autobahn mieden wir, um einerseits die Landschaft zu genießen und andererseits die Vignette zu sparen.
Das Wetter war auf der Fahrt sehr schön und sonnig, sodass wir jede Möglichkeit zum Halt und für Besichtigungen nutzten.

Einer dieser Stopps war bereits auf Höhe Jochstein, wo wir die Schleusenanlage besichtigten.
Ein anderer Halt war eine Besichtigungsmöglichkeit eines Bergwerkes mit einem kleinen Feldbahnmuseum.

Gegen Mittag waren wir an den Toren von Linz.
Nach einem Blick in den Reiseführer beschlossen wir mit unserer Besichtigung am Pöstlingberg zu starten. Kurz das Ziel in den Navi eingegeben und den Anweisungen gefolgt. Leider hat der Navi zwar eine landschaftlich schöne, aber fahrerisch anspruchsvolle Strecke ausgesucht. Die Anfahrt erfolgte über sehr enge Nebenstraßen. Vorteilhaft war, dass wir die Vororte von Linz gar nicht zu Gesicht bekamen.

Am Pöstlingberg angekommen war schnell ein Parkplatz gefunden und der Weg zum ersten Besichtigungsobjekt eingeschlagen.
Nach wenigen Metern erreichten wir die Wallfahrtskirche, die hoch über der Stadt liegt.
Danach ging es zur Aussichtsplattform, von wo aus man einen herrlichen Blick über Linz und Teile Niederösterreichs hat.

Den Abschluss fand der Besuch des Pöstlingbergs in der Linzer Grottenbahn, einer Bergbahn, um die eine Märchenwelt aufgebaut ist. Eigentlich recht kitschig, was sie aber schon wieder interessant macht.

Als wir am Ende angekommen waren, blieb nur noch die Pöstlingbergbahn übrig, bei der es sich um die steilste zahnradlose Bergbahn der Welt handelt. Sönke wollte, in seiner Verliebtheit zu Eisenbahnen, unbedingt damit fahren, sodass Elli und er sich ein Ticket gönnten und die Talfahrt mitmachten.

Währenddessen fuhr ich das Wohnmobil nach unten und suchte die Endhaltestelle der Bahn.
Nachdem wir uns dann glücklich wiedergefunden hatten, ging es weiter die Donau entlang. Auf die Innenstadt von Linz verzichteten wir, da wir eher auf Natur aus waren.

Für die Übernachtung hatten wir uns einen Campingplatz an der Donau ausgesucht und zwar die Campinganlage in Au an der Donau.
Der Campingplatz liegt nicht weit von Linz entfernt direkt an der Donau.
Als wir dort in den frühen Abendstunden eintrafen, war die Rezeption bereits geschlossen. Lediglich ein paar letzte Camper waren auf der erhöhten Anfahrt zum Platz anzutreffen.
Im Gespräch mit den Campern wiesen diese uns auf einen bereits geleerten Teil des Platzes hin, wo wir uns kostenfrei aufstellen könnten. Gleichzeitig kam ein Camper mit, um uns den Stromanschluss zu öffnen.
Nachdem wir uns so aufgestellt hatten, ging es erst einmal in die kleine Ortschaft, wo wir schnell feststellten, dass hier am Abend nicht viel los ist.
In einer Kombination aus Bäckerei und Fleischerei konnten wir noch einige Kleinigkeiten für das Abendbrot einkaufen und in Erfahrung bringen, dass wir hier am nächsten Morgen Brötchen erwerben könnten.
Danach ging’s zurück.

Am Mobil angekommen, wollten wir erst einmal zu Abend essen. Beim Betrieb des Wasserkochers stellten wir dann fest, dass wir keinen Strom mehr hatten.
Wir wollten dem netten Camper nicht mehr auf den Geist gehen und ‚knackten‘ das Schloss mit einem selbstgebauten Nachschlüssel. Wie wir feststellen konnten, hatte es die Sicherung rausgehauen. Das passierte allerdings noch einige Male, da die Amperezahl wohl nicht auf unsere Stromabnahme eingerichtet war.

Bis dahin hatten wir allein auf dem Platz gestanden. Das änderte sich auch nicht wirklich. Lediglich ein Mobil kam dazu. Dieses blieb allerdings auf dem Deich stehen und kam nicht in unsere Niederung hinunter.

Am nächsten Morgen nutzten wir noch kurz das Waschhaus, dessen Strom und warmes Wasser allerdings auch abgedreht war, was aber für uns kein Problem darstellte.
Nach dem Frühstück ging es dann weiter die Donau entlang.

Am Donauufer entlang ging es bis nach Melk, wo wir auf der gegenüberliegenden Donauseite eine kleine Halbinsel fanden, die zu einer Rast einlud.
Wir verbrachten die Mittagszeit am Donaustrand und genossen das herrliche Wetter, während Sönke am Ufer spielte.

Von hier aus sollte es nach Wien weitergehen. Bis Krems schafften wir es der Autobahn fernzubleiben. Danach streikte der Navi und eine Baustelle auf der Bundesstraße gab uns den Rest. Nachdem wir zweimal im Kreis gefahren waren und immer wieder zur Autobahn zurückgeführt wurden – sowohl mit dem Navi, wie auch durch die Umleitungsschilder – kauften wir in einem Zigarettenshop eine dieser blöden Vignetten und fuhren über die Autobahn nach Wien rein.

Für Wien hatten wir den Campingplatz Neue Donau als Stellplatz ins Auge gefasst. Nachdem wir uns durch den Berufsverkehr vor dessen Tor gequält hatten, mussten wir feststellen, dass er bereits in die Winterruhe getreten war. Ein Schild am Tor wies auf den Campingplatz Wien West hin, der die Gäste aufnehmen würde.
Gesagt, getan. Wieder quer durch die Stadt und den Berufsverkehr. Dank des Navi war der Platz leicht zu finden und Platz hatte man auch noch für uns.

Nach einigem hin und her hatten wir einen geeigneten Stellplatz mit Fernsehempfang gefunden und uns dort aufgestellt. Danach erkundeten wir kurz den Platz und die Umgegend. Insbesondere die Bushaltestelle mit den entsprechenden Verbindungen war für uns interessant.

Als wir zum Mobil zurückkamen, stellten wir fest, dass sich der Platz um uns herum stattlich gefüllt hatten. Besonders die ‚mobile ethnische Minderheit‘ hatten den Platz für sich entdeckt und war mit ihren Großfamilien angereist. Letztlich stellte dies aber nur ein Problem in der Sauberkeit des Sanitärhauses dar, das auf Grund des Winterbetriebes nicht auf eine derartig hohe Frequentierung durch die Besucher ausgelegt war.

Am nächsten Morgen ging es dann in die Innenstadt von Wien. Zunächst ging es mit dem Bus bis zur U-Bahn-Station Hütteldorf. Von hier aus ging es mit der U-Bahn, die allerdings erst einmal oberirdisch fuhr, weiter bis zum Karlsplatz.
Hier angekommen gingen wir den kurzen Fußweg zunächst bis zum Stephansdom. Auf dem Weg dorthin ging es an der Wiener Staatsoper und am berühmten Hotel Sacher vorbei.
Die Besichtigung des Stephansdom nahm einige Zeit in Anspruch. Dies war auch nicht weiter schlimm, da es mittlerweile zu regnen angefangen hatte.

Nach dem Stephansdom, den wir auch noch gleich von außen umrundeten, und den obligatorischen Touristenfoto eines Fiaker, ging es in die Innere Stadt weiter.

Neben den wunderbaren Fassaden der Geschäftshäuser fanden wir besonders die kleinen Durchgänge mit ihren Hinterhäusern und geschäftigen Hinterhöfen interessant.
Letztlich gelangten wir über die spanische Hofreitschule zur Hofburg, die wir dann durchquerten.

Danach folgten Museumsviertel und Parlamentsgebäude. Da das Wetter immer unangenehmer wurde, beließen wir es bei der Stippvisite dieses Viertels.

Von dort aus fuhren wir dann mit einer historischen Straßenbahn zum Wiener Prater.
An der Haltestelle dann ein kurzer Augenblick des Erstaunens. Zunächst dachten wir, dass Jugendliche sich einen Spaß erlaubt hatten.

Tatsächlich handelte es ich jedoch um die Werbung eines Discounters.

Nach einem Bummel über das Gelände des Vergnügungsparks kamen wir auch schnell zur eigentlichen Attraktion, dem Riesenrad.

Wir ließen es uns nicht nehmen und gönnten uns eine Fahrt mit dem Riesenrad. Da nicht besonders viel los war – wer will es den Leuten bei diesem Wetter verdenken – mussten wir auch nicht lange anstehen und die Gondeln waren übersichtlich gefüllt.
Nur mit einem anderen Pärchen mussten wir uns die Gondeln teilen.

Während der Fahrt hatte man einen herrlichen Ausblick auf Wien, den Wienerwald und die Donau, sodass sich die Investition auf jeden Fall gelohnt hatte.

Nach dem Prater ging es mit der Straßenbahn zurück in die Innenstadt. Noch einmal bummelten wir durch die Straßen rund um den Stephansdom. Als es dann langsam dunkel und auf Grund des Regens ungemütlich wurde, fuhren wir zum Campingplatz zurück.

Als wir völlig erledigt zum Campingplatz zurückkehrten, stellten wir fest, dass dieser noch voller geworden war. Da unseres Erachtens die Kapazitätsgrenze bereits überschritten war und die Sauberkeit deutlich litt, beschlossen wir den Aufenthalt in Wien zu beenden und lieber ruhigere Regionen aufzusuchen.

Am nächsten Morgen schauten wir noch kurz in den Reiseführer und beschlossen in Richtung Oberösterreich, bzw. Salzburger Land zu fahren.

Als erstes Ziel hatten wir den Mondsee ins Auge gefasst. Leider stellten wir bereits bei der Fahrt fest, dass sich das Wetter nicht bessern wollte.
Mit Erreichen der Region um den Mondsee herum fing es dann an kälter zu werden und teilweise war auch schon Schneeregen dabei. Letztlich führte es dazu, dass wir lieber Salzburg als Ziel wählten, um das Wetter dann doch zu kompensieren.

Nach einem kurzen Studium des Stellplatzführers hatten wir den Campingplatz Stadtblick für die Übernachtung ausgewählt.
Dort angekommen erhielten wir sogar noch einen Platz in der ersten Reihe, der uns einen wunderbaren Blick auf die Stadt Salzburg und den Mönchsberg bot.

Trotz leichtem Schneefall war das Wohnmobil schnell aufgebaut. Lediglich der Fernsehempfang machte einmal wieder Probleme. Es wollte mir einfach nicht gelingen den Satelliten zu finden und dies, obwohl ich mich am Nachbarmobil orientierte.
Wie sich später herausstellte, war das keine gute Entscheidung gewesen, da mich der Nachbar ansprach, ob ich den Empfang bekommen hätte, da er seine Schüssel einfach aufgestellt und noch nicht auf den Satelliten ausgerichtet hatte.
Wir haben es dann noch einmal in Angriff genommen und dann gemeinsam geschafft.

Den Abend verbrachten wir in der angrenzenden Gaststätte und stimmten Sönke schon einmal auf unseren Bummel durch Salzburg ein.

Am nächsten Morgen ging es dann nach dem Frühstück los. Zunächst ging es den Berg hinab zur Bushaltestelle. Von dort aus mit dem Oberleitungsbus bis vor die Tür von Mozarts Wohnhaus. Nach einer knappen Besichtigung ging es zum Kapuzinerkloster hinauf. Von hier aus hat man eine herrliche Aussicht auf die Altstadt und die Festung Hohensalzburg.

Nach den üblichen Fotos ging es wieder hinab und in die Altstadt. Nach dem Bummel durch die Gassen und über den Residenzplatz ging es mit dem Fahrstuhl zur Festung hinauf.

Hier machten wir eine längere Besichtigung inklusive Führung. Den Berg hinunter ging es dann jedoch zu Fuß.

Unten angekommen hatten wir noch einen Teil des sonnigen Tages vor uns und wir entschlossen uns, beim Bummel am Ufer der Salzach entlang, noch eine Schifffahrt zu machen. Schnell war ein Schiff gefunden und mit der SalzburgCard war das ganze auch erschwinglich. An Bord stellten wir dann fest, dass es sich um die letzte Fahrt handelte, da mit dem heutigen Datum der Schifffahrtsverkehr für die Saison eingestellt wurde. Die Fahrt an sich verlief idyllisch. Sönke durfte ans Steuer und wir gönnten uns auf unserem Platz in der ersten Reihe ein Getränk und genossen die Landschaft.

Nach der Schifffahrt ging es dann wieder in Richtung Bus. Auf der Heimfahrt entschlossen wir uns, dass wir uns vor dem Aufstieg zum Campingplatz stärken müssten. Wir suchten uns in der Nähe der Bushaltestelle ein nettes österreichisches Restaurant und hatten bei unserer Wahl wieder einmal Glück. Nach einem guten und reichhaltigen Abendessen ging es den Berg hinauf in die wohlige Wärme des Wohnmobils.

Am nächsten Morgen hatten wir unsere Abfahrt geplant. Da wir vom Schnee erst einmal die Nase voll hatten, ging es erst einmal wieder nach Deutschland zurück. Auf der Fahrt über die BAB 8 suchten wir nach einem geeigneten Ziel. An der Ausfahrt Holzkirchen hatten wir uns entschlossen erst einmal nach Bad Tölz zu fahren. Da die Entfernung nicht sonderlich groß war, trafen wir dort noch vor dem Mittag ein. Direkt am Isar-Ufer entlang ging es in die beschauliche Innenstadt. Hier fanden wir nach einem kurzen Bummel am Markt einen Imbiss, wo wir uns eine Stärkung gönnten.

Von Bad Tölz aus ging es nach Füssen. Dort ging es auf den Wohnmobilplatz Füssen. Den Nachmittag verbrachten wir mit einem Bummel in die Stadt. Zurück am Wohnmobil kauften wir noch in einem nahen Supermarkt ein, wo wir auch am nächsten Morgen Brötchen erwerben konnten.

Der nächste Tag war zwar etwas trüb, hielt uns aber nicht davon ab, das nächste Ausflugsziel in Angriff zu nehmen. Neuschwanstein stand auf dem Programm. Mit dem Wohnmobil ging es auf den Parkplatz und von dort aus zu Fuß hinauf zum Schloss.

Nach dem beschwerlichen Aufstieg standen wir vorm Portal des Schlosses und konnten auch einen Blick in den Innenhof werfen. Nach einer Fotosession war es das dann aber auch mit dem Schloss. Der Eintrittspreis erschien uns überteuert, so dass wir es einfach ließen.

Elli und Sönke gönnten sich aber noch ein Highlight. Sie suchten eine nahe Brücke auf, von der man einen herrlichen Blick auf das Schloss hat.

Nachdem sie wieder zurück waren, gab es ein knappes Mittagessen und dann ging es weiter in Richtung Bodensee. Lindau war unser nächstes Ziel. Hier ging es zunächst einmal in die Stadt zum obligatorischen Stadtbummel.

Nach einem Blick auf den Bodensee von der Hafenpromenade aus, ging es zurück zum Wohnmobil und in Richtung Campingplatz. Der lag etwas außerhalb, war aber dafür sehr schön. Am Campingplatz Gitzenweiler Hof konnte man vergünstig vor der Schranke stehen, aber alle Einrichtungen des Platzes nutzen. Das nahmen wir auch gleich in Anspruch. Nach einer ausgiebigen Dusche ging es zum platzeigenen Italiener, wo wir uns eine Pizza gönnten.

Am nächsten Morgen ging es dann am Ufer des Bodensees entlang in Richtung Friedrichshafen. Von hier aus gönnten wir uns die Fähre in die Schweiz, da wir eh auf die andere Seite mussten, da unser nächstes Ziel, die Rheinfälle, am besten über die Schweiz erreichbar waren.

Hier kamen wir dann um die frühe Mittagszeit herum an. Die Rheinfälle bei Schaffhausen, Europas größte Wasserfälle, waren imposant und laut. Einziges Manko aus unserer Sicht war, dass wir für dieses Naturschauspiel Eintritt entrichten mussten.

Hiernach ging es dann weiter nach Freiburg. Am Schluchsee vorbei, wo wir uns einen Mittagsrast am Seeufer gönnten, und durch den Schwarzwald hindurch, kamen wir nach Freiburg. Die Suche nach einem geeigneten Stellplatz gestaltete sich etwas schwierig, sodass wir einen Campingplatz wählten.

Der Campingplatz Möslepark lag in unmittelbarer Nähe zum Trainingsgelände des SC Freiburg. Ansonsten war er sehr ruhig gelegen.

Vielleicht schon etwas zu ruhig, da weder ein Lokal, noch eine Einkaufsmöglichkeit in unmittelbarer Nähe lag. Dafür war der Platz und vor allen Dingen die Betreiberin sehr urig. Alles erinnerte mehr an ein Hexenhaus als an einen Campingplatz. Mit unserem Eintreffen hatte es zu regnen begonnen, sodass wir von unserem Trip in die Stadt Abstand nahmen. Stattdessen machten wir uns auf den Weg und suchten ein geeignetes Lokal fürs Abendessen.

An der Hauptstraße wurden wir schließlich fündig und hatten ein griechisches Lokal als Ziel auserkoren. Leider eine schlechte Wahl, wie sich später herausstellte. Schlechtes Ambiente, schlechtes Essen und eine schlechte Bedienung machten den Besuch denkwürdig.

Zurück am Wohnmobil genossen wir das Prasseln des Regens auf dem Wohnmobil. es folgte ein ruhiger Abend bei Spielen und Lektüre, da an Fernsehempfang auf dem Platz nicht zu denken war.

Am nächsten Morgen dann die große Überraschung. Es hatte die ganze Nacht durch geregnet und der Boden war entsprechend aufgeweicht. Nur mit viel Mühe und Geschick und einigen Matten als Anfahrhilfe konnten wir uns aus unserem Platz befreien, da die Grasnarbe sofort kaputt gefahren war, wenn man nur einmal Gas gab.

So recht wussten wir nichts mit der verbliebenen Zeit anzufangen. Ein Blick in die Zeitung führte uns zur der Erkenntnis, dass es am Rhein sonnig sein sollte. Da ich gerade von einer Tourenfahrt aus dem dortigen Bereich zurückgekehrt war, entschlossen wir uns zu diesem Ziel.

Zunächst ging es nach Bingen am Rhein. Bis dorthin waren wir auf der Autobahn unterwegs gewesen, nunmehr folgte Landstraße. In Bingen angekommen, entschlossen Elli und Sönke sich, eine Schifffahrt zu machen. Ich hatte derweil einen Campingplatz in St. Goar als Ziel ausgemacht und machte mich über die Landstraße auf den Weg dorthin.

Nach einer kurzen Orientierungsphase hatte ich den Campingplatz Loreleyblick schnell gefunden. An der Rezeption erfuhr ich dann, dass freie Platzwahl bestände. Ich fand einen schönen Stellplatz direkt am Wasser, den ich dann auch gleich einrichtete. Anzumerken sei noch, dass der Name des Platzes wirklich Programm ist. Man hat einen herrlichen unverbauten Blick auf den Loreley-Felsen.

Noch bevor das Schiff mit Elli und Sönke mich passierte, saß ich bereits in der Sonne und genoss ein Bier. Als das Boot mich dann passiert hatte, machte auch ich mich auf den Fußweg nach St. Goar und hiolte die beiden erst einmal zum Stellplatz ab, wo wir die Sonnenstrahlen genossen. Kurz bevor die Sonne ganz verschwand machten wir noch einen Bummel durch St. Goar. Durch den Ortskern ging es auch auf der Suche nach einem Restaurant. Leider wurden wir nicht so richtig fündig, sodass wir zum Platz zurück gingen. Hier genossen wir den lauen Abend am Wohnmobil. Sönke verbrachte die Nacht an seinem Alkovenfenster und blickte auf den Bahn- und Schiffsverkehr, den er von dort aus wunderbar wahrnehmen konnte.

Am nächsten Morgen dann ging es für Sönke nach dem Frühstück erst einmal auf die Wiese vor dem Wohnmobil. Hier widmete er sich ausgiebig den Enten, u.a. indem er sie fütterte.

Nach dieser Morgenbeschäftigung ging es mit dem Wohnmobil weiter nach St. Goar und von dort aus mit der Fähre über den Rhein nach St. Goarshausen. Ab hier folgten wir der Bundesstraße am Rheinufer entlang nach Rüdesheim.

In Rüdesheim selbst war schnell ein geeigneter Parkplatz für das Mobil gefunden, sodass wir in Ruhe durch die beschaulichen Gassen bummeln konnten. Besonders der Drosselgasse schenkten wir unsere Aufmerksamkeit und schauten wohl in jedes Restaurant und Geschäft hinein.

Nachdem wir so einige Stunden verbracht hatten, ging es mit dem Wohnmobil auf die Autobahn und in Richtung Heimat, wo wir am späten Abend wohlbehalten eintrafen.

Nach einigen Tagen haben wir dann aus diesem Urlaub die nötigen Erkenntnisse für unsere späteren Wohnmobilurlaube gewonnen. Wir wussten nunmehr, was wir wollten und was uns am meisten Spaß brachte. Außerdem hatten wir wichtige Erkenntnisse über uns Wohnmobil gewonnen, so dass wir die erforderlichen Umbauarbeiten in Angriff nehmen konnten.