Schnee satt und kein Ort in der Nähe

Zauchensee

(02.01.2006 – 08.01.2006)

Nachdem wir jetzt mehrere Male für den Skiurlaub Ferienwohnungen als Unterkunft gewählt hatten, sollte es jetzt einmal wieder in eine Pension oder Hotel gehen. Durch Empfehlung kamen wir auf die Pension Neuhäusl, die an der Landstraße zwischen Altenmarkt und Zauchensee liegt.

Am 02.01.2006 ging es Harsum los. Bei München sahen wir dann auch den ersten Schnee und dieser wurde, je weiter wir uns unserem Ziel näherten, auch immer mehr. In Altenmarkt angekommen, machten wir uns auf die Suche nach der Pension. Die Adresse hatten wir ja und auch eine grobe Anfahrtsbeschreibung. Trotzdem fuhren wir erst einmal an der Zufahrt zur Pension Neuhäusl vorbei. Als wir die ansteigende Auffahrt zur Pension gemeistert hatten, checkten wir ein und erhielten ein uriges Zimmer, komplett mit Holz vertäfelt. Für unsere Ansprüche war es ausreichend.

Die Abende verbrachten wir in der Gaststube des Hotels, zumeist mit einem Klappenspiel, das es dort gab. Hiermit überbrückten wir die Zeit zwischen den Mahlzeiten und dem Zubettgehen.

Am ersten Morgen nutzten wir die Skibushaltestelle, die direkt vor der Pension lag.

Der erste Bus fuhr zwar durch, aber wenige Minuten später kam schon der nächste. Dieser brachte uns direkt bis zur Weltcuparena in Zauchensee. Wir hatten ja schon einige Erfahrungen mit Skigebieten, dies hier überzeugte uns aber mit seiner zentralen Ausrichtung und den Serviceangeboten sehr. Beim Skiverleih Intersport Schneider mieteten wir uns dann unsere Ski und das restliche Equipment. Zu unserer Überraschung bekamen wir sogar die Möglichkeit angeboten dort alles einzulagern. Das kannten wir bisher nicht, jedenfalls nicht kostenlos.

Nachdem dies erledigt war ging es erst einmal an den Pistenplan, um sich zu orientieren. Für die erste Fahrt wählten wir die blaue Piste auf dem Tauernkar.

Vom Wetter her war es bewölkt und leicht am Schneien. Trotzdem hatten wir wunderbare Pistenverhältnisse und genossen den ersten Tag in diesem Skigebiet. Auch die Pisten am Roßkopf wurden von uns genutzt. Allerdings achteten wir darauf, dass wir es am ersten Tag nicht übertrieben. Unsere Mittagspause machten wir diesmal in der Weltcuparena.

Danach ging es mit dem Skibus zurück zur Pension. Die Nutzung des Skibusses war etwas gewöhnungsbedürftig. Je später es am Tag wurde, umso rücksichtsloser wurden die Fahrgäste beim Einsteigen. Das artete derart aus, dass ich Sönke vor mir herschieben musste und alle Kraft aufwandte, um nicht nach vorne gedrückt zu werden. Da wir eh als erste aussteigen mussten, passten wir immer den geeigneten Augenblick ab, um dicht an der Tür zu stehen. Zumeist klappte das auch.

Die nächsten Tage fanden in derselben Routine statt. Morgens in den Skibus quetschen. In der Weltcuparena in die warmen Skistiefel steigen. Die erste Fahrt führte uns zumeist auf den Tauernkar, da es eine gute Strecke zum Warmfahren war. Danach steigerten wir uns im Anspruch der Pisten. Und das alles bei bedecktem Wetter und Schneefall. In den Örtlichkeiten, die wir zum Mittagessen aufsuchten, wechselten wir uns ab. Am zweiten Tag entdeckten wir den Adlerhorst für uns.

Leider war die Alm auch immer recht voll und manchmal war uns das einfach zu viel, so dass wir in der Weltcuparena, die großzügiger angelegt war, einen Mittagssnack zu uns nahmen.

Über die Tage fuhren wir dann auch auf dem Gamskogel und entdeckten die Weltcupstrecke, die wir dann auch mal in Angriff nahmen. Allerdings fuhren wir diese eher vorsichtig und konnten uns nicht erklären, wie man die Strecke im Schuss bewältigen wollte.

Mindestens einmal am Tag fuhren wir nach Flachauwinkel ab. Hier ging es aber zumeist recht chaotisch zu. Die Piste war am Anfang recht kanalisiert, so dass sich alle über einen Ziehweg quälten, um den Einstieg auf die breiteren Hänge zu finden. Diese Menge an Skifahrern auf dem schmalen Stück führte immer wieder zu Beinaheunfällen und wir hatten deshalb immer ein wachsames Auge auf Sönke, der diesen Bereich aber wunderbar meisterte. Später stellten wir dann fest, dass es noch einen anspruchsvolleren Einstieg gab, der aber wesentlich breiter war. Da wir mittlerweile wieder recht fit waren, wählten wir dann diesen, um den Massen zu entgehen.

Zum Skifahren reichte uns dieses Skigebiet vollkommen aus und war auch recht abwechslungsreich, so dass wir nie auf den Gedanken kamen in Radstadt oder Flachau zu fahren, obwohl unser Skipass dies hergab. Auch ansonsten waren wir nicht sonderlich viel unterwegs. Altenmarkt suchten wir nur an einem Abend auf. Dies lag daran, dass wir erst die Schneemassen vom Auto entfernen mussten und dazu nicht jeden Tag Lust hatten. Außerdem bot unsere Pension alles, was wir zu dieser Zeit benötigten.

Am letzten Skitag hatten wir dann auch noch mit dem Wetter Glück. Die Wolken waren wie weggeblasen und wir hatten einen strahlend blauen Himmel. Wir nutzen das, um alle Pisten noch einmal bei Sonnenschein zu fahren. Danach ging es zum Skiverleih, wo wir unsere Leihsachen abgaben und uns danach eine letzte Fahrt im Skibus gönnten.

Am nächsten Morgen checkten wir dann aus dem Hotel aus und waren insgesamt froh über die Wahl, die wir getroffen hatten.

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